Bücher mit dem Tag "westerwald"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "westerwald" gekennzeichnet haben.

41 Bücher

  1. Cover des Buches Splitterherz (ISBN: 9783839001424)
    Bettina Belitz

    Splitterherz

     (1.742)
    Aktuelle Rezension von: A_Kaiden

    Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr zugesagt, die Geschichte ist flüssig und angenehm zu lesen. Sehr erfrischend fand ich, dass es sich bei Splitterherz nicht um eine der typischen Vampir und Werwolfgeschichten handelt von denen es im Überfluss gibt. 

    Die Protagonistin mag nicht jedem liegen, sie hat viele Ecken und Kanten, ist ein nicht ganz so typischer Teenager, aber mit typischen Launen und Zickereien.in dem Alter. Auch Colin ist kein Mr. Sunshine oder Mr. Right, wie man das aus vielen Liebesgeschichten kennt. Beide sind sehr komplex, was ihre Charaktere anbelangt, oftmals schwierig und gerade das macht die Figuren so lebendig. Ich konnte in der Story richtig mitfiebern und war gespannt zu erfahren, wie es weitergeht.

    Einen Stern Abzug muss ich leider geben, da das Buch um einiges gekürzt hätte werden können. An manchen Stellen war es doch sehr langatmig, was mich allerdings dennoch nicht dazu bewogen hat, das Lesen abzubrechen. Ich war etwas traurig über den Schluss, allerdings sehe ich gerade, dass es sich um eine Triologie handelt =)

    Fazit: ein schaurig schönes Lesevergnügen für alle, die düstere Fantasygeschichten mit nicht ganz so einfachen Charakteren lieben.

  2. Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783832164577)
    Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann

     (721)
    Aktuelle Rezension von: NemesisImpyrean

    Die alt eingesessenen Einwohner eines Dorfes gehen ihrem Alltag nach  bis Selma - die Großmutter der Protagonistin Luise - von einem Okapi träumt, was für die Menschen vor Ort ein Omen für den baldigen Tod eines der ihrigen ist. Was erstmal nach einem skurrilen Heimatkrimi mit Fantasyeinschlag klingt, ist eine in unglaublich schöner Sprache verfasste Geschichte über den Zusammenhalt einer Gemeinschaft, das Menschsein mit all seinen Irrwegen und das Erwachsen werden.

    Mariana Leky schafft es, den teilweise ungewöhnlich gewöhnlichen Alltag der Figuren auf eine Art und Weise zu beschreiben, die den Leser sofort hineinzieht. Ich habe die Bewohner des Dorfes sehr lieb gewonnen, die ein oder andere Träne mit ihnen geweint und mich gleichzeitig immer wieder über die wunderbaren Formulierungen der Autorin gefreut.
    Einfach top! Ein Buch für alle, die ungewöhnliche Typen mögen, Sprachkunst zu schätzen wissen und für die es gerne auch mal ein bisschen magischer Realismus sein darf.

  3. Cover des Buches Der Alphabetmörder (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 1) (ISBN: 9783548289304)
    Lars Schütz

    Der Alphabetmörder (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 1)

     (177)
    Aktuelle Rezension von: isabellepf

    "Der Alphabetmörder" von Lars Schütz, ist ein fesselnd geschriebener Thriller und gelungnes Debüt.

    Die beiden Profiler Jan Grall und seine Kollegin Rabea Wyler übernehmen einen spektakulären Fall der sie direkt zu ihrer ersten Leiche im Wildpark führt. Dessen Schädel ist zertrümmert und auf seiner Brust prankt ein in schwarzer Schrift tätowiertes grosses A. Auch weitere Opfer folgen mit Buchstaben in Alphabetischer Folge.
    Grall ahnt das der Mörder kein Unbekannter ist. Um ihn zu stoppen muss er sich mit den Dämonen seiner Vergangenheit stellen.

    Lars Schütz hat mit seinem Debüt einen packend und gut recherchierten Thriller geschrieben, der bis zum Schluss in seinen Bann zieht. Besonders der Perspektivenwechsel der Ermittler und der sich konstant aufbauende Spannungsbogen haben wir total gut gefallen. Auch die Ermittler sind sympathisch ausgearbeitete Persönlichkeiten, über die bis zum Ende der Story noch so einiges ans Tageslicht kommt. Auch die Handlung baut sich konstant sehr einnehmend auf mit unvorhersehbaren Wendungen die auch am Schluss nochmals für Atemraubende Lesemomente sorgt. 


    Der Schreibstil ist fesselnd, locker und leicht und liest sich durch die kurzen Kapitel sehr fliessend.

    Für mich ein überaus gelungen und lesenswerter Debüt, packend, fesselnd und spannend bis zum Ende.

  4. Cover des Buches Scherbenmond (ISBN: 9783839001516)
    Bettina Belitz

    Scherbenmond

     (809)
    Aktuelle Rezension von: Morgenstern

    Die vollständige Rezension findet ihr unter:
    https://www.emilialynnmorgenstern.de/rezensionen-zu-autoren-mit-b/#Scherbenmond

  5. Cover des Buches Die Erfindung des Lebens (ISBN: 9783442739783)
    Hanns-Josef Ortheil

    Die Erfindung des Lebens

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Nach dieser Lektüre habe ich mich gefragt, warum ich nicht schon viel früher mehr von Hanns-Josef Ortheil gelesen habe. Was für ein Leben!

    Einige Jahre stumm neben der Mutter gelebt, einen großartigen Vater gehabt, der alles versucht hat seine Familie zu schützen und zu unterstützen, ein geniales Klaviertalent und dann auch noch das Talent zu schreiben. Ortheil erzählt seine eigene Geschichte. Den schwierigen Anfangszeiten, dem Glück beim Piano-Spielen und die große Liebe Rom, die ihn nie wieder losgelassen hat.

    Offen und ehrlich erzählt der Autor von seinen Gefühlen, Erfahrungen und Erlebnissen, lässt den Leser teilhaben an diesem unglaublichen Werdegang, der in der Schriftstellerei mündet. Sprachlich gekonnt, was bei der Kindheit nahezu an ein Wunder grenzt, und entwaffnend erfährt der Leser Schritt für Schritt, wie er zu dem Menschen wurde, der er heute ist. „Die Erfindung des Lebens“ ist nicht nur die Erfindung von Ortheils Leben, sondern auch der erste Band einer bisher dreireihigen autobiografischen Serie. „Die Moselreise“ und „Das Kind, das nicht fragte“ gehören ebenso in diese Trilogie. Nachdem mir Ortheils Kindheit und Jugend so gut gefallen hat und ich auch von der Sprache gefangengenommen wurde, freue ich mich auch die anderen beiden Bücher zu lesen.

    Ich musste auch an Karl Ove Knausgård und Joachim Meyerhoff denken, die ja ebenfalls in mehreren Büchern ihr Leben mit uns teilen. Ich mag diese Art von Büchern, sodass es sicher nicht das letzte bleibt. Vor ein paar Jahren habe ich vor Vorbereitung auf meinen Venedig-Urlaub das Buch „Venedig. Eine Verführung“ gelesen, was mir damals schon gut gefallen hat. Kein Wunder, stellt doch Italien und Rom im Besonderen einen wichtige Etappe in seinem Leben da.

    Ein faszinierendes Leben, das ich nur jedem empfehlen kann.

  6. Cover des Buches Der Windhof (ISBN: 9783442490226)
    Sonja Roos

    Der Windhof

     (52)
    Aktuelle Rezension von: ramona_liest

    Mel verliert ihren Mann und igelt sich so sehr ein, dass Freunde und Familie sie kaum wiedererkennen. Gefangen in ihrer Trauer erkennt sie auch keinen Weg etwas zu ändern, bis sie plötzlich einen Anruf von ihrer Mutter erhält: Oma Lene, die Großmutter väterlicherseits, ist gestürzt und benötigt Hilfe. Auch wenn Mel nie einen richtigen Draht zu der Frau gefunden hatte und negative Kindheitserinnerungen an das Haus hat, macht sie sich auf den Weg in den Westerwald. Mel ahnt nicht, wie viel tragisches Lene erlebt hat und dass sie ihr zeigen wird, was ihr bei der Trauerbewältigung geholfen hat.
    Das Buch ist aus Sicht von Mel in der Gegenwart und der Sicht von Lene in der Vergangenheit geschrieben. Ich habe ähnlich wie Mel immer darauf gewartet, dass Lene weiter erzählt um zu erfahren, was sich vor so vielen Jahren zugetragen hat. Lenes Schuldgefühle und die oftmals starken Emotionen fand ich nachvollziehbar und realistisch. Ein Buch, das zeigt, dass man Frieden finden muss, egal wie schwer es manchmal ist, um wieder am Leben teilzunehmen.

  7. Cover des Buches Die Kannenbäckerin (ISBN: 9783963621901)
    Annette Spratte

    Die Kannenbäckerin

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Sam1980

    Ich habe mir das Buch gekauft und es ruckzuck durchgelesen. Man konnte sich Seite für Seite vorstellen was Johanna alles durchgemacht hat. Teilweise war es für meine Verhältnisse auch zu realistisch und schockierend. Es hat mich aufgewühlt und bis zum Schluss habe ich das Gefühl gehabt, dass es eher ein Kriegsbuch als ein Roman.
    Ich ziehe daher einen kleinen Stern ab, aber möchte in jedem Fall sagen dass Annette Spratte sehr gut schreiben kann!

  8. Cover des Buches Tod im Lokschuppen (ISBN: 9783827195227)
    Micha Krämer

    Tod im Lokschuppen

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Micha Krämer´s Tod im Lokschuppen habe ich schon einmal, vor einer ganzen Weile gelesen. Da ich euch nun nach und nach die Ganze Reihe vorstellen möchte, beginne ich bei Nina Morettis erstem Fall.

    Es ist Ninas erster Tag im ruhigen Betzdorf im Westerwald, zumindest ist es ruhig bis zum Zeitpunkt, als ein ermordeter und verstümmelter Geschäftsmann im alten Lokschuppen gefunden wird. Dass das Opfer auch einige Feinde hatte und scheinbar ein Doppelleben führte, war schnell klar. Doch warum musste er so grausam sterben? 

    Doch der Fall wird noch rätselhafter, denn schon am Folgetag wird der Pfarrer der Gemeinde in der Kirche tot aufgefunden, erschossen vor dem Altar. 

    Wie hängen die beiden Morde zusammen? Welches Motiv hat der Täter und warum scheint die Spur ins Rotlichmillieu zu führen?


    Micha Krämer hat mit diesem Buch einen wahnsinnig tollen und spannenden Auftakt einer Reihe geschaffen, die inzwischen ganze 12 Bände umfasst.

    Die Geschichte ist super spannend geschrieben, ich habe das Buch geradezu verschlungen.

    Der Fall an sich ist schon wahnsinnig fesselnd, ich habe während des Lesens mitgefiebert und mitgerätselt, jedoch habe ich mit dem Ausgang nicht gerechnet.

    Micha hat eine tolle Art zu schreiben, denn die Geschichte ist locker und leicht geschrieben, aber verliert dabei zu keinem Zeitpunkt an Spannung.

    Die Protagonistin Nina Moretti habe ich sofort ins Herz schließen können, ich mag ihre Art echt gerne, ihr Vorgehen bei den Ermittlungen ist gut durchdacht und authentisch. Auch die anderen Charaktere der Geschichte konnten mich überzeugen, es sind einige Personen dabei auf die wir immer wieder in den anderen Teilen treffen werden.

    Ich kann diese Buchreihe nur vollstens empfehlen, für alle die es etwas lustiger mögen empehle ich auch die Langeoog- Reihe, sie ist mein persönlicher Liebling!

  9. Cover des Buches Krähenblut (ISBN: 9783827195210)
    Micha Krämer

    Krähenblut

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Moorteufel

    War es wirklich nur ein plötzlicher Tod oder doch ein Mord?
    Diese Frage stellt sich Nina Moretti ,bei ihrer Leiche.Oder ist er vor schreck gestorben?
    Als dann aber noch Leute Verschwinden und wieder auftauchen,und neue Leichen dazu kommen ....tappt sie immer noch im Dunkeln.
    Aber Frau Moretti hat es auch gerade nicht leicht.
    Ihren liebsten sieht sie nur am Wochenende,ihr Kollege Thiel macht gerade einen schönen Urlaub in Italien,sie bekommt den Kollegen Thomas Kübler an ihre Seite,der sich auch noch wie ein verliebter Teenager aufführt,und dann noch dieser Schleimer von Anwalt,der sich wie ach so toll fühlt.
    Unter solchen Bedingungen ist das Lösen eines Falles nun aber auch nicht einfach.
    Aber Nina wäre nicht Nina Moretti wenn sie nicht  hinter des Rätzels Lösung kommen würde.
    Was dann am Ende doch noch sehr Actionreich zugeht.

    In diesen Teil geht es mal mehr um Frau Moretti und den Leute die so um sie herum sind.Mit einen schmunzler hier ein paar schrägen Vögeln hier,eine gelungene Fortsetzung der Nina Moretti Reihe.

  10. Cover des Buches Stille mein Begehren (ISBN: 9783862776160)
    Litha Bernee

    Stille mein Begehren

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Cover ist mir direkt ins Auge gesprungen, sehr sinnlich aber auch die Farbwahl finde ich sehr schön.

    Die Buchbeschreibung gefiel mir auf Anhieb, weil ich super gerne historische Bücher lese. 

    Der Mix aus Historisch und Erotik macht die Story wirklich sehr interessant.

    Der Schreibstil liest sich sehr flüssig, auch wurde sehr gut recherchiert. 

    Auch wenn es sich zwischen durch etwas moderner liest, sorgt das absolut nicht für einen Abbruch.

    Ich fand es sehr emotional, prickelnd und auf jeden Fall spannend. 

    Ja es gibt sehr viele expliziten Szenen die aber trotzdem sehr sinnlich verpackt sind, aber man weiß aber auch auf welches Genre man sich einlässt.

    Mich konnte die Autorin überzeugen mit ihrer Story, auch weil es authentisch rüber kommt.

    Das Gesamtbild ist stimmig, die Figuren wirken lebendig und wurden sehr gut geschrieben und ausarbeitet. 

  11. Cover des Buches Whisper (ISBN: 9783401508917)
    Isabel Abedi

    Whisper

     (1.484)
    Aktuelle Rezension von: Yukiomishima

    Nachdem ich vor kurzem "Lucian" verschlungen habe wollte ich mehr von Isabel Abedi. Spontan habe ich mich für Whisper entschieden, da mir die Idee gut gefiel. Leider wurde das Buch meinen Erwartungen nicht gerecht. Merkwürdigerweise empfand ich Isabel Abedis Schreibstil diesmal als plump und unelegant. Die Idee und das Setting haben wie gesagt Potenzial, das alte Ferienhaus in dem Dorf welches ein großes Geheimnis hütet... Aber es war alles so vorhersehbar und in keinster Weise so mysteriös wie ich es mir erhofft habe.

    Die Charaktere sind unglaubhaft und eindimensional. Sie besitzen keinerlei Tiefe. Der Spannungsbogen hat nicht gut funktioniert und das Ende war meiner Meinung nach enttäuschend. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, man hätte mehr aus der Geschichte machen können. 

    Da ich aber denke dass es Geschmackssache ist, sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden. Das Buch ist objektiv gesehen nicht schlecht. Lucian war einfach sehr gut und Whisper kann da nicht mithalten. 

  12. Cover des Buches Tödliche Heimkehr (ISBN: 9783954004577)
    Volker Dützer

    Tödliche Heimkehr

     (19)
    Aktuelle Rezension von: black_snapper

    Rechtsanwalt Dirk Lieven verliert einen Prozess, der zum Himmel stinkt. Als seine Mandantin kurz darauf zu Tode kommt, verliert der integre Jurist beinahe den Glauben an das Rechtssystem. Als dann noch Shadi Seeger, eine Freundin der Toten, auftaucht, gerät seine Welt vollends ins Wanken. Schnell wird klar, daß die aktuellen Vorkommnisse mit Shadis Vergangenheit, einem ungesühnten Verbrechen vor 15 Jahren zu tun haben müssen, an dem 5 Söhne der einflussreichsten Hachenburger Familien beteiligt sind. Shadi plant ihren eigenen Rachefeldzug. Nach und nach kommen ihre einstigen Peiniger zu Tode, doch sie lehnt die Verantwortung für die Morde ab. Nur Lieven glaubt ihr. Es beginnt eine rasante und äußerst spannende Jagd nach der Wahrheit, bei der es nicht nur einmal um Leben und Tod geht.

    Freunde von gut ausgeklügelten stimmigen Krimis mit guten Dialogen werden sich hier sehr wohlfühlen. Die Geschichte ist gut aufgebaut und fundiert recherchiert. Sie ist verzwickt und ungemein spannend, zuweilen auch sehr aufregend. Manchmal ließ sie mich ohnmächtig ob der Skrupellosigkeit zurück, um mich dann wieder langsam aufzubauen und Hoffnung zu geben, daß doch alles gut wird und die Gerechtigkeit siegen wird. Es sind tolle Wendungen eingebaut, das Ende ist nicht vorhersehbar und gut gemacht. Im Showdown entlädt sich die ganze Anspannung und lässt mich befriedigt zurück.

    Die Personen sind vielschichtig und realitätsnah gezeichnet. Bei den Bösen überzog mich regelmäßig eine Gänsehaut. Die Guten öffneten mein Herz, und meine Sympathien flogen ihnen zu. Die Hauptpersonen haben eine unglaubliche Tiefe, die erst nach und nach herausgearbeitet wird, was mir sehr gut gefallen hat. Lieven und Seeger sind so unterschiedliche Charaktere, die beide das gleiche Ziel mit unterschiedlichen Mitteln verfolgen. Ein Konflikt, der dem Buch eine wunderbare Tiefe und Menschlichkeit verleiht.

    Sehr gut gefallen hat mir auch der atmosphärische Schreibstil des Autors. Fast mystisch brutal beschreibt er die Landschaft des Westerwalds. „Froststarre Buchen und Kastanien tauchten aus dem Dunst auf und streckten ihre Äste nach dem Pick-up aus wie verlorene Seelen.“ oder „Aus den grauschwarzen Bäuchen der tief am Himmel dahinjagenden Regenwolken fielen Hagelkörner wie kleine Bomben auf die Erde und gruben ihre eisigen Zähne in alles, dessen sie habhaft werden konnten.“ Wow! Da wurde es mir beim Lesen eiskalt, und ich war froh, daheim unter meiner wärmenden Decke in Sicherheit zu sein. Was ihm beim Beschreiben der Landschaft so gut gelingt, setzt der Autor bei der Beschreibung seiner Protagonisten fort: „...einer einzelnen Schneeflocke, die sich unter den Nieselregen mischte. Sie erschien ihm wie ein Sinnbild seiner selbst.“ über Lieven und „Mit ihrer Sprunghaftigkeit und Spontaneität war sie so ganz anders als die Frauen, die er sonst kannte. Sie war direkt und ehrlich und tat, was ihr gefiel, ohne sich um Konventionen zu scheren. Und damit passte sie in das spießige Hachenburg wie ein zerzauster Puma auf eine Rassekatzenschau.“ über Seeger. Dazu streut er Nachnamen wie Morloch und Lazarus ein. Herrlich!

    Was ich an Krimis, in denen Rechtsanwälte plötzlich fachfremd Ermittler spielen, nicht mag, ist der fehlende Realitätsbezug. Rechtsanwälte ermitteln nicht in Mordfällen! Hier war der Rechtsanwalt aber unfreiwillig an einem Scheitelpunkt angekommen, er stand kurz vor den Scherben seiner Existenz und hatte nur die Möglichkeit zwischen Gut und Böse zu wählen. Ihm blieb nichts anderes übrig, den Sumpf aus Verbrechen und Korruption trockenzulegen oder selbst kriminell zu werden. Das fand ich sehr gut gelöst, und es imponierte mir ungemein.

    „Bestrafung/Tödliche Heimkehr“ ist eine gelungene Mischung aus Krimi und Wirtschaftsthriller, gespickt mit einem Hauch von zarter Liebesgeschichte. 

    Ich vergebe die volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung!


  13. Cover des Buches Ein Sonett für die Müllerin (ISBN: 9783963622441)
    Annette Spratte

    Ein Sonett für die Müllerin

     (22)
    Aktuelle Rezension von: julzpaperheart

    Inhalt: Westerwald, 1649: Die dreißigjährige Sophie betreibt mit ihrem alternden Vater eine Mühle in einem kleinen Dorf bei Altenkirchen. Eigentlich hatte sie gedacht, dass mit Ende des Krieges alles besser und ihr Mann endlich heimkehren würde. Stattdessen wird im Mühlengraben die Leiche eines Soldaten entdeckt. Danach ereignen sich seltsame Dinge. Sophie hört des Nachts Schritte, Haushaltsgegenstände verschwinden oder finden sich plötzlich am falschen Ort wieder. Die alte Magd Martha ist felsenfest überzeugt: In der Mühle spukt es. Doch diesen Gedanken weist Sophie weit von sich – nicht nur wegen der romantischen Gedichte, die sie findet. Es muss eine natürliche Erklärung geben. Kommt sie dem Geheimnis auf die Spur?

     

    Meinung:

    „Ein Sonett für die Müllerin“ war mein erstes Buch von Anette Spratte. Was mir hier besonders gut gefallen hat, war die Umsetzung und Darstellung einiger sehr wichtiger Themen, wie Gewalt gegenüber Frauen.

    Der Schreibstil war sehr angenehm und leicht verständlich. Die schönen Beschreibungen und die Liebe zum Detail ließen die Geschichte sehr lebendig wirken.

    Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet, vielschichtig und interessant. Besonders Sophie hat mir gefallen. Ihr Auftreten, ihr Glaubensleben und ihre Gefühle, Sorgen und Gedanken waren sehr authentisch.

    Der christliche Glaube bekommt hier einen hohen Stellenwert und wird insgesamt schön mit der Geschichte verflochten. Aber auch viele andere Themen, wie Freundschaft, Zusammenhalt und Mitgefühl bekommen ausreichend Platz. 

    Die Autorin gewährt durch verschiedene Charaktere einen tollen Einblick in die damalige Zeit, das Leben und den Alltag im 17. Jahrhundert und auch das Handwerk wird dem Leser nähergebracht.

    Ich hatte keine besonders hohen Erwartungen an das Buch und war deshalb positiv überrascht. Es hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. 

  14. Cover des Buches GEMA TOD (ISBN: 9783827195241)
    Micha Krämer

    GEMA TOD

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Leseknopf

    Da ist ja eine Menge los in Betzdorf und Umgebung.  Ich bin zufällig auf die Reige gestoßen und bin positiv überrascht.  Der Fall von Kommissarin Moretti ist spannend und voller Wendungen. Ich habe mitgerätselt und lag mehrmals daneben.  Da ich in der Betzdorfer Umgebung wohne kannte ich viele der Orte . Sowas mag ich :-) Die Charaktere , der Geschichte sind alle sympathisch und authentisch.  Neben Spannung hat die Geschichte auch eine gute Portion Humor. Das war mein erster Babd der Reihe aber garantiert nicht der letzte.  

  15. Cover des Buches Freier Fall (ISBN: 9783954413829)
    Volker Dützer

    Freier Fall

     (18)
    Aktuelle Rezension von: santina
    • Die Protagonisten und ihre Geschichte

    Polizist Ben Funke ist Leiter der Polizeidienststelle in Hachenburg im Westerwald. Seine Tochter war ein Jahr lang verschwunden und in dieser Zeit war Ben auf dem besten Weg, seine Karriere und sein Leben wegzuwerfen, weil er die Tage nur noch dank Alkohol durchstehen konnte. Am Ende von Band 1 dieser Reihe wurde seine Tochter aus der Gewalt eines Serienverbrechers befreit und lebt seither bei Ben. Doch nach ihrer Rettung hat sie kein Wort gesprochen. Umso glücklicher ist Ben, dass mit Carola eine Frau in sein Leben getreten ist, die Zugang zu seiner Tochter gefunden hat. Doch dann wacht er morgens auf und findet Carola tot neben sich, erschossen mit seiner Dienstwaffe und Ben fehlt jede Erinnerung an die letzten Stunden.

    Die Profilerin Helen Stein sollte in Band 1 durch einen Polizeipsychologen für dienstunfähig erklären wollte, deshalb hat ihr Chef sie kurzerhand vorübergehend nach Hachenburg versetzt, um sie aus der Schusslinie zu nehmen. So haben sich Helen und Ben kennengelernt und zusammengearbeitet. In der Zwischenzeit arbeitet Helen wieder in Koblenz. Nachdem ihr alter Chef in Ruhestand gegangen ist und sie bei der Besetzung des Postens übergangen wurde, muss sie sich mit dem Unsympathen Berthold Kain herumschlagen, der auch für Ben kein Unbekannter ist. Schließlich sind die beiden vor Jahren schon einmal aneinander geraten und das trägt Berthold Ben bis heute nach.

    Wenn Ben den Mord an Carola meldet, würde Berthold Kain als leitender Ermittler eingesetzt werden. Um Helen nicht in Schwierigkeiten zu bringen, kann er sie deshalb nicht um Hilfe bitten. Also lässt er Carolas Leiche verschwinden und ermittelt auf eigene Faust, doch es dauert nicht lange, bis Berthold Kain ihm dicht auf den Fersen ist und der sieht endlich seine Chance gekommen, um zum finalen Gegenschlag gegen Ben auszuholen und ihn hinter Gitter zu bringen.

    Helen und Ben haben mir erneut sehr gut gefallen. Während Ben als Einzelkämpfer unterwegs ist, steht Helens ganzes Team hinter ihr und unterstützt sie.

    • Meine Gedanken zum Buch

    Volker Dützer katapultiert seinen Leser mitten in die Geschichte hinein, indem er Ben neben der toten Carola aufwachen lässt und setzt damit den Spannungsbogen direkt hoch an. Wie schon im ersten Band hatte ich danach kaum Zeit, um Luft zu holen, weil ein Ereignis auf das nächste folgt.

    Auch in diesem Buch hat es der Autor verstanden, mich auf falsche Fährten zu führen, die ich über kurz oder lang wieder verwerfen musste.

    „Freier Fall“ ist erstklassig konstruiert und konnte mich absolut überzeugen. Ich bin gespannt, wie es mit Ben und Helen weiter geht.

  16. Cover des Buches Splitterherz – Dornenkuss (ISBN: 9783839001615)
    Bettina Belitz

    Splitterherz – Dornenkuss

     (497)
    Aktuelle Rezension von: Joules81

    Nachdem ich das 1. Buch solala fand und das 2. ganz schrecklich, habe ich mir eine Leseprobe des 3. Buches heruntergeladen und mich schnell dazu entschieden, mir das nicht antun zu wollen. Die Figur Ellie, die schon immer sehr unter ihrer ach so jämmerlichen und kräftezehrenden Existenz gelitten hatte, mutiert hier scheinbar total zu einer leidenden und depressiv verstimmten Sterbenskranken. Ein Kapitel lang, sinniert sie über ihre Leiden, dann seitenlanges Gewäsch über Wolken, Wind und Sonne, dann wieder über das böse Wetter welches nur so schlecht ist, um sie leiden zu lassen und nochmal über Wolken, Wind und Sonne...dann wieder über ihre Leiden, übers schwach sein und nichts gönnt ihr die nötige Erholung. Man bekommt das Gefühl, einen Einblick in eine Palliativstation zu bekommen. Warum ist sie so depressiv und warum leidet sie so? Was soll das? Ist Ellie ein Teenager oder eine 90jährige? Diese Romanfigur ist ein absoluter Witz: wie kann man eine Hauptperson nur so total unsympathisch, faul, kränklich, depressiv und lächerlich darstellen? Sie hat auch scheinbar nichts zu tun und irgendwie keinen Sinn in ihrem Leben. Keine Freunde, keine Hobbies, keine Interessen. Sie ist nur auf sich fixiert und alles ist ja so schlimm...voller Selbstmitleid. Ein gelungener Jugendroman ist das meiner Meinung nach nicht, eher eine Anleitung dazu, wie man besser nicht sein sollte!

  17. Cover des Buches Romeo (ISBN: 9783827195258)
    Micha Krämer

    Romeo

     (12)
    Aktuelle Rezension von: _Sahara_
    Inhalt:

    Nina Morettis sechster Fall. Die Aufführung von Romeo und Julia in der Betzdorfer Stadthalle ist ein voller Erfolg. Als der letzte Vorhang fällt ahnt niemand, dass dies tatsächlich das Ende des jungen Romeo ist, dessen Leiche am nächsten Morgen in dem Sarg der Bühnenrequisite gefunden wird. Kommissarin Nina Moretti wird schnell klar, dass der junge Schauspieler, der Sohn eines neapolitanischen Paten, nicht nur Freunde besaß. Auch die Vergangenheit ihrer eigenen Familie scheint sie einzuholen. Ist Antonio, der smarte Commissario aus Neapel, wirklich der Mann, für den er sich ausgibt?

    Meinung:

    Der sechste Fall von Nina Moretti hat mir bisher am besten gefallen. Die Geschichte ist wie gewohnt spannend und auch witzig. Genau die richtige Mischung. Man fühlt sich mit den Charakteren verbunden und es ist immer wieder ein Vergnügen von ihnen zu lesen. Teilweise war die Geschichte etwas vorhersehbar, aber das mir den Lesegenuss nicht vermiest. Im Gegenteil, ich habe mich über meine korrekten Vermutungen gefreut.

    Fazit:

    Hier gibt es rein gar nichts zu meckern. Ich liebe die Reihe und hoffe dass noch einige Teile folgen werden. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte dies unbedingt ändern!

    ©_Sahara_
  18. Cover des Buches Teufelsfeuer (ISBN: 9783827195289)
    Micha Krämer

    Teufelsfeuer

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista
    Immer wieder brennen leerstehende Scheunen und Heuschober ab. Immer in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Die Feuerwehr steht deswegen schon jedes Wochenende in den Startlöchern. Doch dieses Wochenende brennt ein Wochenendhaus nieder. Als das Feuer gelöscht ist, machen die Feuerwehrleute eine erschreckende Entdeckung. Diesmal scheint ein Mensch verbrannt zu sein. Doch dem Leichenbestatter kommt die tote Frau unheimlich bekannt vor. Er meint, die Dame vor drei Jahren bereits beigesetzt zu haben. Oberkommissarin Nina Moretti tritt mit ihrer Truppe auf den Plan. Sie ermittelt in der Sache und stellt fest, dass es wirklich die vor drei Jahren gestorbene Frau ist. Doch wer liegt dann in ihrem Grab? Und warum wurde die Leiche ausgegraben und konserviert?

    „Teufelsfeuer“ ist der achte Roman um die Oberkommissarin Moretti aus der Feder des Autors Micha Krämer.

    Das Cover fand ich total anziehend. Es hat keine große Aufmachung, trotzdem finde ich, es hat das gewisse Etwas. Erst im Nachhinein bemerkte ich bei der Inhaltsangabe, dass dies bereits der achte Fall von Moretti war.

    Trotzdem ließ sich das Buch sehr gut lesen, auch ohne die Vorgänger zu kennen. Der Schreibstil an sich ist sehr flott und lässt sich gut lesen.

    Der Fall selbst gestaltet sich auch recht interessant. Ein Psychopath der Leichen konserviert. Die Idee fand ich schon ziemlich abgedreht.

    Die Story an sich, fand ich dann allerdings sehr zäh. Schätzungsweise besteht die Hälfte des Buches aus dem Privatleben der Ermittlerin. Tut mir leid, aber mich interessiert nicht die Bohne, dass ein Bekannter einen Herzinfarkt bekommen hat und sich das ganze seitenweise in die Länge zieht und immer wieder aufgewärmt wird. Auch interessieren mich in einem Krimi nicht die Hitzewallungen die man in einer Dachwohnung im heißen Sommer bekommt.

    Durch das ausführliche Privatleben von Moretti hat der Fall selbst leider ziemlich gelitten. Für meinen Geschmack waren es einfach zu wenige Ermittlungen. Auch die Seite des Psychos kam mir einfach zu kurz. Geschweige denn die Sache mit den Brandstiftungen. Die Auflösung kam dann recht fix auf den letzten 5 Seiten, Zack und fertig. Ganz einfach.

    Das Gesamtwerk schafft es daher nicht auf mehr als zwei Sterne bei mir. Von der Idee her, hätte der Fall richtig gut bei mir einschlagen können. Hat aber leider nicht funktioniert. 
  19. Cover des Buches Der Kaiser von China (ISBN: 9783499253539)
    Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China

     (165)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein nicht näher benannter Großvater kriegt von seinen Enkeln eine Reise nach China geschenkt. Sein Lieblingsenkel Keith soll ihn begleiten, leider verspielt dieser aber das Reisegeld und so fährt der Großvater eben in den Westerwald, wo er auch stirbt. Nun werfen sich durch den Tod im Westerwald unangenehme Fragen auf, denen Keith dadurch begegnen will, dass er die Reise nach China einfach erfindet.

    Es fing damit an, dass ich begeistert war, von der Geschichte, der Erzählweise, des Humors, kurz gesagt von allem. Nach ungefähr 100 Seiten nahm die Begeisterung dann allmählich ab – der Gewöhnungseffekt setzte ein. So wurde der Schreibstil des Tilman Rammstedt, den ich vor kurzem noch mit den Worten revolutionär oder einfach voll geil beschrieben hätte, schnell zum alten Hut und den wollte ich mir nun nicht unbedingt aufsetzen.

    Da es so schlimm nicht war und ich mich dem Hörbuch widmete – maximale Entspannung bei minimaler Leseanstrengung – habe ich meine fiktive Reise durch China an der Seite von Keith und seinem extrem merkwürdigen Großvater einfach fortgesetzt, obwohl meine Begeisterung merklich abgeflaut hatte.

    Ich würde dieses Buch seicht nennen und humorig – manchmal richtig komisch, aber auch sehr gleichförmig. In einem scheinbar endlosen inneren Monolog, und später auch in Briefen, schildert Keith die China-Reise und die Zeit davor. Das macht zunächst großen Spaß und dann lullte es mich unglaublich ein, was mich streckenweise davon abhielt konzentriert zuzuhören, da ich einen erbitterten Kampf mit meinen schwerer werdenden Lidern führte, der mich stark in Anspruch nahm.

    Für mich sind die skurrilen Charaktere das beste am Buch, besonders der obskure Großvater mit seinem Kontrollwahn, den Flirtattacken auf Keiths Freundinnen und dem späten Wunsch China zu bereisen ist immer für einen Lacher, mindestens einen Schmunzler gut. Erzähler Keith hingegen wirkt da eher undynamisch und resigniert, im Gartenhaus der Familie lebend, liebes-technisch verbandelt mit Stief-Großmutter Franziska, ist er für mich mehr Charakter-Katastrophe als Sympathieträger.

    Das perfekte Buch, wenn Du eine kurzweilige Sommerlektüre, voller skurriler Charaktere mit nicht allzu viel Anspruch, suchst. Die Hörbuch-Version ist allerdings eine Katastrophe.

  20. Cover des Buches Der Schacht (ISBN: 9783954413164)
    Volker Dützer

    Der Schacht

     (24)
    Aktuelle Rezension von: santina
    • Protagonisten

    Die Koblenzer Profilerin Helen Stein war drei Tage in der Gewalt eines Mannes, der schon mehrere Frauen getötet hat. Nach drei Tagen setzt der „Maskenmann“, wie er genannt wird, Helen nackt auf einem Parkplatz aus, wo sie von einem LKW-Fahrer gefunden wird. Allerdings kann sie sich nicht mehr erinnern, was in diesen drei Tagen passiert ist. Da ein Polizeipsychologe sie für dienstunfähig erklären will, versetzt ihr Chef sie vorübergehend aufs Land.

    Der Leiter der Polizeidienststelle in Hachenburg, Ben Funke, ist ein alter Bekannter von ihm, der gerade auf dem besten Weg ist, seine Karriere und sein Leben wegzuwerfen, weil er die Tage nur noch dank Alkohol durchsteht, seit seine Tochter verschwunden ist und seine Frau sich von ihm getrennt hat. Einzig der Deckung des Bürgermeisters und des Landrats hat er zu verdanken, dass er seinen Job noch nicht verloren hat. Dafür sieht er darüber hinweg, dass die Politiker nicht immer gesetzeskonform agieren.

    Als ein totes Mädchen gefunden und ein weiteres Mädchen vermisst wird, vermutet Helen, dass der „Maskenmann“ ihr in den Westerwald gefolgt ist und sie schafft es, Ben Funke aus seiner Lethargie zu holen. Das unfreiwillige Team macht sich auf die Suche nach dem Täter, der aber scheinbar jeden ihrer Schritte vorhersehen kann.

    • Meine Gedanken zum Buch

    Volker Dützer versetzt seine Leser direkt in den Einsatz, bei dem Helen Stein vom Mörder entführt wird. Dadurch setzt er den Spannungsbogen ziemlich schnell hoch an, lässt ihn etwas absinken, als Helen versetzt wird und zieht wieder an, sobald das tote Mädchen gefunden wird. Von da ab stand ich im Grunde dauerhaft unter Strom, weil ein Ereignis auf das nächste folgt. Der Autor hat mir kaum Zeit zum Luftholen gelassen.

    Auf den richtigen Täter hatte ich mich zeitig eingeschossen, wobei Volker Dützer es geschafft hat, mich zwischendurch zu verunsichern. Das Motiv des Täters kann man allerdings kaum erahnen, das führt der Autor dann zum Ende hin ausführlich aus.

    Die beiden Ermittler haben mir richtig gut gefallen. Der Leser erfährt viel Privates über Helen und ihren neuen Chef Ben und auch wenn beide psychisch vorbelastet sind, waren sie mir sofort sympathisch. 

  21. Cover des Buches Links vom Kirschbaum (ISBN: 9783755707608)
    Marit Schalk

    Links vom Kirschbaum

     (26)
    Aktuelle Rezension von: labelloprincess

    Das Cover ist wunderschön. Die Schriftart und die Farben wirkten in Kombination mit den Motiven richtig ländlich, gemütlich. Einfach zum Verlieben.

    Der Schreibstil ist so angenehm, zauberhaft und ruhig zu lesen. Obwohl manche Themen traurig sind, lässt es sich trotzdem schön flüssig lesen, wie ein dahinplätschernder Bach. Ich mag das total gerne.

    Ellis mag ich sooo gerne und zum Glück hat sie eine tolle Freundin wie Dagmar. Sebastian ist das allerletzte, aber Ellis redet sich das eine viel zu lange Zeit schön. Zu Lou muss ich ja wohl gar nichts sagen, einfach nur grauenhaft die Frau!

    Als Ellis sich dazu entscheidet, Sebastian und die Stadt hinter ihr zulassen und ins kleine Häuschen einzuziehen, war ich sehr erleichtert. Dort wartet ihr Nachbar Carsten, mit dem sie so ihre Differenzen hat. Manchmal interpretiert Ellis zu viel in Carsten Handlungen, da sie annimmt, er macht alles nur um sie zu ärgern. Aber auch diese Ansichtsweisen ändern sich. Ich war so von der Geschichte eingenommen, dass ich das Buch nur sehr schwer beiseitelegen konnte. 

    In das kleine Häuschen, das Dorf und den Kirchbaum habe ich mich sowieso sofort verliebt. Ich vergebe für das Wohlfühlbuch gerne 5 von 5 Sterne.

  22. Cover des Buches IN IDEM (ISBN: 9783827194732)
    Micha Krämer

    IN IDEM

     (6)
    Aktuelle Rezension von: kointa
    Ich liebe die Nina-Moretti-Reihe von Micha Krämer und auch dieser Fall hat mir sehr gut gefallen. Es ist diesmal sehr persönlich, dadurch das Hans-Peter Thiel in  Verdacht eines Mordes gerät. Ich als Leser konnte mir zwar nie vorstellen das Hans-Peter damit was zu tun hat, aber alle Indizien sprechen nun mal gegen ihn. Mich Krämer schreibt so bildlich und spannend, das man mittendrin im geschehen ist und das Kopfkino keine Probleme hat den Film ab zu spielen. Die einzelnen Charaktere machen von Buch zu Buch eine Weiterentwicklung mit und bleiben nicht auf der Stelle. So werden diesmal auch die Zweifel an den Freund und (Fast) Vater besonders deutlich und die Härte der Arbeit denen allen in den Knochen steckt von dem letzten Fall. Schon deswegen macht es Sinn die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, auch wenn die Fälle an sich abgeschlossen sind. auch der gewisse Humor kommt trotz der "Grausamkeit" des Falles nicht zu kurz. Ich freue mich schon auf das nächste Buch dieser Reihe.
  23. Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783864847608)
    Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Speechless

    Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Luise erzählt, die den Leser an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt. Zu Beginn ist sie selbst noch ein Kind, im Laufe der Handlung wird sie erwachsen. Sie schildert das Leben in ihrem Dorf, das sich inmitten des Westerwalds befindet. Während sie das völlig banale Leben in der deutschen Provinz skizziert, lernt der Leser die Menschen aus ihrem Umfeld kennen, die alles andere als perfekt sind und gleichzeitig jeder für sich so notwendig, dass man sie im eigenen Leben nicht missen möchte. Man erkennt, wie wertvoll es ist, wenn man mit vollem Herzen für sich selbst, für seine Liebsten und für die Gemeinschaft da ist. Obwohl der Roman aus Luises Perspektive erzählt wird, fungiert das gesamte Dorf als Hauptperson, ohne dass die Geschichte dabei überladen oder unübersichtlich wirkt. 

    Luise erzählt von ihrer forschen Großmutter Selma und deren sonderbarer Fähigkeit den Tod in Form eines Okapis in Träumen vorherzusehen; von dem herzensguten Optiker, der ihre Großmutter seit langem liebt und unvollendete Liebesbriefe sammelt; von ihrem besten Freund aus Kindertagen, der auf tragische Art und Weise ums Leben kommt; von dessen Vater, einem aggressiven Alkoholiker, der durch den Tod seines Sohns geläutert wird; von ihren Eltern, die so viel mit sich selbst zu tun haben, das sie ihre Tochter oft übersehen; von der schwer abergläubischen Elsbeth; von der unleidigen und einsamen Marlies und von dem buddhistischen Mönch Frederik, der in Japan lebt. Diese Schilderungen schaffen herrlich lebensechte Figuren, die auf eine reizende Art schräg sind (in etwa so schräg wie der merkwürdige Körperbau eines Okapis). Eingeklammert wird die Geschichte durch die kleinen Ausmaße des Dorfes, welche lediglich einen Waldrand, einen Bach, einige wenige Läden und die Uhlheck umfassen. 

    Besonders hervorheben möchte ich den fantastischen Sprachstil der Autorin. Der ruhige und leise Sprachrhythmus, die zugleich begrenzte und allwissende Perspektive der Erzählerin und die wunderbar eigenwilligen und poetischen Vergleiche machen das Hören des Buchs zu einer echten Freude. So hatte ich mir zuvor noch nie Gedanken darüber gemacht worin die Gemeinsamkeit von Mathe und Kalbsleber besteht und auch die detaillierte Darstellung der vielen verschiedenen Situationen, in welchen man die Augen schließt und ein Nachbild vor Augen hat, begeisterte mich. Die Beschreibung von „Aufhockern“, die einem ungebeten im Nacken sitzen oder der „Verstockung“, die einen davon abhält zu tun, was man eigentlich gern täte sind für mich unglaublich lebensecht. Gefallen hat mir auch der Blick auf passende Gelegenheiten, die man bewusst ungenutzt vorbeistreichen lässt, um einen geliebten Menschen zu schützen.

    Gelesen wird das Hörbuch von der deutschen Schauspielerin Sandra Hüller, der es von Beginn an gelingt den Hörer auf sehr feinfühlige Weise mitten in das Leben der Protagonisten zu führen. So muss ihre Stimme an manchen Stellen monoton und verstockt klingen, an anderen leichtfüßig und lebensbejahend.  

    Diese Geschichte ist voller Lebensfreude, Trauer, Zusammenhalten und Verlassenwerden. Liebe, in jeder ihrer verschiedenen Formen, muss Schmerz und Tod immer wieder die Stirn bieten. Dieses Hörbuch habe ich nicht nur gehört, sondern erlebt. Viele Situationen, wie das Angerempeltwerden von den inneren Stimmen, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Ich habe gelacht und geweint und mitgefühlt. Am Ende erscheint auch die Antwort auf die Frage, inwiefern Dinge, die man nicht sehen kann, auch nicht verschwinden können plötzlich ganz einleuchtend. Eine klare Leseempfehlung für alle, die „ein bisschen Welt“ in ihr Leben hineinlassen wollen.

  24. Cover des Buches Das Mirakelbuch. Historische Erzählungen aus dem Westerwald (ISBN: 9783862821525)
    Michaela Abresch

    Das Mirakelbuch. Historische Erzählungen aus dem Westerwald

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das Buch wurde in der Sendung Nr. 1 Juli 2012 vorgestellt. www.DasEtwasAndereBüchermagazin.de

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