Bücher mit dem Tag "thoreau"

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10 Bücher

  1. Cover des Buches Die Mitternachtsbibliothek (ISBN: B08RYXNK2S)
    Matt Haig

    Die Mitternachtsbibliothek

     (134)
    Aktuelle Rezension von: SternchenBlau

    Statt nach ihrem Suizidversuch zu sterben, landet Nora in der Mitternachtsbibliothek, in der sie die Chance bekommt, unendlich vieler möglicher Leben auszuprobieren. Obwohl ich so begeisterte Rezension gelesen habe, hatte ich bei diesem Buch Vorbehalte: Ist es möglich, leicht und beschwingt über die Themen Depression und Suizid zu schreiben, ohne das zu verharmlosen und die Betroffenen nicht ernst zu nehmen? Und die toxische Positivität und klebrigen Kitsch über allem auszukippen? Ich habe dann doch in das (gekürzte) Hörbuch mal reingehört (die ungekürzte Variante gibt es exklusiv bei Audible, Argon Audio hat eine gekürzte Ausgabe publiziert. Schnell wurde ich wegen meiner Vorbehalte eines Besseren belehrt: Matt Haig trifft genau den richtigen Ton zwischen Bitterkeit und (vorsichtiger) Hoffnung, Selbstzerstörung und Resilenz, Traurigkeit und Lebenskraft.

    Ich habe während der Lektüre dann erfahren, dass Haig selbst von Depression betroffen ist. Vermutlich wirken deswegen die Gedanken seiner Heldin Nora so authentisch. Da ich selber Depression und Burn Out kenne, war ich doppelt überrascht, wie gut mir das Buch tat. Haig delegitimiert die Depressionen, Sorgen und Nöte Noras nie. Es ist quasi ihre Aufgabe über den Verlauf des Buches hinweg, diese Gefühle als Teil ihrer Selbst anzuerkennen. Statt eines: Stell dich nicht so an!, das Betroffene leider immer noch viel zu häufig hören müssen, wird die Erkrankung stattdessen Teil des Lebens.

    Ich war so neugierig, mit Nora die verschiedenen Leben ausprobieren zu können. So glamourös vieles zunächst scheint, Schatten findet Nora auch dort. Haig spielt geschickt mit unseren Erwartungen: Einige Aspekte habe ich relativ schnell erwartet, nur um mich dann umso mehr zu freuen, als sie dann tatsächlich eintrafen. Vielleicht, weil wir tief in uns drin doch alle wissen, was uns guttut, oder?

    Ein besonderes Highlight war für mich die Lesung von Annette Frier. Sie verleiht den fröhlichen wie den bitteren oder absurden Aspekte der Geschichte einfach die richtige Tonalität. Das Hörbuch gestaltet sich durch sie besonders aufmunternd und aufbauend.

    Fazit:

    Trotz des ernsten Hintergrunds der Geschichte tat mir das Hörbuch richtig gut. Haig nimmt Depression und Suizid als Themen ernst – und spinnt darüber eine wundervolle Geschichte, die Resilenz und Lebensfreude vermittelt (und das auch noch OHNE Kitsch). 5 von 5 Sternen.

  2. Cover des Buches Dead Poets Society (ISBN: 9781401308773)
    Nancy H. Kleinbaum

    Dead Poets Society

     (247)
    Aktuelle Rezension von: xx_yy

    Inhalt
    An der Welton Academy, einem alten Internat für Jungen, wird den Schülern Disziplin und Respekt gelehrt, damit sie später alle einen anständigen Beruf bekommen und in die Fußstapfen ihrer Eltern treten können. Die Erwartungen and die Jungen sind hoch und Ablenkungen unerwünscht. Doch als John Keating als neuer Englischlehrer an die Schule kommt, scheint sich das alles zu ändern. Keating ermuntert seine Schüler dazu, ihren eigenen Weg zu gehen. Er zeigt ihnen die Macht der Poesie und wie sie ihren Gefühlen in Form von Gedichten Ausdruck verleihen können. Viele beginnen zum ersten Mal darüber nachzudenken, was das Leben für sie zu bieten hätte und was sie eigentlich erreichen möchten, wenn es ihnen niemand vorschreibt.

    Meinung
    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir wirklich sehr leicht. Von Anfang an war die emotionale Lage der einzelnen Schüler greifbar. Die Tatsache, dass Poesie in diesem Buch eine so große Bedeutung erhalten hat, fand ich wirklich schön. Insgesamt hat mir die Thematik und die Handlung gut gefallen. Jedoch gab es mehrere Punkte, die meiner Meinung nach einfach zu wenig beachtet wurden und dementsprechend untergegangen sind.

  3. Cover des Buches Inseln (ISBN: 9783832199890)
    Gavin Francis

    Inseln

     (15)
    Aktuelle Rezension von: evaczyk

    „Die Kartierung einer Sehnsucht“ heißt das Buch „Inseln“ des schottischen Arztes und Schriftstellers Gavin Francis im Untertitel – und das ist wortwörtlich zu nehmen. Denn das Buch ist reich illustriert mit alten Landkarten, die sich mit entlegenen, oft wenig bekannten Inseln befassen. Von ungefähr kommt das nicht, denn wie Francis gleich zu Beginn des sehr persönlichen Texts erläutert, faszinierten ihn schon als Kind die Abbildungen eines alten Atlas in der Stadtbücherei.

    Millenials und die ihnen folgenden Generationen können es vermutlich gar nicht mehr nachvollziehen, was der Atlas für den Jungen bedeutet hatte, der sein Fernweh mit dem Finger auf der Landkarte und seiner Vorstellungskraft stillt. Schließlich wuchs Francis noch zu einer Zeit auf, als Fernreisen bei weitem nicht so verbreitet waren und die Information selbst über entlegene Gebiete nur einen Mausklick entfernt aus dem Internet abrufbar.

    Geplant war „Inseln“ als „persönliche Reise durch Landkarten und Inselgeschichten, durch die Segnungen und Nöte der Abgeschiedenheit“, über die Rolle von Inseln in der kollektiven Kultur, über den möglichen Gewinn aus der Isolation des Insellebens.  Die Corona-Pandemie habe den Ansatz seiner Überlegungen noch einmal verstärkt, schreibt Francis: „Die Welt hat sich verändert, es ist entscheidender denn je, die Vorzüge der Isolation zu schätzen und dennoch neue Wege zur Verbundenheit zu finden.“

    Der Autor schildert eigene Inselerlebnisse, sei es als Naturschutzwart auf einem Leuchtturm, während eines Forschungsaufenthalts in der Antarktis oder als Besucher isolierter Inselgemeinschaften oder der Mönche auf dem Berg Athos. Daneben ist das Buch gespickt mit Verweisen aus der Literatur, etwa Robinson Crusoe. Auch die medizinischen Überlegungen kommen nicht zu kurz – ist nicht etwa die Pubertät eine wichtige Phase der Abkapselung, in der sich Jugendliche gewissermaßen auf ihre eigene, innere Insel zurückziehen?

    Wenn von Sehnsuchtsinseln die Rede ist, denken die meisten vermutlich erst einmal an Traumstrände in der Südsee, im Indischen Ozean und der Karibik, an Korallenstrände und türkisblaues Meer. Doch auch wenn Francis Reisen auf das Lamu-Archipel vor der Küste Kenias und die Inseln im Titicacasee beschreibt – sein Focus liegt auf den einsamen, rauen, sturmumtösten Inseln des Nordens, seien es die Hebriden und Orkney-Inseln seiner schottischen Heimat, seien es Grönlad, die Faröer-Inseln, auf den Begegnungen mit Basstölpeln, Möwen und anderen wilden Seevögeln.  Geradezu poetisch lesen sich seine Beschreibungen von Inselerlebnissen, als er sein Zelt in der Nähe von Vogelkolonien aufschlägt und ganz den den Geräuschen von Wellen, Wind und Vogelschreien hingeben kann.

    „Inseln“ nimmt den Leser mit auf die Reise – nicht nur mit Hilfe der alten Karten, sondern auch auf die Gedankenreise des Autors und die philosophischen Überlegungen über die Kontraste zwischen Inseleinsamkeit und pulsierenden Städten, zwischen Isolation und Verbundenheit und der Frage, ob die Suche nach Einsamkeit nicht auch der Selbstfindung dient: „Liegt hier der ewige Reiz von Robinson Crusoe? Dass wir alle danach dürsten, uns in der Einsamkeit zu definieren? Dass wir davon träumen, endlich Schiffbrüchige zu sein?“ Insofern ist „Inseln“ in der erzwungenen Isolation durch die Pandemie nicht nur eine Möglichkeit, Fernweh zu stillen, sondern auch die positiven Seiten der Isolation zu untersuchen.

     

  4. Cover des Buches Zweiunddieselbe (ISBN: 9783737342599)
    Mary E. Pearson

    Zweiunddieselbe

     (366)
    Aktuelle Rezension von: -NB-

    In diesem Jugendbuch, in dem die Protagonistin aus dem Koma erwacht, wird einem in gewisser Weise schon alles vorgekaut. Statt miträtseln zu können, wird einem des Rätsels Lösung präsentiert. Es geht vielmehr darum, wie die Protagonistin mit ihren Gefühlen und der Situation umgeht. Auch der Umgang mit den Mitmenschen wird thematisiert. Daher wird dieses Buch zurecht als Jugendbuch eingestuft.

    Zu kritisieren ist, dass die Nebencharaktere teils sehr einseitig dargestellt werden. Sie haben oft nur eine Funktion. So ist Ethan durchgängig der Nette und Ally die Vertreterin einer ethischen Meinung. Vor allem Dane dient lediglich als Antagonist. Es wurde nie aufgeklärt, warum er sich in dieser Weise verhält. Auch gibt es so gut wie keinen Handlungsstrang mit ihm. Er ist nur da, um die Reize in der Pubertät zu verdeutlichen.


  5. Cover des Buches Walden (ISBN: 9783752886306)
    Henry David Thoreau

    Walden

     (144)
    Aktuelle Rezension von: gerda_badischl

    Mein Lese-Erlebnis:

    „Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohl überlegt leben. Intensiv leben wollte ich, das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht lebend war. Damit ich nicht in der Todesstunde inne würde, dass ich gar nicht gelebt hatte.“ (Club der Toten Dichter)

    Phase 1: Der Film von 1989 hat mich damals tief beeindruckt - und natürlich habe ich recherchiert, woher die Gedichtzitate kommen. Seit damals stand "Walden" auf meiner Bücher-Wunschliste.

    Phase 2: Ich weiß nicht mehr, wie ich zu meinem Buch gekommen bin. Ein Schnäppchen vom Flohmarkt vielleicht. Eine Liebhaberausgabe mit goldenem Seitenumbruch, aber klein und handlich. Auf Englisch. Letzteres ist der Grund, warum das Buch dann lange auf dem Stapel der ungelesen Bücher dahinvegetieren musste.

    Phase 3: Vor cirka 10 Jahren durfte "Walden" dann zum ersten Mal mit auf Urlaub fahren. Urlaub in der Natur, passenderweise. Immer wieder. Und in jedem Urlaub erarbeitete ich mir ein paar Seiten oder Kapitel. Obwohl es mir von Seite zu Seite besser gefiel - schneller ging es einfach nicht. Und jetzt bin ich leider fertig.

    Phase 4: Im nächsten Urlaub werde ich von vorne wieder beginnen :-)


  6. Cover des Buches Walden (ISBN: 9783717525080)
    Henry David Thoreau

    Walden

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Anlässlich Henry David Thoreaus 205. Geburtstages habe ich mir ein Stück Weltliteratur aus seiner Feder vorgenommen - Walden. 

    Wie hättet ihr es ausgesprochen? Ganz ehrlich, ich dachte "Walden" sei ein deutsches Verb. Im Wald leben = Walden. Eine geniale Wortschöpfung! Es ist aber ein Ort an einem See und wird englisch ausgesprochen. Schade. 

    Es ist wohl eins der einflussreichsten Werke der amerikanischen Literatur, auf das noch heute SchriftstellerInnen Bezug nehmen, daraus in ihren Texten zitieren oder deren Erzählungen davon beeinflusst werden. 

    Die Geschichte ist autobiographisch und beschreibt 2 Jahre und 2 Monate (von 1845 - 1847), in denen Thoreau im Wald lebte, er war zu dieser Zeit 38 Jahre alt. Es sollte sein Versuch sein, einen alternativen Lebensstil zu erproben, bei dem er sich auf das Notwendige besinnt. Dieses Leben führte er keineswegs als Einsiedler, eher an der Grenze der Zivilisation. 

    Es ist kein so richtig strukturierter Bericht, es ist teils Monolog, Gedanken schweifen lassen und philosophieren, entstanden aus den Tagebüchern des Autors. Er war ein Fortschrittskritiker, verteufelte moderne Architektur als unnötig prunkvoll, ebenso das Postwesen, er habe nie einen wichtigen Brief bekommen, moderne Fortbewegungsmittel? Unnötig. 

    Er schließt nicht selten bei Kritik von sich auf andere. Dann wiederum spricht er von der Gattung Mensch, als würde er nicht dazu gehören, was einen arroganten und mitleidigen Ton an sich hat. 

    Er sagt, er schreibe dieses Buch nicht aus Egozentrismus über sich, sondern weil so viele Fragen an ihn über seine Zeit im Wald gerichtet wurden. In meinen Augen beantwortet er keine einzige klar und deutlich, er spricht in Gleichnissen und Beispielen und kommt nicht recht auf den Punkt. 

    In meinen Augen war der Autor nicht geringfügig soziopathisch veranlagt und das hat die Lektüre teils schwierig gestaltet, ich stimme ihm - mal abgesehen davon, dass er sich gerne auch mal selbst widerspricht - in Vielem nicht zu. 

    "Etwas anderes als Nahrung und Obdach braucht kein Tier." (S. 21)

    Doch, auch die Tiere, die er beobachtet, leben organisiert in Gruppen oder Paaren und auch er hat gelegentlich Besuch. 

    Ich muss auch sagen, dass ich die Naturbeschreibungen sehr anstrengend fand, er dokumentiert nicht, er interpretiert in jedwedes Verhalten oder Geschehen etwas hinein, was ich absolut überzogen und teils übergriffig fand. ".. als würde.." - ".. wie wenn.." - ".. als wollte er.." - echt in jedem zweiten Satz, er dichtet Tieren, Pflanzen, sogar dem Wetter irgendwelche Absichten an. 

    Diese Ausgabe nun wird am Ende durch ein tolles Nachwort von Susanne Ostwald (nichts darüber gefunden, wer das ist) ergänzt, das meine Kritikpunkte ebenfalls aufnimmt. Es gesteht mir zu, dass ich Teile des Buches schwierig fand und ist kein Loblied auf Walden, sondern eine reflektierte Auseinandersetzung. Das hat mir sehr gefallen, denn trotz dass ich froh bin, es nun für mich einordnen zu können, begeistern konnte mich Walden nicht, da mir der Schriftsteller und seine Sicht der Welt größtenteils fremd blieb. 

  7. Cover des Buches Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur (ISBN: 9783328102113)
    Andrea Wulf

    Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Elisabeth_Rettelbach

    Ich liebe historische Reise- und Wissenschaftsbeschreibungen ohnehin sehr, und hier hat mich auch der lebendige Schreibstil mitgerissen. Das Werk befasst sich mit interdisziplinärem und universalem Weltwissen, das die Jahrhunderte überdauert: Philosophie, Geschichte, Naturwissenschaft, Kunst, Soziologie … Auch machte Humboldt damals schon auf beginnende Umweltzerstörung aufmerksam und kritisierte den Kolonialismus und seine Auswirkungen auf Mensch und Natur durch Ausbeutung. Natürlich lässt sich nicht verhehlen, dass auch er selbst zwangsläufig ein europäischer Eindringling auf dem südamerikanischen Kontinent war und aus heutiger Sicht mit Sicherheit Ausbeutung betrieben hat – allein schon das Sammeln von Pflanzen und Tieren etc. Dennoch schien er für die damalige Zeit umsichtig vorzugehen und wirklich vor allem Wissensdurst stillen wollen, nicht sich selbst bereichern. Ein herrliches Buch, das ich Nächte durchgelesen habe. Sehr zu empfehlen.

  8. Cover des Buches Henry David Thoreau (ISBN: 9783518467695)
    Frank Schäfer

    Henry David Thoreau

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Walden and Other Writings (ISBN: 1586632116)
    Henry David Thoreau

    Walden and Other Writings

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Wirklichkeit und Sprache (ISBN: 9783825303228)
    Thomas Liesemann

    Wirklichkeit und Sprache

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