Bücher mit dem Tag "splitter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "splitter" gekennzeichnet haben.

77 Bücher

  1. Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453321229)
    Frank Herbert

    Dune – Der Wüstenplanet

     (492)
    Aktuelle Rezension von: Mienieus

    Ich bin so froh, dass der Film Dune mich auf dieses Buch gebracht hat. Frank Herbert hat eine epische Geschichte zu Papier gebracht, in einem absolut glaubwürdigen Universum und mit vielschichtigen und starken Hauptcharakteren. Ich war zuerst skeptisch, ob ich der Geschichte folgen kann, da es  einige Erzählstränge gibt und auch komplexe Hintergründe dabei sind. Diese Skepsis konnte aber schnell besiegelt werden, das Buch ist absolut spannend geschrieben und wenn man sich die Namen etwas eingeprägt hat kann man der Geschichte gut folgen. Ich freue mich auf den nächsten Kinofilm und werde sicher auch noch die weiteren Teile der Bücher lesen!

  2. Cover des Buches Splitterherz (ISBN: 9783839001424)
    Bettina Belitz

    Splitterherz

     (1.751)
    Aktuelle Rezension von: Buechergeplauder


    Ellie hat ihr Leben lang in der Stadt gelebt und ausgerechnet jetzt zieht sie gemeinsam mit ihren Eltern in ein kleines Dorf. Das gefällt Ellie ganz und gar nicht. Das Leben im Darf ist komplett anders, als sie es von der Stadt kennt.


    Als Ellie auf Colin trifft verändert sich ihre Meinung schlagartig. Dieser Junge zieht sie magisch an. Sie weiß nicht was es ist, doch sie möchte für immer in seiner Nähe bleiben.


    Ausgerechnet ihr sonst so offener Vater scheint Colin nicht zu mögen. Kennen die beiden sich? Und was war das für eine merkwürdige Aura, als die beiden aufeinander trafen?


    Irgendetwas stimmt mit Colin und ihrem Vater nicht und das will Ellie auf jeden Fall herausfinden.


    Der erste Band der "Ellie & Colin" Reihe von Bettina Belitz. Eine schöne, spannende Liebesgeschichte, die mir sehr gut gefallen hat.


    Ellie ist ein sehr starker Charakter. Ein junges Mädchen, dass nicht alles mit sich machen lässt und eine starke eigene Meinung hat. Allerdings stellt sie sich in manchen Situationen etwas dämlich an.


    Colin hingegen ist der typische geheimnisvolle Junge, auf den jedes Mädchen zu fliegen scheint. Der allerdings ein Einzelgänger ist und unnahbar scheint.


    Die Charaktere sind etwas klischeehaft. Trotz allem hat mir die Geschichte sehr viel Freude beim Lesen bereitet. Sie wurde von Kapitel zu Kapitel spannender und ich hätte gerne mehr über die Familiengeschichte von Colin und Ellie, bzw. Ellies Vater erfahren.


    Ich bin gespannt wie es in Band 2 "Scherbenmond" weitergeht und wie sich die Beziehung zwischen Ellie und Colin entwickelt.

  3. Cover des Buches Die Hüterin der Welten (ISBN: 9783837005301)
    Sabine Schulter

    Die Hüterin der Welten

     (54)
    Aktuelle Rezension von: hope_stlp

    [Info]

    TITEL: Hüterin der Welten
    AUTOR: Sabine Schulter
    VERLAG: BoD
    SEITENANZAHL: 548 Seiten
    PREIS: 16,99€
    ISBN: 978-3837005301
    ERSCHEINUNGSDATUM: 31. Mai 2016


    [Inhalt]

    Néle wollte nur Abstand von ihrer Arbeit und vor allem von ihrem Ex-Freund, der sie schamlos Betrogen hat. Doch auf dem Weg zu ihrer Schwester gerät Néle irgendwie in eine ihr völlig Fremde Welt, in der sie zugleich beinahe von einer wilden groß Katze gefressen und einer Horde Nashorn ähnlicher Wesen zertrampelt wurde. Glücklicherweise wurde sie von den stattlichen Rittern Mathey und Liam, wie deren Kameraden gerettet. Spätestens nach der Begegnung mit den Männern in schillernder Rüstung war ihr Bewusst, dass sie nicht mehr in ihrer Welt war. Nach dem sie den ersten Schock verdaut hatte, bescherte Mathey ihr den nächsten. Er offenbarte ihr, dass seine Welt im Krieg war, so wie die vielen anderen Welten, die existierten, und dass nur sie sie retten konnte.


    [Meine Meinung]

    Begeistert hat mich das Buch leider nicht. Ich war ziemlich gespannt auf das Buch. Das Cover hat mich sofort angesprochen und der Klappentext hat mich noch neugieriger auf das Buch gemacht. Leider wurde ich doch etwas enttäuscht. Der Schreibstil hat mir, wie oben bereits erläutert, einfach nicht zugesagt und die Autorin konnte mich auch nicht fesseln. Mit dem Buch kam ich nur schleppend voran, weshalb ich es auch immer wieder aus der Hand legen musste. Die Idee hinter der Geschichte fand ich sehr interessant, jedoch war die Umsetzung nicht all zu gut. Immer wieder waren stellen, die einfach unnötig waren und die man hätte weglassen können. Teilweise waren auch die Kapitel so ellen lang, was mir zusätzlich noch die Lust am lesen genommen hat.
    Was mir jedoch gut gefallen hat, waren die Charaktere. Mathey und Liam haben mich einfach von Anfang an begeistert und haben sich schnell ein Platz in meinem Herzen ergattert.
    Die Frage, mit wem der beiden die liebe Néle zusammen kommt, hat mich dann doch immer wieder weiter lesen lassen.
    Wer ist nun Schluss endlich geworden ist, verrate ich jetzt nicht, dass könnt ihr selbst herausfinden, falls es euch interessiert.
    Wer nicht das ganze Buch abwarten kann hier ein Tipp: Auf der letzten Seite erfahrt ihr es

    Fazit: Ich bin ziemlich geteilter Meinung über das Buch. Einerseits waren die Charaktere wirklich toll und ansprechend, andererseits war das Buch doch ganz schön langatmig und schleppend. Deshalb kann ich das Buch nicht wirklich weiterempfehlen. Wenn euch der Klappentext anspricht, lest einfach mal rein und bildet euch eine eigene Meinung.
  4. Cover des Buches Splitter (ISBN: 9783868007404)
    Sebastian Fitzek

    Splitter

     (2.273)
    Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen

    "Splitter" macht nicht nur durch seinen kurzen, aber gänsehautauslösenden Klappentext oder seinen eindrucksvollen Titel in Kombination mit einem gelungenen Buchcover absolute Lust das Buch sofort aufzuschlagen. Schon die ersten fünfzig Seiten haben mich ziemlich zur Konzentration gezwungen, weil es mir sehr wirr vorkam. Was gehört zum Anfang und was zum Ende und wo beginnt der Abgrund?
    Für mich ist dieser Thriller eine absolute Bombe. Jetzt noch fällt es mir schwer mir all das vorzustellen. Es gibt einen jungen Mann, der Dinge erlebt, wo man sich zwangsläufig fragen muss: Was ist real und was nicht? Leidet der Hauptprotagonist jetzt an einer psychischen Störung und bildet sich alles nur ein, oder steckt er doch schon in einem Experiment fest, von dem er nichts bewusst wahrnimmt?
    Und dann die Erzählungen über seinen Bruder, dessen Teil des Buches mehr als grausam ist und der sich sehr schlecht einschätzen lässt.
    Für mich war nicht klar, wie sich diese zwei Handlungsstränge am Ende ineinanderfügen sollten, aber Fitzek hat wirklich großartige Arbeit geleistet, weil sich genau diese Frage nach Abschluss des Buches nicht mehr stellt.

    "Splitter" ist der perfekte Buchtitel. Zunächst ist er einfach nur ein Splitter, der im Nacken von Marc Lucas steckt, den er bei dem Autounfall abbekam und der nicht operativ entfernt werden kann. Mit Medikamenten wird dafür gesorgt, dass der Körper den Splitter nicht bösartig abstößt und Marc muss mit jeder Bewegung vorsichtig sein um die Verschiebung zu vermeiden - sonst droht ihm die Querschnittslähmung.
    Im weiteren Verlauf entwickelt sich dieser Splitter aber im übertragenen Sinne. Ganz viele kleine Splitter, die nach einer Auflösung schreien. Und - mein absoluter Favorit - die Aufzeichnungen seiner Frau, dessen Überschrift Splitter ist. Einfach nur GÄNSEHAUT PUR! Und Angst vor dem weiterlesen. Ich glaube während des Lesens habe ich mich gefühlt wie Marc selbst: Ungläubig, misstrauisch, verwirrt und trotzdem auf dem Weg nach vorne zu preschen um die Wahrheit zu erfahren, nur um dann festzustellen, dass der Höllentrip meines (Leser-)Lebens in etwas endet, wo man einfach nur hysterisch auflachen und losweinen möchte.

    Die Charaktere - allen vorran Marc selbst - haben mich richtig fesseln können!! Marc ist absolut nicht der klassische Hauptcharakter. Als gelernter Anwalt Streetworker werden - wieviele Menschen gibt es von dieser Sorte? Die ihre guten Eigenschaften für das Gute einsetzen ohne viel dafür zu verlangen? Andererseits gibt es dann wieder seinen Bruder Benny, zu dem er jeglichen Kontakt meidet, der sich bereits versucht hat das Leben zu nehmen und der bereit ist selbst Grauen zu verbreiten um sein eigenes Leben zu schützen. Wo sind diese beiden Personen sich irgendwie ähnlich, dass sie Brüder sein könnten? Und am Ende war auch diese Frage wieder überflüssig.
    Jeder Charkter wurde perfekt ausgearbeitet und in Szene gesetzt. Die verschiedensten Eigenschaften wurden eingebaut und bis zum Ende blieb der nagende Zweifel welcher Person man nun vertrauen kann. Einfach großartig!

    Klopfendes Herz, offener Mund, aufgerissene Augen, Unglauben und ein What the fuck-Ausruf auf den Lippen - so habe ich Splitter beendet.
    Sebastian Fitzek hat wirklich alles dafür getan um den Leser genauso wahnsinnig zu machen, wie seinen Hauptprotagonisten! 

    Fazit:

    Dieses Buch hat mir jegliches Zeitgefühl genommen und mich pausenlos - und an vielen Stellen atemlos - durchlesen lassen. Ein richtiges Schockererlebniss, wo ich hinterher starke Probleme hatte das Gelesene zu verstehen und zu verarbeiten. Es war eine wahnsinnige Reise mit extrem vielen Wendungen, die stellenweise so schnell passierten, dass ich gar nicht mehr mitkam und manche Absäte nochmal überfliegen musste um mir der aktuellen Handlung wirklich bewusst zu werden.
    Sebastian Fitzek hat - wie in seiner Dankessagung erklärt - sich einfach mal auf die Vorstellung Erinnerungen vergessen eingelassen und seine ganz eigene Geschichte zusammengestrickt. Die Idee zu diesem Buch kam ihm in einem Gespräch mit einem Neurochirugen.
    Dieses Buch macht in meinen Augen besonders deutlich, wie vielschichtig das menschliche Gehirn ist und auch wenn ich keine Neurobiologin bin oder mich Experte für psychische Krankheiten nennen darf, kamen mir die detaillreichen Erklärungen in diesem Thriller sehr glaubhaft vor.
    Ich kann dieses Buch absolut weiterempfehlen. Vorallem für Leute, die sich für Geisteskrankheiten interessieren und durch was sie ausgelöst werden können.Ganz besonders nahe legen möchte ich dieses Buch den Fans von Thrillern, die krasse Wendungen lieben bis sich das Gehirn verknotet. Für Euch dürfte dieses Buch ein Bällebad sein, in dem man sich schön rumwälzen kann. :)

  5. Cover des Buches Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht (ISBN: 9783846601143)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

     (586)
    Aktuelle Rezension von: NadineK

     Ich bin von Elias und Laias Geschichte einfach nur sehr angetan. Die zwei ziehen los, um Laias Bruder aus dem Gefängsnis zu befreien, da er eine wichtige Rolle spielt für die Rebellen. Es war sehr spannend und das die ganze Zeit. Laia und Elias konnten einem fast ein wenig leid tun, dass ihnen fast gar keine Pausen gegönnt waren von all der Action und dem Blutvergießen. Alles in allem aber eine sehr runde, großartige Geschichte mit einem fiesen Plot-Twist, der mich persönlich sehr überrumpelt hat.

    Ich freue mich schon riesig auf den dritten Band.

  6. Cover des Buches Der Weg der Könige (ISBN: 9783453317109)
    Brandon Sanderson

    Der Weg der Könige

     (263)
    Aktuelle Rezension von: Wortbibliothekar

    Meinung:

    Der Weg der Könige liegt bereits eine ganze Weile auf meinem Stapel der ungelesenen Bücher und harrte dort vor allem wegen seiner Dicke seiner Dinge. Und nunmehr bereue ich es, dass ich das Buch so lange habe liegen lassen.

    Band 1 der Sturmlicht-Chroniken hat mir sehr gut gefallen. Von der ersten bis zur letzten Seite haben mich sowohl die Handlung, als auch diese Welt wie auch die Figuren in ihren Band gezogen.

    Die Figuren sind alle sehr spannend, interessant und tiefgründig durchdacht. Jede der Geschichten birgt eine eigene Erwartung und macht auf seine Weise neugierig, wie es mit der jeweiligen Figur weitergehen wird. Jeder verfolgt seine eigene Mission und doch laufen die Geschichten auf die eine oder andere Weise ineinander und erweitern diese riesige Welt.

    Einzig Schallans Sicht war an manchen Stellen etwas sehr viel Infodump. Aber auch ihr Auftrag macht durchaus neugierig, gerade wie ihre Geschichte noch mit den anderen zusammenlaufen wird.

    Die Welt und deren Geschichte ist interessant und sehr weitläufig und wird dem Leser durch den Schreibstil und die Figuren nach und nach näher gebracht und weiter erklärt. Mir hat gefallen, wie man als Leser oft auch einfach vor Dinge gestellt wird, ohne die großartig erklärt zu bekommen und erst nach und nach – wenn der Leser den Begriff verordnen kann – die Informationen gegeben werden, um die Begriffe dann vollends zu verstehen. Bei der Fülle der Welt ist das eine sehr angenehme Methode, Bilder zu erzeugen.


    Fazit:

    Ein hervorragender und spannender Auftakt zu einer großen Reihe, der mir beim Lesen viel Freude bereitet hat und dem ich die Dicke nicht angemerkt habe.

  7. Cover des Buches Das Vermächtnis der Grimms - Wer hat Angst vorm bösen Wolf? (ISBN: 9783959918312)
    Nicole Böhm

    Das Vermächtnis der Grimms - Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

     (274)
    Aktuelle Rezension von: Shaylana

    Ich mochte total die Verflechtung der verschiedenen Zeitebenen und das alles miteinander verbunden ist und jeder Charakter eine tiefere Bedeutung hat. Die Mischung aus FBI Ermittlungen in unserer Zeit und der phantastischen Welt der Märchen auf der anderen, war äußerst gelungen. Die Spannung reißt an keiner Stelle. Und ständig diese Aha-Momente, wenn einem klar wird, was miteinander zusammen hängt. Ich hätte mir noch mehr Zeit in der Märchenwelt gewünscht, aber vielleicht kommt das in Band 2 noch. 


  8. Cover des Buches Spiegelsplitter (ISBN: 9783551300447)
    Ava Reed

    Spiegelsplitter

     (378)
    Aktuelle Rezension von: Nardi_Da_Vinci

    In der ersten Hälfte des Buches passiert praktisch nichts. Sie war super langweilig und eigentlich wollte ich das Buch gerade weglegen, als Spannung ins Spiel kam. In der zweiten Hälfte überschlugen sich die Ereignisse, was es durcheinander gemacht hat. Die Grundstory hat wirklich Potenzial, auch wenn ich sagen muss, dass das Ende für mich absolut unnötig war, sondern nur dazu diente einen Grund für einen weiteren Teil an den Haaren herbeizuziehen. Ich hätte mir gewünscht, dass der zweite Teil der Reihe die Seelenverwandtschaft in den Fokus stellt, was sich dann wohl nicht bestätigen wird. Ich habe den zweiten Teil aber schon bestellt gehabt und werde ihn auch lesen als Abwechslung zwischendurch. Schade die Story hat so viel Potenzial, aber es wird leider nicht in die Tiefe gegangen.

    Ich würde dieses Buch trotzdem jedem Fantasy-Fan empfehlen, denn ich glaube dafür ist das Buch gemacht und weniger für Romantikerinnen wie mich. 

  9. Cover des Buches Die Dreizehnte Fee - Entzaubert (ISBN: 9783959911320)
    Julia Adrian

    Die Dreizehnte Fee - Entzaubert

     (535)
    Aktuelle Rezension von: Buechervorhersage

    Die Fortsetzung der dreizehnten Fee hat mir sehr gut gefallen. Das Buch war von Anfang bis Ende spannend und voll von überraschenden Wendungen. Diese Geschichte ist einfach mal was Anderes und fühlt sich an wie ein Märchen über Märchen. Es zeigt, wozu Menschen und andere Wesen fähig sind, im Guten wie im Bösen. Ich liebe die Reihe jetzt schon und freue mich auf den letzten Band.

  10. Cover des Buches Splitter (ISBN: 9783785742099)
    Sebastian Fitzek

    Splitter

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Petra_Mayer

    Eine spannende Geschichte mit vielen interessanten Wendungen,

  11. Cover des Buches Die Schöpfer der Wolken (ISBN: 9783959910989)
    Marie Graßhoff

    Die Schöpfer der Wolken

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Nics_Gedanken

    Die Geschichte klingt zwar echt krass und interessant war es dann aber nicht ebenso wenig die Protagonisten. Alles zu flach und ohne Tiefe. Alles nur angedeutet ohne Aussicht auf mehr. Hier fehlte mir die Entfaltung. Kann man lesen muss man nicht.

  12. Cover des Buches Seelenlos (ISBN: 9783961116003)
    Juliane Maibach

    Seelenlos

     (16)
    Aktuelle Rezension von: die_Buecherschlange

    Die Flucht vor den Thungass führt Gwen und ihre Freunde wieder in Ahrins Reich, doch dort wartet eine böse Überraschung auf sie. Ahrin plant einen Krieg und hat den Hass bei den Thungass durch den Mord an der Fürstentochter weiter angeheizt. Und auch die anderen Fürsten wollen mitmischen und einen Teil vom Kuchen abhaben. Doch leider wird Ahrin von allen maßlos unterschätzt, hat er doch noch eine Geheimwaffe von der nur Gwen etwas weiß. So teilen sie und ihre Weggefährten sich auf, um die anderen Fürsten zu warnen und Verbündete zu gewinnen. Doch die Fürsten glauben ihnen nicht...


    Ich finde es super, dass der Leser nun auch andere Länder und Fürsten kennenlernt. So wird die Welt ein Stückchen größer und bekommt mehr Tiefe. Das hätte gerne auch schon eher passieren dürfen. Und ich hätte gerne eine Karte im Buch gehabt. ;)


    Die große Schlacht war gut ausgearbeitet. Es hat alles schön ineinander gegriffen und die Kämpfe waren realistisch. Es sind natürlich auch Charaktere gestorben, sonst wäre es schon etwas unglaubwürdig. Für meinen Geschmack hat am Ende aber alles etwas zu gut gepasst. Also wer Happy Ends mag, ist hier richtig. ;)


    Im Großen und Ganzen ist diese Buchreihe wirklich zu empfehlen. Es war spannend von Anfang bis Ende und die Autorin hat überraschende Wendungen eingebaut, sodass das Ende nicht vorhersehbar ist. Einfach klasse! 

  13. Cover des Buches Splitter aus Silber und Eis (ISBN: 9783551584366)
    Laura Cardea

    Splitter aus Silber und Eis

     (287)
    Aktuelle Rezension von: Beanie_Miss

    Ich muss gestehen, dass dies mein zweiter Anlauf mit dem Buch war. Beim ersten Mal, vor ca zwei Jahren, habe ich es abgebrochen 🙈

    Diesmal habe ich durchgehalten und die Geschichte um Veris bis zum letzten Satz gelesen. 

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm. 

    Veris ist eine starke Protagonistin, zu der ich jedoch emotional nicht wirklich eine Bindung aufbauen konnte. Das gleiche gilt leider auch für Nevan und den ganzen Verlauf der Story. Im Gegenteil, ich war recht schnell genervt von dem doch recht kindischem Verhalten der beiden. 


    Das Setting ist ausdrucksstark und es war wirklich einfach mir die Welt vorzustellen. Allerdings wurde vieles für mich unnötig in die Länge gezogen, so wurde die Story doch recht schnell zäh und trocken. Ab der Mitte wird es dann vorhersehbar und der leichte Spannungsbogen flacht komplett ab. 


    𝑭𝒂𝒛𝒊𝒕 :

    Splitter-Aus Silber und Eis war leider so gar nicht meins. 


    2/5⭐️

  14. Cover des Buches Die Kinder des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453319554)
    Frank Herbert

    Die Kinder des Wüstenplaneten

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Nach dem Ende von Band 2 kommt man zu der Überzeugung, dass in Band 3 naturgemäß Alia und Pauls Kinder ins Zentrum der Handlung rücken. Eine Überlegung, die sich bereits auf den ersten Seiten bewahrheitet. Allerdings in einem Umfang, was man so nicht vermuten würde. Denn diesmal geht es um all die Leben, welche sowohl Alia, als auch die Zwillinge in sich tragen. Während Alia mit einer zunehmenden Machtgier ins Zentrum der Handlung rückt, bleibt bei Leto und Ghanima erstmal unklar, in welche Richtung sich die beiden entwickeln.

    Klar hervor arbeitet sich dies erst, als Lady Jessica nach Arrakis zurückkehrt. Sie weiß bereits um das Schicksal ihrer Tochter und dem was die Schwesternschaft für ihre Enkel vorgesehen haben. Was Jessica jedoch nicht bedacht hat ist der Umstand, dass gerade Leto außerhalb dieser festgesetzten Regeln aggieren wird.

    Zu Anfang dümpelt die Handlung ein wenig dahin, was sich schlagartig ändert, als Leto und Ghanima gezwungen sind unabhängige Wege zu  bestreiten. Hier wird insbesondere der Fokus auf Leto gerichtet, was interessant anmutet, gelegentlich jedoch in zu vielen Längen der unzähligen Leben ausschweift. Leto wird dabei allerdings klar, dass der Wüstenplanet so, wie er jetzt besteht, keine Zukunft haben wird. Dies zwingt ihn zu drastischen Maßnahmen. Entscheidungen, welche in meinen Augen, ruhig etwas mehr ausgebaut gehört hätten. So bleibt alles eher in einem dunstigen Nebelschleier, der am Ende zwar seine Auflösung findet, aber ein etwas unbefriedigtes Gefühl zurücklässt. Die Nebenfiguren bekommen diesmal dafür mehr Platz eingeräumt, was in mancherlei Hinsicht wieder einen guten Fokus auf die Story liefert, da man sie somit aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann.


    Fazit: Band 3 ist eine deutliche Steigerung zu den ersten beiden Bänden. Es geht nach wie vor um die Macht auf dem Wüstenplanet, wobei diesmal die Handlung besonders komprimiert ist. Zugleich bekommt man einen Einblick in die Verhaltensmuster der Verwandten der Atreides, obwohl es sich hier immer nur um kurze Augenblicke handelt.

  15. Cover des Buches Seelenlos (ISBN: 9783961115969)
    Juliane Maibach

    Seelenlos

     (102)
    Aktuelle Rezension von: EulenzaubersBuecherkiste

    Meine Meinung: Ich habe diese Geschichte als Hörbuch begonnen, und war quasi sofort gefesselt … an meine Kopfhörer. Ich konnte nicht mehr aufhören, wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht, und so habe ich Gwen auf ihrer Reise in eine für sie fremde, faszinierende und gefährliche Welt begleitet und mit ihr und ihren neugewonnen Gefährten Tares, Asreel und Niris aufregende und kühne Abenteuer erlebt. Sie alle haben unterschiedliche Motive, warum sie sich gemeinsam auf die Suche begeben, und das Rätseln und mitfiebern macht diese Suche auf für den Leser extrem aufregend. Das Zusammenwachsen der so unterschiedlichen Personen ist interessant, das Eintauchen in ihre Persönlichkeiten sehr aufschlussreich.

    Gwen ist eine tolle Protagonistin. Selbstständig und äußerst strukturiert geht sie durchs Leben, als sie nach dem Tod des ihr beinahe fremden Großvaters plötzlich in eine für sie gänzlich unbekannte Welt mit faszinierenden und gefährlichen Wesen hineingezogen wird. Sie zeigt Stärke, beweist Tatendrang und Organisationstalent, in dem sie versucht, beide Leben für sich in Einklang zu bringen. Das ist allerdings schwer, denn sie unterscheiden sich grundlegend, und obwohl sie ihr Bestes gibt, entfremdet sie sich von Freunden und Familie. Ihr innerer Zwiespalt ist groß, doch der Wille, mehr zu erfahren, ebenfalls. Als sie bei ihrem ersten Besuch hinter dem Taschenspiegel unvermittelt auf Tares trifft, ahnt sie noch nicht, was sie erwartet, doch mit jedem Tag kommt sie dem Geheimnis, das hinter all den Ereignissen steckt, weiter auf die Spur.

    Tares ist geheimnisvoll, düster und dennoch beschützend. Man vermutet sofort, dass hinter seiner teils abweisenden Fassade so viel mehr steckt, und man wird nicht enttäuscht. Er zeigt sich facettenreich und ist gewiss einer meiner Lieblingsbuchcharaktere seit langem. Diesen Platz muss er sich allerdings auch mit Asreel teilen, der der Nebencharakter hat sich, trotz einiger gewagter Aktionen, ebenfalls in mein Leserherz geschlichen. Bei Niris bin ich allerdings noch sehr unsicher. Was sie betrifft, ist noch Einiges offen, und ich bin gespannt, wie sie sich im nächsten Band entwickeln wird und was man über sie erfährt.

    Die Geschichte selbst fand ich unglaublich gut, die Spannung blieb durchwegs hoch und es gab immer wieder Neues zu entdecken. Ich mochte das Konzept mit den Splittern, es war interessant, wie Gwen ihre Fähigkeit, diese zu finden, immer weiter ausgereizt hat, und ich fand es faszinierend, mit ihr gemeinsam diese Welt zu erkunden und so manches Geheimnis zu lüften.
    Der Schreibstil ist wunderbar. Alles wird sehr bildlich, wortgewaltig und dennoch leicht verständlich dargestellt. Die Darstellung der Charaktere ist überzeugend. Es mangelt nicht an Emotionen, die gut rüberkommen. Die Sprecherin hat dies alles zudem ganz wunderbar vermittelt.
     Ein tolles Hörerlebnis, welches ich nur zu gern weiterempfehle!

  16. Cover des Buches Der Spiegel von Feuer und Eis (ISBN: 9783570305027)
    Alex Morrin

    Der Spiegel von Feuer und Eis

     (296)
    Aktuelle Rezension von: Luisa0706

    Dieses Buch hat mir wie alle Bücher von Lynn Raven sehr gut gefallen. Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Morgwen und Cassim fand ich super detailliert beschrieben und ich konnte mir die beiden bildlich vorstellen. Auch dass Cassim so eine starke Persönlichkeit ist fand ich super. Alle Hauptcharaktere hatten ziemlich unterschiedliche Persönlichkeiten. Die Geschichte an sich hat mich etwas an Kuss des Kjer von Lynn Raven erinnert was mich aber überhaupt nicht gestört hat.. Wie Detailliert die Autorin die Fantasywelt beschrieben hat fand ich sehr schön. Man konnte sich direkt hineinversetzten. Das Buch fand ich durchgehend spannend und es gab einige (für mich zumindest) unvorhergesehene Wendungen die das Ganze noch spannender gemacht haben. Das Ende fand ich super romantisch. Gerne würde ich mir auch von diesem Buch eine Fortsetzung wünschen. Der Berg meiner Lieblingsbücher hat sich mit Der Spiegel von Feuer und Eis um noch ein Buch von Lynn Raven erhöht.

  17. Cover des Buches Der Pferdeflüsterer (ISBN: 9783746627687)
    Nicholas Evans

    Der Pferdeflüsterer

     (488)
    Aktuelle Rezension von: Drachenfels

    Berührende Mutter-Tocher-Geschichte, und eine sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte. Das Buch beleuchtet eher die Beziehungen zwischen den Menschen, als zwischen Mensch und Pferd. 

    Mich hat die Geschichte mitgerissen. Und auch den Film fand ich schön, obwohl er sich vom Buch sehr unterscheidet.


  18. Cover des Buches Divinitas (ISBN: 9783959910224)
    Asuka Lionera

    Divinitas

     (214)
    Aktuelle Rezension von: Lilli_A

    Inhalt:

    Von den Elfen verachtet und den Menschen gefürchtet hat sich die Halbelfe Fye in die Abgeschiedenheit zurückgezogen. Doch sie wird enttarnt und gefangen genommen und an der Schwelle von Leben und Tod gerät sie in eine uralte Fehde. Wer meint es ehrlich mit ihr – der verfluchte Prinz oder der strahlende Ritter?

     

    Miene Meinung:

    Ich hatte das Buch jetzt schon eine ganze Weile bei mir im Regal stehen und habe es dann jetzt doch endlich gelesen. Ich schreibe diese Rezension jetzt so mit gemischten Gefühlen, weil mir das Buch an sich wirklich gut gefallen hat, mich aber trotzdem eine ganze Reihe an Dingen gestört hat. Ich versuche meine Kritikpunkte mal zusammenzufassen:

    Insgesamt ist für mich zu viel Handlung auf zu wenige Seiten gedrückt. Das hat zwar den Vorteil, dass keine Längen entstehen, das Gegenteil ist der Fall. Mir kommt es beinah so vor, als würde die Geschichte sehr Rasen. Außerdem ist alles ein wenig durchschaubar.

    Was mich ebenfalls ziemlich stört ist der Klappentext, auch wenn man den jetzt nicht unbedingt mit in die Bewertung ziehen sollte. Ich erläutere trotzdem kurz, warum er mich so stört: Natürlich soll durch den Klappentext Spannung erzeugt werden, aber es kommt mir nach lesen des Buches so vor, als passt der Text nicht so richtig zum Buch, und als würde zwei Sätze zutreffen, man sich dann aber beim letzten Satz (bzw. rhethorische Frage) gedacht hat: Okay das ist jetzt ein wenig zu kurz, hängen wir noch was dran. Denn beim Lesen des Buches wird genau drei Seiten nachdem man die zweite der genannten Personen kennengelernt hat klar, mit welchem Namen die Frage beantwortet werden kann. Aber wahrscheinlich rege ich mich gerade zu Unrecht darüber auf und alle anderen fanden den Klappentext super. Ich wollte dennoch kurz meine Meinung darüber kundtun, auch wenn ich das nicht mit in meine Bewertung einfließen lasse.

    Auch die Charaktere finde ich in den Grundzügen toll, allerdings sind ihre Handlungen meiner Meinung nach sprunghaft und unüberlegt, was mich hin und wieder ziemlich irritiert hat.

    Zum Cover noch kurz ein Wort: Das hat mir tatsächlich auch nicht so sehr gefallen. Mir gefällt die Farbzusammenstellung ganz gut, aber die (in Ermangelung eines besseren Wortes nenne ich es jetzt mal) Collage, bestehend aus dem Wolf und Mensch (bzw. Halbelfe) verziert mit etwas Blumenrankenartigem in der Ecke finde ich jetzt nicht überragend, aber naja jedem gefällt ja etwas anderes.

    Außerdem bin ich mir, auch nachdem ich dieses Buch und „Falkenmädchen“, was quasi die Vorgeschichte von „Divinitas“ bildet, in welcher Reihenfolge man die beiden Bücher lesen sollte. Ich habe mit Divinitas angefangen, und halte es auch so herum für richtig, zum einen, weil die Bücher auch in dieser Reihenfolge erschienen sind aber auch, weil man in „Falkenmädchen“ meiner Meinung nach bereits zu viel über den Fluch des Prinzen erfährt.

    Was ich allerdings ziemlich gut fand ist die Idee hinter dem Buch.

    An sich hat mir die Handlung ziemlich gut gefallen, wenn man von dem oben genannten mal absieht. Die Idee des Fluchs und die Unterdrückung der Halbelfen und was eigentlich dahintersteckt fand ich wirklich super, aber ich denke, dass man da mehr hätte draus machen können.


    Der Schreibstil war auch sehr gut zu lesen, und die beiden eben genannten Punkte waren so überwiegend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, weshalb ich „Divinitas“ auch 4 Sterne gebe, trotz aller Kritikpunkte.

  19. Cover des Buches Traumsplitter (ISBN: 9783453534162)
    Tanja Heitmann

    Traumsplitter

     (168)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Eine sehr interessante Geschichte über Träume, Freundschaft, Familie und die Liebe. Ella ist eine lebensfrohe Frau, die mehr vom Leben will und bekommt. Sie greift nach den Sternen und nach ihren Träumen und lässt sie davon nicht abbringen. Sie passt sich an, aber verbiegt sich nicht. Gabriel ist ein Mann mit sehr vielen Geheimnissen. Der Verlauf ist interessant und zuerst lernt man sie kennen, die Charaktere und manchmal war es etwas langatmig. Es dauerte, bis die Magie der Geschichte begann. Erst im letzten Viertel wurde es sehr interessant und spannend. Obwohl ich hier auch so meine Probleme beim Lesen hatte. Manches verstand ich nicht, anderes hätte ich gerne mehr gehabt und wusste nicht wirklich, was jetzt eigentlich los ist.

  20. Cover des Buches Shutter Island (ISBN: 9783257243352)
    Dennis Lehane

    Shutter Island

     (280)
    Aktuelle Rezension von: Horatio-Buecherliebe

    Das erste frostige und verregnete Wochenende dieses Winters. Draußen ist es früh dunkel geworden und meine neue Lektüre „Shutter Island“ von Dennis Lehane liegt schon auf dem Tisch bereit. Eine mysteriöse, fesselnde, ja auch schockierende Geschichte. Genau der richtige Roman für ein durchgelesenes Wochenende.

    Der aus Boston/Massachusetts stammende Dennis Lehane war Ende der 90er Jahre mit seiner Hardboiled-Krimireihe um das toughe Ermittlerduo Kenzie und Gennaro bekannt geworden. Im Jahr 2003 veröffentlichte er dann „Shutter Island“. Obwohl dieses Buch ebenfalls einige Elemente eines Kriminalromans aufweist, fällt es schwer es einem bestimmten Genre zuzuordnen. Lehane selbst beschrieb den Roman als Mischung aus den Werken der Bronte Schwestern und dem Film „Invasion of Body Snatchers“. Das klingt zwar äußerst ambitioniert, trifft die Sache aber recht genau. Tatsächlich finden sich in „Shutter Island“ Elemente des Hardboiled-Kriminalromans, der Schauergeschichte, des Pulps und nicht zuletzt auch des Psychothrillers. Eine aufregende und raffinierte Mischung, die auch bestens funktioniert.


    Wenn Sie einmal hier sind, kommen Sie nicht mehr weg.


    Die Geschichte beginnt als Routinefall. Wir schreiben das Jahr 1954. Der US-Marshal Edward „Teddy“ Daniels ist vor Boston auf einer kleinen Fähre zu der in Küstennähe gelegenen Insel „Shutter Island“ unterwegs. Auf der ansonsten unbewohnten Insel befindet sich, in einer ehemaligen Kaserne untergebracht, das „Ashcliffe Hospital“. In der Sprache der Zeit eine „Nervenheilanstalt“ und „Irrenhaus für geistesgestörte Straftäter“. Eine Einrichtung für die allerschwersten Fälle des Landes.

    Die Kindsmörderin Rachel Solando ist aus dem Hospital ausgebrochen. Aus einer verschlossenen Zelle, durch schwer bewachte Korridore, über eine tödliche elektrische Barriere, auf einer vom kalten Ozean umtosten unbewohnten Insel. Das klassische „Locked Room“ Szenario. Teddy Daniels hat den Auftrag, sich um den mysteriösen Fall zu kümmern. Er wird begleitet von seinem neuen Partner, dem US-Marshall Chuck Aule. Nach einer etwas wackligen Überfahrt gehen Daniels und Aule gemeinsam am kleinen Anleger der Insel von Bord. Ein schwerer Sturm ist angekündigt.

    Die beiden US-Marshals werden vom stellvertretenen Direktor der Anstalt in Empfang genommen, der von mehreren „Krankenwärtern“ begleitet wird. Es befinden sich auffallend viele Wärter, Pfleger und Bedienstete in der Anlage. Die Einrichtung besteht aus drei streng voneinander abgeschotteten Bereichen. Die Stationen A und B als Männer- bzw. Frauenstationen, und die abgelegene, festungsartig gesicherte Station C für die ganz besonders schweren, gefährlichen Fälle. Der Zugang zu Station C ist strikt untersagt. Und dann gibt es da noch den unheimlichen alten Leuchtturm auf den Klippen.

    Der Empfang auf der Insel fällt ausgesprochen kühl aus. Die Verantwortlichen der Anstalt treten den beiden Marshals merkwürdig distanziert, ja geradezu feindselig entgegen. Der dominante und unheimliche Anstaltsarzt Dr. Cawley kann, oder will, die rätselhaften Umstände des Verschwindens der Kindsmörderin nicht aufklären. Ganz im Gegenteil, der Fall wird immer mysteriöser. Die hochintelligente Flüchtige hat eine kryptische, verschlüsselte Botschaft hinterlassen. Ein bloßes Zahlenspiel, eine Nachricht? Und wenn ja, an wen?

    Während der Sturm heraufzieht, wird auch die Atmosphäre innerhalb der Anstalt immer düsterer. Bei Daniels und Aule verstärkt sich der Verdacht, dass die ärztliche Leitung in dubiose Machenschaften und Behandlungen jenseits der Legalität verstrickt zu sein scheint. Drogenexperimente im Auftrag der Regierung, militärische Forschung an den psychisch kranken Insassen? Lobotomien und andere illegale Operationen? Und was geschieht in dem weit abgelegenen Leuchtturm?

    Früh zeigt sich, dass es auch um die geistige Stabilität des Marshals Teddy Daniels nicht zum Besten zu stehen scheint. Daniels ist dekorierter Kriegsveteran, der im zweiten Weltkrieg als amerikanischer Soldat und Offizier in Deutschland gekämpft hat. Er war an der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau beteiligt und wird von Schuldgefühlen und furchtbaren Kriegserinnerungen verfolgt. Schwer traumatisiert kann er offenbar nur noch mit Mühe seinen Alltag bewältigen. Immer wieder blitzen Episoden aus dem Krieg in seinen Erinnerungen auf. Wir erfahren zudem, dass seine junge Ehefrau vor kurzer Zeit bei einem tragischen Wohnungsbrand zu Tode gekommen ist. Dieses Unglück scheint mit der Anstalt auf Shutter Island in Verbindung zu stehen. Während der Hurrikan mit voller Wucht auf die Insel trifft und diese vollständig von der Außenwelt abschneidet, dringen die beiden Marshals immer tiefer in die Anlage vor. Die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen.

    „Shutter Island“ wurde äußerst geschickt aus Versatzstücken ganz unterschiedlicher, legendärer Roman- und Spielfilmklassiker zusammengesetzt. Die Referenzen, Anspielungen, Zitate und übernommenen Motive sind derart zahlreich, dass hier unmöglich auf alle eingegangen werden kann. Emily Brontes „Wuthering Heights“, Lovecrafts „Die Ratten im Gemäuer“, Kubricks „Clockwork Orange“, „Einer flog über das Kuckucksnest“ mit Jack Nicholson, Kubricks „Dr. Strangelove“ und nicht zuletzt natürlich H.G. Wells „Dr. Moreaus Insel“, die Liste der Reminiszenzen will einfach nicht enden.

    Dennis Lehane ist das Kunststück gelungen, mit diesen Versatzstücken nicht einfach nur zu zitieren, sondern ein ganz neues und völlig eigenständiges Werk zu schaffen. Der Roman hat ein ganz eigenes Thema und eine eigene Aussage. Nichts wirkt in „Shutter Island“ kopiert oder zielt lediglich auf einen billigen Effekt.

    Der raffiniert komponierte Roman entwickelt einen Sog, der die Lesenden tiefer und tiefer in die immer bizarre und unwirklicher erscheinende Welt der Anstalt hineinzieht. Eine intensive Atmosphäre der Paranoia und der Gewalt liegt über der Insel. Ein alptraumhaftes, dämonisches Szenario. Zu dem ständig wachsenden Gefühl allgegenwärtiger Bedrohung beginnen sich dann plötzlich auch noch die Perspektiven des Erzählers zu destabilisieren. Was ist Realität, was Paranoia? Nicht nur die beiden US-Marshals verlieren hier bald die Übersicht.

    Die durchweg spannende und raffiniert aufgebaute Handlung des Romans wird schließlich von einem großartigen und entscheidenden Plot-Twist gekrönt, durch den die Geschichte noch einmal eine sehr stimmige Wendung erfährt. Sehr überzeugend gemacht.

    In dem Buch „Shutter Island“ stimmt einfach alles. Das einzigartig komponierte, düstere Szenario ist auch ausgesprochen gut erzählt. Dennis Lehane ist ein meisterhafter Erzähler. Mit lässiger, teils ironischer Stimme führt er durch den Roman. Die knappe, leicht lakonische Tonlage passt ganz hervorragend zu den Geschehnissen und besonders auch zu den beiden Hardboiled-Ermittlern Daniels und Aule. Absolut gelungen.

    Bei so viel Begeisterung meinerseits kann man sich denken, dass ich den Roman am Samstag und Sonntag des besagten Winterwochenendes komplett, quasi an einem Stück, zu Ende gelesen habe.

    „Shutter Island“ ist eine Wucht. Düster, dämonisch, rätselhaft, spannend, intelligent und hervorragend erzählt. Eine fesselnde Lektüre. Ein Meisterwerk.

  21. Cover des Buches Black Hammer. Band 1 (ISBN: 9783962190811)
    Jeff Lemire

    Black Hammer. Band 1

     (6)
    Aktuelle Rezension von: NerdBlick
    Was wäre, wenn es auf der Erde eine Gruppe Superhelden gibt, welche gemeinsam gegen das Verbrechen kämpfen. Völlig normale Leute werden durch zufällige Ereignisse zu Superhelden oder sie sind nur Spione von anderen Planeten die uns studieren, wie auch immer sie sind Superhelden und kämpfen für Recht und Ordnung. Eines Tages entbrennt ein Kampf mit einem besonders fiesen Fiesling und die halbe Stadt wird in Schutt und Asche gelegt und die Superhelden sind einfach weg. Keine Leichen, keine Spuren, nichts! Sie sind einfach verschwunden. Und jetzt versetzte dich mal in die Rolle der Superhelden die plötzlich irgendwo in einem kleinen Dorf aufwacht, nicht wissen wo sie sind und auch irgendwie durch etwas im Dorf gefangen sind. Ihr könnt nicht weg, das Dorf nicht verlassen bis auf eine kleine Ranch die ihr nun bewohnt und bewirtschaftet. Ihr versucht euch in das Stadtleben zu integrieren, aber ehrlich gesagt wollt ihr einfach nur wieder nach Hause. Jetzt weiß du was die Helden in Black Hammer fühlen, weil ihn zufällig exakt das passiert ist.

    Es gibt dabei verschiedene Helden mit völlig unterschiedlichen Fähigkeiten. Der erste Band dient dabei vor allem der Vorstellung der einzelnen Charaktere. Ein Beispiel? Mark Markz gehört zu den Warlords vom Mars und ist eher minder einverstanden, das sein Volk gegen jeden erstmal einen Krieg anzettelt, auch gern gegen sich selbst. Eines Tages landet ein Raumschiff von der Erde auf dem Mars und der oberste Marsführer beschließt die Erde und seine Bewohner zu vernichten, doch Mark Markz schlägt vor die Menschen zu begrüßen oder durch ihre Formwandlung als Spion jemanden auf die Erde zu schicken und sie zu studieren und herauszufinden, ob sie Freunde oder Feinde sind. So schickt der Marsführer ihn auf die Erde, zum einen weil er das Vorgehen für aussichtslos hält und zum anderen, weil er Mark Markz und seine friedfertige Art nicht leiden kann.

    So lernt man zu Beginn alle Charaktere kennen und in jedem Kapitel wird ein Charakter genauer unter die Lupe genommen. Die Geschichte ist gut geschrieben und die Dialoge der unterschiedlichen Personen ist gut nachzuvollziehen. Der Autor Jeff Lemire (Autor vom Meisterwerk Descender) kann einfach gute Geschichten schreiben! Leider gefällt mir persönlich der Zeichenstil nicht so gut, es wirkt alles so gedrungen und auch die Umgebungen sind nicht so einnehmend wie in Descender.

    Aber alles in allem finde ich die Geschichte toll und die Charaktere sehr realistisch geschrieben. Der Stil, in dem der Comic gehalten ist, finde ich großartig, alles wirkt wie Comics aus den 60er/70er Jahren und hat so einen gewissen Retrotouch. Am Ende wurde noch mal ein kurzer Steckbrief für jeden Helden erstellt mit persönlichen Daten, Geschichte, Kräften, Waffen und dem Aussehen. Außerdem gibt es Notizen und Skizzen Zeichnungen.
  22. Cover des Buches Der Ruf der Klingen (ISBN: 9783453320901)
    Brandon Sanderson

    Der Ruf der Klingen

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Sharlence

    Mit "Ruf der Klingen" wird der dritte Band der Sturmlich-Chroniken Brandon Sanderson eingeleitet. Ich habe dieses Buch endlich lesen können und schäme mich dafür, es ein halbes Jahr in meinem Regal liegen gelassen zu haben, ehe ich es zu Hand genommen habe - denn der, im Deutschen, fünfte Teil war einfach nur atemberaubend!

    Von der ersten Seite an war ich total gefesselt. Die Geschichte setzt direkt an die Geschehnisse von Band 4 an und wir verfolgen, wie sich die Alethi in dem Turm von Urithiru einleben, dich koordienieren und zusammenarbeiten müssen. 

    Wie immer gibt es verschiedene Sichten, aus denen geschildert wird - aber es kommen auch immer mehr dazu: Dalinar, Adolin, Kaladin und Schallan sind Pflicht. Aber auch Navani, Jasnah und Brücke Vier sowie Moasch kamen gerade im letzten Dritten zum Einsatz. Gerade die Kapitel mit Brücke Vier haben mir besonders gut gefallen, die Charaktere, die man in Band 1 und 2 zu lieben gelernt hat, haben hier ihre eigene Stimme bekommen! Man erfährt so viel über die Charaktere, die dadurch eine ganz neue Tiefe erhalten haben.

    Auch die Charakterentwicklung war wieder da - vor allem bei Schallan merkte ich es sehr deutlich, wie sehr sie sich im Gegensatz zu ihrem ersten Auftritt verändert hat. Aber auch die Charakterentwicklung von Renarin fand ich toll! Ich mochte den jüngeren der Kholin-Brüder schon immer und fand es schade, dass er oft nur am Rande drankam. Aber jetzt, in Teil 5 fäng Renarin an, sich seine eigene Rolle zu suchen und ich finde es sehr spannend, dabei sein zu dürfen und seinen Werdegang in Erfahrung zu bringen.

    Dann die Geschichte - es gibt mehrere große Handlungsstränge und puh, ich hoffe, ich bekomme alle halbwegs auf die Reihe xD 

    Schallen, die versucht, die Geheimnisse des Turms zu lüften und dabei auf noch mehr Mysterien stößt, ihre Zusammenarbeit mit den Geisterblütern, um an Informtationen über ihren Bruder zu kommen, ihr Lichtweben ... Oh, und die Gespräche mit Muster waren wieder einmal herrlich. Ich sage nur: KEINE PAARUNG! XD 

    Kaladin, der versucht, die verwandelten Parscher zu erforschen, Brücke Vier beibring, Sturmlicht in sich aufzusaugen und abei Pläne schmiedet, Kholinar zu retten. Gerade der Part mit den Parschern war ebenfalls sehr, sehr spannend! Ich mochte es total, zu sehen, wie sie sich seit dem Ewigsturm entwickelt haben und bin an mehreren Stellen überrascht worden. Das ist ein Punkt, den ich in den Büchern so nicht erwartet habe und er hat mir dadurch irgendwie nur umso besser gefallen.

    Und Dalinar, der sich zu seiner Liebe zu Navani bekennt und herausfindet, was eigentlich die Wüstwerdungen bedeuten, die Bringer der Leere und was die Herolde getan haben. Da wurde sogar der Bogen zum Prolog von Band 1 geschlagen (!) und alles hat ein halbwegs logisches Bild ergeben - mit den ganzen Fragen und Geheimnissen, die noch nicht beantwortet und erforscht wurden. Dieser Teil der Gschichte war sehr spannend und ich war aufgeregt wie ein kleines Kind, als ich die einzelnen Teile endlich zu einem Puzzle zusammensetzen konnte. Sein Weg, die großen Herrscher für seine Koaltion zu gewinnen, war überdies auch spannend, und man hat auch einen alten Charakter wiedergetroffen, den ich sehr genossen habe: Lift. Über sie gibt es auch eine Novelle und auf die freue ich mich auch schon sehr!

    Und Adolin, der damit beauftragt wird, den Mörder von Sadeas zu finden ... ja, ja ... Dieser Strang verbindet sich mit dem von Schallen und war wirklich spannend gestaltet. DIe Auflösung war genial!

    Und dann - das war das absolute Highlight für mich! - wurde wieder eine weitere Vergangenheit beleuchtet: Dalinar! Oh, ich habe mich so gefreut, endlich von ihm zu lesen und noch aufgeregter war ich, als lange Geheimnisse (wie z.B die Erinnerungen an seine Frau) gelüftet wurden! Diese Passagen waren für mich am stärksten, denn sie haben Dalinar so gezeigt, wie er war und ihm dadurch noch einmal eine ganz neue Tiefe gegeben. Der Schwarzdorn war nicht nur eine Gestalt aus der Vergangenheit, sondern REAL - und ich muss sagen, dass der Schwarzdorn mir selbst auch echt Angst bereitet hat. Diese Veränderung - vom Schwarzdorn zum Politiker, der Dalinar versucht, zu sein, ist so unfassbar, so gut und vor allem aber auch so interessant! Wenn ich die Passagen über Dalinar früher gelesen hätte, hätte ich ihm sein politisches Gehabe niemals abgekaugt und genau das ist es ja auch, worauf sich auch die Herrscher der anderen Reiche stürzen. Die Politik, dass Dalinar versucht, die anderen für eine große Koalition gegen die Bringer der Leere zu gewinnen, war durch die Rückblenden viel verständlicher und nachvollziehbarer. Ich muss sagen, dass dieses Buch wegen den Rückblenden zu Dalinar mein absoluter Liebling in den Sturmlicht-Chroniken gewesen ist. 

    Das Buch ist mit über 900 Seiten wahrlich keine leichte Lektüre, aber ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Es war so flüssig geschrieben, so spannend und interessant und zog sich nie in die Länge. Der verschiedene Perspektivenwechsel sorgt dafür, dass man sich immer denkt: Ah, noch ein Kapitel. Oh, Dalinars Vergangeheit, das muss ich auch noch lesen ... und schon hatte ich 300 Seiten an einem Tag weg ^^'


    Für mich sind die Bücher von Brandon Sanderson die Besten, die ich je gelesen habe. Ich liebe alles an ihnen; die Geschichte, die Charaktere und diese beschriebene Epik. Ich freue mich schon darauf, weiterzulesen, denn Band 6, Die Splitter der Macht, befindet sich ebenalls schon in meinem Besitz *_* 

  23. Cover des Buches Die Splitter Saga: Spiegelwelten (ISBN: B09JX138XN)
    Pia Reed

    Die Splitter Saga: Spiegelwelten

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra_Schinkmann

    Das Cover ist sehr schön gestaltet und macht neugierig was sich dahinter verbirgt. 

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht und locker zu lesen. 

    Anfangs lernt man Samantha, Nina und Amanda kennen, drei junge Studentinnen die das Leben in München genießen. Sie landen in einer Nacht überraschend in einer anderen Welt, am Anfang denken sie noch das ihre Freunde ihnen einen Streich gespielt haben. Zu ihrem Schreck müssen sie dann noch feststellen das sie die Sprache nicht verstehen und keine Ahnung haben wo sie letztendlich sind. 

    Die Welt ist sehr gut ausgearbeitet und auch die Karten im Buch finde ich sehr praktisch. Die Geschichte wird im Wechsel aus der Sicht von Amanda und Samantha erzählt, zwischendurch bei Bedarf auch von einem anderem Charakter. Die Hauptpersonen kommen sympathisch rüber. 

    Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, sie hat mich von Anfang an fesselnd können und ich habe sehr gerne mit Amanda, Samantha und Nina auf die Reise gemacht. Sie ist spannend erzählt und hat auch immer wieder Überraschungen parat sowie ein süßes besonderes Haustier.

    Die Spiegelwelt ist der 1. Band und endet auch mit einem fiesen Cliffhanger, ich werde definitiv weiter lesen. Meine Leseempfehlung hat die Geschichte für alle Fans von Geschichten in fantastischen Welten in der es noch Magie gibt. 

  24. Cover des Buches Der Gottkaiser des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453320444)
    Frank Herbert

    Der Gottkaiser des Wüstenplaneten

     (86)
    Aktuelle Rezension von: glasratz


    Arrakis wird nicht mehr Dune genannt. Es ist ein grüner Planet, wie Millionen anderer auch. Doch 3500 Jahre nach dem Tod von Paul Atreides herrscht von dort noch immer sein Sohn Leto II über das bekannte Universum. Nach seiner Verschmelzung mit den Sandforellen in ein Mischwesen aus Wurm und Mensch verwandelt, ist er selbst die letzte Quelle von Melange, ein als Gott verehrter Despot, der mit seiner eisernen Herrschaft die Menscheit auf ihren „Goldenen Pfad“ schicken will.

    Trotz der interessanten Prämisse setzt dieses Buch den Abwärtstend in der Folge der Dune-Romane unbeirrt fort. War „Die Kinder des Wüstenplaneten“ keine gute Fortsetzung, aber für sich kein schlechter Roman, so ist dieses Buch zwar eine logische Fortsetzung, aber allen voran kein gutes Buch.

    Zunächst ist hier das Problem, dass das Buch nicht dem Muster der vielschichtigen Handlungsstränge seines Vorgängers folgt, sondern stattdessen nach dem wesentlich einfacheren, kammerspielartigen Muster von „Der Herr des Wüstenplaneten“ gestrickt ist. Ja, stellenweise fühlt es sich sogar so an, als versuche Herbert das gleiche Buch mit anderen Charakteren noch einmal neu zu schreiben. Das bedeutet, dass es abseits der Haupthandlung um den Protagonisten Leto II höchstens einzelne Szenen, aber keine wirklichen Geschichten gibt.

    Dazu kommt, dass der Plot selbst wenig ereignisreich ist. Reine Gespräche nehmen, wie in den anderen Büchern auch, den Hauptteil ein, werden aber nur selten durch irgendwelche Ereignisse, die die Handlung vorantreiben würden, unterbrochen. Im Grunde redet Moneo mit Leto, Leto mit Duncan, Duncan mit Moneo, dann wieder Moneo mit Leto. Dass etliche der Gespräche keinen Sinn machen, sondern nur von Leto gefördert werden um andere Charaktere zu verwirren, wird dabei explizit erwähnt. Dies macht es dem Leser nicht unbedingt leichter.

    Es macht auch viel weniger Spaß diesen Gesprächen zu folgen als in den Vorgängern. Leto hat in den Jahrtausenden seiner Herrschaft einen großen Teil der Kultur und Gesellschaftsordnung der Welt von Dune ausradiert. Mentaten sind verboten, die Zensunna und die Orange-Katholische Bibel spielen keine Rolle mehr, der Adel ist entmachtet und CHOAM ist Geschichte. Damit ist Frank Herberts Welt ein großer Teil ihrer scheinbaren Tiefe, von welcher sie über die vorherigen Bände gezehrt hat, einfach genommen. Wie scharf dieser Bruch ist, zeigt sich auch daran, dass sämtliche Einleitungstexte der Kapitel nur noch von Leto stammen, nicht mehr aus anderen Hintergrundwerken des Universums.

    Natürlich, dies ist vermutlich gewollt und soll die Absolutheit der Herrschaft des Gott-Imperators zeigen, aber spannender macht es das Buch auch nicht.

    Dies liegt zum großen Teil darin begründet, dass Leto kein besonders interessanter Charakter ist. Er war es schon im letzten Band nicht. Nun, als Quasi-Gott ist er es noch weniger. In jeder Szene ist er stets ein Dozent, der mehr Oberlehrer als Despot seinen Untergebenen mit vielen sprachlichen Tricks und Fallstricken seine Philosophie offenbart. Dabei wiederholt er sich auch gerne oder erklärt unterschiedlichen Charakteren das selbe Thema. Zu meinem Leidwesen hat mich die Philisophie des Goldenen Pfads wesentlich weniger interessiert als die Gedankenwelt der Fremen und die Zensunna.

    Der Goldene Pfad selbst wird auch trotz der gewaltigen Textmenge die darüber geschrieben wird nie ganz erklärt. Es bleibt ein Sammelsurium aus unterschiedlichen, sich mitunter widersprechenden Ideen. Gespräche dieser Art waren schon der Tiefpunkt des Vorgängers und nun machen sie das ganze Buch aus!

    Auch die anderen Charaktere des Buches sind keine großen Würfe. Sie sind hauptsächlich eindimensionale Statisten, die genau ein oder zwei Emotionen verkörpern und eigentlich nur dazu da sind um Leto irgendwelche Gesprächspartner zu geben. Nicht einmal der hundertfach wieder geklonte Duncan Idaho schafft es an seinen Vorgänger aus dem letzten Roman heranzukommen. Er wirkt hier wie eine schlechte Parodie von Huxleys John Savage.

    Passend dazu herrscht im gesamten Buch eine merkwürdige Atmosphäre unterdrückter Sexualität. Ständig wird darüber gesprochen, Andeutungen gemacht oder Gerüchte verbreitet. Ständig darf irgendjemand nicht mit irgendjemandem schlafen aber eine oder beide Seite dürfen oder möchten nicht, weshalb nichts daraus wird. Das wirkt irgendwie ungesund und entwickelt sich zum Ende hin zu einem unterschwelligen Hauptthema des Buches. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich damit anfangen soll. Meine beste Theorie ist, dass der Autor bei diesem Buch etwas frustriert war und bei den anderen davor wohl nicht.


    Alles in Allem ist es wirklich kein gutes Buch. Die Dune-Romane weisen damit einen linearen Abwärtstrend in der Qualität auf und ich bin sehr gespannt, ob sich dies beim nächsten Roman fortsetzt.

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