Bücher mit dem Tag "sri lanka"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sri lanka" gekennzeichnet haben.

60 Bücher

  1. Cover des Buches Als Schisser um die Welt (ISBN: 9783442158041)
    Jan Kowalsky

    Als Schisser um die Welt

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Rebecca95

    Der Schisser hasst Abenteuer, Unordnung, Risiken - eigentlich alles, was sich außerhalb der Komfortzone befindet. Da kommen die von Jahr zu Jahr gleichen Familienurlaube in Dänemark gerade recht. 

    Der erwachsene Schisser würde die Tradition der Eltern nur zu gerne fortsetzen. Wäre da nicht seine Ehefrau. Er liebt sie über alles, nur ihr Drang zu Abenteuern wird ihn irgendwann ins Grab bringen. Davon ist er überzeugt. 

    Seiner Frau zuliebe lässt sich der Schisser zu ständig neuen Fernreisen überreden - Action, Pannen und kulinarische Katastrophen inklusive.

    Aber warum ist der Schisser immer dabei? Für seine Frau? Weil seine Eltern rein gar nichts von der Reiselust ihrer Schwiegereltern halten? Vor dieser Frage steht er immer wieder - sehr zum Leid seines Hausarztes, der vor jeder "gefährlichen" Reise um Rat und nach allen erdenklichen Impfungen gefragt wird. 

    Kann der Schisser seine Ängste überwinden? Sind die Fernreisen am Ende eine Chance, um über sich selbst hinauszuwachsen? 

    Gemeinsam mit dem Protagonisten und seiner Frau reisen die Leser zu den verschiedensten Ecken der Welt. Die Geschichten sind mit viel Witz geschrieben und geben Einblick in die Gedanken und Sorgen des Schissers. Das Buch ist sehr kurzweilig und Weltenbummler finden hier sicher den ein oder anderen Reisetipp :) 




  2. Cover des Buches Katzentisch (ISBN: 9783423142861)
    Michael Ondaatje

    Katzentisch

     (63)
    Aktuelle Rezension von: bookish_autumn

    Michael, auch Mynah genannt begibt sich in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts auf eine Schiffreise. Die Überfahrt von Colombo, Sri Lanka nach London, England dauert drei Wochen - genügend Zeit also um mit seinen Freunden Cassius und Ramadhin unzählige Abenteuer zu erleben...

    Das Buch "Katzentisch" besteht primär aus Beschreibungen der Passagiere und ihren Geheimnissen, sowie deren Zeitvertreib bis zur Ankunft in London. Die Geschichte selbst war sehr langatmig und konnte mich nicht fesseln.

    Die Aktion "Eine STADT. Ein BUCH." bietet die einmalige Gelegenheit auf Bücher aufmerksam zu werden, die man höchstwahrscheinlich nicht lesen würde. Bedauerlicherweise hat auch dieser Roman nicht meinen Geschmack getroffen (wie bereits das Buch "Letzte Nacht" von Stewart O'Nan).

    Eine Geschichte, die sich in endlosen Beschreibungen verliert und mich ziemlich rasch ermüden ließ.

  3. Cover des Buches Die Verschwundenen (ISBN: 9783903005020)
    Wolfgang Popp

    Die Verschwundenen

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Seit der Reise war mir aber klar geworden, dass es Menschen geben musste wie Philip, die genau wussten, was sie wollten, aber auch solche, die für andere die Scherben aufsammelten, und dass ich der Mann für die Scherben war und daran nichts falsch war.“ (Zitat Seite 157)

     

    Inhalt

    In fünf Episoden berichten fünf unterschiedliche Ich-Erzähler über das Wiedersehen mit einem Menschen, mit dem sie vor Jahren in mehr oder weniger engem Kontakt waren, bis dieser Mensch plötzlich mit oder auch ohne jeden Abschied und Erklärung verschwunden ist. Warum haben sie damals alle Kontakte abgebrochen und wie ist ihr Leben in diesen Jahren verlaufen? Ist es möglich, nach all den Jahren einfach weiterzumachen, oder ist es eher ein Neubeginn? „Wir wären alle zurück in einer Zufriedenheit, von der wir ohnehin nicht wissen, warum wir sie jemals verlassen haben. Ganz ehrlich, war es irgendwann später noch einmal so gut wie damals?“ (Zitat Seite 182)

     

    Thema und Genre  

    In diesem Roman in Episoden mit fünf unterschiedlichen Erzählern geht es um Varianten von Beziehungen, von Menschen, die plötzlich mit oder ohne Vorwarnung verschwinden und sich nach vielen Jahren ebenso plötzlich wieder melden.

     

    Charaktere

    Damals gingen sie noch zur Schule oder waren Studenten. Sie waren befreundet, oder standen in einer anderen Form von Beziehung zueinander, heute, viele Jahre später, sind sie längst erwachsen und nicht immer führen sie genau jenes Leben, das sie damals geplant hatten, was beim Wiedersehen zu Überraschungen führt.

     

    Handlung und Schreibstil

    Auf den ersten Blick wirken sie wie fünf in sich abgeschlossene Geschichten, doch immer begegnen wir irgendwo am Rande des jeweiligen Geschehens kurz einer Person, die später selbst im Mittelpunkt einer anderen Geschichte stehen wird und so verbinden sich die Episoden zu einem Roman, dessen Fragen und Vermutungen durchaus auch zu überraschenden Resultaten führen können. Die geschilderten Ereignisse nehmen uns von Wien aus mit auf eine Reise in andere, teilweise weit entfernte Länder und so werden die Erlebnisse der einzelnen Figuren durch viele interessante Details, Beobachtungen und lebhafte Schilderungen ergänzt.

     

    Fazit

    Ein facettenreiches, interessantes Lesevergnügen.

  4. Cover des Buches Fernweh im Herzen (ISBN: 9783959102049)
    Nina Sedano

    Fernweh im Herzen

     (18)
    Aktuelle Rezension von: ckfree

    Das Cover ist altbacken und passt nicht zu einer modernen Weltenbummlerin, die mit dem Rucksack unterwegs ist. Zudem ist der Titelzusatz irreführend, denn es handelt sich nicht nur um neue Abenteuer. Das Buch umfasst vielmehr Reiseerlebnisse aus 40 Jahren (1978-2018), in denen teilweise Rückblicke zu anderen früheren Reisen gemacht werden.

    Die Anekdoten sind mal mehr, mal weniger lang und beschäftigen sich mehr mit den Reisebekanntschaften der Autorin als mit den Ländern.
    Oft wirkt es wie ein Tagebuch oder eine Dokumentation runtergeschrieben. Zwischendurch gibt es Passagen, die sich wie ein Sachbuch über Tiere oder Belehrungen über Natur, Umweltschutz etc. lesen.

    Äußerst wenig verspürt man die Freude und Euphorie der Reisenden.
    So ist das selbst auferlegte Vorhaben "Dieses Buch möchte zum Reisen animieren" in meinen Augen klar gescheitert. So schwappt keine Begeisterung oder springt der Funke für einzelne Länder auf mich nicht über, sodass ich nach dem Lesen ohne neues Fernweh zurückbleibe.

  5. Cover des Buches Die Frau des Teehändlers (ISBN: 9783404175291)
    Dinah Jefferies

    Die Frau des Teehändlers

     (49)
    Aktuelle Rezension von: MoniqueH

    Gwen reist von England nach Colombo um damit Ihr Mann zu leben auf seine Teeplantage und in seine Villa. Eine Idylle aber ihr Mann war schonmal verheiratet und Gwen erfährt kaum was über seine verstorbene Frau. Und da war auch noch ein Baby, leider auch verstorben.

     

    Dann ist Gwen endlich schwanger, aber die Schwangerschaft läuft nicht wie geplant und Gwen muss mehrere Probleme bewältigen. Auch nach der Geburt geschieht vieles was Ihr Glück droht zu zerstören. 

     

    Eine schone historische Roman über eine Zeit in einem Land worüber wir noch nicht so viel wissen. Eine Geschichte die Überrascht und die bestimmt so passiert sein könnte. Ein Buch für Fans von Historischem (und von Tee).

  6. Cover des Buches Die Elefantenhüterin (ISBN: B01K3A2WVQ)
    Julia Drosten

    Die Elefantenhüterin

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Pajanka

    Stell dir vor, du musst jemand sein, der du nicht bist... 

    Das Buch "Die Elefantenhüterin" vom Autorenduo Julia Drosten wurde anhand historischer Tatsachen geschrieben und ist wirklich ergreifend. Man merkt, dass die Autoren eine Recherchen-Reise unternommen haben, um alle wichtigen Informationen zusammenzutragen und glaubwürdig in die Geschichte mit einfließen zu lassen. Am Anfang jeden Kapitels gibt es zudem eine Internet Verlinkung, wo man weitere geschichtliche Informationen sammeln kann, das hat mir richtig gut gefallen.

    Der Schreibstil ist äußerst flüssig und verständlich gehalten, sodass ein guter Lesefluss entstehen kann.

    Die Handlung spielt um 1800 vor dem historischen Hintergrund Ceylons, dem heutigen Sri Lanka, einem Inselstaat im Indischen Ozean. Die Umgebung von Sri Lanka, den dort lebenden Menschen und deren Kultur ist äußerst gut gelungen. Ich wurde relativ schnell in diese exotische Welt hineingezogen, die wirklich ein Paradies hätte sein können. 

    Als Leser verfolgt man die geschichtliche Entwicklung Ceylons, das Eindringen der Briten in diese fremde Welt und deren Gewaltausübung auf das gesamte Land. Ganz klar kristallisieren sich hier mitunter Macht, Profitgier, Betrug und Desinteresse für das Brauchtum der dortigen Menschen heraus.

    Die vielen fremdklingenden Namen, müssen für europäische Ohren seltsam klingen, ich habe mich aber keinesfalls daran gestört. Die Charaktere an sich waren markant und authentisch gehalten, die enge Bindung zwischen der Natur und den Menschen, hat mich sehr gerührt. Dazu der extreme Kontrast zu den Briten als Kolonialmacht, einer komplett anderen Weltanschauung und Religion, halten den Spannungsbogen weit oben.

    Bei mir wurden im Lauf der Geschichte die verschiedensten Emotionen hervorgerufen und ich fand es wirklich schön, dass mitunter auch Werte wie Mut, Glaube und Freundschaft so stark vertreten waren.

    Einen Kritikpunkt habe ich jedoch: Die Liebesgeschichte ist für mich einfach zu plötzlich entstanden, hat aber zu wenig Raum eingenommen, um mich wirklich zu beeinflussen.

    Das Ende hingegen war für mich stimmig und  ließ mich ziemlich zufrieden zurück.

    Alles in allem eine sehr gut recherchierte Story, mit einigen wenigen Rechtschreibfehlern, die mich persönlich aber nicht abgehalten haben, die Geschichte zu genießen. Im Nachhinein wurde mein Horizont wieder um ein Stück erweitert und ich kann diesen farbenprächtigen Historienschmöker guten Gewissens weiterempfehlen! 

  7. Cover des Buches Die Schmetterlingsinsel (ISBN: 9783548061412)
    Corina Bomann

    Die Schmetterlingsinsel

     (461)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Was einem ausser dem schönen, verträumten Cover sofort auffällt, wenn man das Buch in die Hand nimmt ist, dass auf dem Buchschnitt ein Schmetterling und Orchideen drauf sind. Dies ist etwas seltenes und es sieht super aus!

    Das Buch wird in 2 Ebenen erzählt einmal in der Gegenwart, hier begleiten wir Diana, die ein lang gehütetes Familiengeheimnis aufdecken soll. Des weiteren folgen wir ins Jahr 1987 wo wir Victoria auf einem Abenteuer begleiten.

    Der Schreibstil von Corinna Bomann ist wieder einmal sehr schön, leicht verständlich geschrieben mit tollen Landschafts-Beschreibungen. Auch die Geschichte kann mich überzeugen, wobei sie etwas vorhersehbar ist, was mich dazu veranlasst 1 Stern abzuziehen. Aber ansonsten rundum gelungenes Buch für schöne, entspannte Leseabende.

  8. Cover des Buches Der Regler (ISBN: 9783596512874)
    Max Landorff

    Der Regler

     (250)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Der Regler ist jemand, der für Leute, die es sich leisten können, alles bewrekstelligt: Job Scheidung Sex usw. In dieser Zu-allem-fähig-sein geht einem Gabriel Tretjak schon ziemlich auf die Nerven, is schon a bisserl unglaubwürdig, aber als jemand ihm immer dichter auf die Pelle rückt und ihm sogar einen Mord anzuhängen versucht, ist es schon sehr spannend, genauso wie die Ausflüge in Astronomie und Hirnforschung sehr lehrreich sind und damit den Krimi weit über das übliche Krimimittelmaß heben. Verschiedene Zeitsprünge fordern die volle Aufmerksamkeit der Leser heraus, und Münchner Krimifans freuen sich betimmt über die zahlreichen Anspielungen auf Sehenswürdigkeiten ihrer Stadt.
  9. Cover des Buches Alle meine Schwestern (ISBN: 9783492312448)
    Judith Lennox

    Alle meine Schwestern

     (128)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Die Familie Maclise hat sieben Kinder, darunter vier Töchter, die ganz unterschiedliche Persönlichkeiten sind und verschiedene Erwartungen vom Leben haben. Iris ist die Älteste, die gerne flirtet und kokettiert. Sie weist die Avancen vieler Männer und ihre Heiratsanträge zurück, um sich am Ende in einen Mann zu verlieben, den ihre oberflächliche Art vor den Kopf stößt. Für ihre Familie unerwartet, macht sie eine Ausbildung zur Krankenschwester und findet darin tatsächlich ihre Berufung. Marianne ist die erste der Schwestern, die heiratet, ihren geliebten Ehemann jedoch bereits nach wenigen Monaten nach kurzer Krankheit verliert. Nach einer langen Trauerphase wird die Sehnsucht nach einem Kind so groß, dass sie einen Teeplantagenbesitzer heiratet, den sie kaum kennt und nach Ceylon auswandert. Eva zieht von Sheffield nach London, um an der Kunstakademie zu studieren. Sie verliebt sich in einen Maler, deren Muse sie wird. Doch der Mann ist verheiratet und Eva für ihn nur eine Frau von vielen. Die jüngste der Schwestern, Clemency, wäre gerne wie ihre jüngeren Brüder noch weiter zur Schule gegangen, doch sie sieht sich gezwungen, sich um die kränkelnde Mutter zu kümmern, die seit der Geburt ihres letzten Kindes kaum mehr ihr Zimmer verlässt. 

    Der Roman beginnt im Jahr 1909 und erzählt die unterschiedlichen Lebenswege der vier Maclise-Schwestern bis zum Sommer 1917. Dabei wechseln die Perspektiven innerhalb der Kapitel, was ich oft als zu abrupt empfunden habe. Um den Lesefluss nicht zu sehr zu unterbrechen, hätte ich es angenehmer empfunden, wenn die Autorin jeder Schwester abwechselnd ein Kapitel gewidmet hätte, insbesondere da es nach dem Auszug der drei älteren Schwestern aus ihrem Elternhaus kaum mehr Überschneidungen oder Interaktionen zwischen ihnen gibt. Jede lebt ihr eigenes Leben und dies auf ganz unterschiedliche Art und Weise. 

    Die Charaktere sind individuell gestaltet und wirken mit ihren Stärken und Schwächen authentisch. Alle vier Schwestern machen während der Geschichte eine charakterliche Weiterentwicklung durch, lernen aus ihren Fehlern, haben aber stetig mit Schicksalsschlägen zu kämpfen, die sie wieder zurückwerfen und ihren Traum vom Glück zu verhindern scheinen.  

    Der Roman tritt phasenweise auf der Stelle, da sich nicht immer viel im Leben der jeweiligen Protagonistin ereignet, die Autorin aber dennoch sehr ausschweifend erzählt. 

    Der Roman handelt von der Rolle der Frau Anfang des 20. Jahrhunderts, von einem Kampf nach Unabhängigkeit und Gleichberechtigung, von den Unterschieden zwischen Arm und Reich, aber auch von der Sehnsucht nach Liebe. Jede der Schwestern verliebt sich - die eine früher, die andere später - und keine von ihnen scheint auf Anhieb die richtige Wahl zu treffen. Marianne, die nach dem Verlust ihrer großen Liebe in einer Phase der Trauer versinkt, entscheidet sich verblendet für den falschen Mann, während Iris durch ihre Arroganz den Mann verprellt, den sie liebt. Eva lässt sich von einem Bohemian auszunutzen und stellt ihre eigenen Ambitionen zurück. Auch Clemency verzichtet auf die Verwirklichung ihrer Träume, denkt, ein Leben als alte Jungfer wäre vorgezeichnet und verwendet ihre Zuneigung auf einen verheirateten Musiker, der sich in ihrer Bewunderung sonnt, aber keinerlei Ambitionen hat, mit ihr eine Familie zu gründen. 

    Den die Titel "Alle meine Schwestern" empfinde ich als nicht passend, denn dieser wirkt, als würde eine der Schwestern oder ein Bruder über ihre bzw. seine Geschwister erzählen. Tatsächlich spielt das Gefüge als Familie eine sehr untergeordnete Rolle, die Mutter, aber insbesondere der Vater und die Brüder, bleiben Statisten. 

    Der historische Kontext kommt gerade zu Beginn wenig zum Tragen, auch wenn einzelne geschichtliche Ereignisse Erwähnung finden. Das Verhältnis zwischen Arm und Reich Anfang des 20. Jahrhunderts, der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen und eine gerechtere Bezahlung sowie die Forderungen eines Wahlrechts für Frauen werden angerissen, aber nicht vollumfänglich mit den Hauptcharakteren verknüpft. Erst nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges hat auch das Zeitgeschehen Auswirkungen auf die Geschichte und das Leben der Schwestern. 

    Als Leser bangt man mit ihren Schicksalen, leidet mit den Dramen und den Intrigen, die sie ertragen müssen und gibt dennoch die Hoffnung nicht auf, dass jeder von ihnen ein glückliches Ende vergönnt sein mag. "Alle meine Schwestern" ist eine emotionale Geschichte über vier Frauen und ihre unterschiedlichen Lebenswege, die zwar Längen aufweist, durch ihre Vielseitigkeit aber dennoch gut unterhält. 

  10. Cover des Buches Im Glashaus gefangen zwischen Welten (ISBN: 9783961112609)
    Devakumaran Manickavasagan

    Im Glashaus gefangen zwischen Welten

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Manuel_Fiedler_Autor

    Der Autor Deva Manick schafft es mit diesem Buch den Leser zum Nachdenken anzuregen. Er erklärt die tamilische Kultur, die wohl dem einen oder anderen Leser fremd sein dürfte. Ebenso behandelt er auch die deutsche Kultur. Er beschreibt auf gut nachvollziehbarer Art und Weise, welche Probleme entstehen, wenn man zwischen zwei derart unterschiedlichen Kulturen aufwächst.

  11. Cover des Buches Mein Blind Date mit dem Leben (ISBN: 9783838756011)
    Saliya Kahawatte

    Mein Blind Date mit dem Leben

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Sonjalein1985

    Inhalt: Als Saliya Kahawatte im Alter von 15 Jahren den Großteil seines Augenlichts verliert, beschließt er trotzdem seine normale Schule weiter zu besuchen und sogar sein Abi und eine Ausbildung in der Gastronomie zu machen. Alles indem er vorgibt, sehen zu können. Heimlich lernt er Tag und Nacht um andere zu täuschen und sich seine Träume zu erfüllen. Nur wenige Menschen kennen sein Geheimnis. Das Leben legt ihm immer neue Steine in den Weg, die er, mit viel Mut und Disziplin meistern muss.

     

    Meinung: In „Mein Blind Date mit dem Leben“ erzählt der Autor von seinem Leben. Das besondere hierbei ist, dass er mit 15 Jahren den Großteil seines Augenlichts verlor und somit halb blind durch das Leben geht. Im Laufe der Jahre kamen noch weitere Einschränkungen und schwere Krankheiten hinzu. Saliya Kahawatte beschreibt in diesem Buch wie er das alles meistert und wer und was ihm dabei geholfen hat. So erhält der Leser Einblicke in seine Karriere und auch seine Beziehungen und Freundschaften. Denn der Autor lässt sich hier ebenfalls bereitwillig in die Karten schauen.

    Das Buch macht Mut. Nicht nur Leuten mit Behinderungen, sondern auch denen, die eventuell aufgrund einer Krankheit oder Depression eingeschränkt sind. Denn auch hier gilt ja Bekanntlich, dass die innere Einstellung schon eine Menge zur Besserung beiträgt.

    Es ist einfach ein Buch über einen starken und lebensfrohen Mann, der sich weigert sich als behindert abstempeln zu lassen und lieber seinen eigenen Weg geht.

     

    Fazit: Beeindruckender Mann, beeindruckende Geschichte. Dieses Buch macht Mut und lässt einen über sein eigenes Leben nachdenken.

  12. Cover des Buches Kater mit Karma (ISBN: 9783453357730)
    Helen Brown

    Kater mit Karma

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Da sieht man es mal wieder, dass Katzen das Leben bereichern. Erzählt wird die Geschichte von Helen, die ihren Sohn bei einem Unfall verlor, und die mit einer Hippie-Tochter kämpft, die gegen ihren Willen ins buddhistische Kloster geht - und mittendrin der Kater. Wie es bei orientalischen Rassen (Tonkanese) nicht unüblich ist, ist Jonah hyperaktiv, wenn auch ein nettes Kerlchen - der Helen kaum zur Ruhe kommen lässt. Echt zum lachen!  
  13. Cover des Buches Ich nehm dann mal das Upgrade (ISBN: 9783442176618)
    Sascha Tegtmeier

    Ich nehm dann mal das Upgrade

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Schwarz
    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, weil ich mich mit dieser Art von Reisen, dem "flashpacking" wirklich gut identifizieren kann. Auch ich bin gerne unterwegs, gerne auch mit vollem Rucksack, aber bitte nicht im Zelt. 

    Das Buch fokussiert sich eher auf die Paarbeziehung der beiden als auf die Landschaft oder die Leute, aber dadurch wird sie sehr authentisch und miterlebbar.

    Die Kapitel sind eher kurz und lassen sich auch zwischendurch mal schnell lesen, auch die Erklärungen oder Tipps finde ich sehr passend. 

    Leider hat es mich aber phasenweise nicht abholen und mitnehmen können, daher einen Stern Abzug!
  14. Cover des Buches Der Orchideenpalast (ISBN: 9783426419540)
    Laila El Omari

    Der Orchideenpalast

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Man müsste bei diesem Buch wirklich den Prolog erst am Schluss lesen, das Geheimnis das sich dort dem Leser offenbart, nimmt der ganzen Geschichte die Spannung weg. Man liest und liest, scheinbar endlos sind die Ausschweifungen über den Kaffeeanbau, und wartet darauf, dass endlich etwas passiert. Auf den letzten gut 100 Seiten der Geschichte kommt dann endlich etwas Spannung auf, die Wahrheit fällt wie ein Sturm über die Familie und schon ist das Buch zu Ende. Ich bin nicht ganz begeistert über diese Art Bücher, lange passiert nichts, die Geschichte plätschert vor sich hin und ehe man sich versieht, ist das Buch auch schon zu Ende. Man hätte gut und gerne 200 Seiten rausstreichen können. Einzig die wirklich schöne Art zu Schreiben versöhnt mich dann doch etwas mit der Geschichte.
  15. Cover des Buches River of Ink (ISBN: 9781408862186)
    Paul M.M. Cooper

    River of Ink

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Moni2506

    „River of Ink“ von Paul M. M. Cooper erzählt die Geschichte eines Poeten, der eher unfreiwillig zur Symbolfigur einer Rebellion wird. Erschienen ist der Roman im Januar 2017 bei Bloomsbury UK. Eine deutsche Übersetzung gibt es bisher nicht. 


    In den letzten 3 Jahren ist Asanka seinem früheren Leben auf dem Dorf entwachsen und zum Hofpoeten im Inselkönigreich Lanka aufgestiegen. Er lebte bisher ein ruhiges Leben, in dem er die Annehmlichkeiten des Lebens genießen und seine Schüler im Schreiben unterrichten konnte. Doch dann erobert der grausame Magha den lankischen Thron und das Leben des Poeten soll sich dramatisch ändern. Er wird mit der Aufgaben betraut ein episches Gedicht in die Sprache der Untertanen zu übersetzen, um diese dadurch gefügiger zu machen und die Ansätze der Rebellion auszulöschen. Doch es soll anders kommen: Asanka hat immer geglaubt, dass Poesie nichts verändern kann, doch er muss lernen, dass Worte sehr viel Macht haben können. 


    Dieses Buch habe ich in meinem Kaufrausch für englische Bücher gekauft. Auf der Suche nach Leseempfehlungen für englische historische Romane bin ich dank Empfehlung auf Twitter über dieses Buch hier gestolpert. Der Klappentext sprach mich an und ich fand es gut mal einen ganz neuen Schauplatz in einem historischen Roman zu erkunden. 

    Das Buch spielt auf Sri Lanka und zieht einen schnell in seinen Bann. Es entstehen wunderbare Bilder im Kopf und ich konnte mir Polonnaruwa und seine Straßen als auch den Dschungel und seine Elefantenpfade sehr gut vorstellen. Ich mochte sehr, wie Asanka seine Geschichte erzählt und war gespannt, wie diese sich entwickeln wird. Der Klappentext verrät hier tatsächlich nur den Anfang und die Grundprämisse des Buches, was mir sehr gefällt. 

    Asanka erzählt seine Geschichte aus der Ich-Perspektive, die ich eher selten lese. Unterbrochen wird dies von Kapiteln aus der Perspektive der Protagonisten des Gedichtes, dass er übersetzen soll. Diese sind allerdings nur sehr kurz. Für mich war das in diesem Fall sehr stimmig und hat gepasst. 

    Zumindest ich konnte mich in Teilen sehr gut mit Asanka identifizieren. Durch seine Übersetzung kommt er direkt in den Dunstkreis Maghas. Ein Eroberer, der mit harten Mitteln durchzugreifen versucht und der eben auch Angst in seinem Gegenüber auslöst. Asanka möchte nicht für ihn arbeiten, sieht sich allerdings auch außerstande ihm zu widersprechen. Er ist eigentlich ein Feigling und dennoch sorgen seine Worte dafür, dass die Rebellion nicht stirbt. Man könnte meinen, dass dies ein Widerspruch ist und das Asanka seine Aufgabe nicht erfüllt hat, schließlich sollte die Übersetzung das genaue Gegenteil bewirken. Dieser Roman zeigt allerdings eindrucksvoll, dass Worte, Gedichte, Geschichten je nach Empfänger anders wahrgenommen werden. Dieses Buch ist eine Hommage an das geschriebene Wort und seine vieldeutigen Botschaften. 

    Ich mochte es sehr mitzuerleben, wie Magha das Gedicht in seinem Sinne interpretiert und ich mochte es sehr, was die Bevölkerung Lankas daraus gemacht hat. Ich bin tausend Tode gemeinsam mit Asanka gestorben, wenn dieser zu Magha gerufen wurde, um seine neueste Übersetzung zu besprechen. Ich habe seine Beobachtungen geliebt und wie diese ihm den Mut gegeben haben, seinen eingeschlagenen Pfad weiterzuverfolgen. Ich mochte es sehr, welche Gedanken diese Geschichte in mir ausgelöst hat. 

    Es ist ein historischer Roman und zugleich ist es ein zeitloser Roman. Magha z.B. gab es wirklich und mit der Hilfe von Google findet man heraus, dass dieser Roman Anfang des 13. Jahrhunderts spielen muss. Wirklich wichtig für das Verständnis der Geschichte ist dies nicht und Asanka und seine Übersetzung sind fiktiv. Eine spannende Form des historischen Roman, die weniger Wert auf feste Daten legt und sich mehr auf die Botschaft bezieht, die vermittelt werden soll und den Lesenden so die Möglichkeit gibt, sich selbst zu reflektieren und über viele unterschiedliche Themen nachzudenken. 

    Viel an Zusatzmaterial gibt es nicht. Es gibt eine Karte von Polonnaruwa und eine kurze Danksagung. Die geringe Anzahl der Personen macht ein Personenverzeichnis überflüssig. Mit dem benutzten Wortschatz im Roman hatte ich keine größeren Probleme. Für das ein oder andere Wort wäre sicher ein Glossar nicht schlecht gewesen, es ist in diesem Falle allerdings auch kein Muss. Wer regelmäßig auf englisch liest, sollte keine größeren Probleme bekommen. 


    Fazit: Ein wunderbarer historischer Roman, über die Macht der Worte und seine vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten. Ich bin Asanka gerne auf seinem Weg als unfreiwilliger Rebell gefolgt. Empfehlenswert für alle, die ein bisschen Abwechslung in ihr Histo-Regal bringen wollen und die auch mal auf genaue Zeitangaben verzichten und die Geschichte für sich sprechen lassen können.

  16. Cover des Buches Nicht ohne meine Schwestern (ISBN: 9783838756516)
    Celeste Jones

    Nicht ohne meine Schwestern

     (69)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost
    Ich war fasziniert und geschockt und einfach nur krank vor Sorge um das Seelenheil der Kinder.

    Inhalt:
    Celest Ihre Eltern gehören einer Sekte an, die sich die Familie nennt. Celest wird in diese Welt hinein geboren und ihr wird von Anfang an klar gemacht, dass sie etwas Besonderes ist. Dass Gott einzig die Mitglieder der Familie bei einem Weltuntergang überleben lässt.
    Doch Celest macht eine noch weitaus Schlimmeres Martyrium durch. Sie wird im Namen des Glaubens von zahlreichen Männern auf die verschiedensten Weisen missbraucht.
    Uhr Vater verlässt die Familie (also seine Familie, nicht die Sekte), weil Gott ihm das angeblich befohlen hat. Er zeugt mit mehreren Frauen noch Kinder verschiedener Nationalitäten und kümmert sich dann stellenweise nicht mehr darum.
    Celest schafft nicht als erste der Familie den Absprung. Doch sie schafft ihn und baut sich in Freiheit ein neues Leben auf.
    Und das ist nur ein Schicksal von vielen Menschen, die in Sekten gefangen sind.

    Der erste Satz:
    "IM JANUAR 2005 starb unsere Schwester Davida an einer Überdosis Drogen."

    Der letzte Satz:
    "Eine Zukunft, die wir nie für möglich gehalten hätten."

    Fazit:
    Celest berichtet schonungslos und ehrlich über ihr Schicksal. Dazu zählt auch, dass sie die Sekte am Anfang toll fand. Sie hat es als große Familie gesehen. Sie fand es toll, so viel aus der Bibel zu lernen und zu wissen. Doch das blieb nicht so. Als sie von ihren ersten Erkenntnissen berichtet hat, habe ich ein Lesen die Zweifel förmlich selber gefühlt, die da in ihr gleich kamen. Emotionen hat mich das Buch förmlich mit gerissen.
    Kopfkino hatte ich nicht durchgängig. Aber bei einigen Szenen dann schon. Zum Beispiel als die Missbräuche beschrieben wurden. Oder auch wenn Celest oder ihre Geschwister von verschiedenen Geschehnissen und Erlebnissen berichtet haben. Dann habe ich alles mit ihnen gefühlt.
    Nach wie vor unklar ist mir, wie Eltern so verblendet durchs Leben gehen. Da ist ein Mensch, der sich als Oberguru aufspielt und freien Sex für alle Predigt. Und die Leute machen das auch noch. Tauschen die Frauen untereinander oder überlassen ihre Kinder. Ich kann das einfach nicht verstehen.
    Mein Wunder, dass mich das Buch komplett gefesselt hat. Ich konnte kaum davon lassen und musste einfach wissen, wie das für einige Personen aus geht. Und dabei habe ich mit den Kindern mit gelitten.
    Eine aufrüttelnde Lektüre. Das war es auf jeden Fall. So krasse Ansichten, so verblendet.... Ganz ehrlich, die Leute, die den Absprung geschafft haben, haben damit eine großartige Leistung vollbracht. - Wobei ich diese Schilderungen jetzt gar nicht so dramatisch fand. Ich mein, klar, die Leute waren eingeschüchtert wegen dem, was ihnen die ganze Zeit erzählt worden ist, aber da war jetzt keine Rede von Verfolgern, die den Aussteigern ans Leben wollten. Ich meine, die sind sogar an die Öffentlichkeit, mit dem, was da so alles vor sich gegangen ist.

    Oh man, das war mal ehrlich kranker Scheiß, der in der Sekte da abgegangen ist. Und ich kann alle Aussteiger nur zu ihrem Schritt gratulieren.
    Auf jeden Fall rüttelt das Buch auf. Es liefert Insiderinformationen, wie man sie selten bis gar nicht bekommt. Deswegen gibt es hier auch eine ganz klare Leseempfehlung. Tut euch dieses Buch an!

    (Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)
  17. Cover des Buches Die Insel des Glücks (ISBN: B08M42PK8K)
    Annabelle Benn

    Die Insel des Glücks

     (9)
    Aktuelle Rezension von: NikoLaus

    Dieses wunderschöne, frische Buchcover bringt einen gleich in die richtige Stimmung für dieses Buch!

    Die Autorin hat hier nicht nur eine Liebesgeschichte geschrieben, die verzaubert, das Buch beinhaltet so viel mehr. Die drei großen B's: Berlin, Bayern, Bali werden hier so eindrucksvoll beschrieben, da möchte man am liebsten sofort hin...es sei denn man ist schon dort ;). Sie schildert auch, wie die Abhängigkeit zu einem anderen Menschen, falsch verstandene Liebe, das eigene Leben manipulieren kann.

    Delia ist eine interessante Protagonistin, der man gut folgen kann. Ihre Gefühle, Träume, Sehnsüchte sind zum Greifen nah. Ihre Auszeit bringt Dinge zum Vorschein, die nachdenklich machen und ihr weiteres Leben beeinflußen.

    Sehr schön geschrieben! Ein echter Lesegenuß!


  18. Cover des Buches Holy Freaks (ISBN: 9783426790816)
    Joannis Stefanidis

    Holy Freaks

     (14)
    Aktuelle Rezension von: ulrikerabe
    Buntes Menschentreiben am Bahnhof von Bombay. Joannis Stefanidis begegnet dort der Neuseeländerin Amy, die er von nun an seine „schöne Hippieprinzessin“ nennt. Beide sind nach Indien gekommen, in dem Wunsch Heilung zu finden. Doch wenn die beiden sofort physisch getrennte Wege gehen, bleiben sie über die Jahre in ständigem E-Mail Kontakt. 

    Es ist die Suche dem Sinn im Leben, nach der Erleuchtung, dem Karma, nach transzendentalen Erfahrungen. Es sind viele Episoden, teils heiter, teils nachdenklich stimmend, die Joannis erzählt. Will Joannis zunächst nur seinen lästigen Tinnitus loswerden, begibt er sich über die Zeit in einen Erleuchtungsrausch. Immer wieder begibt sich der Berliner Joannis Stefanidis, den einige vielleicht als Übersetzer der Eragon Bücher kennen, nach Indien, Sri Lanka, Thailand, aber auch nach Peru. Yoga in allen Formen, Ayurveda, Mediation, Schamanen, es gibt fast nichts was er nicht ausprobiert. Es ist ein Ausbrechen aus dem grauen und kalten Alltag des homo digitalis. 

    So stellt er sich die Frage: „WELCHEN SINN HAT DAS ALLES EIGENTLICH?“, und gibt gleich zu bedenken: „An dieser Frage haben sich schon ganz andere Kaliber die Zähne ausgebissen. Und wahrscheinlich kann dieses Rätsel nur jeder für sich selbst lösen. Vielleicht gibt es ja gar nicht die eine erleuchtende, die ultimative Antwort, sondern nur all die kleinen, persönlichen Wahrheiten, die man in lebenslanger Mühsal selbst herausfinden muss.“

    Immer bleibt er respektvoll den (vor allem) asiatischen Weisheiten, den uralten Methoden der Sinnfindung gegenüber, nimmt eher sich selbst nicht ganz ernst und wird niemals betulich. Einzig den Untertitel zum Buch „..wie Shiva mir die Braut ausspannte“ fand ich unpassend.

    Auf seinen Reisen lernt er die unterschiedlichsten Menschen kennen, Menschen die wie er auf der Suche sind und deren Heilsboten, guten wie weniger guten. Aber er erzählt auch von den Ärmsten der Armen, von der Kehrseite der wunderbar faszinierenden exotischen Gegenden, die Joannis bereist. 

    Nett fand ich am Schluss einen Überblick über all die erlesenen Stationen und wie es mit den Menschen, denen Joannis dort begegnete, weiter ging. Damit findet dieses Buch einen runden Abschluss.
  19. Cover des Buches Über allem und nichts (ISBN: 9783701717262)
    Gunther Neumann

    Über allem und nichts

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Alte Kreise öffnen sich, mit der Zirkelspitze am Staffelsee. Sri Lanka. Ozean., kein See. All die Jahre hatte sie die Kreise immer weiter gezogen, der Kern der hart gewordenen Erinnerung hatte dabei festgesteckt.“ (Zitat Pos. 2714)

     

    Inhalt

    Clara Fink, bald siebenunddreißig Jahre alt, träumte schon als Kind von fernen Ländern, grenzenloser Freiheit und vom Fliegen. Heute ist sie Berufspilotin bei einer spanischen Billigfluglinie, als Copilotin für Maschinen wie die Boing 777 ist sie ehrgeizig und zielorientiert auf dem Weg zur Beförderung zum Flugkapitän. Die knappen Stunden zwischen den Flügen reichen nicht aus, um irgendwo innezuhalten und so wie zwischen den unterschiedlichen Destinationen rund um den Globus, pendelt sie auch im Privatleben ruhelos zwischen zwei Männern: Matthias, Anwalt in München, der sie umsorgt und sich mehr gemeinsame Zeit wünscht, wodurch sie sich eingeengt fühlt, und dem dominanten, manipulativen Gabrio Estevez in Madrid, ihrem ehemaligen Fluglehrer. Als sie an die Grenzen ihrer Belastbarkeit kommt, nimmt sie zwei Wochen Urlaub, findet ein günstiges Ticket nach Colombo, packt ihre Sachen in Motorrad-Satteltaschen und fliegt auf die Insel, die sie seit elf Jahren gemieden hat. Diese Reise durch das noch immer vom Bürgerkrieg gezeichnete Sri Lanka wird für sie eine Reise durch ihr bisheriges Leben, Zeit, sich ihren verdrängten Erinnerungen zu stellen.

     

    Thema und Genre

    In diesem Roman geht es um prägende Erfahrungen und das Schweigen darüber, Familie, Beziehungen. Wichtige Themen sind die Situation von erfolgreichen Frauen in männerdominierten Berufen und Sri Lanka als Beispiel steht für globale Konfliktsituationen, Bürgerkriege als Gegenpol zu großartiger Natur.

     

    Charaktere

    Das Leben der Pilotin Clara ist von moderner Rastlosigkeit geprägt. Von der Großmutter hat sie gelernt, dass man über schlimme Erlebnisse nicht spricht, dieses Schweigen bestimmt Claras Leben. Sie wird Pilotin, weil sie die Welt sehen will, aber im intensiven Berufsalltag sieht sie nur mehr die austauschbaren Flughäfen. Erst als ihre Erinnerungen ihr bis ins Cockpit folgen, erkennt sie, dass sie sich der Vergangenheit stellen muss.

     

    Handlung und Schreibstil

    Der Roman beginnt mit ihrem Flug nach Sri Lanka am Anfang ihres vierzehntägigen Urlaubs. Vor elf Jahren war Sri Lanka ihre erste Tropendestination als Flugbegleiterin gewesen. Damals war der Tamile Surya, eigentlich Lehrer, ihr Fahrer gewesen, der ihr die Insel gezeigt und über dieses Land erzählt hatte. Jetzt mietet sie nach der Landung in Colombo ein Motorrad und beginnt ihre Reise über die Insel. Die chronologisch erzählte Jetztzeit mit Schilderungen der Landschaft und der Menschen, die Clara begegnen, wird durch Erinnerungen unterbrochen. Es sind Bruchstücke ihres Lebens, die ungeordnet auftauchen, dazwischen Träume, Sehnsüchte, Gedankenkreise, die Männer in ihrem Leben. Ihre stillen Beobachtungen der tropischen Natur enden in Parallelen zu ihrer Kindheit, ihre Familie, Sommer am Staffelsee. Blumen führen ihre Gedanken zu Gabrio, zu Matthias, verbunden damit ihr erfolgreicher beruflicher Werdegang. Sie verlängert den Urlaub um einige Tage, doch die Hoffnung auf einen Neubeginn endet bei den Vorsätzen.

    Die eindrückliche Sprache wechselt zwischen poetischen Schilderungen und rasant-kurzen Momentaufnahmen, man spürt die atemlose Getriebenheit der Hauptfigur. Diese Mischung zieht uns Leser rasch in den Sog dieser Geschichte einer starken, im Beruf zielorientierten Frau, die im realen Leben eine Suchende, eine rastlose Nomadin bleibt.

     

    Fazit

    Es ist beeindruckend, wie es auch diesem Autor der modernen Gegenwartsliteratur gelingt, eine kraftvolle, lebendige, absolut authentische Frauenfigur zu schaffen und ihre Geschichte einfühlsam, intensiv, packend und glaubhaft zu erzählen, verbunden mit einer bildgewaltigen Reise und Sprache.

  20. Cover des Buches Der Hinduismus (ISBN: 9783406549748)
    Axel Michaels

    Der Hinduismus

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Der Koch (ISBN: 9783257261523)
    Martin Suter

    Der Koch

     (489)
    Aktuelle Rezension von: LuisaN

    Martin Suter hat eine ganz eigene Art Geschichten zu erzählen. Ruhig, fast schon nüchtern und mit Fakten gesprickt. Wer hochemotionale Texte lesen will, sollte ihn vielleicht meiden. Die Brisanz und die Nähe baut er mit Fakten, Hintergrundwissen auf. Bisher habe ich bei jedem seiner Bücher noch einmal Google befragen müssen, was denn, wie in diesem Buch, genau in Sri Lanka vorgefallen war. Genau das macht den Reiz des Buches aus. Der Leser folgt dem Koch Maravan, der aus seiner Heimat in Sri Lanka vor Krieg in die Schweiz geflohen ist und dort versucht, ein leben aufzubauen, ohne sich politisch benutzen zu lassen. Wir lernen das Leben des Flüchtlinges kennen, der in einem Sterne-Restaurant als Aushilfe arbeitet, obwohl er weitaus besser kochen kann, als so mancher Koch dort. Das bringt ihm eigentlich nur Probleme ein und mündet darin, dass er mit einer kreativen Frau, einen besonderen Catering-Service eröffnet. Illegal natürlich. Wir folgen den beiden und beobachten, wie sie mit dem Erotikmenü sehr wohlhabende Leute beglücken und erfahren mehr über die Zusammenhänge von reichen Westlern, die Waffen zur Unterstützung der kriegerischen Handlungen in Maravans Heimat liefern. Was nimmt man beim Lesen des Buches mit? Für mich war es die Sicht auf Kriege, von denen der Westen profitiert. Rachegefühle und Ohnmacht, die man als kleines Rad im Getriebe spürt. Es zeigt Erpressbarkeit, wenn dir deine Familie wichtig ist und den Abgrund in den du siehst, wenn du verlierst, was dir das wichtigste ist. Die Geschichte gibt dir meiner Ansicht nach kein Happy End, aber Anstöße zum Nachdenken und das schätze ich sehr an Suters Geschichten. Definitiv sehr lesenswert.

  22. Cover des Buches Reise Know-How Reiseführer Sri Lanka (ISBN: 9783831731220)
    Joerg Dreckmann

    Reise Know-How Reiseführer Sri Lanka

     (2)
    Aktuelle Rezension von: narada
    Sri Lanka lässt sich mit diesem Führer gut bereisen. Er enthält weniger kulturelle Informationen, sondern eine praktischer Tipps Hinweise, die dem Individualreisenden zugute kommen. Gut sind die Besichtigungstipps und die Hinweise auf die interessantesten Strände. Auch sind die Empfehlungen für Unterkünfte recht nützlich, weil sie sehr vielfältig sind und alle Preiskategorien berücksichtigen. Die Anschaffung lohnt sich für die praktischen Aspekte der Reise. Zusätzlich muss man aber das eine oder andere über Buddhismus lesen und die Kultur des Landes, damit man versteht, was einem dort begegnet.
  23. Cover des Buches Skorpionfisch (ISBN: 9783857877476)
    Nicolas Bouvier

    Skorpionfisch

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Matze
    Bouvier und seine Erfahrungen mit dem tropischen Ceylon nachdem er bereits 2 Jahre auf dem indischen Subkontinent unterwegs und von den Strapazen gezeichnet war. Unter dem Einfluss der tropischen Inselwelt und seiner scharfsinnigen Beobachtungsgabe trotz oder gerade aufgrund der Nachwirkungen fiebriger Wahnvorstellungen entstand mit diesem Werk ein kleines philosophisches Meisterwerk der Reiseliteratur, dass man immer wieder zur Hand nehmen kann. Zu empfehlen.
  24. Cover des Buches Ehrenschuld (ISBN: 9783453436787)
    Tom Clancy

    Ehrenschuld

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Jetztkochtsie
    Ich liebe die Jack Ryan Romane und noch mehr diejenigen, bei denen seine nervtötende Frau eine nur untergeordnete Rolle spielt. Die geht mir nämlich auf die Nerven und ich finde sie strunzenblöd. Hier war es wieder mal soweit, sie turnt zwar am Rande durch die Geschichte macht aber nichts kaputt und jammert auch nicht dauerhaft herum.
    Juchu!
    Allein dafür verdient das Buch 5 Punkte.
    Der Sprecher ist wie immer solide und einfach angenehm zu hören. Richtige Betonung gute Akzente, das gefällt.

    Die Geschichte ist hier so komplex und ausgefeilt, wie es bei Tom Clancy immer der Fall ist. Jede Figur wird gezeichnet, beschrieben und der Leser lernt sie sehr intensiv kennen, mit all ihren Schwächen. Das hier geschilderte Szenario ist so realistisch wie beängstigend und die einzelnen Stationen des drohenden Niedergangs der westlichen Welt ist beeindruckend recherchiert und dargestellt. Natürlich glorifiziert Clancy seine amerikanischen Helden, wie immer, aber in diesem Buch hier zeigt er auch die Hilflosigkeit und die Machtlosigkeit gegenüber einem skurpellosen Gegner. Spannend fand ich, daß hier Mr. Clark mal wieder aktiv werden durfte und wir auch einen seiner alten Freunde wieder sehen. Ich mag es wenn Clancy Figuren aus vorhergehenden Büchern wieder aktiviert und zum Leben erweckt. Endlich sieht es auch so aus, als würde Clark seine lange verdiente Begnadigung erhalten und dann passiert ganz zum Schluß nochmal etwas, was die Grundfesten unserer Ideale erschüttert, was Jack Ryen überraschend in eine ganz neue Position bringt und was auf das nächste Buch einfach nur sehr neugerig macht.

    Ein Clancy der mich als eingefleischen Clancy-Fan wieder sehr begeistert hat und der gewissen Sicherheitsaspekte, Abrüstung und die Sicherheit unserer Finanzwelt sehr kritisch beleuchtet und zum Nachdenken und Meinungbilden anregt.

    Sehr gute Unterhaltung.

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