Bücher mit dem Tag "widerstand"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "widerstand" gekennzeichnet haben.

1.069 Bücher

  1. Cover des Buches Cassia & Ky – Die Ankunft (ISBN: 9783596195923)
    Ally Condie

    Cassia & Ky – Die Ankunft

     (1.542)
    Aktuelle Rezension von: Read-and-Create

    Das letzte Buch der Trilogie war definitiv besser als ‚die Flucht‘. Wobei ich beide Teile nicht so gut finde, wie ‚die Auswahl‘. Aber es ist eine schöne Trilogie, die man mal gelesen haben solle, wenn einen das Thema interessiert.

    Auch in diesem Buch lässt sich über die Schreibweise von Ally Condie nichts schlechtes sagen. Wie auch schon Band 1 und 2, war auch dieser Teil sehr lesefreundlich und die Namen der Protagonisten am Seitenrand machten es leicht der Geschichte zu folgen. Die Spannung, die die Autorin aufgebaut hat, hat ihre Wirkung nicht verfehlt und mich an das Buch gebunden. Der Aufbau des Buches mit dem kapitelweisen Wechsel der 3 Hauptcharaktere fand ich sehr gut, da diese immer für eine Abwechslung sorgten und am Ende die 3 Erzählstränge zusammengewachsen sind.

  2. Cover des Buches Ein Käfig aus Rache und Blut (ISBN: 9783959912914)
    Laura Labas

    Ein Käfig aus Rache und Blut

     (340)
    Aktuelle Rezension von: incrediblemimi

    Dieses Buch ist für mich nicht ganz so einfach zu bewerten.

    Am Anfang hatte ich extreme Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden. Es war alles zu viel auf einmal und ziemlich viel wurde nur angerissen, aber nicht in der Tiefe erklärt.

    Die Geschichte wirkte dadurch doch recht oberflächlich. Da es jedoch Band 1 einer Trilogie ist, kann man hierüber etwas hinwegsehen und darauf hoffen, dass die ganzen angerissenen Themen dann in den nächsten Bänden erklärt werden. 

    Als die Hauptprotagonistin Alison, von Beruf Dämonenjägerin, dann auf den Dämonenkönig Dorian trifft, wird es etwas spannender. Vor allem der ständige Schlagabtausch zwischen Alison und Gareth, die rechte Hand des Dämonenkönigs, haben mir sehr gut gefallen.

    Auch einen weiteren Dämon, Noah, mochte ich sehr, da er und Gareth sich ganz offen anfeindeten.

    Auch wenn ich die Handlungen recht oberflächlich fand, mochte ich die Charaktere umso mehr.

    Durch den Schreibstil der Autorin kam ich dann trotz der anfänglichen Schwierigkeiten doch sehr gut durch die Geschichte.

  3. Cover des Buches Water & Air (ISBN: 9783551315441)
    Laura Kneidl

    Water & Air

     (254)
    Aktuelle Rezension von: Louise_Sountoulidis

    „Water & Air“ von Laura Kneidl ist ein von mir unglücklicherweise recht stiefmütterlich behandeltes Print-Kind, welches nun endlich seine wohlverdiente Beachtung einforderte.

    Es wurde auch Zeit!

    Für die Kolonien!

    Für einen tollen Weltenbau!

    Für Kenzie und Callum!


    Intro:

     

    Ich weiß gar nicht mehr genau, wann „Water & Air“ bei mir eingezogen ist. Sicher ist aber, dass es schon mehrere Jahre zurückliegt. Und dass dieses tolle Buch so lange im Verborgenen ausharren musste, ärgert mich im Nachhinein sehr. Scheinbar hatte es jetzt die Nase aber gestrichen voll davon, ewig unbeachtet im Regal herumzustehen und nur alle paar Wochen mal kurz abgestaubt zu werden, dass es mir seinen Hörbuch-Bruder auf die Startseite meiner App warf. Und wie von ihm nicht anders erwartet dachte ich: „ Oh, das Cover kommt mir aber bekannt vor. Da schau ich mal genauer hin…“. Zack, schon war ich mittendrin und verfolgte Kenzies Flucht aus der Wasserkolonie. Ich kramte das Print aus meinem Regal, welches nun endlich selig aufseufzte. Ich las mich abends in die Luftkolonie zu den beiden Protagonisten, während ich mir tagsüber das Hörbuch auf die Ohren warf. Ich hatte eine wirklich spannende und vergnügliche Lesezeit, die mir richtig viel Spaß gemacht hat und letztlich viel zu schnell zu Ende war.

    Krass, es ist wieder erstaunlich, was ich da Tolles so lange in meinem SuB-Regal zu liegen hatte! Es beweist mir erneut, dass ich an meinem SuB hänge und kein Teil davon jemals hergeben! Wer weiß, welch ein Werk man da unbeachtet aus der Hand geben würde!

     

    Danke liebes Print, dass Du dich bei mir bemerkbar gemacht hast! Es wurde wirklich Zeit! Nicht nur für dich, nein, auch für all die anderen Geschichten von Laura Kneidl, denn mein Gefühl sagt mir nun, dass diese nicht minder gut sein werden. Das können sie gar nicht, denn „Water & Air“ ist in der Anfangszeit der schriftstellerischen Karriere der Autorin als die zweite von bisher über zwanzig Veröffentlichungen angesiedelt.

     

    Zur Handlung:

     

    Kenzie lebt mit ihrer Familie in einer Wasserkolonie. Hier ist es stets dunkel und kalt, da die Sonne nicht bis in ihre tiefliegende Heimat durchzudringen vermag. Kenzie träumt seit Anbeginn davon, ebenso wie ihr bester Freund Noel „EntdeckerIn“ zu werden, um die Enge der Kuppel verlassen zu können, in der sie sich wie eine Gefangene fühlt. Sie könnte den Ozean erkunden und an die Wasseroberfläche schwimmen. Doch das Leben in der Kolonie ist streng geregelt, um reibungslos funktionieren zu können und alle Bewohner am Leben zu halten. Dazu zählt auch, keine Frauen in der Taucherflotte zuzulassen. Doch das kann und will Kenzie nicht akzeptieren und so sieht sie nur einen Ausweg: die Flucht an die Wasseroberfläche!

     

    Kaum in einer Luftkolonie angekommen, gerät sie unwissend an Callum, einen der fünf Ratsmitglieder ihrer neuen Zuflucht. Bei dem Versuch, in der Menge unterzutauchen und sich so unauffällig wie möglich zu verhalten, kommt erschwerend hinzu, dass ihr die Bewohner mit Argwohn begegnen und in Kenzie schnell die Schuldige für mehrere plötzlich auftretende Mordfälle finden. Kann es gelingen, den wahren Täter und Verantwortlichen der finsteren Machenschaften in diesem riesigen schwebenden Glaswürfel aufzuklären oder wird Callum sie verraten und für ihre Verbannung aufs Festland sorgen, welche den sicheren Tod bedeutet?

     

    Die Figuren:

     

    Sämtliche Charaktere, egal ob es sich dabei um einen Protagonisten, Antagonisten oder eine Nebenfigur handelt, wurden entsprechend ihrer Rollengröße sehr schön lebendig gezeichnet und agieren authentisch. Jede Figur hat sein Päckchen von der Autorin mit auf den Weg bekommen und folgt einem eigenen Antrieb. Doch nicht jeder führt etwas Gutes im Schilde und ist auf das Allgemeinwohl bedacht. Da braucht es dann mutige junge Menschen, die Forderungen hinterfragen und bereit sind, für ihre Mitmenschen einzustehen und um das Überleben Aller zu kämpfen.

     

    Kenzie ist eine mutige und ausgesprochen zielstrebige junge Frau, die sich durch nichts von ihrem großen Traum nach Freiheit und Selbstbestimmung abbringen lässt. Da mag ihr auch noch so viel Gegenwind entgegenwehen. Für ihr junges Alter ist ihr Blick sehr klar und sie erkennt schnell die jeweiligen Defizite der verschiedenen kolonialen Lebensweisen. Aus einem anfänglichen Impuls, ihr eigenes Lebensglück zu finden, wird ein Kampf um die Freiheit einer ganzen Kolonie.

     

    Callum ist ein couragierter junger Mann mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und hohem Verantwortungsgefühl. Er gehört als Ratsmitglied zur obersten Befehlsgewalt der Luftkolonie und hat somit eigentlich eine gewisse Macht, jedoch widerstrebt es ihm zutiefst, sie gegenüber seinen Mitmenschen aus egoistischen Gründen oder in übertriebenem und ungerechtfertigtem Maße auszuüben.

     

    Der Schreibstil:

     

    Laura Kneidl hat einen sehr schönen Schreibstil, der leicht verständlich und absolut flüssig zu lesen ist.

     

    Die Handlung ist durchweg fesselnd, ohne dabei zu übertrieben dramatisch oder blutrünstig zu sein, weshalb sie gut zum empfohlenen Lesealter passt.

     

    Einige eingebaute Wendungen sorgen für eine gewisse Dramatik und auch Dynamik, so dass die Geschichte sich gut entwickeln kann. Als einziges aufzuführendes Manko muss ich an dieser Stelle anmerken, dass mir der Ausgang der Geschichte dennoch einen Tick zu früh ersichtlich war. Der Weg dorthin hat mir allerdings spannungstechnisch gut gefallen und war reich an Action und Emotionalität.

     

    Die sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Kenzie und Callum ist zart und liebevoll geschildert, verströmt dabei aber gleichzeitig eine große Portion an Vertrauen und Innigkeit. Das hat mein Herz wirklich sehr berührt.

     

    Das dystopische Setting, in welchem die Welt so wie wir sie kennen, nicht mehr existiert und sich die Menschen aufgrund eines massiv ansteigenden Meeresspiegels neue Lebensräume erschließen mussten, um zu überleben, ist richtig schön bildhaft und kreativ gezeichnet. Ich mochte den Weltenbau mit den einzelnen Kolonien und ihren verschiedenen Lebensweisen und Hierarchien sehr.

     

    Sozialkritische Themen wie Diskriminierung, Ausgrenzung, politischer Machtmissbrauch und Umweltkatastrophe wurden unterschiedlich ausgeprägt, aber stets feinfühlig eingearbeitet. Der Autorin ist es dabei gut gelungen, die Geschichte mit einer Leichtigkeit zu versehen, die die Stimmung nicht schwermütig werden lässt und das, nach Beendigung des Buches, zurückbleibende Lesegefühl durchweg positiv besetzt.

     

    Fazit:

     

    „Water & Air“ ist ein sehr gelungenes Jugendbuch aus den Genres New Adult und Dystopie, welches mit seinem fantasievollen Weltenbau, lebendigen Charakteren und einem wirklich anerkennenswerten Schreibstil überzeugt.

    Auch wenn ich vorzeitig erahnen konnte, wohin die Lesereise gehen würde und mir abschließend vielleicht auch noch einen kleiner Rückblick in Kenzies ehemalige Heimat gefallen hätte, so wurde ich dennoch sehr aufregend und kurzweilig unterhalten. Wenn man dann zusätzlich nicht außer Acht lässt, dass dies erst die damalige zweite Veröffentlichung war, so kann man von diesem Schätzchen und seiner Autorin ziemlich begeistert sein.

    Ich jedenfalls bin es!

    Sehr sogar!

    Und dieses Gefühl zieht mich gleich zu einem der anderen, in meiner Bibliothek wartenden Bücher von Laura Kneidl.

    Ich kann sie nun hören.

    Sie rufen.

    Ganz laut. Und durcheinander.

    Es wird Zeit, dass ich sie erhöre.

  4. Cover des Buches Die Stadt der verschwundenen Kinder (ISBN: 9783453534223)
    Caragh O'Brien

    Die Stadt der verschwundenen Kinder

     (1.043)
    Aktuelle Rezension von: tsukitia16

    Das Buch "Die Stadt der verschwundenen Kinder" von der Autorin Caragh O'Brien ist eine Dystopie (Wir befinden uns ca. im Jahre 2400-2500 - korrigiert mich, wenn ich falsch liege, es wird nämlich, wenn dann nur nebenbei erwähnt.). Es gibt eine kleine eher subtile Liebesgeschichte, die aber nur wenig zum Vorschein kommt. Außerdem wird es von LovelyBooks in die Kategorie Young Adult eingeordnet, welchem ich nur bedingt zustimmen kann, denn es ist, meiner Meinung nach, nicht mehr wirklich ein Jugendbuch, sondern es ist schon recht erwachsenen geschrieben und es gibt auch einige Szenen, die nicht unbedingt ohne sind. Aber größtenteils ist es eine Geschichte, die auch Zartbesaitete lesen können. Ich finde, es ist ein Buch, welches an der Grenze liegt zwischen Jugendbuch und Erwachsenen Buch. Außerdem ist die Hauptprotagonisten noch sehr jung (also 16 Jahre). Daher wird sicher die Einordnung in Young Adult her rühren. 


    Meine Meinung:

    Ich fand das Buch wirklich großartig und kann zumindest den ersten Teil definitiv empfehlen (die anderen zwei Teile habe ich ja noch nicht gelesen). In, für mich, sehr kurzer Zeit habe ich das Buch verschlungen und konnte manchmal wirklich nicht aufhören zu lesen. Sowohl die Welt als auch die Charaktere fand ich nicht nur spannend und interessant, sondern auch vor allem authentisch und insbesondere nicht nur schwarz oder weiß. Es gibt also gute als auch schlechte Seiten der Welt und der auftretenden Personen, was ich wirklich super fand. Man wird zwar in die Welt hineingeschmissen, aber man findet sich dennoch schnell zurecht und kann sehr gut der Handlung folgen. An vielen Stellen empfand ich die Handlungen als zuerst unlogisch, aber dann stellte sich letztendlich doch immer heraus, warum Person X so und nicht anders handelte und dann machte dieses Verhalten auch wieder Sinn. Auch mochte ich die Ästhetik der Geschichte sehr gern. Es ist irgendwas zwischen modern und schon zwischen 19. und 20. Jahrhundert. Ein interessanter Mix. Auch den Schreibstil fand ich sehr angenehm. Nicht zu deskriptiv und auch nicht zu wenig beschreibend. Auch die Gefühle sind gut bei mir angekommen und ich der Schreibstil wirkte auch nicht zu steif und war gut verständlich. Die Charaktere sind übersichtlich gestaltet und es würde mir keiner einfallen, der irgendwie langweilig oder nicht gut ausgearbeitet war. 

    Grundsätzlich hat mir das Buch also sehr gut gefallen und freue mich auf Band Zwei. Ich hab auch sonst weiter nichts zu bemängeln. 

  5. Cover des Buches 28 Tage lang (ISBN: 9783499266638)
    David Safier

    28 Tage lang

     (558)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    1942 lebt die 16-jährige Jüdin Mira im Warschauer Ghetto und schmuggelt Lebensmittel, um sich, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester Hannah zu ernähren. Ihr Vater hat sich vor der Deportation das Leben genommen, ihr Bruder Simon arbeitet bei der Judenpolizei. Beide empfindet sie als Verräter. 

    Als sich die Lage im Warschauer Ghetto zuspitzt und die Deutschen beginnen, die jüdische Bevölkerung weiter in den Osten "umzusiedeln", schließt sich Mira, die vor lauter Hoffnungslosigkeit empfindet, nichts mehr zu verlieren zu haben, der jüdischen Widerstandsorganisation ŻOB an. 

    "28 Tage lang" wird aus der Perspektive der 16-jährigen Mira geschildert, die einerseits mutig, aber andererseits auch kopflos und naiv agiert. Schon während ihrer Schmuggeltätigkeit bringt sie sich laufend in Gefahr, hat jedoch immer wieder aufs Neue Glück, nicht von der SS erwischt zu werden. Auch ihre Träume von Liebe und Tanzen und einer Sehnsucht nach New York wirken kindlich. Das Buch würde ich deshalb eher als Jugendbuch einordnen, als einen Roman. 

    Aufgrund der eindringlichen Thematik und der wirklich erschütternden Schilderungen über Hunger, Leid, Angst und Gewalt ist es jedoch auch für Erwachsene ein relevantes Buch über den Holocaust und #GegendasVergessen. 

    Mir war der Roman zu wenig bildhaft geschrieben, das jüdische Ghetto wurde für mich nicht lebendig und vorstellbar, auch die Charaktere wirkten blutleer. Die Geschichte verliert sich häufig in der Gedankenwelt von Mira. Auch wenn man das als Flucht vor der schrecklichen Realität nachvollziehen kann, hatte die Geschichte damit, gerade bis zum Anschluss Miras an den Widerstand, immer wieder ihre Längen. 

    Phasenweise vermittelte der Roman zudem eine sehr einseitige Botschaft hinsichtlich der Frage von Anstand und Moral. Man erhielt die Vorstellung, dass nur der unbedingte Kampf gegen die herrschenden Zustände und die Gefährdung des eigenen Lebens als integer galt. 

    Dagegen fehlte mir ein Gefühl für die Atmosphäre im Warschauer Ghetto, da die Schilderungen des Alltags arg an der Oberfläche blieben. Die junge Mira, die mehr Glück als Verstand hat, konnte mich als Heldin nur bedingt überzeugen, taugt jedoch als Identifikationsfigur für jugendliche Leser*innen.  

  6. Cover des Buches Zwischen uns die Flut (ISBN: 9783841503510)
    Eva Moraal

    Zwischen uns die Flut

     (147)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch war der Hammer außer die letzten 100 Seiten 😂😂😂 ich mit meinen letzten 100 Seiten🤣
    Ich hätte nicht gedacht, dass das Buch in die Richtung von Fantasy geht aber es war echt richtig gut! Ich glaub würde ich das heute nochmal lesen, würde ich denke: Boah warum machst du so?😂😂😂😂
    Die Geschichte ist richtig GUT! Ich bin wirklich richtig in dem Buch vertieft gewesen. Die Beziehung zwischen Arm und Reich. Zwischen Max und Nina war echt derbe gut, also als Jugendbuch.
    Vor allem, wie das so beschrieben wurde und die ganzen Geheimnisse boah!

    Ich warte seit 7 oder 8 Jahren jetzt auf den 2 Teil aber es wird keiner kommen...
    UND WENN IHR DAS ENDE WÜSSTET😱😱😱😱 Ich sag euch, das hat man einfach nicht erwartet! Das Ende fand ich irgendwie nicht passend...

  7. Cover des Buches Marlene (ISBN: 9783492309479)
    Hanni Münzer

    Marlene

     (133)
    Aktuelle Rezension von: Katharina83

    Was soll ich sagen.

    Ich hätte nie erwartet das ich beide so schnell hintereinander lese. Aber sie haben mich gefesselt.

    Honigtot habe ich ja schon geschrieben.

    Nun Marlene, sie beginnt langsamer und sparsamer mit den Ereignissen. Aber ab der zweiten Hälfte des Buches geht es wieder Schlag auf Schlag.

    Ich musste mir nebenbei wieder das eine oder andere Taschentuch holen, aber ich hatte auch ein freudiges Lächeln im Gesicht.

    Der aha Monent Erfolgte mit dem Brief. Er machte die Sache rund. Die zwei Bücher muss man in der richtigen Reihenfolge lesen. Auch wenn sie schon im Jahr 2015 und 2016 erscheinen sind, sind sie leider immer noch mit ihrer Botschaft, Tag aktuell.

  8. Cover des Buches Sophia oder Der Anfang aller Geschichten (ISBN: 9783446249417)
    Rafik Schami

    Sophia oder Der Anfang aller Geschichten

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Resimama

    Ich musste mich etwas einlesen und hatte am Anfang Schwierigkeiten, alle Personen auseinander zu halten. Dann aber habe ich mit Genuss diese wunderschöne Geschichte gelesen. Die Beziehungen sind liebevoll geschildert. Es gibt viele Stellen, an denen ich innegehalten habe und über die Weisheit und Scharfsinnigkeit der Menschen in diesem Buch (des Autors!!) nachgedacht habe. Ich werde auf jeden Fall bald mehr Rafik Schami lesen

  9. Cover des Buches Secrets - Ich fühle (ISBN: 9783442268733)
    Heather Anastasiu

    Secrets - Ich fühle

     (125)
    Aktuelle Rezension von: DreamingYvi
    Obwohl die Geschichte sich anfangs ein kleines bisschen zog und ich mit den ganzen technischen Erklärungen etwas überfordert war, fand ich doch recht schnell in die Story rein.
    Zoe lebt weit in der Zukunft in einem System, in dem es keine Gefühle gibt. Die Menschen gleichen Robotern und jedes anormale Verhalten wird mit Deaktivierung bestraft. Zoe merkt, dass sie nicht die einzige ist, die sich aus dem Link raus verbinden kann und findet Freunde, die ihr helfen.
    In der Mitte der Geschichte hat es sich dann nicht wirklich gezogen, aber es plätscherte irgendwie vor sich hin. An manchen Stellen machte ich mir dann meine Gedanken, wer von ihren beiden Freunden jetzt eigentlich der wirkliche Freund, und wer der Fein ist. Oft war das dann nicht mehr ganz klar. Das gab der Geschichte wieder Spannung, was mir natürlich sehr gut gefällt.
    Ab und zu folgten sogar Überraschungen, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe.
    Das Ende gefiel mir total und es war wirklich gut gelungen.


    Aber jetzt bin ich etwas skeptisch, ob ich die Fortsetzung lesen soll. Zum einen stört es mich jetzt unheimlich, dass die weiteren Teile scheinbar nicht als Taschenbuch erhältlich sind. Ich wusste auch gar nicht, dass dies eine Reihe ist, es ist schließlich auf der Produktseite vermerkt. Und eine Reihe möchte immerhin gerne komplett im gleichen Format haben. (Diese Kritik hat allerdings keinen Einfluss auf meine Bewertung und soll nur als Anmerkung und meiner Meinung dienen)


    Das Cover finde ich einfach nur super. Die Farben sind sehr schön und dezent gewählt und mit dem Chip im Hals passt das perfekt zur Geschichte.
    Der Schreibstil ist einfach gehalten, weswegen der Lesefluss schön fließend war.


    Ich hätte mir etwas mehr von Adrien gewünscht, denn das fehlte hier auf jeden Fall. Die Romantik kam etwas zu kurz und wenn sie da war, war sie wieder zu schnell weg.


    Empfehlen würde ich das Buch schon, doch wer genauso pingelig ist, wie ich, was Reihen angeht, sollte vielleicht zum E-Book greifen.
    Ansonsten ist die Geschichte ganz gut, es fehlt halt einfach nur das gewisse Etwas, das dem Buch diesen "WOW-Effekt" gibt.
  10. Cover des Buches Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (ISBN: 9783596510979)
    Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

     (1.151)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Zeitlos, mitreißend und mit manchmal fast schmerzvollem Tiefgang hat mich dieses Werk schon beim ersten Mal lesen absolut in seinen Bann gezogen. Es ist eines dieser Bücher, die am besten nie enden sollten, und deren Charaktere sich für immer in dein Herz schleichen.

  11. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 03 (ISBN: 9783442268221)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 03

     (1.575)
    Aktuelle Rezension von: carolin-jethon

    Auch wieder ein gelungener Band! Ich glaube langsam, dass Arya zu meiner Lieblingsfigur wird. Sie hat schon soviel durchmachen müssen und trotzdem schlägt sie sich weiter tapfer durch.

  12. Cover des Buches Exit Now! (ISBN: 9783649634195)
    Teri Terry

    Exit Now!

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Buechergeplauder


    Der Brexit in Großbritannien hat alles verändert. Das Leben ist nicht mehr so, wie es einst einmal war. 


    Sam lebt in einem goldenen Käfig. Ihr Vater ist ein bekannter Politiker in Großbritannien und er schützt seine Familie so gut er kann. Sam versucht ihrem Vater beizustehen und spielt auf Empfängen die nette und hinreisende Tochter. Doch nicht immer ist sie mit den Entscheidungen ihres Vaters gleicher Meinung.


    Sam lernt Ava kennen, ein Mädchen, dass aus einer unteren Schicht stammt. Ava ist ohne Mutter aufgewachsen und ihr Vater ist Taxifahrer. Die beiden verstehen sich trotz allem auf Anhieb und eine innige Freundschaft entsteht zwischen den beiden.


    Die Regierung ändert sich schlagartig. Die Jugendlichen werden an dem Terror in Großbritannien verantwortlich gemacht und immer mehr Personen verschwinden einfach. Es kommen mehr Regeln auf die jungen Menschen zu. Ausgangssperren werden verhängt und alle unter 16 Jahren müssen ihre Handys abgeben. 


    Sam und Ava möchten sich gegen die Regierung wehren. Doch das bedeutet auch, dass sich Sam gegen ihren Vater stellen muss.


    Die Vorgeschichte der "Slated" Reihe von Teri Terry. Ein interessanter Zusatzband, den man allerdings nicht unbedingt hätte brauchen müssen.


    Die Geschichte rund um Sam und Ava war sehr interessant. Zwei Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch trotz allem entsteht eine innige Freundschaft zwischen den beiden. 


    Es war interessant zu lesen, wie die Regierung entstanden ist und wieso sie es auf die Jugendlichen abgesehen haben. 


    Ich bin trotzdem der Meinung, dass man diesen Band nicht unbedingt hätte lesen müssen. Die Reihe war mit ihren drei Büchern genau richtig. Wer allerdings noch etwas mehr Hintergrundwissen haben möchte, kann natürlich zu diesem Zusatzband greifen. Allerdgins ist nicht extrem viele neues zu erfahren. Nur ein paar Kleinigkeiten, die die Geschichte etwas zusammenfügt.


  13. Cover des Buches Angelfall - Am Ende der Welt (ISBN: 9783453319097)
    Susan Ee

    Angelfall - Am Ende der Welt

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Einhorn7


    Ich war sehr gespannt auf den dritten Band der „Angelfall - Trilogie. Ich wollte die Reihe gar nicht beenden, denn Penryn und Raffe sind mir so sehr ans Herz gewachsen.


    Der dritte Band beginnt nahtlos vom Ende des zweiten Bandes und somit bin ich sofort wieder von der Story gepackt gewesen. Ich liebe den flüssigen Schreibstil, der Autorin und die kurzen Kapitel, die einen angenehmen Lesefluss bilden. Es war sehr schön Penryn und Raffe auf ein weiteres Abenteuer zu begleiten und dieses Mal steht der Krieg zwischen Engel und Menschen ganz im Vodergrund, was es noch spannender und actionreicher gemacht hat! Auch auf die Beziehung zwischen Penryn und Raffe wird im dritten Band näher eingegangen. Ich finde es gut, dass sich die Lovestory in den Büchern langsam und realistisch entwickelt hat. In diesem Band ist die Lovestory etwas präsenter, doch auf keinen Fall kitschig! Ganz im Gegenteil, der Grad zwischen Liebe und Action ist perfekt getroffen und es bleibt bis zum Ende die Frage, ob Penryn und Raffe überhaupt zusammen bleiben können. Jeder der Charaktere hat eine besondere Entwicklung durchgemacht, man erfährt mehr über die Hintergrundgeschichten einiger Charaktere und so konnte ich noch viel mehr mit ihnen fühlen. Jeder der Charaktere ist gut ausgearbeitet und es fehlt keinen von ihnen an Tiefe.


    Bereits die ersten beiden Bände waren sehr düster und actionreich, beim Finale setzt Susan Ee dennoch etwas drauf und ich war vollkommen gepackt von dem Krieg und den ganzen anderen Geschehnissen. Auch hier lernt man ein paar neue Charaktere kennen, die zu meinen favouriten gehören. Penryn und Raffe sind ein unglaublich tolles Paar, ich habe mit ihnen gefühlt, gebangt, hatte angst und Hoffnung zugleich. Das Finale war packend und ich bin sehr zufrieden mit dem Ende, es ist meiner Meinung nach ein bittersüßes Ende, dass die gesamte Story perfekt abstimmt und ich hätte mir nicht mehr wünschen können!


    Diese Reihe hat wirklich alles, was man sich wünschen kann! Eine neue Idee, bei denen die Engel mal die Bösen sind, eine Menge action, ausgefeilte Charaktere, eine spannende Story und zwei tolle mutige Helden!


    Penryn ist eine der besten Protagonistinnen, die ich kenne und ich liebe ihren Mut, ihren Verstand und den Willen, der sie durch die ganzen Bücher über begleitet. Ebenso gehört Raffe zu meinen absoluten Lieblingscharakteren, er ist einfach der Beste!


    Ich liebe die Bücher und kann sagen, dass sie zu meinen Herzensreihen gehören, Penryn und Raffe haben einen Platz in meinem Herzen und ich werde diese Reihe definitiv noch öfter reraden!




















  14. Cover des Buches Vox (ISBN: 9783596704514)
    Christina Dalcher

    Vox

     (381)
    Aktuelle Rezension von: Isa456belle

    Als ich dieses Buch entdeckte war ich sofort überzeugt das muss ich lesen. Thematisch geht es um die Einschränkung von Frauen, diese dürfen nur noch 100 Wörter am Tag sagen und sind vom gesellschaftlichen Leben nahezu ausgeschlossen. Es soll vor allem darum aufmerksamen machen seine Freiheit zu schützen und aktiv zu werden.

    Grade in Zeiten von AufStänden im Iran oder eingeschränkten Abtreibungsgesetzen in Amerika hat dieses Buch eine große Aktualität. 

    Leider wurde diese Geschichte mit seiner wichtigen Botschaft nicht gut umgesetzt, die Charaktere waren sehr oberflächlich und durchschaubar, die Story war sehr schnell und grade die Entwicklung, wie es zu diesem Zustand der Gesellschaft kam wurde nur sehr kurz beschrieben. Schade fand ich auch, dass dieser Zustand nur durch einen Mann überwunden werden konnte und die Frauen, die wirklich drunter litten, in diesem entscheidenen Punkt nicht die Hauptakteure waren. 

  15. Cover des Buches Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben (ISBN: 9783734160479)
    Joelle Charbonneau

    Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben

     (332)
    Aktuelle Rezension von: CherryFairy

    Cover

    Im Hintergrund sieht man eine Stadt in Trümmern, aufgerissene Straßen und kaputte verlassene Häuser. 

    Durch den Sonnenschein rechts fliegen einige Vögel hindurch.

    Am Himmel zeigt sich das Stern Symbol verspielt in Wolkenrauch. 

    Sia hält diesmal einen Kompass in der Hand.

    Die Titelschrift ist wieder fühlbar bedruckt.

    414 Seiten


    Story/Inhalt

    2. Band der 3 teiligen Auslese Reihe.

    Meine Meinung

    Eine Dystopie die mehr Beachtung verdient!

    Neue Anwärter kommen hinzu und sorgen für Unruhe. 

    Wer ist Freund und wer will einfach nur zur Elite gehören egal mit welchen Mitteln?

    Sia könnte ruhig mehr Macken und Kanten haben, denn bisher meistert sie ihre Aufgaben schon zu gut, aber dennoch mag ich ihren Charakter sehr gerne und ich bin gespannt was mich im finalen Band erwartet!


    Mein Fazit

    Ein solider Mittelband einer spannenden Dystopie voller Intrigen und Prüfungen, die nicht nur dein Wissen sondern auch deine mentale Stärke auf die Probe stellen!

    4*!

  16. Cover des Buches Eine Liebe zwischen den Fronten (ISBN: 9783404179893)
    Maria W. Peter

    Eine Liebe zwischen den Fronten

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Teby

    In "Eine Liebe zwischen den Fronten" wagt sich Maria W. Peter in die Wirren des Deutsch-Französischen Krieges.

    Mittelpunkt ihres Romans sind die Französin Madeleine und der deutsche Arzt Paul. Sie sind gerade dabei, in Berlin ihre Verlobung bekannt zu geben und zu feiern, als der Krieg ausbricht. Paul muss sofort aufbrechen zu seinem Regiment und Madeleine in ihre Heimatstadt Metz. Von nun an sind sie auf unterschiedlichen, ja verfeindeten Seiten. 

    Ab da spinnt sich eine rundum hervorragend recherchierte und durchdachte Geschichte um Liebe, Freundschaft und Familie. Maria W. Peter versteht es, Geschichte und Politik in ihren Figuren lebendig werden zu lassen. Selbst das Nachwort ist hervorragend geschrieben und lässt das Gelesene noch runder werden. Die Sicht auf beide und aus beiden Seiten eines Krieges ist eindrucksvoll. Der Leser hat die Chance, beide Seiten zu betrachten und mitzuerleben. Es gelingt ihm nicht, sich bedingungslos auf eine Seite zu schlagen. Das ist hohe schriftstellerische Kunst!

  17. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (687)
    Aktuelle Rezension von: Schanin

    Anfangs hatte ich mit dem Schreibstil des Buches ein wenig zu kämpfen und stolperte über einige Wörter, aber nach ein paar Seiten gewöhnt man sich dran.

    Die Geschichte ist äußerst berührend und regt zum Nachdenken an. Obwohl man über die Rassentrennung in den Südstaaten Bescheid weiß, schockieren und betrüben einen dennoch einige Details in dem Buch, die die damalige Realität widerspiegeln. Es ist kaum vorstellbar, dass dieser Zustand "nur" 60 Jahre zurückliegt.

    Die drei Hauptcharaktere sind äußerst liebenswert.

  18. Cover des Buches Karolinas Töchter (ISBN: 9783746632971)
    Ronald H. Balson

    Karolinas Töchter

     (105)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Karolinas Töchter ist ein Roman von Ronald H. Balson, einem Autor, der mich mit jedem Buch erneut begeistert.

     

    Zwei habe ich schon gelesen - nun habe ich die wahre Geschichte gelesen von einer Frau und deren Preis für das Überleben - in Romanform gepackt, extrem spannend und lebendig.

     

    Wir lernen Lena Woodward kennen, die ein Versprechen erfüllen möchte, welches sie vor vielen Jahren ihrer Freundin gab - Karolina. Mehr als 50 Jahre ist es her. Liam und Catherine ermitteln zum ersten Mal. In dieser Geschichte lernt man die beiden kennen, die mir mittlerweile ein lieb gewonnenes Duo geworden sind.

     

    Karolins Zwillingstöchter möchte Lena finden, die einst in Polen verschollen waren und bisher nicht wiedergefunden wurden. Warum aber nach so vielen Jahren ??? Wir gehen auch zurück in die Vergangenheit ins jüdische Ghetto und erleben alles noch einmal hautnah und lebendig. Die Geschichte Polens während des 2. Weltkrieges und die der Charaktere wird aufgerollt.

     

    Das es eine wahre Geschichte ist, macht das Ganze noch wirklicher - bringt Gänsehaut und geht emotional ans Herz. Wir lesen aus dem 2013 in Chicago und aus dem Jahr 1939 in Polen, wandeln zwischen den Zeiten, aber das ist nicht schwierig zu lesen, im Gegenteil, sehr vorteilhaft, um alles komplett zu verstehen. Lenas Vater kämpft gegen die Besatzungsmächte. Die Familie wird schließlich verhaftet, nur Lena nicht - die mit ihrer Freundin Karolina im Ghetto versucht zu überleben. Lena geht in den Widerstand und Karolina .... - nein, das verrate ich nicht - es ist eine zu Herzen gehende Geschichte, die man glaubt, sie ist ja auch wirklich passiert, aber bestimmt nicht nur einmal, ich denke, vielfach ist sie ähnlich geschehen. 2013 ist Lena eine alte Dame und sucht die Töchter Karolinas. Ob sie sie finden kann, auch das lasse ich mal offen, in jedem Fall ist das Buch extrem lesenswert - hat mich fasziniert und ich konnte es aufgrund seiner lebendig authentischen fesselnden Schreibweise nicht aus der Hand legen.

  19. Cover des Buches Die Magie der tausend Welten - Die Begabte (ISBN: 9783734160738)
    Trudi Canavan

    Die Magie der tausend Welten - Die Begabte

     (271)
    Aktuelle Rezension von: tschulixx

    Ich habe schon einige Bücher von Trudi Canavan gelesen und war sehr gespannt auf diese neue Reihe von ihr, weil sie diesmal doch anders an die Magie herangeht. Ich habe mich sofort auf Band 1 gestürzt, denn als ich „der Archäologe“ las, musste ich das Buch sofort haben, weil das immer viel Mystisches mit sich bringt finde ich. Die Vergangenheit ist doch voll mit Magie, stimmt’s? ;) Das hört sich doch schon mal ganz spannend an, oder? Zwei Handlungsstränge die jedoch unterschiedlicher nicht sein können. Spannung und Langeweile kollidieren in diesem Buch… 


    Laut dem Klappentext geht ja hervor, dass es da diese besondere Frau gibt die gefangen in einem Buch lebt und unbedingt heraus möchte. Diese Zeile hat mich schon überzeugt und ich hab auch beim lesen große Augen gemacht. Tyen und Pergama versuchen also den Fluch zu lösen, was natürlich nicht so einfach wird. Dazu noch eine Liebesgeschichte die den Magier an seine Grenzen bringt. Ich finde den Bezug mit der Archäologie, auch wenn diese natürlich mit viel Fantasy verbunden ist, oder gerade deswegen, wirklich fabelhaft. Die Autorin zeichnet ein Bild der vergangenen Zeit und verfrachtet den Leser zurück in diese Zeit.

    Doch das ist noch nicht alles, nein, der Leser wird auch noch mit einem Mädchen auf die Reise geschickt. Wie ich es von Trudi Canavan kenne: ein Mädchen mit einer besonderen neuen Gabe in einer Schule. Nichts neues, aber trotzdem sehr spannend erzählt.


    Wie oben schon kurz erwähnt, ist das Buch auf zwei Handlungssträngen aufgebaut. Auf der einen Seite das Rätsel um Pergama und Tyen und auf der anderen die junge Rielle. Außerdem ist das Buch auch noch in elf Teile gegliedert die das Geschehen etwas übersichtlicher machen. Sehr gefällt mir wie Tyen und Pergama miteinander kommunizieren. Er schreibt in das Buch und sie antwortet im Buch. Romantisch! Er kann also nur ihre geschriebenen Worte sehen. Das wird im Buch fett gedruckt, ist also auch sehr überschaubar.

    Das Buch ist wirklich sehr gut aufgebaut und die Kapitel haben eine angenehme Länge. Und jetzt kommt das große Aber: Die Autorin lässt sich wirklich sehr viel Zeit mit Tyen und Pergama. Ich dachte, dass die Hauptaufgabe im Buch ist, den Fluch zu lösen. Das zieht sich aber wahnsinnig in die Länge und Rielles Teile wurden mir immer lieber. Grundsätzlich schon spannend, aber einfach unnötig verlängert…


    Auch ließ das Ende finde ich sehr viel offen. Man erfährt irgendwie gar nichts und der Leser ist sozusagen gezwungen dazu, den zweiten Teil zu lesen, denn so darf ein Buch einfach nicht aufhören. Klar, Spannung und so, aber ein so offenes Ende ist dann auch doch ziemlich fies. Gott sei Dank ist der nächste Teil ja schon erschienen, jetzt ist das nicht mehr so schlimm. ;) 


    Ich weiß von den anderen Büchern die ich von der Autorin gelesen habe, dass sie auch hier wieder sehr tolle Personen aufs Papier zaubern wird. Und ich wurde nicht enttäuscht. Sie versteht es Bilder von Menschen zu zeichnen und gibt ihren Charakteren sehr nachvollziehbare und realistische Charakterzüge. Man hat sofort ein Bild von den Personen im Kopf und kann sich auch sehr gut in diese hineinversetzten. Die Autorin achtet in dieser Weise finde ich sehr aufs Detail. Die Gewänder die Lachfalten etc. 


    Wie ihr schon gelesen habt: auf der einen Seite spannend und auf der anderen Seite langweilig. Es lässt sich leider nicht anders sagen. Ich habe das Buch dann doch oft auf die Seite gelegt, weil es so schleppend voran ging. Obwohl eigentlich ziemlich viel passiert ist, hat trotzdem was gefehlt. 


    Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr gerne. Sie baut zwischendurch immer wieder Spannung auf und lässt diese gekonnt stehen. (ich lass jetzt mal die langweilige Seite außen vor). Auch mag ich es, wie sie aufs Detail eingeht. Bei den Charakteren, der Umgebung der Gefühle. Sie beschreibt wie die Magie die Menschen beeinflusst und wie sich diese anfühlt. Ich finde so etwas immer sehr schön zu lesen und bin deswegen sehr gerne in ihren Welten unterwegs. Das bringt mich auch schon zum nächsten Punkt: ihre erfundenen Welten. Sie wirken authentisch und sehr durchdacht. 



  20. Cover des Buches Die Lilienbraut (ISBN: 9783453422445)
    Teresa Simon

    Die Lilienbraut

     (128)
    Aktuelle Rezension von: Hexenlady70

    Leseeindruck zu

    Die Lilienbraut von Teresa Simon.


    Dies ist mein drittes Buch von der Autorin und ich freue mich das ich diese wunderbare Buch gelesen habe. 

    Ich mochte schon  die Glückskinder so sehr gerne aber die Lilienbraut finde ich noch gelungener und ist mir noch näher gegangen.


    Der Roman ist eine tolle Mischung aus Liebesroman und Historischer Zeitgeschichte zur Zeit des zweiten Weltkrieges.


    Worum geht es in dem Buch?

    Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen einmal Gegenwart und um 1940 herum in Köln.

    Es geht auch um Düfte und da darf 4711 natürlich nicht fehlen. 

    Die Geschichte behandelt ein Tabu Thema welches eigentlich auch heute noch eines ist.

    Es ist eine wunderschöne, jedoch sehr traurige Liebesgeschichte verflochten und es geht um Themen die zur Zeit um 1940 herum wichtig waren wie Verfolgung, Rebellion,  Zerstörung, Hoffnung und zusammenhalt.

    Zum Inhalt möchte ich nichts verraten da ich ungern Bücher spoilern möchte. 

    Ich gebe jedoch eine Leseempfehlung für das Buch. Ich fand es wirklich wunderbar und man bekommt einen Einblick in die Stadt Köln und die Mentalität der Kölner. Der Titel geht wunderbar aus dem Buch hervor.

    Der Schreibstil ist so leicht das man nur so durch die Seiten fliegt.

    ⭐⭐⭐⭐⭐ 5 Sterne für ein tolles Buch. Danke Teresa Simon für diesen Lesegenuss.


    Kurzbeschreibung

    Köln in den Vierzigerjahren. Die junge Nellie Voss hat gerade eine Stelle bei 4711 angetreten. Schnell wird ihr klar, dass sie ein untrügliches Gespür für Düfte hat. Ab und zu vergisst sie darüber sogar, dass ein schrecklicher Krieg tobt. Doch noch mehr beschäftigt sie ihre aussichtslose Liebe zu einem Mann, den sie nicht haben darf ...


    Köln in der Gegenwart: Nach ihrer schmerzhaften Trennung eröffnet Liv einen kleinen Laden für Seifen und Düfte im Stadtviertel Ehrenfeld. Eines Tages begegnet sie auf der Straße zufällig einer geheimnisvollen weißhaarigen Dame, die bei ihrem Anblick regelrecht erschüttert ist und sie beschimpft. Wer ist sie, und was verbindet sie mit Liv?

  21. Cover des Buches Feuer und Feder (ISBN: 9783407747969)
    Kathy MacMillan

    Feuer und Feder

     (91)
    Aktuelle Rezension von: WriteReadPassion

    Klappentext:
    Als die Sklavin Raisa zur Tutorin ausgebildet werden soll, kann sie es kaum fassen, denn Lesen und Schreiben ist im Königreich Qilara nur der Oberschicht vorbehalten. Gemeinsam mit Kronprinz Mati lernt sie nun die schwierigen Zeichen der Hohen Schrift, mit der man in Kontakt zu den Göttern treten kann. Die beiden kommen sich dabei näher als erlaubt und verlieben sich ineinander. Aber dann fordern Rebellen Raisas Unterstützung. Sie ist hin und her gerissen zwischen der Treue zu Mati und dem Wunsch, ihrem unterdrückten Volk zu helfen. Schon der kleinste Fehltritt könnte ihren Tod bedeuten.

    Autorin:
    Kathy MacMillan ist Schriftstellerin, Bibliothekarin, Dolmetscherin für amerikanische Gebärdensprache und Geschichtenerzählerin für Taubstumme. "Feuer und Feder" ist ihr erster Jugendroman und wurde durch ihre Faszination an der Macht der Sprache inspiriert. MacMillan lebt mit ihrem Mann, ihrem Sohn und einer Katze namens Pancake in Owings Mills, USA.

    Übersetzer:
    Julian Haefs


    Bewertung:
    Das Cover ist nicht nur wunderschön, sondern auch mehr als passend zum Titel und zur Geschichte erstellt. Besser geht es kaum! Ein richtiger Eyecatcher, der neugierig macht und zeigt, dass es sich um einen historischen Jugendroman handelt.

    Die anderen, so wusste sie, würden ihr Verhalten als Schwäche ansehen, denn sie konnten ihre Art von Stärke nicht verstehen.

    (Göttergeschichte, Seite 58)


    Die Geschichte wird nur aus Raisas Sicht erzählt, was schade ist, da mehr Sichtweisen auch mehr Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der jeweiligen Charaktere bringen. Der Schreibstil ist recht fließend, wenn ich auch zu Beginn etwas Leseschwierigkeiten hatte. Die Geschichte zieht sich die ersten Seiten, es wird an manchen Stellen für meinen Geschmack zu viel ausgeholt. Insgesamt ist es aber sehr gut, da man als Leser einen tollen Eindruck vom Leben bekommt. Das frühalterische Setting hat mich stets an das antike Griechenland erinnert, das fand ich super toll. Natürlich mit allem, was dazu gehört; Eroberungen, Sklaven, Götteranbetungen, Schriftzeichen ... hat mir sehr gut gefallen.

    Durch die A-typische Erzählung waren die Geschehnisse natürlich vorhersehbar. Erobertes Königreich, eine gefallene Prinzessin oder Sklavin (in diesem Falll Sklavin), erste Liebe mit verbotenem Jungen, Rebellion, Zerrissenheit der Treue gegenüber der Rebellion und der  Liebe ... 

    An den Kapitelanfängen sind kleine Erzählungen der Götter des Reiches gedruckt. Stück für Stück, Kapitel für Kapitel setzt setzt sich das Puzzlebild zusammen. Für mich waren sie im letzten Drittel eher etwas wirr und ich konnte sie nicht richtig zusammenfügen. Zum Teil sind sie etwas umständlichen geschrieben. Die Idee ist nicht neu, hat aber zur Geschichte wunderbar gepasst. Interessant und neu ist hier, dass die Göttergeschichte in die Gegenwart katapultiert wird; die Geschichte geht also im Realen weiter und findet ein passendes - wenn auch etwas vereinfachtes - Ende, das mir nicht so gut zusagte.

    "Die Weisheit hat uns verlassen", murmelte Lanea.
    "Die Weisheit ist nur gefangen", sagte Suna träumerisch. "Und jedes Gefängnis hat auch einen Schlüssel."
    "Das hat wenig Bedeutung, solange niemand willens ist, ihn zu benutzen."

    (Göttergeschichte, Seite 323)

    Die Geschichte ist hier schon andersartig besonders wegen der Göttergeschichte und weil sie gut ohne Fantasieelemente auskommt, Dank der Göttergeschichte. Das ist es auch, was das Buch auszeichnet. Es ist eher ein historischer Jugendroman mit antikem Setting, Sklaven, Götter, Schriftrollen und Runen. Die Charaktere finde hier sehr gut ausgearbeitet und mit Tiefe belegt. Mati ist schon eher eine 08/15-Erscheinung, aber ich mochte ihn. Er ist lebensfroh, klug und freundlich. Raisa ist mit ihrer fehlenden Vergangenheit dagegen schon interessanter. Sie führt als einziges Glied ihrer Herkunft ein Herzgedicht bei sich und versucht es mithilfe der geheimen Schrift zu entschlüsseln. Ich finde ihre Zerrissenheit zwischen der Treue zur Rebellion und der Verliebtheit zu Mati glaubhaft dargestellt.

    Die Romanze zwischen Raisa und Mati ist hier wie so oft zu salopp gestellt. Das Problem liegt nicht nur an der Sichtweise der Autoren, die meinen, bestimmten Klischees folgen zu müssen, um ihre Werke erfolgreich zu machen - sondern auch an Fantasie-/Jugendromanen, die Einzelbände sind, wie dieses. Ich merke das wirklich jedes Mal bei solch einem Einzelband, wie die Handlungen zusammengequetscht und besonders die Enden (wie auch hier) sehr unzureichend verfasst werden. Überwiegend sind solche Romane Reihen mit mindestens 3 Bänden, sodass sich alles etwas strecken kann - auch wenn das nicht immer der Fall ist, was mich dann ärgert. Aber bei einem Einzelband muss alles in 300-500 Seiten passen - warum werden die Seiten dem nicht angepasst? Hier hätte auch ein paar mehr Seiten nicht geschadet. Es schadet eher der Geschichte und dessen Erfolg, sich so zu begrenzen. 

    Es gibt hier schon zwei Bände, allerdings nur im Englischen. Das bringt uns deutsche Leser ohne festes Englisch überhaupt nichts, somit bleibt es ein Einzelband. Ich wüsste auch nicht, wie es weitergehen sollte, da die Autorin die Geschichte wie einen Einzelband bearbeitet hat. Ich finde diese fehlende Kommunikation der Verlage der Leserschaft gegenüber unter aller Sau! Nie wird in solchen Fällen veröffentlicht, ob ein Band noch folgt und wenn ja, wann - oder ob ein Band nicht folgt und warum. Zum Kotzen!


    Fazit:
    Ein wirklich guter Jugendroman, der Jugendlichen aufzeigt, was für eine Welt in dieser antiken Zeit in vielen Ländern geherrscht hat und welche Prioritäten Alltag waren, z.B. die Anbetung der Götter, ohne und mithilfe von Schriften und Zeichen. Auch für Erwachsene ist dies eine unterhaltsame Geschichte mit ausgearbeiteten Charakteren. Trotz allem fehlt mir hier das gewisse Etwas ... die Funken sind nicht übergesprungen, obwohl ich die Geschichte sehr gelungen finde. Für wenige Makel gibt es einen Sternabzug.

    So ist es mit dem Licht immer gewesen - es muss mit der Dunkelheit leben.

    (Göttergeschichte, Seite 65)

    Sehr passend zur Geschichte; gut und schlecht gemachtes darin macht es trotzdem lesenswert! :-)



  22. Cover des Buches Rendezvous im Café de Flore (ISBN: 9783746632711)
    Caroline Bernard

    Rendezvous im Café de Flore

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Woerterkatze

    Caroline Bernard führt uns direkt zweimal nach Paris. Beim ersten Mal entdecken wir Paris mit Vianne, einem fünfzehnjährigen Mädchen, das am liebsten Botanikerin im Jardin de Plants in Paris würde, aber leider bei streng konservativen Eltern zur Zeit der Belle Epoque aufwächst. Zusammen mit Marléne entdecken wir Paris in der heutigen Zeit, sie ist mit Jean-Louis verheiratet und feiert in Paris den zehnten Hochzeitstag, einer nicht glücklichen Ehe.

    Im Wechsel zwischen Vianne und Marléne lernen wir Paris kennen und Caroline Bernard gelingt es das Flair von Paris mit ihrem Schreibstil einzufangen. Das Flair der Belle Epoque und auch das Flair des heutigen Paris.

    Lernen wir mit Vianne zunächst das Paris der ausgehenden zwanziger Jahre kennen und ihre Entbehrungsreiche Zeit nach ihrem Weggehen von der heimatlichen Provinz im Süden Frankreichs. Vianne findet in Clothilde schnell eine Freundin und gemeinsam arbeiten sie als Wäscherinnen in Paris. Eine harte Arbeit, die ihr aber ihre Existenz in Paris sichert. Auf ihren Streifzügen begleiten wir sie durch Paris entlang der Seine, dem Montmatre, der Sacre Coeur und natürlich in den Jardin des Plantes. Der Ort an dem Vianne am liebsten arbeiten würde.
    Beim Fest der Wäscherinnen lernt sie den jungen englischen Maler David Scott kennen und lieben. Er ist aus gutem Haus, einziger Sohn eines Fabrikbesitzers und versucht sich im Paris der 20er Jahre als Maler. Neben Größen wie Picasso, Matisse und Chagall hat er es schwer. Wie Künstler so sind ist er auch exzentrisch, das tut allerdings Viannes Liebe keinen Abbruch und manchmal habe ich mir so gedacht, dass sie ihn ändern will, was ihr allerdings nicht gelingt.
    Durch David Scott lernt sie auch den künftigen Direktor des Jardin de Plantes kennen und vielleicht erfüllt sich ja ihr Lebenstraum von der Arbeit als Botanikerin.

    Ein anderes Bild von Paris begegnen wir zusammen mit Marléne, die in einer unglücklichen Ehe mit Jean-Louis gefangen ist, und ihren zehnten Hochzeitstag in Paris verbringt. Sie hat dort schon an der Sorbonne studiert, aber ihr Studium nicht beendet, da ihre Mutter krank wurde. Wieder zu Hause in Südfrankreich lernt sie nach einer unglücklichen Liebe Jean-Louis kennen und bleibt schließlich dort. Gefangen in einem Beruf, den sie nicht liebt, in einer Ehe, in denen sich beide nichts mehr zu sagen, denn zu unterschiedlich sind ihre Wesen und mit sich hadernd über ihr Leben und den verpassten Chancen reisen sie nach Paris in die Stadt der Liebe. Was ein Neuanfang für ihre Ehe werden soll, endet in einem Desaster. Zumindest was die Ehe betrifft, aber nicht was Marlénes Leben angeht.
    Nach einem heftigen Streit am Hochzeitstag gehen sie just an dem Tag getrennte Wege, während Jean-Louis mit einer sehr guten Bekannten auf der Oldtimerautomesse weilt, geht Marléne ins Museum d’Orsay. Dort entdeckt sie sich auf einem Gemälde wieder. Sprachlos und überrascht betrachtet sie es und kommt zu der Erkenntnis, dass es eine Verwandte von ihr sein muss. Aber wer? Denn eine weibliche Verwandte von ihr hat nie in Paris gelebt? Oder gibt es in ihrer Familie ein Geheimnis? Zusammen mit dem Auktionator Etienne, der sie auf die gemeinsame Unverwechselbarkeit zwischen der Frau auf dem Gemälde und ihr anspricht, macht sie sich auf die Suche nach der unbekannten Frau.

    Caroline Bernards “Rendezvous im Café de Flore” lebt von der Lebendigkeit der Charaktere und dem Flair von Paris. Sie hat es ohne weiteres geschafft mich sowohl ins Paris der Belle Epoque mit seinen Künstlern in Montmartre und Montparnasse zu entführen als auch in das Paris der Jetztzeit. Ich habe das Gefühl an der Seine entlang zu spazieren, mit Marléne und Etienne auf den Spuren ihrer Ahnin zu wandeln, in einer Boulangerie ein Baguette zu kaufen oder auf den Blumenmärkten um die Sacre Coeur den Duft der Vielzahl von Blumen zu riechen. Ebenso bildhaft kann ich mir den Jardin des Plantes und das Café de Flore vorstellen. Caroline Bernard beschreibt Paris so bildhaft als wäre ich da und ich habe immer wieder das Gefühl auf der Pontes des Arts zu stehen und die Liebesschlösser an dem Geländer zu betrachten oder mit Vianne und David in den Bars von Paris unterwegs zu sein.

    Neben dem ganzen Flair besticht der teilhistorische Roman auch durch seien Charaktere. Vor allem Vianne und Marléne waren mir von der ersten Zeile an sympathisch. Zwei tolle Frauen.
    Vianne ist mutig und neugierig. Sie sieht es nicht ein, dass Leben ihrer Mutter führen zu sollen, nur weil sie ein Mädchen ist. Sie will in die Welt hinaus und wagt schon im Teenageralter den Absprung nach Paris. So kämpferisch wie sie ist, hat sie aber auch die Fähigkeit sich auf andere einzulassen. Zu Beginn ihrer Beziehung zu David ist sie noch verunsichert und zurückhaltend, das ich auf ihr jugendliches Alter schiebe. So tough wie sie ist, nimmt sie sich im Hinblick auf David sehr zurück und stellt ihre Interessen hintenan. Womit sie auch oft hadert.
    David ist exzentrisch und eigenbrötlerisch. Seine Malerei steht für ihn an erster Stelle und danach kommt lange Zeit nichts. Erst dann Vianne, dennoch ist er in der Lage zu lieben, was manchmal etwas eigenartig und befremdlich rüber kommt. Vor allen dann, wenn er erst Vianne wegstößt und danach ängstlich kauernd vor ihr sitzt, aus Angst das sie ihn verlassen könnte.

    Marléne ist ein bisschen wie Vianne, aber im Gegensatz zu ihr lebt sie ihre Träume und Sehnsüchte nicht. Harmonie geht ihr über alles und vor allen vor ihren eigenen Wünschen. So lässt sie sich viel von ihrem Mann Jean-Louis gefallen, der sie lieblos behandelt und erst in Paris und durch das Gemälde findet sie den Mut ihre Wünsche zu realisieren.
    Jean-Louis, oh ja Jean-Louis, selten war mir ein Charakter so zu Wider, wie dieser. Ein Ekelpaket höchster Güte. Marléne ist seine Frau und hat sich so zu benehmen, wie es für ihn angenehm ist. Was er sagt und tut ist Gesetz. Er verhält sich lieblos ihr gegenüber, macht ihr Paris mies, verunglimpft sie am Telefon und benimmt sich egal in welcher Situation wie ein Kotzbrocken. Bis zum Ende habe ich keine einzige gute Seite an ihm gefunden.
    Ganz der Gegenpart dazu ist Etienne. Er ist ein weltoffener, romantischer und vielseitig interessierter Mann. Mit ihm kann Marléne reden und er tut ihr gut.

    Der Großteil von  “Rendezvous im Café de Flore” erzählt von den beiden Liebesgeschichten, die mehr als nur den Rahmen des Buches ausmachen. Ein kleiner Teil erzählt aber auch von Frankreich im Zweiten Weltkrieg  von der Résistance. Auch der historische Teil ist sehr gut dargestellt und oft lief mir ein Schauder über den Rücken.

    Fazit

    “Rendezvous im Café de Flore” ist ein wundervoller kurzweiliger Roman über Paris. Mit jeder Zeile habe ich gemerkt wie sehr Caroline Bernard die Stadt verehrt und ihr Roman ist eine Hommage an diese wundervolle Stadt. Eingebettet in einem historischen Hintergrund hat sie die Lebensgeschichte von zwei Frauen, die sich nie begegnet sind, aber so unheimlich viel gemeinsam haben. Ein wundervoller Roman über Paris, die Liebe und die Selbstbestimmung. Absolut lesenswert!

  23. Cover des Buches Marthas Mission (ISBN: 9783846600627)
    Kerry Drewery

    Marthas Mission

     (68)
    Aktuelle Rezension von: LadyMay

    In "Marthas Mission" geht die Geschichte von Martha und Isaac weiter. Werden Sie es schaffen das korrupte System zu stürzen?

    Ich fand den zweiten Band okay. Ich mochte, dass die Verwicklungen der einzelnen Personen in die Korruptionsgeschichte deutlicher wurde und auch dass man sieht wie sehr die Menschen manipuliert werden. 

    Was mir nicht gefallen hat ist, dass die Autorin wohl davon ausgeht, dass ihre Leser ihr nicht zuhören. Gefühlt auf jeder fünften Seite wurde nochmal erklärt, wo die Studios von Auge um Auge Productions liegen. Nach dem zehnten Mal dachte ich mir nur, jaaaaa, ich habe es verstanden!!

    Ich fand das Ende sehr spannend, auch wenn ich etwas enttäuscht bin, dass es offensichtlich noch einen dritten Band (?) geben wird. Zumindest lässt das Ende darauf deuten. Ich habe aber noch nirgends etwas diesbezüglich gelesen, daher hoffe ich sehr, dass das nicht wieder eine dieser Reihen wird, die nie fertig übersetzt wird. 

    Von mir gibt es trotzdem eine Empfehlung für alle Dystopie-Fans.

  24. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.604)
    Aktuelle Rezension von: birdies_buecherwelt

    Im Alter von neun Jahren kommt Liesel Meminger zu Pflegeeltern. Es ist das Jahr 1939, Liesels Mutter wollte ihre Kinder beschützen, doch als Liesel in der Himmelstraße 33 in Molching ankommt, ist sie allein. Ihr jüngerer Bruder hat die Zugfahrt aufgrund einer Krankheit nicht überlebt. Bei seiner Beerdigung stielt Liesel ihr erstes Buch, weitere werden folgen und ihr so den Namen "Bücherdiebin" einbringen. Liesels Pflegeeltern Rosa und Hans Hubermann lieben das Mädchen auf ihre eigene Weise und werden für sie schnell zu einer geliebten Familie. Doch die Zeiten sind alles andere als unbeschwert, denn der Krieg rückt unaufhaltsam näher an den Alltag heran.
    Schon nach den ersten Seiten, ach was, nach den ersten Zeilen war mir bewusst, dies ist ein besonderes Buch. Der Erzähler ist niemand geringeres als der Tod. Der Tod wirkt alles andere als bedrohlich, er ist beinahe sympathisch. Seine Worte sind mit Bedacht gewählt und häufig zynisch, über viele Aussagen musste ich intensiv nachdenken. Diese Perspektive macht das Buch so besonders. Aber auch Liesel, ihre Sicht auf die Welt, ihre Liebe für Worte und für Bücher haben mich sehr berührt. Trotz der Tragik des Krieges ist die Handlung ruhig gehalten, viel mehr geht es um Familie, Zusammenhalt, Menschlichkeit und Zuversicht. Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen und sich selbst überzeugen. Markus Zusak ist ein Meisterwerk gelungen, zurecht wurde "Die Bücherdiebin" mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen.

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