Bücher mit dem Tag "südamerika"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "südamerika" gekennzeichnet haben.

638 Bücher

  1. Cover des Buches Die sieben Schwestern (ISBN: 9783442479719)
    Lucinda Riley

    Die sieben Schwestern

     (1.162)
    Aktuelle Rezension von: DianaS

    Der Leser lernt im ersten Band die sieben Schwestern kurz kennen und weiß jetzt schon, dass hinter jeder eine andere und interessante Persönlichkeit steckt. Mysteriös wird der Tod des Adoptivbaters, Pa Salt, dargestellt, der den Töchtern jeweils einen Brief mit dem Hinweis auf die Herkunft jeder Tochter hinterlässt. Zusätzlich erhält jede Tochter die Koordinaten zum jeweiligen Land/Ort, wo die Reise hingehen soll....faszinierend finde ich, dass man schon im ersten Band dieser Reihe auf so viele unterschiedliche Charaktäre trifft, die ich unbedingt in den jeweiligen Büchern der Reihe näher kennenlernen möchte. Zusätzlich streut die Autorin hier und da Geheimnisse, Rätsel, Personen ein, bei denen man wie ein Detektiv miträt und hofft, diese im nächsten Band zu lösen. Fesselnd und spannend von der ersten bis zur letzten Seite...

  2. Cover des Buches Die Brut - Sie sind da (ISBN: 9783596035533)
    Ezekiel Boone

    Die Brut - Sie sind da

     (231)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Klappentext:

    Am Amazonas stirbt eine Wandergruppe. Kurz zuvor war ein merkwürdiges Summgeräusch zu hören.
    In Indien schnellen die Seismographen in die Höhe, doch es folgt kein Erdbeben.
    In China wird eine Atombombe gezündet. Angeblich versehentlich.
    In Minneapolis stürzt ein Flugzeug vom Himmel. Im Wrack findet Agent Mike Rich eine verbrannte Leiche aus der etwas Schwarzes kriecht.
    Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine FedEx-Sendung. Ein mysteriöser Fund von den Nazca-Linien.

    Meinung:

    Ich mag keine Spinnen und finde sie richtig eklig. Doch gerade diese menschenfressenden, immer hungrigen, Achtbeiner sind die Antagonisten der Buchreihe. Trotzdem habe ich zum Buch gegriffen, weil ich mir davon Nervenkitzel und Gänsehaut versprochen habe und ich wurde wirklich nicht enttäuscht.

    Die ersten hundert Seiten waren jedoch zäh und langatmig. Es werden die verschiedenen Charaktere vorgestellt und die Beziehungsgeflechte eingehend beleuchtet. Zudem erfährt man ausführlich, wer mit wem schläft und wie attraktiv doch allesamt sind. Einige der Charaktere strotzen nur so vor Klischees, so zum Beispiel Agent Mike Rich, welcher den neuen Mann seiner Ex-Frau nicht leiden kann und zu wenig Zeit für seine Tochter hat. 

    Meiner Meinung nach, gab es zu viele Charaktere und Handlungsstränge. Mit jedem Kapitel wechselt man zu einem anderen Charakter und zu einer anderen Szene. Einige Charaktere wurden nur eingeführt, um wenige Seiten später von den Spinnen angefallen und gefressen zu werden. Da man von einem Handlungsstrang in den nächsten gerissen wurde, war es etwas schwierig einen Bezug zu den handelnden Personen aufzubauen. Einige Male habe ich mich dabei ertappt, wie ich deshalb den Überblick verloren habe. 

    Nichtsdestotrotz nimmt die Spannung in der zweiten Hälfte der Geschichte rasant zu, weshalb ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte. Ezekiel Boone besticht durch eine actionreiche Handlung und eine bildliche und detailreiche Beschreibung des Horrors. Leider konzentriert sich die Geschichte vorwiegend auf Amerika, was einerseits durch die amerikanischen Protagonisten logisch aber auf der anderen Seite doch ziemlich schade ist. Einige Länder wurden zwar oberflächlich beleuchtet aber ich hätte zu gerne gewusst, wie der Rest der Welt reagiert und mit den Horden von Spinnen umgeht. 

    Fazit/Empfehlung:

    Trotz der genannten Kritikpunkte, fühlte ich mich super unterhalten. Das Buch hat sich in der zweiten Hälfte zu einem richtigen Pageturner entwickelt. Nun bin ich sehr gespannt wie es Ezekiel Boone schafft, die verschiedenen Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

    Empfehlen würde ich das Buch all jenen, die gerne in Untergangsszenarien versinken und sich auch etwas gruseln möchte. Spinnen-Phobikern würde ich von dem Buch abraten.

  3. Cover des Buches Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele (ISBN: 9783789121272)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele

     (17.683)
    Aktuelle Rezension von: Klara_Hinterseer

    Die "Tribute von Panem" Trilogie ist eine meiner absoluten Lieblings Buchreihen, die ich auch immer und immer wieder lesen kann und dabei wird es nie langweilig. Und das schon seit Erscheinen - ich bin also praktisch ein Fan der ersten Stunde.

    Ich habe während des Lesens mit Katniss gekämpft, gelitten und geliebt. Ich habe mich gemeinsam mit ihr gefürchtet, mit ihr geweint und bin mit ihr gewachsen. Nur selten habe ich mich in einem Buch wie diesem verlieren können und dabei die Emotionen so echt und intensiv empfunden.

    Gemeinsam mit der genialen Storyline/der Grundidee, der etwas eigenwilligen Hauptprotagonistin und dem Talent der Schriftstellerin Gefühle auf Papier zu bringen - auch gnadenlos - bildet sich für mich der perfekte Roman.


  4. Cover des Buches Als das Leben unsere Träume fand (ISBN: 9783404176007)
    Luca Di Fulvio

    Als das Leben unsere Träume fand

     (123)
    Aktuelle Rezension von: Buchwurm05

    Inhalt:

    1913. Aus ganz unterschiedlichen Gründen begeben sich Raquel, Rosetta und Rocco auf die Reise nach Buenos Aires. Eines haben sie aber gemeinsam. Sie möchten ihr altes Leben hinter sich lassen und einen Neuanfang wagen. Doch schaffen sie es ihre Träume zu verwirklichen? Denn sie müssen schnell erkennen: auch in der Ferne ist es nicht viel anders als zu Hause....

    Leseeindruck:

    Wow. Was war das denn? Mit "Als das Leben unsere Träume fand" hat Luca Di Fulvio einen bildgewaltigen und fesselnden Roman erschaffen. Er lässt förmlich seine Worte lebendig werden und schon bald war ich gefangen in seiner Geschichte. Raquel, Rosetta und Rocco sind charakterstarke Figuren, mit denen ich gelitten, mich aber auch für sie gefreut habe. Immer wenn ich dachte, dass jetzt alles gut wird, kam eine Wendung so unverhofft, dass mir der Mund offen stehen geblieben ist. Dabei geht der Autor mit seinen Figuren wahrlich nicht zimperlich um. Man muss schon starke Nerven haben, um das zu verdauen. Genau das hat den Plot für mich aber real und authentisch erscheinen lassen. Mir wurde es nie langweilig. Es war immer was los. Dabei habe ich so manche Figur aus dem Auge verloren. Ein Fehler. Denn plötzlich ist sie wieder aufgetaucht und hat für ordentlich Wirbel gesorgt. Was mich zudem fasziniert hat ist, wie leicht Luca Di Fulvio am Ende die Lebenswege der anfangs Fremden zusammengeführt hat. Nachvollziehbar und ganz natürlich. Apropos Schluss. Den fand ich raffiniert gemacht und hat sich perfekt eingefügt.

    Fazit:

    "Als das Leben unsere Träume fand" ist ein starker Roman. Trotz seiner Brutalität ist er auch berührend. Er hat mir kaum Zeit zum Durchatmen gelassen. Schade, dass ich die Figuren nun ziehen lassen muss. Für mich ein Highlight, welches ich gerne weiter empfehle. 

  5. Cover des Buches Tage der Toten (ISBN: 9783518463406)
    Don Winslow

    Tage der Toten

     (287)
    Aktuelle Rezension von: julia-elysia

    Ich habe sooo lange für dieses Buch gebraucht und es hat mich definitiv in eine Leseflaute gekickt. Mittlerweile weiß ich, warum ich es so lange auf meinem SuB habe liegen lassen.

    "Tage der Toten" handelt von einem Jahrzehnte langen mexikanischen Drogenkrieg und von Gangs und Banden, die miteinander Geschäfte machen, aber gleichermeißen jeweils der größte Drogenboss sein wollen. Dass das nicht funktioniert, wenn man Rivalen und Konkurrenz hat, ist natürlich klar, und aus diesem Grund fließt mehr als einmal Blut. Hinzu kommen eine korrupte Regierung, eine korrupte Kirche, Drogenkartelle, die sich mit dem amerikanischen und mexikanischen Militär verbündet haben, und ein Ermittler, der versucht, all das aufzudecken.

    Grob zusammenfassen, kann ich die Story auch, aber bei den Details scheitert es dann; denn im Ernst - die meiste Zeit hatte ich keine Ahnung, was wirklich abging. Vieles war verschachelt und überfüllt, viel zu viele Nebeninfos und Beschreibungen von historischen, politischen und anderweitigen Events, die keinen wirklichen Bezug zum jetzigen Geschehen hatten. Es war langatmig, ermüdend und unfassbar schleppend geschrieben, so dass ich die meisten Seiten überflogen habe.

    Mit 700 Seiten ist das Buch echt keine Geschichte für zwischendurch, aber der Schreibstil hat das alles noch weitaus verschlimmert. Hinzu kommen die unzähligen Perspektiven, die zwar alle irgendwie zusammengehangen haben, aber durch die viel zu ausgeuferte Geschichte einfach nur verwirrend waren. Für mich waren die Zusammenhänge irgendwie nur noch zu erahnen ...

    Wenn ich dann doch mal verstanden habe, was vor sich ging, war die Geschichte echt nicht schlecht und sogar spannend. Mit einem kompakteren Schreibstil, weniger unnützen Beschreibungen und weitaus weniger Seiten hätte dies eine überaus interessante Thematik und Story werden können, aber so kann ich leider nur 1,5 Sterne vergeben.

  6. Cover des Buches Das Hurenschiff (ISBN: 9783426513835)
    Martina Sahler

    Das Hurenschiff

     (120)
    Aktuelle Rezension von: YviG1974

    Im Genre historische Romane bin ich nicht so oft unterwegs und auch die Autorin kannte ich bisher noch nicht, daher war ich sehr neugierig, was mich erwartet. 

    Enttäuscht wurde ich nicht, das Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. 

    Das Cover spricht mich schon sehr an.Vorallem das Schiff gefällt mir sehr. 

    Molly,Hannah und die anderen Frauen auf der "Lady Juliana" wurden gut beschrieben und ich habe sie schnell ins Herz geschlossen und an ihrem Schicksal auf der Überfahrt teilgenommen.

    Auch der Schreibstil sagte mir zu.

    Nun bin ich auf den Folgeband gespannt 

  7. Cover des Buches Der Empfänger (ISBN: 9783608964639)
    Ulla Lenze

    Der Empfänger

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Zuzi1989

    Beim Cover dachte ich mir, warum es zensiert wurde? Was es damit auf sich hat. Und generell wie der Titel zur Geschichte passt.

    Ulla Lenz Schreibstil ist überaus flüssig, sie schildert uns die Geschichte eines Mannes, welcher wahrscheinlich unabsichtlich in Spionagetätigkeiten verwickelt wurde (durch seine Funkkentnisse) . Dies passierte wahrscheinliche durch seine naive,  törichte Art. Wir erleben die damalige Zeit und was mancher für dessen Vorteil bereit war zu tun.

    Die Charaktere wurden zwar authentisch beschrieben, jedoch bekam man keinen wirklichen Draht zu ihnen, was aber hier kein Hindernis ist, da man ja die Geschichte darüber erfahren möchte.


    Es wurde in diesem Werk eine Thematik aufgegriffen, welche mir bis dato noch nicht bekannt war. Ein zeitgeschichtlicher Roman über den Großonkels der Autorin. Keine leichte Kost

  8. Cover des Buches Komm, ich erzähl dir eine Geschichte (ISBN: 9783596521715)
    Jorge Bucay

    Komm, ich erzähl dir eine Geschichte

     (299)
    Aktuelle Rezension von: Marceline

    Eine interessante Form der Therapie die "der Dicke" beim Protagonisten anwendet. Ob der Protagonist etwas mit den Geschichten anfangen kann oder anfängt, ist ihm alleine überlassen. 

    Allemal sind die Geschichten, die "der Dicke" erzählt auch schön anzuhören. Man kann sie auf sich selbst übertragen oder nur als kurzweilige Unterhaltung genießen.

    Gefällt mir. Würde ich nicht jedem empfehlen, aber für Freunde vorlesen.

  9. Cover des Buches Frühling, Sommer, Herbst und Tod (ISBN: 9783453436886)
    Stephen King

    Frühling, Sommer, Herbst und Tod

     (327)
    Aktuelle Rezension von: EllaEsSteff

    🌩⚡️

    𝘋𝘪𝘦 𝘩𝘰𝘤𝘩 𝘢𝘶𝘧𝘨𝘦𝘵𝘶̈𝘳𝘮𝘵𝘦𝘯 𝘞𝘰𝘭𝘬𝘦𝘯 𝘻𝘰𝘨𝘦𝘯 𝘪𝘮𝘮𝘦𝘳 𝘯𝘢̈𝘩𝘦𝘳, 𝘶𝘯𝘥 𝘸𝘪𝘳 𝘸𝘢𝘳𝘦𝘯 𝘧𝘢𝘴𝘻𝘪𝘯𝘪𝘦𝘳𝘵 𝘷𝘰𝘯 𝘪𝘩𝘳𝘦𝘳 𝘎𝘳𝘰̈𝘴𝘴𝘦 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘦𝘳 𝘴𝘵𝘶𝘮𝘮𝘦𝘯 𝘋𝘳𝘰𝘩𝘶𝘯𝘨, 𝘥𝘪𝘦 𝘷𝘰𝘯 𝘪𝘩𝘯𝘦𝘯 𝘢𝘶𝘴𝘨𝘪𝘯𝘨. 𝘏𝘪𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘸𝘪𝘦𝘥𝘦𝘳 𝘴𝘢𝘩 𝘦𝘴 𝘢𝘶𝘴, 𝘢𝘭𝘴 𝘸𝘶̈𝘳𝘥𝘦 𝘦𝘪𝘯 𝘳𝘪𝘦𝘴𝘪𝘨𝘦𝘴 𝘉𝘭𝘪𝘵𝘻𝘭𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘪𝘯 𝘪𝘩𝘯𝘦𝘯 𝘨𝘦𝘻𝘶̈𝘯𝘥𝘦𝘵, 𝘥𝘢𝘴 𝘪𝘩𝘳𝘦 𝘗𝘶𝘳𝘱𝘶𝘳𝘧𝘢𝘳𝘣𝘦 𝘧𝘶̈𝘳 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘔𝘰𝘮𝘦𝘯𝘵 𝘪𝘯 𝘩𝘦𝘭𝘭𝘦𝘴 𝘎𝘳𝘢𝘶 𝘷𝘦𝘳𝘸𝘢𝘯𝘥𝘦𝘭𝘵𝘦. 𝘜𝘯𝘵𝘦𝘳 𝘥𝘦𝘳 𝘞𝘰𝘭𝘬𝘦, 𝘥𝘪𝘦 𝘶𝘯𝘴 𝘢𝘮 𝘯𝘢̈𝘤𝘩𝘴𝘵𝘦𝘯 𝘴𝘵𝘢𝘯𝘥, 𝘴𝘢𝘩 𝘪𝘤𝘩 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘨𝘦𝘻𝘢𝘤𝘬𝘵𝘦𝘯 𝘉𝘭𝘪𝘵𝘻 𝘩𝘦𝘳𝘢𝘣𝘧𝘢𝘩𝘳𝘦𝘯. 𝘌𝘳 𝘸𝘢𝘳 𝘴𝘰 𝘩𝘦𝘭𝘭, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘦𝘳 𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘣𝘭𝘢𝘶𝘦 𝘛𝘢̈𝘵𝘵𝘰𝘸𝘪𝘦𝘳𝘶𝘯𝘨 𝘢𝘶𝘧 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘕𝘦𝘵𝘻𝘩𝘢𝘶𝘵 𝘮𝘢𝘭𝘵𝘦. 𝘋𝘢𝘯𝘯 𝘧𝘰𝘭𝘨𝘵𝘦 𝘭𝘢𝘯𝘨 𝘢𝘯𝘩𝘢𝘭𝘵𝘦𝘯𝘥𝘦𝘴 𝘋𝘰𝘯𝘯𝘦𝘳𝘨𝘳𝘰𝘭𝘭𝘦𝘯. 🌩


    🔨

    Diese Sammlung vereint vier längere Geschichten, von denen drei erfolgreich verfilmt wurden. Sie lassen sich nicht grundsätzlich dem Horrorgenre zuordnen, enthalten jedoch Elemente jenes Grauens, in dem es King zum unbestrittenen Meister gebracht hat - vier Höhepunkte in seinem Schaffen. 𝘈𝘵𝘦𝘮𝘵𝘦𝘤𝘩𝘯𝘪𝘬 ist die grausige Geschichte einer Frau, die ihr Kind zur Welt bringen will; ganz gleich, was geschieht. In 𝘋𝘦𝘳 𝘔𝘶𝘴𝘵𝘦𝘳𝘴𝘤𝘩𝘶̈𝘭𝘦𝘳 erliegt ein netter, aufgeweckter Junge der Faszination des Bösen. 𝘗𝘪𝘯-𝘶𝘱 erzählt von einem ungewöhnlichen Gefängnisausbruch. Und in der stark autobiografisch gefärbten Geschichte 𝘋𝘪𝘦 𝘓𝘦𝘪𝘤𝘩𝘦 gehen vier Großstadtjungen auf verhängnisvolle Entdeckungsreise.


    💭

    Ich habe alle vier Geschichten geliebt. Jede einzelne zieht einen in ihren Bann. 

    Ich verstehe nun, dass viele sagen es sei die beste Kurzgeschichtensammlung von King. 

    Zudem finde ich, ist dieses Buch ideal für King-Einsteiger. 

    Meine Lieblingsgeschichte ist 𝘋𝘪𝘦 𝘓𝘦𝘪𝘤𝘩𝘦. 


  10. Cover des Buches Die Einzige (ISBN: 9783401068695)
    Jessica Khoury

    Die Einzige

     (225)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Die 16-jährige Pia ist isoliert in einer alten Forschungsstation aufgewachsen, alles was sie kennt ist diese Anlage, die Wissenschaftler dort und die Angestellten. Für sie, den einzigen unsterblichen Menschen, ist das ganz normal, nur nach anderen Unsterblichen sehnt sie sich. Bis sie ein Loch im Zaun der Anlage entdeckt und bei ihrem kleinen Ausflug in die Freiheit auf einen Jungen trifft. 

    Schon seit Jahren stand dieses Buch ungelesen in meinem Regal und inzwischen war ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich es überhaupt noch lesen wollte. Zum Glück habe ich es getan, denn die Geschichte war wirklich großartig und sogar tiefgründig.

    Der Schreibstil von Jessica Khoury ist so, wie man ihn von einem Jugendbuch erwartet. Er ist relativ schlicht und einfach und lässt sich dadurch richtig schnell lesen. Dennoch ist er auch tiefgründig und regt zum Nachdenken an.

    So auch die Handlung, die nicht nur irgendeine fantasievolle Geschichte ist, sondern sich mit Themen auseinandersetzt, die so viel aussagen. So wird immer wieder die Frage deutlich, ob Unsterblichkeit wirklich so erstrebenswert ist, wenn man allein ist und welche Mittel überhaupt den Zweck heiligen, diese zu erreichen. Welches Individuum ist wichtiger als das andere oder sind alle gleich wichtig? Geht Wissenschaft über alles und wie weit sollte sie gehen? Da ist die kleine Liebesgeschichte nur eine schöne Nebensache, aber dennoch ist sie wirklich romantisch und herzlich geschrieben. Auch wenn die beiden Liebenden gerade einmal Teenager sind, geht sie doch zu Herzen. Ansonsten war dieses Buch, nachdem ich ein bisschen gebraucht hatte, in die Geschichte hinein zu finden, ein spannender Pageturner mit vielen nicht zu erwartenden Wendungen. Und das Ende hat mich dann wirklich überrascht und zufrieden zurückgelassen. Dennoch muss ich auch sagen, dass es hier und da kleine Logiklöcher gab, die aber zum Glück nicht allzu dramatisch ins Gewicht gefallen sind.

    Passend zum Rest des Buches haben mir auch die Charaktere sehr zugesagt. Ich fand sie wirklich durchdacht beschrieben und nachvollziehbar, auch wenn ich Pia manchmal gern geschüttelt hätte. Aber wer kann ihr ihre Naivität verdenken, schließlich wurde sie zu einem kalten Menschen ohne Gefühle erzogen. Umso mehr hat mir allerdings ihre Entwicklung gefallen. Gleich von Anfang an mochte ich Eio. Er ist ein sehr liebenswerter Junge, der das Herz am rechten Fleck hat und dafür einiges hinnehmen muss. Ansonsten sind aber auch alle anderen Charaktere wirklich gut und vor allem vielschichtig geschrieben. Selbst die Bösen haben Charisma und ich konnte ihren Wahn in gewisser Weise verstehen, wenn ich ihn auch verabscheut habe.

    Ich muss sagen, dass ich echt nicht gedacht hätte, dass ich dieses Buch so gut finden würde und obwohl die Geschichte hier und da ein paar kleinere Macken hatte, konnte sie mich absolut packen und unterhalten. 

  11. Cover des Buches So enden wir (ISBN: 9783518428016)
    Daniel Galera

    So enden wir

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Aspasia

    Ein Handy, ein Überfall, ein Schuss, tot. So enden wir. Vielleicht nicht unbedingt wir alle, aber tot ist tot. Und bis dahin: Unser Leben. Und auch das ist weit weniger einzigartig als wir alle gerne glauben möchten.

    In Daniel Galeras zweitem Roman So enden wir ist es Andrei Dukelsky, Duke, Nachfahre jüdischer Einwanderer, der nach einem kurzen Intermezzo als strahlender Internetstar Ende der 90er, als anarchischer Mitbegründer des Fansize Orangotango und geheimnisvoller Poet, 15 Jahre später mit Mitte 30 Opfer eines Straßenraubs in der der lähmend heißen brasilianischen Hafenstadt Porto Allegre wird.

    Die ehemalige Fangemeinde reiht traurige Emoticons aneinander und versieht drei Großbuchstaben mit Ausrufezeichen, und schickt so ihre individuelle Trauer via Twitter um die Welt.

    Auf diese Art erfährt es auch Aurora, ebenso Teil der ehemaligen Online-Redaktion, einst die einzige Frau im heiligen Kreis der coolen Fab Four, ist sie heute Doktorandin der Genetik & erforscht den Biorhytmus des Zuckerrohrs. Sie, die eigentlich in Rio an ihrem Doktor basteln sollte, hat sich vor ein paar Monaten in ihrem Jugendzimmer in der elterlichen Wohnung eingenistet, offiziell wegen einer Herzerkrankung ihres Vaters, aber eigentlich weil ihr so ruhmreich gestartete Leben irgendwie ins Stocken geraten ist.

    Auf der Beerdigung trifft sie auf die alten, ehemals unzertrennlichen Freunde. Als da wären: Antern, der sein Schreibtalent nun sehr erfolgreich als Marketingexperte mit eigener Werbeagentur zu Millionen macht. Und Emiliano, Kulturjournalist, in der Bedeutungslosigkeit gestrandet, dessen Insiderwissen über den toten Freund, mit dem er einst eine Nacht verbracht hatte, ihn nun aber wieder auf die große Bühne zurück bringen könnten.

    In sich abwechselnde Monologen erinnern die drei sich mit melancholischem Blick der glorreichen Zeiten vor nunmehr 15 Jahren, als sie hoffnungsfroh, ein bisschen arrogant, aber voller Idealismus aufbrachen in die Welt, als noch alles möglich schien, um jetzt am Grab ihres Freundes ihre geplatzten Träume zu bestaunen, zu sehen, dass die verhasste Bürgerlichkeit doch den längeren Atem hatte, dies Realität sie im Würgegriff hält & langsam nichts mehr übrig ist, von den Helden von einst.

    So traurig, so alltäglich, zeigt dieser Roman doch das Stimmungsbild einer ganzen Generation gut ausgebildeter junger Leute, die meinten die gesellschaftlichen Veränderung schon mit den Händen greifen zu können, nicht nur in einem aufstrebenden Schwellenland wie Brasilien, die sich jetzt gestrandet in Zeiten der Klimabedrohung, sozialen Verwerfungen & wirtschaftlicher & politischer Instabilität wiederfinden. Somit bietet die Geschichte der 4 eine Identifikationsfläche für so viele ihrer Altersgenossen weltweit.

    So enden wir wir also: desillusioniert? Wir rollen den Stein den steilen Berg hoch & er rollt wieder hinunter & wieder hoch & dann wieder runter, mehr oder minder ist das bei uns allen so, die Zeitens des anstrengenden & schweißtreibenden Hochschiebens varieren natürlich, aber das von Albert Camus im Mythos von Sysyphos beschriebene Dilemma teilen wir alle.

    Auch ihre & unsere im jugendlichem Blick auf unser Selbstbild identifizierte Einzigartigkeit entpuppt sich als Illusion & doch machen wir weiter, wie schon Generationen vor uns. Denn so einfach enden wir nicht.

  12. Cover des Buches Das Papierhaus (ISBN: 9783458176152)
    Carlos María Domínguez

    Das Papierhaus

     (235)
    Aktuelle Rezension von: Scholu

    Das Büchlein hat nicht mal 100 Seiten, trotzdem wird viel über die Leidenschaft des Lesens bzw. Bücher-habens geschrieben. Es werden viele Autoren genannt, allerdings sagt mir fast keiner davon etwas. Es ist in der ich-Form geschrieben.

    Für mich war es ein re-read (nach 7 Jahren), dieses Mal hat es mir besser gefallen. Obwohl das Büchlein recht kurz ist, ist es keine leichte Lektüre. Die genannten Autoren werden auch nur beim Namen genannt, es wird nicht auf ein spezielles Buch o.ä. eingegangen. Mich verleitet dies nicht dazu, mehr über die genannten Autoren erfahren zu wollen.

    Dieses Mal habe ich mir sogar einige besonders schöne Stellen markiert, wie zB: "Ein Buch, das du nicht findest, sagt der Volksmund, gibt es nicht." (S. 48, eichborn HC, Juli 2004) // "[...]>Ich vögele mit jedem Buch, keine Markierung bedeutet für mich kein Orgasmus.<" (S. 43, eichborn HC, Juli 2004).

    Wer Bücher über Bücher mag, dem ist dieses Büchlein zu empfehlen. Vor allem in der vorliegenden Ausgabe: Vorne drin ist ein Pergamentpapier mit Weltkarte - der Weg, den der ich-Erzähler zurücklegt, ist dort markiert. Das Cover ist in Brauntönen gehalten, die Schrift komplett in orange. Das Cover zeigt einen Haufen Buchstaben, auf den vermutlich weitere Buchstaben fallen. Diese Buchstaben sind etwas eingeprägt in das Cover (vorne und hinten!), man kann sie quasi fühlen. Insgesamt ist es ein kleines Schmuckstück und auch wenn mir die Verhaltensweise der Protagonisten nicht zu 100% klar erscheint und es keine leichte Lektüre ist, kann man sich als Buchliebhaber doch damit identifizieren ;)

  13. Cover des Buches Die schwarze Orchidee (ISBN: 9781503935730)
    Annis Bell

    Die schwarze Orchidee

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Greyswan

    In diesem Fall wird Jane zu ihrer besten Freundin nach Nordengland gerufen, weil diese im Haus ihrer Cousine ein komisches Gefühl hat und ehe es sich Jane versieht, steckt sie in einem Kriminalfall um Mord und wertvolle Orchideen fest.

    Dieser Teil hat neben der interessanten Geschichte rund um die Orchideenzüchter und -jäger, was ich als geradezu bereichernden Rahmen der Geschichte empfand, eine deutliche Besserung zum ersten Band. Im ersten Band empfand ich Jane als extrem pubertär und unreif, was hier nur zu Beginn vorkam. Im Verlauf der Geschichte wirkt Jane reifer und vernünftiger. Die Beziehung zu David vertieft sich und sie wachsen langsam zu einem Team zusammen.

    Die Briefe aus Übersee boten einen Einblick in eine ganze eigene Welt und waren eine angenehme Auflockerung.

    Ein besonderes Schmankerl stellt der Plot-Twist zu Ende hin dar und rundet die Geschichte ab.

    Ab hier bin ich offiziell Fan der Reihe :-)

  14. Cover des Buches Die Pfeiler der Macht (ISBN: 9783404172320)
    Ken Follett

    Die Pfeiler der Macht

     (746)
    Aktuelle Rezension von: SM1

    "Die Pfeiler der Macht" erzählt die Geschichte eines Bankhauses im England des 19, Jahrhunderts. Dabei erklärt er nebenbei einige Grundbegriffe des Finanzwesens und zeigt, warum eine Bank nicht ohne weiteres insolvent gehen sollte. Eine fesselnde Geschichte, in der die obligatorische Romanze natürlich nicht fehlen darf.

  15. Cover des Buches Resturlaub (ISBN: 9783596512409)
    Tommy Jaud

    Resturlaub

     (1.067)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ein sehr lustiges und kurzweilig geschriebenes Buch, das man nicht immer in der Öffentlichkeit lesen sollte, da man auch mal einen Lachkrampf bekommen kann. Empfehlenswert, wer gerne lachen möchte.

  16. Cover des Buches Kaimankacke (ISBN: 9783423215541)
    Lars Simon

    Kaimankacke

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Hach ja, es war einfach mal Zeit etwas Lustiges zu lesen, irgendwie war mir danach und so kam es, dass ich über Kaimankacke von Lars Simon in meinem Bücherregal stolperte. 

    Gut, das erste was mir mal wieder auffiel war, dass mir in der Reihe schon wieder das erste Buch fehlt - nämlich Elchscheiße. Dies bin ich ja irgendwie schon gewohnt und es ist nicht weiter schlimm, auch wenn ich gerne den Anfang dieser Gruppe kennengelernt hätte. Aber wie gesagt, alles halb so wild. 

    So startet man also in Schweden bei Torsten, der mit seinem zweiten Buch, zumindest was den Start betrifft, so seine Schwierigkeiten hat. Seine Lektorin ist so gar nicht mit dem Anfang des Buches und dem Thema einverstanden; und auch er selbst kommt nicht so wirklich weiter. Außerdem ist da noch Linda, die er irgendwie liebt, aber auch nicht wirklich weiter kommt. 

    Wie aus heiterem Himmel ruft Torstens Vater an, der gerade im Urlaub in der Karibik ist. Torsten bucht also einen Urlaub in besagtem Club und reist hinterher. Außerdem trifft er dann seine Freunde und vielleicht klappt es dann mit dem Schreiben des Buches auch wieder, so zumindest seine Idee. Schon beim buchen wird ihm erzählt, dass die Hütte nicht unbedingt dem Standard des Clubs entspricht. 

    Dies ist nur der Anfang des Buches, mehr oder weniger kurz, und was ich sagen muss, ist einfach, dass Lars Simon eine unwahrscheinlich lustige Art hat, alles zu beschreiben. Wenn man zufällig im Bus sitzt und liest, muss man ständig aufpassen, dass man nicht anfängt laut zu lachen. Ich kann euch sagen, es ist anstrengend nicht zu lachen, wenn man sich zum Beispiel vorstellt wie ein Mann vor dem Plumpsklo kniet und mit dem Handy telefoniert, welches ihm in besagtes Klo gefallen ist und an welches er nicht dran kommt, weil, wie gesagt, die Hütte in der er untergebracht ist, „nicht ganz“ dem Clubstandard entspricht. 

    Lars Simon beschreibt einige Cluburlauber genau so, dass man sich diese sehr gut vorstellen kann. Man erwischt sich immer wieder dabei, wie sich die Mundwinkel nach oben verschieben, da man lächeln oder einfach mal laut lachen muss. 

    Alles in allem ist es ein kurzweiliges Buch, welches man gerne mal zwischendurch lesen kann. Wenn einem der Alltag zu wenig Spaß verspricht. Man muss nicht viel nachdenken, aber dafür umso mehr lachen, ohne dass das Buch flach wirkt. Ich freue mich auf alle Fälle auf das nächste Buch von Lars Simon, welches zufällig auch schon in meinem Regal steht. Bei dem Titel Renntierköttel, muss ich jetzt schon schmunzeln. Ich bin mir sicher, ihr werdet meine Meinung zu diesem Buch in den nächsten Wochen hier finden. 

    https://www.literaturlounge.eu


  17. Cover des Buches Violeta (ISBN: 9783518430163)
    Isabel Allende

    Violeta

     (94)
    Aktuelle Rezension von: MonaLena

              Auch mit diesem Buch hat die Autorin Isabel Allende wieder den Geschmack der Leser getroffen. Sie ist eine der Autorinnen, die mich schon seit vielen Jahren begleitet und begeistert.

    In ihrem neuen Roman "Violeta" beschreibt sie deren Leben aus der Sicht der 90jährigen Violeta, die ihrem Enkel eine ungeschönte und auf das wesentliche beschränkte Sicht auf ihr ereignisreiches Leben in Briefform gewähren möchte. Sie schreibt in einem persönlichen Erzählstil in der Ich-Form.

    Violeta del Valle wird als 1. Tochter ihrer gutsituierten Eltern in Santiago de Chile nach mehreren Söhnen geboren. Mitten in der spanischen Grippe. Sie beschreibt ihr Aufwachsen, sowie ihre Jugend in dem ländlichen Exil. In dem sie nachdem Ruin des Vaters und der Flucht vor der spanischen  Grippe landen. Über ihre erste Ehe und der späteren Heirat mit ihrer großen Liebe. Dem Schicksal um ihre Kinder und das Glück im Alter. 

    Ein tolles Buch, vielleicht ihr letztes Werk und für  mich ein toller Abschluss eines Schriftstellerlebens. Eine klare Leseempfehlung.



            

  18. Cover des Buches Gehen, um zu bleiben (ISBN: 9783442176724)
    Anika Landsteiner

    Gehen, um zu bleiben

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zugegeben, der Titel hat mich gelockt und da ich viel Gutes über das Buch gehört hatte, habe ich es schließlich gelesen und das sehr gerne. Mit einem wundervollen Schreibstil wird ein Reisebericht geschildert, Länder erkundet und Erfahrungen geteilt.

    Es handelt vom Mut loszugehen und das kam in den einzelnen Kapiteln wirklich sehr schön rüber.

    Einzig beim “Ankommen” hat mir ein wenig Spiritualität gefehlt, den der Titel verspricht. Die Autorin selbst weist im Buch darauf hin, dass es ein Reisebericht ist und er als solcher gelesen werden soll. Schade eigentlich, da ich noch mehr in ihm gesehen hätte.

    Das Buch ist trotzdem absolut empfehlenswert und wirklich gut geschrieben!

  19. Cover des Buches Hundert Jahre Einsamkeit (ISBN: 9783462050219)
    Gabriel García Márquez

    Hundert Jahre Einsamkeit

     (544)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Hundert Jahre Einsamkeit" ist die Geschichte vom Aufstieg und Niedergang einer kolumbianischen Familie und des von ihr gegründeten Dorfes Macondo, eine Familiensaga über sieben Generationen. Die Bewohner von Macondo, die anfangs durch den Regenwald von der Umwelt isoliert sind, nur durch vagabundierende Zigeuner von technischen Errungenschaften erfahren und ohne Kirche, staatliche Verwaltung und Wirtschaftsbeziehungen auskommen, erleben schließlich, wie ihr Dorf durch eine Bahnlinie erschlossen wird. Amerikaner legen eine Bananenplantage an, und ein Europäer träumt von einem Flugplatz in Macondo. Auch von den Bürgerkriegen zwischen den Liberalen und den zentralistischen Konservativen wird das Dorf heimgesucht.

    Realistisches verschmilzt in diesem Roman mit Volksgeschichten, Mythen und grotesken Fantasievorstellungen. 

    Gabriel García Márquez verzichtet in "Hundert Jahre Einsamkeit" auf eine durchgängige Handlung und reiht stattdessen aktionsbetonte Episoden aneinander, die er ausgesprochen bildhaft schildert und ausschmückt. Neugierde wird dadurch kaum geweckt und Spannung entsteht auf diese Weise auch nicht. Spätestens nach der Hälfte der knapp 500 Seiten hat man den Überblick verloren, zumal die meisten Nachfahren des Stammvaters der Familie Buendía José Arcadio oder Aureliano heißen. Allein während des Bürgerkriegs zeugt Oberst Aureliano Buendías 17 gleichnamige Söhne, und die Zwillinge Aureliano und Juan Arcadio sind vielleicht miteinander vertauscht worden.

  20. Cover des Buches Mord auf dem Golfplatz (ISBN: 9783455651003)
    Agatha Christie

    Mord auf dem Golfplatz

     (145)
    Aktuelle Rezension von: LeenChavette

    Hercule Poirot erhält einen Brief aus Frankreich, in dem er von P. T. Renauld um Hilfe gebeten wird. Dieser offenbart ihm, dass er ein Geheimnis kenne und nun um sein Leben fürchte. Als Poirot und sein Bekannter Arthur Hastings jedoch in Merlinville-sur-Mer ankommen, können sie Renauld nur noch tot auffinden. Sein Leichnam wurde auf einem Golfplatz abgelegt. Wer hat den Multimillionär ermordet und warum?

    Ich muss zugeben, dass dies der erste Fall von Poirot ist, in dem ich mit dem kauzigen Ermittler sympathisiere. Seine Einwände in den Ermittlungen stoßen teilweise auf Taube Ohren und er zeigt sich hier, anders als sonst (kühl und eitel) sondern zurückhaltend und empathisch. Die Auflösung am Ende empfinde ich nicht als sehr gelungen. Mir wurden die Theorien zum Ende hin einfach zu oft verworfen bzw. verdreht. Dennoch ein solider Fall für Poirot!



  21. Cover des Buches Mengele Zoo (ISBN: 9783982052205)
    Gert Nygårdshaug

    Mengele Zoo

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Im Wikipedia-Eintrag zum Roman heißt es:"Obwohl der Roman die Welt durch die Augen eines der meist gesuchten Terroristen beschreibt, fällt es dem Leser leicht Minos (= Oberterrorist) Standpunkt einzunehmen." Das klingt ganz harmlos, steht aber in einem Buch, in dem Erzähler und Hauptfigur meinen, dass es doch ganz schön wäre, 200 Millionen "nutzlose" Gringos umzubringen. Einige dutzend Seiten später wird sogar gesagt, das es schön wäre, die Menschheit auf zwei Milliarden Menschen zu reduzieren. 

    Das Buch des Norwegers Nygardshaug beginnt recht poetisch bei einer Familie im südamerikanischen Regenwald, deren Existenz durch landgierige Firmen vernichtet wird. Der Sohn der Familie, Mino, entgeht der Vernichtung. Zunächst verübt er Rache an Einzelnen, aber dann lässt ihn der Autor eine Terrorgruppe gründen, die Mino unter dem wohl nicht zufälligen Decknamen "Carlos" führt. Die zweite Hälfte des Buches schildert dann wie in einer Sportreportage (jeder Mord wird bejubelt wie ein Tor), wie die Gruppe auf raffinierte Weise beginnt, die Macht- und Wirtschaftseliten der westlichen Welt zu töten, mal Dutzende, mal Hunderte, mehr geht (siehe oben) "leider" nicht. All das geschieht im Namen des Regenwaldes, ja der Natur, der Erde. Deshalb erscheint dem Erzähler und der Hauptfigur auch alles Tun der Ökoterooristen gerechtfertigt. 

    Warum in Norwegen 400.000 Exemplare dieses blutrünstigen Gesinnungsschmökers verkauft wurden, erschließt sich mir nicht. Passend wäre ein nachträglicher Stalin-Preis für besonders dumpfe und hasserfüllte Propaganda.

  22. Cover des Buches Die Erfindung der Flügel (ISBN: 9783442717071)
    Sue Monk Kidd

    Die Erfindung der Flügel

     (283)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Auf dem Totenbett gesteht der Richter John Grimké seiner Tochter Sarah, eine der beiden Protagonistinnen des Romans "Die Erfindung der Flügel", dass ihn die eigene Gier darin gehindert habe, für die Abschaffung der Sklaverei einzutreten.

    Ich habe mich gefragt, woher die Gier von Menschen kommt, die andere deshalb unterdrücken.

    Viele Menschen halten sich für die Corona der Schöpfung, übersehen aber dabei, dass der Mensch lediglich am sechsten Tag erschaffen wurde, während der Höhepunkt der Schöpfung die Ruhe ist, um zu erkennen, dass diese Schöpfung vollkommen ist und es keinen Mangel gibt.

    Da die Ruhe fehlt, gaukelt der Verstand uns einen Mangel vor, den wir mit Gier zu beseitigen versuchen. Statt sich gelassen zurückzulehnen und zu sagen: "Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch." Matthäus 6,26 "Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht." Matthäus 6,28

    Weil wir das Vertrauen verloren haben oder nie hatten, lassen wir uns wie die Sklavin Hetty Handful, die zweite Protagonistin des Buches, in die Tretmühle im Arbeitshaus oder auf dem Arbeitsmarkt zwingen und uns zu Krüppeln machen.

    Wenn wir aber die Lilien auf dem Knopf von Sarah, der zum Symbol für die Freiheit wird, sehen würden, dann würden uns Flügel wachsen auf dem Feld. Wir müssten sie nicht als schwarze Dreiecke auf einem Quilt nähen, sondern könnten uns mit ihnen in die Freiheit erheben.

    Frei wären wir dann auch von der Qual, Männer mit unseren Körpern und Charisma anziehen zu müssen, um sie durch unseren Geist zu kastrieren, sondern könnten das ihrer Gier überlassen. Das gilt auch für Frauen wie die beiden Mary Grimkés, deren Verstand vom männlichen Denken, also von Angst vor dem Mangel, dominiert ist. Durch das Foltern ihrer Sklaven verstümmeln sie ihre eigene Seele. Beim Anblick des Quilts, auf dem die Sklavin Charlotte die Grausamkeiten ihres Sklavenlebens dargestellt hat, reibt sich Mary die Hände, als wolle sie sie von der Schuld reinwaschen.

    Die männliche Gier ist immer stärker als die weibliche, weil Frauen im Gegensatz zu Männern eine Frucht hervorbringen und nähren können. So ist es sehr verständlich, dass die männlichen Reformatoren am Anfang der Neuzeit die Weiblichkeit im Chtistentum enthaupteten, weil es dort eine gab, die der Zeugung durch den Mann nicht mehr bedurft hatte.

    Ich danke herzlich Sue Monk Kidd für dieses hervorragende Porträt der Schwestern Sarah Moore und Angelina Grimké und ihr Einfühlungsvermögen in die Sklavinnen dieser Welt.

     Vera Seidl 

     

  23. Cover des Buches Fischermord (ISBN: 9783746634463)
    Katharina Peters

    Fischermord

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Auch der mittlerweile 8. Fall für Romy Beccare und ihr Team ist nach dem bekannten Muster seiner Vorgänger aufgebaut - ein Opfer welches dunkle Flecken in seiner Vergangenheit hat und jede Menge Personen welche bei näherer Betrachtung in einer Beziehung zum Opfer standen und ein Motiv haben. Aber auch diesmal schafft es Katharina Peters von der ersten Seite an Spannung aufzubauen, welche den Leser packt und durch die Geschichte Begleitet bis es zum - auch wie immer - überraschenden Finale kommt. Ganz große Klasse.

    Zunächst wird ein erfolgreicher Pferdezüchter an seinem Geburtstag im Stall erhängt aufgefunden, ein Suizid kann schnell ausgeschlossen werden und bei den Recherchen zur Vita des Opfers stoßen die Ermittler schnell auf Ungereimtheiten. Kurze Zeit später wird ein beliebter Lehrer in Stralsund ermordet und es finden sich Verknüpfungen zwischen den Opfern und dunkle Geheimnisse werden ans Tageslicht geholt. Jedes neues Puzzleteil vergrößert die Zahl der Personen, die ein Motiv hätten einen oder beide Opfer zu töten.

    Dieses Mal wird Romy bei den Ermittlungen hauptsächlich Ruth Kranold unterstützt, die im letzten Band erstmals in Erscheinung trat. Die anderen Teammitglieder bleiben im Hintergrund und auch ihr frisch angetrauter Mann und Kollege Jan spielt nur eine Statistenrolle. So sind es die beiden Frauen die die einzelnen Fäden des Falles aufrollen, die Vergangenheit der Opfer beleuchten und somit Motive und Tatverdächtige ermitteln - wobei nicht nur mancher Leser der Meinung ist, das den Tätern eher Applaus als Strafe zusteht.

    In Summe ist auch dieses Buch wieder ein spannendes Lesevergnügen und macht Lust auf die Fortsetzung beziehungsweise einen Besuch der Insel.

  24. Cover des Buches Goldkind (ISBN: 9783455005981)
    Claire Adam

    Goldkind

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Leserstimme

    Claire Adam beschreibt in einfacher Sprache ein Szenario, dass wir uns hier wohl nicht so recht vorstellen können.  Es war teilweise spannend, aber auch etwas langatmig an manchen Stellen. 

    Eine Familie,  Clyde, Joy und ihre Zwillingssöhne Peter und Paul leben in Trinidad in einem heruntergekommenem Häuschen nahe des Dschungels und in einer Gegend in der Kriminalität nicht selten ist. Der Vater hält die Familie mit Gelegenheitsjobs über Wasser und ist stolz auf seinen Jungen Peter, der überall angesehen ist, wissbegierig und schlau zu sein scheint. Paul ist ein Einzelgänger, einer der nicht viel reden will und laut Einschätzung der Familie der "Dumme" ist. Abgestempelt mit dieser Gewissheit fügt sich Paul in die Rolle, dass er ja der dümmere Sohn ist. 

    Für Peter tut der Vater alles: Er legt Geld in einem ausländischen Konto an, damit dieser später in England studieren und leben kann. Dieses Geld erbt er vom verstorbenen Onkel Vishnu, was dem Sohn (Romesh) von Vishnu nicht entgeht. Hier beginnt das Drama.....Als Paul entführt wird, wird Clyde klar, dass die Handlanger von Joys Bruder Romesh dahinter stecken. Joy will dies aber nicht wahrhaben. Die Entführer verlangen soviel Geld, dass sie das Sparkonto Peters auflösen müssten, um ihn zu retten. Doch die Sturheit Clydes kostet Paul das Leben. 

    Diese Geschichte zeigt keine Bilderbuchfamilie. Ein Kind  wird immer bevorzugt, das andere systematisch und automatisch ausgeschlossen. Was das für Auswirkungen auf Peter, das schlaue Kind hat, müsst ihr schon selber lesen. Paul  scheint das nichts auszumachen. 

    Für mich ist das ein Drama, das sprachlich und inhaltlich ausbaufähig wäre. Vielleicht waren alle Charaktere für mich auch zu blass dargestellt, als dass ich sagen könnte, das gibt 5 Sterne. 

    Ein Buch für Zwischendurch. 

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