Bücher mit dem Tag "wende"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wende" gekennzeichnet haben.

236 Bücher

  1. Cover des Buches Nur diese eine Nacht (ISBN: 9783442384051)
    Gayle Forman

    Nur diese eine Nacht

     (469)
    Aktuelle Rezension von: gedankengarten

    „Nur diese eine Nacht“ ist die Fortsetzung zu „Wenn ich bleibe“. Das Buch spielt nachdem Mia aus dem Koma erwacht ist. Während Band 1 aus Mias Sicht geschrieben ist, bekommen wir dieses Mal Adams Sicht der Geschehnisse gezeigt. Adam mochte ich in Band 1 sehr gerne und meine Sympathie hat für ihn nicht abgenommen. Ich hatte unglaublich viel Mitgefühl für ihn. Mia mochte ich in der Fortsetzung tatsächlich nicht mehr, denn auch wenn ich ihre Beweggründe verstehen kann, finde ich ihr Verhalten gegenüber Adam grausam. Für sie mochte es das Beste gewesen sein und man soll ja immer zuerst an sich denken, aber Adam hat sie damit zugrunde gemacht und er hatte auch viel verloren, nicht nur sie. Durch das ganze Buch zog sich deshalb eine tiefe Traurigkeit, die ich auch jetzt noch nicht abschütteln konnte. Mias und Adams Wiedersehen habe ich skeptisch gegenübergestanden. Was mir gut gefallen hat, war die Charakterentwicklung von Adam gegen Ende. Und auch wenn das Buch eher fröhlich als traurig endet, bleibt mir die Traurigkeit in Erinnerung, die das Buch in mir ausgelöst hat.

  2. Cover des Buches Die rote Löwin (ISBN: 9783404174768)
    Thomas Ziebula

    Die rote Löwin

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Dirk1974

    Runja (18) und ihr Bruder Waldemar (14) sind die Kinder des Ritters Unger von Seeburg. Von ihrem Vater hat Runja auch das Kämpfen gelernt. Als die Burg angegriffen wird stirbt der Vater durch einen Verrat. Runja und Waldemar können fliehen, doch Runja schwört Rache. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Magdeburg. Dort geraten sie in die Fänge des Domdekans Laurenz. Dieser will Bischof von Havelberg werden, doch dabei steht ihm Pirmin von Paris im Weg. Laurenz will Runja dazu einsetzen, Pirmin aus dem Weg zu räumen, während er gleichzeitig versucht Waldemar in sein Bett zu locken...


    Thomas Ziebulla hat seine Geschichte um Runja, die rote Löwin, ins Jahr 1205 gelegt. Während die Hauptprotagonisten erdacht sind, tauchen im Umwelt historisch belegte Personen und Ereignisse auf. So macht er sich den großen Stadtbrand von Magdeburg im Jahre 1207 zu Nutze, um der Geschichte die nötige Dramatik zu verleihen.


    Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen. Die Geschichte ist kurzweilig und wirkt durch das historische Umfeld authentisch. Erzählt wird sie aus Sicht von Runja und Laurenz. Es ist eine Geschichte voller Intrigen, die am Ende viele Leben fordern.


    Mir hat das Buch gut gefallen und ich vergebe 4 von 5 Sterne.

  3. Cover des Buches Das Haus des Leuchtturmwärters (ISBN: 9783749901326)
    Kathleen Freitag

    Das Haus des Leuchtturmwärters

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Internetmaus

    Das Taschenbuch hat ein schön gestaltetes Cover das in blassen Farben gehalten ist.  Als Klappenbroschur hergestellt lässt es sich angenehm in der Hand halten und lesen.

    Der Handlungsort des Buches spielt an der mecklenburgische Ostseeküste in einem fiktiven Ort nahe Rostock.                                                                         Es bewegt sich zwischen zwei Zeitebenen. Wobei den größten Raum die geplante Republikflucht einnimmt.

    Das Wärterhaus wurde vom jeweiligen Leuchtturmwärter mit seiner Familie bewohnt.

    Else ist die Protagonistin im Jahre 1962. Ihr Vater war 30 Jahre für den Turm zuständig. Sie ist jetzt 21 und mit ihrem Leben bei ihrem wortkargen Vater unzufrieden.


    Franzi ist Autorin. Sie will ein neues Buch schreiben. Aber sie hat eine Blockade. So kommt ihr die Idee einen Sommer an dem Ort zu verbringen, wo sie vier glückliche Jahre ihrer Kindheit wohnte. Auch ihr Vater war einst Leichtturmwärter. Nun im Jahre 1992 ist er still gelegt und mit etwas Glück konnte sie das kleine Wärterhäuschen mieten. So kehrt sie nach 14 Jahren an diesen Ort zurück. Durch Zufall findet sie unter einem losen Dielenbrett ein altes Tagebuch. Diese gehörte einer Else. So wird der Leser mit Hilfe dieser alten Eintragungen in ihr Fühlen und Handeln in das Jahr 1962 versetzt.  

    Else und ihre beste Freundin sind unzufrieden mit Ihrem Leben. Sie fühlen sich eingeengt und wollen fliehen.

    Kathleen Freitag versucht in dem Buch die Lebensverhältnisse im Jahr 1962 zu schildern. Leider hat sie sich vieler Dinge und Klischees bedient, die nicht in diese Zeit passen. Zum Beispiel das Softeis, die Dederon -Strumpfhose, die Schlagersüßtafel oder die Kuba Orangen. All das gab es erst in den siebziger Jahren. Auch ist ein Jägerschnitzel in der DDR was anderes als man es in der BRD kennt.

    Der Großteil des Buches befasst sich mit der Planung und der Flucht über die Ostsee. Das war eine offene Grenze ohne Stacheldraht aber mit Schießbefehl. Durch akribische Planung und Beobachtung war dieser Weg für ein Entkommen sicherlich eher machbar als ein anderer. Dänemark müsste erreichbar sein. Wobei Vertrauen und Stillschweigen hier sehr wichtig sind. Es gab viele Verräter, die sich dadurch Vorteile verschafften.

    Ob und wie ihnen die Republikflucht gelang sollte der, der es wissen möchte, selber lesen.

  4. Cover des Buches Das Küstengrab (ISBN: 9783734102189)
    Eric Berg

    Das Küstengrab

     (175)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Nachdem ich "Nebelhaus" mit grosser Begeisterung gelesen hatte musste es auch dieser Krimi sein. Diesmal hat mich der Autor etwas enttäuscht. Es dauerte eine Weile bis ich in der Geschichte drin war. Mit den Protagonisten wurde ich leider nicht warm. Das Ende war jedoch nicht voraussehbar doch es gab einige Längen im Buch für mich. Daher vergebe ich 3 Sterne für einen Krimi, der für mich nichts besonderes war. 

  5. Cover des Buches Liebe in Sommergrün (ISBN: 9783548287621)
    Heike Wanner

    Liebe in Sommergrün

     (49)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Nachdem mich "Rieslingssommer" von Heike Wanner so begeistern konnte musste ich auch diesen Roman lesen. Er war für mich etwas schwächer. 

    Das Cover mit den Kirschen passte für mich überhaupt nicht zur Geschichte. Da hätte ein Cover mit Gurken besser gepasst.

    Dieser Roman konnte mich ab der ersten Seite fesseln und wollte ihn nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil war wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ein netter Wohlfühlroman. 

    Mir hat der Roman gut gefallen. Doch Julian und Kathrin waren mir nicht so sehr sympatisch. Andere Figuren mochte ich lieber. Der Roman war sehr vorsehbar für mich was etwas schade war. Ich hätte mir da mehr Überraschungen gewünscht und noch mehr über die Zeit 1990 erfahren. Daher 4 Sterne und eine Leseempfehlung von mir. 


  6. Cover des Buches Herr Lehmann (ISBN: 9783442461288)
    Sven Regener

    Herr Lehmann

     (1.207)
    Aktuelle Rezension von: berlinerkatze

    Musste ein paar mal schmunzeln, der Sprachgebrauch ist erfrischend und kurzweilig. Herr Lehmann überzeugt mit Berliner Charme und einem authentischen Einblick in das Leben eines ganz normalen Typen 

  7. Cover des Buches Machandel (ISBN: 9783328100249)
    Regina Scheer

    Machandel

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Das Schweigen über diesem Dorf war so alt, so alt wie die Sagen von der Mahrte, so alt wie das Märchen vom Machandelboom, wohl ewe dusend Johr." - Regina Scheer, "Machandel"

    Mecklenburg-Vorpommern, 1985: Claras Bruder Jan möchte vor seiner Ausreise aus der DDR unbedingt noch einmal seinen Geburtsort, Machandel, besuchen. Er nimmt Clara mit, die sich sofort in eine alte Kate dort verliebt. Sie beginnt, das alte Wohnhaus zu renovieren und verbringt dort viele Sommer mit ihren Töchtern beim Schreiben ihrer Dissertation über ein altes Märchen. Doch das Dorf bringt sie auch ihrer Vergangenheit näher, der Verganhenheit ihres Vaters im KZ und später als Minister in der DDR, der Verganhenheit von Natalja, einer Ost-Zwangsarbeiterin des 2. Weltkriegs, der von Emma, die nach Machandel kam, um fremde Kinder zu hüten. Sie alle sind durch dünne und festere Fäden verbunden, die Clara nach und nach entwirrt...

    Regina Scheers Roman "Machandel" ist eine wahre Wucht! Er erfasst und verarbeitet so viel deutsche Geschichte und ist dabei so fesselnd und fantastisch geschrieben, dass ich ihn kaum weglegen konnte. Die Autorin erzählt geschickt durch ihre Figuren von Ostdeutschland im Zweiten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer und darüber hinaus. Sie fängt menschliche Zwischentöne meisterhaft ein, lässt niemanden nur gut oder nur böse erscheinen, beleuchtet Verganhenheiten, die zu unmenschlichen Taten führten und Träume und Hoffnungen, die enttäuscht wurden. Ich war beim lesen dieses fast 500 Seiten starken Romans dauerhaft fasziniert, ich habe sehr viel gelernt auf dieser Reise in unser Gestern und hätte den Figuren noch seitenlang weiter folgen können. Auch das Setting ist wunderbar gewählt, der Roman spielt zwischen Ostberlin und dem kleinen Dorf Machandel in Mecklenburg-Vorpommern, und bildet so sowohl das Leben auf dem Land, als auch das Leben der Städter*innen ab.

    Ich bin ganz ohne Erwartungen an "Machandel" herangegangen, habe es mehr zufällig bei einer Bestellung mit in den Warenkorb gelegt. Wie schön, dass sich gerade so ein Roman als Lektüre genau nach meinem Geschmack entpuppt. Ein Stück deutscher Zeitgeschichte fantastisch erzählt - ein Lese-Muss, nicht nur für begeisterte Leser*innen historischer Romane!

    Hinweis: Im Buch wird das Z- und I-Wort verwendet.

  8. Cover des Buches Unterleuten (ISBN: 9783442719761)
    Juli Zeh

    Unterleuten

     (536)
    Aktuelle Rezension von: Stephanie_Ruh

    Unterleuten ist ein kleines Dorf in Brandenburg, dort herrscht vermeintlich heile Welt. Aber hinter der Fassade gibt es alte Feindschaften, Seilschaften, Eifersucht, Neid und diverse Abhängigkeiten. Eigentlich will jeder nur sein Leben in Ruhe leben, aber es geschehen Dinge, die alles verändern.

    Es gibt nicht die eine Hauptfigur in "Unterleuten", jedes Kapitel wird aus der Sicht eines anderen Dorfbewohners geschrieben. Somit gelingen der Autorin Juli Zeh die verschiedenen Innenansichten der einzelnen Figuren. Das ist klug und gut beobachtet geschrieben, aber dadurch auch manchmal sehr langatmig. Ich vermisse den Humor, einige Figuren sind mir zu stereotyp. Garantiert gib es solche Leute und auch solche Dörfer überall, nicht nur in Ostdeutschland. Das Buch ist gut geschrieben, hat mich aber nicht richtig gepackt.

  9. Cover des Buches Ich würde dich so gerne küssen (ISBN: 9783570307809)
    Patrycja Spychalski

    Ich würde dich so gerne küssen

     (160)
    Aktuelle Rezension von: veiru
    Das Buch ist sehr gut geschrieben, sehr angenehm zu lesen. 

    Die Handlung ist sehr gut beschrieben. Die Geschichte fand ich auch gut. Ein bisschen unrealistisch aber dennoch hat das Buch ein gewissen Biss. Die Charaktere habe ich sofort ins Herz geschlossen. Frieda ist ein normales Mädchen die etwas wagt in ihrem Leben. Das Ende fand ich traurig. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil :). Ich werde es mir bald zulegen :) 
  10. Cover des Buches Vom Sinn unseres Lebens (ISBN: 9783841906847)
    Michael Nast

    Vom Sinn unseres Lebens

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Die_Parallelele

    Michael Nast weiss mit seinem Schreibstil und seiner Sprache alleine schon zu überzeugen. Humorvoll - ich konnte mich an einigen Stellen zum Verdruss meiner Busmitfahrer kaum halten -, stilistisch auf höchstem Niveau und absolut mit dem Inhalt harmonierend lässt uns dieser Wortkünstler nur so durch die Seiten schweben. Er versteht es mit Worten zu jonglieren und zaubert so Texte aufs Papier, welche mich als Leser nicht nur in ihren Bann zogen, sondern auch mit vielen offenen und neuen Gedanken weiterziehen liessen.

    Auch der Inhalt steht dieser Schreibkunst in Nichts nach: Mit einer Mischung aus Anekdoten, Erzählungen, Erinnerungen, Gesellschaftskritik und Zukunftsgedanken stellt er einen Inhalt zusammen, welcher von brisanten und treffend gewählten Themen wimmelt. Doch es ist nicht Ein Buch welches nur die 08/15 Themen unserer Zeit aufgreift. Mit unerwarteten Inhalten weiss er passend zu ergänzen und bewegt sich mit diesem Buch künstlerisch und sicher zwischen Klischee, Vorurteil und Realität, Erinnerung, und zwischen Schlechtmalerei und Lob. aus seiner eigenen reflektierten Sicht zieht er auch den Leser ohne jegliches Vorwissen über die DDR oder das Verhältnis von dazumals und heute zwischen Ost und West tief in die Geschichte hinein und weckt nicht nur das Interesse an der Geschichte selbst, sondern vor allem an den Personen und den Menschen, welche dahinter stehen. Dabei werden auch noch Bezüge zu unserer heutigen Zeit (Massenkonsum, Fotowahnsinn, Selbstoptimierung...) auf wunderbare Art und Weise gezogen und so dient dieses Buch nicht nur simpler Unterhaltung, denn das tut es trotzdem, sondern lässt den Leser gleichzeitig in sich gehen und über sich selbst und die Mitmenschen nachdenken.

    Dieses Buch ist wertvoll für alle möglichen Menschen. Egal ob sie schon Bezug zur DDR oder zu Deutschland haben, oder fern abseits nicht einmal das Land auf einer Karte benennen könnten, denn es geht weit über die Unterschiede zwischen den beiden Teilen Deutschlands hinaus. Es lässt uns den Menschen als Mensch sehen und uns unsere Unterschiedlichkeit zu akzeptieren.

  11. Cover des Buches Kranichland (ISBN: 9783958620506)
    Anja Baumheier

    Kranichland

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Schnuppe
    Johannes Groben ist auf der Flucht in Rostock gestrandet, dort lernt er seine zukünftige Frau Elisabeth kennen. Die Beiden gründen eine Familie und Johannes wird von seinem väterlichen Freund Kolja zur Staatsicherheit geholt. Er folgt ihm lange Zeit aus Dankbarkeit und der Überzeugung vom richtigen System blind. Darüber verliert er seine Frau und die beiden unterschiedlichen Töchter Charlotte und Marlene aus den Augen. Während die ältere Charlotte systemtreu ist eckt Marlene mit ihrem Wesen, ihrer Einstellung und ihrer Liebe zu dem Pfarrerssohn überall an. 
    Die Geschichte wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt, dadurch wird der Spannungsbogen hoch gehalten, Beate Rysopp liest Schönes und Dramatisches gewohnt gekonnt ein. Das Zuhören macht Spaß.
    Das Drama  nimmt seinen Lauf, als Marlene und ihr Freund aus der DDR fliehen wollen und dabei verhaftet werden. Man erfährt, was diese Tragödie mit den einzelnen Beteiligten gemacht hat: wie es sie verändert und wozu es sie schließlich getrieben hat. Da Marlene schwanger war und das Kind nicht behalten durfte sind auch die nächsten Generationen betroffen. Eine Lebenslüge entsteht und kann nicht ohne weiteres aufgedeckt werden.
    Die beiden Zeitebenen rücken im Verlauf des Buches aufeinander zu bis sich das Ganze verbindet und die Wahrheit ans Licht kommt. Das ist gut gemacht, aber ich ziehe doch einen Punkt ab, da Kollege Zufall mir etwas zu oft im Spiel war.
    Sehr gut zu hören, die Geschichte und die Charaktere wirken authentisch, die DDR Geschichte wird gut dargestellt, auch die Erklärung zum Titel war sehr schön. 
  12. Cover des Buches Adam ist jetzt mit Eva befreundet (ISBN: 9783841902450)
    Wylie Overstreet

    Adam ist jetzt mit Eva befreundet

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Eine interessante Idee: Was wäre passiert, wenn Mark Z. (bzw. die Winklevoss-Zwillinge) Facebook viel früher erfunden hätten, was hätte man damals nicht alles schon im Vorraus wissen können? Schön ironisch-humorvolle Gedankenspielereien, bei dem einem auch manchmal das lachen im Halse stecken bleibt, zB wenn Hitler Nationalismus bereits 1920 für eine "gute Idee" hält. Sehr amüsant so für zwischendurch, durchaus weiterzuempfehlen.
  13. Cover des Buches Tunnel (ISBN: 9783941688605)
    Magdalena Parys

    Tunnel

     (19)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Da ich in Berlin studierte, während die Stadt durch die Mauer getrennt war, ist mir der Checkpoint Charlie schon lange ein Begriff. Die in dem dortigen Museum beschriebenen Fluchtgeschichten beschäftigten mich sehr. Als ich nun dieses Buch mit dem entsprechenden Titelbild in die Hand bekam, war ich überzeugt davon, dass das genau die Geschichte ist, die mich fesseln wird.

    Allerdings war das Buch dann doch ganz anders als erwartet – dabei jedoch nicht schlechter. Geschrieben hat es eine Polin, der während der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit eine interessante fiktive Geschichte eingefallen ist. Natürlich geht es um einen Tunnel, der Ost- und Westberlin verband. Erzählt wird in Rückblicken, die eine ganz ungewöhnliche Geschichte aufdecken. Um sie so lange wie möglich unter dem Teppich zu halten, geschehen Morde, die man sich als Leser anfangs gar nicht erklären kann.

    Magdalena Parys beleuchtet in ihrem Debütroman aber auch Gefühle von Polen, die nach dem zweiten Weltkrieg emigrieren mussten. Ihre Charaktere sind so unterschiedlich, wie Menschen nun mal sind. Da gibt es Gute und Schlechte, Unterdrückte und Unterdrücker, die durch das Leben unweigerlich miteinander verwoben sind. Jeder versucht, seine eigene Haut zu retten.

    Alles in allem ein gut aufgebauter Krimi, dem ich gerne vier Sterne verpasse. 



  14. Cover des Buches Irgendwann werden wir uns alles erzählen (ISBN: 9783548061726)
    Daniela Krien

    Irgendwann werden wir uns alles erzählen

     (155)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Nach zwei Büchern von Daniela Krien, die mir sehr gut gefallen hatten, gönnte ich mir auch dieses. Allerdings hat es mich vom Thema nicht so sehr angesprochen. Es war so anders, als ich es erwartet hatte. Dabei hat mir der Schreibstil gefallen und den Schluss empfand ich wie einen Paukenschlag.


    In diesem Buch erzählt eine leidenschaftliche Siebzehnjährige, die schon früh bei der Familie ihres Freundes eingezogen ist, von ihrer Sehnsucht nach Liebe. Erwartet hatte ich eine Geschichte, die den deutschen Umbruch 1990 zum Thema hatte. Doch diese Zeit wird eher am Rande erwähnt. Kurze Ausflüge aus Thüringen in den noch weitgehend unbekannten Westen zeigen auf, wie dieser wahrgenommen wird. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Leben der jungen Frau.

    Zu ihrem Freund ist sie gezogen, weil von ihm aus der Schulweg kürzer ist. Dostojewskis „Brüder Karamasow“ gefallen ihr allerdings besser als der Schulunterricht, weshalb sie den oft schwänzt. Stattdessen lernt sie den 40jährigen Nachbarn kennen, einen Säufer vor dem Herrn, und verfällt ihm.

    Sehr ausführlich berichtet sie über ihre Gefühle, die sie aber vor ihrem Freund und seiner Familie verheimlicht.


    Wer einen ungewöhnlichen Liebesroman lesen will, ist hier sicher gut aufgehoben. Mich haben so manche Zeilen ungläubig den Kopf schütteln lassen, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie eine Siebzehnjährige in der Familie ihres Freundes aufgenommen wird. Auch, dass das Schuleschwänzen mehr oder weniger klaglos akzeptiert wird, verstieß gegen meine Lebenseinstellung.


    Trotzdem hat mich der Roman beeindruckt. Er hat mich in eine andere Lebenswelt schauen lassen und die angenehme Sprache gefiel mir. Wegen des ungewöhnlichen Themas ziehe ich allerdings einen Stern ab.


    Daniela Krien, 1975 im Vogtland geboren, lebt mit ihrer Familie in Leipzig. „Irgendwann werden uns alles erzählen“ war ihr erster Roman (2011). Ihm folgten noch weitere drei Bücher, die inzwischen alle beim Diogenes-Verlag zu haben sind.

  15. Cover des Buches Am Rand der Dächer (ISBN: 9783832181116)
    Lorenz Just

    Am Rand der Dächer

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Estrelas

    Zwei Jungen, die im Berlin der Nachwendezeit aufwachsen, erkunden die Stadt, lassen sich treiben, werden pubertär. „In der Deckung der Kindheit, im Schatten der Welt, im trüben Meer des Alltags spazierten wir unerkannt die Große Hamburger hinauf.“

    Der aus kindlicher Sicht erzählte Roman lockt mit der Sorglosigkeit und Begeisterungsfähigkeit seiner Protagonisten für Kleinigkeiten. Doch darauf folgt mit dem Älterwerden die Desillusion und das Zerstörerische von Heranwachsenden.

    Für mich ging mit dem Verlust ihrer Unschuld und Unbefangenheit etwas der Reiz der Geschichte verloren. Die Handlung verpufft hinter ein paar schönen Worten. So richtig packen und begeistern konnte mich das nicht.

  16. Cover des Buches Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten (ISBN: 9783734103278)
    Anne Jacobs

    Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Lesekerstin

    Eine schöne Geschichte die mich abgeholt hat, es beschreibt sehr schön eine Familiengeschichte der ich sehr gerne gefolgt bin!

  17. Cover des Buches Mein Mauerfall (ISBN: 9783845831916)
    Juliane Breinl

    Mein Mauerfall

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Buchgarten

    schildert anhand einer fiktiven Familie die Geschichte des geteilten Deutschlands bis heute.

     

     

    Dabei kommen immer mal wieder die Familienmitglieder zu Wort, die gegensätzliche Einstellungen zur Wiedervereinigung und einen unterschiedlichen Blick auf die damalige Zeit haben. Ein anschauliches Bild – für die verschiedensten Einstellungen in der Bevölkerung.

     

    Das Buch selbst gibt einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse/Eckdaten vom Ende des 2. Weltkrieges über die Machtverhältnisse kurz nach dem Krieg über den Maueraufbau, dem Leben in der DDR kurz nach dem Mauerfall und die Auswirkungen bis heute.

     

    Diese werden durch Bildern, Zeitzeugenberichten, Informationskästen, zum Thema passenden Fragen und Antwort sowie Witzen und deren Bedeutung aufgelockert.

     

    Mir als Leser wurde eine Stück Geschichte lebendig, von mehreren Seiten beleuchtet – nähergebracht.

     

    Schön fand ich, das die Informationen sachlich vermittelt wurden. Pro und Contra der DDR und BRD recht werteneutral vermittelt werden. (Denn nicht alles an der DDR war negativ. Sie hatte durchaus positive Seiten – Konsum spielte kaum eine Rolle)

     

    In meinen Augen eine umfassende und sehr verständliche Darstellung der Geschichte Deutschland vom 2. Weltkrieg bis heute.

     

    Trockene Fakten und Daten werden interessant vermittelt, sodass Kinder und Jugendliche hier eine Menge über die jüngste Geschichte erfahren – und selbst Erwachsene noch das ein oder andere mitnehmen.

     

     

    Fazit:

    Von mir eine klare Leseempfehlung.

    Ein Kinder-/Jugendsachbuch über die Deutsche Geschichte. 

    Sehr informativ und lehrreicht – „kindgerecht“ vermittelt.

  18. Cover des Buches Und morgen am Meer (ISBN: 9783746629858)
    Corina Bomann

    Und morgen am Meer

     (73)
    Aktuelle Rezension von: books_and_baking

    Claudius macht für einen Tag einen Ausflug in die DDR und trifft dort in der Bahn auf Milena, in die er sich auf den ersten Blick verliebt. Sie geht ihm nicht aus dem Kopf und er versucht sie wiederzufinden. Milena geht es genauso und sie ist deshalb überglücklich, als sie sich endlich wieder treffen. Unter den wachsamen Augen der Stasi beginnt nun eine süße Liebesgeschichte, die beide dazu bringt bald aus der DDR fliehen zu müssen, da Claudius schließlich der "Feind" ist, weil er aus der BRD kommt.

    Das Buch fand ich ganz nett. Es ist teilweise aus der Sicht von Claudius und Milena geschrieben, was es abwechslungsreich gestaltet. Man lernt dadurch das Leben innerhalb der DDR besser kennen, was ich sehr interessant finde, wenn man erst nach der Wiedervereinigung geboren wurde und Deutschland nur als ein Land kennt und nicht als gespalten. Was mir nicht ganz so gefallen hat, war die Leichtigkeit, wie erstens Claudius in die DDR "einbrechen" und zweitens danach mit Milena fliehen konnte. 

    Im Großen und Ganzen war es ein süßer Roman für zwischendurch und wer auf Liebesgeschichten mit einem dicken Happy End steht, für den ist dieses Buch genau das Richtige.

  19. Cover des Buches Montagsnächte (ISBN: 9783946086185)
    Kathrin Wildenberger

    Montagsnächte

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Jezebelle
    Ein Buch mit einem schwarzen, dezenten Titel, der treffender nicht sein könnte. Jeder, der mit dem Wort Montagsdemos etwas anzufangen weiß, die Zeit davor und danach vielleicht selbst erlebt hat, wird dieses Buch schätzen. Es verbindet auf wundervoll poetische Art den Blick in das Ende der DDR mit einer starken Liebesgeschichte, die auch so sehr DDR ist, dass man fast den Eindruck gewinnen könnte, hier würde jemand seine eigene Geschichte erzählen. Um so erstaunlicher ist es, zu erfahren, dass die Autorin jünger ist. Es handelt sich um das Debüt, mit dem sie sich hier präsentiert und ihre Begabung zum Schreiben sehr anschaulich unter Beweis stellt. Das lässt auf sehr gute Recherche schließen und eben ein gutes Sprachgefühl gepaart mit toller Beobachtungsgabe. Das fängt an bei den vielen Details, wie etwa dem Sand in jeder Körperritze, mit dem man beim Zelten an der Ostsee zu rechnen hat, den Diskoabenden, dem Beginn ins Berufsleben, aber eben speziell in dieser Zeit, auch der Angst und dem Misstrauen, wenn man sich neuen Menschen mit neuen Ideen öffnet, den die Heldin der Geschichte erlebt. Auch die Sprachlosigkeit zwischen guten Freunden wegen bevorstehender Fluchtgedankebün und der zaghafte Austausch in Familie und Partnerschaft ist herrlich eingefangen. Die Protagonistin durchlebt neue Ideen, lernt ihre Gedanken neu kennen und wagt es, zu ihren Gefühlen zu stehen, obwohl sie damit eine gute Freundin tief verletzen muss. Herzallerliebst ist hierbei das Gespräch mit der Freundin eines anderen Mannes dieses konspirativen Zirkels, die eine ähnliche Situation durchlebt hat. Es ist das zweite Werk des Verlages, was ich damit kennenlernen durfte und der sich durch tolle Autoren, die er vertritt, sich bei mir einen Namen gemacht hat. Ein Buch, das mich so geflasht hat, dass es nach dem Auslesen gleich in andere gute Hände weiterwandern musste, die nach der Lektüre genauso begeistert waren.
  20. Cover des Buches Die Straße des Glücks (ISBN: 9782496707571)
    Bettina Pecha

    Die Straße des Glücks

     (33)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Dieser Roman konnte mich gleich fesseln. Katharina mochte ich auf Anhieb und konnte mit ihr mitfühlen. Der Roman brachte mich zum nachdenken wie früher die Stellung der Frau war. Zum Glück hat sich was die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau vieles verbessert.  

    Ich empfehle das Buch gerne weiter und vergebe 4 Sterne, da es für mich ein paar kleinere Längen gab. 




  21. Cover des Buches Wo ist Norden: Roman (ISBN: 9783746089584)
    Barbara Handke

    Wo ist Norden: Roman

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Marieke2

    Der Roman: „Wo ist Norden“ beschreibt die Geschichte einer Familie, die in den 1990-er Jahren in einem mecklenburgischen Dorf ein Gutshaus kauft und renoviert und dort ein Café und eine Arztpraxis eröffnet. Alles könnte wunderbar sein – wenn die hohen Renovierungskosten und die Feindseligkeiten einiger Dorfbewohner nicht wären … Der Ich-Erzähler Niketsch, der Bruder des Familienvaters Konrad, kann sich von seiner Familie und von seiner Jugendliebe Marlene – seiner Schwägerin – nicht lösen und verbringt mehr Freizeit in dem Gutshaus im mecklenburgischen Plenskow als in der nahegelegenen Hafenstadt, in der er wohnt und arbeitet. Er lässt das Jahrzehnt der 1990-er Jahre rückblickend Revue passieren. Rückblenden führen auch in die 1980-er Jahre und in die Zeit des letzten Gutsherrn Hugo von Dredow.  Der Roman ist wunderschön erzählt und verfügt über einen hohen Spannungsbogen, so dass ich ihn kaum aus der Hand legen mag. Die Atmosphäre der 1990-er Jahre ist so deutlich zu spüren, dass ich mich beim Lesen in diese Zeit zurück versetzt fühle, ebenso in die Zeit der 1980-er während der Rückblende. Die individuellen Personenbeschreibungen lassen die Protagonisten vor meinem geistigen Auge auferstehen. Liebevolle Details machen den Lesegenuss zu einer besonderen Freude: das Rätseln darüber, was die Hand auf dem Wandbild hält (Granatapfel, Ball, Taschenspiegel, Totenschädel?), die astronomischen Kenntnisse des Großvaters Pavel, die Beschreibungen der rauschenden Feste, die Liebe zum Kater Elmar, zur Hündin April, zu den Kranichen und Kiebitzen, den Pflanzen und der mecklenburgischen Landschaft…  Am Ende angekommen empfinde ich den Roman als in sich stimmig und rund und große Literatur, freue mich darauf, ihn zu Geburtstagen weiter zu verschenken und hoffe auf einen zweiten Roman der Autorin.

  22. Cover des Buches Mit der Faust in die Welt schlagen (ISBN: 9783548061030)
    Lukas Rietzschel

    Mit der Faust in die Welt schlagen

     (137)
    Aktuelle Rezension von: GAIA

    Ehrlich gesagt habe ich von diesem Roman viel mehr erwartet. Und vielleicht hat genau diese Erwartungshaltung auch zu meiner späteren Enttäuschung während und nach der Lektüre geführt. Aber fangen wir vorn an: Der Debütroman von Lukas Rietzschel wurde nach Erscheinen im Feuilleton hochgelobt. Er beschreibe wie es in den vergangenen 30 Jahren zu einer (Rechts-)Radikalisierung von jungen Männern in Ostdeutschland kommen konnte. Ein neuer, junger „Erklärt-den-Osten-“Autor schien gefunden. Da in der Mitte des Jahres 2021 „Raumfahrer“, der zweite Roman des Autors, nun zu einem Highlight für mich wurde und genau dem gelobten Feingefühl für die Befindlichkeiten der Menschen im Osten Deutschlands entsprach, stieg die Vorfreude auf „Mit der Faust in die Welt schlagen“.

    Es geht in diesem Roman um zwei Brüder, welche 1995 und später geboren sind und in der Lausitz Nähe Kamenz aufwachsen. Ein Großteil des Romans beschäftigt sich nun mit der Kindheit und Jugend der beiden, wobei sich beide in jeweils ihrem Tempo nach und nach rechten Kreisen anschließen und einer von beiden sogar konkrete rechtsextremistische Straftaten verübt.

    Leider konnte mich der Roman über 280 der knapp 320 Seiten gar nicht erreichen. Die Beschreibungen der verschiedenen familiären Veränderungen, die Auswirkungen auf die Jungs und die Ausrichtung dieser ließen mich über weite Strecken komplett kalt. Selbst bis zu diesem fortgeschrittenen Punkt des Romans fiel es mir schwer die beiden Brüder Philipp und Tobias überhaupt auseinanderzuhalten. Sie werden ohne besondere Charaktereigenschaften oder andere Besonderheiten beschrieben, bleiben grau und austauschbar. Immer wieder fragte ich mich beim Lesen: Ist das jetzt der jüngere oder der ältere Bruder? Auch wurde dadurch das Auseinanderhalten der Freundeskreise schwierig. Zwischen und innerhalb der Kapitel springt die Handlung zu einem der Brüder oder zu den Eltern oder es wird etwas aus deren Bekanntenkreis erzählt. Dabei konnte der Autor kaum eine Figur wiedererkennbar gestalten, was man bei einem doch eher übersichtlichen Personal erst einmal schaffen muss. So gab es auch keinerlei Empathie oder überhaupt Mitschwingen mit den Protagonisten. Erst kurz vor dem Ende packte mich ein wenig Interesse.

    Für mich, mit einem entsprechend gut ausgeprägten Erfahrungshintergrund bezüglich der geschilderten Thematik des Buches, bleibt der Roman unbedeutend, austauschbar und weit hinter dem zweiten Werk des Autors zurück. Bei insgesamt einer Bewertung von 2,5 Sternen für das Buch, entscheide ich zwischen 2 und 3 Sternen Endbewertung anhand dessen, ob ich das Buch weiterempfehlen würde. Ich würde zwar nicht aktiv davon abraten, aber empfehlen würde ich zu diesem Themengebiet definitiv andere Bücher. Deshalb kann ich für dieses in recht simpler, wenig anspruchsvoller Sprache verfasste literarische Werk nur 2 Sterne vergeben. Eine Enttäuschung dieser Art hätte ich vor der Lektüre keinesfalls erwartet. Schade, ein vergebenes Potential. Diesem Roman fehlt einfach die Kraft und Intensität.

  23. Cover des Buches Russendisko (ISBN: 9783442477838)
    Wladimir Kaminer

    Russendisko

     (529)
    Aktuelle Rezension von: secretworldofbooks

    Wladimir Kaminer erzählt in seinem Buch "Russendisko " kurzweilige Anekdoten über die Einwanderung von Russland nach Deutschland. Schön übersichtlich in kurzen Kapitel gehalten sind sie einmal mehr und einmal weniger unterhaltsam. Interessantes habe ich auch nicht im Buch gefunden. Wer es nicht liest,verpasst nix.

  24. Cover des Buches 89/90 (ISBN: 9783442714650)
    Peter Richter

    89/90

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Wonni1986
    Titel: "89/90"
    Autor: Peter Richter
    Verlag: btb
    Seitenzahl: 411

    Cover:
    Unscheinbar in sommerlichen Farben gehalten und es ist ein Softcover. 

    Schreibstil:
    Es liest sich sehr flüssig und alles was unverständlich geschrieben wurde, wurde mit Fußnoten erklärt. Man merkt richtig, dass es dem Auto wichtig ist, dass zu erzählen was ihm wichtig ist. Es ist ihm gelungen. Handlungen, Personen und Gegenständen wurden so beschrieben und erzählt das man es sich sehr gut vorstellen kann. Er schreit aus der ich und allgemeinen Perspektive.

    Inhalt:
    Das Lebensgefühl einer rebellischen Generation am Ende der DDR Sie sind der letzte Jahrgang, der noch alles mitmachen darf – damals in Dresden vom Sommer vor der Wende bis zur Wiedervereinigung: die lauen Freibadnächte und die Ausweiskontrollen durch die »Flics« auf der »Rue«, die Konzerte im FDJ-Jugendklub »X. Weltfestspiele« oder in der Kirche vom Plattenbaugebiet, wo ein Hippie, den sie »Kiste« nennen, weil er so dick ist, mit wachsamem Blick Suppe kocht für die Punks und ihre Pfarrerstöchter. Sie sind die Letzten, die noch »vormilitärischen Unterricht« haben. Und sie sind die Ersten, die das dort Erlernte dann im Herbst 89 erst gegen die Staatsmacht anwenden. Und schließlich gegeneinander. Denn was bleibt dir denn, wenn du zum Fall der Mauer beiträgst, aber am nächsten Tag trotzdem eine Mathe-Arbeit schreiben musst, wenn deine Freundin eine gläubige Kommunistin ist und die Kumpels aus dem Freibad zu Neonazis werden? Von der Unschuld des letzten Sommers im »Tal der Ahnungslosen« bis zu den Straßenschlachten rund um die deutsche Einheit: Peter Richter beschreibt in seinem autobiografischen Roman das chaotische Ende der DDR aus der Sicht eines damals Sechzehnjährigen – pointiert, authentisch und sprachlich brillant. Coming of Age im Schatten von Weltgeschichte.

    Meinung
    Ich bin ein kleiner DDR Fan, ja richtig gelesen. Ich mag diese Zeitepoche, warum? Alles hatte seinen Platz, es gab alles was man benötigte und keine wirklich keiner wurde zurückgelassen. Sicherlich musste man Abstriche machen, aber das müssen wir heute auch, oder? Ich mag dieses wir Gefühl. Und dieses Buch beschreibt es einfach auf den Punkt! Wenn man es liest, und diese Zeit auch noch erlebt hatte, wird man sich definitiv wieder finden…und auch AHA-Momente haben…oder auch die Flashbacks. Ich hatte es so schnell durchgelesen, dass ich total überrascht war. Ich könnte jetzt stundenlang weiterschwärmen und euch erzählen, dass zu dieser Lektüre Hallorenkugeln oder Knusperflocken hervorragend passen und auch noch viele andere (auch inhaltliche Dinge), aber lest es selber und ihr landest mit 100% Wahrscheinlichkeit zurück im Sommer 89/90….
    Nur möchte ich gerne wissen wer dieser S. ist…hm…

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