Bücher mit dem Tag "strassenstrich"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "strassenstrich" gekennzeichnet haben.

6 Bücher

  1. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.269)
    Aktuelle Rezension von: Juko

    Sind wir doch mal ehrlich zueinander: Wann haben wir jemals einem Drogenabhängigen an einem dieser prikanten Orte in jeder Stadt geredet oder gar mit ihnen gesprochen? Ich schätze, die Antwort der Meisten ist „Nie“. Sie sind die „Ekligen“, „Verdorbenen“ oder das perfekte schlechte Beispiel für Kinder. So skurill ist es doch, dass eine Geschichte von einer davon deutschlandweit berühmt werden sollte.

    Das Buch zeigt klar und deutlich, wie einfach es ist, das Jugendliche in den Ausweg der Drogen fallen. Klar, die Gegebenheiten dafür waren in Gropiusstadt, ein Teil West-Berlins, optimal: Es wurde nichts für Kinder getan, die Ignoranz gegenüber Drogen war groß und die Polizei wie auch das Jugendamt waren völlig überfordert mit der Situation, als das Heroinproblem auftrat. Christiane erzählt eine Geschichte, die beinahe jeder der im Buch benannten Personen so ähnlich erzählen könnte. Gepaart mit der fast schon romantischen Liebesgeschichte zwischen Detlef und Christiane, welche letzlich doch nur eine Liebe zu den Drogen darstellte, ergibt sich eine Biographie, welche realer und zeitlich passender nicht sein könnte.

  2. Cover des Buches Berlin Kurfürstenstraße - Vom Kuhstall auf den Straßenstrich: Meine Zeit als Hure auf dem Straßenstrich - Geschichte einer Prostituierten (Deutschland schaut weg!) (ISBN: 9781500317676)
    Kimberley Wulf

    Berlin Kurfürstenstraße - Vom Kuhstall auf den Straßenstrich: Meine Zeit als Hure auf dem Straßenstrich - Geschichte einer Prostituierten (Deutschland schaut weg!)

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Lesemaus_allein_zuhaus
    Dieses Buch geht unter die Haut. Die Autorin nimmt wirklich keine Rücksicht auf ihre Leser und schreibt, wie auf dem Strich geredet wird. Mich persönlich
    hat diese Geschichte gefesselt. Wer es aber lieber soft und weichgespült mag, der sollte von diesem Buch lieber die Finger lassen. In jedem Fall sollte man sich die Vorschau durchlesen und erst dann entscheiden. Ich war jedoch bereits nach den ersten Seiten "gefangen"
  3. Cover des Buches Closer (ISBN: 9783426435342)
    Donn Cortez

    Closer

     (201)
    Aktuelle Rezension von: LoveLy_Ivii

    Jack war ein aufstrebender Künstler – seit seine Familie einem brutalen Mord zum Opfer fiel, kennt er nur noch ein Ziel: Gerechtigkeit für alle, denen ein geliebter Mensch genommen wurde! Jack und seine Partnerin Nikki haben sich darauf spezialisiert, Killer aufzuspüren und sie zu einem Geständnis zu zwingen. Nikki übernimmt die Rolle des Lockvogels, Jack führt die Verhöre. Durch eins seiner Opfer erfährt er von einer geheimen Serienmörder-Community im Internet. Jack schleust sich dort ein, um ein Mitglied nach dem anderen auszuschalten. So stößt er auch auf einen Killer, der sich The Patron nennt – und kein anderer ist als der Mörder seiner Familie! Jack versucht, ruhig zu bleiben. Es geht ihm um Gerechtigkeit, nicht um Rache. Doch wer zu lange Bestien jagt, läuft Gefahr, selbst eine zu werden …

    Zu Beginn tat ich mich etwas schwer in die Geschichte hineinzukommen, das lag nicht am Schreibstil oder an der Story selbst sondern eher an die Aufmachung. Der Anfang zog sich ein wenig in die Länge, weil viele Informationen vermittelt worden sind. Zwischendurch gab es dann aber spannende Passagen an denen das weiterlesen mir ein wenig leichter fiel.
    An die Protagonisten konnte ich mich schwer gewöhnen, sie vermittelten nicht die Sympathie, die ich sonst aus anderen Büchern kenne. Nach einer Weile gewöhnt man sich aber an die Protagonisten. Auf dem Cover ist ein Sticker drauf geklebt auf dem steht "Nichts für schwache Nerven" den kann ich nicht ganz beipflichten, denn dafür waren eindeutig zu wenige Schockmomente und/oder blutige Szenen drin. Aber wenn dann mal so eine Stelle kam, musste ich vom Buch aufschauen und mal tief durchatmen.
    Der Schreibstil an sich ist flüssig und sehr gut bildlich beschrieben. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und besonders aufregend fand ich die "Zwischenspiel" Kapitel. Bis zum Ende hatte ich keinerlei Ahnung wie dies mit der ganzen Story zusammenpasst und der Übergang ist dem Autor sehr gut gelungen.
    "Closer" ist ein mittelmäßiger Thriller. Leichte Spannung ist da, gute Story aber leider zu wenige blutige Stellen. Ich hätte mir da ein wenig mehr gewünscht. Nichtsdestotrotz kann man dieses Buch lesen.

  4. Cover des Buches Das erst Mal und immer wieder (ISBN: 9783896026569)
    Lisa Moos

    Das erst Mal und immer wieder

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    In diesem Buch erzählt Lisa Moos intim, offen und detailliert über ihre Erfahrungen als Prostituierte: Leidenschaft, Hemmungslosigkeit, Schattenseiten und sexuelle Obsessionen - und warum sie die Hoffnung auf "die große Liebe" niemals aufgegeben hat.

    Lisa Moos hat ihr Leben gut zu Papier gebracht . Ich finde, solche Biografien über das Tabuthema Prostitution ,sollte man auch mal lesen und nicht die Augen vor verschliessen. Vielleicht kann man diese Frauen dann auch besser verstehen.  Es ist eine Autobiografische Schilderung mehr von ihr Selbst und ihren Gefühlen . Ich hätte mir mehr Informationen über die dunkle Seite des  Rotlichtmilleus  gewünscht. Aber trotzdem regt es zum nachdenken an !

  5. Cover des Buches Das erste Mal und immer wieder (ISBN: 9783847513469)
    Lisa Moos

    Das erste Mal und immer wieder

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Dieses Buch lag lange auf meinem SUB, schon seit mehreren Jahren. Von der Thematik war es keines, das meiner Komfortzone entsprach. Noch länger liegen lassen wollte ich es jedoch nicht. Zu meiner Überraschung hat mich diese Biografie erstaunlich gut unterhalten, aber auch geschockt und etwas nachdenklich zurückgelassen. Die ehrliche und konkrete Sprache hat mich von Anfang an gefesselt. Detailliert, ungeschönt und deutlich gibt Lisa Moos uns Einblicke in ihr Leben. Das Buch ist leicht lesbar und sehr offen geschrieben. Ausführliche Beschreibungen der Wünsche ihrer Kunden sorgen für Erstaunen und Ekel. Eine sehr gute, aber auch schockierende Biografie, die zum Nachdenken anregt.

    Lisa Moos erzählt ihre eigene Lebensgeschichte, angefangen bei ihrer Kindheit, die einen starken Einfluss auf ihre persönliche Entwicklung und spätere Berufswahl gehabt hat. Es ist eine tief berührende Lebens- und Entwicklungsgeschichte, bei der sogar Menschen, die üblicherweise negativ der Prostitution gegenüber eingestellt sind, ein gewisses Maß an Verständnis aufbringen können.

    Lisa ist elf Jahre alt, als sie zum ersten Mal vergewaltigt wird. Sie versteht nicht, was "Opa Heinz" mit ihr gemacht hat. Deshalb kann sie auch mit niemandem darüber reden. Sie verdrängt die quälende Erfahrung. Natürlich geht dies nicht. Sie grenzt sich ab, hasst die ganze Welt und ist weder in der Gesellschaft noch in ihrer eigenen Familie eingegliedert.

    Noch nicht sechszehn, treibt sie ein Kind ab, das durch eine weitere Vergewaltigung entstanden ist. Als Zwanzigjährige verkauft sie ihren Körper zum ersten Mal als Edelnutte in einem Luxus-Bordel.

    Prostituierte bleibt sie jahrelang — allerdings mit ein paar Auszeiten: Jedes Mal, wenn sie sich in einen Mann verliebt, sucht sie sich "anständige" Arbeit. Doch lange hält sie das nicht aus. Ihre Beziehungen (darunter zwei Ehen) scheitern.  Psychische Probleme, vermutlich als Folge des frühen Missbrauchs, führen dazu, dass sie, sobald ihr Leben in geordneten Bahnen verlief, dieses Glück zerstörte. Dazu kam die finanzielle Belastung, die sie nicht aushielt, was sie immer wieder ins Milieu zurückzog. Zahlreiche Hochs und Tiefs durchziehen ihr Leben und schwerste Phobien mit Klinikaufenthalten folgen.

    Unvereinbar scheint der Gegensatz, den Lisa Moos in sich vereint: Zum einen die hartgesottene Domina, zum anderen die liebende Mutter, die nur das Beste für ihre Kinder will, sie dabei allerdings oft vernachlässigt, indem sie sie zu anderen Leuten gibt.

    Dumm ist Lisa nicht: Sie studiert und macht Fortbildungen. Richtig wohl fühlt sie sich jedoch nur, wenn sie ihren Körper verkauft. Das Gefühl, geborgen und wie zu Hause zu sein, findet sie im Club, unter all den anderen Mädchen, die wie sie anschaffen gehen. Dort findet sie gute Freundinnen, die ihr auch helfen, wenn sie Geld braucht oder psychisch am Boden zerstört ist. 

    "Das erste Mal und immer wieder" gibt interessante Einblicke in die Welt der Prostitution. Für zart besaitete Seelen ist das Buch nicht zu empfehlen, vor Kindern ist es gut zu verstecken.

    Die Autorin erzählt ohne übersteigertes Selbstmitleid und wirft meistens einen klaren, objektiven Blick auf ihr Leben. Trotzdem ist ihre Sprache sehr gefühlvoll und lässt den Leser an ihren Erlebnissen teilhaben.

    Natürlich fehlen auch erotische und sexuelle Ausführen aus dem Berufsleben der Autorin nicht. Vor allem die Erzählung aus ihrer Zeit als Domina dürfte für einige Leser, doch eher schockierend sein.

    "Das Buch handelt von Gewalt und Sex. Von Ehe und Einsamkeit. Von Prostitution und Muttergefühlen.", schreibt die Autorin in ihrem Vorwort. Es soll "kein Leitfaden für Sex" und "keine Reportage über Prostitution" sein. Und damit liegt sie richtig.

    Das Buch handelt von dem Menschen Lisa Moos, von einer jungen Frau auf der Suche nach ihrem Lebensglück. Ohne Scheu erzählt sie von ihren Gefühlen, Sorgen, Ängsten, Abstürzen und Neuanfängen. Sie berichtet, wie es begann und wie sich ihr Leben als Prostituierte entwickelte.

    Dreimal wird sie schwanger. Das erste Mal mit Fünfzehn nach einer Vergewaltigung. Dieses Kind lässt sie abtreiben. Bei der zweiten Schwangerschaft war sie in den Kindsvaterverliebt und glaubte, über Nacht ändere sich die Welt. Er versucht sie zu einer Abtreibung zu überreden. Sie heiraten. Die Beziehung zerbricht. Ihr drittes Kind wird nach einem One-Night-Stand von einem Bauarbeiter gezeugt. Als dieser von dem Kind erfährt, versuchen sie gemeinsam eine Familie zu gründen. Diese Beziehung zerbricht nach fünf Jahren. Sie ist alleinerziehende Mutter. Das Geld reicht nirgends. Immer wieder kehrt sie zurück in die Prostitution. Versucht beiden Kindern eine gute Mutter zu sein. Aus nachfühlbaren Gründen gibt sie schlussendlich das jüngere Kind zur Adoption frei. 

    Es sind nicht nur Geldsorgen, die sie immer wieder in die Prostitution treiben. Es reizt auch das schnelle Geld für einen Lebensstandard, den sie mit anderer Arbeit nicht erreichen kann. Ein Teufelskreis.

    Eindrucksvoll schildert die Autorin ihre innere Zerrissenheit, den ständigen Wechsel zwischen Hoffnung und Resignation und wieder Mut fassen. Ungeschminkt beschreibt sie ihre Arbeit, die unterschiedlichen Wünsche der Freier, die Perversionen, die erbärmlichen und luxuriösen Orte. Dabei spart sie nicht mit Details, gibt schockierende Einzelheiten aus dem Leben als Callgirl, Edelprostituierte und Domina preis.

    Das Buch lässt keinen Raum für moralische Verurteilungen, aber auch nicht für übertriebenes Mitleid. Bei allem Elend, das die Autorin erlebt, hatte sie mehrfach die Gelegenheit, aus dem Geschäft auszusteigen. Immer wieder macht sie weiter und dies nicht nur, weil sie finanzielle Rückschläge erlebt.

    Wie es ausgeht, erfahren wir nicht. Dazu müsste man die Fortsetzung „Männer-Roulette“ lesen, in dem sie darüber berichtet, wie es ihr nach dem Ausstieg aus dem Milieu erging.

    Doch sie ist hoffnungsvoll. "Alles aufgeschrieben, kann ich es verpacken und verschnüren. Dadurch vielleicht verbannen" - "Ändern kann ich nichts mehr, auch mich nicht. Aber stolz auf mich bleiben. Weiterleben, weiterträumen und weiterhoffen."

    Ein starkes Buch geschrieben von einer starken Frau.

  6. Cover des Buches Stille Tode (ISBN: B01M7XC5C7)
    Eva Lirot

    Stille Tode

     (1)
    Aktuelle Rezension von: nancyhett

    Im Sammelband enthalten:
    Die Thriller "Seelennot", "Seelensühne" und "Seelenfalle" aus der Erfolgsserie rund um Kult-Kommissar Jim Devcon, von der deutschen Autorin Eva Lirot.


    Klappentext:

    1) Seelennot
    Eine Frau kämpft um ihre Tochter. Das Mädchen wurde gekidnappt. Doch die Entführer sind nicht nur skrupellos, sondern auch bestens vernetzt. Bis in höchste politische Kreise. Die verzweifelte Mutter dreht durch. Auf einem Straßenstrich-Gelände wird der grausig zugerichtete Leichnam eines Freiers gefunden. Jim Devcon und sein Team werden jedoch gestoppt. Anweisung aus dem Innenministerium ...

    2) Seelensühne
    Ausbeutung auf dem Arbeitsmarkt, immer mehr Menschen verlieren ihren Job. Sechs junge Menschen lehnen sich gegen "das System" auf. Der Kampf soll unblutig verlaufen. Doch als einer von ihnen seine Mutter verliert, weil sie ihre plötzlich erfolgte Entlassung nicht verkraftet hat, radikalisiert sich die Gruppe. Es tauchen prall gefüllte Müllsäcke auf. Darin enthalten: die Körper enthaupteter Menschen ...

    3) Seelenfalle
    Entlang des "Highway of Tears" in British Columbia (Kanada) verschwinden immer wieder Mädchen und junge Frauen. Manchmal werden die Leichen gefunden, oft fehlt jede Spur. Die Indianer in den Reservaten glauben einen bösen Geist, der sich die Opfer holt. Ausgerechnet in dieser von endlosen Wäldern umgebenen Einsamkeit verschwindet eine Freundin von Jim Devcon. Es beginnt eine nahezu aussichtslose Suche in dem riesigen Naturgebiet, wo das Gesetz nur auf dem Papier existiert. Es ist ein sicheres Jagdrevier für Menschen mit dunkelsten Neigungen …



    Meine Meinung:

    Drei fesselnde Thriller in einem Sammelband vereint. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und die einzeln Handlungen sind mitreißend und voller Spannung.

    Die Charaktere sind realistisch und überzeugend ausgearbeitet.

    Diesen Sammelband konnte ich einfach nur verschlingen und ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.


    Mein Fazit:

    Sehr lesenswert!

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks