Bücher mit dem Tag "schweiz"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schweiz" gekennzeichnet haben.

1.463 Bücher

  1. Cover des Buches Paper Princess (ISBN: 9783492060714)
    Erin Watt

    Paper Princess

     (2.152)
    Aktuelle Rezension von: Nitsa

    Das Buch hat mich gefesselt und ich konnte es nicht beiseite legen. Innerhalb kürzester Zeit habe ich alles drei Bände durchgelesen. Auf eine spannende und aufregende Handlung folgte direkt die nächste und man flog praktisch durch die Seiten. Mir hat Ellas Charakter sehr gut gefallen, sie ist eine Überlebenskünstlerin. Obwohl sie bei den Royals nicht willkommen ist, bleibt sie stark. Auch in der Schule lässt sie sich nicht unterkriegen. Es ist richtig schön mit anzusehen, wie sich Ella langsam in die Herzen der Royal-Brüder und vor allem in das von Reed schleicht. Durch Ella halten die Brüder mehr denn je zusammen und sie werden langsam zu einer richtigen Familie.

  2. Cover des Buches Die sieben Schwestern (ISBN: 9783442479719)
    Lucinda Riley

    Die sieben Schwestern

     (1.146)
    Aktuelle Rezension von: Mazeixx

    Nach den ersten Seiten hat mich Lucinda Rileys toller Schreibstil wieder komplett gefesselt gehabt. Im ersten Teil ihrer Schwestern-Saga gibt wieder jede Menge Geschichte, viel Liebe und Drama sowie Herzschmerz. 

    Natürlich ist die Geschichte etwas vorhersehbar aber trotzdem total schön! Ich mag den Stil der Autorin sehr, da man auch immer etwas historisches dazu lernen kann. Klare Leseempfehlung von mir!

    Der nächste Band liegt schon bereit :-)

  3. Cover des Buches Die Schattenschwester (ISBN: 9783442313969)
    Lucinda Riley

    Die Schattenschwester

     (594)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Nachdem Stars Adoptivvater Pa Salt stirbt, scheint sich in ihrem Leben ein neuer Weg zu eröffnen. Jedoch ist sie sensible und junge Frau sich noch nicht sicher, ob sie breit ist, diesen Weg zu gehen und aus dem Schatten ihrer Schwester Cece zu treten. Der erste Weg führt sie in eine Buchhandlung in London und zu dem Namen Flora MacNichol.  Dort gibt es ein wunderschönes Anwesen in Kent und scheint sich ihrer Vergangenheit zu stellen und ihrer Zukunft näher zu kommen…

    Dass die Reihe nun ein Teil meines Lebens ist, ist kein Geheimnis mehr. Ich liebe jedes einzelne Buch der Reihe und jede Schwester ist auf ihre Art und Weise individuell und liebenswert. Ich finde es so toll, dass jede Schwester ein eigenes Buch bekommt/bekommen hat, weil man dadurch so eine enge Verbindung zu den einzelnen Charakteren aufbauen kann. Gerade die Geschichte von Star hat mich absolut begeistern und in ihren Bann ziehen können. Die Geschichte von Star und die Buchhandlung fand ich unfassbar cool und habe es sehr genossen.

    Star ist so eine coole Protagonistin, mit der ich sehr viele Gemeinsamkeiten habe. Sie ist eine der ruhigen und zurückhaltenden Personen, weshalb sie mich mit ihrer Ruhe voll in ihren Bann ziehen konnte. Außerdem hat sie einem immer wieder Mut gemacht und viel Empathie und Durchsetzungsvermögen gezeigt. Auch die Nebencharaktere in der Gegenwart waren echt cool und haben etwas Besonderes an sich. Sie haben mir alle total gut gefallen und waren mir sehr sympathisch. Auch die Vergangenheit konnte mich ebenfalls total in ihren Bann ziehen. Flora ist so eine tolle und liebenswürdige Protagonistin, die mir wahnsinnig ans Herz gewachsen ist. 

    Der Schreibstil von Lucinda Riley ist ja für mich mittlerweile nichts Neues mehr, da ich bereits einige Bücher von ihr gelesen habe. Lucinda Riley schreibt flüssig, fesselnd und sehr angenehm und schafft dadurch eine wundervolle Atmosphäre, die man ungerne verlassen möchte. Ich finde es so bewundernswert, dass Lucinda Riley so detailliert und bildhaft ihre Geschichte beschrieben hat.

    Die Idee und die Handlung dieser Buchreihe kann ich erneut nur positiv hervorheben, da ich diese Idee so sehr liebe. Wenn es nach mir gehen würde, würde ich noch zwanzig weitere Bände dieser Reihe und dieser Familie lesen. Ich bewundere Lucinda Riley für diese Idee sehr und freue mich auf die weiteren Bände. Außerdem fand ich es unfassbar schön, wie traumhaft Lucinda Riley die Orte beschrieben hat. Da bin ich so neidisch drauf und möchte all diese gerne einmal besuchen!

    ,,Die Schattenschwester‘‘ konnte mich auf viele verschiedene Arten und Weisen überzeugen. Cece kommt in diesem Band ja nicht wirklich gut weg, jedoch bin ich jetzt sehr gespannt auf ihre Geschichte und kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es mit der Familie weitergehen wird. Ich hätte mich jedoch sehr darüber gefreut noch mehr über Pa Salt und seine Hintergründe zu erfahren, leider kam es doch etwas zu kurz und es wird wahrscheinlich erst im letzten Band die gesamte Auflösung geben. Aber bis diese erscheint, dauert es wahrscheinlich noch sehr lange. Ich kann es kaum erwarten mit den weiteren Bänden weiter zu machen und die Geschichten der weiteren Schwestern zu erfahren. Ich liebe die ,,sieben Schwestern‘‘ Reihe sehr!

  4. Cover des Buches Todesmärchen (ISBN: 9783442483129)
    Andreas Gruber

    Todesmärchen

     (530)
    Aktuelle Rezension von: MoMe

    Das Cover mit dem Fliegenpilz mag ich gern und es ist zusammen mit dem Titel absolut stimmig zum Inhalt der Geschichte. Erst ab etwa der Hälfte des Buches entfaltet es seine volle Wirkung, weil dann das Motiv mit dem Fliegenpilz erklärt wird.

    „Todesmärchen“ ist der dritte Teil der Reihe rund um den Profiler Maarten S. Sneijder, der sich aber unabhängig von den anderen Bänden lesen lassen würde. Ich empfehle dennoch mit „Todesfrist“ zu Beginnen und im Anschluss „Todesurteil“ zu lesen, ehe ihr „Todesmärchen“ lest. Denn um die Beziehung zwischen Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez wirklich zu verstehen, sind die anderen Teile wichtig. Beide Figuren entwickeln sich kontinuierlich weiter und wachsen an den Herausforderungen, die sich ihnen in den Weg stellen.

    Generell besticht dieser Thriller durch extrem vielschichtige Charaktere, die in keine Schublade so richtig passen wollen. Herzstück ist und bleibt Maarten S. Sneijder, der trotz seiner sehr zynischen Art und Weise ein liebenswerter Typ ist. Ja, er ist bisweilen sehr harsch, dennoch bleibt er immer ehrlich. Seine direkte Art stößt dabei viele Menschen vor den Kopf, aber seine genialen Sprüche machen ihn zu einem Unikat der Sonderklasse. Ohne ihn wäre diese Reihe nur halb so schön.
    Sabine Nemez ist ganz anderes als Sneijder. Sie ist umgänglich und mir sehr sympathisch. Zudem fand ich es beeindruckend, wie sehr sie sich gemausert hat. Nun ist sie ebenfalls eine stolze Profilerin und hat definitiv ein stärkeres Selbstbewusstsein als noch in Band 1. Besonders die Wortgefechte zwischen ihr und Sneijder waren mir wieder eine wahre Freude.

    Während Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez die verlässlichen Konstanten dieser Reihe sind, waren es die junge Psychologin Hannah Norland und der Rechtsbrecher Piet van Loon nicht. Charakterlich waren sie so unterschiedlich wie Tag und Nacht, dennoch faszinierten mich beide. Hannah mochte ich sehr gern, ihre freundliche und zugewandte Art gefiel mir. Ihr eigentliches Vorhaben blieb lange im Dunkeln, was es umso spannender machte, ihr über die Schulter zu schauen und sie zu begleiten. Mit ihr fieberte ich wohl am meisten mit.
    Piet van Loon brillierte mit seinem scharfen Verstand und seiner Fähigkeit, Meister der Manipulation zu sein. Ein bisschen habe ich es bedauert, nicht mehr von ihm lesen zu können, ein intensiverer Blick auf ihn und seine Handlungen wäre reizvoll gewesen.

    Aber auch so war dieser Thriller extrem packend und das schon von der ersten Seite an. Das liebe ich so an den Büchern von Andreas Gruber. Er fängt mich sofort ein und lässt mich bis zum Schluss einfach nicht mehr los. Seine verschiedenen Handlungsstränge sorgten stets für eine fesselnde Atmosphäre und ich kann am Ende gar nicht sagen, welchen Strang ich lieber verfolgt hätte.
    Insgesamt gab es zwei starke Handlungsstränge, einmal den von Nemez und Sneijder, die einen aktuellen Serientäter jagten. Und dann den von Hannah und Piet, die sich umkreisen wie die Geier und ich nie wusste, was jeder von den beiden eigentlich im Schilde führte.

    Es gab kaum Nebenschauhandlungen und wenn, dienten sie einzig und allein dazu, die Haupthandlungsstränge voranzutreiben. Manchmal wurde erst später deutlich, wie alles ins Gesamtbild passte, aber ich kann versprechen, dass alles sehr stimmig und logisch gewesen ist.

    Wer „Todesmärchen“ liest, lässt sich auf einen sehr starken und dynamischen Spannungsaufbau ein, der konsequent hoch bleibt und reichlich überraschende Wendungen bis zum Schluss parat hält. Manchmal verschwommen die Grenzen zwischen Gut und Böse, nur um sie kurze Augenblicke später wieder haarscharf hervortreten zu lassen.
    „Todesmärchen“ ist nichts für zarte Gemüter, denn die Tötungsarten sind reichlich brutal, perfide und äußerst detailliert beschrieben. Dennoch schafft es Andreas Gruber durch die auktoriale Erzählperspektive Abstand zu schaffen, sodass ich nie an meine Grenzen kam und emotional nicht so verschreckt wurde, dass ich das Buch hätte aus der Hand legen wollen.

    Fazit:
    Bei „Todesmärchen“ erwartet euch ein superschlüssig konstruierter Thriller, der sich nah an der Realität bewegt und durchgängig zum Mitfiebern und raten einlädt. Volle Leseempfehlung.

  5. Cover des Buches Ein ganzes halbes Jahr (ISBN: 9783499266720)
    Jojo Moyes

    Ein ganzes halbes Jahr

     (11.757)
    Aktuelle Rezension von: ChristaEckert

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört - und war abendelang in seinem Bann. Am Anfang allerdings dachte ich kurz, ob ich weiterlese. Es war mir zu schlicht, zu wenig anspruchsvoll und auch etwas zu ausführlich in Kleinigkeiten, die ich nicht so interessant fand.

    Das hat sich immer mehr geändert, gerade die Details machen das Buch natürlich sehr lebendig und nachvollziehbar und die Figuren liebenswert. Es ist schon so viel geschrieben worden, darum soll meine Rezension so weit genügen: Ich habe es sehr gerne gelesen, finde den moralischen Zeigefinger, den die Autorin gut darstellt, fast schmerzhaft ausführlich, grausam. Über das Leben eines Menschen bestimmen zu wollen mit Hilfe von Moral ist für mich unvorstellbar, doch viele Menschen meinen, damit liegen sie vollkommen richtig, und dass die Autorin das so intensiv aufgreift, ohne zu urteilen, einfach nur zeigt, was ist, rechne ich ihr hoch an. Auch ihre Liebe zu den Figuren ist wunderschön, ich habe mich gerne auch in Luisa verliebt - und in etliche andere ... :)  Schönes Buch!


  6. Cover des Buches Die Sturmschwester (ISBN: 9783442486243)
    Lucinda Riley

    Die Sturmschwester

     (768)
    Aktuelle Rezension von: Svenja_

    Egal wo und wie wir aufwachsen:  Unsere Herkunkt hat immer Einfluss auf unser Leben.

    Die Sturmschwster ist der zweite Teil der Familiensaga der sieben Schwestern. Nach dem Tod ihres Adoptivvaters kehren alle Schwestern an den Ort zurück an dem sie aufgewachsen sind und erhalten dort Hinweise auf ihre Herkunft. 

    Die Sturmschwester taucht ein in die Vergangenheit von Ally d'Aplièse. Ally's Karriere als Seglerin könnte gerade nicht besser laufen und auch privat scheint sie einen Partner für's Leben gefunden zu haben. Doch das Versterben Ihres Adoptivvaters ist nicht der einzige Schicksalsschlag, den das Leben für Sie bereit hält, so das Sie sich kurzerhand auf Reise in Ihre Vergangenheit macht und nicht glauben kann wie viel Einfluss ihre bis dato ihr unbekannte Herkunft auf die Gegenwart hat. 

    Das Buch ist in drei unterschiedliche Zeitzonen und somit in drei Geschichten unterteilt, die am Ende des Buches ineinandergreifen. Diese Art der Erzählung finde ich immer sehr spannend, da manchmal eine vermeintlich unwichtige Entscheidung einen immensen Einfluss auf die Gegenwart hat. 

    Es hat ein paar Kapitel gebraucht bis mich das Buch vollends abgeholt und ich es kaum aus der Hand legen konnte. Wie auch nach dem ersten Band werde ich natürlich die Saga mit Band drei weiter verfolgen. 


  7. Cover des Buches Todesmal (ISBN: 9783442486564)
    Andreas Gruber

    Todesmal

     (323)
    Aktuelle Rezension von: Read1ngl0ver

    Handlung:
    Eine Nonne stellt sich im BKA, verlangt nach Sneijder und gibt an in den nächsten 7 Tagen 7 Menschen zu ermorden. Das BKA hält sie fest, die Menschen sterben trotzdem. Doch was hinter den Morden steckt ist viel größer als man am Anfang erahnen kann.

    Charaktere:
    Sneijder wird noch skrupelloser und starre Strukturen hassender dargestellt als in den vorherigen Teilen. Daher stellt seine Forderung nach einer eigenen Einsatztruppe an den neuen Präsidenten ein klares Statement insbesondere im Hinblick auf den vorherigen Teil dar. Sneijder ist eben die Ausnahme aller Regeln.

    Nemez wird weiterhin sehr menschlich mit Zusammenbrüchen und Skrupeln im Hinblick auf manch Aktion von Sneijder dargestellt, was einerseits sicher ihrem Alter geschuldet ist, anderseits aber weiterhin ein gutes Gegengewicht zu Sneijder darstellt.

    Die Heimkinder werden als Maschinen dargestellt, was sehr gut zur gesamten Geschichte passt. Aus der Gewalt-Maschinerie entstanden und zur Gewalt-Maschine entwickelt. Warum Skrupel haben, wenn man durch Skrupellosigkeit entstanden ist!?

    Die Nonne eine Person, die weiß, was sie will und sich über die Konsequenzen ihres Handelns im Klaren ist, die sich aber für einen höheren Zweck opfert. Die ideale Aufgabe für eine Nonne, wenn auch etwas widersprüchlich im Rahmen der Taten. Für mich eine aufrichtige Person am Ende des Buches.

    Story:
    Die Handlung ist durchgehend spannend, allerdings denkt man zu Beginn nicht, dass sich die Geschichte zu solcher einer Grausamkeit entwickeln wird. Die Ermittlungsschritte sind logisch, allerdings ist erstaunlich, dass Sneijders Team mit ihren Annahmen immer richtig lagen, wenn auch oft zu spät.

    Fazit:
    Gruber geht hier Wege, die der ganzen Reihe einen neuen Charakterzug geben. Weg von der klassischen Serientäter-Aufklärungsreihe hin zu komplexeren Konstrukten und deren Aufklärung. Manchmal scheint es dann aber doch zu einfach.

  8. Cover des Buches Fünf (ISBN: 9783499257568)
    Ursula Poznanski

    Fünf

     (1.224)
    Aktuelle Rezension von: JulianeLorenz

    Also ich bin prinzipiell kein Krimi/Thrillers, darum sollte man meine Bewertung nur semi ernst nehmen.

    Der Schreibstil ist super flüssig und liest sich zügig weg. 

    Meiner Ansicht nach hätte das Buch auch drei heißen können. Fünf war mir zu lang.


    Aber eins stört mich massiv, warum ermittelt da das LKA? Die haben da nichts zu suchen. Des weiteren sind in der Polizeiarbeit leider einige Fehler. Der Rest des Buch scheint gut recherchiert zu sein, besonders wohl das Spiel um das es geht. 






  9. Cover des Buches Stella (ISBN: 9783446259935)
    Takis Würger

    Stella

     (321)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Der 20-jährige Schweizer Friedrich kommt Anfang 1942 nach Berlin. Er will sich umsehen in der Hauptstadt, von der behauptet wird, dass Juden dort mit Möbelwagen abgeholt werden und nicht wieder zurückkommen. In einer Kunstschule lernt er Kristin kennen, die ihn sofort fasziniert. Mit Tristan von Appen, einem eleganten, vermögenden Mann, verbindet ihn bald eine Art Freundschaft. Im Mai erfährt Friedrich die Wahrheit über beide. Tristan ist Mitglied der gefürchteten SS (Schutzstaffel der Nationalsozialisten) und Kristin heißt eigentlich Stella Goldschlag und ist ein "Köderjude", wie Tristan sie nennt. Sie sucht und verrät untergetauchte Berliner Juden an die Gestapo. Erst am Heiligabend verläßt Friedrich Berlin - allein.

    Ein schmales Büchlein, von gerade mal 222 Seiten Text, dazu noch mit reichlich Zeilenabstand und einem schlichten Cover, vermochte bei Erscheinen eine große Diskussion auszulösen. Auf dem insgesamt schwarzen Cover strahlt den Lesern das Gesicht der realen Stella Goldschlag entgegen. Kann das Leben der "Greiferin", auch "Blondes Gift" oder "Blondes Gespenst" genannt, mittels einer Liebesgeschichte in einem historischen Roman dargestellt werden, angesichts des Schreckens und Gräuels, die sie verursacht hat?

    Takis Würger hat über dieses Jahr 1942 in Berlin in kühler Sprache und ganz aus der Sicht von Friedrich geschrieben. Kurze Sätze, die wenig mehr als das wiedergeben, was Friedrich sieht und erlebt. Wenig Reflexion und Gefühle. Friedrich ist oft sprachlos, während Kristin/Stella und Tristan die Führung übernehmen, im Sprechen und Handeln. Dazu wird zu Beginn jeden Kapitals, das immer einem Monat entspricht, ein kurzer Abriss über tatsächliche historische Ereignisse vorangestellt. Dies verschärft den Eindruck eines eher nüchternen Berichts und hält den Lesenden vor Augen, was "im Hintergrund" geschieht. Rationierung des Essens, Geburten berühmter Persönlichkeiten, politische Entwicklungen etc. Eingestreut in den Text sind kursiv gedruckte Abschnitte, die aus Gerichtsakten stammen und über einzelne Schicksale jüdischer Personen oder Familien berichten, die durch Stella Goldschlag verraten wurden.

    Eine schwierige Lektüre, die zwar schnell gelesen, aber nicht schnell verarbeitet ist. Erwähnenswert ist das Nachwort von Professor Sascha Feuchert, dessen Forschungsschwerpunkt Holocaust- und Lagerliteratur innerhalb der Neueren deutschen Literatur ist. 

    "Stella" regt zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema an und hält die Diskussion lebendig. Als ein spezielles Buch gegen das Vergessen hat es eine wichtige Aufgabe erfüllt. Ich vergebe vier Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die sich dem Thema nähern wollen.




  10. Cover des Buches Illuminati (ISBN: 9783404148660)
    Dan Brown

    Illuminati

     (5.030)
    Aktuelle Rezension von: Legra

    Ich fand das Buch von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Der Schriftstil ist zwar gewöhnungsbedürftig, allerdings lohn es sich. Es gab keine Minute, in der ich das Buch weglegen wollte, da es auf jeder Seite Spannung gab. Hier findet eine perfekte Verschmelzung zwischen Krimi und Naturwissenschaft statt, aufgrund von Kern und der Erstellung von Antimaterie, die hochexplosiv ist, sobald sie in Berührung mit Materie kommt. Auch die Beschreibungen über Rom fand ist sehr gut gelungen.

  11. Cover des Buches Elefant (ISBN: 9783257069709)
    Martin Suter

    Elefant

     (271)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ein etwas märchenhaftes verzauberndes Buch.

  12. Cover des Buches Der Besuch der alten Dame (ISBN: 3257230451)
    Friedrich Dürrenmatt

    Der Besuch der alten Dame

     (1.784)
    Aktuelle Rezension von: Surari

    Claire Zachanassian kehrt in ihr Heimatdorf zurück. Heute ist sie eine reiche Frau die nicht auf ihr Geld achten muss. Damals als sie die Stadt verlassen hat war sie ein armes Mädchen das von ihrem damaligen Liebhaber nicht nur sitzengelassen wurde sondern auch von ihm schwanger war. Er behauptete sie habe noch mit anderen Männern geschlafen weshalb sie zur Prostituierten wird bis sie ihr erster reicher Ehemann dort rausholt. Heute ist ihr Heimatdorf und die Bewohner verarmt und sie hoffen auf ihre Großzügigkeit, sie ist gewillt dem Dorf und den Bewohnern Geld zu geben, wenn sie dafür ihren ehemaligen Liebhaber Alfred umbringen. Zuerst darüber entrüstet lehnen die Bürger das Angebot ab, aber nach und nach gibt doch jeder mehr Geld aus als er besitzt. Nur wer wird Alfred das Messer in den Rücken stechen?

    Ich kann gar nicht sagen ob ich jemals einen Dürrenmatt in der Schule lesen musste. Heute lese ich gerne mal etwas was als Klassiker gehandelt wird. Der Besuch der alten Dame hat mich nach der Rezension von @das_politische_buch_djb
    sehr interessiert und ich wurde nicht enttäuscht. Was passiert mit einer Gesellschaft wenn sie vor der Aussicht auf Wohlstand steht aber dafür muss ein Mensch getötet werden. Die Menschen hier stehen 'angeblich' fest zu Alfred und als er merkt wie die Leute mehr Geld ausgeben als sie haben und sogar seine eigene Familie und auch die Polizei dazu gehören, da wird im bewusst das es nur auf seinen Tod hinauslaufen kann. Das wohl jeder spekuliert das irgendwer ihm das Leben nimmt und deshalb kann man Geld ausgeben das man nicht hat, denn bald wird man es ja haben. Wie die Bürger damals zu ihm gehalten haben und heute des Geldes wegen ihre Ansichten von damals ändern. Eine Geschichte über Moral, Macht, Gier, Versuchung. Wie weit ist man bereit zu gehen um selbst besser im Leben dazustehen? Was kostet eine Leben?

  13. Cover des Buches Der Fall Moriarty (ISBN: 9783458176121)
    Anthony Horowitz

    Der Fall Moriarty

     (216)
    Aktuelle Rezension von: Darkkeyy

    Der Fall Moriarty ist sehr spannend und hat einen tollen Schreibstil. Zur Story kann ich nur sagen, dass es gelungen ist, den Leser an das Buch zu fesseln und wird - leider - an spannenden Stellen hingehalten. Die Protagonisten sind ausführlich beschrieben und Inspektor Jones ist ein sehr sympathischer Kerl mit leichtem Drang zur Selbstüberschätzung. Das Ende ist meiner Meinung nach sehr gelungen und hat mir am Ende nochmal sehr deutlich gezeigt, wie sehr man sich doch irren kann. 


    Der Anfang fiel mir etwas schwer, da es meiner Meinung nach etwas schleppend beginnt. 


    Buchempfehlung für Fans der Sherlock Holmes Romane. 

  14. Cover des Buches Splitterfasernackt (ISBN: 9783426784884)
    Lilly Lindner

    Splitterfasernackt

     (435)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    ,,Einmal in diesem Leben möchte ich morgens aufwachen und verstehen, warum ein Mann eine Frau vergewaltigt. Ich möchte begreifen, warum Männer kleine Kinder ficken.‘‘ - Seite 242, Splitterfasernackt; Lilly Lindner

    In diesem Buch geht es um Lilly Lindner selbst, die mit sechs Jahren regelmäßig von ihrem Nachbarn missbraucht wird. Als sie dann dreizehn Jahre alt wird, rutscht sie in die Magersucht und fängt an zu hungern. Außerdem entwickelt sie Depressionen und fängt an sich selbst zu verletzen. Doch all das, scheint nicht zu helfen. Also beschließt sie ihrem Körper zu verkaufen, der lange nicht mehr ihr gehört…

    Ich finde es unfassbar schwierig, eine Rezension zu einer Autobiografie zu verfassen. Letztendlich ist es ja immer noch die Geschichte der Autor*innen und ich glaube nicht, dass man darüber urteilen kann. Ich möchte dennoch versuchen, meine Worte zu diesem Buch zusammen zufassen, denn dies war ein Buch, das mich unglaublich oft zum Weinen gebracht hat. Und nicht nur das, in vielen Punkten (ohne darauf näher einzugehen), die sie beschreibt, kann ich mich wieder finden.

    Lilly Lindner hat mit so einer grandiosen Sprache ihre grausame Geschichte zu Wort gebracht, was oft dafür gesorgt hat, dass ich an vielen Menschen und auch an das Vertrauen in die Menschen gezweifelt habe. Ich werde niemals verstehen können, dass Menschen so etwas kleinen Kindern antun können und ihnen somit ihre Kindheit, nein, ihr ganzes Leben rauben. Diese Dinge passieren heutzutage leider viel zu oft hinter verschlossener Tür & meistens bekommen wir all das gar nicht mit.

    Das ist ein Grund dafür, warum ich Lilly Lindner so bewundere. Ich finde, dass es eine Menge Mut, Stärke und Vertrauen braucht, um diese Geschichte an die Öffentlichkeit zu tragen. Erst einmal muss es furchtbar sein, all die Dinge aufzuschreiben, die ihr passiert sind, da man ja immer wieder beim Schreiben an all die Grausame Dinge denken muss. Außerdem finde ich es sehr mutig von Lilly Lindner, dass sie auch die Folgen dieser schrecklichen Tat beschreibt. Denn ich hoffe sehr, dass es manche Menschen vielleicht die Augen öffnen kann.

    Ich finde es so faszinierend, mit welchen Worten Lilly Lindner ihre Geschichte niederschreibt. Ihre Worte haben dafür gesorgt, dass ich weinen musste und oftmals das Buch aus der Hand legen musste, um einmal kurz durchzuatmen, bevor ich mich weiter diesen grausamen Dingen widme. Lilly Lindner benutzt so viele emotionale und gefühlvolle Worte, die einen so sehr in ihre Geschichte reinziehen. Lilly Lindner benutzt in diesem Buch Worte, die ich noch nie in meinem Leben gehört habe. Und doch weiß man ganz genau, was die Autorin uns damit sagen möchte.

    ,,Splitterfasernackt‘‘ war für mich ein Buch, dass mich sprachlos zurückgelassen hat. Ich möchte anmerken, dass dieses Buch keine leichte Kost ist und man es nicht mal ,,zwischendurch‘‘ lesen kann. Dieses Buch ist tiefgründig und zeigt uns eine Welt, die viele Menschen gar nicht sehen wollen. Dafür bin ich Lilly Lindner ebenfalls dankbar, dass sie über diese dunkle Seite der Welt spricht. Ich möchte gerne auch noch ,,Winterwassertief‘‘ lesen und hoffe darauf, dass Lilly Linder in diesem Band endlich die Möglichkeit findet, mit all den Dingen etwas besser zu Recht zu kommen.

  15. Cover des Buches Der Steppenwolf (ISBN: 9783518463550)
    Hermann Hesse

    Der Steppenwolf

     (1.259)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Lange und flüssig zu lesende Sätze mit hoher Gedankendichte und geradezu verschwenderisch-pompösem Wortreichtum zieht man lesend über weite Teile des Werkes in sich hinein wie frische, belebende Frühlingsluft. Sollte diese Erzählung eine deutliche und erkennbare Botschaft haben, so ist sie mir ebenso deutlich und erkennbar entgangen. Für mich geht es in diesem Buch im Wesentlichen um die stets erwünschte, gewollte, erhoffte, mit vielen Hindernissen und Umwegen ausgestattete, kaum erreichbare Selbstfindung. Aber wie Hermann Hesse in seinem Nachwort selbst bemerkt: Möge jeder aus der Erzählung machen, was ihm entspricht und dienlich ist.

  16. Cover des Buches Zerrspiegel (ISBN: 9783944264738)
    Katja Montejano

    Zerrspiegel

     (147)
    Aktuelle Rezension von: nadine_im

    Ein brutaler Überfall stürzt das Leben der neunzehnjährigen Jazz in einen Abgrund voller Angst und Grauen. Gleichzeitig verschwinden ihre Mutter und Schwester - die Polizei steht vor einem schier unlösbaren Rätsel. Wurde die Familie Zielscheibe eines perversen Serienkillers oder steckt ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit hinter dem schrecklichen Geschehen? Ein gefährliches Katz- und Mausspiel zwischen Jazz und dem wahnsinnigen Mörder beginnt. Sein Plan ist Rache! Ihr Plan ist, zu überleben!


    Zum Aufbau, es wird abwechselnd aus der Sich von Jazz und dem Täter berichtet, dadurch schafft es die Autorin die Leser am Ball zu behalten, denn nur Jazz ihre Ansicht wäre für dieses Buch nicht mitreißend genug gewesen, da sie wirklich emotionslos dargestellt wird und eine lange Zeit im Buch auch nichts passiert bis am Ende wieder ein starker Höhepunkt folgt.

    Also haben wir Spannungen am Anfang und am Ende des Buches, in der Zwischenzeit liest man meiner Meinung schnell Jazz ihre Kapitel durch um schnell wieder zu den Gedanken des Täters zu gelangen. Dort ist die Emotionslosigkeit, oder ab und zu die Wut recht fesselnd.


    Jazz leidet am Asperger Syndrom, leider wird darauf nicht groß aufgebaut und teilweise widerspricht sich das auch in ihrer eigenen Sprache... zudem gibt es ein paar Textstellen wo Jazz Dinge erklärt die wie wortwörtlich aus dem Internet kopiert klingen, ich weis nicht ob das Teil des Syndroms ist, weil man die Dinge einfach übernimmt, oder ob es nicht anders geschrieben wurde.

    Man kann sich nicht wirklich mit ihr identifizieren, da sie ja nun wirklich nicht von Emotionen sprüht, also fehlt auch die Empathie.

    Und dann wird noch eine Liebesgeschichte reingeworfen, die entweder besser ausgebaut hätte werden sollen, oder eben nicht vorkommen sollte. Es ist so als würde man den Inhalt nur auffüllen wollen, trotzdem ist es schön, dass Jazz nicht mehr alleine ist und sich selbst überwinden kann!

    Leider war das Ende dann irgendwie nicht so brutal wie ich es mir vorgestellt habe und vor allem gegen Ende noch schnell mit Fakten aufgefüllt um die Geschichte besser zu erläutern...


    Trotz der paar Schreibfehler und den oben erwähnten Dingen ist das Buch an einigen Stellen spannend und für Zwischendurch nicht schlecht! Also von mir 2.5-3 Sterne!

  17. Cover des Buches Wolkenschloss (ISBN: 9783596523092)
    Kerstin Gier

    Wolkenschloss

     (1.396)
    Aktuelle Rezension von: Dahlina-Sophie

    Egal welches Buch von Kerstin Gier ich bisher in den Händen gehalten habe - enttäuscht wurde ich noch nie! Und dabei habe ich vergleichsweise wahrscheinlich wirklich erst spät mit ihren Büchern gestartet, als ich vor ein paar Jahren mit Mitte zwanzig die Edelstein-Reihe entdeckt und gelesen habe. In Windeseile habe ich die Geschichte verschlungen, mir im Anschluss direkt Silber gekauft und geliebt und war mehr als froh, als ich dieses kleine, aber feine Schmuckstück in der Buchhandlung gefunden habe. Kurzer Kommentar zum Cover: Mal wieder eine glatte 1! 


    Gelesen habe ich Wolkenschloss schon im letzten Winter, aber in die Jahreszeit hat es auch perfekt hineingepasst. Denn in diesem Buch schickt Kerstin Gier uns in eine märchenhafte Schneelandschaft mitten in die Schweizer Berge, wo die siebzehnjährige Fanny ein Praktikum in dem charmanten Hotel Wolkenschloss macht, dabei von einem kleinen Abenteuer ins nächste schlittert und die Geheimnisse rund um das Haus aufdeckt. Wie immer wimmelt es nur so von lauter liebenswürdigen Charakteren, die man einfach in sein Herz schließen muss. Mit viel Charme wickelt dieses Buch seine Leser innerhalb weniger Seiten um seine Finger und hinterlässt beim Umblättern der letzten Seite eine wohlige Wärme im Bauch. Klare Leseempfehlung! 

  18. Cover des Buches Untreue (ISBN: 9783257069082)
    Paulo Coelho

    Untreue

     (224)
    Aktuelle Rezension von: theArtofReading

    Die Handlung scheint in erster Linie verwirrend und unübersichtlich zu sein, da die Protagonistin, Linda, ein scheinbar traumhaftes Leben führt.
    Ihr Leben strahlt im Glanz ihres beruflichen Erfolges und ihrer erfüllten Ehe. Das alles klingt zwar traumhaft doch Coelho legt mit der Handlung dieses Romans die Kehrseiten offen. Linda fühlt sich in ihrer, für sie monotonen und langweiligen, Routine gefangen und verfällt durch diese Belastung in eine Spirale der Unzufriedenheit.

    Für mich war es vorerst nicht nachvollziehbar wieso eine Person mit solch einem Leben diese Art von Depressionen und psychischen Probleme hat, doch der Hintergrund der sich zum Ende des Buches herausstellt ist die Basis für Lindas Suche nach Spannung und Abwechslung. Auf eben dieser Suche geht Linda einen Weg, gepflastert mit Lügen. Schlussendlich geht sie sexuelle Bindungen ein und wird somit untreu.
    Das interessanteste ist, dass sie um ihre Zufriedenheit zu erreichen und sich selbst treu zu sein und ihrem Partner gegenüber untreu sein muss.

    Coelho zeigt in diesem Roman eine interessante Art Und Weise eigene Bedürfnisse über den gesellschaftlichen Normen zu setzen Und somit Prioritäten zu setzen.

  19. Cover des Buches Das große Schweigen (ISBN: 9783954516575)
    Katja Montejano

    Das große Schweigen

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Tom_Read4u
    Atme, so lang du noch kannst!' – diese bizarre Nachricht erreicht die ehemalige Kripobeamtin Primerose Bouillé kurz nach dem Mordanschlag auf ihren Vater, einen Berner Staranwalt. Es ist für sie der Anfang eines Alptraums. Ein gnadenloser Killer beginnt ein grausames Spiel und tötet Schlag auf Schlag ihre Freunde. Als Primerose erkennt, dass auch ihr Leben bedroht ist, trifft sie eine einsame Entscheidung. Doch auch alleine kämpft sie ums Überleben und um das Geheimnis, was dahinter steckt.  Ihr Vater scheint mehr gewusst zu haben, mehr getan zu haben, als sie sich hat jemals vorstellen können. Wird sie es schaffen oder ist es bereits zu spät ???

    Mit diesem gnadenlosen Krimi bedient sich die Autorin Katja Montejano einem der dunkelsten Kapiteln der schweizer Geschichte mit all seinen Folgen, nämlich über die "administrativ Versorgten" .
    Allein schon der Prolog lässt einem ein Schauern über den Rücken laufen und nicht zuletzt, die Schritt für Schritt ans Tageslicht kommende Fakten verlangen einiges von Primrose und ihren Freunden/ Familie ab, sondern auch von uns Lesern.
    Die Charakterzüge aller beteiligten Personen, besonders Primrose und Luc sind perfekt ausgearbeitet und entwickeln sich im Verlauf so wie es sich jeder vorstellt. Klar sind einige Auffälligkeiten zwischen Primrose mit ihrem Kurzhaarschnitt, schwarzen Kleidungsstil und ihrerm Technikequipment zu Lisbeth Salander aus der Millenium Triologie nicht von der Hand zu weisen, aber das stört eigentlich nicht. Ich persönlich hab einwenig schmunzeln müssen, als ich es gelesen hatte.
    Die vielen unerwarteten kleinerern Wendungen im Verlauf der Geschichte, macht dieses Thema umso spannender und zeigt auch welche Gesellschaftsschichten wohl involviert waren. Alles in allem, ein sehr guter Krimi mit einem tollem Team, von dem man getrost weitere Fälle erwarten könnte -  sofern es die Autorin zulässt. ;)

  20. Cover des Buches Maestra (ISBN: 9783492060516)
    L.S. Hilton

    Maestra

     (123)
    Aktuelle Rezension von: DrunkenCherry

    Die Geschichte von Judith Rashleigh war wirklich anstrengend. Anfangs konnte ich die negativen Rezensionen noch gar nicht nachvollziehen, denn im ersten Drittel fand ich das Buc durchaus unterhaltsam. Es gibt viel Erotik und ich fand die Einblicke in die Kunstszene auch interessant.

    Was mich allerdings ziemlich schnell genervt hat, waren die endlosen Beschreibungen und Markennennungen der Klamotten. Ganz ehrlich, was interessiert mich, welche Marke das Kleid ist, das die Frau gerade trägt? Man hatte so den Eindruck, als hätte die Autorin in einem Katalog mit Edelklamotten geblättert und hier alles verwurstet, was sie selbst gern hätte - und Klamotten von H& M sind ein Frevel. Etwas dezenter eingesetzt hätte das die snobistische Einstellung der Figuren zeigen können, so war es einfach nur nervig.

    Interessant war, dass man eigentlich nie so recht wusste, wohin Judiths Reise nun geht - zugleich war das aber auch unglaublich anstrengend, denn oft hatte ich den Eindruck, dass die Autorin es selbst nicht so recht wusste und einfach drauf los geschrieben hat. Sie schafft es dann zwar, die Fäden zusammenlaufen zu lassen, aber auf so kuriose Weise, dass man nur die Augenbraue hochzieht und sich denkt: "Was zum Teufel erzählst du mir hier eigentlich, Mädel?"

    Sex paart sich hier mit Mord und Totschlag und ich will nicht sagen, dass die Geschichte blöd war, sie war nur so unheimlich banal geschrieben. Die Autorin hat dem Leser einfach alles so plump vor den Latz geknallt, dass keinerlei Spannung aufkommen konnte. 

    Eigentlich schade, denn ich war so sehr auf der Suche nach einer Reihe, die Spannung und Erotik gekonnt verbindet - das habe ich hier allerdings nicht gefunden.


  21. Cover des Buches Die Mondschwester (ISBN: 9783442490783)
    Lucinda Riley

    Die Mondschwester

     (359)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Tiggy ist die fünfte Schwester, die von ihrem Ziehvater Pa Salt adoptiert wurde. Man merkt recht schnell, dass sie anders ist, als die restlichen Schwestern. Denn Tiggy ist esoterisch veranlagt und hat häufig ein bestimmtes ,,Bauchgefühl‘‘, dass ihr Dinge verrät, die viele gar nicht bemerken. Als sie dann auf ihrer Arbeit eine bestimmte Person kennenlernt, erfährt sie viele unterschiedliche Dinge über ihre Herkunft, die dafür sorgen, dass sie sich auf ihre eigene Reise in die Vergangenheit begibt…

    Mit jedem einzelnen Band der ,,sieben Schwestern‘‘ Reihe, verliebe ich mich immer mehr und mehr in die Charaktere und all die Menschen die auf irgendeine Art und Weise mit den Protagonisten verbunden sind. Lucinda Riley hat hier unglaublich tolle Arbeit geleistet und ich bewundere sie sehr dafür, dass sie so eine Reihe auch nach dem fünften Band immer noch am Leben halten kann, ohne, dass es jemals langweilig wird. Denn auch Tiggy hat einen großen Platz in meinem Herzen!

    Besonders an Tiggy liebe ich, dass sie ihre Liebe zur Natur hat und ihren Glauben an das Gute im Menschen niemals verliert. Das hat sie mir sofort sympathisch gemacht und ich habe sie direkt ins Herz geschlossen.  Ich finde Tiggy so unglaublich toll und bewundere sie so sehr dafür, dass sie so viel einsteckt und trotz allem niemals austeilt. Sie ist eine der nettesten Personen, die ich je kennen gelernt habe und sie wird mir sehr fehlen. Außerdem fand ich es auch sehr toll, dass man zwei andere Schwestern wieder sieht und man auch von ihnen etwas lesen kann.

    Auch Lucias Persönlichkeit mochte ich recht gerne, da ihre offene Art mich sehr überrascht hat. Denn irgendwie haben die beiden nicht wirklich irgendwas gemeinsam. Wenn man nicht wüsste, dass sie verwandt sind, würde man sich das auch gar nicht vorstellen können. Dennoch fand ich Lucia als Person nicht wirklich sympathisch und ich habe zu ihr keinen guten Draht gefunden. Das fand ich sehr schade, aber auch gar nicht so schlimm, denn man kann ja auch nicht jeden Charakter mögen. Aber Lucia hat mir die Geschichte nicht schlecht gemacht!

    Lucinda Rileys Schreibstil konnte mich auch in diesem Band wieder vollkommen überzeugen. Ich liebe ihre Art zu schreiben immer noch so sehr wie seit dem ersten Band und möchte all die anderen Bücher von ihr noch lesen, da ich mir sicher bin, dass mich auch all ihre anderen Bücher umhauen werden. Die lockere, flüssige, angenehme und leichte Art die Lucinda hier immer wieder benutzt, gefällt mir einfach unfassbar gut. Und auch der Lesefluss wird in keiner Weise gestört, was dafür sorgt, dass man das Buch am liebsten innerhalb eines Tages verschlingen möchte. 

    ,,Die Mondschwester‘‘ konnte mich komplett überzeugen und ich habe die Geschichte geliebt. Leider gibt es in diesem Band nicht wirklich weiter Hinweise auf Pa Salt und seinen Tod, was ich unfassbar schade finde. Ich hoffe immer noch sehr darauf, dass man endlich die Lösung findet und man weiß, was wirklich passiert ist und/oder ob er wirklich gestorben ist. Tiggy hat da ja so ein Gefühl und dieses habe ich irgendwie auch. Und irgendwie auch wieder nicht. Von mir bekommt die Buchreihe eine dicke Empfehlung, denn egal ob jung oder alt, ich bin mir sicher, dass sicher jeder genauso sehr in die Reihe verlieben wird, wie ich!

  22. Cover des Buches Tell (ISBN: 9783257072006)
    Joachim B. Schmidt

    Tell

     (190)
    Aktuelle Rezension von: lex-books

    Ob die Verlagswerbung à la „Blockbuster“ und „Thriller“ die Sache treffend beschreibt, sei einmal dahingestellt. Ein Pageturner ist „Tell“ aber durchaus. Schmidt legt ein äußerst fesselndes, nahegehendes, aber auch überraschend kurzweilig zu lesendes Familiendrama über den Schweizer Nationalhelden vor.

    Sein Tell ist ein Freiheitskämpfer wider Willen, der in seine Rolle hineingetrieben wird, ansonsten aber ein verschlossener Sonderling ist. Zwar versorgt er die Familie – Mutter, Schwiegermutter, Frau und Kinder -, trägt aber tyrannische Züge. Vor allem Walter gegenüber, dem Sohn seines verstorbenen Bruders Peter, ist er ungerecht und unbeherrscht. Seine schroffe Art ist es auch, die Harras, die rechte Hand von Landvogt Gessler gegen ihn aufbringt, was schließlich zum Apfelschuss führt.

    Beeindruckt hat mich, wie Schmidt mit seiner verknappten Art des Schreibens, eine ganze Szenerie vor dem inneren Auge entstehen lässt. Auf nicht mal 300 Seiten, unterteilt in zehn Kapitel, kommen jeweils unterschiedliche Charaktere zu Wort, die die Geschichte zackig vorantreiben und ein faszinierendes Kaleidoskop aus Perspektiven entstehen lassen. Die Sequenzen sind manchmal nur ein, zwei Seiten lang. Trotzdem fühlte ich mich nicht gehetzt, sondern empfand die Übergänge als natürlich und den Ton authentisch. Von Tells Mutter, zu dessen Sohn, zum Pfarrer, zum Landvogt usw. werfen sich die Beteiligten sprichwörtlich die Bälle zu und bieten ein deutliches Bild von Zeit und Ort, Beziehungen und Persönlichkeiten. Tell selbst spricht übrigens erst ganz am Ende.

    Schmidt beherrscht auch die Kunst, Leid (das körperliche wie das seelische) präzise zu formulieren, ohne sich ellenlang darüber auszulassen. Wenn Gesslers Männer über die Schweizer Bauern herfallen, plündern, morden, vergewaltigen und verstümmeln (wir befinden uns im tiefsten Mittelalter!) reicht Schmidt oft ein Halbsatz, um das Grauen greifbar zu machen, sogar seitens derjenigen, die es verursachen. Chapeau!

    Ich bin in dem Buch versunken, habe mich in die Schweizer Bergwelt versetzt gefühlt, mit den Bauern gelitten und mit Tells Familie um die Existenz gebangt. Den Dreh am Ende, wenn Schmidt zu einer Erklärung für Tells Eigenbrödlertum, seinen Zorn und seine Wildheit übergeht, hätte es aus meiner Sicht nicht unbedingt gebraucht. Er macht das Familiendrama aber rund und wird glaubwürdig integriert. In gewisser Weise wird sogar eine Brücke in die aktuelle Zeit geschlagen.

    Nett wäre ein Nachwort mit einer geschichtlichen Einordnung bzw. einigen historischen Fakten, gewesen, die im Buch kaum Erwähnung finden. Dann hätte ich mir auch Wikipedia sparen können. Aber das ist schon Jammern auf hohem Niveau.

    Fazit: Der Mythos Wilhelm Tell eingebettet in ein unterhaltsames Perspektiv-Ping-Pong und ein berührendes Familienschicksal. Mein kümmerliches Allgemeinwissen, das sich vor dem Lesen auf Armbrust und Apfel beschränkte, bedankt sich für eine bewegende, turbulente Nachhilfestunde in Sachen Literatur und Geschichte.

  23. Cover des Buches Ein fauler Gott (ISBN: 9783518425879)
    Stephan Lohse

    Ein fauler Gott

     (95)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Jonas ist tot. Mami und Ben sind sehr traurig. Der Elfjährige glaubt, „Gott selbst ist faul in seiner Allmacht, und es bereitet ihm Freunde, den Brüdern die Brüder zu stehlen und den Müttern ihre Kinder. Er ist unersättlich. Es gibt im Himmel immer mehr Tote als Lebende auf der Erde.“ (Seite 8)


    Der deutsche Schauspieler und Theaterregisseur Stefan Lohse ist 1964 in Hamburg geboren und veröffentlichte mit „Ein fauler Gott“ 2017 seinen ersten, mit guten Kritiken überhäuften, Roman.

    Darin nähert er sich dem Schmerz von Mutter und Bruder an und zeigt, wie sich das Leben durch den Tod verändert. Doch der Alltag fordert weiterhin seinen Tribut. Ben findet neue Freunde, die ihm beim Weiterleben helfen, was schließlich auch seiner Mutter zugute kommt. 

    Dieser Entwicklungsroman spielt zu einer Zeit, als es noch Fotoapparate mit Blitzwürfeln gab und sich Jungs zu Weihnachten noch Plattenspieler wünschten. Und Reisen in die Ostzone gab es auch noch. Dieser Rückblick hat mir persönlich sehr gefallen, da er mich in meine eigene Jugend zurückgeführt hat.

    Das Buch ist zwar oft traurig, es enthält jedoch auch zahlreiche Stellen, die zum Schmunzeln und Lachen einladen. Noch nie war ich den Gedanken eines Jungen so nah wie in diesem Buch. Was mich beim Lesen allerdings etwas überforderte, waren die Erinnerungen der Mutter an die eigene Kindheit während der Nazizeit. Sie passten in meinen Augen nicht so recht zum sonstigen Buch, weshalb ich einen Stern von der Höchstpunktzahl abziehe.

  24. Cover des Buches Königskinder (ISBN: 9783446260092)
    Alex Capus

    Königskinder

     (166)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Eingeschneit mitten auf dem Jaunpass, übernachten im Auto ist angesagt. Als Zeitvertreib erzählt Max seiner Frau Tina eine Geschichte aus der Gegend, aus der Zeit Ende des 18. Jahrhunderts.

    Interessant ist das switschen zwischen der erzählten Geschichte und den Dialogen von Tina und Max. Als Leser wird man ungeduldig wie es denn nun weitergeht mit dem Kuhirten aus den Greyerzerland, am Hof der französischen Prinzessin - nämlich dann wenn Tina im Auto wieder teils berechtigte, teils nervenden Einwände an der Geschichte ausmacht, dann möchte man zurück zu Jakob und seinen Kühen, zur kühlen Prinzessin, zum stinkenden Königshof. 

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