Bücher mit dem Tag "überbevölkerung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "überbevölkerung" gekennzeichnet haben.

58 Bücher

  1. Cover des Buches Inferno - Filmbuchausgabe (ISBN: 9783404174317)
    Dan Brown

    Inferno - Filmbuchausgabe

     (1.497)
    Aktuelle Rezension von: BuecherwurmNZ

    Brown schafft eine außergewöhnliche, nachdenkliche und gut ausgearbeitete Geschichte. Zu Beginn baut er gleich Spannung auf. Am Ende der Kapitel bin ich immer gespannt, wie es weitergeht und mag das Buch gar nicht aus der Hand legen. Die Geschichte ist in der dritten Person aus Sicht Robert Langdons geschrieben. Jedoch geben einige Kapitel Einblicke in andere Perspektiven von Personen, die für die Geschichte unersetzlich sind. Auf diese Weise erhält der Leser ein paar ergänzende Informationen über die Situation, was die Spannung noch zusätzlich steigen lässt. Was diese Personen aber mit dem Rätsel zu tun haben und was das alles zu bedeuten hat, erfährt der Leser erst später. 

    Die Protagonisten Robert Langdon und Sienna Brooks waren mir gleich sympathisch. Die Gedanken Langdons sind durch den Kursivdruck klar von der Handlung abgegrenzt. Dan Browns Schreibstil ist leicht zu lesen und man fliegt regelrecht durch die Seiten. Durch die genauen Beschreibungen ist die Handlung leicht nachzuvollziehen, was durch die anschaulichen Vergleiche noch unterstützt wird:
     „Die Erinnerungen kehrten nur langsam zurück … wie Blasen, die aus den Tiefen eines bodenlosen Brunnens an die Oberfläche steigen.“

    Die Geschichte wirkt durch zahlreiche italienische Sätze realistischer. Trotzdem ist alles zu verstehen, weil die wichtigen Aussagen noch einmal übersetzt wiedergegeben werden. 

    Allerdings gibt es zu Beginn vieler Kapitel und auch zwischendurch eine lange Erklärung über Dante, ein Kunstwerk oder einen Raum. Einerseits sind einige Erläuterungen interessant und wichtig, um das Rätsel zu verstehen und zu lösen, andererseits kommen sie so oft vor und sind ausufernd, dass sie mich nervten und langweilten. So zieht sich das Buch in die Länge und durch diese Beschreibungen schreitet die Handlung nur schleppend voran.

    Was mir neben den ausufernden Beschreibungen des Umfelds und deren Gegenstände ebenfalls nicht gefiel ist, dass zu Ende zwei Dinge ungeklärt bleiben. Das eine ist nicht wichtig, um die Geschichte zu verstehen, allerdings hätte ich mir eine Erklärung gewünscht, um meine Neugierde zu stillen und da es für mich unerklärlich und ein bisschen weit hergeholt ist. Die andere Sache ist von Bedeutung und lässt für mich das Verhalten von Sienna Brooks gegen Ende des Buches unglaubwürdig erscheinen. Aus diesem Grund finde ich die Handlung um Sienna Brooks am Ende nicht so gut gelungen. 

    Fazit:

    Trotz zweier Unklarheiten und den manchmal zu langen Beschreibungen von Kunstwerken ist Dan Brown ein spannendes, außergewöhnliches und rasantes Meisterwerk gelungen, das zum Nachdenken anregt. "Inferno" ist von diesem Autor mein erstes Buch, aber nach diesem kann ich sagen, dass Brown definitiv ein sehr guter Schriftsteller mit besonderem Schreibstil ist. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen!

  2. Cover des Buches Noah (ISBN: 9783404178780)
    Sebastian Fitzek

    Noah

     (2.059)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Also, ich bin bislang noch nie so lange vor einem Buch von Sebastian Fitzek gesessen und wusste nicht um was es ging? Ausbruch der Malina Grippe? Überbevölkerung? Umweltkatastrophen? Fleischkonsum?

    Jetzt, wo ich das Buch beendet habe, muss ich sagen, es geht genau um alles davon. Dazu kommt Noah der seine Erinnerungen verloren hat.

    Ich muss sagen, ab dem Zeitpunkt wo ich wusste wo der Hase lang geht, hat mir das Buch sehr gut unterhalten. Obwohl ich das Thema Pandemie, Ausgangssperre und Quarantäne nichts mehr hören möchte. Fand es aber wirklich krass, dass dieses Buch schon ein paar Jahre auf den Buckel hat.

    Das Buch halt nach und bleibt mir definitiv im Gedächtnis! Empfehlung!

  3. Cover des Buches Scythe – Die Hüter des Todes (ISBN: 9783733503642)
    Neal Shusterman

    Scythe – Die Hüter des Todes

     (1.117)
    Aktuelle Rezension von: MissAlekto


    Scythe von Neal Shusterman ist ein fesselnder und spannender Roman, der den Leser in eine faszinierende, aber beängstigende Zukunft entführt. Der Gedanke, in einer Welt zu leben, in der die Menschen unsterblich geworden sind und die Bevölkerung durch eine Gruppe von Tötungsexperten reguliert wird, ist erschreckend und regt zum Nachdenken an.

    Das Buch zeichnet sich durch authentische und gut entwickelte Charaktere aus. Die beiden Hauptfiguren Citra und Rowan sind komplexe Persönlichkeiten, die sich in einer schwierigen Situation befinden und Entscheidungen treffen müssen, die ihr Leben und das Leben anderer beeinflussen. Die Leser können sich gut in ihre Lage hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen.

    Die Handlung des Buches ist gut durchdacht und bietet viele unerwartete Wendungen und Überraschungen, die den Leser auf Trab halten. Die Kombination aus einer düsteren Atmosphäre und einer starken Charakterentwicklung macht Scythe zu einem Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte.

    Insgesamt hat Scythe von Neal Shusterman einen starken Eindruck auf mich hinterlassen. Das Buch ist sehr gut geschrieben und bietet einzigartige Konzepte und Ideen. Es ist eine faszinierende Lektüre, die den Leser zum Nachdenken anregt und dabei eine spannende Geschichte erzählt. Ich würde das Buch jedem empfehlen, der gerne dystopische Romane liest und sich auf eine einzigartige Leseerfahrung einlassen möchte. 







  4. Cover des Buches Scythe – Der Zorn der Gerechten (ISBN: 9783733503659)
    Neal Shusterman

    Scythe – Der Zorn der Gerechten

     (632)
    Aktuelle Rezension von: baccata

    In diesem Band geht es viel mehr um den Thunderhead und seine Machenschaften. Ich hatte gehofft, mehr über das System und die Spaltung zwischen Thunderhead und Scythetum zu erfahren und wurde belohnt! 

    Anastasia und Marie sind hier großenteils die Hauptakteurinnen, obwohl Lucifer auch eine große Rolle spielt. In der Mitte zieht sich die Geschichte etwas, aber genau wie im ersten Teil ist das letzte Viertel wieder wahnsinnig Spannend.

    Ich habe tatsächlich erwartet, mehr über Lucifer zu lesen. Als dann der neue Charakter vorgestellt wurde, war ich erst etwas zwigespalten: Ich wollte doch wissen, wie es mit den anderen, alten Charakteren weiter geht....Nach und nach habe ich den Neuen aber lieben gelernt und seine Aufgabe und vor allem seine Wichtigkeit verstanden. Als er dann mit Marie und Anastasia zusammengeführt wird, ist mir erst das Ausmaß bewusst geworden. Die beiden sind in diesem Band am wichtigsten und die Entwicklung von Anastasia ist gut gelungen: Genau so habe ich mir sie für ihre Zukunft vorgestellt. 

    Das Scythetum wird sich enorm verändern, das war schon am Ende des ersten Bandes klar. Dass dieser Band so enden wird, wie er es tut, hat mich trotzdem umgehauen. Ich brauche unbedingt den Dritten!

  5. Cover des Buches Last Haven – Tödliche Geheimnisse (ISBN: 9783492500098)
    Lisbeth Jarosch

    Last Haven – Tödliche Geheimnisse

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Sakle88
    Inhalt:
    Last Haven ist der einzige Ort auf der Welt der Sicherheit und Lebensqualität bietet. Was vor über 200 Jahren als Projekt zur Lösung der Überbevölkerung der Erde gegründet wurde scheint heute gewaltige Risse zu bekommen. Die 18-jährige Aida hat einen Arbeitsunfall mit weitreichenden Folgen. Da sie ihre Tätigkeit nicht mehr aufnehmen kann, muss sie sich nun prüfen lassen. Sie muss ihren Wert unter Beweis stellen. Zum Glück bekommt sie Hilfe von unerwarteter Seite, um dies hinzubekommen. Denn Last Haven ist gnadenlos, wenn du deinen Beitrag nicht leisten kannst.

    Meine Meinung:
    Auch wenn auf dem Cover "Dystopischer Roman" drauf steht, habe ich zuerst an einen Krimi denken müssen. Nichtsdestotrotz finde ich das Cover schön. Es passt sehr gut zum Inhalt.
    Der Schreibstil ist flüssig zu lesen.
    Wir lesen aus der Ich-Perspektive in der Aida uns mit in ihre Welt nimmt.

    Last Haven sowie seine Stärken und Schwächen werden gut beschrieben. Nein natürlich hat Last Haven keine offensichtlichen Schwächen. Denn diese darf es gar nicht geben. Alles was zu schwach, alt oder kank ist, ist es nicht wert zu leben.

    Die Charaktere haben mir nicht alle gefallen. Aber so muss das auch!
    Doch Aida fand ich ganz gut dargestellt. Denn das Leben in Last Haven scheint perfekt und jeder hat seinen Platz. Aber Aida ist alles andere als perfekt. Durch einen Arbeitsunfall verliert sie eben diesen Platz und muss in einem neuen Bereich irgendwie reinpassen. Ihre Entwicklung finde ich wirklich toll. Anfangs noch freundlich und hilfsbereit wird sie nach und nach zickiger. Auch eine gewisse Droge trägt seinen Teil dazu bei, aber ich finde das ganz interessant.

    Die Spannung konnte sich in meinen Augen sehr gut halten und nimmt zum Schluss noch mal ordentlich Fahrt auf.
    Auch eine Art Liebesgeschichte finden wir hier. Doch es ist nicht so wie man es normalerweise kennt. Dies hat mir sehr gut gefallen, denn für so typische Liebesgeschichte oder Romanzen bin ich nicht gerade zu begeistern.

    Das Thema Überbevölkerung finde ich sehr gut auch wenn die Ansätze, um dies in den Griff zu bekommen moralisch nicht vertretbar sind ;)
    Aber so ein Projekt wie Last Haven ist nicht so abwegig. Was wäre wenn wir alle unseren Platz haben und das einzige was gilt, ist diesen so füllen wie es nötig ist? Was wäre wenn wir dann plötzlich krank werden?

    Fazit:
    Mir hat der Auftakt der Last Haven Trilogie sehr gut gefallen. Ich wurde fortgerissen und sehr gut unterhalten, daher gebe ich fünf Sterne und eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

    Vielen lieben  Dank an die Autorin Lisbeth Jarosch und an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar. 
    Dies hat keinen Einfluss auf meine ehrliche und persönliche Meinung!
  6. Cover des Buches Eine Billion Dollar (ISBN: 9783404192892)
    Andreas Eschbach

    Eine Billion Dollar

     (700)
    Aktuelle Rezension von: Kate_nte

    Ein Buch über Geld, Macht und die Frage macht Geld tatsächlich glücklich? Lassen sich damit alle Probleme dieser Welt lösen? Oder ist Reichtum das eigentliche Problem?

  7. Cover des Buches Cryptos (ISBN: 9783743200500)
    Ursula Poznanski

    Cryptos

     (379)
    Aktuelle Rezension von: erdbeerliebe.

    Inhalt: Jana ist Weltendesignerin einer Welt, die nicht mehr wirklich bewohnbar ist, aber es tausende von Welten gibt in denen man sich virtuell verlieren kann. Sie mag ihren Job und ist gut darin - auch wenn die Konkurrenz groß ist. Doch dann wird sie ohne es zu wollen in ein Komplott verstrickt von dem sie nicht mal eine vage Ahnung hatte..


    Rezension: Wie immer schafft es Ursula Poznanski mich sofort für das Setting des Buches zu begeistern. Die Stimmung im Buch anfangs heiter doch bald begreife ich als Leserin, wie düster die Welt doch ist, in der Jana lebt: Die Menschen vergnügen sich lieber in ihren virtuellen Kapseln als dass sie noch etwas für die Rettung ihres Planeten unternehmen, die Verlockungen sind einfach zu groß und zu angenehm.

    Der Plot ist, bis auf den letzten Teil, durchwegs spannend für mich gewesen und nie wirklich vorhersehbar. Doch leider habe ich einen großen Kritikpunkt: Jana selbst. Die Protagonstin des Romans hat mitten im Buch eine gefühlte 180 Grad Wendung und wird auf einmal hoch politisch aktiv, dabei schien sie vorher hauptsächlich durch ihren Beruf charakterisiert und nicht besonders interessiert an Politik. Auch ihr Charakter selbst ist sehr blass - weder wird ihr sozialleben außerhalb ihres Jobs als Designerin genauer beleuchtet noch ihre anderen Hobbies und Interessen. Die anderen Charaktere sind unterhaltsam, aber stets recht einseitig und natürlich gibts irgendwo auch eine kleine hetero Romanze.

    Die Auflösung des Romans ist mir auch zu einfach und kommt etwas dröge daher. Ohne zu viel zu verraten hatte ich den Eindruck, dass hier einfach ein schnelles Ende gefunden werden sollte.

  8. Cover des Buches Last Haven – Die Liga der Mutigen (ISBN: 9783492501712)
    Lisbeth Jarosch

    Last Haven – Die Liga der Mutigen

     (25)
    Aktuelle Rezension von: tintenwelt

    Ich habe mich nach dem ersten Teil sehr auf dieses Buch gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht. 

    Es ist ein Buch, was eine gesamte Fassette aufbietet. 

    Ich habe es sehr geliebt und empfehle es wirklich weiter. 

  9. Cover des Buches Planetenwanderer (ISBN: 9783453317567)
    George R. R. Martin

    Planetenwanderer

     (90)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Daneben, dass Haviland Tuf Raumschiffpilot, ehemaliger Händler und Katzenliebhaber ist, nebenbei auch noch vernünftigerweise keine toten Tiere verspeist, gibt es auch Verfolgungsjagden, bewaffnete Raumschiffe, zerststörte Planeten und was alles zur SF-Literatur so gehört.
    Auf jeden Fall denen sehr zu empfehlen, die gescheite und kuriose Abenteuer lieben, egal ob sie im All oder unter Wasser stattfinden.

  10. Cover des Buches Blauer Tod (ISBN: 9783945313954)
    Ute Bareiss

    Blauer Tod

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Weigel

    Auch im dritten Teil um den Meeresbiologen Alex Martin geht es hoch her.


    Alex der gerade eine wirklich schwere Zeit durchmacht, kommt die Anfrage von Karl sehr gelegen. Er wird mit Karl, Walter und noch einigen anderen in einer Spezialeinheit zusammenarbeiten. Doch bevor es losgeht, müssen er und die anderen neuen in ein Trainingslager. Denn für diesen  verdeckten Auftrag müssen sie auf alles vorbereitet sein.


    Ein Flugzeug mit einer tödlicher Fracht verschwindet plötzlich vom Radar, verstümmelte Delfine werden gefunden, Wissenschaftler werden entführt. Was hat es mit all diesen Geschehnissen auf sich ? Nach und nach zeigt sich das sie es mit einer Verschwörung globalen Ausmaßes zu tun haben, und mit Gegnern die vor nichts zurückschrecken. Nicht nur die Bedrohung von außen macht dem Team zu schaffen, denn unter ihnen muss sich ein Maulwurf befinden.


    Alex hat es mir schon seit dem ersten Teil voll angetan. Ich mag seine Art und wie er die Dinge angeht. Wenn er ein Unrecht auf der Welt sieht muss er handeln, ungeachtet der Konsequenzen. 


    Ich dachte wirklich das die Spannung der ersten beiden Teile nicht mehr zu toppen sind, doch da habe ich mich getäuscht. Ute Bareiss hat hier nochmal eine Schippe drauf gelegt. Dieser Fall ist hoch dramatisch mit einigen Wendungen, und einem Ende das mich trotz allem miträtseln sehr überrascht hat.


    Richtig fasziniert haben mich die Unterwasser Beschreibungen, und die Schiffsmanöver. Hier merkt man das die Autorin Weltumseglerin ist. Das sie diese Dinge selber gesehen, und erlebt hat. Deshalb sind die Beschreibungen derart bildlich. Es ist ein Genuss die Kulisse durch ihre Augen zu sehen.


    Ute Bareiss ist ein Garant für Spannung und Action.


    Ein hochdramatischer, Aktionenreicher Thriller der mich völlig in Atem gehalten hat.


    Von mir gibt es 5 ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung! 

  11. Cover des Buches Freiheit (ISBN: 9783499252549)
    Jonathan Franzen

    Freiheit

     (270)
    Aktuelle Rezension von: KarenAydin

    Mein erster Franzen. Bislang habe ich um diesen Autor etwas einen Bogen gemacht, die Stichworte Realismus, Gesellschaftskritik und amerikanische Politik hatten mich etwas abgeschreckt, aber ich bin sehr froh, dass ich die Lektüre durchgehalten habe, weil dies ein lohnenswerter und in einigen Teilen auch erstaunlich unterhaltsamer Roman ist. Einen Punkt muss ich dennoch abziehen, weil die Geschichte schon etwas vor sich hinpläscherte. 200 Seiten weniger und er wäre vermutlich perfekt gewesen. 

    Doch worum geht es eigentlich? 

    Der Roman verfolgt die Geschichte von Walter und Patty Berglund sowie ihrer beiden Kinder Jessica und Joey, einer bürgerlichen Mittelschichtsfamilie, über mehr als 30 Jahre, von den 1960ern bis in die 2000er Jahre. Patty, in ihrer Jugend eine erfolgreiche Basketballspielerin, entscheidet sich gegen den aufregenden Musiker Richard und für den Langweiler Walter – Gutmensch, Feminist und Umweltschützer, dessen großes Ziel es ist, ein Naturreservat für den Pappelwaldsänger zu errichten.

    Mein Leseeindruck

    Ich kann den unzähligen Rezensionen nichts hinzufügen außer meinem sehr persönlichen Leseeindruck. Es stimmt, dass ich zu Beginn etwas Mühe hatte, in die Geschichte hineinzufinden, Franzen erzählt minutiös, kleinteilig und oft auch in Exkursen, abschweifend. Ich musste mich etwas darauf einstellen, bevor ich Spaß daran gefunden hatte. Das lag dann einfach auch daran, dass der Roman sprachlich unglaublich schön ist. So eben auch über Passagen hinweg, die ich nicht so interessant fand. Die Passagen, die sich mit dem Sexleben auseinandersetzten, hatten etwas von Elternsex, also hochnotpeinlich und absolut unerotisch. So soll es aber sein, wenn Franzen den Effekt kreieren möchte, so kann er das natürlich. Auch der Sex ist realistisch und wenig idealistisch. Ebenso wie Ekel. Wer den Roman gelesen hat, wird sich vermutlich an die Szene mit dem Ehering erinnern – ich werde sie sicher nicht so schnell vergessen.

    Es werden so viele Themen aus so unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, ich nenne nur Umweltschutz, Überbevölkerung und den Irakkrieg als Beispiele, dass ich denke, dass dieser Roman in hundert Jahren ein wichtiges Dokument dafür sein wird, wie Menschen in den frühen 2000ern über diese Themen gedacht haben. Und da dann zu recht vielleicht auch Schullektüre. Die Dialoge sind eine ganz klare Stärke von Franzen. Neben seiner Beobachtungsgabe und der recht spitzen, nur leicht überzeichneten Beschreibung von Menschen, zum Beispiel der Nachbarn, von denen zwei „…mit ihren gerahmten Promotionsurkunden an der Wand für sich selbst leben.“ Da ich auch so jemanden kenne, musste ich herzlich lachen.

    Empfand ich zu Beginn des Romans alle Charaktere als höchst unsympathisch (sie sind eben recht realistisch gezeichnet, es gibt keine Helden und Schurken), so muss ich zum Ende hin mit einer der Figuren ausrufen: „Ich bin Walter-Fan“. Walter ist zielgerichtet, kämpft für seine Ideale, manchmal auch mit etwas unlauteren Mitteln (Stichwort Nachbarskatze), aber niemals unsympathisch. Ich konnte mich zwar nicht wirklich mit ihm identifizieren, aber mit ihm sympathisieren. Und das machte für mich nochmal einen wichtigen Punkt aus.

    Also für wen ist dieser Roman etwas?

    Für jeden, der sich auf die Geschichte einer amerikanischen Familie einlassen möchte, die zwischen unterschiedlichen Werten schwankt, die ungewöhnlich und individuell ist, bei der man aber gleichzeitig das Gefühl hat, einer typischen amerikanischen Familie zu begegnen, neben der man wohnen könnte. Für jeden, der bereit ist, sich auf diesen etwas epischen Stil einzulassen.  

    Für wen ist dieser Roman nichts? 

    Für alle diejenigen, die mit dieser Art von Realismus nichts anfangen können. Die Konflikte sind reale Konflikte, die in jeder Familie vorkommen können. Es passiert nichts so Aufregendes, das man anzweifeln könnte, dass es sich so zutragen könnte. Zudem ist er sicher auch nichts für Actionfreunde. Und natürlich nicht für Menschen, die sich für die amerikanische Kultur und Politik nicht interessieren. Dafür ist der Roman zu politisch.

  12. Cover des Buches Last Haven – Über alle Grenzen (ISBN: 9783492502276)
    Lisbeth Jarosch

    Last Haven – Über alle Grenzen

     (19)
    Aktuelle Rezension von: 0Soraya0

    Zum Inhalt (Klappentext):
    Mit der Liga der Mutigen ist auch der Widerstand gegen den neuen, sozialen Kurs Last Havens gestorben. Doch die Vereinigung mit dem Nachbarland God’s Acres führt zu anderen Problemen. Gegenseitiges Misstrauen spaltet die Bevölkerung. Aida und ihre Freunde haben alle Mühe, unter diesen Umständen ein neues Militär auf die Beine zu stellen. Dabei stehen sie unter höchstem Druck. Denn überall herrscht der Hunger und treibt die Menschen zu Verzweiflungstaten. Im Angesicht der Katastrophe gibt es etwas, was sie alle miteinander verbindet: den Wunsch, zu überleben. 

    Meine Meinung:
    Bei "Über alle Grenzen" handelt es sich um den Abschlussband der Trilogie um Last Haven. Damit man wirklich alle Zusammenhänge versteht, sollte man die Reihenfolge unbedingt einhalten.
    Wie schon bei den anderen Teilen ist man wirklich schnell wieder Mitten im Geschehen und kann komplett in der Geschichte abtauchen. Das liegt mit an dem sehr angenehm zu lesenden Schreibstil von Lisbeth Jarosch. Aber natürlich auch an den liebgewonnenen Charakteren.
    Auch diesmal wird die vergangene Handlung geschickt aufgenommen und weiter gesponnen, so dass ein wirklich spannendes und actionreiches Ende der Trilogie entsteht. Zwischendurch gibt es allerdings immer mal wieder kleine Längen, die man evtl. etwas geschickter hätte lösen können.
    Wobei mir persönlich das Ende dann doch etwas zu offen gestaltet ist.

    Fazit:
    Ein aufregendes und im Großen und Ganzen gelungenes Ende der Last Haven Trilogie.

  13. Cover des Buches Wenn das Schlachten vorbei ist (ISBN: 9783423216258)
    T. C. Boyle

    Wenn das Schlachten vorbei ist

     (111)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Der von vielen Kritikern angekündigte «furiose» Roman war das aus meiner Sicht nicht. Boyle kann fantastisch schreiben, keine Frage! Er verschachtelt viele Sätze, aber das mag ich durchaus, zumal sie auch beim Punkt noch Sinn ergeben.

    Nur leider plätschert die Geschichte, trotz der vielen Perspektiv- und Zeitwechsel enorm dahin. Teilweise kommt eine Form von fast greifbarer Spannung auf, nur um zügig wieder zu versanden. Ich habe bis zur letzten Seite auf einen Knall gewartet, darauf, dass etwas passiert, womit ich nicht gerechnet hätte. Vielleicht war meine Erwartungshaltung auch eine andere, denn das Buch ist kein Öko-Thriller, sondern eine Erzählung, eine Geschichte, wie sie realistischer kaum sein könnte. Mir fehlte das Besondere. Das Buch lässt mich mit gespaltenen Gefühlen zurück, denn das Thema an sich bietet viel Potenzial zum Nachdenken oder eben für einen Roman. Aber irgendwie wurde das hier nicht genutzt.

  14. Cover des Buches Die Saat (ISBN: 9783404164110)
    Fran Ray

    Die Saat

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Auf grausame Art und Weise wird ein bekannter Wissenschaftler hingerichtet. Die Pariser Polizei ist ratlos und es gibt viele Spuren. Ethan ist Autor und seine Welt wird erschüttert, als er seine Frau tot auffindet. Selbstmord? Er kann es nicht glauben und er findet Spuren zu einer Umweltorganisation und plötzlich kann er niemand mehr trauen. Henrik ist Medizinstudent in Uganda und wundert sich um die merkwürdigen Todesfälle und beginnt selbst Nachforschungen anzustellen und entdeckt furchtbares. Zur gleichen Zeit befragt eine Journalistin eine Umweltaktivistin im Gefängnis von Rouen zu ihren Hintergründen und wird mit dem einer globalen Katastrophe konfrontiert. Was ist dran an der Sache?

    Ein atemloser und beklemmender Thriller der wie ein Sog wirkt und den man nicht mehr aus der Hand legen kann und überall sieht man Feinde.

  15. Cover des Buches Die Fugen einer Stadt (ISBN: 9783957770806)
    Benjamin Blizz

    Die Fugen einer Stadt

     (37)
    Aktuelle Rezension von: LaurenceHorn
    Zum Inhalt:

    Den Klappentext kann wie immer jeder selbst lesen. Nur soviel sei gesagt:
    "Du hast zehn Tage Zeit, die Welt zu retten, bevor ich sie zertrete mit allem Gewürm darauf. Zehn Tage und Nächte gebe ich Dir, Dir alleine, um die Welt zu retten. Nutze sie oder vergehe zusammen mit allen anderen Deiner Art."

    Das dumme an der Sache ist nur, dass Gott diese Botschaft jedem Bewohner auf der Erde mit auf den Weg gibt. Und schon beginnt der Schlamassel. Der Mensch tut das, was er am besten kann. Zerstören. Denn jeder ist als alleiniger Retter auserkoren und jeder sieht den Grund für Gottes Zorn woanders. Innerhalb von Minuten brechen sämtliche Regierungen, Ordnungssysteme sowie alle religiösen Organe zusammen. Jegliche Hierarchie wird ausgelöscht. Doch das ist erst der Anfang der Apokalypse. Doch keine Angst, sie dauert nur zehn Tage …

    Das Buch:
    Bernhard Giersche schickt uns nicht einen Retter der Welt, nein er schickt uns sieben Milliarden Retter. Denn jeder Mensch erhält die gleiche Botschaft.
    Und damit sind wir schon beim besonderen dieses Buches.
    Im weiteren Verlauf begleitet der Leser die Schicksale von mehreren Personen: allen voran der Ich-Erzähler, die blinde Brigitta (Becki), Fred, der aggressive Psychopath, das Model Evelyn und der Banker Laurenz Beck, der sich als selbsternannter Messias sieht und der die Rettung der Menschheit in der Opferung derselben vollzieht. (Mit Ausnahme der eigenen Jünger natürlich.)
    Bernhard Giersche gelingt ein erschreckender Blick in die Abgründe der menschlichen Seele. Die Charaktere sind Authentisch und gekonnt werden ihre Schicksale miteinander verwoben. Schön finde ich das Setting, das mit Kiel, Hamburg, Fehmarn und eben Norddeutschland gewählt wurde. Das merkt man auch deutlich am Sprachgebrauch.

    Sehr gut gefallen haben mir die Sprüche am Anfang eines jeden Kapitels (Zitate, Weisheiten und Textauszüge von Liedern und aus Bibel, Koran usw.).

    Fazit:
    Ein spannendes Buch, welches völlig anders ist, als man es erwartet und welches wirklich zum Nachdenken anregt.
    Denn: Wo stehen wir mit unserer Umwelt, den Ressourcen, der Ausbeutung?
    Wann fällt unser letztes Sandkorn?
    Und noch interessanter: Wird es dann einen elften Tag geben?

    Wer nicht so lange warten will, bis das letzte Sandkorn fällt, der sollte dieses Buch lesen.
    Wenn es dann soweit ist, könnte man es besser machen als die meisten der sieben Milliarden Menschen in diesem Buch. Vielleicht mit etwas mehr Menschlichkeit?
  16. Cover des Buches Der neunte Arm des Oktopus (ISBN: 9783404185429)
    Dirk Rossmann

    Der neunte Arm des Oktopus

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Bei einer Bekannten habe ich das Buch liegen sehen, sie hat es geschenkt bekommen und ich habe es gelesen. Es wird viel hinein gepackt mit Klimawandel und Umweltsünden auch viel Aktuelles und relevantes. Es wird als Thriller beworben, aber damit hat es nichts zu tun. Ich fand es sowas von schlecht geschrieben und so fad und langatmig, dass es kaum zu ertrgen ist. Wäre Herr Rossmann irgendein Herr Müller, hätte das Buch sicherlich nie den Weg zu einem großen Verlag gefunden, wenn überhaupt. Aber so hat man ja eine breite Plattform und sieht ja auch die Werbung in jedem Rossmann und dies schon sehr lästig und penetrant. Finger weg.

  17. Cover des Buches Noah (ISBN: 9783785751923)
    Sebastian Fitzek

    Noah

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Noah, ein Obdachloser ohne Gedächtnis. Seinen Namen kennt er nur, weil dieser in seinen Handballen tätowiert ist. Doch was kann Noah über seine Vergangenheit herausfinden …

    Stil:
    Ich liebe die Stimme von Simon Jäger und die war es auch, warum ich Noah hören wollte. Denn Sebastian Fitzek und ich, dass läuft meistens nicht so gut und leider hat auch Noah dies wieder bestätigt. Die Geschichte fängt spannend an, durch Jägers Stimme absolut atmosphärisch und fesselnd! Bedauerlicherweise werden dann ziemlich viele Klischees aufgetischt, künstliche Spuren gelegt – die sich nachher dann als absolut falsch herausstellen und Spannungsbögen gespannt, welche dann verpuffen. Es ist also enttäuschenderweise, wie so oft bei den Geschichten von Fitzek, viel drumherum, was dann später nicht oder haarsträubend aufgelöst wird. Leute verschwinden und tauchen dann im richtigen Moment auf. Perfekte Vorbereitung für XY geht schief und absolute Planlosigkeit geht auf. Das ist Masche und langweilig bis ärgerlich!

    Einzig die Sache mit der Pandemie – es gut um einen tödlichen Infekt, welcher die Menschheit heimsucht – hat mir in gewissem Maße gefallen, denn in dieser Situation stecken wir auch gerade. Die Medien bauschen vieles auf, verdrehen Zahlen, verunsichern, steuern Hysterien und Panik und im Endeffekt wissen nur wenige, wie es wirklich ist. Daher gibt es für die Geschichte um Krankheit, Medien und Machtmissbrauch noch Positives zu erwähnen.

    Charaktere:
    Sie sind alle in ihren Rollen und entwickeln teilweise Superkräfte, die Figuren wirken einfach nicht real und damit nicht greifbar.

    Cover:
    Das Cover passt zur Geschichte. Ein Name auf einer Hand, der Rest ist nicht vorhanden und muss – mühsam – erarbeitet werden.

    Fazit:
    Simon Jäger überzeugt mit seiner Stimme und rettet die Geschichte auf 3 Sterne – man kann sie gut hören. Der Inhalt ist eher aus einer Trickkiste und wirkt absolut konstruiert. Eine Lese/Hörempfehlung spreche ich daher nur an Fans von Sebastian Fitzek aus und an Hörer, welche Simon Jägers Stimme mögen.

  18. Cover des Buches Future (ISBN: 9783453317581)
    Dmitry Glukhovsky

    Future

     (40)
    Aktuelle Rezension von: bookish_autumn
    Das Leben in Europa, so wie wir es kennen, existiert in der Zukunft nicht mehr. Der Kontinent ist zu einer einzigen großen Stadt  zusammengewachsen, die maßlos überbevölkert ist. Der Mensch hat es nämlich geschafft, den Tod zu übergehen. Wohnraum ist in der gigantischen Metropole so gut wie gar nicht mehr vorhanden - einzige Möglichkeit: Wohntürme, die in den Himmel ragen. In den oberen Stockwerken leben die Reichen und Mächtigen, während die Mehrheit in den unternen Ebenen ihr Dasein fristet. Auch wenn die Menschen ewig jung und gesund bleiben, haben einige den Wunsch Nachwuchs zu bekommen. Doch dieser ist streng reglementiert und der Preis dafür ist hoch - das Leben eines Elternteils gegen das des Kindes. 
    In dieser Zukunft lebt Jan Nachtigall, Mitglied einer Sondereinheit des Sicherheitsministeriums, die über die Einhaltung der Fortpflanzungsgesetze wacht. Seine Aufgabe besteht darin illegale Kinder und nicht gemeldete Schwangerschaften aufzuspüren. Eines Tages bekommt er einen Sonderauftrag, der als Sprungbrett für seine Karriere dient. Doch leider läuft die Mission nicht nach Plan und Jan ist kurz darauf selbst auf der Flucht...

    Der Klappentext klingt interessant und hat mehr versprochen als gehalten. Der Protagonist Jan Nachtigall ist gewalttätig, vulgär und äußerst unsympathisch. Viele seine Entscheidungen sind fragwürdig, da er sich selbst oft widerspricht. Die Szene, in der die Kirche als Bordell missbraucht wird, ist für mich ein absolutes No-Go.
    Der Schreibstil des Autors ist flüssig und man kommt schnell voran, wenn man sich motivieren kann weiterzulesen. Viele Textpassagen werden öfters wiederholt und streckenweise ist der Roman langatmig. Die Geschichte hätte man ohne Bedenken um paar hundert Seiten kürzen können.

    Die Erwartungen an das Buch waren hoch, allerdings wurde ich bitter enttäuscht.
  19. Cover des Buches Inferno (ISBN: 9781846573811)
    Dan Brown

    Inferno

     (52)
    Aktuelle Rezension von: JourneyGirl

    Wahnsinnig spannend und eine absolute Empfehlung! Gerade, dass es in verschiedenen Städten spielt, die ich fast alle schon besucht habe, ist interessant und regt mein Kopfkino an! 

  20. Cover des Buches Der Pakt (ISBN: 9783827052636)
    Gemma Malley

    Der Pakt

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Sweetybeanie

    Inhalt: Anna ist "Überschuss". Da die Menschen mittlerweile durch das Medikament "LL Vital" unendlich lange leben können, dürfen keine Kinder mehr geboren werden. Doch nicht alle Menschen halten sich an den Pakt, den sie jeweils im Alter von 16 Jahren unterzeichnet haben. Annas Eltern haben gegen den Pakt verstoßen und Anna bekommen. Doch Anna wurde von den "Fängern" geschnappt und verbringt nun ihr Leben in einem "Überschuss-Heim", wo sie lernt, eine demütige Überschüssige zu sein und den "Legalen" zu dienen. Das Leben im Heim ist von Gewalt und Demütigungen geprägt. Den dort lebenden Kinder und Jugendlichen wird suggeriert, dass sie den Legalen die Ressourcen stehlen und ihnen keinerlei Rechte im Leben zustehen. Schließlich sind sie illegal. 

    Anna hat sich mit ihrem Schicksal abgefunden und ist mittlerweile zur Saalaufsicht im Heim aufgestiegen und hofft, bald als Hausmädchen außerhalb des Heimes beschäftigt zu werden. Eines Tage kommt jedoch ein 15jähriger Junge namens Peter ins Heim. Er hat eine Nachricht von Annas Eltern für sie und überredet Anna zur Flucht....

    Meine Meinung: Was für ein Buch! Und was für eine schreckliche Vorstellung. Eine Welt ohne junge Menschen. Der Roman hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich habe ihn in einem Rutsch ausgelesen. Eine  sehr spannende und erschreckende Geschichte!

  21. Cover des Buches Zehn Milliarden (ISBN: 9783518470848)
    Stephen Emmott

    Zehn Milliarden

     (23)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick


     

    „Das kennen wir doch alles und die Zahlen sind seit langem bekannt“, werden die sagen, die schon immer alles wussten und es auf irgendeine Art geschafft haben, dieses Wissen über den Zustand unseres Planeten mit ihrem alltäglichen Leben in Einklang zu bringen. Doch das ist nur eine Art von Verdrängung. Denn die nackten Zahlen und vor allen Dingen die meist exponentiellen Kurven und Schaubilder, die Stephen Emmott in seinem ungewöhnlichen Buch benennt, sprechen eine andere, eine deutliche Sprache.

     

    Es ist der dramatische Anstieg der Weltbevölkerung noch in diesem Jahrhundert, der die Welt an den Abgrund und darüber hinaus führen wird. Auch alle möglichen neuen und alternativen Energien und Technologien werden da nicht weiterführen.

     

    „Wenn wir eine globale Katastrophe verhindern wollen, müssen wir irgendetwas Radikales tun – und ich meine wirklich tun. Aber ich glaube nicht, dass wir das machen werden. Ich glaube, wir sind nicht mehr zu retten.“

     

    Was das sein könnte, was wir „wirklich tun“ könnten, sollten müssten – darüber schweigt Stephen Emmott. Vielleicht, weil er es auch nicht weiß. Das Ende des Buches ist erschütternd. Er erzählt, dass er einem der klügsten und nüchternsten Forscher in seinem Labor die Frage gestellt habe, welche einzige Sache er in einer solchen Situation tun würde. Und er antwortete:

    „Ich würde meinem Sohn beibringen, wie man mit einem Gewehr umgeht.“

     

    Wollen wir in einer solchen Welt leben?

  22. Cover des Buches Inferno (ISBN: 9780593075005)
    Dan Brown

    Inferno

     (64)
    Aktuelle Rezension von: °bluemoon°
    Das Buch "Inferno" von Dan Brown handelt wieder von Robert Langdon, dem berühmten Symbolologen.
    Dieses Mal wacht er in einem Krankenhaus auf einem anderen Kontinent auf, nachdem er einen Kopfschuss erlitten hat und an einer Amnesie leidet. Nicht, dass das schon schlimm genug wäre, nein, es scheint auch noch, als haben es sich einige Leute in den Kopf gesetzt, ihn umzubringen. So flüchtet er gemeinsam mit der Ärztin Sienna Brooks durch Florenz und versucht zum einen, Hinweise für seine missliche Lage und seine verlorenen Erinnerungen zu finden, zum anderen hat er ein verunstaltetes Bildnis von Botticellis Mappa dell'Inferno, dessen Rätsel er ergründen möchte.

    Da er als Professor dieses Fachgebiets immer weitere und immer neue Teile des Rätsel lösen kann, kommt so auch die Geschichte immer weiter in Fahrt und ein schreckliches Ereignis für die ganze Weltbevölkerung zeichnet sich ab....

    Ein äußerst spannender Roman mit einem Ende, dass echt gewaltig ist. Ich bin wirklich gespannt, wie Dan Brown dies in seinen weiteren Robert Langdon-Romanen weiterentwickeln möchte. Dieser Roman hier hat sich auf jeden Fall seine fünf Sterne gesichert.
  23. Cover des Buches The Declaration (ISBN: 9781408836880)
    Gemma Malley

    The Declaration

     (26)
    Aktuelle Rezension von: SolarisAmaterasu
    Kapitelanzahl: 27
    Seitenanzahl: 320
    Erscheinungsdatum: Mai 2008
    ISBN: 978-1-59990-295-1

    Weitere Bücher: The Resistance (Der Widerstand), The Legacy

    Cover:

    Es gibt, denke ich, drei verschiedene Cover. Am Ansprechendsten fand ich das Cover mit dem roten Schmetterling, dem schwarzen Hintergrund und der weißen Schrift. Das deutsche Cover finde ich ehrlich gesagt ein wenig langweilig.

    Blerp:

    In the year 2140, it is illegal to be young. Children are all but extinct. The world is a better place.

    Longevity drugs are a fountain of youth. Sign the Declaration, agree not to have children and you too can live forever. Refuse, and you will live as an outcast. For the children born outside the law, it only gets worse - Surplus status.
    Not everyone thinks Longevity is a good thing, but you'd better be clear what side you're on. Surplus Anna is about to find out what happens when you can't decide wheter you should cheat the law or cheat death.

    Klappentext:

    Anna kennt weder den Himmel noch das Leben hinter den Mauern des Überschuss-Heims. Doch Peter macht ihr klar, dass Schmetterlinge auch mal fliegen müssen. Anna ist Überschuss. Sie lebt in dem Heim "Grange Hall", um die Sünde, die ihre Eltern begangen haben, indem sie sie zeugten, durch Fleiß und Disziplin wiedergutzumachen. Kinder zu bekommen ist laut dem Pakt von 2080 verboten. Doch Annas Eltern haben sich nicht daran gehalten. Deshalb hasst Anna sie und bemüht sich, eine nützliche Dienerin zu sein - das ist immer noch besser, als eingeschläfert zu werden. Dann kommt ein neuer Überschuss hinzu: Peter. Er ist anders - rebellisch und unerschrocken. Und er kennt Annas Eltern und Annas schmetterlingsförmiges Muttermal. Sie will nichts mit ihm zu tun haben, doch er ist hartnäckig [...]

    Note: Ich habe die letzten Sätze des deutschen Klappentextes entfernt, da sie meiner Meinung nach zu weit vorgreifen.

    Charaktere:

    Außer Sheila, Julia und Peter mochte ich keinen der Charaktere.

    Anna ist Überschuss. Sie hält sich an die Regeln und tut was ihr gesagt wird, denn sie will einmal eine nützliche Dienerin sein. Sie bricht nie eine Regel und hinterfragt nicht was die Lehrer ihr beibringen und ist der Meinung, dass Peter sich fügen sollte.

    Peter ist ein Rebell von Natur aus und sagt Anna immer wieder, dass sie einen Nachnamen hat. Er legt sich absichtlich mit allen und jedem an und nimmt dafür auch gerne Schläge in Kauf. Er hat ein reines Herz und bleibt auf seinem Weg, obwohl er von Anna abgewiesen wird.

    Mrs Pincent ist die Leiterin von Grange Hall, einem Ort an den alle die den Titel Überschuss tragen hinkommen. Sie ist eine kalte Frau und labt sich an dem was sie den Kindern und Jugendlichen antut.

    Sheila hat eine starke Persönlichkeit und wünscht sich nichts weiter als aus Grange Hall hinaus zu kommen. Obwohl jeder ihr sagt, dass ihre Eltern sie hassen, glaubt sie kein einziges Wort davon und versucht Anna zu überzeugen, dass sie kein Überschuss ist.

    Mr. and Mrs Covey sind die Eltern von Anna und lieben sie aus ganzem Herzen.

    Julia ist eine Unsterbliche mit edlen Prinzipien und einem guten Herz, die Anna kennen gelernt hat. Anders als die meisten in ihrem Alter, hat sie keine Angst vor den Jugendlichen, sondern findet es schade, dass so viele ihr Dasein an Orten wie Grange Hall fristen müssen.

    Gestaltung:

    Ich finde, sobald man ein paar Vokabeln kann, ist es ein leichtes dem Text zu folgen. Vieles ergibt sich aus dem Kontext, weswegen ich es für solche, die ein etwas anspruchsvollere Lektüre bevorzugen, empfehlen kann.
    Die Geschichte an sich ist ziemlich fad und eintönig. Es gibt nur einen möglichen Handlungsverlauf und es gibt nicht so etwas wie einen Plan B, sondern Plan A ist immer der, der ausgeführt werden muss. Es ist vorhersehbar was passiert und die Handlung könnte auch in einem Dorf stattfinden (aufgrund von Entwicklungen später im Buch), aber nicht auf der ganzen Welt.
    Für meinen Geschmack gab es zu viele Zufälle und die gesamte Geschichte verläuft zu einfach, ohne ein wirkliches Hindernis, das sich in den Weg der Protagonisten stellt, oder diesen auch einmal blockiert.
    Es gab auch ein oder zwei Plotholes, bei denen nicht nachvollziehbar war, warum die Personen genau so handelten, oder warum die angebotene Lösung des Problems am Ende so ohne weiteres geklappt hat, obwohl Seiten davor in eine andere Richtung erzählt wurde. Für diejenigen die es wissen wollen: Ihr könnt mich diesbezüglich gerne anschreiben.
    ABER der Grund warum dieses Buch gut ist, liegt nicht an dem Storytelling der Autorin, sondern an dem Hintergrundgedanken und wie sie verpackt sind: Was wäre wenn jeder ewig leben könnte? Welche Probleme würden auftreten? ... Denn das ist der Autorin wirklich einmalig gelungen.
    Nicht die Textstellen aus Annas Sicht waren interessant, sondern die aus den Sichten der anderen Charaktere. Man hat einen Einblick in das Leben der Einzelnen bekommen und das war es, was das Buch um so vieles bereichert hat.
    Auch wenn man im Bereich der Geschichtserzählung noch einiges tun hätte können um es ansprechender, spannender oder interessanter zu machen, so hat die Autorin definitiv verstanden, die Nachricht die sie ihren Lesern geben will, so zu verpacken, dass sie auch super ankommt.
    Obwohl es nicht so herüberkommt, da ich einiges an der Geschichte auszusetzen hatte, habe ich das Lesen doch genossen.

    Fazit:

    Dieses Buch hat mir wenig gefallen, was nicht daran lag, dass ich es auf Englisch gelesen habe. Es ging nicht um die Welt in der Anna lebt, sondern einzig und allein um den Hintergrund des Buches, also was passieren würde, wenn ein Unsterblichkeitsserum erzeugt werden würde. Darunter leidet auch die Geschichte. Der Verlauf ist viel zu einfach, wodurch die Spannung oft weggenommen wird.
  24. Cover des Buches Das Geheimnis der Covevirol-Höhle (ISBN: 9783981470819)
    Janus Junavorg

    Das Geheimnis der Covevirol-Höhle

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Viele interessante Ansetze, wie wir Menschen wirklich einiges auf dieser Welt verbessern könnten. Sehr spannend geschrieben.

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