Bücher mit dem Tag "william shakespeare"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "william shakespeare" gekennzeichnet haben.

120 Bücher

  1. Cover des Buches Wo die Nacht beginnt (ISBN: 9783442381388)
    Deborah Harkness

    Wo die Nacht beginnt

     (486)
    Aktuelle Rezension von: Stella_Stellaris

    In diesem Fortsetzungsroman landen der Wissenschaftler Matthew und die Historikerin Diana, nachdem sie ihre Zeitreise im 21. Jahrhundert in Nordamerika gestartet haben, im elisabethanischen London des 16. Jahrhunderts. Matthew und Diana sind keine „normalen“ Menschen. Er ist ein „alter“ Vampir, sie eine Hexe mit ganz besonderen Fähigkeiten. Die beiden verfolgen mit ihrer Zeitreise zwei Ziele: Erstens suchen sie ein Manuskript, von dem sie sich Antworten auf brennende Fragen erhoffen. Und zweitens muss Diana unbedingt eineN loyale Lehrmeister*in finden, die / der sie in der Hexenkunst unterweist. Ihr Ausflug in die Vergangenheit führt die beiden zurück in Matthews früheres Leben, zu seinen überaus interessanten Freunden, in verschiedene Länder des alten Kontinents, zu Matthews Vater, zu Königin Elisabeth I. sowie zu Kaiser Rudolf II. nach Prag. Matthew und Diana sind nicht nur von Freund*innen umgeben. So gestaltet sich ihr Ausflug in die Vergangenheit schwieriger als gedacht...

    Vor einer Weile habe ich den ersten Teil „Die Seelen der Nacht“ gelesen, und ich war neugierig auf die Fortsetzung. Nachdem ich mit dem Lesen des 2. Teils begonnen hatte, war der Zauber der Geschichte sofort wieder da. Es war spannend mit Matthew und Diana in die Vergangenheit zu reisen. So habe ich viel über Matthews frühere „Lebens“umstände und Denkweisen erfahren. Für Diana war das reale Leben im 16. Jahrhundert vollkommen neu. Sie musste vieles lernen und zudem die Erfahrung machen, dass ihr Blick, den sie als Historikerin eingenommen hat, nicht immer der Realität entsprach. Diese Zeitreise stellt die Liebe von Diana und Matthew nicht nur einmal auf die Probe. Und natürlich darf auch eine kräftige Prise Erotik nicht fehlen. Mir hat es sehr zugesagt, dass die Autorin in ihrer Handlung Personen der Geschichte bzw. historische Ereignisse mit fiktiven Figuren verwoben hat. Dabei wimmelt es nur so von Menschen, Hexen, Vampiren, Dämonen... Es kommt dem Buch zugute, dass Frau Harkness nicht nur Schriftstellerin, sondern auch Professorin für europäische Geschichte ist. Ich musste immer mal wieder zum Nachdenken innehalten oder nachlesen, um mich in der Dichte und den Wendungen der Handlung nicht zu verlieren. Gefallen hat mir, dass außer der Protagonistin Diana weitere starke Frauenfiguren existieren. Berührend fand ich die Begegnungen mit den jeweiligen Vätern.

    Warum Frau Harkness stets erneut darauf hinweisen musste, dass es sich bei Matthew um einen Vampir und bei Diana um eine Hexe handelt, entzieht sich meiner Kenntnis. Das fand ich etwas übertrieben bzw. störend. Irgendwann hat es die Leserin doch verstanden. Insgesamt betrachtet habe ich mich von dem Buch sehr gut unterhalten gefühlt.


  2. Cover des Buches Bad Romeo - Wohin du auch gehst (ISBN: 9783596033713)
    Leisa Rayven

    Bad Romeo - Wohin du auch gehst

     (707)
    Aktuelle Rezension von: MelliLulu

    Bei ihrem Vorsprechen an der berühmten New York Grove Schauspielakademie fällt Cassie Taylor der attraktive Mitbewerber sofort auf. Ausgerechnet jetzt! Er ist groß, dunkelhaarig und hat stechend blaue Augen. Cassie fühlt sich sofort angezogen. Doch während der Auswahlrunden wird schnell klar: Ethan Holt ist ein absoluter Bad Boy - ein Typ, von dem man besser die Finger lässt. Er ist unverschämt, wortkarg und hat eine dunkle Vergangenheit. Leider ist er auch unglaublich sexy. Ihren guten Vorsätzen zum Trotz verliebt sich Cassandra in Ethan. Schnell merkt sie: Dieser Mann ist wirklich gefährlich, aber sie kann ihm einfach nicht widerstehen.



    Eine wirklich intensive Liebesgeschichte mit viel Leidenschaft, aber auch viel Drama, für mich an manchen Stellen leider zu übertrieben. Obwohl die Rückblenden aus der Vergangenheit gute Einblicke gewährten und das Verständnis stärken, fehlte mir oft die Sichtweise des männlichen Protagonisten. Manchmal fand ich das Verhalten der beiden Hauptcharaktere fast schon nervig.

  3. Cover des Buches Der Lärm der Zeit (ISBN: 9783462048889)
    Julian Barnes

    Der Lärm der Zeit

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Erzaehlwas_Sascha

    Der Roman "Der Lärm der Zeit" von Julian Barnes erzählt aus dem Leben des berühmten russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch. In drei Stationen wird erzählt wie dieser sich mit den politischen Machtverhältnissen auseinandersetzen muss. Sein Leben wird zum Kampf um künstlerische Freiheiten und die Frage welche Opfer man für Kunst und Leben bringen möchte. Auch wenn der Ausgang des Protagonistenleben bekannt ist, gelingt Barnes zu diesen Aspekt ein gelungener Spannungsaufbau. Dabei wird das Leben nicht überdramatisiert, sondern die Tragik wird kunstvoll passend arrangiert.

    Es ist mein erster Roman von Julian Barnes und sogleich hat er mein Leserherz erobert und so wird es keinesfalls der letzte gewesen sein. Barnes ist ein richtig toller Künstlerroman gelungen, der zugleich auch noch sachlich über die Rolle der Kunst in unserer Gesellschaft nachdenkt. Dies gelingt Barnes, in dem in seinem Roman keine reine Biografie von Schostakowitsch verhandelt wird. 

    Für mich ist das Wunderbare an diesem Buch, dass sich zeigt wie Kunst auch Zeit überdauert und dabei nie nur sich selbst dient, sondern den Menschen. Genau deshalb sollte dieses Buch auch viel gelesen werden.

  4. Cover des Buches Das verbotene Eden 1 (ISBN: 9783426509401)
    Thomas Thiemeyer

    Das verbotene Eden 1

     (660)
    Aktuelle Rezension von: isolatet

    Meine Meinung

    Da ich ein großer Fan von dystopischen Jugendromanen bin, wusste ich nach dem Lesen des Klappentextes sofort, dass ich diese Trilogie lesen muss. »Das verbotene Eden 1 – David und Juna« von Thomas Thiemeyer wirkt auf den ersten Blick wie ein Klischee-Roman. Männer und Frauen hassen sich, ein Virus ist daran Schuld. Nein, danke. Aber wenn man einmal mit dem Lesen angefangen hat, merkt man, dass Thiemeyer eine richtig coole Welt in einem zerstörten Köln erschaffen hat. Es lohnt sich dieser Reihe eine Chance zu geben … besonders wenn man nicht so sehr auf Romanzen steht. Die lässt sich hier nämlich, entgegen meiner Erwartung, ganz schön viel Zeit.


    Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer ...


    In der Hardcover-Ausgabe findet sich vorne und hinten eine Karte (die ich echt liebe) und deren Hilfe man sich in der Welt sehr gut zurechtfinden kann. Die einzelnen Orte, die ›Regierungssysteme‹, die Kultur und Religion, all das wird vom Autor wirklich anschaulich beschrieben. Ohne Frage ein tolles Worldbuilding. Ich war fasziniert.


    Trotzdem war ich überrascht, wie lange es dauert, bis Juna und David sich begegnen. Ungefähr bis knapp zur Hälfte des Buches. Einerseits hat es die Spannung gesteigert, andererseits war es deshalb zwischendurch ein bisschen langatmig. Dann treffen sie endlich aufeinander und dann geht die Gefühlsentwicklung zwischen den beiden auf einmal durch die Decke. Ich glaube, in diesem Punkt hätte ich mir ein Mittelmaß gewünscht. Das Zusammentreffen der beiden etwas früher, dafür eine langsamere Gefühlsentwicklung.


    Ansonsten war die Handlung aber wirklich, wirklich spannend. Obwohl sich beide Parteien gegenseitig hassen, haben sie einige Jahre nebeneinander in einem politischen Übereinkommen verbracht, aber seitdem die Männer immer öfter dagegen verstoßen und brutal über die Frauendörfer herfallen, ringen die Geschlechter gegenseitig um die Vorherrschaft. Die Männer wollen die Frauen unterwerfen und sich so mit dem absichern, was die Frauen anbauen, während die Frauen die Männer fast ausrotten und nur wenige zur Erhaltung der Spezies am Leben lassen wollen.


    In all dem stecken Juna und David, von klein auf mit den Ideologien ihres Geschlechts gefüttert, und doch merken beide, dass das nicht der richtige Zustand sein kann. David ist da vor allem durch den Abt Benedikt seines Klosters und dem Lesen ›verbotener Schriften‹ wie Romeo und Julia geprägt, während Juna vor allem von ihrer Mutter beeinflusst wird. Es war spannend, mitzuverfolgen, wie beide allmählich in ihrem Denken etwas ändern, um dann füreinander einzustehen.


    Ihre Geschichte ist mit diesem Band beendet … der Kampf zwischen den Geschlechtern geht allerdings im nächsten Teil mit einem anderen Pärchen weiter und ich bin schon gespannt, was mich da erwarten wird.


    Fazit

    Das Buch bietet sehr viel mehr als der Klappentext vermuten lässt, daher lohnt es sich auf jeden Fall einen Blick hineinzuwerfen. Es ist spannend und behandelt nebenbei, wie wichtig es ist, sich seine eigene Meinung zu bilden und nicht blind der gängigen Ansicht zu vertrauen. Außerdem endet der Kampf zwischen den Geschlechtern hier nicht, sondern geht im zweiten Band in die nächste Runde. Ich bin schon sehr gespannt auf Logan und Gwen.

  5. Cover des Buches Plötzlich Shakespeare (ISBN: 9783499268274)
    David Safier

    Plötzlich Shakespeare

     (1.087)
    Aktuelle Rezension von: Mandarine_110

    Zwar nicht das beste Buch von David Safier aber eine sehr lustige,  skurrile Handlung.   Gut für zwischendurch wenn man einfach mal lachen möchte. 

    Vermittelt auch eine wichtige und sehr wahre Message!  ;)


  6. Cover des Buches Judith und Hamnet (ISBN: 9783492070362)
    Maggie O'Farrell

    Judith und Hamnet

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Janinezachariae

    "Judith und Hamnet" von Maggie O'Farrell ist ein Buch über die Zwillinge von William Shakespeare.
    Hamnet und Judith kamen im Januar 1585 zur Welt.
    Hamnet starb August 1596 angeblich an der Pest.
    Judith verstarb am 9.2.1662.
    Die älteste Tochter lebte vom 26.5.1583 bis 11.7.1649.

    Das Buch von Maggie O'Farrell ist erst 2020 erschienen und erzählt die Geschichte der Kinder sehr ausführlich. Man merkt die Recherchearbeit darin!
    Ob alles wirklich so war, wie es hier beschrieben ist, kann man nicht nachvollziehen und doch geht es schon ziemlich tief und weit.
    Wir erfahren, wie William Shakespeare als Vater war und wie die Kinder, besonders der Junge, behandelt wurde. Nicht gut, so viel kann ich erzählen.
    Es gibt einige sehr berührende Szenen und Absätze, bei denen ich echt ins Stocken geraten bin.
    Doch aufgrund meiner persönlichen Recherchen und den Werken, die ich im Laufe der Zeit gelesen habe, sehe ich dem Tod von Hamnet ein wenig skeptisch gegenüber.
    Wieso, weshalb, warum?
    Das hab ich auf Patreon kürzlich erzählt.
    Die Version von Maggie O'Farrell ist hingegen echt schön.
    __

    Das habe ich auf Instagram geschrieben. Nun gehe ich allerdings noch ein wenig weiter:

    Ich will dir erzählen, warum vieles nicht so sein, kann, wie es hier dargestellt wird.


    Die Mutter heißt Agnes. 

    Hier die Zusammenfassung ihres Dialoges (das drumherum ist weg):

    "Anne", sagt er.

    "So heiße ich nicht", sagt sie.

    "Das hast du mir aber gesagt."

    "Hab ich nicht."

    "Hast du doch."

    "Dann hast du nicht zugehört."

    "Sag's mir jetzt."

    "Nein."

    "Doch."

    "Du wirst es mir sagen, wenn wir uns küssen."

    "Wie vermessen ..."

    Viele Sätze und hahas später:

    "Agnes."

    Ich meine, das ist eine ziemlich Verspottung. Dieser Dialog alleine hätte an sich schon ausgereicht, um mich am Weiterlesen zu hindern. Allerdings habe ich es durchgezogen, weil ich wissen wollte, was mit den Kindern ist.

    Darf ich vorstellen:

    Irgendwann 1556 geboren, gestorben am 6.8.1623 (sie war nicht nur älter als Will, sie dürfte auch länger leben.)

    Über die Frau und die Kinder gibt es nicht viel zu berichten. Selbst über das Privatleben des Barden hat man kaum mehr Informationen.

    Das Buch handelt überwiegend von Agnes. Agnes. Wer? Sie gibt es nicht mal.

    Aber gut, nennen wir es künstlerische Freiheit den Namen einer Person einfach ins Lächerliche zu ziehen, mit diesem Dialog.

    Ich mag Anne nicht einmal. Aber hier muss ich sie doch mal verteidigen.

    Dennoch habe ich dem Buch 4 Sterne gegeben, weil ich die Geschichte einfach als eine Geschichte angetan habe - nicht mehr und nicht weniger. 

    Vielleicht historische-fiktion? 

    Ja, so etwas. 

    Es ist sehr schön geschrieben und am Ende musste ich tatsächlich ein wenig schlucken/ weinen. Weil die Szene sehr berührend ist.

    Allgemein empfand ich alles mit den Kindern als sehr erschreckend und doch teilweise gefühlvoll erzählt.

    Hamnet ist gestorben. 

    Die ganze Szene vor und danach war emotional. Ich wünschte nur, es wäre wirklich so geschehen. Aber für mich funktioniert das nicht. Nach allem, was ich über Anne bisher weiß und gelesen habe ...

    https://www.amazon.de/Judith-Hamnet-Womens-Prize-Fiction/dp/3492070361/

    Produktinformation

    • Herausgeber ‏ : ‎ Piper; 6. Edition (14. September 2020)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 416 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3492070361
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3492070362
    • Originaltitel ‏ : ‎ Hamnet
  7. Cover des Buches Macbeth (ISBN: 9783150098707)
    William Shakespeare

    Macbeth

     (347)
    Aktuelle Rezension von: halo123

    Macbeth, eine Tragödie Shakespeares, war wirklich interessant zu lesen. Hier geht es um Macbeth der auf Hexen trifft und die ihm weissagen, dass er König sein wird. Daraufhin beschließt er den König zu töten. Gefolgt von noch anderen Bluttaten mit der Unterstützung Lady Macbeths nähren sich beiden ihrem Ende.


    Anfangs mag die Sprache sowie das Geschehen selbst einem konfus erscheinen, doch mit einem kleinen bisschen Recherche und die Geschichte packt einen. Ich persönlich fand am interessantesten die Rolle Lady Macbeths sowie die Rolle der Hexen im ganzen Dilemma. Eines von Shakespeares Meisterwerken. 

  8. Cover des Buches Unendlicher Spaß (ISBN: 9783499249570)
    David Foster Wallace

    Unendlicher Spaß

     (174)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ich konnte das Buch nicht am Stück lesen, das werden wohl die Wenigsten, doch das macht dem Spaß am Buch keinen Abbruch, ganz im Gegenteil, so hat man überhaupt erst die Möglichkeit die einzelnen Teile der Geschichte zu verarbeiten und die kommenden Lesestunden voller Freude zu genießen. 

    Ganz bestimmt keine leichte Lektüre aber lohnend.

  9. Cover des Buches Der weite Raum der Zeit (ISBN: 9783813506730)
    Jeanette Winterson

    Der weite Raum der Zeit

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Giselle74

    "Der weite Raum der Zeit" ist ein weiterer Band der Hogarth Shakespeare-Reihe, in der bekannte Autoren Werke von Shakespeare auf ihre ganz besondere Art nacherzählen. In diesem Falle hat sich Jeanette Winterson dem "Wintermärchen" gewidmet.
    Die 1959 in Manchester geborene Winterson bekam schon für ihr Erstlingswerk "Orangen sind nicht die einzige Frucht" den angesehenen Whitbread-Prize. Inwischen ist sie eine weithin bekannte Feministin und Autorin, die diverse Bestseller veröffentlicht hat.

    Leo, MiMi und Xeno sind bereits sehr lange befreundet. Doch urplötzlich vermutet Leo, seine hochschwangere Frau MiMi habe eine Affaire mit seinem Jugendfreund Xeno. In rasender Eifersucht versucht er Xeno zu ermorden, lässt das neugeborene Mädchen Perdita wegschaffen und verliert bei dem Versuch, das Land zu verlassen, seinen älteren Sohn Milo am Flughafen. Nachdem auch MiMi gegangen ist, bleibt Leo allein zurück.
    Jahre später. Aus der kleinen Perdita ist eine junge Frau geworden, die sich durch Zufall in den Sohn Xenos verliebt. Und nach und nach lösen sie gemeinsam die Rätsel ihrer Vergangenheit.

    Wintersons Interpretation bewegt sich sehr nah am Original. Im Grunde ist der Roman eine Übertragung der Geschehnisse in die heutige Zeit. Erstaunlich ist, welche Wucht diese uralte Erzählung entwickelt, wenn man das Märchenhafte vorsichtig abstreift und Sprache und Setting dabei anpasst und wie glaubhaft diese doch eigentlich völlig unglaubhafte Geschichte dadurch wird. Winterson gibt ihren Charakteren einen Unterbau, eine Herkunft, die ihre Handlungsweise erklärt und sie nutzt die Gegebenheiten, die unsere Welt heute bietet. Es ist einfach, in einer Großstadt wie Paris spurlos zu verschwinden, ein Mädchen kann im ländlichen Amerika unbemerkt vom in London weilenden Vater aufwachsen und trotzdem ist alles nur wenige Flugstunden voneinander entfernt.
    Einzig der Strang um das Computerspiel mit den verlorenen Engeln ist für mich zu übertrieben, will sagen esoterisch dargestellt. Und eigentlich hätte das Buch ihn gar nicht gebraucht, denke ich, denn die Wirkung ist auch ohne herumflatternde Federn enorm.

    Das Schöne an den Büchern der Hogarth-Reihe ist, dass jeder Autor einen anderen Weg wählt, Zugang zu den Werken Shakespeares zu finden. Dass jedes Buch völlig anders ist in Stil, Umsetzung und Herangehensweise. Das zeigt, wie vielseitig dieses Werk ist, aber auch, wie viele Interpretationsmöglichkeiten es gibt. "Der weite Raum der Zeit" ist für mich eine sehr gelungene Mischung aus einem Teil Shakespeare und einem Teil Winterson. Jeanette Winterson verschwindet nicht hinter dem Meister, sie bringt ihren eigenen Stil und ihre eigenen Schwerpunkte in die Geschichte und schafft damit, nicht ganz mühelos, aber trotzdem sehr wirkungsvoll, den Spagat zwischen Alt und Neu, zwischen Gestern und Heute.

    Ich danke dem Knaus Verlag sehr herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.

  10. Cover des Buches Sommernachtstraum (ISBN: 9783737340182)
    Tanya Lieske

    Sommernachtstraum

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der Klappentext und das Cover hatten mich damals sehr angesprochen. Das Buch sieht wirklich gut aus. Ich mag die verschiedenen dunklen Farbtöne. In gebundenen Format kann es sich eindeutig sehen lassen. Wobei mein erster Gedanke beim aufschlagen war, warum ist die Schrift so riesig?!
    Sommernachtstraum von Shakespeare ist eine der wenigen Schullektüren, die wirklich gut fand. Aber die Zeit des Lesens liegt schon weit zurück und ich kann mich kaum noch an den Inhalt erinnern. Asche über mein Haupt – so geht’s mir leider mit den meisten Schullektüren. Daher habe ich mich gefreut als ich gesehen habe, dass sich Jemand dem Thema nähert und es in die heutige Zeit zu übersetzen. Irgendwie hatte ich durch den Klappentext einfach andere Vorstellungen vom Text. Die Umsetzung schwächelt aber leider an vielen Stellen.
    Der Anfang ist sehr verwirrend was vor allem an der Schwemme von Charakteren liegt, die auf einen einprasseln. Auch bei Sommernachtstraum ist das leider nicht anders. Dem Leser wird hier ein Register zur Seite gestellt, was ich sehr hilfreich fand. Ohne das Register wäre ich wohl völlig aufgeschmissen gewesen.

    Es ist interessant wie die Autorin die Geschichte gestaltet. Sie teilt die Geschichte in 5 Akte und lässt Shakespeare selbst Stellen kommentieren. Obwohl mir sowas neu war konnte es mich dennoch nicht richtig fesseln. Es gibt einfach zu viele Probleme in diesem Buch mit denen sich der Leser auseinander setzen muss. Denn die Schwemme an Charakteren bringt jeder sein eigenes Problem mit und für jeden ist Platz im Buch, wobei bei der Seitenanzahl kann man sich ja schon denken, wie viel. Es scheint mir so als wäre jedes „Problem“ in das Jugendliche geraten können in diesem Buch auftaucht. Trotz allem bleiben die Charaktere aber irgendwie schwach. Ich fand sie nicht unsympathisch, aber ich wurde auch irgendwie nicht besonders warm mit ihnen. Es fehlte ihnen irgendwie an Tiefe….


    Fazit: Mir hat das Buch nicht gefallen. Die Geschichte war mir einfach etwas zu wirr und die Charaktere blieben farblos. Vielleicht bin ich aber auch einfach zu alt für dieses Buch xD
  11. Cover des Buches Hag-Seed (ISBN: 9781781090237)
    Margaret Atwood

    Hag-Seed

     (30)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna
    Das Hogarth Shakespeare Projekt wurde im Jahr 2016 anlässlich des 400. Todestages des großen Dichters ins Leben gerufen und gibt namhaften Autoren die Möglichkeit, unterschiedliche Shakespeare-Stücke, die jeder frei ist zu wählen, neu zu interpretieren.

    Die kanadische Autorin Margaret Atwood, der man schon lange den Nobelpreis für Literatur wünscht, nimmt sich des Alterswerks des Barden, "Der Sturm", an und bringt es dem Leser von heute auf ihre einzigartige, unnachahmliche, von hoher schriftstellerischer Qualität geprägten Art nahe.
    Der Leser begegnet Felix, einem ebenso leidenschaftlichen und begnadeten wie exzentrischen Theaterregisseur, der kurz vor der Aufführung des Stückes "Der Sturm" steht. Fulminant soll es werden, unvergesslich, etwas Nie-Dagewesenes, mit dem er seinen Ruhm festigen und sich für die Nachwelt ins Buch der größten Theatermacher einschreiben möchte.
    Doch es kommt nicht dazu! Felix fällt einer Intrige zum Opfer, verliert seinen Posten beim örtlichen Festival und geht, wie weiland Shakespeares Held Prospero, geschlagen und ohne Hoffnung, in die Verbannung. Alleine mit sich und seinen Geistern wartet er, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Worauf? Auf Vergeltung, auf Rache - auch hier bleibt Margaret Atwood auf Prosperos Spuren.
    Gleichzeitig kämpft Felix aber auch darum, in der selbstgewählten Abgeschiedenheit nicht den Verstand zu verlieren; er folgt einem selbstauferlegten strukturierten Tagesablauf und bleibt seinen Widersachern, die inzwischen dank des Verrats, den sie an ihm verübt hatten, Karriere gemacht haben, die ihm verwehrt wurde, mit Hilfe des Computers, den er sich zugelegt hat, auf den Fersen.
    Schließlich bekommt er die Möglichkeit, die Stelle des Lehrers im Rahmen des Programms "Bildung durch Literatur" an einer nicht weit entfernten Justizvollzugsanstalt anzutreten.
    In dieser Funktion tut er das, was er am besten kann: er versucht, den Häftlingen Shakespeare nahezubringen und mit ihnen einige von dessen Stücken einzuüben und schließlich aufzuführen. Sehr zur Begeisterung der Sträflinge, die sich nun zu Schauspielern avanciert sehen!
    Felix bleibt in Übung, könnte man fast sagen...
    Und tatsächlich, nach zwölf langen Jahren ergibt sich durch seine Arbeit im Gefängnis - auch hier an Shakespeares Prospero angelehnt - die langersehnte Gelegenheit, seinen Feinden gegenüberzutreten und endlich seine Rache zu vollziehen.
    Als Mittel zum Zweck dient ihm das Stück, das er als das seine reklamiert, "Der Sturm", den er damals nicht zur Aufführung bringen durfte! Und er selbst ist Prospero, der große Zauberer, der Fadenzieher im Hintergrund. Er wird seinen großen Auftritt haben! Doch wird sein akribisch und mit diebischer Freude ausgeklügelter Plan gelingen?

    Die Handlung, die Margaret Atwood konzipiert, um ihre eigene Auffassung des Shakespeare-Stückes dem Leser kundzutun, fesselt von Beginn an!
    Atwood erweist sich einmal mehr als die großartige Erzählerin und Meisterin der Sprache, als die sie bekannt ist und zu Recht gepriesen wird. Ihrem Einfallsreichtum und ihrer Fabulierkunst sind scheinbar keine Grenzen gesetzt.
    Und obwohl sie ein mehr als vierhundert Jahre altes Stück in die heutige Zeit transportiert, nimmt sie ihm nichts von seinem Zauber, nichts von seiner Faszination und Spannung. Im Gegenteil, möchte man beinahe sagen!
    Denn es gelingt ihr, den "Sturm" für den Leser von heute an Reiz gewinnen und ihn mit Staunen feststellen zu lassen, wie aktuell das Geschehen um Prospero in seinem Exil auf der Insel, in der vielfach das griechische Korfu vermutet wird, doch noch immer ist.

    Grandios, wie die Kanadierin uns Shakespeare mittels ihrem Regisseur Felix und seine Schauspielertruppe in der Haftanstalt erklärt! Er gibt ihnen, im Hintergrund lenkend, die Möglichkeit, das Stück auf ihre eigene, erfrischende und immer originelle Art zu verstehen und auf der "Bühne" umzusetzen, wobei sie alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel und Ausdrucksformen nutzen, Talente entfalten und so an Selbstvertrauen gewinnen können.
    Fürwahr - Felix ist ein genialer Pädagoge und genauer Kenner der menschlichen Natur.

    Selbst standhaft traditionelle Shakespeare-Anhänger und -Kenner mögen das eine oder andere Mal verblüfft sein über die profunden, komplexen Gedanken, die sich die schauspielernden Häftlinge auf ihre unkonventionelle, ab und an sogar etwas naive Herangehensweise über das Stück an sich und seine Charaktere machen.
    Für diejenigen unter den Lesern, die mit Shakespeare gar nicht oder kaum vertraut sind, mag "Hag-Seed" ( deutscher Titel "Hexensaat" ) ein Interesse an dem Barden aus Stratford-upon-Avon und seinen zeitlosen Stücken voller Tiefe und Weisheit wecken, das sie ihre Scheu vor dem großen Dichter verlieren lässt und ihnen vielleicht sogar Lust darauf macht, das eine oder andere Stück auf ihre Leseliste zu setzen.

    Eine gute Entscheidung im Vorfeld könnte es sein, den Original-"Sturm" vor der Lektüre des vorliegenden Buches wieder oder zum ersten Mal zu lesen.
    Margaret Atwoods "Hag-Seed", eine Adaption eben dieses Stückes, kann so, mit dem Original vor seinem geistigen Auge, um einiges besser verstanden und gewürdigt werden.
    Man findet die wichtigsten Charaktere um Prospero im Roman wieder, ja, man erkennt sie nicht nur sondern sieht sie gleichzeitig aus einem neuen, ungewohnten, höchst originellen Blickwinkel, was das Lesevergnügen steigert.
    Als lebenslange Anhängerin des Barden empfand ich dennoch, oder gerade deswegen, die Lektüre von Atwoods Roman als enorme Bereicherung - und mehr als einmal wünschte ich mir dabei, dass die Kanadierin sich weiterer Shakespeare-Stücke annehmen möge, um sie für den Leser des 21. Jahrhunderts ebenso gekonnt aufzubereiten, wie sie es so bravourös mit dem "Sturm" getan hat!
  12. Cover des Buches Romeo und Julia. (ISBN: B00273PY1S)

    Romeo und Julia.

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch ist eine Liebestragödie aus dem 16. Jahrhundert, die von Romeo und Julia handelt, welche aus zwei verfeindeten Familien kommen. Montague und Capulet heißen sie und haben beide großen Einfluss…

    Ich denke zwar das die Bescheibung des Inhalts bei diesem Weltbekannten Buch ein bisschen unnötig ist, wollte sie aber trotzdem nicht missen. Für mich war es das erste Buch dieser Art und ich werde definitiv wieder solche lesen (das nächste habe ich schon gekauft). Anfangs ist es mit den vielen Namen zurechtzukommen, nach dem ersten bis zweiten Akt geht das dann aber. Durch die vielen Fußnoten lässt sich das Buch zwar nicht sonderlich flüssig lesen, aber ich denke das ist normal. Ich finde es definitiv faszinierend wie die Sprach damals war und es meiner Meinung nach, immer so kleine Gedichte sind, in denen „gesprochen“ wird. Ich hätte niemals gedacht, dass es das Wort „Memme“ damals schon gab. Die Liebe zwischen Romeo und Julia ist so groß, dass ich leider bezweifle, dass es sie heute noch so gibt, was natürlich sehr schade ist. Diese Geschichte ist definitiv faszinierend, komplex und sehr gefühlsvoll. Ganz große Leseempfehlung!

  13. Cover des Buches Das Buch der Fälscher (ISBN: 9783458360490)
    Charlie Lovett

    Das Buch der Fälscher

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein Buch für alle Bücherfans, Bibliophile, Buchhändler und Buchbinder. 

    Alte Manuskripte, berühmte Schriftsteller zu Zeiten Shakespeares, Liebesgeschichten in der Gegenwart, Büchernarren und Bibliotheken... all das hat Lovetts Roman zu bieten. Dabei gibt es immer wieder Verweise auf englischsprachige Schriftsteller und Maler aus dem 16.-19.Jh., von denen ich teilweise noch nichts gehört hatte. Dieser Roman ist meiner Meinung  nach sehr fesselnd geschrieben und macht Lust, sich einmal näher mit einigen der erwähnten Künstler zu befassen. Ich habe die Lektüre sehr genossen und möchte auch noch mehr von diesem Autor lesen.

  14. Cover des Buches Shakespeare Undead (ISBN: 9783802584985)
    Lori Handeland

    Shakespeare Undead

     (76)
    Aktuelle Rezension von: SaranaHiyori
    Shakespeare Undead - Der untoten Zähmung

    Das Buch habe ich bekommen, als ich ein ganzes Bücherpaket gekauft habe. Somit wusste ich nicht was mich in dem Buch erwartet.

    Das Thema an sich fand ich ganz in Ordnung. Doch die Tatsache das William Shakespeare, als Vampir hier auftretet, fand ich mehr als nur merkwürdig. 

    Allerdings hab ich mich mit der Zeit damit abgefunden und fand es gar nicht mal so schlecht. Nur die Reimen waren nichts für mich. Aber daher das es nun mal eine Geschichte mit William Shakespeare ist, darf man sich diesbezüglich nun mal nicht wundern.

    Die Protagonisten William und Kate sind allerdings sehr Interessant und jeder hat so seine Geheimnisse. Es ist auch sehr amüsant zu lesen wie die beiden auf Zombiejagt gehen und wie ihre Beziehung zueinander ist.

    Den Schluss allerdings fand ich mehr als nur seltsam. Außerdem hätte ich gerne erfahren ob ihr "Plan", am Schluss, funktionierte. Doch das erfährt man leider nicht.

    Fazit: Ich bin mir etwas unschlüssig ob ich das Buch jetzt gut fand oder seltsam. Die Idee allerdings mit William Shakespeare, Zombies und Vampire fand ich ganz lustig. 
    Man sollte einfach mal reinschauen.

  15. Cover des Buches Plötzlich Shakespeare (ISBN: 9783839810163)
    David Safier

    Plötzlich Shakespeare

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Gwennilein

    Ich habe bereits einige Bücher von David Safier gelesen und vielleicht liegt hierin das Problem begraben. Ich habe das Gefühl, dass hier nicht mehr viel Neues kommt, die Story war zwar ganz nett, auch immer mal lustig, aber doch auch sehr vorhersehbar. Mein Highlight war hierbei wohl, dass Christoph Maria Herbst den Shakespeare gesprochen hat. Etwas zu dünn für meinen Geschmack.

  16. Cover des Buches Ich, der Roboter (ISBN: 9783453528420)
    Isaac Asimov

    Ich, der Roboter

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Horatio-Buecherliebe

    In der vorliegenden Erzählungssammlung aus den 1940er Jahren befasst sich Isaak Asimov frühzeitig mit moralischen und ethischen Fragestellungen, die mit dem Zusammenleben von Menschen und "intelligenten" Robotern verbunden sind. Grundlage bilden die von ihm entwickelten (zunächst) drei Robotergesetze, die auch über sein Werk hinaus im Bereich der Roboter-Ethik erhebliche Beachtung gefunden haben. Wegen ihrer großen Bedeutung für sein gesamtes Werk nachfolgend kurz aufgeführt:

    1. Ein Roboter darf keinem Menschen schaden oder durch Untätigkeit einen Schaden an Menschen zulassen.

    2. Ein Roboter muss jeden von einem Menschen gegebenen Befehl ausführen, aber nur, wenn dabei das erste Gesetz nicht gebrochen wird.

    3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz bewahren, es sei denn, dies spricht gegen das erste oder das zweite Gesetzt.

    Mögen diese Gesetze auf den ersten Blick auch einleuchtend erscheinen, sind sie in der alltäglichen Anwendung jedoch sehr problematisch und interpretierbar. Genau mit diesen Unschärfen befasst sich Asimov in den vorliegenden Erzählungen.

    Die aus den drei Gesetzen der Robotik resultierenden moralischen Fragestellungen und Dilemmata und überhaupt das Thema Roboter-Ethik sind gerade heute in den Zeiten von künstlicher Intelligenz, erster humanoider Roboter, Drohnen und autonomen Fahrens wieder von höchster Aktualität!

    Der Band bildet zudem auch als theoretische Grundlage einen hervorragenden Einstieg in Asimovs monumentalen und spannenden "Foundation-Zyklus" und sei schon aus diesem Grund jedem und jeder Interessierten ans Herz gelegt.

    Die recht bekannte Verfilmung "I, Robot" (2004) von Alex Proyas mit Will Smith beruht allerdings nur sehr locker auf Motiven der Erzählungssammlung und steht als "SF-Actionfilm" mehr eigenständig daneben.

    Auf Seiten der literarischen Qualität sind bei derart auf das Sachthema "Roboter-Ethik" bezogenen Erzählungen allerdings einige Abstriche zu machen, was sich etwas auf meine Sterne-Bewertung auswirken musste.

    Das ändert allerdings nichts an meiner großen und uneingeschränkten Leseempfehlung für alle Interessierten, die sich mit anspruchsvoller Science Fiction Literatur auseinandersetzen möchten.


  17. Cover des Buches Romeo und Julia (ISBN: 9783960550310)
    William Shakespeare

    Romeo und Julia

     (1.359)
    Aktuelle Rezension von: SofiaCuorDiLeone

    Einfach nur schrecklich... Ein extrem anstrengendes Teenie-Drama hoch zehn, das es mir wirklich schwer gemacht hat, überhaupt zu Ende zu lesen, so oft wie ich entnervt die Augen verdrehen musste! Shakespeares Stil kann das leider auch nicht besser machen - Schwachsinn bleibt Schwachsinn, auch mit Schleife drauf. 

  18. Cover des Buches Geliebter Roboter (ISBN: 9783453528437)
    Isaac Asimov

    Geliebter Roboter

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Letztlich hatte ich ja bereits „Ich, der Roboter“ von Asimov konsumiert und war von den 1950 erstveröffentlichten Werk begeistert. Somit war es klar dass der Nachfolger auf jeden Fall auch konsumiert werden musste.

    Klappentext:
    Claire Belmont, Ehefrau eines Angestellten der U. S. Robot Company, soll das Modell TN3, genannt Tony, als Haushaltshilfe testen. Nur widerwillig stimmt sie dem Projekt zu, Robots sind ihr nicht ganz geheuer. Aber Tony ist darauf programmiert, ihr jeden Wunsch zu erfüllen – und er erkennt mehr als nur die offensichtlichen … In insgesamt zehn Kurzgeschichten wirft Isaac Asimov in „Geliebter Roboter“ einen Blick in die Zukunft, deren Grundsteine heute schon gelegt werden. Zusammen mit „Ich, der Roboter“ und „Der Zweihundertjährige“ legt Asimov hier auch den Grundstein zu seiner gigantischen Future History, dem Foundation-Zyklus.

    Zum Inhalt:
    Isaac Asimov welcher während seiner Studienzeit mit dem Schreiben von SF-Kurzgeschichten begonnen hat, dürfte den meisten durch „I, Robot“ oder durch seine Robotergesetze ein Begriff sein. Hier liegt nun der zweite Teil der dreiteiligen Reihe aus dem Heyne Verlag vor.

    Zwischen den Buchdeckel befinden sich zwölf Geschichten welche Asimov zwischen 1951 und 1957 erschaffen hat.

    Auch in diesem Werk versetzt Asimov in eine damals Fiktive Zukunft, welche sich heute fast wie eine Vorhersage anhört, allerdings immer noch top aktuelle erscheint.

    Die hier versammelten Storys drehen sich um Fragen wie etwa ob das menschliche Handeln von Maschinen vorherberechnet werden kann oder aber ob ein Zusammenleben zwischen Mensch und KI/Maschine ohne Vorbehalte oder Diskriminierung möglich ist.

    Die Storys hangeln sich dabei immer wieder um einen festen Pro- und Antagonistenstamm auf, welches einem das „reinkommen“ wohlwissend erleichtert.

    Meine Meinung:
    „Ich, der Roboter“ war schon ein gelungenes Leseerlebnis, und „Geliebter Roboter“ steht diesem in nichts nach und ich kann absolut nachvollziehen warum diese Werke als must-read Klassiker gehandelt werden.

    Auch wenn dieses Werk Mitte des letzten Jahrhunderts den Weg zwischen die Buchdeckel gefunden hat, es ist aus meiner Sicht, aufgrund der technischen Entwicklungen z.B. bei Künstlichen Intelligenzen immer noch aktuell und stellt heute immer noch die richtigen Fragen.

    Die kleine Meckerei vom ersten Teil muss ich hier auch übernehmen, aber das Cover ist mir einfach nicht passend genug. Und ein Hinweis noch, der Heyne Verlag kann in die Zukunft schauen, zu mindestens wenn es ums Copyright geht, da steht dann „2018“.

    Meine Wertung:
    4,75 von 5 Robbie`s

  19. Cover des Buches Hexendreimaldrei (ISBN: 9783453354005)
    Claudia Toman

    Hexendreimaldrei

     (180)
    Aktuelle Rezension von: mausispatzi2
    Das Hexendreimaldrei ist eine fantastische Geschichte rund um die Liebe und was man für den liebsten alles bereit ist zu tun und um ihn zu kämpfen, obwohl es auswegslos erscheint gibt Olivia nicht auf, doch ob sie ihr Ziel letztendlich erreicht müsst ihr schon selber herausfinden. Ich liebe es, dass auch unsere Katzenfreunde vorkommen, denn sie sind einfach die besten Haustiere.

    Die Geschichte bringt einen in eine der schönsten Städte der Welt, wie ich finde. Man muss London einfach lieben und die Autorin macht dieser Stadt eine wirkliche Liebeserklärung und zeigt, das sie sich dort auch schon gut auskennt. Ich war mehr als einmal verwirrt und stand mit Olivia vor unlösbaren Aufgaben und Rätseln. Zudem alles auch noch unter Zeitdruck, denn der Märchenprinz in Froschform würde dann für immer in diesem Zustand bleiben, was das ganze sehr spannend gemacht hat. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

    Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen und mit viel Gefühl und genauen Beschreibungen, der Personen und Orte. Die Story wird aus Olivias Sicht geschrieben und so fiebert man mit ihr mit und begibt sich auf ein spannendes Abenteuer, das man so schnell nicht vergisst, denn man begegnet nicht nur Freunden, sondern auch Feinden die einem Steine in den weg legen. 

    Die Protagonisten sind liebevoll und individuell und dennoch ist genügend Spielraum für die eigenen Vorstellungen, sodass man sich seinen Traumprinzen selbst gestaltet. Ich mag Olivia sehr, denn sie ist auch ein bisschen verrückt, aber wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht sie es auch durch, egal was kommt und wer sich ihr in den Weg stellt.

    Das Cover finde ich sehr gelungen und es passt auch schön zur Geschichte.

    Fazit:
    Hexendreimaldrei ist ein unterhaltsamer Fantasyroman, bei dem man mitfiebern kann. Es erinnert entfernt an das Märchen vom Froschkönig, aber ist dennoch völlig anders.

  20. Cover des Buches Hamlet (ISBN: 9783150204894)
    William Shakespeare

    Hamlet

     (615)
    Aktuelle Rezension von: JohnnyZombie

    Als dem jungen Prinzen Hamlet von Dänemark der Geist seines toten Vaters erscheint und ihm befiehlt, seinen Mord durch Hamlets Onkel zu rächen, stürzt es diesen in eine tiefe Sinnkrise.

    Es ist definitiv ein sprachlich beeindruckendes Stück, auch in der deutschen Fassung. Mal sind die Dialoge schlagfertig und spitzfindig, mal lassen sie sich über ihre Ansichten über das Wesen der Menschen aus, doch immer machen sie klar, warum Shakespeare so angesehen ist.

    Die Handlung an sich ist auch spannend. Es wird viel Wert auf Lügen, Intrigen und Hamlets eigene Zweifel gelegt und der Plot hält auch einige Überraschungen bereit, falls mensch es geschafft hat, nicht vorher aus anderen Quellen davon zu erfahren.

    Vor allem Hamlet als Charakter hat es mir angetan. Seine innerliche Zerrissenheit wird überzeugend dargestellt und seine Überlegungen sind interessant zu lesen. Auch die Nebencharaktere, darunter sogar der mörderische König selbst, haben etwas zu sagen.

    Hamlet ist definitiv auch für Leute wie mich, die eher selten Klassiker lesen, empfehlenswert. Mensch muss kein Experte oder DeutschlehrerIn sein, um hiermit seinen Spaß zu machen.

  21. Cover des Buches Bestie Mensch (ISBN: 9783499620928)
    Thomas Müller

    Bestie Mensch

     (69)
    Aktuelle Rezension von: bookwormceli

    Thomas Müller zeigt uns mit seinem Buch „Bestie Mensch“, wie Kriminalpsychologie funktioniert. Natürlich sieht das heute schon anders aus und ist weiterentwickelt, aber das Buch ist ja schon einige Jahre alt. 


    Im Buch zeigt uns Thomas Müller, wie seine Arbeit funktioniert beziehungsweise funktionieren kann. Er zeigt auf, wieviele Entscheidungen eigentlich hinter Verbrechen stecken. All das versucht er anhand von realen, bekannten Verbrechen, die geschehen sind, zu erklären. 


    Ich fand es sehr interessant, worauf Kriminalpsychologen achten beziehungsweise welches Verhalten auf was hindeuten kann. Ich mochte es, dass er echte Straftaten zur Erläuterung hergenommen hat. Allerdings finde ich, dass er oft zwischen den Verbrechen hin und her geschwenkt ist, wo mir lieber gewesen wäre, er wäre von einem zum anderen gegangen. Ist meine persönliche Meinung und das ist Geschmacksache. Gerne wäre ich persönlich auch noch in die ein oder andere Straftat beziehungsweise in die Gedankenwelt des Täter tiefer eingedrungen. 


    Im Gesamten hat mir das Buch gut gefallen, da es sehr interessant war. Bei der ein oder anderen Sache hätte ich mir eine Vertiefung gewünscht, aber das macht das Buch deswegen nicht schlecht. Man darf nicht vergessen, dass das Buch schon einige Jahre alt ist und sich dieser Themenbereich mittlerweile wieder weiterentwickelt hat.

  22. Cover des Buches Hexensaat (ISBN: 9783328103363)
    Margaret Atwood

    Hexensaat

     (69)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Atwoods brillanter Roman ist eine einzige Verneigung vor dem großen Bühnenmagier Shakespeare. Mit der Figur des Theaterdirektors Felix hat die Grande Dame der kanadischen Literatur ein würdiges Pendant zu Shakespeares Prospero aus Der Sturm geschaffen, jenes Zauberers, der als Selbstporträt des alternden Barden aus Stratford-upon-Avon gilt.

  23. Cover des Buches Der Geist der Bücher (ISBN: 9783548608488)
    Christoph Wortberg

    Der Geist der Bücher

     (94)
    Aktuelle Rezension von: natti_Lesemaus
    Inhalt:
    Der rachsüchtige Gondar hat der Weltliteratur den Kampf angesagt. Doch er hat nicht mit dem Widerstand der Schriftstellerin Lynn und ihres Neffen Ben gerechnet.
     Die berühmte Schriftstellerin Lynn aus New York kann nicht länger die Augen davor verschließen, dass die Welt der Literatur in Gefahr ist. Gondars Schergen meucheln Helden, zerstören Schauplätze und löschen die Erinnerung an ferne Zeiten. Lynn muss die Welt retten, die ihr so viel bedeutet. Ihr fünfzehnjähriger Neffe Ben folgt ihr, denn schließlich ist sie seine letzte Verwandte. Mit Hilfe eines Amuletts nimmt er ihre Spur auf und gelangt so in das Verona Romeo und Julias. In letzter Sekunde rettet er Julia vor den Häschern Gondars. Mit ihr und Romeos Freund Mercutio an der Seite setzt er seine Reise durch die aufregende Welt der literarischen Abenteuer fort – immer auf der Suche nach seiner Tante und dem Rätsel der Zerstörung dieser Welt. Dann nimmt Gondar auch ihn und seine Freunde ins Visier.

    Meinung:
    Ein Werk für Jugendliche das einen in die Welt der Bücher und Literatut führt.
    Das Buch ist gut lesbar und interessant, und vor allem, wenn man so ziemlich alle literarischen Figuren, die auftauchen, kennt, muss man weiterlesen.
    Kapitän Ahab mit seiner Mannschaft, Robinson Crusoe und   Freitag, Don Quijote und Sancho Panza, Oliver Twist, Madame Bovary, Anna Karenina, der junge Werther, das Fräulein von Scuderi und viele andere Protagonisten berühmter Klassiker kreuzen den Weg von Ben und helfen ihm bei der Suche und dem Kampf gegen den finsteren Gondar, was viele mit dem (vorläufigen) Tod bezahlen müssen.
    Einige große Sprünge plötzlich verwirren etwas und man fragt sich, wie können die Sprünge zwischen den einzelnen Büchern überhaupt funktionieren.
    Für Liebhaber der Literatur bestimmt ein gutes Werk, aber manchmal hätte es an einigen stellen weiter ausgebaut werden können.
  24. Cover des Buches Stärke des Herzens (ISBN: 9783775159982)
    Gilbert Morris

    Stärke des Herzens

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Seelensplitter

    Meine Meinung zum christlichen Roman:

    Wakefield Saga 4

    Stärke des Herzens


    Inhalt in meinen Worten:

    Dieses Mal befinde ich mich in den Jahren 1645 bis 1672 und ich lerne das starke Mädchen Jenny kennen, das zu erst in London eine Theaterschauspielerin werden darf, aber nicht nur sie lerne ich kennen, sondern auch John Bunyan dessen Buch ich sogar schon lesen durfte. Ich lese von seiner Gefangenschaft aufgrund seines christlichen Glaubens und wie er dieses Buch verfasste, das auch heute immer wieder noch verschenkt wird in christlichen Kreisen, wo es um den frommen Christen geht, der auf der Reise zu dem neuen Jerusalem unterwegs war. Interessant, wie es in dieser Geschichte zu Wort kam und ich dadurch auch erfahren durfte, was es mit diesem Mann auf sich hatte. 

    Natürlich bin ich auch wieder auf Wakefield und darf staunen, wie ein Mann den anderen Mann rettet und ihm gleichzeitig die Frau entwendet, und was ein Versprechen auslösen kann, wenn man es nicht halten kann. Das nehme ich euch aber mal nicht weg, das solltet ihr selbst entdecken, was es damit auf sich hat. Nur so viel dazu, manchmal sind die Frauen eben doch diejenigen die das Ruder in die Hand nehmen müssen um an das Ziel zu kommen.


    Wie ich das Gelesene empfand:

    Ich kam wieder recht schnell in der Geschichte an, und war mal wieder überrascht, welche Figuren ich im Buch begegnen durfte und das ich auch Krankheit und Verluste mit erleben durfte. Zumindest in England die Pest. Und diese war wirklich kein Zuckerlecken und nur die wenigsten überlebten diese Krankheit. Ich bin aber auch mit dem ein oder anderen Protagonist ziemlich oft im Gefängnis und das nur weil ich nicht an die englische Kirche glaube, wie sie um diese Zeit war, sondern in der Tat an den Herrn Jesus Christus und dort für ihn einstehen durfte, auch wenn dafür vieles andere auf der Strecke blieb. Zudem durfte ich das Theaterleben um diese Zeit kennen lernen und empfand mit Jenny mit, wie sie um ihr Herz kämpfte. 

    Letztlich war für alles etwas geboten, doch dafür gab es auch die ein oder andere Länge, und manches wurde zu kurz erzählt. 

    Trotzdem freue ich mich schon sehr, wenn ich in das nächste Kapitel, in diesem Fall Buch, tauchen darf um mit den Charakteren die auf Wakefield mir begegnen weiter zu gehen. 


    Spannung:

    Ich empfand viele Szenen und Begebenheiten sehr spannend, es gab auch einige Momente wo ich sprachlos war und mittrauerte und zugleich mitfeierte. Selbst wenn manche Strecke und Länge im Buch nicht einfach war, so war dennoch die nötige Spannung für mich vorhanden. 


    Die Frauen:

    Um 1650 hatten Frauen es nicht wirklich leicht doch auch dort gab es schon Frauen die sich selbst behaupten konnten und für ihre Dinge eintraten, so auch in dieser Geschichte, wo ich das Gefühl hatte das gerade Jenny ein viel besseres auftreten erhalten hat, als in den Vorbänden die Frauen so hatten. Das fand ich gut, und auch ziemlich toll dargestellt.


    Der christliche Glaube:

    In diesem Buchteil ist das Thema Glaube noch einmal intensiver zu Wort gekommen und machte auch mir selbst als Leser klar, ich muss mich entscheiden, welchen Weg ich gehe. Zudem fand ich toll, wie die Prophetien im Buch immer mehr auch ihren Weg finden und dadurch immer intensiver und wichtiger werden. 

    Somit nahm einerseits die Christenverfolgung eine wichtige Rolle im Buch ein aber auch die Geistesgaben kamen in natürlicher Form hervor und machen direkt neugierig auf das was noch kommen mag. 


    Das Buch:

    Wer die Titel davor nicht las, wird dennoch auch in diese Geschichte finden und tolle Charakter treffen, auch wenn zum Teil diese noch Bezug auf die vorherigen Bücher nimmt, so ist es doch immer wieder überraschend, was als nächstes folgt. 

    Deswegen ihr könntet die Geschichte ohne Vorwissen gut lesen, ich empfehle euch aber in der Tat, fangt bei Buch eins an. 


    Empfehlung:

    Dieses Mal steht der christliche Glaube wirklich intensiv im Vordergrund, das ist für Menschen die mit dem Glauben nicht allzu viel anfangen können, sicherlich befremdlich, andererseits gibt es eine echt tolle Geschichte, die man entdecken darf. Für mich, die ja Christin ist, ist es eine tolle lebendige Glaubensform die mir im Buch begegnet und zudem eine tolle Herzliche Geschichte. Deswegen lesen. Auch wenn manche Länge im Buch vorhanden ist. 


    Bewertung:

    Mir hat das vierte Abenteuer aus der Wakefield Sage wirklich sehr gut gefallen und auch genug Stoff für Nachdenkens werte Momente geboten. Deswegen fünf Sterne. 

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