Bücher mit dem Tag "sprache"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sprache" gekennzeichnet haben.

1.123 Bücher

  1. Cover des Buches Cassia & Ky - Die Auswahl (ISBN: 9783596188352)
    Ally Condie

    Cassia & Ky - Die Auswahl

     (4.485)
    Aktuelle Rezension von: Janinezachariae

    Der erste Teil von Cassia und Ky und ich fand die Geschichte sehr spannend.
    Die Partner*innen bzw zukünftige Ehepartner*innen werden per Live Übertragung mitgeteilt - ziemlich gruselig diese Vorstellung, oder? Das ganze Land Oria erfährt also, mit wem man zusammenkommt ...
    Cassia ist sehr zufrieden mit ihrer Auswahl, immerhin ist Xander ihr bester Freund.
    Via Mircochip erfahren die Teenager dann mehr über die Person. Doch gerade bei Cassia taucht plötzlich ein anderes Gesicht auf, als sie sich alles ansehen möchte. Ein Fehler? Auf einmal geschehen so viele weitere Dinge ... Auch über ihre Eltern erfährt man das eine oder andere und welche Geheimnisse sie verbergen. Und Ky? Ein Mysterium ;)

    Das Buch hatte ich in einem Bücherschrank gefunden, worüber ich mich sehr gefreut hatte. Gelesen habe ich es recht schnell und möchte definitiv die beiden anderen Teile auch alsbald lesen.

    Ein echt tolles Jugendbuch - aber auch für ältere Wesen der Erde gut zu lesen.
    4.5/5 Sterne

  2. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.585)
    Aktuelle Rezension von: Felis2305

                


    ** spoiler alert **
    Ein sehr gut erdachter Plot, im Grunde ein sehr einfacher sogar.
    Allerdings in seiner Einfachheit nicht einfach zu lesen weil er sehr starke Bilder hervorruft und man so die Geschichte nicht wirklich liest sondern erlebt.
    Die Geschichte der Lisel Memminger, der Bücherdiebin.
    Und am Ende habe ich geheult…

    Was ich aber auch sagen muss: Ich persönlich würde das Buch keine*n Jugendliche*n lesen lassen ohne selbigen die Einordnung in den historischen Kontext der Geschichte zu geben, und auch das nur wenn die*der Jugendliche psychisch stabil genug ist
  3. Cover des Buches Bird and Sword (ISBN: 9783736305489)
    Amy Harmon

    Bird and Sword

     (395)
    Aktuelle Rezension von: Ilona67

    Klappentext

    Ein Mädchen ohne Stimme.
    Ein König in Ketten.
    Ein Fluch, der sie vereint.

    Mit fünf Jahren musste Lark mit ansehen, wie ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wurde. Mit dem letzten Atemzug nahm sie ihrer Tochter die Stimme und die Macht der Worte. Denn Magie ist eine Todsünde in Jeru. Dreizehn Jahre später erscheint der junge König Tiras am Hof von Larks Vater, um diesen an seine Treuepflicht im Krieg zu erinnern. Er nimmt die stumme junge Frau als Geisel mit sich. Zunächst fürchtet Lark den König, doch sie merkt schnell, dass Tiras ebenso wenig frei ist wie sie und dass die Liebe womöglich die einzige Waffe ist, die ihrer beider Ketten sprengen kann ... 


    Mir hat die Geschichte sehr gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Sicherlich sind hier ein paar Klischees bedient worden die nicht jedem gefallen aber die Story hat neben Herz Schmerz auch Spannung und ich blieb am Ende als zufriedener Leser zurück.

  4. Cover des Buches Die Furcht des Weisen 1 (ISBN: 9783608938166)
    Patrick Rothfuss

    Die Furcht des Weisen 1

     (898)
    Aktuelle Rezension von: SonjaMarschke

    Langsam wird es immer spannender. Der Leser (und Kvothe) erfahren immer mehr über die Chandrian. Und ja, ich will jetzt auch wissen, wer oder was sie sind! Es bleibt spannend 

  5. Cover des Buches Alle sieben Wellen (ISBN: 9783442472444)
    Daniel Glattauer

    Alle sieben Wellen

     (2.201)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Also mir hat dieses Buch wahnsinnig gut gefallen! Man glaubt gar nicht, das e-mails soooooo viele Gefühle und sooo viel Liebe wecken können. Dem Autor ist hier ein Buch gelungen, das wirklich fasst alle Leser begeistern kann, da es so romantisch und toll geschrieben ist.

    Nur ein kleiner Stern abzug, da mir der erste Teil "Gut gegen Nordwind" noch einen Tick besser gefallen hat...

  6. Cover des Buches Der Name des Windes (ISBN: 9783608938784)
    Patrick Rothfuss

    Der Name des Windes

     (1.913)
    Aktuelle Rezension von: Alyria

    Da bereits viele Rezensionen über das Buch existieren, hier nur kurz zusammengefasst meine Pro's und Con's:

    Pro's:

    - großartiger Schreibstil, der die Welt mit vielen bildreichen Metaphern zum Leben erweckt                                                                         

    - facettenreicher, hochinteressanter Protagonist mit Stärken und Schwächen  (wobei Stärken deutlich überwiegen); abwechslungsreiche und überzeugende Nebencharaktere, von denen einige fesseln können

    - authentische Dialoge teilweise mit intelligentem Humor und interessanten Gesprächsthemen

    - komplexes Magiesystem, das zusammen mit dem Protagonisten zu entschlüsseln, Spaß macht

    Con's:

    - für mich ist der Spannungsbogen etwas zu sehr gedehnt. Zwar passiert immer etwas, aber als spannend würde ich diese alltäglichen Konflikte eher weniger bezeichnen.

    - das Hauptziel (die Chandrian) wird sehr vernachlässigt. Nach über 900 Seiten weiß ich und der Protagonist kaum mehr als am Anfang über sie. Die Geschichte verliert sich immer wieder in Nebensträngen, die mitunter zur Charakterentwicklung beitragen, sonst aber wenig den Plot vorantreiben.

    Fazit: Schreibstil, Setting, Weltenaufbau und Charaktere sind top, Handlung eher ein flop, daher 4/5 Sternen.

  7. Cover des Buches Über uns der Himmel (ISBN: 9783442383337)
    Kristin Harmel

    Über uns der Himmel

     (287)
    Aktuelle Rezension von: lauri2001

    Kate hat am 11.09.2001 ihren Ehemann bei den Anschlägen auf das Wolf Trade Center verloren. Dreizehn Jahre später ist sie, trotz ihres Freundes Dan und die Unterstützung ihrer Familie, immer noch nicht darüber hinweg. Auf einmal kommen noch sehr realistische Träume von dem Leben, dass sie geführt hätte, wäre ihr Ehemann nicht gestorben. Sie hinterfragt ihr Leben und beginnt sich für neue Dinge zu interessieren, was ihr das Gefühl gibt, dass ihr Leben noch nicht vorbei ist. Kann sie ihr Herz wieder öffnen, 13 Jahre nach dem Patrick gestorben ist?

    Mich hat das Buch sehr mitgenommen. Es zeigt, dass es natürlich nicht einfach ist, über einen schweren Verlust hinwegzukommen, sondern man hart dafür arbeiten muss. Die Figuren sind alle sehr sympathisch und ich finde die Idee mit den Träumen super. Sie ist auch toll umgesetzt worden. Ein schönes Buch, was sich absolut lohnt!

  8. Cover des Buches Die Furcht des Weisen 2 (ISBN: 9783608939262)
    Patrick Rothfuss

    Die Furcht des Weisen 2

     (781)
    Aktuelle Rezension von: SonjaMarschke

    Wieder ein paar mehr Informationen, wieder etwas mehr, das man über Kvothe und die Chandrian lernt. Ich möchte nicht quengeln, aber ich will wissen, wie es weitergeht!

  9. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

     (723)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Es sind zwei Monde, oben am tiefblauen Himmel. Zwei Monde, die daraufhin weisen, dass es nicht das Jahr 1984 ist, in dem wir uns befinden. Zumindest nicht das "normale" 1984. Das 1984, das wir kennen. Wir sind falsch abgebogen, in einen falschen Zug gestiegen, bei dessen Schienen eine Weiche umgestellt wurde, so dass wir jetzt woanders sind, in einer anderen Welt. In 1Q84. Doch wir sind nicht alleine. Wir sind nicht die einzigen, deren Welt, deren Leben, sich in einem einzigen Moment völlig verändert. Auch Tengo findet sich in 1Q84 wieder. Tengo, Mathematiklehrer und aufstrebender Autor, der sich dazu bereit erklärt hat, das Manuskript der 17-jähiren Fukaeri so zu überarbeiten, dass der Jury gar nichts anderes übrig bleibt, als ihr den begehrten Literaturpreis eines renommierten Magazins zu verleihen. Und auch Aomame muss sich mit dem Leben in 1Q84 arrangieren. Eigentlich ist sie Fitnesstrainerin, doch nebenbei empfiehlt sie sich als Auftragskillerin, die die Männer misshandelter Frauen für ihre begangenen Taten bestraft. Ihr nächster Auftrag wird dabei auch ihr Letzter sein, denn die Gefahr, in die sie sich dafür begibt, kann größer kaum sein. Weder Tengo, noch Aomame ahnen, welche gravierenden Folgen ihre Entscheidungen und Handlungen in 1Q84 nach sich ziehen und in welchem unglaublichen Kosmos sie sich befinden. Denn nicht nur die veränderte Realität stellt eine Herausforderung für die beiden dar, sondern eine Reihe weiterer Gefahren wartet auf sie. Bereit zuzuschlagen. Da sind die Vorreiter, eine anfangs politische Gruppe, die sich, völlig radikalisiert, zu einer fanatischen religiösen Sekte entwickelt hat.  Da ist ein alt eingesessener Professor, der insgeheim seine eigenen Ziele verfolgt. Und da sind die „Little People“, eine unbekannte Macht, kraftvoll und undurchsichtig, die scheinbar überall ihre Fäden zieht und mysteriöse Puppen aus Luft spinnt. Es ist schwer in Worte zu fassen, dieses 1Q84, dieses unglaubliche Universum, in das Murakami den Leser rückhaltlos zieht. Dabei handelt es sich bei 1Q84, anders als vielerorts vermutet, nicht etwa um eine Parallelwelt zu der unseren, sondern schlichtweg um eine Veränderung der Realität, einer Weiche, die umgestellt wurde. Die Frage, welche Entscheidungen und Handlungen  zu der Umstellung der Weiche führen, ist eine der spannendsten des gesamten Romans. Ist eine Art Strafe für moralische Vergehen, ganz im Sinne von Kafka’s Prozess? Ist es purer Zufall, dass sowohl Tengo, als auch Aomame in dieser Welt gelandet sind ? Oder ist es vielmehr ihre Liebe, die die beiden, obwohl sie sich Jahre lang nicht mehr gesehen haben, gemeinsam hineinwirft in diese gefährliche, undurchsichtige Welt? Die Sprache ist typisch Murakami – bildhaft, metaphorisch, geladen. In alt üblicher Manier schildert der Autor diese Welt so detailreich, so fantastisch, dass man gar nicht in der Lage ist, die Existenz von Dingen wie den „Little People“ in Frage zu stellen. Dass man niemals anzweifeln würde, dass durch das Spinnen einer Puppe aus Luft eine gewaltige Explosion entstehen kann. Dabei spannt Murakami den Bogen weit über aktuelle Themen wie Politik, Religion, die Rolle von Sekten, Literatur und Musik – alles taucht auf im Kosmos von 1Q84. Da wird sich auf von Wittgenstein berufen, auf Jung, Platon und Aristoteles. Es wird Proust gelesen und Schallplatten der 50er gehört. Und es wird Orwell zitiert. Immer wieder rückt dessen Dystopie "1984" in den Fokus, so dass die Parallelen unvermeidbar werden. Der "Big Brother" und die "Little People" - beide kontrollieren sie, beide bewachen sie. Doch im Gegensatz zu dem "Big Brother", der alles von oben in seinem alles überschauenden Blick hat, agieren die "Little People" in kleineren Dimensionen, bewachen von innen, direkt aus der Gesellschaft heraus. Es ist keine Frage: 1Q84 ist ein unglaubliches, ein mitreißendes Buch. Es ist eine Art Dystopie und gleichzeitig eine Geschichte über Mut, Freundschaft  und bedingungsloses Vertrauen. Und es ist eine Geschichte über Liebe. Über grenzenlose, Jahre überdauernde Liebe. Über zwei Menschen, die sich durch nur einen einzigen Moment ein Leben lang verbunden fühlen und einander nicht aufgeben. Zugegeben, Sie müssen sich darauf einlassen, auf die Reise in die Welt von 1Q84. Doch haben Sie dies getan, werden Sie dieser Welt nicht mehr so schnell entfliehen können. Die gut 1000 Seiten lesen sich dabei wie im Flug und der unglaubliche (unglaublich böse) Cliffhänger am Ende von Buch 2 wird sie direkt zu Buch 3 greifen lassen. Neben "Hard boiled wonderland und das Ende der Welt" für mich der beste Murakami!                            

  10. Cover des Buches Alles Licht, das wir nicht sehen (ISBN: 9783406680632)
    Anthony Doerr

    Alles Licht, das wir nicht sehen

     (376)
    Aktuelle Rezension von: einstrauss_vollerbuecher

    Das Buch erzählt die Geschichte der blinden Marie-Laure, die im Jahr 1944 mit ihrem Vater aus Paris flieht und dem Waisenkind Werner, der auf Grund seiner technischen Begabung die deutsche Wehrmacht im zweiten Weltkrieg unterstützt. So unterschiedlich die beiden Leben auch sind, führt sie jedoch nichts schrecklicheres als der 2. Weltkrieg zusammen.

    Erzählt wird das Buch sowohl in unterschiedlichen Zeitsträngen als auch abwechselnd aus der Sicht von Marie-Laure und Werner. Am Anfang sind beide Geschichten noch unverbunden, aber man merkt im Laufe der Geschichte immer mehr, wie sie sich aufeinander zubewegen. Ein roter Faden spinnt sich zunächst ganz zart durchs Buch und wird dann immer sichtbarer und greifbarer. Dieser Aufbau, die Ruhe darin und die detailreiche Sprache machen dieses Buch zu etwas ganz besonderem. Facettenreich, emotional, spannend und mit so vielen wichtigen Themen bestückt, wie zum Beispiel Verantwortung, Freundschaft und Loyalität.

    Es gibt Romane, die sind einfach was wunderschönes und besonderes, obwohl in ihnen so etwas schreckliches behandelt wird. Dieses Buch gehört definitiv dazu!

  11. Cover des Buches Die unsichtbare Bibliothek (ISBN: 9783404208708)
    Genevieve Cogman

    Die unsichtbare Bibliothek

     (412)
    Aktuelle Rezension von: Zombizebra

    Die unsichtbare Bibliothek ist ein fester gesicherter Ort an dem die junge Bibliothekarin mit ihrem Lehrling auf eine Mission geschickt wird um ein besonderes Buch aus einer parallelwelt zu stehlen. Dies gerät sehr schnell aus dem Ruder und wird gefährlich.  

    Mut und Scharfsinn helfen ihr mit einem Typus des Sherlock Holmes sich in der Welt der Drachen und des Chaos gegen Elfen zu bestehen. Doch braut sich in der Welt der Bibliothek eine dunkler Sturm zusammen, der der rote Faden dieser Reihe werden wird.

    Schöner Jugend fantasy Roman der mit Spannung und Abenteuer glänzen kann. Man findet sich schnell in der Welt zurecht und dennoch rätselt man immer mit was als nächstes passiert

  12. Cover des Buches Das Leben und das Schreiben (ISBN: 9783453435742)
    Stephen King

    Das Leben und das Schreiben

     (359)
    Aktuelle Rezension von: DustBunny

    Sehr interessant und aufschlussreich, ich fand es aber auch ein bisschen "einschüchternd", weil meiner Meinung nach klar wird, wie schwer es ist wirklich gut zu schreiben bzw. was man dabei alles falsch machen kann bzw. wie viel "natürliches" Talent man dafür braucht.

  13. Cover des Buches Dschinns (ISBN: 9783446269149)
    Fatma Aydemir

    Dschinns

     (205)
    Aktuelle Rezension von: Hornita

    Der Roman spielt im Jahr 1999 und wird aus den Perspektiven der verschiedenen Familienmitglieder geschildert. Man erlebt bei jedem einzelnen die Zerrissenheit zwischen den Kulturen, zwischen Moderne und Tradition. Die einzelnen Geschichten sind sehr interessant und unterschiedlich, die Charaktere werden sehr gut beschrieben und ich konnte mich in jeden Einzelnen von ihnen gut einfühlen. Es ist glaubhaft, wie wenig die einzelnen Familienmitglieder voneinander wissen und wie wichtige Dinge verschwiegen werden. Der Schreibstil ist so gut und angenehm, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie die Seiten verflogen sind. Mir hat sehr gut gefallen, wie reflektiert die Lage der einzelnen Personen dargestellt wird und man das Spannungsfeld zwischen der türkischen Herkunft und deutschen Lebenswirklichkeit erlebt. Am Ende werden alle losen Enden zusammengeführt und ein zynisches Familiengeheimnis gelüftet. Ein tolles Buch!

  14. Cover des Buches Der Kuss der Lüge (ISBN: 9783846600924)
    Mary E. Pearson

    Der Kuss der Lüge

     (1.428)
    Aktuelle Rezension von: Kagali

    Achtung diese Rezension enthält massive Spoiler: Lesen auf eigene Gefahr!

    Der Kuss der Lüge ist ein Buch, das gefühlt jeder in der Buchszene schon gelesen hat, nur ich nicht. Es versauert schon seit 4 Jahren auf meinem SUB. Zum Glück habe ich mit der wunderbaren Lila dann doch noch jemand gefunden, der genauso auf dem Schlauch stand wie ich und gemeinsam wollte wir es dann wissen: Was steckt hinter dem Hype um die Chroniken der Verbliebenen?

    Der Kuss der Langeweile

    Ok, worum geht es? Prinzessin Arabella [weitere Füllnamen einfügen] Jezelia, kurz Lia, graust es vor der Hochzeit mit dem Prinzen des Nachbarlandes, den sie für einen hässlichen alten Sack hält. Daher lässt sie kurzerhand die Hochzeit, die für Frieden zwischen den beiden Ländern sorgen soll, platzen und reitet mit ihrer Zofe in den Sonnenuntergang um ein einfaches Leben zu führen. Das passiert ungefähr auf den ersten 50 Seiten und ganz ehrlich, an dieser Stelle hätte man das Buch auch beenden können, denn was danach kommt, ist eine Zumutung.
    Prinzessin, Entschuldigung, jetzt Schankmädchen Lia lässt sich im Heimatdorf ihrer Zofe/beste Freundin nieder, das ist natürlich ein so gutes Versteck, dass keiner der Fährtenleser des Königs auch nur auf die Idee kommt, da mal nachzuschauen. Ach ja, ein aus einem fremden Land stammender Prinz, ein ebenfalls nicht ortskundiger Attentäter und Lias Bruder finden sie natürlich easy peasy, aber nicht die Leute des Königs, nein, die hat Schlaufuchs Lia mächtig ausgetrickst, indem sie einmal in die falsche Richtung ritt, clever.

    Lia und Zofe/Papagai Pauline sind also problemlos in ihrem idyllischen Küstenörtchen angekommen und dann geht das Schankmädchenleben so richtig los. Über 300 Seiten lang erleben wir hautnah das packende Alltagsleben einer Tavernenbedienung. Wir als Leser*innen sind ganz nah drann, wenn Lia Zwiebeln schneidet, Wäsche wäscht, Most ausschenkt, im Teich baden geht (ohne sich um ihr königliches Hennatattoo zu scheren, was dann auch prompt ein Tavernenjunge entdeckt, uppsi), Beeren pflückt und wieder Most ausschenkt. Spannend! Ich dachte mir, wenn sie jetzt noch den Boden der Taverne schrubbt wird mein armes Herz vor Nervenkitzel aussetzten.

    Lia und die Dudes
    Doch ein YA-Fantasybuch wäre ja kein YA-Fantasybuch, wenn es nicht auch um die Liebe ginge. So träumt Prinzessin Tavernenbedienung Lia während sie so ihre Zwiebeln schnippelt von der großen Liebe, ihrem ersten Kuss und so weiter uns sofort. Toll für Lia, dass die Autorin das gute alte Liebesdreieck auspackt und gleich zwei Dudes ins Rennen schickt, die ohne Scheiß, sofort im ersten Moment als sie unsere Adlige undercover entdeckt haben, sich in sie verlieben, weil sie ja so “anders” ist. Zur Erinnerung: unsere Protagonistin ist ein Mädchen, das optisch wie alle anderen YA-Heldinnen beschrieben wird: gewöhnliche Figur, dunkle Haare, keine besonderen Merkmale außer ihr Schultertatto. Ihre Persönlichkeit entspricht der einer normalen rebellierenden Teenagerin und auch sonst hat sie keine nennenswerten Eigenschaften, aber natürlich ist sie eine ganz Special Snowflake und Prinz und Attentäter sind hin und weg.
    Wo wir schon bei den beiden Herzensbrecher sind. Weil die Autorin es für einen coolen Move hielt, dass man als Leser*in lange nicht wissen soll, wer der Prinz und wer der Attentäter ist, gibt sie sich die allergrößte Mühe, die beiden nahezu gleich zu beschreiben. Im Ernst, bis fast zum Ende konnte ich die beiden Casanovas nicht auseinanderhalten, weswegen ich einfach bei Attentäter-Dude und Prinz-Dude bleibe.
    Da die beiden Dudes Lia sowieso schon verfallen sind, gibt es nicht mal für Romantiker*innen wirklich etwas Interessantes. Lia schenk aus, die Dudes: applause! Lia geht einkaufen, die Dudes: applause! Lia steht in der Taverne rum und atmet, die Dudes: rasten völlig aus.

    “Lest weiter, die letzten 200 Seiten sind die besten”
    Schon nach dem ersten Drittel des Buches, waren Lia und ich bedient, nun wurde uns aber gesagt die letzten 200 Seiten, seien das eigentliche Highlight des Buches, also hielten wir (immer wieder die jeweils anderes aus dem Schlaf stubsend) durch und lasen weiter.

    Lia wird irgendwann damit konfrontiert, dass das Nachbarland das Ablasen der Hochzeit nicht so geil fand und dass das Bündnis, welches dazu da war gegen einen gemeinsamen Feind Stärke zu demonstrieren, nun zerbrochen ist. Und dann fallen auch noch Räuber aus ebenjenem dritten Land (ich halte mich nicht mit konkreten Namen auf, da auch das Worlduilding nur aus einer Karte und sonst nichts bestand) in Lias Heimatland ein. Oh Schreck, damit hätte ja nun wirklich niemand rechnen können, am allerwenigsten unsere Prinzessin. Doch bevor Lia heulend nach Hause zurückrennen kann, wird sie vom Attentäter Dude entführt.
    Für einen kurzen Moment sieht es aus, als ob jetzt endlich Spannung aufkommt, doch schon in der nächsten Sekunde ist dieser Moment schon wieder vorbei. Denn während Attentäter Dude Lia in sein Heimatland schleppt, ist die Autorin fest entschlossen uns an jedem Tag und jedem Detail der einmonatigen Reise teilhaben zu lassen. Das heißt wir dürfen schon wieder auf 200 Seiten lesen, was Lia so tut, nämlich reiten, essen, pinkeln, den übergriffigen Attentäter Dude abwehren und anhimmeln zugleich. Danke Frau Perason, dass ich keinen Moment dieser Reise verpasst hab. Am Ende gibt es dann einen Cliffhanger, der daraus besteht, dass der unsterblich verliebte Prinz Dude den strahlenden Helden spielen will, doch anstatt Lia zu retten in den ersten drei Sekunden, nachdem er sie eingeholt hat, selbst gefangen genommen wird. So viel also zu seiner zuvor dreitausendmal betonten militärischen Ausbildung *facepalm*

    Fazit:

    Der Kuss der Langeweile, äh Lüge ist wie gemacht für jeden, der Einschlafprobleme ha oder schon immer wissen wollte, was ein Schankmädchen so den lieben langen Tag tut. Wer aber sowas wie Spannung, ausgearbeitete Charaktere und ein echtes Worldbuilding sucht, kann dieses Buch getrost ungelesen lassen. Hätte ich halbe Punkte, wären es nur 1,5 geworden. 0,75 für den Schreibstil, 0,75 für alles Andere.


    Folge mir ;)

    Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf meinem Blog Miss PageTurner (https://miss-pageturner.de)

  15. Cover des Buches Die Sprache der Dornen (ISBN: 9783426226797)
    Leigh Bardugo

    Die Sprache der Dornen

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Victoria_

    ,,Die Sprache der Dornen‘‘ von Leigh Bardugo ist eine Kurzgeschichtensammlung aus dem Grishaverse. Ich habe das Buch als Ergänzung zu den ,,Hauptreihen‘‘ gelesen, und es hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichten sind gut durchdacht, und nehmen Wendungen, die man so gar nicht kommen sieht. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.

     

    Fazit: Eine Empfehlung für alle Liebhaber des Grishaverse.

  16. Cover des Buches Der Zauberberg (ISBN: 9783596904167)
    Thomas Mann

    Der Zauberberg

     (534)
    Aktuelle Rezension von: Eliza08

    Ein Klassiker der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts welcher mich restlose begeisterte. Der „große“ Thomas Mann hat bereits zu Lebzeiten viel Aufsehen und Anerkennung für sein Werk erlangt. Ich bin vor allem von der Grundidee dieses Romans sehr begeistert und habe mich deswegen entschlossen diesen hier kurz vorzustellen.

    Das Cover ist schlicht in beiger Farbe gestaltet. Erkennbar ist ein großes opulentes Gebäude, welches wohl den Berghof, Handlungsort des Romans, nachempfunden ist. Der Klappentext ist relativ kurzgehalten und dem Leser werden die wesentlichen Geheimnisse der Geschichte geschickt vorenthalten. In der Handlung geht es um Hans Castorp, welcher seinen in Langzeitkurz befindlichen Vetter Joachim Ziemßen besucht. Dieser befindet sich in einem Sanatorium namens „Berghof“ im Schweizer Kurort Davos. Ursprünglich plant Hans Castorp für drei Wochen seinem Vetter beim „Heilungsprozess“ beizustehen. Aufgrund von besonderen Umständen, sowie „gesundheitlichen“ Bedenken seitens der Heimleitung, verlängert Hans Castorp seinen Aufenthalt. Was ihn im Folgenden erwartet, verändert sein Leben und seine Sichtweise auf die Menschen.

    Der Hauptprotagonist Hans Castorp ist ein junger Ingenieur, welcher nach dem Tod seiner Eltern bei seinem Onkel aufgewachsen ist. Er ist in seiner Persönlichkeit noch etwas unsicher und sucht Halt bei seinem Vetter Joachim Ziemßen. Im Laufe des Romans entwickelt er ein gewisses Gespür für menschliche Handlungen, sowie seine Umwelt, welches ihn immer nachdenklicher werden lässt. Charakteristisch für sein Wesen und fast schon sinnbildlich für die damalige Zeit ist, das Obrigkeitsdenken in den „gehobenen Klassen“ der Gesellschaft. Den dort handelnden Ärzten wird bedingungslos Glauben „geschenkt“. Widerworte sind nahezu ausgeschlossen. Dies zeigt sich an so vielen verschiedenen Stellen in der Erzählung, obwohl Gegenargumente sehr wohl angebracht wären. Als bedeutsame wesentliche Nebenfiguren in der mit zahlreichen Charakteren gefütterten Erzählung sind neben dem Vetter Joachim Ziemßen, Lodovico Settembrini, Clawdia Chauchat eine junge russische Ehefrau eines hochrangigen Beamten, die Heimleiter des Berghofs Dr. Behrens und Dr. Krokowski, sowie der Jesuitenschüler Naphta zu erwähnen. Gerade die beiden selbsternannten „Mentoren“ Settembrini und Naphta haben wesentlich Einfluss auf Hans. Settembrini, Freimaurer und Liberalist lässt dabei seine Arroganz und Ignoranz gegenüber Andersdenkenden oder anderen Kulturen freien Lauf. Nahpta entwickelt sich zu seinem Gegenspieler, was im Laufe der Erzählung noch für dramatische Entwicklungen sorgen wird.

    Die Spannung der Erzählung speist sich aus dem fortlaufenden Aufenthalt Castorps und der Entwicklung der handelnden Personen. Der Aufbau der Handlung ist stringent und mit keinen Zeitsprüngen versehen. Der Roman spielt in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg und ist somit zeitlich sehr gut einordbar. Der Schreibstil des Autors ist monumental, gestochen poetisch und präzise detailliert mit dem Hang in das Philosophische Denken der damaligen Zeit. Gerade die philosophischen Aspekte einzelner Figuren geben dem Roman eine besondere Tiefe. Ein kleines Beispiel einer kurzen Denkpassage über den Sinn von Zeit. Auf Seite 474 heißt es: „Was ist die Zeit? Ein Geheimnis, wesenslos und allmächtig. Eine Bedingung der Erscheinungswelt, eine Bewegung, verkoppelt und vermengt dem Dasein der Körper im Raum und ihrer Bewegung. Wäre aber keine Zeit, wenn keine Bewegung wäre? Keine Bewegung, wenn keine Zeit?“.

    Allein die Schreibweise des Autors ist eine wahre Wonne, wenn diese auch in der heutigen Charteristik der modernen Erzählung zu verträumt und schwerfällig wirkt. Dieser Roman ist eine parodierte Gesellschaftskritik an dem System. Eine kleine Anzahl von privilegierten Persönlichkeiten lassen sich in einem Sanatorium zu „Tode pflegen“ und leben in ihrer eigenen kleinen „Lebensblase“.

    Rassismus und Vorurteile werden trotz des selbsternannten Bildungsbürgertums offenkundig und ohne Ressentiments ausgesprochen. Auch die Klassifizierung von Menschen mit Würde (Intelligenz) und weniger Würde (weniger intelligent deswegen kränklicher) findet ohne Kompromisse statt. Gerade unter dem Hinblick des bald ausbrechenden ersten Weltkrieges und seiner politischen Folgen für die Weiterentwicklung Europas hat der Autor die partielle singuläre und rassistische „Denkweise“ der gebildeten Gesellschaft sehr gut beschrieben. Die Ohnmacht gegenüber der medizinischen Obrigkeit setzt dem ganzen dann zusätzlich die Krone auf.

    Die Protagonisten sind so intelligent, als dass sie die Dummheit ihres Handelns als unzulänglich erkennbar scheinen lassen. Dies ist die süffisante Zusammenfassung der „Kurgäste“ als partielle Teilnehmer eines Systems, welches skrupellos Menschen aufgrund kapitalistischer Vorzüge ausbeuten möchte. Als Fazit kann zusammengefasst werden, dass dieser Klassiker der Weltliteratur gerade unter dem Aspekt der Freude an Sprache sowie ihrer punktuellen Gesellschaftskritik sehr zu empfehlen ist. Trotz der sehr detailreichen Tiefe ist es lohnend sich auf diese literarische Reise in die vermeintliche „Zauberwelt“ einzulassen.

  17. Cover des Buches Liebe und Lügen (ISBN: 9783551583840)
    Erin Beaty

    Liebe und Lügen

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Ilona67

    Klappentext                                        

    Sage hätte nie zu träumen gewagt, dass dies einmal ihr Leben sein würde: Sie ist Tutorin am königlichen Hof und dort den ganzen Tag von Büchern umgeben. Doch sie sehnt sich wie verrückt nach ihrem Verlobten, der Hunderte von Meilen entfernt stationiert ist. Als sie beauftragt wird, seinen Soldaten das Lesen und Schreiben beizubringen, ergreift sie die Chance, wieder in Alex' Nähe zu sein. Aber über das Land spannt sich ein Netz aus Intrigen. Gefahren lauern überall - nicht nur für Demora, sondern auch für alle, die Sage liebt.

                                                

    Die Geschichte um Sage und Alex wird immer komplexer und auch dieser Band konnte mich überzeugen. Eine Reihe dich sich wirklich bisher lohnt das meistens beim zweiten Band schon etwas weniger Spannung ist wovon hier allerdings keine Rede sein kann.

                                                


                                    


  18. Cover des Buches Thalamus (ISBN: 9783743206861)
    Ursula Poznanski

    Thalamus

     (686)
    Aktuelle Rezension von: myinspiration_v

    Thalamus ist eines meiner Lieblingsbücher. 

    Ich finde das Buch fließend, verständlich, spannend und mysteriös geschrieben. In Timo, die Hauptfigur konnte ich mich sehr gut einfühlen, sowie in die Nebenrollen z.B. Mona oder Carl. Durch jede Seite erfährt man mehr und es bleibt wenig Platz für Spekulationen. Top! 

    Zudem wir ein wichtiges Thema angesprochen und zwar wie man als Angehöriger oder Freund mit kranken Menschen umgeht, die vllt nie wieder gesund werden. Es ist sehr einfühlsam geschrieben und es wird soweit alles gut beschrieben und erklärt.

    Das Buchcover finde ich gut getroffen für den Inhalt. Der Titel ist zudem auch äußerst gut getroffen, da es sich in dem Buch auch um den Thalamus, ein Bereich im Gehirn, handelt.

    Wirklich Top und kann ich jedem empfehlen.

  19. Cover des Buches Die maskierte Stadt (ISBN: 9783404208883)
    Genevieve Cogman

    Die maskierte Stadt

     (170)
    Aktuelle Rezension von: Eliza08

    Eine erneute spannende Geschichte der Bibliothekare, welche mir sehr gut gefallen hat.

    Das Cover ist in leichtem blau gehalten. Man erkennt eine Stadt aus der Vogelperspektive, bei der es sich mit etwas Fantasie um Venedig handeln könnte.

    Der Klappentext ist sehr kurzgehalten und könnte dem Leser etwas mehr Informationen preisgeben.

    In der Story geht es um die junge Bibliothekarin Irene Winters, welche in einer ganz besonderen Bibliothek arbeitet. Diese Bibliothek gewährt den Zugang zu den verschiedensten Zeitebenen an differenzierten Orten auf der Welt und beherbergt dabei die seltensten Bücher. Nach ihrer erfolgreichen Ausbildung erhält sie von ihrer Chefin immer Aufträge zur Beschaffung seltener Bücher. Diese Aufträge sind dabei sehr gefährlich und verlangen ihr alles ab.

    Im aktuellen Fall wird ihr „Auszubildender“ Kai, der Drache von einer geheimen Organisation entführt. Die Spur führt dabei in eine dem Venedig sehr ähnelnden Welt.  Unter Hilfe von Lord Silver und Detektiv Vale begibt sie sich auf eine gefährliche Reise. Wird sie Kai befreien können?

    Die Hauptprotagonistin ist eine starke Persönlichkeit, welche versucht ihre Gefühle und Empfindungen für sich zu behalten. Einzig allein der Schutz der Bibliothek und Bücher steht in ihrem Vordergrund. Durch diese Verhaltensweise wirkt sie manchmal etwas pragmatisch und unterkühlt in ihrem Charakter. Doch im Laufe der Zeit entwickelt sie ein Gespür für Empfindungen, welche sie in ihrem Einsatz einzusetzen weiß. Als Nebendarsteller kommen ihr „Auszubildender“ Kai, Vale ein Detektiv im alternativen London zur Hilfe. Lord Silver der Botschafter von Lichtenstein sowie der mysteriöse Lord Guantes und seine Ehefrau Lady Guantes spielen ebenfalls eine nicht unbedeutende Rolle. Mir hat dabei Lord Silver sehr gut gefallen, weil er sich im Vergleich zum ersten Band charakterlich weiterentwickelt hat. Als Leser weiß man dabei nie so genau auf welcher Seite er steht.  

    Die Spannung der Erzählung wird im Laufe der Geschichte sukzessive aufgebaut und findet erst in den letzten Kapiteln ihre Auflösung. Die Autorin schreibt dabei sehr detailliert und lässt den Leser sehr gut in die Geschichte und den Handlungsort eintauchen. Ein großes Lob gilt der deutschen Übersetzung, welche hervorragend gelungen ist. Dabei kommt die bildhafte schön ausformulierte Sprache sehr gut zur Geltung. Die Logik der Erzählung ist meiner Meinung gut nachvollziehbar. Nach einer kurzen Einführung wird der Leser sehr gut in die unterschiedlichen Reisen der Bibliothekare eingeführt.

    Als Zielgruppe kommen alle Anhänger von Fantasyliteratur, aber auch Freunde von schön erzählten Geschichten in Frage. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich war beeindruckt von der detailgenauen Erzählung. Eine ganz klare Leseempfehlung für alle Leser welche Spaß am Lesen oder an Fantasy haben.

  20. Cover des Buches Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter (ISBN: 9783734162121)
    Christopher Paolini

    Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter

     (2.948)
    Aktuelle Rezension von: buecher-traumerin

    Das ist alles so überwältigend. Ich komme mir vor als lebe ich in einem Traum, in dem alles möglich ist 》Eragon

    Meine Meinung:
    Ich hab Eragon zuletzt in der 6. Klasse gelesen und war damals begeistert von den Geschichten um den Drachenreiter. Als ich in der Buchhandlung war und dieses Buch gesehen hab, wollte ich es unbedingt nochmal lesen nach 13 Jahren.

    Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter von Christopher Paoloini erschien in der deutschen Erstausgabe 2004. Die Aktuelle Taschenbuchausgabe hat 603 Seiten und kostet 13,00 €.

    Der Autor schafft es, mit seinen Worten dich in die Welt von Alagaësia eintauchen zu lassen. Ich hab schnell wieder in die Geschichte reingefunden. Es wird in der Erzählperspektive geschrieben.

    Eragon macht eine starke Entwicklung durch, vom Bauernjunge zum gefürchteten Drachenreiter und Hoffnungsträger im Kampf gegen König Galbatorix. Dabei wirkt er nie abgehoben, sondern bleibt bodenständig, treu gegenüber denen, die ihm was bedeuten, mutig und gerecht. Trotz seiner noch jungen Jahren.
    Doch Eragon ist nicht allein. An seiner Seite ist immer sein Drache Saphira, die ihn für ihr Leben beschützen würde und Eragon mit zusätzlicher Kraft und Rat auf der Reise beiseite steht.

    Auf der Reise durch Alagaësia wird es dem Leser nie langweilig und die 603 Seiten lassen sich kurzweilig durchlesen und mann trifft auf viele verschiedene interessante Charaktere. Eragon erlebt auch einige Momente der Trauer und des Verlustes, welches einen emotional etwas mitnimmt und einen ein Tränchen verdrücken lassen.

  21. Cover des Buches Der Alchimist, Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783257065541)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist, Jubiläumsausgabe

     (466)
    Aktuelle Rezension von: steffi.liest

    Ich wollte das Buch so gerne mögen, aber leider war es einfach nicht meins...

    Es geht um einen andalusischen Schafhirten, der den wiederkehrenden Traum hat, dass bei den Pyramiden von Ägypten ein verborgener Schatz auf ihn wartet. Nachdem er eine Traumdeuterin aufgesucht und ein unerwartetes Gespräch mit dem König von Salem geführt hat, macht er sich auf, seiner inneren Bestimmung zu folgen und den Schatz zu finden. Eine lange Reise beginnt und viele interessante Begegnungen kreuzen den Weg des Hirten.

    Was mir an dem Protagonisten nicht so gefiel war, dass er sich oft von Anderen sagen lassen hat, was er tun soll. Er wirkte dadurch so lenkbar, auch wenn er insgesamt sympathisch ist. Emotional kam leider nicht so viel bei mir an. Der Schreibstil ist sehr philosophisch und meiner Meinung nach wenig gefühlsbetont. Dafür ist das orientalische Setting, das hauptsächlich in der Wüste  spielt, sehr faszinierend.

    Das Buch gibt einem durchaus positive Denkanstöße. Es erinnert einen daran, seine Träume nicht aufzugeben und mutig zu sein, keine Angst vor dem Versagen zu haben. Dennoch fand ich die Botschaften oft sehr phrasenhaft. Vieles hat man einfach schon zu oft gelesen, wie beispielsweise, dass man in der Gegenwart leben soll oder dass man alles schafft, wenn man nur fest genug will und bereit ist, für seinen Traum zu kämpfen. Letzteres sehe ich im Übrigen nicht so und ist für mich eher Wunschdenken. Vielleicht habe ich aber inzwischen auch, durch eigene nicht so positive Erfahrungen, eine etwas andere Sicht auf die Welt. Gerade die Gesundheit kann einem halt doch einen Strich durch die Rechnung machen, egal wie sehr man etwas möchte. 

    Beim Lesen des Buchs sollte man auf jeden Fall offen sein für Spiritualität. Obwohl ich von mir behaupten würde, dass ich das bin, hatte ich trotzdem so meine Probleme mit der Geschichte. Mit der immer wieder erwähnten "Weltenseele" konnte ich nicht so viel anfangen. Irgendwie war mir das zu abstrakt. Genauso wie die Vorstellung, dass alles schon vorherbestimmt sein soll (Stichwort: Maktub - es steht geschrieben). Dennoch mag ich die Annahme, dass das Universum einem Zeichen gibt. Auch wenn ich manchmal selbst vergeblich nach den Zeichen suche... Die Erzählung hat etwas Märchenhaftes. Nichtsdestotrotz konnte sie mich leider nicht richtig fesseln und ich hatte mir durch die vielen positiven Stimmen deutlich mehr erhofft. 

  22. Cover des Buches Hades' Hangmen - Styx (ISBN: 9783736308114)
    Tillie Cole

    Hades' Hangmen - Styx

     (153)
    Aktuelle Rezension von: yourtinybookworm

    Auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit, betritt sie eine Welt, von der sie sich immer fernhalten sollte ... 


    Cover: 

    Also ich verstehe, dass es Leute gibt, die es gut finden wenn Bücher echte Menschen auf dem Cover haben. Ich verstehe auch, dass diese Bild vom Rücken das Tattoo des Hauptprotagonisten darstellen soll und somit leichthin eine eleichte Bedeutung hat. Trotzdem finde ich, dass dies der Geschichte nicht vollständig gerecht wird und würde es als nicht sehr getroffen beschreiben. Da dies der Auftakt der Geschichte ist, würde eine Fokussierung auf die einzelnen Zeichen des Clubs und oder eine Zeichnung dieser treffender sein. Auch von der Beschreibung her. passt das Model nicht wirklich zu dem Hauptprotagonisten. Aber da ich eher strenger bin mit dieser  sehr genauen Art will ich das nicht noch weiter ausführen. Sagen wir aber einmal so: Hätte meine Freundin nicht gesagt ich solle es lesen wäre ich (am Cover festgemacht) an diesem Buch aufjedenfall weitergelaufen...


    Inhalt:

    Eine leblose junge Frau vor dem Hauptquartier seines MCs zu finden hat River "Styx" Nash gerade noch gefehlt. Seit er mit nur 26 Jahren völlig überraschend zum Anführer der Hades' Hangmen wurde, hat er genug damit zu tun, seine Position vor seinen Brüdern zu behaupten und seinen Feinden die Stirn zu bieten. Von Geburt an ohne Stimme kein leichtes Unterfangen. Gewalt und Unnahbarkeit sind Styx' Sprache. Seit er denken kann, lässt er niemanden wirklich an sich heran. Doch als die schöne Mae plötzlich die Augen aufschlägt, weiß er augenblicklich, dass er diesen Blick schon einmal gesehen hat. Dass er ihr schon einmal begegnet ist. Dass sie eine der wenigen Menschen ist, mit denen er sprechen kann - und dass er sie nie wieder gehen lassen wird!

    Meinung: 

    Die Idee dahinter und auch das Vorwort beweisen, dass das Buch sehr viel Potenzial hatte und als auch die Autorin anmerkte, dass paar der Geschichten der Frauen, die sie dort dem Leser beschreiben sollte, inspiriert vom Leidensweg echter Frauen sind, war ich wirklich angetan und habe mir viel erhofft. 

    Durch den Rückblick wissen wir genau warum sie und er miteinander verbunden sind und so geht es mit der Geschichte auch gut voran. Dabei wird jedoch bis zum ende des Buches sehr oft das Trauma der Hauptfigur außen vor gelassen und lässt den Leser nicht verstehen, wie schlimm es der Darstellerin eigentlich geht. 

    Ich war schon paar mal sehr verstört bei dem was der Frau so in der Sekte angetan wurde und wie mutig es von ihr eigentlich war dort hinaus zu wollen.. Aber das nun diese einzelnen Geschichten bis auf einmal nur als Erzählungen von ihr kamen und nie wirklich eine traumatische Reaktion aus ihrer Sicht ersichtlich wurde, war schon sehr unrealistisch.

    Ich wusste jedoch bis gerade eben nicht, dass dies eine erotische Literatur ist und bin mir echt meiner  Naivität gerade erst bewusst geworden, weshalb ich sagen muss, dass ich nicht sehr gut weiß, pn das normal ist so eine eigentlich schwierige Thematik in so einem Buch nicht groß zu thematisieren. Wobei ich aber finde, dass dies ein Fehler ist und eigentlich so eine ernste Thematik mehr Raum gerbaucht hätte und in der Geschichte aufjedenfall nicht sehr zur Geltung gekommen ist.

    Fazit ist : 

    Die Idee der Geschichte ist ausgezeichnet und kann einen echt für sich gewinnen, dabei ist es so dass diese schwere Kost nicht sehr gut zur Geltung kommt durch den (für mich) falsch gesetzten Fokus der Geschichte....

    Es hätte aufjedenfall noch besser gemacht werden....



  23. Cover des Buches Vox (ISBN: 9783596704514)
    Christina Dalcher

    Vox

     (377)
    Aktuelle Rezension von: ihkft

    Könnte ich eine Rezension mit nur 100 Wörtern schreiben? Definitiv nicht und das würde dem Roman auch nicht gerecht werden. 

    Die Story ist schnell zusammengefasst: In der nahen Zukunft dürfen Frauen nur noch 100 Wörter pro Tag sprechen. Reglemntiert wird dies über ein Armband, welches die Wörter zählt und bei zu vielen Wörtern durch Stromschläge bestraft.

    Was mich besonders fasziniert hat sind zum einen die Rückblenden, die aufzeigen, wie schnell dieses neue Gesetz eingeführt wurde und zum anderen die Bereitschaft der Menschen, so etwas so schnell und einfach zu akzeptieren. Auch die familiären Schwierigkeiten fand ich spannend: Söhne, die diese falsche Ideologie nur zu leicht annehmen, Töchter, die retadieren und die Sprache völlig verlernen - welche Möglichkeiten hat man als Mutter noch, wenn man mit seinen Kindern nicht sprechen kann? Wie soll eine Beziehung funktionieren, wenn Ehepartner nicht mehr kommunizieren können? 

    Beim Lesen hatte ich ständig diese brodelnde Wut der Machtlosigkeit und Unfassbarkeit in mir, die die Protagonistin sehr gut herüberbringt. 

    Das von einigen bemängelte Ende bzw. die Entwicklung der Story fand ich gar nicht so aprupt oder abwegig. Klar, kam am Ende etwas Drive auf und manches ging nicht so sehr in die Tiefe, aber das hat m.E. der Story keinen Abbruch getan. 

    Ich kann diesen Roman nur jedem empfehlen, der schon Atwoods "Report der Madg" und Aldermanns "Die Gabe" mochte. 

  24. Cover des Buches Das Mädchen mit dem Fingerhut (ISBN: 9783446250550)
    Michael Köhlmeier

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Greedyreader
    Michael Köhlmeiers Roman „Das Mädchen mit dem Fingerhut“ erinnert vom Titel her an Andersens berühmtes Märchen, ist aber keins. Der Roman erzählt von einem 6jährigen Mädchen, das sich Yiza nennt, aber seine Identität nicht wirklich kennt. Das Kind ist offensichtlich unbegleitet in einer namenlosen Stadt in einem europäischen Land angekommen und wird von einem „Onkel“ betreut, der nicht wirklich sein Onkel ist. Er bringt Yiza mit genauen Verhaltensmaßregeln täglich auf einen Markt, wo sie stumm sitzen und lediglich laut und anhaltend kreischen soll, wenn jemand das Wort Polizei ausspricht. Irgendwann kommt der Onkel nicht mehr wieder, und das Mädchen ist auf sich allein gestellt. Yiza versteht die Menschen nicht und hat bisher lediglich überlebt, weil sie niedlich aussieht und die Passanten und Geschäftsleute ihr gern helfen. Eines Tages wird sie in ein Heim gebracht, wo sie zwei Jungen in derselben Situation kennenlernt: Arian und den 14jährigen Schamhan, der die Sprache des Mädchens versteht und für Arian dolmetscht. Die drei bilden zeitweise eine Kleinfamilie, geben einander Schutz und Wärme, bis sie nach einem Einbruch gefasst werden. Arian und Yiza können entkommen und in einem eiskalten leer stehenden Gewächshaus kurze Zeit überleben. Dann erkrankt Yiza schwer. Die Besitzerin des Grundstücks pflegt sie im Haus gesund, sperrt das Mädchen jedoch ein und will es für sich behalten. Bei Arians Versuch, seine Gefährtin zu befreien, kommt es zur Katastrophe.
    Köhlmeier erzählt in nüchterner Sprache ohne jede Sentimentalität von einem Schicksal, wie es heutzutage überall in Europa vorkommen kann. Obwohl der Autor es nicht darauf anlegt, empfindet der Leser angesichts der ungeheuren Härte einer solchen Kampfes um das nackte Überleben Empathie und kommt ins Grübeln. Ein Einzelschicksal ist allemal beeindruckender als Zahlen und Statistiken. Köhlmeiers Roman ist keine herzerwärmende schöne Geschichte, sondern ein wichtiges und gut geschriebenes Buch.        

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