Bücher mit dem Tag "überwachungsstaat"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "überwachungsstaat" gekennzeichnet haben.

106 Bücher

  1. Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783548234106)
    George Orwell

    1984

     (3.956)
    Aktuelle Rezension von: ElOlorDeUnLibro

    Winston Smith lebt in einem totalitären Militär Überwachungsstaat im Jahr 1984, also in der Zukunft, zumindest aus Sicht des Autors. 

    Meine Meinung:

    Keine Rezension könnte jemals diesem grauenerregenden Meisterwerk der Literatur gerecht werden. Ich bin fasziniert und geschockt von der Welt, die sich Orwell hier erdacht hat. Es geht um Machtgier, menschliche Abgründe und die Frage, was bleibt, wenn nicht mal das eigene, logische Denken übrig bleibt.

    Obwohl das Buch so alt ist, ist es doch hochaktuell. Es ist absolut erschreckend zu lesen, teilweise habe ich mich geekelt, weil es so bildhaft beschrieben war. Dennoch war es unmöglich das Buch aus der Hand zu legen. Mehrfach beim Lesen wurde mir vor Augen geführt, welchen Luxus wir doch genießen, in einer freiheitlichen Demokratie leben zu dürfen. Ich bin begeistert und geschockt zugleich und kann nur das Fazit ziehen:

    Jede*r sollte dieses Buch gelesen haben.

  2. Cover des Buches Cassia & Ky – Die Flucht (ISBN: 9783841421449)
    Ally Condie

    Cassia & Ky – Die Flucht

     (2.264)
    Aktuelle Rezension von: MelliLulu

    Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der alles in deinem Leben geregelt wird - sogar, wen du lieben musst.

    Aber du liebst den Falschen: Jemanden, den das System töten will.

    Wie weit würdest du gehen, um sein Leben zu retten?

    Würdest du für deine Liebe sterben?

    Wie durch ein Wunder gelingt Cassia die Flucht in die Äußeren Provinzen. Sie will nach Ky suchen, ihrer großen Liebe. Ky kämpft dort als Soldat für die Gesellschaft und ist ununterbrochen brutalen Angriffen ausgesetzt. Als Cassia endlich auf eine Spur von Ky stößt, ist er bereits entkommen und auf dem Weg in die wilden Canyons in den Grenzgebieten.

    Verzweifelt macht sich Cassia auf den lebensgefährlichen Weg. Was wird sie am Ende der ihr bekannten Welt finden? Zwischen steinigen Schluchten und staubigen Pfaden sucht Cassia nicht nur nach Ky - sondern auch nach sich selbst.


    Ein gut gelungener 2. Teil der Reihe, der mit einigen unversehbaren Wendungen, interessanten Charakteren und jeder Menge Spannung überzeugt. Aber irgendwas fehlte mir allerdings um mich vollendes abzuholen.

  3. Cover des Buches Der Circle (ISBN: 9783462048544)
    Dave Eggers

    Der Circle

     (788)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Allgemeines:

    „Der Circle“ ist ein Roman von Dave Eggers und im Jahr 2015 im Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen.

    Klappentext:

    Huxleys schöne neue Welt reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles ...

    Meinung:

    Der Gedanke, der dieser Geschichte zugrunde liegt, ist beängstigend, bedrückend aber durchaus auch sehr real. Gerade deswegen hat mich das Buch sofort angesprochen. Trotzdem lag es ganze 6 Jahre auf meinem SuB, bis ich es endlich davon erlöst habe. Leider muss ich auch gleich zugeben, dass ich ziemlich enttäuscht bin.

    Die Spannung bleibt auf einem wahnsinnig niedrigen Niveau und die Handlung an sich plätschert nur so dahin – ohne spannende Wendungen, Dramatik und ohne größere Probleme, die es zu bewältigen gab. Ständig schaut man Mae bei ihrer Arbeit in der Costumer Experience oder bei ihren Social-Media-Aktivitäten über die Schulter und das war mir persönlich viel zu langweilig, eintönig und nervig. Das Buch hätte man deutlich kürzen können, ohne dass dabei etwas wirklich Wichtiges verloren gegangen wäre. Ich kann zwar verstehen, dass der Autor veranschaulichen wollte, inwiefern sich eine solche Gehirnwäsche, wie es beim Circle der Fall ist, auf den Menschen auswirkt. Sprich, dass so etwas langsam und stetig fortschreitet und sich wie ein Geschwür im Kopf eines Menschen festsetzt und sich dann wie ein Parasit ausbreitet. Nichtsdestotrotz ist für mich viel zu wenig Spannung aufgekommen und ich bin der Meinung, dass man das deutlich spannender hätte handhaben können.

    Die Charaktere an sich haben, meiner Meinung nach, zu wenig Tiefgang. Man weiß wenig darüber, was sie wirklich antreibt, was sie denken und empfinden, usw. Zudem, wenn man bedenkt, dass der Circle nur die Besten der Besten anstellt, dann ist es absolut erschreckend wie naiv und oberflächlich alle zusammen sind. Die Protagonistin Mae verursachte bei mir regelmäßiges Augenrollen und Kopfschütteln – zum Glück habe ich kein Schleudertrauma davongetragen. Diese junge Erwachsene hat ihre Fähigkeit verloren, rational zu denken. Es scheint ihr sogar vollkommen egal zu sein, dass sie ihre Eltern bloßgestellt hat, dass ihr Exfreund stirbt und dass ihre Eltern auch noch den Kontakt zu ihr abgebrochen haben. Nicht mal da scheint sie ordentlich darüber nachzudenken, was der Circle mit seinem Vorhaben anrichtet. Sämtliche Kritik am System Circle prallen vollkommen an ihr ab. Zudem erschließt sich mir überhaupt nicht, warum sich eine gewisse Person ausgerechnet an Mae hängt und in ihr seine Vertraute sieht. Sie hat kein einziges Mal durchblicken lassen, dass sie auf seiner Seite stehen würde. Wegen der Spoilergefahr kann ich hier leider nicht weiter darauf eingehen. 

    Die Circle-Gründer an sich (insgesamt sind es 3 an der Zahl), wissen auf jeden Fall, wie sie die Menschen um ihren Finger wickeln und auf ihre Seite ziehen können. Sie packen dort zu, wo es am meisten wehtut und bieten gleich eine Lösung für das Problem an. Wer weiß, ob nicht auch wir auf diesen trügerischen Schein reinfallen würden? Der Circle hat nicht nur schlechte Ideen ...

    Was mir in der Geschichte jedoch vollkommen gefehlt hat, war der Aufstand und die Rebellion der Gegenseite. Bei einem solchen Vorhaben, wie es der Circle geplant hat, müssten energische Gegenreaktionen, Demonstrationen, etc. erfolgen. Das blieb vollkommen aus. Na gut, nicht ganz: Die wenigen, die sich dagegen ausgesprochen haben, werden sofort aus dem Verkehr gezogen. Also, keine wirkliche Gefahr für den Circle.

    Das abrupte und offene Ende wirkt unfertig. Es fühlt sich tatsächlich so an, als wollte der Autor nicht mehr weiterschreiben, sondern einfach nur schnell aufhören.

    Der Schreibstil an sich ist locker und leicht. Zudem wird nicht mit hunderten von Fachbegriffen um sich geworfen, was mir gut gefallen hat.

    Fazit/Empfehlung:

    Alles in allem bietet das Buch eine tolle Grundidee, doch die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen – leider. Tatsächlich fand ich den Film deutlich besser als das Buch.

    Alles in allem kann man das Buch durchaus lesen, muss man aber nicht unbedingt.

    Sternewertung:

    2.5 Sterne

  4. Cover des Buches Die Rebellion der Maddie Freeman (ISBN: 9783843210409)
    Katie Kacvinsky

    Die Rebellion der Maddie Freeman

     (1.237)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Papyrus

    Unsere Hauptfigur ist wie schon oben und im Titel genannt, Maddie Freeman. Schon rein durch die Inhaltsangabe auf der Buchrückseite wissen wir schon super viel über unsere Protagonistin. Eigentlich kennen wir schon ihre ganze Welt. Denn Maddie lebt nur in der digitalen Welt, doch niemand kennt sie wirklich, online hat sie verschiedene Name und teilweise weiß ein nicht einmal ob es sich um ein Mädchen oder einen Jungen handelt, so gut ist Maddie darin ihre wahre Identität zu verstecken. Das alles macht sie nicht wirklich schnell, schon in den ersten Kapiteln bekommen wir, als Leser, einen ziemlich guten Eindruck von den Verhältnissen zwischen der Protagonistin und ihren Eltern. Zu einen ist da ihre Mutter, Jane Freeman, sie steht zu Maddie und versucht sie auf ihre Weise zu schützen. Zum anderen ist da ihr Vater, Kevin Freeman. Er ist einer der einflussreichsten Menschen der USA und nicht besonders gut auf seine Tochter zu sprechen. Das Verhältnis der beiden ist, um es milde zu sagen, angespannt. Das hängt hauptsächlich von den unterschiedlichen Denkweisen und Weltbildern der beiden. Kevin Freeman steht mit Herz und Seele hinter der Idee und den Grundsätzen der Digital School, was kaum verwunderlich ist, da er diese mit entwickelt und konstruiert hat. Die beiden Elternteile finde ich von der Persönlichkeit sehr unterschiedlich. Kevin ist stur und hat gern die Kontrolle über seine Umwelt, und damit auch über die Menschen in seinem Umfeld. Vielleicht war er nicht immer so, allerdings kann ich mir vorstellen, dass er durch seine Arbeit an der Digital School und davor als Staatsanwalt (oder Anwalt, bin mir nicht hundert Prozent sicher und finde die entsprechende Buchpassage nicht), jedenfalls sind das Beruf in denen man einen starken Charakter braucht. Außerdem findet er technologische Neuerungen gut und findet eine digitale Welt für am sichersten, nicht nur für seine Kinder, sondern auch für alle anderen Kinder. Maddies Mutter ist da eher das Gegenteil davon, sie hat eine ruhige Art und mir kommt sie besonnen vor. Sie sucht nicht die Konfrontation, sondern Kompromisse, mit denen alle etwas anfangen können. Mir kommt sie allerdings teilweise etwas zu passiv vor. Im Gegensatz zu ihrem Mann schwelgt sie gerne in alten Zeiten, sie lässt sich Prospekte auf Kunststoff drucken (Papier gibt es in dieser Zukunft nicht mehr, es gibt auch fast keine Bäume mehr), außerdem hat sie alte Bücher aus ihrer Jugend behalten und verschenkt diese nach und nach an ihre Tochter. So viel zu Maddies Familie. Sie hat zwar noch einen älteren Bruder, der Joe Freeman, allerdings spielt er erst im letzten Fünftel des Buches eine Rolle, deshalb möchte ich hier noch nichts zu ihm schreiben. Nun zu den Personen, die später zu Maddies Freunden werden. Zuerst die wichtigste Person, Justin Solvis. Justin ist 20 Jahre alt und hauptberuflich Aktivist gegen die Digital School. Die beiden lernen sich über eine Nachhilfeplattform kennengelernt. Er hatte nicht mit einem Mädchen gerechnet, doch ob Junge oder Mädchen ist ihm eigentlich ziemlich egal. Denn sie hat etwas geschafft, was er am liebsten selbst geschafft hätte. Justin bewundert Maddie dafür und hat sie jahrelang gesucht, um sie voll und ganz für seine Sache zu gewinnen. Schnell merken wir als Leser, dass die Welt für ihn viel zu technologisch und nicht mehr menschlich ist. Für ihn sollte Technik nicht einschränkend oder einengend sein. Er möchte vereinfacht gesagt, dass die Menschen so leben wie wir es heute tun. Vielleicht mit ein bisschen fortgeschrittener Technologie. Was ich aus heutiger Sicht durchaus nachvollziehen kann, wer möchten schon den ganzen Tag in seinem Zimmer sitzen und seinen eigenen perfekten Avatar sehen. Das sind im Großen und Ganzen unsere Hauptfiguren, es tauchen natürlich noch einige Nebencharaktere auf, die möchte ich hier aber nicht ganz so detailliert darstellen. Das Lesen soll ja trotz dieser Rezession spannend bleiben.

    Nun möchte ich ein paar Worte zur Handlung verlieren. Die Handlung ist rund, soll viel kann ich sagen. Auch wenn das Buch eine jüngere Zielgruppe anspricht, macht es auch mit 23 Spaß in Maddies Welt einzutauchen. Natürlich darf eine Teenie Romanze zwischen Maddie und Justin nicht fehlen, diese stößt mir zwar manchmal sauer auf, aber mit 15 fand ich sie einfach super und wer möchte keinen gutaussehenden, klugen Mann an seiner Seite. Ohne zu spoilern kann ich leider nicht auf die genauen Gründe eingehen warum, ich heute ein paar Probleme mit der Beziehung habe. So viel es hat etwas mit Lehrer-Schüler-Konstellation. Auch sonst ist zur sonstigen Handlung nicht viel zu sagen, ohne etwas Entscheidendes zu verraten.

    Kleiner Hinweis: sobald ich alle Teile gelesen habe kommt eine ausführliche Rezession mit Spoilern und konkreten Nennungen heraus. Ihr müsst nur etwas Geduld haben.

    Zuletzt möchte ich noch ein kleiner Abschnitt über die uns vorgestellte Zukunft. Ganz allgemein kann ich nur sagen, dass ich sie für durchaus realistisch halte. Die Rodung von Urwälder, Regenwäldern und sonstigen Waldflächen, das schon im ersten Kapitel angesprochen wird, halte ich für durchaus realistisch betrachtet man den jetzigen Flächenverbrauch der Menschen für Ackerland, den fortwährenden Bevölkerungsanstieg und das Verlangen der Menschen nach billigen Nahrungsmitteln und Fleisch. Auch im Bezug auf die Entwicklung der Spielebranche, gerade mit den Grafiktabletts und dem Erfolg von VR-Brillen. Diese Entwicklung kann man als die Vorläufer der in dem Roman beschriebenen Unterhaltungs- und ein Stück weit auch der Kommunikationsgeräte sehen. Auch der Wunsch durch vermeintliche Sicherheit hinter Technologie kann ich durchaus verstehen, aber auf der anderen Seite auch den Wunsch nach einem einfachen Leben, wie es sich Justin und seine Mitstreiter erhoffen erschließt sich mir. Worüber ich bis jetzt noch nicht geredet habe, ist die komplette Überwachung, die die Regierung mit Hilfe der Technik über seine Bürger hat. Auf diesen Aspekt wird ebenfalls nachdrucksvoll eingegangen. Die meisten Menschen der Zukunft sind sich dessen nicht einmal vollständig bewusst, aber das sind wir heute ja auch nicht. Gerade in den Corona-Zeit wird deutlich, wie weit man mit internetfähigen Geräten gehen kann, es wird diskutiert, ob man Apps zur Ortung von Personen einsetzten sollte, darf usw. für mich ist das nicht begeisternd. Die Befürchtungen für alle Obrigkeiten komplett gläsern in Bezug auf meinen Aufenthaltsort zu werden keimen auf, zum Teil auch wegen dieses Romans, hört sich komisch an, aber mittlerweile sehen ich technische Neuerung durchaus auch in einem skeptischen Licht. Kann aber auch daran liegen, dass ich älter geworden bin, zum ersten Mal gelesen habe ich das Buch mit vielleicht 15, da hatte ich noch einen weniger hinterfragenden Verstand.

  5. Cover des Buches NSA - Nationales Sicherheits-Amt (ISBN: 9783785726259)
    Andreas Eschbach

    NSA - Nationales Sicherheits-Amt

     (308)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Das Buch „NSA - Nationales Sicherheitsamt“ von Andreas Eschbach ist ein ebenso spannender wie fesselnder Roman. Die Geschichte spielt in der Zeit von Nazi-Deutschland, aber es handelt sich keinesfalls um einen historischen Roman: In NSA stehen den Nationalsozialisten modernste Kommunikationsmittel zur Verfügung. Von Computern über das Internet stehen den Nazis alle Wege offen. Es ist bereits absehbar, dass die totale Überwachung in viel extremerem Maß ausgeführt wird als sie historisch passierte. 

    Eschbachs Roman ist ein Gedankenspiel, das sich bewahrheiten könnte. Und ist nicht bereits ein Teil Realität geworden? Wir leben in einer Welt der vollständigen Überwachung. Unsere Daten werden verkauft, wir werden überwacht und beobachtet. Dies zeigt sich auch im Titel. Mit der NSA verbinden wir Amerika, Geheimagenten und… Überwachung. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen der Nazi NSA und der amerikanischen NSA? Was unterscheidet unsere freie Welt überhaupt von der Welt des Romans?                            

                            

  6. Cover des Buches Gelöscht (ISBN: 9783733500382)
    Teri Terry

    Gelöscht

     (1.479)
    Aktuelle Rezension von: gluttonfor_books_

    Der erste Band von Teri Terry's Erfolgstriologie "Gelöscht" würde ich am ehesten als "ewige SuB-Leiche" bezeichnen. Zumindest mein Bücherregal würde dem zustimmen, wenn es reden könnte….

    Aber wie habe ich es geschafft, dieses wunderbare Buch nicht viel früher zu lesen?
    Falls es noch jemanden so ergeht, dann seht das als Zeichen und lest es! Sofort!

    Der Einstieg in die Geschichte fällt dem Leser sehr leicht. Kyla Davis wurde "geslated". Ihre Vergangenheit wurde aus ihrem Gedächtnis gelöscht und ihr wird die Chance auf ein neues Leben gegeben. Eine weiße Leinwand. Doch was ist, wenn diese angebliche weiße Leinwand bereits Farbspritzer aufgetragen hat? Bruchstücke ihrer Vergangenheit suchen sie heim und werfen dabei immer weitere Fragen auf. Warum wurde sie geslated? War sie eine Verbrecherin, wie die Regierung behauptet? Warum kann sie sich an Einzelheiten ihrer Vergangenheit erinnern?

    Der Leser kann zu Beginn mitfiebern, was es mit Kyla's Vergangenheit auf sich hat. Die Geschichte verläuft nicht geradlinig, sondern es werden viele spannende Momente eingebaut. Die Charaktere bauen erst im Laufe des Buches ihre Erscheinung vollends auf, sodass man deren Entwicklung mit jeder Seite mitverfolgen kann. In der Geschichte werden immer wieder Rückblicke in Form von Träumen eingestreut, womit der Spannungspegel immer sehr gut erhalten bleibt.

    Also wer mal wieder Lust auf eine spannende Dystopie hat, dem kann ich "Gelöscht" nur ans Herz legen. Ich meinerseits muss jetzt nur noch schauen, dass ich schnell an die Folgebände komme…. 4,5 von 5 Sternen verleihe ich derweil dem Buch!

  7. Cover des Buches Pandemonium (ISBN: 9783551313683)
    Lauren Oliver

    Pandemonium

     (1.201)
    Aktuelle Rezension von: Bee2205

    in diesem BAnd sind die Kapitel in "jetzt" und "damals" eingeteil, wodurch wir nach jedem Kapitel in der Zeit springen. Durch diese Zeitsprünge möchte man die ganze Zeit weiterlesen, da man unbedingt wissen will, was zu den jeweiligen Zeitpunkten passiert ist.

    In den damals Kapiteln erfahren wir, wie sich Lena in der Wildnis geschlagen hat, wie sie sich anderen Menschen anschließen konnten und wie sich ihr Leben verändert hat.

    In den jetzt Kapiteln befindet sie sich wieder innerhalb der Mauern und versucht einen Auftrag für die Rebellen zu erledigen, welche sie vor verschiedene Schwierigkeiten stellt, während ihre Gedanken und ihr Herz noch bei Alex sind. Jedoch schleicht sich mit der Zeit noch eine weitere Person in ihr Herz.

    Der zweite Teil ist anders als der erste, was aber nicht schlimm ist und man neuen Schwung bekommt und der Cliffhänger am Ende sorgt dafür, dass ich auf jeden Fall wissen muss wie der dritte Teil weiter geht. Zusätzlich gibt es noch die ein oder andere Überraschung, die einem geboten wird in diesem Buch.

  8. Cover des Buches Die Auswahl (ISBN: 9783841421197)
    Ally Condie

    Die Auswahl

     (4.482)
    Aktuelle Rezension von: Bethany_be

    Ich habe das Buch in so vielen Stücken gelesen, weil es mich leider gar nicht packen konnte. Das Setting, die Details und die Verknüpfungen waren allesamt sehr gelungen und auch Cassia als Protagonistin war sehr schön ausgearbeitet. Ihre mutige, starke, aber dennoch so rücksichtsvolle, liebe Ader passt wirklich gut zu dem eher ruhigen, mysteriösen Ky. 

    Vor allem die Dreiecksbeziehung zwischen Cassia, Ky und Xander fand ich sehr gelungen. Beide wären ,,ideale Partner" für Cassia gewesen. 

    Das Ende hat mich zum Glück in den Bann gezogen, die letzten 60 Seiten wurden also ziemlich spannend. Davor zog sich das Buch leider viel zu sehr. Ich weiß noch nicht, ob ich Band 2 lesen werde...

    Für eine Dystopie waren die Emotionen noch nicht greifbar genug, ich hätte mehr Aufstand und Tränen, Geschrei und rasende Wut erwartet. 

    Insgesamt ist es ein guter Roman für Zwischendurch:))

  9. Cover des Buches ZERO - Sie wissen, was du tust (ISBN: 9783734100932)
    Marc Elsberg

    ZERO - Sie wissen, was du tust

     (599)
    Aktuelle Rezension von: Read1ngl0ver

    Eine unbekannte Gruppe namens Zero kämpft mit Aufdeckung gegen die Datentransparenz und der damit einhergehende Verzicht auf Privatsphäre. Cynthia Bonsant - eine oldschool Journalistin muss auf die harte Tour lernen, dass die Welt technologisch wesentlich weiter ist, als sie sich auch nur annähernd vorstellen kann. Sie wird auf die Suche nach Zero angesetzt.  Worauf sie dabei stößt, bringt sie in große Gefahr. 

    Mein erstes Buch von Marc Elsberg. Innerhalb weniger Stunden gelesen. Mehr Worte braucht es eigentlich nicht. Die Handlung ist absolut mitreißend und Cynthia Bonsant ist mir persönlich sehr sympathisch. Das ist die Geschichte, die mitreißt und an der man bleibt. Der Teil im Hintergrundhandlung macht die Geschichte noch komplexer als sie ohnehin schon ist und hätte es für mich nicht gebraucht, da sie nicht wesentlich zur Hauptandlung beiträgt. Sicherlich wird damit anschaulich dargestellt, womit sich Personen in gewissen Positionen und Ambitionen helfen wollen und welche menschlichen Abgründe bzw. pure Skrupellosigkeit sich mit diesen technologisch und psychologischen Erkenntnissen auftun, jedoch spiegelt sich das m.E. bereits in der Einführung der sogenannten Testgruppen durch Montik wider. 

    Alles in allem schafft es Eltzberg ein technisches und zugleich komplexes Thema für die breite Masse verständlich darzustellen und die Risiken der Datenerhebung durch jedes neumodische Alltagshelferlein auf den Punkt zu bringen. 

  10. Cover des Buches Zersplittert (ISBN: 9783733500399)
    Teri Terry

    Zersplittert

     (956)
    Aktuelle Rezension von: Buechergeplauder

    Kyla erinnert sich immer mehr an ihr früheres Leben. An das Leben, dass sie vor dem slatern geführt hat. Zumindest, denkt sie, dass es alte Erinnerungen sind, anders kann sie sich diese Erinnerungsfetzen nicht erklären.


    Immer wieder kommen neue Erinnerung und schon bald hat sie das Gefühl zu wissen, wer sie einmal gewesen zu sein scheint. Doch war sie wirklich so gefährlich? Sie kann sich nicht vorstellen, jemals jemanden etwas angetan zu haben, geschweige denn jemals jemanden umgebracht zu haben. Doch ihre Erinnerungen zeigen ihr etwas anderes. War das wirklich Kyla?


    Zwar kommen Kylas Erinnerungen in Bruchstücken wieder zurück, doch sind die ein oder anderen Erinnerung nicht ganz logisch. Immer wieder geriet sie ins Zweifeln. Vieles macht einfach keinen richtigen Sinn. Sie ist verwirrt und versteht noch nicht so ganz, in was sie da hineingeraten ist.


    Als sie sich wieder an die Free UK erinnert, kehrt sie zu diesen zurück. Laut ihren Erinnerungen war dies damals ihr Zuhause, ihre Familie. Doch anscheinend hat auch die Free UK andere Pläne mit Kyla. 


    Sie geriet zwischen die Fronten und wird der Spielball zwischen der Free UK und dem Überwachungsstaat und schon bald weiß sie nicht mehr, wem sie überhaupt vertrauen kann. Sie ist sich nicht mal sicher, ob sie sich selbst trauen kann.


    Der zweite Band der Slater Reihe von Teri Terry.


    Ich muss gestehen, dass ich den ersten Band "Gelöscht" vor Jahren einmal gelesen habe und Angst hatte, ob ich überhaupt noch zurück in die Geschichte finde. Siehe da, es hat ganz gut geklappt. Nach ein paar Seiten wusste ich schon wieder um was es in der Reihe geht.


    Der Schreibstil ist einfach gehalten. In nur wenigen Stunden hat man das Buch gelesen. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und man möchte immer mehr über Kyla und ihr Leben erfahren. 


    "Zersplittert" hat viele Charaktere, die man sofort in sein Herz schließt und auch ein kleiner Schockmoment in dem man, dass ein oder andere Tränchen verkneift, ist vorhanden.


    Ich weiß gar nicht wieso ich so lange auf den zweiten Band gewartet habe und ihn nicht sofort in die Hände genommen habe, denn er war wirklich großartig.


    Auf den dritten Band, werde ich definitiv nicht so lange warten und ihn möglichst bald verschlingen.


    Für mich persönlich eine wirklich spannende Geschichte, die ich nur weiterempfehlen kann.

  11. Cover des Buches Schöne Neue Welt (ISBN: 9783596905737)
    Aldous Huxley

    Schöne Neue Welt

     (1.145)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Aldous Huxley ist neben George Orwell aus der Welt der Dystopien nicht wegzudenken. Schockierend wird über eine Welt berichtet, in der Menschen gezüchtet und konditioniert werden - als Kinder werden ihnen in der Nacht ihre neuen Werte über Lautsprecher indoktriniert. Klassische Paarbeziehungen und Geburten wie wir sie kennen gibt es nicht mehr, das gilt als barbarisch. Der Mensch arbeitet und bekommt täglich seine Ration Soma, die ihm am laufen halten soll und außerdem verhindert, dass das System hinterfragt wird. Die Story stößt dann auf einen krassen Gegensatz: das Wildenreservat, wo die Zeit stehen geblieben ist.  Hoch spannend und für immer ein wichtiger Klassiker, der uns bis ins Mark hinein warnen will. Sicher nicht immer leicht zu lesen, aber dennoch eine Perle von Literatur.                            

  12. Cover des Buches Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele (ISBN: 9783789121272)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele

     (17.671)
    Aktuelle Rezension von: Dageeling

    Ein Buch, das man meiner Meinung nach gelesen haben sollte.
    Die Kritik am System und das Infragestellen von Anführern und Regierung sind immer wieder brandaktuell.

    Ich habe das Buch verschlungen, als es damals rauskam und erst vor kurzem nochmal gelesen. Wieder bin ich von der Story gefesselt.
    Einziges, kleines Manko sind die teilweise schnellen Actionszenen, in denen Gut und 'Böse' doch so schnell wechselt, dass man 3x lesen muss, wer jetzt genau den tödlichen Speer geworfen hat, da der Gegner ohne Schrei oder Zucken zu Boden gleitet.
    Aber die emotionalen Bindungen im Buch wurden perfekt ausbalanciert und nicht zu schnell bearbeitet. Das wirkt glaubwürdig und real. 

  13. Cover des Buches Requiem (ISBN: 9783551315236)
    Lauren Oliver

    Requiem

     (872)
    Aktuelle Rezension von: Bethany_be

    Was mich wirklich gefreut hat, ist, dass in diesem Buch aus Lenas und Hanas Perspektive geschrieben wird. Beide sind sehr starke Charaktere und vor allem der Kontrast zwischen Wildnis und Zombieland hat mir gut gefallen. 

    Jede Seite war spannend und durch den detaillierten, lebhaften Schreibstil wurde ihr Leid, aber auch ihr Glück oder ihre Wut verstärkt. 

    Die Dystopie hat ein wirklich interessantes Thema und die Ausarbeitung ist wirklich gelungen. Das Setting ist sehr detailliert, ich konnte mir einen Stadtplan von Portland machen und auch ein gutes Bild von der Situation im Allgemeinen. 

    Julian und auch Alex fand ich in diesem Band zu wenig ,,anwesend" . Die Liebesgeschichte, besonders ihr Liebesdreieck, hätte meiner Meinung nach noch mehr fokussiert werden können. 

    Das Ende war wirklich fesselnd, doch hat es mich nicht ganz überzeugt. Ich habe noch so viele offene Fragen: Wie geht es mit dem Kampf weiter? Was passiert aus Alex, Lena und Julian? Wird Lena ihre Mutter noch weiter kennenlernen? Wie geht es Tack, nachdem Raven gestorben ist? 

    All das hätte ich gerne in einem Epilog erklärt bekommen.... 

  14. Cover des Buches Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (ISBN: 9783596510979)
    Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

     (1.145)
    Aktuelle Rezension von: apirateslifef0rme

    Und diese Verwirrung habe ich in diesem Fall absolut nicht als etwas negatives wahrgenommen. Den Figuren als Außenstehende*r dabei zu verfolgen, wie sie sich und die Menschen um sich herum verletzen, geht unter die Haut. 

    Das Buch verlangt einem viel ab. Immer wieder erkennt man Charakterzüge an den Figuren, die einem seltsam bekannt vorkommen, und im nächsten Moment verflucht man die Figuren für ihre Handlungen (bei mir jedenfalls war es so). Ehe man sich versieht landet man so in der selben Ambivalenz und Verwirrung, in der auch die Figuren stecken.

    Ich habe diese unerträgliche Leichtigkeit beim Lesen gespürt, es war schlimm und faszinierend zugleich und hat mich lange nicht losgelassen.

  15. Cover des Buches Die Optimierer (ISBN: 9783404208876)
    Theresa Hannig

    Die Optimierer

     (123)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Überwachungskameras, Datenlinsen für jedermann und eine Vielzahl von helfenden Robotern sind Alltag im Jahr 2052. Dies ermöglicht die absolute Wohlfühlökonomie, die jedem Individuum seinen richtigen Platz anweist, möglichst klimafreundlich ist und den Alltag eines jeden komplett optimiert. Samson ist ein rundum überzeugter Anhänger des Systems, bis es sich plötzlich gegen ihn wendet… „Ich habe nichts zu verbergen, also machen mir Überwachungskameras, das Auslesen meiner Daten, etc. nichts, wenn es meiner Sicherheit dient“ so oder so ähnlich argumentieren viele Menschen, doch stimmt das wirklich?  Ist es tatsächlich egal, wenn jede Behörde weiß, wie oft ich wo Spazieren gehe, oder was genau in meinem Einkaufswagen landet? Ich glaubte das vorher schon nicht, doch nach der Lektüre noch weniger. Wird der Mensch nicht irgendwann zum Opfer der Technik? Wie weit darf künstliche Intelligenz den Alltag bestimmen? Alles Fragen, die sich unweigerlich nach der Lektüre stellen. Diese Zukunftsvision hat mich sehr nachdenklich gestimmt und auch wenn ich mir keine Sorgen mache, es selbst so erleben zu müssen, so könnte es meinen Nachfahren blühen – denn unter dem Deckmäntelchen der Sicherheit, der Optimierung oder auch der schlichten Bequemlichkeit werden immer mehr Daten gesammelt.

  16. Cover des Buches Numbers - Den Tod vor Augen (ISBN: 9783551520166)
    Rachel Ward

    Numbers - Den Tod vor Augen

     (500)
    Aktuelle Rezension von: pezzy

    Anfangs scheint es, als sei es eine völlig neue Geschichte, aber bald schon wird die Verbindung zu Teil 1 deutlich. Charaktere aus Teil 1 spielen zwar nur indirekt mit, aber dennoch gelingt die Verbindung und man hat das Gefühl, guten Bekannten wiederzubegegnen. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und fesselnd, allerdings kann die Story nicht ganz mit dem ersten Teil konkurrieren. Das Thema ist nicht mehr neu und hat dadurch etwas an Reiz verloren.

    Die Geschichte lässt sich lesen, ohne dass zwingend Teil 1 schon bekannt sein muss. Das Ende ist ein fieser Cliffhanger, der Vorfreude auf Teil 3 weckt. Alles in allem ein gutes Buch, das absolut lesenswert ist. Einen Stern ziehe ich ab, da nach meinem Empfinden schon ein Unterschied zu dem stärkeren Vorgängerband zu spüren ist.

  17. Cover des Buches Neva (ISBN: 9783426283486)
    Sara Grant

    Neva

     (613)
    Aktuelle Rezension von: Buechergeplauder

    Neva ist verzweifelt. Sie hasst die Welt in der sie lebt. Denn ihr Heimatland ist von einer Energiekuppel von der Außenwelt abgeschottet und niemanden scheint es zu beunruhigen, außer Neva und ein paar ihrer Freunde. Wieso nehmen die Menschen das alles so hin? All die Regeln und all die merkwürdigen Dinge die geschehen? Denn in Nevas Heimatland verschwinden Menschen, einfach so.


    Als Nevas Großmutter verschwindet, ist sich Neva sicher, irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht und sie würde alles dafür tun, um herauszufinden, was mit ihrer Großmutter geschehen ist.


    Doch dann trifft Neva auf einen Jungen, einen der die Suche nach der Wahrheit etwas erschwert. Sie weiß nicht was es ist, dass sie so besonders an ihm findet, doch immer wieder muss sie an ihn denken und das obwohl er der Freund ihrer besten Freundin ist. Das ist Falsch! Doch Neva kommt einfach nicht von ihm los.


    Neva von Sara Grant konnte mich mit ihrer Geschichte leider nicht überzeugen.


    Die Hauptprotagonistin Neva war mir von Anfang bis Ende unsympathisch. Ich konnte ihr nichts abgewinnen. Da ich sie so unsympathisch fand, war ich etwas genervt von der Geschichte und habe das Buch öfter mal aus der Hand gelegt und vergessen.


    Auch nach ein paar Tagen, kann ich mich kaum noch an die Geschichte erinnern. Sie war für mich persönlich nichts besonderes, dass in meinem Kopf hängen geblieben ist.

  18. Cover des Buches Drohnenland (ISBN: 9783462046625)
    Tom Hillenbrand

    Drohnenland

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Mit „Drohnenland“ legt Tom Hillenbrand einen visionären Science-Fiction Krimi vor, der durch einen überzeugenden Weltenentwurf besticht. Die Polizei erhält bei ihrer Ermittlungsarbeit Unterstützung durch eine Künstliche Intelligenz, einen fortschrittlichen Fahndungscomputer, der mit Hilfe seiner Prädikationssoftware Verbrechen bereits feststellt, bevor sie begangen werden. Das erinnert ein wenig an „Minority Report“, aber Hillenbrand geht weit über diese Idee hinaus. Außer der digitalen Forensik haben Polizei und Geheimdienst auch die Möglichkeit einer Totalüberwachung mit Hilfe von Drohnen. Und sie können auf einen Mirrorspace zugreifen, eine kontinuierliche Echtzeitspiegelung, die eine vierdimensionale Raumzeit holographieren kann. Auf diese Weise lässt sich jeder Tatort zu jeder beliebigen Zeit und aus verschiedenen Perspektiven nochmals genau untersuchen. Dieser vom Autor kreierte Weltenentwurf ist in meinen Augen eine große Leistung, Hillenbrand verfügt über ein großes Register kreativer Ideen. Wer „Hologrammatica“ kennt, wird feststellen, dass viele Ideen in Grundzügen schon hier vorhanden sind, z.B. die Idee einer KI, von Holographien oder von Brillen, die die Umgebung mit digitalen Hilfsmitteln anders erscheinen lassen kann. 

    Doch nicht nur der Weltenentwurf gelingt, Hillenbrand schafft es, eine Atmosphäre zu erzeugen, die authentisch und futuristisch wirkt. Beim Lesen entstand vor meinem inneren Auge eine greifbare Zukunftswelt, die bei mir Assoziationen zu „Blade Runner“ auslösten.

    Und auch die Figuren sind facettenreich und interessant gestaltet. Das Ermittlerteam, bestehend aus Kommissar Westerhuizen und der Analystin Ava, konnte mich in seinen Bann ziehen. Eine weitere mysteriöse Figur, deren Handeln man genauer ergründen möchte, ist der Journalist Johnny Random, der bei mir Assoziationen zu „Max Headroom“ auslöste.

    Das einzige, was ich an diesem Science-Fiction-Thriller bemängeln kann, ist das Fehlen einer hohen Spannungsintensität. Erst im Finale auf den letzten 100 Seiten zieht die Spannung spürbar an, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Und die Auflösung ist auch plausibel, durchdacht und gelungen. Ich vergebe 4 Sterne.

     

    Fazit: Ein Science-Fiction-Krimi mit einem gelungenen Weltenentwurf, vielen kreativen Ideen, gut gestalteten Figuren und einer futuristischen Atmosphäre. Er hätte lediglich noch spannender sein können. Dennoch eine klare Leseempfehlung, vor allem auch für Kenner von „Hologrammatica“, die interessante Parallelen entdecken werden.

  19. Cover des Buches Corpus Delicti (ISBN: 9783641242701)
    Juli Zeh

    Corpus Delicti

     (475)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur Buchbesprechung bitte hier entlang: https://www.youtube.com/watch?v=COIT69WS_3k&t=3s


    Vorsicht, Spoiler!

  20. Cover des Buches Fahrenheit 451 (ISBN: 9783453319837)
    Ray Bradbury

    Fahrenheit 451

     (696)
    Aktuelle Rezension von: -Leseratte-

    Zu Recht ein Buch, welches als Klassiker bezeichnet werden darf.
    Mutiges, berechtigtes Gedankenspiel des Autors. Noch stets Tagesaktuell. Stark Gesellschaftskritisch und regt zum Nachdenken an.

    Klare Leseempfehlung! 

  21. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (756)
    Aktuelle Rezension von: Alexa-Tim

    Das Buch habe ich im Buddyread mit jemanden zusammengelesen und bin darüber sehr froh.

    Den Schreibstil finde ich angenehm und gut zu lesen. Der Anfang ist spannend. Leider schweift der Autor danach zu oft ab, weshalb ich dann die Lust zum Weiterlesen eher verloren habe. Es hat einfach die Spannung rausgenommen aus der Geschichte. Wenn es um die Story ging und nicht um die Nebensächlichkeiten war es auch wieder spannend.

    Im hinteren Teil des Buches nahm die Spannung dann wieder richtig Fahrt auf. Der Fall war an sich sehr spannend und auch wie es damals in Russland zur Stalinzeit zu ging war einfach krass.
    Man hätte tatsächlich unwichtigeres im ersten Teil des Buches weglassen können.

    Von mir gibt es daher 3,5 Sterne.

  22. Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783492303279)
    Margaret Atwood

    Der Report der Magd

     (729)
    Aktuelle Rezension von: tines_bookworld

    "Es gibt mehr als nur eine Art von Freiheit, sagte Tante Lydia, Freiheit zu und Freiheit von. In den Tagen der Anarchie war es die Freiheit zu. Jetzt bekommt ihr die Freiheit von. Unterschätzt sie nicht."

    Erzählt wird die Geschichte von Desfred (die Magd "des Fred") und ihrer Rolle als Magd, in die sie gezwungen wurde, um nicht zu sterben. Ein System, in dem Frauen keine Rechte haben, wie Eigentum behandelt werden und in dem Mägde als reine Geburtsmaschinen dienen - natürlich alles zum Schutz der Frauen vor den Übergriffen der Männer. Zeigst du zu viel Haut und wirst verge*altigt, bist du als Frau schuld, denn du hast die Lust im Mann geweckt.

    "Der Report der Magd" liest sich genau erschreckend, wohl einerseits in dem Wissen, dass das Buch bereits 1985 erschien, als auch in dem Wissen, dass genau solche Ansichten heutzutage noch existieren und praktiziert werden. Dafür braucht es kein fiktives Land Gileads. Frauen dürfen nicht lesen, nicht denken, sich nicht zeigen, nicht handeln. Sie sind entweder Mägde, um für alte Ehepaare ein Kind mit dem Ehemann zu zeugen, wenn diese nicht mehr können, Tanten, die diese Lebensart lehren, oder Ehefrauen, die als Symbolbild für einen guten Kommandantenehemann dienen. Oder sie sind rein gar nichts wert.

    Der Leser erfährt von Desfred, die früher noch ein Individuum war, wie sie vor der Herrschaft Gileads gelebt hat, frei mit ihrer Familie, wie sie zur Magd "umerzogen" wurde, wie sie ihr Leben fortan lebt und wie sie auf "Mayday" aufmerksam wird, einer Rebellenorganisation. Natürlich findet sich das ganze zu einem offenen Ende zusammen, so dass ich Band 2 (Die Zeuginnen) direkt für mich bereitgestellt habe.

    Der Schreibstil ist irgendwie trocken, geradezu abgebrüht, man spürt Desfreds Verzweiflung, Trauer und Niedergeschlagenheit. Ihre Akzeptanz, doch nichts ändern zu können. Gepaart mit dem schrecklichen System dieser Dystopie, der absolut verdrehten Wertevorstellungen und christlichem Fanatismus, war "Der Report der Magd" wirklich schwere Kost, die mich trotzdem fasziniert hat. Die Serie dazu werde ich ebenfalls beginnen, um das Ganze noch bildlich wirken zu lassen.

    Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, denn es ist wirklich ein Klassiker unter den Dystopien. Dieses absolut verdrehte, und doch erschreckend realistische Gedankenexperiment erhält von mir 4,5/5 Sterne.

  23. Cover des Buches Delirium - Amor Deliria Nervosa (ISBN: 9783833309922)
    Lauren Oliver

    Delirium - Amor Deliria Nervosa

     (2.133)
    Aktuelle Rezension von: Ansonstern

    95 Tage muss sich Lena Haloway noch bis zu ihrem 18. Geburtstag gedulden, dann wird sie endlich gegen amor deliria nervosa geheilt. Das Mittel ist noch nicht ausgereift genug, um Minderjährige heilen zu können - fatale Nebenwirkungen können entstehen. Wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte Lena sich schon längst der Prozedur unterziehen lassen. Ihr ganzes Leben lang ist sie belehrt worden, dass Liebe eine schlimme Krankheit ist, und dass man erst nach der Heilung ein glückliches Leben führen kann. Natürlich kann man nicht verhindern, dass Teenager ab und zu einer Schwärmerei erliegen, doch nach einer OP ist sowieso alles vergessen; man wächst darüber hinaus und lässt seine Vergangenheit ohne ein  Wimpernzucken hinter sich. 

    Für heute steht für Lena ist erst einmal der Tag an, an dem ihr Wert auf einer Skala festgelegt wird, um ihr einen passenden Ehepartner zu bestimmen. Lena selbst haftet der rufschädigende Stempel ihrer Mutter an, die selbst nach mehreren Operationen nicht von amor deliria nervosa nicht geheilt werden konnte und am Ende sich das Leben nahm. Lena ist nun fest entschlossen, dass sie anders ist als ihre Mutter - nämlich völlig normal.

    Es ist nicht leicht, keine Angst zu haben, solange ich noch nicht geheilt bin, obwohl ich bisher nicht von der Deliria befallen worden bin.Trotzdem mache ich mir Sorgen. Es heißt, die Liebe habe die Leute früher in den Wahnsinn getrieben. Das ist schon schlimm genug. Das Buch Psst berichtet aber auch von Menschen, die gestorben sind, weil sie die Liebe verloren oder nie gefunden haben. Und das macht mir am meisten Angst. Die gefährlichste aller Krankheiten. Sie endet auf jeden Fall tödlich, ob man sie hat oder nicht.

    Die Ausgangssituation ist Fans von Dystopien nicht gänzlich unbekannt: Die Hauptperson meint, ein zufriedenstellendes Leben in einer Gesellschaft zu führen, deren System angeblich nur zu ihrer Sicherheit dient (beispielsweise auch in "Die Auswahl" von Ally Condie). Auch in "Delirium" bestimmt das System, was das Beste für alle Beteiligten ist: In Lenas Welt ist Liebe eine gefährliche Krankheit, die wie Unkraut vernichtet werden muss, und um dieses Thema kreisen ihre Gedanken immer häufiger, bis sie beginnt zu hinterfragen, ob Liebe tatsächlich etwas so Schlechtes ist, wie alle sagen.

    Lauren Oliver hat sich bereits mit "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" vom ersten Kapitel an in mein Herz geschrieben. Im Vergleich fehlte mir bei "Delirium" ein gewisser Spannungsbogen; im mittleren Teil plätscherte die Handlung für meinen Geschmack ein wenig zu sehr vor sich hin, bis es zum Ende hin aber wieder spannender wird.

    Die Idee hinter "Delirium" ist jedoch sagenhaft, und besonders erwähnenswert ist der wunderbare Schreibstil der Autorin. Lauren Oliver hat nicht nur ein wahnsinnig einfallsreiches dystopisches Setting geschaffen, sondern erzählt die Geschichte auf eine Weise, von der viele andere nur träumen können. Ihre Worte schweben in der Luft, als würde die Autorin Sauerstoff einatmen und Poesie ausatmen. Lena ist ein völlig gewöhnliches Mädchen, das völlig zufrieden damit ist, das von der Regierung vorgeschriebene Leben zu leben. Eben jene gewöhnliche Protagonistin wird nicht auf künstlich aufgeblasene Weise zur Heldin gemacht; stattdessen zeigt Lauren Oliver glaubwürdig auf, wie in Lena die ersten Zweifel gesät werden, dann leise aufkeimen und immer lauter werden, obwohl sie sich dagegen wehren möchte.

    Den Ausgang der Geschichte fand ich etwas unbefriedigend, weil es sich so liest, als hätte die Autorin einfach noch etwas für die beiden Folgebände übrig lassen wollen. Und doch könnte ich die letzten Sätze immer wieder lesen, allein wegen der Art, mit welcher sie Worte zu Sätzen zusammenstrickt, die mir noch lange im Gedächtnis und im Herzen bleiben werden. 

  24. Cover des Buches Ugly – Pretty – Special 1: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht (ISBN: 9783551315878)
    Scott Westerfeld

    Ugly – Pretty – Special 1: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht

     (611)
    Aktuelle Rezension von: Gotje

    Inhalt: Tally Youngblood fiebert aufgeregt ihrem 16. Geburtstag entgegen. Denn dann steht die für jeden Bürger vorgesehene Schönheitsoperation an. Sie wird von einer Ugly zu einer Pretty, lebt im schillernden New Pretty Town und feiert jeden Abend rauschende Partys. Doch kurz vor ihrem Geburtstag trifft sie auf Shay, die ebenfalls bald 16 wird. Doch sie will sich der Operation nicht unterziehen, sie möchte nicht aussehen wie alle anderen und das auch noch von der Regierung vorgeschrieben. Stattdessen will sie fliehen - in die sagenumwobene Aussteiger-Stadt Smoke. Tally glaubt nicht, dass es diesen Ort, an den Uglies, die sich nicht operieren lassen wollen, flüchten, doch Shay ist fest überzeugt, die Reise anzutreten. Und schon bald merkt auch Tally, dass in ihrer Welt nicht alles so perfekt läuft, wie sie immer dachte. Denn durch Shay gerät sie mit einer Sonderbehörde aneinander, die sie vor eine schreckliche Wahl stellt.


    Meine Meinung: In diesem Roman wird eine sehr interessante Welt aufgezeigt, in der oberflächlich alles toll ist. Jeder ist glücklich, jeder hat die gleichen Rechte, niemand wird aufgrund seines Aussehens diskriminiert - denn schließlich sind alle hübsch! Doch hinter der Fassade zeigt sich im Verlauf des Buches ein grausames Bild, das die Welt der Hauptperson ins Wanken bringt.

    Tally war mir von Anfang an eher unsympathisch, was aber wohl auch so gewollt ist. Ständig fragt man sich, warum sie und alle anderen diesen ganzen Unsinn mit sich machen lassen, aber sie sind es eben seit Jahrhunderten so gewohnt - was einem als Leser schwer aufstößt, aber das Buch eben auch so interessant macht.

    Die einzige Sache, die mich gestört hat, liegt in der schnellen, fast schon übersprungenen Charakterentwicklung von Tally. Sie ist ihr Leben lang felsenfest vom Regierungskonzept überzeugt, sie wünscht sich nichts auf der Welt mehr, als endlich hübsch zu sein. Shay regt in ihr zwar Zweifel, aber dennoch möchte sie unbedingt zu den Pretties dazugehören - immerhin nimmt sie auch Dr. Cables "Angebot" an. Aber sobald sie in Smoke ankommt, scheint sie schlagartig ihre Meinung zu ändern. Schon nach einem Tag ist ihr der Ort unfassbar sympathisch und sie kann sich eigentlich nicht mehr vorstellen, ihn zu verraten. 

    Diese Entwicklung ging mir definitiv zu schnell und vor allem zu reibungslos. 

    Ansonsten fand ich das Buch aber sehr gut. Das Ende war zwar bereits einige Kapitel vorher absehbar, aber es war genau das Ende, das ich mir erhofft hatte, und macht definitiv Lust auf mehr.

    Alles in allem eine spannende Jugenddystopie, deren zweiten Band ich mir schnell ebenfalls zulegen werde.

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