Bücher mit dem Tag "zürich"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zürich" gekennzeichnet haben.

263 Bücher

  1. Cover des Buches Die Ärztin - Das Licht der Welt (ISBN: 9783499273995)
    Helene Sommerfeld

    Die Ärztin - Das Licht der Welt

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Wilmaliestgern

    Das Buch schildert das Leben einer selbstbewussten Frau ende des 19. Jahrhunderts und das ihrer Familie. Es ist das pralle Leben, mit Liebe, Abneigung, Gehässigkeiten, Schicksalsschlägen. Interessant, dass eine Frau zu dieser Zeit nur in Zürich Medizin studieren durfte, nicht in Deutschland. Ausgerechnet Zürich, obwohl die Schweizer sich mit dem Frauenstimmrecht so schwer getan haben.

    Das Buch ist fesselnd und spannend geschrieben, man leidet mit den Protagonistinnen und ist entsetzt über die Zustände in den Armenvierteln. Unbedingte Leseempfehlung

  2. Cover des Buches Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (ISBN: 9783596510979)
    Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

     (1.151)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Zeitlos, mitreißend und mit manchmal fast schmerzvollem Tiefgang hat mich dieses Werk schon beim ersten Mal lesen absolut in seinen Bann gezogen. Es ist eines dieser Bücher, die am besten nie enden sollten, und deren Charaktere sich für immer in dein Herz schleichen.

  3. Cover des Buches Das bisschen Kuchen (ISBN: 9783746628271)
    Ellen Berg

    Das bisschen Kuchen

     (149)
    Aktuelle Rezension von: schokobook

    Das schöne an den Büchern ist, das bei ernsten Themen dennoch so ein feiner Humor und das wesentliche in den Fokus gerückt werden und das niemals negatives als das Ende betrachten soll, sondern daraus was gutes ziehen kann. Ellen Bergs Protagonistinnen die erst mal tief in der Tinte sitzen, erkennen im dem Moment der ersten Niederlage ihren Kampfgeist und dann geht die Story erst richtig los. Hier waren die Protagonisten in einem Abnehm- Hotel und das waren so tolle Personen, die man auf den ersten Blick gar nicht als solche wahrnehmen möchte. Der zweite Blick lohnt dann um so mehr. Wie Leo. Total toll. 

  4. Cover des Buches Sechs Koffer (ISBN: 9783462050868)
    Maxim Biller

    Sechs Koffer

     (79)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    „Wäre ich geblieben, wäre ich geflohen, hätte ich selbst meine engsten Freunde und Verwandten verraten, wenn die Kommunisten mich erwischt hätten?“ Der Großvater der Familie wird 1960 auf dem Flughafen von Moskau verhaftet und wegen seiner verbotenen Devisengeschäfte hingerichtet. Kurz danach war einer seiner Söhne, Dima, ebenfalls verhaftet worden, weil er, in Prag lebend, nach Westberlin flüchten wollte. Seither stellt sich in der Familie durch die Jahre und Generationen die Frage, ob es da einen Zusammenhang gibt, war es Dima, der damals den Großvater verraten hatte?

  5. Cover des Buches Korrosion (ISBN: 9783740800406)
    Peter Beck

    Korrosion

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset
    „Die Frage war der Bluthund der Intelligenz.“ (Zitat Seite 55)

    Inhalt:
    1971 stirbt ein Bäcker in seinem Backofen. Mehr als vierzig Jahre später wird seine Witwe während der Weihnachtstage ermordet. Ihr Aktiendepot in zweistelliger Millionenhöhe wird seit Jahrzehnten von einer angesehenen Schweizer Privatbank verwaltet. Ihre Anweisungen für den Todesfall legen fest, dass ihr Testament erst vollstreckt werden darf, wenn geklärt ist, welches ihrer drei Kinder damals für den Tod ihres Ehemannes verantwortlich war. Tom Winter, dem erfahrenen Sicherheitschef der Bank fällt die schwierige Aufgabe zu, die drei möglichen Erben zu finden und den Sachverhalt zu klären.

    Thema und Genre:
    In diesem spannenden Buch, einzuordnen zwischen Roman und Thriller, geht es um aktuelle, wichtige Themen wie Flüchtlinge, Missbrauch und Umwelt, aber auch um Familie. Eine Kernfrage dreht sich um Ursache und Wirkung und den Graubereich zwischen Schuld und Gerechtigkeit. Die Finanzwelt bleibt im Hintergrund.

    Charaktere:
    Tom Winter ist ein erfahrener Ermittler und sein Einsatz bewegt sich zwischen psychologischen und körperlichen Herausforderungen, die ihn an seine Grenzen bringen. Private Befindlichkeiten setzt der Autor maßvoll und nur dort ein, wo es für die Handlung wichtig ist.

    Handlung und Schreibstil:
    Orte der Handlung sind neben der Schweiz die Azoren, England und Deutschland und der Handlungszeitraum erstreckt sich über wenige Wochen zwischen Ende Dezember und Ende Januar. In einem zweiten Handlungsstrang wird der abenteuerliche Weg eines Flüchtlings aus dem Sudan bis nach Europa beschrieben. Beide Erzählstränge sind trotz der intensiven Schilderungen knapp und rasant geschrieben, was die Geschichte dicht und packend macht.

    Fazit:
    Ein anspruchsvoller Thriller mit Tiefgang und Themen, die den Leser nachdenklich stimmen. Dazu eine spannende Handlung mit rasanten Abläufen und einem smarten Ermittler, eine sehr gelungene Kombination.

  6. Cover des Buches Kreuzfahrt (ISBN: 9783036957371)
    Mireille Zindel

    Kreuzfahrt

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Frau_M_aus_M

    Jan und Meret begegnen einander auf einer Terrasse eines menschenleeren Cafes in einem Urlaubsort. Sie fühlen sich sofort extrem zueinander hingezogen. Beide sind jedoch mit anderen Partnern verheiratet und haben kleine Kinder. Es stellt sich heraus, dass sie nicht voneinander weg in der Schweiz zu Hause sind. Sie bleiben in der Nähe, vertiefen ihre Bekanntschaft auch nach der Rückkehr. Es geht hier um die Beziehungen der Paare untereinander und miteinander. Wie gehen Jan und Meret mit ihren Gefühlen um. Wie geht es Dres und Romy dabei. Was macht alle vier in ihren jeweiligen Partnerschaften so unglücklich?

    Es ist die Geschichte von Leuten, die keine materiellen Sorgen haben, die nicht zusammenhalten müssen, die irgendwie nicht erwachsen geworden sind. Sie haben alles, können aber nicht wirklich etwas damit anfangen.

    Beide Paare leben zwar in jeweils derselben Wohnung, teilen aber nicht besonders viel miteinander. Sie haben keine Nähe zueinander, haben auch getrennte Schlafzimmer. Es sind einsame Inseln. Meret möchte eine Affäre mit Jan und nähert sich ihm an. Er lässt sich schließlich darauf ein. Aber es kommt auch zwischen den beiden nicht wirklich zu Vertrautheit. Meret beschäftigt sich sehr mit Jan und dessen Frau Romy, die sich ständig in eine esoterische Phantasiewelt flüchtet. Romy und Jan sind schwedischer Herkunft. Sie haben schon an sehr verschiedenen Orten auf der Welt gewohnt, nie jedoch länger. Australien, Indien, Schweiz sind die Stationen. Jetzt zieht es Romy nach den USA. Bloß keine Wurzeln schlagen, bloß keinen Kontakt zum wirklichen Leben.

    Im Grunde ist Jan für Meret auch nur eine Projektionsfläche für ihre Sehnsucht nach Liebe und Nähe. Jan ist und bleibt ein Fremder. Auch er ist im Grunde immer auf dem Weg. Oder auf der Flucht? Er ist Marathonläufer und somit ständig mit Trainingskilometern beschäftigt.

    Man möchte rufen, Mensch Meret, du HAST doch einen guten Mann. Dres ist ein treusorgender Familienvater, der zuverlässig ist und Geborgenheit und Berechenbarkeit für die Kinder bietet. Nimm IHN in den Arm, lebe die Leidenschaft mit IHM, verwirkliche deine Träume mit Dres! Stattdessen leben sie nebeneinander her. Sie wissen nicht, was zu tun ist, um die nächste Etappe in der Beziehung zu erreichen. Es schließt sich wohl irgendwie für sie aus, Eltern UND Liebespaar zu sein.

    Als Jan einen Unfall hat und mehrere Wochen im Koma liegt, zerplatzt die Liebesphantasie. Nichts bleibt mehr übrig davon. Meret und Dres machen weiter wie vorher, sind nicht in der Lage, miteinander zu reden, sich ihre Träume gegenseitig mitzuteilen und vielleicht auch zu leben. Romy und später auch Jan (nach seiner Genesung) ziehen fort zurück nach Schweden.

    Ein Buch, das mir einen pelzigen Geschmack im Hals gemacht hat

  7. Cover des Buches Ich war Diener im Hause Hobbs (ISBN: 9783462048261)
    Verena Rossbacher

    Ich war Diener im Hause Hobbs

     (45)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    "Es war ein schlampiger Tag." Solcherart sind diese die liebsten von Christian, der seinen Dienst bei der Familie Hobbs versieht, Mitglieder der besten Gesellschaft Zürichs. Während er nahezu unsichtbar, wie ihm die edle Ausbildung eintrichterte, die Zimmerpflanzen abstaubt, lauscht er einem Gespräch des Hausherrn mit seinem Zwillingsbruder. Das Verhältnis der gutaussehenden, doch im Naturell ganz unterschiedlichen Männer, ist keineswegs so harmonisch, wie der äußere Anschein. Ebenso die äußerst charmante Gattin strebt nach Abwechslung. So kommt es sehr gelegen, dass ein weltbekannter Dirigent im österreichischen  Feldkirch ein Konzert gibt. Kurzerhand wird Christian dazu verpflichtet, seine Heimatstadt Feldkirch respektabel zu präsentieren. Doch der Kurztrip läuft nicht wie geplant und entwickelt eine amüsante Eigendynamik. Zugleich setzt er dramatische Ereignisse in Gang, die die Lebenswege der Beteiligten nachhaltig durcheinander wirbeln.
    Eine Mischung zwischen Krimi und Familiengeschichte. Äußerst charmant und mit Wortwitz jonglierend erzählt. Eine Note Abzug für die anfangs etwas verwirrenden Abschweifungen, die erst in der Fortsetzung der Handlung Sinn ergeben.

  8. Cover des Buches Tödliche Jagd (ISBN: 9783956690525)
    Silvia Stolzenburg

    Tödliche Jagd

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Weigel

    Als die Oberkommissarin Anna Benz zu einem Tatort im Stuttgarter Schlossgarten gerufen wird, ahnt sie noch nicht was sie dort erwarten wird. Die Tote ist ihre frühere Freundin.

    Die folgenden Ermittlungen führen sie und ihren Kollegen immer tiefer in den Sumpf aus Sex und Gewalt, und reisen alte Wunden wieder auf.

    Wenige Tage später wird ein furchtbar zugerichteter Toter im Züricher Zoo gefunden. Die Ermittler finden DNA Spuren am Tatort. Dieselben die auch in Stuttgart gefunden wurden. Was haben die beiden Morde miteinander zu tun ?

    Bisher habe ich von der Autorin einige historische Bücher gelesen, und ich liebe sie alle. Da ich auch Thriller gerne lese, und aus Stuttgart komme war das für mich ein absolute Muss. Die Autorin hat mich auch hier völlig überzeugt. Die Geschichte ist von der ersten Seite an sehr spannend.

    Das Ermittlerteam gefällt mir sehr gut, sie haben ihre Ecken und Kanten und das macht sie sehr sympathisch, und glaubwürdig.

    Beim Lesen spürt man die Hervorragende Recherche ohne davon überfordert zu werden. Bis zum Ende bin ich nicht drauf gekommen wer der Mörder ist.

    Toll finde ich, das ich natürlich einige Schauplätze kenne und mich so noch mehr in die Geschichte fallen lassen konnte.

    Ich bin absolut begeistert und freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil


    Von mir gibt es 5 ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine absolute Leseempfehlung! 

  9. Cover des Buches Abfahrt in den Tod (ISBN: 9783740800512)
    Michaela Grünig

    Abfahrt in den Tod

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Sara_Grunwald

    Man taucht in die Geschichte ein und wird mitgenommen, um außerdem einen Blick hinter die Kulissen des Skisports zu erhaschen. In vielen Geschichten weiß man als Leser schon relativ schnell, wer der Täter ist. Hier tritt erst ganz zum Schluss eine unerwartete Wendung ein und dies macht die ganze Geschichte noch sehr viel spannender.

  10. Cover des Buches Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer (ISBN: 9783423143745)
    Alex Capus

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    Es begann langweilig, doch dann interessierte mich die Durchführung einer originellen Idee: Drei Personen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben, hätten sich begegnen können oder sind sich ganz flüchtig begegnet.

    Da ist das Zeichentalent Emile Gilliéron, der lange Jahre ein enger Mitarbeiter Heinrich Schliemanns war und es mit der wissenschaftlichen Dokumentation archäologischer Funde nicht so genau nahm, Felix Bloch, Physiker, der in der atomaren Forschung jener Zeit (Einstein, Oppenheimer, Schrödinger) eine Rolle spielte und Laura d'Oriano, von deren Spionagetätigkeit ich nur im Klappentext las, denn in der Mitte des Buches waren wir immer noch nicht so weit.

    Und da habe ich abgebrochen, weil mich das Buch nicht auf Dauer fesseln konnte. Sicher, es ist intelligent geschrieben, man erfährt einiges über Atomphysik, über die Ausgrabungen in Griechenland und auch die Sprünge hin und her zwischen den Personen, die so gar nichts miteinander zu tun haben, haben mich nicht gestört.

    Aber es fehlte der Funke, der bei mir ein nachhaltiges Interesse hätte entzünden können. Manche Passagen werden im Zeitraffer erzählt, darunter einiges, wo ich gerne mehr erfahren hätte. Und anderes zu detailliert Geschilderte hat mich gähnen lassen und letztlich zum Abbruch dieses Romans mit biografischen Elementen geführt.
  11. Cover des Buches Enriettas Vermächtnis (ISBN: 9783865327499)
    Sylvia Madsack

    Enriettas Vermächtnis

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Jacky98

    die berühmte Autorin Enrietta stirbt, Kurz darauf sitzen in Zürich zwei Menschen vor Enriettas Testamentsvollstrecker: Emilio, ein konservativer Arzt aus Argentinien, und Jana, eine unkonventionelle Schauspielerin aus Salzburg und Ziehtochter der Verstorbenen.
    Überraschend kommen sich Emilio und Jana näher. Bis plötzlich Armando da Silva in Zürich auftaucht, Enriettas leiblicher Sohn – ein ungeliebtes, von ihr totgeschwiegenes Kind mit einer zwielichtigen ­Biografie. Er sei gekommen, um sein Erbe zu beanspruchen, sagt er, doch es geht ihm um sehr viel mehr. Denn Enriettas Vermächtnis birgt ein dunkles Geheimnis … 

    Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und hat dafür gesorgt, dass ich gut in die Geschichte reinkam. Leider ist bis auf Armados plötzliches auftauchen ist nicht viel spannendes passiert und dieses ganze hin und her zwischen Jana und Emilio & Jana und Armado ist leider sehr schnell nur noch störend, fast schon nervig. Die Protagonisten werden nur oberflächlich angerissen, bei Emilio wird immer wieder seine Karriere als Schönheitschirurg in den Vordergrund geholt. Die Spannung, die ich erwartet habe, ist leider kaum bis gar nicht aufgekommen,
    Alles in allem konnte mich die Geschichte leider nicht überzeugen, 3 Sterne für den leichten Schreibstil und die ersten Kapitel, welche mir noch relativ gut gefallen haben. 

  12. Cover des Buches Blind (ISBN: 9783734106200)
    Christine Brand

    Blind

     (175)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    „Blind“ von Christine Brand bildet den Auftakt einer Thriller-Reihe, in welcher Nathaniel Brenner und Milla Nova die Hauptrollen einnehmen. 

    Als Nathaniel, der Blind ist, über die Kontaktaufnahme per App mit einer Frau plötzlich einen Schrei dieser vernimmt und plötzlich die Verbindung abbricht, ahnt dieser, dass etwas Schreckliches passiert sein muss……Er sucht Hilfe bei der Polizei, doch diese nimmt ihn nicht wirklich ernst, sodass er sich an Milla Nova wendet, eine Journalistin, die ihm aus der Vergangenheit bekannt ist…. Gemeinsam versuchen sie Klarheit zu gewinnen, aber als der Name der unbekannten Frau ermittelt werden kann und es dieser wohl gut zu gehen scheint, kommen auch Milla erste Zweifel…. Hat sich Nathaniel vielleicht doch in etwas verrannt? 

    Der Schreibstil ist wirklich absolut spannend, genau wie die Story an sich! Nathaniel und Milla haben zudem eine tolle Dynamik, auch die Kommissare haben mir gut als Charaktere gefallen. Es gibt eine Vielzahl von überraschenden Wendungen und auch die Auflösung der Geschichte ist wirklich gut durchdacht und stimmig. Insgesamt eine glasklare Empfehlung von mir und volle 5 Sterne, ich freue mich auf weitere Bände!

  13. Cover des Buches Zürich fliegt (ISBN: 9783954519460)
    Rahel Hefti

    Zürich fliegt

     (44)
    Aktuelle Rezension von: dia78

    Das Buch "Zürich fliegt" wurde von Rahel Hefti verfasst und erschien 2016 im Emons Verlag.

    Die Autorin nimmt uns mit auf eine kriminalistische Reise. Man kann mit den Charakteren alles miterleben, ermitteln und sich Fragen stellen, die unweigerlich auftauchen.

    Die Wortwahl und der Sprachstil waren der Geschichte angemessen und man spürt den Schweizer Touch.

    Jeder, der spannende Geschichten mag, ist mit diesem Kriminalroman gut beraten.

  14. Cover des Buches Vaterland (ISBN: 9783453421714)
    Robert Harris

    Vaterland

     (356)
    Aktuelle Rezension von: Walther

    Ich habe diesen Roman geschenkt bekommen und seitdem mehrfach gelesen. Die Mischung aus historischer Dystopie und Thriller zieht mich jedes Mal wieder in ihren Bann. 

    So hätte es vielleicht ausgesehen, wenn Herr H. seinen Krieg gewonnen hätte. Harris schreibt ja nicht viel über die Situation im eroberten Osten, aber das reicht auch schon, um das Gruseln zu bekommen.

    Was ich mich immer wieder frage: Wäre die Judenvernichtung tatsächlich vergessen worden? Das ist ein erschreckender Gedanke. Aber gut: Der Sieger schreibt die Geschichte.

    Wirklich toll ist die Verflechtung mit einem sehr spannenden Thriller.  

  15. Cover des Buches E.J. und das Drachenmal (ISBN: 9783952446324)
    Anika Oeschger

    E.J. und das Drachenmal

     (44)
    Aktuelle Rezension von: AnnRoseStyle

    Inhalt:

    Merkwürdige Veränderungen an ihrem Körper werfen die16-jährige Emilia Jane, die sich lieber nur E. J. nennen lässt, aus der Bahn. Nachdem sie mit ihrer Familie von Schottland nach Zürich gezogen ist, hat sie sich gerade erst an das gewöhnt, was die Pubertät mit ihr anstellt. Aber ein blauer Ausfluss, wo keiner sein sollte, und Hitzewallungen, die so heiß werden können, dass ihre Bettdecke Brandflecken bekommt, sind ein ganz anderes Kaliber als Pickel und Mitesser. Als sich dann auch noch ein unerklärlicher Ausschlag über ihren ganzen Körper ausbreitet, landet sie in der Quarantänestation der Stadtklinik. 
    Schon bald stellt E. J. fest, dass sie eine Gezeichnete ist, Trägerin des Drachenmals, das ihr einerseits ungeahnte Fähigkeiten und Kräfte verleiht, aber gleichzeitig einen ihr unbekannten Feind aus den Tiefen einer längst vergessenen Epoche auf den Plan ruft. Das dunkle Etwas, das ihr nach dem Leben trachtet, kommt rasend schnell näher und scheint unbesiegbar zu sein ...

    Meine Meinung:

    Als ich mir das Programm des Riverfield Verlages angesehen habe, ist mir dieses Cover gleich ins Auge gefallen. Es ist schlichter als die anderen Cover des Verlages und das macht es besonders. Wenn man genau hinsieht, kann man auf dem Cover auch Teile der Geschichte wieder finden.
    Der Einstieg in die Welt von E.J. ist mir zwar leicht gefallen, allerdings hatte ich nicht erwartet das, das Buch mit einer Liebesgeschichte bzw. mit Liebeskummer anfängt und erst später die Fantasy-Elemente einfließen. Zu Anfang war das Buch dadurch eher langweilig für mich. Erst ab Seite 115 konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.
    Die Charaktere waren größtenteils gut beschrieben, auch wenn ich finde, dass die Nebenfiguren nur angeschnitten wurden und ich mir von ihnen kein richtiges Bild bilden konnte.
    E.J. war mir von Anfang an relativ sympathisch, auch weil sie fast so alt ist wie ich, und ich konnte gut mitfühlen, wie sie sich gefühlt hat. Das Einzige, was mich an ihr gestört hat, war das sie manchmal sehr "perfekt" erschien, weil sie Dinge sofort konnte oder nur ganz kurz üben musste, um diese Dinge zu können.
    Ein Charakter, der am Anfang erwähnt wurde (Sam) wurde in gewisserweise so vorgestellt, als würde er eine größere Bedeutung in dem Buch haben, die er dann aber leider doch nicht hatte.
    Zum Glück hatten allerdings keine der Liebesgeschichten einen zu großen Anteil in der Geschichte und waren nur eine Randhandlung, zumindest war das so nach den ersten 100 Seiten.
    Das Buch hat immer noch voller Überraschungen und zum Teil auch unvorhersehbaren Wendungen gesteckt.
    Die Idee hinter dem Buch hat mir relativ gut gefallen. Anika Oeschger hat eine etwas andere Geschichte mit Drachen geschrieben, die ich in dieser Weise noch nie irgendwo gelesen habe. Auch die Idee mit den Elementen der Drachen und die Idee mit den Haupt- und Nebenelementen hat mir sehr gut gefallen.
    Ab ungefähr Seite 115 war das Buch endlich sehr spannend und packend und ich wollte und konnte es nicht mehr aus der Hand legen.
    Der Schreibstil war sehr leicht zu lesen und auch gut für Jugendliche, was daran liegen könnte, dass die Autorin auch eine Jugendliche ist. An manchen Stellen war das Buch allerdings doch noch etwas stockend und "kantig" geschrieben. Mir fällt dafür jetzt gerade kein anderes Wort ein. Das Buch war manchmal nicht so harmonisch und der eine Satz hat sich nicht fließend in den nächsten Satz eingefügt.
    Das Buch war sehr detailreich beschrieben, aber es hatte nicht zu viele Details. Die Autorin konnte die meisten Emotionen gut vermitteln und ich habe mit den Charakteren mitgefiebert.
    Allerdings hätte das Buch gerne etwas länger sein können.
    Manchmal erschien mir das Buch etwas kurz und ich hätte gerne etwas mehr über bestimmte Situationen erfahren. Ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn das Buch länger gewesen wäre.
    Eine Sache, die ich mir wünsche, ist eine Fortsetzung des Buches, unter anderem auch wegen einen Satz, den die Großmutter gesagt hat.
    Meiner Meinung nach ist die beste Person in dem gesamten Buch die Großmutter von E.J. Ich liebe die Frau.

    Mein Fazit:

    Alles in allem war das Buch gut geschrieben, allerdings hatte es einige kleine Schwächen, weswegen ich dem Buch auch nicht alle Rosen geben kann. Ich wünsche mir auf jeden Fall eine Fortsetzung.
    Ich gebe dem Buch "E.J. und das Drachenmal" 4 von 5 Rosen.  

  16. Cover des Buches Small World (ISBN: 9783257261196)
    Martin Suter

    Small World

     (482)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Konrad Lang will ein Feuer machen und fackelt seine ganze Wohnung ab. Völlig aufgelöst kommt er auf eine Hochzeit. Der Sohn eines guten Freundes heiratet. Thomas war in Konrads Kindheit ein treuer Freund und Gefährte und Mama Vera, war immer sehr wichtig für ihn. Man entfernt ihn von der Party und ist peinlich berührt von dieser Szene. Die Braut aber interessiert sich für Konrads Schicksal und entdeckt in seiner Wohnung einen Plan wie er zum Laden kommt und wieder zurück zur Wohnung. Im Kühlschrank liegt seine Brieftasche. Er erzählt von schönen Geschichten aus Kindertage, aber sowohl Thomas als auch Vera blocken da ab. Nach einem weiteren Zwischenfall und der Diagnose Alzheimer wohnt Konrad Lang ab sofort im Gästehaus der Familie Senn. Irgendetwas scheint nicht zu stimmen und die junge Frau will hinter das Geheimnis kommen und tritt in ein Wespennest, wo es auch sehr gefährlich werden kann. Martin Suters Debut Roman ist ein Meisterstück und ein genialer Thriller. Eine Geschichte über Mut, Freundschaft, Familie, Gefahr und die Schatten der Vergangenheit. Großartig!

  17. Cover des Buches Ein Jahr für die Liebe (ISBN: 9783280056080)
    Yvonne Eisenring

    Ein Jahr für die Liebe

     (31)
    Aktuelle Rezension von: variety
    Die Autorin reist um die Welt und lernt x Männer (etwas) kennen. Sie wirkt dabei für mich etwas gehetzt und verbissen. Das erleichtert das Finden des Richtigen wohl auch nicht gerade...!
    Nach der fünften Station wiederholen sich ihre Aussagen und der Lesegenuss beschränkt sich auf einzelne humorvolle Passagen. Ansonsten habe ich mich gefragt: Für wen (ausser für sich!) hat sie dieses Buch geschrieben?
  18. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.211)
    Aktuelle Rezension von: Stopkaofbooks

    Ich habe per Zufall mir einen schwedischen Krimi herausgesucht.

    Auf den ersten 300 Seiten gab es zwar durchaus spannende Momente, aber zwischendurch war ich auch gelangweilt. Trotzdem zog mich Larsson nach und nach in die Bahn der Geschichte, Spannung stieg und ließ mich bis zum Schluss nicht mehr los. Das Ende (sobald der Fall gelöst ist - also ca. 160 Seiten) fand ich wieder etwas zu langgezogen.

    Die Geschichte ist gut überlegt und die Wendungen sind nicht vorhersehbar, das hat mich absolut überzeugt.

    Mir gefallen selten Krimis, wo privat auf eigene Faust Dilettanten ermitteln, aber hier hat es mich überhaupt nicht gestört. Weder Journalist noch die private Ermittlerin handeln dumm, unüberlegt oder naiv.

    Fazit: Ein Krimi, den ich jedem empfehlen würde.

  19. Cover des Buches Falsch (ISBN: 9783455403855)
    Gerd Schilddorfer

    Falsch

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Falsch" ist der erste Band der John-Finch-Reihe von Gerd Schilddorfer. Ein alter Mann wird im kolumbianischen Dschungel in seiner Hütte überfallen. In letzter Minute schickt er drei Brieftauben in den Himmel und richtet sich selbst bevor er ein Geheimnis ausplaudern kann. Die Tauben erreichen mit ihren drei Hinweisen Bogota, Medellin und Sao Gabriel, wo drei Freunde aus alter Zeit ihre Heimat fanden. Zur gleichen Zeit am Münchner Flughafen als eine Diamantenraub gerade noch vereitelt wird. Warum interessieren sich die Yakuza, MI5 und weitere dubiose Personen für all dies? Es scheint, dass der Ursprung des Geheimnis weit in der Vergangenheit liegt. Der alternde Pilot und Abenteurer John Finch wird in Südamerika von einem der Freunde für eine horrende Summe engagiert, um die beiden anderen Hinweisträger zu ihm zu bringen. Denn nur gemeinsam können sie das Geheimnis lüften. Und alle sind verbunden durch ein gemeinsames Kriegsschicksal. Doch bevor Finch's Auftrag erfüllt ist, überschlagen sich die Ereignisse. Es beginnt ein Wettlauf rund um den Globus. Gerd Schilddorfer erzählt diese Story über drei verschiedene Zeitebenen und Orten total verstreut über die Welt. Was anfangs noch ein großes Fragezeichen für den Leser ist, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenführen könnten, wird im Laufe der Geschichte immer klarer. Dabei verwebt er reale historische Ereignisse wie das Ende des Zarenreichs, die Geldfälschaktion "Operation Bernhard" der Nazis oder das Flugzeugunglück in Mir 2009 mit der fiktiven Story rund um das Geheimnis der vier Auswanderer in Südamerika. John Finch ist dabei Pilot eines Wasserflugzeugs, der viele Jahre schon in Nordafrika und anderswo in diversen gefährlichen Missionen unterwegs war. Derzeit hat ihn das Schicksal nach Südamerika verschlagen. Für mich hat er ein wenig etwas von Indiana Jones. Deswegen ist dieses Buch auch nicht nur ein Thriller für mich, sondern hat auch einen Touch von Abenteuerroman. Aber diese Mischung gefällt mir extrem gut. Von Anfang bis Ende empfand ich es sehr spannend, flüssig zu lesen und als rasanten Pageturner. Mir hat es sehr gut gefallen und definitiv werde ich die Folgebände des Whisky trinkenden Abenteurer und Piloten John Finch lesen.

  20. Cover des Buches Nachtblau der See (ISBN: 9783740806422)
    Gabriela Kasperski

    Nachtblau der See

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Annabeth_Book

    Inhalt:

    Arielle eine bekannte Influencerin und Schauspielerin stirbt bei einem Sturz von einer Tribüne und alles sieht nach einem tragischen Unfall aus. Werner Meier beginnt trotzdem zu ermitteln.

    Erster Satz:

    "Für diese Titten würde ich killen", sagte der bärtige Karohemdträger zu seinem Nachbarn.

    Meine Meinung:

    Als das Buch bei mir ankam, habe ich mir sehr darüber gefreut, leider musste es sich erstmal ein bisschen gedulden bis ich Zeit dafür gefunden habe es zu lesen.

    Kommen wir als erstes zum Cover.
    Leider finde ich es so gar nicht ansprechend und es passt auch irgendwie nicht wirklich zu der Handlung im Buch, was ich sehr schade finde:/
    Das Blau passt zwar, aber was die Motte da zu suchen hat, keine Ahnung. Ich hätte mir eher einen See gewünscht, wo dann eine Burg im Hintergrund ist, was dann wenigsten einigermaßen zum Inhalt gepasst hätte.

    Da ich schonmal ein Buch von Meier und Schnyder gelesen habe, war ich schon sehr gespannt darauf, ob ich diesmal wenigstens etwas warm mit Zita Schnyder werden und es war leider nicht der Fall.

    Aber kommen wir als erstes zum Fall.
    Eine junge, bekannte Influencerin stirbt und die Autorin macht in dem Buch ganz deutlich klar, was Likes auf Instagram für Influencer bedeutet.
    Denn nachdem sich die Tür von Arielle nach ihrem Tod für immer geschlossen hat, geht der Influencer Himmel für Winny erstmal auf.
    Es wird auch ganz deutlich gezeigt, wie sehr sie mit provokanten Bilder versucht mehr Likes zu bekommen und auch mit bestimmten #Hashtags.
    Ich finde es sehr traurig, lesen zu müssen wie sehr sich Winny anfängt zu verstellen nur um ihrer virtuellen Welt zu gefallen, aber auch hat es mich selber zum nachdenken gebracht und ich habe mir überlegt, wie ich mich eigentlich auf Instagram verhalte und was ich alles dort preisgebe und warum.

    Der Tod von Arielle sieht zunächst aus wie ein Unfall und man ist gespannt was der Kommissar so ermittelt.
    Aber teilweise hatte ich so das Gefühl das die Ermittlungen im Buch gaaanz weit hinten anstehen, da zunächst mal das Privatleben von Meier und Schnyder im Vordergrund steht.
    Da beide gerade vor beruflichen Neuwegen stehen und keiner wirklich mit dem anderen darüber reden, kommt es deswegen zu einem lautlosen Streit. Während Meier sich einmal um die Unterstützung von Schnyder freuen würde, ist für Zita ganz klar das Meier seine Bedürfnisse hinten anstellen muss, weil warum soll sie das tun, schließlich ist sie völlig für #metoo .
    Ich finde es schade, dass man hier eigentlich rausliest das die beiden komplett gegeneinander arbeiten, anstatt sie einfach versuchen einen Mittelweg zu finden.

    Das Thema zieht sich natürlich dann auch komplett durch das ganze Buch, weil Zita sich dermaßen in das Thema reinsteigert, dass es schon an Egoismus grenzt und sobald man sie deswegen anspricht, geht man auf zickig und stur. Für mich war es als Leser mit ihr irgendwann einfach nur anstrengend und ich war auch von Zeit zu Zeit so genervt von ihr, dass ich das Buch auch immer wieder aus der Hand legen musste.

    Neben Meier und Schnyder, sind Winny Apt und Hannah Frank noch zwei weitere Protagonisten.
    Mit beiden kam ich mehr oder wenig klar.
    Hannah Frank hat mich ziemlich an Zita Schnyder erinnert, aus dem Grund da sie teilweise sehr egoistisch gehandelt hat und ihre Bedürfnisse über das der Anderen gestellt hat, ohne teilweise deswegen auf Verluste acht zu nehmen.

    Winny, war eher so ein Mitläufer in der Geschichte und ich wusste teilweise nicht so recht ob ich sie als Protagonist ansehen soll oder doch eher als Randcharakter. Aber gerade weil sie nach Arielle die Hauptrolle in dem Theaterstück übernommen hat und doch einiges mit Hannah Frank zu arbeiten hatte, zählte sie dann doch mehr für mich zu den Protagonisten. Wirklich warm bin ich aber mit ihr auch nicht geworden, da sie mir teilweise auch zu sehr ich-bezogen war.

    Natürlich hoffte man dann als Leser trotzdem auf ein spannendes Ende und leider wurde ich auch hier enttäuscht, da es für mich keinen wirklichen Täter in der Hinsicht gab. Auch das Meier, die ganze Sache dann auch Zita einfach so verzeiht und so tut als wäre nichts gewesen, hat mich als Leser ein bisschen fassungslos gemacht.

    Alles in einem war der Krimi einfach nicht so meins. Die Autorin hat zwar spannend geschrieben, ein tolles Grundthema sich überlegt und dann sich katastrophale Protagonisten in das Buch eingeladen.

  21. Cover des Buches Die Alchimistin (ISBN: 9783453419049)
    Kai Meyer

    Die Alchimistin

     (393)
    Aktuelle Rezension von: n8eulchen

    Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Aura Institoris, Tochter eines Alchimisten, wächst in einem düsteren Schloss am Meer auf. Auf dem Weg nach Zürich, wo sie ein Mädcheninternat besuchen soll, verliebt sie sich in den Mörder ihres verhassten Vaters und gerät mit ihm in einen Krieg zwischen Templern und Unsterblichen, der über Jahrhunderte voller Hass brodelt.

    Meine Meinung:
    - düstere Atmosphäre
    - durchweg fesselnd und spannend
    - teils grausame Szenen
    - detailreiche Landschafts- und Charakterbeschreibungen
    - gerade die detaillierten Beschreibungen in Verbindung mit dem leicht und schnell zu lesenden Schreibstil gefiel mir sehr.
    - leider blieben die Charaktere bezüglich ihrer Gedanken und Emotionen etwas farblos
    - die eigentliche Geschichte beginnt erst ab ca der Hälfte und ab da nahm leider auch die Spannung etwas ab, da das vorangegangene Rätseln von Antworten abgelöst wurde.

    Top oder Flop?
    - für mich persönlich eher Top

    Empfehlung?
    - Für Freunde von Genremix, historischen Romanen (Templer), Krimis/Thriller mit Fantasy/Mysterytouch

  22. Cover des Buches Bretonisch mit Meerblick (ISBN: 9783740807962)
    Gabriela Kasperski

    Bretonisch mit Meerblick

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Ein Haus in der Bretagne, ein Traum von Vielen. Tereza Berger, eine Schweizerin, vierzig und geschieden erbt überraschend ein altes Haus auf der malerischen Halbinsel Crozon. Eigentlich will sie es gleich wieder verkaufen. Je länger sie sich jedoch vor Ort aufhält, desto mehr verliebt sie sich in das raue Land und seine Menschen.

    Da wird eine Leiche am Strand angespült. Tereza war die Letzte, die den Verstorbenen lebend gesehen hat. Sogleich gerät sie in Verdacht, etwas mit seinem Ableben zu tun zu haben. 

    Vor dem Hintergrund einer alten Sage lässt die Autorin ihre facettenreichen Figuren agieren, geizt nicht mit imaginären Bösewichten und lässt Neid, Eifersucht und Geldgier als Antriebsfedern immer wieder neue Impulse geben. Es wird viel mit gespaltener Zunge gesprochen. So weiß der Leser nie, wem er trauen kann und darf. Denn irgendwie scheint jeder als Täter in Frage zu kommen. Da gibt es die ominösen Kapuzenträger, die nicht nur Tereza in Angst und Schrecken versetzen. Wo sie auftauchen, ist immer Ärger vorprogrammiert. Die Frauenbewegung am Ort versucht dagegenzuhalten, doch auch da scheint Eskalation vorprogrammiert zu sein.

    Dieser Krimi startet recht gemächlich, die Handlung wirkt eher wie ein Urlaubsroman. Der eigentliche Kriminalfall steht nicht so im Vordergrund. Vielmehr geht es um den bretonischen Lokalkolorit und die Menschen. Die Charaktere sind vielfältig ausgeschmückt, ihre Eigenarten lassen sich gut erkennen und wir bekommen ein buntes Menschenbild geliefert, bei dem auch die Lebensgewohnheiten der Bretonen deutlich werden. Diese hat die Autorin gut recherchiert und reell herübergebracht.

    Interessant sind vor allem die Figuren. Tereza, die neutrale, leicht naive Schweizerin; Ayala, eine südafrikanische Surflehrerin; der schottische Kommissar Gabriel Mahon; Terezas bereits erwachsene Kinder und sympathische, aber auch kauzige Einheimische.

    Mit einem Kriminalroman hat das Ganze allerdings wenig zu tun. Die Spannung hält sich in Grenzen. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten. Die Handlung dennoch ansprechend und mit einem guten Spannungsbogen erzählt.

    Das Grundgerüst bei solchen Krimis ist oft gleich:  Es gibt mindestens eine Leiche und es wird ermittelt. An Gabriela Kasperskis Krimi gefällt mir die leichte, lässige Art. Die Geschichte ist wie die Hauptfigur: nicht gar zu zielstrebig, dafür sympathisch, nicht aufdringlich, sondern tolerant, neugierig, interessiert, offen. 

    Der ermittelnde Kommissar ist leider ein eher stereotyper Typ Richtung einsamer, geheimnisvoller Wolf mit vermutlich zarter Seele. Darüber lässt sich jedoch hinwegsehen, da es zahlreiche andere Nebenfiguren gibt, die gut entworfen und hervorragend in die Handlung eingewebt sind. 

    Bedauerlicherweise blieben die Unterhaltungen der Romanfiguren kurz und knapp und auf das Nötigste beschränkt. Einerseits mag das verlockend klingen, wenn es einer nicht so mit weitschweifig gehaltenen Dialogen hat. Doch andererseits lernt der Leser die Romanfiguren ja auch anhand ihrer geführten Dialoge besser kennen. Abgesehen von Tereza, der Hauptfigur, die die Geschichte in „Ich-Form“, also aus ihrer Sicht erzählt, bleiben die übrigen Akteure des Romans ziemlich blass und zu schablonenhaft dargestellt.

    Daher hätte ich mir gewünscht, dass Gabriela Kasperski ihr Augenmerk verstärkt auf die Charakterisierung ihrer Romanfiguren gelenkt hätte. Etwas mehr Tiefgang und Eigenwilligkeit hätte dafür gesorgt, dass der Leser mehr Empathie mit den agierenden Personen hätte empfinden können. Dass die Leser mit so vielen verschiedenen Akteuren konfrontiert werden, die sie im Geiste erst einmal sortieren müssen, macht das Ganze nicht besser.

    Zudem hat die Autorin (zu) viele französische Sätze, Redewendungen und ähnliches in ihren Text eingebaut. Vermutlich in  der Überzeugung, ihrem Roman dadurch die nötige Prise bretonisches Flair zu verleihen. Außerdem isst und trinkt die Heldin beinahe ständig irgendwelche französischen oder bretonischen Köstlichkeiten, was durchaus seinen Reiz hat und bei dem Leser sicherlich für leichte Heißhungerattacken sorgen mag. Dennoch erschien mir diese Vorgehensweise einfach zu platt.

    Ein weiterer Kritikpunkt war, dass der Krimi zu schnell aus und aufgelöst war. Die Ermittlungen hätten noch länger dauern und ausführlicher sein können. Der Beginn war so vielversprechend: Da waren die zwei Toten erst einmal Nebensache. Die Handlung sprühte vor Witz und dann dieser etwas schnelle Schluss. Das fand ich etwas schade. Irgendwie war der Fall auch nicht richtig aufgelöst. Am Schluss hatte ich dann den Eindruck, dass noch ein paar offene Fragen blieben.

    Was bleibt, ist ein Wohlfühlkrimi mit Urlaubsfeeling. Die große Liebe, die die Autorin mit der Bretagne verbindet, ist zwischen den Zeilen spürbar. Gut geeignet, als Einstimmung auf Land und Leute, ein Buchtipp für den Sommerurlaub in der Bretagne. Beim Lesen stand ich quasi hinter Tereza Berger und habe mit ihr aufs Meer geblickt, die wilde Küste der Bretagne bewundert und frische Croissants gefuttert. Allerdings mag ich meinen Kaffee lieber schwarz.

  23. Cover des Buches Gruber geht (ISBN: 9783499255762)
    Doris Knecht

    Gruber geht

     (55)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    In diesem Roman aus dem Jahr 2011 schildert die Autorin, wie es einem selbstverliebten Topverdiener, weiß, männlich, erfolgreich, rücksichtslos und sexsüchtig geht, wenn er erfährt, dass er todkrank ist. Gut, es ist übertrieben. Der Protagonist, John Gruber ist nicht gerade sex-süchtig, aber er behandelt Frauen wie käufliche Wesen, er nutzt sie aus und hält wenig von ihnen. Ein Sympathieträger ist Gruber nicht. 

    Um Grubers Charakter zu identifizieren und zu entdecken, muss man sich von Gruber distanzieren, was dadurch erschwert wird, dass die Autorin, sehr geschickt gemacht ist das, den Leser in den Bewusstseinsstrom Grubers einschleust. Und da Gruber einen Menschen sehr liebt, über alle Maßen liebt, nämlich sich selbst, ist es nicht so leicht, zu erkennen, was Gruber für ein Mensch ist. Aber natürlich hat auch Gruber weiche Seiten. Na ja. Eigentlich ist er ein selbstverliebter Yuppie ersten Ranges, nur dass er halt keine zwanzig mehr ist. Und auch keine dreißig. Es ist ungerecht, zu behaupten, er liebe nur sich selbst: seinen Porsche mag er auch.

    Trotz der ernsten Thematik liest sich der Roman leicht. Es gibt zwei Bewusstseinsströme, in die man sich als Leser hineinfallen lassen kann, einerseits ist da natürlich Gruber und andererseits ist da Sarah, die er kennenlernt, sofort beschläft, wie es bei ihm üblich ist, und sich dann verliebt. Na ja. Sort of. Was Sarah an Gruber findet, abgesehen davon, dass der Sex mega gewesen ist, die geneigte Leserschaft ist ja quasi dabei gewesen, ist nicht ersichtlich. Dass er Porsche fährt und sein Sofa so viel kostet wie das Monatsgehalt von „normalen“ Menschen, ist es nicht. Irgendwas wars, wir wissen aber nicht, was. Na ja, Liebe ist ja eh ein Geheimnis. Wo sie hinfällt und so. 

     Rein persönlicher Leseeindruck: 
    Ich mag den Stil von Doris Knecht. Er ist so unaufgeregt. Und ein bisschen wie ein Smoothie. Samtig. Aber nicht ölig. 

    Dennoch gibt es einige Kritikpunkte, die ich nicht vorenthalten möchte: 

    nie, nie, nie kann ich mir vorstellen, dass jemand mit Krebsdiagnose während der Chemo (dabei und danach) regelrechte Besäufnisse abhält, - ich mag das von der Autorin in diesem Buch vermittelte Frauenbild nicht, und das liegt nicht an Grubers Stream of consciousness, sondern an der Rolle Sarahs insgesamt und der von Grubers Familie (Schwester und Mutter), die Frauenfiguren sind allesamt schief oder verschwommen oder einfach komplett falsch (verblödet), man erfährt quasi gar nichts von Grubers beruflicher Tätigkeit, es scheint kein Problem zu sein, wenn er wochenlang ausfällt, etc. Na ja. -Und dann das Happyend. Fast hollywoodreif.

    Doris Knecht ist eine Autorin, die sich sensibel einfühlt in Situationen und Menschen. Aber ob sie es diesmal so richtig getroffen hat … ich zweifle. 

    Fazit: Und deshalb (siehe oben) gibt es von mir für ihren Roman, den ich im übrigen trotzdem gerne gelesen habe, „nur“ gediegene drei Sterne. 

    Kategorie: Belletristik. Operation Sub-Befreiung
    Verlag: Rowohlt 2011 

     

  24. Cover des Buches Ingeborg Bachmann und Max Frisch – Die Poesie der Liebe (ISBN: 9783746637983)
    Bettina Storks

    Ingeborg Bachmann und Max Frisch – Die Poesie der Liebe

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Bridgelady

     

    In ihrem biografischen Roman „Die Poesie der Liebe“ erzählt Bettina Storks von der Beziehung der beiden Schriftsteller Max Frisch und Ingeborg Bachmann. Sie tut dies in der ihr eigenen einfühlsamen Art und Weise, sodass der Leser den Figuren kaum näher kommen könnte. Abwechselnd schildert sie die Geschichte aus Ingeborgs und Max‘ Sicht.

     

    Der Roman beginnt 1958, Ingeborg Bachmann ist mit 32 Jahren eine überaus erfolgreiche Schriftstellerin, vor allem Lyrik liegt ihr. Max Frisch ist bereits Ende 40 und international bekannt als Dramatiker. Inge liebt Glanz und Glamour, Max ist bodenständig. Inge braucht ihre Freiheit, um arbeiten zu können, Max‘ Tage sind streng strukturiert. 

     

    Als die beiden 1958 ein Paar werden, haben sie nur die besten Absichten und sind überzeugt, dass sie es schaffen werden. Zitat Max Frisch: „…wir denken alles um. Ein Paar, das sich als das erste Paar versteht, als die Erfindung des Paares…“ Ich konnte mich beim Lesen gut in die beiden Hauptfiguren hineindenken und mit ihnen fühlen. Vor allem die Empfindungen der sensiblen Ingeborg konnte ich nachvollziehen, aber auch Max‘ Eifersucht. Und ich musste manchmal denken, ob die beiden vielleicht Gefangene ihrer Zeit waren? Ob ihre Geschichte heute anders ablaufen würde? Nein, sagte ich mir dann, denn Gefühle und Empfindungen sind zeitlos. Und darin waren sie wohl trotz der vorhandenen Liebe zu verschieden. „Ich will, was noch niemals war. Kein Ende. Und zurückbleiben wird ein Bett, an dessen Ende die Eisberge stoßen und an dessen unterem Rand jemand Feuer legt.“ (Ingeborg Bachmann, Der gute Gott von Manhatten)

     

    Sie hatten wohl von Anfang an keine Chance…

     

    Abschließend danke ich der Autorin für diesen hervorragenden Roman über zwei Ikonen der Literatur.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks