Bücher mit dem Tag "stefan zweig"

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50 Bücher

  1. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (280)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Beimer

    FLORIAN ILLIES: 1913 – DER SOMMER DES JAHRHUNDERTS

     

    INHALT:

    Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama. 1913: Es ist das eine Jahr, in dem unsere Gegenwart begann. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich.
     Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalles inne. Literatur, Kunst und Musik wussten schon 1913, dass die Menschheit ihre Unschuld verloren hatte. Florian Illies lässt dieses eine Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein Hochamt des Unterganges, in einem grandiosen Panorama lebendig werden.

     

    MEINE MEINUNG:

    Auch dieser Band – eigentlich der erste dieser Art von Florian Illies – hat mir sehr gut gefallen. Ich habe auf die unterhaltsamste Weise eine Menge gelernt. Es hat mich auch nicht im Geringsten gestört, daß ich den Ergänzungsband – 1913: WAS ICH UNBEDINGT NOCH ERZÄHLEN WOLLTE schon vorher gelesen habe. 

    Wie ich schon schrieb, gefällt mir der Stil des Autors einfach sehr gut, ich schätze vor allem die gelegentlich eingestreuten süffisanten Kommentare, die mir so manches Mal ein Schmunzeln entlockten.

    Jetzt hoffe ich, daß Illies so ein Buch vielleicht über die 50er oder 60er Jahre schreibt – und das bitte schnell!

  2. Cover des Buches Schachnovelle (ISBN: 9783150205990)
    Stefan Zweig

    Schachnovelle

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Conny904

    Ich fand diese Novelle absolut genial. Sie handelt von einem Schachspiel, das zwischen dem amtierenden Schwachweltmeister und einem ehemals durch die Gestapo Inhaftierten. Zweig schreibt sehr feinfühlig und tiefgründig. Die beiden Hauptcharaktere werden in ihrer Persönlichkeitsstruktur sehr vielschichtig dargestellt. 

  3. Cover des Buches Schachnovelle (ISBN: 9783328106739)
    Stefan Zweig

    Schachnovelle

     (1.310)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    In den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts treffen an Bord eines Passagierschiffs der Erzähler (ein österreichischer Emigrant), der geheimnisvolle Dr. B (ebenfalls aus Österreich) sowie der amtierende Schachweltmeister aufeinander. Eingebettet in eine Rahmenhandlung auf dem Schiff erfahren die Leser vom grausamen Schicksal des Dr. B., der von den Nazis monatelang in Isolationshaft gefangen gehalten wurde. Um nicht dem Wahnsinn zu verfallen, hat sich Dr. B. mit dem einzigen Buch, über das er verfügen konnte, Ablenkung verschafft: Einer Sammlung von Schachpartien.  Zunächst lernt er die beschriebenen Partien auswendig, während der Haft eignet er sich dann auch die Fähigkeit an, „blind“ Schach zu spielen – und zwar gegen sich selbst. Mit einer enormen Intensität beschreibt Stefan Zweig die Emotionen, die Dr. B während seiner Haft erlebt. Zunächst steht die Grausamkeit der Isolationshaft im Vordergrund, dann das rettende Buch. Beängstigend wird es schließlich, als Dr. B. Schach gegen sich selbst spielt und eine Bewusstseinsspaltung bewusst herbeiführt, die so genannte „Schachvergiftung“.

    Wer mit überlangen Sätzen zurechtkommt und auch keine Vorbehalte gegenüber dem leicht angestaubten Wortschatz hat, kann hier eine literarische Kostbarkeit entdecken, die auch beim wiederholten Lesen beeindruckt.

    Volle Leseempfehlung!

  4. Cover des Buches Die Schachnovelle (ISBN: 9783863476892)
    Stefan Zweig

    Die Schachnovelle

     (41)
    Aktuelle Rezension von: ENI

    Ich las das Buch vor Jahren in der Schule als Pflichtlektüre und konnte mich nur noch daran erinnern es für gut befunden zu haben.

    Mit Begeisterung las ich das Buch nun nocheinmal. Die dramatische Geschichte ist mitreissend und tiefgründig, was mir sehr gut gefallen hat. Auch wenn ich von Schach nicht viel verstehe, konnte ich dem Inhalt gut folgen.

  5. Cover des Buches Ungeduld des Herzens (ISBN: 9783746719740)
    Stefan Zweig

    Ungeduld des Herzens

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Maus86

    Der Leutnant Toni Hofmiller erzählt uns in diesem Roman, aus Perspektive seines älteren Ichs, aus seiner Zeit als junger Leutnant Mitte Zwanzig in Wien. Er lernt die Familie Kekesfala kennen und hier besonders die Tochter Edith, die im Rollstuhl sitzt. Es entsteht eine Freundschaft, die sich leider in eine Richtung entwickelt, die Unheil ahnen lässt.

    Ich bin bei diesem Roman hin und her gerissen. Der Plot ist im meinen Augen furchtbar. Im Grunde lernen wir hier, dass die Fähigkeit zur Emphatie sich üben lässt (danke Herr Zweig, das wusste ich schon), dass 17-Jährige Mädchen schwierig sind (war mir jetzt auch nicht neu) und dass Menschen mit Behinderung, mehr sind als ihre Behinderung (wer hätte das gedacht). Mir ist klar, dass ich vielleicht etwas zu sehr aus dem Jahr 2022 drauf schaue. Aber, es tut mir leid, dann ist dieser Roman eben einfach nicht gut gealtert. Kommt vor.

    Nun hätte ich abgebrochen und 1 Stern vergeben, wenn der Mann nicht so unglaublich gut schreiben hätte können. Der Text ist durchzogen von großartigen Sprachbildern, so dass ich mir die Sätze geradezu auf der Zunge zergehen lassen konnte. Teilweise finden sich feine Ironie und subtiler Humor in den Ausführungen Zweigs. Auch wie die Personen zum Teil charakterisiert werden, ist stellenweise tatsächlich ein Genuss.

    Also 5 Sterne für sie Sprache. 

    Macht faire 3 Sterne insgesamt. 

  6. Cover des Buches Die Schachnovelle (ISBN: 9783868739657)
    Thomas Humeau

    Die Schachnovelle

     (16)
    Aktuelle Rezension von: annieka_liest

    „Die Schachnovelle“ von Stefan Zweig

    Darum geht es:

    An Bord eines Passagierdampfers von New York nach Buenos Aires wird Schach gespielt. Was als harmloser Zeitvertreib wohlhabender Reisender beginnt, ruft in Dr. B. traumatische Erinnerungen an seine Zeit als Gefangener der Gestapo in Österreich wach.

    Also erstens: das Buch war ganz anders als erwartet und zweitens hat es mir sehr gut gefallen.

    Eigentlich hatte ich erwartet, dass das Schachspiel im Mittelpunkt der Geschichte steht, doch es geht um ganz andere Themen.

    Zentrales Thema ist die Nazi-Zeit mit ihren Schrecken, hier die Isolationsfolter und die Verhöre der Gestapo.

    Beides wird sehr eindringlich beschrieben, und der Leser kann intensiv mitfühlen, wie sich Dr. B. in der Gefangenschaft fühlte.

    Wie verzweifelt er sich anfangs an die Beschäftigung des imaginären Schachspiels klammert, wie es ihn zunächst hilft nicht die Hoffnung zu verlieren und wie sich diese Beschäftigung ihn verwandelt und krank macht.

    Ich fand es interessant zu sehen, zu was das menschliche Gehirn in extremen Situationen fähig ist.

    Es zeigt wie nah Intelligenz und Wahnsinn beieinander liegen.

    Wirklich eine absolute Leseempfehlung – jetzt meine Frage: kann mir jemand Schach beibringen?

    4 von 5 Sterne

  7. Cover des Buches Maria Stuart (ISBN: 9783746745558)
    Stefan Zweig

    Maria Stuart

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Neeeele


    Wer kennt sie nicht, Maria Stuart, Königin von Schottland und von Frankreich mit Anspruch auf den englischen Thron? Und auch die "Hassliebe" zwischen Maria Stuart und Elizabeth I. dürfte hinlänglich bekannt sein.

    Stefan Zweig beschreibt hier sehr eindrücklich die Lebensgeschichte von Maria Stuart von der Geburt bis zu ihrem Tod 1587. Dabei beleuchtet er auch die Verbundenheit der beiden starken Frauen der Geschichte. Da mich das elizabethanische Zeitalter Englands schon immer sehr interessiert hat, waren mir doch die meisten Dinge bekannt, aber trotzdem konnte mich Stefan Zweig mit dem ein oder anderen geschichtlichen Hintergrund doch überraschen. In diesem biografischen Roman geht es hauptsächlich um die Intrigen, Verschwörungen und politischen Ränkespiele am schottischen und englischen Hof.

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und mir hat der Sprecher, Jan Koester, sehr gut zum Buch gefallen. Die Sprache ist der Zeit gemäß, allerdings nicht zu hochgestochen und unverständlich. Auch gut fand ich, dass Stefan Zweig unparteiisch und unaufgeregt schreibt und die geschichtlichen Fakten ohne Wertung wiedergibt. Sicher kennen viele von euch Maria Stuart und Elizabeth I. aus einschlägigen und bekannten Serien und Filmen. Die haben mir persönlich auch sehr gut gefallen. Trotzdem kann man jedem dieses Buch zusätzlich empfehlen, weil es eben sachlicher und weniger effekthaschend ist. Hier kommen dann die Faktenlieberhaber eher auf ihre Kosten.

    Mir hat das Buch sehr sehr gut gefallen und ich kann es nur jedem empfehlen der Interesse an diesem Teil der Geschichte hat. Den Schreibstil von Stefan Zweig fand ich auch super und so werde ich mir noch andere Biografien von ihm (er hat einige geschrieben) ansehen.

    Für Maria Stuart von Stefan Zweig vergebe ich volle 5*/5*.

  8. Cover des Buches Brennendes Geheimnis (ISBN: 9783745051902)
    Stefan Zweig

    Brennendes Geheimnis

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Brennendes Geheimnis" ist eine Novelle, die der Autor Stefan Zeig erstmals 1911 in dem Band "Erstes Erlebnis - Vier Geschichten aus Kinderland" veröffentlichte. Für mich ist es das erste Wer des Autors gewesen, daher war ich auf die Geschichte, aber vor allem auf die Art und Weise der Erzählung sehr neugierig.

    Es geht um einen jungen Baron, der namentlich nicht erwähnt wird. Er reist in den Semmering, einer Gemeinde in Niederösterreich, der als Kurort bekannt ist, um sich dort ein paar Tage die Zeit zu vertreiben. Sein Ziel ist es, sich von einer Frau die Tage versüßen zu lassen. Die einzige Frau, die seinem Geschmack entspräche ist eine Mathilde mit ihrem zwölfjährigen Sohn Edgar, der sich von einer längeren Krankheit erholt. Der Baron schmiedet den Plan, über den Sohn an die Mutter heranzukommen und hat damit auch nach kurzer Zeit erste Erfolge. Doch was er nicht ahnt ist die Kraft eines zurück gewiesenen Jungen.

    Ich habe viel über Zweig gelesen, daher hatte ich mir auch diese Novelle vorgenommen. Seine Leitthemen seien Tragik, Drama, Melancholie und Resignation - diese finden sich auch in "Brennendes Geheimnis" wieder. Mir hat die Sprache gut gefallen und auch die Art und Weise, wie er die "kleine Geschichte" dazu verwendet, den Charakteren eindrucksstarke Akzente zu verleihen.

  9. Cover des Buches Stefan Zweigs brennendes Geheimnis (ISBN: 9783552057425)
  10. Cover des Buches Die Welt von Gestern (ISBN: 9783596902583)
    Stefan Zweig

    Die Welt von Gestern

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Patricia_Wolkenspringerin

    „Bücher sind nicht Denkmäler der Vergangenheit, sondern Waffen der Gegenwart." Dieses Zitat stammt von dem deutschen Schriftsteller und Kritiker Heinrich Laube, der zwischen 1806 und 1844 lebte.

    Was bedeutet es aber, dass Bücher nicht bloß die Vergangenheit und die damaligen literarischen, gesellschaftliche oder politischen Überzeugungen darstellen, sondern die Gegenwart noch immer prägen können, wenn man ihnen denn die Chance gibt, in das Heute einzutreten?

    Die Möglichkeit eines eindrucksvollen Nachhallens ins Heute beweist Stefan Zweigs Die Welt von Gestern. 

    Stefan Zweig (1881-1942) gehört zu den populärsten deutschsprachigen Schriftstellern des 20ten Jahrhunderts. Neben die Schachnovelle und die Sternstunden der Menschheit, findet Die Welt von Gestern bis heute ein breites Publikum.

    Stefan Zweigs autobiografisches Werk Die Welt von Gestern, welches er kurz vor seinem Tod fertig stellte und das postum veröffentlicht wurde, erzählt in 16 Kapitel die teils sehr persönlichen Ansichten des Autors, wie auch die historischen und gesellschaftlichen Umbrüche seiner Zeit. Das erste Kapitel widmet er seiner Kindheit, die er selbst als „Die Welt der Sicherheit“ beschrieben hat, bis er im letzten Kapitel zu dem Punkt kommt, an welchem sich Deutschland inmitten des zweiten Weltkriegs befindet und er, als Jude, ins Exil fliehen musste.

    Die Generation Zweigs war sowohl mit dem ersten als auch mit dem zweiten Weltkrieg konfrontiert und durch diese Autobiografie bekommt man einen guten Einblick davon, was diese Veränderungen für das gehobene Bürgertum Ende des 19ten und Anfang des 20ten Jahrhunderts bedeutet haben. 

    Heutzutage wird Europa nicht durch Krieg geprägt, sondern mit einer Situation konfrontiert, die die Menschen in zwei Fronten spaltet und die sie teils an ihre psychische, wie auch körperliche Belastungsgrenze stoßen lässt. Eine weltweite Pandemie hat im 21ten Jahrhundert Einkehr gefunden und die Menschen von heute wissen nicht, wie lange dieser Ausnahmezustand noch anhalten wird. 

    Fast tröstlich muten daher die Worte Stefan Zweigs in Die Welt von Gestern an, denn in diesem Werk tauchen viele Themen auf, die denen von heute entsprechen. Die Aktualität und Wichtigkeit dieses Werks zeigen sich anhand der politischen, gesellschaftlichen und poetischen Themen, mit denen sich Zweig neben der Beschreibung von geschichtlichen Ereignissen beschäftigt.  

    Unter anderem taucht in Die Welt von Gestern wiederholt die Frage auf, was ‚Heimat‘ wirklich bedeutet. Wir haben das Glück in einem, von Stefan Zweigs sehnlichst gewünschten, ‚vereinten‘ Europa zu leben. Seit dem zweiten Weltkrieg ist Frieden in Europa vorherrschend und doch steigt die Unzufriedenheit der Menschen.

    „Das konnte nur ein Ausbruch erster sinnloser Wut sein, sagte man sich. […] Die Welt horchte auf und weigerte sich zunächst, das Unglaubhafte zu glauben.“

    Stefan Zweig beschreibt mit diesem Zitat das Bewusstwerden der Menschen, dass der Krieg keineswegs vorbei ist, sondern ein zweiter, durch Adolf Hitler, folgen wird. Den Schock und Unglaube der Gesellschaft bringt Zweig eindrucksvoll zum Ausdruck und als Leser/in erkennt man, wie nahe man diesem Gestern ist. Die rasche Verbreitung des COVID-19 Virus Anfang 2020 rief zuerst ebenfalls weltweit Unglaube auf. Niemand hätte zu diesem Zeitpunkt geahnt, wie stark die Situation eskalieren würde. Weltweit sind bereits 5,5 Millionen Menschen durch diesen Virus gestorben und die Zahl steigt täglich weiter an. 

    Diese Zahl kann zwar nicht mit den über 60 Millionen Todesopfern des zweiten Weltkrieges, oder den 9,4 Millionen Toten des ersten Weltkrieges verglichen werden, jedoch zeigt diese Zahl, wie gefährlich dieser Virus, trotz des sehr fortschrittlichen Gesundheitssystems ist.

    Anstatt die Zahl von 5,5 Millionen Verstorbenen ernst zu nehmen und den Wunsch nach einer gemeinsamen Verbesserung anzustreben, entfernen sich die Menschen des 21ten Jahrhunderts immer mehr voneinander. Obwohl wir in einem ‚geeinten‘ Europa leben, sind sich die Menschen in ihrem eigenen Land fremd geworden. Das heutige Problem ist nicht der politische Kampf gegen andere Länder, sondern die gesellschaftliche und innenpolitische Spannung in der eigenen Heimat.

    Karl Marx schrieb: „Hegel bemerkte irgendwo, dass alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.“
    Und auch Stefan Zweig schrieb in Die Welt von Gestern: „Es bleibt ein unumstößliches Gesetz der Geschichte, dass sie gerade den Zeitgenossen versagt, die großen Bewegungen, die ihre Zeit bestimmen, schon in ihren ersten Anfängen zu erkennen.“

    Die Frage ist, wo uns diese Entwicklungen hinführen werden und ob wir, wie Stefan Zweig passend schreibt, diese Bewegungen und das Ziel dieser erkennen werden. 

    Die Welt von Gestern erweckt bei der/dem Leser/in den Eindruck für unsere Generation geschrieben worden zu sein: „Den Kampf gegen den Verrat der Vernunft an die aktuellen Massenleidenschaft.“

    Die Massenleidenschaft im 20 Jahrhundert war der Kampf gegen die Unterdrückung, gegen die Dominanz anderer Staaten, die der eigenen Kultur so fremd schienen. Während die heutige Massenleidenschaft der Suche nach einem Schuldigen, den eigenen Menschenrechten und dem Protest gegen oder der Forderung nach einer Impfpflicht gewidmet ist. Ärzte sind sich nicht mehr einig mit dem, was die Forschung herausfindet und ein Blick in den Fernseher lässt die Vernunft der Menschen oft missen. 

    Die globale Krise und die Medien lassen zudem nicht zu, dass die Menschen die derzeitige Situation vergessen. Im Gegenteil, es werden Ängste, Sorgen und Hass geschürt, um diese positiv für wirtschaftliche und politische Vorteile zu nutzen. Stefan Zweig bringt diese Situation gut auf dem Punkt:

    Fast scheint es boshafte Rache der Natur an dem Menschen, dass alle die Errungenschaften der Technik,[…], ihm gleichzeitig die Seele verstören. Keinen schlimmeren Fluch hat die Technik über uns gebracht, als dass sie uns verhindert, auch nur für einen Augenblick der Gegenwart zu entfliehen. Frühere Geschlechter konnten sich in Katastrophenzeiten zurückflüchten in Einsamkeit und Abseitigkeit; uns erst war es vorbehalten, alles in der gleichen Stunde und Sekunde wissen und mitempfinden zu müssen, was irgendwo Schlimmes auf unserem Erdball geschieht.

     Bereits in seiner Zeit erkannte Zweig die Problematiken, die eine weltweite Verzweigung mit sich bringt, obwohl er nach einem geeinten Europa strebte. Im Vergleich zu den Zeitungen von früher, die für die Informationsverbreitung zuständig waren, kann man heute im Internet in Echtzeit Katastrophen nicht nur nachlesen, sondern sogar live mitverfolgen. 

    Auseinandersetzungen auf der Straße, Demonstrationen, politische Machtkämpfe, die steigende Aggressivität und Unzufriedenheit, wie auch das Aufkommen von Unruhen unter den verschiedensten Bevölkerungen Europas geben den Menschen keinen Raum, um innezuhalten und über die aktuellen Gegebenheiten zu Reflektieren. Zu viel Widersprüchliches wird von den Medien verbreitet und die Gefühle zu den jeweiligen Standpunkten sind emotionaler denn je.

    Die Frage ist nun, ob die Generation des 21ten Jahrhunderts eine Geschichte schreiben wird, die an die des 20 Jahrhunderts erinnern wird, oder ob sie einen Weg einschlagen wird, die als positives Beispiel den nachfolgenden Generationen dienen wird.

    Stefan Zweigs Die Welt von Gestern beweist, dass sein autobiografisches Werk nicht nur relevant ist, sondern auch gebraucht wird, um geschichtliche Parallelen sichtbar zu machen. Nicht nur kann sich die heutige Generation mit der damaligen zu einem gewissen Grad identifizieren, auch die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen zeigen mit der von heute Gemeinsamkeiten, die die Leserschaft zum Nachdenken anregen sollten. 

    Bücher sind daher tatsächlich nicht bloße Denkmäler der Vergangenheit, sondern zu Recht Waffen der Gegenwart, die jedoch nicht zum gegenseitigen Bekämpfen anregen sollten, sondern zum Reflektieren, Lernen und Berichtigen der gesellschaftlichen und politischen Missstände. 


  11. Cover des Buches Ostende – 1936, Sommer der Freundschaft (ISBN: 9783862313525)
    Volker Weidermann

    Ostende – 1936, Sommer der Freundschaft

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Buecherschmaus

    Es ist ein Trend, Geschichte als Collage aus lauter kleinen Puzzlestücken, aus Fakten und Anekdoten, Weltgeschichtlichem und ganz Privatem zusammenzusetzten. So entstehen Mischwesen aus biografischem Sachbuch, romanhaftem Einfühlen und fiktivem Füllen von Leerstellen. Ein sehr erfolgreiches Verfahren, das Florian Illies in "1913" oder auch Hans Pleschinski in "Königsallee" auf ihre je eigene Art angewandt haben. Volker Weidermann verfährt nun so mit der Schilderung eines Sommers. Es ist 1936, Deutschland schon fest im Griff des Nationalsozialismus, als sich im belgischen Seebad Ostende noch einmal die berühmten Gäste aus der Kunst- und Literaturszene zur Sommerfrische trafen. Egon Erwin Kisch, Arthur Köstler, Hermann Kesten, Erwin Toller und andere sind hier teils schon aus dem Exil angereist, um noch einmal unbeschwerte Tage zu verleben. Noch glaubt und hofft man, irgendwann in die alte Heimat zurückkehren zu können. Immer mehr zeichnet sich aber ab, das diese Hoffnung vielleicht unerfüllt bleiben wird. Im Zentrum des Buches steht das ungleiche Freundespaar Stefan Zweig und Joseph Roth. Stefan Zweig, der distinguierte, immer etwas abseits stehende Erfolgsschriftsteller und Joseph Roth, haltloser Trinker, literarisch immer weniger erfolgreich, finanziell und gesundheitlich ruiniert verbindet eine innige, aber dennoch distanzierte Freundschaft. Roth klammert sich an Zweig, brüskiert ihn gleichwohl, dieser leidet immer mehr am Verlust der europäischen Welt, die er liebte, kann und will Roth schließlich nicht mehr helfen. In kleinen Momentaufnahmen schildert Weidermann diese seltsame Freundschaft, diese seltsame Stimmung eines Sommers am Vorabend des Untergangs der alten europäischen Welt, der all die hier Versammelten so sehr verbunden waren. Es ist eine Atmosphäre des Abschieds, des Verlusts, die das Buch durchzieht, sehr einfühlsam, manchmal sogar ein bisschen zu gefühlsselig geschildert. Aber es vermittelt eindrucksvoll und kenntnisreich, was diese Menschen seit 1933 verloren haben, was aber auch Deutschland durch Verstoßung seiner intellektuellen Größen verloren hat. Ein Abschied von der "Welt von Gestern", wie Stefan Zweig sein großes autobiographisches Werk, bereits im brasilianischen Exil geschrieben, nennen wird. Am Ende schildert Weidermann, was aus all den Figuren im Laufe der Zeit noch wurde. Das ist in vielen Fällen todtraurig, macht aber Lust darauf, sich ihre Werke, deren Lektüre zumindest bei mir etliche Jahre zurück liegt, wieder einmal hervor zu nehmen.

    Ruhig und wunderbar einfühlsam gelesen wird das Hörbuch von Ulrich Noethen.

  12. Cover des Buches Joseph Fouché (ISBN: 9783746716091)
    Stefan Zweig

    Joseph Fouché

     (35)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Meine dritte Biografie von Zweig, und eines macht er richtig anschaulich. Durch die Figur des Fouché wird der Ablauf der Ereignisse der französischen Revolution, der Aufstieg und Fall Napoleons und der Restauration der Bourbonen mit ausreichend Hintergrund und Skizzierung aller relevanten Persönlichkeiten geschildert. Zudem kann Zweig eines außerordentlich: historischen Figuren auch menschliche Tiefe zuschreiben, dass sie greifbar werden. So beschreibt er neben Fouché alle Protagonisten der französischen Geschichte, wie zum Beispiel, Robbespierre, Danton, Napoleon, Josephine, Ludwig der 18.... so tief und genau, dass es eine Freude ist. Wenn er sich mit historischen realen Leuten beschäftigt, ist er ein gewiefter genauer Beobachter, der das Wesen eines Charakters anschaulich auf den Punkt bringt, wenn er Figuren erfindet, ist Zweig oft nicht so prickelnd, abgesehen von seinem Meisterwerk Schachnovelle fällt der Autor nämlich eher in die Kategorie larmoyanter Semmeltrenzer.

    Vom Plot her gefiel mir die Biografie auch sehr gut, wobei den zwar die bewegte Geschichte dieser Zeit schreibt, aber der Schriftsteller versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen und zu halten, die wichtigen historischen Eckpunkte zu analysieren und die Leserschaft nicht mit unwesentlichen langweiligen Petitessen zu nerven. Über die historische Korrektheit und Genauigkeit kann ich bedauerlicherweise nichts vermerken, denn ich habe weder Balzac noch andere Kommentatoren des Zeitgeschehens gelesen.

    Nach und nach, während der ansonsten so brillanten Lektüre, beschlich mich aber stilistisch ein vages Unbehagen, das mich störte und im Hintergrund waberte. Bei etwa einem Drittel der Geschichte gipfelten dann die Schnitzer in einer Orgie und es war mir klar. Zweig ist ein eitler Schwätzer und Fremdwortsimulant.

    Mich störte das zur Schau gestellte Pathos nicht ganz so sehr, eher Zweigs aufschneiderisches eitles Vorführen seiner Bildungsbürgerlichkeit. Fremdwörter zu kennen und sie passend einfließen zu lassen, ist gut und zeugt von Talent bezüglich Schreibhandwerk, aber sie mit Gewalt inflationär in die Sätze zu hämmern, so wie der Schriftsteller es bei Fouché tut, da kann ich nur mehr mit den Augen rollen. Was für ein kleingeistiger Aufschneider, der bei Leserschaft mit seiner vermeintlichen intellektuellen Überlegenheit protzen muss! Was für eine arme Wurst! Auf Seite 122 fiel es mir wie Schuppen von den Augen, was mich vorher unterschwellig gestört hat. Innerhalb von 2 Sätzen zuerst die Begriffe "nicht gegen den Stachel löckt" (gibt es das Wort löckt überhaupt? soll das an das Mittelhochdeutsche gemahnen?), dann im Folgesatz "private Pläsire" (OK, die Geschichte spielt in Frankreich, dieses Fremdwort kann ich tolerieren) und dann gleich noch – „gut, habeant!“ auch noch im selben Satz (also Latein, eine mausetote Sprache, die nur noch von intellektuellen Aufschneidern im täglichen Gebrauch angewandt wird).
    Da krieg ich wirklich Sodbrennen, weil mir vor Ärger die Galle hochkommt, Ach ja, ganz schlimm auch etwas später antichambrieren und quiproquo (richtig gelesen, nicht das geläufige quid pro quo), die mir besonders sauer aufgestoßen sind. Dies waren aber nicht die einzigen Beispiele, sondern nur die Tüpfelchen auf dem Ä meines Ärgers.

    Noch etwas, wenn mir jetzt ein Klassiker- und Zweig-Verehrer entgegenhalten möchte, dass dies eben damals so üblich war und ich keine Erfahrung mit Klassikern hätte, möchte ich diese Kritik gleich vorwegnehmen. Ich habe fast das gesamte Oeuvre von Arthur Schnitzler und Joseph Roth und auch einiges von Musil gelesen, die alle mehr oder weniger Zeitgenossen Zweigs waren, keiner von denen musste seine Bildung so eitel zur Schau tragen und übelst mit Fremdwörtern, insbesondere eingeworfenen Lateinversatzstücken, protzen. Nicht mal der Arzt Schnitzler, mit dem man in dieser Sprache wahrscheinlich sogar parlieren konnte.
    So komme ich nach der Lektüre der dritten Biografie bedauerlicherweise zur Erkenntnis, dass meine nicht gerade liebenswürdige Eingangsbeurteilung der Werke des Autors im Stile des larmoyanten Semmeltrenzers noch um die jiddische Bezeichnung eitler Schmock erweitert werden müsste.

    Fazit: Inhaltlich grandios, Plot und Figuren meisterlich konzipiert. Sprachlich stilistisch zwar handwerklich nicht schlecht - keine Bandwurmsätze oder Redundanzen wie bei Doderer - aber wegen des inflationären Gebrauchs von Fremdwörtern und pathetischer Redewendungen dennoch sehr nervtötend. Das gäbe in der Endabrechnung eigentlich nur drei Sterne, da aber bei mir Inhalt vor Form geht, runde ich meine 3,5 Sterne auf 4 auf, schließlich kann ich bezüglich Inhaltes, Plots und Figuren durchwegs die Bezeichnung Meisterwerk unterschreiben, da gibt sich Zweig vom ersten bis zum letzten Satz keine Blöße.

    P.S.: Eine kleine historische Randbemerkung, die ich nicht gewusst habe und die mich ordentlich begeistert hat. Fouché lebt bis kurz vor seinem Tod lange Zeit im Exil in Linz. Bin dort sieben Jahren in die Klosterschule gegangen, aber uns wurde dieses historische Detail nie mitgeteilt. Zweig skizziert die oberösterreichische Landeshauptstadt zwar ein bisschen gemein, aber soo genial zutreffend, das ist köstlich.



    „Linz – man lächelt immer in Österreich, wenn jemand diesen Stadtnamen nennt, er reimt sich unwillkürlich auf Provinz. Eine kleinbürgerliche Bevölkerung ländlichen Ursprungs, [..]“

  13. Cover des Buches Meistererzählungen (ISBN: 9783596906475)
    Stefan Zweig

    Meistererzählungen

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Flickercat

    Leidenschaft und Angst, Liebe und Hass, kurz: große, intensive Gefühle stehen in Stefan Zweigs Novellen aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt und er versteht es, den Leser mit seinen Beschreibungen mitzureißen.
    Fast immer wird der Kern der Geschichten wunderbar fließend in eine gelungene Rahmenhandlung eingebettet. Die meisten der enthaltenen Novellen sind sehr melancholisch und teilweise auch ziemlich traurig, die Protagonisten dabei ganz unterschiedlicher Natur. Vom sich vernachlässigt fühlenden Jungen über die junge Frau, die ihr ganzes Leben einem Mann hinterherschmachtet, der sich nicht an sie erinnert, bis hin zum heimlichen Homosexuellen, der unter seiner Situation leidet. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Geschichten sich zu sehr ähneln.

    Stefan Zweigs Stil ist dabei streckenweise ziemlich beschreibungslastig (ich finde ja die Szene in „24 Stunden im Leben einer Frau“ klasse, in der die namensgebende Frau über mehrere Absätze hinweg fasziniert die Hände von Roulette-Spielern „liest“ und ihre Schlüsse daraus zieht ^^). Er nimmt sich Zeit für kleine Gesten und Eindrücke, die so viel ausmachen und die die Figuren sehr bildhaft und nachvollziehbar für den Leser werden lassen.
    Mir hat diese bildhafte, intensive Art des Erzählens sehr gut gefallen.

  14. Cover des Buches Virata: Die Augen des ewigen Bruders (ISBN: B09YDNMSP2)
    Stefan Zweig

    Virata: Die Augen des ewigen Bruders

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Barbara_Ann

    Virata ist ein guter Untertan seines Königs, denn er hat eine Schlacht für ihn gewonnen. Dabei allerdings hat er auch seinen Bruder getötet, was ihn sehr entsetzt. Deswegen möchte er nicht weiter kämpfen, sondern wird als Richter bestellt. Er möchte fortan nur gerecht sein und wird in seinem Beruf auch sehr respektiert, bis eines Tages ein Angeklagter sich wehrt und Virata einiges zum Nachdenken gibt. Immer möchte er gerecht sein und an keinem Menschen etwas tun, was Schuld auf ihn laden könnte. So möchte er schließlich nur noch beraten, aber nicht richten und schlussendlich zieht er in den Wald, um fern von den Menschen zu sein und nichts mehr zu tun, was gegen diese wäre. Aber er muss bemerken, dass alles Handeln bedeuten kann, dass man auch das Leben anderer Menschen beeinflusst. Erst bei seiner letzten Aufgabe gelingt es ihm ein Stück weit, so zu handeln, dass er keine Menschen beeinflusst, wird daraufhin aber auch von den Menschen vergessen, die ihn vorher verehrt haben. 


    Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen. Die Geschichte hat mich sehr beeindruckt und mir einiges zum Nachdenken gegeben. Der Sprecher hat die Geschichte von Virata zudem richtig toll rüberbringen können und passte total gut zu dem Hörbuch. So machte es sehr viel Spaß, dieser beeindruckenden Geschichte zu lauschen, an die ich sicher noch länger denken werde. 

  15. Cover des Buches Ostende. 1936, Sommer der Freundschaft (ISBN: 9783442715169)
    Volker Weidermann

    Ostende. 1936, Sommer der Freundschaft

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Smilla_Fant

    Ein Sommer der Freundschaft im Exil vor langer Zeit in Ostende. Man fühlt sich zeitlich zurückversetzt und landet an diesem belgischen Badeort am Meer. Hier treffen sich die gut befreundeten Dichter und Schritsteller, die zur Zeit der Nazis keine Heimat mehr haben: Zweig, Roth Koestler,... Es könnte ein so schöner Sommer sein, wenn sie nicht auf der Flucht wären. Der Autor schreibt von ihrer Verzweiflung, ihrer Liebe und ihrer Freundschaft .

    Ein nachdenkliches ernstes Buch, das ich gerne gelesen habe.

  16. Cover des Buches Stefan Zweig: Amok - Novellen einer Leidenschaft [Auflage unbekannt] (ISBN: B001MSSCWM)
    Stefan Zweig

    Stefan Zweig: Amok - Novellen einer Leidenschaft [Auflage unbekannt]

     (6)
    Aktuelle Rezension von: patriciahorn

    "Amok" bedeutet in der indonesischen Kultur Raserei, ein wilder Rauschzustand, indem blinder Wut freien Lauf gelassen wird.

    Die Novelle ist schockierend. Der Ich-Erzähler trifft nachts auf dem Schiffsdeck eines Überseedampfers den mysteriösen, zurückgezogenen Arzt, der ihm mit der Zeit seine Geschichte anvertraut...

    Ich empfehle, sich beim Lesen Zeit zu lassen. Gerne auch mehrfaches Lesen. Stefan Zweig hinterließ uns nach seinem Selbstmord mit seinem Werk einen wahren Sprachschatz, für mich ein wichtiges Kulturgut der Literatur. In Amok fühlen wir den nachvollziehbaren Schmerz eines gebrochenen Mannes, der sein emotionales Fassungsvermögen überstiegen hat...




  17. Cover des Buches Stefan Zweig. Gesammelte Werke in Einzelbänden / Maria Stuart (ISBN: 9783100970411)
    Stefan Zweig

    Stefan Zweig. Gesammelte Werke in Einzelbänden / Maria Stuart

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Gerike
    Die Geschichte Maria Stuarts wird einem hier durch eine wunderschöne Schreibweise nähergebracht. Stefan Zweig geht sowohl auf historische Fakten als auch auf die Psyche der Charaktere ein. Dies macht das Buch spannend, interessant und hat mich besonders am Ende sehr berührt.
  18. Cover des Buches Der deutsche Lyrikkalender 2012. Jeder Tag ein Gedicht (ISBN: 9782874480331)
  19. Cover des Buches Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau (ISBN: 9783745051933)
    Stefan Zweig

    Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Stefan Zweig schildert mit beißend ironischer, spöttischer und wunderbar lebhafter Sprache den Ehebruch einer Frau, die das Elend ihres der Spielsucht verfallenen Mann nicht mehr ertragen wird und aufgrund der Umstände ihren Mann betrügt. Während Stefan Zweig in Gestalt des Erzählers für ihr Verhalten Verständnis hat, äußern alle Gesprächspartner Unverständnis, resultierend aus einer verlogenen, unhinterfragt konservativen Gesellschaftsmoral.
  20. Cover des Buches Magellan (ISBN: 9783746715988)
    Stefan Zweig

    Magellan

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Wolfgang237

    Dieser Roman enthält nicht nur eine umfassende Biographie des Entdeckers der Magellanstrasse, sondern auch eine Darstellung der politischen Zusammenhänge in dieser Zeit der großen Entdecker.

    Besonders beeindruckt hat mich das letzte Kapitel "Die Toten behalten unrecht" … diese Beschreibung des weiteren Lebens und Sterbens seiner Weggefährten und die Zusammenfassung was von seinen imposanten Werken , nach seinem Tod, noch Bedeutung hatte, hat bei mir Gänsehaut vermittelt.

  21. Cover des Buches Verwirrung der Gefühle (ISBN: 9783745022117)
    Stefan Zweig

    Verwirrung der Gefühle

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Sookie70
    Stefan Zweigs Gesellschaftsromane/-novellen erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit. In diesem Band finden sich drei davon:

    VIERUNDZWANZIG STUNDEN AUS DEM LEBEN EINER FRAU
    Die gutbürgerliche Mrs. C. schlägt sich in einem Hotel moralisch auf die Seite einer Ehebrecherin. Dem Hauptprotagonisten, der aus der Ich-Perspektive erzählt, schüttet sie daraufhin ihr Herz aus. Auch Mrs. C. hat ein dunkles Geheimnis. Vor vielen Jahren begegnete sie einem jüngeren Mann, einem Spieler. Getrieben von der Hoffnung, ihn zu retten, lässt sie sich auf eine Affaire mit ihm ein...

    UNTERGANG EINES HERZENS

    Die Geschichte eines Vaters, der nicht akzeptieren kann, dass seine junge Tochter ihr eigenes, selbstbestimmtes Leben führt. Er fühlt sich ausgeschlossen und unverstanden, und als Konsequenz daraus zieht er sich immer weiter in seine eigene Welt zurück...

    VERWIRRUNG DER GEFÜHLE

    Der junge Roland, Sohn aus gutem Hause, beginnt sein berliner Studentenleben mit Partys, Alkohol und flüchtigen Affairen. Als er zur Besinnung kommt, begegnet er an seiner neuen Universität einem Lehrer, der sein ganzes Fühlen und Denken umkrempeln soll. Es entspinnt sich eine außergewöhnliche Nähe, im Arbeiten und im Wohnen, letztendlich auch zur Frau seines Professors. Allerdings umgibt den Lehrer etwas Geheimnisvolles, immer wieder stößt er Roland von sich, um ihn dann nur noch näher an sich heranzulassen...

    Drei herrliche Novellen, die die Moral und die gutbürgerliche Lebenssituation im frühen 20. Jahrhundert wunderbar einfangen. In mitreißender, anspruchsvoller Sprache nimmt jede von Stefan Zweigs Geschichten mich auf seltsame Art gefangen. Eine Leseempfehlung!
  22. Cover des Buches Zweig,S.,Gesammelte Werke (ISBN: 9783730691205)
    Stefan Zweig

    Zweig,S.,Gesammelte Werke

     (13)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam (ISBN: 9783746715117)
    Stefan Zweig

    Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam

     (19)
    Aktuelle Rezension von: matze9889
    Der intellektuelle Kampf ... spannender als viele es glauben... mit eines der besten bücher von zweig
  24. Cover des Buches Sternstunden der Menschheit (ISBN: 9783150206393)
    Stefan Zweig

    Sternstunden der Menschheit

     (200)
    Aktuelle Rezension von: Seralina1989

    Eine Empfehlung einen Profs, weil im Buch viele sog. „Schwarze Schwäne“ in den Geschichten enthalten sein sollten. Schwarze Schwäne gelten hier als der am unwahrscheinlichsten eintretende (negative) Fall. Deswegen hat es mich interessiert und ich habe mir das Buch mH des Hörbuchs zu Gemüte geführt.

    Nicht immer sind die schwarzen Schwäne in den Anekdoten aus der Weltgeschichte so offensichtlich zu finden. Zeitgleich bekommt man aber auch einige interessante Entwicklungen aus der Geschichte, die man so – wenn überhaupt - vielleicht bisher noch nicht gekannt hat.

    Muss leider anmerken, dass in meiner Print-Ausgabe von Edition Anaconda 2 Kapitel fehlen (Cicero und Wilson). 

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