Bücher mit dem Tag "vietnamkrieg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "vietnamkrieg" gekennzeichnet haben.

168 Bücher

  1. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783570585016)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

     (5.879)
    Aktuelle Rezension von: roxfour

    Ich habe das Buch aufgrund Empfehlung meiner Tochter gelesen und war durchaus recht angetan davon.

    Der Leser darf Allan Karlssons Reise durch die Zeit begleiten. Das Buch beginnt damit, dass Allan überhaupt keine Lust darauf hat seinen 100. Geburtstag im Seniorenheim zu feiern und kurzerhand durch das Fenster steigt und ausbüxt. Im Laufe der darauffolgenden Zeit gibt es aufgrund einer folgenreichen Entscheidung am Bahnhof zufällig immer wieder mal eine Leiche oder auch eine vermeintliche Leichen zu beklagen. Zusätzlich kommt es immer wieder zu witzigen Wendungen der Story, wie der Autor darauf gekommen ist würde mich durchaus interessieren. Außerdem gibt es dann auch immer wieder mal Sprünge in die Vergangenheit, in der man Allans ereignisreiches Leben verfolgen kann. 

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen - die Story ist ansprechend (auch wenn sie für mich zwischendurch das ein oder andere Ereignisse etwas zu sehr in die Länge gezogen war) und der Schreibstil hat mich gefesselt. Wenn es möglich wäre, hätte ich dafür viereinhalb Sterne vergeben :-)

  2. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783404173204)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

     (457)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Dieses Buch bildet den Abschluss der Jahrhundert-Trilogie, beginnt kurz vor dem Mauerbau und endet mit dem Fall der Berliner Mauer. In den Jahren dazwischen begleiten wir wieder die bekannten Familien aus den ersten zwei Bänden bzw. deren Nachfahren aus Deutschland, England, Wales, Russland und Amerika. Die ersten beiden Bände hatten mir sehr gut gefallen. Es war eine gute Mischung aus recherchiertem, geschichtlichen Hintergrund und Fantasie des Autors mit den verschiedenen Protagonisten.  Ich habe - wie bei den beiden Vorgängern - viele Dinge gelernt oder aber einen Aha-Effekt gehabt. LESENSWERT                          

  3. Cover des Buches 4 3 2 1 (ISBN: 9783498000974)
    Paul Auster

    4 3 2 1

     (112)
    Aktuelle Rezension von: lesenbildet

    Jeder hat sich doch schon gefragt, wie sein Leben geworden wäre, wenn einzelne Umstände anders gewesen wäre. Diesem Szenario widmet sich Paul Auster in seinem Roman 4321.  

    In vier verschiedenen Variationen erzählt er eine Lebensgeschichte.

     Im Mittelpunkt des Geschehens steht Archibald Ferguson. Ein Junge bzw. im Laufe der Geschichte(n) ein junger Mann, der in Vier unterschiedlichen Szenarien erwachsen werden muss und dabei einiges erlebt und durchmachen muss.

     Man könnte meinen, dass es langatmig und langweilig ist, quasi viermal die mehr oder weniger gleiche Geschichte zu lesen, aber so ist es ganz und gar nicht. Auster erzählt Fergusons Geschichte berührend, unterhaltsam und stellenweise immer wieder mit viel Witz.

    Dabei ist gerade am Anfang beeindruckend, wie authentisch der doch schon ältere Autor die kindliche Perspektive des kleinen Archies hinbekommt.

    Auch unerwartete Wendungen und die Parallelen zwischen den einzelnen Varianten seines Lebens, machen den Roman sehr interessant.

    Ferguson, ein einfach nahbarer, realistischer Protagonist, wächst einem im Laufe richtig ans Herz, man fiebert mit ihm mit, wünscht ihm, dass doch alles gut für ihn wird, will ihn schütteln und in manchen Situationen auf den richtigen Weg bringen.

     4321 so vieles. Eine Familiengeschichte, eine Coming of Age Geschichte, etwas Liebesgeschichte, dabei aber nie kitschig und nebenbei ein Überblick über Amerikas neuere Geschichte des 20ten Jahrhunderts.  

    Dieser Mix macht den Roman unglaublich lesenswert und Langeweile kommt auf keiner der 1256 Seiten auf.

  4. Cover des Buches Die Känguru-Offenbarung (Känguru 3) (ISBN: 9783869091358)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Offenbarung (Känguru 3)

     (212)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkopfkino

    Ich habe die Bücher bereits gelesen und gehört. Ausschnitthaft habe ich sie bestimmt schon häufiger gehört. Als wir jetzt beim Kochen wieder am Überlegen waren, was wir hören wollen, haben wir uns mit Freude für Das Kanguru entschieden. Bei jedem Hören habe ich eine unglaubliche Freude an den Büchern von Marc Uwe Kling Er selber liest seine Geschichten nunmal auch am besten vor. Ich habe aber auch die Bücher von ihm. In meinem Bücherregal stehen: Die kompletten "Känguruchroniken" und "Qualityland 1+2" . 

    Bevor jemand fragt: Ja, ihr seht richtig. Qualityland 2 ist sogar noch eingeschweißt. Warum? Weil ich es direkt gekauft hatte, aber dann habe ich entdeckt, dass es auch schon das Hörbuch gibt. Ich habe es mir dann also lieber vorlesen lassen, anstatt es selber zu lesen. 🙈😂

     

    Mein Fazit: für "Die Känguru-Offenbarung" 5/5🦉und eine unbedingte, absolute Hörempfehlung, sowie für alle anderen Bücher von Marc Uwe Kling. 

    Ach, und der Film "Die Känguruchroniken" ist auch sehr sehenswert, wenn auch nicht so gut wie die Bücher.

  5. Cover des Buches Auf Erden sind wir kurz grandios (ISBN: 9783446263895)
    Ocean Vuong

    Auf Erden sind wir kurz grandios

     (120)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Auf Erden sind wir kurz grandios ist der populäre Debütroman des vietnamesisch-US-amerikanischen Autors Ocean Vuong, in dem er einen jungen Mann über sein schwieriges Leben erzählen lässt.

    Hauptfigur Little Dog ist ebenfalls als Kind mit Mutter und Großmutter von Vietnam nach Amerika ausgewandert. Doch der „american Dream“ ist weit weniger traumhaft, als sie sich das vorgestellt haben. Little Dogs Mutter ist traumatisiert vom Krieg, spricht kein Englisch, arbeitet sich im wahrsten Sinne des Wortes kaputt und neigt zur Gewalt gegenüber ihrem Sohn. Er selbst findet nur schwer Anschluss, ist schüchtern und zurückhaltend, muss aber bald die Aufgabe des Familiendolmetschers übernehmen. Als er als Teenager seine Homosexualität entdeckt steht er vor der Frage wie er sich seiner Mutter erklären kann, in deren Sprache es noch nicht einmal ein Wort dafür gibt.

    Anfangs hat mich der Roman mit seinen treffenden und berührenden Beschreibungen sehr begeistert. Der Versuch einer Mutter zu schreiben, die nicht lesen kann hat eine bittersüße Note, die sehr gut zu Litte Dogs Leben passt. Später hat es mich dann leider ein bisschen verloren, weil es mir für die Kürze thematisch zu sehr ausfranste und hier und da ein bisschen zu verkünstelt war.

    Auf weniger als 300 Seiten geht es um Themen wie Zerrissenheit, Familie, Homosexualität, Verlust, Kriegstrauma über mehrere Generationen, Zugehörigkeit, Comming of Age, Drogen, Gewalt und Liebe. Einiges davon war wunderbar geschildert - mal poetisch, mal plastisch - anderes hätte ich nicht gebraucht.

    Insgesamt also leider keine komplette Begeisterung bei mir aber durchaus eine Empfehlung für Leser die es poetisch mögen und ohne festen Plot auskommen. Und eine kleine Warnung vor ein paar unschönen Szenen mit Tierleid möchte ich noch aussprechen!

  6. Cover des Buches Unser kostbares Leben (ISBN: 9783426282656)
    Katharina Fuchs

    Unser kostbares Leben

     (151)
    Aktuelle Rezension von: Eliza08

    Katharina Fuchs hat wieder einmal ein beeindruckendes Buch geschrieben. Diesmal steht die Freundschaft von drei jungen Frauen im Mittelpunkt und die gesellschaftlichen Umbrüche in den 70er und 80er Jahren.

    Auf dem Cover sind drei junge Frauen abgebildet, die auf der Motorhaube eines Autos sitzen und ins Tal blicken. Am Horizont kann man eine Industrieanlage erkennen.

    Der monumentale Roman von Katharina Fuchs spricht viele Themen an. Wesentlich dabei die Umweltsünden, die Luft- und Wasserverschmutzung, aber auch um Störfälle in großen Industrieanlagen, illegalen Tierversuchen, die Atomkraft und Medikamentenversuche an Heimkindern. Es geht um die tiefen Verflechtungen von Wirtschaft und Politik, die Macht von Skatbrüdern in Hinterzimmern und das immer weiter „Wachsen“ wollen, um so den Wohlstand zu garantieren.

    Im Mittelpunkt des Romans stehen drei junge Frauen. Minka Schönvetter, die Tochter des Bürgermeisters, ihre Freundin Caro, die Tochter des Direktors der ansässigen Schokoladenfabrik, und Claire ein Waisenmädchen aus Vietnam.

    Die jungen Frauen nehmen das Handeln ihrer Väter nicht mehr einfach so hin, sie hinterfragen und schauen nicht weg. Sie setzen andere Prioritäten, ihnen ist der Schutz der Umwelt, der Tiere und der Landschaft wichtig. Eine neue Generation reift heran, die nicht nur den Vietnamkrieg hinterfragt, sondern auch zu Demonstrationen geht und die Politik aufmischt.

    Von Willy Brandt bis hin zu der Gründung der „Öko-Partei“ Bündnis 90 / Die Grünen, die Bedeutung von Werbung in der Wirtschaft und der Ölkrise zeigt der Roman ein facettenreiches Bild der Gesellschaft in den Jahren des Umbruchs in Deutschland.

    Der Roman ist in verschieden große Teile untergliedert, Haupthandlungsort ist der fiktive Ort Mainheim der in der Main- Taunus-Region angesiedelt ist.

    Meine Lieblingsfigur ist Claire, das Waisenmädchen aus Vietnam, ihre Geschichte hat mich sehr berührt und ihre Entwicklung ist einfach grandios. Sie hat einen unglaublichen Wissensdurst, sie hat mich vollkommen eingenommen. Ihre Entwicklung gerade im letzten Drittel des Buches mochte ich sehr.

    Der Schreibstil von Katharina Fuchs ist sehr detailgetreu und bildhaft. Die Beschreibungen sind ausführlich und sehr opulent formuliert. Der Schreibstil ist gehoben, die Dialoge spiegeln die Sprechweise der damaligen Zeit gut wieder.

    Die Geschichte wird aus vielen unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Auch die Eltern von Minka, andere Waisenkinder, einige Wissenschaftler und die Skatbrüder teilen mit uns ihre Sicht der Dinge.

    Erschreckend ist teilweise der aktuelle Bezug zu den heutigen Themen, dies macht auch der letzte Abschnitt in dem Buch deutlich in dem die Autorin kurz auf die Corona-Pandemie eingeht.

    Dieses Buch ist ein sehr persönliches Buch und mir hat es sehr gut gefallen, in die Welt von Minka, Caro und Claire einzutauchen.

    Ein Buch für alle Leserinnen und Leser die gerne zeitgeschichtliche Romane lesen und nicht vor Büchern mit über 500 Seiten zurückschrecken. Ich habe jede Seite genossen und mir kam der Roman zu keiner Zeit langatmig oder ausschweifend vor.

    Ein Roman, der einem deutlich vor Augen führt, wofür es sich zu kämpfen lohnt. „Die Natur kann ohne den Menschen leben, der Mensch aber nicht ohne die Natur.“ (Zitat Seite 328).

    Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für den neuen Roman von Katharina Fuchs.

  7. Cover des Buches Owen Meany (ISBN: 9783257224917)
    John Irving

    Owen Meany

     (466)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Irving gelingt es in diesem Roman, die Atmosphäre im Amerika der 50er und 60er Jahre bis hinein in die Zeit des Vietnamkrieges unterhaltsam und plastisch darzustellen. Hauptcharaktere sind zwei Jungen, die eng befreundet sind und diesen Lebensabschnitt miteinander gehen. Unterbrochen wird die Erzählung durch intermittierende Zeitsprünge in die 80er Jahre der Reagan-Aera, die nur noch einer der beiden, der Ich-Erzähler, erlebt. Ein Jugend- und Schelmenroman, der viel mit dem Sich- und Gott - finden zu tun hat, mit vielen religiösen und glaubensspezifischen Zügen. Es ist auch eine Erzählung über einen außergewöhnlichen kleinen Menschen, der durch seine Eigenschaften weit mehr Einfluss hat und übt als die anderen. Man fühlt sich gut unterhalten, es ist von alllem etwas dabei, was einen guten Roman ausmacht - Liebe, Leiden, Tragik, Glauben, Krieg, Familie, Abenteuer. 

    Diejenigen die in Irvings Büchern stets nach Bären, Wien, dem Ringen und Prostituierten suchen werden hier nicht fündig werden. 

    Owen Meany ist Irvings politischter Roman

  8. Cover des Buches Das Leben, das wir begraben (ISBN: 9783865526410)
    Allen Eskens

    Das Leben, das wir begraben

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Kartoffelschaf

    Ach was bin ich enttäuscht - gab es doch einen solchen Hype um dieses Buch bzw. auch um den 2. Band. 

    Insgesamt ist es so völlig abseits von dem was ich erwartet habe, das die 3 Sterne noch sehr wohlwollend sind. Ich hatte das Gefühl, einen Roman, keinen Thriller zu lesen. Was seicht begann, endete ebenso flach. Mit nur kaum merkbarem Spannungsbogen plätschert die Story so vor sich hin und bleibt nach Beenden kaum wenige Tage im Kopf. 

    Das ist genau das, was ich von einem guten Thriller eben nicht erwarte. Natürlich ist es wundervoll, wenn er Tiefgang hat. Allerdings sollte man dennoch nicht das angestrebte Genre aus den Augen verlieren. Und genau dies ist dem Autor meiner Meinung nach passiert. Dabei ist so viel Potenzial vorhanden! Ausgeschöpft wurde es nicht. 

    Die meiste Zeit habe ich mich beim lesen nicht unterhalten gefühlt sondern mich vielmehr gelangweilt, oft musste ich mich sogar zwingen, das Buch überhaupt zur Hand zu nehmen. 

    In meinen Augen ist es nicht empfehlenswert, da gibt es ganz andere, weit bessere Thriller, die es eher wert sind, gelesen zu werden. 

  9. Cover des Buches Der Sympathisant (ISBN: 9783896675965)
    Viet Thanh Nguyen

    Der Sympathisant

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Das Original erschien 2015 unter dem Titel „The Sympathizer“. Der Ich-Erzähler sitzt zum Zeitpunkt der Erzählung seiner Geschichte in einer Einzelzelle und berichtet dem Kommandanten des Lagers. Er ist der Sohn einer Vietnamesin und eines Franzosen und hat in den USA studiert. Zum Ende des Vietnamkriegs 1975 ist er in Diensten Ho Chi Minhs Vietcong, allerdings als Spion bei einem General der südvietnamesischen Truppen. Kurz vor dem Fall Saigons flieht er mit dem General nach Amerika, versehen mit dem Auftrag, die Exilanten in den USA zu überwachen. Er berichtet seinem Freund Man in Vietnam über die Deckadresse von Mans Tante in Paris und empfängt dessen Berichte auch so. Schließlich kehrt er in kriegerischer Mission nach Vietnam zurück.  

    Das Buch ist lange Zeit extrem handlungsarm. Es ist eher eine Zustandsbeschreibung des Schicksals der vietnamesischen Exilanten in den USA. Fast durchgängig bedient sich der Autor dabei einer feinen Ironie und eines gepflegten Sarkasmus. Das gelingt ihm manches Mal ganz gut: „Der Kommandant, der wegen einer Geschlechtskrankheit ein wenig humpelte, drohte mit Selbstmord, wenn er nicht mehr Plätze bekäme. Ich bot ihm meinen Revolver an, und er schlich davon.“(Heyne Tb, 2. Auflage 11/2018, S.25). Andere Male aber kommt der Text allzu plump daher: „Die ganze Zeit schaute ich ihr konzentriert in die Augen, eine enorm schwierige Aufgabe angesichts der Anziehungskraft, die ihr Ausschnitt ausübte. Wenn ich auch vielen Aspekten der sogenannten westlichen Zivilisation kritisch gegenüber stand, der Ausschnitt gehörte nicht dazu. Die Chinesen mochten das Schießpulver und die Nudel erfunden haben, aber der Westen hatte den Ausschnitt erfunden, was tief blicken ließ, aber völlig unterschätzt wurde.“ (ebd., S. 333)

    Sprachlich ist der Roman durchaus sehr abwechslungsreich, mal deftig, mal fein und auch sehr brutale Schilderungen nicht scheuend. Das Wissen des Autors ist  beeindruckend, es scheint immer wieder durch, dass er hochgebildet ist.

    Nguyens Verdienst ist es sicherlich, dem amerikanischen Blick auf den Vietnamkrieg einen bisher fehlenden vietnamesischen gegenübergestellt zu haben. In dem fast grotesk zu nennenden Abschnitt über die Produktion eines Films über den Vietnamkrieg thematisiert der Autor dieses Ungleichgewicht sehr deutlich. Der Teil scheint mir eine einzige Persiflage auf „Apocalypse Now“ zu sein. Der Eindruck, dass sich die Vietnamesen in Amerika nicht für voll und wirklich ernst genommen fühlen, durchzieht jedoch das ganze Buch. Selbst um Vietnamesen darzustellen, werden Schauspieler anderer Nationen hinzugezogen.

    Die sprachliche Vielfalt kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Handlung einfach zu lange abwesend ist und erst gegen Ende etwas in der Art aufkommt. Das Verhör zum Ende hin hat außerdem leider mehr verwirrt als aufgeklärt, mich jedenfalls. Denn am Ende ist alles: nichts! 

    Ich für meinen Teil habe mich geraume Zeit eher gelangweilt als unterhalten gefühlt, auch wenn es den ein oder anderen interessanten Einblick in die Lebenswelt der vietnamesischen Flüchtlinge zu lernen gab. Aus diesem Grund bin ich bei der Bewertung hin- und hergerissen, was wohl folgerichtig zu einer Landung in der Mitte führen muss. Drei Sterne.

  10. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783785750049)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

     (44)
    Aktuelle Rezension von: MamaSandra

    In Amerika hält Martin Luther King seine berühmte Rede und die Schwarzen lassen sich nicht länger unterdrücken. Präsident Kennedy und später die Watergate-Affäre werden thematisiert.

    Währenddessen wird in Berlin die Mauer errichtet. Rebecca und auch später Walli fliehen in den Westen. Mehr oder weniger geglückt, läuft die Flucht ab. Der russische Handlungsstrang hat mich hier etwas weniger interessiert.

    Insgesamt ist es wirklich erstaunlich was in 100 Jahren der Geschichte alles geschehen ist. Mit der Jahrhundert-Saga hat Follett 2 Weltkriege und die Trennung Deutschlands thematisiert sowie bahnbrechende Ereignisse der amerikanischen Geschichte. Allein deshalb sind ist diese Reihe interessant und Band 3 vielleicht noch etwas mehr, weil es einen selbst noch betroffen hat oder zumindest die Eltern. Ich bin ein Kind der Wende, aber habe viel erzählt bekommen. Da gibt es immerhin noch wesentlich mehr Zeitzeugen als vom 2. Weltkrieg.

    Sehr gut gelungen ist Follett die Verknüpfung der historischen Fakten und Persönlichkeiten mit seinen fiktiven Charakteren der Bücher.

    Der Erzähler des Hörbuches hat eine sehr angenehme Stimme.

  11. Cover des Buches Der Anschlag (ISBN: 9783837111071)
    Stephen King

    Der Anschlag

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Panobbi

    (Hörbuch-)Empfehlung: Kings - Der Anschlag. Ich mag Kings -non Horror- ja für die Welten, die er baut. Bei King ist es ja eher immer die Reise, als das Ende. Hierbei finde ich das reine Ende toll. Die Auflösung eines der Grundthemen lahm. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass mich das letzte Viertel langsam verliert. War dieses Mal nicht der Fall. Und die ohne Auflösung angenehm knapp gehalten.

  12. Cover des Buches Blut vergisst nicht (ISBN: 9783453436176)
    Kathy Reichs

    Blut vergisst nicht

     (173)
    Aktuelle Rezension von: Nala73

    Ein Mann, der nicht ein-, sondern gleich zweimal den Tod gefunden zu haben scheint, gibt Forensikerin Tempe Brennan Rätsel auf. Seine Spur führt nach Hawaii. Hier wird Tempe prompt mit den von Haien verunstalteten, seltsam tätowierten Überresten eines Kleindealers konfrontiert. Das Inselparadies wird für Tempe schnell zum heißen Pflaster. Denn die örtlichen Drogenhändler reagieren auf neugierige Ermittlerinnen so instinktiv wie Haie auf einen blutigen Köder.

  13. Cover des Buches Ein seltsamer Ort zum Sterben (ISBN: 9783499230868)
    Derek B. Miller

    Ein seltsamer Ort zum Sterben

     (87)
    Aktuelle Rezension von: twentytwo
    Sheldon Horowitz, 82 Jahre jung, hat sich entgegen seiner inneren Überzeugung, von seiner Enkelin dazu überreden lassen seinem Heimatland den Rücken zu kehren undihr nach Oslo, in das für ihn unbekannte Norwegen zu folgen. Kurz darauf und ohne ihm eine Chance gelassen zu haben sich einzuleben, nimmt das Schicksal seinen Lauf und er wird in einen Anschlag mit tödlichem Ausgang verwickelt. Zurück bleibt ein kleiner schwer traumatisierter Junge, dessen Rettung für Sheldon Mission und Sühne zugleich bedeutet. So wird die Flucht vor den Verfolgern letztendlich zu einer gedanklichen Zeitreise, die sich zwischen Zukunft und Vergangenheit bewegt, bevor sie in einem dramatischen Showdown ihr Ende findet.

    Fazit
    Eine beeindruckende Geschichte, die sowohl politisch wie auch philosophisch gesehen, alles andere als leichte Kost ist und für zahlreiche Denkanstöße sorgt.
  14. Cover des Buches The Rules of Magic: Eine zauberhafte Familie (ISBN: 9783596700608)
    Alice Hoffman

    The Rules of Magic: Eine zauberhafte Familie

     (101)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    Die Bewertungen zum Buch sind ja eher durchwachsen, also habe ich es immer wieder vor mir hergeschoben. Letztendlich hat es mir dann doch gefallen, auch wenn ich lange gebraucht habe, bis ich in der Geschichte angekommen bin. Der Stil ist ein wenig speziell und ich habe zwischen Hör- und Leseversion gewechselt. Ab einem bestimmten Punkt konnte mich das Buch dann doch noch abholen, das hat aber knapp bis zur Hälfte gedauert und mir haben nicht alle Handlungsstränge und Entwicklungen gefallen. Manches war mir zu schwammig, gerade was die Beschreibungen zur Magie und alldem betreffen. So wird zwar vieles erwähnt und angeschnitten, aber richtige Erklärungen fehlen.

    Das Buch springt durch verschiedene Zeiten und das kann auch etwas verwirrend sein. So muss man wirklich aufmerksam lesen/hören, um nichts zu verpassen und mit den Namen nicht durcheinander zu kommen.

    Denn man begleitet die drei Owens-Geschwister Franny, Jet und Vincent, die bisher keinerlei Kontakt mit Magie hatten, denn ihre Mutter hat sie versucht zu beschützen vor ihrem Erbe. Doch manchmal klappt das nicht wie gewollt und nach dem Sommer bei ihrer Tante ändert sich alles für die drei Geschwister.

    Ich fand die Geschichte schon hörenswert, muss aber sagen, dass man sich wirklich auf die Geschichte einlassen muss. Einfach fallen lassen, nicht zu viel hinterfragen und wer viele Erklärungen erwartet, sollte die Finger vom Buch lassen.


    Gut, aber sicherlich nicht jedermanns Sache. Ich habe gebraucht, bis ich angekommen bin und doch konnte es mich super unterhalten.

  15. Cover des Buches Natchez Burning (ISBN: 9783746632100)
    Greg Iles

    Natchez Burning

     (80)
    Aktuelle Rezension von: ulrikerabe

    Natchez, Mississippi, 1964. Ein junger schwarzer Mann hat ein Verhältnis mit einem weißen Mädchen. Leider ist die junge Frau die Tochter eines reichen und einflussreichen Unternehmers mit Kontakten zum Ku-Klux-Klan und der Mafia. Bevor dem Burschen kurzer Prozess gemacht werden kann, gelingt es ihm zu fliehen. Doch der schwarze Inhaber eines Ladens, der dem Paar immer wieder sein Geschäft für ein Stelldichein zu Verfügung gestellt hat, bezahlt auf grausamste Weise mit seinem Leben. Kurz danach verschwinden junge schwarze Bürgerrechtler. Am berüchtigten Knochenbaum wurden sie Opfer der Doppeladler.

    Natchez, 2005 Henry Page, angesehener und engagierter Arzt, wird des Mordes an seiner ehemaligen Sprechstundenhilfe Viola angeklagt. Die schwarze Frau hatte Natchez in den 1960ern den Rücken gekehrt und kam sterbenskrank zurück, um dort ihre letzten Tage zu verbringen. Henrys Sohn Penn ist amtierender Bürgermeister von Natchez und setzt alles daran, seinen Vater zu entlasten.

    Natchez Burning von Greg Iles ist eigentlich der vierte Teile einer Reihe um Penn Cage, Anwalt und Bürgermeister von Natchez. Es ist aber gleichzeitig auch der erste Teil der Natchez Trilogie, in deren Mittelpunkt die rassistischen Verbrechen der brutalen Splittergruppe des Klans, der Doppeladler, stehen.

    „Wir wollen also im Jahre 1964 anfangen, und zwar mit drei Morden. Mit drei Steinen, die in den Teich geworfen wurden, der seit der Belagerung von Vicksburg niemanden interessiert hatte…An einen Ort, von dem die meisten Leute in den Vereinigten Staaten gern glauben, dass er irgendwie anders war als der Rest des Landes, der aber tatsächlich ein präzises Abbild der gefolterten amerikanischen Seele war. Mississippi.“

    Nun, Vicksburg ist schon 1863 gewesen, und gefoltert wurde – weder vorher noch nachher - nicht die „amerikanische Seele“, sondern die schwarze Bevölkerung. Rassentrennung, Diskriminierung, Ungleichbehandlung, Entrechtung der Schwarzen ist bis heute nicht ausgerottet.

    Im fiktiven Thriller „Natchez Burning” ist der tolerante, integre, mutige Penn Cage schon länger Bürgermeister. Die Verbrechen weißer Rednecks an der schwarzen Bevölkerung beginnen ihn aber erst da brennend zu interessieren, als sein eigener Vater in größten Schwierigkeiten steckt.

    „Wenn ein Mann die Wahl hat zwischen der Wahrheit und seinem Vater, entscheidet sich nur der Narr für die Wahrheit“

    Greg Iles vergreift sich in seinem Thriller Natchez Burning am Rassismus, fällt aber vielfältig in tradierte Rollenbilder und Klischees. Der einzige schwarze Mann, der es heutzutage im County politisch zu etwas gebracht ist der korrupte Staatsanwalt, mit einigem Dreck am Stecken. Zwei weiße alte Männer erinnern sich wehmütig an ihre erotischen Erfahrungen mit schwarzen Frauen. Nur um zwei Beispiele zu nennen. Ob dem Autor der Kampf gegen Rassismus tatsächlich ein Anliegen ist, konnte ich nicht feststellen. Grausame Hassverbrechen weißer Männer an der schwarzen Bevölkerung aufzuzählen alleine reicht dazu nicht.

    Wenn man davon absieht und nur einen spannenden Thriller lesen will, findet man einen weitschweifigen, ausufernden Plot, bei dem Freunde von Verschwörungstheorien sicher ihre Freude hätten. Die Handlung ist auf knapp über 1000 Seiten aufgeblasen. Dramaturgisch wäre da viel zu straffen. Greg Iles setzt auf das Stilmittel der Wiederholung, lässt Ermittlungsergebnisse zwischen den Protagonisten die Runde machen, bis auch der letzte von ihnen weiß, was der Leser schon beim ersten Mal verstanden hat. Der einzige Vorteil einer derart redundanten Erzählweise ist, wenn man bei Seite siebenhundertdrölfzig geneigt ist, geistig abzudriften, bekommt man eine knackige Zusammenfassung der Ereignisse serviert.

    Erstaunlicherweise ist die Geschichte nach 1000 Seiten noch immer nicht zu Ende erzählt. Zwei weitere ebensolche Wälzer liegen zu den Verbrechen am Knochenbaum noch vor.

  16. Cover des Buches Dr. Siri und seine Toten (ISBN: 9783442466795)
    Colin Cotterill

    Dr. Siri und seine Toten

     (150)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Drei Tote aus einem See und die Leiche der Frau eines Parteimitglieds landen auf dem Tisch von dem 72jährigen Leichenbeschauer Dr. Siri. Er ist in Laos der einzige seines Fachs, mangelhaft ausgestattet und ebenso ausgebildet. Mithilfe seiner Assistenten, seiner Intuition und manchem Fingerzeig aus der Geisterwelt macht sich der Doktor daran die Fälle zu lösen...

    Meine Meinung: Der Schreibstil des Autors ist locker und voller schwarzem Humor. Cotterill schafft eine interessante Atmosphäre, die ich nicht ganz ernst nehmen konnte - überhaupt nachdem das Buch dann derart ins Übersinnliche rutschte. Mit Dr. Siri wurde ein Original geschaffen und auch die "Nebendarsteller" kamen mir oft reichlich skurril vor. Siris Methoden und die Beschreibung der politische Situation fand ich zwar fragwürdig - habe mich aber nicht näher damit beschäftigt. Zu einem sehr starken Thema wurde die Geisterwelt, was für mich ein bisschen unerwartet kam. Es brachte aber die laotische Kultur ins Spiel, was durchaus spannend war. Auch Sprünge und Längen in der Geschichte tauchten auf. Trotzdem konnte ich das Buch gut lesen.

    Mein Fazit: Dieser Krimi hat seinen ganz eigenen Charme auf den man sich einlassen muss und den man am besten nicht hinterfragt. Eine Empfehlung für all jene, die eine etwas Abwechslung in ihren Lesealltag bringen wollen. 

  17. Cover des Buches Atlantis (ISBN: 9783453435711)
    Stephen King

    Atlantis

     (223)
    Aktuelle Rezension von: MaBoy

    Der Gedanke an den darauf basierenden Film "Hearts in Atlantis" mit Anthony Hopkins erweckt in mir stets ein Gefühl der Nostalgie. Dennoch bezieht sich der Film lediglich auf die erste Teilgeschichte des Buches. Die übrigen widmen sich dem Leben einzelner "Nebencharaktere". Leider ziehen sich die Geschichten etwas in die Länge und verlieren dabei ihre Essenz. In kürzester Zeit wirkten Einzelheiten wie im Meer versenkt.

  18. Cover des Buches Sag niemals stirb (ISBN: 9783959671842)
    Tess Gerritsen

    Sag niemals stirb

     (127)
    Aktuelle Rezension von: angeltearz
    Tess Gerritsen ist eigentlich eine Autorin, auf die man sich verlassen kann, wenn man einen guten Thriller lesen möchte. Eigentlich.
    Ich hatte nach diesem Buch gegriffen, weil der vorherige Thriller den ich ich gelesen habe, nicht sehr spannend war. Ich hatte die Hoffnung, dass die Autorin mich aus dem Thrillertief holen kann. Eigentlich hatte ich es sogar erwartet, dass sie mich da rausholt.
    Dieses Buch ist allerdings kein typisches Gerritsen-Buch. Es fließt kaum Blut, es gibt verhältnismäßig wenig Leichen.
    Aber dafür kann dieses Buch mit etwas anderem Trumpfen, nämlich mit der Geschichte. Ein Pilot, der Dreck am Stecken hatte – vielleicht – und einer Tochter, die diesen besagten Vater finden will. Im Dschungel und dabei gerät sie dann selber in Bedrängnis.
    Diese Geschichte hat eine Grundspannung, das ist echt verrückt. Weil eigentlich passiert ja nicht so viel und eigentlich ist die Tiefe der Geschichte nicht wirklich vorhanden. Trotzdem hat es aber was.

    Ich schiebe es auf den Schreibstil der Autorin, denn Tess Gerritsen kann es einfach. Sie ist eine DER Thrillerautorinnen und beweist mit diesem Buch, dass nicht immer viel Blut fließen muss. Obwohl ich etwas anderes erwartet habe, hat mich das Buch echt unterhalten. Die Autorin gehört nach wie vor zu meinen Lieblingsthrillerautorinnen, obwohl mich dieses Buch jetzt nicht ganz überzeugt hat. Sie hat es wieder geschafft mich in ein Buch zu ziehen, so dass ich es einfach nicht weglegen konnte.

    Das Setting ist schon sehr interessant gewählt mit dem Dschungel. Ich glaube, in einem anderen Setting hätte diese Geschichte einfach nicht gewirkt. Man hat ja irgendwie immer diese bösen Männer im Dschungel im Kopf. Diese Männer, die es dort wirklich gibt und man weiß einfach wie bösartig diese sind. Okay, die Autorin setzt sich da in ein gemachtes Nest, aber hey. Ich finde das absolut in Ordnung.

    Die Charaktere sind typisch Thriller sehr oberflächlich. Bei Wilone kommt ein wenig Hintergrund, weil sie eben ihren Vater sucht. Trotzdem erfahren wir nur das Nötigste über sie. Wie auch von Guy. Etwas merkwürdig fand ich hier, dass sich eine Liebesgeschichte entwickelt. Die ich den beiden Charakteren allerdings nicht abkaufe. Beide haben ihre Päckchen zu tragen und irgendwie passt es einfach nicht. Nicht zu den Charakteren und auch nicht zu der Geschichte. Die Chemie stimmt einfach nicht. Meiner Meinung nach hätte man das auch einfach sein lassen können.

    Diese Buch ist ein Einzelband, was ich wirklich begrüße. Ich denke nicht, dass ich einen weiteren Band lesen würde. Es war ganz nett mal zwischendurch, aber mehr auch nicht. Es ist kein Thriller, wo man miträtselt, wer der Mörder ist. Es ist von Anfang an klar, was passiert. Es gibt keine großartigen Überraschungen und keine Wendungen, die man nicht kommen sieht. Aber dennoch, wie oben schon geschrieben, hat der Thriller eine Grundspannung, die einfach Spaß macht.

    Ich würde dieses Buch denjenigen empfehlen, die gerne mal ins Genre Thriller fühlen möchten, sich aber noch nicht so recht trauen.
    Es kaum Leichen, sehr wenig Blut und wenn dann nur Spannung.
  19. Cover des Buches Erntejahre (ISBN: 9782919805594)
    Izabelle Jardin

    Erntejahre

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch

    Dies ist der dritte Band über die Familie Warthenberg. Eva bekommt 1958 ihre Tochter Bettina. Diese muß als kleines Kind miterleben, wie ihre Mutter durch die Grenze von der Großmutter Constanze getrennt wurde. Bettina wächst zu einer engagierten Frau heran, die politisch auch aktiv ist. Sie wird Journalistin und brennt für politische Themen. Sie findet ihr Glück bei Mathias und wird noch spät Mutter einer kleinen Tochter. Sie erfährt, dass sie noch einen Stiefbruder hat, als dieser nach vielen Jahren aus den USA wieder nach Deutschland zurückkommt. Bettina möchte gerne ihre Großeltern kennenlernen, die in der DDR leben. Das Buch zeigt uns in Rückblicken das Leben von Constanze und Clemens, die wegen Republikflucht eingesessen sind und zeigt, wie große die Liebe der beiden  ist. In diesem Band wird auch sehr viel auf die damals aktuellen Themen zurückgegriffen. Bader-Meinhoff, das Olympiaattentat, der Grenzbau, der Mauerfall, Perestroika. Man erlebt selbst diese Zeit sehr hautnah. Auch mit diesem Band hat die Autorin wieder den Leser gefesselt, man merkt, dass sie umfangreich recherchiert. Sie versteht das Leben der Warthenbergfrauen derart identisch darzustellen, dass man meint, in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zu sein. Ich bedauere, dass nun diese Reihe beendet ist. Sprachlich war das Buch wieder sehr gut gelungen und auch das Cover ist passend für diese Zeit ausgewählt.

  20. Cover des Buches Adam ist jetzt mit Eva befreundet (ISBN: 9783841902450)
    Wylie Overstreet

    Adam ist jetzt mit Eva befreundet

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Eine interessante Idee: Was wäre passiert, wenn Mark Z. (bzw. die Winklevoss-Zwillinge) Facebook viel früher erfunden hätten, was hätte man damals nicht alles schon im Vorraus wissen können? Schön ironisch-humorvolle Gedankenspielereien, bei dem einem auch manchmal das lachen im Halse stecken bleibt, zB wenn Hitler Nationalismus bereits 1920 für eine "gute Idee" hält. Sehr amüsant so für zwischendurch, durchaus weiterzuempfehlen.
  21. Cover des Buches Forrest Gump (ISBN: 0743453255)
    Winston Groom

    Forrest Gump

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Rain698
    Forrest Gump war für mich ein Muss. Der Film ist grandios und da ist es natürlich Pflicht das dazugehörige Buch zu lesen.Und ich wurde nicht enttäuscht.
    Forrest Gump war, finde ich, ein Buch, das nicht unbedingt einfach zu lesen ist. Durch die falsche Grammatik und den verschobenen Satzbau (und noch dazu durch Forrests Art die Dinge zu verstehen) ist es oft nicht leicht zu verstehen was er uns erzählen möchte. Die Geschichte an sich ist für mich super. Eine wirklich schöne Geschichte und noch besser erzählt.Forrest ist ein sehr besonderer Junge. Sein Leben verläuft dagegen sehr erfolgreich, auch wenn er oft nicht weiß wieso. Er gelangt an die verschiedensten Orte der Welt und lernt die verrücktesten Leute kennen. Jedoch ist das einzige was er immer wollte und wollen wird bei Jenny zu sein. Jenny ist Forrests Schulfreundin und trotz Höhen und Tiefen sind sie immer füreinander da und verlieren sich doch nie ganz aus den Augen.
  22. Cover des Buches Liebe und Verderben (ISBN: 9783746635767)
    Kristin Hannah

    Liebe und Verderben

     (133)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    1974 zieht Lenora Allbright im Alter von dreizehn Jahren mit ihren Eltern Cora und Ernt nach Kaneq in Alaska. Sie alle haben die Hoffnung auf einen Neuanfang und dort glücklich zu werden, nachdem sie inzwischen so oft umgezogen sind. Ernt ist Kriegsveteran aus Vietnam und war dort sechs Jahre in Gefangenschaft, weshalb er unter Flashbacks und Posttraumatischen Belastungsstörungen leidet. Seinen Frust darüber ertränkt er in Alkohol oder münzt ihn in Gewalt um. 

    Die Anfangszeit in Alaska ist hart und arbeitsreich, aber Ernt steht damit vor neuen Herausforderungen und ist beschäftigt und selbst Leni, die sich immer als "die Neue" in diversen Schulen vorstellen musste, fühlt sich in dem kleinen abgeschiedenen Ort bald wohl. In Matthew, dem einzigen gleichaltrigen Mitschüler, findet sie sogar einen guten Freund. Doch der lange Winter drückt auf die Stimmung und Ernt verfällt in alte Muster. Zudem spaltet er den einst friedlichen Ort, indem er aus Eifersucht und Neid Streit mit alteingesessenen Bewohnern anfängt. 

    Leni wächst heran und wird langsam zur Frau und verliebt sich in Matthew, zu dem Ernt ihr jedoch jeden Kontakt untersagt. Seine Wutausbrüche werden immer schlimmer, seine Ansichten und Weltuntergangsszenarien immer extremer, bis er seine Familie komplett von allen anderen abschottet, um sie zu schützen. Doch die Gefahr droht weniger von außen, sondern geht allein von ihm aus. Als Cora und Leni Ernt nicht mehr länger aus Liebe in Schutz nehmen können und endgültig beschließen, ihn zu verlassen, kommt es zur Katastrophe. 

    "Liebe und Verderben" ist ein ebenso dramatischer wie treffender Titel für einen Roman, der eine spannende und emotionale Geschichte voller Liebe, Tragik, Angst und den Kampf ums Überleben erzählt. Alaska ist dabei eine besondere, einerseits bezaubernde und wunderschöne Kulisse, andererseits aber auch ein unheimlicher und gefährlicher Ort. 

    Die Schilderung des einfachen Lebens in den 1970er-Jahren ohne Strom und fließendes Wasser, die Landschaftsbeschreibungen von Wäldern, Fjorden und den dort lebenden Tieren sind beeindruckend und so anschaulich, dass man als Leser tief in die Geschichte eintaucht. Die Erschwernisse durch Klima und Natur, aber auch durch die Einsamkeit, di die Menschen absonderlich werden lässt, sind eindrucksvoll und nachvollziehbar geschildert und sorgen für Beklemmung. 

    Diese unheimliche Grundstimmung passt perfekt zu der tragischen Familiengeschichte der Allbrights. Sie schildert die toxische Beziehung zweier Liebenden, die nicht ohne einander leben können, aber miteinander nicht glücklich werden. Ernt ist krankhaft eifersüchtig und verliert über die Jahre immer mehr die Kontrolle über sich, während Cora den Fehler macht, ihm immer wieder zu verzeihen und ihn provoziert, um seine Liebe zu spüren. Je älter Leni wird, desto mehr durchschaut sie die Situation, kann aber nichts an ihr ändern, was sich für sie am Ende besonders tragisch auswirkt. 

    Trotz der Weite des Landes sind sie gefangen und kämpfen bald wenige gegen die Wildheit der Natur, sondern vielmehr gegen die Wildheit, die im Menschen selbst innewohnt. 

    Nicht nur die außergewöhnliche Kulisse, auch die authentisch geschilderte dramatische Familien- und Liebesgeschichte machen das Buch zu einer Reise in ein beeindruckendes Land und zu Menschen, denen man erschüttert, aber doch nachvollziehbar folgerichtig zusieht, wie sie sich ins Verderben stürzen. Die Geschichte steckt voller individueller Charaktere, ist abwechslungsreich, realitätsnah und vor allem emotional mitreißend erzählt. 

  23. Cover des Buches Der Baader-Meinhof-Komplex (ISBN: 9783442155972)
    Stefan Aust

    Der Baader-Meinhof-Komplex

     (308)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Während meine Mutter beim Post-oder Bankschalter anstand (ATM gab es damals noch nicht), guckte ich mir das große Poster mit all den gesuchten RAF-Gesichtern an. In jeder Bank, Geschäft, Bahnhof oder öffentlichem Amt hing dieses Plakat! Wann immer wir mit unseren Eltern aus Hamburg nach Hause nach HH-Lemsahl fuhren, wurden wir von mindestens einer Polizeikontrolle gestoppt. Am Ende wohnte die RAF nur 5 Km von meinem Elternhaus in Poppenbüttel entfernt.

    #derbaadermeinhofkomplex war das erste Buch, das mir alle Zusammenhänge der RAF darstellte.
    Es ist schon länger her, dass ich es gelesen habe, aber ich weiß noch, das es sich wie ein Krimi las. 878 Seiten Spannung pur. Allerdings erinnere ich mich auch, dass ich über Baaders seitenlangen, intellektuellen Ergüsse ohne Punkt und Komma im Gerichtssaal hinweggelesen habe.
    Danke #stefanaust

  24. Cover des Buches Sein wahres Gesicht (ISBN: 9783442366781)
    Lee Child

    Sein wahres Gesicht

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Sein Vagabundenleben hat Jack Reacher nach Florida geführt, wo er als Poolgräber und Türsteher arbeitet und ansonsten unter dem Radar fliegt. Das ändert sich, als zuerst ein Detektiv und wenig später zwei Auftragskiller nach ihm suchen. Bevor der Detektiv von den Killern umgebracht wird, verrät er Reacher, dass er ihn im Auftrag einer Mrs. Jacobs aufspüren soll. Das macht Reacher neugierig und er reist nach New York, um dort nach der geheimnisvollen Frau zu suchen. Er staunt nicht schlecht, als er herausfindet, dass es sich dabei um Jodie, die Tochter seines ehemaligen Vorgesetzten Leon Garber handelt. Diese hatte nach dem Tod ihres Vaters nach Reacher suchen lassen, weil Garber ihn in seinem Testament erwähnt hat. Außerdem gibt es da noch einen Fall, den Garber vor seinem Tod nicht mehr abschließen konnte. Als die Killer auch bei Jodie auftauchen, steht für Reacher fest, dass er den letzten Fall aufklären muss.
    Der Anfang des dritten Reacher-Bandes war ebenso spannend wie ereignisreich, im Mittelteil der gut 500 Seiten langen Geschichte allerdings gibt es einige Längen und etwas überzogene und arg konstruierte Stellen. Deshalb war ich mir auch recht sicher, wie die Sache am Ende ausgehen würde – und freute mich, dass ich doch eines besseren belehrt wurde. Das Ende war daher auch sofort Grund genug, mir den vierten Band „Zeit der Rache“ zu bestellen. Ich möchte wissen, wie es weitergeht.



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