Bücher mit dem Tag "verlag grafit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "verlag grafit" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches Am Ende der Unschuld (ISBN: 9783894257729)
    Silke Ziegler

    Am Ende der Unschuld

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Lorixx

    Ich habe die "Frauen von der Purpurküste" alle gelesen und geliebt. Deshalb war ich sehr gespannt auf andere Bücher der Autorin und bin auf ihre Südfrankreich-Krimis gestoßen.

    Robert hoffmann sitzt seit fünf Jahren in einem Pariser Gefängnis, wegen Mordes an seiner Verlobten. Die Journalistin Milla Seiferth bekommt den Auftrag ihn zu interviewen. Warum, will er mit ihr reden? Bisher hat er alle Anfrgaen abgelehnt und mit niemandem darüber gesprochen.

    Für Milla ist das die große Chance ihre Karriere voranzutreiben. Sie begibt sich nach Paris und erkennt, dass hier viel mehr auf sie wartet. Ist Robert womöglich unschuldig?

    Die Autorin schaffft es, auch ohne blutrünstige Szenen, ihre Leser an einen durchweg spannenden Krimi zu fesseln. Dank ihre gut durchdachten Protagonisten entsteht eine aufregende Atmosphäre, die mich in ihren Bann gezogen hat. Sympathie für den Mörder aufzubringen fällt nicht schwer, und gerade diese widersprüchluichen Gefühle und Gedanken, die während des Lesens aufkommen, machen das Buch so interessant.

    Milla hat alles was diese Figur braucht. Sie ist sympathisch, taff, hartnäckig und hat mich sehr überrascht mit ihren Handlungen.

    Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen! Ich habe mir deshalb auch die anderen beiden Bücher der Reihe gekauft.


  2. Cover des Buches Das Gebot (ISBN: 9783894257743)
    Sunil Mann

    Das Gebot

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht

    Bei diesem Buch bin ich hin- und hergerissen. Ich fand es wirklich gut zu lesen und es war auch megaspannend, zugleich aber sehr beklemmend. Das Thema Attentäter und Islamisten hat mich sehr bedrückt und daher war ich irgendwie auch froh, als das Buch fertig gelesen war. Andererseits spricht es ja auch für den Autor, wenn er es schafft, so eine Atmosphäre zu erzeugen und den Leser so mitfühlen zu lassen. Das Buch hat mich tief beeindruckt zurückgelassen und ich habe noch lange darüber gegrübelt.

    Ich kannte bisher kein Buch des Autors, war aber schnell drin im Geschehen. Ich nehme an, es wäre noch schöner gewesen, wenn man die Geschichte der beiden Ermittler, der Hauptfiguren Marisa Greco und Bashir Berisha, besser gekannt hätte, weil man das Vorgängerbuch „Der Schwur“ auch gelesen hat. Aber auch als Quereinsteiger kommt man gut zurecht und hat Freude am Lesen.

    Der Fall ist hochspannend und verzwickt, man kann richtig mitfiebern. Es ist auch blutig und brutal und man hat den Eindruck, man erlebt mit, was die Figuren denken und fühlen, tun und planen. Das mochte ich sehr, denn alles wirkte so authentisch. Wer es spannend und realitätsnah mag, ist hier genau richtig.

  3. Cover des Buches Gossenblues (ISBN: 9783894254926)
    Sunil Mann

    Gossenblues

     (4)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Vijay Kumar, Band 7: Privatdetektiv Vijay Kumars Vater ist verstorben. Am Grab seines Vaters trifft er auf eine ihm unbekannte Frau. Franziska Zehnder beauftragt ihn, Gaudenz Pfister zu finden, den sie jedoch nicht richtig beschreiben kann. Vijay findet schnell heraus, dass Pfister seit seiner Scheidung unter dem Spitznamen „Fischli“ auf der Strasse lebt, obwohl genügend Geld vorhanden sein müsste. Vijay informiert seine Auftraggeberin. Kurz darauf ist Pfister tot – erfroren auf dem Friedhof – und auch Zehnder wird zu Hause ermordet aufgefunden. Wie war deren Beziehung? Und wie war ihre Beziehung zu Vijays Vater?

    Erster Eindruck: Auf dem Cover eine Unterführung und die Umrisse einer Person – wirkt geheimnisvoll.

    Dies ist Band 7 einer Reihe, kann jedoch unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden.

    Vijay trauert um seinen Vater, zudem hat er Probleme mit seiner Freundin Manju: sie haben eine Beziehungspause eingelegt. Er ist froh, wenn er durch seine Arbeit abgelenkt wird. Doch der neuste Auftrag von Franziska Zehnder führt ihn gleich wieder zu seinem Vater: warum war sie an seinem Grab und weinte? Wer ist sie? In welchem Verhältnis stand sie zu seinem Vater? Könnten die beiden eine Liebesbeziehung gehabt haben? Nein, das will er sich gar nicht vorstellen. Er muss wohl seine Mutter fragen.
    Der Auftrag, so unlösbar er zuerst schien, war doch schneller erledigt als erwartet. Aus pekuniärer Sicht ein Glücksfall für Vijay, aber doch lässt ihn die Angelegenheit nicht los. Wieso suchte Franziska den Mann? Um später herauszufinden, dass sie ihn bereits kannte, aber unter einem anderen Namen? Und was hat Pfister so aus der Bahn geworfen, dass er sein Leben als Banker aufgegeben hatte und fortan auf der Strasse lebte? Lenny, ein Weggefährte, meinte, dass Fischli Busse tun würde – wofür auch immer. Franziska, die ihm Café „Lichtblick“ arbeitete, wo viele Obdachlose verkehren, war daran, sich ein neues Leben aufzubauen, nachdem sie lange als Prostituierte tätig war.

    Trauerarbeit, Obdachlosigkeit, Drogen, Beziehungsprobleme – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Dieser siebte Fall war der letzte der Reihe. Er hat mir von allen Bänden am besten gefallen; der Autor hat es geschafft, nicht nur Vijay, sondern auch mich zu verwirren. Es fällt mir doch etwas schwer, Vijay ziehen zu lassen. Von mir gibt es für diesen spannenden Abschluss 5 Sterne.

  4. Cover des Buches Der Schwur (ISBN: 9783894256760)
    Sunil Mann

    Der Schwur

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Die Madames zahlen ihren Schützlingen die Reise aus einem afrikanischen Land und schlagen großzügig Provision drauf. Hier werden sie dann mit der Realität konfrontiert.“ (Zitat Seite 162)

     

    Inhalt

    Als die Flugbegleiterin Marisa Greco durch Zufall Bashir Berisha kennenlernt, Türsteher in einem Klub und Privatdetektiv, erkennt sie das Potenzial, um mehr aus seiner Detektei zu machen. So entsteht die gemeinsame „Agentur für unliebsame Angelegenheiten“. Rasch haben sie erste, wenn auch sehr unterschiedliche, Aufträge. Dann kommt die Nigerianerin Joy zu ihnen. Ihre jüngere Schwester Faith ist auf dem Weg nach Europa und Joy will mit allen Mitteln verhindern, dass Faith hier ihr Schicksal teilt. Bashir muss Joys Koffer aus einer Wohnung holen, denn ihr Reisepass war ihr vor Jahren abgenommen worden und befindet sich, zusammen mit ihren alten Sachen, in diesem Koffer. Bashir bekommt den Schlüssel und muss pünktlich, auf die Minute genau, vor Ort sein. Alles geht glatt, doch als Bashir den beschriebenen Schrank öffnet, in dem Koffer auf Koffer gestapelt sind, sieht er zwei rosa Koffer. Bashir hört Schritte, die Zeit drängt, er nimmt einfach beide Koffer mit und löst damit eine Reihe von lebensgefährlichen Ereignissen aus.

     

    Thema und Genre

    In diesem politischen Kriminalroman geht es um aktuelle Themen wie die internationale Flüchtlingspolitik, Menschenhandel, Unterdrückung und Gewalt an Frauen, Politik und politischen Populismus, und die Szene der Verbrecherorganisationen in Zürich.

     

    Charaktere

    „Er eher wortkarg und ernst – manchmal zu wortkarg und ernst, wie Marisa findet -, sie lebenslustig und redselig – manchmal zu redselig, wie Bashir findet -, sie hat Fantasie, er analytisches Denkvermögen, sie hat den guten Geschmack, er verfügt über technisches Geschick.“ (Zitat Seite 48) Besser als der Autor selbst kann man die beiden Hauptfiguren nicht beschreiben. Seine unterschiedlichen Figuren werden beim Lesen sofort lebendig, sehr treffend beobachtet und realistisch ist zum Beispiel auch Andrea Graf beschrieben, die ehrgeizige Politikerin.

     

    Handlung und Schreibstil

    Der Zeitrahmen ist straff und knapp, die Abläufe nachvollziehbar. Die packende Handlung zeigt die intensive und extrem genaue Recherche, das Fachwissen, nicht nur die Situation in der Schweiz betreffend, sondern auch im Hinblick auf die internationalen Vorgänge. Die Geschichte wird in zwei unterschiedlichen Handlungssträngen erzählt, im ersten wird der Weg von Faith geschildert, einem Mädchen aus Nigeria auf dem beschwerlichen, von Schleppern organisierten Weg nach Europa, die versprochene Arbeit als Friseurin gibt Hoffnung. Diese Ereignisse beginnen bereits Monate vor der zweiten Geschichte, in der es um das aktuelle Geschehen in Zürich geht, wo einerseits das Detektivteam Marisa und Bashir, sowie Joy im Mittelpunkt stehen, andererseits, davon getrennt, eine weitere Geschichte, in deren Mittelpunkt Andrea Graf steht, die nach einer Pause politisch wieder durchstarten will. Die einzelnen Handlungsstränge werden abwechselnd erzählt und ergeben, in Verbindung mit erklärenden Fakten und privaten Episoden der beiden Ermittler, eine komplexe, sehr spannend zu lesende Geschichte.

     

    Fazit

    Ein packender, komplexer politischer Kriminalroman mit brisanten aktuellen Themen und kompetent recherchierten Hintergründen.

  5. Cover des Buches Uferwechsel (ISBN: 9783894254070)
    Sunil Mann

    Uferwechsel

     (11)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Vijay Kumar, Band 3: Ein mysteriöser Todesfall in der Einflugschneise des Zürcher Flughafens – ein junger Ausländer wird trotz winterlichen Temperaturen nur halb bekleidet tot aufgefunden. Ist er aus dem Flugzeug gefallen? Wollte er illegal einreisen? Privatdetektiv Vijay Kumar erhält den Auftrag, den Todesfall des jungen Mannes aufzuklären – sein anonymer Auftraggeber glaubt nicht an einen Unfall. Nach den ersten Ermittlungen in Sachen Flugzeugunfall führen Spuren in das Strichermilieu. Vijay taucht in eine für ihn ungewohnte Szene ein, wo er aber auf bekannte Gesichter trifft…

    Erster Eindruck: Auf dem Cover ist die Silhouette eines Mannes in einer Unterführung zu sehen; interessantes Spiel mit Licht und Schatten – gefällt mir.

    Dies ist Band 3 einer Reihe, kann jedoch unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden.

    Die Vorstellung, dass jemand aus persönlicher Verzweiflung heraus die Flucht in einem Radkasten eines Flugzeuges wagt – wohlwissend, dass die wenigsten eine solche Reise überhaupt überleben –, ist sehr beklemmend. Vijay hat den Tatort sehr genau besichtigt und aufgrund der abgebrochenen Zweige über dem Fundort darauf geschlossen, dass dies ein solcher Fall sein könnte. Staatsanwalt Tobler ist wenig erfreut über die Einmischung des Privatdetektivs, gibt aber kurz darauf die Theorie des Unfalltodes als seine Ermittlungsergebnisse zum Besten. Vijays anonymer Auftraggeber glaubt nicht an einen Unfall. Warum will der Auftraggeber anonym bleiben? Hatte er ein Verhältnis mit dem verstorbenen jungen Mann, wovon aber niemand etwas wissen darf? Eigentlich wird Vijay nicht aktiv, wenn ein Auftraggeber anonym bleibt, aber mit „eigentlich“ zahlt man auch keine Rechnungen. Also übernimmt er den Fall. Kaum hat er zu recherchieren begonnen, gibt es bereits den nächsten Toten. Haben diese Fälle etwas gemeinsam?

    Homosexualität; Organisation „Sanduhr“ mit einem aussergewöhnlichen Programm; Überfall auf Schwule; Prominente; ungelöste Suizidfälle – dies sind nur einige der behandelten Stichworte.

    Für mich als Leserin ist Vijays Mutter sehr amüsant: Sie versucht unbeirrt, für ihren Sohn die richtige indische Frau zu finden, da er selbst nicht die gewünschten Fortschritte – zumindest nicht aus ihrer Sicht – zu machen scheint. Dieses Mal hat sie doch tatsächlich ein Partnersuche-Inserat in der Zeitung geschaltet, das sage und schreibe während drei Wochen jeden Tag erscheint! Und nicht einmal unter Chiffre oder E-Mail-Adresse, nein gleich mit Namen und Anschrift! Tja, sehr witzig für mich – für Vijay etwas weniger… Berührend fand ich die Situation mit dem Vater bzw. insbesondere das Gespräch von Vater und Sohn. Mehr möchte ich darüber aber nicht verraten. Dieses Mal empfand ich die erste Hälfte des Buches etwas schwerfälliger als sonst; die zweite Hälfte liess sich deutlich flüssiger lesen. Das Ende hat es „herausgerissen“, so dass ich 4 Sterne vergebe.

  6. Cover des Buches Faustrecht (ISBN: 9783894254476)
    Sunil Mann

    Faustrecht

     (6)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Vijay Kumar, Band 5: Adrian Bühler ist der neuste Auftraggeber von Vijay Kumar. Vijay soll Bühlers Frau Jasmin beschatten, da er befürchtet, dass diese ihn mit einem Deutschen betrügt. Mit den Ausländern ist er nicht auf einer Wellenlänge, doch ein indischer Schweizer oder schweizerischer Inder geht für ihn gerade noch durch. Vijay ertappt Jasmin Bühler tatsächlich in einer verfänglichen Situation, jedoch nicht mit dem ursprünglich Verdächtigten, sondern mit einem orientalisch aussehenden Mann. Er verschweigt dies Bühler gegenüber jedoch. Als der syrische Liebhaber erschossen aufgefunden wird, ist Adrian Bühler verschwunden. Vijay fühlt sich verantwortlich und will Bühler unbedingt finden…

    Erster Eindruck: Ein ungewöhnliches Cover mit einem Mann mit Schirm auf einer Wand mit Flechten. Oder ist es ganz etwas anderes?

    Dies ist Band 5 einer Reihe, kann jedoch unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden.

    Vijay weiss manchmal selbst nicht genau, als was er sich eigentlich fühlen soll: als Schweizer mit indischen Wurzeln oder doch als schweizerischer Inder? Von der Sprache her geht er durchaus als „lupenreiner“ Schweizer durch, aber durch seinen Teint ist seine Herkunft deutlich sichtbar. Normalerweise macht er sich gar nicht so viele Gedanken darum, aber durch seinen neusten Auftraggeber, der offensichtlich ein Problem mit Ausländern hat, wird das zu einem omnipräsenten Thema. Obwohl Vijay seinen Auftrag ausgeführt hat – Jasmin Bühler hat keine Liaison mit dem Deutschen –, fühlt er sich persönlich verantwortlich, als Jasmins effektiver Liebhaber ums Leben kommt und Adrian Bühler vom Erdboden verschwunden ist. Hat er doch herausgefunden, wer der Liebhaber war und hat sich dann darum „gekümmert“? Jasmin Bühler ist nicht sehr kooperativ. Vijays Freunde José und Miranda helfen ihm auch dieses Mal, den Fall zu lösen. Sie stossen dabei auf eine wiederbelebte Geheimorganisation…

    Ausländerfeindlichkeit, Politik und Medien gehören zu den behandelten Themen. Die persönliche Situation von Vijay hat mich dieses Mal sehr viel mehr interessiert als die berufliche. Mich haben die Mütter von Vijay und Manju belustigt, wie sie die Hochzeit ihrer beiden Kinder planen, obwohl diese noch gar nicht so weit sind, dass sie diesen Schritt wagen. Vijays Vater bekommt davon nicht viel mit, denn er hat gesundheitlich grosse Probleme und lebt zunehmend in seiner eigenen Welt. Die Auflösung des Kriminalfalls war wiederum spannend. Vijay musste zudem feststellen, dass er dringend Nachhilfe im „Fach“ Bondage haben müsste. Warum? Selbst lesen! Ich bin gespannt auf Band 6.

  7. Cover des Buches Lichterfest (ISBN: 9783894253844)
    Sunil Mann

    Lichterfest

     (5)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Vijay Kumar, Band 2: Privatdetektiv Vijay Kumar hat vom Zürcher Medienmogul Blanchard einen Auftrag erhalten, und zwar soll er dessen Putzfrau Rosie, die seit dem Vortag verschwunden sei, finden. Es winkt ein sattes Honorar. Macht er dies aus reiner Menschenliebe oder ist da etwas faul? Als der bekannte Politiker Graf erstochen aufgefunden wird, wird das Ganze noch nebulöser, denn auch bei Graf war Rosie die Putzfee…

    Erster Eindruck: Auf dem Cover links zwei Speerspitzen und rechts Vijays Käfer-Schrägstrich-Liebhaberobjekt – gefällt mir.

    Dies ist Band 2 einer Reihe, kann jedoch unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden. Da ich jenen vor ein paar Tagen gelesen habe, war ich noch ganz in Vijays-Welt drin.

    Was ein feuchtfröhlicher Abend für Vijay und seine Freunde José und Miranda hätte werden sollen, artet in einer wüsten Schlägerei aus. Und dabei wollte das Trio nur einem jungen Mann zu Hilfe eilen. Der junge Mann, Fernando, landet im Krankenhaus. Selbstverständlich ist dieser Krimi nur Fiktion, doch passieren genau solche Dinge leider tatsächlich. Es werden Menschen verfolgt und verprügelt, und erst noch aus reinem „Spass an der Freud“ – so etwas werde ich wohl nie verstehen. Doch zurück zum Fall: Vijay soll die Putzfrau Rosie des Medienmoguls Blanchard finden. Er fragt sich, ob mehr als nur Menschenliebe dahintersteckt. Vijay greift auf sein bewährtes „Ermittler-Team“, in Form von José und Miranda, zurück. Die drei sind beruflich und örtlich gut im Quartier vernetzt. Die ersten Befragungen laufen jedoch ins Leere – sehr unerfreulich. Es geht aber noch unerfreulicher: Es wurde versucht, in Rosies Wohnung einzubrechen, kurz darauf vermeldet auch José einen Einbruch. Das können doch keine Zufälle sein, oder?

    „Es gibt nicht viele Regeln, die ein Mann beachten muss, wenn er sich in einen Streit zwischen zwei Frauen einmischt. Aber die wichtigste lautet: Halt dich um Gottes willen raus! Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, weshalb ich trotzdem weiterredete.“

    Der Autor ist sehr detailreich in seinen Beschreibungen, so dass das Ganze wie ein Film vor meinem inneren Auge ablief. Die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen und ich war erstaunt, wie schlüssig Vijay den Fall zusammenfassen konnte. Interessant waren die Einblicke in die indische Kultur sowie hinduistische Traditionen. Am besten hat mir die Entwicklung der Protagonisten gefallen: José ist verliebt und hat sich zu seinen Gunsten verändert; Miranda sucht einen Neuanfang als Nudelbar-Besitzerin und Vijay merkt, dass bei ihm ein beruflicher Ehrgeiz erwacht ist, was ihn sowohl überrascht als auch freut (und vielleicht geht es künftig auch mit weniger Alkohol!). Ich habe das Gefühl, alle drei sind in diesem Band ein grosses Stückchen erwachsener geworden. Ich bin bereit für den nächsten Fall.

  8. Cover des Buches Familienpoker (ISBN: 9783894254254)
    Sunil Mann

    Familienpoker

     (9)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Vijay Kumar, Band 4: Im Leben eines Mannes kommt einmal das Bedürfnis von Beständigkeit, Sicherheit. Offenbar ist dieser Moment nun bei Privatdetektiv Vijay Kumar gekommen, denn er beabsichtigt, sich eine Festanstellung zu suchen. Noemi Winter durchkreuzt seine Pläne: sie vermutet, dass ihre Eltern nicht ihre leiblichen Eltern sind. Vijay nimmt den simpel anmutenden Rechercheauftrag an, was ihn in brenzlige Situationen in Madrid und im Berner Oberland bringen wird…

    Erster Eindruck: Alte Fotos in sepia auf dem schwarzen Cover, in der Mitte sticht ein Kinderfoto aufgrund der Orangetöne direkt ins Auge – gefällt mir.

    Dies ist Band 4 einer Reihe, kann jedoch unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden.

    Vijay ist seit knapp einem Jahr mit Manju zusammen und meint daher, unbedingt ein gesichertes Einkommen aufweisen zu müssen. Nun gut, da wird sich wohl etwas für ihn finden. Amrut, der indische Whisky, sei seine grösste Schwäche. Das gibt er zumindest als Antwort auf die Frage einer Personalerin bei einem Vorstellungsgespräch. Es ist nicht überraschend, dass er den Job nicht erhielt, oder? Der „normale“ Job wird somit noch etwas auf ihn warten müssen, denn Vijay kümmert sich nun um Noemis Anliegen: er soll ihre leiblichen Eltern finden. Erste Ermittlungen führen ihn, in Begleitung seines Freundes José, nach Madrid, und zwar in ein Krankenhaus. Es ist nicht einfach, an die gewünschten Informationen zu kommen: gewisse Ärzte arbeiten nicht mehr da und einige Ordensschwestern können bzw. wollen sich nicht erinnern. Unerwartet gibt es jedoch Unterstützung von Mónica, einer früheren Freundin von José, die aus persönlichen Gründen auf der Suche nach einem Dr. Sánchez ist.
    Währenddessen in Madrid nach den leiblichen Eltern gesucht wird, wartet Miranda in Zürich auf den Besuch ihrer Tochter Joana. Diese Tatsache war sehr überraschend für sie – ja, das ist möglich, denn Miranda war zu jener Zeit noch ein Mann, als sich Nachwuchs einstellte. Leider hat die frischgebackene Mutter „vergessen“, Joana ein wichtiges Detail zu verraten. Tja…

    Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen und war sehr spannend. Die Thematik geraubte und verkaufte Kinder hat mich sehr empört. Einmal mehr zeigt es sich, dass es in allen Berufskategorien schwarze Schafe gibt, auch in solchen, die sich u.a. der Nächstenliebe verpflichtet haben. Aufgrund Spannung hätte das Buch 5 Sterne verdient, aber es war für mich nicht glaubwürdig, dass Vijay diesen Fall in so kurzer Zeit lösen konnte, wo andere schon Jahre damit beschäftigt waren (auch wenn ich das „Super-Vijay“ gönnen mag) – daher gibt es von mir 4 Sterne. Ich bin gespannt auf den nächsten Fall.

  9. Cover des Buches Schattenschnitt (ISBN: 9783894254766)
    Sunil Mann

    Schattenschnitt

     (5)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Vijay Kumar, Band 6: Die Dokumentarfilmerin Pina Gilardi wird auf der Strasse niedergestochen. Vijay Kumar hat dies zufällig mitangesehen. Da die Produzentin im Koma liegt, kann sie nicht aussagen. Von ihrer Lebensgefährtin vernimmt er, dass Gilardi erst vor kurzem in Indien war, um die Lebensbedingungen HIV-positiver Menschen aufzuzeigen. Um den Spuren zu folgen, reist Vijay nach Indien…

    Erster Eindruck: Das Cover mit Ganesha, dem Gott mit dem Elefantenkopf, gefällt mir. DenBegriff „Schattenschnitt“ kann ich aktuell nicht zuordnen.

    Dies ist Band 6 einer Reihe, kann jedoch unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden.

    Der Einstieg in den sechsten Band war sehr amüsant, denn Vijay steht kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Das wäre selbstverständlich nichts, was mich amüsieren sollte, aber der Auslöser für seine Krise ist vergnüglich (als Ü40 darf ich das sagen): „Die hämische Ankündigung des beginnenden Zerfalls, ein Symbol für meine unweigerlich ablaufende Lebenszeit, der Hauch des Todes: ein weisses Haar!“ Doch dies ist nicht das einzige Problem, mit dem Vijay sich beschäftigt, denn er hat noch eine viel grössere Baustelle: die Beziehung mit Manju steckt arg in der Klemme. Wenn sie sich nicht beide zusammenreissen, ist das Ende wohl absehbar. Doch nun zum Geschäftlichen: Bei einem Ausflug kommt er in Kontakt mit einer indischen Ärztefamilie, deren Tochter nun in der Schweiz den von ihnen ausgewählten Bräutigam, selbstverständlich ein Inder aus gutem Hause, ehelichen soll. Die Tochter weigert sich jedoch. Der Mann, denn sie wirklich liebt, ist vor kurzem aus mysteriösen Gründen verstorben – Vijay soll den Grund herausfinden, und zwar in Indien! Da er in Sachen Gilardi sowieso nach Indien muss, kann er gleich zwei Dinge auf einmal erledigen: er reist daher von Zürich nach Mumbai (neben dem die grösste Stadt der Schweiz mit ihren 400‘000 Einwohnern geradezu beschaulich anmutet!). Die Stadt und die Grossfamilie der Kumars sind im wahrsten Sinne überwältigend. Ein Anruf aus der Heimat lässt ihn umgehend zurückreisen – was ist passiert?

    Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und für mich war allein das Lesen der indischen Gegebenheiten sehr eindrucksvoll. Ich mag es, Einblicke in andere Lebensweisen und Kulturen zu erhalten. Dieses Mal habe ich auch wieder etwas Neues gelernt: Hijras stellen das dritte Geschlecht Indiens dar. Ich war noch nie in Indien, aber ich denke, dass mich die Hitze, die Farben, Düfte, der Lärm oder auch die Kontraste Arm – Reich überfordern würden.

  10. Cover des Buches Option Färöer (ISBN: 9783894255565)
    Jógvan Isaksen

    Option Färöer

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Fangschuss (ISBN: 9783894258047)
    Sunil Mann

    Fangschuss

     (12)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Vijay Kumar, Band 1: Der dreissigjährige Vijay Kumar ist frischgebackener Privatdetektiv in Zürich und kämpft bereits um seine Selbstständigkeit – es fehlen lukrative Aufträge. Der neuste Auftrag: eine Katze einfangen. Geschenkt! Und auch der zweite Auftrag scheint wenig vielversprechend: eine junge Frau macht sich Sorgen um ihren verschwundenen Freund Philipp, der mit Drogen dealt. Noch etwas unbeholfen nimmt er die Ermittlungen auf – Erfolge und Misserfolge begiesst er gerne mit Amrut, einem indischen Whisky…

    Erster Eindruck: Das Cover mit dem blauen Käfer vor dem idyllischen Panorama wird getrübt durch die Flinte rechts im Bild (die mir jedoch erst beim wiederholten Ansehen aufgefallen ist) – gefällt mir.

    Nachdem ich die ersten beiden Bände um die Ermittler Marisa Greco und Bashir Berisha gelesen habe – ich war begeistert! –, war es Zeit, mich den früheren Werken von Sunil Mann zu widmen. Also Zeit für Vijay Kumar. Der junge Mann, der aus meiner Sicht dem Alkohol viel zu sehr zuspricht, ist noch ein Greenhorn. Nun gut, das Diplom vom Fernkurs hat er in der Tasche, aber das ist auch schon alles. Jetzt gilt es, Erfahrungen zu sammeln. Amüsant, wie er sich freut, wenn seine Website einen weiteren Besucher verzeichnet, und nicht er selbst oder seine Mutter die Besucher waren. A propos Mutter: Als stolze Inderin sucht sie für ihren Sohnemann selbstverständlich eine passende indische Frau. Sie „muss“ sich darum kümmern, da Vijay nicht die von ihr gewünschten Fortschritte in puncto Frau und Kinder macht.
    Vijays Ermittlungen im Umfeld von Drogen und Prostitution laufen träge an, doch dann erhält er noch einen weiteren Auftrag. Dieser ist insofern interessant, da es plötzlich Querverbindungen zu dem Suchauftrag betreffend Philipp zu geben scheint. Sodann nimmt die ganze Geschichte Fahrt auf und die Ausmasse werden immer grösser und auch blutiger. Vijay merkt erst spät, dass er selbst in Gefahr ist…

    Die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen; ein spannender Showdown mit für mich überraschendem Ausgang (der mich tatsächlich sprachlos gemacht hat!). Von mir gibt es 4 Sterne und ich bin bereit für weitere Fälle mit Vijay.

  12. Cover des Buches Endstation Färöer (ISBN: 9783894255497)
    Jógvan Isaksen

    Endstation Färöer

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Wortklauber
    Als eine alte Freundin des Journalisten Hannis Martinsson überraschend zu Tode kommt, kehrt der in seine Heimat, die Färöer Inseln zurück. Sonja soll bei einem Fest von einer Hochebene gestürzt sein. Ein Unfall, daran hat die Polizei keinen Zweifel, Hannis allerdings kommt die Sache seltsam vor. Als dann auch noch ihr Freund Hugo durch einen Sturz umkommt, ist sein Misstrauen endgültig geweckt. Zusammen mit Karl, dem Wirt eines Bierclubs, in den Hannis gerne und oft einkehrt, macht er sich auf die Suche nach Spuren. Wieso erwartete Sonja so plötzlich Geld? Und was hatte sie auf dem Segelschiff aus Paraguay verloren, das seit einiger Zeit im Hafen liegt? In ihrer letzten Artikelserie beschäftigte sie sich mit dem Zweiten Weltkrieg, mit deutschen Kriegsverbrechern … Der Roman (lt. Verlag der erste Krimi von den Färöern) ist in der Ich-Form erzählt. Besondere Raffinesse kann man Hannis Martinsson nicht unbedingt unterstellen – er tappt nicht nur einmal ins Unheil, sondern wiederholt - während die Polizei lange, lange alles nur für Unfälle und Zufälle hält. Trotzdem hat mich der Roman gut unterhalten. Eigentlicher Star sind die Färöer Inseln. Natur, Land, Leute und Wetter sind so lebhaft beschrieben, dass man sich fast dort wähnt.
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