Bücher mit dem Tag "swetlana geier"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "swetlana geier" gekennzeichnet haben.

6 Bücher

  1. Cover des Buches Verbrechen und Strafe (ISBN: 9783596907304)
    Fjodor M. Dostojewski

    Verbrechen und Strafe

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    Rodion Romanowitsch Raskolnikow, ein ehemaliger Student, fristet ein ärmliches Dasein und muss immer wieder Geld bei einer alten Wucherin leihen. Da er sich zu Höherem berufen fühlt und die alte Frau für ihn nur eine Laus ist, will er sie umbringen. Nachdem Raskolnikow seinen Plan umgesetzt hat, plagt ihn jedoch sein Gewissen und die Polizei gerät auf seine Spur. Wird er mit seiner Tat davonkommen oder nicht? 


    „Verbrechen und Strafe“ ist mein erstes Werkt von Fjodor Dostojewski und ich wusste vorher nicht, dass Elemente eines Kriminalromans in dieses Buch eingeflossen sind. So wurde es unerwarteterweise phasenweise echt spannend. Vor allem Raskolnikows Katz-und-Maus-Spiel mit den Ermittlern und der verbale „Showdown“ mit Porfirij Petrowitsch waren ganz großartig herausgearbeitet.

    Durch die Ermordung der Alten glaubt Raskolnikow der Menschheit etwas Gutes zu tun, da er „unwertes“ Leben beseitigt. Wenn ihr euch jetzt fragt, „Habe ich das nicht schon einmal irgendwo gehört?“ oder es euch beklemmend aktuell vorkommt, dann geht es euch wie mir. Gerade die Aktualität der zugrundeliegenden Motive des Protagonisten, gepaart mit dem Blick auf arme und reiche Menschen in Sankt Petersburg, auf die man im Roman trifft, haben mich begeistert! Dadurch wird „Verbrechen und Strafe“ zu einem zeitlosen Meisterwerk.


    Es gibt noch einige weitere Erzählstränge, die sich um Sonja und Raskolnikows Familie drehen. Dabei geht es wieder um Armut und um Wege, daraus zu entkommen. Außerdem wird ein gutes Bild der damaligen Gesellschaft gezeichnet. Dies hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.


    Die Charaktere sind alle gut gezeichnet: Dunja gefiel mir extrem gut mit ihrer Charakterstärke, Dmitrij lockert die Handlung auf und bringt eine humorvolle Note mit ein, Sonja ist eine gute Seele und verantwortlich für die Läuterung Raskolnikows. Luschin ist ein Narzisst, Swidrigajlow ein widerlicher Pädophiler und Porfirij Petrowitsch ein gerissener Ermittler.


    Mit Swetlana Geiers Übersetzung bin ich sehr gut zurechtgekommen. Der Stil eines Romans aus dem 19. Jahrhundert wird als Rahmen beibehalten, doch lockern zeitgenössische Worte und ein modernerer Satzbau das Ganze auf lassen den Leser nicht ermüden. So macht das Lesen russischer Klassiker Spaß! Ich bin mir sicher, dass ich gerne noch zu weiteren Werken Dostojewskis greifen werde. 

  2. Cover des Buches Der Idiot (ISBN: 9783746638775)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Der Idiot

     (281)
    Aktuelle Rezension von: MonaMour

    Ein Roman über einen wahrhaft schönen Menschen, der in Anbetracht weltlicher Relationen scheitern muss.


    Die ersten 100 Seiten verlangen einem zunächst viel Geduld ab aufgrund der Fülle an Persönlichkeiten. Diese wollen sorgsam zusammengebracht werden.  


     Im Zentrum von Dostojewskijs Roman steht Fürst Myschkin, jener "Idiot", der nach mehrjährigem Sanatoriumsaufenthalt in der Schweiz nach Russland zurückkehrt, nun scheinbar geheilt, sprach- und gesellschaftsfähig geworden. 

    Der Text erzählt von Missbrauchsgeschichten, zeigt Figuren, deren Handlungen und Sprechakte zunächst erratisch anmuten, berichtet von Momenten größter Naivität. 

    Der Roman ist wie eine Reise in Dostojewskis Kopf, zu seinen Ängsten, Obsessionen und Begierden.

    Fabelhafte Weltliteratur. Ich habe das Buch trotz der Fülle verschlungen. 

  3. Cover des Buches Die Brüder Karamasow (ISBN: 9783596907328)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Die Brüder Karamasow

     (209)
    Aktuelle Rezension von: Lesung_vor_acht

    Der obligatorisch beste Roman aller Zeiten (Sigi Freud) gleicht einem elefantösen Mammutbrocken. Das rund 1242 Seiten lange Familienepos schildert auf theologischer und psychologischer Ebene den Niedergang einer Familie als exemplarisches Beispiel für das alte Russland. Rein inhaltlich handelt es sich zweifelsohne um ein Meisterwerk. Gewohnt scharfsinnig analysiert Dostojewskij die verschiedenen Milieus und weitet seinen Roman zu einer gewaltigen Gegenwartsstudie aus. Dass es sich trotzdem um ein zeitloses Werk handelt, zeugt von seinen philosophischen Kompetenzen.

    Wie gern würde ich fünf Sterne vergeben! Aber angesichts der Schwächen des Romans kann ich mir das nicht leisten.

    So scharfsinnig Dostojewskij sich mit Theologie und Psychologie auseinandersetzt, so klobig geraten seine Dialoge. Die Handlung des Buchs wäre schnell erzählt, aber aufgrund der haarsträubend überlangen Reden und unnötig detaillierten Monologe (die schon eher an ein Theaterstück erinnern) ähnelt das Buch eher einer Karikatur seiner selbst. Dostojewskij scheint es gänzlich unmöglich zu sein, präzise und genau zu formulieren - er schweift ab, entschuldigt sich durch den Mund seiner Figuren und setzt im nächsten Atemzug zum nächsten Monolog an. Er überlässt nichts der Fantasie. Ähnlich wie Umberto Ecos Werke legt sich auch dieses Buch bereits selbst aus, sodass man sich als Leser nur noch bequem für eine Sichtweise zu entscheiden hat (im Fall der Gerichtsverhandlung für einen der Erzrivalen Kirillowitsch oder Fetjukowitsch). Philosophisch vertreten sind dabei Idealismus (Aljoscha), Zynismus (Iwan), rationaler Materialismus (Kolja Krassotkin), Hedonismus (Fjodor Pawlowitsch), usw. Der angebliche Mörder Mitja steht für das alte Russland und Smerdjakow tritt als ideologisches Opfer Iwans auf. Iwan erkennt in sich selbst den Teufel.

    Das Buch ist ein Meisterwerk. Aber eben ein Meisterwerk mit dramaturgischen Schwächen.


     

  4. Cover des Buches Aufzeichnungen aus dem Kellerloch (ISBN: 9783104018720)
    Fjodor M. Dostojewski

    Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

     (115)
    Aktuelle Rezension von: berenstein

    Ein Mensch kübelt seinen gesamten Weltekel und Menschenhass aus. Und das ist das Buch, die Essenz des Textes. – Wirklich? – Ja, schon. Aber nicht ganz. Nicht nur. In „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ seziert Dostojewski einen Charakter, der zwischen Minderwertigkeitskomplexen und Größenwahn, zwischen dem Bedürfnis zu gefallen und dem Hass auf alle und alles changiert; und niemals einen Ruhepunkt finden.


    Dieses Buch ist intensiv, kraftvoll und auf seine Art verstörend. Man sollte es gelesen haben, wenn man sich für die menschliche Psyche interessiert und die Finger davon lassen, wenn man ein simples, eindimensionales Menschenbild kultivieren möchte.
  5. Cover des Buches Böse Geister (ISBN: 9783596907311)
    Fjodor M. Dostojewski

    Böse Geister

     (30)
    Noch keine Rezension vorhanden
  6. Cover des Buches Ein grüner Junge (ISBN: 9783596907335)
    Fjodor M. Dostojewski

    Ein grüner Junge

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ursprünglich in der Regel als der Jüngling erschienen. In einer solchen Übersetzung habe ich auch gelesen, bin aber nie richtig in Tritt gekommen. Die Intention des Jünglings doch auch mal ein Rothschild zu werden, verliert sich recht schnell. Was folgt ist ein für recht unübersichtliches Geschehen, dass ich nur zum Teil nachvollziehen konnte. Dazu kommen noch die klassischen Längen Dostojewskis. So habe ich mich letztendlich mühselig durchgekämpft. Bücher konne komplett an einem vorbeigehen. Das ist so eins. Der Hype um Swetlana Geier, ging auch an mir nicht vorbei. Also wählte ich den Jungling alias den grünen Jungenn um mich auch an ihren Künsten zu erlaben. Es war die blanke Enttäuschung, sodass ich das Buch nach knapp hundert Seiten zur Seite legte und es vermutlich auch nicht wieder in die Hand nehmen werde. Die viel gerühmte Nüchternheit und Klarheit ihrer Übersetzungen kommt mir garnicht entgegen. Sie nimmt dem Stil Dostojewski die Korona eines eben alten Buches, in dem man auch die Vergänglichkeit von Sprache genießen kann. Dostojewskis Gedankenzüge sind extrem seiner Zeit verhaftet. Das sollte auch weiterhin durch die "verwelkte Sprache" erlebbar sein. Geier hat seinem Text die Farbe genommen, wie wenn man einen schön gestrichenen Schrank abbeizt und meint, der Schrank habe an seiner Funktionalität nichts verloren. Ja stimmt. Aber ist dann nicht mehr so schön.

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