Bücher mit dem Tag "vladimir sorokin"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "vladimir sorokin" gekennzeichnet haben.

8 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schneesturm (ISBN: 9783462046823)
    Vladimir Sorokin

    Der Schneesturm

     (70)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    [..Gegen den Wind zu Felde ziehen! Alle Fährnisse überwinden, allen Wahnwitz und Widersinn. Nichts und niemanden fürchten, unbeirrt seinen Weg gehen, wie das Schicksal es will. Eisern, standhaft, geradeaus. Darin liegt der Sinn unseres Lebens...]

    V. Sorokin


    Der Landarzt Garin muss so schnell als möglich nach Dolgoje. Zu diesem Zweck heuert er den Kutscher Kosma an. Untewegs durch die russische Landschaft geraten die beiden in einen nicht endend wollenden Schneesturm. 

    Hat mir gut gefallen diese Erzählung, auch wenn ich nicht alle literarischen Verweisungen auf die grossen russischen Erzähler verstanden habe.

    Fast im Stile eines Gogols beschreibt Sorokin zuweilen seinen von 50 'perlhuhngrossen' Zwergpferdchen gezogenen Schlitten als 'Mobil'. Oder aber der Leser liest von lilafarbenen Riesendoggen.

    Ganz schön absurd und bizarr.

  2. Cover des Buches Der Schneesturm (ISBN: B017DNXNT6)
    Vladimir Sorokin

    Der Schneesturm

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Das Genre - phantastische, historische Fantasy-Steampunk-Science-Fiction - ist nicht mein Ding. Die Hauptfigur ist mir leider total unsympathisch und das Ende mag ich auch nicht. Aber die Geschichte ist sehr gut geschrieben, das Hörbuch ist sehr gut vorgelesen und vor allem ist das Thema hochaktuell: Ein Arzt muss dringend Impfstoff zu Menschen bringen, die von einer schlimmer Epidemie bedroht sind. Deshalb hat es sich auf jeden Fall gelohnt, die Geschichte zu hören. Sie passt auch nicht nur jetzt gut zum Winter. Ich könnte mir vorstellen, dass es recht vergnüglich ist, sie im Hochsommer zu hören und die eine oder andere Gänsehaut zu genießen, denn die Kälte ist wirklich eindringlich beschrieben.

  3. Cover des Buches Der Tag des Opritschniks (ISBN: 9783462004106)
    Vladimir Sorokin

    Der Tag des Opritschniks

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Was auf Wikipedia zu lesen ist, bestätigt sich schon auf den ersten Seiten. Sorokin ist ein Vertreter der Postmoderne in ihrer keine Trivialität und Skurilität scheuenden Variante. Also eigentlich nicht mein Ding. Und dennoch ist dieser Roman gut und in Zeiten des Putin-Krieges notwendig. Denn nur so wird klar, wer Putin und die Seinen sind: Primitive Menschen mit Hochschulabschluss, die mühelos vom Vergewaltigen zum Beten und vom Foltern zum Lyriklesen wechseln können. All das wird von Sorokin in einer Zukunft vorgeführt, die gesellschaftlich so strukturiert ist wie zu Zeiten Iwan des Schrecklichen und technisch auf einer Höhe, die wahrscheinlich noch 10 bis 20 Jahre von uns entfernt ist. Also Putins Paradies!

  4. Cover des Buches Der Zuckerkreml (ISBN: 9783462042269)
    Vladimir Sorokin

    Der Zuckerkreml

     (6)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die Verstörung über diese Erzählungen hat etwas damit zu tun, dass die realen Keimzellen für solch eine Gossudarenherrschaft in  ihren Ausprägungen heute bereits vorhanden sind. Russland wird autokratisch geführt, es gibt einen nationalistisch geprägten russisch-orthodoxen Klerus, der bedenkenlos Atom-U-Boote segnet, es gibt die notorisch prügelfertige Putin-Jugend, und es gibt das ebenso notorisch von Alkohol, Religion und Patriotismus befeuerte freundliche Erdulden all dieser Zumutungen -  heute. Sorokins "Zuckerkreml" ist ein sehr heutiges Buch. 

    Der "Zuckerkreml" ist eine Sammlung von 15 heterogenen Erzählungen; einige Texte sind szenisch-dialogisch verfasst, andere sind in unterschiedlichen Perspektiven konventionell erzählt.

  5. Cover des Buches Der himmelblaue Speck (ISBN: 9783832148812)
    Vladimir Sorokin

    Der himmelblaue Speck

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Tengo
    Im Text zur Beschreibung steht schon alles, was man wissen muss. Wer nichts für derart groteske Ideen, maßlos überzeichnete Figuren übrig hat, wird den Roman in die Ecke pfeffern. Ich habe ihn zügig und mit einigem Vergnügen gelesen, auch wenn ich gestehen muss, dass ich die softeren Werke wie Schneesturm, der Tag des Opritschnik oder speziell auch die Eis-Trilogie mit mehr Genuss gelesen habe.
  6. Cover des Buches BRO (ISBN: 9783833305030)
    Vladimir Sorokin

    BRO

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Boris
    Sehr schade. "Ljod"hat mir sehr gut gefallen. "Bro" ziemlich gelangweilt. Sorokin fängt stark an, die Suche nach dem"Komet"hat mich noch interessiert. Nach der Verwandlung, der Anderswerdung, der Geburt von Bro schleppt sich der Roman nur so dahin. In "Ljod" erzählte Sorokin nicht linear, sprang hin und her, vor und zurück, änderte Erzählperspektiven, hier wird linear erzählt. Langweilig! Schade!
  7. Cover des Buches LJOD, Das Eis (ISBN: 9783833302985)
    Vladimir Sorokin

    LJOD, Das Eis

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Im ersten Teil der "Eis"-Trilogie zieht eine Sekte durch die russische Nachglasnost-Gesellschaft und klopft mit erheblichen Kollateralschäden neue Jünger wach. Man erfährt dass die Mitglieder sich als Inkarnation des göttlichen Lichts sehen die mit dem "Herzen sehen" können. Allerdings beschränkt sich ihre göttliche Liebe nur auf eingetragene Mitglieder (wie das bei allen Glaubensgemeinschaften der Fall ist). Nicht mit der gleichen Bildgewalt wie im "Tag des Opritschniks", aber immer noch sehr eindringlich, schildert Sorokin die russische Gesellschaft zwischen Profitgier und Zwangsneurosen. Mit dem historischen Rückblick in die frühen Jahre der Sekte fühlt man sich an das "Archipel Gulag" von Solschenizyn erinnert. Meine Empfehlung: Lesen! Auch wenn es nicht an den "Tag des Opritschniks" heranreicht.
  8. Cover des Buches 23000 (ISBN: 9783827007018)
    Vladimir Sorokin

    23000

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Wolkenatlas
    Fulminanter Abschluss der "Ljod"-Trilogie Wer bereits "Ljod" und "Bro" gelesen hat, ahnt bereits, was es mit "23000" auf sich hat. Die Bruderschaft der Auserwählten entführt wieder bzw. weiterhin blonde, blauäugige Kinder, Frauen und Männer, um ihre Herzen mit speziell gefertigten Eishämmern zu wecken. Die Geweckten sind Teil der 23000 Glücklichen, die Anderen tragen bleibende Schäden davon oder sterben. Das Menschsein ist in den Augen der Bruderschaft die Schande der Erde und die Erde somit die Schande unseres Universums. Jedes Mittel zur Findung der Brüder und Schwestern ist recht, Menschen bzw. Fleischmaschinen, wie sie hier etwas reißerisch bezeichnet werden, sind (falls nicht erleuchtet), hohle Nüsse und somit wertlos. Während der erste Teil "Ljod" quasi der vorbereitende und groß angelegte Prolog ist und "Bro" sich auf den Sektengründer Bro und die Entstehung der Sekte im Rahmen der Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts konzentriert, ist "23000" das große Finale. Die Bruderschaft bemüht sich, die letzten Herzen des Lichts zu finden, während zwei Überlebende der brutalen Weckversuche sich das Ziel setzen, das böse Treiben zu beenden. Aus abwechselnden Erzählperspektiven lässt Vladimir Sorokin, Russlands umstrittener Skandalautor der Postmoderne, der in Russland auch als vermeintlicher Pornoautor und Schöpfer des Obszönen verrufen ist, den Leser an dieser Stretta teilhaben und zieht ihn in dieses spannende Endzeitszenario hinein. Wieder einmal, wie schon so oft in unserer Geschichte, fühlt sich eine "Rasse" einer anderen überlegen. Sorokins "Erweckte des Lichts" wollen gar die verdorbene Erde, auf der Sex, Gewalt und Inkonsequenz vermeintlich vorherrschen, als Schandfleck des Universums auslöschen. Dazu müssen jedoch alle 23000 Herzen an einem bestimmten Tag miteinander verbunden werden. Dass der Weg dahin nur über Gewalt und Rücksichtslosigkeit führt, ist den Brüdern unwichtig. Sorokins nur leicht getarnte Sozialkritik donnert hier mit geballter Kraft auf diverse Weltverbesserer sowie selbst ernannte Wunderheiler und Glaubensjünger nieder. Die kommerzialisierte Glückssuche als Übel der Menschheit und der Wahn der Unbelehrbaren, die immer noch an die Superiorität der jeweils eigenen Rasse glauben; Vladimir Sorokin zerstört das jeweilige Phänomen, indem er die 23000 Geschwister des Lichts an ihrem eigenen Licht im "Großen Kreis" verrecken lässt bzw. ad absurdum führt. "23000" ist ein Musterbeispiel für Vladimir Sorokins Prosa, die sich an keiner Stelle stilistisch festnageln lässt und virtuos absurd auf die jeweilige Thematik oder den gerade einsetzenden Protagonisten reagiert. Obwohl definitiv nicht alles, was in "23000" von Vladimir Sorokin aufgetischt wird, den Geschmack des Rezensenten trifft, weil es immer wieder bewusst an der Grenze zwischen Kitsch und gutem Geschmack hin- und herpendelt bzw. in schwächeren Händen ein peinliches Abgleiten in niveaulose Esoterik-, Pseudoerleuchtungs- und Sciencefictionliteratur bedeutet hätte, so fesselt "23000" von der ersten bis zur letzten Seite aufgrund der schöpferischen Kraft des Autors. Wenn Vladimir Sorokin zwischen spannenden, reißerischen Szenen und pathetischen, die Ideale und Gedanken der Sekte verherrlichenden Hymnen hin- und herspringt, folgt man ihm gebannt, ohne sich seinen Einwänden hingeben zu können oder zu wollen. Empfehlenswert ist jedoch sicherlich, die drei Teile dieser spannenden und großartig von Andreas Tretner übersetzten "Ljod-Trilogie" in der richtigen Reihenfolge zu lesen. (Erstveröffentlicht auf www.sandammeer.at, Roland Freisitzer; 06/2010)

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