Bücher mit dem Tag "spanien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "spanien" gekennzeichnet haben.

1.350 Bücher

  1. Cover des Buches Winter der Welt (ISBN: 9783404169993)
    Ken Follett

    Winter der Welt

     (798)
    Aktuelle Rezension von: Lisi33

    Die Geschichte handelt von der Zeit vor und während dem 2. Weltkriegs. Sie wird anhand vieler Handlungsstränge erzählt, von denen viele die Fortsetzung des 1. Buchs der Trilogie sind. Das Buch ist sehr spannend zu lesen, auch und vor allem weil viele vertraute Bekannte aus dem 1. Teil  wieder vorkommen. Außerdem frischt man quasi im Vorübergehen sein geschichtliches Wissen auf  

    Teilweise ist die Handlung jedoch etwas zu blumig erzählt, und rein ‚zufällig‘ ist an jedem großen, geschichtlichen Ereignis einer der Hauptcharaktere hautnah vor Ort.

  2. Cover des Buches Amokspiel (ISBN: 9783945386378)
    Sebastian Fitzek

    Amokspiel

     (2.192)
    Aktuelle Rezension von: Svenja_Blue

    „Amokspiel“ von Sebastian Fitzek ist ein Thriller. Es ist das zweite Buch das ich von Fitzek lese und wird definitiv nicht das letzte sein 😉

    Worum es geht, kann man im Klappentext ja nachlesen, deswegen gehe ich sofort zur eigentlichen Rezension weiter.


    Cover

    Das Cover ist in Ordnung. Es gibt wenig vom Inhalt preis und bleibt insgesamt sehr vage. Vielleicht etwas zu vage weil es im Meer der Thriller Cover untergeht. Zur Stimmung des gesamten Buches passt es nicht so recht. Etwas wie ein Radiopult oder Ähnliches mit einer Pistole hätte ich passender gefunden.

    Inhalt

    Als Leser folgt man Ira Samin. Seit dem Selbstmord ihrer Tochter Sara und dem Bruch mit ihrer zweiten Katharina, Kitty, ist die Kriminalpsychologin und Verhandlungsführerin ein Wrack - körperlich und vor allem mental. Sie ist Alkoholikerin und ist fest entschlossen, den Abzug zu drücken und ihr Leben so zu beenden. Die Geiselnahme im größten Berliner Radiosender durchkreuzt diesen Plan allerdings, denn der Geiselnehmer weigert sich, mit jemand anderem zu verhandeln als ihr.

    Und als Ira dann auch noch erfährt, dass ausgerechnet Kitty sich im Radiosender vor Jan May versteckt, wird dieser Fall plötzlich eine sehr persönliche Geschichte für sie. Jan verlangt etwas Unmögliches als Gegenleistung für die Freilassung der Geiseln. Ira macht sich auf eine Schnitzeljagd und kommt dabei einer Verschwörung auf die Spur. Aber die Zeit drängt. Für jeden.

    Insgesamt fand ich die Geschichte interessant. Das Konzept war auch spannend, daher habe ich mich sehr gefreut, das Buch zu lesen. An manchen Stellen waren mir die Details etwas zu technisch, aber allem in allem hat mich das Buch wirklich packen können.

    Die Charaktere sind auch sympathisch (größtenteils jedenfalls) und selbst Jan konnte ich leiden (das war hoffentlich so beabsichtigt 😅).

    Was die Plottwists betrifft, wurde ich auch nicht enttäuscht. Dass der Fall nicht so einfach ist, habe ich mir natürlich schon gedacht, aber die Wendungen im letzten Viertel des Buches haben mich schon überrascht.


    [Spoiler]
    Dass Jan Recht hatte und Leonie tatsächlich nicht tot war, habe ich mir schon gedacht. Die Zusammenhänge habe ich allerdings nicht kommen sehen. Und auch die Sache mit der Mafia war clever eingefädelt.

    Götz‘ Verrat fand ich traurig und auch etwas zu leicht. Da hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht.

    [Spoiler Ende]


    Schreibstil

    Der Schreibstil ist in Ordnung. Es liest sich flüssig und leicht, auch wenn es an manchen Stellen arg technisch wird. 

    Man merkt, wie sich Fitzeks Schreibstil seit diesem Buch entwickelt hat und dass er „Amoklauf“ noch recht früh in seiner Laufbahn geschrieben hat.

    Charaktere

    Ira Samin ist zu Beginn nicht wirklich sympathisch. Aber sie schafft es, dass man im Laufe des Buches warm mit ihr wird. Sie hat eine Menge durchgemacht und da kann man ihr nicht verübeln, dass sie so ist, wie sie nun ist. Sie hat eine Menge einstecken und verdauen müssen, was als Mutter schwer zu verkraften ist. Die ganzen Probleme haben dazu geführt, dass sie Alkoholikerin wurde und nur noch wirklich funktionieren kann, wenn sich Alkohol in ihrem Blut befindet. Sie ist nicht dumm und hinter ihrer kühlen Fassade verbirgt sich eigentlich eine gebrochene Frau und Mutter, auf der Suche nach der Antwort auf das „Warum?“.

    Jan May ist Psychologe und hochintelligent. Er wird als charismatisch und gewöhnlich beschrieben, was ihn laut  SEK  so gefährlich und unberechenbar macht. Ira merkt jedoch schnell, dass er nicht irre ist. Ich mochte ihn tatsächlich, besonders weil er im späteren Verlauf dann auch noch eine Seite zeigt, die ihn menschlich macht - etwa als es Tote gibt. Da merkt man, dass er das Ganze eigentlich nicht tun möchte.

    Götz ist ein enger Vertrauter von Ira. Oder war es zumindest, bis zu dem Zeitpunkt wo Iras Welt zusammengebrochen ist. Er ist ein interessanter Charakter, wenn auch späterhin etwas zu oberflächlich finde ich.

    Diesel mochte ich tatsächlich am liebsten. Seine Art und Persönlichkeit hat mir gut gefallen. Schade, dass man von ihm nicht mehr lesen konnte. Da hätten einige Seiten mehr bestimmt nicht geschadet.

    Fazit

    Ein spannender Thriller mit tollen Charakteren, einem interessanten Konzept und überraschenden Wendungen, bei dem es sich lohnt, ihn zu lesen. Für diejenigen, die Fitzek mögen, ist es sowieso eine glatte Empfehlung.

  3. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.211)
    Aktuelle Rezension von: Stopkaofbooks

    Ich habe per Zufall mir einen schwedischen Krimi herausgesucht.

    Auf den ersten 300 Seiten gab es zwar durchaus spannende Momente, aber zwischendurch war ich auch gelangweilt. Trotzdem zog mich Larsson nach und nach in die Bahn der Geschichte, Spannung stieg und ließ mich bis zum Schluss nicht mehr los. Das Ende (sobald der Fall gelöst ist - also ca. 160 Seiten) fand ich wieder etwas zu langgezogen.

    Die Geschichte ist gut überlegt und die Wendungen sind nicht vorhersehbar, das hat mich absolut überzeugt.

    Mir gefallen selten Krimis, wo privat auf eigene Faust Dilettanten ermitteln, aber hier hat es mich überhaupt nicht gestört. Weder Journalist noch die private Ermittlerin handeln dumm, unüberlegt oder naiv.

    Fazit: Ein Krimi, den ich jedem empfehlen würde.

  4. Cover des Buches Marina (ISBN: 9783596512768)
    Carlos Ruiz Zafón

    Marina

     (796)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Was für ein grandioses Buch! Mein Lieblingsbuch von Carlos Ruiz Zafon.
    Das Cover ist wunderschön gestaltet mit dem alten Steinhaus mit den hübschen Türmchen und Erkern. Es lädt uns ein, eine wunderbare Geschichte zu lesen.

    In diesem Buch geht es um den Protagonisten Oskar der durch die Villenvirtel Barcelonas streift und dabei dem Mädchen Marina begegnet, dem ein Geheimnis anhängt. Ausserdem begeben sich die beiden ins Abenteuer und lösen das Geheimnis des einst reichsten Mannes Europas.

    Ist es ein Märchen? Ist es ein Schauerroman? Ist es Science-Fiction? Ein Liebesroman oder ein Buch über das Erwachsen werden....

    Dieses Buch ist von allem ein bisschen und doch wieder nicht. Traurig, schauderhaft, fantastisch. Ein Roman der einem lange in Erinnerung bleibt. Ein Wahnsinns-Buch!

  5. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.273)
    Aktuelle Rezension von: Juko

    Sind wir doch mal ehrlich zueinander: Wann haben wir jemals einem Drogenabhängigen an einem dieser prikanten Orte in jeder Stadt geredet oder gar mit ihnen gesprochen? Ich schätze, die Antwort der Meisten ist „Nie“. Sie sind die „Ekligen“, „Verdorbenen“ oder das perfekte schlechte Beispiel für Kinder. So skurill ist es doch, dass eine Geschichte von einer davon deutschlandweit berühmt werden sollte.

    Das Buch zeigt klar und deutlich, wie einfach es ist, das Jugendliche in den Ausweg der Drogen fallen. Klar, die Gegebenheiten dafür waren in Gropiusstadt, ein Teil West-Berlins, optimal: Es wurde nichts für Kinder getan, die Ignoranz gegenüber Drogen war groß und die Polizei wie auch das Jugendamt waren völlig überfordert mit der Situation, als das Heroinproblem auftrat. Christiane erzählt eine Geschichte, die beinahe jeder der im Buch benannten Personen so ähnlich erzählen könnte. Gepaart mit der fast schon romantischen Liebesgeschichte zwischen Detlef und Christiane, welche letzlich doch nur eine Liebe zu den Drogen darstellte, ergibt sich eine Biographie, welche realer und zeitlich passender nicht sein könnte.

  6. Cover des Buches Die Mondschwester (ISBN: 9783442490783)
    Lucinda Riley

    Die Mondschwester

     (374)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Inhalt

    Tiggy d’Aplièse hat sich schon als Kind mit Hingabe um kranke Tiere gekümmert. Auch jetzt, als junge Zoologin, ist die Beschäftigung mit Tieren ihre Erfüllung. Als sie das Angebot erhält, auf einem weitläufigen Anwesen in den schottischen Highlands Wildkatzen zu betreuen, zögert sie nicht lange. Dort trifft sie auf Chilly, einen weisen, alten Zigeuner aus Andalusien. Es ist eine schicksalhafte Begegnung, denn er hilft Tiggy, die ein Adoptivkind ist, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Sie reist nach Granada, wo sie dem ebenso glamourösen wie dramatischen Lebensweg ihrer Großmutter Lucia folgt, der berühmtesten Flamenco-Tänzerin ihrer Zeit. Und Tiggy versteht endlich, welch großes Geschenk ihr zur Stunde ihrer Geburt zuteil wurde ...


    Fazit

    Da dies mein erstes Buch der sieben Schwestern ist fand ich es gut beschrieben. Man muss die Vorgänger nicht kennen da dies von tiggy handelt. Es gab viel spirituelles da sie die gäbe hat Tiere zu heilen und auch gewisse Dinge in der Zukunft zu sehen. Mir hat es gut gefallen zu erfahren woher sie stamm. 

  7. Cover des Buches Albertos verlorener Geburtstag (ISBN: 9783426653937)
    Diana Rosie

    Albertos verlorener Geburtstag

     (127)
    Aktuelle Rezension von: MartaMller

    Eine charmante, herzerwärmende und einfühlsame Geschichte über den kleinen Tino, der <a href="https://abcgeburtstag.com/glueckwuensche/zum-80-geburtstag/">den Geburtstag</a> seines Großvaters Alberto sucht.

    Das ländliche Spanien ist so anschaulich, ich konnte die Oliven schmecken und die Zitronen riechen!

    Eine schöne Darstellung der Beziehung zwischen Tino und seinem Großvater.

  8. Cover des Buches Der Alchimist, Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783257065541)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist, Jubiläumsausgabe

     (478)
    Aktuelle Rezension von: Leseliebehoch10

    In "Der Alchimist" geht es um einen andalusischen Hirtenjungen, der sich danach sehnt, auf der Suche nach einem weltlichen Schatz zu reisen. Die Geschichte bezaubert mich immer wieder aufs Neue. Coelho schreibt so poetisch, philosophisch und lebensbejahend - ich liebe seinen Schreibstil. Ich finde, das Buch sollte jede/r gelesen haben.

    "Erst die Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert."

  9. Cover des Buches Mein böses Herz (ISBN: 9783570308912)
    Wulf Dorn

    Mein böses Herz

     (460)
    Aktuelle Rezension von: Buechergeplauder

    Doro und ihre Mutter wagen einen Neuanfang in einer ganz neuen Stadt. Sie möchten ihr altes Leben hinter sich lassen. Das Leben, an dass sich Doro kaum noch erinnert. Zumindest nicht an diesen einen Tag, der alles auf den Kopf gestellt hat. Der Tag, an dem Doros Bruder starb.


    Seit dem Tod ihres Bruders, sieht Doro ständig seinen Geist. Er verfolgt sie. Die Halluzinationen waren so schlimm, dass Doro sogar in eine Psychiatrie zur Behandlung musste. Doch es hat den Anschein, als würde es dem jungen Mädchen wieder besser gehen und in einer anderen Stadt könnte sie auch neu Anfangen. Dort würde niemand ahnen, dass Doro ein Freak ist.


    Doch auch in ihrem neuen Zuhause wird sie von ihrem toten Bruder verfolgt. Schnell spricht sich in der Stadt rum, dass Doro ein Freak ist und nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Als sie dann auch noch einen Jungen entdeckt, der sie um Hilfe bittet, denkt sie, sie ist vollkommen verrückt geworden. Niemand außer ihr hat diesen Jungen, in der besagten Nacht, gesehen. Doch Doro ist sich sicher, dass sie sich ihn nicht eingebildet hat. Der Junge war definitiv am Leben. Nicht wie ihr Bruder, der sie in ihrer Fantasie verfolgte.


    Sie begibt sich auf die Suche nach diesem Jungen. Doro möchte allen beweisen, dass sie nicht verrückt ist. Doch schnell stellt sich heraus, dass der Junge vor einigen Tagen, noch bevor Doro ihn entdeckt hat, Selbstmord begangen hat.


    Doro ist sich sicher, irgendetwas stimmt an der ganzen Geschichte nicht und sie wird alles dafür tun um die Wahrheit herauszufinden. Doch das wird alles andere als einfach. Schon bald findet sie sich in großer Gefahr wieder.


    "Mein böses Herz" von Wulf Dorn steht schon einige Jahre ungelesen in meinem Schrank. Nun habe ich es endlich geschafft es in die Hand zu nehmen und zu lesen. Bis jetzt habe ich nur positives über die Geschichte gehört und war schon ganze gespannt, wie sie mir gefallen wird.


    Mir persönlich hat das Buch nur mittelmäßig gefallen. Vielleicht war ich zu sehr von anderen Meinungen beeinflusst und habe viel zu hohe Erwartungen gehabt. Ich habe mir einfach etwas anderes darunter vorgestellt, bzw. mehr erwartet.


    Das Buch fing spannend an, hat allerdings zum Mittelteil hin seine Spannung verloren und wurde erst in den letzten Kapiteln nochmals richtig spannend.


    Doro wurde mir nie wirklich sympathisch. Ihre Denkweise war mir etwas suspekt und ich konnte nicht wirklich etwas damit anfangen. 


    Auch das Ende hat mich etwas enttäuscht. Es gab zwar einen kleinen Überraschungsmoment, allerdings war mir der Selbstmord etwas zu viel des Guten. Man hätte es einfach bei der Offenbarung und einer Festnahme belassen können.


    Positiv anzumerken ist der Schreibstil des Autoren. Er ist einfach gehalten, man kommt schnell mit dem lesen voran und kann sich sofort in die Geschichte hineinversetzen. 


    Im Großen und Ganzen ein Buch, dass man lesen kann, aber nicht muss.


  10. Cover des Buches Die Mechanik des Herzens (ISBN: 9783442747801)
    Mathias Malzieu

    Die Mechanik des Herzens

     (436)
    Aktuelle Rezension von: Heidelperle

    Was soll ich sagen. Dieses Buch lässt gemischte Gefühle zurück. Im guten Sinn, denn schlecht fand ich es nicht. Aber es war skurril. Anders. Definitiv keine Mainstream-Romantik. Der Klappentext hat schon ganz recht, wenn er behauptet, dass dieses Buch dem Stil von Tim Burton nahe kommt.

    Wir begleiten Jack durch sein Leben mit einer Kuckucksuhr als Prothese für sein krankes Herz. Diese Prothese macht ihm so manches Mal Ärger, aber allem voran darf er sich auf keinen Fall verlieben, denn diesen Schmerz würde die Prothese nicht aushalten. Aber wie man es kennt, verliebt er sich natürlich trotzdem. Und zwar in eine kleine Sängerin, die überall gegen stößt.

    Der Schreibstil des Buches ist einer Erzählung ähnlich, ich hatte trotz der gewählten Ich-Perspektive einen gewissen Abstand zu den Figuren. So manches Mal kochten doch mehr Gefühle hoch, aber alles in allem beschreibt Malzieu eher, als dass er zeigt. Dieser Stil wird von vielen bei dem Buch bemängelt, ich fand ihn hier jedoch überhaupt nicht störend. Viel mehr hat er dafür gesorgt, dass ich nur so durch die Seiten fliege. Die eindringlichen und besonderen Beschreibungen, die der Autor verwendet, sind einzigartig wie Schneeflocken und so manches Mal auch etwas verwunderlich. Aber gerade diese ungewöhnlichen Beschreibungen sind das, was den Charme dieses Buches ausmacht, meiner Meinung nach. Sie malen Bilder in den Kopf, die nicht nur flüchtige Vögelchen sind, die schnell wieder davonfliegen sondern bleiben. Ich glaube, an dieses Buch werde ich mich ewig erinnern.

    Die Figuren hatten allesamt ihre Ecken und Kanten. Zwar war ich ihnen aufgrund des Erzählstils nicht so nah, dennoch hatten sie Tiefe und ich konnte sie meistens nachvollziehen, in ihren Handlungen und ihrem Denken.
    Jack ist ein ungeduldiger Junge, der keine Ahnung von der Liebe hat und sie trotz der Gefahr für sein Herz nicht aufgeben möchte.
    Miss Acacia, die kleine Sängerin, ist ein aufstrebender Stern am Flamencohimmel und so zierlich und zart wie ein kleines Vögelchen, was nicht zuletzt an Malzieus grandiosem Stil zu erzählen liegt.
    Jack findet ein paar Freunde, macht sich ein paar Feinde. An einer bestimmten Stelle war ich dann auch der Meinung, dass dieses Buch nicht unbedingt für Kinder geeignet ist, wer es kennt, weiß, welche Stelle ich meine. Wer es nicht kennt, wird wohl selbst herausfinden müssen, welche Stelle das ist.

    Beeindruckt hat mich vor allem das Ende. Achtung Spoiler: Wir haben hier kein Happy End. Das ist wahrscheinlich das, was mir am meisten an dem Buch gefallen hat, auch wenn es sehr traurig war. Doch ich habe ein faible für Bücher ohne glückliche Enden, weil sie so rar gesäht sind.

    Ich weiß nicht, ob ich dieses Buch noch einmal lesen würde, aber es hat mich definitiv beeindruckt und wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Außerdem möchte ich mehr von diesem Autor lesen. Wenn seine anderen Bücher genauso gut sind wie dieses, kann ich mich auf was freuen.

  11. Cover des Buches Die Landkarte der Zeit (ISBN: 9783499253195)
    Félix J. Palma

    Die Landkarte der Zeit

     (631)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen, aber da mir das Cover so gut gefallen hat, musste ich es schnell aus dem Regal holen und loslesen.

    Ein Roman über das Zeitreisen.

    Es geht um Andrew, dessen grosse Liebe 1896 von Jack the Ripper ermordet wird. Er ist untröstlich, da zeigt ihm 8 Jahre später sein Cousin eine Lösung auf. Er hat eine Agentur gefunden die Zeitreisen organisiert...

    Der Roman befasst sich mit der Frage ob es Zeitreisen wirklich gibt oder ob das alles nur letztlich eine Illusion war und man dem Leser einen "Bären aufgebunden" hat.
    Ich dachte erst es geht mir zu sehr in Science Fiction rein aber das war nicht der Fall...nur gegen Ende dann. Es war ein kurzweiliges Buch, mit einer netten Geschichte.

  12. Cover des Buches Für immer vielleicht (ISBN: 9783596297160)
    Cecelia Ahern

    Für immer vielleicht

     (2.846)
    Aktuelle Rezension von: larissamarie

    Das ist ein meiner absoluten Lieblingsbücher von Cecelia Ahern.

    Mir gefällt der Aufbau und der Schreibstil. Vor allem ist es mal etwas ganz anderes, als man es bisher kennt. Die Geschichte wird in Form von emails und Briefen erzählt.

    Eine total schöne Geschichte zwischen zwei besten Freunden, die viele Höhen und Tiefen durchleben, bis sie endlich zueinander finden. Könnte dieses Buch immer und immer wieder lesen.

  13. Cover des Buches Das Spiel des Engels (ISBN: 9783596512645)
    Carlos Ruiz Zafón

    Das Spiel des Engels

     (1.381)
    Aktuelle Rezension von: luckytimmi


    David Martin, ein kleiner Schriftsteller, schreibt anfangs für einen Verlag, bis er eines Tages von einem gewissen Corelli - David nennt ihn später "Patron" - ein gut bezahltes Angebot bekommt: er soll ein Buch über eine neue Religion schreiben. Das war schon das 1., was ich nicht verstanden habe, denn dieser Corelli war mir sehr suspekt. 2. dann war David angeblich schwer krank und plötzlich wieder gesund.
    Corelli taucht dann immer wieder auf, um sich mit David zu treffen. Auch andere Personen tauchen plötzlich mystisch in Davids Umfeld auf, und einige haben es scheinbar auf ihn abgesehen. Und dann sterben auch noch einige Menschen...

    Meine Sternebewertung reichte eigentlich während des Lesens von 2 bis 5. Eher langweilig fand ich die meisten Gespräche zw. David und Corelli. Der Schreibstil ist nicht immer so einfach, oft recht gestelzte Sätze. Schwierig fand ich auch die vielen span. Namen. Trotzdem hat mich das Buch irgendwie gefesselt.
    Alles in allem ein mystischer Krimi, der anstrengend, aber doch auch irgendwie gut zu lesen war...

  14. Cover des Buches Die Tochter des Malers (ISBN: 9783746631820)
    Gloria Goldreich

    Die Tochter des Malers

     (66)
    Aktuelle Rezension von: MarinaH

    Persönliche Meinung:

    Das Buch spricht mich weder vom Cover, weder vom Klappentext besonders an. Ida Chagall ist ein unsympathischer Charakter, der durchs ganze Leben, nie wirklich frei von ihrem Vater wird. Ihr Vater, der berühmte Marc Chagall, hat sie vollkommen in seiner Gewalt und man merkt die Abhängigkeit zwischen den beiden.
    Der Schreibstil der Autorin spricht mich gar nicht an, es sind zu viele Füller, zu wenig Handlung.
    Ihre Beschreibungen sind zu detailliert, nach nur wenigen Seiten, bekommt man genug davon. Selbst beim mehreren Seiten überspringen, kommt man gut mit der Handlung zurecht da einfach nichts passiert.

    Fazit

    Ein langweiliges Buch, welches sich nicht zu lesen lohnt. Marc Chagall war ein Tyrann, der seinen Angehörigen das Leben zur Hölle gemacht hat. 

  15. Cover des Buches Wintermeer und Dünenzauber (ISBN: 9783959675512)
    Tanja Janz

    Wintermeer und Dünenzauber

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Katjuschka

    Nach einem mehrjährigen Aufenthalt auf Gran Canaria zieht es Jana - nach der Trennung von ihrem spanischen Freund - zurück in ihre Heimat nach St. Peter-Ording. 

    Dort möchte sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin Pütti ein kleines Café und einen daran angeschlossenen Laden für ihre selbst hergestellten Öle, Seifen und Kerzen eröffnen.

    Direkt gegenüber betreibt Ayk, Janas heimlicher Schwarm aus der Schulzeit, einen Buchladen. Und anscheinend findet Jana ihn immer noch recht anziehend, wie Pütti schnell feststellt...


    Die Geschichte um Jana und Ayk ist in einem winterlichen Rahmen verpackt und so trifft hier Ostsee-Urlaubsfeeling auf vorweihnachtliche Romantik.

    Aber auch wenn ich eine eher heitere Geschichte an Meer&Strand erwartet hatte, haben mir dann doch etwas die Spannung oder ein paar Komplikationen gefehlt. Selbst kleinere Rückschläge wurden mehr oder weniger sofort und fast problemlos gemeistert.

    Vielleicht war das aber auch schlicht dem weihnachtlichen Thema geschuldet... ;-)

    Wer also eine zuckerwatte-leichte Geschichte sucht, um diese zu Tee und Lebkuchen zu lesen, der ist hier richtig.


    Persönlicher Kritikpunkt:

    Ich bin von irgendwelchen gemixten Ölen, die bei gesundheitlichen Problemen (an denen vorher Ärzte und Physiotherapeuten gescheitert sind) nicht wirklich überzeugt. Noch weniger von "Heilsteinen", die Leitungswasser "aufladen" um so positiv auf was auch immer zu wirken.

    Ein paar Schlückchen Wunderwasser, ein paar Tröpfchen Wunderöl und Felke, die wegen einer Angststörung seit Jahren das Haus nicht mehr verlässt, geht plötzlich einkaufen und spazieren... ich weiß nicht...

  16. Cover des Buches Mädchen für alles (ISBN: 9783492054997)
    Charlotte Roche

    Mädchen für alles

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Stillstand

    Nachdem ich schon die ersten zwei Bücher von Charlotte Roche zuhause, und gelesen habe, hab ich durch Zufall dieses Buch in den tiefen meines Bücherschrankes gefunden. Das Cover hat mich sofort angesprochen und nach kurzem Einlesen auf der Rückseite musste ich es sofort lesen.

    Es hat tatsächlich sehr interessant und spannend angefangen...leider ging es danach sehr schnell bergab und es wurde langweilig und langatmig...der Schluss war ziemlich schräg und komisch.


    Ich hätte mir tatsächlich viel mehr tiefgang gewunschen, und weniger oberflächlichkeit.

    Nichts desto trotz konnte ich das Buch flüssig und gut lesen, man konnte sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen.

  17. Cover des Buches Der Apfelbaum (ISBN: 9783548060866)
    Christian Berkel

    Der Apfelbaum

     (169)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    In seiner Kindheit im Berlin musste Otto lernen sich durchzusetzen, zunächst gegen die stärkeren Kinder und später auf der höheren Schule. Sein leiblicher Vater kam im ersten Weltkrieg um. Später lernt er die junge Sala kennen und beide verlieben sich sofort. Ein Happyend ist ihnen jedoch nicht beschieden. Die Nazis stehen vor der Machtergreifung und Salas Mutter ist Jüdin. Auch wenn sie Deutschland verlassen hat und ihr Vater als Intellektueller zunächst nichts zu befürchten hat, so machen die Nazi-Gesetze eine Heirat unmöglich und je länger die Herrschaft des Regimes dauert, desto gefährlicher wird es für Sala. Sie soll zu ihrer Mutter nach Madrid.


    Was hat die Mutter ihrem Sohn erzählt, der erst nach diesen scheren Jahren geboren wurde. Nach der Trennung, die ihnen die Zeit auferlegte, haben sie wieder zusammengefunden. Doch was war davor. Der Sohn versucht, sie zum Erzählen zu bringen, obwohl sie schon einiges vergisst. Nur an wenige Dinge erinnert er sich selbst. Doch er will der Vergangenheit und dem Leben seiner Mutter auf die Spur kommen. Wieso war sie so? Wieso ist er so? Er will ganz sein, wie jeder. Das Leben von Sala erweist sich als dramatisch, sie ist eine Überlebende und das war nicht immer gesichert.


    Der Autor hat dem Leben seiner Eltern und Großeltern nachgespürt und bei seinen Recherchen hat er Lebensgeschichten gefunden, die durchaus ungewöhnlich, bunt, dramatisch, aber auch mit vielen Gefahren und Bitternis behaftet sind. Das erinnert vielleicht an die eigenen Eltern, die auch nicht alles erzählt haben, auch wenn es sich bei deren unbekannten Lebenswelten eher um normale Geheimnisse handelt. Gut beschrieben hat der Autor die Wechsel zwischen den Gesprächen mit der Mutter, die an ihrem Lebensabend nicht mehr ganz Frau ihrer Sinne ist, und dem Eintauchen in die Vergangenheit, die er sich aus Erzählungen und Recherchen zusammenreimte. Auch wenn die Erzählung wohl da aufhört, wo die eigene Erinnerung anfängt und damit etwas unvollständig wirkt, so gibt es doch mitreißende Szenen über die Grausamkeit der Vorkriegs- und Kriegszeit, die nicht leicht zu ertragen sind und die auch nicht schnell vergessen werden. 


    3,5 Sterne

  18. Cover des Buches Neujahr (ISBN: 9783442770540)
    Juli Zeh

    Neujahr

     (322)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    Über Weihnachten und Silvester gönnen sich Theresa und Henning mit ihren zwei kleinen Kindern einen Urlaub auf Lanzarote. Beide haben die Arbeitszeit in ihrem Job reduziert, um sich besser um die Kleinen zu kümmern. Aber fortwährend gibt es Rangeleien, ständig fühlt sich einer der Eltern benachteiligt. Selbst hier im Urlaub ist Henning schwermütig und beäugt Theresa eifersüchtig, die auf der Silvesterfeier ausgelassen tanzt. Immer wieder leidet er unter Panikattacken, worauf Theresa zunehmend verständnislos reagiert.
    Am Neujahrsmorgen schwingt er sich aufs Rad, quält sich die Berge hoch und erinnert sich plötzlich, dass er schon mal dort oben in einem einsam gelegenen Haus war. Als kleiner Junge zusammen mit seiner jüngeren Schwester. Er begreift, woher die düsteren Flashbacks kommen.
    Endlich habe ich den Jahreswechsel zum Anlass genommen, das Buch zu lesen. Ein Familienroman, der zum Psychothriller kippt und atemberaubend dramatisch aus der Kinderperspektive weitererzählt wird

  19. Cover des Buches Glück ist meine Lieblingsfarbe (ISBN: 9783404178360)
    Kristina Günak

    Glück ist meine Lieblingsfarbe

     (118)
    Aktuelle Rezension von: Anja_liebt_Buecher

    Es ist das zweite Buch das ich von Kristina Günak gehört, bzw gelesen habe. Und es ist das zweite Buch, das mich zu 100% abgeholt und berührt hat. Die Autorin hat ein absolutes Talent dazu ernste Themen mit Humor zu vereinen und dadurch ein wunderschönes Wohlfühlbuch zu kreieren. Die HauptprotagonistInnen Julie und Quinn wirken so herrlich authentisch und bringen sehr tiefe und emotionale Geschichten mit. Ziemlich gut haben mit die spanischen Floskeln und das gesamte Setting gefallen. Trotz einiger melancholischer Szenen hat dies Lust auf Urlaub gemacht. Übrigens gibt es als kleines Highlight im Hörbuch hin und wieder instrumentale Einschübe, dadurch wirkt das Gesamtgeschehen noch harmonischer. 

    Die Storyline hat einen guten roten Faden, und auch wenn man von Anfang an ein mögliches Ende erwarten könnte, ist der Weg dorthin noch sehr spannend gehalten.


    Ich freue mich jetzt schon wahnsinnig darauf bald ein weiteres Buch der Autorin genießen zu können!

  20. Cover des Buches Das kleine Café am Meer (ISBN: 9782919807185)
    Anja Saskia Beyer

    Das kleine Café am Meer

     (92)
    Aktuelle Rezension von: ckfree

    Die Insel Mallorca ist für mich als Hauptakteurin dieses Buches zu sehen. Die Vorliebe der Autorin für dieses Eiland ist in den zahlreichen ausführlichen bildhaften Landschaftsbeschreibungen deutlich zu spüren. Da kommt glatt Fernweh auf.
    Die anderen Protagonisten können mich dagegen weniger für sich gewinnen. Die drei Freundinnen Hannah, Lucia und Greta sowie deren männliche Pendants wollen sich und ihre Leben auf der Insel neu sortieren bzw. einen Neuanfang wagen. Dazu sind sie aber zu sehr ohne Ecken und Kanten, ihre "Entwicklungen" bleiben zu sehr an der Oberfläche und wenig nachvollziehbar.
    Das liegt mitunter an der Vielzahl der Geschehnisse, welche in Anbetracht der Seitenzahl nur kurz angerissen und zügig abgehandelt werden. Dabei geht stellenweise die Struktur verloren zwischen aktuellem Geschehen, Rückschau, Personenwechsel. Manchmal frage ich mich deshalb, was eigentlich der Hauptstrang sein und ob es sich um einen Liebes- oder Selbstfindungsroman handeln soll.
    Die jeweiligen Geschichten um die Personen könnten durchaus für sich allein stehen, da sie Ausbaupotenzial bieten, doch wird dieses nicht genutzt. Stattdessen verläuft die Geschichte geradlinig und vorhersehbar. Nicht mal einen Plottwist gibt es.
    Allein durch das schöne Inselsetting gönne ich dem Buch 3*.

  21. Cover des Buches Das Labyrinth des Fauns (ISBN: 9783733505523)
    Cornelia Funke

    Das Labyrinth des Fauns

     (562)
    Aktuelle Rezension von: Eco_Le_Fort

    Als Fan von Cornelia Funke ist dieses Buch eine grosse Enttäuschung: die Handlung ist schwach, die Figuren bleiben blass, die Sprache ist äusserst holprig, man mag gar nicht glauben, dass Cornelia Funke diess Buch geschrieben haben soll - vielleicht ist es ein Fehler, ein Buch nach einem Film zu schreiben. Das hat Funke nicht nörig. Oder ist ihr die Phantasie abhanden gekommen?

  22. Cover des Buches Kreuzschnitt (ISBN: 9783426306048)
    Øistein Borge

    Kreuzschnitt

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    "Kreuzschnitt" von Oistein Borge ist der erste Teil einer Krimi-Serie rund um dem Ermittler Bogart Bull, der in Norwegen seinem Job nachgeht,. Nachdem dieser vor kurzem sowohl Frau, als auch seine Tochter bei einem Autounfall verloren hat, ist dieser aber verzweifelt bis depressiv...... Bogart kennt den Verantwortlichen für diesen Unfall selbst durch seine Arbeit, aber auch, dass dieser schwer behindert ist, scheint ihn nicht zufrieden zu stellen.....

    Als in Frankreich der schwerreiche norwegische Unternehmer ins einer Villa ermordet wird, wird Bull abkommandiert und ermittelt in der Folge mit den französischen Behörden in diesem Verbrechen.... Auffällig ist, dass nichts gestohlen wurde, sondern nur ein Bild von Edward Munch mitgenommen wurde..... Lange bleib es nicht bei nur diesem einen Opfer, in der Familie kommt es zu einem weiteren Todesfall..... Sind das Zufallsopfer, oder steckt ein persönliches Motiv hinter diesen Taten? 

    Die Hauptgeschichte fand ich wirklich kreativ, es geht u.a. um die die 1940er Jahre und die Konflikte zwischen den französischen Widerstandskämpfern und Nationalsozialisten.... Dieser Handlungsstrang wird vor allem in der Vergangenheit erzählt und gegen Ende hin schlüssig mit der Gegenwart verknüpft..... Bull als Charakter fand ich durchaus sympathisch und auch der französische Ermittler Moulin hat mir sehr gefallen. 

    Kurz vor dem Ende wartet "Kreuzschnitt" auch nochmal mit einer überraschenden Wendung auf, die ich durchaus gelungen fand... Allerdings war mir die Entlarvung des Täters ein wenig zu abstrakt und manche Längen führen zu diesem einen Punkt Abzug.... Dennoch wirklich eine originelle Geschichte, die für mich dennoch nicht ganz an den 3. Teil heranreicht.... Teil 2 steht noch auf der Leseliste....  Gute 4 Sterne von mir! 

  23. Cover des Buches Das Glück der Worte (ISBN: 9783421046345)
    Sonia Laredo

    Das Glück der Worte

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Phyria

    „Eine Fülle an Büchern. Teurer und wertvoller als Goldbarren. Weil die Bücher – viel mehr als Gold – im Leben nutzen. Dabei, ein besseres Leben zu führen. Wirklich zu leben.“
     
    Die Handlung:

    Für Brianda sind Bücher ein Wegweiser, sie enttäuschen nicht, lassen sie nie im Stich und haben immer einen Rat parat. Als sie also ihren Job als Lektorin verliert, lässt sie ein Buch entscheiden wohin die Reise sie führen soll. Sie nimmt das Wichtigste mit, steigt in ihr Auto und fährt los. Auf der Suche nach einer Tankstelle unterwegs stößt sie auf dem Pilgerweg jedoch auf das kleine, zauberhafte Dörfchen Nuba. In Don Lorenzo’s Buchhandlung findet sie Zuflucht sowie einen guten Freund. Es scheint, als würde Briandas Leben endlich zu einem Kunstwerk werden.


    Meine Meinung:

    Es fällt mir nicht leicht dieses Buch zu bewerten, weil es nun mal sehr speziell ist. Und wenn es nur nach der Haupthandlung gehen würde, würde der Roman von mir leider noch weniger Punkte bekommen.

    Die spanische Autorin Sonia Laredo weiß mit Worten umzugehen und man spürt geradezu ihre Liebe zu den Büchern, die die Protagonistin Brianda, aus deren Sicht erzählt wird, teilt. Hier werden einige Bücher zitiert und Autorennamen genannt, die mir noch nie untergekommen sind und so lernt man auch noch etwas dazu. Obwohl es manchmal etwas überladen wirken kann, sind vor allem die Zitate gut in die Geschichte eingebaut worden, was mich positiv überrascht hat. Für jede Situation gibt es das perfekte Buch auf das Brianda zurückgreifen kann und seitdem sie Don Lorenzo mit dessen Buchhandlung unterstützt, bei ihm wohnt und auch eine Aussicht darauf hat diese selber mal übernehmen zu dürfen ist sie fast schon zu einem vollwertigen Mitglied der Gemeinde geworden. Sie merkt wenn jemand ein Problem hat und ob es sich nun um Eifersucht auf die eigene Schwester, geringes Selbstwertgefühl oder gar um Jemanden handelt, der mehr in der Zukunft lebt anstelle im Jetzt, bewahrt Brianda Ruhe, hat immer ein offenes Ohr und ein Buch zur Hand, das sie den Menschen als Unterstützung empfiehlt. Sie wirkt nie forsch, ist voller Weisheit, auch zu Themen wie Freundschaft, sodass man als Leser einiges für sich selber mitnehmen und daraus selber Kraft schöpfen kann. Genau diese Nebenhandlungen haben mich verzaubert. Menschen, die mit Problemen kämpfen, die jeder von uns kennt, Brianda’s Gedanken dazu und das alles mit wundervollen Zitaten unterlegt.


    „Im Locus Docendi verschrieben wir Bücher wie ein Arzt, der ein Rezept für ein Medikament ausstellt, das eine Krankheit heilen soll. Medizin für die menschliche Seele. Das war unser Fachgebiet. Und das Beste daran war, dass es keine schädlichen Nebenwirkungen gab.“


    Zu Brianda selber konnte ich aber leider keinen wirklichen Bezug aufbauen, ihre Handlungen und Reaktionen waren für mich oft nicht nachvollziehbar, ich konnte mir nie ein klares Bild von ihr machen, weil sie manchmal wie eine starke Frau wirkte und wenig später wiederum wie ein Häufchen Elend, mal überlegt handelt und dann wieder nicht. Für mich hat sie nie so reagiert, wie man es erwarten würde, es kam oft eher die entgegensetzte Reaktion zustande. Auch wenn sie ein sympathischer Mensch ist, so ist sie niemand mit dem ich mich identifizieren könnte. Habe mich öfter eher gefragt, ob es ihr Ernst sei. Don Lorenzo hingegen überzeugt auf ganzer Linie. Er ist wie ein Fels in der Brandung, jemand über den man sich in der Familie freuen würde. Brianda kann sich glücklich schätzen ihn als Freund zu haben.  

    Das Buch ist eher ruhig geschrieben, Spannung kommt erst in den letzten Seiten auf und diese fliegen nur so vorüber.


    Fazit:

    Leider gibt es von mir nur drei Sterne, weil es zwar toll geschrieben wurde und die Idee schön ist, aber an der Umsetzung gescheitert ist. Hätte auf einige Szenen, die mir absolut unlogisch erschienen sind, getrost verzichten können. Dafür überzeugt das Buch mit schönen Zitaten und Sätzen, Weisheiten, interessanten Nebencharakteren, dem Cover und dem nachvollziehbaren Ende. Es hätte zwar umwerfend werden können, so ist es aber auch ein überaus lesenswerter Debütroman geworden von dem man einiges lernen kann.

  24. Cover des Buches Hingabe (ISBN: 9783103900040)
    Bénédicte Belpois

    Hingabe

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Sheyla

    Hingabe habe ich mir hauptsächlich wegen der vielen emotionalen und extrem gespaltenen Rezensionen hier auf lovelybooks gekauft. Ich musste mir einfach meine eigene Meinung dazu bilden.

    Tatsächlich sind die meisten „erotischen“ Szenen in diesem Buch Gewaltszenen. Obwohl der Bauer Tomas die geistig zurückgebliebene Suiza sexuell misshandelt und sie regelrecht entführt, bleibt sie gerne bei ihm, weil er, verglichen mit den anderen Männern im Dorf, das geringere Übel ist. Sie hinterfragt nicht, was ihr passiert ist, sondern blüht in ihrer Rolle als ihn umsorgende Hausfrau komplett auf. Dass das viele Leser*innen empört, kann ich absolut nachvollziehen.

    In meinen Augen ist das aber kein angemessener Grund für eine schlechte Bewertung! Hingabe ist nun einmal kein herzergreifender, locker zu lesender Liebesroman mit einer selbstbestimmten, schlagfertigen Protagonistin. Wer dieses Genre mag, ist hier ganz einfach an der falschen Adresse.

    Dennoch ist Liebe in diesem Roman ein starkes Motiv: Für mich ist Tomas ein erschreckend reales Portrait eines Mannes, der so emotional verkrüppelt und patriarchal geprägt ist, dass er nicht mehr anders kann, als in zerstörerischer, besitzergreifender Art und Weise zu lieben.
    Unterscheidet ihn das in irgendeiner Form von den Protagonisten moderner Dark Romance Literatur, die von der weiblichen Leserschaft begeistert verschlungen werden? Tomas ist eben kein stinkreicher sexy Mafiaboss, sondern ein krebskranker, gealterter Bauer. Leserinnen, die sich von einer romantisierten Vergewaltigungsszene mit Mr. Mafiaboss erotisch angezogen fühlen, finden Tomas abstoßend und schreien ganz laut: Vergewaltigung ist gar nicht erotisch!
    Ich persönlich finde Tomas als Charakter viel, viel realistischer als einen vom Kaliber Mr. Grey. Hingabe wagt es, toxischer Maskulinität wirklich den Spiegel vorzuhalten, anstatt sie zu verniedlichen.


    Die wütenden Reaktionen auf den Charakter Suiza, die von Männnern ausgebeutet wird und es noch nicht einmal merkt, sind in meinen Augen vor allem der Versuch, sich von diesem Frauenbild abzugrenzen. Jemand wie Suiza ist nicht mehr politisch korrekt, nur noch bemitleidenswürdig. Nochmal: Für mich ist das kein Grund für eine schlechte Bewertung.

    Nach dieser Logik müssten wir sämtliche Meisterwerke der Weltliteratur mit einer vernichtenden Kritik abstrafen, weil die Protagonist*innen sich darin nicht wie kultivierte, emanzipierte, aufgeklärte Bildungsbürger verhalten.

    Benedicte Belpois hat Suizas Wirkung auf die Leserschaft noch intensiviert, indem sie die junge Frau als geistig stark zurückgeblieben dargestellt hat: mit Absicht, nicht aus Versehen!

    Handwerklich finde ich das Buch beachtlich, den Schreibstil hypnotisierend, noch dazu für einen Debüt Roman. Einen Stern habe ich abgezogen, weil es erzählerische Längen gibt und ich gern mehr aus Suizas Perspektive gelesen hätte. Sie ist meinem Empfinden nach nich genug zu Wort gekommen, was es ein bisschen schwieriger macht, sich in sie hineinzuversetzen und ihre Handlungsmotive nachvollziehen zu können.


    Mein Fazit: Ich glaube, es war nie Benedicte Belpois‘ Absicht, eine zuckersüße Liebesgeschichte zum Wohlfühlen zu schreiben. Gute Geschichten sind nun einmal kontrovers und müssen den Mut besitzen, an manchen Stellen abstoßend und anstößig zu sein. Für mich ist Hingabe gute Literatur, auch wenn ich viele Szenen erschreckend und das Ende traurig und alarmierend fand. Wenn wir anfangen, von Büchern immer die Bestätigung unserer Meinung, ein striktes Gut-Böse-Schema und ein Happy End zu verlangen, sind wir verloren.

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