Bücher mit dem Tag "schweden"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schweden" gekennzeichnet haben.

1.832 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.388)
    Aktuelle Rezension von: MaFu

    Nachdem der Mensch jahrhundertelang die Meere ausgebeutet hat, schlagen seine Bewohner plötzlich zurück. Wale und Orcas greifen Menschen an, Krebse fallen über Strände her, Tsunamis zerstören ganze Küstenstreifen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern sucht zusammen mit US-Militärs nach der Ursache und wird fündig…

    Auf  ca. 1000 Seiten hat Schätzing auf der einen Seite einen Weltuntergangsthriller geschrieben mit den dazugehörigen guten und (unerwartet) bösen Charakteren, der einen oder anderen Liebes- und Selbstfindungsgeschichte sowie vielen, vielen Toten. Nebenbei ist es auch gute Science-Fiction, auch wenn die „Aliens“ nicht aus dem Weltall, sondern aus der Tiefsee kommen.

    Auf der anderen Seite liest sich das Buch teilweise wie ein Sachbuch mit gut aufbereiteten Infos über die Tiefsee, ihre Bewohner und das Ökosystem Erde.

    Mich hat an diesem Buch vor allem beeindruckt, wie gründlich Schätzing mit der landläufigen Meinung von der Vorherrschaft des Menschen,  der „Krönung der Schöpfung“,  aufräumt. Unabhängig von der Wahrscheinlichkeit, ob die Geschehnisse im Buch zur Realität werden könnten, hat mich dieses Buch dazu gebracht, noch einmal aus einem anderen Blickwinkel über das Thema Umweltschutz und meine Rolle dabei nachzudenken. Schätzing führt uns gnadenlos unsere eigene Hybris und Bedeutungslosigkeit vor, mit dem Kerngedanken „Die Erde braucht uns nicht zum Überleben, aber wir brauchen die Erde…“

    Fazit: Es ist eine gute Mischung aus allem, aber eben mit seinen 1000 Seiten kein Buch für zwischendurch. Man muss sich auf das Thema und Schätzings Erzähltempo einlassen, dann erlebt man einen fundiert erzählten, spannenden und auch beängstigenden Wissenschaftsthriller.

  2. Cover des Buches DUNKEL (ISBN: 9783442758609)
    Ragnar Jónasson

    DUNKEL

     (372)
    Aktuelle Rezension von: ENI

    Zum Inhalt: Kommissarin Hulda Hermannsdóttir muss frühzeitig in Ruhestand gehen, um Platz für einen jüngeren Kollegen zu machen. Sie darf die letzten Tage noch an einem “cold case” arbeiten. Die Zeit, um endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen, rennt.

    Meine Meinung: Hulda ist eine einsame Frau, die in einfachen Verhältnissen lebt, da sie auf der Karriereleiter nicht sehr hoch geklettert ist. Der bevorstehende Ruhestand macht ihr Angst denn ihre Arbeit gab ihr Halt. Ich mochte Helda und hatte Mitgefühl mit ihr. Der Spannungsbogen dieser Geschichte emfpand ich als durchgehend. Die Stimmung in diesem Buch war durchgehend bedrückend. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Das Ende war sehr überraschend - einmal etwas anderes - allerdings nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte.

  3. Cover des Buches Scherbenseele (ISBN: 9783442483334)
    Erik Axl Sund

    Scherbenseele

     (236)
    Aktuelle Rezension von: Anndlich

    Immer mehr Jugendliche nehmen sich auf unterschiedlichste Weise und an unterschiedlichen Orten in Schweden das Leben. Eines haben sie jedoch gemeinsam, sie hören die Musik des gleichen Interpreten.
    Zur gleichen Zeit werden einflussreiche Männer ermordet. Jens Hurtig ermittelt in diesen Fällen und erkennt Zusammenhänge.

    Scherbenseele ist der erste Teil der Kronoberg-Reihe des Autorenduos Erik Axl Sund (Jerker Eriksson und Hakan Axlander Sundquist).

    Der Beginn des Buches hat mich einige Nerven gekostet. Der Schreibstil wirkt abgehakt und hat sehr starke philosophische Züge. Es geht um das Leben, den Tod und die Zeit. Dinge, die in einen Psychothriller passen und gerne erwähnt werden dürfen, aber über 2/3 des Buches hatte ich das Gefühl, dass es hier hauptsächlich ums philosophieren geht.
    Nach etwa 280 Seiten änderte sich der Schreibstil, die Sätze wirkten harmonischer und ließen sich flüssiger lesen. Der Fokus des Buches ändert sich indes auch und die (Selbst)Morde rücken in den Fokus. Hier steigt der Spannungsbogen deutlich und das obwohl ich das Ende vorhersehbar empfand.

    Diesem Buch hätte ich gerne 2,5* gegeben, am Ende habe ich mich hier für die 3* entschieden.

  4. Cover des Buches After Work (ISBN: 9783736305595)
    Simona Ahrnstedt

    After Work

     (299)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Stockholm, Spätherbst, 16°C, Nacht, die Frisur sitzt:

    Die Werbetexterin Lexia ertränkt einen misslungenen Mädelsabend allein in einer Bar, nicht ahnend, dass der Typ, mit dem sie anfängt zu flirten und dem sie von ihren Unsicherheiten berichtet, am nächsten Tag ihr neuer Chef ist.

    Adam, ein attraktiver und fleißiger CEO, lässt einen Tag voller Einrichtungsarbeiten in seiner neuen Wohnung gemütlich in legerer Kleidung ausklingen, nicht ahnend, dass er die hübsche Blondine am Bartresen, mit der er zu flirten beginnt, am nächsten Tag wahrscheinlich feuern muss.

    Ich habe jedes Buch von Simona Ahrnstedt, das bis dato erschienen ist, gelesen. Gut finde ich an der Autorin, dass sie aktuelle gesellschaftliche Themen wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Schere zwischen Arm und Reich usw. immer in ihre Romanzen einbezieht. Seit etwas mehr als 2 Jahren lag AFTER WORK nun auf meinem SUB, während ich die Neuerscheinungen der Autorin, wie zum Beispiel: „The promises we made“ gleich nach Erscheinen las. Ursächlich dafür waren die negativen Rezensionen, die ich überall las und hörte. Nun war jedoch der Zeitpunkt für dieses Buch als Urlaubslektüre gekommen und was soll ich sagen? Ich hätte auf die Meinungen der anderen Leser hören sollen.

    Ja, das Buch behandelt aktuelle Themen, doch fühlt sich das dieses Mal überladen an. Die Autorin versucht alles anzusprechen – Bodypositivity, Mobbing, Rassismus, Liebesentzug, körperlicher und seelicher Missbrauch in der Kindheit, Schönheitsideale, Bodyshaming, Kariere vs. Kindererziehung, Diversität etc. Dabei erschafft die Autorin eine schwache Protagonistin, die konträr zu der anvisierten Ausstrahlkraft des Buches steht. Diese Frau strahlt alles andere als Selbstsicherheit aus. Selbst die Nebencharaktere haben mehr Biss und ich wollte lieber mehr von ihnen erfahren. Das hätte dann vielleicht auch die ausufernde Länge des 519-Seiten- starken Buches gerechtfertigt.

    Die Protagonistin beklagt sich mit wachsender Genervtheit des Lesers über ihre Körperfülle und die Kommentare der Personen in ihrem Umfeld zu diesem Thema. Es werden Stereotype aufgezeigt und zementiert. Es gibt die gute Protagonistin, die automatisch von allen Lesenden sowie dem männlichen Protagonisten mit Mitleid überhäuft werden soll, und es gibt die Antagonisten, die alle nur gemeine, niederträchtige Arschlöcher ohne Hobbies sind. Deren Motivation bleibt ungewiss. Der Leser soll sie durch ihr Handeln als Gegner identifizieren und ihnen Unverständnis entgegenbringen, sie vielleicht sogar hassen. Das ist mir persönlich zu viel Schwarz-weiß- Sicht. Bei Büchern und Filmen möchte ich auch die Motivation der Antagonisten aufgezeigt bekommen. Dies misslingt der Autorin hier leider.

    Im Roman wird die Protagonistin von zwei Lagern beschallt: „Ihh, dein Gesicht sieht schlimmer aus als der Arsch einer Kuh“ und „OMG, du bist das wunderschönste Wesen auf dem ganzen Planeten“. Schade, dass die Autorin hier keinen anderen Weg gefunden hat, beispielsweise durch das Aufzeigen der Makel anderer Protagonisten. Es ist doch niemand perfekt. Sowieso hat jeder eine andere Definition von „perfekt“. Doch weit gefehlt. Das männliche Pendant ist natürlich makellos – intelligent, stark und selbstverständlich unglaublich sexy. Quasi Michelangelos David nur mit viel größerem Penis. Mehr Realismus – nicht nur bei der Protagonistin- hätte auch für mehr Plausibilität im Roman gesorgt. So allerdings verhallt das Buch mit den modernen Vorsätzen im luftleeren Raum.

    Der Schreibstil der Autorin kann mich auch nicht überzeugen. Langatmige Abschnitte, die ich nur überflogen habe. Sexszenen, die unverhältnismäßig übertreiben sind. Vorhersehbare Wendungen und 0815-Strukturen.

    Fazit

    AFTER WORK von Simona Ahrnstedt ist eine Business-Romanze mit Stereotypen und 0815-Struktur, die Body-Positivity ausstrahlen soll, jedoch an ihren Zielen scheitert. Zeitgenössische Unterhaltungsliteratur ohne erhofften Nachhall.

     

    After Work| Simona Ahrnstedt| LYX Verlag| 519 Seiten| 2018| 15,00€

  5. Cover des Buches Die Frauen vom Löwenhof (ISBN: 9783548289960)
    Corina Bomann

    Die Frauen vom Löwenhof

     (311)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde

    Bei diesem historischen Roman fiel mir zuerst das Cover auf. Als dann auch noch der Klappentext interessant klang, war mir klar das ich diesen Roman lesen möchte.


    Und so habe ich mich sehr über das Rezensionsexemplar gefreut. So habe ich voller Interesse mit dem Lesen begonnen und konnte den Reader kaum mehr aus der Hand legen. Denn ich habe es geschafft, das Ebook in einem Rutsch durch zu lesen.


    Es ist flüssig geschrieben, und hat spannende und interessante Stellen die man entdecken kann. Aber auch die Gefühle kommen nicht zu kurz. Auch kommen zB romantische Szenen im Roman vor.

    Aber auch die ein oder andere Actionszene kommt auch darin vor.


    Wer gut geschriebene historische Romane mag, sollte sich ihn mal anschauen.

  6. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.209)
    Aktuelle Rezension von: shizu_reads

    Seit Ewigkeiten steht die Trilogie in meinem Regal. Ich kann mich noch an den Hype damals erinnern. Daran das es als schlimm, grausam und unvorstellbar galt. Ich hab mich irgendwie nie getraut die Filme zu schauen.

    Jetzt hab ich mich aber getraut den ersten Band zu lesen. Und muss gleich vorweg nehmen, so schlimm ist es gar nicht. Allerdings halt aus heutiger Sicht. Vor 17 Jahren allerdings sah das halt doch etwas anders aus. Da waren wir noch nicht so abgebrüht wie heute. Hacken war da noch was neues, eher unbekanntes. 

    Aber kommen wir zum Buch. Der Schreibstil liest sich super flüssig. Die Hauptprotagonisten Mikael und Lisbeth werden dem Leser langsam näher gebracht, was Spannung aufbaut und so immer wieder neue, kleine Details über sie zutage kommen.

    Ich war anfangs etwas überfordert von den ganzen Personen, der Vanger-Clan ist halt relativ groß. Aber das lässt nach der Zeit nach, denn es kommen ja immer weniger in den Fokus. Es ist spannend, abwechslungsreich durch die beiden sehr unterschiedlichen Protagonisten. Es entsetzt durchaus durch die Gewalt, die Unberechenbarkeit, die Skrupellosigkeit. Trägt sozusagen das schlimmste des Menschen vor.

    Ich habs verschlungen und bin gespannt worin die beiden in Band 2 ermitteln.

  7. Cover des Buches Aschenputtel (ISBN: 9783442375806)
    Kristina Ohlsson

    Aschenputtel

     (327)
    Aktuelle Rezension von: Jenni078

    Der Einstieg in das Buch ist mir nicht so leicht gefallen, ich fand es etwas langatmig und ich kam schlecht in die Geschichte rein. Am Anfang geht es viel um die Ermittlerarbeit, was leider sehr trocken war. Dennoch hat sich das weiterlesen gelohnt, ab ca. der Hälfte des Buches war es sehr spannend, die Geschichte kam richtig in Gang und es wurde Jagd auf den Täter gemacht.

    Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat war, dass die einzelnen Charaktere sehr gut beschrieben und sehr unterschiedlich waren. Hauptsächlich geht es um Frederika Bergmann, eine Akademikerin, die zu Anfang noch von ihren Kollegen belächelt wird. Sie macht zunächst einen sehr kühlen und reservierten Eindruck auf den Leser, jedoch mochte ich sie sehr gerne.
    Der nächste in der Truppe ist Kommissar Alex Recht, der die Ermittlung in dem Vermisstenfall leitet.
    Das Team wird durch seinen Kollegen Peter Rydh komplett, der sehr von sich selbst überzeugt ist und sehr selbstverliebt ist. 

  8. Cover des Buches Nichts (ISBN: 9783423625173)
    Janne Teller

    Nichts

     (1.046)
    Aktuelle Rezension von: sunny_sun

    Ein gutes auf wenigen Seiten verfasstes Buch, das einen zum Nachdenken anregt. Teilweise ist die Geschichte sehr makaber, zumal es sich um ein Jugendbuch handelt. 

    Die Geschichte beginnt zunächst mit einer harmlos wirkenden Aussage, die zu einem Gedankenspiel führt. Die Dramatik nimmt zu und mit der Zeit kommt es immer schlimmer.

    Für die geringe Anzahl an Seiten passiert unglaublich viel. Durch die Erzählperspektive hat man das Gefühl, mitten im Geschehen dabei zu sein. Aber obwohl das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, erfahren wir erst später, wer sich als Person dahinter verbirgt.

    Leider gibt das Buch keine Antwort auf die Frage, warum und zu welchem Zweck wir hier auf der Erde sind, sondern zeigt, welche Auswirkungen diese Problematik auf Heranwachsende haben kann.

    Eine literarisch sinnreiche Auseinandersetzung mit dem Sinn des Lebens.

  9. Cover des Buches Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen (ISBN: 9783423216517)
    Lars Simon

    Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

     (159)
    Aktuelle Rezension von: _Sahara_

    Inhalt:

    Lennart Malmkvist hat eigentlich ein tolles Leben. Er hat einen super Job und die Frauen liegen ihm zu Füßen. Doch innerhalb kurzer Zeit ändert es sich schlagartig. Sein Nachbar Buri Bolmen, Besitzer eines Zauber-und Scherzartikelladens kommt ums Leben. Ausgerechnet Lennart soll sich um den Laden samt Mops Bölthorn kümmern. Außer das Buri sein Nachbar war, hatte Lennart nichts weiter mit ihm zu tun. Als er bei einem wichtigen Meeting patzt und so seinen Job verliert, beschließt er dem Wunsch seines Nachbars nachzukommen und dessen Erbe anzutreten. Doch er weiß noch nicht auf was er sich da eingelassen hat und welche verrückten Zeiten ihm noch bevorstehen…

    Meinung:

    Das Cover und der Titel haben mich dazu bewogen das Buch zu kaufen. Denn der Mops hat mich magisch angezogen. Was soll ich sagen, das Buch ist auch wahrhaft magisch. Und so amüsant. Es hat meinen Geschmack voll getroffen.

    Mit dem Schreibstil bin ich gut zurechtgekommen, die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass die Seiten nur so dahin geflogen sind. Der Humor hat mir auch sehr gut gefallen. Mein Highlight ist ganz klar der Mops Bölthorn. Den habe ich direkt ins Herz geschlossen. Lennart war mir zu Beginn nicht sooo sympathisch, was sich aber dann doch recht schnell geändert hat. Alle Charaktere sind irgendwie schräg und haben so ihre Eigenheiten.

    Wer hat Buri Bolmen umgebracht und aus welchem Grund? Diese Fragen stellen sich dem Leser und man rätselt mit. Ich hatte jemanden in Verdacht, lag aber nicht richtig. Was mir wiederum  einen Überraschungsmoment beschert hat ;)

    Mir hat die Atmosphäre dieses Buches einfach sehr gut gefallen. Es ist stellenweise etwas unheimlich, vor allem wenn der Leierkastenmann plötzlich auftaucht. Da konnte ich die Musik förmlich hören. Das der Mops bei Gewitter sprechen kann, finde ich eine super Idee und hat immer wieder für amüsante Situationen gesorgt.

    Ich habe hier nichts zu bemängeln und kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu lesen.

    Fazit:

    Das Buch hat mich voll und ganz überzeugt. Wer magische und verrückte Bücher liebt, sollte hier unbedingt zugreifen!

    ©_Sahara_

  10. Cover des Buches Lazarus (ISBN: 9783785726501)
    Lars Kepler

    Lazarus

     (167)
    Aktuelle Rezension von: karin66

    Das Buch hat mich sofort auf Grund des tollen Covers und Titels angesprochen.
     Lassen doch beide auf einen atemberaubenden Thriller hoffen.

    Von dem Autor habe ich bereits einige Bücher mit Begeisterung gelesen.

    Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die einzelnen Personen sind vortrefflich ausgewählt und mit entsprechenden Eigenschaften versehen.

    Leider konnte mich das Buch dieses Mal überhaupt nicht überzeugen. Ich bin in keinen rechten Lesefluss gekommen.

    Die Handlungen waren sprunghaft und es wurde im weiteren Verlauf des Buches nur noch in abgehakten kurzen Sätzen erzählt. 

    Alles wurde sehr brutal und äußerst unrealistisch dargestellt. Die Geschichte ist auch nicht besonders vielsagend. Ich bin von dem Autor definitiv besseres gewohnt. Ich bin froh, dass ich mir das Buch nicht selber gekauft habe, das Geld dafür hätte mich geärgert. Nachdem ich mich über 150 Seiten durch das Buch gequält habe, habe ich beschlossen, das Buch abzubrechen, da mir die Zeit dafür zu schade war.

    Ich kann das Buch leider nicht empfehlen. Es war überhaupt nicht mein Fall und schade für die Zeit.

  11. Cover des Buches Glücksmädchen (ISBN: 9783548288444)
    Mikaela Bley

    Glücksmädchen

     (193)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: Die 8-jährige Lycke verschwindet auf dem Weg zum Tennistraining. Während die Polizei erst nicht an eine Gewalttat denkt, klingeln bei der Journalistin Ellen, die bei TV4 arbeitet, sämtliche Alarmglocken. Sie ist dann auch diejenige, die eine große Suchaktion organisiert. Ellen fühlt sich persönlich betroffen, da sie auch im Kindesalter ihre Zwillingsschwester verloren hat. Und als Lycke nach einigen Tagen immer noch nicht wieder da ist, gerät Ellen mitten hinein in die Ermittlungen…

    Meine Meinung: Die Autorin hat hier zwei Handlungsstränge ineinander verwoben: zum einen die Suche nach Lycke und zum anderen die Geschichte von Ellen. Die hat den Unfalltod ihrer Schwester bis heute nicht richtig verarbeitet und umgibt sich daher immer mit dem Tod. Nicht ohne Grund ist sie beim Nachrichtensender für die Kriminalfälle zuständig. Ihr Charakter ist sehr ambivalent, denn trotz ihrer eigenen Verletzlichkeit verbeißt sie sich tief in ihre Fälle, die sie bearbeitet. Zusammen mit ihrem Informanten bei der Polizei verschafft sie sich einen guten Überblick über den Fall und hat auch ganz eigene Vorstellungen davon, was passiert ist. 

    Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, es liest sich ziemlich flüssig. Einen Punkt ziehe ich ab, weil mir in manchen Teilen einfach die Spannung gefehlt hat. Das letzte Drittel lässt den Leser dann aber auch nicht mehr los und überrascht mit der Auflösung. 

    Mein Fazit: Ich finde, es ist kein Meisterstück, aber trotzdem ein guter Thriller, der mich gut unterhalten konnte!

  12. Cover des Buches 10 Stunden tot (ISBN: 9783550200052)
    Stefan Ahnhem

    10 Stunden tot

     (197)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Fabian Risk riskiert für seine Arbeit als Mordermittler den Zusammenhalt seiner Familie und stürzt sich verbissen in einen neuen Fall, in dem ein Mörder scheinbar zufällig und ohne bestimmtes System in der schwedischen Küstenstadt Helsingborg sein Unwesen treibt. Risk hat kaum einen Ansatzpunkt, da der Mörder seine Taten nur aus reiner Lust am Töten verübt…

    Stefan Anhem hat mit „10 Stunden tot“ einen Romanzweiteiler verfasst, der in seiner Reihe um Kommissar Fabian Risk den Band vier und fünf markieren. Man sollte sich also vor dem Lesen bewusst sein, dass der Fall am Ende nicht aufgeklärt wird und viele Fragen offenbleiben. Vorkenntnisse aus den anderen Bänden sind zwar nicht zwingend notwendig, da sich die wichtigsten Zusammenhänge schnell erschließen oder einige kleine Erklärungen mitgeliefert werden. Dennoch: Kennt man die Probleme von Fabian Risk, insbesondere in seiner zerrütteten Ehe, kann man noch mehr mitfiebern, dieser Teil der Handlung erschießt sich dann besser. Schön ist, dass sich die Charaktere hier noch einmal weiterentwickeln können und neue Herausforderungen entstehen, was die Bindung zu ihnen noch einmal verstärkt. Sie sind gut beschrieben und bringen einen individuellen Charme mit ein.

    IM eigentlichen Fall vereinen sich gleich mehrere Handlungsstränge, die Idee des Würfelmörders ist nur ein Teil davon. Es ist etwas unübersichtlich, was nun im Fokus steht, was gerade ermittelt wird, was wozu gehört. Und das stört den Lesefluss leider etwas, der Roman wirkt dadurch recht ruckelig. Und dann – auch wenn klar ist, dass das Ende offen ist – bleibt doch ein etwas ratloses Gefühl zurück. Sehr positiv anzumerken ist allerdings, dass hier eben nicht nach Schema F erzählt wird, sondern ein sehr eigenständiger und innovativer Roman entstanden ist, die sich auch von den bisherigen Romanen um den schwedischen Ermittler unterscheiden und viele neue Stimmungen mit einbringen.

    Es ruckelt an einigen Stellen, der Erzählfluss will sich nicht so recht einstellen, immer hat man das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Dennoch ist „10 Stunden tot“ von Stefan Ahnhem voller interessanter Ideen, packenden Momenten, gelungenen Wendungen und einer gehörigen Portion Grausen, da die Taten sehr brutal verübt werden. Dass die Grenze zum guten Geschmack zwar – mal wieder – gestreift, aber nie überschritten wird, ist dem Autor ebenfalls positiv anzurechnen.   

  13. Cover des Buches Zirkel (ISBN: 9783841502773)
    Mats Strandberg

    Zirkel

     (434)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    Zirkel (Band 1) von den Autoren Elfgren und Strandberg aus dem Cecilie Dressler Verlag 

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    🔮 Inhalt

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    Sechs unterschiedliche Mädchen aus einer kleinen Stadt treffen nachts aufeinander und erfahren von einer Prophezeiung und das sie besondere Kräfte besitzen sollen.

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    🔮 was mir gefallen hat

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    Mit knapp 600 Seiten haben es die Autoren geschafft sich Zeit für die Geschichte zu nehmen... ohne zu langweilen. Man lernt die Mädchen kennen. Sie haben Zeit sich zu entwickeln. Sie erfahren von der Prophezeiung und müssen nicht gleich auf der nächsten Seite zum finalen Kampf in Bestform sein. 

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    Trotz vieler Protagonisten haben es die Autoren geschafft den Leser mitzunehmen. Ich war beim Lesen nicht überfordert.

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    🔮 was mir nicht so gut gefiel 

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    In diesem Buch wird auch das Thema Selbstmord beschrieben.... und hier bin ich der Meinung, dass die Geschichte somit nicht zu jedem passt oder von jedem gelesen werden sollte. Eine Warnung oder eine Hotline bzw. Internetadressen zu dem Thema wäre meiner Meinung nach wichtig gewesen.

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    🔮 Fazit 

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    Ein Buch, was mich in seinen Bann genommen hat. Ein Buch irgendwo zwischen Jugendbuch und Erwachsenenbuch. Es war spannend und überraschend. Die Protagonisten waren normale Jugendliche mit Ecken und Kanten und Zweifeln. Die Folgebände möchte ich sehr gerne lesen.

  14. Cover des Buches Krähenmädchen (ISBN: 9783442484942)
    Erik Axl Sund

    Krähenmädchen

     (858)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Freiheit

    „Krähenmädchen“ von dem Autorenduo Erik Axl Sund, erschienen im Goldmann-Verlag, bildet der Auftakt der Victoria Bergman-Triologie.


    In Schwedens Hauptstadt tauchen in kurzen Abständen Leichen von zu Tode misshandelten Jungen auf, deren Identitäten nicht festgestellt werden können, da es sich offensichtlich um Kinder handelt, die keiner vermisst.

    Auf der Suche nach dem Täter kreuzen sich hierbei die Wege von Polizeikommissarin Jeanette Kihlberg und der Psychologin Sofia Zetterlund.

    Es stellt sich die Frage:

    „Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird!“


    Auf den 480 Seiten wird man zwangsläufig immer wieder mit den Abgründen der Menschlichkeit konfrontiert, in der Gewissheit, dass dies nicht einfach der Phantasie der zwei Autoren entspringt, sondern für viele Kinder bittere Realität ist oder war!

    Die Geschichte thematisiert nicht nur Kindesmisshandlung und Kindesmissbrauch, sondern auch die vielschichtigen Auswirkungen, die dies auf die menschliche Psyche hat.


    Bereits beim Lesen des ersten Kapitels wurde mir klar, dass dieses Buch nichts für schwache Nerven ist!

    Auch wenn es nicht konkret angesprochen wird, lassen die Schilderungen sehr viel Interpretationsspielraum für das, was an Grausamkeiten vermutlich im Anschluss noch auf den Lesenden wartet.

    Allein die Vorstellungen des Möglichen haben mich daran zweifeln lassen, ob ich dieses Buch wirklich weiterlesen möchte. 

    Während die Grundsubstanz mich stellenweise fassungslos gemacht und entsetzt hat, wirken die Nebenstränge der Handlung, wie bespielsweise die Eheprobleme der Hauptprotagonistin Jeanette Kihlberg mit dem brotlosen Künstler teilweise langatmig, zusammenhanglos und unnötig.

    Das Buch ist durchzogen von ständigen Orts- und Zeitwechseln, die viel Aufmerksamkeit erfordern, um der Geschichte in der Gesamtheit folgen zu können.

    Einen Spannungsaufbau kann man hierbei jedoch nicht erwarten und so plätschert die Story mehr oder weniger vor sich hin. 

    Der einzige Höhepunkt bildet der Cliffhänger am Ende.


    Letztlich habe ich deutlich mehr von diesem Buch erwartet. Es konnte mich keineswegs so weit fesseln, dass ich im Anschluss nun unbedingt Teil 2 und 3 lesen möchte.


  15. Cover des Buches Die Toten, die niemand vermisst (ISBN: 9783499266614)
    Michael Hjorth

    Die Toten, die niemand vermisst

     (301)
    Aktuelle Rezension von: Mohnbluemchen

    Ich hatte mich sehr auf diesen 3. Band gefreut, nachdem mir die ersten beiden richtig gut gefielen. Diesmal gab es allerdings einige arge Längen im Buch.

    Unidentifizierbare Skelette im Fjäll, gleichzeitig eine verzweifelte afghanische Frau auf der Suche nach ihrem vor Jahren verschwundenen Mann - klingt nach Potential, finde ich. Allerdings hatte ich häufig das Gefühl, der Fall selbst mutierte eher zur Nebensache. Wichtiger waren die Verwirrungen und Verstrickungen des Ermittlerteams.
    Und als es dann nach ca. dreiviertel des Buches spannender wurde und sich alles aufzulösen begann, ging alles total schnell und hinterließ mehr Fragezeichen als Aufklärung, war teilweise gar nicht richtig schlüssig.
    Also insgesamt kein schlechtes Buch, wie immer unterhaltsam und flüssig zu lesen, aber meiner Meinung nach kommt die Story nicht an die ersten beiden Bände ran.

  16. Cover des Buches Die Frauen vom Löwenhof - Mathildas Geheimnis (ISBN: 9783548289984)
    Corina Bomann

    Die Frauen vom Löwenhof - Mathildas Geheimnis

     (133)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa

    Nachdem Mathilda ihre Mutter verloren hat, wird sie das Mündel von Gräfin Agneta und zieht zu ihr auf den Löwenhof.Agneta nimmt sie wie eine Tochter auf, doch als Mathilda ein langes Geheimnis erfährt, verlässt sie den Löwenhof und wendet Agneta den Rücken.
    Auch dieser Roman ist wieder hervorragend geschrieben. Man kann komplett abtauchen in die Geschichte und findet sich sehr schnell wieder zurecht. Dieser Teil hat zum ersten einen größeren Sprung, aber ich konnte mich direkt wieder hineinverstzten. Die Seiten lassen sich zügig lesen.
    Auch die Charaktere waren mir sofort sehr sympathisch. Auch die Seiten lassen sich im nu lesen.
    Von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

  17. Cover des Buches Insomnia (ISBN: 9783499268571)
    Jilliane Hoffman

    Insomnia

     (326)
    Aktuelle Rezension von: Emili

                                                                                                                                      

    Die Idee zu dem Roman fand ich sehr interessant. Es handelt sich um ein Fehler in dem Teenageralter einer Protagonistin, der nicht wieder gutzumachen ist und das ganze bisherige Leben ändert. Auf dieser Idee der Erzählung basiert das folgende Geschehen. Wie gesagt, von der Idee her spannend.  

    Das erste Teil fand ich auch fesselnd. Das zweite zieht sich ein wenig, auch die Spannung bleibt hier gleichbleibend, ohne nennenswerten Höhepunkten, obwohl gerade in diesem Teil hätte man einiges herausholen können. Dem Ende zu, gibt es noch ein paar interessanten Wendungen, die die Geschichte, finde ich, ansprechender machen.

    Die Geschichte selbst hat mich wenig überzeugt, wenn es mein erster Thriller wäre, wäre die Bewertung wahrscheinlich höher ausgefallen, da ich aber inzwischen viele zum Vergleich habe, schwächelt dieses Szenario.   Dennoch lässt sich das Buch nicht schlecht lesen und bietet eine durchschnittliche Unterhaltung.

    Was ich großartig finde, ist das Cover

                                                                                                                                  

  18. Cover des Buches Die Analphabetin, die rechnen konnte (ISBN: 9783328100157)
    Jonas Jonasson

    Die Analphabetin, die rechnen konnte

     (704)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Wenn man akzeptieren kann dass alles möglich ist, alles undenkliche zutreffen kann, dann eröffnet sich mit diesem Buch eine eigene Welt. Mit herrlichem Humor geschrieben, erfährt man in dieser Reise des schwarzen Mädchens Nombeko fast nebenher zudem weltgeschichtliche Zusammemhänge.

    Ich mag solche Geschichten eigentlich, in diesem Fall bin ich hin und her gerissen - die Story ist einfach schon sehr konstruiert als dass sie mich überzeigen konnte.

  19. Cover des Buches Die Frauen, die er kannte (ISBN: 9783499256714)
    Michael Hjorth

    Die Frauen, die er kannte

     (428)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Der egozentrische Egomane Sebastian Bergman wird zu einem Fall eines Serienmörders zugezogen, der scheinbar wahllos Frauen ermordet. Aber das 4. Opfer kennt Sebastian. Es ist eine von vielen Frauen, mit denen der sexsüchtige Psychologe geschlafen hat. Mit Dieser erst kürzlich. Dann wird ihm klar, wie persönlich der Fall ist, denn die Opfer sind alles Frauen, die er „kannte“. Ein Katz und Maus Spiel mit einem Serienmörder im Hochsicherheitsgefängnis beginnt, das immer gefährlicher wird und immer persönlicher, denn Sebastians Gegenspieler wurde damals dank ihm gefasst und ist nicht weniger brilliant als er selbst.

    Erneut wird das Buch von den persönlichen Befindlichkeiten, Neurosen und Gedanken der Protagonisten, zu denen diesmal auch der Serienmörder selbst zählt, bestimmt. Geschickt wird das Persönliche hier zu einem verwobenen, komplizierten Kriminalfall mit teils recht vorhersehbaren Abläufen. Das Besondere ist, dass diese Vorhersehbarkeit der Spannung keinerlei Abbruch beschert. Den Autoren gelingt ein kontinuierlicher Spannungsaufbau, der sich nur zu Beginn etwas zu sehr hinzieht, in dem es zu lange nur um die krankhaften Psychosen Bergmans geht. Nach dieser Einführung wird das Buch von Seite zu Seite fesselnder und spielt mit den (Un)Tiefen des menschlichen Geistes. Im Gegensatz zu Teil 1 kann der Leser an einigen Stellen fast Sympathie für den unmöglichen Protagonisten aufbauen und wird viel tiefer in das Geschehen eingebunden. Gerade gegen Ende des Buches lässt das Geschehen den Leser nicht mehr los.  

    Mein Fazit: Ein wesentlich spannenderes Buch als Teil 1, das nur um etwas zu langen Auftakt schwächelt, der von den persönlichen Problemen des Protagonisten zu sehr dominiert ist. Ab dem Moment, wo dies in die laufenden Ermittlungen eingebunden wird, steigt die Spannung kontinuierlich. Dieser Krimi lebt allerdings genau wie sein Vorgänger von den psychischen Details und weniger von  schneller Ermittlung oder gar Action. Für alle Krimifans, die damit etwas anfangen können, eine klare Leseempfehlung.


  20. Cover des Buches Nur noch ein bisschen Glück (ISBN: 9783864931505)
    Simona Ahrnstedt

    Nur noch ein bisschen Glück

     (205)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92

    Das Großstadtmädchen Stella ist auf dem Land gestrandet – im idyllischen südschwedischen Städtchen Laholm. Innerhalb eines Tages hat sie ihren Job und ihre Wohnung verloren und herausgefunden, dass ihr Verlobter sie betrügt. Nachdem sie sich betrunken, die Augen ausgeheult und ihren Ex gestalkt hat, begreift sie, dass sie einen neuen Plan braucht. Im kleinen, roten Holzhaus, das einst ihren Großeltern gehörte, will sie sich neu sortieren. Umgeben von verrückten Ziegen, schmollenden Teenies und einem attraktiven Biobauern, der überraschend gut küssen kann, gewöhnt sie sich schneller an das Leben auf dem Land, als ihr lieb ist. Denn eigentlich will sie nur eins: nach New York. Doch was, wenn das Leben andere Pläne hat?


    mein Fazit:

    Hat mich nicht umgehauen. Einzig und allein die Familiendramen fand ich spannend, aber das wäre auch kürzer gegangen 

  21. Cover des Buches Elchscheiße (ISBN: 9783423215084)
    Lars Simon

    Elchscheiße

     (133)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Nun habe ich also endlich den ersten Band der Tierkot Trilogie von Lars Simon gelesen, und somit nun die ganze Reihe. Und irgendwie muss ich sagen, jetzt kann ich mir nun ein wirkliches Urteil bilden. Aber eines nach dem anderen.

    Lars Simon nimmt einen langsam mit und erklärt, wie das mit Torstens Ex Tanja passiert ist. Man lernt das erste Mal Torstens Freund Rainer kennen. Auch Gerd, der Vater von Torsten, und Renate dessen Freundin treten auf. Letztere ist auch die beste Freundin von Tanja, aber die ist ja mit dem „Therapeuten“ von Torsten und ursprünglich Renates Freund abgehauen. Kompliziert? Nein, nicht wirklich. Es kommt ja im Buch schrittweise. Daher ist es tatsächlich einfacher zu erst „Elchscheiße“ zu lesen, bevor man sich auf „Kaimankacke“ stürzt.

    Man lernt auch den Ort Gödseltorp mit all seinen Eigenheiten kennen und „lieben“.  Manchmal denkt man: „Mein Lieber Herr Simon, geht es nicht vielleicht ein wenig langsamer?“, denn die Ereignisse überschlagen sich teilweise in diesem Drecksnest, wie es der Autor des Öfteren nennt. Aber was will man von einem erfundenen Ort erwarten, der frei übersetzt so etwas wie „Misthausen“ heißt. 

    Lars Simon, bringt es fertig einen immer wieder zum Lachen zu bringen. Ich meine damit nicht dieses verschmitzte Lächeln während des Lesens, sondern eher dieses laute Lachen, was einem, wenn man schwarzen und sarkastischen Humor mag, immer wieder herausplatzt. Vielleicht auch zum Leidwesen der Nachbarn, wenn man eine sehr hellhörige Wohnung hat.

    Es gibt so manche Anspielung auf „Per Anhalter durch die  Galaxis“ von Douglas Adams. Wer das Buch nicht kennt, dem entgehen eventuell Nuancen. Gelegentlich ist es ein wenig zu überladen in meinen Augen. Lars Simon macht dies aber mit dem Humor einfach wieder weg.

    Elchscheiße ist für mich ein Buch, welches man lesen sollte, wenn die Welt, die einem umgibt nichts oder nur wenig zu lachen bietet. Oder einfach mal nur so für zwischendurch, wenn man keine Lust auf etwas Hochtrabendes hat oder etwas, was einem ein hohes Maß an Fantasie abfordert. Es ist eine gut gemachte Comedy Reihe, welche verdammt viel Situationskomik beinhaltet und gute Laune bringt. 

    http://literaturlounge.eu


  22. Cover des Buches Als das Böse kam (ISBN: 9783423263399)
    Ivar Leon Menger

    Als das Böse kam

     (249)
    Aktuelle Rezension von: Ellen784

    Hallo Ihr Lieben, 

    warum ich nur zwei Sterne vergebe, obwohl ich perfekt geschrieben, geschrieben habe? Das Buch hat eine unheimlich Sogwirkung. Wirklich gut gefallen hat es mir allerdings nicht. Ein Pageturner? Ja! Ein Thriller? Nein. Besonders einfallsreich? Nein. Das große ganze, zieht sich allerdings wie ein roter Faden durch das Buch. Clever geschrieben. Man wartet und wartet immer darauf, wie es denn aufgelöst wird. Ist es wahr was Luca sagt? 

    Die ganze Zeit dachte ich...nein kann nicht sein. Immer habe ich auf den großen Knall gewartet. Der kam zwar aber nur in Form von Gewitter. Leider für mich absolut nichts besonderes. Leider...

    Das Cover ist einsame Klasse und auch der Schreibstil sehr angenehm. 

  23. Cover des Buches Das Antiquariat der Träume (ISBN: 9783423219310)
    Lars Simon

    Das Antiquariat der Träume

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Bücher können nicht nur einen Menschen, sondern die ganze Welt verändern.

    Mit „Das Antiquariat der Träume“ liefert Lars Simon nichts weniger als eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort, verpackt in eine fantastisch angehauchte, sich über drei Zeitebenen erstreckende und mit allerhand Gastauftritten von Romanfiguren gespickte Liebesgeschichte.

    Mit kaum mehr als dreihundert Seiten Umfang ist der Roman dabei vergleichsweise kompakt geraten, hat inhaltlich aber viel zu bieten und unterteilt sich in vier Abschnitte, deren Längen variieren.

    Die Handlung beginnt mit einem Unglück. Inmitten eines Sturms sinkt in der Ostsee die Fähre Leksand mit rund fünfzig Menschen an Bord. Die meisten der Passagiere überleben die Katastrophe. Einer der Überlebenden ist Johan Andersson. Seine Bekannte, Lina Berglund, Fotografin aus Göteborg, die er während der Reise kennen und lieben gelernt hat, ist seitdem spurlos verschwunden. Johan leidet an dem Verlust, kann an ihrem Tod jedoch nicht so recht glauben. So macht er sich auf die Suche nach ihr.

    Plötzlich erscheinen in seinem Leben fiktive Figuren aus der Welt der Literatur leibhaftig. William von Baskerville (Der Name der Rose), Scherlock Holmes, Harry Haller (Der Steppenwolf), Gregor Samsa (Die Verwandlung) unter anderen, aber auch Pippi Langstrumpf oder das weiße Kaninchen aus „Alice im Wunderland“. Im Anhang gibt es eine unvollständige Liste der agierenden literarischen Figuren. Cyrano de Bergerac wird dort nicht erwähnt, obwohl er in der Geschichte zweimal erscheint (S. 49ff. / S. 225ff.)

    Überzeugt, an einer psychischen Krankheit zu leiden, such Johann Hilfe bei einem Psychiater und Traumatologen. Da er jedoch keine Psychopharmaka nehmen möchte, und es ihm auch nicht gefällt, psychisch krankgeschrieben zu sein, arrangiert er sich mit den Erscheinungen und verzichtet auf eine Behandlung. „Er hatte zwar dann und wann literarische Halluzinationen, doch deswegen war er noch lange nicht völlig verrückt.“ (S. 40)

    Johan nimmt das Erscheinen seiner "literarischen Freunde" anstandslos hin. Doch auch vier Jahre nach dem Unglück zeichnet sich ab, dass das Kapitel Lina für ihn noch nicht geschlossen ist. Da können die Hilfe und Ratschläge von imaginierten Romanfiguren ja eigentlich nur helfen, um dem Rätsel ihres spurlosen Verschwindens auf die Spur zu kommen.

    Vier Jahre nach dem Unglück lebt Johan in Hedekas, einer knapp Vierhundert-Seelen-Gemeinde in Götaland (Südwest-Schweden), wo er ein Literaturcafé und Buchantiquariat betreibt. Dabei kommt er immer wieder ins Zweifeln, ob die Entscheidung, solch ein ruhiges Leben zu führen, die richtige war oder ob er lieber die Chance ergreifen sollte, zurück nach Stockholm zu gehen und wieder am Verlags- und Stadtleben teilzunehmen. Seine literarischen Freunde, die ihm immer erscheinen, spiegeln dabei Johans eigene Gedanken und helfen ihm, diese zu strukturieren. Sie führen erfrischende und tiefgründige Diskussionen, sind seine größte Stütze in der Zeit der Trauer und der Weg bis zur Erkenntnis, wo sein Zuhause ist, hat Lars Simon einleuchtend und schön beschrieben.

    Zunächst einmal gilt es, Johans neue Heimat, seine Mitarbeiterin Agnes und die üblichen Arbeitsabläufe im Literatur-Café zu vermitteln. Sobald die ersten literarischen Figuren Johan ihre Aufwartung machen, ist das Interesse des Lesers geweckt. Es stellt sich die Frage, wer ihm noch alles begegnen könnte und vor allem, was es damit auf sich hat.

    Vom eigentlichen Fortgang der Geschichte wie auch deren Auflösung – die leider im Kontext ein wenig abrupt und knapp daherkommt – möchte ich gar nicht viel vorwegnehmen. Um aber noch einmal auf das Kernstück dieser literarischen Huldigung zurückzukommen, sind es weder die aberwitzigen und nicht erklärten Zufälle, die dieses Buch so lohnend machen, sondern vorrangig natürlich die Romanfiguren, die Johan hier allenthalben zur Seite stehen.

    Sehr schön gemacht fand ich, dass die eigentlich selbsterklärenden Figuren der Weltliteratur entweder durch Nennung des Titels oder des Autors knapp verortet wurden und es so irrelevant war, ob einer das entsprechende Buch schon kannte oder bereits selber gelesen hat – völlig ahnungslos wurde niemand zurückgelassen, und das hat meiner Meinung nach einen großen Teil des Charmes dieser Geschichte ausgemacht.

    Trotz der persönlichen Tragödie von Johan und seinen zwischenzeitlichen Bedenken, mit handfesten psychischen Problemen gestraft zu sein, wird es nie wirklich dramatisch oder düster, sondern bleibt stets verträumt und melancholisch. Genau dieser Erzählton, dieses spezifische Flair, machen die Geschichte zu etwas Besonderem und Einzigartigen.

    Der Protagonist Johan ist an sich ein sympathischer Kerl, der sich in der Welt der Literatur bestens auskennt. Für meinen Geschmack ist er aber insgesamt ein wenig flach geblieben. Der überwiegende Teil der Handlung besteht aus seinen Dialogen mit den Charakteren, die ihm abwechselnd erscheinen. Das war ohne Frage schön zu lesen, ich hatte aber trotzdem nicht das Gefühl, Johan dadurch emotional näher gekommen zu sein.

    "Das Antiquariat der Träume" ist eine unglaublich schöne Liebeserklärung an bekannte Werke der Literaturgeschichte und ihre Protagonisten. 

    Geschickt spielt Lars Simon mit Johans literarischen Freunden, so dass die Grenze zwischen Realität und Einbildung fließend ist – und ich mich beim Lesen mehr als einmal gefragt habe, wie es um Johans Geisteszustand bestellt ist und was sich damals auf der „Leksand“ wirklich ereignet hat. 

    Ich liebe Geschichten, in denen literarische Figuren lebendig werden und habe dazu schon eine Menge gelesen, doch diese Interpretation hat mich überrascht.

    Das lag zum einen am gelungenen Stil des Autors, der mit seinen Worten nicht nur die passende Stimmung transportiert, sondern auch all die unterschiedlichen Akteure authentisch in Szene setzt. Jede dieser literarischen Figuren hat ihre eigene „Stimme“ und es ist ihm gelungen, das Wesen dieser aus anderen Büchern entliehenen Charaktere perfekt einzufangen und in die eigene Geschichte zu integrieren.

    Es ist eine Geschichte der leisen Töne, die nachdenklich auf die Frage verweist, was wirklich wichtig ist im Leben. Passender Weise hat Lars Simon hierfür seiner Geschichte auch einen dezenteren, aber genauso charmanten Humor beschert, der oftmals durch das Auftauchen der literarischen Gestalten aufblitzt („Dem Franziskaner dürfte sicher nicht entgangen sein, dass Sherlock Holmes´ Sozialverhalten viel weniger weit entwickelt war als sein außergewöhnlich scharfer Geist.“ - S. 292).

    Die Plotfäden, die Lars Simon in seinem Roman zieht, sind nicht immer leicht zu durchschauen und er führt einen das ein oder andere Mal auf eine falsche Fährte, doch es macht Spaß zu rätseln und zu überlegen, wie sich am Ende wohl alles fügt.

    Wer große Spannung sucht, sucht in diesem Buch vergebens. Trotzdem muss man es immer wieder zur Hand nehmen und weiterlesen. Das Buch lässt einen nicht so schnell wieder los. Denn die Geschichte ist klug aufgebaut, bis zum Ende ist man sich nicht sicher, ob Lina tatsächlich existiert oder eine Erscheinung ist.

    Die Handlung gleitet ruhig, fließend und leicht dahin, wird aber nie langweilig. Der Text ist sehr angenehm zu lesen. Der Schreibstil passt wunderbar. Der Autor kann sich gut ausdrücken, sodass es literarisch klingt aber trotzdem leicht und flüssig zu lesen ist. Er schafft es gekonnt, eine Mischung aus traurigen Szenen und humorvollen Dialogen, aus magischer Atmosphäre und realitätsnahem Alltag zu kreieren. Und die vielen Buch- und Literatur-Anspielungen waren der Glanzpunkt dieser zauberhaften Erzählung.

    Lars Simon hat hier ein magisches Buch geschrieben, das nachdenklich macht und auf seine poetische Art gefangen nimmt!

    Alles in allem kann ich nur sagen, dass es eine Freude war, diese besondere Geschichte zu lesen, die auch ohne große Knalleffekte zu überzeugen weiß.

    Das Antiquariat der Träume“ ist eine ruhig fließende Geschichte über einen Aussteiger, über die ganz große Liebe, aber auch über Scheidewege im Leben. Dank Johans fantastischen „Beratern“ bekommt diese Geschichte einen besonderen Touch – nicht richtig Fantasy, aber auch nicht ganz Realität.

  24. Cover des Buches Sterntaler (ISBN: 9783442381289)
    Kristina Ohlsson

    Sterntaler

     (145)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 544 Seiten

    Verlag: Blanvalet (21. Juli 2014)

    ISBN-13: 978-3442381289

    Originaltitel: Änglavakter

    Übersetzung: Susanne Dahmann

    Preis: 9,99 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Sehr spannend und verzwickt


    Inhalt:

    Ein Spaziergänger findet eine vergrabene Leiche - Kopf und Hände fehlen. Doch schnell wird klar, dass es sich um die vor zwei Jahren spurlos verschwundene Studentin Rebekka Trolle handelt. Die Ermittlungen waren damals im Sand verlaufen.


    Bald darauf wird eine zweite Leiche gefunden, die schon viel länger vergraben war. Nach und nach verdichten sich die Hinweise und führen in Richtung einer ehemals beliebten Kinderbuchautorin, die wegen Mordes an ihrem Lebensgefährten verurteilt war und seither kein Wort mehr gesprochen hat. 


    Meine Meinung:

    Kristina Ohlsson schreibt sehr locker und versteht es, ihre Geschichten spannend zu erzählen. Auch der 4. Band der Fredrika-Bergman-Reihe bildet hier keine Ausnahme - im Gegenteil. Für mich ist er der beste Band der Reihe. Die Story ist sehr komplex und undurchsichtig. Es wimmelt nur so vor Verdächtigen. Die Autorin führt die Leserschaft immer wieder sehr geschickt auf eine falsche Fährte. 


    Auch die Angehörigen der Polizei sind auf die eine oder andere Art in den Fall bzw. die Fälle involviert. Das gibt dem Ganzen einen persönlichen Touch, und als Leser*in fiebert man unweigerlich mit, ob sich am Ende alles zum Guten wenden wird. 


    Das Buch lässt sich übrigens auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Der Fall ist in sich abgeschlossen, und die nötigen Informationen zu den beruflichen und privaten Entwicklungen der aus den Vorgängerbänden bekannten Personen erhält man hier im Schnelldurchlauf.


    Die Fredrika-Bergman-Reihe:

    1. Aschenputtel

    2. Tausendschön

    3. Sterntaler

    4. Himmelschlüssel

    5. Papierjunge

    6. Sündengräber


    ★★★★★

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