Bücher mit dem Tag "tom hillenbrand"

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12 Bücher

  1. Cover des Buches Hologrammatica (ISBN: 9783462051490)
    Tom Hillenbrand

    Hologrammatica

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Tom Hillenbrand versetzt den Leser in seinem Science-Fiction-Krimi „Hologrammatica“ in eine Welt, in der sich Gehirne digital speichern lassen (= Cogits) und Körper dank sogenannter Klon-„Gefäße“ munter durch Cogits gewechselt werden können. Hinzu kommt das omnipräsente Holonet, mit dem holographische Projektionen und Holotexturen in der realen Welt erzeugt werden können, um z.B. Schönheitsfehler an Gebäuden zu überdecken, Werbung oder Beschriftungen einzublenden oder Personen und ihre Kleidung zu verschönern. Insgesamt also eine interessante, futuristische Welt mit cleveren Ideen, die der Autor konstruiert. Inmitten dieser Welt verschwindet die Computerexpertin Juliette Perrotte spurlos und der Quästor Galahad Singh wird damit beauftragt, sie zu suchen. Es beginnt ein rasanter und spannungsgeladener Trip, bei dem der Leser völlig in einen anderen Kosmos eintaucht. Wir lernen „Quants“ kennen, die sich ihr Gehirn durch Cogits haben ersetzen lassen, auch begegnen wir „Deathern“, also Quants, die freiwillig Nahtoderfahrungen sammeln wollen, mit dem Ziel, den Tod irgendwann ganz auszutricksen. Eine Untergruppe der „Deather“ sind die „Crasher“, die ihren Suizid mittels Autounfällen herbeiführen. Auch lernen wir, dass das „Ein-Körper-Problem“ existiert, d.h. ein Cogit kann nur für 21 Tage in einem Klon-Gefäß überleben, bevor es wieder in dem Stammkörper zurückversetzt werden muss, denn sonst droht ein „brain-crash“. Dies wiederum führt dazu, dass es Leute gibt, die nur noch in sogenannten „Loops“ weiterleben, d.h. sie laden ihr Cogit in immer neuen Klon-Gefäßen wieder hoch, um den Tod zu überlisten. Bei seinen Ermittlungen stößt Galahad Singh zudem auf das Rätsel der „Revenants“, bei denen der Körper scheinbar zurückkehrt, nicht aber der dazugehörige Verstand. Nicht zuletzt werden wir über ein besonderes Ereignis aufgeklärt, das sich zur Mitte des 21. Jahrhunderts ereignet hat: Der „Turing-Zwischenfall“. So hat die Menschheit, um das Problem des Klimawandels zu lösen, eine Künstliche Intelligenz erschaffen, die dann aber zur Bedrohung und aus diesem Grund vernichtet wurde. Um die Bedrohung durch eine KI und ihren „Proxies“, also menschlichen Handlangern, abzuwehren, hat man dann die Organisation UNANPEI gegründet, mit der Galahad Singh im Laufe seiner Suche ebenfalls in Kontakt kommt. 

     

    Anhand der vielen Begriffe, die ich hier erwähne, wird deutlich, dass der Autor eine komplexe, aber auch sehr durchdachte und plausible Fiktion entwickelt. Darauf muss man sich einlassen wollen, denn Schritt für Schritt werden vom Autor immer weitere Elemente dieser Welt eingeführt, so dass sie immer vielschichtiger wird. So habe ich bisher noch nicht erwähnt, was es mit dem „Holonet“ auf sich hat, und dass mit diesem Element wieder weitere interessante Begriffe zusammenhängen, z.B. auch die sogenannten „Stripper“-Brillen, mit denen sich Teile des Holonets ausblenden lassen, was mich sehr an den Science-Fiction-B-Movie „Sie leben!“ erinnern ließ. Allerdings gelingt es dem Autor in meinen Augen, den Leser nicht zu überfordern, weil er sehr darauf achtet, neuartige Technologien nur schrittweise einzuführen. Gleichzeitig gewinnt die fiktive Welt auf diese Weise immer mehr Konturen und wird immer vielfältiger. Das halte ich für eine große Leistung des Autors! Solche Ideen zu generieren, die gleichzeitig in sich konsistent sind, verdient höchste Anerkennung. Und auch schafft er es, über das ganze Buch hinweg, den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten, z.B. auch indem er immer wieder Kapitelabschnitte aus der Sicht von Juliette Perrotte einstreut, die ihrerseits ohne Erinnerung auf einer Insel aufwacht. Wie ich schon sagte, muss man sich als Leser auf diese Welt mit all ihren Begrifflichkeiten einlassen wollen. Man könnte natürlich auch sagen, dass es eine komplett abwegige Idee ist, dass sich Menschen digitale Gehirne anfertigen lassen und sich ihr reales Gehirn entfernen und durch ein Cogit ersetzen lassen, ohne zu wissen, wie genau das Gehirn eigentlich funktioniert. Denn eigentlich ist es abwegig, dass Menschen bei einem solch geringen Kenntnisstand  zur Funktionsweise des Gehirns eine solche Technologie bei sich anwenden. Ich aber konnte mich auf diese Vorstellung einlassen und habe auf diese Weise viele schöne Lesestunden genossen.

     

    Fazit: Ein Science-Fiction-Krimi, der vor allem dadurch besticht, dass der Autor eine unglaublich kreative futuristische Welt mit vielfältigen cleveren Ideen entwickelt, die plausibel, in sich konsistent und durchdacht sind.

  2. Cover des Buches Der Kaffeedieb (ISBN: 9783462048513)
    Tom Hillenbrand

    Der Kaffeedieb

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Der Engländer Obediah Chalon stammt aus einer verarmten adligen Familie. Sein Vater wurde hingerichtet und er ist mittellos. Anstatt aber eine ehrliche Arbeit zu suchen schlägt er sich mit allerhand Betrügereien um. Als er dadurch in den Knast wandert und keine andere Wahl sieht, nimmt er das Angebot der Vereinigten Ostindischen Compagnie an, die berühmten, teueren Kaffeebohnen aus der Türkei zu stehlen. Eine abenteuerliche Reise beginnt aber die Feinde sind mehr als anfangs geglaubt...

    Was durchaus spannend klingt und dank vieler besonderer und gut durchdachter Charaktere grandios sein könnte, dabei mit einer feinen Spur von Ironie und einem gut lesbaren Schreibstil versehen, verliert durch zu viel Information und Fakten immer wieder den Spannungsbogen und eigentlichen roten Faden. Vom Roman bleibt da eher wenig übrig, man liest und liest historische Fakten, hauptsächlich über das osmanische Reich im 17. Jahrhundert aber auch vom Weltgeschehen in ganz Europa. egal wie interessant diese Fakten sind, so gelingt es dem Autor nicht daraus einen wirklich fesselnden Roman zu machen und immer wieder driftet er in langatmige Erläuterungen ab. 

    Mein Fazit: Spannendes Thema, tolle Charaktere, enorme Recherche, aber leider kein fesselnder Roman, sondern teils schon Geschichtsbuch. Zu schade, bei so vielen tollen Ansätzen und einem doch so ansprechenden Konstrukt.


  3. Cover des Buches Gefährliche Empfehlungen (ISBN: 9783462049220)
    Tom Hillenbrand

    Gefährliche Empfehlungen

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Schattenfrau

    Xavier Kieffer wird in sein nächstes Abenteuer geschubst.

    In diesem Buch finden sich auch mehrere Flashbacks aus der Kriegszeit wieder, die im weiteren Verlauf der Handlung für Aufschluss sorgen.

    In diesem Band tauchen wir in historische Materie ein, was ich persönlich total spannend fand. Geheimdienste, mysteriöse Verschlüsselungen und Anschläge auf Xavier und sein Restaurant und seinen Freund Pekka gehören in diesem Band zum Alltag.
    Xavier bangt mehrmals um sein Leben und eine Person, die in den anderen Bänden schon eine tragende Rolle gespielt hat, wechselt die Seiten. Lest es selbst. Und was uns zum Ende des Buches erwartet, was für ein Geheimnis die Zeit überdauern konnte, damit habe ich am wenigsten gerechnet. Der Showdown wäre kinoreif, da bin ich mir sicher.

    Und nun lehnt euch zurück, schenkt wich einen Riesling ein und lüftet das Geheimnis von 1939. 📘

  4. Cover des Buches Qube (ISBN: 9783462054408)
    Tom Hillenbrand

    Qube

     (120)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Der Thriller „Qube“ von Tom Hillenbrand ist die Fortsetzung von dem sehr lesenswerten ersten Teil „Hologrammatica“. Allerdings entfaltet „Qube“ leider keine solche Sogwirkung beim Lesen und wird zudem ziemlich verschachtelt erzählt, weil fünf Handlungsstränge miteinander verschränkt werden, was zahlreiche Perspektivwechsel zur Folge hat. Dies gestaltet die Lektüre recht anspruchsvoll. Etwas schade fand ich auch, dass die Hauptprotagonisten aus dem ersten Teil, Galahad Singh und Juliette Perotte, nur kurz am Rande erwähnt werden, ohne als handelnde Figuren aufzutreten. Nach meiner Einschätzung empfiehlt es sich, den ersten Teil bereits gelesen zu haben, um schneller einen Einstieg in die komplex gestaltete Zukunftsvision zu finden. „Qube“ scheint eine Art Zwischenband zu sein, ich vermute, dass noch mindestens eine weitere Fortsetzung folgt. Doch nun zum Inhalt. 

    Der erste Handlungsstrang ist der um Calvary Doyle, einen Investigativjournalisten, der auf offener Straße umgebracht wird und daraufhin als Quant mit Gedächtnislücken wiederaufersteht. Er war dabei, zum Thema Künstliche Intelligenz zu recherchieren und hat eine heiße Spur entdeckt, die ihm das Leben gekostet hat. Nach seiner Konversion versucht er die Rechercheergebnisse der letzten Wochen zu rekonstruieren. In einem weiteren Handlungsstrang steht UNO-Agentin Fran Bittner im Zentrum, die auf KI-Gefahrenabwehr spezialisiert ist, und Doyle beschatten soll. Sie macht schon bald eine äußerst brisante Entdeckung im All. Eine weitere Hauptfigur, von der parallel erzählt wird, ist Clifford Torus, ein reicher Industrieller, der das sog. Descartes-Rätsel lösen will, damit sich Quants länger als nur drei Wochen außerhalb ihres Stammkörpers in einem Gefäß aufhalten können. Sollte er Erfolg haben, ließe sich der Tod überlisten. Clifford schreckt vor nichts zurück, um der Lösung näherzukommen. Eine weitere Parallelhandlung ist die um die Gamerin Persia und ihrem Gamer-Freund Jay. Sie nimmt in äußerst realistischen Holo-Simulationen an diversen Turnieren teil, blickt auf eine erfolgreiche Spielerkarriere zurück, leidet aber gerade unter einem Formtief. Sie erhält aber plötzlich die Chance, an einem sog. Ludorama-Turnier teilzunehmen, bei dem eine nahezu perfekte holographische Kampfspiel-Arena simuliert wird. Nicht zuletzt begleiten wir in einem weiteren, äußerst mysteriös gestalteten Erzählstrang den Auserwählten Franek und seine Begleiterin Marya auf ihrer Reise in das Königreich des blauen Zauberers, um diesem eine Botschaft des gelben Zauberers zu überbringen.

    [AB HIER SPOILERWARNUNG] Insgesamt reicht der Roman leider nicht an den ersten großartigen Teil heran, was verschiedene Gründe hat. Ein Grund ist, dass der Autor es meiner Meinung nach leider nicht schafft, die fünf erwähnten Handlungsstränge so miteinander zu verbinden, dass klar wird, wie genau sie nun eigentlich zusammenhängen. Einerseits tritt die Handlung um Calvary Doyle im Laufe des Buchs total in den Hintergrund und spielt dann gar keine Rolle mehr, andererseits bleiben für mich zu viele Hintergründe zu Clifford Torus unerwähnt, die wichtig wären, um sein Handeln besser zu verstehen. Wie ist er z.B. an den gelben Würfel gelangt? Was es mit Franek und Marya auf sich hat, bleibt völlig im Dunkeln. Ich hatte zwar während des Lesens mehrere Vermutungen, was es mit den beiden auf sich hat, doch konnte ich sie weder verifizieren noch falsifizieren, weil das Gelesene zu wenig eindeutige Informationen und zu wenig Kontext bot.  Wann und wo soll z.B. diese Handlung spielen? Ich hatte das Gefühl, als wäre der Roman auf der einen Seite stellenweise überfrachtet und als könnte der Autor auf der anderen Seite seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden. War „Hologrammatica“ noch eine echte Offenbarung und konnte eine Sogwirkung, vor allem gegen Ende, entfalten, kann man dies von „Qube“ nicht behaupten. Insbesondere die Idee des Ludorama konnte mich nicht genügend mitreißen. Mir bleibt auch zu viel am Ende offen. So bleiben die Pläne der KI für mich zu nebulös, das Rätsel um den Lichtdom sowie die Hardlights und um den Verbleib von Galahad Singh bleibt ungelöst. Auch bleibt unklar, was aus Perrotte geworden ist. Die einzige Erklärung, die ich für die Konzeption dieses Romans in dieser Form habe, ist, dass der Autor noch mindestens einen weiteren Teil plant, in dem die vielen rätselhaften Dinge genauer aufgeklärt werden. Aufgrund meiner hohen Erwartungshaltung war ich von „Qube“ doch recht enttäuscht.

     

    Fazit: Eine mittelprächtige Fortsetzung von „Hologrammatica“, erneut mit vielen kreativen Ideen, was die futuristische Welt betrifft, doch leider dieses Mal ohne echte Sogwirkung und mit zu vielen offenen Fragen am Schluss. 

  5. Cover des Buches Drohnenland (ISBN: 9783462046625)
    Tom Hillenbrand

    Drohnenland

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Mit „Drohnenland“ legt Tom Hillenbrand einen visionären Science-Fiction Krimi vor, der durch einen überzeugenden Weltenentwurf besticht. Die Polizei erhält bei ihrer Ermittlungsarbeit Unterstützung durch eine Künstliche Intelligenz, einen fortschrittlichen Fahndungscomputer, der mit Hilfe seiner Prädikationssoftware Verbrechen bereits feststellt, bevor sie begangen werden. Das erinnert ein wenig an „Minority Report“, aber Hillenbrand geht weit über diese Idee hinaus. Außer der digitalen Forensik haben Polizei und Geheimdienst auch die Möglichkeit einer Totalüberwachung mit Hilfe von Drohnen. Und sie können auf einen Mirrorspace zugreifen, eine kontinuierliche Echtzeitspiegelung, die eine vierdimensionale Raumzeit holographieren kann. Auf diese Weise lässt sich jeder Tatort zu jeder beliebigen Zeit und aus verschiedenen Perspektiven nochmals genau untersuchen. Dieser vom Autor kreierte Weltenentwurf ist in meinen Augen eine große Leistung, Hillenbrand verfügt über ein großes Register kreativer Ideen. Wer „Hologrammatica“ kennt, wird feststellen, dass viele Ideen in Grundzügen schon hier vorhanden sind, z.B. die Idee einer KI, von Holographien oder von Brillen, die die Umgebung mit digitalen Hilfsmitteln anders erscheinen lassen kann. 

    Doch nicht nur der Weltenentwurf gelingt, Hillenbrand schafft es, eine Atmosphäre zu erzeugen, die authentisch und futuristisch wirkt. Beim Lesen entstand vor meinem inneren Auge eine greifbare Zukunftswelt, die bei mir Assoziationen zu „Blade Runner“ auslösten.

    Und auch die Figuren sind facettenreich und interessant gestaltet. Das Ermittlerteam, bestehend aus Kommissar Westerhuizen und der Analystin Ava, konnte mich in seinen Bann ziehen. Eine weitere mysteriöse Figur, deren Handeln man genauer ergründen möchte, ist der Journalist Johnny Random, der bei mir Assoziationen zu „Max Headroom“ auslöste.

    Das einzige, was ich an diesem Science-Fiction-Thriller bemängeln kann, ist das Fehlen einer hohen Spannungsintensität. Erst im Finale auf den letzten 100 Seiten zieht die Spannung spürbar an, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Und die Auflösung ist auch plausibel, durchdacht und gelungen. Ich vergebe 4 Sterne.

     

    Fazit: Ein Science-Fiction-Krimi mit einem gelungenen Weltenentwurf, vielen kreativen Ideen, gut gestalteten Figuren und einer futuristischen Atmosphäre. Er hätte lediglich noch spannender sein können. Dennoch eine klare Leseempfehlung, vor allem auch für Kenner von „Hologrammatica“, die interessante Parallelen entdecken werden.

  6. Cover des Buches Bittere Schokolade (ISBN: 9783462050738)
    Tom Hillenbrand

    Bittere Schokolade

     (58)
    Aktuelle Rezension von: efell

    Mir hat dieser kulinarische Krimi gut gefallen. Man erfährt viel über Kakao und wie er produziert wird, die Verhältnisse auf den Plantagen in Afrika, die harte Arbeit und den vielfältigen Einsatz von Kinderarbeit. Und dann kommen noch die Probleme kranken, von Pilz befallenen Pflanzen. Wahrscheinlich werde ich nun jedes Stück Schokolade noch bewußter genießen. Schlimm der Hinweis, dass die Plantagenarbeiter noch nie Schokolade gekostet haben!

    Die Handlung ist auch gut aufgebaut, aber doch etwas verwirrend - einerseits Kakao, andererseits Diamanten, dann zwei Morde - etwas schwierig den Überblick bei diesem Wirtschaftskrimi zu bewahren.

    Xavier Kieffer, der Koch, war wiedereinmal in Bestform und hat alles riskiert, um das Versprechen an seine lang verflossene, gerade sterbende Freundin zu erfüllen

  7. Cover des Buches Teufelsfrucht (ISBN: 9783462042870)
    Tom Hillenbrand

    Teufelsfrucht

     (211)
    Aktuelle Rezension von: Zockermaus98

    Das Cover ist äußerst ästhetisch und passt definitiv zu der wohligen Atmosphäre, die im Buch herrscht. 

    Stichwort Atmosphäre. Der Roman spielt zu einem großen Teil in Luxemburg. Meiner Heimatstadt. Natürlich habe ich es auch deswegen gelesen und ich muss sagen, dass der Autor hervorragend recherchiert hat. Die Heimatverbundenheit, die Kiefer spürt, die spürt auch jeder Luxemburger so. Die Mission, die er sich in seinem Restaurant gesetzt hat, nur authentische luxemburgische Gerichte zu kochen, hat mir das Herz erwärmt, leider gibt es das Restaurant nicht wirklich, denn dort würde ich sofort essen gehen. Ebenfalls die Beschreibungen rund um die Stadt waren ebenfalls super recherchiert. Die Straßen, die er nennt, gibt es wirklich und auch ansonsten stimmen die Beschreibungen. Sogar die luxemburgischen Sprichwörter stimmen. Gut bei ein paar bin ich mir nicht sicher, ob der Wortlaut exakt ist, aber ansonsten bin ich echt beeindruckt.


    Die Themen, die im Buch angesprochen werden, sind keine leichte Kost. Obwohl es die Teufelsfrucht, nicht wirklich gibt, sieht man, wie die Lebensmittelindustrie arbeiten und ich muss sagen, dass ich schockierten. Natürlich weiß ich durch Dokus, wie genau das alles abläuft und trotzdem, empfand ich es als eine neue Erfahrung, da ich über dieses Thema noch nicht viel drüber nachgedacht habe. Was den Krimi-Anteil angeht, war der Roman ziemlich vorhersehbar. Es ist jetzt kein Krimi, wo man immer wissen muss, wie es weitergeht und dennoch war es sehr interessant.


    Xavier ist eigentlich der perfekte Protagonist. Er soll sich nicht einmischen, macht es dann trotzdem und löst den Fall, wozu die Polizei nicht imstande war😂. Er besitzt aber auch Laster, wie das Rauchen und trinken von Moselwein, was ihn menschlich macht. Dass er ebenfalls für eine bestimmte Dame, sich neue Kleider kauft, macht ihn einfach menschlich und das ist in so einem Roman wichtig. Die Nebencharaktere haben sich ebenfalls super in die Geschichte eingefügt.


    Den Schreibstil finde ich großartig. Manche der Sätze sind anspruchsvoll, da viele Fremdwörter benutzt werden. Jeder, der Französisch kann, hat damit absolut kein Problem, aber auch für jemanden, der viel liest, sollte alles geläufig sein. Aber auch die Satzstruktur war an manchen Stellen, schwierig für jemanden, dem Deutsch vielleicht nicht so liegt. Die wissenschaftlichen Informationen wurden allesamt super verständlich.


    Das Buch war mir ein wenig zu langweilig für einen Krimi, aber trotzdem lesenswert.


    4,5⭐️

  8. Cover des Buches Rotes Gold (ISBN: 9783462044126)
    Tom Hillenbrand

    Rotes Gold

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Lysan73

              Das zweite Buch in der Reihe um den (ehemaligen) Sternekoch Xavier Kieffer beginnt noch spektakulärer als der erste Fall. Wir befinden uns nicht im beschaulichen Großherzogtum Luxemburg, sondern in Paris. Wie schon im ersten Buch sind allein die Beschreibungen der verschiedenen Örtlichkeiten so liebevoll detailliert, das der Leser sich quasi direkt im Geschehen aufhält und entweder den Luxus und das Vergnügen hat, die Szenerie zu kennen und um eigene Eindrücke ergänzen zu können, oder aber mit der Zeit das unbändige Gefühl geweckt wird, unbedingt dorthin reisen zu müssen, um all das mit eigenen Augen sehen zu können.

    Der spektakulär inszenierte Mord am Sushimeister führt Kieffer in Welten, die auch ihm vorher in diesem Außmaß nicht bekannt waren. Der Leser mag einiges für übertrieben halten - bei eigener Recherche kann man vor den Tatsachen aber nicht die Augen verschließen! Wir begegnen alten Bekannten wie beispielsweise Pekka und lernen neue Leute wie Francois Allegret lieben oder auch hassen. Wunderbar!

            

  9. Cover des Buches Letzte Ernte (ISBN: 9783462045338)
    Tom Hillenbrand

    Letzte Ernte

     (116)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Xavier Kieffer in seinem nächsten Fall.... 

    Die mitspielenden Personen werden sehr deutlich charakterisiert, ich mag das! 

    Jeder Mensch hat seine Schwächen, so auch die Hauptpersonen in diesem Roman. Dadurch wird die ganze Geschichte sehr lebendig und läßt sich gut lesen.

    Xavier Kieffer, mit seinem Hang zum Alleingang und seine Freunde und Bekannten, die ihm zur Seite stehen, und seine Wissenslücken in Bezug auf Computerkenntnisse ausgleichen, ergänzen sich prima.

    Es werden allerdings auch Klischees bedient, z. B. der Finne, der gerne und viel Wein konsumiert....

    Fazit: ein Buch, dessen Lektüre lohnt. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände dieser Reihe!

  10. Cover des Buches Hologrammatica (ISBN: 9783838788678)
    Tom Hillenbrand

    Hologrammatica

     (16)
    Aktuelle Rezension von: oromis23

    Stellt euch vor, ihr lebt im Jahr 2088. Die Leute tragen Holotexturen statt Kleidung, laden ihre Gehirndaten in Klonkörper hoch und reisen auf Autositzen durchs All. Das ist die Welt von Hologrammatica! Quästor (=Detektiv) Galahad Singh soll die verschwundene Programmiererin Juliette Perrotte finden, die an skurrilen Techniken wie Mind Uploading geforscht hat. Nebenbei gibt es schillernde Holo-Partys, Lovestories, große moralische Fragen und einiges an Verfolgungsgeballer.

    Meinung
    Hologrammatica macht Spaß. Das Europa der Zukunft (inklusive bewohntem Asteroidengürtel) ist wahnsinnig originell und detailliert geschildert. Hauptfigur Galahad mit trockenem Humor und einer Extraportion Coolness verfolgt mal alleine, mal mit seinem Lover Francesco die eine oder andere heiße Spur. Der zweite Strang wird aus Juliettes Sicht erzählt. Der Mix aus SciFi und Krimi lädt nicht nur zum Miträtseln ein, sondern auch zu Gedankenspielen über Gesellschaft und Moral in der Zukunft.

    Im letzten Drittel des 16-stündigen Hörbuchs kam ich allerdings teils nicht mehr mit, da ich oft nur nebenbei lauschen konnte und die Stränge und Hinweise sich immer mehr verflochten. Die Story ist sicherlich meisterhaft geplottet, zum gelegentlichen Nebenbeihören aber echt ungeeignet. Vielleicht wäre eine gekürzte Fassung eine gute Idee.

    Fazit
    Ein buntes, actionreiches Kopfkino, das in Erinnerung bleibt - lieber lesen als hören!

  11. Cover des Buches Ich bin ein Kunde, holt mich hier raus (ISBN: 9783462044522)
    Tom König

    Ich bin ein Kunde, holt mich hier raus

     (37)
    Aktuelle Rezension von: MelLila

    Lustig, unterhaltsam, kurzweilig. In einigen Geschichten findet man sich als Leser auch selber wieder, über viele konnte man schmunzeln oder lachen, und ganz am Schluss kommen sogar noch einige ganz nützliche Tipps wie man sich unter Einbezug des Social Media wehren kann. Für mich war das das perfekte Buch für mal eben zwischendurch 5 Minuten Zeit und dann immer nur ein paar Seiten oder ein Kapitel lesen, am Stück natürlich eher nicht so, aber danke noch mal fürs ausleihen und ich hoffe ich kriege noch mal mehr von dieser Art Literatur.

  12. Cover des Buches Montecrypto (ISBN: 9783462054651)

    Montecrypto

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Jin_ny

    Die Geschichte von Dante und seiner Detektivarbeit um das versteckte Vermögen rund um Kryptowährungen war faszinierend, aber ich hatte etwas mehr Spannung erwartet. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, Dante als Charakter fand ich super klasse und auch die Thematik der Kyptowährung wurde einfach erklärt, sodass auch die ohne Vorwissen die Handlung gut nachvollziehen können.
    Es gibt ein großes Plus dafür, dass der Autor sich an dieses Thema getraut und alles so verständlich erzählt hat. An sich war es auch ein Page-turner, aber für mich persönlich ohne große Höhe- oder Tiefpunkte. Die Spannung, die sich an manchen Stellen aufgebaut hat, verpuffte auch sehr schnell in den nächsten Seiten. Ich hatte zwar nicht unbedingt mehr Action, aber doch vielleicht mehr Dramatik erwartet, und leider gab es auch keine Überraschungsmomente. Das Buch steht für mich irgendwo zwischen Thriller und Drama, aber leider konnte mich vor allem das Ende nicht überzeugen.
    Den Charakter Dante fand ich sehr speziell; etwas träge und naiv im Vergleich zu anderen traditionellen Detektiven, die man so kennt, aber trotzdem smart. Ich fand ihn sehr sympathisch, aber die anderen Charaktere fand ich eher langweilig oder zu klischeehaft. Es war auf jeden Fall ein solides Buch mit interessanten Ideen, aber leider hat es meine Erwartungen nicht erfüllt.

    ** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **

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