Bücher mit dem Tag "sizilien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sizilien" gekennzeichnet haben.

315 Bücher

  1. Cover des Buches Cold Princess (ISBN: 9783736304369)
    Vanessa Sangue

    Cold Princess

     (336)
    Aktuelle Rezension von: Buchverrueggt

    Die Story von „Cold Princess“ wird aus zwei Perspektiven geschildert – die der Mafia-Patin Saphira und ihres Bodyguards Maddox. Das macht das lesen kurzweilig und als Leser kann man sehr gut den Gedankengängen der beiden folgen.

    Saphira hat als Frau an der Macht mit so einigen Schwierigkeiten zu kämpfen und muß sich mit Rafinesse und Geschick gegen ihre (männliche) Konkurrenz behaupten. Maddox hat dagegen andere Probleme. Er versucht über Saphira an Infos zu kommen, die ihm helfen, den Mörder seines Vaters ausfindig zu machen. Er vermutet diesen in den Reihen von Saphiras Mafiaclan. Ihm fehlen aber noch Beweise. Und er ist bereit, alles für diese Infos zu tun.

    Die Geschichte an sich ist schnell erzählt. Zwei konkurrierende Mafiaclans, der eine will dem anderen was, ein Toter (oder mehrere) und jemand der den Toten rächen will. Noch ein bisschen Romanze dazu et voila. Der Plot ist zeitweise spannend, aber mir fehlte so ein bisschen Tiefe bei den Charakteren. Außerdem enthält das Buch viele Sex-/Erotikszenen, die okay waren, aber ich fand sie jetzt nicht prickelnd oder irgendwie außergewöhnlich gut. Vielleicht lag das aber auch schon an der mangelnden Charaktertiefe.

    Ich habe deshalb auch ein paar Tage überlegen müssen, wie ich das Buch bewerte und ob ich den zweiten Band lesen würde. Bewertung von mir sind 3,5 Sterne. Da ich keine halben Sterne vergeben kann nehme ich wohlwollende 4. Das Buch hat mich trotzdem unterhalten, ist aber ausbaufähig. Den nächsten Band werde ich auch noch lesen, da am Ende des ersten ein Cliffhanger ist. Zum Teil kann ich mir die Fortsetzung schon denken, aber ich möchte der Reihe nochmal eine Chance geben.

    Fazit:

    Ausbaufähig in Story und vor allem den Charakteren. Ich möchte der Reihe trotzdem noch eine Chance geben und werde noch den zweiten Band lesen.

  2. Cover des Buches Arkadien erwacht (ISBN: 9783492267885)
    Kai Meyer

    Arkadien erwacht

     (2.008)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Inhalt: Rosa Alcantara flüchtet aus den USA vor ihrer Mutter und anderen Problemen nach Sizilien zu ihrer Schwester Zoe und ihrer Tante Florinda. Schon bei der Ankunft des Fliegers trifft sie auf Alessandro Carnevares, weiß aber nichts davon, dass er zu dem verfeindeten Clan ihrer Familie gehört. Denn, wie nicht anders zu erwarten ist in Italien, geht es um die Mafia und beide Familien sind Größen in diesem Geschäft. Das hindert aber Rosa und Alessandro nicht daran, sich anzunähern und sich ineinander zu verlieben. Dennoch haben beide ihre Probleme mit ihren Familien. Rosa, sich in ihre einzugliedern und die Strukturen der Mafiosi zu verstehen und Alessandro, dessen Vater gerade gestorben ist und er sich als neuer Boss „capi“ behaupten muss. Mit Rosas Hilfe versuchen sie einen Verrat in seiner Familie aufzudecken. Zudem hat Alessandros Familie ein raubtierhaftes dunkles Geheimnis und nicht nur das lässt Rosa erzittern, sondern ihr eigenes der Familie ebenso, was allerdings nicht ganz so haarig ist.

     

    Ich mag Wandlergeschichten und Italien mag ich auch, dennoch konnte mich das Buch nicht ganz so mitreißen. Allerdings kann ich nicht mal sagen, an was das gelegen hat, da mir auch Kai Meyers Schreibstil zusagt. Vor vielen Jahren hatte ich mal die „Merle-Trilogie“ von ihm gelesen und dachte nun, es wäre mal an der Zeit eine neue Reihe von ihm zu lesen und da ich schon viel Gutes über die „Arkadien-Reihe“ gelesen habe, wollte ich es damit probieren.

    Wie gesagt, gefällt mir auch das Thema und der Schreibstil, aber es konnte mich nicht so richtig fesseln. Ich schiebe es mal auf die Figuren, dass die mich nicht so richtig an sich gebunden haben.

     

    Zudem war es am Anfang sehr viel Mafiathematik und ich hatte viel mehr auf die Fantasyelemente gehofft. Das hat am Anfang irgendwie etwas gedauert, obwohl dann davon viel zu lesen war und immer wenn es um die tierischen Geheimnisse ging, hat es mir auch gut gefallen.

    Das mit Alessandro und Rosa ging mir zu schnell. Die haben sich schon von Anfang des Buches angeschmachtet, obwohl die sich noch überhaupt nicht gekannt haben. Dass die sich nicht als Feinde gesehen haben, obwohl dass ihre Familien tun, konnte ich nachvollziehen. Warum auch? Sie kennen sich ja nicht und haben kein Problem miteinander. Warum dann Feinde sein? Aber das die einander so anschmachten… das war schon fast unangenehm. Das war mir irgendwie zu viel.

    Na ja und dann immer das hin und her, diese Spielchen und bis man mal so an die Informationen herangekommen ist, was dort Phase ist. Niemand wollte ja Rosa so richtig die Wahrheit erzählen, sondern dauernd haben sie ihr nur Brocken gegeben. Auch ihre Schwester hat sich seltsam verhalten, die war so sehr in dieser Familiensache verstrickt und hat am Ende dennoch so eine dramatische, undankbare Rolle bekommen.

     

    Warum ich mich mit den Figuren an sich nicht so richtig identifizieren konnte, kann ich nicht richtig sagen. Ich vermute mal, besonders bei der Protagonistin Rosa, dass die mir einfach etwas zu jung ist und ihre Ansichten und ihr Verhalten so gegensätzlich zu mir selbst sind, dass ich mich nicht richtig in sie hineinversetzen konnte. Sie war mir nicht egal, aber auch nicht so, dass ich mich in ihre Emotionen versetzen konnte. Das war etwas schade. Auch hatte ich das Gefühl, dass sie noch nicht richtig ausgearbeitet war und die Tiefe gefehlt hat.

    Alessandro… ja, bei dem Jungen weiß ich noch nicht, ob ich den mag oder nicht. Zumindest find ich sein tierisches Ich spannender, was jetzt nicht unbedingt für ihn spricht. Aber komplett unsympathisch empfand ich ihn nicht, auch nur zu flach als Figur.

    Die anderen Figuren… waren alle auf ihre Art entweder sehr seltsam oder unsympathisch, weil die immer nur auf ihre eigenen Interessen aus waren. Da war kaum einer mit etwas Empathie befinden. Aber wahrscheinlich muss man so sein, wenn man sich in der Mafia befindet. Einzig Iole macht da wohl eine Ausnahme, aber das arme Mädchen, was jahrelang von der Mafia eingesperrt gewesen war, hat auch echt andere Probleme.

    Sarcasmo hat mir gefallen, aber das war der Hund des Chauffeurs der Carnevares. Allein der Name ist schon witzig, aber der Fahrer hieß ja auch Fundling. Die capis haben schon einen gewissen Sinn für Humor.

     

    Fazit: Ich hoffe, auf die zwei weiteren Teile, dass mich die Geschichte noch etwas mehr packt. Bis jetzt finde ich, dass es sich um eine solide Fantasy-Geschichte handelt, aber nichts, was mich jetzt vom Hocker reißt. Am Ende konnte ich mich einfach nicht richtig mit den Figuren identifizieren. Darum gibt es 3 Sterne von mir.

  3. Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783596522668)
    Laetitia Colombani

    Der Zopf

     (723)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Drei Frauen, drei Schicksale und drei Kontinente. Man begleitet drei Frauen die versuchen mit ihren Schicksalen klarzukommen und die im Leben nach mehr streben. Das Buch hinterlässt einem mit gemischten Gefühlen und den eigenen Gedanken... Ich mag wenn Bücher mich nach dem Beenden noch einige Tage in den Gedanken begleiten. Was mir aber weniger zugesagt hat war der Schreibstil... es war für meinen Geschmack zu abgehackt und kurz gehalten, ich hatte das Gefühl es wurde nicht das ganze Potenzial der jeweiligen Situation ausgeschöpft...Deswegen musste ich mich Stellenweise etwas durchquälen... 


  4. Cover des Buches Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns (ISBN: 9783492706810)
    Kerri Maniscalco

    Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns

     (208)
    Aktuelle Rezension von: Buch_Elfe

    Darum gehts:

    Die Protagonistin Emilia ist eine Hexe, genauso wie ihre Zwillingsschwester. Doch nach und nach werden immer mehr Hexen in der Umgebung getötet und die sieben Höllenfürsten scheinen nicht mehr in der Hölle gefangen zu sein.


    Schreibstil:

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen. Sie schafft es den Leser in eine neue Welt zu saugen und emotional zu fesseln. Die Charaktere werden facettenreich und detailliert beschrieben. Teilweise hatte ich das Gefühl, sie schon seit Jahren zu kennen.

    Einzig und allein die italienischen Begriffe, die ab und an in den Text eingebaut wurden, haben meinen Lesefluss stocken lassen.


    Charaktere:

    Das Buch ist aus der Sicht der weiblichen Protagonistin Emilia geschrieben. Und sie war mir von Beginn an sympathisch. Sie ist charakterstark, selbstbewusst, neugierig und mutig. Sie würde alles für die tun, die sie liebt. 

    Neben Emilia gibt es noch weitere wichtige Charaktere. Der, meiner Meinung nach, spannendste in diesem Band war Warth. Er ist einer der sieben Höllenfürsten und eher unfreiwillig an Emilia gebunden. Seine wahren Absichten konnte ich jedoch noch nicht herausfinden. Trotzdem mag ich seine direkte und beschützerische Seite und bin gespannt, was er plant.


    Geschichte:

    Die Idee der Geschichte hat mir sehr gefallen. Vor allem der rote Faden, der sich durch das ganze Buch zieht, Geheimnisse offenbart und Mittelpunkt der Geschichte ist. Die Geschichte ist komplex aber gut durchdacht. Nach und nach erkennt man Zusammenhänge und immer mehr Details fallen auf.



    Ranking:

    4/5 🧚🏻‍♀️ 

    Wer ist ein Freund, wer ist ein Feind? Ich bin jetzt schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und welche überraschenden Entwicklungen nicht kommen werden.

  5. Cover des Buches Arkadien brennt (ISBN: 9783492267892)
    Kai Meyer

    Arkadien brennt

     (1.260)
    Aktuelle Rezension von: leonie2106

    Nachdem mich der erste Teil von Meyers Arkadien-Reihe noch nicht ganz überzeugen konnte, hat er mich mit Band 2 nun doch wieder an der Angel. 

    Nach dem großen Showdown am Ende des ersten Bandes sind Rosa und Alessandro nun beide an der Spitze ihrer Clane angekommen. Ihre Romanze wird kritisch gesehen und sie machen sich damit keine Freunde. Als Rosa nach New York reist, deckt sie weitere Intrigen auf und das Geheimnis um die Arkadier scheint größer als bisher gedacht.

    "Arkadien brennt" hat wirklich alles, was ich mir von einem guten Buch erhoffe: Spannung, Gefühle, Geheimnisse...

    Das einzige, was mich auch bei Band zwei immer noch ein wenig stört ist, dass es den Charakteren irgendwie an Tiefe fehlt. Weder Alessandro noch Rosa sind mir mittlerweile "vertraut" und ich kann ihre Handlungen und Gefühle nicht immer nachvollziehen.

    Dennoch ein sehr gutes Buch und ich bin gespannt auf den dritten Band!

  6. Cover des Buches Als das Leben unsere Träume fand (ISBN: 9783404176007)
    Luca Di Fulvio

    Als das Leben unsere Träume fand

     (123)
    Aktuelle Rezension von: Buchwurm05

    Inhalt:

    1913. Aus ganz unterschiedlichen Gründen begeben sich Raquel, Rosetta und Rocco auf die Reise nach Buenos Aires. Eines haben sie aber gemeinsam. Sie möchten ihr altes Leben hinter sich lassen und einen Neuanfang wagen. Doch schaffen sie es ihre Träume zu verwirklichen? Denn sie müssen schnell erkennen: auch in der Ferne ist es nicht viel anders als zu Hause....

    Leseeindruck:

    Wow. Was war das denn? Mit "Als das Leben unsere Träume fand" hat Luca Di Fulvio einen bildgewaltigen und fesselnden Roman erschaffen. Er lässt förmlich seine Worte lebendig werden und schon bald war ich gefangen in seiner Geschichte. Raquel, Rosetta und Rocco sind charakterstarke Figuren, mit denen ich gelitten, mich aber auch für sie gefreut habe. Immer wenn ich dachte, dass jetzt alles gut wird, kam eine Wendung so unverhofft, dass mir der Mund offen stehen geblieben ist. Dabei geht der Autor mit seinen Figuren wahrlich nicht zimperlich um. Man muss schon starke Nerven haben, um das zu verdauen. Genau das hat den Plot für mich aber real und authentisch erscheinen lassen. Mir wurde es nie langweilig. Es war immer was los. Dabei habe ich so manche Figur aus dem Auge verloren. Ein Fehler. Denn plötzlich ist sie wieder aufgetaucht und hat für ordentlich Wirbel gesorgt. Was mich zudem fasziniert hat ist, wie leicht Luca Di Fulvio am Ende die Lebenswege der anfangs Fremden zusammengeführt hat. Nachvollziehbar und ganz natürlich. Apropos Schluss. Den fand ich raffiniert gemacht und hat sich perfekt eingefügt.

    Fazit:

    "Als das Leben unsere Träume fand" ist ein starker Roman. Trotz seiner Brutalität ist er auch berührend. Er hat mir kaum Zeit zum Durchatmen gelassen. Schade, dass ich die Figuren nun ziehen lassen muss. Für mich ein Highlight, welches ich gerne weiter empfehle. 

  7. Cover des Buches Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente (ISBN: 9783446258631)
    Peter Bognanni

    Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Tess Fowler, ein normales Teenager-Mädchen trifft auf einer Party auf Jonah, einen normalen Teenager-Jungen. Weil sie aus verschiedenen Bundesstaaten kommen, führen sie eine Art Fernbeziehung. Online. Aber nach 7 Monaten kommt keine Nachricht mehr von Jonah und Tess findet raus, das er Selbstmord begangen hat. Aus heiterem Himmel, ohne irgendwelche Anzeichen.

    Wir begleiten Tess während sie trauert, sich erinnert und versucht los zu lassen.

    Obwohl Jonah tot ist und es niemals lesen wird, schreibt Tess immer noch Nachrichten an seinen Facebook-Account. Und obwohl es absolut unmöglich ist, bekommt sie eines Tages eine Antwort.

    Was dahinter steckt, warum und wie Jonah den Tod gefunden hat, wie Tess über diesen Schicksalsschlag hinwegkommt und vieles mehr müsst ihr selber lesen, sonst spoiler ich zu viel :D

    Das Buch hat ein wunderschönes Cover, einen sehr passenden Titel und einen fantastischen Schreibstil.
    Ich habe es an einem Tag durch gelesen, konnte es einfach nicht aus der Hand legen.

     Ein absoluter Pageturner und schon jetzt mein Jahreshighlight 2018!!

     

  8. Cover des Buches Midnight Chronicles - Todeshauch (ISBN: 9783736313507)
    Bianca Iosivoni

    Midnight Chronicles - Todeshauch

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Franzi1705

    Die Geschichte von Jules und Harper bildet den Abschluss der Midnight Chronicles - und zwar einen sehr guten! Ich war am Anfang nicht so wirklich begeistert von diesem Paar, aber sie haben sich so schnell in mein Herz geschlichen.

    Beide sind einfach echt und haben schon viel hinter sich, was sie verbindet. Auch wenn mir Harpers Gefühle gegenüber Jules doch zu schnell positiv geworden sind, habe ich diesen Reihen-Abschluss wirklich von vorne bis hinten genossen - und musste mich dabei nicht über eine unnötige Spannungstrennung im dritten Akt ärgern :)

  9. Cover des Buches 365 Tage (ISBN: 9783734110511)
    Blanka Lipińska

    365 Tage

     (167)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    Bei ihrem Urlaub in Sizilien wird die Polin Laura von dem italienischen Mafiosi Massimo entführt. Wenn sie ihn nach 365 Tagen immer noch nicht liebt, verspricht er ihr, sie wieder gehen zu lassen.
    .
    Es passiert mir ja tatsächlich wahnsinnig selten, aber ich fand sowohl Laura als auch Massimo unglaublich unsympathisch. Laura wirkt recht hochnäsig, ansonsten ist ihr Charakter nicht sonderlich konsistent und sie ändert dauernd ihre Meinung. Auch Massimo ist wahnsinnig arrogant und will auch echt unangenehme Weise immer seinen Willen durchsetzen. Die wenigen vorkommenden Nebencharaktere sind nicht sonderlich ausgearbeitet und wirken flach. Der Schreibstil wirkt stellenweise eher unfreiwillig komisch, da teilweise wirklich merkwürdige Vergleiche genutzt werden. Wie bei dem Thema und den Charakteren zu erwarten ist, ist die Handlung total überzogen, aber gerade das macht das Buch trotzdem amüsant zu lesen.

  10. Cover des Buches Widerfahrnis (ISBN: 9783627002282)
    Bodo Kirchhoff

    Widerfahrnis

     (95)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Reither hat sich auf seinen Altersruhesitz im Weißbachtal zurückgezogen. Seinen Verlag hat er verkauft, weil er feststellte, „dass es allmählich mehr Schreibende als Lesende gab“ (Seite 10). Noch hat er sich alte Gewohnheiten erhalten: er liebt nach wie vor Bücher, überlegt bei jedem Satz, ob er druckreif ist und spricht dem Rotwein zu. Als er ein Büchlein aus der hauseigenen Bibliothek mitnimmt, wird er von Leonie Palm, der Leiterin des Lesekreises, beobachtet. Da sie es geschrieben hat, wüsste sie gerne sein Urteil. Deshalb besucht sie ihn abends, um für den nächsten Tag einen Termin zu vereinbaren. Doch es kommt anders als gedacht. Zwischen den beiden entwickelt sich ein Gespräch, das sie noch in der Nacht zu einem Ausflug an den Achensee aufbrechen lässt. Der erhoffte Sonnenaufgang ist noch weit und zum Warten darauf ist es zu kalt, also geht die Fahrt weiter. Die beiden kommen sich zögernd näher und das späte Glück scheint zum Greifen nah zu sein.

    Ich habe die beiden gerne auf ihrer Reise über den Brenner und durch Italien begleitet. Ich spürte richtig, wie es nach und nach wärmer wurde und die kalten Tage im Gebirge in den Hintergrund rückten. Die im Alter der Protagonisten ungewohnte Spontanität lud mich zum Träumen ein. Vor allem in der zweiten Hälfte des Buches häuften sich die Überraschungen und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

    Fazit: Kirchhoff ist ein begnadeter Erzähler.

  11. Cover des Buches Wirst du da sein? (ISBN: 9783492307215)
    Guillaume Musso

    Wirst du da sein?

     (299)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Von außen betrachtet könnte Elliots Leben kaum besser sein. Er ist ein erfolgreicher Arzt der von allen geschätzt wird, hat eine Tochter die er abgöttisch liebt und einen besten Freund, der ihm seit Jahren zuverlässig zur Seite steht. Doch all das ist nur ein schwacher Trost, seit er vor 30 Jahren seine große Liebe verloren hat. Jetzt aber bekommt er die Möglichkeit, alles zu verändern. Nur zu welchem Preis?


    Ich hab von dem Buch vieles erwartet, aber (trotz des Klapptexts) keine Zeitreisen. Deshalb war ich umso überraschter, als Elliot die Möglichkeit erhielt, einige Male in der Zeit zurückzureisen und seinem früheren Ich zu begegnen. Jetzt hat er die Chance, seine damalige Frau zu retten, doch der Preis dafür ist hoch.

    Mir hat es unglaublich gefallen, dass es ein Zeitreisebuch war, das sich tatsächlich damit auseinander gesetzt hat, was für Auswirkungen nur eine kleine Veränderung in der Vergangenheit für die gesamte Zukunft haben könnte und dementsprechend gehandelt wurde. Selbst dann konnte man ja nicht mal alle Folgen absehen.


    Mir hat der Elliot aus der Vergangenheit sehr leidgetan. Er konnte ja gar nicht ahnen, was alles auf ihn zukommen wird und was er alles für Schwierigkeiten durchmachen würde, um das Leben seiner Frau und das seiner Tochter zugleich zu retten. Sich dem entgegenzusetzen, das war mit Sicherheit alles andere als einfach.


    Ein tolles Buch, das mich wirklich sehr berührt hat.

  12. Cover des Buches Arkadien fällt (ISBN: 9783492267908)
    Kai Meyer

    Arkadien fällt

     (959)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Der letzte Teil der Trilogie

     

    Rosa sieht sich am Ende ihrer Kräfte. Ihr einziger Freund Fundling wird gerade beerdigt und die Richterin der Anti-Mafia-Einheit ist ihr ständig auf den Fersen.

     

    Sie will sich mit ihr und Alessandro an einem geheimen Ort treffen, doch daraus wird ein Massaker. Harpyien fallen über das Trio her und nur schwer können Rosa und Alessandro fliehen.

     

    Die Presse ist hocherfreut über das Massaker und hängt dies, ohne lange zu zögern den jungen Paar an.

     

    Die Welt der Dynastien hat sich fast vollständig geändert. Der Hungrige Mann ist aus der Haft entlassen und erlangt Tag für Tag mehr Macht.

     

    Rosa und Alessandro müssen dem Hungrigen Mann das Handwerk legen, aber wie? Beide stoßen dank dem reichen Oligarchen Thanassos auf die Recherchearbeiten von Mori. Dank dessen Forschungen gelangt das Serum in die Hände der Clans und schafft somit eine weitere Einnahmequelle, die grenzenlos scheint.

     

    Das junge Paar wird getrennt und Rosa muss allein eine Reise in ihre Vergangenheit antreten.

     

    Zahlreiche Entscheidungen müssen getroffen werden und einzig die Liebe zu Alessandro und die Hoffnung auf ein normales Leben halten Rosa in der Spur. Diesem Alptraum muss endlich ein Ende gesetzt werden, doch es gibt noch eine weitere Macht, die es zu besänftigen gilt.

     

    Kai Meyer schafft mal wieder ein fulminantes Ende. Man hofft Seite um Seite, dass die Clans untereinander Frieden schaffen und die mafiösen Strukturen aufgebrochen werden.

     

    Doch wie gewohnt, kommt es ganz anders als man denkt. Die Besinnung zu sich selbst und der Glaube an eine uns allen unbekannte Macht, die über alles auf der Erde wacht, lässt dennoch ein wenig Hoffnung aufkommen.

     

    Alle Wege von Rosa und Alessandro führen die beiden zurück zum Ursprung.

  13. Cover des Buches Das Schattenhaus (ISBN: 9783492303255)
    Mascha Vassena

    Das Schattenhaus

     (88)
    Aktuelle Rezension von: UlrikesBuecherschrank

    Anna die kaum Kontakt zu ihrer Tochter Rike hat muss ihre halbwüchsige Tochter zu sich nehmen. Rike ist bei Anna's Mutter Simona aufgewachsen die bei einem Unfall ums Leben kam.Die Überraschung ist groß als Anna von Simona die Hälfte ihres Hauses am Luganer See erbt. Anna fährt mit Rike dorthin und erfährt dass in der anderen Hälfte eine alte Frau lebt.Sie wohnt im Dachgeschoss und verlässt nie das Anwesen.Langsam kommt Anna hinter ein düsteres Familiengeheimniss.

    Der Schreibstil ist etwas dichter,bildhaft und leicht zu lesen.Die Protagonisten sind ansprechend und authentisch dargestellt.Dabei gefiel mir Anna im Laufe des Buches immer besser.Die Spannung erhöht sich langsam sie ist  beim lesen immer gegenwärtig. 

    Fazit:Es geht immer mal wieder in die Vergangenheit.Ich konnte die einzelnen Abschnitte sehr gut auseinander halten weil jeweils die entsprechende Jahreszahl über diesen Kapiteln steht.Es sind zwei Handlungsstränge,einmal die der Charlotte die in die Vergangenheit führt angefangen im Jahr 1963 und dann der von Anna und Rike der aus heutiger Sicht spielt und zwar 2013.Liebe,Eifersucht, Dramatik und Tragik das sind all jene Zutaten mit der die Geschichte gewürzt ist.Zudem ist sie spannend was die Vergangenheit und die Gegenwart betrifft.Zum Ende verweben sich die Handlungsstränge zu einem.Ich war fasziniert von der Story auch die Umsetzung fand ich sehr gut.Dieser Familienroman war für mich spannend,zum Teil aufregend.Er hält die eine oder andere Überraschung bereit.Es ist auch ein klein wenig Urlaubsfeeling mit dabei da die Story ja im Tessin spielt dazu kommen noch einige Liebeswirrungen und so war ich gespannt wie das Ende ausgeht.Im letzten Drittel wurde es dann nochmals spannend.Ich finde es ist ein toller Sommerroman in den der Leser einfach abtauchen kann.


  14. Cover des Buches Bella Germania (ISBN: 9783596521807)
    Daniel Speck

    Bella Germania

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Sabine_Herbst

    Wer noch nicht wusste, wie die Gastarbeiter nach Deutschland kamen, der ist hier genau richtig. Auch die Geschichte um die Automobilindustrie wird auch für Laien gut beschrieben. Und das alles ummantelt mit einer Liebesgeschichte, Drama und allem was dazugehört. Manche Absätze waren für mich etwas langatmig. Ich würde diesen Roman auf alle Fälle wieder lesen. 

  15. Cover des Buches Tante Poldi und die sizilianischen Löwen (ISBN: 9783404174140)
    Mario Giordano

    Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Buchwuermer

    Tante Poldi, 60 Jahre, Witwe, zieht von Bayern nach Sizilien. Um sich dort tot zu saufen, vermutet die Verwandtschaft. Und ein bisschen Wahres scheint doch dran zu sein, denn Poldi lebt ihren Schwermut und den Alkoholkonsum ordentlich aus. Als ein junger Mann, Poldis "Helfer für Alles", plötzlich spurlos verschwindet und kurz darauf tot aufgefunden wird, sieht Poldi es als ihre Pflicht, den Mörder zu finden. 


    Ich war auf der Suche nach einem Buch, das in Italien spielt. Ein leichtes Sommerbuch. Da kam mir dieses hier gerade recht. Handlungsort Sizilien, mit Krimianteil und Humor. Eigentlich eine gute Kombination, finde ich. Und die Geschichte war auch okay, so richtig mitgerissen hat sie mich allerdings nicht. Erzählt wird die Geschichte von Poldis Neffen, der sie hin und wieder in Sizilien besucht. Dieser schreibt selbst an einem Roman, kommt aber nicht so richtig voran. 


    Teilweise wurde mir zu viel abseits der Handlung erzählt, was leider immer wieder zu Unterbrechungen der eigentlichen Geschichte und somit zu Längen führte. Der Kriminalfall war wenig spannend erzählt und mir kam der Humor leider auch etwas zu kurz. Alles in allem eine Geschichte, die sich schnell weglesen lässt und für ein Wochenende auf der Terrasse durchaus geeignet ist. Ob ich die Reihe jedoch fortführen werde, weiß ich noch nicht. 

  16. Cover des Buches Vendetta (ISBN: 9783943650815)
    Katja Montejano

    Vendetta

     (69)
    Aktuelle Rezension von: trollchen
    Vendetta

    Herausgeber ist Pax et Bonum; Auflage: 1 (2. Januar 2015) und hat 220 Seiten.

    Kurzinhalt: Anna Pizzo, Tochter des sizilianischen Cosa Nostra-Chefs Don Vito, lebt nach einem brutalen Übergriff und dem Tod ihres ungeborenen Sohnes zurückgezogen in ihrem Loft. Nach der Versöhnung mit ihrem Vater, der sie einst in eine unfreiwillige Heirat drängen wollte, sichert dieser ihr Hilfe bei ihrer Vendetta zu: Anna will Malik Brenner, ihren ehemaligen Freund und den Mörder ihres Kindes, zur Strecke bringen. Um sich ganz auf die Suche nach ihm konzentrieren zu können, kündigt die hochbegabte Hackerin ihren Job bei der Soffex AG, wird aber an ihrem letzten Arbeitstag Zeugin des Amoklaufs ihres ehemaligen Vorgesetzten Daniel Rohner.
    Zur selben Zeit bricht in Italien ein blutiger Mafiakrieg aus. Zwei Brüder versuchen, die Alleinherrschaft über die vier großen Organisationen an sich zu reißen. Um Anna nicht zu gefährden, beordert Don Vito seine Tochter nach Sizilien zurück. Was niemand weiß: Es gibt einen Maulwurf unter Don Vitos engsten Vertrauten.
    Wer steckt hinter den blutigen Anschlägen auf die Mafia-Clans? Während Anna eine Spur in der Schweiz verfolgt, gerät sie zwischen die Fronten und in Lebensgefahr. Wer ist ihr Freund und wer ihr Feind?
    'Vendetta – Die Rache der Anna Pizzo' ist eine rasante Story, ein Cocktail aus Action, Rache, Verrat und Familienehre – gewürzt mit Internet- und Wirtschaftskriminalität. Die Autorin Katja Montejano verwebt ihre Leidenschaft für Kriminalfälle geschickt mit fiktiven Figuren und tatsächlichen Ereignissen zu einem authentischen Thriller, der in Neapel, auf Sizilien und in der Schweiz spielt.

    Meine Meinung: Ich hatte ja schon ein Buch der Autorin gelesen und wusste demnach schon, was mich erwartete. Und ich wurde nicht enttäuscht. Am Anfang war ich skeptisch, ob mich das Thema Mafia packen wird, aber es ist weit besser als packend gewesen. Denn es war noch mehr als das, denn es ging um Computerkriminalität und Wirtschaftskriminalität. Und, wie man es ja kennt, die Familienehre in Italien wird ja hoch gepriesen. Es liest sich spannend, die Kapitel sind relativ kurz und man hat das Buch schnell durch. Was ich ein wenig störte, ich kenn mich nicht so mit der italienischen Sprache aus und in diesem Buch wurden viele Sachen gesagt, die ich nicht einordnen konnte, ausser die üblichen italienischen Worte, die man kennt.

    Mein Fazit: Ein toller, actionreicher Krimi um Mafia und die diversen Spiele um Macht und wer ein Verräter ist oder nicht. Ich vergebe 5 Sterne, auch wenn es für mich nicht ganz realistisch war. Aber ich kann ihn weiter empfehlen.
  17. Cover des Buches Der Schwur des Normannen (ISBN: 9783426516409)
    Ulf Schiewe

    Der Schwur des Normannen

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28
    Einen kurzen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Ich ergänze lediglich meine ganz persönliche Meinung:

    Nachdem ich schon die beiden ersten Bände der "Normannen-Sage" geniessen durfte hatte ich mich schon sehr auf dieses Buch gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht!

    Erneut gelingt es dem Autor historische mit fiktiven Ereignissen und Personen zu einem eindrucksvollen Gesamtbild zu verquicken. 

    Dem Buch fehlt es weder an Spannung und Tempo; lediglich im ersten Drittel kam es zu einigen Längen, die aber im letzten Drittel furios ausgeglichen wurden. Sowohl die historisch belegten als auch die fiktiven Protagonisten sind äusserst lebendig und liebevoll gezeichnet.

    Es ist nicht zwingend erforderlich die Vorgängerbände vorab zu lesen, aber aus meiner Sicht dringend zu empfehlen. Nur so kann man die Entwicklung der Geschehnisse und insbesondere der Protagonisten nachvollziehen und richtig würdigen.

    Ich freue mich sehr auf den vierten Band!
  18. Cover des Buches Imperium (ISBN: 9783453419353)
    Robert Harris

    Imperium

     (232)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ein wirklich beeindruckender Roman, der zu fesseln vermag. Vorausgesetzt natürlich, man hat einen gewissen Faible für die Historie, speziell die Geschichte der Römischen Republik, denn hier erlebt man diese in all ihren Facetten. Ciceros Lebensweg war durchaus steinig, als Mann ohne Reputation und Vermögen. Dennoch schafft er es aufgrund seiner eigenen Talente bis an die Spitze der Römischen Republik, zum Amt des Konsuls. Doch schon damals galt: Herkunft, Beziehungen und vor allen Dingen Vermögen ebnen den Weg ganz nach oben. Wie man es ohne all das schaffen kann, zeigt dieser Roman … aber auch, welchen Preis man dafür zahlen muss. Manches erinnert unwillkürlich an die heutige Zeit, vielleicht, weil der Mensch sich, unabhängig vom geschichtlichen Umfeld, gar nicht so sehr geändert hat? Großartig und bis zum Ende fesselnd.

  19. Cover des Buches Nie wieder Amore! (ISBN: 9783548290928)
    Tessa Hennig

    Nie wieder Amore!

     (104)
    Aktuelle Rezension von: isabellepf

    "Nie wieder Amore!" von Tessa Hennig ist ein spritziger Unterhaltungsroman bei dem die Sonne Italiens beim lesen aufgeht.



    Seit Monika Renner Rentnerin ist hat sie einfach zuviel Zeit. Zeit über ihre Grosse Liebe von einst Vincenzo nachzudenken und seinem plötzlichen Tod. Bis sie eine unglaubliche Nachricht erreicht. Vincenzo ist gar nicht Tod, sondern lebt als Orangenbauer in Sizilien. Voller Empörung reist Monika mit ihrem Enkel Jan nach Palermo. Gemeinsam mit Lena der jungen Deutschen versuchen sie Vincenzo zu finden. Doch auch die Mafiosis werden so auf sie Aufmerksam. Ob Monika es auch mit dem gefürchteten Mafiosiboss aufnehmen kann?


    
Tessa Hennig hat einen wunderbar erfrischend und humorvollen Urlaubsroman geschrieben der Amore und italienisches Flair beim lesen aufkommen lässt. Durch die sehr bildhaften Beschreibungen, fühlt man sich schnell wie mitten in Italien. Auch merkt man durch die sehr liebevoll im Detail beschriebenen Schauplätze, das die Autorin, ein grosser Italienfan ist. Die Figuren sind authentisch mit ganz viel Charme gezeichnet, die mir schnell ans Herz gewachsen und zu wahren Sympahtieträgern geworden sind. Auch der Handlungsaufbau ist durchgehend spannungsgeladen mit ganz viel Charme und Schmunzelmomenten bestückt. Man fühlt und fiebert mit den Figuren mit und ist bis zum Schluss bestens Unterhalten.

    Der Schreibstil ist wunderbar, locker, leicht und spritzig, der zügig durch die Kapitel führt. Auch die wiederkehrenden mit Humor unterlegten Abschnitte sorgen für ein rasches vorankommen.

    Wer gerne italienisches Flair und spritzig, leichten Sommerromane liest, der ist mit "Nie wieder Amore" bestens unterhalten.




  20. Cover des Buches Die Geschichte des verlorenen Kindes (ISBN: 9783518469545)
    Elena Ferrante

    Die Geschichte des verlorenen Kindes

     (215)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Für mich war es ein gelungener Abschluss der neapolitanischen Saga. Im vierten Teil geht es mehr um private Themen als um politische. Die Handlung kreist um den Spagat zwischen beruflicher Verwirklichung bzw. Verwirklichung als Individium und familierer Idylle. 

    Zugegeben war ich zunächst entsetzt, als sich Lenu entscheidet zurück in den Rione zu ziehen und sich so von den Problemen wieder vereinnahmen zu lassen, gerade auch wegen der Auswirkungen auf ihre Kinder. Damit hat sie sich für einen unbequemen und unsicheren Lebensweg entschieden. Dies war jedoch notwendig, um beruflich als Autorin bestehen zu können, da sie so unmittelbar von gesellschaftlichen und sozialen Konflikten erfuhr, welche sie in ihren Büchern verarbeitete. 

    Konfliktbeladen ist insbesondere auch die Freundschaft zu Lila, die scheinbar die Fäden im Rione in der Hand hat, jedoch ihr privates Glück nicht finden kann. 

    Das Ende stimmt mich aus Lenus Sicht versöhnlich. Sie ist eine selbständige und erfolgreiche Autorin mit drei erwachsenen Töchtern und alles was sie erreicht hat, hat sie sich selbst zu verdanken. 

  21. Cover des Buches Der Friedhof in Prag (ISBN: 9783423142274)
    Umberto Eco

    Der Friedhof in Prag

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch

    Das Konzept des Romans ist schon originell und auch teilweise ironisch geschrieben.

    Aber man hätte das ruhig auf 300 Seiten zusammenstreichen können.

    Und bei Eco hab ich immer das Gefühl, mir entgeht alles, weil ich kein Historiker bin.

  22. Cover des Buches Terra di Sicilia. Die Rückkehr des Patriarchen (ISBN: 9783442315604)
    Mario Giordano

    Terra di Sicilia. Die Rückkehr des Patriarchen

     (51)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    '‘Mein Urgrossvater Barnaba Carbonaro, Sohn eines Priesters und einer Wundheilerin, hat vierundzwanzig Kinder gezeugt, einen Menschen getötet und ein Mandarinenimperium gegründet. Ein kleiner Mann mit rastlosen Augen, Analphabet, aber mit einem exzellenten Gedächtnis für Zahlen und ausstehenden Gefälligkeiten. Ein Mann mit einer Glückshaut…’’ (S.9)


    Terra Di Sicilia - Die Rückkehr des Patriarchen

    Mario Giordano


    München 1960: Der 80-Jährige Patriarch Barnaba kommt nach München. Das erste Mal war er vor über 60 Jahren hier und hat sich dort sein grosses Imperium aufgebaut. Er ist zurück, jedoch pleite, ohne einen einzigen Lira in der Tasche. Angeblich will er nur seine Familie besuchen und ein Familienfoto machen lassen, doch ist das wirklich alles? Er erzählt Maria, seiner Enkelin, seine Lebensgeschichte mit all seinen Träumen, Begierden und Wünschen, die er als 19-Jähriger hatte.


    Sizilien 1890: Der junge, 144 cm große Barnaba, Sohn eines ehemaligen Priesters (dieser Priester konnte nie die Finger von den Frauen lassen und deshalb musste er die von ihm geschwängerte Tochter des Schneiders heiraten) träumt davon, einmal reich zu sein. 

    Die Realität sieht jedoch ganz anders aus: Für einen Hungerlohn arbeitet er täglich von früh bis spät auf den Obstplantagen der reichen Obstbauern. Hier wird er von den Vorarbeitern geschlagen und hat am Ende des Tages kaum genug zu essen. Des Lesens und Schreibens ist er nicht mächtig, dafür kann er, wie kaum ein anderer, mit Zahlen jonglieren, doch seine Verbesserungsvorschläge werden abgetan und belächelt. 

    Er versucht sich ein eigenes Geschäft aufzubauen, aber Immer wieder scheitert er mit seinen Bemühungen. Barnaba ist ein wütender und stolzer Mann. Die Einzige, die an ihn glaubt ist Pina, Tochter des reichen Plantagenbesitzers Dottore Passalacqua. Durch einen Vorfall kommt es dazu, dass er nach München fliehen muss. Hier gestaltet sich sein Leben besser, doch dann steht der erste Weltkrieg vor der Tür...


    Mario Giordano hat hier, abwechselnd, in zwei Erzählsträngen, die Geschichte seines Urgrossvaters aufgeschrieben. Er hat es perfekt verstanden seine Erzählungen mit Fiktion und historischen Personen auszuschmücken.

    Auch wenn der Ton mal derber wurde, gefiel mir sein Schreibstil sehr. Er ist lebendig und fast zum Anfassen nah, seine Orangen konnte ich förmlich schmecken. Die Beschreibungen von den Dörfern in Sizilien, den Plantagen und Menschen sind unübertroffen. 

    Dennoch blieb der Roman leicht hinter meinen Erwartungen zurück: Obwohl es einen Familienstammbaum auf der ersten Seite gibt, war der Beginn ein wenig holprig und zwischendurch gab es einige Längen. Der Hauptprotagonist Barnaba, war mir schlicht unsympathisch. Wo blieb der italienische Charme? Ein kleiner Angeber, der es immer nur aufs Geld abgesehen hat und sein Glück nicht genießen konnte. Zum Ende jedoch, zog die Geschichte noch einmal richtig an und machte vieles wett.


    Fazit:

    Zusammengefasst ein guter Familienroman, mit kleinen Längen und eine Leseempfehlung, nicht nur für Sizilienfans, von mir.

    4/ 5

  23. Cover des Buches Rotes Gold (ISBN: 9783462044126)
    Tom Hillenbrand

    Rotes Gold

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Lysan73

              Das zweite Buch in der Reihe um den (ehemaligen) Sternekoch Xavier Kieffer beginnt noch spektakulärer als der erste Fall. Wir befinden uns nicht im beschaulichen Großherzogtum Luxemburg, sondern in Paris. Wie schon im ersten Buch sind allein die Beschreibungen der verschiedenen Örtlichkeiten so liebevoll detailliert, das der Leser sich quasi direkt im Geschehen aufhält und entweder den Luxus und das Vergnügen hat, die Szenerie zu kennen und um eigene Eindrücke ergänzen zu können, oder aber mit der Zeit das unbändige Gefühl geweckt wird, unbedingt dorthin reisen zu müssen, um all das mit eigenen Augen sehen zu können.

    Der spektakulär inszenierte Mord am Sushimeister führt Kieffer in Welten, die auch ihm vorher in diesem Außmaß nicht bekannt waren. Der Leser mag einiges für übertrieben halten - bei eigener Recherche kann man vor den Tatsachen aber nicht die Augen verschließen! Wir begegnen alten Bekannten wie beispielsweise Pekka und lernen neue Leute wie Francois Allegret lieben oder auch hassen. Wunderbar!

            

  24. Cover des Buches Das Kind, das nicht fragte (ISBN: 9783442739813)
    Hanns-Josef Ortheil

    Das Kind, das nicht fragte

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    'Das Kind' ist in diesem Fall ein fast 40jähriger Ethnologe, der noch immer darunter leidet, was seine vier älteren Brüder ihm angetan haben und dass sie auch heute noch versuchen, über ihn zu bestimmen.

    Er kommt im sizilianischen Ort Mandlica an, über dessen Bevölkerung er eine Forschungsarbeit schreiben will. Dazu muss er viele Gespräche und Interviews führen. Er ist immer derjenige, der sich alles erzählen lässt, aber von sich selbst sprechen kann er nicht. Daran sind alle seine Beziehungen zerbrochen. Hier aber trifft er in Paula, einer Deutschen, die große Liebe, der es gelingt, sein Herz zu öffnen oder - prosaischer ausgedrückt - ihn zum Reden über sich und sein Leben zu bringen.

    Das mag kitschig klingen, ist es aber in keinster Weise. Schließlich ist der Autor ein anerkannter Professor für Literatur und kreatives Schreiben, der für seine feinen Beobachtungen und Beschreibungen bekannt ist. Genau das machte die Geschichte für mich allerdings ein bisschen langweilig. Eine poetische Sprache allein war mir da ein bisschen zu wenig.

    Dennoch: für Fans von Hanns-Josef Ortheil lesenswert.

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