Bücher mit dem Tag "transsexualität"

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74 Bücher

  1. Cover des Buches Rachewinter (ISBN: 9783442486557)
    Andreas Gruber

    Rachewinter

     (244)
    Aktuelle Rezension von: MoMe

    „Rachewinter“ ist unabhängig von den ersten beiden Büchern lesbar. Kleinere Hinweise auf vergangene Ereignisse dienen lediglich zum besseren Verständnis, spoilern aber die Geschehnisse aus den anderen Büchern nicht. Dennoch empfehle ich das Lesen in der richtigen Reihenfolge, weil dann auch die Entwicklung der Hauptcharaktere besser nachvollziehbar ist.

    Die Geschichte wird rund zwei Jahre nach den Ereignissen von „Racheherbst“ erzählt. Der Einstieg in „Rachewinter“ gefiel mir gut, da er ungewöhnlich ist und ich mich gleich zu Spekulationen habe hinreißen lassen.
    Andreas Gruber bleibt seinen Handlungsaufbau treu, lässt mich dank verschiedenster Handlungsebenen mehreren Personen über die Schulter schauen. Allen voran Kriminaloberkommissar Walter Pulaski und der Wiener Anwältin Evelyn Meyers. Ich mag beide Charaktere unheimlich gern, da sie zwar grundverschieden, aber stets das gleiche Ziel vor Augen haben: Gerechtigkeit.
    Auch die Antagonisten bringen ordentlich Stimmung ins Geschehen und es entsteht dadurch eine fesselnde Atmosphäre. Interessant finde ich hier das Spiel mit Gut und Böse sowie die Vielzahl an Personen, die ich einfach nur niederträchtig empfand. Das wirft ständig ein anderes Licht auf die Geschehnisse, was dafür sorgt, dass eben nicht alles schwarz und weiß betrachtet werden kann.
    Andreas Gruber legt viele gemeine Fallstricke aus, über die ich regelmäßig stolpere und mich dazu veranlassen, meine Überlegungen sowie Vermutungen immer wieder zu hinterfragen. Es gelingt es mir nicht, das Netz aus vielen Feinheiten ohne Hilfe zu entwirren und bin jedes Mal über die zackigen Wendungen überrascht. Hinzukommt eine unglaublich packende Mischung aus Thrill und Action, die „Rachewinter“ zu einem äußerst spannenden Buch machen.

    Während ich bei „Racheherbst“ ein wenig traurig darüber gewesen bin, dass Evelyn im Verlauf mehr in den Hintergrund gedrängt wurde, ist dies bei „Rachewinter“ erfreulicherweise nicht der Fall. Beide Fälle sind vom Anteil ungefähr gleich angesetzt und ich fiebere auf die Verschmelzung der einzelnen Fäden regelrecht hin. Hinzu kommt der unglaublich flüssig zu lesenden Schreibstil, der die Szenerien atmosphärisch und lebendig wirken lässt.
    Der Showdown hat mich so richtig gepackt und ich habe die einzelnen Entwicklungen einfach nicht kommen sehen.
    Besonders angenehm überrascht bin ich vom Ende. Besonders an der einen Stelle, in der wohl viele Autoren eher auf ein Happy End gesetzt hätten, kam hier ein absolut überzeugender und sehr realistischer Ausgang. Das tat mir auf der einen Seite unheimlich leid, aber andererseits war es so passender zu diesem packenden Thriller.

    Fazit:
    Ein Thriller, der sich durch seine vielschichtigen Charaktere und einem spannungsvollen Plot Twist sehr gut lesen lässt und spannende Unterhaltung bereithält.

  2. Cover des Buches Schwesterlein, komm stirb mit mir (ISBN: 9783499242175)
    Karen Sander

    Schwesterlein, komm stirb mit mir

     (315)
    Aktuelle Rezension von: Cat78

    Das Buch beginnt schon mit einem rasanten Tempo. Gleich zu Beginn wird man mir einem grausamen Mord konfrontiert und lernt schnell die Protagonisten kennen.

    Durch die Sprünge durch die Kapitel zu den verschiedenen Figuren bleibt die Story spannend auch wenn ein Teil mal etwas die Geschwindigkeit raus nahm.

    Das hat mir sehr gut gefallen, den so kam ich auch mal zum Durchatmen hatte aber dennoch im Hinterkopf, dass bei dem anderen Handlungsstrang es gerade extrem spannend war. Dadurch wurde ich ständig zum weiterlesen animiert.

    Die Figuren und ihre Handlungen waren gut und klar beschrieben. Es gab einen sehr guten Wiedererkennungswert da jeder auch so seine Ecken und Kanten und ganz eigenen Baustellen hatte die gut in die Story eingeflochten wurden.

    Auch wenn ich schon früh einen Verdacht hatte was das Ende betraf, war es dennoch nicht langweilig als es bestätigt wurde den der Weg dorthin war spannend und abwechslungsreich so das trotzdem der Spannungsbogen aufrecht erhalten wurde.

  3. Cover des Buches Someone New: Special Edition (ISBN: 9783736309555)
    Laura Kneidl

    Someone New: Special Edition

     (1.589)
    Aktuelle Rezension von: booksbyjux

    Wie so viele war ich am Ende der Story einfach nur sprachlos. Laura Kneidl hat in diesen Roman eine so starke Message verpackt, ohne dass man als Leser davon etwas mitbekommt. Dazu wahnsinnig viel Gefühl, Knistern und ehrliche Gespräche.

    Ich habe selten einen New-Adult-Roman gelesen, der auch in mir nachhaltig etwas verändert hat. Bei Someone New war das definitiv der Fall. Die Story um Micah und Julian zeigt, dass wahre Liebe keine Grenzen kennt. Dass viele vermeintliche Probleme einfach nur durch die Gesellschaft und deren Vorurteile bestehen. Dass wir immer wieder auch mal einen Blick hinter die Fassade werfen sollten und vor allem, dass Gefühle und die Liebe uns nicht täuschen können.

    Das Buch hat sich sehr flüssig gelesen, der Schreibstil war (wie immer bei Laura Kneidl) super und authentisch. An manchen Stellen erschien mir der Inhalt etwas 'überladen' und ich hätte mir etwas mehr Tiefe gewünscht anstelle der Vielzahl an Themen.

    Das Buch kommt nicht an andere Bücher der Autorin dran (z. B. Berühre mich. Nicht & Verliere Mich. Nicht), dennoch ist es definitiv lesenswert!

  4. Cover des Buches Game Changer - Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen (ISBN: 9783737358842)
    Neal Shusterman

    Game Changer - Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen

     (144)
    Aktuelle Rezension von: Bibbey

    Inhalt

    Ash ist ein weißer, heterosexueller cis-Junge aus der Mittelschicht. Er hält sich selbst für einen guten Kerl, aber nicht gerade für den Mittelpunkt des Universums. Bis er eines Freitags in eine andere Dimension katapultiert wird, in der er genau das ist – der Mittelpunkt des Universums! Damit verfügt ausgerechnet Ash nun über die Macht, die Welt zu verändern. Doch irgendetwas geht schief, und Ash führt – aus Versehen – die Rassentrennung wieder ein. Natürlich will er das wieder geradebiegen, aber: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen.


    Meinung

    Was war das bitte für eine Geschichte? Ich weiß überhaupt nicht, wie und wo ich anfangen soll. Kann man hier überhaupt wirklich irgendwo beginnen? Auf alle Fälle kann ich sagen, dass ich dieses Buch großartig fand!

    Die Idee, die hinter diesem Roman steckt, ist unglaublich interessant. Ja, es ist auch ein bisschen abgedreht, aber gehört das bei Neal Shusterman nicht auch dazu? Ich habe mir zu Beginn schon die Frage gestellt, ob man dieser komplexen Idee überhaupt gerecht werden kann aber in meinen Augen hat der Autor das geschafft.

    Man braucht für diesen Roman auf jeden Fall ein bisschen Ausdauer, denn er entwickelt sich langsam. Aber das meine ich keinesfalls negativ, ganz im Gegenteil. Es ist irgendwie langsam und doch auf jeder Seite spannend. Ash, unser Protagonist, ist außerdem ein wirklich toller Charakter, der immer interessanter wird. Und auch die Spannung steigt kontinuierlich. Spätestens nach dem ersten Drittel fiebert man wahnsinnig mit und muss unbedingt wissen, wie es weitergeht. Deswegen habe ich das Buch auch in wirklich kurzer Zeit gelesen. Für mich hätte es auch noch viel länger sein können, so gefangen war ich in der Story.

    Das Buch regt wahnsinnig zum Nachdenken an. Mich überkommt es auch heute noch manchmal, dass mir Szenen einfallen und ich darüber nachdenken muss. Man schwankt beim Lesen zwischen Unglauben und dem Gefühl, dass Ash doch endlich wenigstens mal die Möglichkeiten in Betracht ziehen muss, die sich ihm bieten. Und das Schöne hieran ist, dass Ash sich auch tatsächlich dahingehend entwickelt. Themen wie Freundschaft, Liebe, Familie und der soziale Stand sind hier ganz weit vorne mit dabei. Ernste Themen, wichtige Dinge. Und vor allem das, was uns alle etwas betrifft. Deswegen fand ich es wahrscheinlich auch so gelungen.

    Das Ende hat mich sprachlos zurückgelassen. Aus dieser spannenden und komplexen Idee ist ein wirklich gutes Buch geworden!

    Fazit

    Ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass dieses Buch nicht spurlos an einem vorbeigeht. Es ist toll geschrieben und absolut lesenswert.

    5 von 5 Buchherzen ♥♥♥♥♥

  5. Cover des Buches Felix Ever After (ISBN: 9783736316829)
    Kacen Callender

    Felix Ever After

     (115)
    Aktuelle Rezension von: ENI

    Zum Inhalt: Der siebzehnjährige Felix Love war noch nie verliebt. Seine grösste Angst ist es, dass sich niemand in ihn verlieben wird. Sein Naturell: Er hat braune Haut, ist queer und trans. Eines Tages bekommt er transfeindliche Instagram-Nachrichten, nachdem sein Deadname zusammen mit Fotos von ihm vor seiner Transition in der Schule veröffentlicht wurde. Es beginnt eine herausfordernde Zeit mit ungeahnten Gefühlen, Identitätssuche und der Frage nach Freundschaft.

    Meine Meinung: Dieses Buch behandelt viele tabuisierte und unsichtbare Themen, mit denen sich der Grossteil der Menschen wohl nicht befasst. Auch ich bin in dieser Thematik eine Einsteigerin und wollte mich mit Hilfe dieses Romans weiterbilden. Zum Glück beinhaltet das Buch einen Glossar denn mir sind die meisten Begriffe zu dieser Thematik unbekannt.

    Leider fehlt der Geschichte der Spannungsbogen. Den Charakteren konnte ich nicht nahe kommen. Meine Erwartung war, die Themen „Identität“, „Diversität“, „Queer-Sein“ mit Hilfe einer spannenden Geschichte übermittelt zu bekommen aber leider wurde ich diesbezüglich enttäuscht. Ich habe verstanden, dass Sorgen, Ängste und unterschiedliche Gefühle im Zentrum standen nur konnte ich mich nicht einfühlen. Die Gedankengänge und das Handeln von Felix und seinen Mitmenschen waren für mich grösstenteils nicht nachvollziehbar.

    Ich werde es mit einem anderen Buch versuchen, denn ich finde das Thema wichtig.

  6. Cover des Buches Glaube der Lüge (ISBN: 9783442476169)
    Elizabeth George

    Glaube der Lüge

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Mein Fazit: Ich mag diese Reihe einfach :D Auch dieser Band war wieder voller Rätsel und Geheimnisse und es hat immens Spaß gemacht, ihnen auf den Grund zu gehen. Die Leiche in Cumbria, um dessen Tod sich Insp. Lynley dieses Mal incognito kümmern muss, bringt viele Wahrheiten ans Licht, die das Gefüge einer ganzen Familie fast auseinander brechen lassen.

    Mit Lügen zu leben scheint oft auf den ersten Blick einfacher und doch ergeben sich dadurch immer mehr Probleme, vor denen man irgendwann nicht mehr flüchten kann ... diesen Aspekt hat die Autorin hier mit vielen Facetten zum Ausdruck gebracht.
    Was ich allerdings merke ist, dass Elizabeth George in manchen Dingen, gerade wenn es um Männer und Frauen und ihre Standpunkte in Beziehungen geht, manchmal schon etwas "altmodisch" wirkt. Da klingt wahrscheinlich einfach die ältere Generation durch und stellt die Figuren an manchen Stellen ein bisschen altbacken und nicht zeitgemäß dar. Dafür greift sie aber durchaus auch aktuelle Konflikte auf und integriert sie gelungen, auch wenn etwas weniger vielleicht mehr gewesen wäre.

    Lynley selbst macht eine tiefgehende Weiterentwicklung durch, auch wenn sie nur langsam vonstatten geht, ebenso wie seine Freunde St James und Deborah, die ihr Problem mit dem Kinderwunsch in den Griff zu bekommen versuchen.
    Aber auch Lynleys Kollegin Barbara Havers hat zum einen mit ihrer unsympathischen Vorgesetzten zu kämpfen und auch ihr Verhältnis zu ihrem Nachbarn steht vor einer neuen Wende.

    Alles wurde wieder gut verpackt und gut ineinander aufgebaut - Spannung gab es genug und vor allem immer mit fiesen kleinen Cliffhangern am Ende der Kapitel.

  7. Cover des Buches Das dänische Mädchen (ISBN: 9783442472796)
    David Ebershoff

    Das dänische Mädchen

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Stayystrong

  8. Cover des Buches Zusammen werden wir leuchten (ISBN: 9783733500764)
    Lisa Williamson

    Zusammen werden wir leuchten

     (67)
    Aktuelle Rezension von: lenchen0712

    Broschiert: 383 Seiten

    Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch (10. Dezember 2015)

    ISBN-13: 978-3733500764

    empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

    ----------------

    Mit Humor und einer besonderen Art konnte man sich gut in die Charaktere hineinversetzen. Auch die Thematik des Buches kam nicht zu knapp rüber und bringt Jugendlichen das Thema Transgender gut rüber.

    Habe das Buch auch schon zum zweiten mal angefangen.

    Jedoch hatte ich Anfangs leichte probleme in den Schreibstil hinein zu kommen, allerding löste sich dieses Problem schnell auf.

  9. Cover des Buches In einer Person (ISBN: 9783257242706)
    John Irving

    In einer Person

     (132)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Mal wieder ein Epos von Irving, gute 700 Seiten, und mal wieder schafft er es, eine ganz eigene umfassende Welt aufzubauen. Hier die Welt von des bisexuellen William „Billy“ Abbott, den wir aus seinen Jugendjahren bis ins Pensionsalter, aus den 60ern in Neuengland bis ins Heute. Ich hab lange gebraucht für den Roman, das hat diverse Gründe. Einer ist in der privaten Freizeit gelegen, weil einfach weniger Freiräume waren und andere Dinge wichtig waren, der andere ist, dass es Irving hier in meinen Augen weniger geschafft hat, mich in seine Welt zu ziehen als bei anderen Werken. Trotzdem ist es ein bemerkenswertes Buch: Geschrieben vor zehn Jahren trifft es aktuell voll in die Debatte um Gendern und sexuelle Identitäten. Wir nähern uns Billy und vielen anderen Menschen seines Umfeldes intensiv und bekommen erst so einen Einblick und ein Gefühl dafür, wie ein Leben für Menschen mit einer nicht heteronormativen Sexualität viele Jahre lang ausgesehen hat und immer noch aussieht. Das ist bemerkenswert, tiefgründig, nah und erhellend. Lange bin ich geschwankt, ob ich hier 3 oder 4 Sterne vergeben soll, literarisch gefühlt eher drei, aber der Nachhall des Buchs macht dann doch eine vier.

  10. Cover des Buches Als ich Amanda wurde (ISBN: 9783423717496)
    Meredith Russo

    Als ich Amanda wurde

     (61)
    Aktuelle Rezension von: emilyrrr
    Die Story war nichts neues und sehr vorhersehbar
  11. Cover des Buches Meine Mutter, sein Exmann und ich (ISBN: 9783499217593)
    T.A. Wegberg

    Meine Mutter, sein Exmann und ich

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Jezebelle
    Ein Buch mit einem schrägen Titel liegt hier vor, dass trotzdem sich ganz ernsthaft mit einem wichtigen Thema beschäftigt, nämlich der Frage nach dem Umgang mit Transsexuellen. Nun mag der aufgeklärte Bürger sagen: Was soll es das schon Wichtiges zu sagen geben? Man muss eben jeden und jede so nehmen, wie er oder sie ist. In der Theorie erscheint das glasklar. Nur ganz konkret weiß eben auch jeder, mit welchen Schwierigkeiten das verbunden ist. Den ein oder anderen Erfahrungsbericht von transsexuellen Menschen mag man ja schon einmal zur Kenntnis genommen haben, aber die Umwälzungen eines Geschlechtswechsels sind viel weitreichender. Das genau macht dieses Buch klar, indem es einen Jugendlichen begleitet, der seine Zeit braucht, um zu verdauen, dass seine Mutter nun ein Mann ist. Geschrieben auf Anfrage des Verlags, schafft es der Autor, hier einen authentischen Jugendroman hinzulegen, der eben unter anderem davon lebt, dass sich nicht alles nur um dieses Thema dreht. Da wäre noch die neue Partnerin nebst Halbbruder, die der leibliche Vater sich gesucht hat, die erste große Liebe, ein neuer Schulkamerad, der sich schwer auf den Unterricht konzentrieren kann und das ein und andere Selbstfindungsproblem, die unseren Helden begleiten. Erst beim Lesen wird einem wieder so richtig bewusst, was Schule für einen Jugendlichen eben auch alles in dieser Lebensphase bedeutet. Schön auch, dass die typischen Ungerechtigkeiten und Humor nicht zu kurz kommen. Mir persönlich gefiel der leicht spleenige Charakter des Protagonisten, der so gern mit dem Bus durch Berlin fährt. Für Berliner hat dieses Lokalkolorit noch einen ganz speziellen Charme. Gleichzeitig ist es aber auch eine schöne Art und Weise, mit seinen Gedanken auf Reisen zu gehen, und somit sinnvolles Persönlichkeitsmerkmal, was zur Geschichte passt. Angenehm ist es auch, dass die medizinischen Einzelschritte gar nicht so in den Vordergrund gestellt werden. Hat ein jugendlicher Leser daran mehr Interesse, wird er schon fündig werden. Diese seelischen Veränderungen stehen im Fokus und werden dem ein oder anderen Leser vielleicht auch erst so richtig bewusst. Kleinere Handlungsstränge haben mich nicht so glücklich gestimmt, wie etwa die lange Verschwiegenheit gegenüber dem besten Freund, obwohl der gerade mit einer Transsexuellen anbändelt. Aber das sei verziehen angesichts der rundherum gelungenen Entwicklung des Haupthelden, der seinen Standpunkt Stück für Stück ändert.
  12. Cover des Buches Das Böse in uns/Ausgelöscht (ISBN: 9783404173334)
    Cody McFadyen

    Das Böse in uns/Ausgelöscht

     (1.989)
    Aktuelle Rezension von: Read-and-Create

    Mich hat die Geschichte um die Agentin Smoky Barrett überzeugt und neugierig umblättern lassen. Dies ging so bis etwa zur Mitte des Buches, da war mir dann schon länger klar, wie der Täter zu seinen Infos über die Opfer gekommen war. 

    Den Schreibstil finde ich sehr packend und auch die zwischenmenschlichen Aspekte, moralischen Fragen und brisanten Themen kommen nicht zu kurz.

  13. Cover des Buches How to Be Gay (ISBN: 9783733500924)
    Juno Dawson

    How to Be Gay

     (32)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    In diesem Buch beschreibt Juno Dawson viele Dinge, die in der LGBTQIA+ Community stattfinden. Dabei geht es darum, wie es sich anfühlt, dass erst mal in ein Mädchen verliebt zu sein. Was passiert dann? Wie findet man schwule Jungs? Und warum gibt es Menschen, die im falschen Körper gefangen sind? Juno Dawson geht mit viel Authentizität und Humor an all diese Themen heran. Durch dieses Buch möchte er zeigen, dass all das gar nicht so kompliziert ist, wie es ausschaut…

    Ich habe dieses Buch noch in der Ausführung, wo die Autorin noch im falschen Körper steckte. Ich weiß nicht, ob sich das Buch dann sehr unterscheidet, aber ich denke nicht. Außerdem möchte ich auch nicht den Dead Namen nennen, denn dazu habe ich überhaupt keine Berechtigung. Von daher werde ich in dieser Rezension die Autorin Juno Dawson nennen, dass dient nur zur Orientierung. Trotz allem ist dieses Buch eine dicke Empfehlung, denn jeder kann etwas daraus mitnehmen!

    Bei diesem Buch hat die Autorin eine Menge Arbeit reingesteckt. Das merkt man daran, dass sie bereits einige Erfahrungen gemacht hat und diese hier mit eingearbeitet hat, aber auch, dass andere Menschen zu Wort kommen und die Möglichkeit von ihrem Leben und ihren Erfahrungen zu erzählen. Und alleine das ist für mich ein sehr großer Pluspunkt, denn dadurch wird das Geschriebene noch einmal unterstrichen und bei Bedarf noch näher erläutert.

    In diesem Buch gibt es so viele sexuellen Orientierungen, Entwicklungen, Meinungen und Religionen rund um das Thema LBGTQIA+. Auf wenn man sich für einen bereits sehr aufgeklärten Mensch hält, so wie ich das bei mir dachte, bekommt man dennoch immer wieder neue Informationen aus der Commuinty und klärt uns Menschen noch weiter auf. Ich bin wirklich sehr überrascht über dieses kleine Büchlein und bin Juno Dawson total dankbar dafür, dass sie dieses Buch geschaffen hat.

    Der Schreibstil von Juno Dawson war für mich neu, da ich bis dahin noch gar kein Buch von ihr gelesen hatte. Trotz allem konnte sie mich mit diesem Buch komplett von ihrer Schreibweise überzeugen. Sie schreibt locker, leicht und total flüssig, weshalb man sehr gut durch den Inhalt kommt. Außerdem finde ich es richtig toll, dass sie ein bisschen Humor und Sarkasmus mit eingebaut hat. Das sorgt dafür, dass das Buch nicht so stumpf ist, sondern auch ein bisschen Witz beinhält.

    ,,How to Be Gay‘‘ ist ein sehr wichtiges Buch, was sich jeder Mal zu Herzen nehmen sollte. Auch wenn ausschließlich in dem Buch von der LGBTQIA+ Commuinty die Rede ist, kann sich wirklich jeder etwas aus dem Buch mitnehmen. Denn das sorgt auch dafür, dass wir uns als Menschen weiterhin weiter entwickeln. Von mir gibt es eine ganz klare Lese- und Kaufempfehlung. Abgesehen davon bin ich total gespannt darauf, welche Bücher die Autorin noch so auf den Markt bringen wird.

  14. Cover des Buches Kinder sind was Wunderbares, das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen (ISBN: 9783404608720)
    Johann König

    Kinder sind was Wunderbares, das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Johann König und seine Familie – Geschichten aus dem Alltag. Oder: Hoffentlich ist das nicht wahr!

    Meine Meinung:
    Ich finde Johann König witzig. Ich mag die Art wie er seine Geschichten vorträgt und was er auf der Bühne von sich gibt. Sein erstes Buch „Der Königsweg“ hat mir sehr gut gefallen, daher wollte ich „Kinder sind was Wunderbares“ unbedingt haben und lesen. Und ich bin bzw. war schockiert. Ein Buch über zwei überforderte Elternteile, die das Mittagsprogramm im TV nicht besser hätte darstellen können. Ein Alkohol- und Kaffesüchtiger Papa und eine Mutter, welche lieber ihre Freizeit beim Yoga oder mit Freunden verbringt und wenn sie mal was mit den Kindern macht, dann nur um sie zu stillen. Alle drei Kinder (ganz klein, Kindergarten und Schule) sind quengelig und unerzogen. Kennen keine Regeln / Grenzen und kommen viel zu spät ins Bett! In sich sind die Geschichten rund, aber nicht witzig, sondern schon fast ein Fall für das Jugendamt.

    Cover:
    Das Cover spiegelt den Inhalt wunderbar wieder. Ein hilfloser Mann und die Kinder machen alles kaputt.

    Fazit:
    Dieses Buch ist was wunderbares: Das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen! Dann gäbe ich wohl auch mehr Sterne. So habe ich dieses Werk frühzeitig aufgegeben und daher gibt es nur einen Stern und keine Leseempfehlung.

  15. Cover des Buches Der endlose Sommer (ISBN: 9783462051025)
    Madame Nielsen

    Der endlose Sommer

     (14)
    Aktuelle Rezension von: renee
    Dieser kleine und dünne Roman hat es in sich. Er besteht aus einer sehr künstlerischen Sprache mit langen Schachtelsätzen, die das Lesen etwas erschweren. Aber es entsteht trotzdem ein Erzählfluss, nicht mit so einem Sog, aber dennoch irgendwie von einem Besitz ergreifend. Der endlose Sommer. Was ist schon endlos ? Alles endet irgendwann. Das wird auch zum Thema. Aber im Vordergrund steht eher das Leben, es ist wichtig zu leben, zu genießen, Leidenschaft zu empfinden, zu lieben, zu rasen. Es ist wichtig das Leben zu sehen in all seinen Facetten und dieses auch genießen zu können. Und es ist wichtig der Kunst einen Platz im Leben zu geben, ihr gestatten das Leben mit Farbe zu versehen. Weil alles endet irgendwie/irgendwo/irgendwann mit dem Tod. Und der hinterlässt überall im Buch seine Spuren. Bei diesen Stellen konnte ich irgendwie auch ein kleines Lächeln der Verfasserin zwischen den Zeilen sehen. Und das alles ist, trotz dieser schon benannten Schachtelsätze, in einer künstlerisch gehaltenen Sprache beschrieben, die einfach gut klingt und auch guttut. Ich habe auch immer einen gewissen Zynismus vernommen, einen Zynismus mit dem die Verfasserin das Leben sieht. Und er hat mir gefallen. Und ich denke das auch ein gewisser autobiographischer Anteil vorhanden ist, die Autorin rechnet etwas ab.


    Nun zur Handlung: eine Familie hat in Dänemark ein Landgut gekauft, den weißen Hof: der eifersüchtige Stiefvater, Mads; die reitende Ehefrau, Benedikte/Ditte; die größere Tochter, Christina/Stina; die zwei kleinen Brüder. Die Familie führt ein offenes Haus und hat immer mal wieder Besuch von Leuten, die zum inneren Kreis gehören: der schöne Junge, der schön gewachsene, athletische Lars; der zarte Junge, der vielleicht ein Mädchen ist, es aber noch nicht weiß; der schlaksige Junge aus Odense. Der Stiefvater verschwindet schließlich aufgrund von Differenzen und zwei Portugiesen, Peixe und der Künstler, kommen in den weißen Hof. Und der endlose Sommer beginnt. Und das Leben tobt. Und es tobt und der endlose Sommer vergeht. Wie alles irgendwann vergeht. 

  16. Cover des Buches Gegen den Hass (ISBN: 9783596522217)
    Carolin Emcke

    Gegen den Hass

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Sandra1975

    Ich habe das Buch als Plädoyer gegen die Romantisierung von Krisen gelesen und mochte sowohl den Schreibstil als auch die Gedankenführung. Es ist schon ein Weilchen her, seitdem ich das Buch gelesen habe, daher habe ich nicht alle Details präsent. 

    Krisenzeiten können eine Chance zur Veränderung sein, es gibt aber auch Menschen, die sich aus Angst in umso starrere Denkmuster zurückziehen. Daraus speist sich dann der Hass auf alle und alles, was diese Starrheit infrage stellt. Diese These (die meiner Meinung nach dem Buch zugrunde liegt) ähnelt der Begrifflichkeit, mit der Karl Jaspers seinerzeit den Marxismus beschrieb: Man habe eine bestimmte Notwendigkeit vor Augen, nach der sich die Geschichte entwickeln MUSS und lehne alles ab, was von dieser imaginierten Notwendigkeit abweiche. 

    Die Antwort gegen den Hass ist insofern Emckes Buch selbst. Es liefert keine fertigen Lösungen oder plakative Thesen. Es ist ein nachdenkliches, geradezu meditatives und ruhiges Buch. Ein diskursiver Gegenpol zu den grölenden, besserwisserischen Stimmen des postmodernen Populismus.


  17. Cover des Buches Das Lied der Sirenen (ISBN: 9783426506202)
    Val McDermid

    Das Lied der Sirenen

     (242)
    Aktuelle Rezension von: Roelle_Gardener

    Der unvergleichlichen Val McDermid ist ein nervenzerfetzender Debütroman für eine inzwischen sehr erfolgreiche Thriller-Reihe gelungen, die sich ein krimibegeisterter Lesefan nicht entgehen lassen sollte. 

    Tony Hill ist ein begnadeter Profiler, den die Ermittlungsbeamten zugegebenermaßen widerwillig hinzuziehen, als die Leichen totgefolterter Opfer gefunden werden. Tony findet bald den Anfang des Fadens, der alles entwirren wird, doch er ist zu gut und dem Täter bereits ins Visier geraten. Und noch ehe sich der Profiler dessen bewusst wird, geht er dem Monster in die Falle... 

  18. Cover des Buches Someone New (ISBN: 9783838789583)
    Laura Kneidl

    Someone New

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Simbaly

    Ich habe Someone new in den letzten Tagen als Hörbuch gehört und konnte nicht mehr abschalten. Es war quasi mein ständiger Begleiter. Es begeistert zwar nicht mit einer aufregenden Handlung, bietet dafür aber wahnsinnig liebevoll gestaltete Charaktere. 

    Das Ende hat mich völlig unerwartet erwischt und total glücklich gemacht. Es hat mich vor allem Julian noch ein mal viel besser verstehen lassen. Mir hat vor allem die Vielschichtigkeit der gezeigten Figuren gefallen, die alles so echt wirken lässt.

    Außerdem finde ich es super, wenn das Gesamtpaket schlüssig ist, so wie hier der Titel wie die Faust aufs Auge passt. 

    Nun bin ich gespannt auf die Geschichten der so lieb gewonnenen Nebencharaktere, auch wenn ich fürchte, dass dieser Band sich nicht mehr toppen lässt.

  19. Cover des Buches If You Could Be Mine: A Novel (ISBN: 9781616202514)
    Sara Farizan

    If You Could Be Mine: A Novel

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    „If You Could Be Mine“ ist ein weiteres Buch, das ich auf der Young Adult – Bestenliste des Rolling Stone entdeckte. Die Autorin Sara Farizan ist die Tochter iranischer Einwanderer, wurde allerdings in den USA geboren. Außerdem ist sie lesbisch. Normalerweise ist mir die sexuelle Orientierung von Autor_innen egal, doch in diesem Fall spielt sie eine wichtige Rolle, weil „If You Could Be Mine“ wohl nicht entstanden wäre, wäre Sara Farizan heterosexuell. Ihre iranischen Wurzeln bedeuten ihr viel, sie gehören zu ihrer Identität, daher kam sie nicht umhin, sich während der Zeit ihres Comingouts zu fragen, wie ihr Leben aussähe, wäre sie im Iran aufgewachsen und nicht in den USA. Ihr fehlte Literatur, die genau diese Frage behandelte – also entschied sie als Erwachsene, das Buch zu schreiben, dass sie sich als Teenager wünschte.

    Seit sie sechs Jahre alt war, liebt Sahar Nasrin. Damals begriff sie noch nicht, was diese Liebe bedeutet. Sie wusste nicht, dass es verboten ist, ein anderes Mädchen zu lieben. Heute weiß sie, dass ihre Gefühle ihr Leben bedrohen. Denn im Iran wird Homosexualität noch immer mit der Todesstrafe geahndet. Sahar ist bereit, ihre Liebe geheim zu halten, sich stetig zu verstecken, nur um mit Nasrin zusammen sein zu können. Doch Nasrin sieht mit Sahar keine Zukunft, obwohl sie ihre Gefühle erwidert. Als sie sich mit einem Mann verlobt, bricht für Sahar eine Welt zusammen. Soll sie nur zusehen, während die Frau, die sie liebt, einen anderen heiratet? Verzweifelt fasst Sahar einen gefährlichen Entschluss. Homosexualität mag im Iran ein Todesurteil sein, Transsexualität ist es jedoch nicht. Ließe sie sich zu einem Mann operieren, könnte Sahar Nasrin sogar heiraten. Wird sie ihre eigene Identität für die Liebe opfern?

    Ich habe bisher keine Erfahrung mit Literatur aus dem LSBTTIQ-Bereich. „If You Could Be Mine“ ist mein erster Roman, der Homosexualität bzw. Transsexualität als Hauptthema behandelt. Da ich selbst heterosexuell bin, kann ich nur schwer beurteilen, ob Sara Farizan die Frage der Sexualität in einem Land wie dem Iran sensibel umgesetzt hat. Ich muss ihr vertrauen, dass die Gefühle, die Sahar und Nasrin durchleben, realistisch sind. Ich werde daher nicht versuchen, diesen Aspekt des Buches zu bewerten, denn es steht mir nicht zu.
    Insgesamt fand ich „If You Could Be Mine“ interessant, aber etwas zu oberflächlich. Die sozialen Umstände im Iran klingen eher unterschwellig an, statt explizit beschrieben zu sein. Ich hatte das Gefühl, dass Sara Farizan sich einerseits um eine objektive Darstellung bemühte und sich andererseits sehr stark auf ihre Protagonistin Sahar konzentrierte. Dadurch ging sie der deutlichen Kritik, die ich erwartet hatte, aus dem Weg. Angesichts der Tatsache, dass sie ihr Werk für Jugendliche geschrieben hat, ist das vermutlich sogar gewollt. Ich denke, sie zielte darauf ab, dass sich junge Leser_innen ihre eigene Meinung bilden. Das ist natürlich völlig in Ordnung, für mich allerdings nicht ganz passend. Ich wusste über die Zustände im Iran bereits vor der Lektüre Bescheid und habe mir dazu bereits meine Gedanken gemacht. Ich wusste jedoch nicht, dass Transsexualität dort legal anerkannt ist und der Iran deswegen weltweit auf Platz zwei hinsichtlich Geschlechtsangleichungen ist (hinter Thailand). Angeregt durch „If You Could Be Mine“ habe ich ein bisschen zu diesem Thema recherchiert und dabei herausgefunden, dass Sahars Fall nicht so ungewöhnlich ist, wie ich zuerst dachte. Tatsächlich glauben Therapeut_innen, dass 40 bis 50 Prozent der Transsexuellen, die eine Operation anstreben, eigentlich homosexuell sind. Eine Geschlechtsangleichung ist ihre einzige Chance, ihre Liebe und Sexualität offen ausleben zu können. Mich erschüttert das, denn ich kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen, was es bedeuten muss, so verzweifelt zu sein, dass man bereit ist, die eigene Identität aufzugeben. Die Frage, welche Opfer die Liebe eigentlich legitimiert, beschäftigte mich das ganze Buch über. Sahar wäre nach der OP nicht mehr sie selbst, wodurch auch die reale Möglichkeit besteht, dass Nasrin sie danach nicht mehr lieben kann. Ist es dann richtig, sich auf die Chance einer Chance einer gemeinsamen Zukunft zu verlassen? Nasrin hat sich für ein Leben in Sicherheit und gegen die Liebe entschieden – ist sie Sahars Aufopferung überhaupt wert? Meiner Meinung nach ist sie das nicht. Sie ist egoistisch, feige und bequem und nutzt Sahar bei jeder sich bietenden Gelegenheit aus. Wenn ich ehrlich bin, kann ich sie nicht besonders gut leiden. Das Schlimmste daran ist, dass Sahar genau weiß, wie Nasrin ist. Ihr ist absolut bewusst, dass ihre Beziehung unausgeglichen und dementsprechend ungesund ist. Trotzdem kann sie nicht aus ihrer Haut – sie liebt Nasrin so sehr, dass sie offenbar so ziemliches alles für sie tun würde. Schmerzhaft, aber wahr.

    „If You Could Be Mine“ ist meiner Meinung nach ein interessanter, unterhaltsamer Einstieg in die Thematiken Homosexualität, Transsexualität und Lebensumstände in anderen Ländern. Es lädt zu eigenen Gedanken und weiteren Recherchen ein. Ich denke, dass besonders Jugendliche – unabhängig von ihrer eigenen Sexualität – stark davon profitieren können, dass Sara Farizan ihren Leser_innen sanft einen Einblick in eine andere Welt eröffnet und so ihren Horizont erweitert. Ich hoffe sehr, dass sie dadurch Verständnis, Toleranz und Mut sät. Ich für meinen Teil bin nach der Lektüre von „If You Could Be Mine“ äußerst dankbar dafür, in einem Land zu leben, in dem ich für meine Gefühle nicht hingerichtet werde. Schlimm genug, dass das nicht selbstverständlich ist.

  20. Cover des Buches If I Was Your Girl (ISBN: 9781474924702)
    Meredith Russo

    If I Was Your Girl

     (13)
    Aktuelle Rezension von: bookish_yvonne

    Meredith Russo erzählt in “If I Was Your Girl” (dt. Als ich Amanda wurde) von den Ängsten und Problemen eines Transmädchen. Eine sehr wichtige Thematik und obwohl ich während dem Lesen sowohl vor Freude als auch vor Trauer geweint habe, habe ich mir mehr gewünscht. [T R I G G E R W A R N U N G: Transphobie, Gewalt, Suizid]

    Auf der Geburtsurkunde von Amanda steht “Andrew”, denn sie wurde mit einem Penis geboren und wurde dementsprechend wie ein Junge erzogen. Doch sie wusste bereits im sehr jungen Alter, dass sie kein Junge war. Nachdem Amanda sehr stark gemobbt wurde und auch versuchte sich das Leben zu nehmen, zieht sie zu ihrem Vater, um alles hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen. Denn mittlerweile hat sie eine Hormonbehandlung durchgemacht und ist sehr feminin geworden. An der neuen Schule freundet sie sich mit einigen Mädchen an und verliebt sich sogar. Mit Grant erlebt sie ihre ersten Beziehungserfahrungen und sie fragt sich immer wieder, ob sie ihm genug vertrauen kann, um ihm alles über sich zu erzählen.

    Die Kapitel wechseln immer wieder zwischen der Gegenwart und Ausschnitte aus dem Leben, als Amanda noch Andrew genannt wurde. Die Kapitel, die von ihrer Vergangenheit erzählen, sind besonders interessant, weil sie stark auf die Ängste von Amanda eingehen. Insbesondere, als ich ihre Mobbingerfahrungen gelesen habe, hat  es so weh getan und ich habe so mit ihr gelitten.

    Meredith Russo ist selbst eine Transfrau, wodurch sie Amanda sehr gut geschrieben hat und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Allerdings hat Amanda das genetische Lotto gewonnen und wird automatisch dem weiblichen Geschlecht zugewiesen. Russo erklärt zwar im Nachwort, dass sie Amanda ohne wirklichen Ecken oder Kanten gemacht hat, sodass es für cis-Leser einfacher ist sich in sie hineinzuversetzen, aber ich habe mir gewünscht auch darüber zu lesen, wie sie sich Sorgen macht aufgrund bspw. ihres etwas maskulinerem Gesichts, wie es bei der Figur Virginia der Fall ist. 

    Außerdem ging mir vieles einfach zu schnell. Kaum ist sie an der neuen Schule verlieben sich zwei Typen in sie. Und nach wenigen Tagen lässt sie sich auf einen ein, obwohl sie eigentlich solche Angst hat, dass ihre Vergangenheit herauskommt. Vielleicht liegt es auch an mir, weil ich nicht an die Liebe auf den ersten Blick glaube. 

    Sehr schön hingegen fand ich die Tochter-Mutter-Beziehung. Ich konnte die Fürsorge der Mutter regelrecht spüren und habe mich sehr für Amanda gefreut, dass sie so eine wundervolle Mutter hat. 

    Selbstverständlich finden die Leute an der Schule heraus, dass Amanda eine Transfrau ist. Ich denke, das ist unausweichlich und sehe das deshalb nicht als Spoiler. Falls ihr das anders seht… tut mir das Leid. Auf der einen Seite war ich richtig wütend auf einige Reaktionen. Auf der anderen Seite ist mir richtig warm ums Herz geworden und lässt mich glauben, dass die Welt doch nicht so doof ist.

    Letztendlich denke ich aber, dass dem Buch einige Seiten mehr gutgetan hätten, sodass man dem Ganzen mehr Tiefe hätte geben können. Dennoch bin ich der Meinung, dass dies ein wichtiges Buch ist und empfehle es alles weiter, die sich etwas mit Transsexualität auseinandersetzen möchten.

  21. Cover des Buches Die fremde Königin (ISBN: 9783404184613)
    Rebecca Gablé

    Die fremde Königin

     (204)
    Aktuelle Rezension von: Meggi20

    Im Gegensatz zu "das Haupt der Welt" finde ich die Charaktere dieses Buches manchmal ein wenig farblos. Mit Adelheid und Gaidemar könnte ich mich nicht so sehr anfreunden wie mit Tugomir im ersten Teil. 

    Etwas traurig war ich auch, dass die altgeliebten Charaktere fast bis garnicht mehr auftauchen - diese Geschichte steht eben auf eigenen Füßen ( besser gesagt Seiten:)). Das sollte man bedenken. 

    Ansonsten ist es ein sehr farbenprächtiger schillernder Roman und auch wenn er nicht zu Gables besten Büchern zählt, lohnt es sich durchaus, ihn zu lesen. 

  22. Cover des Buches Außer sich (ISBN: 9783518469262)
    Sasha Marianna Salzmann

    Außer sich

     (90)
    Aktuelle Rezension von: frenx1

    Die Zwillingsschwester auf der Suche nach ihrem verschwunden Bruder in Istanbul: Sasha Marianna Salzmanns Debütroman „Außer sich“ dreht sich um eine verwirrende Suche nach Identität, Heimat und der Rolle der Herkunft.

    Istanbul kann einen verschlucken – diesen Eindruck bekommt man, wenn man Saha Marianna Salzmanns Roman „Außer sich“ liest. Zunächst verschwindet der Zwillingsbruder, Anton, in Istanbul. Eine Postkarte bringt schließlich seine Schwester Alissa, die sich selbst Ali nennt, dazu, ihn dort zu suchen. Dabei wird sie immer mehr von der Stadt eingesogen und verliert sich in der Suche nach ihrem Bruder, die immer mehr zu einer Suche nach ihr selbst wird.

    Weshalb es ausgerechnet Istanbul ist, wohin sich die Zwillinge begeben, bleibt offen. Ali und ihr Bruder sind mit ihren Eltern als russische Juden nach Deutschland emigriert. Auch das wird in „Außer sich“ erzählt – die Handlung springt immer wieder in die Vergangenheit, wie auch die Erzählerstimme immer wieder springt. Mal ist es ein auktorialer Erzähler, der die Geschichte erzählt, mal springt sie in die Ich-Form und die Erzählerstimme wird von Ali selbst übernommen. 


    All das macht das Lesen immer wieder zu einer Herausforderung. Selbst die Sprünge in die Vergangenheit, die bis in die Zeit des Stalinismus reichen, werden immer wieder relativiert. Immer wieder wird eingeworfen, dass es vielleicht ganz anders gewesen sein könnte. Nur wenig gibt dem Lesenden Halt – und damit hat er vieles mit der Protagonistin Ali gemeinsam. Haltlos lässt sie sich immer mehr durch Istanbul treiben, verliert immer mehr die Suche nach ihrem Bruder aus den Augen und begibt sich immer mehr auf die Suche nach sich selbst: ihrer Heimat, ihrer Identität, ihrem Geschlecht.

    Ist man als Lesender bereit, sich auf den suchenden Stil des Buches einzulassen, wird man es mit Sicherheit mit Gewinn lesen. Allein schon deshalb, weil das Buch mit seinem ironischen Unterton sprachlich wunderbare Szenen bietet.


  23. Cover des Buches Ich bin ich (ISBN: 9783956671746)
    Micha Ela

    Ich bin ich

     (11)
    Aktuelle Rezension von: further_books

    Wie wird man transsexuell"..?" Diese Frage  beantwortet Micha Ela in ihrer Biographie nicht so wie man es als Leser vielleicht erwarten würde, jedoch kann man sich am Ende des Buches die Frage für sich selber beantworten. Natürlich jeder auf seine eigene Art und Weise.

    Sie beschreibt ihren Weg mit allen Höhen und Tiefen bis zu dem Punkt wo sie heute im Leben angekommen ist. Sie erzählt von den schönen Dingen und auch von den negativen Erlebnissen die sie gemacht hat, gerade zu der Zeit wo Transsexualität wohl eher noch fremd auf viele Menschen wirkte.

    Familie, Leid und Liebe alles hat seinen Platz... 


    Meine Meinung zu dem Buch:

    Die Geschichte an sich ist sehr interessant und lässt sich schnell lesen. Sie wirkt authentisch und ehrlich. Mir fehlt jedoch manchmal etwas der Tiefgang und der persönliche Gedankengang der Autorin. Mich hätte interessiert wie ihre heutige Sichtweise auf die verschiedenen Charaktere ist, wie sie heute über Situationen von damals denkt.  Eben ein bisschen mehr Tiefgang...

    Daher auch nur die 4 Sterne....

  24. Cover des Buches Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund (ISBN: 9783446262072)

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