Bücher mit dem Tag "sprachwitz"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sprachwitz" gekennzeichnet haben.

107 Bücher

  1. Cover des Buches Der König von Berlin (ISBN: 9783499259524)
    Horst Evers

    Der König von Berlin

     (111)
    Aktuelle Rezension von: EngelAnni

    Der König von Berlin stirbt und eine Rattenplage sucht die Stadt heim. Ein "Dorfpolizist" versucht den Fall zu lösen.

    Die Story klang erst sehr gut, aber es wurde dann doch immer abstruser und merkwürdiger. Ein Krimi, der mit Humor daher kommt. Leider ist es gar nicht mein Humor.

    Was mir allerdings sehr gut gefällt, ist die Art, wie der Autor mit seinen Lesern spielt. Er beschreibt eine Szene und der Leser hat sofort eine Vorstellung im Kopf. In den nächsten Absätzen wird aber eine ganz andere Situation dargestellt. Das macht viel Spaß beim Lesen.

    Da mir die Story aber nicht so zusagt, vergebe ich 3 Sterne.

  2. Cover des Buches Maria, ihm schmeckt's nicht! (ISBN: 9783548264264)
    Jan Weiler

    Maria, ihm schmeckt's nicht!

     (1.143)
    Aktuelle Rezension von: MoniqueH

    Jan Weiler schreibt Geschichten die teils basiert sind auf sein eigenes Leben. Dieses Buch beschreibt den Anfangsjahren in seine Beziehung, später Hochzeit und die ersten Lebensjahre. Wichtig ist dabei das er eine Frau geheiratet hat die eine italienische Vater hat. Vieles in dieses Buch dreht um den Vater. Der ist originell und sich selbst. Jeder muss sich ihm anpassen ob er will oder nicht es passiert einfach. Jan kommt dadurch in viele komisch und unmögliche Situationen und erzählt es so als ob man selbst daneben sitzt.

    Lachen vorprogrammiert.

  3. Cover des Buches Oberwasser (ISBN: 9783596512904)
    Jörg Maurer

    Oberwasser

     (217)
    Aktuelle Rezension von: Lillianne

    Zum Buch
     Nachts in einem idyllischen alpenländischen Kurort: Dunkle Gestalten schleppen eine leblose Person zur Höllentalklamm. Kommissar Jennerwein erhält einen heiklen Auftrag. Er muss einen verschwundenen BKA-Ermittler finden, aber niemand darf wissen, dass er nach  ihm sucht. Während er mit seinem bewährten Team offiziell einem Wilderer nachstellt, forscht er in Gumpen und Schluchten nach dem Vermissten. Derweil erzählen die Einheimischen düstere Legenden von Flößern, die einst das Wildwasser in eine Höhle sog, ein neugieriger  Numismatiker entdeckt kryptische Zeichen auf einer alten Goldmünze, und ein Scharfschütze lauert am Bergbach. Kommissar Jennerwein gerät beinahe ins Strudeln.

    Mein Kommentar

    Es wird ein Wettlauf mit der Zeit und Kommissar Jennerwein setzt wieder mal sein Leben ein, um den Fall zu lösen.
    Bemerkenswert war ein Detail im Fall von Psychterror: Man nimmt einen Flashmob und lässt das Ballettensemble in privaten Kleidern zwischen gaffenden Passanten die Ensemblemitglieder tanzen ... immer mehr. Das führt bei einem Täter unter Stress Wahrnehmungsstörungen. [Seite 273]
    Und auf Seite 368 kommt mir die Verschlüsselungstechnik bekannt vor: Es muss in einem Buch ebenfalls eine Rolle gespielt haben, das ich erst kürzlich gelesen habe. Vermutlich in einem der Harzkrimis ... Es geht um die Chiffriertechnik nach Vignère. Ich bin immer noch bei der Serie ...

  4. Cover des Buches Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen (ISBN: 9783864932274)
    Torsten Sträter

    Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen

     (80)
    Aktuelle Rezension von: milafleur

    Auf dem Cover sieht man Torsten Sträter in typisch schwarzem Outfit mit schwarzer Mütze, wie er zufrieden den in gelb gehaltenen Titel des Buches betrachtet.
    Er kann auch wirklich zufrieden sein. Das Werk hat 284 Seiten, die in 9 Teile gegliedert wurden. Jeder Teil steht unter einem bestimmten Oberthema (Stories-Die Pandemie-Papiere-Akte Wichs: Das Beste vom Schlechten-Weitere gute Texte-7Tage, 7 Köpfe: Die Texte- Spielzeug-Ansprache ans Volk-Extra 3: Die Texte-Kammanommakucken) und beinhaltet eine unterschiedliche Anzahl an Texten. In typischer Sträter Manier werden Alltagssituationen absolut skurril und auch mal namenhafte Persönlichkeiten gekonnt auf die Schippe genommen. Wer Sträter schätzt, wird beim Genuss der Texte seine Stimme und auch die typische Intonation hören. Da ein paar Texte aus TV-Auftritten stammen kann man sie sich zusätzlich auch ansehen.
    Die Texte sind grandios witzig, ich liebe sie!

  5. Cover des Buches Buntschatten und Fledermäuse (ISBN: 9783442152445)
    Axel Brauns

    Buntschatten und Fledermäuse

     (173)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die letzten Seiten möchte man am liebsten möglichst lange hinauszögern, um nicht Abschied nehmen zu müssen von diesem wunderbaren Buch. Es hat mich gefesselt, berührt, traurig gemacht, aber vor allem auch sehr erheitert. Mit den wunderbaren Beschreibungen aus seiner andersartigen Welt gewinnt man dieses einzigartige und freundliche Wesen einfach lieb. Jemandem, dem der Zugang zur Gefühlswelt der genannten Buntschatten (die sympathischen Menschen) und der Fledermäuse (die unsympathischen) weitestgehend rätselhaft erscheint, und dem es trotz grosser Kommunikations-Schwierigkeiten bis hin zur völligen Sprachlosigkeit dennoch gelingt, auf unübertreffliche Weise die eigene, differente Perspektive so herrlich zu beschreiben, der verdient grosse Hochachtung.

    Mit viel Humor, Aufrichtigkeit und ganz eigenen Wortschöpfungen vermag Axel Brauns einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern! Danke für dieses grossartige Lese-Erlebnis und den wunderbaren Einblick in eine andere Welt.

  6. Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783832164577)
    Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann

     (766)
    Aktuelle Rezension von: Anita27a

    Anfangs fiel es mir sehr schwer in die Geschichte hineinzufinden. Ich war voller Ungeduld, dachte und dieses Buch ist so hochgelobt? Was finden alle nur daran ? Jetzt wurde es sogar verfilmt?
    Nach und nach hat mich die Geschichte dann aber doch in seinen Bann gezogen. Fast so als müsse ich erst mal runterkommen einen Gang zurückschalten, entschleunigen um den Zauber der Geschichte zu spüren. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und wachsen einem nach und nach ans Herz. Es ist kein spannendes Buch sondern ein Buch das humorvoll und ernst zugleich vom Leben mit all seinen Höhen und Tiefen erzählt. Ein ungewöhnliches und berührendes Buch.


  7. Cover des Buches Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär (ISBN: 9783328107682)
    Walter Moers

    Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär

     (2.194)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Ich bin fasziniert von dem Ideenreichtum! Mit jedem neuen Kapitel schaut man um einen neue Ecke, entdeckt ein völlig schräge neue Welt, die aber absolut durchdacht und glaubwürdig erzählt und eingeführt dass man unweigerlich mit auf die Reise geht! Wie kann man nur auf so viele gute, immer neue, schräge aber stimmige Ideen kommen??? Extrem unterhaltsam das Buch!

    Ich würde auch allen Eltern, die ältere Kinder haben die schon selber lesen, dieses Buch empfehlen.
    Auch Kinder die sonst eher Comics lesen oder nur Computerspiele spielen können hier auch voll auf den Geschmack des Lesens kommen, wegen der schrägen Geschichten, der Spannung und wegen der immer neuen Welten die fast an unterschiedliche Levels im Computerspiel erinnern. Sehr sehr viele absurde schräge Landschaften und Umgebungen, die in sich aber immer vollkommen stimmig und klar sind - grossartig! Man muss sie aufgrund der Dicke des Buchs vielleicht zu den ersten Seiten überzeugen. Ein sehr dickes Buch, aber wer einmal reingefunden hat, der hört nicht mehr auf zu lesen - und der ist danach um eine fantastische WELT reicher als vorher!

  8. Cover des Buches Gut gegen Nordwind (ISBN: 9783869091730)
    Daniel Glattauer

    Gut gegen Nordwind

     (255)
    Aktuelle Rezension von: Sophienchen

    Es ist einfach so humorvoll und lieb geschrieben, vor allem Emmis emails liebe ich sehr 

  9. Cover des Buches Frostkiller (ISBN: 9783492280365)
    Jennifer Estep

    Frostkiller

     (1.010)
    Aktuelle Rezension von: seelenseiten

    Seit dem letzten Teil fiebere ich auf das Finale zu und was soll ich sagen: Frostkiller ist ein würdiger finaler Band für die Mythos Academy.

    Es war spannend und mitreißend bis zur letzten Seite.

    Immer wieder geschah etwas Unvorhersehbares, was ein überrascht hat.

    Ich wurde nicht enttäuscht!


    Ich weiß tatsächlich nicht was ich noch sagen soll.

    Jedes Mal lobe ich den Schreibstil von Jennifer Estep, die Charakter und deren Entwicklung. Besonders Gwens Charakterentwicklung war über die sechs Bücher deutlich zu erkennen.

    Auch wie die Charaktere sich angenähert haben und sich eine tiefe Freundschaft entwickelt hat, wird in einigen Momenten in diesem Buch sehr deutlich.

     

    Ich liebe, liebe, liebe diese Reihe. Sie und auch Jennifer Estep gehören zu meinem Top 5!

    Kann die Reihe absolut jedem empfehlen. Ob eingeschweißten Fantasylovern oder Lesern, die sich gerne an Fantasy  probieren wollen.


    Ich bin etwas enttäuscht, dass die Reihe nun zu Ende gegangen ist.

    Aber der Spin-Off ist schon bestellt.


  10. Cover des Buches Das Kind in mir will achtsam morden (ISBN: 9783453424449)
    Karsten Dusse

    Das Kind in mir will achtsam morden

     (209)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Nachdem ich den Vorgänger-Roman „Achtsam morden“ als Hörbuch genossen hatte war klar, dass ich mir auch die Fortsetzung besorgen werde, doch dieses Mal in Buchform (da mir von der vom Autor selbst gesprochenen Hörbuchfassung abgeraten wurde).

    Der vorliegende Roman knüpft an der Handlung direkt an. Es tauchen auch die bereits eingeführten bekannten Personen wieder auf. So kann man ohne langen Anlauf einfach entspannt und achtsam weiterlesen. Boris schmort noch im Keller, der Kindergartenbetrieb nimmt seinen Lauf und Björn emanzipiert sich von althergebrachten Beziehungsvorstellungen. Doch zunächst wird vom semi- optimalem Familienurlaub in den Alpen berichtet.

    Björn und Sascha haben zwar dem Morden abgeschworen, doch das ist in der Branche gar nicht so einfach. Zudem muss sich Björn um sein verletztes inneres Kind kümmern, dass zwar durch kreative Einfälle glänzt, aber als Kind manches nicht wirklich überschaubar zu Ende denkt.

    Jedes Kapitel wird mit einem Zitat von Joschka Breitner eingeleitet. Und ich bin durchaus geneigt, wieder zu behaupten, dass man auch davon etwas Neues für sich lernen kann.

    Beim Lesen ist mir jedenfalls nicht langweilig geworden. Dusse knüpft an seinen Stil an. Diesmal nimmt er den ökologischen Gehalt von Elektro-Rollern aufs Korn.

    Und (mehrere) Tote gibt es – wie es sich für einen guten Krimi gehört – natürlich auch.

    Fazit: Eine Spur weniger überzeugend als „Achtsam morden“, doch immer noch ausreichend für klare 5 Sterne von meiner Seite.

  11. Cover des Buches Silber - Das erste Buch der Träume (ISBN: 9783596522897)
    Kerstin Gier

    Silber - Das erste Buch der Träume

     (7.252)
    Aktuelle Rezension von: Bookstagram_hello

    Ich bin wirklich absolut begeistert vom ersten Band!😻 Der Schreibstil ist einfach toll, ich bin nur so durch die Zeilen geflogen. Liv Silber ist mir mega sympathisch, wahrscheinlich gerade durch ihren Sarkasmus ist sie meine absolute Lieblingsprotagonistin. Auch Henry fand ich soo liebenswürdig und sympathisch, man kann ihn wirklich nur mögen. Kerstin Gier hat hier großartige Charaktere geschaffen! Genauso hat sie aber auch wunderbare Traumwelten und generell mega anschauliche Settings kreiert. Ohne, dass die Beschreibungen auffallen oder zu viel werden, kann man sich trotzdem irgendwie supergut vorstellen, was Liv gerade sieht! Das Buch ist nämlich aus Livs Perspektive geschrieben, weswegen ich auch ihre Handlungen und Gedankengänge sehr gut nachvollziehen kann. 

    Die Spannung wird super aufrecht erhalten, mit ganz vielen Überraschungen und Wendungen in der Geschichte die wirklich überhaupt nicht vorhersehbar waren war zu keiner Zeit langweilig! 


    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Wer humorvolle, fantastische und romantische Bücher mag, ist hier definitiv richtig aufgehoben! (Willkommen im Team🙋‍♀️😂) Es ist ein absolutes Jahreshighlight und bekommt daher verdiente 5+/5⭐️🥰

  12. Cover des Buches Gibt es intelligentes Leben? (ISBN: 9783499620768)
    Dieter Nuhr

    Gibt es intelligentes Leben?

     (217)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkopfkino

    Ich sag es lieber direkt: Das Buch ist auf meinem SaB (Stapel abgebrochener Bücher) gelandet und wird dort auch definitiv bleiben. Nach Seite 117 habe ich es nur ganz grob überflogen und mir die Bilder angeschaut. 

    Wer hier auf Wissenserweiterung mit ein bisschen Komik hofft, liegt ziemlich falsch. Es gibt zwar ein paar Informationen aus Studien und Wissenschaft, aber nicht ausreichend, dass es wirklich nennenswert wäre. Die "Witze" kommen einem sehr gezwungen vor und sind gespickt mit Klischees und Vorurteilen. 

    Leider kein Buch, dass ich empfehlen würde und daher nur 1/5🦉


    Irgendwann fand ich Dieter Nuhr mal witzig, habe aber schon ewig nichts mehr von ihm gesehen oder gehört. Vielleicht hat sich mein Geschmack auch geändert. Das sollte ich mal auf die Probe stellen. Das Buch ist übrigens auch schon aus dem Jahr 2006 und somit 15 Jahre alt (wie die Zeit vergeht 🙈), da können sich Meinungen ändern. Das Buch habe ich allerdings irgendwo günstig bekommen oder aus einem öffentlichen Bücherregal und habe mich erinnert, dass ich das Buch mal lesen wollte. Es lag jetzt aber auch schon Jahre auf meinem SuB. 


  13. Cover des Buches Der Brenner und der liebe Gott (ISBN: 9783423212823)
    Wolf Haas

    Der Brenner und der liebe Gott

     (152)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Ich mag Wolf Haas und seine wirklich schräge Art zu schreiben – aber entweder ich war hier nicht in in der Stimmung, oder Wolf Haas war es nicht. Irgendwie sind der Brenner und ich hier nicht zusammengekommen. Die Geschichte von Brenner, der hier oft nur Simon heißt, kein Polizist mehr ist, sondern Chauffeur eines Unternehmers, der dessen Tochter zwischen ihm und seiner Mutter hin und herfährt – bis ihm während eines Tankstellenespressos die kleine Helena verschwindet. Nun nimmt das Unheil und Chaos seinen Lauf und vor allem das Chaos in Verbindung mit Haas ebenfalls chaotischer Sprache haben mich hier wirklich immer wieder rausgebracht und am Ende gab es sieben Tote, aber wie und was, das war mir nicht mehr klar.

  14. Cover des Buches Die Zunge Europas (ISBN: 9783499248436)
    Heinz Strunk

    Die Zunge Europas

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Buchstabenliebhaberin
    Ich liebe die Attitüde, wie Heinz Strunk sich gedanklich festbeißt und wortgewaltig in eine Raserei verfällt, egal ob es dabei um große Gedanken zur Menschheit oder so Nebensächlichkeiten wie eine endlose Biernacht durch die angesagte Hamburger Clubwelt geht.
    Gut zu wissen: Heinz Strunk gehört zu Studio Braun, einem Hamburger Trio, das für seine Telefonsstreiche bekannt ist. "Fleisch ist mein Gemüse" ist sein bekanntestes Werk.  

    Sein Wortwitz ist genial, deftig: "Der Mann sieht nicht aus wie ein mit einem abgesplitterten Kochlöffel zu Tode geschabtes Rührei, sondern wie ein edles Stück Fleisch mit definierter Struktur und Maserung." (S.293)

    Er ist ein Dazusetzer (im Café), die Sonne für ihn eine "schneidbrennende Drecksscheibe". Und: "Die Eselsbrücke ist die Brücke des kleinen Mannes."(S. 24)

    Ich könnte mich wegschmeißen vor Lachen, wenn er seine Wurstfinger beim Zählen im Café zwischen den Latten ("Ronken"!) einklemmt, wenn er über seine Figur resümiert: " Tja, Kofferraumdeckel geht nicht zu."(S. 21).

    Das muss man mögen, Heinz Strunk kennt keine Tabus und benutzt böse Worte, er ist zynisch, albern, arrogant, kindisch, er verwendet gnadenlos Fremdworte genau so wie das Geprolle des einfachen Mannes. 

    Ich bin mir nicht sicher, ob man einen wie den Markus Erdmann in seinem Umfeld haben möchte. Er ist ein moppeliger Looser, bei dem Hopfen und Malz noch nicht ganz verloren ist. Naja, eigentlich doch. Er ist Übertreibung und Realität zugleich! Ist halt intellektuelles Hamburger Gewäsch vom Feinsten!


  15. Cover des Buches Verteidigung der Missionarsstellung (ISBN: 9783423215107)
    Wolf Haas

    Verteidigung der Missionarsstellung

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Vorweg: Ich habe dieses Buch, das schon einige Zeit in meinem Regal steht, zufällig jetzt in der Corona- Zeit in die Hand genommen, aber es verschaffte mir beim Lesen zusätzliche Freude, es ausgerechnet jetzt zu lesen. Es geht um Benjamin Lee Baumgartner, der sich immer zu dem Zeitpunkt und an dem Ort verliebt, wo gerade eine Seuche ausbricht. BSE, Vogel- und Schweinegrippe und am Ende EHEC.

    Noch nie war ich bei einem Buch des Autors so hin- und hergerissen, denn eigentlich bin ich ein großer Haas-Fan, weshalb ich auch alle Bücher, bis auf den „Jungen Mann“ von ihm bereits gelesen habe.

    Und auch diesmal liest es sich gut an, wie Benjamin Lee Baumgartner um den Imbisswagen herumschleicht, weil er sich in die Verkäuferin verliebt hat. Wie von Haas gewohnt, herrliche Formulierungen, skurrile Ideen und schon bald schöne, gut ausgedachte Verwicklungen. Schließlich lernen sich der Ich-Autor und Benjamin kennen und die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt.

    Zwischendrin aber verlor ich fast die Lust, denn die Mittel, die der Autor da einsetzt, habe ich einfach nicht verstanden und fand sie auch nicht lustig. Leere Seiten, Seiten in chinesischer Sprache, Zeilen im Kreis, Zeilen schräg über die Seite (Querlesen), Regieanweisungen etc. Das zieht sich viel zu lang und ward mir daher fad.

    Am Ende wird’s wieder besser, als noch ein paar witzige Verwicklungen hinzukommen, aber insgesamt meiner Meinung der bisher schwächste Haas. Mir zwei Sterne wert.

  16. Cover des Buches Höhenrausch (ISBN: 9783499249716)
    Ildikó von Kürthy

    Höhenrausch

     (382)
    Aktuelle Rezension von: UlrikesBuecherschrank

    Linda Schumann (35),gerade verlassen worden und Single,verliebt sich in einen verheirateten Mann. Das bedeutet für sie:Neue Unterwäsche kaufen und den Bauch einziehen.Aber meistens kommt es doch anders als man (Frau) denkt.

    Der Schreibstil ist leicht und zügig zu lesen.Die Protagonisten sind sympathisch dargestellt.Die Spannung steigert sich langsam aber der Humor tritt dann doch in den Vordergrund. 

    Fazit:Beim ersten durchblättern des Buches fielen mir sofort die unterschiedlichen Schriftarten auf.Dazu kommen noch Bilder die in schwarz-weiß gehalten sind zudem zieht sich die Farbe rot über das ganze Buch hinweg durch.Linda erzählt und plaudert sehr sympathisch aus ihrer Sichtweise zum Thema Liebe.Die Autorin beschreibt die verschiedenen Gefühle von Linda und somit das auf und ab eines Singellebens.Da ist von Liebeskummer die Rede oder von chaotischen Dates. So ist auch die Geschichte leicht chaotisch angehaucht und mit vielen humorvollen Szenen.Dabei gefiel mir Linda's schwuler Freund,Erdal Küppers sehr gut.Die Story war für mich zwischendurch süß und die Autorin hat so manches zum Thema Liebe auf den Punkt gebracht.Meiner Meinung nach hatte sich die Story im letzten Drittel etwas in die Länge gezogen.Auch das Ende war für mich vorhersehbar.Für zwischendurch und zum abschalten ist dieses Buch genau richtig.Ich vergebe gute drei Sterne.

  17. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783423086417)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

     (12.769)
    Aktuelle Rezension von: Elisa_Unique

    Inhalt 

    Hazel ist 16 Jahre alt und leidet an Schilddrüsenkrebs mit Metastasen in ihrer Lunge. Sie ist wortwörtlich dabei zu ertrinken. Depressionen sind Nebenwirkungen ihrer Krankheit, weswegen sie in eine Selbsthilfegruppe gehen muss. Dort trifft sie Augustus, der ebenfalls Krebs hatte, ein Osteosarkom. Nach eine Beinamputation ist er frei von Symptomen. Hazel verliebt sich unwiderruflich in Augustus und beide lernen sich zu lieben. Gemeinsam mit Hazels Mutter fliegen sie nach Amsterdam, um den Autor ihres Lieblingsautors zu treffen. Bevor sie stirbt möchte sie wissen, was mit den Charakteren passiert nachdem die Protagonisten stirbt und das Buch mitten im Satz einfach endet. Das treffen lief anders als erwartet und Gus eröffnet ihr, dass er bei einem Scan geleuchtet hat wie ein Weihnachtsbaum. Sein Krebs ist wieder zurück und soll das Schicksal der beiden auf eine harte Probe stellen. 

    Cover 

    Das Cover ist schlicht gehalten. Es ist nicht besonders aufregend und nicht besonders bunt, aber manchmal ist auffallend unauffällig eben passender, als ein zu aufwendig und zu kitschig. Ich finde es wirklich sehr passend, da es den Fokus an die richtige Stelle legt - den Titel des Buches. 

    Rezension

    Es ist eines der wenigen Bücher, dem ich 5 von 5 Sterne geben kann. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, obwohl ich es sehr wollte. Meine Taschentücherbox war nach dem Ende des Buches aufgebraucht. Der Autor hat ein leichten und authentischen Schreibstil, sodass sich die Seiten sehr schnell lesen. Gleichzeitig schafft es der Autor das Buch als kein typisches Krebsbuch stehen zu lassen. Es wird oft über die Krankheit gescherzt und selbstironische Witze gemacht. Es nimmt nicht die Schrecklichkeit dieser Krankheit und nimmt sie nicht auf die leichte Schulter, aber die Protagonisten wollen trotz der tödlichen Diagnosen Leben und das Lachen nicht verlieren. John Green schafft es den Leser/ die Leserin auf eine Reise mitzunehmen, die in allem emotionalen Ebenen halt macht und es kann kein Taschentuch trocken bleiben, auch wenn man es sich wünscht. Es wird die Jugendliebe, aber auch gleichzeitig die wahre Liebe in allen Facetten gezeigt. Die Verletzlichkeit, der Selbstschutz, aber auch die intimen Momente, die es nicht zu einer Kindheitsliebe werden lassen, sondern zu einer echten Liebe. 

    Fazit: Ich wünschte ich hätte das Buch eher gelesen, vor allem eher als ich den Film gesehen habe (der Film war aber trotzdem großartig). Und ich würde mir wünschen, es nochmal zum ersten Mal lesen zu können. 

    Empfehlung 

    Es ist ein Klassiker. Es ist ein emotionales Buch, welches eine Krankheit zeigt, die man keinem Menschen dieser Welt wünscht. Ich bin glücklich dieses Buch gelesen zu haben und kann es nur jedem Empfehlen. 

    Lieblingzitat

    "Man kann sich nicht aussuchen, ob man verletzt wird auf dieser Welt, alter Mann, aber man kann ein bisschen mitbestimmen, von wem. Ich bin glücklich mit meiner Wahl."

  18. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 4 (ISBN: 9783462041644)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 4

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Deutsche Sprache, schwere Sprache!

     

    Zum Inhalt:

    Neues aus dem Tiergarten der deutschen Sprache
    Uhu - Tier und Kleber in einem! Aber wie sieht das Ganze im Plural aus? Uhus oder vielleicht doch eher Uhue? Und was ist dann mit dem Kuckuck, sprechen wir da von Kuckucks oder Kuckucken? Sprachpflege oder Tierpflege - auch für Bastian Sick häufig genug eine Herausforderung.´
     Abermals taucht Bastian Sick in die tiefen Wasser - oder Wässer? - der abenteuerlichen deutschen Sprache ein und begibt sich auf die Jagd nach Zwiebelfischen. Er nimmt den Leser mit auf eine unterhaltsame Reise in die Welt der Stilblüten und Paradoxe, der grandiosen etymologischen Verballhornungen und regionalen Besonderheiten. Warum heißt der Maulwurf eigentlich Maulwurf? Wachsen Schattenmorellen im Schatten? Ist der Hirsch das männliche Pendant zum Reh und was hat das alles mit Bambi zu tun? Spätestens wenn man von ›eingefleischten Vegetariern‹ spricht, dann sind Flora und Fauna ein undurchdringlicher Dschungel. Auf humorvolle Weise beweist Bastian Sick zum nunmehr vierten Male, dass man eben nie auslernt!

     

    Cover:

    Das Cover ist nicht sonderlich spektakulär. Es zeigt lediglich ein Klemmbrett, auf dem der Titel prangert. Eyecatcher sehen anders aus, wer aber die Reihe rund um die Rechtschreibferkeleien und deren Aufklärung durch Sick mag, der wird hier auch beherzt zugreifen.

     

    Eigener Eindruck:

    Der deutsche Rechtschreibdschungel ist groß und tückisch. Immer wieder ertappt man sich selbst dabei, wie man Fehler macht. Sei es bei Satzzeichen, Redewendungen, Zeitformen. Irgendwelche Fehler haben sich bei dem Einen oder Anderen durchaus eingeschlichen und die wird man auch nicht mehr so schnell los. Abhilfe schafft das nun schon vierte Buch der Reihe „Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod“ aus der Feder von Bastian Sick. Wer die Bücher bereits kennt, der weiß, dass die Art und Weise des Autors für seine Kolumne in der Zeitung durchaus passend ist, jedoch auf die Masse eines ganzen Buches doch erdrückend wirkt und dem Leser die Nachricht übermittelt, dass man einfach doof ist, nur eben der Autor selbst nicht, der sich mit seiner lustigmachenden Art irgendwie rein menschlich ins Aus katapultiert. Vielleicht ist das nicht so gemeint, kommt aber voll und ganz so rüber und zieht sich leider wie ein roter Faden durch seine vier Bücher. Trotzdem ist das was Bastian Sick aber präsentiert gut recherchiert und durchaus einleuchtend und die eine oder andere Graupe, die man vielleicht selbst innehat, kann hier behoben werden, wenn man sich tapfer durch das Büchlein arbeitet. Ich empfehle das Buch häppchenweise zu genießen, denn man bekommt hier so viel Input, dass man kaum alles auf einmal begreifen kann. Das Buch ist vom Thema her aber auch recht trocken, sodass es durchaus nicht für Jedermann ist.

     

    Fazit:

    Das Buch erklärt anschaulich die Tücken der deutschen Rechtschreibung, jedoch sollte man damit klarkommen, dass die Art des Autors arg von oben herab ist. Nobody is perfect… nur Herr Sick, der ist es scheinbar.

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783462041644

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Flexibler Einband

    Umfang: 224 Seiten

    Verlag: Kiepenheuer & Witsch

    Erscheinungsdatum: 24.09.2009

     

  19. Cover des Buches Ein Vampir ist nicht genug (ISBN: 9783453533110)
    Jennifer Rardin

    Ein Vampir ist nicht genug

     (71)
    Aktuelle Rezension von: David_Lindsam

    Vampirromane gab es in der Hochphase diese Genres (zw. 2005 und 2015) in jeder Variante. Die Reihe um die Heldin Jaz Parks kommt auf den ersten Blick als actiongeladener Agententhriller daher, allerdings mit witzig kaschierten psychologischen Einblicken in die tief traumatisierte Seele der Hauptakteurin. Um den Genre-Mix komplett zu machen, ist Jaz die Hilfskillerin eines mächtigen Vampirs, der für den CIA als Liquidator für seine auf Abwege geratenen Artgenossen arbeitet. Klingt wie eine irre Mischung und das ist es auch: Total abgefahren! Und deshalb für mich apart zu lesen.

    Gleich vorweg: Von Jennifer Rardins Jaz-Parks-Reihe (2007-2012) sind lediglich die erste drei Bände auf Deutsch erschienen und derzeit nur noch antiquarisch erhältlich (aber das sehr leicht!). Wer englisch liest kann das Vergnügen bis Teil 8 steigern. Leider ist die Autorin 2011 im Alter von 45 Jahren und damit noch vor der Veröffentlichung des abschließenden Bandes verstorben – unerwartet. Ihre einzige Heldin Jaz war sich dessen immer bewusst, „dass im Leben nichts nach Plan läuft. Gar nichts. Niemals“ (76). Es wäre  interessant gewesen, wie Jennifer Rardin ihr Werk fortgesetzt hätte, denn in einem Interview kurz vor ihrem Tod verriet sie, dass sie bereits eine neue Reihe begonnen hat. 

    „James Bond meets Dracula“ …

    … schreibt die Genre-Kollegin Patrica Briggs (auf der Cover-Rückseite). Tatsächlich ist der altgediente CIA-Killer Vayl 1713 in Rumänien geboren und natürlich ein Vampir, nicht im Dienste seiner Majestät, sondern des amerikanischen Geheimdienstes, aber mit der Lizenz, Vampire zu töten. Obwohl er der beste Auftragskiller der Abteilung ist und neben den Bond-Qualitäten auch magische Fähigkeiten besitzt, verlangt er nach einer Partnerin und Jasmine Elaine Parks, genannt Jaz, fällt diese Aufgabe zu. Nach einem desaströsen Auftrag, von dem wir erst später erfahren, ist die Agentin dermaßen draufgängerisch unterwegs, dass der Chef ihr Todessehnsucht unterstellt. Der reflektierte Vayl verlangt Jaz erst einmal viel Geduld ab und holt sie in der Routine zurück. Doch natürlich bleibt es in dieser Konstellation nicht lange beschaulich. Ein typischer Auftrag – auskundschaften, befragen und liquidieren – entpuppt sich als großes Ding.

    Der plastische Chirurg Assan sammelt für wohltätige Zwecke, das Geld fließt jedoch in dunklen Kanälen zu der Extremistengruppe „Söhne des Paradieses“, die einem mystischen Kult (Tor-el-Degan) anhängen und menschenverachtende Anschläge verüben. Die Liquidation des scheinheiligen Arztes soll geräuschlos über die Bühne gehen. Doch bereits in der Phase des Auskundschaftens belauschen die beiden Agenten auf einer Charity-Veranstaltung ein Gespräch über Experimente mit einem Super-Virus, was eine Plan-Änderung verlangt. Die Zeit drängt. Und vermutlich steckt hinter alllem der Raptor, „das oberster Angriffsziel“ (31) der Abteilung.

    In der weiteren Handlung vermischen sich die beiden Ebenen bunt: Agententhriller und Supernatural, aber der Verständlichkeit wegen will ich ich sie kurz als zwei Stränge nacherzählen.
    Agententhriller: Jaz, eine kick ass herorine (wie es im englischsprachigen Raum genannt wird), ist äußerst wehrhaft und waffentechnisch bestens ausgestattet, was ihr permanent hilft, denn auf Vayl und Jaz werden mehrere Mordanschläge verübt, obwohl niemand außer der Abteilung ihren Aufenthaltsort und Auftrag kennt. Es muss einen Maulwurf in den eigenen Reihen geben. Ist es die resolute Chefsekretärin oder einer von drei Senatoren im Aufsichstrat? Der Ex-Marine und miserable Vater von Jaz lässt seine Connections spielen und deckt makabre Verbindungen zwischen Politik und Terroristen auf. Doch auch die tote Ex-Frau von Vayl hat sich zu den Terroristen gesellt und mischt ordentlich mit. Den Anschlag mit einem Killervirus, der die Menschheit reduzieren soll und die Weltherrschaft herbeiführen, können die beiden Agenten nur in letzter Sekunde verhindern.
    Supernatural: Jaz riecht seit ihrem traumatischen Erlebnis Vampire und entwickelt einen übersinnlichen Spürsinn, der ihr gegenüber Untoten einen großen Vorteil verschafft. Vayl hat sie nicht zufällig als Partnerin ausgewählt und bittet sie, seine Seelenbeschützerin, seine Avhar, zu werden. Ihre Verbindung vertieft sich weiter, denn Valy muss aufgrund von verdorbenen Vorräten das Blut von Jaz trinken muss. Als sie bei einer hilfreichen Wahrsagerin plötzlich in Trance verfällt, durchlebt sie ihr verdrängtes Trauma und erfährt, dass sie wie ihr ganzes Team tot war und nur durch eine Lichtgestalt wiedererweckt wurde. „Was willst du, Jasmine?“ fragt die Lichtgestalt – „Kämpfen“ (292). Das ist ihr Wille und der himmlische Auftrag. Sich dessen plötzlich bewusst, steigern sich die übersinnlichen Gaben der Agentin. Der Übermacht ihrer Gegner, die sich aus Magiern, Vampiren und einem seelenfressenden Monster-Dämon (Reaver) zusammensetzt, begegnet sie im Showdown nicht nur als Kick-ass-heroine, sondern mehr noch als Körperlose, die an verschiedenen Orten wie ein Geist agiert und ihre Feinde bluten lässt …

    Großartig, das fehlt mir gerade noch. Nicht nur, dass ich einen Megaterroristendavon abhalten muss, ein verdammtes Virus zu verbreiten. Jetzt muss ich auch noch ein psychotisches Wesen aus dem Jenseits mit Heißhungerattacken jagen. (158) 

    Psychologie der Heldin

    Die 25-jährige Jaz ist definitiv durchgeknallt. Vorwitzig, derb und trotzdem sensibel. Knallhart und ohne Skrupel befördert sie ihre Zielpersonen in Jenseits (kick-ass-heroine), hadert aber ständig mit ihrem Selbstbewusstsein und kümmert sich rührend um ihre schwangere Schwester und ihren Vater, obwohl sie von diesem als Kind verlassen wurde und ihn für einen egoistischen Narzisten hält. Kommt sie in ein neues Hotelzimmer, stellt sie Couch und Stühle unbewusst immer in eine bestimmte Konstellation. Sie trägt ein Kartenspiel bei sich, die sie zur Zerstreuung mischt. Nachts plagen sie finstere Albträume …  Alles Auswirkungen ihres traumatistierten Schuldkomplexes.
    Mat, ihr Liebhaber, die Frau ihres Bruders und das ganze Teams sind bei einem Einsatz unter ihrem Kommando draufgegangen, was andeutungsweise durch ihre ganze Erzählung schimmert, bis sie die komplette Szene noch einmal durchlebt und auf diese Weise verarbeitet. Wie die Vampire – nur anders – ist Jaz selbst eine Untote und nutzt diese Chance zum übernatürlichen Kampf. Sie wird nicht ruhen, bevor nicht der letzte Vampir vernichtet ist, der ihr Team ausgelöscht hat.

     Thriller, Fantasy oder was?

    Jaz Parks ist schräg und lässt sich deshalb schlecht einordnen.
    Die inneren Monologe der Ich-Erzählerin sind skurril, cool, aber mitunter auch zu gewollt, davon abgesehen, dass ich einige Anspielungen recherchieren musste, um sie zu verstehen. Dennoch ist die Psychologie der Heldin glaubwürdig gezeichnet und geht in Richtung Psychothriller.
    Die Weltrettung ist etwas zu dick auftragen, aber natürlich gehört dies zu jedem älteren Bond (die neueren begnügen sich mit regionalen Konflikten) und bedient ebenso einen Standard des Agentengenres wie auch die Waffengadets und ausführlich geschilderte Kampfszenen.
    Vampire, Werwölfe, Magier und seelenfressende Dämonen passen in die Fantasy-Schublade. Eher selten sind dort aber intensiv erzählte Nah-Tod oder Todeserfahrungen und außerköperliche Reisen zu finden.
    Esoterik-James-Bond vielleicht …?

     

    Fazit

    Die Jaz-Parks-Reihe ist eine sehr nette Abwechslung im Einerlei der Vampir-Romane, aber manchmal auch too much und zu quer.
    Es gibt Ähnlichkeiten im Stil zu Jeanine Frosts Cat-and-Bones-Reihe (ab 2006) wie die selbstreflektierenden inneren Monologe, die genauso witzig und sympathisch wirken. Aber es gibt deutlich weniger Erotik, was bei Cat-and-Bones durchaus für ein bisschen mehr Würze gesorgt hat.
    Wieder verliert der Roman an Tiefe, weil die Bösen nur als leicht durchschaubare Pappkameraden gezeichnet sind und ein korrupter Senator sein Land aus Machtgelüsten in den Untergang stürzten will. Das ist leider weit von einem interessanten politischen Hintergrund entfernt.
    Sehr unterhaltsam, besonders, aber nicht gerade nachhaltig.

  20. Cover des Buches Hummeldumm (ISBN: 9783596512379)
    Tommy Jaud

    Hummeldumm

     (1.470)
    Aktuelle Rezension von: SusiBartmann

    Die Charaktere, die Situationen, der Humor...absolut genial. Hab ich schon öfter gelesen. :) 

  21. Cover des Buches Die Nachhut (ISBN: 9783746625584)
    Hans Waal

    Die Nachhut

     (103)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Vier, als junge Männer zu der Waffen SS eingezogene, Soldaten haben das Ende des zweiten Weltkrieges in einer großen unterirdischen Bunkeranlage nicht mit bekommen. Sie sind weiterhin der Meinung, es herrsche immer noch Krieg. Verstärkt wird ihre Annahme dadurch, dass über der Bunkeranlage ein Bombenabwurfplatz der UDSSR entstanden ist.
    Erst als der letzte Dosenöffner abbricht, entschließen sie sich die Anlage zu verlassen.
    Da sich in den letzten 70 Jahren natürlich sehr viel geändert hat, müssen die vier alten Herren mit den jetzigen Gegebenheiten zurecht kommen. Immer noch behaftet mit dem Gedankengut des dritten Reiches.
    Der Autor hat das Buch aus drei verschiedenen Sichtweisen geschrieben. Immer als Tagebuch. Aus Sicht des einen Soldaten, der Ermittlerin und eines Journalisten.
    Das Buch ist lustig, witzig aber auch traurig zu lesen.
    Witzig wegen der Situationen in die die vier alten Herren geraten (z.B. ein Zusammentreffen mit Neo-Nazis) traurig aber auch, da man wieder einmal sehen kann, was eine obskure Weltanschauung anrichtet.
    Allerdings sollte man wissen, dass man es mit "Er ist wieder da", das ja ein ähnliches Thema behandelt, nicht vergleichen kann. Das sind zwei verschiedene Dinge.


    Das Buch ist wirklich gut zu lesen und auch der Schluß fand meine Zustimmung.

  22. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 1 (ISBN: 9783462301106)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 1

     (1.862)
    Aktuelle Rezension von: julia-elysia

    Ich habe dieses Buch beim Herumstöbern im Bücherregal meiner Oma gefunden, und als Germanistikstudentin hat es mich sofort angesprochen. Bei vielen Beiträgen konnte ich zustimmend mit dem Kopf nicken, einige Sachen haben auch mich überrascht.

    Ich kann jedem dieses Buch ans Herz legen - nicht nur denen, die sich für die deutsche Sprache interessieren, sondern auch jenen, die vielleicht ein paar Probleme mit dieser haben und manche Formen, Wörter und Konstruktionen nicht auseinanderhalten können.

    Der Humor war zwar, vor allem zum Ende nicht, nicht wirklich meiner, dennoch hat mich das Buch unterhalten. Insbesondere "Das kleine Abc des Zwiebelfisches" auf den letzten Seiten hat mich begeistert, weil dort noch einmal gängige Fehler erklärt und berichtigt wurden. Auch die vielen Tabellen im Buch, die einen kurzen, zusammenfassenden Überblick zur jeweiligen Thematik gegeben haben, sind lehrreich und interessant gewesen.

    Viele hier kritisieren, dass der Autor sich so hinstellen würde, als wären alle anderen "doof" und "falsch", nur er nicht. Dies würde ich nicht so unterschreiben, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass er sich einfach nur sehr intensiv mit der Thematik beschäftigt und Informationen zu den jeweiligen Bereichen gesammelt hat und diese kurz und verständlich aufführen wollte. Somit soll das Buch keine besserwisserische Seite des Autors aufzeigen, sondern lediglich ein Handbuch zu den meisten Fehlern in der deutschen Sprache darstellen, welches Hilfestellungen und Lösungansätze bietet.

    Zum Ende hin haben sich der Humor und die Pointen etwas verlaufen, was teilweise dazu geführt hat, dass vor allem die letzten Abschnitte etwas ermüdend waren. Aus diesem Grund gebe ich dem Buch 4 Sterne.

  23. Cover des Buches Auferstehung der Toten (ISBN: 9783499228315)
    Wolf Haas

    Auferstehung der Toten

     (187)
    Aktuelle Rezension von: Gulan

    Den Brenner, den hast du doch bestimmt schon vermisst? Weil ein Spezial mit Krimis aus Österreich ohne den Brenner, das wäre schon merkwürdig. Um den kommst du nicht herum. Der Brenner ist ja quasi eine Instanz in Österreich. Obwohl man ja schon länger nichts mehr von dem gehört hat. Deshalb an dieser Stelle vielleicht mal ein Rückblick. Wie das damals angefangen hat mit dem Brenner. In Zell.

    Von Amerika aus betrachtet, ist Zell ein winziger Punkt. Aber vom Pinzgau aus gesehen: vierzig Hotels, neun Schulen, dreißig Dreitausender, achtundfünfzig Lifte, ein See, ein Detektiv. (Auszug Seite 12)

    In Zell am See wird kurz vor Weihnachten ein älteres, amerikanisches Ehepaar erfroren im Sessellift aufgefunden. Simon Brenner ist der Polizeibeamte, der die Ermittlungen leitet, aber ohne Erfolg. Die Person mit dem größten Motiv, der Schwiegersohn des Ehepaars, hat ein Alibi. Nachdem er sich mit seinem neuen Chef überworfen hat, kündigt Brenner und heuert bei einer Detektei an. Diese wird von der Versicherung der Toten beauftragt, die Hintergründe weiter zu ermitteln und so kommt es, dass Brenner nach Zell fährt und dort seine Ermittlungen wieder aufnimmt.

    Wolf Haas ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten österreichischen Schriftsteller. Zwar veröffentlicht er inzwischen auch Romane abseits des Krimigenres (zuletzt Junger Mann in 2018), aber am bekanntesten ist er noch immer für seine Krimis mit dem Brenner. Die Reihe begann 1996 mit Auferstehung der Toten, als letztes bislang erschien 2014 Brennerova. Innerhalb der Reihe sind die Bände jedoch ziemlich eigenständig, was Handlung und Figuren betrifft. Protagonist ist Simon Brenner, der im ersten Roman gerade bei der Polizei aufgehört hat und sein Heil als Detektiv versucht (zwischendurch probiert er in der Reihe aber noch andere Jobs aus). Brenner ist (in Auferstehung der Toten) Mitte 40, Junggeselle, lernt aber durchaus leicht Frauen kennen. Er ist ein eher ruhiger, langsamer Typ, äußerlich auch eher durchschnittlich, beruflich nicht übermäßig ehrgeizig und nicht entschlussfreudig. Eher hartnäckig als scharfsinnig. Aber gerade dadurch vielleicht beim Leser beliebt. Die Popularität des Brenner hat auch vor der Kinoleinwand nicht Halt gemacht. Vier Romane wurden mit Joseph Hader in der Hauptrolle verfilmt und zählen zu den erfolgreichsten österreichischen Kinofilmen.


    „Hier darf alles ein bisserl langsamer gehen.“
    Da sind natürlich bei uns alle Leute gleich. Wir mögen es nicht, wenn ein Deutscher unseren Dialekt nachmacht. Dem Brenner ist es da nicht anders gegangen. Und dann noch das „langsam“, praktisch, also es stimmt natürlich, aber wir hören es nicht gern. (Seite 54)


    Das eigentlich Originelle an dieser Reihe ist aber das allwissende Erzähler-Ich. Es trägt zwar in Hochdeutsch, aber ziemlich flapsig in einer österreichischen Sprachcharakteristik vor. Es werden Nebensätze als ganze Sätze verwendet, Satzbestandteile umgestellt, Hilfsverben unterschlagen und ähnliches. Ein wenig so wie ich es etwas plump im ersten Absatz versucht habe. Außerdem verlässt der Erzähler immer wieder für Nebensächlichkeiten den eigentlichen Handlungsstrang und lenkt ab. Müsste ich mir das Erzähler-Ich als reale Person vorstellen, käme mir ein älterer Mann im Wirtshaus in den Sinn, der einem auf die Schulter klopft und fragt, ob man die Geschichte vom Brenner kennt und diese dann ausschmückend erzählt. Mir gefällt das, könnte mir aber vorstellen, dass das nicht bei jedem Leser verfängt.


    „…Das Vergessen ist eine Gnade, müssen sie wissen. Und diese Gnade hat der liebe Gott den Zellern im Übermaß erwiesen.“ (Seite 141)


    Der Roman ist ziemlich kurz, nur knapp 150 Seiten, so dass der eigentliche Krimiplot nicht zu sehr in den Hintergrund rückt (dies ist bei den späteren Brenner-Krimis schon anders). Im provinziellen Zell am See geht es um eine Rachegeschichte, um alte, verdrängte (Familien-)Geheimnisse, was Brenner aber erst nach und nach klar wird. Dazu beerdigt Haas ganz nebenbei auch den Mythos von den Kapruner Stauseen als Symbol der jungen Republik Österreich nach dem 2.Weltkrieg, in dem er die Zwangsarbeiterthematik anspricht. Garniert wird das Ganze mit merkwürdigen Figuren und erzählt in lakonisch-spöttischer Manier mit einigem Schmäh. Haas war damit Vorbild für eine Reihe weitere Autoren aus seiner Heimat, doch im Original verfängt dieser amüsant-satirisch-kritische Stil immer noch am besten.

  24. Cover des Buches Ein Quantum Blut (ISBN: 9783453525856)
    Jennifer Rardin

    Ein Quantum Blut

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Asbeah

    “Du erinnerst mich an meinen Wellensittich Murray. Wegen deiner bunten Augen. Und deine Fangzähne sind wie Schnäbel geformt. Murray hat immer auf Zeitungen geschissen. Und du liest Zeitung, während du …”

    Wenn Jaz verstört ist, provoziert gern, und am liebsten ihren distinguierten 300jährigen Chef. Und sie kann es sich leisten, denn er liebt sie, irgendwie. Und sie ihn auch. Vielleicht.

    Auch der dritte Teil dieser Reihe war wieder toll. Die beiden CIA-Auftragskiller Jaz und Vayl sind in den Nahen Osten geflogen und haben sich dort mit Jaz’ Bruder David und seiner Sondereinheit vereinigt, da sie dort einen der Drahtzieher des “Raptors” vermuten. Der Raptor - der Vampir, der die Weltherrschaft erlangen will, muss gestoppt werden, zu mächtig ist er bereits geworden. Es wimmelt in diesem Teil wieder von Untoten, Toten und Höllenwesen. Die Story ist actiongeladen und spannend, Jaz Ausflüge in schräge Gedanken und Sprüche sind herrlich.

    Jaz’ Charakter ist wunderbar ausgearbeitet. Sie ist zwar eine echte Kickass-Heldin, doch das alles geht ihr ziemlich an die Nieren und sie wird emotional und körperlich bis ins Letzte ausgelaugt. Zudem rumoren noch immer die Traumata ihrer Vergangenheit. Dieser Charakter ist wirklich sehr glaubwürdig gestaltet. Der Vampir Vayl ist ein wenig undurchschaubar und zerrissen, getrieben von einer irrigen Sehnsucht. Das macht die Figur fast ebenso reizvoll wie Jaz. Auch wenn man ihm gerne mal eine reinhauen möchte - ebenso wie Jaz es sich wünscht.

    Bedauerlicherweise war dies nun der letzte Teil in der deutschen Übersetzung. Ich habe mich sofort an Teil 4 im amerikanischen Original gemacht, musste allerdings feststellen, dass das Englisch sehr anspruchsvoll und durch sehr viel, mir unbekannten, Slang durchsetzt ist. Dadurch geht es nur langsam und mühselig voran.

    Mein Fazit: Eine außergewöhnliche, intelligente und fantasiereiche Reihe! Es lohnt sich auch, sich nur mit den deutschen Teilen 1 - 3 zu begnügen, da die Bände in sich abgeschlossen sind. Wer allerdings die gesamte Reihe bis Band 8 lesen möchte, muss über ausgezeichnete Englischkenntnisse verfügen. Volle 5 Sterne!

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