Bücher mit dem Tag "sherlock holmes"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sherlock holmes" gekennzeichnet haben.

560 Bücher

  1. Cover des Buches Der Fall Moriarty (ISBN: 9783458361091)
    Anthony Horowitz

    Der Fall Moriarty

     (220)
    Aktuelle Rezension von: Sebastian_Engel

    Ich muss zugeben, dass ich Sherlockfan bin und deswegen gerne diese Geschichten lese. Auch dieses Buch (mit diesem wunderschönen Cover) enthält die typischen Sherlock-Elemente, hat eine gute Dynamik und plötzlich kommt dann dieser Plottwist. Ich saß damals in der Bahn und musste einfach nur in mich hineinlächeln. Danach klappte ich das Buch zu und las es von Anfang an noch mal, obwohl ich noch nicht am Ende des Buches war. Toll! Für 5 Sterne fehlte mir noch ein wenig mehr Dynamik und Spannung.

  2. Cover des Buches Raven Stone - Wenn Geheimnisse tödlich sind (ISBN: 9783423717069)
    Joss Stirling

    Raven Stone - Wenn Geheimnisse tödlich sind

     (163)
    Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_book

    Im Laufe meiner Aktion "vergessene Schätze" wurde dieses Buch von BlaueLotusbluete empfohlen. Und weil ich Internatsgeschichten früher gerne mochte, durfte es jetzt meinen virtuellen SuB verlassen.

    Die Sprache Joss Stirlings ist der Zielgruppe absolut angepasst. Leicht und flockig geht es durch die Geschichte. Man findet keine Schachtelsätze oder komplizierte Ausdrücke, die den Lesefluss stören. Selbst abends, im müden Zustand, konnte ich noch einige Seiten lesen, ohne dass es mich zu sehr angestrengt hätte.

    Die Autorin hat Charaktere mit Ecken und Kanten geschaffen. Die Lesenden werden sich in der ein oder anderen Person wiederfinden. Es gibt Sympathieträger. Es gibt absolut antisympathische Gruppen. Und es gibt Leute, die einem einfach nur leid tun.

    Die Story ist nicht besonders anspruchsvoll, doch ich fand sie interessant. Es werden zwar einige Klischees bedient, dennoch empfand ich es nicht als den Einheitsbrei, der hin und wieder in diesem Genre kursiert.

    Im Englischen sind bisher 4 Bände der Reihe erschienen. Im Deutschen gibt es lediglich Band 1. Ich finde das schade, denn für mich hat es Potenzial einer guten Jugenbuch-Reihe.

    ©2022 a_different_look_at_the_book

  3. Cover des Buches Ein angesehener Mann (ISBN: 9783453421738)
    Abir Mukherjee

    Ein angesehener Mann

     (55)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Eine bildreiche Geschichte aus dem alten Kalkutta (heute Kolkata).
    Intrigen und Verschleierung sind hier genauso zu finden wie Mut und Vertrauen.

  4. Cover des Buches Holmes und ich – Unter Verrätern (ISBN: 9783423718189)
    Brittany Cavallaro

    Holmes und ich – Unter Verrätern

     (62)
    Aktuelle Rezension von: LauraMaria

    Inhalt:

    Nachdem Charlotte Holmes und James Watson während ihres ersten gemeinsamen Falles fast gestorben wären, wollen sie sich nun in den Ferien im Familiensitz der Familie Holmes erholen. Doch Charlotte verfällt sofort in alte Familienmuster, zieht sich zurück, wird immer schweigsamer, lässt James alleine, hat Geheimnisse vor ihm. Als ihr Onkel verschwindet und ihre Mutter unter einer geheimnisvollen Krankheit leidet, verfolgen die beiden eine Spur nach Berlin. Und treffen dort ausgerechnet auf Charlottes Exfreund, den totgeglaubten August Moriarty. 

    Meinung:

    Die Stimmung in der Holmschen Villa ist sehr bedrückend und die Streitereien geben der Geschichte zusätzlich etwas sehr Zähes, doch es lohnt sich über diese Passagen hinwegzukommen und bis zum Ende zu lesen. Ich finde sogar gerade, dass dieses Langatmige dazu gehört, da es gut Charlotte's Gemütszustand widerspiegelt - sowohl in ihrem erdrückenden Elternhaus, als auch im Kontakt mit ihrem Exfreund, den sie für verstorben gehalten hatte.

    Fazit:

     Ich weiterhin ein großer Fan dieser Holmes-Interpretation und empfehle sie gerne weiter. 

  5. Cover des Buches Die unsichtbare Bibliothek (ISBN: 9783404208708)
    Genevieve Cogman

    Die unsichtbare Bibliothek

     (416)
    Aktuelle Rezension von: Zombizebra

    Die unsichtbare Bibliothek ist ein fester gesicherter Ort an dem die junge Bibliothekarin mit ihrem Lehrling auf eine Mission geschickt wird um ein besonderes Buch aus einer parallelwelt zu stehlen. Dies gerät sehr schnell aus dem Ruder und wird gefährlich.  

    Mut und Scharfsinn helfen ihr mit einem Typus des Sherlock Holmes sich in der Welt der Drachen und des Chaos gegen Elfen zu bestehen. Doch braut sich in der Welt der Bibliothek eine dunkler Sturm zusammen, der der rote Faden dieser Reihe werden wird.

    Schöner Jugend fantasy Roman der mit Spannung und Abenteuer glänzen kann. Man findet sich schnell in der Welt zurecht und dennoch rätselt man immer mit was als nächstes passiert

  6. Cover des Buches Sherlock Holmes - Das Grab der Molly Maguire (ISBN: B00O838BYW)
    David Gray

    Sherlock Holmes - Das Grab der Molly Maguire

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee
    Inhaltsangabe

    Zufällig stößt der Autor David Gray in London auf ein geheimes Dossier, das Originalaufzeichnungen Doktor Watsons enthält. Der Doktor hat darin drei Abenteuer seines berühmten Freundes Sherlock Holmes geschildert, die bisher nie veröffentlicht wurden. In diesem Band finden Sie den zweiten dieser drei Fälle: Das Grab der Molly Maguire
    Ganz London ist in Aufregung als man ausgerechnet in Miller’s Court, demselben Ort, an dem der berüchtigte Serienmörder Jack the Ripper einst sein letztes Opfer tötete, wieder die furchtbar zugerichtete Leiche einer jungen Frau findet. Doch Inspektor Lestrade ruft Sherlock Holmes zu Hilfe. Er bezweifelt, dass man es bei der Toten mit einem neuen Opfer des nie gefassten Jack the Rippers zu tun hat und stellt seine eigenen Thesen auf ….

    Meine Meinung

    Der zweite Band der Sherlock Holmes Reihe hat mir richtig gut gefallen. Der Schreibstil passt super in die Zeit und man fühlt sich sofort in die nebligen Gassen Londons zurückversetzt. Es wirkt nicht überzogen und lässt sich schön flüssig lesen.

    Dieses Mal treibt ein grausamer Mord den berühmten Detektiv Sherlock Holmes und seinen ewigen Gefährten Dr. Watson in den Hinterhof von Millers Court - dem Schauplatz des Verbrechens, wo vor 2 1/2 Jahren das letzte Opfer von Jack the Ripper gefunden wurde. Aus der Sicht von Watson verfolgt man die zielgerichteten Nachforschungen von Holmes, mit all seiner zur Schau gestellten Überlegenheit, die er wo er nur kann gerne demonstriert. Viele kleine Merkmale, die man mit Holmes verbindet, lassen den Charakter sehr lebendig und echt wirken; wie auch die Gedanken von Watson, dessen Freundschaft kein leichtes Los ist.
    Sherlock Holmes und Dr. Watson müssen in diesem Fall ein hohes Risiko eingehen, dass nicht ohne Folgen bleiben wird. Auch haben sie mit der Abneigung des Chiefinspektors Abberline zu kämpfen, der Holmes um jeden Preis von dem Fall fernhalten will.
    Die beiden stehen wieder sehr im Mittelpunkt, wodurch die anderen Figuren eher am Rand bleiben. Ich hätte mir hier ein paar kleine Hinweise mehr gewünscht, um auch selbst etwas besser mitraten zu können und auf die Hintergründe des Verbrechens zu kommen. Spuren gibt es natürlich genug, die die beiden verfolgen - ich selber fand es gar nicht so leicht, den ganzen Hinweisen und Verwicklungen zu folgen.

    Viele verworrene Fäden, die es zu entwirren gilt, eine gelungene Verbindung zu Band 1 mit den Hinweisen auf "Ragnarök", die sicher im letzten Teil aufgeklärt werden und sehr brutale Details zum Verbrechen geben ein sehr stimmiges Bild zu diesem düsteren Kriminalfall. David Gray hält sich hier nicht viel mit unnützen Einzelheiten auf, sondern komprimiert die Handlung auf die wichtigen Fakten und Situationen, was die Spannung gut vorantreibt. Die Aufklärung im letzten Viertel hat sich allerdings ein bisschen hingezogen und war mit einem sehr bizarrem Szenario verknüpft, was mich ein bisschen irritiert hat. Auf mich hat es etwas übertrieben gewirkt, auch wenn es die schaurige Atmosphäre unterstrichen hat.

    Das Ende lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen und auch die Anekdote des Autors, wie er an das Dokument aus den Geheimarchiven kam, nimmt eine überraschende Wendung.

    Fazit

    Ein spannender zweiter Teil der Trilogie, der mit einem typischen Sherlock Holmes Stil viel Unterhaltung bietet. Gegen Ende hat es sich etwas gezogen, aber es gibt auch vielversprechende Hinweise auf den letzten Band!

    © Aleshanee
    Weltenwanderer


    Sherlock Holmes

    1 - Der Geist des Architekten
    2 - Das Grab der Molly Maguire
    3 - ...?
  7. Cover des Buches Durch Nacht und Wind (ISBN: 9783608503760)
    Stefan Lehnberg

    Durch Nacht und Wind

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Ceciliasophie
    Goethe und Schiller werden von Anna Amalia und dem Regenten Weimars Carl August gebeten, den Irrglauben des Großherzogs von N. Einhalt zu gebieten. Dieser ist nämlich der festen Überzeugung, dass ein Ring seiner Familie mit einem Fluch beladen sei. Kurzerhand machen sich Goethe und Schiller auf den Weg ins Lustschloss Belvedere bei Weimar. Doch in der Nacht ihrer Ankunft verstirbt der Großherzog auf mysteriöse und unerklärliche Art und Weise. 

    Die Idee, diese beiden Größen der deutschen Literatur in einem Krimi agieren zu lassen, machte mich wirklich ganz neugierig. Zumal Goethe und Schiller wirklich befreundet waren. 
    In einer Sherlock Holmes und Dr. Watson Art machen sich die beiden dann auch gleich ans Werk und versuchen, die mysteriösen Umstände des Todes vom Großherzog zu klären. Doch gestaltet sich dies schwieriger als erwartet.
    Woran ich mich aber wirklich erst einmal gewöhnen musste, war der Schreibstil. Dieser war angepasst an die damalige Zeit, weshalb einige Ausdrucksweisen und die Rechtschreibung mich öfters aus dem Konzept brachten. Irgendwann legte sich dies jedoch und kaum hatte ich mich an den Schreibstil gewohnt, so konnte ich ein sehr rasches Lesetempo aufrecht erhalten. 
    Begünstigt wurde das Tempo durch die wirklich spannende Handlung. Ja, es erinnert schon etwas zu sehr an Sherlock Holmes, doch da ich die Geschichten von Holmes und Watson sehr gerne mag, hatte ich auch an „Durch Nacht und Wind“ große Freude. 
    Der Autor baute geschickt auch Informationen über Goethe und Schiller und ihre Werke mit in die Geschichte ein, so dass der Leser noch ein wenig mehr über diese erfahren konnte und die Figuren noch lebendiger wirkten. 
    Die Auflösung stellte mich wirklich zufrieden und alle losen Fäden der Geschichte wurden gekonnt miteinander verknüpft. 
    Auf den zweiten Band bin ich nun doch gespannt. 

  8. Cover des Buches Sherlock Holmes - Der Geist des Architekten (ISBN: 9781495222092)
    David Gray

    Sherlock Holmes - Der Geist des Architekten

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Lina94

    „Der Geist des Architekten“ ist der erste Teil aus David Grays Reihe um Sherlock Holmes. Diesen Teil finde ich, ebenso wie den zweiten, sehr gelungen. Die Geschichte ist spannend und kurzweilig und bildlich gut vorstellbar. Die Personen sind gut ausgearbeitet und die Geschichte ist von der Art her sehr gut am Original orientiert.

    Wie ich schon beim zweiten Teil anmerkte, kommt Gray selbst in den Büchern vor, was überraschend und anfangs störend ist. Insgesamt wird dadurch aber ein passender Rahmen für die drei Geschichten gesetzt.

    Leider waren vermehrt Fehler bezüglich Rechtschreibung und Interpunktion zu finden. Auch war die Schriftgröße im eBook eher unoptimal – entweder zu groß oder zu klein. Da ich meine Version schon länger habe, sind diese Mängel in einer aktuellen Version möglicherweise nicht mehr zu finden.

    Insgesamt ein spannendes Buch mit vielen Rätseln und unerwarteten Wendungen. Aufgrund der nicht so tollen Verarbeitung muss ein Stern abgezogen werden.

  9. Cover des Buches Sherlock 1 (ISBN: 9783551728845)
    Jay.

    Sherlock 1

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Louise_Sountoulidis

    Als bekennender Fan seit Kindheitstagen habe ich mir vor Jahren die ersten beiden Manga-Bände von Sherlock Holmes und Dr. Watson zugelegt. Wie mag mir mein erster Ausflug in die Welt der Mangas wohl gefallen haben und hat mich die Handlung um das einzigartige Zweiergespann überzeugen können?

    Intro:

    Ach Gott, ich war noch ein Kind, etwa 10 Jahre alt, als mir mein Papa ein Geschenk von einer Dienstreise mitbrachte. Es war ein großes gebundenes Buch mit Detektivgeschichten. So lernte ich den grandiosen Sherlock Holmes und seinen Freund, den Arzt Dr. Watson, kennen und lieben. Dieses Buch besitze ich noch heute und halte es sehr in Ehren. Mittlerweile sind ein paar Jährchen ins Land gegangen, doch die Liebe zu diesem Duo ist nie mehr verblasst und ich habe inzwischen alle Fälle gelesen.

    Vor ein paar Jahren, ich glaube es war 2017, erschien dann Band 1 der Manga-Reihe „Sherlock“. Nun gut, dachte ich damals, dann wage ich mal an ein solches Buch heran. Ich hatte noch nie ein Manga gelesen, doch für einen klugen Sherlock-Fall würde ich es wagen. Letztendlich lag es dann aber länger als geplant auf meinem SuB herum. Doch als ich mich im Juni mit dem fiesen Corona-Virus im Bett herumärgern musste und klar war, dass ich kräftebedingt weder einen dicken Wälzer halten noch tiefschürfende, sehr komplexe Handlungen aufnehmen könnte, schnappte ich mir dieses Büchlein. Es hat sicher furchtbar erleichtert aufgeatmet, weil ich seine ewige Meckerei darüber, dass ich ständig an ihm vorbei laufe, ohne ihn von der Warteschlange zu befreien, endlich erhört hatte.

    Auch wenn ich grob wusste, dass man Mangas rückwärts liest, sprich, die eigentlich letzte Seite die erste ist, so hatte ich dennoch anfangs echte Probleme damit. Nicht der Seite als solches, sondern mit der fraglichen Bilderreihenfolge. Von wo aus liest man das denn, von rechts nach links oder umgekehrt? Welches der Zeichnungen auf der jeweiligen Seite war denn nun das erste Bild? Ich habe dann halt einfach die Texte in den Sprechblasen gelesen. Manches ergab sofort Sinn, manches aber nicht. Ok, damit wusste ich dann wenigstens, dass diese Richtung schon mal nicht richtig war. Puh, als ja, man sieht, es hat etwas gedauert. Aber irgendwann hatte ich den Dreh raus und ich konnte „Sherlock“ folgen.

    Zur Handlung:

    Dr. Watson, ehemaliger Militärarzt im Nahen Osten, kehrt kriegsversehrt aus dem Afghanistankrieg zurück. Er ist einsam, schwer traumatisiert und ihm fällt es sehr schwer, wieder in einen normalen Alltag zurückzufinden. Ein alter Freund aus Kindheitstagen hält es deshalb für eine gute Idee, wenn er fortan nicht mehr allein wohnt. Er stellt ihm kurzerhand einen Herrn namens Sherlock vor, welcher einen Mitbewohner sucht. Kurzum, die Beiden beziehen ein Appartement in der Baker Street 221 B, auch wenn dieser Sherlock etwas sonderbar scheint. Er überrumpelt Dr. Watson, indem er mit nur einem Blick Dinge an ihm sieht und Tatsachen richtig kombiniert, obwohl sie sich gar nicht kennen.

    Sherlock ist Privatermittler und inoffizieller Polizeiberater. Aktuell ermittelt er in einem Fall von fragwürdigen Selbstmorden und Dr. Watson wird als neuer Mitbewohner und erfahrener Arzt unausweichlich mit hineingezogen.

    Im Gegensatz zu den alten, originalen Sherlock-Holmes-Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle, welche Ende des 18. Jahrhunderts spielten, in denen man noch mit Kutschen fuhr und Telegramme aufgab, spielt die Manga-Reihe im modernen London samt Smartphone und neuester forensischer Mittel.

    Hinweis:

    Der Band ist sicher grundsätzlich unabhängig von den anderen Bänden lesbar, da das Buch aus Sicht des zu lösenden Kriminalfalls in sich abgeschlossen ist. Ich würde jedem Leser*in jedoch raten, die Reihenfolge einzuhalten, da die Bücher von Seiten des Detektiv-Duos aufeinander aufbauen werden.

    Die Figuren:

    Charakterlich wurden die Figuren trotz der Kürze der Geschichte recht lebendig gezeichnet. Ich mochte die Beiden irgendwie und konnte ein paar alte Verhaltensmuster wiedererkennen, auch wenn sie hier im ersten Band der Reihe noch nicht so viel mit den Altehrwürdigen zu tun haben. Natürlich sehen sie auch äußerlich in der modernen Form anders aus, denn der modische Zeitgeist hat sich ja deutlich geändert. Wo früher Frack, Zylinder und Gehstock Mode waren, sind es heute Jeans, Hemd und Parker.

    „Sherlock Holmes hat eine besondere Auffassungsgabe. Er sieht Dinge, die andere niemals wahrnehmen würden, weil sie sich zu sehr von Oberflächlichkeiten, augenscheinlich Dominantem oder aufgesetztem Getue ablenken lassen. Zusätzlich vermag er die ihm sichtbaren Details raffiniert zu kombinieren. So setzt er Stück für Stück die einzelnen Puzzle-Teile zusammen. Aber dieses Talent hat auch seinen Preis. Zum einen fehlt es Sherlock deutlich an Empathie. Wer ihn nicht kennt, mag ihn als gefühllos bezeichnen. Dabei würde er selbst das so nicht sagen, für ihn sind Gefühle halt einfach nur belanglos. Sie lenken unnötig ab und sind nicht zielführend. Für ihn zählen nur die Fakten. Zum anderen schwankt er häufig zwischen hektischen, übereifrigen, ja, fast manischen Ermittlungsphasen und depressiven Schüben, in denen er das Haus nicht verlässt, hin und her.“- So kenne ich den mir sehr vertrauten Sherlock aus dem 18. Jahrhundert. Dieser Holmes hier ist ihm in einigen Facetten ähnlich. Er ist intelligent und zielstrebig, selbstbewusst und bestimmend. Aber er ist nicht das bekannte wankelmütige Wesen. Und zwei Dinge vermisse ich wirklich sehr: Die ewig glimmende Pfeife und sein Violinenspiel, wenn der Detektiv nachdenken muss!

    „Dr. Watson ist ein ruhiger Zeitgenosse und der wohl beste Mitbewohner für Holmes, denn er hat eine immense Geduld mit dem ewig grüblerischen Detektiv und akzeptiert dessen Eigentümlichkeiten stillschweigend. Er bewundert Holmes für seine Intelligenz und ist ihm stets ein treuer, aufmerksamer und hilfsbereiter Wegbegleiter und Freund.“- Genauso ist mir Dr. Watson im Gedächtnis geblieben. Der hier beschriebene Freund von Holmes wirkt noch nicht ganz so bekannt auf mich. Seine Stimmung ist viel düsterer als ich sie kenne. Er möchte lieber seine Ruhe als sich mit diesem komischen, selbstbewussten und dominanten Typen auseinanderzusetzen. Doch man spürt sein wachsendes Interesse für die detektivische Arbeit von Holmes und dessen analytisches Talent.

    Der Schreibstil:

    Zum Schreibstil als solches kann ich in diesem Fall wenig sagen, da es aufgrund des „Manga-Aufbaus“ für eine detailliertere Analyse einfach zu wenig Text gibt. Die Geschichte wird ja primär durch Bilder zum Leben erweckt und sekundär mit Worten untermalt.

    Die Zeichnungen haben mir zumeist gut gefallen, wenn auch auf manchen teilweise zu viel los war. Das ließ den Lese-Fluss etwas stocken, da ich abbremsen und das jeweilige Bild genauer betrachten musste, um es mit dem dazugehörigen Text in Einklang zu bringen.

    Die Handlung ist inhaltlich schlüssig, sodass keine Fragen offen bleiben.

    Insgesamt ist die Story schön rasant und actionreich und konnte mich auch spannungstechnisch gut abholen. Atmosphärisch hätte es für mich aber ruhig etwas düsterer sein dürfen, denn auch im modernen London ist es bei Nacht und Nebel durchaus unheimlich in so mancher Gasse.

    Fazit:

    Mein erster Manga-Ausflug mit „Sherlock-Ein Fall von Pink“ hat mir nach den anfänglichen Startschwierigkeiten insgesamt recht gut gefallen. Aber an mein geliebtes, nebliges London mit dem Kopfstein-Pflaster, über das die Pferdekutsche jagt, und meine beiden Freunde, die Tee trinkend und Pfeife rauchend in ihrem Salon sitzen und rätselhafte Besuche empfangen, kommen sie leider nicht heran.

    Wenn man die Urgesteine aus dem 18. Jahrhundert jedoch nicht kennt oder sich ein paar liebgewonnene Feinheiten wegzudenken vermag, kann man mit dem modernen Ermittler-Duo viel Spaß haben.

    Meine Bewertung: 3,5 von 5 

  10. Cover des Buches Der Fall der linkshändigen Lady (ISBN: 9783957286260)
    Nancy Springer

    Der Fall der linkshändigen Lady

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Die vierzehnjährige Enola Holmes hat sich mithilfe einiger Tarnidentitäten ein Leben in London aufgebaut, dennoch ist sie natürlich noch immer vorsichtig und auf der Hut vor ihren beiden älteren Brüdern. Besonders Sherlock bereitet ihr Kopfzerbrechen, ganz besonders als sein Partner, Dr. Watson, eines Tages im Geschäft ihrer wichtigsten Tarnung, des wissenschaftlichen Perditors namens Dr. Ragostin, auftaucht und hofft, dass dieser helfen könnte, Sherlocks kleine Schwester ausfindig zu machen.
    Hat Sherlock sie etwa gefunden und spielt nun mit ihr?
    Schnell stellt sich heraus, dass Dr. Watson aus eigenem Antrieb gekommen ist, glaubt er doch, dass sein Freund in solchen Fällen nicht sehr erfahren ist. Immerhin hat dieser es gerade erst abgelehnt, den Fall von Sir Eustace Alistair anzunehmen, dessen Tochter, Lady Cecily, ebenfalls vermisst wird.
    Zwar hat Enola natürlich keinerlei Bedürfnis Dr. Watsons Anliegen ernsthaft zu verfolgen, vertröstet ihn daher erst einmal und schmiedet dafür aber sofort Pläne, was sie in Lady Cecilys Fall unternehmen könnte.


    Ich mochte Enola ja schon im ersten Band sehr und das Gefühl hat sich auch im zweiten Teil sofort wieder eingestellt. Sie ist intelligent, selbstständig und gewieft und doch scheint auch immer wieder durch, dass sie eben erst vierzehn Jahre alt ist und sich trotz ihrer nach Außen hin abgehärteten Art, doch sehr verletzt - immerhin hat ihre Mutter und gleichzeitig wichtigste Bezugsperson sie ganz plötzlich und ohne Erklärung zurückgelassen - und allein fühlt.
    Das hat sich sehr authentisch und nachvollziehbar angefühlt und hat sie mir sofort deutlich sympathischer gemacht, als einige andere junge Held:innen, die scheinbar immer mit allen (emotionalen) Situationen bestens klar kommen.

    Den Fall an sich fand ich zwar interessant, er kam mir aber auch ein wenig überhastet vor und auch die Auflösung war nicht vollkommen nach meinem Geschmack. Allerdings lag auch einfach das Hauptaugenmerk des Buches auf Enolas neuem Leben in London, ihren neuen Tarnungen, ihren Problemen und wie sie alleine mit allem zurecht kommt.
    Ganz besonders das Katz- und Mausspiel zwischen Enola und Sherlock hat richtig viel Spaß gemacht zu verfolgen. Ich liebe es, wie Sherlock langsam seine - auch von Mycroft bekräftigte - Vorurteile gegenüber Mädchen/Frauen überwindet, um sich einzugestehen, dass seine kleine Schwester wohl wirklich einfach verdammt schlau ist und so einige Tricks auf Lager hat, die er ihr niemals zugetraut hätte. Immerhin hat sie selbst ihn, den großen Detektiv, jetzt mehrfach überlistet.
    Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich die Situation zwischen den beiden Geschwistern weiter entwickelt!


    Fazit: Auch im zweiten Band konnte mich Enola voll und ganz überzeugen. Der eigentliche Fall hat zwar seine Schwächen, allerdings bietet dafür das Katz- und Mausspiel zwischen Enola und ihrem großen Bruder Sherlock umso mehr Unterhaltung, weshalb ich meine 4,5 Sterne gerne aufrunde. Die Reihe werde ich auf jeden Fall noch weiterverfolgen!

  11. Cover des Buches Die drei Königinnen. Ein neuer Fall für Sherlock Holmes (ISBN: 9783458739661)
    Anthony Horowitz

    Die drei Königinnen. Ein neuer Fall für Sherlock Holmes

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Sherlock Holmes wird von der Polizei gebeten sich einen einfachen Fall anzuschauen. Es handelt sie hierbei um eine Einbruchserie bei der der Täter von einem Bewohner erschossen wurde. Aber Holmes merkt schnell das hinter dieser Sache etwas komplett anderes steckt.

    Mir hat die Kurzgeschichte richtig gut gefallen. Die Auflösung und das Ende kamen zwar dann doch etwas schnell, aber ansonsten hat das miträtseln große Freude gemacht.

  12. Cover des Buches Sherlock Holmes - Sämtliche Werke in drei Bänden (ISBN: 9783730601556)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes - Sämtliche Werke in drei Bänden

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Timothy-Louis
    Einer der weltbekanntesten, wenn nicht sogar der bekannteste Dedektiv, den die Literaturgeschichte kennt, ist zweifelsohne Sherlock Holmes. Wenn Holmes zusammen mit seinem Freund und gleichzeitig seinem "Partner in Crime" ermittelt und dabei allerhand Mordfälle aufklärt, ist Spannung angesagt. Diese Edition umfasst alle Werke über Sherlock Holmes und Dr. Watson, zusammen gefasst in einem schicken Schuber.

    Worum geht es bei Sherlock Holmes?

    Sherlock Holmes ist das beste Beispiel dafür, dass Chaos und Genialität sehr nahe beinander liegen können. So ist Holmes sehr clever und klug, dennoch aber leicht chaotisch. So ist von einer schrecklichen Krankheit befallen. Holmes erquickt immer dann nur dann, wenn ein spannender Fall seinen Intellekt anstrengt und er gefordert wird. Und die 3 Bücher, die in diesem Schuber enthalten sind, verdeutlichen dies auf unzählige Art und Weise.

    Arthur Conan Doyle ist der Verfasser und Erfinder der Figuren Sherlock Holmes und John Watson. Doyle, seines Zeichens britischer Arzt, hat Holmes und Watson erstmalig mit "Eine Studie in Scharlachrot(A Study in Scarlet) das Licht der Welt erblicken lassen. Das zweite veröffentlichte Werk aus Doyles Feder, ein Skandal in Böhmen (A Scandal in Bohemia), konnten leider noch nicht die Aufmerksamkeit bringen, die sich Doyle gewünscht hatte. Als jedoch ein amerikanischer Verleger auf Doyles Werke aufmerksam wurde, begann der große Siegeszug von Sherlock Holmes, seinem Freund John Watson und zahlreichen spannenden Fällen.

    Sherlock Holmes lebt zusammen mit seinem Freund Watson in London, genauer gesagt in der Baker Street 212b. Auch wenn es diese Adresse im realen London so nicht gibt wie in den Büchern dargestellt, ist das Haus trotzdem ein beliebter Ort für Fans auf der ganzen Welt.

    Dieser Schuber umfasst sämtliche Werke von Arthur Conan Doyle für Sherlock Holmes. Das bedeutet, hier finden sich, aufgeteilt auf 3 Bücher, die 4 veröffentlichten Romane und die 56 Kurzgeschichten. Egal ob es ein britische Diplomatendepesche ist, die verschwunden ist und dringend widergefunden werden muss, ob es ein junger Ingeneur ist, der zufällig kriminelle Machenschaften aufdeckt und er dabei seinen Daumen verliert oder ob es eine Geliebte ist, deren Freund urplötzlich verschwindet und nicht wieder auftaucht. Die Abwechselung der verschiedenen Fälle, der Wortwitz, die Spannung, die Romane und Geschichten in diesem Schuber unterhalten sehr gut und sind spannend bis zur letzten Minute.

    Dieses Set ist perfekt für alle Sherlock Holmes Liebhaber und die, die es werden wollen. Zu einem vergleichsweise günstigen Kurs, gibt es hier das Holmes Komplettpaket in einem wertigen Schuber und qualitativer Bindung, mitsamt den Zeichnungen der Ursprungsfassung und vorhandenem Hardcover.
  13. Cover des Buches Die lange Reise (ISBN: 9783462047622)
    Annelie Wendeberg

    Die lange Reise

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Podcast_buecherreich

    SPOILERFREI
    Der zweite Teil der Trilogie hatte mich nicht ganz begeistern können, da die Stimmung deprimierend war und nicht viel "passierte". 
    Dieser dritte Teil jedoch nimmt, nach anfänglich ebenfalls Depri-Stimmung, wieder ordentlich Fahrt auf. Geistreich, tiefgründig und zum Mitfiebern - so empfand ich das Buch und habe es in zwei Sitzungen durchgelesen.

    Meine ausführliche Meinung hört ihr hier:
    http://buecherreich.net/buecherreich-096-was-ich-gelesen-habe-september-2016/#t=3:40.148
  14. Cover des Buches Arthur Conan Doyle,Sherlock Holmes, Gesammelte Werke (ISBN: 9783866478503)
    Arthur Conan Doyle

    Arthur Conan Doyle,Sherlock Holmes, Gesammelte Werke

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Primrose
    Sherlock Holmes, der weltberühmte Detektiv. Wer kennt ihn nicht? In diesem dicken Wälzer sind 39 Holmesgeschichten aus Arthur Conan Doyles Feder enthalten. Ich bin mittlerweile ein richtiger Sherlock-Holmes-Fan. Es ist so unglaublich faszinierend, wie er selbst die kniffligsten Fälle mithilfe seines Mitarbeiters Dr.Watson löst. Sein Scharfsinn…seine Logik…genial :-). Mitten in einer Geschichte bin ich mir sicher, dass es doch einfach unmöglich ist, diesen Fall logisch aufzuschlüsseln, aber dann wird alles aufgelöst und ich denke: Achsooooo ist das, wäre ich bloß auch drauf gekommen… Lange war ich auf der Suche nach einem Sammelband mit vielen Holmesgeschichten. Diese Ausgabe vom Anaconda-Verlag ist die beste Version, die ich dabei entdeckt habe. Das Buch ist von der Optik her schon richtig edel. Der Einband aus Leinen hält die gut 1000 Seiten schön stabil. Die Seiten sind dünner als herkömmliche Buchseiten, aber nun gut. Es müssen ja auch 39 Geschichten untergebracht werden. Ich finde es gut, dass in diesem Sammelband sowohl Kurzgeschichten als auch Romane über den berüchtigten Detektiv zu finden sind. So kann man sich einfach dieses Buch besorgen und erhält gleich einen guten Überblick über das Schaffen von Holmes. Doch einen Kritikpunkt habe ich: Die Geschichte „Eine Studie in Scharlachrot“ ist in diesem Werk leider nicht vorhanden. Das hat mich sehr geärgert, denn in dieser Geschichte treffen Dr.Watson und Sherlock Holmes zum allerersten Mal aufeinander…wäre es da nicht eigentlich besonders sinnvoll, diese Geschichte mit in das Werk zu tun? So habe ich also noch vor dem Erscheinungstermin den Anacondaverlag kontaktiert, welche mir gesagt hätten, dass die Geschichte sehr wohl in dem Werk enthalten wäre. Nun. Ist sie nicht. Weder unter dem Namen „Eine Studie in Scharlachrot“ noch unter irgendeinem anderen Namen. Schade, schade. Gerade diese eine fehlende Geschichte macht für mich das Buch unvollständig. Trotz des kleinen Mankos kommt man als Holmesliebhaber einfach nicht um dieses Buch herum. Insgesamt ein sehr schönes Sammelwerk, das ich gerne weiterempfehle.
  15. Cover des Buches Der Fall der verhängnisvollen Blumen (ISBN: 9783957286277)
    Nancy Springer

    Der Fall der verhängnisvollen Blumen

     (35)
    Aktuelle Rezension von: MichelleStorytelling

    Rezension

    Der dritte Band der ‘Enola Holmes‘-Reihe beginnt damit, dass Enola durch die Zeitung vom Verschwinden des allseits bekannten Dr. Watsons erfährt. Im vorherigen Band ist sie ihm bereits als Miss Meshle gegenübergetreten und Enola hat ihn positiv in Erinnerung – zumal sie auch weiß, dass ihn und ihren Bruder Sherlock eine Freundschaft verbindet. Aus diesen Gründen besucht sie Dr. Watsons Frau – selbstverständlich in einer vollkommen anderen Verkleidung als jemals zuvor. Mrs. Watson hat bereits einige Blumensträuße von verschiedenen Kunden ihres Mannes erhalten, die alle bestürzt darüber sind, was sie in den Zeitungsartikeln erfahren haben. Doch einer dieser Blumensträuße fällt ihr ganz besonders auf… Könnte es sein, dass Enola die Sprache der Blumen nicht nur zur Kommunikation mit ihrer Mutter, sondern auch für die Lösung eines Falles verwenden kann?


    Über diese Figuren möchte ich etwas sagen

    Enola – ich mochte in diesem Band sehr gerne, dass sie über ihren Schatten gesprungen und für die Lösung des Falles – auf die ein oder andere Weise – auch ihre Brüder mit ins Boot geholt hat. Obwohl sie von den beiden noch immer nicht gefunden werden will, riskiert sie jedes Mal aufs Neue, erwischt zu werden. 

    Sherlock und Mycroft – die beiden wollen es mit Sicherheit nicht zugeben, aber so langsam habe ich das Gefühl, dass sie – trotz der vielen Differenzen mit Enola – auch ein bisschen stolz auf ihre kleine Schwester und ihre Cleverness sind. Ich hoffe sehr, dass wir im nächsten Band noch ein paar weitere Interaktionen zwischen den Holmes-Geschwistern erleben dürfen.


    Das ist mein persönliches Lieblingszitat

    Ich wage zu behaupten, dass ich meinem Bruder Sherlock nicht nur der Nase nach ähnelte. Offenbar brauchte ich, ganz wie er, ab und an einen kleinen dramatischen Auftritt.“ – Enola Holmes (Der Fall der verhängnisvollen Blumen), Seite 147


    Habt ihr Enola Holmes – Der Fall der verhängnisvollen Blumen bereits gelesen?

    Wenn ja, was haltet ihr von dieser Fortsetzung?

    Wenn nicht, ist es schon auf eurer Lese-Liste?


    Bis bald!

    Michelle :)

  16. Cover des Buches Die Welt des Sherlock Holmes (ISBN: 9783650400314)
    Maria Fleischhack

    Die Welt des Sherlock Holmes

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Deerstalker, Pfeife, Lupe, markante Nase und Kinn, karierter Inverness-Mantel - für wen sind all jene Utensilien charakteristisch? Darauf gibt es nur eine Antwort: Sherlock Holmes, den größten Meisterdetektiv aller Zeiten. Überall auf der Welt sind die geniale Spürnase und sein treuer Begleiter Dr. Watson bekannt und das nicht nur durch die Originalgeschichten von Arthur Conan Doyle sondern auch durch die vielen Adaptionen in Film und Fernsehen. Doch was verbirgt sich hinter dem Namen Sherlock Holmes? Gibt es womöglich sogar ein historisches Vorbild oder ist seine Person komplett frei erfunden? Wie schafft er es, die kompliziertesten Fälle zu lösen und kann er sich auch mal irren? Dieses Buch beantwortet all diese Fragen und noch viele mehr auf interessante und unterhaltsame Art und Weise.

    "Die Welt des Sherlock Holmes" ist ein informatives Nachschlagewerk von Maria Fleischhack über den Meisterdetektiv persönlich und bekommt von mir fünf Sterne. In diesem Buch erfährt man alles, was das Herz von Sherlock Holmes Fans begehrt: So lernt man den Autor Arthur Conan Doyle und sein Spiel mit den Lesern näher kennen, erfährt die historischen Hintergründe der wichtigsten Figuren der Geschichten und bekommt einen Überblick über die Fälle von Sherlock Holmes. Sehr interessant ist auch das letzte Kapitel, das die "Eroberung der Welt" durch Sherlock Holmes behandelt, in dem ausführlich über den Meisterdetektiv in zahlreichen Pastiches, Satiren, Parodien und jenseits der Bücher, also auf der Bühne, im Radio und in Kino & Fernsehen erzählt wird. Maria Fleischhack veranschaulicht ihre Erklärungen stets mit den entsprechenden Textstellen aus den Originalwerken, sodass man diese besser verstehen kann. Besonders gut hat mir die Beschreibung der historischen Hintergründe und der Einflüsse, die Sherlock Holmes und die anderen Figuren zu den Persönlichkeiten machen, die wir heute kennen, gefallen, denn es wirft nochmal ein neues Licht auf den Detektiv. Auch der Überblick über die 60 Fälle von Sherlock Holmes ist sehr gelungen und es hat mir während des Lesens ständig in den Fingern gejuckt, die Originalgeschichten zu lesen. Was ich an diesem Kapitel bemerkenswert fand, ist die sprachliche Gestaltung, denn es handelt sich hierbei eigentlich um eine Aufzählung, was aber durch die Sprachgewandtheit Maria Fleischhacks kaum bzw. gar nicht mehr auffällt. Es ist wirklich bewundernswert, wie sie die Fälle zusammengefasst hat, dabei zwar alle wichtigen Informationen nennt, aber stets auf die Auflösung verzichtet. Abgerundet wird dieses Buch schließlich durch einen tabellarischen Überblick aller Geschichten über Sherlock Holmes von Arthur Conan Doyle, sodass man die genaue Reihenfolge der Erzählungen vor Augen hat. Insgesamt ist "Die Welt des Sherlock Holmes" ein gelungenes Buch über den Meisterdetektiv, wobei ich nochmals betonen muss, dass es sich eher um ein Nachschlagewerk als um eine leichte Lektüre für zwischendurch handelt.

  17. Cover des Buches A Study in Scarlet (ISBN: 9780062293756)
    Arthur Conan Doyle

    A Study in Scarlet

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Weltentraeumerin
    In dem Buch geht es im Wesentlichen darum, dass Sherlock Holmes und Dr. Watson sich kennenlernen, nachdem beide ein WG-Zimmer suchen. Sie ziehen zusammen und der dank des Krieges von sehr schwacher Gesundheit geprägte Watson bekommt mit, wie sein Mitbewohner ein Verbrechen löst. Dieses wiederum stellt eine gefundene Leiche in einem verlassenen Haus dar, mit einem in Blut geschmiertem Wort an der Wand.

    Ich war überrascht davon, wie angenehm zu lesen der Schreibstil ist. Klar, er ist altmodisch, schließlich ist das Buch schon 1887 erschienen, aber er ließ sich erstaunlich flüssig lesen.
    Generell habe ich das Buch, das in meiner Ausgabe auch nur etwa 160 Seiten umfasst, als eher kurzweilig empfunden. Es ist nicht lang, und dann ist es auch noch in zwei Stories aufgesplittet, sodass die Auflösung früher kommt als erwartet. Nach der eigentlichen Geschichte folgt nämlich nochmal die Hintergrundgeschichte zu dem Verbrechen, was ich teilweise als ein wenig redundant empfunden habe, was an sich aber auch ganz interessant sein kann.

    Watson ist an sich kein wirklich aktiver Charakter in diesem Buch. Er ist der Erzähler, aber ansonsten trägt er auch dank seines schwachen Zustands recht wenig zu dem Geschehen bin. Handeln tut eher Sherlock. Das Sherlock'sche Vorgehen ist dabei natürlich sehr unterhaltsam. Obwohl ich versuchte, mitzurätseln, gelang mir das nicht, auch weil essenzielle Details überhaupt erst am Ende enthüllt werden, sodass das eigentlich gar nicht so wirklich möglich ist.

  18. Cover des Buches Sherlock 2 (ISBN: 9783551728852)
    Jay.

    Sherlock 2

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Louise_Sountoulidis

    „Der blinde Banker“ ist der zweite Band der Manga-Reihe um das weltberühmte Detektiv-Duo aus der Feder von Jay Kristoff, Steven Moffat und Mark Gatiss. Bin ich hier besser mit der Lesetechnik zurechtgekommen und konnte mich der neue Fall für Sherlock Holmes und Dr. Watson in seinen Bann ziehen?

    Intro:

    Nachdem ich Band 1 im Juni während meiner krankheitsbedingten Bettruhe gelesen und mich an die Art und Weise, wie man einen Manga liest, gewöhnt hatte, griff ich direkt zum Folgeband „Der blinde Banker“. Vielleicht, so dachte ich, würde die Sache besser flutschen, wenn ich nahtlos bei den Comics bleibe. Eventuell müsste ich mich dann nicht wieder neu daran gewöhnen, dem richtigen Bild für die korrekte und damit inhaltlich sinnvolle Reihenfolge zu folgen. Dieser Entschluss war gut und richtig. Dieses Mal bin ich sofort in der Geschichte angekommen und hatte viel mehr Spaß beim Lesen.

    Doch so ganz glücklich bin ich mit meinem, aus bisher zwei Büchern bestehenden, Ausflug in die moderne Welt von Sherlock Holmes und Dr. Watson nicht geworden. Wenn man sich so im Netz umschaut, sind viele mit den Büchern zufrieden, spiegeln sie wohl die BBC-Serie sehr gut und sorgen so für eine andere Art des Weitergenießens bei Kennern dieser Reihe. Aber ich habe sie nicht gesehen und glaube auch nicht, dass sich daran etwas ändern wird, denn ich bin eine treue Verehrerin, die ihre Liebe nun mal an die altehrwürdigen Herren des 18. Jahrhunderts gehängt hat. So bleibt es dann halt nicht aus, dass ich das Alte zu sehr mit dem Neuen vergleiche und eben auch die Diskrepanzen sehe. Das mindert leider meinen Lesegenuss und letztlich auch die Lust auf eine längerfristige Reise…

    Zur Handlung:

    „Der blinde Banker“ ist Band 2 der auf der BBC-Serie basierenden Manga-Reihe.

    Sebastian Wilkes ist erfolgreicher Investmentbanker. Als eines Nachts Unbekannte in dessen Bank einbrechen, beauftragt er seinen ehemaligen Studienfreund Sherlock mit den Ermittlungen, welcher seinen neuen Mitbewohner Dr. Watson im Schlepptau hat. Die Täter haben ein Gemälde verschandelt und seltsame Zeichen hinterlassen, verschwinden jedoch seltsamerweise ohne etwas gestohlen zu haben.

    Die Recherchen laufen gerader erst an, da stolpern die Beiden über einen toten Börsenmakler, dessen Ableben ganz nach Selbstmord aussieht. Doch warum sollte sich der Mann das Leben genommen haben? Und was hat es mit diesen fragwürdigen Symbolen auf sich, die Sherlock und Watson während der weiteren Ermittlungen immer wieder begegnen? Inwieweit können sie zur Lösung des Falles beitragen und wohin werden sie sie letztendlich führen? Sie müssen sich beeilen, denn die Täter sind skrupellos und es drohen weitere Opfer…

    Hinweis:

    Ebenso wie sein Vorgänger ist auch „Der blinde Banker“ grundsätzlich unabhängig von den anderen Bänden lesbar, da der Manga aus Sicht des zu lösenden Kriminalfalls in sich abgeschlossen ist. Ich würde jedem Leser*in jedoch raten, die Reihenfolge einzuhalten, da die Bücher in Bezug auf das Leben und die Figurenentwicklung des Detektiv-Duos aufeinander aufbauen.

    Die Figuren:

    Die Charaktere wurden trotz der Kürze der Geschichte lebendig gezeichnet und ich gewöhnte mich etwas mehr an das neuartige Äußere der Protagonisten. Hier war es sicher zuträglich, dass ich die beiden ersten Bände der Reihe direkt hintereinander gelesen habe. Meinen Wunsch nach dem ursprünglichen Aussehen mit Frack, Zylinder, Gehstock und Pfeife kann ich dennoch nicht ganz absprechen.

    Sherlock Holmes ist ein brillanter Analyst, der den Fokus stets auf das Wesentliche zu setzen vermag und so Zusammenhänge wahrnimmt, die Anderen verborgen bleiben. Seinem Umfeld mag er sonderbar erscheinen, können sie seiner Auffassungs-und Kombinationsgabe doch oft nicht folgen, weshalb sich die nötigen Verknüpfungen ihnen nicht erschließen. Zusätzlich wirkt er mit seinem Mangel an Sozialkompetenz skurril, forsch und empathielos. Doch wie ich bereits in meiner Rezension zu Band 1 angemerkt habe, ist dies gar nicht sein Bestreben. Für Holmes sind diese zwischenmenschlichen Emotionen und Belange einfach nur unwichtig, irreführend und ablenkend. Diese Charakterzüge finde ich in der Mangaversion recht gut gezeichnet wieder. Jedoch wirkt er hier in seinem Gemüt ausgeglichener als in der Ursprungsdarstellung. Mir fehlen weiterhin die für das einzigartige Genie so typischen wankelmütigen Wesenszüge. Ich vermisse den Holmes, der ständig zwischen übereifrigen, schlaflosen Phasen während eines zu ermittelnden Falles und tief grübelnden, depressiven Episoden schwankt, wenn er gerade keinen zu bearbeitenden Fall hat und seinem Geist das so notwendige Futter fehlt. Dieser extreme Wechsel von ausgesprochen manischen zu schwer lethargischen Phasen machen einen Großteil des Charakters von Holmes aus und sind Sinnbild für den labilen Gemütszustand und seinen gleichzeitig extrem hohen Intellekt.

    Dr. Watson ist ein ruhiger Charakter und der passende Gegenpart zu Holmes. Er hat allerdings noch immer Probleme, nach seinem Dienst als Militärarzt im Nahen Osten in den Alltag zurückzufinden. Selbst die gewöhnlichsten Dinge wie das Einkaufen bringen ihn an seine Grenzen. Außerdem ist er sinnbildlich der Vertreter der allgemeinen Menschheit, denn Watson ist zwar intelligent und hat Medizin studiert, dennoch fehlt ihm die spezielle Auffassungsgabe zur Kombination kleinster Details ebenso wie allen anderen Mitmenschen auch, was Holmes` Fähigkeiten zusätzlich verdeutlicht. Zudem strebt er, ganz im Gegensatz zu seinem eigentümlichen Mitbewohner, nach einem normalen gesellschaftlichen und sozialen Leben. Die Zeichnung von Dr. Watson ist mir etwas zu düster geraten. Er wirkt auf mich missmutiger und frustrierter  als in der Ursprungsversion. Da ist er eigentlich der beständige, aufmunternde Part des Duos und ein haltgebender Anker für Holmes, welcher in seinen finstersten Gemütsphasen so manches Mal in Opiumhöhlen versinkt. Auch vermisse ich Watsons Bewunderung für Holmes` Können  und das große Interesse an dessen faszinierenden Gedankengängen und besonderer Kombinationsgabe.

    Die Nebenfiguren wurden in ihren jeweiligen Positionen schön lebendig gezeichnet und fügen sich gut in die Handlung ein.

    Der Schreibstil:

    Wie schon in der Rezension zu Band 1 beschrieben, kann man aufgrund des „Manga-Aufbaus“ hinsichtlich des Schreibstils wenig sagen, da die Textmenge für eine genauere Analyse zu wenig hergibt. Die gesamte Geschichte lebt primär durch die Bilder und wird durch einzelne Worte oder Sätze ergänzt.

    Die Zeichnungen haben mir hier in Band 2 deutlich besser gefallen. Sie waren irgendwie klarer gezeichnet, sodass ich inhaltlich richtig gut folgen konnte und nicht ins Stocken geriet.

    Die Handlung ist in sich schlüssig, leicht verständlich und man kann dem roten Faden gut folgen, sodass letztendlich keine Fragen offen bleiben.                                                           

    Die Story ist richtig schön fesselnd und die Jagd nach dem Objekt der Begierde action-und wendungsreich.                                                                                                                                                                                                                                                                                                    Atmosphärisch konnte mich „Der blinde Banker“ mehr erreichen als sein Vorgänger, auch wenn es für mich weiterhin detektivisch düsterer sein dürfte. Ich kann mich hier nur schwer von den dunklen Gassen des alten Londons mit dem nass glänzenden Kopfsteinpflaster und den großen englischen Herrenhäusern trennen, um mich in eine neumodische Welt aus Gebäuden mit Glasfassade hineinzufinden, welche im Vergleich zu hell auf mich wirkt.

    Fazit:

    „Der blinde Banker“ ist ein kurzweiliger, rasanter und spannender Fall für das berühmteste Detektiv-Duo Sherlock Holmes und Dr. Watson. Er ist frisch und modern, lässt aber gleichzeitig einige Eigenheiten der Ursprungscharaktere wiedererkennen.

    Eigenständig betrachtet kann man mit den Mangas um das Detektiv-Duo wirklich viel Freude haben, doch meine Verbindung zu den Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle ist zu ausgeprägt. Ich komme nach wie vor nicht umhin, mich nach meinen geliebten Frack- und Zylinder tragenden Herren des düsteren und nebligen Londons aus dem 18. Jahrhundert zu sehnen. An ihren einzigartigen Charakteren, der besonderen freundschaftlichen Verbindung und dem speziellen Setting hängt einfach mein Herz, weshalb ich die Comicadaption aus jetziger Sicht nicht weiterverfolgen werde.

  19. Cover des Buches Die Buchspringer (ISBN: 9783743204812)
    Mechthild Gläser

    Die Buchspringer

     (649)
    Aktuelle Rezension von: Tigerlilly94

    "Die Buchspringer" von Mechthild Gläser ist einfach bezaubernd und hat alles, was eine tolle Jugendfantasy-Geschichte braucht. Fantasie, Abenteuer und einen Hauch Liebe. Besonders finde ich die Sprünge in bekannte Geschichten, die diesen auf ganz neue Art wieder Leben einhauchen. Ich habe das Buch durchgesuchtet und liebe es sehr!

  20. Cover des Buches Benedict Cumberbatch Reads Sherlock Holmes' Rediscovered Railway Mysteries: Four original short stories (BBC) (ISBN: 9781785291579)
    John Taylor

    Benedict Cumberbatch Reads Sherlock Holmes' Rediscovered Railway Mysteries: Four original short stories (BBC)

     (22)
    Aktuelle Rezension von: franzzi
    Die jüngsten Interview-Ankündigungen von Martin Freeman machen wenig Hoffnung: Die vierte Staffel von BBC-Sherlock wird (zumindest vorerst) wohl auch die letzte sein. Auf die Wiedersehensfreude zum Jahresstart folgte die Wehmut. Schließlich gelang der Serie der Coup, die geliebten Sherlock-Holmes-Abenteuer aus Arthur Conan Doyles Feder glaubwürdig und gleichzeitig authentisch in die Jetzt-Zeit zu zaubern - und damit, wieder einmal, einen Hype um einen der ersten Detektive der Literaturgeschichte auszulösen. 


    Glücklicherweise schenkt uns die BBC gegen den Post-Sherlock-Blues ein Hörbuch, das gleich ein doppeltes Glück ist. Denn zum Einen gibt es vier wunderbar kurzweilige Short Stories aus der Feder von John Taylor, die so behutsam und präzise die Originale adaptieren, dass Arthur Conan Doyle wiederauferstanden scheint. Zum anderen liest sie niemand Geringerer vor als Benedict Cumberbatch himself. Wobei lesen ziemlich untertrieben ist: Cumberbatch haucht den Kurzgeschichten mit ihrem Gewusel an Protagonisten und Sprechern Leben ein. Scheinbar mühelos wechselt er Stimmfarbe und Akzente. Cumberbatchs brummender Säuselbass ist schon lange kein Geheimtipp mehr, Filme, in denen er mitspielt, deswegen schon prinzipiell im Originalton eine besondere Freude. 


    In den "Rediscovered Railway Mysteries" ist das nicht anders - und mitunter vergisst man als Hörer, dass der Film nur vor dem inneren Auge abläuft. Okay, anfangs holpert es vielleicht ein bisschen im Hirn, weil die Stimmerkennung verwirrt ist: Denn da erzählt DIE Stimme von Sherlock plötzlich vom Meisterdetektiv in der dritten Person. Denn da Taylor sich an Stil und Erzählton der Originalabenteuer orientiert, erzählt der treue Holmes-Begleiter Dr. Watson die Geschichten. Er ist es, dem Cumberbatch hauptsächlich seine Stimme leiht. Doch der ersten kurzen Verwirrung folgt kurzweilige Unterhaltung. Einmal stellt Holmes seinen Gefährten unter Hausarrest, einmal gilt es das Rätsel um verschwundenes Gold in einem bewachten Zug zu lösen. Dann wiederum verschwindet ein wertvolles Relikt aus einer Kirche. Und auf dem Land wird ein Mann für den Mord an seinem Widersacher festgenommen - obwohl er zur Tatzeit gerade im Zug nach London saß. 


    Die Fälle selbst sind weder besonders akribisch und clever konstruiert, noch sind sie immer logisch aufgelöst. Das macht aber fast gar nichts, denn das, was Vorlagenschreiber Taylor bei den Kriminalfällen eher mäßig gelingt, schafft er in Sachen Dialoge und Atmosphäre umso mehr. Dass er dabei auch noch den Ton der Klassiker trifft und dem Kultduo witzige wie authentische Wortwechsel andichtet, freut vor allem die Traditionalisten unter den Holmesianern. Dass die BBC Cumberbatch als Vorleser und Erlebbarmacher gewinnen konnte, steigert das Hörvergnügen zusätzlich. Geschichten, die aus dem schier unendlichen Quell neuer Holmes-Pastiches herausragen. Ein Glücksfall. Zum Hören und Immerwiederhören. 
  21. Cover des Buches Spiele-Comic Krimi: Sherlock Holmes 01(Hardcover) (ISBN: 9783957891006)

    Spiele-Comic Krimi: Sherlock Holmes 01(Hardcover)

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Ellen_Lang

    In diesem Comic wird man selbst zum Detektiv und kann einiges über die Fälle selbst herausfinden. Entweder man schlüpft in die Rolle von Sherlock Holmes oder in die von John Watson. Man kann selbst Entscheidungen treffen und kommt somit im jeweiligen Fall weiter. Auch scheinen die Fälle miteinander zusammen zu hängen. Je nachdem welche Entscheidung man trifft, kann man den Fall lösen oder nicht.

    Diese Art von Spiel hat mich schon immer fasziniert. Doch die Gestaltung als Comic macht es das Spiel noch lebendiger. Ich konnte sehr gut in die Geschichten eintauchen und hatte sehr viel Spaß damit in den Fällen zu rätseln und die kniffligen Aufgaben zu lösen. Leider konnte ich die Fälle auf den ersten Versuch nicht lösen. Aber das macht das Buch umso interessanter, da ich mir die Fälle nochmal von vorne anschauen kann und rätseln kann, was ich beim ersten Mal übersehen habe.

    Ich freue mich auf weitere Spiele-Comics und bin jetzt schon süchtig danach. Viel Spaß beim Rätseln.

  22. Cover des Buches Young Sherlock Holmes (ISBN: 9783596193004)
    Andrew Lane

    Young Sherlock Holmes

     (358)
    Aktuelle Rezension von: DottiRappel

    Sehr schönes Buch, das vor allem denen gefällt, die noch nicht so viel mit Sherlock Holmes zu tun hatten, da man dann ohne große Erwartungen in das Buch abtauchen kann und nicht enttäuscht wird. Ich fand nämlich, dass Sherlock manchmal eine etwas zu lange Leitung hatte, aber das hat sich im Laufe des Buches gebessert. Im Großen und Ganzen ein lesenswertes Buch!

  23. Cover des Buches Das Tal der Angst (ISBN: 9783738618457)
    Arthur Conan Doyle

    Das Tal der Angst

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hier geht's zur vollständigen Rezension auf meinem Blog.


    Rezension

    Kann Spoiler bezüglich der ersten sechs Teile enthalten!


    Von allen Sherlock Holmes Büchern, die ich bisher gelesen habe, hat mich dieses hier wohl am meisten enttäuscht. Es ist in zwei Abschnitte aufgeteilt: Zunächst werden die Ermittlungen im aktuellen Mordfall in England geschildert. Im Anschluss daran erfolgt eine Rückblende, in der die 20 Jahre zurückliegenden Hintergründe des Falls ausführlich beschrieben werden. In beiden Abschnitten gab es etwas, das mir gefallen hat, aber der Großteil der Geschichte hat mich nicht begeistern können.


    Der erste Abschnitt mit den Mordermittlungen ist eine klassische Holmes-Geschichte. Die Polizei ist mit einem Fall überfordert und bittet Holmes daher um Mithilfe. Erstaunlich erfrischend fand ich es hierbei, dass die Polizisten selbst intelligent und fähig sind, aber schlichtweg anerkennen, dass sie in diesem Fall an ihre Grenzen stoßen. Das ist auf jeden Fall mal eine Abwechslung zu den üblichen unterbelichteten Polizisten, die Holmes vorführt.

    Auch die brillanten Deduktionen und Schlussfolgerungen haben mir wieder gefallen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie Holmes mit Nichts anfängt und am Ende eine ganze Reihe von Beweisen in der Hand hält. Tatsächlich ist das der Punkt, den ich an diesem Fall am spannendsten fand: Welche Details Holmes so lange weiterspinnt, bis ihm sich daraus die Lösung präsentiert.

    Wirklich zum Mitdenken angeregt hat mich dieser Fall nämlich leider nicht, weil ich ihn wieder relativ schnell durchschaut habe. Doyle verwendet mehrere Bausteine, die ich schon aus seinen anderen Bücher kannte, sodass es für mich kein Rätsel darstellte. Dass er seine eigenen Ideen hier recycelt, fand ich sehr schade. Die Herleitungen von Holmes fand ich auch diesmal wieder unterhaltsam, spannend war der Fall aber nicht.


    Noch weniger gefallen hat mir der zweite Abschnitt mit der Rückblende. Darin tauchen Holmes und Dr. Watson gar nicht auf, weil es um die Hintergründe des Mordfalls geht. Dementsprechend handelt es sich dabei um eine reine Erzählung ohne Rätsel-Charakter. Da Doyle außerdem wirklich sehr weit ausholt in seiner Erklärung, war dieser Abschnitt ziemlich langatmig.

    Hinzu kommt, dass eine Menge Charaktere auftauchen in dieser Rückblende, ich sie aber bis auf eine Ausnahme, die leider nur dreimal auftaucht, absolut unsympathisch fand. Gerade der Erzähler ist so arrogant und asozial, dass ich das Buch, wenn es mit der Rückblende angefangen hätte, garantiert abgebrochen hätte. Ich lese wahnsinnig ungern Geschichten, in denen ich den Protagonisten nicht leiden kann.

    Hätte ich das Buch abgebrochen, wäre mir der beste Teil allerdings entgangen, denn das Ende hat mich wirklich umgehauen. Doyle hat mich richtig extrem an der Nase herumgeführt, sodass die Auflösung der Rückblende mich echt überraschen konnte. Ich kann nicht näher darauf eingehen, ohne zu spoilern, aber ich kann sagen, dass es wirklich richtig gut gemacht war und ich mir diesen erzählerischen Trick auf jeden Fall merken werde. Außerdem macht dieses Ende zum Teil die langatmigen, anstrengenden Seiten zuvor wieder gut.


    Fazit

    Ich fand die ersten 95% dieses Buches vorhersehbar, langatmig und enttäuschend, die letzten 5% dafür aber richtig genial. Die Enthüllung am Ende der Rückblende hat mich vollkommen überrascht, weil ich richtig an der Nase herumgeführt wurde. Der Rest der Rückblende war leider sehr langatmig, zu ausschweifend und voller unsympathischer Figuren. Der tatsächliche Fall konnte mich auch nicht überzeugen, weil Holmes Deduktionen zwar wieder unterhaltsam waren, Doyle aber seine eigenen Ideen recycelt, sodass ich viel vorhersehen konnte. „Das Tal der Angst“ hat mich von allem Holmes-Büchern bisher am meisten enttäuscht und bekommt leider nur zwei Schreibfedern.

  24. Cover des Buches Calliope (ISBN: B00UAO62AI)
    Maria.C. Brosseit

    Calliope

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Sabsy77

    Es ist mal wieder eine richtig tolle Geschichte!
    In der Geschichte um Callie und Nathan erwartet euch Witz, Spannung und auch exotische Szenen. Ich habe mich lange nicht mehr so amüsiert beim lesen!
    Man muss die beiden Protagonisten einfach lieben, da jeder auf seine Art und Weise fantastisch ist.
    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sie fesselt einen, mit ihrer Art zu schreiben.
    Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt zur Geschichte.
    Wer eine herrlich erfrischende Geschichte lesen möchte , dem kann ich dieses Buch empfehlen!
    Ich freue mich schon auf den nächsten Teil!

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