Bücher mit dem Tag "viktorianische zeit"

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71 Bücher

  1. Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783847900306)
    Sarah Perry

    Die Schlange von Essex

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    England, Ende des 19. Jahrhunderts. Cora Seaborne hat gerade ihren Mann verloren. Doch anstatt in Trauer zu versinken fasst sie neuen Lebensmut, denn nach Jahren der Unterdrückung sieht sie jetzt die Chance neu aufzublühen und endlich ihren eigenen Weg zu gehen. Zusammen mit ihrem etwas sonderbaren Sohn Francis und ihrer treuen Freundin Martha machen sie sich auf nach Aldwinter, denn es geht das Gerücht um, dass dort eine riesige Schlange ihr Unwesen treibt und Mensch und Dorf in Angst und Schrecken versetzt. Seltsame Dinge geschehen offenbar an diesem abgelegen Ort. Menschen verschwinden, kommen im Moor um und auch Weidetiere segnet ganz plötzlich das Zeitliche. Viele geben an, das große, schaurige Ungeheuer bereits gesehen zu haben und alle scheinen sich einig: Es ist eine Strafe Gottes für ihre Sünden. Der Dorfpfarrer William Ransome jedoch ist anderer Ansicht. Er glaubt nicht an das Monster und sieht die Vorkommnisse eher als Zufall an. Er versucht seine Gemeinde zu beruhigen, doch dies mag ihm nicht recht gelingen. Cora glaubt ebenfalls nicht an eine Strafe, hält aber die Existenz eines solchen Wesens für durchaus möglich und möchte es aufspüren. In ihrem Ehrgeiz wittert sie bereits einen großen Fund und sieht ihn mit ihrem Namen darunter schon als Sensation im Museum stehen. Sie freundet sich trotz ihrer unterschiedlichen Vorstellungen und Ansichten mit William Ransome an und wird ein steter und gern gesehener Gast in seinem Haus. Jedoch merken beide bald, dass dort mehr zwischen ihnen zu sein scheint als nur oberflächliche Zuneigung. Ein verheirateter Dorfpfarrer ist aber ein absolutes Tabu und sie droht mit ihren Gefühlen und Überzeugungen in Ungnade zu fallen, falls sie länger im Dorf bleiben sollte.📖


    Vorweg muss ich sagen, dass das Buch wirklich ein äußerst hübsches Cover besitzt, das mich, neben dem Interesse für eine Geschichte, die in England im 19. Jahrhundert spielt, auch dazu animiert hat, es zu lesen. Desweiteren wurde es erst kürzlich mit Claire Danes und Tom Hiddleston verfilmt, was mich auch neugierig gemacht hat.
    Die Geschichte an sich brauchte ein Weilchen um mich an sich zu binden. Überhaupt ist das Buch eher ein Sittenbild, ein Ausschnitt der damaligen Zeit. Wer ein spannendes Abenteuer rund um ein Seemonster erwartet ist hier falsch, denn sowas taucht erstmal gar nicht wirklich auf. Es geht eher darum, wie man damals mit einer vermeintlich bedrohenden Situation umgegangen ist und natürlich flüchtete man sich schnell in eigenes Verschulden, eine Strafe Gottes für die begangenen Sünden. Aber es gab natürlich auch bereits Freigeister, die diese Denkweise in Zweifel zogen, hier in Verkörperung von u.a. Cora Seaborne und überraschenderweise auch teilweise dem Dorfpfarrer William Ransome, die erst gar nicht an die Existenz eines solchen Monsters glaubten oder es für ein überlebendes Überbleibsel einer früheren Tierart ansahen. Auch ein Teil der Geschichte sind Coras freundschaftliche Verbindung zu einem karrierebewusstem Arzt, der sie unbedingt näher an sich binden wollte (,,Ihre Jugend hatte sie im Besitz eines Mannes verbracht, und nun, da sie kaum ein paar Monate in Freiheit gelebt hatte, wollte ihr schon wieder ein Mann seinen Stempel aufdrücken?") und der Kampf ihrer Freundin Martha für bessere Lebensbedingungen der unteren Gesellschaftsschichten.
    Der Schreibstil war gut und unkompliziert zu lesen. Aus der Sicht der 3. Person bekam man mitunter gleich mehrerere Beschreibungen und Gedanken verschiedener Charaktere hintereinander dargestellt. Von machen Rezensent/innen habe ich gelesen, dass sie die Geschichte mit Werken von Jane Austen verglichen. Dem kann ich nicht wirklich zustimmen. Vielleicht ein wenig im Bezug auf die Darstellung einer dörflichen Gemeinde zu einer früheren Zeit, ansonsten ist Jane Austen natürlich aber eine Liga für sich.
    Eine, meiner Meinung nach, doch ruhigere Geschichte als ich erwartet hatte, die aber durchaus lesenswert ist, wenn man Lust auf eine kleine Zeitreise hat und sich für das 19. Jahrhundert interessiert. Leider muss ich sagen, dass das Buch mich doch irgendwie ein klein wenig unbefriedigt zurückgelassen hat. Manche Erzählstränge hätte ich gerne abgeschlossener gesehen. Trotzdem hat es mich eine Zeit lang gut unterhalten. 3,5/4⭐️🙂


  2. Cover des Buches Young Sherlock Holmes (ISBN: 9783596193004)
    Andrew Lane

    Young Sherlock Holmes

     (354)
    Aktuelle Rezension von: 99Hermione99

     Zum Inhalt: Sherlock Holmes ist 14 Jahre alt. In den Sommerferien wird er zu seinem Onkel und seiner Tante im Holmes Manor geschickt. Todlangweilige Wochen stehen ihm bevor. Zu allem Überfluss hat sein Bruder Mycroft für ihn auch noch einen Tutor organisiert: Amyus Crowe soll sich um die Schule für Sherlock in den Ferien kümmern. Doch plötzlich tauchen zwei Leichen auf, die merkwürdige Beulen im Gesicht aufweisen. Noch eine Pestseuche? Sherlock möchte mehr darüber herausfinden und stürzt sich in Nachforschungen. Doch ungewollt werden Sherlock, sein neugefundener Freund Matty, Amyus Crowe und dessen Tochter Virginia in diesen Fall hineingezogen und sogar zum Tode verurteilt. Bienen spielen dabei eine verblüffend wichtige Rolle.   Meine Meinung:   Ich finds erst mal super cool, dass Andrew Lane die Herausforderung auf sich genommen hat, die bisher unbekannte Kindheit von Sherlock Holmes zu erzählen. Und das hat er auch ziemlich gut, fesselnd und spannend hingekriegt. Einzig und allein die Tatsache, dass Sherlock Holmes genauso schlau ist, wie alle anderen, irritiert mich. Hat er das, was man aus den Filmen und den Originalbüchern kennt, wirklich alles gelernt? Ich bin skeptisch. Aber sonst ist das Buch fantastisch und ich werde mit Vergnügen die restlichen Bände lesen! Also lesen!! ;)

  3. Cover des Buches Der geheime Zirkel I Gemmas Visionen (ISBN: 9783423716833)
    Libba Bray

    Der geheime Zirkel I Gemmas Visionen

     (637)
    Aktuelle Rezension von: Roxy_00013

    Die Idee an sich, der Aufbau der Geschichte und auch das Setting haben mir sehr gut gefallen.
    Jedoch mangelte es meiner Meinung nach an Erklärungen und dem nötigen Tiefgang.
    Der Schreibstil hat mich leider nicht wirklich überzeugt. Er ist zwar sehr einfach gehalten wirkte auf mich aber oft etwas abgehackt, wobei ich nicht weiss, ob dies vielleicht auch an den Kürzungen lag. Ebenso erschienen mir manche Ausdrucksweisen als zu modern und nicht der Epoche entsprechend.

    Die Beschreibung der Charaktere war eher oberflächlich, entsprechend hinterliessen die einzelnen Protagonistinnen nur einen blassen Eindruck auf mich. Vielleicht ändert sich dies ja noch mit den weiteren Bänden. Mir fehlte einfach allgemein die Bindung zu den Charakteren, weshalb mich ihre Handlungen oder die Ereignisse auch nicht gross berührten.
    Ausserdem konnte ich die Freundschaft der Mädchen überhaupt nicht nachvollziehen, welche wie aus dem Nichts kam.

    Für mich leider kein wirklich gelungener Auftakt. Doch ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, und werde dem zweiten Teil noch eine Chance geben und hoffe auf eine Steigerung.

  4. Cover des Buches Die Landkarte der Zeit (ISBN: 9783499253195)
    Félix J. Palma

    Die Landkarte der Zeit

     (627)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen, aber da mir das Cover so gut gefallen hat, musste ich es schnell aus dem Regal holen und loslesen.

    Ein Roman über das Zeitreisen.

    Es geht um Andrew, dessen grosse Liebe 1896 von Jack the Ripper ermordet wird. Er ist untröstlich, da zeigt ihm 8 Jahre später sein Cousin eine Lösung auf. Er hat eine Agentur gefunden die Zeitreisen organisiert...

    Der Roman befasst sich mit der Frage ob es Zeitreisen wirklich gibt oder ob das alles nur letztlich eine Illusion war und man dem Leser einen "Bären aufgebunden" hat.
    Ich dachte erst es geht mir zu sehr in Science Fiction rein aber das war nicht der Fall...nur gegen Ende dann. Es war ein kurzweiliges Buch, mit einer netten Geschichte.

  5. Cover des Buches Lady Trents Memoiren 2 (ISBN: 9783959815055)
    Marie Brennan

    Lady Trents Memoiren 2

     (47)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Haben Sie je an einem Abgrund gestanden und plötzliche Furcht verspürt, nicht, dass Sie fallen würden, sondern dass Sie sich hinabstürzen würden? Dass die Instinkte, die unser Leben erhalten, für diesen einen entscheidenden Moment versagen würden und Sie in der Zwischenzeit ohne ersichtlichen Grund nach vorne treten und Ihren eigenen Tod suchen würden?"

    In Marie Brennans zweiten Band von Lady Trents Memoiren, "Der Wendekreis der Schlangen", stellt sich Lady Isabella Trent genau diese Fragen.

    In ihrem zweiten Buch ihrer Memoiren berichtet Lady Trent nun von ihrer Expedition in die "Grüne Hölle" - wie die Moulish den Regenwald ihres Landes Mouleen nennen. Selbstverständlich sponsert der gute und exzentrische Lord Hilford diese Expedition wieder und nach vielem Hin und Her mit den Behörden, kann die Expedition drei Jahre nach ihrer Rückkehr aus Vystrana endlich starten. Auch Tom Wilker ist wieder mit von der Partie, Lord Hilford jedoch ist verhindert, stattdessen begibt sich seine Enkelin Natalie Oscott mit auf diese gefährliche Abenteuer. Und natürlich eckt Lady Trent gesellschaftlich wieder an ... um nicht zu sagen ihr Verhalten ist skandalös! Doch Isabella schert sich einen Teufel um dieses Getratsche - dafür ist ihre wissenschaftliche Neugier einfach zu groß - doch diese Neugier kam ihr einmal mehr teuer zu stehen: So fand sich Lady Isabella nicht nur in der gnadenlosen Hitze des Urwalds wieder, sondern hatte auch körperlich sehr zu leiden und zu allem Überfluss wurde sie auch noch in die Intrigen der königlichen Familie hineingezogen...

    Isabellas Memoiren haben mir auch dieses Mal wieder gut gefallen. Vor allem ihre unverblümte und direkte Art behagt mir sehr und ich so glaube ich, würden wir uns prächtig verstehen, sollte sich jemals die Gelegenheit ergeben sich persönlich zu treffen.

    Für Drachenfans, die mit der viktorianischen Ausdrucksweise keinerlei Probleme haben und sich gerne in persönliche Aufzeichnungen vertiefen, ist dies eine empfehlenswerte Lektüre.

  6. Cover des Buches Das Geheimnis von Wishtide Manor (ISBN: 9783596297429)
    Kate Saunders

    Das Geheimnis von Wishtide Manor

     (47)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    London, 1850. Laetitia Rodd ist eine Witwe, die von ihrem Bruder, einem erfolgreichen Prozessanwalt, für geheime Ermittlungen eingesetzt wird. In diesem Fall wendet sich ein reicher Mann an ihn, dessen Sohn eine mittellose Frau heiraten möchte. Um diese Heirat zu verhindern, soll Laetitia mehr über die Hintergründe der geheimnisvollen Schönheit herausfinden. Zunächst scheint klar, was es hier zu verbergen gilt. Als es dann Tote gibt, wird der Fall richtig gefährlich.

    „Das Geheimnis von Wishtide Manor“ ist der Auftaktband zur Reihe um die Privatermittlerin Laetitia Rodd. Mir hat dieser erste Fall für die Ermittlerin gut gefallen. Hier gibt es alles, was ich an viktorianischen Kriminalfällen so mag. Laetitia bewegt sich in den höheren Kreisen, weil sie dazu gehört, und erfährt so Dinge, die man einem Polizisten oder Anwalt nicht anvertrauen würde. Ihr Bruder macht sich das zu eigen und setzt sie in besonderen Fällen als Hilfe ein. Beide waren mir sehr sympathisch und ich mochte es, wie Laetitia den Geheimnissen nach und nach auf die Spur kommt. Früh ahnte ich die Zusammenhänge, was meine Leselust aber nicht schmälerte.

    Die Geheimnisse von Wishtide Manor sind dann auch vielfältiger, als man auf Anhieb erkennt – und die Beweggründe des Auftraggebers für die Verhinderung der Heirat sind weitreichender als angenommen.

    Mir hat dieser erste Fall für Laetitia Rodd gut gefallen und ich bin gespannt auf einen weiteren Fall!

  7. Cover des Buches Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten (ISBN: 9783940855534)
    Robert C. Marley

    Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten

     (82)
    Aktuelle Rezension von: MartinA

    Arthur Conan Doyle? Oscar Wilde? Ein Krimi zu Zeiten Königin Victorias? Klingt spaßig und ganz nach meinem Geschmack, vor allem, da ich einige der späteren Inspector Swanson-Krimis gerne gelesen habe. DER FLUCH DES HOPE DIAMANTEN ist der erste Teil der Reihe und ganz nett, aber wenn ich mit diesem Teil angefangen hätte, hätte ich vermutlich nicht mehr weiter gelesen. Die Handlung zieht sich ein bisschen und die Protagonisten bleiben etwas blass. Es dauert etwas bis es etwas spannend. Die langsame Erzählweise ist etwas, das die Inspector Swanson-Reihe auszeichnet, aber in den mir bisher bekannten Fällen ist es weniger zäh und durchaus auch interessant zu nennen. Hier wird es nur interessant, wenn es berühmte Persönlichkeiten betrifft und auch der Fluch des Diamanten braucht lange bis er überhaupt erwähnt wird.
    Dabei stellt sich ständig die Frage was der Diamant (bzw. dessen Fluch mit dem toten Goldschmied zu tun hat.
    Die Schreibweise von Robert Marley ist angenehm, auch wenn er leider den Leser hin und wieder aus seinem Kopfkino reißt indem er darauf hinweist, dass jemand etwas ganz viktorianisch macht oder viktorianische Ansichten hat. Davon kann man eigentlich ausgehen, wenn man einen Roman liest, der in dieser Zeit spielt. Das erweist sich als störend.
    In folgenden Bänden ist mir das nicht aufgefallen und weil ich die Reihe an sich mag und es dabei einige wirklich gute Fälle gibt, werde ich natürlich die neuen Bände lesen, ebenso wie diejenigen, die mir noch fehlen.
    Von daher kann ich das Buch wohl nur beschränkt empfehlen ... die Reihe wird besser, aber der Auftakt stellt nicht wirklich ein Highlight des Genres dar.

  8. Cover des Buches Jane Eyre (ISBN: 9783458364252)
    Charlotte Brontë

    Jane Eyre

     (1.570)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Jane Eyre wächst als Waise bei ihren Verwandten auf. Da sie von diesen verachtet wird, wird sie auf ein Internat geschickt. Als Erwachsene nimmt sie eine Stelle als Gouvernante auf Thornfield Hall an und trifft auf Edward Rochester. Die beiden verlieben sich in einander... 

    Auch wenn es ein Klassiker von 1800 ist, ist die Geschichte bezüglich des Schreibstils angenehm zu lesen, was vielleicht auch an der Übersetzung liegt. Das Buch beschreibt das gesamte Leben von Jane Eyre, welches tragisch und turbulent ist. Es ist zu keinem Zeitpunkt langweilig, jedoch zieht sich die Handlung oftmals in die Länge. Der Roman wird als fiktive Autobiographie von Charlotte Bronte betrachtet. 

  9. Cover des Buches Inspector Swanson und der Fall Jack the Ripper (ISBN: 9783940855596)
    Robert C. Marley

    Inspector Swanson und der Fall Jack the Ripper

     (45)
    Aktuelle Rezension von: DorGer

    Damit meine ich die Buchreihe, die mich irgendwie ratlos lässt. Wie auch schon im vorigen Buch ist der titelgebende Inspector Nebenperson. Die Geschichte hetzt fast stichwortartig durch die reale Geschichte, die erfundene Handlung ist stark ausgebaut. Das Ende ist überraschend gut gelungen, macht für mich aber nicht das Gesamtbuch wett. Es war für mich der letzte Versuch, in diese Reihe zu finden.

    Gute Orthographie.

  10. Cover des Buches Teufelsgrinsen (ISBN: 9783462047592)
    Annelie Wendeberg

    Teufelsgrinsen

     (195)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Inhalt: London, Ende 19. Jhd.: Nachts arbeitet Anna in Londons Elendsvierteln als Krankenschwester und versorgt Kinder, Bettler und Kriminelle. Doch am Tag verkleidet sie sich als Mann und arbeitet als Anton Kronberg, ein angesehener Epidemiologe. Bisher hat niemand ihr Geheimnis aufgedeckt, doch dann begegnet sie dem berühmten Detektiv Sherlock Holmes, der sie mit einem Blick durchschaut. Gemeinsam untersuchen sie einen Fall von absichtlich mit Cholera infizierten Menschen. 

    Eindruck: Die Idee, dass Sherlock Holmes bei seinen Fällen nicht nur von Watson unterstützt wurde, sondern auch eine Frau beteiligt war, hat mich sofort interessiert. 

    Die Charaktere: Anna Kronberg ist eine sehr intelligente und stolze Frau. Sie wollte unbedingt Ärztin werden, doch Frauen war es damals nicht erlaubt Medizin zu studieren. Kurzerhand hat sie sich ein Doppelleben aufgebaut. Sie ist einerseits sehr emotional, hat aber aufgrund ihrer Rolle ein bisschen verlernt, sich wie eine Frau zu verhalten und deshalb auch viele männliche Eigenschaften. Ihre Vergangenheit ist wirklich brutal, weswegen sie ein gestörtes Verhältnis zu Männern hat. Zu Sherlock Holmes muss ich wohl nicht viel sagen. Er ist genial, wirkt meist emotionslos und ist sehr unbeholfen, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht.

    Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen. Es war sehr interessant wie Anna den medizinischen Wissensstand dieser Zeit erklärt. Obwohl ich mich auf dem Gebiet nicht auskenne, konnte ich den Erklärungen gut folgen. Man merkt, dass die Autorin selbst eine Wissenschaftlerin ist. Aber insgeheim habe ich auf den Moment gewartet, in dem endlich Sherlock Holmes auftaucht. Das geschah dann auch recht schnell und die Dialoge zwischen ihm und Anna, zwei intelligenten, irgenwie aus der Zeit gefallenen Charakteren, haben mich sehr gut unterhalten. Der Fall bzw. die Verschwörung, die aufgeklärt werden muss, ist auch spannend. Mir hat besonders der wissenschaftliche Schwerpunkt der Geschichte begeisert, da es mal eine nette Abwechslung war. Außerdem werden die Lebensumstände der Menschen im 19. Jhd. schonungslos und realistisch beschrieben. Es war damals wirklich hart in London zu (über)leben. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte und den Schauplatz hinein denken. 

    Eine klare Empfehlung! Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

  11. Cover des Buches Die Magier Seiner Majestät (ISBN: 9783426519141)
    Zen Cho

    Die Magier Seiner Majestät

     (38)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Es musste einmal eine Zeit gegeben haben, da ihn die Launen und Befindlichkeiten aufdringlicher Frauen nicht von allen Seiten bedrängt hatten, dachte Zacharias reumütig, aber jenes goldene Zeitalter schien lange vergangen.*


    Zacharyas Wythe hat das Amt des Königlichen Magiers erst kurz inne, als er sich schon Verleumdungen und Anfeindungen der „Sozietät Wiedernatürlicher Philosophen“ gegenübersieht. Nicht nur wollen ihn die Thaumaturgen als ehemaligen Sklaven und Schwarzen nicht als Magier anerkennen, auch die schwindende Magie Britanniens macht ihm Sorgen. Als er diesem Phänomen auf dem Grund gehen will, trifft er in einer Mädchenschule auf Prunella Gentleman. Die ehrgeizige junge Frau zeigt großes Talent für Magie, obwohl diese Frauen verboten ist. Sie schließt sich Zacharias an, in dem Glauben, damit ihre Ziele erreichen zu können. So entsteht eine Zweckgemeinschaft, bei denen beide erst lernen müssen, einander zu vertrauen und voneinander zu lernen.



    Die Geschichte spielt in einer alternativen viktorianischen Umgebung, in der nicht nur Magie gewirkt werden kann, sondern auch Feen und andere magische Wesen zwar nicht zum Alltag gehören, aber durchaus bekannt sind und immer mal wieder in Bezug auf die Belange der Thaumaturgen mitmischen.


    Zacharias ist zwar seiner Zeit als Mündel des vorhergehenden Königlichen Magiers skeptisch gegenüber eingestellt und spricht immer mal wieder melancholische Gedanken zu seiner „Adoption“ an, aber gerade durch sie hat er sich umso mehr an die gehobene Gesellschaft angepasst. So ist er manchmal zu sehr Gentleman und pflichtbewusst seinem Amt gegenüber.


    Prunella hingegen widersetzt sich nicht nur dem Verbot des Magiewirkens. Grundsätzlich weiß sie, was sie will und setzt dies auch über alle Konventionen hinweg durch. Dabei wirkt sie mitunter kaltherziger als der überkorrekte Zacharias. Dennoch konnte ich ihre Gedanken und Entscheidungen immer nachvollziehen und kam mit ihrem Charakter gut zurecht.


    Die Geschichte gestaltete sich als Mischung aus magiegeladenem fantasy und historischem Roman, da die Gepflogenheiten der Gesellschaft Londons, die Fragen des Anstands aber auch Bälle und allerlei Klatsch die fantastischeren Momente immer wieder unterbrach.


    Fazit: Ich fand die Mischung interessant und besonders die authentischen Charaktere überzeugend.

  12. Cover des Buches Queen Victoria (ISBN: 9783806237849)
    Julia Baird

    Queen Victoria

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Jollymare

    Queen Victoria – Julia Baird

    Biographie, wbg Theiss, 598 Seiten

    Inhalt:
    Sie wächst als zukünftige Königin in absoluter Abgeschiedenheit auf. Ihr Onkel sitzt auf den englischen Thron und hat keine Nachfolger. Daher ist es ihr Schicksal die nächste Königin von England zu werden.
    Das einsame Kind träumt sich durch die Kindheit und entwickelt einen sehr ausgeprägten Eigensinn, der ihr auch im vorgeschrittenen Alter nicht abhandenkommt. Als sie früh den Thron besteigen muss sind viele anscheinend Wohlmeinende Personen in ihrer Nähe. Doch erst durch die Heirat mit Albert von Sachsen-Coburg und Gotha kann sie sich von ihrer Übermutter und den politischen Ratgebern distanzieren. Die Ehe der jungen Königin mit Albert steht unter einem guten Stern. Sie bekommen viele Kinder und bis zum frühen Tod ihres Mannes kann sie das Eheleben genießen. Obwohl die die Königin über das halbe Weltreich ist, bestimmt in der Familie Albert das Geschehen und sie ordnet sich freiwillig unter.
    Nach dem frühen Tod ihres Mannes betreibt sie eine zukunftweisende Heiratspolitik bei der sie die führenden Königshäuser zusammenführt. Deutschland, Russland, Dänemark. In vielen Beispielen werden die politischen und familiären Ränkespiele der Herrscherin verdeutlicht.
    Eine große Frau ihrer Zeit und ein Vorbild bis heute.

    Cover:
    Nicht besonders Originell aber trotzdem sachdienlich. Die Verarbeitung ist wie immer gut. Ein Lesebändchen wäre bei einem solch umfangreichen Buch noch von großem Vorteil gewesen.

    Fazit:
    Eine Biographie nach meinem Geschmack. Keine Königin hat ihrer Zeit mehr den Stempel aufgedrückt als diese imposante Frau. Diese Biographie erfüllt alle Ansprüche. Historisch Detailliert hat Julia Baird das Leben, die politischen und historischen Personen sowie der Kontext in der Geschichte zusammengeführt. Nur an wenigen Stellen wird der Erzählfaden nicht spannend genug gehalten. Dokumentiert durch die Bilder entsteht beim Leser ein Roter Faden, dem man gerne durch die Epoche folgt. Damit gehört diese Queen Victoria Biographie für mich zu den besten der letzten Jahre.

  13. Cover des Buches Engel der Themse (ISBN: 9783940855664)
    Anne Breckenridge

    Engel der Themse

     (33)
    Aktuelle Rezension von: MartinA

    Ich lese gerne viktorianische Krimis und mit Romanen aus dem Dryas-Verlag habe ich größtenteils gute Erfahrungen gemacht (natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel). Deswegen habe ich dem Klappentext auch kaum Beachtung geschenkt. Anderenfalls hätte ich vielleicht ein anderes Buch erwartet, denn der Klappentext hat nur am Rande mit der eigentlichen Handlung zu tun. 

    Engel der Themse ist ein leidlich spannendes Buch, jedenfalls auf den letzten Seiten .. davor wird der Leser durch banale Begebenheiten aus Emmas und Gladys' Leben gelangweilt bei denen man erwarten könnte, dass sie versuchen das viktorianische Zeitalter wieder aufleben zu lassen. 

    Aber die Sprache passt nicht (Ich kann aber auch nicht sagen in welche Zeit sie überhaupt passen würde, manche Vergleiche oder Ausdrücke sind wirklich sehr gewöhnungsbedürftig ... und das hat nichts mit Straßenslang oder niederen Bevölkerungsschichten zu tun ... und mit der viktorianischen Zeit auch nicht), die Charaktere bleiben flach (mir war lange nicht bewusst dass Gladys und Emma doch sehr verschiedene Persönlichkeiten unterschiedlicher Herkunft sein sollten).

    Das Buch ist leider weder ein viktorianischer Krimi (wer interessante Ermittler wie Holmes und Watson oder den Sebastian Club erwartet wird enttäuscht werden), noch ein Sittengemälde des 19 Jahrhunderts. 

    Der Autorin gelingt es leider nicht, den Leser in irgendeiner Weise authentisch zu faszinieren. 

    Wenn ich etwas Positives zum Buch sagen soll, dann dies: Es hat ein schönes Cover, dass stimmig zu den anderen Krimis des Dryas-Verlags ist.

  14. Cover des Buches Inspector Swanson und der Magische Zirkel (ISBN: 9783940855640)
    Robert C. Marley

    Inspector Swanson und der Magische Zirkel

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    So hatte sich Inspector Swanson seinen Urlaub nicht vorgestellt: statt entspannt mit seiner Frau Annie eine Zaubershow zu genießen, muss er dem Zauberer auf der Bühne das Leben retten. Dass der schiefgelaufene Trick tatsächlich nur ein Unfall war, kann Swanson nicht glauben. Er befürchtet, dass sich der Mordanschlag wiederholen wird und spannt kurzerhand seinen Freund Frederick Greenland ein, um das Theater im Auge zu behalten. Kann er wirklich einen Mord verhindern?

    Der dritte Inspector Swanson-Krimi und er entführt einen wieder augenblicklich ins London Ende des 19. Jahrhunderts. Dicker Nebel, Kopfsteinpflaster und klamme Kälte, rumpelnde Kutschen und düstere Gassen – alles steht einem sofort vor Augen. Mit vielen Details, vom Lokalkolorit über Kriminal- wie Forensikgeschichte bis zu historischen und literarischen Zitaten bietet dieses Buch so viel mehr als einen spannenden Kriminalroman. Besonders hat mir die ausführliche Szene mit Oscar Wilde gefallen. Die letzten Seiten des Buches runden dann mit kurzen Fakten, die sich optimal in die fiktive Geschichte einfügen, dieses einzigartige Buch ab.

    Fazit: Inspector Swanson zählt zu meinen liebsten Buchreihen. Jeder Band bietet einen einzigartigen Einblick ins historische London, amüsiert mit originellen Zitaten und Anekdoten, vermittelt nebenbei Wissen und hat Charaktere, die sofort das Leserherz erobern. Eine tolle Reihe, bei der jeder Band beste Unterhaltung bietet!

  15. Cover des Buches Die Glasbücher der Traumfresser (ISBN: 9783442372744)
    Gordon Dahlquist

    Die Glasbücher der Traumfresser

     (187)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die junge, streng moralische Miss Temple observiert ihren Ex-Verlobten und gerät in geradezu obszöne Umstände, die plötzlich große Entschlußkraft und recht ungewöhnliche Verhaltensweisen von der bisher eher passiven, moralinsaueren jungen Lady erfordern. Zum Glück trifft sie schließlich den Profi-Killer Chang und Dr. Svensson, mit denen sie ein Bündnis gegen die Kräfte der Finsternis bildet. Gegen eine Verschwörung, die den Menschen die Träume rauben kann und sie in unmenschliche, gefühlslose und zur Gedankenkontrolle anderer Menschen befähigte Wesen transformiert. 

    Action, Mystery und Erotik im viktorianischen England.

    Lesetipp

  16. Cover des Buches Drood (ISBN: 9783453408067)
    Dan Simmons

    Drood

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Deni_liest

    London, im 19. Jahrhundert. Bei einem Eisenbahnunglück sterben viele Menschen. Zu den Überlebenden zählt der damals schon weltberühmte Charles Dickens. Das Erlebte verändert ihn – plötzlich sucht er fanatisch nach einem Mann namens "Drood". Jenem entstellten Fremden, dem er begegnet ist, als Dickens versucht hat, seinen Mitreisenden zu helfen. Gemeinsam mit einem Kollegen Wilkie Collins begibt er sich bei seiner Suche in die Abgründe Londons. Aber ist "Drood" überhaupt ein tatsächlich existierender Mensch? Angeregt von Dickens will auch Collins wissen, was es mit Mr. Drood auf sich hat.  Dabei verliert er sich in Wahn und Drogensucht und begegnet einem eigenen imaginären Doppelgänger.

    Der Roman erweckt das viktorianische London wieder zum Leben – mit einer Detailbesessenheit, die Dickens gefallen hätte. Ich habe mich wirklich ins schaurig-diffuse Licht der Gaslaternen versetzt gefühlt. Dem Autoren gelang es nicht nur eine starke, düstere Atmosphäre zu kreieren, sondern  trotz der Schauerroman-Elemente eine absolut schlüssige Entwicklung der Handlung. Ich habe mich  jederzeit bestens unterhalten geführt. 

    Nebeneffekt: Das Buch hat mich außerdem dazu gebracht, mich näher mit Dickens Zeitgenossen und Kollegen Wilkie Collins zu befassen, der heute als Autor beinahe unbekannt ist. Gerade habe ich angefangen, sein Buch "Basil" zu lesen, dass mir sehr gut gefällt. 



  17. Cover des Buches Von Mr. Holmes zu Sherlock (ISBN: 9783442713363)
    Mattias Boström

    Von Mr. Holmes zu Sherlock

     (28)
    Aktuelle Rezension von: lenasupi
    Ich liebe Sherlock Holmes seit ich ein Kind bin. Und dieses Buch gibt Mir Einblick in die Filmwelt und Sherlock's Zeitalter. Wenn ich einen Sherlock Film schaue oder die Serie von BBC, kommen immer mal Fragen auf. Und dieses Buch beantwortet diese größtenteils. Oder wenn man mal Ablenkung möchte  kann man immer interessante Infos daraus entnehmen. Also alles in allem ein Muss für Sherlock Holmes Fans! 
  18. Cover des Buches Die Landkarte des Himmels (ISBN: 9783499258152)
    Félix J. Palma

    Die Landkarte des Himmels

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Wolf1988
    An einem Abend trifft sich H.G. Wells mit dem Autoren der unerlaubt einen zweiten Teil zu seinem Bestseller "Der Krieg der Welten" geschrieben hat. Eigentlich auf Streit eingestellt merkt Wells immer mehr das sie auf einer Wellenlänge sind. Nach einiger Zeit und ein paar Bieren zuviel erzählt Ihm der Autor das im Museums Keller in der Stadt der Leichnam eines Außerirdischen versteckt sei. Beide machen sich zum Museum auf und schleichen sich in den Keller. Ab da nimmt die Geschichte Ihren Lauf. Es startet mit einem Rückblick auf eine Südpol Expedition die eine gar Grausame Entdeckung macht. Zurück in der Gegenwart muss H.G. Wells miterleben wie sein Roman zur Wirklichkeit wird. Eine Abenteuerliche Odyssee durch London beginnt.
    Wieder arbeitet der Autor mit wunderschönen Sätzen. Auch sein toller Humor ist geblieben und er selbst als Autor springt manchmal mitten in die Geschichte herein, so das eine Atmosphäre wie bei "Die Fabelhafte Welt der Amelie" entsteht. Dieses Buch konnte ich nur schwer weglegen, auch wenn er leider meiner Meinung nicht an den ersten Band ran gekommen ist. Ab und an hat der Autor einiges ziemlich in die Länge gezogen. Im Grunde macht mir das bei Büchern nicht so viel aus, aber er hat sich dabei oft im Kreise gedreht, was sehr Anstrengend sein konnte. Dennoch ein fabelhaftes Meisterwerk. 
  19. Cover des Buches Oliver Twist (ISBN: 9783764171186)
    Dirk Walbrecker

    Oliver Twist

     (687)
    Aktuelle Rezension von: dieNachteule

    Ich verzichte einmal darauf eine weitere Inhaltsangabe zu schreiben und möchte sogleich zu meinem Resümee gelangen. Zugegebenermaßen habe ich den Roman ,,Oliver Twist“ aus nur einem Grund gelesen, und zwar, dass es sich hierbei um einen Literaturklassiker handelt, der den Leser aufklärt über das alltägliche Leben bestimmter Gesellschaftsschichten im viktorianischen Zeitalter Großbritanniens. Gleichermaßen handelt es sich um das erste Werk, welches ich von Dickens gelesen habe. 

    Die altmodische Sprache stellt kein Stolperstein da, der Lesefluss wird dadurch nicht beeinträchtigt. Schachtelsätze, die Orte, Situationen oder Figuren detailreich schildern, sind vorherrschend. Dasselbe gilt für die Dialekte gewisser Figuren, die überwiegend vorzufinden sind. Diese beiden Aspekte haben dafür gesorgt, dass ich mich durch manche Kapitel regelrecht durchkämpfen musste. Möglicherweise hätte ich das nicht getan, wenn die Geschichte spannungslos gewesen wäre. Anlässlich der Haupt- und Nebencharaktere kann ich behaupten, dass Oliver Twist in seinem Leben eine enorme Menge an Menschen kennenlernt, welche ebenfalls weitere Bekanntschaften schließen. Infolgedessen geben prinzipiell die Nebencharaktere Aufschluss über das Leben des Waisenkindes, zugleich werden deren Schicksale mal mehr und mal weniger beleuchtet. Jedenfalls wurde ich mit vielen Eindrücken und Lebensgeschichten überhäuft, sodass diese Mehrsträngigkeit meine Konzentrationsfähigkeit herausgefordert hat – und das ist gut so.
    Die Darstellung dieses Zeitalters ist meisterlich, deshalb hat sie mich des Öfteren in schieren Schock versetzt. Die düstere Atmosphäre, die sich über mehr als die Hälfte des Romans erstreckt, hat mir gut und gerne zugesetzt. Das trifft auch auf die Verhältnisse, in denen Oliver seine ersten Lebensjahre verbringt, zu. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, wenn er an Personen geraten ist, die ihm ausnahmsweise nichts Böses wollen, doch stets mit einer Spur von Misstrauen. 

    Alles in allem bin ich ebenfalls der Meinung, dass das Buch mit Sicherheit empfehlenswert ist, um einen Einblick in die britische Gesellschaft des neunzehnten Jahrhunderts zu bekommen. Nichtsdestotrotz reden wir hier von einem Roman, der zum Nachdenken anregt und keinen einfachen Lesegenuss für zwischendurch darstellt. 

  20. Cover des Buches Aurora Floyd (ISBN: 9783940855824)
    Mary Elizabeth Braddon

    Aurora Floyd

     (22)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen. Auf dem Einband steht, dass es sich um einen viktorianischen Krimi handelt. Nach meiner Ansicht beginnen hierfür die Ermittlungen ziemlich spät im Buch. Ansonsten bleiben die Charaktere irgendwie distanziert und manche charakteristischen Wendungen sind für mich nicht ganz nachzuvollziehen. Das Geheimnis im Leben der Aurora Floyd wird zunächst angedeutet, dann verschwiegen und zum Schluss präsentiert.  

    Wie ich in anderen Rezensionen gelesen habe, kann dies an der Übersetzung aus dem Original ins Deutsche liegen, da wohl Textstellen gekürzt worden sind. Einen eigenen Vergleich mit dem englischen Original auszuführen, ist für mich jedoch nicht möglich.  

  21. Cover des Buches Die wilde Rose (Historisch, Liebe) (Historical Love-Reihe) (ISBN: 9783960873396)
    Patricia Cabot

    Die wilde Rose (Historisch, Liebe) (Historical Love-Reihe)

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Inhalt

    Yorkshire, 1860: Lord Edward Rawlings liebt die Ausschweifungen und das Vergnügen – wären da doch nicht die lästigen Pflichten eines Herzogs. Er ergreift seine einzige Möglichkeit, diesen zu entgehen, indem er seinen Neffen Jeremy zum Herzog von Rawlings Manor ernennen möchte. Dazu muss er Jeremy aufsuchen, der bei seiner Tante Pegeen MacDougal lebt. Zu Edwards Überraschung ist Pegeen keine alte Jungfer, sondern eine selbstbewusste junge Frau, die ihn sofort verzaubert.

    Pegeen MacDougal hasst alles, was den Adel ausmacht: Reichtum, Macht, Verpflichtungen. So passt es ihr gar nicht, als Lord Rawlings in ihr Leben tritt und ihren Neffen zum Herzog ernennen möchte. Sie folgen ihm beide nach Rawlings Manor, um die Angelegenheit zu klären, und bringen Edwards Leben gehörig durcheinander. Pegeen verabscheut alles, wofür Edward steht. Doch ein folgenschwerer Kuss bringt ihre entschlossene Abneigung ins Wanken …


    Fazit

    Diese Buch hat mir gut gefallen. Vor allem pegeen fand ich sympathisch und vor allem nicht auf dem Mund gefallen. Die Dialoge fand ich witzig mir hat auch Edward mit seinem Verhalten das sich gebessert hat zugesagt. Von mir gibt es eine klare weiterempfehlung 

  22. Cover des Buches Der Fluch des Hauses Foskett (ISBN: 9783455005608)
    M.R.C. Kasasian

    Der Fluch des Hauses Foskett

     (34)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Nach Lösung des ersten gemeinsamen Falls ist es ruhig geworden in der Gower Street 125. Als das Mitglied eines bizarren Clubs das Haus betritt und Grice um Hilfe bittet, nehmen die Gower Street-Detectives ihre Arbeit auf. Es ist eine Art Todesclub – das letzte überlebende Mitglied erbt alles. Doch so gewissenhaft Sidney Grice auch ermittelt, er kann nicht verhindern, dass ein Mitglied nach dem anderen stirbt. Doch wer steckt wirklich hinter dem Club?

    Der zweite Fall für die Gower Street-Detectives hat mir noch besser gefallen als der erste. Der zynische und ein bisschen bösartige Grice und sein Mündel March müssen einen verzwickten Fall lösen. Hierbei behandelt Grice March wieder nicht besonders nett, während sie ihn unterstützt. Die Morde sind bizarr und es scheint mehr dahinter zu stecken, als auf den ersten Blick ersichtlich ist.

    Die Auflösung war nicht wirklich überraschend für mich, aber der Weg zu ihr hat mich wieder sehr amüsiert. Dabei habe ich es sogar genossen, durch das schmutzige und verrohte London des 19. Jahrhunderts zu streifen.

    Einige Wahrheiten über Grice und auch über March kommen ans Licht, ohne dass ihr Verhältnis zueinander komplett aufgeklärt wird. Auch das Verhalten Sidneys gegenüber March verändert sich langsam, auch wenn er nach wie vor gemein zu ihr ist.

    Ich mochte diesen zweiten Teil der Reihe sehr gerne und bin gespannt, wie es mit dem Ermittlerteam weitergeht. Hat mir gut gefallen!

  23. Cover des Buches Ein guter Blick fürs Böse (ISBN: 9783404169788)
    Ann Granger

    Ein guter Blick fürs Böse

     (20)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Ein neuer Fall für Lizzie Martin und Benjamin Ross!
    Lizzie spaziert an dem ersten sonnigen Tag in London an der Themse entlang und begegnet dort ihrem etwas heruntergekommenen Nachbarn Mr Tapley. Der ältere Herr macht sich gut gelaunt auf seinen weiteren Weg während Lizzie bemerkt, dass dieser verfolgt wird.
    Lizzies Angst ist groß, denn ausgerechnet ein Clown hängt sich Mr Tapley an die Fersen.
    Tags darauf wird der alte Mann tot in seinen Mieträumen aufgefunden und Lizzie tritt zum Ärger ihres Mannes Inspektor Ross vom Scotland Yard mal wieder in Aktion.
    Gekonnt neugierig mit einer gehörigen Portion Mut gelingt es Lizzie den Mordfall ihres ermittelnden Mannes in eine unerwartete Richtung zu treiben.
    Zum Missfallen von Benjamin Ross und seines Chiefs Dunn beim Yard stehen bald genügend Mordverdächtige auf der Liste. Von reichen und gewieften Anwälten über französische Gauner bis hin zu einem überheblichen Detektiv ist alles in diesen so verzwickten Mordfall verstrickt, dass nur der gemeinsame Spürsinn von Ben und Lizzie zum Mörder führen.
    Ein weiterer spannender Fall aus der Reihe Martin & Ross von Ann Granger!
  24. Cover des Buches Die Rückkehr des Duke (Verliebt in den Duke 1) (ISBN: B08X74CLC4)
    Olivia Drake

    Die Rückkehr des Duke (Verliebt in den Duke 1)

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Blacklady_Hofmann

    Der Autorin ist mit Ihrem harmonisch, flüssigen Schreibstil eine wundervolle Geschichte gelungen. Die Charaktere sind gut getroffen und man konnte sich sehr gut in diese und ihre Geschichte einfinden. Das Leben der beiden ist durch Intrigen, Hindernissen und Gleichgültigkeit/ Eigennutz durchzogen, somit kam keine Langeweile auf und man konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

    Das Buch konnte mich mit einer wunderschönen und gefühlvollen Geschichte überzeugen und ich kann es allen Romantikern von historischen Liebesgeschichten empfehlen.

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