Bücher mit dem Tag "weltall"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "weltall" gekennzeichnet haben.

469 Bücher

  1. Cover des Buches Obsidian - Schattendunkel (ISBN: 9783551315199)
    Jennifer L. Armentrout

    Obsidian - Schattendunkel

     (5.912)
    Aktuelle Rezension von: Deni_lovebooks

    Inhalt:
    Als Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem kleinen neuen Wohnort kommt sie anfangs nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Sie beschließt, bei ihren Nachbarn zu klingeln, und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau dieser Junge, dem sie von nun an aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat.

    Fazit:
    Er versucht seine Familie und seines gleichen zu schützen. doch am Ende wird sie zu seiner größten Schwäche.
    Die Geschichte von Katy und Daemon hat sich super leicht lesen lassen. Ich konnte nur so durch das Buch fliegen und habe die Geschichte nur so in mich eingesogen. Ich konnte mich direkt in die Geschichte einfinden und habe mit allen mitgefiebert. Ich konnte zu jeder Zeit der Geschichte folgen und hatte nicht einmal das Gefühl, dass es sich gezogen hat.Ich war auch total begeistert, dass mich der Schreibstil der Autorin so festigen konnte. Anfangs dachte ich wirklich der Hype um die Geschichte wäre etwas hochgegriffen aber ich kann ihn verstehen. Die Waage zwischen Fantasy und Liebesgeschichte war im Gleichgewicht und man wurde nicht zu sehr mit Informationen erschlagen. Man hat viele Fragen im ersten Teil schon beantwortet bekommen und wurde nicht als auf die Folter gespannt. Ebenfalls finde ich dass die zwischenmenschlichen Beziehungen auf einer gesunden Ebene sind, klar habe ich meine Favoriten und meine "den Charakter brauch ich nicht unbedingt" in dem Buch. Aber alles in einem eine super schöne Geschichte und ich bin gespannt wie es weitergeht. 

  2. Cover des Buches Wie Blut so rot (ISBN: 9783551582874)
    Marissa Meyer

    Wie Blut so rot

     (1.027)
    Aktuelle Rezension von: minifreund

    Etwas langweiliger als das erste Buch, aber fügt sich trotzdem gut in die Reihe ein.

  3. Cover des Buches Wie Sterne so golden (ISBN: 9783551582881)
    Marissa Meyer

    Wie Sterne so golden

     (775)
    Aktuelle Rezension von: flower2

    Cinder ist auf der Flucht und sucht ihre Truppe für den Kampf gegen ihre Tante Königin Levana von Luna.

    Luna ist der Mond und ein Plant der Lunarier, manche Bewohner des höheren Rangs manipulieren. Andere wollen ein ganz normales Leben. Es gibt auch Menschen, die man Hüllen nennt, sie sind immun gegen den Zauber und gefährlich für Levana, die welche auf der Flucht sind vor dem Tod. 

    Wolf ist zum halb Mensch und Wolf Genetisch verändert worden von Luna. Seine Stärke ist Kämpfen und liebt Scarlet.

    Scarlet ist halb Mensch und Lunarier. Ihre Großmutter Michelle Benoir half mit der Truppe,  Prinzessin Selene vor Levana zu retten und zu verstecken.

    Sybil Mira ist Levanas rechte Hand und hat Scarlet in ihrer Manipulations Gewahrsamkeit.

    Cress(ent) Moon ist Hackerin, eine Hülle. Sie lebte jahrelang allein im Satelitten und spoinierte Kai dem Kaiser von China aus und hilft am Ende doch Selene und ihre Truppe.

    Manchmal war es etwas sehr schwierig das Buch in die Hand zu nehmen, da ich weiß, wenn ich anfange zu lese, kann ich nicht mehr aufhören und wundere mich, dass ich schon mehr als 100 Seiten gelesen habe.

    Marissa Meyer schreibt sehr spannend und abwechslungsreich.

    Das Buch wird in 4 Abschnitten eingeteilt, dass man unterscheiden kann, was bis jetzt alles passiert ist und man kann für sich selber in Reveu blicken.

    Leider kann ich es nicht besser in Worten packen, da es zu gut ist. Viele Action passieren und die Spannung sich immer wieder hochschaukelt und das alles zu beschreiben, schaffe ich es nicht.

    Ich kan jeden Falls jedem empfehlen, der Cinderella liebt. Ein sehr moderenes Buch mit Sci-Fiction, Robotern, Zukunft sehr modern und irgendwie mit der jetztigen Zeit abgeglichen.

    Ebenso empfehle ich band 1 zu lesen, um ein kleines Hintergrund wissen zu bekommen. Wer band 1 mag, wird die anderen auch mögen.

    Wünsche euch viel Spaß beim lesen und hoffe, ich konnte euch inspirieren zu lesen.

  4. Cover des Buches Illuminae (ISBN: 9783423761833)
    Amie Kaufman

    Illuminae

     (517)
    Aktuelle Rezension von: Anna_intergalaktisch

    In erster Linie glänzt die Geschichte durch ihre innere Aufmachung: Die Leser*innen erwartet eine Zusammenstellung von unterschiedlichen Berichten, Funk- und Chat-Kommunikationen und Tagebucheinträgen. Kaum zu glauben, aber dadurch entsteht tatsächlich eine wahnsinnig spannende Sci-Fi-Story. Die Gefühle der handelnden Personen sind überraschend gut nachzuempfinden und man fiebert unentwegt mit ihnen mit.

    Kritik gibt es von mir dennoch: Die Handlung ist teilweise recht vorhersehbar und das Ende war nicht so ganz nach meinem Geschmack. Letzter Kritikpunkt nur unter Vorbehalt, da ich definitiv noch Band 2&3 lesen werde.

  5. Cover des Buches Wie Schnee so weiß (ISBN: 9783551582898)
    Marissa Meyer

    Wie Schnee so weiß

     (567)
    Aktuelle Rezension von: Zitronenvogel

    „Wie Schnee so weiß“ ist der Abschluss der Luna-Chroniken (das Zusatzmaterial nicht mitgezählt).

    Die Protagonistin ist dieses Mal Prinzessin Winter. Ich war sehr gespannt auf ihren POV und er hat der Reihe nochmal etwas Neues gebracht.  Allgemein sind die wichtigen Charaktere meiner Meinung nach alle sehr gut ausgearbeitet und wirken mit ihren Stärken und Schwächen meistens realistisch. Besonders schön fand ich, dass die Figuren jeweils nicht nur mit ihrem Love Interest interessante Interaktionen haben. Im Laufe der Handlung wird die Gruppe in ganz verschiedenen Konstellationen aufgespaltet und jeder muss mal mit (fast) jedem zusammenarbeiten.

    Etwas schwierig ist nur, dass die Charaktere zwar alle interessant sind, es aber in diesem Buch einfach sehr viele Hauptfiguren werden. Neben Winter haben auch die wichtigen Charaktere aus den vorherigen Büchern POV-Abschnitte (vor allem Cinder hat natürlich viele). Das ist gerade im Finale nicht optimal, wenn viele Sachen gleichzeitig passieren und die Handlung die ganze Zeit zwischen den vielen Charakteren springt, sodass man kaum richtig in die Situation von einem Charakter „eintauchen“ kann, bevor es mit dem nächsten weitergeht.

    In diesem Buch sehen wir auch deutlich mehr von Luna, als in den vorherigen Teilen. Ich denke, dass man aus der Kultur und Gesellschaft in Luna vielleicht noch mehr hätte herausholen können, aber andererseits ist das Buch auch so schon ziemlich dick.

    Wenn man die Reihe bis jetzt mochte, dann lohnt es sich definitiv auch, „Wie Schnee so weiß“ zu lesen. Trotz kleinerer Probleme macht das Lesen viel Spaß.

  6. Cover des Buches Der Marsianer (ISBN: 9783453315839)
    Andy Weir

    Der Marsianer

     (832)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die Geschichte rund um den Astronauten Mark Watney hat mich von Anfang an fasziniert. Die Vorstellung, auf dem Mars "vergessen" zu werden ist unglaublich beängstigend. Jedoch meistert Mark die Situation fast ohne Probleme. Er ist ein sehr erfinderischer Protagonist, welcher sich in jeder Situation zu helfen weiss! Und auch seinen Humor geht ihm nicht verloren. Meiner Meinung nach, ist es auch der Protagonist, der das Bucht so unglaublich toll macht. Es kommen viele technische und physikalische Begriffe vor, die man schwer versteht. Ansonsten ein tolles Buch, das absolut lesenswert ist.                          

  7. Cover des Buches Die 100 (ISBN: 9783453269491)
    Kass Morgan

    Die 100

     (635)
    Aktuelle Rezension von: Jenni078

    Nachdem ich die Serie regelrecht verschlungen habe, musste ich das Buch lesen.
    Ich finde, dass das Buch sehr gelungen ist, auch wenn es deutliche Unterschiede im Vergleich zur Serie gibt. Es gibt viele neue Charaktere, die die Geschichte noch spannender machen.
    Das Buch ist teilweise etwas bedrückend und regt zum Nachdenken an.

    Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. das Buch lässt sich flüssig lesen.

  8. Cover des Buches Die Krone der Sterne (ISBN: 9783596035854)
    Kai Meyer

    Die Krone der Sterne

     (307)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Im Reich Tiamande herrschen die Gottkaiserin und der Hexenorden. Dabei müssen regelmäßig Mädchen zur Gottkaiserin als Bräute gebracht werden. Diesmal ist die Wahl auf Iniza gefallen, und nun hat sie, zusammen mit ihrem Geliebten Glanis, bereits einen Plan, dem zu entgehen. Doch sie wird entführt von Kranit, der dafür Geld erhalten soll. Bald finden sich alle auf der Flucht zusammen auf der „Nachtwärts“, deren Eignerin Shara ist, die gerade nach zweieinhalb Jahren Gefangenschaft zurück in die Freiheit strebt. Zunächst hat diese zufällige Gemeinschaft unterschiedliche Ziele, doch bald finden sie sich zusammen und sind auf der Flucht – vor den Hexen, vor Hadrath, Inizas verhasstem Onkel, und in eine hoffentlich friedlichere Zukunft. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt. Welche Geheimnisse birgt jeder der vier, später fünf und zum Schluss sechs Teilnehmer dieser Gemeinschaft? Es ist eine faszinierende, äußerst komplexe Welt, in die Kai Meyer die Geschichte um diese Schicksalsgemeinschaft versetzt. Mit viel Liebe fürs Detail und manchem Augenzwinkern hat er diese Welt bevölkert, und immer wieder füttert er den Leser mit neuen Informationen darüber. Auch die Teilnehmer dieser Flucht durch eine ganze Galaxie sind äußerst gelungen angelegt, ihre Geheimnisse werden nach und nach enthüllt. Das Buch wird von liebevollen Zeichnungen ergänzt, die erst nach der Lektüre ihre wahre Pracht entfalten. Manch überraschende Wendung bringt zusätzlich Würze in dieses ohnehin schon spannende Buch. Die Geschichte liest sich äußerst flüssig, so dass die Seiten einfach nur dahinfliegen. das Buch ist zwar in sich geschlossen, aber es sind noch längst nicht alle Fragen beantwortet.

  9. Cover des Buches Diabolic (1). Vom Zorn geküsst (ISBN: 9783401602592)
    S.J. Kincaid

    Diabolic (1). Vom Zorn geküsst

     (385)
    Aktuelle Rezension von: kimdezordo

    Eine Diabolic ist eine berechnende, auf eine Person geprägte Tötungsmaschine. Ohne Gefühle, ohne Sinn für  Schönheit und ohne Gewissen.
    Nemesis nimmt uns jedoch mit auf ihre Heldenreise, in der sie sich selbst kennenlernt und einen Sinn in ihrem Leben finden muss.
    Ich finde die Story und die Idee, wie die Menschen in dieser Zeit leben sehr spannend. Jedoch waren mir die Charaktere teilweise zu flach ausgebaut. Einige Handlungsstränge hätten intensiver ausgebaut werden können. Außerdem finde ich, dass die Lesenden nicht sehr gut in die Welt der Überschüssigen und Grandiloquay eingeführt werden. Ich hab leider nicht ganz durchsteigen können. 

  10. Cover des Buches Die 100 - Tag 21 (ISBN: 9783453269507)
    Kass Morgan

    Die 100 - Tag 21

     (358)
    Aktuelle Rezension von: lauri2001

    Nachdem der erste Teil mir relativ gut gefallen hat, wollte ich den zweiten Teil auch noch lesen. Ich hab versucht, die Bücher unabhängig von der Serie zu betrachten, aber das ist mir echt schwer gefallen, weil ich die Serie sehr viel besser finde. Besonders dieser Teil hat mich sehr enttäuscht.

    Die Handlung fand ich nicht wirklich spannend und ich habe mich öfter dabei erwischt, wie ich nach den verbleibenden Seiten geguckt habe. Durch den Schreibstil und die kurzen Kapitel ist man zwar schnell durch die Seiten gekommen, aber der Schreibstil hat es mit schwer gemacht, eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Ich konnte ihre Handlungen oft nicht wirklich nachvollziehen und habe nicht mitfiebern können. Dass die Spannung öfter rausgenommen wurde, kann auch an den verschiedenen Erzählperspektiven liegen. Grundsätzlich finde ich das sehr gut, da man so das Geschehen sowohl in der Kolonie als auch auf der Erde verfolgen kann, aber hier wurde oft gewechselt, sobald es etwas spannender wurde.

    Alles in allem ist die Geschichte zwar sehr interessant, aber da ich die Serie bereits gesehen habe und sie deutlich besser fand, werde ich die Reihe wohl nicht weiterlesen. Für den 2. Teil gibt es von mir 2,5 Punkte.

  11. Cover des Buches Ich und die Menschen (ISBN: 9783423216043)
    Matt Haig

    Ich und die Menschen

     (736)
    Aktuelle Rezension von: Welpemax

    Das Buch war eine ganz schön lange Zeit auf meinem SUB und das, obwohl ich wusste, dass Matt Haig so schöne und so traurige Bücher schreiben kann. Zugegeben war der Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber trotz Sci-Fi-Elementen konnte mich das Buch überzeugen und hat mich im Verlauf immer mehr begeistert, weil es einfach mehrere Themen angesprochen hat, die ich in Büchern halt gerne lese. So wurde das Buch zu einer sehr schönen, angenehmen Unterhaltungslektüre, welches sehr emotional, sehr lehrreich bzw. voller kleiner psychologischer Weisheiten steckt, was sich am Ende auch in zahlreichen Zitaten niedergeschlagen hat. Für mich ein Highlight des Monats.

  12. Cover des Buches Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten (ISBN: 9783596035687)
    Becky Chambers

    Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten

     (206)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Rosemary Harper will so weit wie möglich von ihrem Heimatplaneten Mars weg, um alles dort hinter sich zu lassen. Darum heuert sie auf der klapprigen Wayfarer, einem Tunnlerschiff, als Verwaltungsassistentin an.
    Kaum an Bord nimmt Kapitän Ashby den Auftrag an, einen Raumtunnel zu einem weit entfernten Planeten anzulegen, auf dem die kriegerischen Toremi leben. Eine Spezies, die bisher jeglichen Kontakt zu anderen Lebensformen mit Gewalt beantwortet hat, die jedoch nun neue Allianzen eingehen wollen.
    Der Weg dorthin ist weit und bietet so einige Herausforderungen und Überraschungen und bedeutet für Rosemary und die restliche, skurrile Besatzung des kleinen Raumschiffs erst den Anfang eines unglaublichen Abenteuers.


    Ich war tatsächlich etwas erstaunt, wie gut ich in dieses Buch reingekommen bin, da ich Science Fiction ja eher selten lese.
    Wir müssen ja nicht nur technisch auf den Stand der Dinge in dieser Welt gebracht werden, sondern auch an all die neuen Lebensformen und den Umgang mit ihnen vorbereitet werden. Nicht unbedingt leicht das organisch wirken zu lassen und die wichtigsten Informationen verständlich einfließen zu lassen. Das passiert hier häufig ganz beiläufig, wenn z.B. Rosemary als neue im Team und zum ersten Mal überhaupt auf einem Raumschiff im leeren Raum des Weltalls stationiert, für sie bisher Unbekanntes lernen muss oder sich über die richtigen Konventionen (z.B. im Umgang mit anderen Spezies) Gedanken macht. Es gibt aber auch ab und an kurze Auszüge aus den Datenbanken, die wie eine Art Lexikonartikel angelegt sind und uns tiefergehende Einblicke in bestimmte Themengebiete verschaffen, die von einem der Crewmitglieder abgerufen werden.
    Alles in allem fand ich die Einführung in diese Welt meist wirklich gelungen, auch wenn es natürlich Stellen gibt, in denen es vielleicht etwas viel wird (z.B. Techniksprache zwischen den Techs oder tiefergehende Überlegungen zu einzelnen Sprachen). 

    Trotz des Titels hätte ich ehrlicherweise nicht erwartet, dass es tatsächlich hauptsächlich um den Weg zu diesem Planeten gehen würde und den mehr oder weniger alltäglichen Dingen, die auf dem Weg dorthin passieren.
    Dadurch ergibt sich eine meist eher flache Spannungskurve mit nur einzelnen Ausschlägen nach oben und doch hab ich diese Reise wirklich sehr gerne verfolgt, was hauptsächlich an den tollen und liebenswerten Figuren lag.
    Die sehr diverse Crew ist mir schnell ans Herz gewachsen und ich mochte besonders wie hier ganz nebenbei alle möglichen menschlichen Traditionen/Neigungen/Vorlieben/Ansichtsweisen (u.a. Geschlecht, Essen, Familie) auf die Probe gestellt werden, und das einfach dadurch, dass hier andere Spezies existieren bei denen alles ganz anders ist.
    So sind z.B. die Grum bei Geburt alle weiblich und werden erst im Alter männlich.
    Oder die unterschiedlichen Familienstrukturen bei den Aandrisk, wo auch dem Nachwuchs gegenüber ganz andere Einstellungen existieren, da sie eigentlich erst als Erwachsene als „echte“ Wesen wahrgenommen werden.
    Ebenso das Unverständnis, dass Menschen als Säugetiere kein Problem damit haben andere Säugetiere zu essen, fand ich sehr auf den Punkt gebracht.
    So macht man sich ganz nebenbei Gedanken darum, warum eigentlich die  menschliche Sichtweise die einzig Richtige sein sollte und welche Ansichten etc. zwar gerne als allgemeingültig gesehen werden, aus einer etwas anderen Perspektive aber plötzlich ziemlich seltsam wirken. 

    Zum Ende hin gab es dann auch noch mal einiges an Action, die aber vor allem besonders deutlich gezeigt hat, wie sehr diese Crew doch zusammengewachsen ist. Alleine um das noch mal so klar zu sehen, haben sich alle ruhigeren Stellen für mich noch mal umso mehr gelohnt! 


    Fazit: Ein sehr ungewöhnliches Weltraumabenteuer, welches besonders durch das Zusammenspiel der liebenswerten und diversen Figuren heraussticht und das zwar nur wenige große Actionmomente bietet, dafür aber umso mehr Gedankenanregungen bietet und mal ganz nebenbei zeigt, wie einfach inklusive Sprache und Verhalten sein kann.

    Der nächste Teil der Reihe ist jedenfalls schon auf meine Wunschliste gewandert! (4,5 Sterne)

  13. Cover des Buches Godspeed - Die Reise beginnt (ISBN: 9783841502513)
    Beth Revis

    Godspeed - Die Reise beginnt

     (1.016)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Inhalt: Amy hat die Möglichkeit, mit ihren Eltern, einer Gentechnikerin und einem Funktionär des Militärs, einen neuen Planeten zu besiedeln. Obwohl sie an der Erde und ihrem Zuhause hängt, entschließt sie sich, ihre Eltern zu begleiten. Sie werden eingefroren und sollen wieder aufgeweckt werden, sobald das Ziel erreicht ist. Doch dann wacht sie fünfzig Jahre zu früh auf und die Zivilisation an Bord des Raumschiffs könnte ihr nicht fremder sein. Alle Menschen haben die gleiche Hautfarbe, die gleichen Haare und die gleichen Augen. Ihre Fortpflanzung wird reguliert und ein Mann, der Älteste, steht über allen. Nur Junior, der zukünftige Älteste, und sein Freund Harley scheinen ihr zuzuhören, während die meisten anderen Passagiere Amy für verrückt halten. Und als immer mehr der Eingefrorenen aufgetaut werden und in ihrer Kühlflüssigkeit ertrinken, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

    Fazit: Whoa, das habe ich so nicht kommen sehen! Science Fiction und Dystopien lese ich eher selten, aber ich bin immer wieder fasziniert, was für Welten und/oder Settings mich dort erwarten. Das Konzept des Einfrierens und zu früh Aufwachens kam mir aus dem Film "Passengers" bekannt vor, ich weiß aber nicht, welches Werk zuerst entstand. Und auch wenn es Parallelen gab, war dieses Buch jedoch auch ganz anders. Neben den eingefrorenen Funktionären, die bei der Besiedlung des neuen Planeten helfen sollen, hat die "Godspeed" nämlich auch Besatzung. Und eben diese ist es, die Amy nach ihrem Erwachen so unheimlich fremd ist. An Bord hat sich eine Diktatur entwickelt, nachdem vor vielen Jahren "die Seuche" einen Großteil der Besatzung dahingerafft hat. Seitdem herrscht der Älteste, ein Mann, der zwischen den Generationen geboren wurde. Dieses Konzept fand ich sehr faszinierend! Auch die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet worden, allesamt waren sie greifbar und nachvollziehbar. Was in dem Buch vielleicht noch mehr ausgebaut werden könnte ist die Diversität. Bis auf Amy sind alle wichtigen handelnden PoC, aber Amy ist die einzige wichtige weibliche Person in der Geschichte. Möglicherweise ist das aber auch auf die Diktatur an Bord der Godspeed zurückzuführen, wer weiß. Spannungstechnisch bin ich jedenfalls gefesselt und freue mich darauf, gleich im Anschluss den zweiten Band lesen zu können!

    Empfehlung: Dieses Jugendbuch kann meiner Meinung nach ab 12-14 Jahren in allen darüberliegende Altersklassen gelesen werden! Ich könnte es mir sogar als Schullektüre vorstellen, aufgrund der vielfältigen gesellschaftlichen Probleme, die darin Erwähnung finden.

  14. Cover des Buches These Broken Stars - Sofia und Gideon (ISBN: 9783551583710)
    Amie Kaufman

    These Broken Stars - Sofia und Gideon

     (190)
    Aktuelle Rezension von: viktoria162003

    Meinung 

    Die Reihe hat mir bisher wahnsinnig gut gefallen, daher stand natürlich fest, dass ich den dritten und finalen Band auch lesen werde. Die Autorinnen haben auch hier wieder einen tollen Schreibstiel und ich hab spielend einfach zurück in die Welt der fremden Galaxien gefunden. Geschildert wird das Ganze im Wechsel von Sofia und Gideon.

    Es wird nicht besonders viel Zeit verschwendet und beide Charaktere treffen aufeinander, jeder hat hier sein eigenes Ziel zu verfolgen, doch im Grunde wollen sie alle das gleiche: LaRoux vernichten oder eben aufhalten, jedoch jeder auf eine andere Art und Weise, mal mehr mal weniger brutal.

    Durch die Gemeinsame Fluch bei einem Angriff auf LaRoux schließen sich beide erst einmal zusammen und fliehen. Verstecken sich und schmieden Pläne. Dabei ziehen sie Nutzen auseinander, da jeder hier sein Talent unter Beweis stellt. Während Gideon ein absoluter Profi in Technik Sachen ist, hat Sofie die richtige Verbindungen um an Pläne oder dergleichen zu kommen. Auch ist sie ein Meister, Menschen zu durchschauen und zu manipulieren.

    Ich fand die Geschichte einfach wieder genial. Alleine der Start ist gleich spannend und diese Spannung zieht sich durch das ganze Buch. Man landet von einer Flucht zur nächsten. Von einem Angriff zum nächsten. Dabei schaukelt sich das ganze so dermaßen auf, dass man merkt das man auf etwas großes zusteuert.

    Dabei verbinden sich im Laufe der Geschichte, alle drei Bücher zueinander. Alle sechs Charaktere der These Brocken Star Reihe finden zueinander, haben Verbindungen oder eine gemeinsame Vergangenheit die hier aufgelöst werden. Auch wenn einiges bereits bekannt ist, fand ich die Connections dahinter wirklich klasse.

    Neben dem Thema LaRoux in seinen Machenschaften aufzuhalten, wobei hier jeder ein klein wenig seinen eigenem Plan verfolgt, lässt sich natürlich wieder eine sehr schöne Romanze finden. Denn Gideon und Sofia kommen sich bei ihrer Mission immer näher. Auch hier fand ich alles sehr schön umgesetzt und glaubwürdig.

    Da jeder zu all dem Mist der hier eh schon ordentlich am dampfenden ist, auch noch sein ganz eigenes Päckchen trägt, sind die Charaktere auch hier wieder glaubwürdig. Haben eine eigene Vergangenheit die sie geprägt und geformt haben. Durch den Perspektivwechsel hat man auch einen schönen Einblick in die Gefühls- und Gedanken- Welt und kann so Entscheidungen oder Handlungen sehr gut nachvollziehen.

    Das Ende spitzt sich wirklich noch einmal ordentlich zu und auch die anderen Charaktere finden hier einen Platz. Gemeinsam gehen alle sechs noch einmal auf eine Reise dem Ganzen Spektakel der fremden Stimmen/Energien oder eben Lebewesen Einhalt zu geben. Dabei entwickelt sich die Lage spitz zu und hat mich auch sehr überrascht. Ich mochte es ebenfalls, dass man so auch wieder ein wenig mehr über die anderen erfährt, wie es Ihnen ergangen ist und es Ihnen ergeht.

    Das Ende ist abschließend und alle Komponenten führten zusammen und ergaben ein Ergebnis das als Happy End durchaus durchgehen kann. Zumindest hat es mir sehr gut gefallen  auch wurden alle Fragen beantwortet und sorgten für ein wirklich tolles und abschließendes Ende dieser wirklich tollen Reihe.

     

    Fazit

    Ein Dritter toller Band der als Abschluss der tollen Reihe wirklich klasse ist. Die Geschichte ist gleich von Beginn an wahnsinnig spannend und schaukelt sich immer weiter nach oben. Das Finale endet in einem riesigen Knall und hat mir wahnsinnig gut gefallen. Alte liebgewonnene Charaktere tauchen auf und alles fügt sich zusammen, ergibt Antworten und lässt keine offenen Fragen übrig. Die Romanze ist wunderschön und glaubwürdig, die Charaktere einfach nur zum Liebhaben. Daher 5 Sterne von mir und eine klare lese Empfehlung der gesamten These Brocken Star Reihe.

  15. Cover des Buches INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne (ISBN: 9783426227367)
    Christopher Paolini

    INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne

     (207)
    Aktuelle Rezension von: minifreund

    Zum Anfang der Geschichte war ich mir sehr sicher es würde nur eine normale Science Fiction Geschichte werden, aber das war es eher nicht. 

    SPOILER!: Der Moment, wo das Xeno aus Kira ausbricht, hat mich ziemlich überrumpelt, aber ich war trotzdem noch dabei. Die Geschichte fährt dann eben fort mit dem Leben auf der Wallfish und den Kampf gegen die Jellys und später gehen die Nachtmahre. Alles in allem recht normal. Trotzdem hat Paolini eine blühende Fantasie, denn so wie er die Verbindung von Kira mit der Soft-Blade beschreibt, ergibt Sinn, aber mir wäre das nie eingefallen. Mir ist nicht ganz klar, was die kleine Romanze mit Falconi sollte und die Sex-Szene war zwar süß, aber zeugt trotzdem von Paolinis außergewöhnlicher Fantasie. Die kommt auch beim Ende ins Spiel, wo ich wirklich nicht nachvollziehen kann, wie er darauf gekommen ist. Ich meine es macht Sinn, aber die Gedankengänge sind mir nicht ganz klar.

    Alles in allem hat mir das Buch eine sehr außergewöhnliche und einzigartige Geschichte gegeben mit verschiedenen Blickwinkeln, die ich nicht vergessen werde. Falls man nicht zu beschäftigt ist und Angst vor neuen Ideen und etwas Fremdscham hat, dann ist es aufjedenfall eine Lese-Empfehlung. Der Spannungspegel wird immer besonders hoch gehalten. 

  16. Cover des Buches Aurora erwacht (ISBN: 9783737356701)
    Amie Kaufman

    Aurora erwacht

     (226)
    Aktuelle Rezension von: Torsten78

    Tyler hat in den vergangen Jahren seines Lebens auf viel verzichtet um die Ausbildung zum Squad Leader als der beste des Jahrgangs abzuschließen. Eine Nacht vor der Auslese, bei der die Besten Squad Leader sich ihr Team frei zusammen stellen können, kann er nicht schlafen.

    Er verlässt sein Zimmer und dreht noch eine Runde mit seinem Raumschiff in die Weltraumfalte (eine Art Wurmloch zu verschiedenen Orten, die sehr weit entfernt voneinander sind). Dort erhält er einen Notruf und rettet ein Mädchen, dass über 200 Jahre in einem Raumschiff im Kälteschlaf unterwegs war. Als Folge verpasst er die Auslese und erhält zumindest zum Teil die Leute, die keiner haben wollte.

    ...

    Die vollständige Serienrezension findet sich hier:

    https://www.torstens-buecherecke.de/aorora-rising-serie/

  17. Cover des Buches Die drei Sonnen (ISBN: 9783453317161)
    Cixin Liu

    Die drei Sonnen

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Moni2506

    „Die drei Sonnen“ von Cixin Liu ist der erste Teil einer Trilogie, in der es um den ersten Kontakt der Menschen mit intelligentem Leben aus dem All geht. 


    China, 1967: Die Kulturrevolution beherrscht das Land. Viele Menschen werden verfolgt und getötet. Ye Wenjie verliert ihre Familie und landet auf einer geheimen Militärbasis. Woran genau dort gearbeitet wird, wird ihr nicht verraten, doch die große Radioantenne sendet regelmäßig Signale ins All und mit der Zeit erschließt sich ihr, das dort möglicherweise nach intelligenten Leben im All geforscht werden könnte. Als eines Tages ein Signal empfangen wird, trifft sie eine Entscheidung, die das Leben auf der Erde maßgeblich beeinflussen wird. 

    Viele Jahrzehnte später wird der Nanowissenschaftler Wang Miao zu einem geheimen Treffen eingeladen. Es geht um Phänomene, die den Wissenschaftlern Rätsel aufgeben und kurz darauf passieren auch ihm unerklärliche Dinge. Er macht sich auf die Suche nach der Ursache und findet eine Welt, die von drei Sonnen umgeben ist und intelligentes Leben beheimatet. 


    Ich habe mir dieses Buch letztes Jahr zum Geburtstag schenken lassen und habe bisher viel Gutes über die Reihe gehört. In letzter Zeit ist es mir häufiger auf bookstagram begegnet und da dachte ich, es wird Zeit dieses Buch endlich zu lesen. 

    Der Anfang dieser Geschichte ist brutal. Wir befinden uns in der Zeit der chinesischen Kulturrevolution und lernen Ye Wenjies Familie und ihr Schicksal kennen. Im weiteren Verlauf springt die Geschichte immer wieder zwischen der nahen Zukunft und der Vergangenheit hin und her und die Geschichte ergibt mit dem Fortlauf der Geschichte ein immer klareres Bild. Das Buch lässt sich hierbei allerdings gebührend Zeit, manchmal schon etwas zu viel und ich glaube, man hätte das ganze auch kompakter erzählen können. 

    Nichtsdestotrotz hatte das Buch für mich eine gute Mischung aus Informationen und Geheimniskrämerei. Es war ein ungewöhnliches Leseerlebnis. Vieles wird sehr bildlich umschrieben, es gibt teilweise ausufernde wissenschaftliche Erklärungen, denen selbst ich nicht ganz folgen konnte, aber das Grundprinzip der beschriebenen Phänomene habe ich durchaus verstanden. Ich wurde recht lange im Unklarem gelassen, worauf es denn nun letztendlich hinauslaufen soll, aber das Buch hat andererseits viel Stoff zum Nachdenken geboten. Es gab einige Momente, bei denen ich dachte WTF, aber gleichzeitig haben diese eben auch dazu angeregt, sich das ausführlicher vorzustellen und was das für den weiteren Verlauf der Geschichte bedeuten könnte. 

    Ob die einzelnen Personen wirklich wichtig für die Geschichte sind, ist mir eher unklar. Sie geben den Ereignissen einen Rahmen, es macht nachvollziehbar, warum eine bestimmte Entscheidung getroffen wurde, aber ich glaube im nächsten Band werden diese Personen keine große Rolle mehr spielen, sondern wir werden eher die Auswirkungen der Entscheidungen sehen, die in diesem Band getroffen wurden. Shi Quiang mit seiner eher unkonventionellen, aber meist doch erhellenden Herangehensweise, wird mir glaube ich noch am ehesten im Gedächtnis bleiben. Ansonsten habe ich zu den Charakteren keine große Verbindung aufgebaut und kann auch eher weniger zu ihnen schreiben. 

    Eine große Warnung gibt es noch für eine Szene im letzten Drittel des Buches. Diese hat das Potenzial einem Albträume zu verursachen und wird mir glaube ich lange als eine der heftigsten Tötungsaktionen im Gedächtnis bleiben. Viel mehr möchte ich hierzu gar nicht verraten. 

    Das Buch ist mit recht umfangreichen Zusatzmaterial ausgestattet. Es gibt ein kurzes Personenverzeichnis sowie ein Nachwort, eine kurze Einführung in das chinesische Schriftsystem und viele Anmerkungen, die physikalische Phänomene, Sprichwörter oder Ereignisse in der chinesischen Geschichte erläutern. 


    Fazit: Mir hat die Geschichte rund um die drei Sonnen, Wang Miao und Ye Wenjie größtenteils gefallen, auch wenn der Erzählstil so manches Mal etwas gewöhnungsbedürftig war. Ich glaube, die Reihe hat insgesamt noch einiges an Potenzial. Empfehlenswert ist das Buch für Personen, die Science-Fiction mögen, ein gewisses Durchhaltevermögen mitbringen und sich auch von komplizierteren wissenschaftlichen Erläuterungen nicht abschrecken lassen. Einen gewissen philosophischen Aspekt bringt der erste Teil dieser Trilogie auch mit sich. 

  18. Cover des Buches Die 100 - Heimkehr (ISBN: 9783453270718)
    Kass Morgan

    Die 100 - Heimkehr

     (244)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Das Cover ist gut.

    Der Schreibstil gefällt mir immer noch gut. Ich habe das Buch sehr schnell gelesen.

    Die Charaktere mag ich immer noch sehr. Sie sind gut gestaltet mit genügend tiefe, sodass sie sehr realistisch wirken. Mir hat der zunehmende Zusammenhalt gefallen. Gerade gegen die neu gelandeten Erwachsenen, die plötzlich die Macht übernehmen wollen kann man sich nicht einfach behaupten.

    Dieser Band war dann doch wieder erkennbar spannender als das mittlere Buch. 

    Mir hat gut gefallen, dass nicht nur alles positiv verlaufen ist. So hat mir das Buch als Fazit gut gefallen: 4 Sterne dafür von mir



  19. Cover des Buches Red Rising - Im Haus der Feinde (ISBN: 9783453534421)
    Pierce Brown

    Red Rising - Im Haus der Feinde

     (182)
    Aktuelle Rezension von: Baneful

    Das Beste an diesem Buch: das Ende.

    Das Schlimmste: der Protagonist.


    Unser Protagonist trägt den Namen Darrow. Er ist einer dieser Figuren, die so 0815-heldenhaft sind, dass ich nicht hören und lesen kann, wie heldenhaft und perfekt sie doch sind. Der Autor bemüht sich zu zeigen, dass Darrow nicht perfekt ist. Er hat Fehler, muss bestimmte Dinge lernen und erebt sogar Rückschläge. So weit, so gut, nicht wahr? FALSCH. Denn auch wenn Darrow Rückschläge erlebt, steckt er sie weg wie nichts, und geht wie ein Phönix aus der Asche hervor. Das ist natürlich nichts Schlechtes. Einige meiner Lieblingscharaktere haben solche Momente. Bei Darrow ist es allerdings eine andere Sache. Warum, fragt ihr? Weil der Autor eine perfekte Figur beschreibt, aber so tut, als wäre sie nicht perfekt und das kommt für mich einer Manipulation der Leser*innen gleich.

    Die Figurenkonstellation hat Höhepunkte. Ich mag einige der Nebencharaktere und auch den Hauptantagonisten. Der Love Interest ... ist nicht so meins. Ich habe nichts gegen den Charakter, allerdings fühle ich keine Chemie zwischen ihr und Darrow.

    Eine verwirrende Angelegenheit sind nach wie vor die ganzen Begriffe und Namen. Ich frage mich, warum so viele Figuren mehrere Namen haben und die hin- und hergeworfen werden. Die Mischung aus (merkwürdigen) Figurennamen, Sci-Fi-Begriffen und Bezeichnungen aus der Mythologie bremsen für mich den Lesespaß. Irgendwann habe ich mich zwar halbwegs daran gewöhnt, aber bis es so weit war, hat es doch recht lange gedauert. Und dann kommen noch in dieses ungewöhnliche Cocktail auch noch Fantasy-Elemente hinzu. Ich mag Fantasy, ich mag Sci-Fi und ich mag Mythologie, aber diese Art der Vermischung ist höchst gewöhnungsbedürftig.

    Ein andere Punkt, der mein Lesevergnügen leicht gebremst hat, ist der Plot. Eine große Portion des Plots findet in telling statt showing statt. Natürlich kann weder alles erzählt (telling) noch alles gezeigt (showing) werden; die Zusammensetzung macht die Musik.

    Mein Fazit ist, dass das Buch stellenweise richtig gut ist und stellenweise leider recht holprig. Deswegen vergebe ich ♥♥♥ Herzen, mit Luft nach oben. Ich hoffe, dass der dritte Band mich endlich auf den Hype-Zug springen lässt.

  20. Cover des Buches Kernstaub (ISBN: 9783959917018)
    Marie Graßhoff

    Kernstaub

     (161)
    Aktuelle Rezension von: sasa_moon

    Nach diesem Buch hat man zwei Sachen erreicht: das Entdecken einer unfassbar komplexen und spannenden Welt und der Aufbau von Armmuskeln. Letzteres ist kein Scherz, denn das Buch ist ein richtiger Klopfer und wiegt ziemlich viel, also sind Armmuskeln inklusive. :) Aber Spaß beiseite, bitte lasst Euch nicht von der Länge abschrecken. Lange stand das Buch bei mir nur im Regal herum, doch nachdem ich letztes Jahr der "Neon-Birds-Trilogie" verfallen bin, wollte ich dringend auch die anderen Bücher von Marie Graßhoff lesen. 

    Das Cover: gefällt mir wirklich gut. Es wurde passend zum Genre und der Geschichte gestaltet und verspricht gleich eine epische Science-Fiction Geschichte. Mich hat es gleich angesprochen.

    Handlung und Schreibstil: Ich möchte gar nicht den Klappentext noch einmal in meinen Worten wiedergeben, da ich wirklich nur empfehlen kann diesen NICHT vorher zu lesen. Ich hatte das Buch schon so lange in meinem Regal stehen, dass ich den Klappentext nicht mehr im Kopf hatte - und somit hat sich mir ein ganz anderes Leseerlebnis ermöglicht. Nach und nach hat sich eine unfassbar komplexe und fantastische Welt entwickelt, die ich zusammen mit Mara, unserer Protagonistin, erkunden durfte. Die Geheimnisse und ausschlaggebenden Hinweise auf das System wurden nur häppchenweise der lesenden Person serviert, sodass die Spannung bis zum Ende hin aufrechterhalten wurde. Ganz langsam entfaltet sich hier ein unfassbares Universum- das Worlbuilding hat mich schlichtweg umgehauen. Die Handlung lohnt sich wirklich!

    Der Schreibstil war für mich das Highlight, neben der Handlung. Marie hat hier einen sehr nachdenklichen Science-Fiction-Roman geschaffen. Ihr poetischer Schreibstil mit sozialkritischen Fragen regt durchaus zum Nachdenken an und hat mir wirklich gut gefallen. Das hat diesen Roman auch etwas von anderen Romanen in seinem Genre abgehoben. Hier ein Beispiel:

    "Erinnerungen sind blind, denn kein Auge hat den Anfang der Zeit in der Kruste je gesehen, kein Ohr je die Sprache gehört, denn kein Mund konnte sie sprechen. Die ewige Substanzlosigkeit." (S.483)

    Charaktere: diese haben mich im Vergleich zur Handlung teilweise etwas kalt gelassen. Mit unseren Protagonist:innen Mara und Juan bin ich leider bis zum Ende nicht wirklich warm geworden. Maras Entwicklung empfand ich noch ausbaufähig und sympathisiert habe ich nie so richtig mit ihr. Juan hätte ich im Laufe der Handlung gerne regelmäßig geschüttelt (Ich denke aber auch, dass das durchaus beabsichtigt war, dass er solche Gefühle bei den Leser:innen auslösen sollte). Dafür habe ich Glen und Sia ins Herz geschlossen und sogar den mürrischen Nero. Diese haben, im Vergleich zu den Protagonist:innen, eine unfassbare Charaktertiefe aufgewiesen und waren zwar nicht die typischen Sympathieträger:innen, aber dennoch konnte man einen besseren Bezug zu ihnen aufbauen.

    "Kernstaub" überzeugte mich mit seinem wunderbaren Schreibstil und einer inhaltsschweren Geschichte. Jedoch hätte ich etwa mehr von Mara und Juan erwartet. Gleichzeitig hat mich auch die Liebesgeschichte im Buch nicht wirklich überzeugt. Man hat viele Rückblenden, in der Gegenwart entwickelt sie sich sehr langsam (was ich persönlich eigentlich ganz gerne mag) und kaum gab es eine Szene der Verbundenheit ging plötzlich alles ganz schnell. Das hat für mich das vorherige langsame Herantasten etwas über Board geworfen. Ebenso ist auf den letzten Seiten so vieles gleichzeitig passiert, sodass ich teilweise etwas verwirrt zurückblieb. Da hätte man den Showdown ruhig über mehrere Kapitel passieren lassen können.

    Aber nichtsdestotrotz bin ich sehr froh endlich zu dem Buch gegriffen zu haben, denn sonst wäre mir definitiv etwas entgangen. Der 2. Band steht schon griffbereit. Von mir gibt es 4/5 Sternen.

  21. Cover des Buches Gemina (ISBN: 9783423762328)
    Amie Kaufman

    Gemina

     (189)
    Aktuelle Rezension von: shelfie

    Teil 2 der Illuminae Akten:

    Hanna ist die verwöhnte Tochter des Kommandanten der Sprungstation Heimdall, Nik der zweifelnde Sohn des Mafia-Clans. Beide hadern mit dem Leben an Bord der langweiligsten Raumstation des Alls, bis eine feindliche Kampfeinheit die Station angreift, nach und nach die Bewohner der Station dezimiert, während ein Funktionsausfall des Wurmlochs das Raum-Zeit-Kontinuum zu zerfetzen droht. Hanna und Nik kämpfen nun nicht mehr nur um das eigene Überleben und ihre neu gefundene Liebe – das Schicksal der Heimdall und wahrscheinlich das des gesamten Universums liegt in ihren Händen. 

     

    Meinung:   Wie auch „Illuminae“, der erste Teil, ist “Gemina” kein normales Buch. Die Autoren haben den gleichen Stil beibehalten, bei dem man die Akten liest. Eine sehr origininelle Idee, die mir bei Illuminae schon ausserst gut gefallen hat. Die 659 Seiten dieses Buches behinhalten Chatverlaeufe, Zeichnungen, Transkriptionen, Emails und vieles mehr. Mit viel Humor wird es abgerundet und Niklas und Ella Malikow sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Beide Charaktere finde ich einzigartig, insbesondere Ella. Den zweiten Band finde ich sogar besser als den ersten. Staendig passiert irgendetwas und durch die mehreren Plottwists bleibt es stehts spannend.

    Definitiv eine Leseempfehlung und ich freue mich schon auf „Obsidio“!

  22. Cover des Buches Eine kurze Geschichte der Zeit (ISBN: 9783499626005)
    Stephen Hawking

    Eine kurze Geschichte der Zeit

     (325)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Stephen Hawking setzt mit seiner kurzen Geschichte der Zeit bei Aristoteles ein. Für mich spannend wurde es beim Newtonschen Gravitationsgesetz. Es besagt, dass große und kleine Massen sich anziehen.
    Das leuchtete mir sofort ein. Ich bin eine kleine Masse, die vom Mainstream angezogen wird, so wie der Mond von der Erde oder die Erde von der Sonne.

    Dann erfuhr ich, dass am Anfang des 20. Jahrhunderts die Theorie bestätigt wurde, die besagt, dass sich das Universum seit dem Urknall ausdehnt.
    Ich stellte mir vor, durchs Universum zu fliegen, mich immer weiter von den anderen kleinen Massen entfernend. Das stimmte mich traurig. Dann geriet ich in ein Wurmloch und landete in einer anderen Galaxie. Jetzt liefen mir die Tränen.

    Plötzlich wurde ich, durch Stephen Hawking in meiner Phantasiereise angeregt, von einer Schwerkraft enorm angezogen. Ich sah dieses Schwarze Loch vor mir. Es wimmelte dort von Viren, Krankheiten, Gewalt, Krieg und Naturkatastrophen. Dort wollte ich nicht hin! "Stephen!", rief ich in meiner Verzweiflung. "Hast du nicht Gegenmittel für mich, damit ich nicht in dieses schwarze Loch gesogen werde? Ich habe solche Angst! Oder wenigstens eine Maske, hinter der ich mich verstecken kann?" Alles Zetern half nichts. Ich wurde weiter von dem Schwarzen Loch angesogen. Schließlich war eine solche Masse an Leid in mir, dass ich allen Widerstand aufgab. Sollte mich doch diese große Masse erdrücken. Ich war nun bereit für meine Kreuzigung. Schließlich wurde ich wie ein "Spaghetti in die Länge" gezogen und tauchte ich in das Schwarze Loch ein.

    Wie ich erwartet hatte, löste ich mich als kleine Masse auf. Aber welches Wunder! Ich ging nicht in der großen Masse verloren, sondern war plötzlich ein winzig kleines Teilchen. Das war ich bereits vorher. Nur hatte mich meine kleine Masse daran gehindert, es wahrzunehmen.
    Wenn es in dieser Singularität, also dem Ort, wo die Krümmung der Raumzeit divergiert, das heißt, unendlich wird, noch eine Zeit gäbe, würde ich jetzt sagen, dass ich mein Sein als winziges Einzelteilchen erst einmal ein paar Milliarden Jahre genoss. Ach! War das HerrLich(t), so unabhängig zu sein!

    Das Wunder ging aber noch weiter! Ich entdeckte ein zweites Einzelteilchen und dieses verhielt sich wie mein Spiegel- oder Ebenbild. Wenn ich winkte, winkte es auch. Wenn ich lächelte, lächelte es ebenfalls. Merkwürdig!
    Da sah ich das Lichtkabel, ein warmes Liebesband, das die Informationen transportierte.
    Als ich noch aufmerksamer hinschaute, war ich von unzähligen Einzelteilchen umgeben, die alle miteinander verbunden waren und immer mehr wurden. Wie phantastisch!

    Eines dieser Einzelteilchen erschien mir anders. Was war das denn? Wirklich! Es hatte einen Sprachcomputer! "Stephen? Bist du das?", fragte ich unsicher. "Willkommen, Vera Seidl! Einen schönen Namen hast du. Er bedeutet, die Wahrheit oder der Glaube siedelt sich an. Aber das weißt du ja", antwortete es mit seiner Computerstimme. "Ja, zum Teil bin ich Stephen Hawking. Jedoch sieh! Die vielen Wellen, die von mir weggehen und auf mich zulaufen!"
    "Aber wie hast du denn deinen Sprachcomputer mitnehmen können? Und wozu?", fragte ich verblüfft.
    Stephen lachte herzhaft. "Ich habe ihn einfach mitgenommen! Wozu fragst DU? Die Menschen haben sich an meine Computerstimme gewöhnt und du ganz besonders!" Dabei sah mich das winzige Einzelteilchen eindringlich an.

    Als ich an mir herunterschaute, musste ich erkennen, dass ich meine kleine Masse gar nicht verloren hatte, die aber, nachdem sie im schwarzen Loch gewesen war, nicht mehr vom Mainstream angezogen werden konnte, sondern weiter kleinstes Einzelteilchen blieb. Als Masse hatte ich immer noch Hände und im schwarzen Loch enorm viel Energie getankt, um aufzuschreiben, was Stephen mir diktierte.
    Seine Informationen haben sich deshalb verändert, weil er jetzt ein kleinstes Teilchen ist, das mit vielen anderen durch Liebe und Licht verbunden ist. Man nennt es auch Bewusstsein. Ich nenne es Gott.

    Die Umwandlung der Wahrnehmung von der kleinen Masse zum kleinsten Teilchen hätte und hat Stephen Hawking zu seinen Lebzeiten auf der Erde anders ausgedrückt. Etwa so: "Sie überzeugten mich davon, daß rotierende Schwarze Löcher nach der Unschärferelation der Quantenmechanik Teilchen hervorbringen und emittieren müssen." Oder so: "Es verhält sich ähnlich wie in dem bekannten Beispiel der Affen, die auf der Schreibmaschine herumhämmern - was sie schreiben, wird größtenteils Unsinn sein, doch in ganz seltenen Fällen werden sie durch reinen Zufall ein Shakespearesches Sonett zusammenfügen." Auch so: "Wir sehen das Universum, wie es ist, weil wir existieren."

    Die folgenden Sätze stammen jedoch nicht aus seinem Diktat. "Lieber Stephen Hawking, liebes kleinstes Teilchen, ich danke dir von ganzem Herzen, dass du auf der Erde deine Behinderung, dein Kreuz so tapfer getragen hast. Ich danke dir herzlich für alles, was du für die Menschheit getan hast. Ich danke dir für dein Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit", indem du die klassische Physik und die Quantentheorie äußerst verständlich und immer mit einem Augenzwinkern erklärst, wobei mich die Menge an Informationen manchmal überfordert hat. Vielen Dank für die deutliche Beschreibung der Einsteinschen Relativitätstheorie. Dein Beispiel mit dem Ping Pong Spiel in der fahrenden Straßenbahn war hinreißend."

    Ich habe das Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit" gelesen und zusätzlich der Stimme von Frank Arnold gelauscht. Meine Wahrnehmung erfolgt eher über das Sehen oder das Riechen, lerne aber gerade, auch anderen Stimmen mehr Aufmerksamkeit zu verleihen und sei es die Computerstimme von Stephen Hawking.
    Frank Arnold las ruhig, flüssig und mit einer Betonung, die mir das Verständnis der physikalischen und astronomischen Gesetze erleichterte. Ich danke ihm herzlich.

    Das Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit" erschien 1988. Bis zum Jahr 2002 waren neun Millionen Exemplare verkauft worden. 41 Wochen lang hielt sich das Werk in den Jahren 1988 und 1989 auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Es ist in 40 Sprachen übersetzt worden, für mich zum Glück auch in die deutsche.

    Diese Rezension soll dem Babelsberger Mieterverein gewidmet sein, der mir zur Seite stand, als ich vom schwarzen Loch angesogen wurde.

    Vera Seidl

     PS.: "Lieber Albert Einstein, liebes kleinstes Teilchen, bitte verzeih mir, dass ich dich widerlegt habe. Gott würfelt und zwar gezielt ... und mit Humor. Aber das weißt du ja inzwischen selbst. 

     

  23. Cover des Buches Godspeed - Die Suche (ISBN: 9783841502520)
    Beth Revis

    Godspeed - Die Suche

     (562)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Inhalt: ACHTUNG, NICHT LESEN, BEVOR IHR TEIL 1 GELESEN HABT! Nachdem der Älteste tod und Orion eingefroren ist, ist es nun an Junior, das Kommando über die Godspeed zu übernehmen. Doch plötzlich stellen sich Fragen: Wenn das Raumschiff jemals geflogen ist, wie konnte es dann im luftleeren Raum dazu kommen, dass sie stehengeblieben sind? Werden die Bewohner der Godspeed Junior als ihren Anführer akzeptieren, wenn sie nicht mehr unter dem Einfluss der Droge Phydus stehen? Und wenn nicht, wie lang wird es dauern, bis sie eine Revolution anzetteln? Und würde Amy auch Junior wählen, wenn er nicht der einzige andere Teenager auf dem Schiff wäre?

    Fazit: Für mich hat der zweite Teil der Reihe im Vergleich zum ersten Band kein Stück nachgelassen. Die Spannung bleib gleichmäßig hoch und Amy fragt sich, ob sie Junior um seinetwillen liebt oder nur, weil sie keine andere Wahl auf dem Schiff hat (was ich etwas zweifelhaft finde, immerhin ist die 17 und die Godspeed voll mit 20-jährigen, da ist der 16-jährige Junior nicht wirklich die einzige Wahl). Was mir außerdem gut gefallen hat, war, dass dieser Teil viel diverser war als sein Vorgänger. An Band 1 habe ich kritisiert, dass es bis auf Amy keine einzige wichtige Frauenfigur gab. Das war in diesem Teil ganz anders. Was ich jedoch versäumt habe an Band 1 zu kritisieren, ist, wie wenig die Cover dieser Reihe zum Inhalt passen. Immerhin ist Amy rothaarig und Junior alles andere als weiß. Dennoch hat mich dieser Band inhaltlich wieder überzeugt!

    Empfehlung: Ja, ich möchte diese Reihe vielen Jugendlichen in die Hand drücken. So viele wichtige Themen und extreme Spannung!

  24. Cover des Buches The Cage - Entführt (ISBN: 9783453268937)
    Megan Shepherd

    The Cage - Entführt

     (141)
    Aktuelle Rezension von: Sabriiina_K
    Auf dieses Buch bin ich, wie immer, beim Stöbern im Internet gestoßen. Der Klappentext klang für mich auch auf Anhieb interessant, dennoch hatte ich zu Beginn einige Vorbehalte gegen das Buch wegen dem Genre. Denn Dystopien schießen ja momentan wie Gras aus dem Boden und man hat irgendwie alles schon mal gelesen. Das wiederum machte mich aber nur umso neugieriger! Ich wollte unbedingt wissen, wie das Szenario im Buch aussieht und ob die Story für mich etwas Neues ist.

    Ich begann also die ersten Seiten zu lesen und war von Anfang an sehr angetan von dem tollen Schreibstil. Dieser war sehr flüssig und angenehm, sodass ich beim lesen gut voran kam.
    Die Geschichte wird ohne viel Vorgeschichte eingeleitet, wodurch man quasi ebenso ahnungslos in einer neuen Welt strandet wie die Protagonistin Cora. Die Welt ist ausreichend, aber nicht zu detailliert beschrieben, sodass man sich nicht gelangweilt hat. In dieser Welt gibt es verschiedene Vegetationszonen, die alle aneinander liegen und gut zu Fuß zu erreichen sind und auch das Zeitkontinuum scheint irgendwie verschoben zu sein. Für meinen Geschmack war das eine sehr vielversprechende Ausgangssituation für eine spannende Geschichte und ich wurde nicht enttäuscht.
    Cora beginnt nämlich ihre neue Welt zu entdecken und stellt sich natürlich viele Fragen.
    Das hat mir an ihrem Charakter wirklich gut gefallen, dass dies eine Eigenschaft war, die sie sich immer bewahrt hat. Und auch so war Cora in meinen Augen eine tolle Protagonistin. Sie war mir von Anfang an sehr sympathisch. Natürlich hat sie auch so ihre Macken, aber gerade das ließ sie für mich sehr authentisch wirken. Cora setzt sich das Ziel herauszufinden wo sie ist, und gibt sich nicht mit halbherzigen Antworten zufrieden. Sie kämpft für das, was ihr wichtig ist und hält, trotz Zweifel an diesem Ziel fest. Das fand ich angesichts ihrer Situation wirklich bewundernswert!

    In ihrer neuen Welt lernt Cora noch fünf weitere Jugendliche kennen: Lucky, Leon, Mali, Nok und Rolf. Gemeinsam bilden die Sechs wirklich eine sehr gut durchmischte Gruppe an Charaktereigenschaften. Leon, der eigenbrödlerische Macho, Nok, die mädchenhafte Asiatin, Rolf, Superhirn und Supernerd, Lucky, der sympathische Durchschnittstyp und Mali, ein wirklich eher seltsames Mädchen.
    Diese Zusammenstellung fand ich beim Lesen besonders spannend. Denn jeder der Jugendlichen geht mit dieser neuen Lebenssituation einfach ganz anders um, und man kann sich ja gut vorstellen, dass bei so einer Konstellation nicht immer heiterer Sonnenschein zwischen allen herrscht.
    Die einzelnen Kapitel sind abwechselnd aus den verschiedenen Perspektiven der Charaktere geschrieben, wodurch man echt einen guten Überblick über alle bekommt und man die einzelnen Figuren wirklich gut kennenlernt, ohne dass eine zu kurz kommt.

    Natürlich dieses neue Lebenssetting nicht einfach so entstanden, sondern wurde von einer anderen Lebensform mit Hintergedanken entwickelt. Bei dieser Spezies handelt es sich um die Kindred, eine Spezies die ihre Emotionen bestens verbergen können. Sie haben den „Käfig“ zu bestimmten Zwecken gebaut. Diese Zwecke erschließen sich dem Leser so nach und nach.
    Eine wichtige Rolle seitens der Kindred spielt dabei Cassian, der Wächter der Jugendlichen. Er taucht immer wieder im Käfig auf, mahnt die Jugendlichen ein ums andere Mal sich an die Regeln zu halten und soll dafür sorgen, dass das Vorhaben der Kindred gelingt.
    Ich fand Cassian als Figur wirklich genial! Er trug so einen Zwiespalt in sich, denn einerseits war er ein Kindred mit gut verborgenen Emotionen, aber andererseits berührte ihn auch der Kontakt zu den Jugendlichen, insbesondere zu Cora, in seinem Inneren. Sollte er sich an die Regeln der Kindred halten? Oder sollte er den Jugendlichen bei der Flucht aus dem Käfig helfen?

    Der Storyverlauf war für mich wirklich spannend zu verfolgen. Da es sich bei diesem Buch um Band 1 einer Trilogie handelt, war klar, dass der Fokus zunächst mal besonders auf den einzelnen Charakteren und deren Zusammenarbeit lag. Spannung war für mich in diesem Sinne trotzdem stets gegeben, da es schnell Missgunst und Misstrauen und auch einige Konflikte in der Gruppe gab. Außerdem kamen beim Lesen immer wieder neue Fragen auf, die es zu klären galt.
    Das Ende wurde dann wirklich actionreich und es gab nochmal eine große Wendung, mit der ich so nicht direkt gerechnet habe! Ich freue mich deswegen jetzt umso mehr auf den zweiten Band, der voraussichtlich im Mai 2017 erscheinen wird.

    Mein persönliches Fazit:

    Eine richtig geniale Jugenddystopie, die von der Storyidee her alles andere als 0-8-15 war. Die Geschichte war wirklich spannende und konnte mich die ganze Zeit über bei der Stange halten! Ich freue mich schon auf Band 2! Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

    Ich vergebe 5 von 5 möglichen Büchern! 

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