Bücher mit dem Tag "vater und tochter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "vater und tochter" gekennzeichnet haben.

49 Bücher

  1. Cover des Buches Hope Forever (ISBN: 9783423716062)
    Colleen Hoover

    Hope Forever

     (2.265)
    Aktuelle Rezension von: LollyLovesBooks

    Colleen Hoover lässt einen in diesem Buch wieder ein unfassbar schweres Schicksal erleben. Sky wächst behütet und ohne Internet bei ihrer Adoptivmutter Karen auf, die sie über alles liebt. Karen ist Sky eine gute Mutter und sie ihr eine gute Tochter - auch wenn sie manche Sachen vor Karen verheimlicht, wie zum Beispiel die Jungs, die bei ihr regelmäßig durchs Fenster steigen. Allerdings kann sie nichts bei deren Küssen empfinden, bis sie auf Holder trifft, welch er sie eines besseren belehrt. Sie fühlen sich tief verbunden und kommen sich massiv bekannt vor, was Sky jedoch nicht direkt auffällt, da sie so überwältigt von Dean Holder ist. Als er ihr etwas über ihre Zeit vor der Adoption erzählt, ist sie vollkommen geschockt und kann sich an immer mehr erinnern - was zu vielen Auseinandersetzungen und Problemen führt. Es erstaunt mich noch immer, wie gut dieses schwere Leben beschrieben wurde. Colleen Hoovers Bücher beinhalten häufig gelungene Plottwists, wie auch hier. Ein Ereignis und Erinnerung ist überraschender als die nächste. Ich bin immer noch geschockt, von dem was Skys Vater tat - mehr darüber kann man nicht sagen, ohne zu spoilern. Als ich dann auch noch erfuhr wer Karen wirklich ist, war ich extrem überrascht und musste erstmal eine Stunde aufhören zu Lesen, um das Geschehene zu verarbeiten, da es wirklich bedrückend ist. Was mich jedoch sehr verwundert und fast schon zweifeln lässt, ist die Tatsache, dass Sky nicht komplett zusammengebrochen ist nachdem sie erfuhr, was ihr angetan wurde. Es ist schon eine enorme Belastung, zu realisieren, dass einem

    so etwas geschah, vor allem wenn man dann auch noch fast komplett auf sich allein gestellt ist. Sonst störte mich eigentlich nichts an den Charakteren, Holder ist wundervoll und ich liebe so gut wie alles an ihm. Vor allem, dass er Linden Sky Davis derart unterstützt, sie nicht im Stich lässt und stets hinter ihr steht. Auch seine Ansichten zu allen ersten Malen ist sehr süß. Ich freue mich wirklich, dass die zwei anscheinend sehr glücklich sind, allerdings erwarte ich noch irgendetwas, dass die beiden wieder etwas auseinander reißen könnte - so ist es bei Colleen Hoover häufig und es überraschte mich schon fast, dass alles glatt lief.

    Zusammenfassend war dieses Buch wirklich toll und es gab so einige Überraschungen und dann wieder erleuchtende Momente. Tolle Charaktere, die alle ihre eigene verkorkste Geschichte haben.

  2. Cover des Buches Die Therapie (ISBN: 9783426633090)
    Sebastian Fitzek

    Die Therapie

     (3.710)
    Aktuelle Rezension von: Jacqui_loves_books

    Die Therapie von Sebastian Fitzek, erschienen 2006 im Knaur Verlag.

    Inhalt: 

    Hier geht es um den Psychiater Viktor Larenz, dessen Tochter Josy auf unerklärliche Weise verschwunden ist. Keine Spuren, keine Leiche und niemand weiß wo sie ist und was genau passiert ist. 

    Vier Jahre später zieht sich Viktor in sein Ferienhaus zurück um den Verlust weiter zu verarbeiten.
    Doch plötzlich steht eine hübsche Unbekannte vor seiner Tür, die von ihm behandelt werden möchte - sie leidet unter Schizophrenie. In ihrer Wahnvorstellungen erscheint immer wieder ein kleines Mädchen, die jedoch Josy sehr ähnlich ist. 

    Was haben diese Parallelen des Mädchens zu Josy zu bedeuten, wer ist diese Unbekannte und wieso geht es Viktor gesundheitlich von Tag zu Tag schlechter? 

    Meine Meinung: 

    Das war nun mein zweites Buch von Herrn Fitzek und muss sagen, ich bin wieder absolut begeistert. 

    Ich hab das Buch innerhalb von zwei Tagen weg gesuchtet. Von Anfang an war ich gefesselt von dieser Geschichte und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. 

    Pageturner? 100%  📚
    Spannung? 100%  📚

    Man denkt ein paar mal zu wissen wohin die Reise geht, jedoch wäre es ja kein Fitzek wenn wir am Ende nicht nochmal komplett überrascht werden würden 😊 

    Fazit: 

    Ein absolut klasse Psychothriller mit sehr viel Spannung, Wendungen und einem fantastischen Ende.
    Absolute Leseempfehlung!! 

    ⭐⭐⭐⭐⭐ 5 von 5 Sternchen

  3. Cover des Buches Perfect Day (ISBN: 9783423263153)
    Romy Hausmann

    Perfect Day

     (363)
    Aktuelle Rezension von: booksonmycoffeetable

    Plot:

    Die Handlung war für mich sofort interessant und hörte sich bereits auf dem Klappentext vielversprechend an. Aber auch im Buch gefielen mir die Wendungen und auch die Überraschungen. Auch das Finale fand ich gut und abwechslungsreich. Insgesamt also originell. Es braucht aber dennoch viele Seiten, bis die Handlung wirklich startete.

    Charaktere:

    Die Protagonistin Ann war sehr vielseitig, emotional und zeigte auch mal ihre schlechten Seiten. Am Anfang fand ich sie ein wenig dramatisch, aber im Laufe des Buches mochte ich sie immer mehr. Sie und auch die anderen Charaktere wurden sehr authentisch dargestellt. Ein Abzug gibt es, weil ich es echt schlecht fand, was mit Eva geschehen ist.

    Schreibstil:

    Der Schreibstil war spannend und hat einen sofort in die Story hereingezogen. Alles wurde genau beschrieben, was ich vor allem bei Thrillern wichtig finde. Auch die ganzen philosophischen Zitate wurden geschickt ins Geschehen eingearbeitet und haben mich, die damals Philosophie wirklich mochte, zurück in meinen Philosophie Unterricht gebracht.

    Spannung:

    Die Spannung war, wie von einem Thriller zu erwarten, stets gegeben und ich habe mitgefiebert und mit gerätselt. Dennoch finde ich, dass vor allem die spannendsten Stellen länger hätten ausgebaut werden müssen.

    Persönliche Einschätzung:

    Das Buch hat mir Spaß bereitet und meine Liebe für Thriller wieder auflodern lassen. Der Verlauf der Geschichte gefiel mir sehr und es blieben für mich auch keine Fragen offen. Ich konnte mir Ann mitfühlen. Für mich war das Buch also ein persönlicher Hit.

    Insgesamt:  (4,6/5)

  4. Cover des Buches Weihnachtszauber wider Willen (ISBN: 9783956492440)
    Sarah Morgan

    Weihnachtszauber wider Willen

     (200)
    Aktuelle Rezension von: LauraDieBlume98

    Insgesamt hat mir die Reihe sehr gut gefallen. Ich empfehle sie im Winter zu lesen, da sonst das Feeling nicht da ist.

    Am besten hat mir aber der erste Band gefallen.

  5. Cover des Buches Bäume reisen nachts (ISBN: 9783458360193)
    Aude Le Corff

    Bäume reisen nachts

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Inhalt:

    Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem achtzigjährigen pensionierten Französischlehrer Anatole und dem achtjährigen Mädchen Manon, das Anatoles Aufmerksamkeit erregte, indem sie voller Kummer tagein tagaus lesend unter einer Birke saß und mit Katzen und Ameisen sprach. Der Grund für Manons Kummer ist, dass sie und ihr Vater von Manons Mutter Anaïs verlassen wurden, ohne dass die beiden den Grund kannten, geschweige denn wussten, was aus Anaïs geworden ist. Manons Vater Pierre, ebenfalls in Kummer versunken, ist nicht mehr in der Lage, Manon Halt zu geben. Abgerundet wird das Gespann durch Manons Tante Sophie, die Manon ebensowenig erreichen kann. Nach dem ersten Hinweis über den Verbleib der Mutter, machen sich die Vier auf den Weg, um sie zu suchen und zurückzuholen.


    Meine Meinung:

    Manon und Anatole wirken bezaubernd. Es ist eine der zwischenmenschlichen Beziehungen, die voller Magie stecken. Die beiden haben sich nicht gesucht, aber gebraucht! Der Prozess, in dem Manon sich Anatole ggü. öffnet, ist wunderbar zu beobachten. Ich habe das Buch verschlungen. Es war schön, zu sehen, wie sich eine tiefe Freundschaft entwickelte und Manon dadurch Hoffnung und Positivität zurückgegeben wurden. Ebenso spannend war es, zu verfolgen, wie sich die drei Erwachsenen näher kamen und ihre Beziehungen, die es ohne Manon wahrscheinlich nicht gegeben hätte, zueinander aufgebaut haben. 

    Das Cover mag ich sehr gerne. Insbesondere, weil die Blätter leicht strukturiert sind. Leider nur auf dem Frontdeckel, nicht auf dem Rückdeckel. Aber immerhin! Ich mag diese liebevollen Details. 

    Der Schreibstil ist flüssig, die Autorin wechselt stetig zwischen direkter und indirekter Rede, was abwechslungsreich zu lesen war. Auch die Zitate literarischer Größen sind passend gewählt und keinesfalls überladen. Dadurch bekommt der Inhalt leichte Poesie, was diese zauberhafte Freundschaft abrundet. 

    Mir gefällt der Klappentext überhaupt nicht, weil es inhaltlich nicht ganz stimmt. Der Plan wird (genau genommen) nicht von Anatole und Manon geschmiedet. Was mir zudem nicht gefällt, ist das Ende. Je näher ich dem Ende kam, desto mehr bekam ich den Gedanken, enttäuscht zu werden. Dem war schlussendlich auch so. Das, was Manon und ihre Familie aushalten musste, über Monate hinweg, mit all den schlechten Gefühlen, wie Sorge, Trauer, Wut, Verzweiflung usw. kann einfach nicht so aufhören, wie es aufhörte. Das Ende war für mich nicht authentisch genug. 

    Dennoch es ist ein sehr gutes Buch, dass ich gerne weiterempfehle.


  6. Cover des Buches Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg (ISBN: 9783746634135)
    Julie Peters

    Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg

     (140)
    Aktuelle Rezension von: happy_reading_life

    Bisher habe ich kaum Liebesromane, die auf den deutschen Inseln spielen, gelesen. Ich dachte immer diese seien eher “kitschig” und so. Aber dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, ich musste sogar ein Tränchen verdrücken. Es hat mehr Tiefgang als ich erwartet habe, auch wenn das Ende absehbar war und damit dann doch den Genre sehr gerecht wurde.

    Die Handlung:

    Kurz vor einem beruflichen und privaten Neuanfang nimmt Journalistin Frieke noch einen letzten Auftrag in Deutschland an und reist für ein Interview mit einen Vogelkundler auf die Insel Spiekeroog. Die Insulaner sind herzlich, aber auch speziell und so kommt Frieke nicht so schnell wieder von der Insel weg wie gedacht. Auch als sie mit ihrem Freund den Neuanfang wagt, sind ihre Gedanken noch oft auf Spiekeroog – in dem kleinen Buchladen, am Strand und bei den Menschen, die sie dort kennenlernen durfte.

    Meine Bewertung:

    Dafür und für die kleinen Sprünge, die manchmal zwischen den Handlungen stattfinden, gebe ich 4 Punkte, aber eigentlich sind es 4,5 - denn ich hatte eine tolle Lesezeit und konnte mich in Frieke sehr gut hinein versetzen. Auch die Menschen auf der Insel waren mir gleich sympathisch. Ich werde Teil 2 auf jeden lesen.

  7. Cover des Buches Die alltägliche Physik des Unglücks (ISBN: 9783596170739)
    Marisha Pessl

    Die alltägliche Physik des Unglücks

     (608)
    Aktuelle Rezension von: noelli

    Was für ein Buch. 

    Wer es noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt nachholen. 

    Ich brauchte anfangs ein wenig bis ich richtig in dieses Buch hinein kann. Doch es lohnt sich so sehr. 

    Das Buch ist nicht vergleichbar mit anderen Büchern die ich kenne. Eine willkommene erfrischende Abwechslung.

  8. Cover des Buches Der verbotene Fluss (ISBN: 9783453356504)
    Susanne Goga

    Der verbotene Fluss

     (126)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    Ich weiß, ein seltsamer Titel für einen historischen Roman. Aber diese englische Köstlichkeit wird im Buch so oft erwähnt, dass ich mir den Spaß einfach machen musste. Um Gebäck geht es in „Der verbotene Fluss“ jedoch nicht, sondern um ein altbewährtes und beliebtes Thema: Gouvernanten, englischer Landadel und gruselige Kinder. Na gut, als gruselig würde ich unsere Emily nicht bezeichnen, dennoch scheint das Kind besessen von einem Geist zu sein. Genauer gesagt, dem Geist ihrer kürzlich verstorbenen Mutter. Doch davon weiß die Gouvernante Charlotte Pauly nichts, als sie den weiten Weg aus Deutschland antritt, um Klein Emily zu unterrichten. Charlotte ist jedoch äußerst resolut wie besonnen und weiß mit dem schüchternen Mädchen umzugehen. Es entwickelt sich ein harmonisches Miteinander, was aber immer wieder durch Emilys Anfälle getrübt wird. Treibt wirklich ein Geist sein Unwesen oder hat der Spuk einen natürlichen Ursprung? Um dies herauszufinden, wird der Journalist Tom Ashdown hinzugezogen, welcher auch paranormale Phänomene auf ihre Echtheit überprüft. Dieser ist von der Existenz von Geistern allerdings weniger überzeugt.


    Von diesem Roman gibt es tatsächlich einen Nachfolger und für die, die es nicht wissen, es ist „Das Geheimnis der Themse“. Den habe ich, ohne zu wissen das ihm ein Roman vorausgeht, zuerst gelesen und wollte Teil 1 danach natürlich noch nachholen. Außer dem Thema Spiritismus und den Protagonisten Charlotte und Tom, gibt es aber kaum Zusammenhänge. Die Hauptfiguren sind in beiden Teilen überaus sympathisch und das ist auch einer der Pluspunkte. Ich habe bisher nur diese beiden Romane von Susanne Goga gelesen, aber ich liebe ihren angenehmen und geradezu freundlichen Schreibstil, auch wenn die Geschichte ebenso seine düsteren Momente hat.
    Die Handlung um ein Herrenhaus in dem es spukt ist eines meines liebsten Themen und das viktorianische England sowieso. Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam, auch wenn das Rätsel um den Geist zumindest für mich schnell gelöst war. Hier wird sich nämlich an einem berühmten Klassiker orientiert, an den ich auch sofort denken musste und im Nachwort bestätigt die Autorin das dann auch. Ich verrate jetzt selbstverständlich nicht, um welchen Roman es sich handelt, aber es ist fast schon ein wenig zu offensichtlich. Und tatsächlich stört mich das ein bisschen. Autoren „klauen“ ständig von anderen Romanen und das ist okay. Mich ärgert es nur, dass ich gerade dadurch zu schnell hinter das Geheimnis gekommen bin. Mein zweiter Kritikpunkt ist das prompte Ende. Ohne zu verraten was passiert, hätte ich mir hier eine etwas längere Ausführung gewünscht. Da ich den zweiten Teil bereits kannte, wusste ich ja wie sich die Situation entwickelt und wäre jetzt am Schluss mehr passiert, wäre mir das auch zu schnell gegangen. Aber irgendwie…..klafft mir da eine zu große Lücke zwischen den Teilen. Man hätte den Roman als Einzelband stehen lassen können, aber dafür war das Schicksal unserer Protagonistin zu offen. Mit dem Wissen, wie „Der verbotene Fluss“ zu Ende geht und „Das Geheimnis der Themse anfängt“ fühle ich mich als Leser etwas überrumpelt. Das hätte man noch etwas besser aufbauen können.
     Aber genug gemeckert, ansonsten ist es ein wirklich toller Roman und sicher nicht mein letzter von Susanne Goga.

  9. Cover des Buches Feuerkind (ISBN: 9783453432734)
    Stephen King

    Feuerkind

     (530)
    Aktuelle Rezension von: Krauti1998

    Hier haben wir einen durchaus bekannten Thriller vom Horror-Ikone Stephen King. Charlie und ihr Vater fliehen von der sogenannten Firma die Charlies Kräfte für sich nutzen wollen. 

  10. Cover des Buches Töchter (ISBN: 9783499290152)
    Lucy Fricke

    Töchter

     (95)
    Aktuelle Rezension von: GAIA

    Lucy Fricke schickt ihre beiden Protagonistinnen Martha und Betty auf einen heiteren Roadtrip mit traurigem Ausgangspunkt. Marthas Vater Kurt hat Krebs und möchte in die Schweiz gefahren werden, um dort Sterbehilfe zu erhalten. Doch Martha fährt sei Ewigkeiten kein Auto mehr und erst recht nicht im alten, roten Golf des Vaters. Also muss die beste Freundin ran, Betty. Diese ist die Ich-Erzählerin des Romans und schnell entwickelt sich die Geschichte zu einer, die sich nicht allein um Martha und Kurt sondern auch um Betty und ihre verschwundenen Väter – und einen im Speziellen – dreht. Denn Betty war eigentlich gerade dabei das Grab ihres Ziehvaters in Italien zu besuchen, etwas was sie bereits zehn Jahre vor sich herschiebt.

    So entwickelt sich aus dieser Ausgangssituation ein wahnwitziger Roadtrip, in dem es nicht nur um die Beziehungen zwischen Töchtern und ihren Vätern sondern eben auch immer wieder um die Freundschaft der beiden Frauen untereinander. Diese ist nicht ein Paradebeispiel für die Freundschaft unter „besten Freundinnen“, sondern zeichnet sich oft durch Abwesenheit im Alltag aber vor allem Anwesenheit, wenn es darauf ankommt, aus. Fricke schafft es gekonnt durch aufhellenden Sprachwitz in ganz präzisen, kurzen Sätzen die Beziehung der Protagonist:innen untereinander herauszuarbeiten. Es entsteht eine kuriose aber auch letztendlich immer warme Geschichte zu einer Freundschaft durch nicht nur gute aber vor allem schlechte Zeiten.

    „Töchter“ ist der Inbegriff des rasanten Roadtrips durch halb Europa, der immer wieder an Fahrt gewinnt und sich fluffig, flott lesen lässt, und genauso, wenn es notwendig wird, in einer Szenerie anhält, um den Befindlichkeiten seiner Figuren nachzuspüren. Das Tempo beherrscht die Autorin meisterhaft und macht dadurch und durch die Liebe zu den einzelnen Figuren als auch dem niemals zu abwegig werdenden Plot dieses Buch zu einer hellen Freude am Lesen und Leben.

    Der Roman bekommt glatte 5 Sterne von mir, da er mich über seine perfekte Konstruktion und seinen witzigen Schreibstil definitiv auch emotional bewegen konnte. Eine große Leseempfehlung meinerseits für diese perfekt inszenierte Reise zweier Frauen zu ihren Vätern, zueinander und letztendlich auch zu sich selbst.

  11. Cover des Buches Hortensiensommer (ISBN: 9783453422148)
    Ulrike Sosnitza

    Hortensiensommer

     (54)
    Aktuelle Rezension von: BeiterSonja

    Ob Schneerosen, Taglilien oder Anemonen – im malerischen Sommerhausen verzaubert Johanna kahle Gärten in duftende Paradiese. Seit einem tragischen Ereignis lebt sie alleine in einem viel zu großen Haus und vermietet die Einliegerwohnung an Philipp mit dem Panamahut. Nur zögernd freunden sie sich an. Als Philipp beginnt, ihr vorzulesen, schleicht sich langsam die Liebe in ihr einsames Herz. Im Mai dann erklingt Kinderlachen im Garten und Philipp stellt Johanna seine kleine Tochter vor, woraufhin sie entsetzt flüchtet. Als Philipp den Grund für Johannas Verhalten erfährt, setzt er alles daran, sie wieder zum Strahlen zu bringen ...


    Ich hab es gern gelesen und das Cover ist so schön ❤❤❤

  12. Cover des Buches Keep You Safe - Nick & Gaby (ISBN: 9783745750683)
    Susan Florya

    Keep You Safe - Nick & Gaby

     (55)
    Aktuelle Rezension von: JasminWinter

    "Keep you Safe" ist mein erstes Buch von Susan Florya und sie hat mich begeistert!
    Ihr Schreibstil gefällt mir sehr gut.
    Ich bin sehr gut in die Geschichte gekommen.
    Da das Buch aus der Sicht von beiden erzählt wird,
    kann man ihre Gedanken und Handlungen viel besser nachvollziehen.
    Dieses Buch hat alles, was eine Liebesgeschichte ausmacht.
    An erster stelle Liebe, viel Gefühl, eine gute Portion Humor und ein paar Altlasten,
    die während der Geschichte aufgearbeitet werden.
    Ich habe mit Gaby und Nick mitgelitten und gefiebert.
    Und das bis zur letzten Seite.

    "Keep you Safe" ist eine schöne Lovestory mit Tiefe!

  13. Cover des Buches Mein italienischer Vater (ISBN: 9783453292161)
    Anika Landsteiner

    Mein italienischer Vater

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Kaddie

    Gespräche läppern dahin, langweilige Handlung und keine Ideen - 1 Stern. Habe es mir aufgrund ihres anderen Buches gekauft. Werde nichts mehr von der Autorin kaufen. Nicht meins. 

  14. Cover des Buches Nur zusammen ist man nicht allein (ISBN: 9783458363163)
    Mike Gayle

    Nur zusammen ist man nicht allein

     (29)
    Aktuelle Rezension von: LadyIceTea

    Seit dem Tod seiner Frau ist Tom nicht mehr derselbe. Er schafft es weder, sich um seine Mädchen, noch um den täglich chaotischer werdenden Familienalltag zu kümmern. Zum Glück gibt es Linda, Toms Schwiegermutter, die einspringt und die Fäden zusammenhält. Doch die Mädchen brauchen ihren Vater mehr denn je, und so trifft Linda eine radikale Entscheidung: Sie fährt nach Australien, Rückkehr ungewiss. Allein auf sich gestellt, bleibt Tom nichts anderes übrig, als sich seiner Trauer zu stellen und seine Familie zu retten. Und so stürzen sich Tom, Evie und Lola gemeinsam ins Abenteuer zu dritt – Stolperfallen und emotionale Achterbahnfahrten inklusive.

     

    „Nur zusammen ist man nicht allein“ von Mike Gayle ist ein richtiger Feelgood-Roman. Wir erfahren die Geschichte von Tom und seiner Familie. Seine Frau ist bei einem Unfall verstorben und er vergräbt sich in Arbeit, obwohl seine Töchter ihn bräuchten. Als seine Schwiegermutter ihn ins kalte Wasser stößt und für sechs Monate nach Australien geht, muss er sich plötzlich ganz neuen Dingen zu stellen. 

    Die Geschichte wird vor allem von Toms Seite erzählt. Wir erleben seine Trauer, seine Wut und seine Hilflosigkeit. Aber auch seine langsame Selbsterkenntnis und die Momente in denen er sich endlich dem Leben und den Menschen und vor allem seiner Familie wieder öffnet. Besonders die Stellen, in denen er einfach versucht ein guter Vater zu werden, waren sehr berührend. 

    Das Buch erzählt aber auch die Seite seiner Schwiegermutter Linda und wie es ihr damit erging, ihre Tochter zu verlieren und doch immer die Starke sein zu müssen. Schön finde ich, dass wir sie mit nach Australien begleiten dürfen, wo auch bald ihr Herz schneller schlägt.

    Das Buch hat viele bewegende und traurige Stellen. Aber auch einige die zum Schmunzeln waren und ganz viele, die das Herz einfach erwärmen.

    Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Ich kann es wirklich wärmstens empfehlen.

  15. Cover des Buches Tintenwelt 1. Tintenherz (ISBN: 9783751300742)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 1. Tintenherz

     (10.700)
    Aktuelle Rezension von: Mary_Book

    Ich habe mir vor einem Jahr also mit 12 Jahren immer gewünscht in die Tintenwelt einzutauchen. Jeden Abend, als ich diese Trilogie gelesen habe, habe ich immer daran gedacht. Wie kann man bitte so gute Charaktere schreiben? Dieses Buch hat mein Herz zum Rasen gebracht und mich so berührt! Das erste Kapitel kann ich sogar fast schon auswendig, weil ich es so oft gelesen habe und es mich immer wieder aufs Neue überrascht hat. 

  16. Cover des Buches Urlaub mit Papa (ISBN: 9783423219099)
    Dora Heldt

    Urlaub mit Papa

     (555)
    Aktuelle Rezension von: ricks

    Christine wird von ihrer Mutter dazu verdonnert, ihren Vater mit in den Urlaub auf Norderney zu nehmen. Dort wollte sie mit einer Freundin dabei helfen, ihre Pension zu renovieren. Ihren Papa im Schlepptau.

    Ein witziges Buch von Dora Helft. Es kommt nicht an das erste Buch ran, ist aber besser als der zweite Teil der Christine-Reihe.

    Christines Vater bringt viel Humor in die Geschichte. Ein verkorkster alter Mann, der es eigentlich nur gut meint mit allen.

    Herrliche Lektüre für zwischendurch!

  17. Cover des Buches Vater und ich (ISBN: 9783957324924)
    Dilek Güngör

    Vater und ich

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Co_Winterstein

    Das Buch handelt von Ipek (Journalistin in Berlin), die nach längerer Zeit ihren Vater (als türkischer Gastarbeiter in den  Siebzigerjahren nach Deutschland gekommen) besucht. Die Mutter, die sonst das Bindeglied der Familie darstellt, ist auf Reisen. Ipek liebt ihren Vater und möchte verstehen, wie es zu der von ihr gefühlten Entfremdung kommen konnte. Sie versucht die sprachliche Distanz zu ihrem Vater zu überwinden, sich anzunähern, doch das Schweigen zwischen ihnen ist allgegenwärtig.

    Eine bereichernde Lektüre! Mich hat Folgendes besonders beeindruckt:

    * Die sehr gelungene Darstellung der Sprachlosigkeit und beklemmenden Stille, die sich seit der beginnenden Pubertät Ipeks zwischen Vater und Tochter ausgebreitet hat.

    * Die Wärme mit der Güngör ihre Figuren behandelt, der Blick auf den sprachlosen Vater ist voller Zuneigung.

    * Die Schilderung, wie es ist, in vielen Sprachen zuhause zu sein.

    * Das Format, denn der Text ist wie ein innerer Monolog an den Vater geschrieben.

    Eine berührende Erzählung, in der die zwei Protagonisten in verschiedenen Welten leben und doch verbunden sind.

  18. Cover des Buches Mit dir an meiner Seite (ISBN: 9783453534193)
    Nicholas Sparks

    Mit dir an meiner Seite

     (1.431)
    Aktuelle Rezension von: flower2

    Es ist mein Lieblingsroman von Sparks. Das besondere an diesem Roman für mich war, die schwere Tochter-Vater-Beziehung. Bevor das Drama von Ronnies Eltern begang, liebte sie ihren Vater und komponierten und spielten sie gemeinsam am Klavier. Beide hatten einen guten Draht in der Musiksprache.

    Anschließend rebellierte Ronnie und machte alles was schlecht ist. Ein typisches Verhalten für manche Teenagers, die mit Trennungen der Eltern nicht klar kommen und "dumme Sachen machen".

    Als die beiden Geschwistern ihren Vater über Sommer bleiben, war für mich diese Wendung und Gefühle von Ronnie sehr emotional, tiefergreifend, wie sie ihren Vater hasste, Freundschaft mit Blaze & Will knüpfte, Schildkröten vor den Waschbären retten. Jonas bestechen, dass er ihrem Vater nicht sagt, wo sie steckt, vertrauen der Geschwister & zusammenhalten.

    Ihre Liebe zu Will, mochte ich ebenso, warum seine Eltern schwierig sind, wird gut erklärt.

     Seinem Freund Scott, der in schlimmen Dingen verwickelt ist und ihn unterstützt.

    Vertrauen aufbauen zum Vater, seine Krankheit akzeptieren und ihre Fehler gut machen und einfach für ihren Vater da sein, bis zum Schluss.

    Deshalb liebe ich dieses Buch von N. Sparks, weil seine Geschichten auf persönliche Begebenheiten basieren und daraus einen Roman schreibt, besonders bei Familienbeziehungen.

  19. Cover des Buches Jagdhunde (ISBN: 9783426306284)
    Jørn Lier Horst

    Jagdhunde

     (25)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Hauptkommissar William Wisting wird suspendiert. Ihm wird vorgeworfen, in einem alten Fall Beweise gefälscht zu haben. Während er sich mit den Unterlagen zum alten Fall zu Hause einigelt, gerät seine Tochter Line in einen aktuellen Mordfall. Zusammen gelingt es beiden, Parallelen herzustellen. Als ein junges Mädchen verschwindet, scheint der alte Fall sich zu wiederholen.

    Wieder ein guter Fall für Kommissar Wisting. Der alte Fall scheint wirklich manipuliert worden zu sein, um einen Mörder festhalten zu können. Das Recherchieren Wistings ist spannend und lässt einige Verdächtige zu. Auch der aktuelle Fall, in dem hauptsächlich Line ermittelt, ist ansprechend und mysteriös.

    Ich mag das Ermittlerteam aus Vater und Tochter, die eigentlich auf unterschiedlichen Seiten agieren, aber sehr gut zusammenarbeiten. Auch hier waren die Ermittlungen spannend und fesselnd, auch weil man selbst gerne wissen möchte, was damals wirklich passiert ist. Die Auflösung ist schlüssig und gut gemacht.

    Ich freue mich auf weitere Fälle von William und Line Wisting!

  20. Cover des Buches Schande (ISBN: 9783596509515)
    J.M. Coetzee

    Schande

     (215)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    J.M. Coetzee ist ein Autor aus Südafrika und war mir bisher nicht so bekannt. Obwohl er schon den Nobelpreis für Literatur bekommen hat und 2 x den Booker Preis. Er lebt seit 2002 in Australien und ist bereits im hohen Alter von 80 Jahren.

    In seinem Roman "Schande" hat er einen Literaturprofessor angesiedelt, der nach 2 gescheiterten Ehen immer noch stark dem weiblichen Geschlecht zugewandt ist. David Lurie beginnt eine Affäre mit einer Studentin, die vom Alter her seine Tochter sein könnte. Nachdem die Geschichte ans Licht kommt fällt er in Ungnade bei seiner Universität. Er flieht zu seiner Tochter, die auf einer einsamen Farm lebt.

    Lucy lebt ein so ganz anderes Leben als das, was sein Vater kennt. Sie versucht auf einem entlegenen Stück Land eine kleine Farm aufzubauen. Dort kümmert sie sich um Hunde. Anfangs scheint es, als könne Lucys Leben ihrem Vater einen neuen und natürliche Rhythmus und Halt geben. Dann aber geschieht etwas, womit Vater und Tochter nicht gerechnet haben. Sie werden überfallen. Die Folgen werden die Beiden erst einmal aus der Bahn werfen. Konflikte und Meinungsverschiedenheiten kommen immer mehr zu Tage. Dabei greift der Autor auch das Thema Apartheit auf.

    Er schreibt schon sehr intellektuell, das hat er auch in der Rolle des Professors ausgelebt. Sehr düster beschreibt er die Atmosphäre auf dieser Farm. Da gruselt es einem schon ein wenig beim Lesen. Immer wieder möchte man auch Lucy durchschütteln und ihr sagen, was musst Du hier alleine leben?

    Der Autor Coetzee hat Südafrika den Rücken gekehrt vor vielen Jahren. Man hat hier nicht den Eindruck er rechne mit den "Schwarzen" ab, sondern er beschreibt hier eher das Versagen der "Weißen" in diesem Land. Um einen Einblick in das Leben in Südafrika zu bekommen, dem kann ich nur sagen, er sollte das nicht so umfangreiche Buch unbedingt lesen.

  21. Cover des Buches Das Licht ist hier viel heller (ISBN: 9783328106500)
    Mareike Fallwickl

    Das Licht ist hier viel heller

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Leserstimme

    Mareike Fallwickl begeistert auch in ihrem 2. Roman. Sie erzählt von dem  gescheiterten Autor Wenger, der nach 3 Flops erfolglos und demotiviert in einer verdreckten Wohnung haust. Seine EX -Frau Patrizia , die sich nach seinen etlichen Affären einen Fitnesstrainer angelacht hat, führt ihr Scheinleben ebenso weiter. Hier liest man über 2 extreme Charaktere, der eine verwahrlost und lethargisch und die andere ständig unter Strom und dem Fitness- und Ernährungswahn verfallen. Zwischen diesen beiden eigentlich sehr unglücklichen Menschen stehen ihre Kinder Finnegan und Chloe (genannt Spin und Zoey), 16 und 18 Jahre alt. Beide hadern mit ihren eigenen Schwierigkeiten in diesem Alter und haben sich jedoch als Geschwister jeden Schmerz und jede Freude mitgeteilt. Das Vertrauen in die Eltern jedoch scheint zerbrochen zu sein,  -  viel zu sehr auf sich konzentriert. Spin und Zoey verbringen langweilige Wochenenden bei dem Vater , die Mutter heischt mit geschmacklosen Geschenken bei ihren Kindern um Aufmerksamkeit, anstatt ihnen lieber ein wenig Liebe zu geben und zuzuhören.

    Eines Tages jedoch verändert sich etwas bei Zoey und ihrem Vater. Eine Unbekannte schreibt sehr emotionale Briefe und wirft sie in den Briefkasten Wengers, der immer noch mit dem Vormieter beschriftet ist. Wenger liest die Briefe und ist begeistert. Aber auch Zoey findet die Briefe und liest diese heimlich ohne Wengers Wissen. Jeder der Beiden nimmt diese von enttäuschter Liebe und tiefem Schmerz handelnden Briefe mit in sein Leben. 

    Diese sehr unterschiedlichen Charaktere machen das Buch so durchaus spannend, lesenswert. Die Kinder der Erwachsenen suchten ständig nach Liebe und Aufmerksamkeit, doch keiner schien sie zu hören. Daher versteht man ihren eigenen kleinen Rachefeldzug und kann sich ein zufriedenes Lächeln nach "der Tat" nicht verkneifen. 

    Manchmal liest man dieses Buch mit Wut und Unverständnis, wie die Eltern mit ihren Kindern umgehen oder sie ignorieren. Ich bin schon gespannt auf ihr neues Buch: "Die Wut, die bleibt". 



  22. Cover des Buches Chuzpe (ISBN: 9783518468166)
    Lily Brett

    Chuzpe

     (144)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Derzeit lebt Ruth alleine in ihrem New Yorker Loft, ihr Mann Garth ist beruflich ein halbes Jahr in Australien, ihre drei Kinder sind erwachsen und bereits aus dem Haus. Ruth betreibt ein Schreibbüro und verfasst Grußkarten und Briefe für gut betuchte Leute. Das Geschäft läuft gut, so gut, dass sie davon auch ein Appartement und sämtliche Kosten für ihren 87jährigen Vater Edek bezahlen kann. Dafür macht er sich im Büro mehr oder weniger nützlich, so lange, bis eines Tages Zofia und Walentyna vor der Tür stehen, zwei Polinnen, die Edek und Ruth von einer Urlaubsreise kennen. Die beiden Damen haben ihren Aufenthalt bei der Green-Card-Lotterie gewonnen und Edek hat deren Umzug heimlich, ohne Wissen Ruths, vorbereitet. Die 69jährige Zofia, eine warmherzige, lebensbejahende Frau, hat es Edek besonders angetan, seine Lebensgeister erwachen wieder. Die drei ziehen gemeinsam in eine Wohnung und schmieden Zukunftspläne. Sie wollen ein Restaurant eröffnen, in dem ausschließlich polnische Fleischbällchen serviert werden. Davon ist Ruth gar nicht angetan – schließlich soll sie alles bezahlen …

    „Chuzpe“ ist der deutsche Titel des Romans „You Gotta Have Balls“ der in New York lebenden Schriftstellerin Lily Brett. Das Wort kommt lt. Wikipedia aus dem hebräischen und wird übersetzt mit „Frechheit, Anmaßung, Dreistigkeit, Unverschämtheit“, es bedeutet somit die negative Bewertung für jemanden, der die Grenzen von Höflichkeit oder Anstand aus egoistischen Motiven überschreitet.

    Damit ist schon sehr viel gesagt über die Protagonisten des Buches. Ruth, deren Leben und Gefühle wohl im Mittelpunkt der Handlung stehen sollen, war mir durchweg unsympathisch. Zweifellos liebt sie ihren Vater, ist aber nicht in der Lage, ein vernünftiges Gespräch mit ihm zu führen. Sie ärgert sich über seine Geldausgaben, spricht ihn aber nie darauf an. Stets ist sie mit irgendetwas unzufrieden, alles widert sie an und missfällt ihr, jedoch ändert sie nichts an diesem Zustand. Beinahe täglich ruft sie ihren Mann in Australien an, nur um ihm wieder etwas vorzujammern.

    Nicht viel sympathischer ist Edek, Ruths Vater. Die Autorin sieht ihn als liebenswerten alten Exzentriker den jeder großartig findet, doch sein selbstsüchtiges und egoistisches Handeln sprechen dagegen. Edek selbst hat kein Geld, gibt aber Ruths Geld mit vollen Händen aus und erzählt jedem, wie reich seine Tochter wäre und wie viel Geld sie mit ihren Karten und dem Schreiben von Briefen verdienen würde.

    Angenehm hingegen empfand ich das Auftreten der beiden Polinnen Zofia und Walentyna, obwohl die Autorin sie manchmal in schlechtem Licht erscheinen lässt. Die beiden haben das Herz am rechten Fleck, können organisieren, improvisieren und zupacken, und jammern nie über Stress oder zu viel Arbeit.

    Anfangs zieht sich die Geschichte sehr in die Länge. Ruths Befindlichkeiten werden so oft erwähnt, bis es langweilt. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, Fragen, Antworten und teilweise ganze Sätze werden wiederholt, was die Lesefreude nicht unbedingt steigert. Ruth will eine Frauengruppe gründen, doch das misslingt gründlich. Es treffen sich nur drei „Damen“, die sich dann über fünf Buchseiten nur über Samenbanken, Penisse und Spermien unterhalten. Selbstverständlich wird alles doppelt und dreifach erzählt. Etwa nach einem Drittel des Buches, nach Ankunft der polnischen Damen, nimmt die Story endlich etwas an Fahrt auf und wird manchmal sogar witzig. Leider wird das Geschehen aber gegen Ende zu mehr und mehr unwahrscheinlich, ja beinahe albern. Da erscheinen z. B. Luciano Pavarotti nebst Gattin zum Klopse essen, eine Hochzeit wird geplant, bei der Steven Spielberg sein Kommen zugesagt hat. Am Ende des Buches findet man noch einige Rezepte über Klopse, wie sie in dem plötzlich so beliebten Lokal serviert werden.

    Fazit: Trotz einiger Längen insgesamt doch lesenswert.
  23. Cover des Buches Homo faber (ISBN: 9783518471845)
    Max Frisch

    Homo faber

     (3.265)
    Aktuelle Rezension von: blerta

    Walter Faber, ein Ingenieur mit einem strengen rationalistischen Weltbild, berichtet über die Ereignisse seines Lebens. Durch eine Liebesgeschichte wird er dazu gezwungen, dieses Weltbild zu hinterfragen und setzt sich dabei mit entscheidenden Grundfragen der menschlichen Existenz auseinander.

    Es ist spannend, die Entwicklung von Walter Faber zu beobachten. Bevor ich diese Faszination jedoch aufbrachte, musste ich mich zuerst durch das erste Viertel des Buches schlagen, das meiner Meinung nach wirklich zäh war. Dann wiederum, wenn ich mir darüber bewusst werden, dass es ein Bericht von Walter Faber ist, kann ich nichts dagegen einwenden, da diese oft unnötigen und detaillierten Beschreibungen einfach zu seiner Person dazugehören.

    Dieses Buch setzt sich sehr klar mit Gegensätzen wie Technik und Natur und Vernunft und Gefühl auseinander. In Walters Ausführungen erkennt man, wie sehr er sich auf Logik, Mathematik und Statistiken stützt. Und vor allem sieht man, wie er in seiner Rolle als Ingenieur aufgeht – jedoch bedeutet das gleichzeitig für ihn, dass er sich keine andere Rolle aneignen kann, weder als Vater noch als Ehepartner.

    Zwar sind diese Aspekte an sich überzeugend, aber doch etwas zu sehr ins Extrem gerückt; kein Mensch denkt nur rational. Und das ist vermutlich der Gedanke, der Walters Weltbild verrückt. Durch das Aufzeigen des einen Extrems, wollte der Autor vermutlich Walters Entwicklung verdeutlicht darstellen. Jedoch hat mich das während des Lesens immer wieder die Stirn runzeln lassen, denn Walter war für mich nicht authentisch genug. Auch die anderen Charaktere wie Elisabeth oder Hanna scheinen hauptsächlich nur als Verdeutlichung des Kontrasts zu dienen.

    Aber ich muss zugutehalten, dass es definitiv Spannung erzeugt hat. Ich habe als Leserin nur darauf gewartet, dass diese zwei Welten aufeinander krachen, dass irgendetwas Entscheidendes zugrunde geht. Schade nur, dass alles in einem Bericht festgehalten ist, der dramatische Ereignisse so pragmatisch wie nur möglich schildert. Andererseits ist das vermutlich genau der Sinn davon.

    Den Schreibstil fand ich trotzdem angenehm zu lesen. Zwar merkt man, dass das Buch nicht in diesem Jahrhundert geschrieben wurde, aber ich kam trotz einiger Wörter, die ich nicht kannte, gut durch die Seiten.

    Der gesamte Bericht ist ein Rechtfertigungsversuch, eine erhoffte Antwort auf die Schuldfrage, der zeigt, dass Walter Faber vielleicht doch nicht so rational ist, wie er vorzugeben scheint. Denn nicht nur die Identität des Menschen, sondern auch die Schuldfrage zu einem bestimmten Ereignis stehen in diesem Buch im Vordergrund. Das sind wichtige und interessante Themen, die beim oberflächlichen Lesen irgendwie nicht wirklich zur Geltung kommen.

    Ich habe dieses Buch für die Schule gelesen. Und ich bin mir unsicher, ob ich ohne Recherche all die dahinterliegende Bedeutung von Fabers Entwicklung verstanden hätte. Aber mit Recherche liefert das Buch definitiv Diskussionsstoff für die Frage, was die Identität des modernen Menschen ausmacht.

    Fazit
    Das Buch setzt sich mit dem Gegensatz von Technik und Natur auseinander und hinterfragt das rationalistische Weltbild Walter Fabers. Der Anfang ist zwar etwas zäh, aber danach bin ich flüssig durch die Seiten gekommen. Aufgrund dessen, dass die gesamte Geschichte in einem Bericht geschildert wird, kommt nur selten Spannung auf. Aber trotzdem ist es ein Buch, das einen über die Identität des modernen Menschen nachdenken lässt.

  24. Cover des Buches Land in Sicht (ISBN: 9783746639321)
    Ilona Hartmann

    Land in Sicht

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Ulja

    Ich habe mich von den Medien verführen lassen, die geradezu einen Hype um dieses Buch machen. Der Inhalt klingt ersteinmal gut: eine junge Frau schifft sich auf ein Donau-Kreuzfahrtschiff ein, um ihren leiblichen Vater, den Kapitän, inkognito kennenzulernen.  Der Anfang gefiel mir auch richtig gut: flotte Sprache und gut beobachtet. Danach kommt jedoch nicht viel. Es kam mir vor, als wäre die Geschichte ein gut geschriebener Post, der schnell  abflacht und sich unnötig auf ein Buch ausdehnt. Dabei hat das Buch gerade mal 160 Seiten.
    Eine gute Geschichte, aus der die Autorin viel mehr rausholen könnte.

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