Bücher mit dem Tag "tankstelle"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tankstelle" gekennzeichnet haben.

73 Bücher

  1. Cover des Buches New Dreams (ISBN: 9783426525845)
    Lilly Lucas

    New Dreams

     (472)
    Aktuelle Rezension von: isas_bookworld

    Der Schreibstil der Autorin ließ sich sehr angenehm und flüssig lesen. Er hat etwas sehr lockeres und gleichzeitig humorvolles und doch tiefgründiges an sich.

    Geschrieben ist die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin, was einem einen tiefen Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt ermöglicht.


    Green Valley hat mich absolut verzaubert. Ich habe mich dort direkt wohlgefühlt. Es war so schön, so atmosphärisch. Ich liebe einfach alles daran, die kleine Stadt, die Natur, die Bewohner, einfach alles. Der perfekte Wohlfühlort!


    Elara ist auf der Flucht vor den Erwartungen ihrer Mutter, die ganz genau weiß, was sie von ihrer Tochter erwartet. Doch die will eigentlich etwas ganz anderes. Sie ist unglaublich offenherzig, hilfsbereit, hält ihre Versprechen und ist immer da, wenn man sie braucht.

    Noah ist ein kleiner Nerd, der mich mit seiner Begeisterung für das Weltall wirklich angesteckt hat. Er ist hilfsbereit, unglaublich loyal und absolut herzensguter, so sehr, dass er sich selbst dabei manchmal vergisst.

    Auch die restlichen Charaktere habe ich direkt ins Herz geschlossen. Sie sind alle so wunderbar und machen Green Valley zu etwas ganz besonderen.  


    Die Liebesgeschichte der beiden war einfach nur schön. Sie haben sich meiner Meinung nach einfach perfekt ergänzt. Ich habe sie Chemie zwischen den beiden richtig gespürt, weshalb ich sehr mit den beiden mitgefiebert hat.

    Gleichzeitig hat mich die Geschichte con Noahs Ex-Freundin zutiefst bewegt, weshalb ich auch die ein oder andere Träne verdrücken musste.

    Auch muss ich datu sagen, dass ich Elara und Noahs und auch Annie's späterer Umgang damit als sehr erwachsen empfunden habe. Es wurde keinesfalls überdramatisiert, was mir sehr gut gefallen hat.  


    Alles in allem hat mir das Buch also wirklich gut gefallen, weshalb es von mir auch 5 Sterne bekommt.  

  2. Cover des Buches Never Doubt (ISBN: 9783736312807)
    Emma Scott

    Never Doubt

     (415)
    Aktuelle Rezension von: annapgnr

    Da ich einen soften Spot für etwas poetische und theatralische Romane habe, musste ich mir diesen natürlich zulegen.

    Die Umsetzung ist der Autorin wirklich gut gelungen, auch der Schreibstil ist angenehm und einfach. Die Protagonisten sind authentisch, auch wenn sie etwas Zeit brauchten, um miteinander warm zu werden. Auch die Gesichte des jeweiligen Protagonistens ist der Autorin gut gelungen. Das Ende war für meinen Geschmack ein bisschen zu süß aber es passt zum Buch, zu Willow und Isaac.

  3. Cover des Buches Twisted Perfection – Ersehnt (ISBN: 9783492304825)
    Abbi Glines

    Twisted Perfection – Ersehnt

     (516)
    Aktuelle Rezension von: Lena_Thierbach

    Klappentext:

    Della ist endlich frei. Als sie ins Auto steigt und einfach losfährt, lässt sie nicht nur ihr Elternhaus, sondern auch ihre Vergangenheit hinter sich. Sie will unbeschwert leben und die Welt entdecken. Bei einem Zwischenstopp im sonnigen Rosemary Beach lernt sie an einer Tankstelle den unverschämt charmanten Woods kennen. Doch was für Della als heißer One-Night-Stand beginnt, wird ihr Leben für immer verändern.

     Nachdem ich die ersten vier Bücher um Blaire &‘ Rush verschlungen habe, musste ich natürlich unbedingt wissen, wie es mit Woods weitergeht, denn er ist mir in den ersten vier Büchern schon sehr ans Herz gewachsen. Woods ist ein toller Mann mit einer sehr liebevollen Art, der mich wirklich neugierig auf sich gemacht hat. Genauso wie Della, die zu Beginn des Buches nur einen kurzen Stopp in Rosemary Beach einlegt, bei dem sie Woods begegnet, doch wie das Schicksal so spielt, Kreuzen sich die Wege der beiden wieder. 

    Auch im fünften Buch der Rosemary Beach – Reihe ist der Schreibstil wieder angenehm locker &‘ sehr flüssig, was mir den Einstieg sehr erleichtert hat. Die Geschichte wird auch in „Twisted Perfection – Ersehnt“ aus den Sichten der beiden Protagonisten erzählt, was mir sehr gut gefallen hat.

  4. Cover des Buches Elchscheiße (ISBN: 9783423215084)
    Lars Simon

    Elchscheiße

     (133)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Nun habe ich also endlich den ersten Band der Tierkot Trilogie von Lars Simon gelesen, und somit nun die ganze Reihe. Und irgendwie muss ich sagen, jetzt kann ich mir nun ein wirkliches Urteil bilden. Aber eines nach dem anderen.

    Lars Simon nimmt einen langsam mit und erklärt, wie das mit Torstens Ex Tanja passiert ist. Man lernt das erste Mal Torstens Freund Rainer kennen. Auch Gerd, der Vater von Torsten, und Renate dessen Freundin treten auf. Letztere ist auch die beste Freundin von Tanja, aber die ist ja mit dem „Therapeuten“ von Torsten und ursprünglich Renates Freund abgehauen. Kompliziert? Nein, nicht wirklich. Es kommt ja im Buch schrittweise. Daher ist es tatsächlich einfacher zu erst „Elchscheiße“ zu lesen, bevor man sich auf „Kaimankacke“ stürzt.

    Man lernt auch den Ort Gödseltorp mit all seinen Eigenheiten kennen und „lieben“.  Manchmal denkt man: „Mein Lieber Herr Simon, geht es nicht vielleicht ein wenig langsamer?“, denn die Ereignisse überschlagen sich teilweise in diesem Drecksnest, wie es der Autor des Öfteren nennt. Aber was will man von einem erfundenen Ort erwarten, der frei übersetzt so etwas wie „Misthausen“ heißt. 

    Lars Simon, bringt es fertig einen immer wieder zum Lachen zu bringen. Ich meine damit nicht dieses verschmitzte Lächeln während des Lesens, sondern eher dieses laute Lachen, was einem, wenn man schwarzen und sarkastischen Humor mag, immer wieder herausplatzt. Vielleicht auch zum Leidwesen der Nachbarn, wenn man eine sehr hellhörige Wohnung hat.

    Es gibt so manche Anspielung auf „Per Anhalter durch die  Galaxis“ von Douglas Adams. Wer das Buch nicht kennt, dem entgehen eventuell Nuancen. Gelegentlich ist es ein wenig zu überladen in meinen Augen. Lars Simon macht dies aber mit dem Humor einfach wieder weg.

    Elchscheiße ist für mich ein Buch, welches man lesen sollte, wenn die Welt, die einem umgibt nichts oder nur wenig zu lachen bietet. Oder einfach mal nur so für zwischendurch, wenn man keine Lust auf etwas Hochtrabendes hat oder etwas, was einem ein hohes Maß an Fantasie abfordert. Es ist eine gut gemachte Comedy Reihe, welche verdammt viel Situationskomik beinhaltet und gute Laune bringt. 

    http://literaturlounge.eu


  5. Cover des Buches Man muss auch mal loslassen können (ISBN: 9783426523230)
    Monika Bittl

    Man muss auch mal loslassen können

     (90)
    Aktuelle Rezension von: FeFu

    Ich hatte bei dem Buch auf etwas locker-amüsantes gehofft.
    Leider wurde ich enttäuscht. 😔

    Das Aufeinandertreffen der drei Damen ist noch recht amüsant.
    Jedes Kapitel ist immer aus der Sicht einer anderen Person geschrieben.
    Leider tendiert doch sehr bald alles in die Richtung "Politisch", "System", "Kapitalismus", "Linken", "Rechten", etc.

    Auch ist der Schreibstil teils etwas unangenehm. So abgehackt. Zu großer Deutsch-Englisch-Mix. Bei der Jessy passt es ja, also vom Charakterbild und ihrer Vergangenheit her. Aber es zieht sich leider durch alle Charaktere. Schöner wäre es, wenn jede/r so seine Eigenarten hätte.

    Das ganze Politik-Gefasel hat mir das Buch ziemlich vermiest. Ich hatte mir doch eher etwas zum Schmunzeln und mit dem ein und anderen Lacher erhofft.

  6. Cover des Buches Das Haus des Windes (ISBN: 9783746631509)
    Louise Erdrich

    Das Haus des Windes

     (104)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Dakota 1988, im Mittelpunkt der Geschichte steht der 13 jährige Joe, er lebt zusammen mit seinen Eltern in einem Indianer-Reservat. Das bis anhin unbeschwerte Leben von Joe wird brüsk getrübt durch einen schweren, brutalen Überfall auf seine Mutter Geraldine. Vergewaltigt und mit Benzin übergossen entkommt sie nur mit Glück dem Täter.

    Sie schliesst sich ein in ihrem Zimmer, isst kaum und redet nicht, mit niemandem.


    Ihr Mann, selbst Richter ist nicht fähig zu helfen, nicht zuletzt da der Ort des Überfalls an der Grenze von privat Eigentum, staatlichem Land und Indianer-Reservat stattfand und somit ungeklärt bleibt nach welchem Strafrecht gehandelt werden muss.


    Joe beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen um den Täter selber zu töten..


    "Meine Mutter war draussen. Sie kniete mit einem Nudelsieb am Boden und erntete Buschbohnen die mein Vater und ich so spät noch gepflanzt haben"...

    ... "Dafür habe ich es getan, dachte ich. Und in dem Moment war ich zufrieden.

    Sie musste sich nicht umdrehen oder fürchten dass er Ihr auflauern konnte. Sie konnte jetzt den ganzen Tag Buschbohnen ernten und niemand konnte sie stören"

  7. Cover des Buches Seelen (ISBN: 9783551312495)
    Stephenie Meyer

    Seelen

     (5.315)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Also ich war BEGEISTERT von diesem ausergewöhnlichem Buch!!! Nach den Biss-Büchern die ich auch schon gelesén habe dachte ich, na kann die Autorin nach diesen Bücher so etwas ganz anderes gut rüberbringen??? JA, sie kann!!!

    Ein supertolles Buch, mit einer tollen Handlung, wenn man die ersten 100 eher noch langatmigen Seiten hinter sich gebracht hat...

    Man fiebert voll mit den Protagonisten mit, auch wenn die Entscheidungen von einigen Hauptpersonen manchmal ganz schön bescheuer sein können...aber lest bitte selbst-es lohnt sich!!!!!!!!!

  8. Cover des Buches Eine wundersame Weihnachtsreise (ISBN: 9783548287744)
    Corina Bomann

    Eine wundersame Weihnachtsreise

     (254)
    Aktuelle Rezension von: tigerbea

    Anna mag Weihnachten nicht. Ganz besonders aber kann sie das allgegenwärtige Weihnachtslied "Last Christmas" nicht mehr ertragen. Doch ihrem kleinen Bruder zuliebe hat sie sich darauf eingelassen, Weihnachten mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und ihm in Berlin zu feiern. Auf der Fahrt dorthin schläft sie im Zug ein und wird erst wach, als der Zug an der Endstation in Binz auf Rügen steht. Als auch noch ein Schneesturm einsetzt, steckt Anna fest. Verzweifelt versucht sie, nach Berlin zu kommen. Unterwegs erlebt sie die seltsamsten Dinge und begegnet ganz unterschiedlichen Menschen. Da helfen ihr freundliche Schneepflugfahrer, drei unternehmungslustige alte Damen, an der Autobahn gestrandete LKW-Fahrer und sogar die Zollfahndung, um weiterzukommen. Und dann ist da auch noch ein VW-Bus mit einer Gruppe Hippies, die Anna ein Stück mitnehmen. Alle zeigen Anna, daß Weihnachten durchaus etwas besonderes sein kann. Man muß sich nur darauf einlassen.

    Mit ihrem Buch "Eine wundersame Weihnachtsreise" beschreibt Corina Bomann perfekt die stressige Weihnachtszeit, die man leider immer wieder erlebt. Anstatt sich auf eine gemütliche Zeit zu freuen, hasten die Menschen von Geschäft zu Geschäft, um alles perfekt zu gestalten. Diesen Rummel kann man in der Geschichte sehr gut nachempfinden. Auch das nervige Gedudel aus allen Lautsprechern ist einem beim Lesen sofort in den Ohren. Trotzdem möchte man diese Zeit nicht missen. Corina Bomann trifft mit ihrem Buch genau den richtigen Ton, um auf einige Ungerechtigkeiten hinzuweisen. Ob es nun die Ausbeutung von LKW-Fahrern ist oder die Lieblosigkeit in manchen Seniorenheimen - alles kommt zur Sprache. Trotzdem blitzt immer wieder die Freude der Menschen auf das Fest auf.
    Man erlebt in diesem Buch eine moderne Weihnachtsgeschichte, die auch für Leute mit Weihnachtsphobie geeignet ist.

  9. Cover des Buches Carrie (ISBN: 9783404180066)
    Stephen King

    Carrie

     (1.491)
    Aktuelle Rezension von: Julia250916

    Mir hat mein erstes Stephen King Buch sehr gut gefallen. Es ist sehr gut und nachvollziehbar geschrieben worden und man lernt alle Personen sehr gut kennen. In den Artikeln, die immer wieder im Buch auftauchen, sind sehr interessante Dinge über Telekinese und über Carrie geschrieben. Ich fand die Idee echt klasse. Obwohl ich die Verfilmung von 1976 kenne, hat es mir sehr viel Spaß gemacht und es gab jede Menge Spannung. Eine absolute Empfehlung von mir und für jeden Thriller-Fan die perfekte Lektüre. 

  10. Cover des Buches Die Wunschliste (ISBN: 9783426508428)
    Jill Smolinski

    Die Wunschliste

     (1.218)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhaltsangabe:

    June Parker, eine eher farblose Mittdreißigerin, die in einer Agentur für Fahrgemeinschaften als Texterin tätig ist, hat die Wunschliste von Marissa ansich genommen.

    Marissa ist bei dem Unfall verstorben, wo June das Auto gefahren hatte. June fühlt sich schuldig für den Tod der Frau, die offensichtlich noch viel vorhatte. Gerade hatte sie 50 kg abgenommen und wollte noch viele Dinge bis zum 25. Geburtstag erleben. Aus reinem Schuldgefühl heraus übernimmt June die Liste und arbeitet sie Stück für Stück ab.

    Doch die Dinge entwickeln sich nicht immer so einfach, wie es sollte. Vor allen Dingen scheint es so auszusehen, als ob sie es tatsächlich nicht schafft. Aber mit Hilfe ihrer tatkräftigen Freunde und Familie ändert sie nicht nur die Leben anderer, sondern entwickelt sich plötzlich auch selbst. Und dann scheint sie auch Troy, Marissas Bruder, für sich gewinnen zu können. Wird sie es vielleicht doch noch schaffen?

    Mein Fazit: 

    Ich habe an dem Roman ziemlich lange zu lesen gehabt. Komödien lese ich zwischendurch ganz gern, vor allen Dingen, wenn da auch ein Spritzer Romantik mit drin ist.

    Die Wendungen in diesem Roman sind glaubhaft und auch ehrlich. Da ist nichts Schnulziges oder so dran. Das ist erfrischend und macht es eigentlich sehr sympathisch. Die letzten Seiten habe ich sehr genossen, da June selbst ein Resumée zieht!

    Allerdings hat es mich sehr gestört, das die Autorin noch Hinweise setzte, das es an dieser Stelle lustig ist! Desweiteren hat die Autorin die Geschichte mit Troy sehr unglücklich gestaltet. Es hat sich einfach zu sehr in die Länge gezogen. Er wurde mir auch unsymphatisch! Nun denn …

    Alles in allem eine nette Sommerlektüre, die mir aber nicht unbedingt im Gedächtnis bleiben wird.

    Anmerkung: Die Rezension stammt aus August 2007.

  11. Cover des Buches Nur wer die Hölle kennt (ISBN: 9783492313049)
    Barbara Wendelken

    Nur wer die Hölle kennt

     (48)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Der bereits vierte Teil der ostfriesischen Krimireihe von Barbara Wendelken entführte mich mal wieder nach Martinsfehn, wo ich mich schon ganz zu Hause fühle. Auf zwei Zweitebenen litt ich mit Melody, der unglücklichen Frau, der keiner zu glauben scheint. Was genau war damals passiert im Jahr 1997 als der Reiterhof ihrer Mutter in Flammen aufging und drei Menschen in den Tod riss? Und warum scheint sich die Geschichte zu wiederholen just als Melody nach langer Abwesenheit wieder in ihrer Heimatstadt auftaucht?

    Die beiden Ermittler Nola von Heerden und Renke Nordmann haben es nicht leicht. Schnell verstricken sich vermeintliche Täter in Widersprüche und so müssen sie immer kreativer werden, um der Wahrheit ein Stück näher zu kommen. Bis zum Schluss tappt man als Leser mehr oder weniger im Dunkeln. Natürlich kommt auch das Privatleben der Beiden nicht zu kurz. Ich hatte mich sehr gefreut, dass sich das allmählich etwas harmonischer gestaltete und forstete mich nach Beendigung dieser Lektüre schnell durch das Internet, um zu sehen, wie und wann es weitergeht. Groß war meine Enttäuschung als ich lesen musste, dass dieser Band, der zu allem Unglück auch noch mit einem Cliffhanger endet, der letzte dieser Reihe ist. Der Verlag wollte nicht mehr weitermachen, sehr, sehr schade. Ich vergebe an dieser Stelle vier von fünf möglichen Sternen. 

  12. Cover des Buches Tankstellenchips (ISBN: 9783789109188)
    Antonia Michaelis

    Tankstellenchips

     (35)
    Aktuelle Rezension von: miah

    Inhalt:
    Als Shayan abends am Strand seine Schlüssel sucht, beobachtet er zufällig einen Einbruch. Die Täter werden allerdings vom Hausbesitzer erwischt. Sie schießen auf ihn und flüchten. Shayan will helfen. Doch dann taucht ein kleiner Junge auf, der ihn zur Flucht überredet. Es beginnt eine wilde Reise quer durch Deutschland.

    Meine Meinung:
    Dieses Buch war ein Überraschungsbuch. Als ich den Klappentext gelesen hatte, dachte ich zunächst nicht, dass dieses Buch etwas für mich ist. Es landete auf meinem SuB. Beim Aufräumen fiel es mir wieder in die Hände und ich begann zu lesen.

    Der Anfang ist recht vielversprechend. Shayan, der sich hier Sean nennt, ist ein sympathischer junger Mann aus dem Iran. Er kam als Flüchtling nach Deutschland und wohnt jetzt in einem Flüchtlingsheim. Vermutlich wartet dort in seinem Spindschrank sein Abschiedebescheid, weil er im Interview gelogen hat. Seine wahre Geschichte kommt im Laufe der Handlung ans Licht. Es zeigt sich, dass nicht immer alles ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.

    Sean wird von Davy begleitet. Davy ist etwa 8 oder 9 Jahre alt und wohnt in einem Kinderheim. Von dort ist er abgehauen, weil er von den anderen Kindern schikaniert wird.

    Die beiden ungleichen Charaktere flüchten aus dem Ferienhaus, in dem eingebrochen worden war. Beide hatte den Einbruch gesehen. Sean wollte dem angeschossenen Mann helfen und rief einen Krankenwagen. Doch Davy erschreckt ihn, sodass Sean nach der Waffe greift, die die Täter liegengelassen hatten. Aus Angst selbst für den Täter gehalten zu werden, hauen die beiden ab.

    Sean hofft auf Hilfe von einer Internetbekanntschaft aus Köln. Deshalb machen sie sich auf den Weg dorthin. Auf ihrer Reise erleben die beiden so einige Abenteuer. Immer, wenn es brenzlig wird, flüchten sie weiter. Schnell merken sie, dass sie von den wirklichen Tätern verfolgt werden. Schon bald sucht auch die Polizei nach Sean.

    Das Buch beinhaltet jede Menge Klischees. Das nervte manchmal schon fast, weil wirklich keine Gelegenheit ausgelassen wurde, um ein Klischee zu bedienen. Dadurch wurde vieles sehr vorhersehbar. Für mich war es offensichtlich, warum die Täter Sean und Davy immer wieder finden konnten. Natürlich endet ihre Reise irgendwann. Auch das war vorhersehbar. Das Ende hat mich letztlich ebenfalls wenig überrascht.

    Sprachlich könnte es für einige Leser schwierig werden. Sean spricht zwar Deutsch, aber natürlich noch nicht so gut. Er macht einige Fehler (auch hier bedient er wieder sämtliche Klischees, die die deutsche Sprache an Wortwitzen und Missverständnissen bietet). Hin und wieder rutschen ihm ein paar sehr perfekte deutsche Sätze raus. Manchmal steht dann dazu, dass er das eben auf Farsi gesagt hat, aber zwischendurch fehlt diese Information. Das wirkt dann merkwürdig.

    Auch Davy hat Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Er macht ebenfalls viele Fehler, verschlimmbessert Seans Sprachkenntnisse teilweise sogar. Es könnte für manche Leser etwas anstrengend sein, die Dialoge der beiden zu lesen. Ich fand es aber nicht schlimm. Man gewöhnt sich schnell daran.

    Für mich waren eher die Passagen schwierig, in denen Sean sich mit Bayern unterhält. Der Dialekt wird komplett abgebildet. Ich komme nicht aus Bayern und brauchte daher manchmal etwas länger, um diese Sätze zu verstehen.

    Immer wieder gibt es ganz lustige Momente und Passagen. Seans Ansichten über Deutschland sind zwar häufig von Vorurteilen begleitet, aber dennoch amüsant zu lesen. Auch die Beschreibungen ihrer Umgebung fand ich sehr schön. Es war nett, die beiden an Orten zu begleiten, die ich selbst kenne.

    Insgesamt flaute meine anfängliche Begeisterung ab. Die vielen Klischees waren irgendwann nervig. Auch die Tatsache, dass die beiden immer abhauten, wenn etwas vorfiel. Sean vertraut lieber einen Internetbekanntschaft als den Menschen, die er auf seinem Weg kennen lernt. Das fand ich ein bisschen schade.

  13. Cover des Buches Auferstehung der Toten (ISBN: 9783499228315)
    Wolf Haas

    Auferstehung der Toten

     (187)
    Aktuelle Rezension von: Gulan

    Den Brenner, den hast du doch bestimmt schon vermisst? Weil ein Spezial mit Krimis aus Österreich ohne den Brenner, das wäre schon merkwürdig. Um den kommst du nicht herum. Der Brenner ist ja quasi eine Instanz in Österreich. Obwohl man ja schon länger nichts mehr von dem gehört hat. Deshalb an dieser Stelle vielleicht mal ein Rückblick. Wie das damals angefangen hat mit dem Brenner. In Zell.

    Von Amerika aus betrachtet, ist Zell ein winziger Punkt. Aber vom Pinzgau aus gesehen: vierzig Hotels, neun Schulen, dreißig Dreitausender, achtundfünfzig Lifte, ein See, ein Detektiv. (Auszug Seite 12)

    In Zell am See wird kurz vor Weihnachten ein älteres, amerikanisches Ehepaar erfroren im Sessellift aufgefunden. Simon Brenner ist der Polizeibeamte, der die Ermittlungen leitet, aber ohne Erfolg. Die Person mit dem größten Motiv, der Schwiegersohn des Ehepaars, hat ein Alibi. Nachdem er sich mit seinem neuen Chef überworfen hat, kündigt Brenner und heuert bei einer Detektei an. Diese wird von der Versicherung der Toten beauftragt, die Hintergründe weiter zu ermitteln und so kommt es, dass Brenner nach Zell fährt und dort seine Ermittlungen wieder aufnimmt.

    Wolf Haas ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten österreichischen Schriftsteller. Zwar veröffentlicht er inzwischen auch Romane abseits des Krimigenres (zuletzt Junger Mann in 2018), aber am bekanntesten ist er noch immer für seine Krimis mit dem Brenner. Die Reihe begann 1996 mit Auferstehung der Toten, als letztes bislang erschien 2014 Brennerova. Innerhalb der Reihe sind die Bände jedoch ziemlich eigenständig, was Handlung und Figuren betrifft. Protagonist ist Simon Brenner, der im ersten Roman gerade bei der Polizei aufgehört hat und sein Heil als Detektiv versucht (zwischendurch probiert er in der Reihe aber noch andere Jobs aus). Brenner ist (in Auferstehung der Toten) Mitte 40, Junggeselle, lernt aber durchaus leicht Frauen kennen. Er ist ein eher ruhiger, langsamer Typ, äußerlich auch eher durchschnittlich, beruflich nicht übermäßig ehrgeizig und nicht entschlussfreudig. Eher hartnäckig als scharfsinnig. Aber gerade dadurch vielleicht beim Leser beliebt. Die Popularität des Brenner hat auch vor der Kinoleinwand nicht Halt gemacht. Vier Romane wurden mit Joseph Hader in der Hauptrolle verfilmt und zählen zu den erfolgreichsten österreichischen Kinofilmen.


    „Hier darf alles ein bisserl langsamer gehen.“
    Da sind natürlich bei uns alle Leute gleich. Wir mögen es nicht, wenn ein Deutscher unseren Dialekt nachmacht. Dem Brenner ist es da nicht anders gegangen. Und dann noch das „langsam“, praktisch, also es stimmt natürlich, aber wir hören es nicht gern. (Seite 54)


    Das eigentlich Originelle an dieser Reihe ist aber das allwissende Erzähler-Ich. Es trägt zwar in Hochdeutsch, aber ziemlich flapsig in einer österreichischen Sprachcharakteristik vor. Es werden Nebensätze als ganze Sätze verwendet, Satzbestandteile umgestellt, Hilfsverben unterschlagen und ähnliches. Ein wenig so wie ich es etwas plump im ersten Absatz versucht habe. Außerdem verlässt der Erzähler immer wieder für Nebensächlichkeiten den eigentlichen Handlungsstrang und lenkt ab. Müsste ich mir das Erzähler-Ich als reale Person vorstellen, käme mir ein älterer Mann im Wirtshaus in den Sinn, der einem auf die Schulter klopft und fragt, ob man die Geschichte vom Brenner kennt und diese dann ausschmückend erzählt. Mir gefällt das, könnte mir aber vorstellen, dass das nicht bei jedem Leser verfängt.


    „…Das Vergessen ist eine Gnade, müssen sie wissen. Und diese Gnade hat der liebe Gott den Zellern im Übermaß erwiesen.“ (Seite 141)


    Der Roman ist ziemlich kurz, nur knapp 150 Seiten, so dass der eigentliche Krimiplot nicht zu sehr in den Hintergrund rückt (dies ist bei den späteren Brenner-Krimis schon anders). Im provinziellen Zell am See geht es um eine Rachegeschichte, um alte, verdrängte (Familien-)Geheimnisse, was Brenner aber erst nach und nach klar wird. Dazu beerdigt Haas ganz nebenbei auch den Mythos von den Kapruner Stauseen als Symbol der jungen Republik Österreich nach dem 2.Weltkrieg, in dem er die Zwangsarbeiterthematik anspricht. Garniert wird das Ganze mit merkwürdigen Figuren und erzählt in lakonisch-spöttischer Manier mit einigem Schmäh. Haas war damit Vorbild für eine Reihe weitere Autoren aus seiner Heimat, doch im Original verfängt dieser amüsant-satirisch-kritische Stil immer noch am besten.

  14. Cover des Buches Die Tankstelle am Ende des Dorfs (ISBN: 9783458364603)
    Lars Mytting

    Die Tankstelle am Ende des Dorfs

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Aischa

    Nachdem ich Myttings jüngsten Roman, "Die Glocke im See", geradezu verschlungen hatte, waren meine Erwartungen an sein Erstlingswerk groß gewesen.

    Der Inselverlag hat Lars Myttings Debütroman neu aufgelegt. "Hestekrefter", so das norwegische Original von 2006, war 2007 erstmals unter dem Titel "Fyksens Tankstelle" erschienen.

    Ich muss gestehen, dass ich nicht sofort in die Geschichte hineingefunden habe. Zu fremd war das Setting: ein abgelegenes kleines Dorf in Norwegen, Protagonist Erik betreibt eine Tankstelle und ist ein leidenschaftlicher Autoschrauber. Nicht wirklich meine Welt. Und doch schafft es Mytting mit seiner ganz eigenen, atmosphärischen Erzählweise, dass ich mich auch diesmal auf die Geschichte einlassen konnte. Zugegebenermaßen hat das ein paar Kapitel gedauert, aber dann hatte mich auch dieser Roman. 

    Und ich wurde mit überraschenden Einsichten belohnt: Was Erik aus dem Tankverhalten seiner Kunden alles schließen kann. Dass es Menschen gibt, die zur Beruhigung Werkstattbücher amerikanischer Autos lesen. Oder auch, dass es nicht nur im afrikanischen Busch, sondern auch im geschilderten norwegischen Dorf noch regen Tauschhandel gibt - da wird der Zahnarzt schon mal mit Wildbret statt mit Bargeld entlohnt.

    Die Geschichte hat einige Längen, sicher. Doch so sehr mich das in anderen Romanen stört, hier hat es irgendwie eine Berechtigung. Denn mal ehrlich, in dem Dorf ist nunmal einfach nichts los. Das wirklich spannende ist Eriks Gefühlsleben, sind seine Träume, sein Scheitern. 

    Es ist ein Roman der leisen Töne, der mir eine für mich bis dato völlig fremde Welt gezeigt hat.

  15. Cover des Buches Ein ungezähmtes Leben (ISBN: 9783453355620)
    Jeannette Walls

    Ein ungezähmtes Leben

     (136)
    Aktuelle Rezension von: maledictusm

    Die Autorin hat über ihre Großmutter geschrieben. Das Buch wurde auf "ich" Form geschrieben. Lily, die Großmutter der Autorin, ist eine sehr starke Frau Sie besuchte Kloster Schule bis ihr Vater das Geld für Hunde kaufen gegeben hat. So beginnt die Geschichte.  Das Buch ist geteilt in 9 Kapitel. In jeder Kapitel erfahren wir mehr über die Erfahrungen der Großmutter von Autorin. Man kann beim Lesen viel über die USA Anfang 20.Jahrhunderts lernen. Ich würde dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

  16. Cover des Buches Aktenzeichen Tod (ISBN: B00WTDKY34)
    René Junge

    Aktenzeichen Tod

     (18)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    „Geschichte wiederholt sich nicht? Wer sagt das? ICH wiederhole die Geschichte.“


    Der ehemalige Soldat Simon Stark lebt auf der Straße und verdrängt mit Alkohol seine Erinnerungen. Als Obdachlose verschwinden und seine neue Bekannte Sophie Palmer vom Hilfe-Bus in Schwierigkeiten gerät, muss er sich an seine Ausbildung erinnern und den Soldaten in ihm wieder zum Leben erwecken. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.



    Selten wurde ich mit einem Hauptcharakter wie Simon Stark konfrontiert: traumatisch Erlebnisse aus Afghanistan verfolgen ihn, er wird von seinem Alkoholismus – inklusive einer destruktiven Stimme in seinem Inneren – verführt und lebt unter der Brücke. Sophie bringt zwar einen Gegenpunkt dazu, schließlich ist sie in einer gutsituierten Familie aufgewachsen und hat eine Hilfsorganisation aufgebaut, ihr Charakter bleibt aber etwas farblos und geht in den actiongeladenen Szenen unter.


    Schon bald werden auch die Gegenspieler vorgestellt, sodass der Leser gleich schon in die hochtrabenden Pläne eingeweiht wird. Diese basieren auf die Naziideologie und den Euthanasiegedanken, was ein schweres Thema darstellte. Allerdings wurden damit die Gegner auch gleich als die „Bösen“ dargestellt. Für mich war das fast zu klischeehaft, da man nur ihre schlechten Absichten erfuhr, aber wenig über ihre Psyche.


    Manche der Themen haben mich sehr angesprochen. So fand ich es interessant die Obdachlosen hier in den Mittelpunkt zu stellen und mit Simon auch einen unter ihnen kennenzulernen. In anderen Krimis sind sie öfters Opfer, nie aber Hauptcharakter. Erwähnt wurde auch, wie schnell und wie unverschuldet man selbst alles verlieren kann. Besonders interessant fand ich auch, wie unterschiedliche Begegnungen mit den auf der Straße lebenden verlaufen konnten – von Hooliganangriffen über Nichtbeachtung bis zu netten Plaudereien war alles mit dabei. Auch die Themen Traumabelastung bei Soldaten und Alkoholismus empfand ich als schwierig aber durchaus interessant.


    Die Umsetzung der Geschichte konnte mich leider nicht immer erreichen. Dafür basierte sie zu sehr auf Action und erinnerte viel zu oft an einen Hollywood – Streifen. Simon als ehemaligen Soldaten konnte ich seinen Kampf ja noch abkaufen, aber bisher friedliebende Zivilisten mit Waffen auf eine Geheimagentenmission zu schicken war mir doch zu übertrieben. Ebenso musste ich die rasante Verfolgungsjagd mit der Polizei und die vielen Schusswechsel inklusive jeder Menge Toter waren mir doch zu unrealistisch.


    Fazit: Viele interessante Themen wurden aufgegriffen – für mich war aber zu viel Hollywood-Action-Streifen-Feeling mit dabei.

  17. Cover des Buches Wer zuletzt lacht, küsst am besten (ISBN: 9783442477500)
    Rachel Gibson

    Wer zuletzt lacht, küsst am besten

     (313)
    Aktuelle Rezension von: ToniNdck

    Rachel Gibson findet genau den richtigen Anfang für dieses Buch. Nach wenigen Seiten war ich so gefesselt, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Neben einer liebevollen und leidenschaftlichen Begegnung stehen dem Hauptcharakter noch einige brisante Ereignisse vor. Eine exzellente Mischung aus Liebe, Lust, Trauer und Heimatgefühl.

  18. Cover des Buches Der Atem des Jägers (ISBN: 9783746630526)
    Deon Meyer

    Der Atem des Jägers

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Auf Empfehlung las ich diesen Thriller (erster Band der Bennie Griessel-Reihe) des südafrikanischen Autors Deon Meyer.

     In „Der Atem des Jägers“ werden drei Protagonisten und drei Handlungsstränge parallel entwickelt: Die Lebensgeschichte der Prostituierten Christine, Arbeit und Leben des alkoholabhängigen Polizei-Inspektors Bennie Griessel und die Tätigkeit von Tholeba, einem ehemaligen Auftragskiller und Angehörigen der Xhosa, der nun als Rächer unterwegs ist, um ungesühnte Verbrechen an Kindern in Selbstjustiz zu verfolgen.

    Griessels Aufgabe ist es, den Mörder, der mit einer traditionellen afrikanischen Waffe mordet, zu finden.

    Alle drei Handlungsstränge werden am Ende zusammengeführt (spannend!) und viele offene Fragen, die sich durch das gesamte Werk ziehen, finden auf den letzten dreißig Seiten die Antwort.

    Schauplatz ist zunächst Kapstadt und im weiteren Verlauf des Thrillers ganz Südafrika.

    Wer, wie ich, mit diesem Land nicht vertraut ist, benötigt hin und wieder eine Karte, um die geografischen Gegebenheiten nachvollziehen zu können.

    Zunächst hatte ich Schwierigkeiten, die sehr häufig wechselnden Perspektiven zu differenzieren. Die Sprünge, die mehrfach innerhalb der Kapitel stattfinden, sind nicht einmal optisch klar differenziert. Viele Seiten widmen sich zudem den Lebensgeschichten und persönlichen Problemen der Protagonisten. Das geht in der ersten Hälfte eindeutig zu Lasten der Spannung. Die stellte sich für mich erst im letzten Drittel des Buches ein.

    Sprachlich gibt es nichts auszusetzen: Die Beschreibungen sind plastisch, die Protagonisten nehmen vor dem inneren Auge Profil an, ihre Gefühlswelt wird nachvollziehbar geschildert. Auch die Übersetzung (aus dem Englischen, Originalsprache ist aber Afrikaans) ist sehr gelungen und unterstützt den südafrikanischen Eindruck.

    Ich habe hier einen Thriller gelesen, der das moderne Südafrika porträtiert, die verschiedenen Ethnien in den Blick nimmt und immer ganz authentisch bleibt. Auch das Grundthema des Buches ist passend zum Land gewählt und mit einem intelligenten Plot ausgestattet. Durch die Lektüre ist mir Südafrika ein ganzes Stück bekannter geworden.

    Zwar stand ich während der Lektüre kurz vor dem Abbruch, bin aber nun froh, den Thriller beendet zu haben, der seine Stärke erst gegen Ende voll ausspielt. Nun bin ich tatsächlich neugierig, wie sich die Figur des Bennie Griessel in den nachfolgenden Bänden entwickeln wird.

    Von mir gibt es vier Sterne und eine Lese-Empfehlung für alle Thriller-Fans, die ihren Horizont in Richtung Afrika erweitern möchten. Durchhalten wird belohnt!

  19. Cover des Buches Pampa Blues (ISBN: 9783423625647)
    Rolf Lappert

    Pampa Blues

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Jica
    Von "Pampa Blues" habe ich nicht viel erwartet. Das Cover und der Titel waren okay, aber auch nicht herausragend und der Autor Rolf Lappert war mir bis dahin unbekannt. Die Geschichte generell war auch nichts besonderes, doch die Figuren haben mich komplett überzeugt. Ich habe selten ein Buch gelesen, in dem die Charaktere, vor allem Ben, mir so nah waren. Sie waren mehr als authentisch, ich konnte schon vor mir sehen, dass sie wirklich in ihrem Dorf leben und man sie besuchen kann.
  20. Cover des Buches Die weiteren Aussichten (ISBN: 9783036959474)
    Robert Seethaler

    Die weiteren Aussichten

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Herbert lebt mit seiner Mutter im Haus an der Tankstelle am Rande des Dorfes, das den wirtschaftlichen Aufschwung knapp verpasst hat. Mit seiner Epilepsie quasi als „Behinderung“ eher gemieden, lebt der Sohn ein eher einsiedlerisches Leben. Der einzig dauerhafte Kontakt ist sowieso nur der zu Goldfisch Georg, dessen Ereignishorizont in seinem Fischglas fast sinnbildlich für das Leben der Dörfler ist in ihrem immergleichen Trott.
    Eines Tages aber, als Herbert gerade den Grünstreifen unterm Tankstellenschild gießt, radelt eine dralle junge Frau mit einer formlosen Kurzhaarfrisur auf einem Klapprad mit Anhänger an ihm vorbei. Das Lächeln, das sie ihm schenkt, bleibt noch lange, als sie längst am Horizont verschwunden ist. Hilde heißt die Frau und arbeitet im hiesigen Hallenbad. Völlig verzaubert ist für Herbert klar, dass er sie kennenlernen muss, und trotz seiner sonderlichen Art gelingt es ihm sie für sich zu gewinnen. Herberts bisher ereignisloses und stetes Leben wird durch Hildes Anwesenheit völlig durcheinander geworfen, die Liebe hat ihn gepackt, und für die kämpft er auch gegen ganz aussichtslose Situationen.


    Was für ein Buch! Es beginnt völlig trost- und aussichtslos und wird zum Ende hin so, ich kann es nicht anders sagen: Ein verrückter Roadmovie. Herbert und seiner Mutter genügt das bescheidene Leben, das sie führen, und als Herbert ein neu gewonnenes Glück findet, schwingt nebst allen Hindernissen auch immer Hoffnung mit aus einer völlig verqueren Situation wieder herauszukommen.

    Die Protagonisten sind eigenbrötlerisch, seltsam, und doch möchte man sie weiter begleiten und wünscht ihnen nur Gutes. Der Erzählstil Seethalers mit dieser Prise österreichischer Sprache hat mir ausnehmend gut gefallen, wie er selbst in die Wortkargheit seiner Figuren noch eine Bedeutung und manchmal einen Witz legen kann.

    Irgendetwas an diesem Buch hat mir sehr zugesagt. Ich ziehe keine Lebensweisheiten da raus, es hat mich nicht aufgeregt vom Hocker gehauen, ich habe mich einfach gerne bei den Charakteren in seinem Inneren aufgehalten. Ja, so ist das.

  21. Cover des Buches Trucks (ISBN: 9783404130436)
    Stephen King

    Trucks

     (110)
    Aktuelle Rezension von: weinlachgummi
    Hier gibt es 4 Kurzgeschichten von Stephen King.

    Trucks, Lkw´s und Pkw´s werden lebendig. Ohne große Umschweife wird der Leser ins geschehen geworfen. Die Geschichte hätte auch ein paar mehr Seiten vertragen, aber das Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht kommt gut raus. Nicht unbedingt Gruselig, aber erschreckend.

    Kinder des Zorns, der Plot war mir dank gefühlten 20 Teilen der Film Adaption bekannt.  Der Geschichte merkt man an, dass sie alt ist. Nicht wegen fehlender Handy, sondern wegen dem Verhalten des Ehepaares, hier ist die Geschlechterrolle, die heute ja recht verworfen ist noch völlig intakt. Mann schlägt Frau, wenn sie nervt und Frau hat nichts zusagen, das hat mich als Frau natürlich etwas gestört.

    Der Mauervorsprung, sehr schöne Geschichte, konnte sie mir gut Vorstellen. Hier wird gezeigt wie sich ein Mensch unter extremen Umständen verändern kann und was er bereit ist zu tun. Das Ende war sehr schön.

    Quitters, Inc., meine Lieblingsgeschichte in der Sammlung. Sehr realistisch, wer weiß ob es dies nicht wirklich gibt. Der reinste Psychoterror und doch hat es wahre Aspekte. Vielleicht bringt die Geschichte Menschen dazu, das Rauchen aufzuhören oder sie sorgt dafür, dass sich keiner mehr Hilfe bei dem Thema holt, ich wäre ein Kandidat für letzteres, wenn ich nicht vor Monaten aufgehört hätte.
  22. Cover des Buches Der Brenner und der liebe Gott (ISBN: 9783423212823)
    Wolf Haas

    Der Brenner und der liebe Gott

     (152)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Ich mag Wolf Haas und seine wirklich schräge Art zu schreiben – aber entweder ich war hier nicht in in der Stimmung, oder Wolf Haas war es nicht. Irgendwie sind der Brenner und ich hier nicht zusammengekommen. Die Geschichte von Brenner, der hier oft nur Simon heißt, kein Polizist mehr ist, sondern Chauffeur eines Unternehmers, der dessen Tochter zwischen ihm und seiner Mutter hin und herfährt – bis ihm während eines Tankstellenespressos die kleine Helena verschwindet. Nun nimmt das Unheil und Chaos seinen Lauf und vor allem das Chaos in Verbindung mit Haas ebenfalls chaotischer Sprache haben mich hier wirklich immer wieder rausgebracht und am Ende gab es sieben Tote, aber wie und was, das war mir nicht mehr klar.

  23. Cover des Buches Sehnsuchtstage in Thunder Point (ISBN: 9783956496318)
    Robyn Carr

    Sehnsuchtstage in Thunder Point

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Nach ihrem Undercover-Einsatz in der Sekte beschließt die FBI-Agentin Laine ihre Schulterverletzung in Thunder Point auszukurieren und dabei ihre nächsten beruflichen Schritte zu überdenken. In Devon hat sie schon eine gute Freundin, die sie schnell in den großen Kreis von Thunder Point einführt. Besonders der Mechaniker Eric Gentry hat es ihr angetan.

    Ich liebe dieses Buch! Neben Laine und Erics Geschichte geht es wieder um so viel mehr: Ob es um Laines komplizierte Beziehung zu ihrem Vater geht, drei Jungen, die alles dafür tun, um ihrer Mutter zu helfen und ihr Zuhause nicht zu verlieren oder um einen Mann, der selber noch mit seiner Vergangenheit kämpft und dabei fast einen neuen fatalen Fehler macht – es wird auf keiner Seite langweilig.

    Mit Laine habe ich einen neuen Lieblingscharakter gefunden. Die Geschichte ist mitreißend und zum rundum Wohlfühlen! Thunder Point ist eine meiner Lieblingsreihen.

    Eine klare Leseempfehlung!

  24. Cover des Buches Nichts bleibt je vergessen (ISBN: 9783453355705)
    Claudia Vilshöfer

    Nichts bleibt je vergessen

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Antje_Melanie_Schneider

    Dein Mann will Benzin holen und kommt nicht wieder..

    Sarah und ihr frisch angetrauter Gatte Mark befinden sich in den Flitterwochen in Italien. Was so romantisch anfing, endet in einem Albtraum. Als mitten in einer Einöde der Tank leer ist, macht Mark sich mit einem Kanister auf den Weg, um Benzin zu holen. Es vergehen Minuten. Es vergehen Stunden. Doch Mark kommt nicht wieder…

    Spannender Anfang – doch das war es dann auch schon

    Ich muss sagen, dass die Grundidee mir super gefallen hat. Zwei Ängste wurden hier gleich zu Beginn gebündelt. Erstens: mitten in der Pampa mit dem Auto abzusaufen. Und zweitens: auf die Rückkehr des Mannes zu warten, der nicht wiederkommt. Das hatte Potential! Und am Anfang habe ich auch richtig mitgefiebert, doch dann verging plötzlich die Zeit so schnell – und damit meine ich nicht meine Lesezeit, sondern die Zeit im Buch. Auf einmal war ein Tag vergangen, dann mehrere Wochen, dann Monate und schließlich plötzlich ein Jahr! Nanu? Warum das denn? Und nach einem Jahr kehrt die Protagonistin Sarah dann zurück nach Italien und nimmt die Suche nach ihrem Mann auf. Zuvor hatte sie zwar auch mit den Carabinieri (der italienischen Gendarmerie) gesprochen, doch dann war einfach ein Jahr lang Pause. Das hat bei mir tatsächlich für Unmut gesorgt, denn ich verstand nicht, warum Sarah nicht sofort aktiv wurde und stattdessen ein Jahr lang wartete um sich auf die Suche zu begeben..

    Sowohl die Geschichte also auch der Schreibstill waren passiv..

    Die gesamte Erzählweise war sehr passiv. Es wurde von seltsamen Geschehnissen, die sich zugetragen haben, in der Vergangenheit gesprochen. Alles war schon passiert und (fast) nichts passierte tatsächlich im Hier und Jetzt, sodass man mit der Protagonistin hätte mitfiebern können. Dialoge, die interessant und aufregend hätten sein können, wurden einfach nur in der indirekten Rede wiedergegeben. Dadurch hatte ich oft das Gefühl, als wäre ich nicht richtig im Geschehen – alles wirkte so distanziert. Selbst der pragmatische, sachliche Schreibstil trug dazu bei, dass ich das Gefühl bekam, als würde ich ein Sachbuch in den Händen halten. Ich bin ein starker Emotionsmensch, deswegen möchte ich beim Lesen die Gefühle – die Hoffnung und die Ängste – des Protagonisten spüren können. Doch durch solch objektiv wirkende Aussagen, wie »Barbara, in deren Blick jetzt der Wahnsinn loderte, lächelte ebenso kalt zurück« wurde einfach alles abgemildert. Das fand ich sehr schade.

    Lediglich der gelegentliche Perspektivenwechsel zu Mark (nach etwa der Hälfte des Buchs) war interessant. Dadurch hat man das Gefühl bekommen, dass seine Vergangenheit nicht rein ist (so wie der Buchtitel ja vermuten lässt). Das hat für etwas Neugierde gesorgt.

    Auch das Ende des Thrillers war enttäuschend

    Leider hat mich auch nicht das Ende überzeugt. Ich liebe spannende Thriller mit einem überraschendem Ende, doch hier war davon nichts zu sehen. Es wurde noch einiges erklärt, Motive und Handlungen wurden entschlüsselt und das war es dann aber auch schon. Die letzten Seiten waren für mich quälend. So sehr habe ich darauf gehofft, dass noch etwas Unerwartetes passiert – doch Fehlanzeige.

    Aus diesem Grund kann ich das Buch leider nicht empfehlen.


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