Bücher mit dem Tag "sergej lukianenko"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sergej lukianenko" gekennzeichnet haben.

22 Bücher

  1. Cover des Buches Wächter der Nacht (ISBN: 9783453316188)
    Sergej Lukianenko

    Wächter der Nacht

     (953)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Bereits länger bin ich um die Wächterreihe herumgeschlichen. Jetzt ergab sich endlich die Gelegenheit Wächter der Nacht zu lesen und ich muss sagen, ich bin begeistert.

    Dem Autor gelingt es gekonnt Vampire, Magier, Hexen, Zauberer, Tierwesen und vieles mehr in unserer realen Welt anzusiedeln. Hauptschauplatz ist in diesem Fall Moskau und der Fokus liegt auf der Nachtwache. Jene Lichten, wie sie genannt werden, sind dafür zuständig die Wesen der Nacht zu kontrollieren und ihr Verhalten wenn nötig im Zaum zu halten.

    Gleich zu beginn bekommt es der Hauptprotagonist Anton mit einer zunächst unscheinbaren Frau und einem Jungen zu tun. Beides mag auf den ersten Blick keinen Zusammenhang  besitzen, entwickelt sich jedoch im weiteren Verlauf der Geschichte zu einem immer wiederkehrenden Knoten, der vom Autor nur mit ganz leichten Unterbrechungen ausgeschmückt wird.

    Was man jedoch auch sagen muss ist, dass die Gedankengänge der Figuren oftmals sprunghaft von Statten gehen. Manchmal auch fürs Lesen schlicht zu schnell und so dauert es doch auch, bis man hinter die eigentlichen Beweggründe der Wächter der Nacht und ihrem Chef kommt. Zeitgleich verleitet es genau darum beständig weiterzulesen, da man auf viele offene Fragen eine Antwort erhalten will und sie nach und nach präsentiert bekommt.


    Fazit: In diesem Buch tummeln sich die verschiedensten Wesen angefangen beim klassischen Vampir bishin zur Hexe. Man findet recht schnell seine Lieblinge und ist gespannt darauf, wie es im Storyverlauf weitergeht.

  2. Cover des Buches Die letzten Wächter (ISBN: 9783453314979)
    Sergej Lukianenko

    Die letzten Wächter

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Hathor
    Inhalt
    Eine einzigartige Mischung aus Horror und Fantasy

    Von Tausenden Fantasy-Fans sehnsüchtig erwartet, legt Bestsellerautor Sergej Lukianenko mit »Die letzten Wächter« nun endlich das atemberaubende Finale zu seiner Wächter-Serie vor, der legendären Saga um die »Anderen« – Vampire, Hexen, Magier, Gestaltwandler –, die seit Jahrhunderten unerkannt in unserer Mitte leben. Längst ist der fragile Waffenstillstand zwischen den Mächten des Lichts und der Dunkelheit nichtig geworden, und auf den Straßen herrscht offener Krieg. Als die Stunde der finalen Schlacht gekommen ist, entscheidet sich das Schicksal der Welt endgültig.

    Meine Meinung
    Wie auch in den 5 Bänden der Wächter-Reihe vorab hat es Sergej Lukianenko geschafft, mich bis zur letzten Seite seines sechsten Bandes in seinen Bann zu ziehen.
    Er hat alte Bekannte, sowie auch neue Charaktere in sein letztes Buch zusammengeführt, um einen finalen Showdown zu inszenieren.
    Antons Tochter Nadja, die inzwischen zu einer 14 jährigen Jugendlichen heran gewachsen ist, zeigt dem Leser, dass auch Protagonisten mit ihren pubertierenden Kindern die gleichen Probleme haben. Anton bleibt weiterhin der Protagonist, aber seine Tochter taucht immer wieder auf und unterstützt ihren Vater.
    Mehr möchte ich zum Inhalt nicht schreiben, denn jedem soll die gleiche Spannung wie mir beim Lesen erhalten bleiben. Nur eines möchte ich noch schreiben, dass der Leser das Gefühl bekommt, als wenn alle Cliffhanger der ersten 5 Bände nun zusammengeführt werden und der Autor es vom Anfang an geplant hatte.

    Fazit Die Charaktere, als auch die Geschichte waren ein wenig flacher, als in den Bänden zuvor, aber trotzdem ein großes Lob an den Autor, dem ein gutes Ende seiner Reihe geglückt ist.

    4 / 5 Sternen
    von Danny
  3. Cover des Buches Trix Solier - Zauberlehrling voller Fehl und Adel (ISBN: 9783407743343)
    Sergej Lukianenko

    Trix Solier - Zauberlehrling voller Fehl und Adel

     (150)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Durch Zufall in der örtlichen Bücherei gefunden, zog mich das Cover des ersten „Trix Solier“-Bandes fast schon magisch an. Die Illustrationen waren einfach nur wunderschön erstellt und ergaben spätestens beim Lesen auch Sinn. Alle Personen oder Wesen waren nämlich im Buch zu finden, weswegen ich beim Lesen, mir gerne noch einmal das Cover ansah. Aber auch die dekorativen Elemente waren toll platziert und ergaben zusammen mit den illustrierten Personen ein wunderschönes Gesamtbild. 


     


    Bei der Kurzbeschreibung war ich allerdings erst skeptisch, da es doch sehr nach klang, als dürfte ich die weinerliche Geschichte eines verwöhnten Adeligen lesen, der seinem Vermögen hinterher rennt. Da aber auch von Magie die Rede war, wollte ich dem Buch eine Chance geben, welche ich nicht bereut habe.


     


    Natürlich begann das Buch trotzdem mit der Geschichte des adeligen Trix Solier, welcher aufgrund einer Verschwörung alles verliert und  der am königlichen Hof sein Hab und Gut wiederhaben möchte. Doch in der Zeit bis der junge Trix sein Ziel erreichte, lernte er nicht nur verschiedene Personen und Zauberwesen kennen, sondern zeigte selbst die Fähigkeit ein Magier zu werden. Ein Glück, das er einen Zaubermeister trifft, der ihn doch glatt in die Lehre nimmt. 


     


    Was anfangs noch sehr hochtrabend klang und  sich überhaupt nicht wie ein Fantasyroman anfühlte, mauserte sich aber immer mehr zu einer unterhaltsamen Geschichte, in der viele tolle Ideen steckten. Besonders die Charaktere hatten es mir angetan, da sie außergewöhnliche Persönlichkeiten aufwiesen und dabei einen tollen Humor an den Tag legten. Das Trix z.B. eigentlich ein Adeliger war ließ er nur in Momenten durchblicken, an denen es auch nötig war. Ansonsten zog er als höflicher junger Mann durch das Land, welcher nun auch noch lernte, wie das wirkliche Leben aussah. 


     


    Einen magischen Aspekt des Buches möchte ich dann aber doch noch anmerken. Wer des Öfteren Bücher mit Zauberern liest, der weiß, dass es entweder einen kurzen Zauberspruch ála „Abrakadabra“ oder eben eine etwas längere Beschwörungsformel gibt. Doch was ist, wenn man dies miteinander verbindet? In der Welt von Trix Solier, musste ein Zauberer den gewünschten Gegenstand mit wohlklingenden Wörtern beschreiben, wobei die Länge des Zauberspruchs auch noch die Qualität festlegte. Unterhaltsam und spannend, da sich hier ordentlich Mühe gegeben werden musste.


     


    Das Ende setzte dem Ganzen dann doch tatsächlich noch das Krönchen auf und überraschte mich mit einer Wendung, die ich so nicht erwartet hatte. Alles zusammen sorgte schließlich dafür das ich mich jetzt schon auf den Nachfolger freue. 




    Anfangs etwas schleppend, mauserte sich Trix Solier und seine Welt zu einem kleinen Lesehighlight, das mich mit magischen und unterhaltsamen Momenten überraschte. Doch auch das Cover zieht immer noch meine Blicke auf sich, da es die wundervollen Charaktere des Buches aufzeigte und dazu auch noch wunderschön illustriert wurde. Ein echter Hingucker!

  4. Cover des Buches Wächter des Morgen (ISBN: 9783453314115)
    Sergej Lukianenko

    Wächter des Morgen

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Verrain
    Wer den 5. Wächter Roman liest, ist offenbar bereits vertraut mit Lukianenko, sparen wir uns also die Verweise auf seine allgemeinen Stärken (als ein Beispiel von vielen: die authentische Charakterentwicklung im Laufe der Story geprägt durch seine Tätigkeit als Psychiater) und die allgemeine Stärke der Wächterreihe (genügend in den Vorgängerrezessionen geschehen).

    Das Faszinierendste an diesem Buch finde ich, dass als Inspirationsquelle für Namensgebung und Handlung scheinbar lediglich das Gedicht The Tyger von William Blake (* 28.11.1757, London; † 12.08.1827; englischer Dichter, Naturmystiker, Maler) diente. Eine kurze Recherche ergibt, das Blake angeblich über das 2. Gesicht verfügte und dass sich viele seiner Werke um Engel und Propheten drehten (Wortspiel ^^). Für die Wächterreihe, die eh sehr realitätsnah angesiedelt ist und damit nochmehr mit der Realität verwoben wird, sowie somit eine Illusion über das Buch hinaus schafft, natürlich wie geschaffen!

    Ging es im ersten Band um die Einführung der altruistisch veranlagten Lichten und dem Einführen der Vorstellung, dass auf jede lichte Einmischung (Intervention) in das Leben der Menschen auch eine dunkle des selben Grades folgen muss, so ging es im 2. Band um das Hinterleuchten der egoistisch veranlagten Dunklen. Im 3. und 4. Band wurde überzeugend aufgezeigt, dass beide trotz unterschiedlicher Motivation (Altruismus/Egoismus) durchaus auch die selben Ziele verfolgen können und das sich eigentlich jede Tat licht, sowie auch dunkel rechtfertigen lässt. Diese von Lukianenko geschaffene Umgebung hat sich natürlich stets hervorragend für Gesellschaftskritik angeboten und auch im 5. Band wurde Antons Ich-Perspektive wiedereinmal grandios eingesetzt um philosophische Monologe und Dialoge zu schaffen (sogar sehr massereich gegenüber der eigentlich Handlung) und Wächter-typische Themen wie die Frage nach Moral und der damit verbundenen Frage nach den politischen und gesellschaftlichen Systemen zu erfassen.

    Das Zwielicht im Tiger zu personifizieren sorgte auch für eine gänzlich neue Handlungsebene, es handelt sich beim 5. Band eben nicht nur um eine schnöde Fortsetzung bereits eingeführter Elemente, sondern um eine gelungene und würdige Weiterentwicklung des Wächteruniversums!
    Hier hat er sich mal wieder selbst übertroffen! 5/5 Sterne. Ein absolutes Muss und auf einem Level mit Tolkien und Lewis, wenn auch auf gänzlich andere Art und Weise.

    Mit jedem seiner Bücher und jeder seiner Reihen hat er ein gesellschaftskritischen oder moralkritischen Aspekt aufgearbeitet, diesen mit einer spannenden Handlung verknüpft, die er auch noch originell und meisterhaft erzählen kann. Bei ihm stimmt einfach alles, in soweit sind auch alle anderen Werke von ihm nur zu empfehlen :)
  5. Cover des Buches Wächter des Tages (ISBN: 9783453316195)
    Sergej Lukianenko

    Wächter des Tages

     (512)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Wie bereits beim ersten Band, unterteilt sich dieses Buch in drei einzelne Geschichten, die jedoch spätestens in der dritten wieder miteinander verknüpft werden. Auch Inhalte des ersten Buches werden neu beleuchtet, weshalb ein Quereinstieg in diese komplexe Geschichte aus Intrigen und strategischen, das Schicksal beeinflussenden Handlungen nicht empfehlenswert ist.

    Dieses Buch beschäftigt sich vermehrt mit den Dunklen. Magier, Hexen, Tierwesen und Vampire, die in der Tagwache ihren Dienst ableisten und das Gegengewicht zu den Lichten Wesen der Nachtwache bilden. Ein Gleichgewicht, das durch geschickte Schachzüge beider Seiten aus den Fugen zu geraten droht und nur von der regulativ eingreifenden Inquisition und der zwischenweltlichen Existenzebene des Zwielichtes wieder ins Lot gebracht werden kann. Spannend, intrigant, um Ecken gedacht, manchmal verwirrend und letztlich doch wieder schlüssig. Eine klasse Fortsetzung des ersten Teils und ebenso empfehlenswert.

  6. Cover des Buches Weltengänger (ISBN: 9783453529557)
    Sergej Lukianenko

    Weltengänger

     (207)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Von einem Tag auf den anderen beginnt die Existenz des Moskauers Kirill Maximow ausgelöscht zu werden. In seiner Wohnung lebt eine andere Frau, Eltern, Freunde und Arbeitskollegen erinnern sich nicht mehr an ihn. Über diverse Umwege beginnt er nun eine Zweitexistenz als Zöllner und Weltengänger.

     

    Selten fiel es mir so schwer wie bei dieser Rezension, sachlich zu bleiben. Denn im Grunde genommen ist „Weltengänger“ fast der Gipfel der nahezu unlesbaren Bücher.

    Wie Science Fiction oder Fantasy mutet das Ganze oftmals nicht an, eher wie die Lebensgeschichte einer Person, die stellenweise nicht ganz klar im Kopf scheint. Lukianenko lässt es sich nämlich nicht nehmen Kirills – oder doch eher seine? – Lebensweisheiten an den Anfang nahezu jedes Kapitels zu stellen. Dass er dabei zahlreiche Anspielungen auf Bücher, Autoren, Filme, etc. macht, die wohl russische Klassiker sind, hierzulande aber wohl niemand kennen dürfte – geschenkt, der Autor kommt nun mal aus der ehemaligen Sowjetunion. Aber: Niemand hat danach gefragt. Die Handlung wird dadurch nicht vorangetrieben. Nein, es ist nicht witzig, auch wenn es wohl witzig sein soll. Und bei rassistischen und sexistischen Kommentaren hört es bei mir eh auf.

    Bis etwa hundert Seiten vor Ende weiß man ohnehin nicht, was in dem Roman passiert. Kirill lebt in seinem Turm und macht Türen zu fremden Welten auf. Ja warum? Keine Ahnung. Erst zum Schluss kommt sowas wie ein Konzept dahinter, dass mich aber auch nicht wirklich vom Hocker gehauen hat. Vielleicht würde der zweite Band der Reihe Aufschluss geben, aber nein, ich verzichte dankend.

     

    Wie kann man ein doch einigermaßen gutes und interessantes Konzept derart an die Wand fahren und mit Füßen treten? Finger weg! Von diesem Autor werde ich gewiss nichts mehr lesen. Unter Science Fiction verstehe ich etwas anderes und unter guter Literatur schon gleich zweimal.

  7. Cover des Buches Wächter des Zwielichts (ISBN: 9783453316201)
    Sergej Lukianenko

    Wächter des Zwielichts

     (425)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Zwielicht – das beschriebt die Welt am besten, in die der Autor seine Leserschaft verfrachtet. Alles wirkt leicht düster und beklemmend. Niemandem, egal wie freundlich, ist zu trauen. Ein permanentes Gefühl von zuschnappenden Fallen und boshaften Intrigen hat mich beim Lesen begleitet. Das Buch ist, wie gewohnt, in drei Teile aufgesplittet, deren einzelnen Geschichten am Ende brillant miteinander verwoben werden.

    Das, was Lukianenko hier abliefert, ist wie in den ersten beiden Büchern, ganz hohe Kunst. Keinesfalls fällt dieser Band gegenüber den ersten beiden ab, sondern setzt die Geschichte eindrucksvoll fort.

    Der Stil ist fesselnd und hat mich das Buch fast nicht aus der Hand legen lassen. Wer die Wächter-Reihe nicht kennt, sich einer urbanen Fantasygeschichte gegenüber aufgeschlossen zeigt und schon immer mal eine andere, düstere und zwielichtige Seite Russlands kennenlernen wollte, sollte hier unbedingt einen Blick riskieren. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

  8. Cover des Buches Die Ritter der vierzig Inseln (ISBN: 9783453526631)
    Sergej Lukianenko

    Die Ritter der vierzig Inseln

     (140)
    Aktuelle Rezension von: SimonWolf

    Sergei Lukjanenkos "Die Ritter der vierzig Inseln" ist ein durchweg gelungenes Werk, dass Elemente der Fantasy erfolgreich mit der realen Welt verknüpft und dabei eine spannende Geschichte schafft. Der fesselnde Schreibstil zaubert dem Leser ein eindrucksvolles Bild in den Kopf, welches eine Verbindung zwischen Leser, der Welt und auch mit den Figuren. "Die Ritter der vierzig Inseln" ist auch nahezu ideal als Einsteigewerk in die Fantasy, weil es eben auch bekannte Elemente unseres Lebens mit einbezieht und dabei nicht völlig abstrakt wird, wie es ja viele bei anderer Fantasy kritisieren. 

    Bis dato wären es fünf Sterne gewesen...

    Aber leider muss auch ich mich vielen anderen Leserinnen und Lesern anschließen, die das Ende des Buches kritisieren. Um ganz ehrlich zu sein, fand ich es sogar ein wenig enttäuschend, weil es irgendwie gegen die eigene Art der Geschichte läuft. Es passt schlichtweg nicht zu der phantastischen, mystischen Geschichte, die es abschließen soll. Aber ich bin auch ein Fan abstrakter Wendungen und Enden, das es hier meiner Meinung nach definitiv gab. Deswegen verbleiben weiterhin vier Sterne für dieses doch gut gelungene Werk. Nur ein magisches Ende sollte man sich nicht erhoffen, das gibt es nämlich nicht.

  9. Cover des Buches Der Herr der Finsternis (ISBN: 9783453527119)
    Sergej Lukianenko

    Der Herr der Finsternis

     (63)
    Aktuelle Rezension von: seoirse_siuineir
    "Der Herr der Finsternis" oder besser "Der Junge und die Finsternis", wenn man vom russischen Originaltitel ausgeht, ist der erste Roman, den ich von Sergej Lukjanenko gelesen habe. Bei dem Frühwerk handelt es sich eher um einen Jugendroman, was das Lesen natürlich sehr leicht macht. Die Geschichte ist spannend, aber an einigen Stellen zu "glatt", wie das auch schon in der Kritik von Anja Helmers anklingt. Letztlich kann ich mich ihren Worten anschließen.
  10. Cover des Buches Drachenpfade (ISBN: 9783453527379)
    Sergej Lukianenko

    Drachenpfade

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Sardonyx
    Viktor, angehender Elektriker in Moskau, weiß nicht so recht, was er denken soll, als eines Abends ein verletztes Mädchen namens Tel auf seiner Türmatte landet. Die Verrücktheit nimmt kein Ende, nachdem er Tel bei sich aufnimmt und sie schließlich verlangt, dass er sie auf jeden Fall auf ihrem Nachhauseweg begleitet. Wie kann Viktor auch ahnen, dass dieser Pfad ihn aus der menschlichen Realität führt, um ihn in einem Sturm in eine Parallelwelt zu verschlagen?

    Viktor befindet sich urplötzlich in der Heimat der geheimnisvollen Tel (deren Verhalten ihn oft bis in den Wahnsinn treibt) - Mittelwelt. Die Welt, wo Elektrizität neben Magie existiert und Elfen, Gnome, Magier und Menschen einigermaßen friedlich nebeneinander existieren. Doch während Viktor sich langsam in der Mittelwelt einlebt unnd sein spärliches Wissen aus Fantasy-Rollenspielen bezieht, verfällt der Frieden von Mittelwelt zu einer dekadenten Ruine.

    Die Clans der vier Elemente - Wasser, Luft, Erde und Feuer - sind im Aufruhr, nachdem der Clan des Wassers unter der Führung des Wasser-Obermagiers Torn das Gleichgewicht zwischen den magischen Clans vernichtet hat. Magier gegen Magier treten an, um die unbalancierte Macht für sich zu beanspruchen. Als ob der drohende Ansturm der kriegerischen Angeborenen, die Urfeinde von Mittelwelt, nicht bereits ein riesiges Problem sei.

    Es gehen Gerüchte um, dass die Angeborenen mit ihren adlerköpfigen Schiffen dieses Mal einen besonders großen Angriff planen: auf ihrer Seite soll ein mechanischer Erschaffener Drache kämpfen und Lohen des magischen Todes ausspeien. Einst gab es den Drachentöter, der Inbegriff für magischen Hass und der die geflügelten Himmelswächter töten sollte. Aber heute ist der Wächter des Zorns weg und nun, wo das gefürchtete Ende der Mittelwelt mit totaler Vernichtung droht, ist der neue Drachentöter gekommen. Und er wird gnadenlos gejagt, weil manche den letzten Drachen von Mittelwelt tot sehen wollen oder ihn auch sehnlichst erwarten.

    Viktor muss kämpfen und in seinem Herzen erblüht die Flamme des wilden Zorns. Sein Weg durch Mittelwelt ist Schicksal und Flucht. Unbewusst erhält er vier Weihen, die ihm dem Pfad zum Drachentöter ebnen.Peitschende Wassermacht, perlend und rauschend. Luft, zischend und reißend. Erde, mächtig und schwer: Feuer, gebend und nehmend.

    Blutige Verfolgungsjagden katapultieren Viktor und Tel quer durch die Mittelwelt, wo Viktor seinen schweren Weg selbst finden muss, da ihm klar wird, dass er der neu prophezeite Drachentöter werden könnte. Doch im großen Finale, bei dem die Elemente sich gegenseitig zerstören wollen und wo der Himmel unter der Macht der Angeborenen aufreißt, stellt er sich der härtesten Entscheidung. Wer sol den Schrei des Hasses quer übers Himmelszelt brüllen, Drache oder Drachentöter?

    ,,Die Zeit der Drachen bricht an."

    ,,Drachenpfade" vom russischen Fantasy-Autoren Sergej Lukianenko ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich würde es schon fast als Muss für jeden Fantasy-Leser beschreiben. Realistische Charaktere (besonders Viktor, der sich wundert, warum keine Hobbits in Mittelwelt leben und feststellt, dass menschliche Geschichtsbücher in der Mittelwelt als ,,Fantasy" bezeichnet werden), detailliert ausgearbeitete Welten und die Macht von Magie, die gleich Donnerschall dem Leser um die Ohren fliegt.

    Blildlich und bekränzt von flotter Spannung, Action und Sarkasmus - das ist Lukianenkos genialer Schreibstil.Das Buch ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen, und die Mittelwelt wollte ich am liebsten nie wieder verlassen. Na gut, es bräuchte weniger Menschen wie Torn, Ritor und Loj Iwer, dann wäre Mittelwelt fast schon perfekt.

    Das Ende kam ziemlich prompt und in einer sehr großen Überraschung, die mich fast schon gnadenlos vom Stuhl stieß, ich war sehr überrascht. Nein, ich wurde nicht vom Hocker gerissen, ich wurde von meinem jetzigen Standort bis nach Oros, die magische Stadt der Erde, geschleudert.

    Irgendwie könnte ich noch ewig so weiterschreiben. Aber es soll nicht zu langatmig werden. ,,Drachenpfade" ist eine direkte Leserempfehlung für jeden!

    Mein Rezensentenschwert ist jetzt ein Elfenschwert mit schrägem Schliff. Ich lasse den Zorn des Drachen aufwallen, sodass alle vier Elemente in Rage geraten, ehe ich in einem Rausch das Verderben der Regenbogenbrücke vernichte. 5 Sterner erglimmen in dem Chaos als neue Sterne an einem jungen Himmel, dessen sternenhelle Schönheit einen in die Knie zwingt.
  11. Cover des Buches Trix Solier - Odyssee im Orient (ISBN: 9783407744296)
    Sergej Lukianenko

    Trix Solier - Odyssee im Orient

     (54)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *„Und was heißt das jetzt?“ „Das heißt, dass du mit mir nach Samarschan kommst. Und mir hilfst, die Welt zu retten!“ „Ich habe keine Sekunde daran gezweifelt, dass es genau darauf hinausläuft“, sagte Trix schicksalsergeben.*


    Trix Solier ist allein im Magierturm seines Meisters und langweilt sich, als ein Drache eintrifft und eine Ehrenschuld einfordert: Sein Meister soll mit nach Samarschan kommen und den Mineralisierten Propheten aufhalten. Weil Saurampfer nicht zugegen ist, lässt sich Trix auf das Abenteuer ein – und findet sich auf einer abenteuerlichen Odyssee im Orient wieder.



    Die Geschichte lässt sich schwer klassifizieren – nicht Abenteuerroman alleine, kein reines fantasy-Buch und auch kein klassisches Märchen. Und doch weist sie von all dem etwas auf. Besonders der Erzähler, der immer mal wieder ausgreift um zu seinen Erklärungen zu kommen erinnert an ein Märchen. Dass er sich dabei einer guten Portion Sarkasmus bedient und mit humorvollen Anspielungen auf unsere Welt nicht geizt, hat den Reiz der Geschichte ausgemacht. Besonders, da die Anspielungen nicht immer auf den ersten Blick zu verstehen sind. So tauchen Gedanken klassischer Philosophen ebenso auf wie Namen technischer Geräte, die in Trix Welt eine ganz andere Bedeutung bekommen. Kunstwerke sind ebenso vertreten wie klassische orientalische Bräuche und Traditionen. Sehr gut bei mir angekommen ist dabei die Tatsache, dass der Autor solche in einen witzigen Zusammenhang stellt, dabei aber den schmalen Grad zwischen Humor und Beleidigung nie überschreitet. Besonders was die Religion anbelangt fiel dies auf.


    Durch die Interpretationen des Erzählers ist Trix kein klassischer Held. Er zeigt sich immer mal wieder jugendlich naiv und hat oft auch Glück. Wobei Glück hier auch als Einfluss der Abenteuergeschichte gedeutet wird, da ein Abenteuer eine eigene magische Macht ausübt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er auf all seine Gefährten aus dem ersten Band trifft und immer mal wieder einen magischen Glückstreffer erzielt – während ihm leichtere Magie nicht immer gelingt. Sympathisch empfand ich die Tatsache, dass er trotz seiner Jugend und seinem Status als Held nicht nur durch sein Glück weiterkommt. Er zeigt sich auch intelligent und durchschaut so manches Rätsel und Geheimnis (und die gehören im Orient einfach mit dazu) schneller als erwartet.


    Seine abenteuerliche Reise bringt Trix nicht nur der Magie näher, sondern führt ihn auch zu den Drachen, exotischen Städten des Orients, zu Zwergen und einer Sphinx. Dabei steht nichts weniger auf dem Spiel, als die ganze Welt vor einem allmächtigem Herrscher zu retten.


    Fazit: Ich fand diesen zweiten Teil spannender und viel witziger als den ersten. Habe mich köstlich amüsiert.

  12. Cover des Buches Spektrum (ISBN: 9783453319134)
    Sergej Lukianenko

    Spektrum

     (195)
    Aktuelle Rezension von: Charles_Lee_Ray
    Fremde Welten, ferne Zivilisationen und in der Mitte ein Mensch auf der Suche nach einem jungen Mädchen, dass immer wieder stirbt.

    Lukianenko versteht es seine Welten sehr auszuschmücken, was ich so liebe, so bekommt es richtige Tiefe. Er beweißt seine große Fantasie mit ganz verschiedenen  Lebensformen und überrascht am Ende doch wieder mit kleinen aber wichtigen Details.

    Davon hätte ich gern mehr.
  13. Cover des Buches Der Herr der Finsternis: Roman (ISBN: B008BS4FOA)
    Sergej Lukianenko

    Der Herr der Finsternis: Roman

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Jajena
    Ein Leben in ewiger Finsternis, oder auch die Suche nach dem Licht. In der Dunkelheit das Rauschen von unzähligen Flügeln, kannst du es hören?

    Diesmal habe ich ein etwas älteres Buch, aus dem Jahr 1997, für euch, das dadurch vielleicht schon weniger Leute kennen. Darauf gekommen bin ich, da es 2008 eine Neuauflage davon gab. Vielleicht ist es aber bei einem guten Buch wie bei einem guten Wein? Es muss erst reifen um richtig Geschmack zu entfalten? Der Name des Autors hingegen sagt eventuell dem einen oder anderen etwas, denn „Der Herr der Finsternis“ wurde vom russischen Bestsellerautor Sergej Lukianenko geschrieben.

    Ich fand die Geschichte allerdings eher so … naja. Sie hat mich, bis auf ein paar wirklich tolle, neue Fantasy-Elemente, nicht wirklich berauscht und ich brauchte eine ganze Weile um richtig hineinzukommen. Das Ende jedoch fand ich Wahnsinn. Überhaupt wurde die Geschichte an sich mit den verfliegenden Seiten besser. So war zumindest mein Gefühl. Ihr seid jetzt schon neugierig geworden und wollt etwas über den Hauptcharakter wissen, der in der Ich-Perspektive seine Geschichte erzählt? Na dann lest schnell weiter!

    Cover:

    Ich muss zugeben dass ich mir das Buch nach dem Klappentext ausgesucht habe. Das Cover hat für mich hingegen weniger Reiz.

    Am schönsten daran finde ich noch die goldenen Buchstaben darauf, die aussehen als wären sie mehrmals durchgeschnitten worden. Auch der Farbverlauf des Himmels ist an sich toll gemacht, aber ich werde nicht so ganz mit dem Flügelwesen (dem Herrn der Finsternis) auf dem Cover warm. Ich finde es, für meinen Geschmack, gesamtbetrachtet, etwas zu schlicht.

    Inhalt:

    Als sich in das Zimmer des dreizehnjährigen Danka ein Flecken wahren Lichts verirrt, bittet er es zu bleiben. Auf einmal schwebt der Lichtfleck, in der Gestalt eines Katers, über Danka. Der Sonnenkater erklärt dem Jungen das er verborgene Türen sehen kann und will dies sogleich unter Beweis stellen.

    Als Danka und der Sonnenkater schließlich durch eine solche Türe treten, fällt sie hinter ihnen ins Schloss und die beiden sind in einer Welt ewiger Finsternis gefangen.

    Der Sonnenkater verspricht, am Himmel, nach wahrem Licht zu suchen, um neue Kraft zu erlangen und die Tür in Dankas Welt erneut zu öffnen. Danka bleibt allein zurück, muss aber bald schon vor einer unerwarteten Gefahr fliehen.

    Nach und nach erfährt Danka was in dieser Welt los ist: Es herrscht Krieg zwischen den Flügelträgern, Kinder und Jugendliche die leicht genug sind Flügeloveralls zum Fliegen zu verwenden, und den Freifliegern, Erwachsenen die sich nie von ihren Flügeln lösen konnten und sie mit dunkler Magie verstärken. Zudem wurde das Sonnenlicht von den Bewohnern der Welt gegen kostbare Dinge, bei den Händlern, eingetauscht und scheint für immer verloren.

    Schafft Danka es wieder in seine eigene Welt zurückzukehren? Kann der Kater in dieser Welt überhaupt einen Funken wahren Lichtes finden? Und will Danka die Bewohner am Ende überhaupt in dieser Finsternis zurücklassen oder stellt er sich dem dunklen Herrn?

    Zitat:

    „»Was hast du hier verloren?«, drang es an mein Ohr, offenbar aus größerer Nähe als gerade eben. Mein unsichtbarer Gesprächspartner pirschte sich also an mich heran.
    Was ich hier verloren hatte? Tolle Frage! Ich warte auf einen Sonnenkater, erfriere allmählich und brülle mit letzter Kraft herum …
    »Ich warte auf den Sonnenaufgang«, antwortete ich, wobei ich immer noch stocksteif dastand.
    Jemand griff nach meiner Hand. Ich unterdrückte mit letzter Kraft einen Schrei.
    Der andere sagte: »Der Sonnenaufgang wird kommen.«“

    Seite 36/37

    Pro:

    Der erste positive Punkt der mir einfällt ist definitiv der Sonnenkater! Er war einfach ganz natürlich für einen Kater, heißt so viel wie arrogant, in jeder Lebenslage elegant und natürlich klug. Überhaupt war der Kater in vielen Situationen geradezu ein Segen. Er kam mir viel cleverer vor als Danka und Len.

    Wo wir schon bei Danka und Len sind: Die Freundschaft der beiden muss unbedingt erwähnt werden! Vor allem gegen Ende haben die beiden mich dann auch endlich richtig gepackt.

    Und für jene die Liebesgeschichten in Fantasy-Büchern nicht mehr sehen können, habe ich gute Neuigkeiten: Weder Danka noch Len finden die Frau fürs Leben. Wir können uns also voll und ganz ihrer engen Freundschaft widmen.

    Als letzter Punkt wären da natürlich noch die Flügeloveralls! Anzüge mit denen Kinder und Jugendliche, fliegend, gegen die Feinde, also die Freiflieger, kämpfen können. Denn in dieser finsteren Welt sind die Rollen etwas vertauscht. Die sogenannten Flügelträger haben das sagen, während die Erwachsenen, Frauen und Mädchen sich ihnen unterordnen. Zudem kann der Overall sich ausdehnen und zu einem Zelt werden. Das fand ich eine tolle Idee.

    Kontra:

    Wie bereits in der Einleitung erwähnt fand ich wirklich schwer in die ganze Geschichte hinein. Das lag allerdings nicht am Schreibstil oder einer gewissen schwere der Story, sondern eher daran das ich einfach lange Zeit nicht mit den Charakteren warm geworden bin.

    Daher zog sich für mich der Anfang etwas zäh dahin. Ich war zwar bei der Geschichte dabei, aber ich konnte nicht wirklich darin versinken.

    Übertriebene Emotionen, oft Heulanfälle, haben mir die Stimmung vermiest und das teilweiße so sehr, dass ich das Buch einfach mal ein paar Tage zur Seite legen musste.

    Zudem fand ich die Charaktere, im Allgemeinen an sich, reichlich blass.

    Und dann war da noch Danka. Danka der bereits als „Superheld“ in diese Welt kam. So war er zum Beispiel schon perfekt im Aikido, einer Kampfsportart, trainiert, und zeigte geradezu gar keine Furcht, als er mit schlimmen Dingen konfrontiert wurde.

    Glücklicherweise waren die vielen tränenreichen Momente gegen Mitte des Buches dann vorbei und ich konnte mich besser in die Geschichte einfühlen. Überhaupt wurde das Buch gegen Ende eindeutig besser.

    Fazit:

    „Der Herr der Finsternis“ war für mich eine schöne, humorvolle, und einfach erzählte Geschichte, mit einer berührenden Freundschaft, die allerdings ein paar Schwächen aufzuweisen hatte.

    Nichtsdestotrotz hatte ich vor allem von Mitte bis Ende Freude damit und wartete gespannt darauf, ob es nicht doch noch einen Sonnenaufgang, für Len und die anderen, geben würde.

    Ich empfehle das Buch, wegen des leicht verständlichen, vielleicht sogar etwas kindlichen Schreibstils, vor allem jüngeren Fantasy-Lesern. Aber auch ältere, junggebliebene können auf ihre Kosten kommen.

    Daher vergebe ich runde 3*.
  14. Cover des Buches Das Schlangenschwert (ISBN: 9783407740854)
    Sergej Lukianenko

    Das Schlangenschwert

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Amenea
    Das Cover ist sehr unscheinbar, sehr schlicht und ich denke, das Buch findet nur wenig Beachtung.
    Die Geschichte steigt nicht zu schnell ein, der Leser bekommt zuerst einen Überblick über die Situation in dem Buch und die Welt.
    Der Anfang ist traurig, trotzdem sehr interessant, denn der Autor schreibt etwas über Tikkis Vergangenheit und damit kann sich der Leser die späteren Handlungen des Hauptcharakters besser vorstellen und auch verstehen.

    Der Schreibstil ist sehr detailliert, die Beschreibungen sehr präzise. Trotz der Lockerheit ist immer Spannung vorhanden.
    Die Handlung ist übersichtlich aufgebaut und das eigentliche Ziel wird nicht aus den Augen verloren. Sie entwickelt sich sehr langsam und trotzdem ist man immer wieder überrascht, was als nächstes kommt.

    Die Charaktere sind ein Meisterstück. Trotz der wenigen Informationen sind sie dem Leser sofort sympathisch und das bezieht auch die Nebencharaktere mit ein. Denn auch die Nebencharaktere sind mit sehr viel Präzision gefertigt und haben alle ihre eigene Geschichte.
    Der Leser bekommt die Entwicklung der einzelnen Charaktere zu sehen, was sehr gelungen ist.

    Die Idee ist neu, obwohl es Science Fiction ist. Eine ferne Zukunft, verschiedene Planeten sind bewohnt.
    Die Welt, in der die Protagonisten leben, werden sehr präzise beschrieben und die Wirtschaft, die Herrschaftssysteme und allgemein die Planeten werden sehr authentisch dargestellt.
    Verschiedene Gegenstände und auch Personen wie die Rasse der Phagen oder auch das Schlangenschwert passen sehr gut zum Setting des Buches.

    Der Autor denkt über viele Umwege und es entstehen immer wieder neue Handlungsstränge.
    Auch das Ende ist sehr überraschend und auch emotional. Es ist lang genug und die Auflösung der Problematik gefällt mir sehr gut.

    Leider sind manche Szenen zu lang beschrieben, da hätte sich der Autor etwas kürzer fassen können. Auch die teilweise fehlenden Gefühle einzelner Personen stören ein wenig.

    Das Buch ist ein Geheimtipp für alle Science Fiction Fans, da es sich durch eine seht detaillierte und authentische Handlung auszeichnet.
  15. Cover des Buches Fledermausland (ISBN: 9783596304509)
    Oliver Dierssen

    Fledermausland

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ich fand "Fledermausland" ein amüsantes und kurzweiliges Lesevergnügen. Unter anderem durch die skurrilen Figuren, die in dem Buch gut in Szene gesetzt wurden. Auch der Hauch von Fantasy dürfte für Freunde dieses Genres einige humorvolle Stunden bieten :-) Sebastian ist eine interessante Figur, vor allem, durch sein etwas unbeholfenes Auftreten und seiner Hingabe zu seiner Angebetenen. Und seiner Art, von einem Abenteuer ins nächste zu stürzen. Ich hatte den Eindruck, dass er im Verlauf des Buches erwachsener wird, sicher durch seine teils abenteuerlichen Erlebnisse, aber es ist eine beachtenswerte Entwicklung, die er durchmacht. Das Tempo steigert sich von Abschnitt zu Abschnitt, so wird es nie langweilig, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und auch der flüssige Schreibstil tut sein Übriges für ein zügiges Vorankommen. Es ist sicher für (fast) jeden Geschmack etwas dabei: Humor, Fantasy, Abenteuer/Action und Spannung
  16. Cover des Buches Sternenspiel (ISBN: 9783453524118)
    Sergej Lukianenko

    Sternenspiel

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Hypokras

    Die Bücher:


    Sternenspiel - ISBN 3-453-52411-8
    Sternenschatten - ISBN 3-453-52553-5

    Zusammenfassung


    Kurz: Mensch rettet Erde vor Zerstörung
    Etwas länger: Pjotr Chrumov, ein kosmischer "Furhmann" (so werden die Menschen von den Starken Rassen des "Konklave" genannt) schon beinahe Anti-Alkoholiker gerät durch intrigante Machenschaften in die Position des Retters der Erde.
    Die Starken Rassen drohen die Erde zu zerstören und dies wird Pjotr von einem "Zähler", einem Reptilienartigen Wesen mitgeteilt. Dieser will unbedingt zur Erde und mit Pjotrs Grossvater sprechen, einem 72-jährigen Zyniker und Alien-Hasser. Die Zähler wissen schon länger, dass etwas im argen liegt. Aber nicht nur die Zähler sind mit dem Status Quo unzufrieden ...

    Meine Meinung


    Abgesehen von sehr viel russischer Sozialkritik und diversen Zitaten aus anderen Quellen findet sich sehr gut verpackt in eine wunderbare Geschichte, die nicht so ausgeht wie erwartet, die Entwicklung eines Menschen der vom "Fuhrmann" zum Helden wird und schliesslich Frieden mit seinem "Schicksal" und seiner "Bestimmung" schliesst.
    Absolute Empfehlung für alle Fans von tiefgründiger Sci-Fi. Sehr wenig Effekte. Keine Riesenknaller. Dafür gut verpackte Sozialkritik und Anregungen zu Themen wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit ...
  17. Cover des Buches Trix Solier, Zauberlehrling voller Fehl und Adel (ISBN: 9783867176385)
    Sergej Lukianenko

    Trix Solier, Zauberlehrling voller Fehl und Adel

     (20)
    Aktuelle Rezension von: EmelyAurora
    Inhalt:
    Durch einen gemeinen Putsch hat der 14jährige Trix seine Eltern und sein Erbe, das Co-Herzogtum Solier, verloren. Er schwört Rache. Doch bevor er als ernstzunehmender Gegner in Betracht kommt, muss der Thronerbe erst einmal einen Magierlehrgang bei Zauberer Sauerampfer durchlaufen und Fürstin Tiana aus den Händen Untoter retten. Wie er dabei eine eifersüchtige, Rauschkraut naschende Fee ins Leben ruft, der Erfindung der ersten Fast-Food-Kette beiwohnt und eine Intrige gegen König Marcel den Lustigen verhindert, ist ein einziges Hörvergnügen.

    Meinung:
    Ich bin begeistert! Kaminski ist ein wunderbarer Sprecher! Wirklich! Seine Stimme ist sehr angenehm und wandelbar. Man hört schon an seiner Stimmlage, wer gerade sprcht. Es fiel mir sehr leicht, in die Geschichte einzutauchen.
    Trix war mir nicht so sympathisch, weil er doch ein bisschen eingebildet ist, was es so mit sich bringt, wenn man der Sohn eines Co-Herzogs ist. Aber er wirkte auf jeden fall authentisch! Die Geschichte hat mich ab und an etwas stutzig gemacht, weil seltsame Dinge passiert sind. Das fand ich erstaunlicherweise sehr erfrischend! Es war also durchaus sehr positiv.
    Die anderen Charaktere mochte ich teilweise wirklich sehr gerne! Zum Beispiel die Fee oder die Schauspielertruppe! Auch haben sie allesamt ihre Macken, was sie irgendwie liebenswert macht. Außerdem benehmen sie sich meiner Meinung nach ziemlich natürlich, wobei manche Figuren vielleicht etwas überzeichnet sind. Das macht aber irgendwie den Charakter des (Hör-)Buches aus!
    Die Geschichte nimmt mehrere kleinere Wendungen und es passieren mehrere unvorhersehbare Dinge. 
    Zusätzlich zu dem Hörbuch habe ich mir noch das Buch besorgt. Mir ist dabei aufgefallen, dass die Kürzungen zwar schon viel verschlucken, allerdings nur total unwichtige Szenen oder Kommentare oder so. z.B. Dialoge oder Aussagen gekürzt. Das tut dem Ganzen keinen Abbruch, denn der Sinn bleibt enthalten.
    Alles in allem war ich sehr zufrieden mit dem Hörbuch! Auf jeden fall werde ich es mal wieder hören! Der zweite Band steht schon als Buch in meinem Regal und wird bald gelesen!

    Cover:
    Das Cover hat mich sehr angesprochen und war der Grund dafür, dass ich mir das (Hör-)Buch ausgesucht habe! Es ist ungewöhnlich und wirkt wie ein Gemälde des Jugendstils (Für diesen Stil habe ich übrigens sehr viel übrig ♥). Es zeigt die wichtigsten Charaktere und den Titel etc. in einem verschnörkelten Kreis. Ich finde den Aufbau sehr schön! Man bekommt beim Anblick schon richtig Lust auf die Geschichte.

    Bewertung: 5 von 5 für eine tolle Geschichte und einen tollen Sprecher!
  18. Cover des Buches Weltenträumer (ISBN: 9783453529564)
    Sergej Lukianenko

    Weltenträumer

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Cupcake_Princess
    Zu Beginn sollte ich unbedingt erwähnen, dass ich vor gut einem Jahr den ersten Band der Reihe, Weltengänger, gelesen habe und mich dieses Buch – ich kann es nicht anders ausdrücken – sowas von derb weggeflasht hat, dass ich daraufhin regelrecht fanatisch begonnen habe wieder mehr Bücher zu lesen. Bisher hatte ich das nur nebenbei gelegentlich getan, aber dieses Buch hat mich so eindrucksvoll davon überzeugt, dass es so viele gute Geschichten in der Welt gibt, die verschlungen werden MÜSSEN. Also ja, Weltengänger war für mich wirklich ein sagenhaftes Buch, dank dem ich ein altes Hobby habe wieder aktiv habe aufleben lassen.
    Aber genug davon und mehr vom Teil zwei der Reihe!
    Nachdem ich nun von Teil eins so überzeugt war, bin ich offen gesagt von Weltenträumer etwas enttäuscht worden. Die Geschichte ist nach wie vor unglaublich komplex und Lukianenko weiß wie man jemandem der zwar Eltern hat, die in der DDR aufgewachsen sind, der allerdings sonst keinen blassen Dunst von russischer Kultur hat, eben diese zwischen seiner Weltenkonstruktion nahe bringen kann. Schreiben kann er, daran besteht kein Zweifel! Und es ist immer wieder sehr unterhaltsam die gedanklichen Seitensprünge der Figur zu verfolgen. Das Buch war wie auch Teil eins sehr kurzweilig und flüssig zu lesen.
    Wo Weltenträumer jedoch eher auf den Entwurf der verschiedenen Welten baut, entwickelt Weltenträumer sich sehr schnell eher zu einem Abenteuerroman. Es knüpft beinahe nahtlos an den ersten Teil an. Kirill ist nun auf der Flucht vor den Männern aus Arkan und hat teilweise seine Fähigkeiten als Funktional eingebüßt. Man begleitet den Protagonisten dabei, wie er sich auf die Suche nach der Heimat der Funktionale begibt und dabei gerät er in mehrere vertrackte Situationen, die oft nur durch Gewalt, Flucht oder halsbrecherische Aktionen zu bestehen sind. Hierbei begegnet er erneut verschiedenen Charakteren, die teilweise utopisch gespinnt, teilweise sehr realistisch dargestellt sind, manchmal gar ein wenig satirehaft.
    Nach wie vor sind die von Lukianenko entworfenen Welten faszinierend und einfach atemberaubend detailreich beschrieben. So beschließt Kirill sich unter anderem in eine Welt zu begeben, die bisher von keinem bekannten Menschen erforscht wurde. Der Autor bedient sich immer wieder der Phantasie des Lesers. Rein fantasietechnisch und bildlich ist das Buch nach wie vor mehr als ansprechend und mitreißend.
    Lukianenko spielt auch hierbei erneut mit philosophischen Gedanken und einer Vielzahl von Theorien, die er in seine Welten einfließen lässt. Er beschäftigt sich mit Dingen wie, was geschehen wäre, wenn ein bestimmter Schriftsteller ein bestimmtes Buch nicht veröffentlich hätte, wie hätte sich die Welt entwickelt, wenn Hitler Vegetarier wäre, oder weiteren Gedanken, die man am Rande aufgreifen kann. Das Gedankenkonstrukt um die Welten herum ist mehr als interessant und hier zeichnet sich für mich auch sehr die Einzigartigkeit des Buches aus. Lukianenko spielt gekonnt mit verschiedenen Weltenentwürfen, die durchdacht und sehr originell sind.
    Allerdings gestaltete sich für mich die Geschichte, die nun ihren Fortgang findet, etwas komplizierter. So sind mir die Beweggründe des Protagonisten teilweise etwas schleierhaft geblieben. Kirill hatte für mich des Öfteren eine Art kleinen Rambo-Komplex, der nicht selten unrealistisch und übertrieben dargestellt wurde. So wird er hier immer mehr zum Übermenschen, was zwar für seine Fähigkeiten als Funktional spricht, aber etwas die Spannung nimmt, da es irgendwie klar ist, dass er sich mit seinen überdimensionierten Fähigkeiten einen Weg sucht, egal wie viel Blut dabei vergossen wird. Und auch in anderen Bereichen trifft man hier sehr oft, beinahe schon fast störend, auf die Unfehlbarkeit des Protagonisten. Keine Frau ist sicher vor ihm, jede will sich ihm hingeben. Es scheint, als wäre Kirill mit seinen Funktionalsfähigkeiten zum perfekten Menschen mutiert, der einfach alles kann und alles schafft.
    Gegen Ende hin wirkt die Geschichte einfach nur etwas wirr, zwar erhält man hier und da noch Häppchen, um nicht mit einem gigantischen Fragezeichen im Gesicht dazustehen, aber vollends ausgefeilt wirkt der Ausgang der Geschichte nicht. Die gesamte Auflösung der Geschichte, wo man eigentlich darauf gewartet hat endlich Antworten auf seine Fragen zu finden, ist im Endeffekt umso ernüchternder. Zwar fühlt sich das Ende nach einem endgültigen Ende an, aber man wünscht sich beinahe, dass es noch einen dritten Teil der Reihe geben wird, weil man so regelrecht unbefriedigt mit der Geschichte einfach nicht abschließen kann. Da das Buch nun jedoch schon an die 5 Jahre alt ist, bezweifle ich, dass es noch eine Fortsetzung geben wird, was mich noch enttäuschter macht. (Falls jemand Hinweise auf anderes hat, freue ich mich sehr über Nachrichten! =) )
    Trotz allem war das Buch dennoch spannend, diesmal leider aber ohne den gewünschten Tiefgang. Da konnten auch nicht die oft philosophischen Einleitungen des Autors zu Kapitelbeginn nicht helfen. Der Roman ist zwar durchsetzt von Selbstironie, doch das gelegentliche Schmunzeln wie beim Vorgänger blieb hier bei mir leider aus. Es wirkt fast, als hätte Lukianenko sein Pulver bereits in Teil eins fast vollkommen verschossen, was wirklich sehr schade ist.

    FAZIT
    Das Buch bildet zwar ein Art Abschluss der Reihe, aber keinen, der durchweg befriedigt. Lukianenko ist nach wie vor sprachlich sehr gewandt und weiß zu unterhalten, besonders seine Weltenentwürfe sind mehr als fantastisch. Zusammen sind die Bücher durchaus lesenswert, wer bereits am ersten Teil Gefallen gefunden hat, sollte auf die Fortsetzung keinesfalls verzichten, jedoch seine Erwartungen in Sachen Tiefgang herunterschrauben.
    Von mir gibt es dafür drei von fünf Sternen.
  19. Cover des Buches Bewahrer des Chaos (ISBN: 9783492267458)
    Wladimir Wassiljew

    Bewahrer des Chaos

     (23)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    „Piter hasst einfach alle. Es ist eine Zombiestadt, eine Vampirstad, es verschlingt alle, ohne Ausnahme, Dunkle, Lichte, Andere, Nicht-Andere. Und wie ein echter Vampir betört dich Piter, bevor es dich aussaugt. Die Petersburger verlieren ihre Seele mit einem Lächeln auf den Lippen und in tiefer Liebe für eine Stadt, die ihnen Tag für Tag die Seele aussaugt.“

    eine Geschichte aus der Welt der „Wächter“-Reihe von Sergej Lukianenkow


    Seit jeher bekriegen sich die Mächte des Lichts und der Finsternis. Ihr Kampf aber ist reguliert, hält sich an den Vertrag und wird von der Inquisition überwacht. Als in St. Petersburg wilde Dunkle auftauchen, die von niemandem überwacht werden und sich nicht an die Regeln halten, wird der Moskauer Chef der Tagwache dazu angehalten, sich um die Sache zu kümmern. Er selbst kann als Moskauer nicht in Petersburger Angelegenheiten eingreifen und schickt einen alten Freund. Laik ist der Chef der ukrainer Tagwache, der sich mit einem Team aus Landsleuten aufmacht, den Ereignissen auf den Grund zu gehen. Da sie dabei sowohl von einem lichten Beobachter, als auch von einem der Inquisition begleitet werden, müssen sie die Sache so effizient wie möglich regeln.


    Es wird schon vorangekündigt, dass es sich bei diesem Roman um einen handelt, der in der Welt der Wächter-Reihe spielt. Damit bleiben viele Erklärungen aus, der Beginn widmet sich aber der Vorstellung der Ukrainer. Hier werden manche Zusammenhänge kurz erwähnt, sodass sich auch der Leser ein Bild machen kann, der die bekannte Serie nicht gelesen hat. Anders als bei der Wächter-Reihe sind es hier die Dunklen, die im Mittelpunkt stehen und oft auch ihre anderen Ansichten zeigen. Die Lichten treten immer unter dem Aspekt der Verabscheuung auf, den ihnen die Dunklen entgegenbringen. Mir hat dieser Wechsel gut gefallen, ebenso die Tatsache, dass es hier keine Russen sind, die die Anderen stellen.

    Laik und seine Männer – eine Hexe ist zwar dabei, wird aber von den anderen nicht gerade gemocht – sind Magier, Tierwandler und Zauberer unterschiedlichen Niveaus. Gemeinsam ist ihnen aber eine unkomplizierte Art, die sie auch kurz vor der Mission beim Feiern zeigen. Der Auftrag beginnt nicht gleich. Erst einmal werden sie davon in Kenntnis gesetzt. Dabei lernt der Leser das Team aber auch Kiew kennen. Ein kleiner Wermutstropfen dabei war – in Anbetracht der kürzlich stattgefundenen Konflikte - die Beschreibung der Ukraine als friedlichen Staat, der ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen den unterschiedlichsten Völkern und Anderen bildet.

    Schon in Kiew treten alte Bekannte auf. Auch der kurze Abstecher nach Moskau bringt einige Charaktere aus der Reihe mit ins Spiel, sodass die Verbindung ganz eindeutig gezogen werden kann. Erst einmal in Petersburg (hier meist als Piter bezeichnet), kommen die Kräfte, die das Zwielicht beherrschen, vermehrt ins Spiel. Es kommt zwar zu Kämpfen – ich hatte aber eher das Gefühl, dass die ältesten der Anderen durch Intrigen und Vorhersehen der Wahrscheinlichkeitslinien an ihr Ziel kommen.

    Fazit: Die Ereignisse waren anders, als ich sie erwartet hatte, weniger actiongeladen als gedacht und mehr mit den Gedanken und Überlegungen der Charaktere unterlegt. Dennoch fand ich das Buch ebenso gut, wie schon die Wächter-Reihe.

  20. Cover des Buches Wächter der Ewigkeit (ISBN: 9783894804169)
    Sergej Lukianenko

    Wächter der Ewigkeit

     (396)
    Aktuelle Rezension von: Zhunami
    Die Geschichte von Anton Gorodezki und den Wächtern geht weiter. Nachdem ich die ersten drei Teile in einem Band gelesen hatte, war dieser hier eher ungewohnt zu sehen. Verhältnismäßig große Schrift und dicke Seiten. Ich war ziemlich schnell durch mit dem Buch. Ich vermute, dass es den gleichen Umfang hatte wie schon die anderen Bände, es kam mir aber kürzer vor. Oder vielleicht ging es auch so schnell, weil dieses wieder eines der Bücher war, die mich sehr gefesselt haben. Man begegnet in diesem Roman wieder den altbekannten Figuren aus den vorherigen Teilen, die sich, wie es Lukianenkos Art ist, wieder in eine komplizierte Handlung verstricken. Was harmlos und unwichtig anfängt, wird zu einem Debakel, das die ganze Welt aus den Fugen reißen könnte. Großartig inszeniert, detailreich und lebendig geschrieben, ein echtes Lesevergnügen und sehr zu empfehlen. Dafür gibt's von mir alle 5 Sterne!
  21. Cover des Buches Trix Solier, Odyssee im Orient (ISBN: 9783867178518)
    Sergej Lukianenko

    Trix Solier, Odyssee im Orient

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaub_Buchblog
    Also, von dem ersten Buch Trix Solier - Zauberlehrling ohne Fehl und Adel war ich ja nicht wirklich begeistert. Es war zwar eine fantastische Geschichte, nur leider zu langatmig. Der Autor liebt anscheinend Details und Nebengeschichten... Hätte ich statt das Buch zu lesen, damals das Hörbuch gehört, wäre ich wohl hellauf begeistert und überwältigt gewesen. Stefan Kaminski ist unglaublich! Er schafft es wirklich durch seine unterschiedlichen Stimmen ein Hörspiel daraus zu machen. Man weiß sofort, wer spricht und ob weiblich oder Männlich. Ich habe schon viele Hörbücher gehört und fand sie immer relativ eintönig. Sie wurden vielleicht gut vorgelesen, aber eben nicht zum Leben erweckt. In Zukunft werde ich meine Augen und Ohren nach Herrn Kaminski offen halten :)
    Zur Geschichte selbst gibt es dieses Mal auch nur positives zu sagen. Ich musste oft lachen und war Seite an Seite mit Trix und Tiana in Samarschan auf Abenteuerreise. Dieses Mal gibt es viele fantastische Wesen. Drachen, Gnome, Dschinn, Nixen und noch mehr. Da schlägt jedes Fantasy-Herz höher. :) Allerdings fand ich das mit Trix Eltern merkwürdig... Entweder hab ich beim Hören war verpasst, oder ich weiß auch nicht...
    Alles beginnt mit unverhofftem Besuch. Trix muss für seinen Lehrmeister Radion Sauerampfer eine Aufgabe übernehmen, welche größer ist als erwartet. Die Drachen brauchen Hilfe, denn der Mineralisierte Prophet strebt die Weltherrschaft an, und es gilt dies zu verhindern. Doch leichter gesagt als getan. Selbst mit Hilfe eines alten Feindes schafft Trix es nicht ihn zu besiegen. Und so ziehen er und Tiana los, um eine magische Ausbildung ohnegleichen zu erhalten. Unterwegs trifft Trix alte Bekannte und lernt neue Freunde kennen. Es gibt viele Überraschungen und Wendungen, und bleibt somit immer spannend.  Ein gelungenes Buch und ein noch besseres Hörbuch. ( Behaupte ich jetzt einfach einmal aufgrund meiner Erfahrung mit Band 1 :P )

    Mein Fazit
    Ich kann euch Trix, jedenfalls als Hörbuch, wärmstens empfehlen! Lasst euch von den Stimmen Kaminski's ins östliche Samarschan tragen und erlebt eines eurer größten Abenteuer!
  22. Cover des Buches Sternenschatten (ISBN: 9783641065812)
    Sergej Lukianenko

    Sternenschatten

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Jari
    In diesen beiden zusammengehörenden Büchern macht Autor Sergej Lukianenko genau das, was die Sci-Fi so ausgezeichnet kann: anhand einer zukünftigen Welt und ferner Planeten über unsere eigene Welt reflektieren.

    Die Titel, die eigentlich ein einziges Buch darstellen, sollten man am besten nahe aufeinander folgend gelesen werden, damit man als Leser nicht den Bezug zu dieser Welt verliert. Getrennt lesen geht hier fast nicht, da sie ein Ganzes bilden. Band eins hätte ansonsten kein richtig befriedigendes Ende und Band zwei wäre sehr schwer verständlich.

    "Sternenspiel" und "Sternenschatten" sind nicht das, was man typischerweise unter Sci-Fi versteht. Oh, es gibt Aliens, fremde Planeten und selbstverständlich geht um die Rettung der Erde, doch sind diese Bücher enorm philosophisch und nachdenklich. Wer Schlachten im Sinne von "Star Wars" erwartet, wird mit dieser in sich gekehrten, eher ruhigen Geschichte wahrscheinlich wenig anfangen können, obwohl es natürlich auch zu Kampfszenen kommt.

    Pjotr macht enorme Entwicklungen und Veränderungen durch, immer wieder stellt er sich selbst und seine Welt in Frage, hintersinnt, kommt zu einem Entschluss, nur um sich dann zu fragen, ob das richtig wäre. Doch wirkt er dabei nicht wankelmütig, sondern eher verhält es sich so, dass Pjotr dermassen oft mit anderen Ansichten und neuem Gedankengut konfrontiert wird, dass er stets seine eigene Sichtweise überdenken muss.

    Auch der Leser wird in diese Gedanken Pjotrs hineingezogen. Zwar fragt er sich selbst, doch der Leser kommt nicht umhin, für sich selbst Antworten finden zu müssen. Im Gegensatz zu Pjotr können wir dies jedoch in aller Seelenruhe tun, während stets in Situationen steckt, in denen er rasch handeln muss. Mehr als einmal steht dabei sein Leben auf dem Spiel. Und damit natürlich auch immer das Schicksal des Planeten Erde.

    Ich fand mich oft staunend wieder, ab der unerwarteten Tiefe, die diese Bücher aufweisen. Einige Szenen haben sich unwiederbringlich im mein Gedächtnis gebrannt. So etwa der alte Historiker, der in ein Arbeitslager geschickt wurde, weil er zu tief nach der Wahrheit gesucht und diese dann eben auch gefunden hat. Eine Wahrheit, die keiner wissen möchte. Dies spielte auf einem fernen Planeten, klingt aber dennoch irgendwie bekannt, nicht wahr? Ebenso die Aufteilung aller Lebewesen in starke und schwache Rassen lässt uns aufhorchen. Die Geschichte der Menschheit intergalaktisch verpackt.

    Dabei sind die Werke nicht nur tiefgründig, sondern auch sehr komplex aufgebaut. Ebenfalls ein Grund, beide Bände möglichst zeitnah zu lesen. Details spielen hier eine wichtige Rolle und ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich wirklich alles verstanden habe, was Lukianenko uns mitteilen wollte. Wahrscheinlich eher nicht, die "Sternen-"Bücher schreien geradezu nach einem Re-Read.

    Lukianenko hat ein weiteres Mal sein Können bewiesen und Welten und Wesen geschaffen, die mir völlig neu waren. Die Bücher haben mich in ihren Bann gezogen, mich (heraus)gefordert und vollkommen für sich eingenommen.

    Ausserdem habe ich im Reptiloid Karel eine neue Lieblingsfigur gefunden.
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