Bücher mit dem Tag "shetlands"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "shetlands" gekennzeichnet haben.

11 Bücher

  1. Cover des Buches Where the Waves Rise Higher (ISBN: 9783492062923)
    Kathinka Engel

    Where the Waves Rise Higher

     (156)
    Aktuelle Rezension von: Katinka9311

    In diesem Zweiten Band der Shetland-Love-Reihe kehren wir nach Lerwick zurück und lernen Nessa kennen. 

    Nessa ist die älteste der Linklater Schwestern. Schon früh musste sie lernen Verantwortung zu übernehmen und für sich und die beiden jüngeren Schwestern zu sorgen. Als sie dabei ist sich ihren Traum von der eigenen Whiskey-Destillerie zu erfüllen, fällt plötzlich ein wichtiges Gerät aus und es gibt Probleme mit der Verlängerung des Pachtvertrages. Als wäre das alles nicht genug, gibt es da auch noch Boyd Tulloch. Der Erbe der großen Traditionsdestillerie schikaniert und manipuliert Nessa, wo es nur geht.

    Nessa ist durch ihre frühe Verantwortung sehr tough. Sie ist sehr organisert und sucht immer nach einer praktischen Lösung. Wenn sie Probleme hat, vertraut sie sich selten jemandem an. Wenn doch ist es ihr bester Freund und Geschäftspartner Henry. Kaum etwas kann sie aus der Ruhe bringen. Abgesehen von Boyd Tulloch. Bei ihm fährt sie regelmäßig aus der Haut. 

    Über Boyd erfährt man zunächst nur sehr wenig. Im Verlauf wird dann aber deutlich warum er sich wie verhält und das es in seiner Familie ein großes Geheimnis gibt.

    Die Verbindung zwischen Boyd und Nessa gefällt mir. Wie sie sich mit der Zeit wandelt und stärker wird, bis sie zum Schluss richtig hält. 


    Nessas Schwestern haben auch in dieser Geschichte ihren Anteil und es ist schön zu sehen, wie sie sich ebenfalls weiterentwickeln.


    Besonders gefallen haben mir die Szenen zwischen Boyd und Nessa, wenn sie so richtig wütend auf ihn war. Für mich als Leser waren die Dialoge immer sehr amüsant, vor allem wenn Nessa nach jedem festgestellt hat, dass sie gar nicht sie selbst war.


    Insgesamt hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen. Ich freue mich schon auf Effies Geschichte und was Shetland uns da noch zu bieten hat.

  2. Cover des Buches Die Buchspringer (ISBN: 9783743204812)
    Mechthild Gläser

    Die Buchspringer

     (641)
    Aktuelle Rezension von: Mienieus

    Als ich Die Buchspringer von Mechthild Gläser zum ersten mal sah, war ich direkt gefangen von dem wunderschönen Buchcover. Als ich es dann in die Hand nahm, war es der Klappentext, der mich total vereinnahmte. Was für eine wundervolle Idee! Menschen können in Büchern herumspringen, mit den Buchfiguren interagieren. Ein Traum für jede*n Lesebegeisterte*n. Im Buch werden diese Reisen wundervoll beschrieben und es wird rätselhaft, als Buchspringerin Amy feststellt, dass aus den Weltklassikern, in denen sie herumspringt, tragende Elemente verschwinden.

    Ein wunderschönes Buch, das zwischenzeitlich ein wenig langatmig wird, zum Ende hin aber seine Spannung wiederfindet und sich insgesamt sehr gut lesen lässt. 

  3. Cover des Buches Die Tote im roten Kleid (ISBN: 9783499273780)
    Ann Cleeves

    Die Tote im roten Kleid

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Die Tote im roten Kleid" ist derzeit der aktuellste Krimi aus der Reihe um den Shetlander Ermittler Jimmy Reeves. In Großbritannien ist bereits der achte und laut Ankündigung letzte Roman der Reihe erschienen, was ich persönlich schade finde, denn im siebten Roman schwimmt sich Perez endgültig aus dem emotionalen Tief, in dem er sich seit dem Tod seiner Verlobtem im vierten Roman befunden hat, frei und findet endlich zu der aus den beiden Vorgängerromanen bekannten Willow Reeves, seiner Vorgesetzten vom Festland, die immer dann auf Shetland erschein, wenn es ein Kapitalverbrechen gab. So auch dieses Mal. Ein Erdrutsch vernichtet ein abgelegenes Haus. In den Trümmern wird eine Frauenleiche gefunden, obwohl das Haus seit dem Tod seiner Besitzerin als unbewohnt galt. Zunächst vermuten die Polizisten deren Erbin aus den USA als Opfer, zumal deren Name auf einem der Passagierschiffe nach Shetland auftaucht. Doch die erfreut sich, wie ein Telefonat mit ihrem Arbeitgeber erweist, bester Gesundheit. Wer also ist die Tote, die, wie sich herausstellt, schon vor dem Erdrutsch mit ihrem eigenen Gürtel erdrosselt wurde. Hier kommt nun Willow Reeves ins Spiel. Wie schion zuvor schleichen Perez und sie munter umeinander herum um, man möchte als geneigter Leser sagen "endlich", zusammenzukommen. Ansonsten ist es alles wie immer bei Ann Cleeves. Die Ermittler stochern lange im Nebel (zum Teil auch im wahrsten Sinne des Wortes) bis sie die Identität des Opfers kennen, noch länger, bis sie den Täter, der im Übrigen noch einen weiteren Mord begeht, erfahren. Gerade dieses Ende ist es, was mich einen Stern für diesen an sich gelungenen Roman abziehen lässt. Es braucht ca. 420 der 444 Seiten, bis der ein wenig überraschend und unvermittelt aus dem Hut gezaubert wird. Im abschließenden Showdown muss Perez zur Höchstleistung auflaufen um seine neue Freundin zu retten.


  4. Cover des Buches Inseln (ISBN: 9783832199890)
    Gavin Francis

    Inseln

     (15)
    Aktuelle Rezension von: evaczyk

    „Die Kartierung einer Sehnsucht“ heißt das Buch „Inseln“ des schottischen Arztes und Schriftstellers Gavin Francis im Untertitel – und das ist wortwörtlich zu nehmen. Denn das Buch ist reich illustriert mit alten Landkarten, die sich mit entlegenen, oft wenig bekannten Inseln befassen. Von ungefähr kommt das nicht, denn wie Francis gleich zu Beginn des sehr persönlichen Texts erläutert, faszinierten ihn schon als Kind die Abbildungen eines alten Atlas in der Stadtbücherei.

    Millenials und die ihnen folgenden Generationen können es vermutlich gar nicht mehr nachvollziehen, was der Atlas für den Jungen bedeutet hatte, der sein Fernweh mit dem Finger auf der Landkarte und seiner Vorstellungskraft stillt. Schließlich wuchs Francis noch zu einer Zeit auf, als Fernreisen bei weitem nicht so verbreitet waren und die Information selbst über entlegene Gebiete nur einen Mausklick entfernt aus dem Internet abrufbar.

    Geplant war „Inseln“ als „persönliche Reise durch Landkarten und Inselgeschichten, durch die Segnungen und Nöte der Abgeschiedenheit“, über die Rolle von Inseln in der kollektiven Kultur, über den möglichen Gewinn aus der Isolation des Insellebens.  Die Corona-Pandemie habe den Ansatz seiner Überlegungen noch einmal verstärkt, schreibt Francis: „Die Welt hat sich verändert, es ist entscheidender denn je, die Vorzüge der Isolation zu schätzen und dennoch neue Wege zur Verbundenheit zu finden.“

    Der Autor schildert eigene Inselerlebnisse, sei es als Naturschutzwart auf einem Leuchtturm, während eines Forschungsaufenthalts in der Antarktis oder als Besucher isolierter Inselgemeinschaften oder der Mönche auf dem Berg Athos. Daneben ist das Buch gespickt mit Verweisen aus der Literatur, etwa Robinson Crusoe. Auch die medizinischen Überlegungen kommen nicht zu kurz – ist nicht etwa die Pubertät eine wichtige Phase der Abkapselung, in der sich Jugendliche gewissermaßen auf ihre eigene, innere Insel zurückziehen?

    Wenn von Sehnsuchtsinseln die Rede ist, denken die meisten vermutlich erst einmal an Traumstrände in der Südsee, im Indischen Ozean und der Karibik, an Korallenstrände und türkisblaues Meer. Doch auch wenn Francis Reisen auf das Lamu-Archipel vor der Küste Kenias und die Inseln im Titicacasee beschreibt – sein Focus liegt auf den einsamen, rauen, sturmumtösten Inseln des Nordens, seien es die Hebriden und Orkney-Inseln seiner schottischen Heimat, seien es Grönlad, die Faröer-Inseln, auf den Begegnungen mit Basstölpeln, Möwen und anderen wilden Seevögeln.  Geradezu poetisch lesen sich seine Beschreibungen von Inselerlebnissen, als er sein Zelt in der Nähe von Vogelkolonien aufschlägt und ganz den den Geräuschen von Wellen, Wind und Vogelschreien hingeben kann.

    „Inseln“ nimmt den Leser mit auf die Reise – nicht nur mit Hilfe der alten Karten, sondern auch auf die Gedankenreise des Autors und die philosophischen Überlegungen über die Kontraste zwischen Inseleinsamkeit und pulsierenden Städten, zwischen Isolation und Verbundenheit und der Frage, ob die Suche nach Einsamkeit nicht auch der Selbstfindung dient: „Liegt hier der ewige Reiz von Robinson Crusoe? Dass wir alle danach dürsten, uns in der Einsamkeit zu definieren? Dass wir davon träumen, endlich Schiffbrüchige zu sein?“ Insofern ist „Inseln“ in der erzwungenen Isolation durch die Pandemie nicht nur eine Möglichkeit, Fernweh zu stillen, sondern auch die positiven Seiten der Isolation zu untersuchen.

     

  5. Cover des Buches Sturmwarnung (ISBN: 9783499247118)
    Ann Cleeves

    Sturmwarnung

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mit diesem Shetland-Roman, dem vierten der Reihe von Ann Cleeves, habe ich mich schwer getan, aber nicht, weil er langweilig wäre, sondern weil ich das Ende aufgrund der Lektüre der Folgeromane bereits kannte. 

    Jimmy Perez kehrt auf seine Heimatinsel Fair Isle zurück, um seinen Eltern seine Verlobte Fran vorzustellen, doch einen schlechteren Zeitpunkt hätte er sich kaum auswählen können, denn es zeichnet sich ein sturm ab, der die beiden für längere Zeit auf der Insel festzuhalten droht. In der Vogelschutzwarte mit angeschlossenem Saal wird von Jimmys Mutter kurzfristig ein Fest organisiert, bei der die kommende Braut der Inselgemeinschaft vorgestellt wird. Zunächst verläuft alles harmonisch, doch das Fest endet mit einem Eklat, als sich die Leiterin der Warte und ihre Stieftochter vor aller Augen in die Haare geraten. Und ausgerechnet am nächsten Morgen wird diese Leiterin erstochen und seltsam drapiert aufgefunden. Aufgrund des Sturms, der die Insel von der  Außenwelt abschneidet, muss Jimmy Perez zunächst allein ermitten, wobei nach Lage der Dinge eigentlich nur einer der übrigen bewohner der Vogelschutzwarte als Täter in frage kommt. Doch außer der Stieftochter hat keiner ein erkennbares Motiv, und die erweist sich als unschuldig. Bis Jimmy  nach dem Sturm die Hilfe seines bewährten Gehilfen Sandy bekommt, werden ein zweiter Mord begangen und die nicht ganz so saubere Vorgeschichte der Vogelschutzwartin aufgedeckt, die zahlreiche Affären hatte, auch mit Inselbewohnern, wobei eine davon Jimmy ganz nahe steht. Für diesen endet die Überführung des Täters höchst dramatisch.

    Der Roman, der die jeweils zu einer Jahreszeit spielende Reihe, dieses Mal der Herbst, komplettiert, beschreibt neben der Handlung die herbe Schönheit der Natur der Shetlands und die bisweilen seltsame Welt der Vogelkundler. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte nicht den gleichen Fehler wie ich machen und sie in der chronologischen Reihenfolge lesen.



  6. Cover des Buches Mörderische Insel (ISBN: 9783746632612)
    Marsali Taylor

    Mörderische Insel

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Cass Lynch, die leidenschaftliche Seglerin, lebt nach wie vor auf ihrem Boot, das im Hafen von Brae vertäut liegt. Sie will sich ihren Traum, Skipper auf einem Windjammer zu sein, erfüllen. Doch dazu muss sie erst ihre abgebrochene Schulbildung nachholen. Um das Geld für das College zu verdienen, gibt sie u.a. Segelkurse für den hoffnungsvollen Inselnachwuchs. 

    Natürlich entgeht ihr so gut wie nicht, was sich im Hafen und an der Küste so abspielt. Diesmal beobachtet sie zwei Luxusyachten, die anlegen und dann doch plötzlich wieder verschwinden. Gleichzeitig gibt es Einbrüche und Diebstähle in Herrenhäuser mit Zugang zum Meer. Ob die beiden Boote damit in Zusammenhang stehen? Als dann einer ihrer Segelschüler ums Leben kommt, will weder Cass noch DI Gavin Macrae an einen Unfall mit dem Quad glauben. 

    Wieder ein Mal kann es Cass nicht lassen und beginnt zu schnüffeln. 

    Meine Meinung: 

    Dieser zweite Band rund um Cass Lynch und Gavin Macrae gefällt mir sehr gut. Diesmal ist die Spannung schon gleich zu Beginn da und steigert sich bis zur Auflösung. Auch wenn die Leser noch nicht genau wissen, wie alles zusammen hängt - einiges lässt sich erahnen, einiges muss ermittelt werden. Marsali Taylor bindet die raue Landschaft und den Erdölreichtum der Shetland-Inseln gekonnt in den Krimi ein. Doch die wenigsten Inselbewohner haben persönlich etwas von den Ölquellen. Die Erdölkonzerne speisen sie mit Brotkrumen ab, während sie selbst den großen Profit machen. Gleiches gilt für die Errichter und Betreiber der Windparks.  

    Man merkt, dass die Autorin die Inseln gut kennt und ebenfalls eine leidenschaftliche Seglerin ist.  

    Fazit: 

    Ein klassischer Krimi in dem eine raue Landschaft mitspielt und für eine einmalige Atmosphäre sorgt. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

     

  7. Cover des Buches Eine Handvoll Asche (ISBN: 9783746633343)
    Marsali Taylor

    Eine Handvoll Asche

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Diesmal ankert Cass Lynch mit ihrem Segelboot vor Scalloway. Sie besucht das dortige nautische College. Es ist kurz vor Halloween und in dieser Gegend scheint man die Bräuche sehr ernst zu nehmen. Wahrscheinlich liegt das an der unrühmlichen Vergangenheit mit Hexenverfolgung und Scheiterhaufen. 

    Als Cass über die Leiche von Anette, der Tochter jenes Ehepaares, für das sie Gartenarbeiten erledigt, stolpert, ist sie unfreiwillig mitten in einem Zirkel von Hexenritualen. 

    Wie schon in den Vorgängerbänden, sieht sie sich DI Gavin Macrae als Ermittler gegenüber.  

    Meine Meinung: 

    Ich halte diesen Krimi für den schwächsten der Reihe, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich diese Hexen/Teufel-Szene nicht so gut leiden mag.  

    Wieder schnüffelt Cass und kann Gavin den einen oder anderen Hinweis geben und bringt sich selbst in Gefahr. Also, der feste Boden ist nicht so ganz das Metier der passionierten Seglerin. Auf dem Boot wirkt Cass viel souveräner.  

    Fazit: 

    Hat mir nicht ganz so gut gefallen wie die anderen Krimis, daher nur 3 Sterne.

  8. Cover des Buches Stürmische Nacht (ISBN: 9783746635132)
    Marsali Taylor

    Stürmische Nacht

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieser Krimi ist für mich der erste von Marsali Taylor und der vierte aus der Reihe um Cass Lynch und Detective Gavin Macrae. 

    Cass und Gavin kennen sich aus den Vorgänger-Fällen und sind noch (?) kein (Liebes)Paar. Dennoch verbringen sie immer wieder Zeit miteinander. Bei einem Ausflug finden die beiden eine teilweise skelettierte Leiche. Schnell stellt sich heraus, dass der Mann ermordet wurde. Denn, um die Identifizierung zu erschweren, ist das Opfer nackt zurückgelassen worden. 

    Mit Cass‘ Hilfe und Spürsinn ist wenig später der Name des Toten bekannt: Ivor Hughes, ein nicht sehr glücklicher Geschäftsmann und Frauenheld. 

    Cass, die eigentlich Cassandra heißt, lebt auf einem Segelboot und ist eine passionierte Seglerin. Als gute Zuhörerin zieht sie ihre eigenen Schlüsse. Neben der Ehefrau, der Geliebten und einem geschassten Geschäftspartner gibt es noch andere, die auf Ivor nicht gut zu sprechen waren.  

    So lieber Leser, such dir einen Mörder aus. 

    Meine Meinung: 

    Das Setting dieses Krimis hat mir sehr gut gefallen - die Shetlands, eine raue Inselgruppe und das mitten im Winter. Auch, dass die Hauptfigur ein unkonventionelles Leben auf einem Segelboot führt, finde ich sehr interessant. Ich selbst bin zwar nicht seefest, aber Schiffe faszinieren mich sehr. Deshalb haben mir die verwendeten nautischen Begriffe beim Lesen genauso wenig Mühe gemacht, wie die Redewendungen aus dem Gälischen, die im Anhang erklärt sind.  

    Der Schreibstil ist recht bildhaft und manchmal ufert die Autorin in ihren Beschreibungen von Land und Leuten ziemlich aus. So erfahren wir einiges über oft nebensächliche Details wie über Nippes, einen Kindergeburtstag und abgewetzte Sofas, die die Handlung nicht weiterbringen. 

    Die Spannung baut sich sehr langsam auf und kommt erst im letzten Drittel ein wenig in Fahrt. 

    Die richtige Polizeiarbeit tritt eher in den Hintergrund, weil der Fokus auf der Schnüffelei von Cass liegt.  

    Fazit: 

    Auf Grund der flachen Spannungskurve sollte der Krimi eigentlich nur 2 Sterne erhalten, aber weil mir das Setting gut gefallen hat, gebe ich 3 Sterne. Wer also einen ruhigen Krimi aus dem Seglermilieu bevorzugt, ist hier richtig.

     

  9. Cover des Buches Todesopfer (ISBN: 9783641126360)
    Sharon Bolton

    Todesopfer

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Da der Klappentext den Inhalt perfekt wiedergibt, verzichte ich ausnahmsweise mal auf eine eigene Inhaltsangabe.

    Die Autorin hat mit ihrem Erstlingswerk einen atmosphärisch dichten Thriller erschaffen, der den Leser auf die Shetland-Inseln entführt und mit minimalen Mysteryelementen versehen ist, was sich aber nur auf diverse Sagenwesen der Inseln beschränkt.

    Der Roman beginnt sogleich sehr spannend und mir fiel es ab diesem Zeitpunkt sehr schwer, das Buch noch zur Seite legen zu können. Je weiter die Heldin des Buches ermittelt, um so mehr gerät sie in Gefahr und schnell stellt sich heraus, dass sie als "Nicht- Einheimische" einen schweren Stand hat. Zudem scheinen in die Mordfälle einige wichtige Persönlichkeiten der Inseln verstrickt zu sein. Als auch noch ihr Mann in Verdacht gerät, spitzt sich die Sache immer mehr zu. Wem kann Tora überhaupt noch trauen, denn auch die Polizistin, die ihr als einzigste Unterstützung angeboten hat, wird von einem Kollegen Toras schlecht gemacht. Eine weitere undurchsichtige Person ist Toras Chef, der scheinbar immer in ihrer Nähe ist, wenn sie Hilfe braucht, aber den scheinbar ein Geheimnis mit ihren Mann verbindet...

    Ich kann eigentlich außer der Tatsache, dass es die Autorin vielleicht ein wenig zu gut mit medizinischen Erklärungen und Fachbegriffen gemeint hat, nichts Negatives an dem Roman finden. Spannung ist von Anfang bis Ende gegeben, die Heldin ist eine vernünftige interessante Figur, die Nebenfiguren sind wunderbar undurchsichtig aber vielschichtig gezeichnet und man ist zudem auch sehr gespannt darauf zu erfahren ob Toras Ehe noch eine Chance hat oder nicht. Eine Warnung kann ich nur an die Leser aussprechen, die den Roman vor dem Schlafengehen beginnen- das sollte man lieber lassen, es sei denn man hat am nächsten Tag frei. ;-)

  10. Cover des Buches Der längste Tag (ISBN: 9783644407619)
    Ann Cleeves

    Der längste Tag

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Krimine
    Es ist Mittsommer auf den Shetlands, und während viele Touristen die schöne Zeit genießen, haben die Einwohner auf der idyllisch gelegenen Inselgruppe alle Hände voll zu tun. Wie auch die Künstlerin Fran Hunter, die gemeinsam mit der Malerin Bella Sinclair ihre Bilder ausstellt. Doch anstatt auf der abendlichen Vernissage potenzielle Käufer zu akquirieren, kommt es zu einem Eklat. Ein Fremder bricht weinend vor einem Bild von Bella Sinclair zusammen und ist am nächsten Morgen tot. Ein Fall für Detective Inspektor Jimmy Perez, der tatkräftige Unterstützung vom Festland erhält und gemeinsam mit Detective Chief Inspektor Roy Taylor auf die Suche nach einem ungewöhnlichen Mörder geht.

    „Der längste Tag“ ist der zweite Fall für den einheimischen Polizisten Jimmy Perez, der diesmal in einem kleinen Dorf auf den Inseln ermitteln muss. Schon allein deshalb bleibt die Zahl der Verdächtigen überschaubar, während das Motiv der Tat lange Zeit nicht ergründet werden kann. Denn Ann Cleeves lässt sich wie gewohnt viel Zeit, um die Figuren dem Leser vorzustellen. So taucht dieser zunächst tief in ihr Leben ein, lernt die örtlichen Verstrickungen kennen und fühlt sich schon bald wie ein Teil von ihnen. Und erst dann, wenn jede noch so kleine Unzulänglichkeit ans Tageslicht gezerrt worden ist, offenbaren sich die Umstände einer Tat, mit der niemand rechnen konnte. Ein Kriminalroman, der leisen Art, der vor allem durch seine bildliche Darstellung, mit menschlich gezeichneten Figuren und eine unnachahmliche Atmosphäre wunderbar kurzweilig unterhält.

    Fazit:
    Ann Cleeves ist eine Meisterin ihres Fachs. In herkömmlicher Agatha-Christie-Manier konstruiert sie einen verzwickten Fall, nutzt menschliche Schwächen und aufkommende Gefühle für das Stattfinden von Verbrechen aus und versteht
  11. Cover des Buches Die Nacht der Raben (ISBN: 9783644407510)
    Ann Cleeves

    Die Nacht der Raben

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista

    Auf den Shetland Inseln ist Winter. In der Silvester Nacht ist Magnus Tait alleine, wie immer. Er bleibt auf, auch wie immer, in der Hoffnung, es kommt doch noch jemand bei ihm vorbei und wünscht ihm ein „Frohes neues Jahr“. 

     

    Magnus ist ein Einsiedler und alle meiden ihn. So scheint es auch dieses Jahr keinen Menschen zu ihm zu treiben um ihm „Hallo“ zu sagen. Und doch klopft es auf einmal an seiner Tür. Als er aufmacht, stehen zwei junge hübsche Mädchen vor ihm. Er bittet sie herein und sie trinken etwas zusammen. Magnus schwebt auf Wolke Sieben. 

     

    Fran Hunter ist von London auf die Shetland Inseln gezogen. Dort wohnt sie mit ihrer Tochter Cassie in einem alten Haus. 

     

    „Die Nacht der Raben“ ist der erste Teil einer Krimireihe aus der Feder der Autorin Ann Cleeves. 

     

    Mehr als oben erwähnt kann ich zum Inhalt nicht sagen, da ich das Buch auf Seite 35 zugeklappt habe und ich werde es auch nicht wieder öffnen. 

     

    Gut, mein Fehler war, dass ich dachte, dass Fran eine Ermittlerin, Polizistin oder Kommissarin ist. Ist sie nicht und ich mag keine Krimis, in denen Leute privat herum schnüffeln. Aber das war nicht der Punkt, warum ich aufgehört habe zu lesen. 

     

    Die ersten drei Kapitel waren schon nicht fesselnd oder spannend geschrieben. Es interessierte mich förmlich überhaupt nicht, ob Tait jetzt das Mädchen ermorden würde oder nicht. Auf jeden Fall wird er deswegen mal gleich verhaftet. Steht zumindest so in der Inhaltsangabe. 

     

    Warum ich aufgehört habe, war Fran selbst. Sie tritt in Kapitel vier mit Seite 30 auf den Plan. Ab da ging sie mir gehörig auf den Senkel. Kapitel vier fängt unten mit ein paar Zeilen an. Da sagt sie schön, sie hat ein Auto, fährt aber nicht damit, weil Erderwärmung, Umweltschutz und so. Gut. Auf der nächsten Seite erzählt sie, sie hat einen Kohleofen im Haus. Hätte auch einen Elektroherd, aber den mag sie nicht. Sie heißt lieber mit Kohle. Na, das nenne ich einmal Ironie. Fährt kein Auto, heizt aber mit Kohle lieber als mit Strom. 

     

    Auf Seite 32 erzählt Fran, dass sie ein frühreifes kleines Monster, ihre Tochter Cassie,  heran gezüchtet hat. Das kleine fünfjährige Mädchen ist oft laut und rechthaberisch. Und wie toll das Leben in der Bucht für sie und Cassie ist. Es gäbe kaum einen besseren Ort für ein Kind großzuziehen. 

     

    Unten auf Seite 32 und auf 33/34 zieht die liebe Fran dann über die Klassenlehrerin von Cassie her. Was ihr einfällt, zu ihr als Mutter zu sagen, dass es toll wäre, wenn Cassie beim ersten Mal hören würde, wenn man ihr was sagt und man ihr nicht ewig detailliert erklären müsste, warum sie jetzt dies oder das tun sollte. Wer hat gesagt, sie zieht ein frühreifes kleines Monster auf? Und die Lehrerin darf natürlich nichts dazu sagen. Nein, sie geht die Lehrerin an, weil sie ihre tolle Methode der Kindererziehung in Frage stellt. Boah, nerv. Wobei sie ihre Tochter gleich danach wieder sieht, dass sie wie eine russische Prinzessin auf ihrem Schlitten thront. 

     

    Mal abgesehen davon, dass sich Fran auch aufregt, weil die Lehrerin nicht zufrieden damit ist, dass sie jeden Morgen Cassie zu spät in die Schule bringt. Ja, wie kann die Lehrerin das auch tadeln. 

     

    Seite 35 ist dann die Kleidung der Lehrerin dran. Schließlich hat Fran nach ihrem Studium als Assistentin in der Moderedaktion einer Frauenzeitschrift gearbeitet. Es würde Mrs. Henry nicht schaden, einmal zu einer Stilberatung zu gehen. Ui, es kocht bei mir langsam über. 

     

    Auf Seite 36 überlegt Fran, dass sie nicht viel vom Auswendiglernen hält und sie Cassie vielleicht nicht doch lieber in London in eine Waldorf-Schule geschickt hätte. Hätte, hätte, Panzerkette. Nerv. Ja, wäre sie in London geblieben, wäre den Leuten auf den Shetland Inseln wohl so einiges erspart geblieben. 

     

    Mittig der Seite sinniert sie dann über Magnus, den Einsiedler. Wenn sie an seinem Haus vorbei gehen, winkt er öfters. Und EINMAL hat er Cassie ein Bonbon gegeben. Boah, erratet ihr, was jetzt kommt? Genau, Fran hasst es, denn Cassie darf keine Süßigkeiten essen. Zucker besteht schließlich nur aus leeren Kalorien, ganz zu schweigen von der Kariesgefahr. 

     

    So, und an dieser Stelle war es das für mich endgültig. Fünf Seiten Fran Hunter zu ertragen ist mehr, als meine Nerven aushalten. Die nächsten 392 Seiten würde ich mit ihr nicht aushalten. Und da ich davon ausgehen kann, dass sie auf den nächsten zwei Seiten niemand ermordet, lese ich lieber das nächste Buch in meinem Regal. 

     

    Manchmal, ja meistens eigentlich, frage ich mich auch, hat der berühmte Autor, der auf dem Cover eine lobende Kritik abdrucken lässt, das Buch wirklich auch gelesen? Oder bekommt er einfach nur Geld, dass man so etwas drucken darf? Egal, Geschmäcker sind zum Glück ja verschieden. Und mein Geschmack ist so ein Laberama nun wirklich nicht. 

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