Bücher mit dem Tag "sündenfall"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sündenfall" gekennzeichnet haben.

22 Bücher

  1. Cover des Buches Das Bernstein-Teleskop (ISBN: 9783551583420)
    Philip Pullman

    Das Bernstein-Teleskop

     (877)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Ich bin sprachlos!

    Wie auch bei den anderen beiden Teilen zuvor fiel es mir am Anfang etwas schwer, mich in die Geschichte und Pullmans Schreibstil einzufinden, sodass der Anfang wieder etwas zäh war. Als das geschehen war, war ich ich wieder wie gefangen zwischen den Seiten des Buches und vor allem etwa ab der Hälfte konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.
    Es ist so unfassbar und bewunderswert, was Pullman mit diesen Büchern für ein Universum geschaffen hat, das so komplex und am Ende eigentlich doch ganz einfach ist.
    Es ist beeidruckend, wie es ihm gelingt, die Geschichte wie von selbst verschiedenste Richtungen annehmen zu lassen, ohne dass dem Leser irgendetwas konstruiert vorkommt. Auch wie die Charaktere immer wieder zueinander finden wirkt vollkommen ungezwungen und als ob es das Leichteste auf der Welt wäre.
    Die vielschichten, vielseitigen und teilweise so grundverschiedenen Charaktere machen einen großen Charme des Buches aus. Manche kann man nur ins Herz schließen und bei anderen bleibt bleibt bis ans Ende (und ein klein wenig auch noch darüber hinaus) offen, was nun eigentlich ihre Absichten und Gedanken waren.

    Fazit:
    Eine großartige Buchreihe, die ich nur weiterempfehlen kann. Die Welt, die Charaktere, Die Geschichte - das alles und noch viel mehr zieht den Leser unfassbar in den Bann und lässt ihn alles um sich herum vergessen!

  2. Cover des Buches His Dark Materials (ISBN: 9781841593425)
    Philip Pullman

    His Dark Materials

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    „His Dark Materials“ von Philip Pullman ist einer der Kinderbuchklassiker unserer Zeit. Die Trilogie gewann zahlreiche bedeutende Preise, wurde für Film, Fernsehen und die Bühne adaptiert und erzielte in den USA ähnliche Verkaufszahlen wie „Harry Potter“. Die drei Bände „Northern Lights“, „The Subtle Knife“ und „The Amber Spyglass” wurden von 1995 bis 2000 veröffentlicht. Obwohl die Geschichte somit über 20 Jahre alt ist und zeitlich genau in meine Kindheit fällt, wuchs ich nicht mit ihr auf. Ich entschied, die Lektüre als Erwachsene nachzuholen und erwarb diesen wunderschönen Sammelband.


    In einem Paralleluniversum, in einer Welt, die der unseren ähnlich und doch ganz anders ist, wächst Lyra unter den Gelehrten des Jordan College in Oxford auf. Stets begleitet von Pantalaimon, ihrem Seelengefährten und Dæmon, verbringt sie ihre Kindheit unbeschwert in den verwinkelten alten Gemäuern. Mit ihrem besten Freund, dem Küchenjungen Roger, erlebt sie so manches Abenteuer in den verstaubten Gängen und auf den erhabenen Dächern des Colleges. Ihr mangelt es an nichts. Lyra ist glücklich. Doch ein Schatten droht, ihr Glück zu verdunkeln. Besorgte Gerüchte erreichen Oxford. Ängstlich flüstert man von den Gobblern, die durch das Land ziehen und wahllos Kinder rauben. Lyra schwört, sich niemals stehlen zu lassen und plant bereits ihren heroischen Kampf gegen die Entführer. Es trifft jedoch nicht sie, sondern Roger. Wild entschlossen, ihren besten Freund zurückzubringen, schließt sie sich den Gyptern an, dem fahrenden Volk, das auf den Flüssen Englands zuhause ist und ebenfalls Kinder an die Gobbler verlor. Es ist der Beginn einer fantastischen Reise, während derer Lyra Freundschaft mit Panzerbären, Hexen und mutigen Abenteurern schließt, die Grenzen ihres Universums hinter sich lässt und das Zünglein an der Waage eines gewaltigen Krieges um das Schicksal aller Welten sein wird.


    Ich bin der einsamste Mensch der Welt. Ich glaube, ich bin die einzige Person auf diesem Planeten, die „His Dark Materials“ nicht bezaubernd fand. Vielleicht stimmt etwas nicht mit mir. Ich bin fest davon ausgegangen, dass ich die Geschichte mögen würde, ich hatte überhaupt keine Zweifel daran. Pustekuchen. Was ist da nur schiefgegangen? Ich bin erschüttert. Ich verstehe nicht, wieso ich keinen Zugang zu der Trilogie fand, obwohl ich mich anstrengte und abrackerte, immer wieder Anlauf nahm, mir der Rhythmus der Geschichte jedoch verschlossen blieb, sodass ich nie in ihr ankam. Mir fehlte der magische Sog, der so viele Kinderbücher auszeichnet. Ich konnte mich mental nicht in Philip Pullmans Multiversum hineindenken und war nicht fähig, Beziehungen zu den Figuren aufzubauen. Stattdessen erschien mir das gesamte Werk langatmig und zäh wie eine alte Schuhsohle. Es kam mir vor, als hätte sich Pullman nicht entscheiden können, ob er nun ein abenteuerliches Kinderbuch oder eine theologisch-philosophische Abhandlung schreiben wollte. Der Autor wurde für den angeblich anti-religiösen Ton der Romane scharf kritisiert, besonders von der katholischen Kirche in den USA. Wie irgendjemand auf die Idee kommen kann, „His Dark Materials“ als anti-religiös zu bezeichnen, entzieht sich meinem Verständnis. Natürlich ist es ein kontroverses Werk, das sich von den Lehren der christlichen Kirche distanziert, demzufolge lautet der richtige Begriff allerdings anti-institutionell, keinesfalls anti-religiös. Pullman bespricht zahlreiche religiöse Motive und betont die schlichte Schönheit des Glaubens, wird er nicht vom Klerus gesteuert und beschnitten. Intellektuell und theoretisch weiß ich diese Herangehensweise als faszinierend zu schätzen – praktisch und emotional blieb sie mir leider völlig suspekt. Ich konnte mit dem Auftauchen von Engeln, einer göttlichen Vaterfigur und der Verarbeitung des biblischen Sündenfalls überhaupt nichts anfangen. Es war mir alles zu viel, zu gewichtig und zu symbolisch. Ich vermisste Leichtigkeit, Spannung und Witz, war von der verbissenen, künstlichen, geballten Kritik der Geschichte abgeschreckt. Ich quälte mich mühsam durch die Lektüre und sah nur selten einen Lichtblick. Beispielsweise mochte ich das Konzept der Dæmons als ausgelagertes, externes Stück der Seele eines jeden Menschen, hätte dieses aber ohne die Einleitung meiner Ausgabe wohl nicht oder erst spät verstanden. Auch sympathisierte ich mit vielen Figuren, war von ihrer jeweiligen Rolle in der Geschichte jedoch nicht begeistert. Der Panzerbär Iorek Byrnison und der Aeronaut Lee Scoresby sind tolle, liebenswerte Charaktere, doch ihre Beziehung zur Protagonistin Lyra, die ich ohnehin nicht mochte, konnte ich nicht nachvollziehen. Es war wie verhext: ich entdeckte in „His Dark Materials“ einiges, was mir für sich genommen gefiel, nur im Rahmen der Geschichte überzeugten mich diese Elemente nicht und halfen mir nicht, mich durch diesen dicken Wälzer zu kämpfen.


    Am Ende einer enttäuschenden Kinderbuch-Lektüre stellt sich natürlich immer die Frage, ob die Geschichte auf mich anders gewirkt hätte, hätte ich sie gelesen, als ich noch zur Zielgruppe gehörte. Im Fall von „His Dark Materials“ glaube ich das nicht. Ich wäre zwar nicht in der Lage gewesen, die vielen kritischen Nuancen der Trilogie zu benennen, aber ich hätte wahrgenommen, dass da etwas zwischen mir und der Geschichte steht. Ich bezweifle stark, dass ich im Alter zwischen 6 und 11 Jahren Spaß mit Lyras Abenteuern gehabt hätte, weil sie eben einfach nicht abenteuerlich genug geschrieben sind. Ein Kinderbuch, das lediglich von Erwachsenen verstanden werden kann, verfehlt meiner Meinung nach das Ziel. Nun gut. Es hat nicht sein sollen. Das ist sehr schade und ich bin immer noch völlig perplex, wie sich diese Lektüre für mich gestaltete, doch damit muss ich jetzt leben. Es ist ja nicht meine erste unpopuläre Buchmeinung, die ich in Zukunft beständig verteidigen muss. Ich habe Übung darin, der einsamste Mensch der Welt zu sein.

  3. Cover des Buches Der Spiegel des Schöpfers (ISBN: 9783865919298)
    Thomas Franke

    Der Spiegel des Schöpfers

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Martinchen

    Thomas Franke schreibt mitreißende Romane mit christlichen Inhalten. Seine Protagonisten sind lebendig und detailliert dargestellt. Die ehrgeizige Ärztin mit ihrem wissenschaftlichen Hintergrund gerät in eine Geschichte, die sie sich nicht hätte vorstellen können. Der Polizist Ruben Lemke, der schwer unter Schuldgefühlen leidet, übertritt mehr Gesetze als er einhält. Der ungewöhnliche Ari, von dem niemand so recht weiß, was er eigentlich ist, zeigt sich verwundert über die Menschen. Langsam bekommt die Leserin eine Ahnung, woher die Verwunderung rührt und wie es sein könnte. Ari wird auf eine ungewöhnliche Probe gestellt. Wird er sie bestehen?

    Das Cover des Umschlages zeigt sehr schön, worum es geht.

    Dies ist nicht mein erstes Buch von Thomas Franke und es wird auch nicht das letzte sein.


    Fazit: ein ungewöhnlicher und spannender Roman 

  4. Cover des Buches Kings of Cool (ISBN: 9783518464885)
    Don Winslow

    Kings of Cool

     (123)
    Aktuelle Rezension von: NickiBorell

    Das ist echt mal etwas anderes. Die Story an sich nicht mal, aber der Schreibstil. Eine Kombination aus Belletristik und harter Sprache.

  5. Cover des Buches Das Tagebuch des Teufels (ISBN: 9783821860664)
    Nicholas D. Satan

    Das Tagebuch des Teufels

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Die Aufmachung ist es letztlich, was ich an dem Buch behaltenswert gut finde. Mit der Gestaltung ( Goldschnitt / zahlreiche Illustrationen und Bilder ...) wurde sich so viel Mühe gegeben, dass ich es einfach nicht übers Herz bringe das Buch gleich nach dem Lesen wieder wegzugeben.
    Inhaltlich konnte es mich jedoch überhaupt nicht überzeugen. Im Schnelldurchlauf wird einmal durch die Bibel und dann durch die Zeitgeschichte der Menschheit geprescht. Dabei ist kein ‚Einlesen ins Buch‘ möglich, denn alles bleibt blass. Wie soll man auch in den teilweise sieben Zeilen langen Einträge etwas unterbringen wie Gedankengänge, Geschehen, Personen und vielleicht noch Humor oder Atmosphäre? Ein gute Idee war das Buch gewiss und allein die reicht ja schon aus um das Werk unter die Leute zu bringen, aber letztlich wurde hier reichlich Potential schlicht verpulvert. Das Buch wirkt lieblos niedergeschrieben und keinesfalls wie ein Herzensprojekt, bei dem man mehr als nötig an Zeit und Gedankenströmungen investiert hat.
    Und auch den Humor konnte ich nicht finden. Nicht einmal beim Formulieren wurde ein wenig mit einer Priese ‚Wortwitz‘ gespielt, was bei den kurzen Texten unbedingt nötig gewesen wäre.
    Die gesamte Sprache des Buches ist modern und verfasst im Tonfall einer E-mail. Gut, vielleicht mag es auch wirklich den Tagebuchstil von Normalbürgern treffen, aber von einem intelligenten & teuflischen Wesen hätte ich mehr erwartet.

    Positiv:
    - Sehr schöne Aufmachung ( Goldschnitt / Zahlreich bebildert)

    Neutral:
    -

    Negativ:
    - So wenig Text, dass kein Einlesen möglich ist
    - Ich fand es langweilig und ohne einen Funken Humor ( nicht einmal Wortwitz)
    - Im Schnelldurchlauf durch die Geschichte der Erde
    - Sprachlich eher dünn

    Fazit: Das Buch ist für mich eine wirkliche Enttäuschung.
  6. Cover des Buches Das Tagebuch der Menschheit (ISBN: 9783499631337)
    Carel van Schaik

    Das Tagebuch der Menschheit

     (4)
    Aktuelle Rezension von: PhilippWehrli
    Evolution und Bibel? - Diese Kombination assoziieren wir mit Streitgesprächen. An vorderster Front sehen wir den Evolutionsbiologen Richard Dawkins,  der sich ‚militanter Atheist’ nennt und erklärt, der Gott des Alten Testaments sei „ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker, ein rachesüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer: ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, grössenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.“ 

    Deshalb war ich einigermassen überrascht, als im anthropologischen Museum Zürich eine Zeitung der reformierten Kirche auflag. Noch einmal überrascht war ich, in dieser Zeitung ein Interview mit dem Direktor des anthropologischen Museums Zürich, Carel van Schaik, zu lesen. Thema des Interviews: Der Bestseller ‚Das Tagebuch der Menschheit – Was die Bibel über unsere Evolution verrät’, den van Schaik zusammen mit dem Historiker und Wissenschaftsjournalist Kai Michel schrieb, der in den Zeitungen ‚Die Zeit’,  ‚FACTS’ und ‚Die Weltwoche’ zu Themen Archäologie, Religion und Evolution bearbeitete.

    Tatsächlich zeigen uns van Schaik und Michel Schätze der Bibel, die auch Atheisten begeistern dürften. Sie erreichen dies, indem sie eine eigentlich naheliegende Perspektive einnehmen: Sie lesen die Bibel als ‚Buch der Bücher’, als weltweit reichste Sammlung historischer Zeugnisse, als Tagebuch der Menschheit, in dem über mehr als tausend Jahre verschiedene Menschen ihre Gedanken, Fragen und Ideen festhielten. Diese Berichte vergleichen sie mit den Erkenntnissen der Archäologie und erreichen dadurch ein wesentlich lebendigeres Bild der Antike, aber auch der Frühgeschichte.

    Natürlich bemerken auch die Autoren die Brutalität des alttestamentlichen Gottes. Sie untersuchen aber, wie denn aus der von Dämonen und Geistern erfüllten Welt der Jäger und Sammler ein einziger, allmächtiger, aber grausamer Gott wachsen konnte. Fast könnte man sagen, sie unterziehen den grausamen Gott einer Psychoanalyse und ergründen in dessen ‚frühester Kindheit’, worin denn die Grausamkeit gründet.

    Die originelle und überzeugend belegte These: Durch die Sesshaftwerdung traten ungekannte Naturkatastrophen von geradezu apokalyptischen Ausmassen auf, Katastrophen, welche die Macht von Dämonen oder lokalen Göttern bei weitem überstiegen. Wenn ein Erdbeben eine ganze Stadt zertrümmerte, wenn Hunderte von Menschen in einem Tsunami ertranken oder von einem Vulkan verschüttet wurden, dann musste eine gewaltige Macht dahinter stehen.

    Anschaulich schildern die Autoren, wie sich in den ungeschickt gebauten ersten Städten Seuchen ausbreiten, oft durch Haustiere eingeschleppt, welche in Jägerkulturen noch kaum bekannt waren. Nachvollziehbar ist auch das moralische Dilemma, als die ersten Bauern ihre Felder schützen wollten. In Jahrmillionen langer Evolution hat sich das Naturgesetz in unsere Gene eingegraben, alles, was die Erde hergibt, gehöre allen. Früchte, die noch am Baum hängen, die man aber doch nicht essen darf, waren undenkbar. Ein Bauer, der seine Ernte verteidigt, der wie Kain seinen eigenen Bruder erschlägt, nachdem er ihn heimtückisch mit reifen Feldfrüchten angelockt hat, so etwas gab es unter Jägern nicht.

    Van Schaik und Michel anerkennen die kulturelle Meisterleistung, die intuitive, angeborene Jägerethik zu überwinden und dem Bauern zu seinem überlebensnotwendigen Recht zu verhelfen. Sie machen aber auch klar, welche Kraftanstrengung nötig war, der Jägernatur eine zweite oder gar eine dritte Natur anzuerziehen.

    So führen uns die Autoren durch die Abschnitte der Bibel von der Schöpfungsgeschichte über Moses, die Könige über Jesus bis zu den Evangelisten. Sie berücksichtigen dabei, wann und in welchem Zusammenhang eine Textstelle zum ersten Mal auftaucht und ziehen auch Texte anderer Kulturen hinzu oder hebräische Texte, die es nicht in den offiziellen Kanon der Bibel geschafft haben. Sie zeigen, wie sich parallel zur kulturellen Evolution des Menschen auch der Gott Jahwe entwickelt hat.

    In diesem Punkt unterscheiden sich Van Schaik/Michel am stärksten von Dawkins: Sie zeigen Hochachtung für die grandiose kulturelle Leistung, die angeborene Jäger- und Sammlermentalität zu überwinden und Gesellschaftsformen zu erfinden, die für Bauern, Händler und insbesondere für Städter tauglich waren. Sie honorieren, dass die Bibelautoren diese kulturelle Evolution über weite Strecken initiierten. Tragisch liest sich vor diesem Hintergrund der Satz in Kapitel 19: „Um das Jahr 400n. Chr. Jedoch wurde die Bibel durch die Kanonisierung ihrer Schriften schockgefroren.

    Tatsächlich wurde die Entwicklung des Christentums durch die Kanonisierung zumindest stark gebremst. Kühn scheint mir daher die These, durch das Christentum seien die Wissenschaften und die Demokratie gefördert worden. Wissenschaften seien in einer monotheistischen Religion entwickelt worden, weil es eher denkbar sei, die Gedanken und Pläne eines einzelnen Gottes zu ergründen, als die eines in sich zerstrittenen Pantheon. Natürlich waren bis vor kurzer Zeit praktisch alle westlichen Wissenschaftler Christen oder Juden, wohl aber vor allem mangels Alternativen.

    Spannend ist aber die Frage, die van Schaik und Michel zum Abschluss aufwerfen: Wie würde das Abendland heute aussehen, wenn die Kanonisierung nie stattgefunden hätte? Wie würde die Welt aussehen, wenn wir die Religion nicht eingefroren, sondern stetig weiter entwickelt hätten und heute vielleicht am 5. Testament schreiben würden?

    Das ‚Tagebuch der Menschheit’ ist eine unterhaltsam geschriebene, durchwegs gelungene und empfehlenswerte Hommage zweier Agnostiker an das Buch der Bücher, das wichtigste Buch des Abendlandes.


    Nachtrag vom 1. Oktober 2017
    Im Podcast der Skeptiker Schweiz habe ich ein Interview mit Carel van Schaik zu diesem Buch geführt.

  7. Cover des Buches Der Sündenfall von Wilmslow (ISBN: 9783492056502)
    David Lagercrantz

    Der Sündenfall von Wilmslow

     (10)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    David Lagercrantz wurde in Deutschland durch die Fortsetzung von Stieg Larssons Millennium-Serie bekannt. Sein Roman »Der Sündenfall von Wilmslow« ist ein Kriminalroman gemischt mit Zeitgeschichte. Mit ihm schaffte es Lagercrantz international als Schriftsteller Bekanntheitgrad zu erlangen. In Deutschland kennt man außerdem die Biografie Zlatan Ibrahimovics, die dieser gemeinsam mit Davod Lagercrantz geschrieben hat. (Ich bin Zlatan: Meine Geschichte)

     

    Wir befinden uns im England des Jahres 1954. Ein Mathematiker wird tot aufgefunden. Durch einen mit Zyankali versetzten Apfel kam er zu Tode – erst meint man, es sei Selbstmord gewesen. Alan Turing arbeitet für den Geheimdienst - kann es vielleicht doch kein Selbstmord gewesen sein? Kommissar Sergeant Leonard Corell ermittelt, und heraus kommt ein behütetes Geheimnis des Kriegs ...

     

    Thematisch ist der Krimi Zeitgeschichte des Zweiten Weltkrieges, aber auch Themen wie Homosexualität und Computerzeitalter, Moral .... werden thematisiert.

     

    Leseprobe:

    ========

     

    "Bin ich schon wieder kryptisch? Erstaunt mich nicht im Geringsten! Aus dem Bart sprechen, so hat mein Vater das immer genannt. Ich verstand nicht, was er meinte, ich hatte ja keinen Bart. Habe mir auch nie einen wachsen lassen, nicht einmal während des Krieges, ha, ha, aber Sie sind direkt. Das ist gut. Als die pflichtbewussten Beamten, die wir sind, haben wir uns natürlich ein bisschen über Sie schlaugemacht. ...

     

    Mir hat die Art und Weise sehr gut gefallen, wie Lagercrantz seine Geschichte dem Leser vermittelt. Die Konstruktion insgesamt ist sehr klug aufgebaut und die Geschichte kommt lebendig rüber und kurzweilig spannend. Man kann sich sehr gut eindenken und ist gefesselt. Ich hatte Probleme, das Buch zur Seite zu legen.

     

    Außerdem hat mir die Darstellung der Charaktere sehr gut gefallen. Sie werden in ihrer Entwicklung sehr anschaulich dargestellt und mit der fiktiven und auch der zeitgeschichtlichen Handlung verbunden. Überhaupt sind fiktive und zeitgeschichtlich belegte Handlung und Szenen sehr glaubwürdig und authentisch dargestellt.

     

    Ich finde, das Buch ist rundherum gelungen. Absolute Empfehlung !!!

     

     

    Abschließend einige biografische Daten zu Alan Turing

     

    geboren: 23. Juni 1912 in London;

    gestorben: 7. Juni 1954 in Wilmslow, Cheshire) war ein britischer Logiker, Mathematiker, Kryptoanalytiker und Informatiker. Er gilt heute als einer der einflussreichsten Theoretiker der frühen Computerentwicklung und Informatik. Turing schuf einen großen Teil der theoretischen Grundlagen für die moderne Informations- und Computertechnologie. Als richtungsweisend erwiesen sich auch seine Beiträge zur theoretischen Biologie.

    Das von ihm entwickelte Berechenbarkeitsmodell der Turingmaschine bildet eines der Fundamente der Theoretischen Informatik. Während des Zweiten Weltkrieges war er maßgeblich an der Entzifferung der mit der Enigma verschlüsselten deutschen Funksprüche beteiligt. Der Großteil seiner Arbeiten blieb auch nach Kriegsende unter Verschluss.

    Turing entwickelte 1953 eines der ersten Schachprogramme, dessen Berechnungen er mangels Hardware selbst durchführte. Nach ihm benannt sind der Turing Award, die bedeutendste Auszeichnung in der Informatik, sowie der Turing-Test zum Überprüfen des Vorhandenseins von künstlicher Intelligenz.

    Im März 1952 wurde Turing wegen seiner Homosexualität, die damals noch als Straftat verfolgt wurde, zur chemischen Kastration verurteilt. Turing erkrankte in Folge der Hormonbehandlung an einer Depression und beging etwa zwei Jahre später Suizid. Im Jahr 2009 sprach der damalige britische Premierminister Gordon Brown eine offizielle Entschuldigung im Namen der Regierung für die „entsetzliche Behandlung“ Turings aus und würdigte dessen „außerordentliche Verdienste“ während des Krieges; eine Begnadigung wurde aber noch 2011 trotz einer Petition abgelehnt. Zum 24. Dezember 2013 sprach Königin Elisabeth II. posthum ein „Royal Pardon“ (Königliche Begnadigung) aus.

     

    Quelle: wikipedia

  8. Cover des Buches Die Kinder des großen Königs & Die Melodie des Königs (ISBN: 9783765541827)
  9. Cover des Buches Eternal - In den Armen des Vampirs (ISBN: 9783426504741)
    V. K. Forrest

    Eternal - In den Armen des Vampirs

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Asbeah

    Ein Serienkiller sucht seit Jahren die Ostküste der USA heim. Nun wird auch Special Agent Fia Kahill in die Ermittlungen hineingezogen, denn Macy, die von dem Killer gestalkt wird, wendet sich an Fia. Diese hat durch die Enthauptungsfälle in Clare Point im vorherigen Jahr einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt, deshalb will Macy nur mit ihr sprechen. Macy kommt nach Clare Point, ohne zu ahnen, dass sie sich Vampiren anvertraut. Dort begegnet sie Arlan, Fias bestem Freund. Die zwei fühlen sich sofort zu einander hingezogen, während Fia sich eingestehen muss, dass ihre Beziehung zu Glen nicht besonders gut läuft.

    Beim ersten Teil dieser Reihe musste ich bemängeln, dass viele Fragen zu den Eigenarten der Vampire offen blieben. Leider gab es auch in diesem Band keine eindeutigen Erklärungen. Ich werde wohl nicht erfahren, wie die Wiedergeburt von Vampiren vonstatten geht, und ob dann die Kinder die Eltern ihrer Eltern werden. In dieser Richtung wird tunlichst nichts erwähnt. Wenn man sich von solchen Grübeleien frei machen kann, ist auch dieser Band wieder eine gelungene Geschichte, die sich flüssig liest und viel Abwechslung durch Nebenhandlungen bietet.

    Die Häufigkeit erotischer Szenen hat mich etwas gelangweilt, Macys Handlungen konnte ich nicht immer nachvollziehen und insgesamt fehlte es mir etwas an Emotionen, besonders in Sachen Fia und Glen. Dennoch werde ich auch zum dritten Teil greifen. Die verschiedenen Charaktere gefallen mir einfach.

    Fazit: Ein unterhaltsamer Vampir Krimi dem ich gern 4 Sterne gebe.


  10. Cover des Buches Ohne Chance. (ISBN: B002KCS3UU)
    Klaus Vogt

    Ohne Chance.

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Bildung. Alles, was man wissen muß (ISBN: 9783821853772)
    Dietrich Schwanitz

    Bildung. Alles, was man wissen muß

     (18)
    Aktuelle Rezension von: VanessaEden
    Dennoch ist das Buch wunderbar gestaltet, es macht Spaß, darin zu blättern, zu schmökern und ich benutze es immer wieder gerne zum Nachschlagen. Tatsächlich sind die geschichtsträchtigen Dinge, die man zur sogenannten Allgemeinbildung zählt, übersichtlich und bildhaft dargestellt. So bleibt man an dem ein oder anderen Thema hängen, dem man sich mit Hilfe anderer Literatur eingehender widmen kann. 

    Alles in allem ein Buch für jeden Haushalt!
  12. Cover des Buches Amapola: Die geheime Macht des Drogenimperiums (Ereignisse, Tatsachen, Zusammenhange) (ISBN: 9783327008270)
  13. Cover des Buches Sündenfall (ISBN: 9783442477654)
    Anya Lipska

    Sündenfall

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Katzenpersonal_Kleeblatt
    Der gebürtige Pole Janusz Kiszka lebt schon seit vielen Jahren in London. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er mit diversen Jobs, die nicht immer legal sind, und als Privatdetektiv. Er ist voll integriert in die polnische Gemeinschaft in London. So besucht er auch regelmäßig die Kirche und die Beichte. Als eines Tages eine junge polnische Kellnerin vermisst wird, bittet ihn der Priester, sich nach ihr auf die Suche zu machen. Die Suche führt ihn über London sogar zurück in seine eigenen Heimatstadt Gdansk, die er nie wieder besuchen wollte und begibt sich selbst in Lebensgefahr. Zur gleichen Zeit wird aus der Themse eine Frauenleiche geborgen. Auf die Ermittlungen wird die Polizistin Natalie Kershaw angesetzt. Es geschehen weitere Morde und als eines Tages eine Tote die Visitenkarte von Janusz Kiszka im Mund hat, glaubt Natalie, auf eine heiße Spur gestoßen zu sein und hält Janusz als ihren Hauptverdächtigen. Wird es Janusz gelingen, die vermisste Kellnerin zu finden und wird es ihm auch gelingen, die Vermutungen der Polizistin zu entkräften? ... Das Erstlingswerk der Autorin Anya Lipska ist in zwei Handlungsstränge unterteilt. Zum einen ist Janusz auf der Suche nach einer Kellnerin, die spurlos verschwunden ist. Seine Suche führt ihn zurück nach Polen und zurück in die Vergangenheit. In eine Zeit, in der Polen sich im Umbruch befand, wo ein Lech Walesa hoch gefeiert wurde und die Solidarnosc in Polen eine wichtige Rolle spielte. Im Rahmen seiner privaten Ermittlungen gerät er in einen Sumpf von Bespitzelungen und Verrätern, die den Leser an die Staatssicherheit (Stasi) und ihre IM (inoffiziellen Mitarbeitern) denken lässt. Hier erfährt man als Leser einen kleinen Einblick in die polnische Geschichte, die mir zum Beispiel so gut wie unbekannt war. Zum anderen versucht die Polizistin Natalie Kershaw, in London den Mörder der Themseleiche und der anderen Mordopfer zu finden. Sie hat es nicht leicht in der Domäne der Männerwelt bei der Polizei, sie muss sich beweisen und geht nicht immer den legalen Weg bei ihren Ermittlungen. Als sie auf Janusz trifft, ist sie fest davon überzeugt, entweder den Mörder zu haben oder zumindest jemanden, der mehr weiß, als er zugeben will. Sie setzt ihn unter Druck, als sie merkt, dass er irgendwas weiß. Sein Verhalten ihr gegenüber ist nur der Tatsache geschuldet, dass er weiß, wer die Tote mit seiner Visitenkarte im Mund ist. Natalie und auch Janusz sind beides Protagonisten mit Ecken und Kanten. Richtig warm werden konnte ich jedoch nicht mit ihnen. Natalie war mir ein wenig zu verschlossen, sie konnte nicht aus sich rausgehen, hatte Angst, etwas von sich preiszugeben, was sie ein wenig zum Einzelgänger machte. Was Janusz anging, so konnte ich ihn anfangs nicht wirklich einschätzen, da das, was er tat, nichts mit seiner Tätigkeit als Privatdetektiv zu tun hatte. Ganz im Gegenteil, erschienen mit seine Tätigkeiten schon ein wenig kriminell. An ihn musste ich mich wirklich lange herantasten, um mit ihm "mitgehen" zu können. Der Roman ließ sich vom Schreibstil der Autorin her sehr gut lesen. Er war flüssig geschrieben und der Plot war gut durchdacht. Was mich jedoch penetrant störte, waren die polnischen Wortfetzen, die immer und überall auftauchten. Viele konnte man aus der Situation heraus übersetzen, andere wurden kurz erklärt, aber es bleiben immer noch Worte, die man einfach gelesen und nicht verstanden hat, weil es ohne polnische Sprachkenntnisse schlichtweg unmöglich ist, sie zu übersetzen. Sie waren an den meisten Stellen einfach deplatziert. Wenn schon soviel Fremdsprache mit in den Roman einbezogen wird, kann man als Leser eigentlich auch eine Fußnote oder ein Glossar erwarten. Ich habe lange überlegt, wieviel Pfötchen ich vergeben soll. Meine Meinung hielt sich bei 3,5 Pfötchen, aber wir vergeben keine halben Punkte. Da es eine gute Story ist und sie auch dementsprechend umgesetzt wurde, habe ich mich für 4 Pfötchen entschieden.
  14. Cover des Buches Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt (ISBN: 9783038480969)
    Thomas Christian Kotulla

    Was soll ich hier?: Eine Begründung der Welt

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Windflug
    Ein Buch, das im Untertitel angibt, „eine Begründung der Welt“ zu liefern, lehnt sich sehr weit aus dem Fenster - und macht damit auch gleich klar, dass es sich hier um ein Buch handeln muss, das anders als es der Klappentext angibt, eine deutliche Richtung hat, nämlich die hin zum Christentum als die Antwort auf die behandelten großen Fragen der Menschheit.
    Dass das nicht von vornherein klar ist, könnte Nichtchristen, die sich mit diesen Fragen beschäftigen wollen, etwas ärgern, weil sie eben in eine bestimmte Richtung gedrängt werden. Andererseits muss man allerdings auch sagen, dass ein Buch, dass Antworten auf solche Fragen verspricht, notwendigerweise eine bestimmte Richtung gehen muss, denn diese Fragen zeichnen sich ja gerade dadurch aus, dass sie eben keine allgemeingültige, rational für alle erfassbare Antworten haben.

    Von daher sollte man das Buch als das lesen, was es ist: die gedankliche Reise eines Menschen, der sich auf philosophischem Wege dem christlichen Glauben angenähert und hier Antworten gefunden hat. Dann kann es meiner Meinung nach auch für Nichtchristen gewinnbringend gelesen werden, wenn man eben nur den Gedanken des Autors folgt und für sich zu anderen Schlüssen kommt. Zumal diese Schlüsse in der Regel durchaus offen formuliert werden und zu eigenen Gedanken anregen wollen.

    Für mich war diese gedankliche Reise außerordentlich spannend und gut nachvollziehbar zu lesen. Natürlich war es für mich einfacher, da ich selbst Christin bin. Aber auch für Christen bietet das Buch viel Stoff zum Nachdenken und dazu, sich seinem Glauben von anderen Gesichtspunkten aus zu nähern.

    Die Kürze des Buches (gerade einmal 184 Seiten) führt natürlich zu einer etwas vereinfachten Darstellung, bei der viele Dinge nur angerissen werden. Schön fand ich dabei die vielen Anmerkungen und Literaturhinweise, die zum einen die Möglichkeit zur Vertiefung bieten, zum anderen aber auch deutlich machen, dass man kene unausgegorenen Gedankenkonstrukte liest, sondern auf Literatur und Quellen fundiert aufgebaute Thesen, die nicht nur vom Autor stammen, sondern eben auch wissenschaftlichen Thesen anderer aufgreifen.
    Andererseits waren mir manche Fußnoten auch zu viel - oft wiederholt sich eine Anmerkung bei jeder Erwähnung eines Problems wieder und wieder, und da es sich tatsächlich eigentlich nicht um Fuß-, sondern um Endnoten handelt, unterbrach das oftmals unnötigerweise den Lesefluss.

    Insgesamt war es für mich ein flüssig zu lesendes, regelrecht spannendes Buch, das viele gute Ideen bietet, zu eigenen Gedanken anregt und sich dem Christentum einmal weniger dogmatisch oder gefühlsmäßig, sondern auf logischem Wege zu nähern versucht. Aber es war mir letztlich doch zu viel in einen zu kurzen Text gepackt, so dass ich mit einem leicht unbefriedigenden Gefühl zurückblieb, dass mir da jemand zu schnell zu viele einfache Antworten bieten wollte, wenig verschiedene Richtungen auslotete, sondern gleich die Antworten besprach, die er selbst gefunden hatte, und viele Fragen einfach gar nicht erst stellte.
    Und dafür fand ich den Titel dann doch etwas zu hochgestochen.
  15. Cover des Buches Die Stimme des Schöpfers (ISBN: 9783957345271)
    Titus Müller

    Die Stimme des Schöpfers

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Lujoma

    Manche Leute finden Bibellesen langweilig. Was sollen die uralten Geschichten?

    Nicht so, wenn man „Die Stimme des Schöpfers“ von Titus Müller liest. In seinem Buch lässt er 29 alttestamentliche Geschichten lebendig werden. Er fühlt sich gut in die verschiedenen Personen ein, leiht ihnen seine Stimme und man bekommt als Leser das Gefühl dabei zu sein… damals im Paradies als die Schlange Eva verführte, bei der Sintflut ebenso wie unterwegs mit Abraham und Jakob… Auch von Debora, Simson, Samuel, von David, Elia und Jona handeln die Geschichten.

    Jede einzelne Geschichte ist brillant erzählt und fesselt den Leser. Die Geschichten sind kurz, lassen sich gut zwischendurch lesen. Sie eignen sich aber auch gut zum Vorlesen, egal ob in Kindergruppen oder im Seniorenkreis.


    Mir hat „Die Stimme des Schöpfers“ sehr gut gefallen und gern empfehle ich das Buch weiter.

  16. Cover des Buches Beifang (ISBN: 9783442741625)
    Ulrich Ritzel

    Beifang

     (21)
    Aktuelle Rezension von: hproentgen
    „Wenn ich dazu etwas sagen darf ...“, meldete sich Kuttler zu Wort. „Wir haben mit großem Nachdruck versucht, den Verbleib der Kette zu klären. Es ist mit allen in Betracht kommenden Aufkäufern gesprochen worden. Mit wirklich allen. Mit Goldschmieden, Antiquitätenhändlern, mit den uns bekannten Hehlern.“ Kuttler hob die Hände, die Handteller nach oben gekehrt. „Alles Fehlanzeige.“ „Alles Fehlanzeige“, echote Eisholm. „Kann man nichts machen. Aber darf ich noch festhalten“ – Eisholm blickte nach links, wo die Protokollführerin des Gerichts saß – „dass hier eine Frage, die in engem Zusammenhang mit dem Verbrechen steht, unbeantwortet geblieben ist.“ Ein wertvolles Schmuckstück fehlt in einem Mordprozess und der Mann, der kurz vor dem Mord mit dem Opfer noch zusammen Sex hatte. Trotzdem erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Mann der Frau, die mit einem Handkantenschlag umgebracht wurde. Der Major war in Afghanistan, hatte sich bei der Rückkehr sinnlos betrunken, weiß nicht mehr, was vorgefallen war und ist der einzige aus der Umgebung des Opfers, der die Technik des tödlichen Handkantenschlags beherrscht. Der Anwalt Eisholm ist ein Staranwalt und beauftragt den pensionierten Kripomann Berndorf mit der Ermittlungen. Doch bevor der mit dem Anwalt sprechen kann, stürzt dieser vor einen Zug. Selbstmord? Oder wurde er doch gestoßen? Und wie lässt sich dieser unbekannte Sexkontakt finden und was hat das mit dem Mord zu tun? Eine ganze Menge erfahren wird. Dann taucht die junge Anwältin auf, die Eisholms Mandat übernimmt, der Kripobulle Kuttler wird von seinem Chef zurückgepfiffen und über die Ermordete wird so manches bekannt, dass im Ländle eher hätte unbekannt bleiben sollen. Ritzel schildert die Ländle unter der allgegenwärtigen "Staatspartei", vor dem großen Umbruch durch die Wahl 2011 und damit wird unter anderem deutlich, wie diese Staatspartei ihren Staat verlieren konnte. Er schildert uns Personen, die selten schwarz oder weiß sind, aber jeder hat seine Geheimnisse und Lebenslügen. Das Schmuckstück entpuppt sich als alter jüdischer Hochzeitsring und damit bekommt der Roman eine historische Komponente, die weit in die Vergangenheit zurückreicht und in ein jüdisches Altersheim im dritten Reich. Dieser Strang der Erzählung wäre für den Krimi nicht unbedingt nötig gewesen, Leser, die eher auf Action stehen, werden sich damit harttun. Mir hat dieser Strang dennoch gefallen, obwohl ich sonst die endlosen Erklärungen in deutschen Regiokrimis eher störend finde. Doch Ritzel versteht es, diesen Strang spannend auszuerzählen. Zum Schluss zu verfranzt sich der Roman ein bißchen, kommt gar zu sehr vom Hölzchen aufs Stöckchen. Und das Sexleben der jungen Anwältin wirkt auch etwas aufgesetzt. Dennoch: Spannender Krimistoff. Homepage des Autors: http://www.amazon.de/gp/reader/3442741629/ref=sib dppt#reader-link Beifang, Krimi, Ulrich Ritzel, btb, März 2011 ISBN-13: 978-3442741625, Tb, 462 Seiten, Euro 9,99
  17. Cover des Buches Bibelkunde des Alten und Neuen Testaments (ISBN: 9783772029981)

    Bibelkunde des Alten und Neuen Testaments

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Manhattan City Lights - Geheimes Vertrauen (ISBN: B013I80Q6S)
  19. Cover des Buches Es begab sich aber – JETZT! (ISBN: 9783038480624)
    Karsten Jung

    Es begab sich aber – JETZT!

     (3)
    Aktuelle Rezension von: LEXI
    Karsten Jung, evangelischer Religionslehrer und Professor für Religionspädagogik, hatte die Idee zu den 56 Kurzgeschichten dieses Buches bei einer Fortbildung. Inspiriert von der Bibel und davon beseelt, Jugendlichen die Bibel im Unterricht oder im Zuge der Jugendarbeit näher zu bringen, stellt er auf je einer Doppelseite einen Bibeltext einer Kurzgeschichte gegenüber. Als besonderes „Extra“ hat er einen ungewöhnlichen Anhang gewählt: er liefert zu jeder einzelnen Kurzgeschichte eine Hintergrundinformation, eine Frage zum Bibeltext und Denkanstöße. Die Idee an sich hat mir ausnehmend gut gefallen, und der Autor hat sein Ziel auch erreicht: er brachte mich durch diesen Anhang wiederholt zum Innehalten und Nachsinnen über das Gelesene.

    Man sollte vielleicht auch die angenehme Schriftgröße und den kurzen, prägnanten und eindringlichen Schreibstil hervorheben, der direkt auf seine jugendliche Zielgruppe angepasst zu sein scheint.

    Zu den jeweiligen Schilderungen einer ganz alltäglichen Situation präsentiert Karsten Jung auf jeder Doppelseite eine Bibelgeschichte, oftmals in Kurzfassung, und ermuntert seine Leser dazu, sich dem ungekürzten Inhalt in der Bibel selbst zu widmen. Dr. Roland Werner könnte durchaus richtig liegen, wenn er im Vorwort schreibt, dass es sich hierbei um „einen lebendigen, anregenden Zugang zur Bibel und eine Bereicherung für Jugendgruppen und Schulklassen“ handelt.

    In den Aufforderungen zur Diskussion werden geschickt ganz aktuelle Themen der heutigen Zeit aufgegriffen und die Leser dazu animiert, sich näher damit zu beschäftigen, sich in die handelnden Personen hinein zu versetzen unter anderem auch deren Sichtweisen zu diskutieren. Zwischenmenschliche Beziehungen, aktuelle Themen wie die Flüchtlingsproblematik, Politik, Christenverfolgung heute und Massenmorde sowie Menschenrechtsverletzungen, Religion und Toleranz, die Unterscheidung zwischen dem, was richtig und falsch ist, praktizierte Feindesliebe, familiäre Beziehungen, Scheidung oder der Umgang mit Missständen im täglichen Leben zählen unter anderem zur großen Themenvielfalt, die der Autor darbietet.

    Obgleich ich definitiv nicht mehr zur Zielgruppe gehöre, hat mir dieses Jugendbuch sehr gut gefallen und würde es jedem Jugendlichen ans Herz legen. Es ist meiner Meinung nach ein wertvolles Instrument, sowohl für den Unterricht, als auch für die christliche Jugendarbeit, und punktet zusätzlich zum Inhalt auch mit einer flotten Gestaltung des Buchcovers.



  20. Cover des Buches Weltenbrand (ISBN: 9783866122857)
    Guido Knopp

    Weltenbrand

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Viv29
    In acht Kapiteln verschiedener Autoren wird hier sehr gut über verschiedene Aspekte der beiden Weltkriege berichtet. Es ist also keine chronologische Geschichte (ein chronologischer Überblick findet sich am Ende des Buches), auch wenn die Kapitel der zeitlichen Entwicklungen im Großen und Ganzen folgen.

    Viele Fotografien aus der Zeit ebenso wie zahlreiche Zitate aus Briefen und Tagebüchern tragen ebenso zu einem abgerundeten Bild bei wie einige Auszüge aus zeitgenössischen offiziellen Dokumenten. Die Kapitel selbst sind alle in einem flüssigen, gut zu lesenden Stil gehalten, die Betrachtungsweise durchweg differenziert. Wie ein blutroter Faden zieht sich das entsetzliche Motto dieser Zeit durch die Seiten: die völlige Mißachtung von Menschenleben auf allen Seiten. "Die Zivilisten blieben eine Verfügungsmasse, mit der man nach Gutdünken zu verfahren dachte", steht sehr treffend im Kapitel Verbrannte Erde. In Fegefeuer ist ein weiteres treffendes Zitat aus der Zeit des Ersten Weltkrieges zu lesen: "Krieg sei die 'rücksichtsloseste Despotie gegen wehrlos gemachte Massen, denen die Verfügung über ihr eigenes Leben entzogen ist.'"

    Diese Einbeziehung der Originalstimmen der damals betroffenen Menschen ist eine der Stärken des Buches und verleiht ihm eine besondere Eindringlichkeit. In jedem Kapitel werden die geschichtlichen Geschehnisse vorgestellt, und immer wird darauf eingegangen, was die Entscheidungen weniger Mächtiger für die breite Masse der Menschen bedeuteten. Die Grausamkeit, Ausweglosigkeit, die Angst, die unvorstellbaren Infernos von Stalingrad, der Flammenhölle in den bombardierten Städten, all dies bekommt durch die persönlichen Perspektiven eine erschreckende Deutlichkeit.

    Es wird versucht zu erklären, wie diese Dinge möglich waren, wird gut dargestellt, wie der Erste Weltkrieg zum Zweiten führte; wie Wehrmachtsgeneräle gegen alle militärische Vernunft durch falsch verstandenen Heldenethos oder schlicht Angst Soldaten opferten. Die Grausamkeit des Bombenkrieges gegen Zivilisten sowohl auf deutscher wie auch auf englischer Seite erhält durch eiskalte Aussagen der militärischen Führer beider Seiten eine weitere grausige Komponente. Auf jeder Seite erkennt man wieder auf's Neue, wie ausgeliefert die Menschen waren und es läuft einem kalt den Rücken hinunter.

    So ist dieses Buch eine gelungene Mischung aus geschichtlicher Information und der Berücksichtigung menschlicher Schicksale, Motivationen und Ängste. Dadurch wird es lebendig und verdeutlicht, daß Geschichte von den ganz normalen Menschen gelebt und erlitten wird.
  21. Cover des Buches Wer den Wind sät (ISBN: 9783406781544)
    Michael Lüders

    Wer den Wind sät

     (38)
    Aktuelle Rezension von: FabrizioPiero
    Der Autor Michael Lüders war jahrelang Nahost-Korrespondent und wenn es einen Experten gibt, der sich wie kein anderer mit dem Konflikt zwischen dem Westen und Nahost auskennt, dann ist es wohl Lüders. Wer den Syrien-Konflikt verstehen möchte, der sollte dieses Werk gelesen haben. 
  22. Cover des Buches Sündenfall: Kriminalroman (ISBN: B0753BHCPG)
    Kerstin Wassermann

    Sündenfall: Kriminalroman

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