Bücher mit dem Tag "wortspiele"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wortspiele" gekennzeichnet haben.

71 Bücher

  1. Cover des Buches Skulduggery Pleasant (Band 1) - Der Gentleman mit der Feuerhand (ISBN: 9783785577868)
    Derek Landy

    Skulduggery Pleasant (Band 1) - Der Gentleman mit der Feuerhand

     (1.109)
    Aktuelle Rezension von: Buechergeplauder

    Stephanies Onkel hat, nach seinem Tod, Stephanie seinen ganzen Besitz vererbt. Sie macht sich auf den Weg in das ehemalige Haus ihres Onkels, um dort etwas Ordnung zu schaffen. Doch schon bald bekommt Stephanie unheimlichen Besuch. Jemand versucht in das Haus einzudringen und scheut sich nicht Gewalt einzusetzen.


    Dieser Jemand scheint kein gewöhnlicher Mensch zu sein. Er verlangt einen Schlüssel von Stephanie. Doch diese weiß überhaupt nicht, was für ein Schlüssel gemeint sein soll und wenn sie es gewusst hätte, hätte sie den Schlüssel nicht an diese Person übergeben. 


    Der Eindringling greift Stephanie an. Genau in dem Moment erscheint eine weitere Person. Es ist Skulduggery Pleasant, ein guter Freund ihres verstorbenen Onkels. Er kämpft gegen das andere Wesen. Schnell wird Stephanie klar, dass auch Skulduggery kein gewöhnlicher Mensch ist. Sie traut ihren Augen nicht, Skulduggery ist ein Skelett.


    Anstatt Angst vor Skulduggery zu haben, entscheidet sie sich mit ihm zu gehen. Sie vertraut ihm, denn sie weiß, dass ihr Onkel ihm ebenfalls vertraut hat. Außerdem wem sollte Stephanie von diesem Abend sonst erzählen? Jeder würde sie für verrückt erklären und alleine zurückbleiben ist keine Option, denn es könnte wieder ein Eindringling versuchen, ins Haus zu gelangen.


    Gemeinsam mit Skulduggery betretet Stephanie eine neue Welt voller magischer Wesen und Magie. Doch diese Welt bürgt große Gefahren. 


    Der erste Band der "Skulduggery Pleasant" Reihe von Derek Landy. Ich habe bis jetzt viel gutes darüber gehört und wurde auch nicht enttäuscht. Der Auftakt dieser Reihe hat mir unglaublich gut gefallen.


    Stephanie und auch Skulduggery Pleasant schließt man schnell in sein Herz. Beide gefallen mir sehr gut von ihrer Art und Weise. Stephanie ist ein sehr mutiges, schlaues Mädchen.


    Die Geschichte ist spannend und die Spannung hält sich bis zum Ende. Natürlich möchte man sofort nach dem zweiten Band "Das Groteskerium kehrt zurück" greifen, um mehr zu erfahren.


    Für mich persönlich ein kleines Highlight und ich freue mich schon auf die nächsten Bänder dieser Reihe.



  2. Cover des Buches Gnadensee (ISBN: 9783842520561)
    Ingrid Zellner

    Gnadensee

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Janosh
    Lona, Tochter aus begütertem Hause und Studentin ohne eigentliches Ziel, lebt nach dem Unfalltod des Vaters zusammen mit ihrer abweisenden und gefühlskalten Mutter in der Familienvilla auf der Bodenseeinsel Reichenau. Nachdem sie am Tag ihres 24. Geburtstages vergeblich auf ihren Freund Dirk gewartet hat, beschließt sie, ihn in seiner Wohnung aufzusuchen. Doch er ist spurlos verschwunden und niemand weiß etwas über seinen Verbleib. So macht sich Lona auf die Suche nach ihm und dabei verfestigt sich ihr anfänglicher Verdacht, dass Dirk etwas Schlimmes zugestoßen sein muss. Auch sein Freund und Kommilitone, der junge Isländer Brynjar, ist nicht auffindbar.
    Eine erste Spur, die zur Erhellung der Umstände des rätselhaften Verschwindens der beiden Freunde beitragen soll, führt nach Island. Dort lebt Brynjars Bruder Arnar, der im Folgenden bei der Suche nach den beiden Vermissten an Lonas Seite sein wird. Zurück in Deutschland überstürzen sich die Ereignisse und Lona ereilt ein Schicksalsschlag nach dem nächsten, an denen sie zu zerbrechen droht. Doch gibt sie nicht auf und nähert sich Schritt für Schritt einer unerwarteten Lösung, die sie selbst in tödliche Gefahr bringt...
    Kann man einen Kriminalroman wirklich als "schön" bezeichnen? Eigentlich sind die darin erzählten Geschichten, denen immer ein Verbrechen zugrunde liegt, niemals schön! Doch dieser Roman ist tatsächlich von einer eigenartigen, berührenden Schönheit!
    Die Hauptfigur Lona bewegt sich auf landschaftlich faszinierenden Schauplätzen: da ist zum einen der Bodensee mit seinen Inseln, den die Autorin vor den Augen des Lesers auftauchen lässt. Und sie tut dies auf eine Weise, die nicht gleich ins Auge springt. Weder bemüht sie den sogenannten Lokalkolorit, mit dem seit einiger Zeit so viele Krimis nerven, noch langweilt sie mit schwelgerischen und quälend ausführlichen Beschreibungen. Eher karg sind die Hinweise auf die schöne Landschaft mit ihren Kulturschätzen, dennoch so eindringlich und stimmungsvoll, dass man die Atmosphäre, die sie heraufbeschwört, fast mit Händen greifen kann. Großartig macht sie das!
    Das gleiche gilt für Island, den zweiten Schauplatz, die Insel aus Feuer und Eis im nördlichen Atlantik, die in den letzten Jahren immer mehr zu einem begehrten Reiseland geworden ist. Auch die dort spielenden Szenen sind stimmungsvoll, fangen den besonderen Zauber, der von der Insel, ihrer Landschaft, ihrem Licht und ihrem unvergleichlichen Himmel ausgeht, in einem Maße ein, dass der Leser wie gebannt ist - und Sehnsucht bekommt nach dem kühlen Land hoch oben im Norden. Und denjenigen, die schon dort waren, kommen die Gefühle, die Eindrücke, die die Insel in ihnen hinterließ, zurück aus der Erinnerung, werden wieder gegenwärtig.
    Ingrid Zellner erweist sich als eine Erzählerin von großer Einfühlungskraft, ohne jemals ins Sentimentale zu verfallen. Und so ist auch die Geschichte, die sie in ihrem Krimi erzählt, zwar zutiefst anrührend, aber zu keinem Zeitpunkt kitschig-süß. Ihre Charaktere zeichnet sie sehr glaubwürdig, sie sind in keiner Weise vollkommen, sind Einzelgänger wie Lona, aber auch so skurrile Typen wei Dirks Schwester Claudia und deren Chef Marten, Besitzer eines Tattoo-Studios. Sie machen Fehler, gehen falsche Wege, sehen aber ihre Irrtümer irgendwann ein und lernen daraus. Und sie entwickeln sich weiter - allen voran Lona, die am Ende des Krimis nicht mehr dieselbe ist wie zu dessen Beginn.
    Und die Handlung schließlich ist spannend, offen bis zum Schluss, der nicht nur für Lona mit einer faustdicken Überraschung aufwartet.
    Manch einer mag die Aneinanderreihung von Zufällen, mit denen die Akteure konfrontiert werden, als unrealistisch und zuviel des Guten ansehen - doch sollte man nicht vergessen, dass man es hier mit einer fiktiven Geschichte zu tun hat, die keineswegs die Realität wiederspiegeln muss! Die Zufälle passen in die Handlung, machen sie spannend und liefern den Überraschungseffekt, den sich doch die meisten Leser von einem guten Kriminalroman erhoffen. Und genau das ist "Gnadensee"! Ein guter Krimi, der dazu noch schön ist! Eine unbedingte Weiterempfehlung für jeden Leser, der ebendiese Schönheit auch in einem Spannungsroman zu schätzen weiß!
  3. Cover des Buches Gut gegen Nordwind (ISBN: 9783869091730)
    Daniel Glattauer

    Gut gegen Nordwind

     (255)
    Aktuelle Rezension von: Sophienchen

    Es ist einfach so humorvoll und lieb geschrieben, vor allem Emmis emails liebe ich sehr 

  4. Cover des Buches Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär (ISBN: 9783328107682)
    Walter Moers

    Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär

     (2.194)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Ich bin fasziniert von dem Ideenreichtum! Mit jedem neuen Kapitel schaut man um einen neue Ecke, entdeckt ein völlig schräge neue Welt, die aber absolut durchdacht und glaubwürdig erzählt und eingeführt dass man unweigerlich mit auf die Reise geht! Wie kann man nur auf so viele gute, immer neue, schräge aber stimmige Ideen kommen??? Extrem unterhaltsam das Buch!

    Ich würde auch allen Eltern, die ältere Kinder haben die schon selber lesen, dieses Buch empfehlen.
    Auch Kinder die sonst eher Comics lesen oder nur Computerspiele spielen können hier auch voll auf den Geschmack des Lesens kommen, wegen der schrägen Geschichten, der Spannung und wegen der immer neuen Welten die fast an unterschiedliche Levels im Computerspiel erinnern. Sehr sehr viele absurde schräge Landschaften und Umgebungen, die in sich aber immer vollkommen stimmig und klar sind - grossartig! Man muss sie aufgrund der Dicke des Buchs vielleicht zu den ersten Seiten überzeugen. Ein sehr dickes Buch, aber wer einmal reingefunden hat, der hört nicht mehr auf zu lesen - und der ist danach um eine fantastische WELT reicher als vorher!

  5. Cover des Buches Die Stadt der Träumenden Bücher (ISBN: 9783328107514)
    Walter Moers

    Die Stadt der Träumenden Bücher

     (3.406)
    Aktuelle Rezension von: RadikaleResignation

    Das Buch handelt von... Ja von was eigentlich? Letztlich überschneiden sich ja alle Bücher von Moers untereinander, da ist Hildegunst von Müthenmetz, da ist Danzelot von SIlbendrechsler. Der eine stirbt, der andere schreibt.

    Labyrinthische Katakomben voller vergessener Bücher, grausame Kreaturen, die dort herrschen und eine Vielzahl an skurrilen Lebewesen, die dort zu Hause sind.

    Phantasievoll wie immer, sei es in den 13 1/2 Leben des Kapitän Blaubär, sei es in Ensel und Krete. Die grenzenlose Schaffenskraft des Autors ist ungebrochen, der Stil (nach meinem Empfinden) flüssig zu lesen. Nur manchmal etwas langatmig und zäh, daher keine volle Sternenzahl

  6. Cover des Buches Niemand (ISBN: 9783927071964)
    Nicole Rensmann

    Niemand

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Denise_Langeheinecke
    Mit "Niemand" bringt Nicole Rensmann ihr eigenes Märchen aufs Papier. Ich muss sagen, ich bewundere sie, denn Niemand ist echt ein Buch der Extraklasse. Und ich finde es total klasse, dass sie IHR Märchen mit uns allen teilt.

    Niemand ist der Herrscher des Niemandslandes. Eigentlich möchte er dies aber gar nicht sein. Dafür versuchen sein Vater und sein Onkel selbst die Herrschaft zu übernehmen und dabei ist ihnen jedes Mittel recht.. Sie haben Niemand sogar schon eingesperrt.

    Eines Tages verirrt sich Nina über die Grenze ins Niemandsland. Als Niemand sie findet, wird alles anders. Nina ist die einzige Person im Niemandsland, die Namen vergeben kann. So wie damals Niemands Mutter. Gemeinsam mit Nina erlebt er einige Abenteuer, sie durchstreifen gemeinsam das Niemandsland, von dem übrigens eine Karte ganz vorn im Buch abgebildet ist. Das finde ich total klasse, somit kann man sich die Fantasie-Welt von Nicole Rensmann noch besser vorstellen und nachvollziehen. Niemand möchte Nina den Thron zeigen. Der Thron des Niemandslandes ist besetzt mit vielen Edelsteinen. Nur dem wahren Herrscher ist es vorbestimmt, auf dem Thron zu sitzen und nicht in Edelstein verwandelt zu werden. Im Niemandsland gibt es tagaktive und nachtaktive Gesellen. Am Ende müssen aber alle Niemandsländer zusammenhalten um das Niemandsland zu retten. Da sind dann echt alle füreinander da und dabei wandeln sich ihre "Aufgaben", so ist der Drecksack kein Drecksack mehr, die dummen Hunde sind nicht mehr dumm.....

    Auf dem Weg durchs Niemandsland begegnen Niemand und Nina ganz vielen "alten Bekannten", denen mit Sicherheit jeder von uns auch begegnet ist: Stromschwimmer, Arschkriecher, Drecksäcke, Dumme Hunde, dem Nikolaus, dem Heilgen Geist, besseren Häften, E-Mann-Zehen und vielen anderen.... Sie werden immer wieder auf die Probe gestellt und müssen zeigen, was man gemeinsam so alles erreichen kann.

    Niemand ist ein Buch voller Fantasie, voller Mehrdeutigkeiten und der Geschichte von Niemand und Nina. Witzig, skuril und echt liebenswert.

    Wenn ihr nun auch neugierig geworden seid, dann tut es! Holt euch "Niemand" und geniesst eine leckerlieblichzuckersüße Geschichte, die noch dazu nach Erdbeeren riecht. Mehr möchte ich nicht verraten, denn ich denke, jeder sollte seine eigenen Erfahrungen im Niemandsland sammeln.

    Dank den liebevollen Illustrationen von Timo Kümmel im Buch, den genauen Beschreibungen der Niemandsländer und der Karte im Buch kann man sich die Bewohner des Niemandslandes und auch das Niemandsland selbst sehr gut vorstellen.

    Allerdings sei eins vorab gesagt: Vorsicht, Suchtgefahr!!!!!!!!!! Aber auch dagegen gibt es ein Mittel.... Die Autorin macht schon wieder viele Ausflüge ins Niemandsland und arbeitet bereits an einer Fortsetzung....
  7. Cover des Buches Die Leber wächst mit ihren Aufgaben (ISBN: 9783644401822)
    Eckart von Hirschhausen

    Die Leber wächst mit ihren Aufgaben

     (719)
    Aktuelle Rezension von: Crazygirl1

    Das Buch ist absolut nicht witzig! Ganz im Gegenteil, ich habe mich zu Tode gelangweilt. Und informativ war es natürlich auch nicht....

    Sorry aber das war so dermaßen schlecht, dass dies das zweite Buch in meinen Leben ist welches ich abgebrochen habe 

  8. Cover des Buches Rico, Oskar und das Mistverständnis (Rico und Oskar 5) (ISBN: 9783551557834)
    Andreas Steinhöfel

    Rico, Oskar und das Mistverständnis (Rico und Oskar 5)

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Manchmal kann ein Mistverständnis viel kaputt machen und so ist es auch bei den beste beste Freunde Rico und Oskar. Eigentlich müssten sie aber gerade jetzt zusammen halten und vor allem zusammen kämpfen, denn der geliebte Spielplatz soll einem Wohnkomplex weichen und nicht für Familien mit Kindern, sondern für Reiche. Das geht nicht. Rico kämpft und Oskar kämpft, aber jeder auf seiner Seite und die Gang ist unschlüssig und will doch nur wieder alle zusammen haben und vor allem auf ihrem Spielplatz. Aber jeder der Freunde findet einen Weg, deckt etwas auf und kommt etwas ganz spannendem und auch kriminellem auf die Schliche. Eine spannende Reise beginnt für alle. Andreas Steinhöfel packt einen wieder von der ersten Seite und mit viel Humor und Witz, aber auch nachdenklich und mit viel Tiefe erzählt er das fünfte Abenteuer von Rico und Oskar. Als Literatur Fan trifft man auf ein paar sehr nette Momente und Begegnungen und das zeigt Steinhöfels großes Talent Geschichten lebendig werden zu lassen und klassisches einzuschließen. Die Idee mit dem zweiten Erzählstrang ist einfach genial!

  9. Cover des Buches Lolita (ISBN: 9783644056312)
    Vladimir Nabokov

    Lolita

     (481)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Lolita ist 12 Jahre alt als ihr zukünftiger Stiefvater Humbert Humbert in ihr Leben tritt. Dieser ist mehr an ihr als an ihrer Mutter interessiert...

    Das weltweit bekannte Werk von Vladimir Nabokov ist vermutlich einer der umstrittensten Romane der Welt. Ich persönlich habe mich sehr schwer getan mit dem Buch. Vom Schreibstil her gefällt es mir mit seiner extrem malerischen und poetischen Sprache wirklich sehr, inhaltlich schreckt es mich allerdings ab. 

  10. Cover des Buches Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr (ISBN: 9783328103349)
    Walter Moers

    Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

     (299)
    Aktuelle Rezension von: kerstinsbooks

    Dylia, auch bekannt als Prinzessin Insomnia, lebt gut behütet, aber dennoch einsam in einem Schloss eines Königreichs in Zamonien. Eine rätselhafte Krankheit, deren Ursprung sowie Symptome auch die besten Wissenschaftler sich nicht erklären geschweige denn heilen oder zumindest lindern können, bestimmt den Hauptteil ihres kreativen Daseins. Das Hauptsymptom, die Schlaflosigkeit, die sie über viele Nächte hinweg quält, lässt sie zu einer ruhelosen Einsiedlerin werden. Eines Nachts allerdings bekommt sie Besuch von einem zwiespältigen Wesen, einem Nachtmahr namens Havarius Opal, welches ihr verspricht, sie in den Wahnsinn zu treiben, nachdem sie sich zuvor auf eine abenteuerliche Reise begeben haben. Auf dieser Reise geht es ins Innenleben der Protagonistin und für beide hält diese Reise viele Überraschungen bereit.

    Ein Roman für die Fans der besonderen, bunten Fantasiewelt von Walter Moers ebenso wie für alle, die sich mit dem Thema Schlaflosigkeit auf eine ganz besondere Weise auseinandersetzten möchten. Dieser Roman bietet eine ebenso spannende wie fantasiegeladene Geschichte, die keine Sekunde das Hauptmotiv aus den Augen verliert – die grauenhafte Schlaflosigkeit und die daraus resultierende Erschöpfung. Während die Protagonisten spannende Abenteuer erleben, interessanteste Figuren kennenlernen und aberwitzigste Situationen erleben, kommen weder der Humor, die Ernsthaftigkeit der Krankheit noch die atemberaubende Kreativität des Autors (und hier auch insbesondere der Illustratorin Lydia Rode) zu kurz.

    Ebenso geschickt wie respektvoll und ernst wird sich einem Thema gewidmet, dass viel präsenter sein sollte. Die Ambivalenz von Kreativität und Krankheit, die auf den ersten Blick nicht zusammen zu passen scheinen, zieht sich als Leitmotiv durch das Buch – als ständige Frage, inwiefern das eine das andere beeinflusst. Diese Ambivalenz spiegelt sich in Handlung, Figuren und den Umgebungen ständig wider.

    Alle Kenner von Zamonien wissen, wie schnell es beim Lesen gelingt, in diese Welt einzutauchen. Diese Reise allerdings geht ins Innenleben der Protagonistin, genauer gesagt in ihr Gehirn und auch hier entsteht ein typischer Moers: Fantasievoll wie immer, aber trotzdem ist hier eine Besonderheit entstanden, die ihren ganz eigenen Zauber enthält. Eine Reihe von Fakten und persönliche Erlebnisse in eine so surreale Umgebung zu verpacken, die dennoch schlüssig ist und vieles scheinbar Unerklärliche erklären kann – das kann Walter Moers und macht ihn damit für mich zu einem der größten Autoren der Gegenwart!

  11. Cover des Buches Rumo & die Wunder im Dunkeln (ISBN: 9783328601906)
    Walter Moers

    Rumo & die Wunder im Dunkeln

     (1.126)
    Aktuelle Rezension von: Eva-Marie_Kwade

    Im Buch begleitet man den Wolpertinger Rumo auf seinem Lebensweg. 

    Zuerst entdeckt er das Kämpfen für sich und befreit damit seine Freunde und andere Lebewesen von den Teufelsfelsen. Danach wird er von seinem neuen Freund Smeik ein Stück seines Weges begleitet, bis Rumo den "Silbernen Faden" entdeckt. Dieser führt ihn nach Wolperting, eine Stadt nur für Wolpertinger. Dort geht er zu Schule und lernt Rala, eine wunderschöne Wolpertingerin kennen. Sie ist sein silberner Faden. Um ihr seine Liebe zu beweisen, möchte er ihr eine selbstgemachte Schatulle aus dem gefährlichen Nurnenwald schenken. Nach seinem "Ausflug" dorthin sind jedoch alle Wolpertinger verschwunden. Rumo fackelt nicht lange und will seine neuen Freunde wieder finden und befreien. Auf dem Weg nach Hel, die Hauptstadt von Untenwelt erlebt er wieder eine Menge spannender Dinge und kann letzendlich seine Freunde (auch Smeik, der zufällig auch gekiddnaped wurde) aus den Fängen vom irren König Gaunab befreien. Natürlich befreit er auch seine Rala. In Wolperting zurück kommt es zu einem tollen Happy End.

    Ich fand es so schön Rumo zu begleiten und musste so manches Mal schmunzeln, dass Rumo zum Beispiel nicht wusste, dass es auch weibliche Geschöpfe gibt :) Manchmal ist es jedoch recht schwer die Zamonien-Bücher von Walter Moers zu lesen, da der Schreibstil ein wenig "gewöhnungsbedürftig" ist. 

    Die Handlung war sehr spannend. Manchmal konnte ich lachen und manches mal war es sehr herzzereißend. 

    Die Charaktere fand ich alle genial und vom Autor gut ausgearbeitet und beschrieben. 

    Das Buch würde ich jedem empfehlen, der mal wieder in eine fantastische, außergewöhnliche Welt abtauchen möchte. Jedoch darf man nicht außer Acht lassen, dass dies kein Kinderbuch ist.

  12. Cover des Buches Alfred (ISBN: 9783709934548)
    Alfred Komarek

    Alfred

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Duffy

    Wer an Donna Leon denkt, denkt an Brunetti, wer Schimanski hört, hat Götz George im Sinn und wer den Namen Jürgen Drews vernimmt, sieht vor seinem geistigen Auge ein Bett im Kornfeld. Wer Komarek liest, erinnert sich an den kauzigen Polt. So funktionieren die Verbindungen zwischen den Erfindern von Figuren und Szenarien und genauso schnell werden sich die beiden Elemente nicht mehr los. Ein Teufelskreis für die einen, eine sichere Bank für die anderen, ein Verlust für das Publikum, wenn es über das festgefahrene Verhältnis nichts anderes zulässt oder entdecken will. 

    So ist es hier auch mit „Alfred“, ein kleines, schmales Buch von Komarek, das so gar nichts mit dem Polt zu tun hat. Alfred ist eine kleine Nummer, ein Unauffälliger, ohne Ambitionen. Weil er aber versucht, allem eine Zuordnung und einen Sinn zu geben, bricht er auf und macht sich auf die Suche nach sich selbst. Dabei lässt er keine Hölle aus, rettet sich manches Mal in fast zynischen Pragmatismus und ist am Schluss die Summe seiner Ereignisse und Erfahrungen. Ob er sein Ziel erreicht hat, wird dem Leser und dessen Sichtweise überlassen

    Was das denn sein soll, wird sich er/sie dann fragen. Was denn eine akzeptable Antwort wäre, könnte man zurückfragen. Komarek selbst gibt uns keinen Anlass, in die eine oder andere Richtung zu denken, er hat eine Geschichte über eine Reise erzählt, deren Besonderheit in der Spitzfindigkeit der Formulierungen besteht und deren Emotionsskala von traurig bis lustig reicht. Ob man ihm Biografisches unterstellen soll, scheint nicht nur sekundär, sondern auch unwichtig. Es ist eine Reise, die der Hauptfigur aufgegeben ist und die ihn scheinbar an ein Ziel führt.

    Nach seinen großen Erfolgen mit Polt und Käfer lädt uns Komarek in eine schriftstellerische Gegend ein, die man von ihm nicht gewohnt ist. Aber diese Reise lohnt sich, denn sie zeigt den Autoren nicht nur von einer ungewohnten Seite, sondern auch von der des sorgfältig und stilistisch großartig arbeitenden Schreibers. 

  13. Cover des Buches Dunkles Licht in heller Nacht (ISBN: 9783945016060)
    Wolfgang A. Gogolin

    Dunkles Licht in heller Nacht

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Blaustern
    Mathis Durand und Emil Legard sind Polizisten und Luc Morel deren Chef der Mordkommission. Das verbindet sie, ansonsten hat jeder der drei seine eigenen privaten schwerwiegenden Probleme, mit denen sie sich durch das Leben kämpfen. Mathis hat nach langer Zeit noch immer nicht den Tod seiner 11jährigen Tochter verarbeitet. Er macht sich immer noch Vorwürfe, dass er zu diesem Zeitpunkt nicht bei ihr war und versinkt im Alkohol. Emil ist Mitte 40 und noch immer ein Muttersöhnchen. Er lebt nach wie vor bei seiner tyrannischen Mutter und ist so eingeschüchtert, dass er sich nicht traut, die Frau anzusprechen, in die er verliebt ist. Und Luc ist kein wirklicher Chef, sondern eher jemand, der gern allein arbeitet. Trotzdem will er den beiden helfen und konfrontiert sie mit einem neuen Fall, in dem es um einen Todesfall eines 11jährigen Mädchens geht. Doch das geht nach hinten los.
    Dieses Buch würde ich nicht als einen üblichen Krimi bezeichnen, denn die Krimihandlung spielt hier eine untergeordnete Rolle. Vielmehr geht es um die drei Hauptcharaktere und deren Probleme im Leben. Nachdem ich mich damit abgefunden hatte, wurde ich mit dem Buch eins und schaffte es, mich zu fesseln. Trotzdem das Buch mit seinen 130 Seiten eher kurz ist, liest es sich nicht so schnell weg, denn der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Kurze knappe treffende Sätze, jedoch auch witzig, sodass das eher düstere Thema etwas aufgelockert wird. Die drei Hauptcharaktere sind gut detailliert dargestellt. Man kann sich in ihre Probleme genau hineinversetzen.
  14. Cover des Buches Das Katzenhuhn 1: Das Katzenhuhn (ISBN: 9783480237982)
    Bernhard Hoëcker

    Das Katzenhuhn 1: Das Katzenhuhn

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Oliver_Staaden

    Mich hat das Cover schon so neugierig gemacht, dass ich das Buch mit unseren Kindern lesen musste. Wir haben herzhaft gelacht und hatten viel Spaß. Die Abenteuer sind für Kinder spannend und man kann einiges erleben. Ein Buch um Selbstvertrauen zu stärken, denn in jedem von uns steckt etwas besonderes. 

    Ich kann das Buch empfehlen. 

  15. Cover des Buches Happy Aua (ISBN: 9783462039030)
    Bastian Sick

    Happy Aua

     (227)
    Aktuelle Rezension von: MissStrawberry
    Für mich ist die deutsche Sprache einfach wunderschön, auch wenn sie viele Tücken hat. Fehler laufen mir ständig zu und es macht mich halb wahnsinnig, wenn die Verursacher einfach nur mit der Schulter zucken. In der Dorfbäckerei steht seit Jahren ein Schild mit „Holzluckenbrot“. Meine Finger jucken, es einfach abzureißen! Wen wundert es also, dass ich über diese Sammlung hellauf begeistert bin?

    Bastian Sick ist mein Held – er kämpft für die Einhaltung der Rechtschreibung und macht mir immer wieder Mut. Nein, das meine ich keinesfalls ironisch! Solange es seine Kolumne und seine Bücher gibt, besteht noch die Hoffnung, dass die Leute doch noch ein paar Rechtschreibregeln lernen und/oder zum Wörterbuch greifen, wenn sie unsicher sind. Mal im Ernst: Gurge, Blaubärmarmelade, Bohlingtaschen, Reberaturen und Führsprecher sind schon krass. Falsch gesetzte Apostrophe und mehr oder weniger witzige Schilder gibt es noch on top.

    Der Wahnsinn kennt keine Grenzen, denn nicht nur handgeschriebene Fehler sind gesammelt, sondern auch jede Menge Fehler aus Zeitungsberichten und Onlinetexten. Da mir viele dieser Fehler tatsächlich körperliche Schmerzen bereiten ist „Happy Aua“ schon ein doppelt gut gewählter Titel.

    Von mir fünf Sterne!
  16. Cover des Buches Gut gegen Nordwind (ISBN: 9783442489336)
    Daniel Glattauer

    Gut gegen Nordwind

     (5.563)
    Aktuelle Rezension von: Jidewi

    Ein Zufall. Nicht mehr. So fängt es an. Harmlose Zeilen, die sich aneinander reihen voller Belanglosigkeit. Missverständnisse tragen sich weiter, tauchen auf, tauchen ab. Und dann ändert es sich. Wird aus Zufall Schicksal, aus Belanglosem das Leben und aus unbekannter Distanz intime Nähe. Das ist der Zauber von "Gut gegen Nordwind" von Daniel Glattauer, der Bann, der dich gefangen nimmt, obwohl es nur ein Schriftverkehr ist zwischen zwei sich unbekannten Menschen, die sich auf der Straße womöglich nicht einmal erkennen würden. Deren Beziehung basiert auf einer digitalen Blase und trotzdem ist es mehr, schwingt so viel zwischen den Zeilen, dass ich mich immer wieder dabei ertappe, wie ich die Spannung förmlich knistern höre.

    Die Kündigung eines Abos, das ist Emma Rothners Intention. Stattdessen landet sie versehentlich bei Leo Leike und was zunächst nur ein oberflächlicher Austausch ist, entwickelt sich schnell zu einem Email Wechsel, der voller Emotionen und Intimität erstrahlt. Jedoch ist das, was online geschieht, fernab der Lebensrealitäten der beiden. Was passiert, wenn beide ihre online Welt in die offline Welt überführen und was hat dann noch Bestand?

    Der Stil ist wunderbar und der Wechsel der Emails unterhaltsam, perspektivreich und mitnehmend. Die Figuren sind nahbar, persönlich und ich habe sie von Beginn an in meinem Kopf visualisiert. Ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihre Tränen und ihr Lachen waren immer da, immer nah, immer greifbar und das ist auch die besondere Stärke des Romans. Jeder, der eine Geschichte wie diese schon einmal erlebt hat, der kann sich komplett in diese Beziehung fallen lassen, denn ja, das ist möglich, diese Nähe ist real, auch wenn sie das nichr physisch, körperlich sein mag. Ich habe danach direkt den Nachfolger gelesen, der nahtlos anschließt und bis auf einige Länge, die ich dem realen Bezug, dem irrationalen menschlichen Verhalten zuschreibe, ist es eine wunderbare Geschichte, die nicht enden soll. Eine Empfehlung für alle, die sich immer schon gefragt haben, ob aus diesen kleinen romantischen Momenten etwas ganz Großes werden kann.

  17. Cover des Buches Speak German! (ISBN: 9783868201956)
    Wolf Schneider

    Speak German!

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Sonoris
    Die früheren Arbeitsbereiche und Tätigkeiten von Wolf Schneider, wie z. B. Verlagsleiter beim Stern, Korrespondent bei der Süddeutschen Zeitung und Ausbilder an Journalistenschulen zeigen seinen starken Bezug zur deutschen Sprache. Neben seinen zahlreichen Veröffentlichungen wie beispielsweise "Das neue Handbuch des Journalismus", "Deutsch! Das Handbuch für attraktive Texte" und das hier vorliegende "Speak German!" ist er mit der Aktion "Lebendiges Deutsch" gegenwärtig für den "Verein Deutsche Sprache e. V. tätig. Zusammen mit drei anderen Professoren und Autoren gründete er 2005 diese Aktion, um den Gebrauch von unsinnigen und unnötigen Anglizismen zu bekämpfen und der deutschen Sprache wieder einen höheren Stellenwert in Deutschland zu ermöglichen. Das hier vorliegende Buch "Speak German!" zeigt nicht nur sehr deutlich, wie sinnlos manche Anglizismen sind, sondern darüber hinaus verdeutlicht es auf eindrucksvolle Art und Weise, welche weitreichenden und immensen Gefahren die Nutzung von Anglizismen bzw. der Gebrauch eines lückenhaften und lieblos abgespulten Alltagsdeutsch in Kombination mit der Internet- und Popsprache für unsere Kultur birgt. Zur Belegung dieser Gefahren weist er mit in Bezugnahme der deutschen Geschichte und deren Auswirkungen auf den Umgang mit der deutschen Kultur auf andere vielleicht einflussreicheren Faktoren hin, die diesen Umgang mit unserer Sprache prägen. Zudem beinhaltet "Speak German!" einen Ausschnitt der Arbeit Aktion "Lebendiges Deutsch" und deren Ergebnisse der sowie einige Empfehlungen wie die Vernachlässigung der deutschen Sprache aufgehalten werden kann. Diesbezüglich sagt der Autor, dass besonders in der Schule ein größerer Wert auf unsere Muttersprache gelegt werden sollte, um einen besseren Gebrauch dieser zu gewährleisten. Denn unabhängig davon, dass die Stärke einer Kultur abhängig von dem Gebrauch deren Sprache ist, so ist für das sehr gute Beherrschen einer Zweitsprache eine brillante Verwendung der Muttersprache unabdingbar, so Wolf Schneider. "Speak German!" bot mir einen weitreichenden Einblick darin, wie wichtig eine Sprache für die jeweilige Kultur ist und welchen Einfluss sie auf andere Nationen und vor allem für die in Deutschland lebenden Auswanderer hat. Wie kann ein Ausländer, wenn er nach Deutschland kommt und mit einem Kauderwelsch aus Deutsch und Englisch konfrontiert wird und zudem eine Nation vor sich sieht, die ihre eigene Kultur verleugnet, die deutsche Sprache erlernen und sich integrieren? Wolf Schneider leistet unter anderem mit "Speak German!", das ein in sich schlüssiges und abgerundetes Buch ist, einen hervorragenden Beitrag zum Erhalt der deutschen Sprache und Kultur. Es wäre zu wünschen, wenn noch weitere solche wichtigen Bücher erschienen und einen hohen Stellenwert bekäme.
  18. Cover des Buches Das große Heinz Erhardt Buch (ISBN: 9783830330837)
    Heinz Erhardt

    Das große Heinz Erhardt Buch

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch
    Heinz Erhardt ist wirklich schon lange her. Aber man muss ihn kennen.
    Dieses Buch beinhaltet viele seiner Gedichte und verschrobenen Texte über Tiere, Politiker, Goethe & Schiller, die Oper, Engel, Düsenlärm und Ritter.
    Seine Albernheit war stellenweise genial.
  19. Cover des Buches Wie bitte? (ISBN: 9783453407749)
    David Lodge

    Wie bitte?

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Janine2610

    Der Klappentext:

    Der Linguistikprofessor Desmond Bates hat sich vorzeitig in den Ruhestand versetzen lassen, aber genießen kann er den nicht. Er vermisst die Universitätsroutine und seine Studenten, er hat jeden Neugierde verloren.
    Seine jüngere Frau Winifred macht hingegen ein späte Karriere und blüht geradezu auf, was dazu führt, dass Desmond mehr und mehr auf die Rolle eines Anhängsels reduziert wird. Winifreds jugendlicher Enthusiasmus macht Desmond den zwischen ihnen stehenden Altersunterschied nur noch schmerzlicher bewusst. Sorgen macht er sich außerdem um seinen greisen Vater, einen ehemaligen Tanzmusiker, der eigentlich längst nicht mehr in der Lage ist, allein zu wohnen, sich aber beharrlich weigert, sein Haus zu verlassen und in ein Heim zu ziehen.
    Doch es ist vor allem anderen der schleichende Verlust seines Gehörs, der Desmond das Leben vergällt und ihn immer wieder in peinliche Situationen und eheliche Konflikte treibt. Auf Gesellschaften und in größeren Gruppen ist er außerstande, sich zu unterhalten.
    Durch eine dieser peinlichen Situationen lernt er unfreiwillig eine Studentin kennen, die ihn mit ihrer gefährlichen Unberechenbarkeit vollends aus der Bahn zu werfen droht.

    Meine Meinung:

    Der pensionierte Linguistikprofessor Desmond Bates wird von seiner Schwerhörigkeit geplagt. Nicht nur sein schlechtes Gehör macht ihm das Leben schwer, auch mit seiner Frau Winifred, kurz Fred, und seinem alten, anstrengenden Vater Harry muss er sich ärgern. Und als wenn das nicht alles schon genug wäre, taucht dann auch noch die junge, nicht minder attraktive Doktorandin Alex Loom auf, die Desmond auf Gedeih und Verderb als Berater und Korrekturleser haben möchte. Und um das zu erreichen, sind der jungen Frau fast alle Mittel recht...

    Leider habe ich ein ganzes Buchdrittel gebraucht, bis ich mich eingelesen habe. Ich habe sogar schon mit dem Gedanken gespielt, das Buch abzubrechen (mein erstes!) - obwohl ich eigentlich keine Buchabbrecherin bin. Gott sei Dank habe ich aber durchgehalten, denn ab dem 2. Drittel war ich endlich drin in der Geschichte um Desmond, der sich scheinbar nur mit Problemen herumschlagen muss - sei es jetzt familiärer, partnerschaftlicher, außerhäuslicher oder hörgerätemäßiger Natur. Es passiert ihm so allerhand Witziges, vor allem was die Sprache und das Hören selbiger betrifft. Auch das ganze Geplänkel mit seiner Frau Fred und seinem Vater Harry war amüsant. Und das Hin und Her mit dieser unberechenbaren Alex Loom mitzuverfolgen war sowieso beste Unterhaltung.

    Der gehobene Schreib- und Erzählstil ist in meinen Augen ganz einzigartig. Auffällig waren die teils sehr langen und verschachtelten Sätze, die oft alles andere als einfach zu lesen waren, vor allem, wenn man nicht immer hundertprozentig bei der Sache war.

    Alles in allem war ich ziemlich zufrieden mit dieser anspruchsvolleren Art der Unterhaltung - und das sogar noch nach längerer Einlesezeit.

  20. Cover des Buches Von der Seele schreiben (ISBN: 9783451315763)
    Tania Konnerth

    Von der Seele schreiben

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Wortklauber

    Das Buch will Impulse vermitteln, ohne Kritiker zu sein; schreibtheoretische Ansätze werden allenfalls en passant vermitteln, zwanglos eingestreut. Nette Idee: Der Gummizug, der dem Buch etwas von einer Kladde vermittelt (die man nämlich mit Anleitung dieses Buches selbst füllen kann). Ein so umfangreiches, wie tatsächlich auch gehaltvolles Buch.

    Der zweideutige Titel ist Programm. Das Buch ermutigt, die Dinge aufzuschreiben, die einen im Innersten beschäftigen, um der entstehenden Texte wegen und um des Aktes des Schreibens wegen. Es handelt sich ausdrücklich nicht um ein Lehrbuch zum kreativen Schreiben, sondern widmet sich „dem Schreiben zur Selbsterkenntnis, zur Verarbeitung von Erlebtem und für einen kreativen Selbstausdruck“. Damit nimmt es mit Sicherheit so manche Anleihe beim therapeutischen Schreiben. Wenn man ein solches Buch vielleicht nicht gekauft hätte, dem Ansatz vielleicht sogar skeptisch gegenüber eingestellt ist: Warum nicht diesen Aspekt quasi als Dreingabe nehmen? Tatsächlich kratzt dieses Buch nicht an Oberflächen, sondern regt an, in die Tiefe zu gehen. Sich auch  Verlusten zu stellen, die einen mitgenommen haben, Trauer, Traurigkeit, auch der eigenen Endlichkeit.

    Das Buch hilft mit Techniken auf die Sprünge: der freien Assoziation, Clustern, Mind Mapping … Neu war für mich das Konzept der Kürzestgeschichte (nach Roberta Allen: „Literatur in fünf Minuten“). Warum nicht einfach mal damit experimentieren?

    Am Ende hebt die Autorin noch einmal hervor, dass es einen Unterschied zwischen dem Schreiben für sich selbst und dem Schreiben für andere gibt; dass sich der, der bisher ohne „Zensur“, quasi frisch von der Leber weg, geschrieben hat, Anforderungen bewusst sein sollte, wenn er darüber nachdenkt, an die Öffentlichkeit zu gehen.
  21. Cover des Buches Das kleine Arschloch kehrt zurück (ISBN: 9783821829999)
    Walter Moers

    Das kleine Arschloch kehrt zurück

     (18)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    ...und da ist das Arschloch wieder - tolle Fortsetzung des Unsympathen denn man gleich liebhaben muss
  22. Cover des Buches Seelenpoesie (ISBN: 9783754313237)
    Alexa D. Glass

    Seelenpoesie

     (2)
    Aktuelle Rezension von: NiklasMueller

    Der Gedichtband "Seelenpoesie" von Alexa D. Glass wird seinem Namen mehr als gerecht denn er ist Balsam für die Seele. In kurzen und langen Texten beschreibt die Autorin das Leben in all seinen Facetten. Dabei beweist Alexa D. Glass für ihr Alter eine unglaubliche Reife und regt den Leser mehr als einmal zum Nachdenken an. Mein absoluter Favorit ist ein Gedicht, in dem sie uns Menschen mit Eiskristallen vergleicht, die trotz ihrer Vielseitigkeit doch alle eiskalt sind. Dieser Gedichtband ist eine klare Leseempfehlung für all diejenigen, die ihrem Alltag einen Moment entfliehen möchten, und ich werde das Buch gewiss noch öfters aufschlagen.

  23. Cover des Buches Der alte Sack, ein kleines Arschloch und andere Höhepunkte des Kapitalismus (ISBN: 9783821829876)
    Walter Moers

    Der alte Sack, ein kleines Arschloch und andere Höhepunkte des Kapitalismus

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Etwas zu hehehemmmm, aber sonst ganz gut und witzig zu lesen!
  24. Cover des Buches Der Fliegenfänger (ISBN: 9783641041687)
    Willy Russell

    Der Fliegenfänger

     (194)
    Aktuelle Rezension von: Buchliese

    Raymond ist fast 19 Jahre alt, als er sich nach Grimsby aufmacht und auf dem Weg dorthin Briefe an sein großes Idol Morrissey schreibt. In seinen Aufzeichnungen erzählt er von seiner Reise und seinem Leben. Sein Sarkasmus und sein schwarzer Humor lässt seine eigentlich traurige Geschichte in einem ganz besonderen Licht erscheinen. Nichts wünscht sich seine Mutter mehr, als dass er ein ganz normaler Junge wird. Doch Raymond muss nicht nur die Schule und die Pfadfindergruppe verlassen. Er hat auch keine Freunde mehr und verschwindet einfach in der Schublade "Er war es!". Raymond ist seit dem Sprung in den Kanal der falsche Junge. Niemand hört ihm mehr zu, alle wollen nur noch sein Bestes und ihm helfen. Und so verwundert es nicht, dass er sich in eine eigene Welt verspinnt und sich mit aller Kraft gegen alles Normale wehrt. Er wird er in einen Strudel aus Missverständnissen und unglücklichen Vorfällen immer weiter an den Rand gedrängt. Bis ihn in Grimsby ein Job auf einer Baustelle erwartet ...

    Eine sehr sympathische Figur ist Raymonds Oma. Eine Figur, die ihm Halt gibt und die nicht nur zu ihm steht, sondern auch mit scharfer Zunge die Realität im Blick hat. Im folgenden Zitat richtet Raymonds Großmutter das Wort an seine Mutter/ihre Tochter: "Mag sein, dass wir hier im modernen Failsworth leben, Shelagh; mag sein, dass wir uns am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts befinden, wo jeder seinen Wintergarten hat und wo man seine Topfpflanzen im Gartencenter kauft und zur Andacht in die voll klimatisierten Konsumtempel läuft. Aber lass dich davon nicht täuschen. Zivilisation! Ein dünner Firniss, Shelagh! Hinter dem Einkaufswagen im Supermarkt trottet noch mancher Neandertaler. Und wenn man mal die Topfpflanzen weglässt, Shelagh, dann laufen in den Gartencentern massenweise Sadisten rum. Glaub nur nicht allzu fest an die so genannte Zivilisation, Shelagh; wenn es nur irgend ginge, würden auf den Parkplätzen vor den Einkaufscentern und Supermärkten bald wieder regelmäßig Menschen gehenkt, verprügelt und als Hexen verbrannt. Und alle wären sie da, in ihren Armani-Anzügen, mit ihren gestylten Frisuren, ihren Topfpflanzen, ihrem Perrier-Wasser und dem marinierten Tunfisch, den sie sich dann mittags auf den Holzkohlengrill legen, um ihn genüsslich im Garten zu verzehren, nachdem sie dem Henker den ganzen sonnigen Vormittag auf dem Supermarkt-Parkplatz beim Köpfen zugeschaut haben."

    Vielen Dank dem Autor für dieses großartige Buch! Leider ist es der bisher einzige Roman der von Willy Russell erschienen ist, aber ich warte schon jetzt auf mehr. Lesen! Lesen! Lesen! 

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