Bücher mit dem Tag "skurril"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "skurril" gekennzeichnet haben.

927 Bücher

  1. Cover des Buches Achtsam morden (ISBN: 9783453439689)
    Karsten Dusse

    Achtsam morden

     (596)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese

    "Achtsam Morden" von Karsten Dusse erscheint im Heyne Verlag.  

    Björn Diemel ist erfolgreicher und vielbeschäftigter Anwalt mit wenig Zeit für seine Familie. Zu dem beruflichen Stress gesellt sich ein viel größerer Stress in seiner Ehe. Deshalb schickt ihn seine Frau zu einem Achtsamkeitstraining für Führungskräfte. Dort lernt er mit dem eigenen Stress umzugehen und wendet es auch in seinem Job an, mit ungeahnten Folgen für seinen Klienten.  

    Über dieses Buch habe ich schon viele zufriedene Stimmen vernommen. Ich habe es endlich auch gelesen und war von dem Galgenhumor, den juristischen Spitzfindigkeiten und der speziell umgesetzten achtsamen Art des Protas hellauf begeistert. 

    Karsten Dusse ist Anwalt und weiß, wovon er schreibt. Er stellt uns Björn Diemel vor, der als Anwalt den kriminellen Unterweltboss Dragan juristisch unterstützt, sein Geld wäscht und ein ungehindertes Agieren im kriminellen Milieu weiter ermöglicht. Davon profitiert die Kanzlei, denn Dragan zahlt gut. Als Björn aber ein ungestörtes Wochenende mit seiner kleinen Tochter Emily verbringen will, kommt ihm Dragan mit neuen Arbeitsaufträgen in die Quere. Achtsam wie Björn es nun gelernt hat, versucht er Dragan und Emily unter einen Hut zu bringen. Doch das geht schief!

    Dusse hat einen erfrischenden Stil, der von Bissigkeit und schwarzem Humor durchdrungen ist und sogar provoziert. Denn hier wird in gewisser Weise das deutsche Strafrecht auf die Schippe genommen, weil Diemel in seiner Tätigkeit als Anwalt einen gewalttätigen Großkriminellen vertritt und dafür sorgt, dass Dragans illegale Einkünfte aus Drogengeschäften und Prostitution gewaschen werden und seine kriminellen Machenschaften weiter laufen können.  

    Es ist schon schwarzer Humor, wenn ein gestresster Anwalt plötzlich aus Achtsamkeit ohne Zeitdruck mit seiner Tochter ein gemeinsames Wochenende genießt und ganz er selbst sein kann und dabei einen gewissen Dragan völlig vergisst. Der so gewiefte Anwalt verinnerlicht das Achtsamkeitsthema in seinem Leben und wird so herrlich stressfrei, aber auch ohne Gewissensbisse zum Mörder. 

    Das Buch steckt voller absurder und verdrehter Dialoge, es gibt Situationen, in denen Diemel andere Menschen manipuliert, um sich dadurch einen (scheinbar unerreichbaren) Platz im Kindergarten für Emily zu sichern. Es kommt zu schrägen Momenten, die ich nicht unbedingt ernst genommen habe, sondern sie mit einem Lachen weglas. Hier hat jemand die Achtsamkeitstheorie ganz für sich angenommen, geht aber dabei auch über Leichen. 

    Eine originelle und schwarzhumorige Lektüre, die ich auch Nicht-Krimi-Leser:innen empfehlen kann!                                

  2. Cover des Buches Die Insel der besonderen Kinder (ISBN: 9783426520260)
    Ransom Riggs

    Die Insel der besonderen Kinder

     (2.083)
    Aktuelle Rezension von: HeartofHope

    Als kleines Kind bekommt Jacob von seinen Großvater Geschichten erzählt, die in seinen Kinderaugen dank der Fotos, die er ihm dazu zeigt, wahr zu sein scheinen. Doch mit den Jahren kann Jacob ihn nicht mehr so ganz glauben, die Fotos scheinen zu offensichtlich manipuliert worden zu sein und immer mehr kommt die Annahme, dass sein Großvater in diesen Geschichten nur seine schlimmen Erlebnisse aus dem 2. Weltkrieg verarbeitet. Doch dann findet Jacob seinen ermordeten Großvater und entdeckt etwas, was seine komplette Welt aus den Fugen geraten lässt. Um nicht gänzlich verrückt zu werden, beschließt er, den Geheimnissen seines Großvaters auf den Grund zu gehen. Doch was er auf der kleinen Insel Falls Cairnholms entdeckt, verändert sein Leben vollkommen. 

    Dieses Buch ist wirkich keine leichte Geschichte. Nicht nur, dass der zweite Weltkrieg hier eine große Rolle spielt, sondern man erlebt als Leser auch einige dramatischen Szenen und Schicksale daraus. Wer mit so etwas nicht gut umgehen kann, sollte hierbei etwas vorsichtiger sein. 

    Nun möchte ich aber erst etwas über die Aufmachung des Buches sagen. Zugegeben, ich finde die Cover, nicht nur von diesem ersten Band, sondern auch von den nachfolgenden Bändern, nicht schön. Hätte ich es im Regal stehen gesehen, so hätte ich nicht danach gegriffen. Doch dies ist natürlich Geschmacksache und nur meine persönliche Meinung. Das Innere des Buches ist dagegen unglaublich toll gelungen. Immer wieder findet man Fotos, welche die Geschichte noch eine Spur lebendiger machen und auch interessanter. Dies hatte ich bisher noch nie so gesehen und fand es wirklich toll. 

    Mir wurde die Geschichte sehr empfohlen, sodass ich nun doch nach ihr greifen musste. Auch hatte ich den Film bisher noch nicht gesehen, so bot es sich für mich gerade sehr gut an. 

    Grundsätzlich fand ich die Stimmung in dem Buch sehr düster, was aber auch zu dem Plot sehr gut gepasst hat. An Jacob musste ich mich erst einmal gewöhnen, zu Beginn war er mir dann doch etwas zu verzogen, doch im Laufe der Geschichte wurde ich warm mit ihm. Gerade die besonderen Kinder waren alle so einzigartig, dass ich sie sehr schnell in mein Herz schließen konnte. Das Setting fand ich beeindrucken. Der Autor hat es geschafft, an einen Ort, an welchem etwas wirklich unglaublich schreckliches geschehen ist, sodass beim Lesen mein Mutterherz geblutet hat, gleichzeitig etwas unglaublich schönes und magisches entstehen zu lassen. Gleichzeitig hat er es geschafft, dass mir beim Lesen beide Orte immer präsent waren, sodass ich nur noch beeindruckter war. Ich persönlich fand den Spannungsbogen der Geschichte nicht allzuhoch, es hätte noch etwas spannender sein können, dennoch hatte die Geschichte durch ihre Besonderheit einfach etwas fesselndes an sich. Ich fand es wirklich einen gelungenen Auftagkt. 

    Für jeden Urban Fantasy Liebhaber kann ich das Buch wirklich nur empfehlen. Ich bin schon sehr auf den zweiten Band gespannt. 


  3. Cover des Buches Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet (ISBN: 9783442376247)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet

     (1.393)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Flavia, die jüngste der drei de Luce Schwestern, traut ihren Augen nicht, da liegt ein Toter im Gurkenbeet von Gut Buckshaw. Oder vielmehr ein Todgeweihter, denn als Flavia näher tritt, haucht ihr der Fremde mit seinem letzten Atemzug ein Wort entgegen, dass das junge Mädchen zunächst ratlos zurücklässt. Die Polizei kommt kurz darauf und nimmt nach einigen Ermittlungen Flavias Vater in Gewahrsam. Da beginnt Flavia selbst zu recherchieren und stößt nach und nach auf Geheimnisse, die ausgerechnet ihren Vater betreffen und ihm ein Tatmotiv liefern.

    Bradley hat mit Flavia de Luce eine unterhaltsame Geschichte kreiert, die von den üblichen Krimierzählungen schon dahingehend abweicht, weil ein kleines Mädchen zur Detektivin wird. Ein Hauch von Adams Family Flair gibt dem ganzen eine durchaus aparte Note. Und so einfallsreich die Geschichte ist, die in der Tat nicht alles sofort verrät, blieb die Geschichte seltsam träge. Ich kann nicht genau ausmachen, woran das lag, aber Spannung - im Sinne, dass ich das Buch nicht aus den Händen legen wollte - kam eigentlich nie auf. Und das nicht weil die Geschichte nicht stringent wäre, oder schlecht erzählt. Vielmehr haben mich die ganzen nebensächlichen Beschreibungen abgelenkt, die zu Hauf im Buch eingestreut sind und die irgendwie die Haupthandlung auf Abwege führten. So ertappte ich mich ein ums andere Mal wie ich genau in jenen Stellen mit Gedanken abschweifte und nur schwer zurück in die Hauptstory fand.

    Kurzum: Eine gute Grundstory mit interessantem Charakter, aber zu vielen Nebenerzählungen, die ablenken. Keine Lese-Muss, aber ein Lese-Kann.

  4. Cover des Buches Der Goldene Kompass (ISBN: 9783551583406)
    Philip Pullman

    Der Goldene Kompass

     (1.546)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Lyra Belaqua lebt mit ihrem Dæmon Pantalaimon im Oxford einer Parallelwelt. Sie ist am Jordan College zu Hause und weiß nicht, dass sie Teil einer großen Prophezeiung ist, von der die Zukunft abhängt. Als ihr Onkel in Oxford auftaucht und von einer fremden Welt erzählt beginnt für Lyra ein Abenteuer vom dem sie selbst noch nichts weiß. Bis in den hohen Norden muss sie reisen um herauszufinden was es mit dem Verschwinden von Kindern, der unheimlichen Mrs. Coulter, dem geheimnisvollen Staub und ihrem Dæmon auf sich hat.

     Philip Pullman gelingt es mit diesem Buch neue Fantasywelten zu erschaffen. Auch wenn die eine oder andere Idee selbst sicherlich nicht ganz neu ist, so bekommt sie bei Pullman ganz andere Aspekte und einen völlig neuen Zusammenhang. Geschickt verknüpft der Autor Elemente aus Fantasy und Abenteuer, aus Spannung und Magie zu einer ganz besonderen Geschichte, in der es weder an Freundschaft, noch an Mut, noch an Liebe fehlt. Trotzdem gibt es einige wenige Längen, in denen der Autor sich zu sehr in der Beschreibung von Details, wissenschaftlichen Zusammenhängen oder Beschreibungen der Umgebung verliert. Zum Glück bleibt dies insgesamt aber kurz und nur sporadisch im Buch, so dass es dem Gesamtwerk nicht schadet.

    Mein Fazit: Fantasiereiches Abenteuer, dass mich mitnehmen, aber nicht immer völlig begeistern konnte. Dies liegt aber wohl eher daran, dass ich mich für die ganze Thematik des Staubes und deren Zusammenhänge nicht so richtig interessieren konnte und weniger daran, dass das Buch als solches nicht spannend wäre. Für Fantasyfans ist Pullman schon lange ein Muss und ich freue mich ebenfalls auf Band 2.

     

  5. Cover des Buches The Stranger Times (ISBN: 9783847900900)
    CK McDonnell

    The Stranger Times

     (221)
    Aktuelle Rezension von: Caram

    The Stranger Times hat mir riesigen Spaß beim Lesen gemacht. Der sarkastischen Humor, der nur so durch die Zeilen trieft, war für mich ein einmaliges Leserlebnis.

    Handlungstechnisch begleiten wir zunächst Hanna, die sich nach einer gescheiterten Ehe der Jobsuche stellt und bei der Stranger-Times landet, einer Zeitung, die sich mit all den kuriosen Vorgängen auf dieser Welt beschäftigt. Die Erzählperspektiven wechseln im Folgenden oft und die Geschichte wird vielschichtiger, denn nicht alles, was so irrsinnig scheint, ist es auch. 

    Der Schreibstil des Romans ist absolut humorvoll und im Charakter Banecroft gebündelt, das Innbild des zynischen Sarkasmus. Auch wenn er unausstehlich ist, hat er sich schnell zu meinem Liebling gemausert. Auch die anderen Figuren wurden sympathisch, vielschichtig und schlagfertig dargestellt. 

    Storytechnisch hat es sich lange wie eine sehr ausführliche Einleitung angefühlt. Hier fehlte mir lange der Übergang zum Hauptteil. Zum Schluss wiederum geht alles sehr schnell. 

    Auf jeden Fall ein ganz besonderes Leseerlebnis!

  6. Cover des Buches Jackaby (ISBN: 9783570310885)
    William Ritter

    Jackaby

     (199)
    Aktuelle Rezension von: lesenundteetrinken

    Jackaby ist ein etwas exzentrischer, aber scharfsinniger Mann. Er trägt einen langen, braunen Mantel, dessen Taschen mit diversen Phiolen, Linsen, alten Münzen und anderen ungewöhnlichen Sachen vollgestopft sind. Er hat die Fähigkeit übernatürliche Wesen und Auren zu sehen und nutzt diese Gabe, um ungeklärte Fälle zu lösen.
    Abigail Rook erzählt nun die Geschichte, wie sie den Job als Jackabys Assistentin annimmt und mit ihm auf die Jagd nach einem Serienmörder geht, der kein Mensch zu sein scheint.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Jackaby und Abigail geben ein einzigartiges Team ab und ihre Interaktionen haben mich oft schmunzeln lassen. Der Fall ist spannend, mysteriös und auch etwas düster. Diese Mischung, zusammen mit den übernatürlichen Wesen, hat genau meinen Geschmack getroffen. Gut, dass es noch drei weitere Teile in der Reihe gibt.

  7. Cover des Buches Das Känguru-Manifest (Die Känguru-Werke 2) (ISBN: 9783548373836)
    Marc-Uwe Kling

    Das Känguru-Manifest (Die Känguru-Werke 2)

     (568)
    Aktuelle Rezension von: bookwormceli

    „Das Känguru-Manifest“ ist die Fortsetzung von „Die Känguru-Chroniken“, aber leider hat es mir weniger gut gefallen als der erste Band. 


    Das Zusammenleben zwischen Marc Uwe Kling und dem Känguru geht in die zweite Runde. Diesmal geht es nicht wie in Band eins nur beziehungsweise hauptsächlich um Politik, sondern auch um eine Verschwörung bezüglich dem Pinguin, der jetzt nebenan eingezogen ist, von welcher das Känguru ausgeht. 


    Ich bin ja nicht ganz so Politik-interessiert, aber ich finde, dass das ganze in Band eins schon ganz okay war zum Lesen. Diesen Band jedoch fand ich inhaltlich nicht so witzig und ich persönlich fand es eher langweilig. Vielleicht war es auch einfach nicht der richtige Zeitpunkt für das Buch, aber ich habe das Gefühl, dass das Buch leider nichts für mich ist.

  8. Cover des Buches QualityLand (dunkle Edition) (ISBN: 9783548291871)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand (dunkle Edition)

     (781)
    Aktuelle Rezension von: xeni_590

    Jedoch fehlt mir ihrgendwie was es war zwar hin und wieder spannend aber nicht so spannend wie ich es mir gewünscht hätte. Es war immer nur ein kleiner Punkt der mich abgeholt hat. So ganz war das Buch nicht so meins, sry

  9. Cover des Buches Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel (ISBN: 9783442378258)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel

     (658)
    Aktuelle Rezension von: WeltbuntmalendeBuecher

    mein erster Gedanke ist: Ich stelle mir Bücher echt cool vor als Filme! 🥰 Darauf hätte ich total Bock!


    Nun aber zum Buch:

    📚DER EINSTIEG📚 ist recht lang, danach ist die Story aber wirklich spannend, auch mit etwas Humor. Es gibt wieder mehrere 📚HANDLUNGSSTRÄNGE📚: Der eine ist der Mord, dann die Vergangenheit des Dorfes und auch die Geschichte, welche sich in der Familie von Flavia abspielt. 

    📚DER STIL📚: Das Buch ist aus der Sicht von Flavia in der Vergangenheit geschrieben. Es ist spannend, teilweise etwas langgezogen und verschlachtelt. Ich musste mich wie in Band 1 zuerst daran gewöhnen.

    📚DIE CHARAKTERE📚 Flavias Familie und die Leute aus dem Dorf sind alle interessant, haben Eigenheiten und definitiv mehr Hintergrund, als man denkt. Jeder bekommt ein bisschen seine eigene Geschichte (mit der Zeit). Falvia selbst ist aufgeweckt, angenehm und pfiffig. Und sie mag Gifte (und Chemie, ich mag Chemie nicht xD weswegen ich diese Teile manchmal nicht so interessant finde, aber sehr markant für die Bücher.) 


    Alles in allem ein gutes Buch, das mir dieses Mal schon bedeutend besser gefallen hat als Teil 1!

    Und nun freue ich mich sogar schon auf mehr.

  10. Cover des Buches AERA – Die Rückkehr der Götter (ISBN: 9783426518618)
    Markus Heitz

    AERA – Die Rückkehr der Götter

     (135)
    Aktuelle Rezension von: Athene

    Was wäre, wenn…wenn alle Götter oder Wesen aus Religionen und Aberglauben auf die Erde zurückkehren und die Menschen je nach Ehrerbietung oder Huldigung unterstützen oder unterdrücken, sogar töten würden?

    Genau dies passiert im Jahr 2019. Oder passierte? Dieses Buch liegt bereits eine Weile bei mir und nachdem für dieses Buch eine Fortsetzung angekündigt wurde, wollte ich diese Bücher vom Meister, wie der Autor genannt wird, in der richtigen Reihenfolge lesen.


    Ein, zwei kleine Haken, wurden natürlich in die Geschichte eingebaut. Es kehren alle Götter und Gottheiten zurück. Nur die Christen, Moslems und Juden warten vergeblich. Während die neuen bzw. alten Götter sich die Landkarte und die Menschen aufteilen, werden diese einst so starken Glaubensrichtungen belächelt.

    Nach den sogenannten Übergangs- bzw. Glaubenskriegen tut sich Malleus Bourreau hervor. Er ist ehemaliger Soldat und ermittelt nun für Interpol. Wer kann bei so manch eigenartigen Verbrechen denn noch sagen, ob der Täter ein Mensch oder eine Entität war?


    Das ursprüngliche erste Buch ist als eSerial erschienen. D.h. zehn zusammenhängende Geschichten um den toughen Ermittler mit der Culebra und dem umfangreichen Wissen über den Glauben und Entitäten, der sich selbst als Atheist bezeichnet. Zehn Fälle führten ihn einmal um den Erdball. Schnell wird klar, nicht alle sind zufrieden mit der neuen Weltordnung und die Umstrukturierung der Macht findet nicht überall Anklang. Neun Artefakte sind verschwunden. Was es damit auf sich hat, und wer da alles mitspielt, müsst ihr unbedingt lesen.


    Das Buch zeichnet sich, wie von Markus Heitz gewohnt, durch den Mix von tatsächlichen Mythen und Legenden, Geschichte und Fiktion aus. Garniert mit spannender Handlung schickt der Autor einen charismatischen Ermittler mit Fu Manchu Bart und einem Faible für Nikotin in den Kampf gegen Gottheiten und Kulte. Ich vergebe volle Punktzahl und berichte demnächst vom Folgeband.


  11. Cover des Buches Hologrammatica (ISBN: 9783462051490)
    Tom Hillenbrand

    Hologrammatica

     (155)
    Aktuelle Rezension von: Justus_Jonas

    Eine toll konstruierte Zukunftswelt. Und dann auch noch spannend!

  12. Cover des Buches Magonia (ISBN: 9783453270176)
    M. D. Headley

    Magonia

     (180)
    Aktuelle Rezension von: ariadne
    Mein Book of the Month war im November Magonia, das ich jetzt auch schon gefühlt ewig auf meinem SuB habe. Die ganzen positiven Reviews haben mich echt neugierig gemacht und zum Glück ist diesmal der Hype auch nicht umsonst gewesen.
    Die Vorstellung von Schiffen in den Wolken, die ganze Welt von Magonia und ihre Wesen ist so originell und packend, dass ich es schade fand, dass das Buch nicht noch weiter darauf aufgebaut hat. 

    Aza und Jason waren mir beide sehr sympathisch und ihre Beziehung/Freundschaft auch glaubhaft. Das gefürchtete Love Triangle zeigt sich zwar ganz kurz, konnte aber glücklicherweise umgangen werden.

    Der 2. Teil ist meines Wissens noch nicht auf Deutsch erschienen, was sehr schade ist. Die englischen Rezensionen zum 2. Band fallen auch eher gemischt-negativ aus, bin also noch zögerlich, ob ich weiterlesen werde.
  13. Cover des Buches Pinguinwetter (ISBN: 9783404166527)
    Britta Sabbag

    Pinguinwetter

     (409)
    Aktuelle Rezension von: Lesia

    Pinguine sind großartig. Pinguine auf dem Cover und im Titel sind auch toll. Aber da hört meine Begeisterung für dieses Buch schon fast auf.

    Wir beginnen mit einer typischen Wendesituation: Charlotte verliert ihren Job, als sie eigentlich glaubt, befördert zu werden. Von da an geht es erstmal nur bergab. Es gibt ein paar Männergeschichten, zwei Kinder, zwei Freundinnen, eine Verwechslung und eine etwas exzentrische Familie.

    Die Protagonistin versinkt im Wesentlichen im Selbstmitleid und es passiert nicht viel. Die Handlungsweisen der Charaktere waren für mich größtenteils nicht nachvollziehbar und die Charaktere hatten wenig Tiefe. Die Szenen mit den Kindern konnten waren stellenweise ganz witzig, und die Pinguinanekdoten haben mir gefallen. Der Schluss, der einen schönen Bogen zum Titel zieht, hat mir gefallen. Aber das war es leider auch schon. Besonders lustig fand ich das Buch tatsächlich gar nicht, offenbar habe ich einen anderen Humor. Ich kann das Buch eher nicht weiterempfehlen. Schade.

  14. Cover des Buches Die Analphabetin, die rechnen konnte (ISBN: 9783328100157)
    Jonas Jonasson

    Die Analphabetin, die rechnen konnte

     (705)
    Aktuelle Rezension von: Read-and-Create

    Nachdem ich vor ein paar Jahren das erste Buch von Jonas Jonasson ("Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand") sehr gut gefallen hatte, habe ich mich gefreut, als ich dieses Buch im Tauschregal entdeckte.

    Der Schreibstil ist ähnlich besonders, der Inhalt wieder schräg und kurios. Für mich persönlich war das Buch nicht wirklich was. Daher darf es zurück ins Regal und kann hoffentlich einen anderen Leser begeistern

  15. Cover des Buches Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente (ISBN: 9783446258631)
    Peter Bognanni

    Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Tess Fowler, ein normales Teenager-Mädchen trifft auf einer Party auf Jonah, einen normalen Teenager-Jungen. Weil sie aus verschiedenen Bundesstaaten kommen, führen sie eine Art Fernbeziehung. Online. Aber nach 7 Monaten kommt keine Nachricht mehr von Jonah und Tess findet raus, das er Selbstmord begangen hat. Aus heiterem Himmel, ohne irgendwelche Anzeichen.

    Wir begleiten Tess während sie trauert, sich erinnert und versucht los zu lassen.

    Obwohl Jonah tot ist und es niemals lesen wird, schreibt Tess immer noch Nachrichten an seinen Facebook-Account. Und obwohl es absolut unmöglich ist, bekommt sie eines Tages eine Antwort.

    Was dahinter steckt, warum und wie Jonah den Tod gefunden hat, wie Tess über diesen Schicksalsschlag hinwegkommt und vieles mehr müsst ihr selber lesen, sonst spoiler ich zu viel :D

    Das Buch hat ein wunderschönes Cover, einen sehr passenden Titel und einen fantastischen Schreibstil.
    Ich habe es an einem Tag durch gelesen, konnte es einfach nicht aus der Hand legen.

     Ein absoluter Pageturner und schon jetzt mein Jahreshighlight 2018!!

     

  16. Cover des Buches This Charming Man (ISBN: 9783847901167)
    CK McDonnell

    This Charming Man

     (156)
    Aktuelle Rezension von: G_A

    Die spannenden und skurrilen Abenteuer der Strange Times Truppe geht weiter.
    Gerade als sich Hannah daran gewöhnt hatte, dass Stranger Times nicht nur eine verrückt klingende Zeitung ist, sondern tatsächlich ziemlich schräge Dinge wirklich passieren, macht der nächste gruselige Fall die Runde. 

    Sie sind hier, sie haben Hunger..

    Gibt es Vampire wirklich? Die Unterwelt der übersinnlichen Kräfte, scheint nicht daran zu glauben, obwohl die spuren so ziemlich keine Zweifel daran lassen. Doch die Truppe der skurrilen Redaktion geht der Sache auf den Grund.

    Wenn man das erste Band gelesen hat, dann kennt man auch die etwas gewöhnungsbedürftige Schreibart des Autors. Ich persönlich habe mich schon darauf gefreut, denn der britische Humor und die sarkastische Linie im Schreibstil, gefällt mir unglaublich gut.
    Ich habe wieder oft geschmunzelt oder laut gelacht.

    Cover und Buchschnitt, ist auch dieses mal sehr gut gelungen. Mir gefällt der Stil auch hier sehr und passt einfach zur Geschichte. 

    Auch in diesem Buch, treffen wir auf total unterschiedliche Charaktere und Bösewichte. Es macht sehr viel Spaß, alle kennenzulernen und es gibt immer eine Überraschung mit der man so nicht rechnet.  Alle Figuren haben ihre Ecken und Kanten und sie sind alle so schön perfekt unperfekt.

    Der Verlauf der Geschichte, hatte auch wieder den perfekten Wechsel, zwischen Krimi, Fantasie und Spaß. Mir hat es doch leider dieses mal etwas mehr an Gänsehaut Momenten gefehlt. Ab und zu hat sich die Geschichte dann doch in die länge gezogen aber es war nicht unaushaltbar.

    Das Ende fand ich wiederum sehr spannend und überraschend.

    Die zwei Epiloge, lassen durchsickern, dass es ein 3. Band geben wird und das Nachwort des Autors bestätigt diese Vermutung! 

    Fazit;

    Im großen und ganzen also ein super tolles Buch, das sehr viel Spaß gemacht hat beim lesen.
    Wer es skurril, spannend und witzig mag, ist hier gut aufgehoben.

  17. Cover des Buches Elchscheiße (ISBN: 9783423215084)
    Lars Simon

    Elchscheiße

     (133)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Nun habe ich also endlich den ersten Band der Tierkot Trilogie von Lars Simon gelesen, und somit nun die ganze Reihe. Und irgendwie muss ich sagen, jetzt kann ich mir nun ein wirkliches Urteil bilden. Aber eines nach dem anderen.

    Lars Simon nimmt einen langsam mit und erklärt, wie das mit Torstens Ex Tanja passiert ist. Man lernt das erste Mal Torstens Freund Rainer kennen. Auch Gerd, der Vater von Torsten, und Renate dessen Freundin treten auf. Letztere ist auch die beste Freundin von Tanja, aber die ist ja mit dem „Therapeuten“ von Torsten und ursprünglich Renates Freund abgehauen. Kompliziert? Nein, nicht wirklich. Es kommt ja im Buch schrittweise. Daher ist es tatsächlich einfacher zu erst „Elchscheiße“ zu lesen, bevor man sich auf „Kaimankacke“ stürzt.

    Man lernt auch den Ort Gödseltorp mit all seinen Eigenheiten kennen und „lieben“.  Manchmal denkt man: „Mein Lieber Herr Simon, geht es nicht vielleicht ein wenig langsamer?“, denn die Ereignisse überschlagen sich teilweise in diesem Drecksnest, wie es der Autor des Öfteren nennt. Aber was will man von einem erfundenen Ort erwarten, der frei übersetzt so etwas wie „Misthausen“ heißt. 

    Lars Simon, bringt es fertig einen immer wieder zum Lachen zu bringen. Ich meine damit nicht dieses verschmitzte Lächeln während des Lesens, sondern eher dieses laute Lachen, was einem, wenn man schwarzen und sarkastischen Humor mag, immer wieder herausplatzt. Vielleicht auch zum Leidwesen der Nachbarn, wenn man eine sehr hellhörige Wohnung hat.

    Es gibt so manche Anspielung auf „Per Anhalter durch die  Galaxis“ von Douglas Adams. Wer das Buch nicht kennt, dem entgehen eventuell Nuancen. Gelegentlich ist es ein wenig zu überladen in meinen Augen. Lars Simon macht dies aber mit dem Humor einfach wieder weg.

    Elchscheiße ist für mich ein Buch, welches man lesen sollte, wenn die Welt, die einem umgibt nichts oder nur wenig zu lachen bietet. Oder einfach mal nur so für zwischendurch, wenn man keine Lust auf etwas Hochtrabendes hat oder etwas, was einem ein hohes Maß an Fantasie abfordert. Es ist eine gut gemachte Comedy Reihe, welche verdammt viel Situationskomik beinhaltet und gute Laune bringt. 

    http://literaturlounge.eu


  18. Cover des Buches Die Mechanik des Herzens (ISBN: 9783442747801)
    Mathias Malzieu

    Die Mechanik des Herzens

     (436)
    Aktuelle Rezension von: Heidelperle

    Was soll ich sagen. Dieses Buch lässt gemischte Gefühle zurück. Im guten Sinn, denn schlecht fand ich es nicht. Aber es war skurril. Anders. Definitiv keine Mainstream-Romantik. Der Klappentext hat schon ganz recht, wenn er behauptet, dass dieses Buch dem Stil von Tim Burton nahe kommt.

    Wir begleiten Jack durch sein Leben mit einer Kuckucksuhr als Prothese für sein krankes Herz. Diese Prothese macht ihm so manches Mal Ärger, aber allem voran darf er sich auf keinen Fall verlieben, denn diesen Schmerz würde die Prothese nicht aushalten. Aber wie man es kennt, verliebt er sich natürlich trotzdem. Und zwar in eine kleine Sängerin, die überall gegen stößt.

    Der Schreibstil des Buches ist einer Erzählung ähnlich, ich hatte trotz der gewählten Ich-Perspektive einen gewissen Abstand zu den Figuren. So manches Mal kochten doch mehr Gefühle hoch, aber alles in allem beschreibt Malzieu eher, als dass er zeigt. Dieser Stil wird von vielen bei dem Buch bemängelt, ich fand ihn hier jedoch überhaupt nicht störend. Viel mehr hat er dafür gesorgt, dass ich nur so durch die Seiten fliege. Die eindringlichen und besonderen Beschreibungen, die der Autor verwendet, sind einzigartig wie Schneeflocken und so manches Mal auch etwas verwunderlich. Aber gerade diese ungewöhnlichen Beschreibungen sind das, was den Charme dieses Buches ausmacht, meiner Meinung nach. Sie malen Bilder in den Kopf, die nicht nur flüchtige Vögelchen sind, die schnell wieder davonfliegen sondern bleiben. Ich glaube, an dieses Buch werde ich mich ewig erinnern.

    Die Figuren hatten allesamt ihre Ecken und Kanten. Zwar war ich ihnen aufgrund des Erzählstils nicht so nah, dennoch hatten sie Tiefe und ich konnte sie meistens nachvollziehen, in ihren Handlungen und ihrem Denken.
    Jack ist ein ungeduldiger Junge, der keine Ahnung von der Liebe hat und sie trotz der Gefahr für sein Herz nicht aufgeben möchte.
    Miss Acacia, die kleine Sängerin, ist ein aufstrebender Stern am Flamencohimmel und so zierlich und zart wie ein kleines Vögelchen, was nicht zuletzt an Malzieus grandiosem Stil zu erzählen liegt.
    Jack findet ein paar Freunde, macht sich ein paar Feinde. An einer bestimmten Stelle war ich dann auch der Meinung, dass dieses Buch nicht unbedingt für Kinder geeignet ist, wer es kennt, weiß, welche Stelle ich meine. Wer es nicht kennt, wird wohl selbst herausfinden müssen, welche Stelle das ist.

    Beeindruckt hat mich vor allem das Ende. Achtung Spoiler: Wir haben hier kein Happy End. Das ist wahrscheinlich das, was mir am meisten an dem Buch gefallen hat, auch wenn es sehr traurig war. Doch ich habe ein faible für Bücher ohne glückliche Enden, weil sie so rar gesäht sind.

    Ich weiß nicht, ob ich dieses Buch noch einmal lesen würde, aber es hat mich definitiv beeindruckt und wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Außerdem möchte ich mehr von diesem Autor lesen. Wenn seine anderen Bücher genauso gut sind wie dieses, kann ich mich auf was freuen.

  19. Cover des Buches Lasst uns schweigen wie ein Grab (ISBN: 9783522201995)
    Julie Berry

    Lasst uns schweigen wie ein Grab

     (98)
    Aktuelle Rezension von: tinstamp

    Bewertung: 4 1/2 Sterne

    Jugendbücher findet ihr bei mir nicht sehr oft, aber im Moment habe ich so einige hier bei mir liegen. Durch die liebe Aleshanee bin ich auf "Lasst uns schweigen wie ein Grab" von Julie Berry aufmerksam geworden. Als ich es in unserer Bücherei entdeckt habe, musste es gleich mit und ich kann sagen, dass ich mich wirklich köstlich unterhalten habe.

    Der Jugendkrimi spielt 1890 im St. Etheldra Mädcheninternat bei London. Während die sieben Mädchen bei Bohnen und Brot am Tisch sitzen, futtert die Direktorin Constance Plankett gemeinsam mit ihrem Bruder Aldous Godding köstliches Kalbfleisch. Doch der Genuss währt nicht lange, denn plötzlich fallen beide hintereinander tot vom Stuhl. Die Mädchen wissen sich zu helfen und verschweigen den Tod von Mrs. Plankett, denn sie befürchten nach Hause geschickt zu werden, was keine von ihnen möchte. Und so schaufeln sie ein Grab im Garten und versuchen ohne Kontrolle eines Erwachsenen weiter im Internat zu bleiben....

    Schon der Beginn der Geschichte ist skurill und voller schwarzem Humor. Die Fassade, dass Mrs. Plankett noch lebt, soll aufrecht erhalten bleiben. Der Kreativität der Mädchen, die alle zwischen 12 und 17 Jahren alt sind, sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die Beinamen, die jedes der Mädchen von der Autorin erhält, klärt sofort über ihre Fähigkeiten oder ihr Aussehen auf. Das sind:
    Roberta "Liebenswert", Mary Jane "Ungeniert", Martha "Einfältig", Alice "Robust", Kitty "Schlau", Louise "Pockennarbig" und Elinor "Düster".
    Diese Namenszusätze werden auch auch immer verwendet und so hat man als Leser immer ein Bild vor Augen, wer wer ist. Das ist vorallem am Anfang sehr hilfreich.

    Schon von Beginn an habe ich mich köstlich unterhalten, denn schon sehr bald treten die ersten Schwierigkeiten auf. Just am Todestag wollte Constance Plankett ihrem Bruder zum Geburtstag überraschen und hat einige Freunde eingeladen. Wie die Mädchen sich aus dieser verfahrenen Situation herausmanövrieren ist einfach nur witzig. Weitere unlösbare Situationen folgen natürlich bald darauf. Oftmals wird es sehr skurill und obwohl ich das sonst nicht mag, hat es mir hier total gefallen. Zusätzlich müssen die Mädchen herausfinden, wer hinter den Giftmorden an ihrer Direktorin steckt. Der Verdacht, eine von ihnen könnte die Täterin sein, macht den Mädchen zusätzlich zu schaffen. Noch gefährlicher erscheint es jedoch, dass der Mörder noch herumläuft und einen weiteren Anschlag planen könnte. Für mich war es bald ersichtlich wer hinter den Morden steckte, aber es ist ja auch ein Jugendbuch und kein Erwachsenenkrimi. Außerdem konnte mich die Autorin trotzallem mit einigen Wendungen überraschen.
    Die Geschichte ist eigenwillig und glänzt vorallem durch ihren schwarzen Humor und den Charakteren. In der Mitte wird es ruhiger und der Spannungsbogen sinkt.

    Die Autorin hat ihre schwarze Krimikomödie im Viktorianischen Zeitalter angesiedelt. Die Figuren sind  authentisch und glaubhaft und die Mädchen zeigen, dass sie sich mit dem Rollenbild der Frau zu dieser Zeit nicht wirklich identifizieren können. Die Charaktere sind jedoch sehr verschieden, wie auch ihre Beinamen erklären. Gemeinsam mit den tollen Figuren, etwas Ironie und Sarkastik ist diese Krimikomödie für junge Leser ein richtiges "Schmankerl". Ich hab's genossen und empfehle den Roman, der schon etwas älter ist, gerne weiter.

    Fazit:
    Eine herrlich ironische Krimikomödie mit Wortwitz und Charme. Eine Geschichte für Jugendliche und auch ältere Semester, die mit schwarzem Humor punktet und welche ich sehr gerne gelesen habe. Ich empfehle dieses unterhaltsame Buch gerne weiter!

  20. Cover des Buches Auf und davon (ISBN: 9783453269835)
    David Arnold

    Auf und davon

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Marievintastic
    Dieses Buch hat mich zutiefst inspiriert. Es ist teilweise direkt aus dem Leben gegriffen und teilweise herrlich absurd. Es bietet Figuren die man abgrundtief hasst (Ponchomann) oder Figuren die man einfach nur liebenswürdig findet (Walt und Beck). Wer einfach einen schönen absurden und fast märchenhaften Roman lesen will rund um das Thema psychische Erkrankungen, Freundschaft und Roadtrips der anderen Art ist hier richtig aufgehoben. Das Buch errinert mich an Werke wie "vielleicht lieber morgen" oder die Romane von John Green.
  21. Cover des Buches Blinde Rache (ISBN: 9783404178711)
    Leo Born

    Blinde Rache

     (165)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah


    Mara Billinsky ist anders und eckt an. So auch bei ihren neuen Kollegen in der Frankfurter Mordkommission. Niemand traut ihr den Job wirklich zu. Doch das hält Mara nicht davon ab als eine brutale Mordserie Frankfurt/Main erschüttert auf eigene Faust zu ermitteln... 

    Mara Billinsky unterscheidet sich schon optisch von ihren Kollegen – sie trägt nur Schwarz ist gepierct und tätowiert. Auch agiert sie lieber allein, im Team zu arbeiten ist nicht so ihr Ding. Ausgerechnet ein eher stiller und vorsichtig zu Werke gehender Ermittler wird ihr zur Seite gestellt. Diesen rüttelt Mara jedoch langsam wach und sie werden doch noch zu etwas, was einem Team nahe kommt. Das Buch ist ein sehr spannender, realistischer Thriller mit aktuellen Themen – kriminelle Jugendliche, Gewalt gegen Frauen.  Für mich ein gelungener Serienstart mit einer tollen Ermittlerin, den man nicht aus der Hand legen kann, bis die letzte Zeile gelesen ist. Von mir gibt es volle 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

  22. Cover des Buches Garou (ISBN: 9783442473595)
    Leonie Swann

    Garou

     (486)
    Aktuelle Rezension von: JourneyGirl

    Die Fortsetzung des Schafs-Krimis "Glenkill"! Wieder einmal ermitteln Miss Maple und die restliche Schafsherde in einem spannenden Fall. Charmant umgesetzt!

  23. Cover des Buches Die Farben der Magie (ISBN: 9783492280624)
    Terry Pratchett

    Die Farben der Magie

     (902)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Der Magier Rincewind ist vom Pech verfolgt – erst wird er von einem geltungssüchtigen Zauberspruch befallen, dann verliert er seine Stelle an der Unsichtbaren Universität. Fortan verdingt er sich als Fremdenführer für den ersten Touristen auf der Scheibenwelt. Und natürlich geht auf der Reise so ziemlich alles schief …

    Mein erstes Buch aus der Scheibenwelt! Eine Reihe, die ich schon so lange endlich einmal anfangen wollte um zu sehen, wie sie mir gefällt. Und sie gefällt mir sehr gut!

    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir aber tatsächlich etwas schwerer. Der interessante Aufbau der Scheibenwelt wird erklärt, allerdings wird dabei auch mit vielen Namen um sich geworfen. Zusätzlich hatte ich vor allem auf den ersten Seiten das Gefühl, die Geschichte springt von einem Ort an den anderen und wieder weiter, immer hin und her - so schnell, dass ich manchmal gar nicht hinterher kam.

    Das legte sich jedoch zum Glück schnell (zumindest ein wenig - springen tut der Autor trotzdem noch sehr gerne, aber alles in für mich verständlichem Rahmen) und ich konnte in die Geschichte um Rincewind und Zweiblum, gefolgt von der Truhe auf ihren hunderten von Beinen, völlig versinken.

    Rincewind hat einen genialen trockenen Humor, ist eher ein Pessimist und Feigling - im Zusammenspiel mit dem immer fröhlichen und völlig naiven Zweiblum ist das eine absolut geniale Kombination, die mich mehr als einmal zum Schmunzeln oder Lachen gebracht hat. Da es eher aus Rincewinds Sicht geschrieben ist, bekommt man beim Lesen seine Gedanken zu etlichen Begebenheiten mit, die in so krassem Gegensatz zu Zweiblums Aussagen stehen - es ist herrlich! Vor allem, da sie in allen „schrecklichen“ Situationen eigentlich nur wegen dem Touristen landen. Von Kneipenschlägereien bist zu Helden will dieser nämlich alles sehen und das bringt für Rincewind, der sie dann wieder da rausholen muss, erhebliche Probleme. Was für uns lesende aber nur von Vorteil ist.

    Was mich allerdings wirklich erstaunt hat: Wie viele außerordentliche (und teils auch verrückte) Ideen in diesen schmalen Bändchen vereint wurden. Manche Erklärungen waren für mich zwar leider so abstrakt geschrieben, dass ich sie zweimal lesen musste, aber das tut meiner Begeisterung für diesen Auftakt keinen Abbruch.

    Einen einzigen und klitzekleinen Spoiler erlaube ich mir hier allerdings noch. Nur für den Fall, dass ihr das Buch jetzt auch lesen wollt: Wenn ihr bei der Hälfte merkt, es gefällt euch - dann holt euch gleich den zweiten Band. Das Buch endet mit einem wirklich fiesen Cliffhanger!

  24. Cover des Buches Töte mich (ISBN: 9783257069891)
    Amélie Nothomb

    Töte mich

     (99)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Sérieuse hatte ihn mit Agamemnon und Iphigenie geschlagen. Nun tauchten aus seinen rudimentären Erinnerungen an den Religionsunterricht Abraham und Isaak auf. Ein Hoffnungsschimmer streifte ihn, machte aber bald einem noch tieferen Schmerz Platz.“

    Inhalt

    Graf Henri Neville steckt in der Zwickmühle: Denn nachdem ihm eine Wahrsagerin prophezeit hat, dass er auf seiner letzten Garden Party auf seinem stattlichen Anwesens zum Mörder eines Gastes werden wird, überlegt er krampfhaft, wie so ein Mord standesgemäß ablaufen könnte und wer überhaupt das passende Opfer wäre. Ihn schreckt es nicht, dass er nach vollbrachter Tat ins Gefängnis gehen muss, denn er ist ohnehin verarmt und der Landbesitz eine einzige Schuldenfalle. Doch Graf Neville hat schon von Kindesbeinen an den Grundsatz der gehobenen Gesellschaftsschicht verinnerlicht: es spielt keine Rolle, welche Taten du verübst, solange sie moralisch vertretbar sind. Leider gibt es unter den geladenen Gästen zwar viele mögliche Opfer, aber keines scheint das geeignete. Als ihn seine  verschrobene jüngste Tochter Sérieuse das Angebot macht, doch sie zu töten, statt eines Fremden, eröffnen sich ganz neue Perspektiven. Wäre da nicht sein schlechtes Gewissen und die unsagbare Strafe, die es ihm nach der Tat bis ans Ende seines Lebens unmöglich machen würde, seine persönlichen Ansprüche zu erfüllen …

    Meinung

    Dieser kleine, feine Roman mit gerade mal 111 Seiten Umfang konnte mich sehr begeistern, denn die 1967 geborene belgische Diplomatentochter Amélie Nothomb, die bereits zahlreiche Romane veröffentlicht hat, spinnt hier ein diffiziles Kammerspiel, welches sich zum gedanklichen Schlagabtausch zwischen Vater und Tochter entwickelt. Einerseits ist dieses Buch zeitlos und universell, weil es nichts weiter als ein moralisches Gedankenexperiment ist, andererseits wirkt es märchenhaft-leicht und absolut unterhaltsam, weil es so ohne Rahmenhandlung und Kenntnis der näheren Umstände auskommt. Für die Entwicklung der Protagonisten bleibt wenig Raum, man erfährt als Leser nur ein paar Hintergründe, die nicht genügen, um die Motivation der 17-jährigen Tochter tatsächlich nachzuvollziehen. Stattdessen konzentriert sich die Autorin auf den Aspekt des Standesdünkels und so manch skurriler Begebenheit, die eine so haarsträubende Idee schließlich in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. 

    Fazit

    Ich habe mich hier bestens unterhalten gefühlt und einen leichten, beschwingten Roman gelesen, der ein eigentlich unvorstellbares Dilemma auf die humoristische Art und Weise löst und vergebe gerne 5 Lesesterne. Sicherlich ist das keine besonders anspruchsvolle Lektüre mit Tiefgang, allerdings tut das dem Lesevergnügen keinen Abbruch, insbesondere wenn man sich auf dieses Experiment mit den Möglichkeiten und Unvorstellbarkeiten einlässt.

     Gerne hätte dieses Buch noch ein paar mehr Seiten haben dürfen und vielleicht noch einen kleinen Ausblick in das Beziehungsgeflecht der Familie Neville nach dem Ende der Garden Party liefern können, doch auch so passt es wunderbar. Von der Autorin werde ich gewiss noch weitere Bücher lesen – dieses hier hebt sich positiv von der Menge der Bücher ab, die ich sonst in den Händen halte und lässt jegliche Schwere vermissen, was für mich normalerweise immer ein Kritikpunkt ist, nicht jedoch, wenn so klar erkennbar ist, in welche Richtung eigentlich argumentiert werden soll.

     

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