Bücher mit dem Tag "schwarzwald"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schwarzwald" gekennzeichnet haben.

198 Bücher

  1. Cover des Buches Todesmärchen (ISBN: 9783442483129)
    Andreas Gruber

    Todesmärchen

     (533)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    In Bern wird die Leiche einer Frau gefunden, in ihre Haut ein Symbol eingeritzt. Die BKA-Kommissare Sneijder und Nemez werden auf eine Schnitzeljagd geschickt, bei der immer mehr Opfer auftauchen. Die Taten erinnern an eine alte Mordserie, doch der Täter sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis, oder doch nicht?

    Der Fall ist spannend, auch wenn mich die Szenewechsel und die vielen Personen hier und da etwas aus dem Konzept brachten. Auch fand ich die Geschichte hier und da etwas langgezogen und musste mich zwingen dranzubleiben. Sneijders Art hat mich tatsächlich in diesem Fall auch etwas gestört, obwohl ich ihn ja schon durch die Vorgängerbände kenne. Doch hier fand ich ihn oft viel zu unfreundlich, wo es nicht nötig gewesen wäre.

    Der Fall ist verzwickt, wobei mich am Ende die familiären Verbindungen sowohl überrascht haben als auch ein bisschen unglaubwürdig fand. Aber egal. Insgesamt hat mir dieser Fall der BKA-Ermittler besser gefallen als der letzte Teil. Ob ich die Reihe unbedingt fortsetzen muss, weiß ich nicht, aber „Todesmärchen“ hat mich zumindest gut unterhalten. Okay!

  2. Cover des Buches Midnight Chronicles - Dunkelsplitter (ISBN: 9783736313484)
    Bianca Iosivoni

    Midnight Chronicles - Dunkelsplitter

     (228)
    Aktuelle Rezension von: PIA79

    #Cover#

    Das Cover von Dunkelsplitter ist sehr schlicht und ja auch erstmal sehr nichtssagend. Es ist auf jeden Fall schön anzusehen, da bei diesem Cover meiner Meinung nach weniger einfach mehr ist. Die Farbe des Covers mag ich sehr gerne und ich finde auch, dass das Cover dich gut mit in die Reihe der anderen Civer einfügt. In meinen Augen ein wirklich hübsches Cover, was eher mit seiner Schlichtheit glänzt. 

    #Schreibstil#

    Dieses Midnight Chronicles Buch wurde ja von Bianca Iosivoni geschrieben und ich habe das Gefühl, dass ich meine Probleme mit ihrem Schreibstil endlich überwunden habe, da dieses Buch nun schon das Zweite in Folge war, wo ich keinerlei Probleme mehr mit ihrem Schreibstil hatte, was mich sehr freut. Ich bin durch das Buch nur so geflogen und habe es binnen weniger Stunden ausgelesen. Es war super angenehm zu lesen, was das Leseerlebnis natürlich besser macht. Ich war wirklich positiv überrascht von diesem Schreibstil. 

    #Inhalt#

    Klappentext:

    Nur noch 93 Tage. Roxy weiß, dass es unmöglich ist, ihre Mission innerhalb dieser Zeit zu erfüllen. Eigentlich dürfte sie sich keine Ablenkung erlauben - aber das ist leichter gesagt als getan. Schließlich verbringt sie jede Minute gemeinsam mit Shaw, während sie durch Europa reisen und die Wesen einfangen, die Roxy versehentlich aus der Unterwelt befreit hat. Doch die Möglichkeit auf ein Happy End für die freie Huntress rückt in unerreichbare Ferne, als Shaw plötzlich erfährt, wer er wirklich ist - und daraufhin eine folgenschwere Entscheidung treffen muss. 

    #Charaktere#

    Roxy war mir in diesem Buch ebenfalls sympathisch und ich habe sehr mit ihr mitgelitten als ihre Zeit immer knapper wurde und vor allen Dingen am Ende bei den unvorhersehbaren Dingen am Ende des Buches. Roxy hat sich nicht unterkriegen lassen, obwohl ihr das Leben so viele Steine in den Weg gelegt hat. Ich glaube, ich hätte an ihrer Stelle schon lange aufgegeben und hätte mein Schicksal einfach hingenommen. 

    Shaw mochte ich ebenfalls sehr gerne und ich fand es sehr schön zu sehen, wie gut er zu Roxy ist und sich immer so gut um sie gekümmert hat. Man konnte einfach spüren, wie viel sie ihm bedeutet. Ich fand es auch sehr spannend zu lesen, wie die beiden immer das ganze neue Essen ausprobiert haben und wie begeistert sie davon waren. 

    Ella habe ich in diesem Buch irgendwie sehr in mein Herz geschlossen und ich freue mich jetzt schon unfassbar dolle auf ihre Geschichte.

    #Handlung#

    Die Handlung gefiel mir grundsätzlich sehr gut. Allerdings ist manchmal etwas viel auf einmal passiert, sodass ich das Gefühl habe nicht alles behalten zu haben, was aber auch nur eine Einbildung sein könnte. Ansonsten fand ich es gleichzeitig auch super spannend, dass so viel passiert ist, weil die Protagonisten so viel erlebt haben. So konnte beim Lesen keine Langeweile entstehen und ich habe auf jeder Seite mitgefiebert. Das Ende hat mich in manchen Teilen etwas überrascht und nun bin ich sehr gespannt, wie es weitergehen wird. 

    #Fazit#

     Insgesamt hat mir der dritte Band der Midnight Chronicles gut gefallen, auch wenn ich das Ende echt fies fand und deswegen jetzt am liebsten direkt mit dem vierten Band weitermachen würde. Das Buch war sehr spannend und ich fand es wirklich schön Roxy und Shaw beim ihrem Abenteuer zu verfolgen und mit ihnen mit zu fiebern, ob sie es schaffen Roxys Mission rechtzeitig zu erfüllen. Ich kann dieses Buch wirklich allen nur ans Herz legen, da die Reihe bisher sogar mich als absoluter Nicht Fantasy Fan begeistern konnte und ich mich in diesem Genre wirklich kaum bewege und eigentlich auch keinen Gefallen daran finde. Allerdings ist es wirklich wichtig die Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da man sich sonst vermutlich selber spoilert. 

  3. Cover des Buches Die Wanderhure (ISBN: 9783426629345)
    Iny Lorentz

    Die Wanderhure

     (3.747)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    Konstanz im Jahre 1410: Als Graf Ruppert um die Hand der schönen Bürgerstochter Marie anhält, kann ihr Vater sein Glück kaum fassen. Er ahnt nicht, dass es dem adeligen Bewerber nur um das Vermögen seiner künftigen Frau geht und dass er dafür vor keinem Verbrechen zurückschreckt. Marie und ihr Vater werden Opfer einer gemeinen Intrige, die das Mädchen zur Stadt hinaus treibt. Um zu überleben, muss sie ihren Körper verkaufen. Aber Marie gibt nicht auf …

    Der Schreibstil ist zumindest zu Beginn etwas schleppend und alles andere als spannend. Die Szenen werden für mich ein bisschen zu detailliert beschrieben, wodurch es kaum vorwärts geht… Mit der Zeit legt sich das aber, und es wird immer interessanter.

    Marie ist eine tapfere junge Frau, deren Schicksal es nicht gut mit ihr meint. Trotzdem gibt sie nicht auf. Der Wunsch nach Rache an ihren Peinigern hält sie am Leben und treibt sie zum äussersten.

    Während in den ersten Teilen des Buches das harte Leben einer Wanderhure, und der heute glücklicherweise nicht mehr denkbare Umgang mit Frauen zu der damaligen Zeit beschrieben wird, geht es gegen Ende immer mehr um Politik und Intrigen, die Macht einer Gruppe von Huren aus der untersten Schicht wird demonstriert.

    Besonders schockierend fand ich hier die detaillierten Schilderungen zum Umgang mit Huren, aber auch mit «ehrbaren» Frauen, und wie schnell ein angesehenes Mädchen tief fallen kann. Erschütternd, weil ich mir denken kann, dass dies zu dieser Zeit genau so war, wenn nicht gar noch viel schlimmer.

    Spannende Geschichte über eine Frau, die alles verloren hat, und doch nicht aufgibt.

  4. Cover des Buches Bühlerhöhe (ISBN: 9783471351260)
    Brigitte Glaser

    Bühlerhöhe

     (151)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    was zur Zeit Adenauers so passierte.

    Rosa Silbermann ist eine deutschstämmige Jüdin. Im Auftrag des israelischen Geheimdienst 1952 reist sie nach Deutschland um ein Attentat auf Bundeskanzler Konrad Adenauer zu verhindern. Da Rosa bereits als Kind im Schwarzwald war und sich dort auskennt, scheint sie gut geeignet dafür. Allerdings hat sie null Erfahrung als Agentin und das Nobelhotel Bühlerhöhe verunsichert sie genauso wie die Tatsache, dass ihr angeblicher Ehemann, der diese Mission leiten soll, erst mal gar nicht ankommt ….

    Die Zeit der damals noch ganz jungen Bundesrepublik beschreibt die Autorin sehr gut. Manche Handlungsstränge aber wären wirklich nicht nötig gewesen und auch die vielen Personen kann der Leser eher mühsam im Blick behalten.

    Mir gefiel es ganz gut, aber die Spannung fehlte. Von daher auch nur 3 Sterne.

     

     

     

  5. Cover des Buches So finster, so kalt (ISBN: 9783426514931)
    Diana Menschig

    So finster, so kalt

     (144)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Merles Oma ist verstorben, weshalb sie zum Ort ihrer Kindheit zurückkehrt. In Omas Knusperhäuschen, mitten im Wald, stößt sie auf ihre makabere Familiengeschichte. Denn die uralte Erzählung ist wahr! Doch nicht die Alte ist hier die Hexe, sondern vielmehr Greta scheint dämonischer Natur zu sein. 

    Eine bunte Mischung verschiedener Märcheninhalte wurde hier in einen Topf geworfen, ein Hauch"Exorzist" und eine Prise (leider oft kitschige) Romantik zugefügt. Die Ambivalenz und (teils tussig nervige) Unsicherheit der Protagonistin übertragen sich auf den Leser. Eine Einschätzung der Ereignisse ist lange nicht eindeutig möglich, die Entwicklung unvorhersehbar. Es bleibt somit spannend bis zum Schluss. Alles in allem eine gute Lektüre für Zwischendurch. 

  6. Cover des Buches Blut schreit nach Blut (ISBN: 9783743187450)
    Aikaterini Maria Schlösser

    Blut schreit nach Blut

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    Das Cover ist leider nicht so meins, ich mag Gesichter auf dem Cover einfach nicht. Der Titel wirkt aggressiv, jedoch ist er wirklich passend gewählt. Auf dem Buchrücken der Wolf. Den hätte ich mir auch vorne gut vorstellen können.

    Die Geschichte finde ich gut. Sie baut sich mit und mit auf. Durch die vielen Beschreibungen der Entwicklung von Luna, konnte ich mich gut in sie rein versetzen. Ich fand es schön und in diesem Fall nicht langatmig. Mehr und mehr wollte ich wissen was nun als Nächstes mit ihr passiert. Jedoch ist dieses Buch nichts für schwache Nerven. Neben Blut und Gewalt gab es auch Übergriffe auf Frauen. Wenn man so etwas nicht lesen kann, sollte man die Finger von dem Buch lassen.

    Den Schreibstil mag ich. Das Buch ist nicht frei von Fehlern aber das stört mich nicht weiter.

    Die Bilder im Buch finde ich passend gewählt. Es macht Spaß sie sich anzuschauen.

    Im Großen und Ganzen mochte ich das Buch. Und es macht Lust auf mehr, endet es doch mit einem Cliffhanger. Bis ich das Buch in Händen halte gehe ich wohl mit meinem kleinen Wolf spazieren, aber besser nicht bei Vollmond, oder was meint ihr?

  7. Cover des Buches Totenhaus (ISBN: 9783442714421)
    Bernhard Aichner

    Totenhaus

     (242)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Der zweite Band um Bestatterin Brünhilde Blum steht seinem Vorgänger in nichts nach.

    Nachdem Blum den Tod ihres Mannes gerächt hatte führte sie ein ruhiges Leben mit ihren Kindern und ihren beiden Vertrauten in Innsbruck. Doch ein Foto in einer Illustrierten zerstört diese Idylle und öffnet ein Fenster in Blums Kindheit. Während Blum dieser Spur hinterher jagt schlägt das Schicksal erneut zu, bei einer Routineexhumierung auf dem Innsburger Friedhof stößt man auf Leichenteile, welche einem seit längerem vermissten Schauspieler zugeordnet werden können - ebenjener Schauspieler, den Blum einst getötet hat. Blums Welt bricht zusammen, während ihr Freund Reza verhaftet und nach Ihr gefahndet wird ist Blum auf den Spuren ihrer Schwester selbst in Gefahr.

    Es entwickelt sich eine rasante Story, wem kann Blum trauen, wer meint es ehrlich mit ihr, wie kann sie ihre Kinder wieder sehen ohne die nächsten Jahre im Gefängnis zu sitzen - gibt es überhaupt eine Zukunft für sie?

    Der Schreibstil ist wie im ersten Buch extrem schnell, nur nach vorn, kurze Kapitel, Dialoge - die Spannung wird ständig hochgehalten und der Leser fiebert mit Blum bis zur letzten Seite mit, hervorragend gemacht!

    Ein Zitat beschreibt nach meiner Meinung die Geschichte recht treffend: "Ein Unglück ist kein Baum, es wächst nicht langsam über Jahre, meistens kommt es über Nacht."

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich freue mich schon auf den abschließenden 3. Teil der Reihe.

  8. Cover des Buches Der Gesang der Bienen (ISBN: 9783404177776)
    Ralf H. Dorweiler

    Der Gesang der Bienen

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieser historische Roman spielt Mitte des 12. Jahrhunderts im Schwarzwald.  

    Seyfried lebt mit seiner heilkundigen Frau Elsbeth und den drei gemeinsamen Kindern in Münstertal. Er geht dem Handwerk des Zeidelns nach, wie man die Imkerei damals nennt, und hat ein gutes Auskommen. Als eines Tages ein fahrender Medicus ein fieberndes Mädchen vor die Türe legt, ist es mit der Beschaulichkeit vorbei. Das Mädchen, Tochter eines Adeligen, stirbt an einer missglückten Abtreibung und Elsbeth wird beschuldigt, mit dem Teufel im Bunde zu sein. Darauf steht die Todesstrafe. Seyfried gelingt es, einen Aufschub der Vollstreckung zu erwirken und eilt zu Hildegard von Bingen, die als Äbtissin und Heilkundige einen guten Ruf hat. Nur sie kann Elsbeth vor dem Tod retten. 

    Doch Hildegard hat zur Zeit anders im Sinn als eine zum Tode verurteilte zu retten. Sie baut gerade an ihrem neuen Kloster auf dem Rupertsberg. Wird Seyfried sie überzeugen können, seine Elsbeth zu retten? Und was soll die Gegenleistung sein? 

    Meine Meinung:

     Hildegard von Bingen ist häufiger „Gast“ in Mittelalterromanen. Meistens wird sie als gutmütige und strahlende Heldin dargestellt. Ralf H. Dorweiler zeigt hier eine andere Facette dieser Frau: Er zeichnet ehrgeizige Person, der es um Ansehen und Macht geht. Sie scheint auch gerne das Wissen anderer anzuzapfen, um ihre eigene Reputation zu stärken. So nimmt sie das kostbare Medizinbuch, das Elsbeth von ihrer Mutter geerbt hat, quasi als „Mitgift“ in ihr Kloster gerne auf. 

    Die anderen Charaktere sind gut getroffen, wenn auch manche eher schwarz/weiß gestaltet sind und ein bisschen dem gängigen Klischee der mittelalterlichen Bevölkerung entsprechen.

    Seyfried gefällt mir sehr gut, denn er behandelt seine Tochter und seine Frau ungewöhnlich fortschrittlich. Daher ist er auch entsetzt, welchen Vorschlag Hildegard von Bingen macht, um sie vor dem Tod zu bewahren. Er ist ein schlauer Fuchs und seine Erfindung (über die ich jetzt nichts verraten möchte) stößt bei Hildegard auf Interesse. 

    Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Die historischen Details sind penibel recherchiert. Besonders interessant ist die Darstellung der historischen Imkerei, also des Zeidlerhandwerks. So hat man damals Bienenvölker nicht in Stöcken oder Körben gehalten, sondern hat, wie im Text beschrieben, in alte Bäume eine Höhle (vulgo Beute) geschlagen, um dort das Bienenvolk hinzulocken. Auch hat man früher Wabe und Honig gleichzeitig entnommen, um Wachs und Honig weiter zu verarbeiten. Dabei hat man keine Rücksicht auf das Bienenvolk genommen, das dann meistens zugrunde ging. 

    Fazit: 

    Ein gut gelungener historischer Roman, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

  9. Cover des Buches Die Henkerstochter (Die Henkerstochter-Saga 1) (ISBN: 9783548610429)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter (Die Henkerstochter-Saga 1)

     (317)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Schongau, 1659: Ein sterbender Junge wird aus dem Fluss gezogen, auf der Schulter eine Tätowierung, die schnell als Teufelszeichen interpretiert wird, und auch eine Schuldige wird bald gefunden: Hebamme Martha Stechlin. Jakob Kuisl, Schongaus Henker glaubt nicht an deren Schuld, denn er kennt sie als freundliche Frau, die zudem seinen Kindern auf die Welt geholfen hat. Er hofft, Martha nicht foltern zu müssen, bevor er den wahren Schuldigen findet, doch der Rat hat es eilig, die Sache abzuschließen. Kuisl drängt die Zeit, doch wenigstens hat er Hilfe durch den Medicus Simon Fronwieser, der in Kuisls Tochter Magdalena verliebt ist.

    Nachdem ich bereits spätere Bände der Reihe gelesen habe, hat nun endlich Band 1 auf meinem Bookseat Platz genommen, auf den ich schon lange neugierig gewesen bin. Im Prolog lernt man den jungen Jakob Kuisl kennen, der als Lehrling bei seinem Vater arbeitet, und nach einer besonders unangenehmen Hinrichtung keine Lust mehr auf den Henkerberuf hat. Im 30jährigen Krieg dient er in Tillys Armee – und schließlich trifft man ihn doch als Schongaus Henker an, den Grund dafür wird man im Laufe des Romans erfahren.

    Kuisl ist tatsächlich ein Vorfahre des Autors (dazu schreibt er mehr im Nachwort), ich finde es faszinierend, dass er ihn zu dem Protagonisten dieser Reihe gemacht hat, denn genau das ist er, auch wenn der Titel anderes vermuten lässt. Er ist ein interessanter Charakter, kräftig, störrisch, aber auch mit sympathischen Zügen, seinen Beruf tut er, weil er muss, und wohl auch, um Gerechtigkeit walten zu lassen, doch wenn er, wie hier, keine Schuld erkennen kann, oder Mitleid ihn packt, fällt es ihm schwer. Als Unehrlicher hat er einen schweren Stand, durch sein Wissen und Können, aber auch einen gewissen Status.

    Auch wenn die Henkerstochter, Magdalena, nicht im Mittelpunkt steht, mischt sie kräftig mit, auch sie ist klug und weiß was sie will. Der Dritte im Bunde, Simon, ist wissbegierig und hängt nicht, wie sein Vater, Althergebrachtem an sondern setzt auf moderne Ansichten. Nicht nur Magdalena, sondern auch Kuisls Bücherschatz führt ihn immer wieder ins Henkerhaus. Alle Drei sind Charaktere, mit denen man mitfühlen kann, und die man auch in den Folgebänden wiedertreffen wird.

    Der Fall ist nicht so einfach, es gibt weitere Tote und diversen Vandalismus. Erst einmal muss ein Motiv (oder mehrere?) gefunden werden, gleichzeitig muss man Zeugen finden, die untergetaucht und in Gefahr sind, und zudem versuchen, Martha vor dem Schlimmsten zu bewahren. Ich fand es spannend zu lesen, der Roman wurde schnell zum Pageturner. Erschreckend ist wieder einmal, wie schnell aus Menschen ein Mob wird, der vor nichts zurückschreckt.

    Wie auch spätere Bände schon, hat mir Band 1 der Reihe gut gefallen, er ist leicht und spannend zu lesen, mit Protagonisten, die man einfach mögen muss.

  10. Cover des Buches Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1) (ISBN: 9783551320117)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1)

     (19.139)
    Aktuelle Rezension von: annas_buecher_liebe

    Kurze Inhaltsangabe:

    Harry glaubt ein ganz normaler Junge zu sein. Durch den Tod seiner Eltern ist er gezwungen bei seiner Tante und seinem Onkel zu leben. Doch an seinem 11. Geburtstag erfährt er, dass er ein Zauberer ist und nach Hogwarts, an die Schule für Hexerei und Zauberei, gehen soll.
    Dort gerät er auch ziemlich schnell in viele Abenteuer, egal ob Bestien, Mitschüler oder Fabelwesen.
    Seine Freunde Ron und Hermine stehen ihm dabei tatkräftig zur Seite.


    Cover und Schreibstil:

    Ich besitze die Neuausgabe, welche zum 20. Jubiläum erschienen ist und ich liebe das Design. Es ist sehr für Kinder / Jugendliche ausgelegt (welche in erster Linie ja auch die Zielgruppe ist). Es verstecken sich im Cover wichtige Details des Buches: Harry, Hermine und Ron, wie auch der Schnatz und der Hogwarts Express, was einen schon in die Welt von Hogwarts einführt.

    J. K. Rowlings Schreibstil ist auch eher an jüngere ausgelegt und sehr bildlich.


    Inhaltsbewertung:

    Das Buch startet mit einer Einführung in Harrys Leben bei den Dursleys. Ich glaube jeder Harry Potter Fan verabscheut sie genauso sehr, wie ich. Und ich finde in diesem Buch wird noch viel deutlicher, wie gemein sie zu Harry sind. Was in den Filmen dagegen gezeigt wurde, ist quasi nichts.

    Wir alle kennen den besten Tag in Harrys Leben, sein 11. Geburtstag. Und schon geht es ab nach Hogwarts, wo er tolle Freunde findet: Ron und Hermine. Das unzertrennliche Trio muss schon im ersten Band viele Herausforderungen meistern und lernen viele magische Wesen kennen.

    Charakterlich gesehen mag ich die drei Hauptfiguren alle sehr, obwohl Harry natürlich immer im Vordergrund steht. Auch Nebencharaktere, welche in den Filmen weggelassen wird, wie zb Peeves ein Poltergeist aus dem Haus Slytherin haben alle ihren ganz speziellen Charakter, der sie einzigartig macht.

    Die Autorin beschreibt alle Charaktere und Orte super bildlich, sodass man sich alles sehr gut vorstellen kann.

    Durch das ganze Buch hinweg zieht sich ein toller roter Faden und strotz vor Spannung. Man kann das Buch wirklich an einem Tag Weglesen, wenn man genug Zeit hat.

    Im Film wurde glücklicherweise im 1. Band sehr wenig weggelassen, bzw. auch nur wenig verändert. Der Anfang bei den Dursleys ist vielleicht ein wenig zu kurz gekommen und wie oben schon erwähnt existiert Peeves nicht, aber es wurde sich ansonsten stark ans Buch gehalten!


    Fazit:

    "Harry Potter und der Stein der Weisen" bekommt 5 ⭐️ von mir und ist ein wirklich toller Auftakt! Besonders Band 1 ist noch am ehesten für Kinder geeignet. Allerdings können Erwachsene genauso viel Freude daran haben!

  11. Cover des Buches Solang die Welt noch schläft (ISBN: 9783548285412)
    Petra Durst-Benning

    Solang die Welt noch schläft

     (133)
    Aktuelle Rezension von: meisterlampe

    Inhaltsangabe:

    Berlin, um 1890. Eine Gesellschaft, in der Männer die Zukunft bestimmen und Frauen gefälligst die Pedale einer Nähmaschine und nicht die eines Fahrrads zu treten haben.
    Doch der Jahrhundertwind fegt durch die Straßen und flüstert verheißungsvoll von Aufbruch und Abenteuer.
    Drei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein können: Josefine, die Tochter eines Hufschmieds bricht in die Männerdomäne des Radfahrens ein und wird bitter dafür bestraft. Die brave Apothekertochter Clara will endlich frei sein von der Tyrannei ihrer Eltern. Und die Fabrikantentochter Isabelle sehnt sich nach der großen Liebe.
    Die Konventionen der Kaiserzeit, Standesdünkel und Vorurteile machen den jungen Frauen das Leben schwer. Doch der Wunsch nach Selbstbestimmung und Freiheit ist unbezähmbar. Mutig macht sich das Freundinnentrio auf seinen Weg in eine neue, bessere Zukunft.

    Meine Meinung:

    Durch Petra Durst-Bennings Reihe "Die Fotografin" wurde ich auf die Jahrhundertwind-Trilogie aufmerksam, in der es um Josefine, Isabelle und Clara geht - nun habe ich das erste Buch endlich gelesen bzw. verschlungen.
    Eine Geschichte über Frauen (nicht nur auf Fahrrädern), die sich ihre Rechte erkämpfen, am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Einzige, die damit Erfolg hat, ist jedoch Josefine. Sie hatte es in ihrer Familie noch nie leicht; man gibt ihr die Schuld am Tod ihres kleinen Bruders, für die Eltern ist sie die Persona non grata. Durch ihre rebellische Art und - für damalige Zeit mutige - Taten macht sie sich das Leben teilweise selbst schwer und muss als Konsequenz ein paar Jahre im Frauengefängnis absitzen. Was sie dort erlebt, ändert ihre Ansichten so sehr, dass sie nun für ihre Träume lebt (und radelt) und sich nichts mehr sagen lässt. Ihre Freundin, Apothekerstochter Clara, lässt sich sehr schnell unterbuttern, von den Eltern und von ihrem Mann, dem "Herrn Doktor". Soviel Unselbständigkeit und Unterwürfigkeit haben mich öfters den Kopf schütteln lassen. Dann lieber Jo mit ihrem Dickschädel - sie weiss, was sie will und beisst sich durch. Fabrikantentochter Isabell, Jos andere Freundin, lässt sich ebenfalls von den Eltern aushalten, bis sie den passenden Mann gefunden hat (allerdings nach ihrem Geschmack, nicht nach dem Willen der Eltern). Die beiden verwöhnten Töchter passen gut zusammen, aber doch nicht so recht zu Josefine. Dafür hat Jo treue Unterstützung von Frieda und deren Nichte Lilo und eine Überraschung hält Frieda ebenfalls für Jo bereit.
    Der Schreibstil gefällt mir gut, das Buch liest sich sehr flüssig, ich musste immer wieder daran erinnert werden, dass es um 1890 spielt. Die Geschichte des Velozipeds fand ich sehr spannend und interessant und auch, wie sich die Frauen in diesen Sport drängen, der zunächst den Männern vorbehalten und z. B. Rennen für Frauen verboten waren. Es gab schon damals richtige Wettkämpfe und Rennen, hätte ich nicht vermutet. Die Hinweise am Ende des Buches geben noch ein paar Informationen dazu preis. Ganz besonders toll fand ich das Tausend-Kilometer-Rennen durch Dänemark - waren doch meine Kinder letzte Woche von Kopenhagen nach Roskilde auf einem Lager mit 44.000 Pfadfindern unterwegs - zwei Orte, an denen die Rennstrecke, zumindest im Buch, verlief. Ich weiss, was man heute für eine Radtour oder Radurlaub an Ausrüstung, Kleidung etc. braucht - wie war es vor über 130 Jahren? Man konnte nicht mal schnell alles ins Auto laden und losfahren. Da kommt man schon beim Lesen zum Vergleichen, was heute anders ist.
    Jos morgendliche Radrunden durch Berlin stelle ich mir sehr entspannt vor, wenn alles ruhig ist und man seinen Gedanken freien Lauf lassen kann. Ihre Begeisterung für Technik und Reparaturen finden einige Leute unpassend, die werden sich noch umschauen. Mich hätte noch interessiert, wie reagieren Jos Eltern auf Adrian?
    Die fiktive Erzählung dreier junger Frauen mit historischen Begebenheiten gemischt ist der erste Band der Trilogie "Jahrhundertwind", Josefines Geschichte hat mir sehr gut gefallen (Clara war mir zu langweilig, obwohl sie anfangs, als sie in der elterlichen Apotheke aushalf, doch einen vernünftigen Eindruck machte und Isabell war einfach das Leben als "bessere Tochter" gewöhnt, nichts Eigenes im Sinn) und bekommt mit 4,5 bis 5 Sternen eine Leseempfehlung von mir.


  12. Cover des Buches Eisige Flut (ISBN: 9783404176373)
    Nina Ohlandt

    Eisige Flut

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Viragolady

    Zum Inhalt:
    Nordfriesland. Es ist eisig kalt, der Schnee liegt meterhoch und ein eisiger Wind weht.

    An der Nordseeküste werden einige Morde verübt in dem der Mörder die Opfer in einer sehr skurrilen Art und Weise darstellt.

    Anja Derling wird vermisst und später vor der Haustür ihrer Mutter als Eisskulptur vorgefunden. Arthur Peters , auf dem Marktplatz und Levke Bronnen, eine Balletttänzerin, werden ebenfalls als Eisskulpturen aufgefunden. Es scheint als würde die Todesserie kein Ende nehmen. Der Täter bekommt den Namen „Eismörder“.

    Hauptkommissar John Benthien und sein Team der Kripo Flensburg sollen diese Morde aufklären, was sich als nicht so einfach herausstellt. Sie haben alle genug damit zu tun den verschiedensten Hinweisen und Anhaltspunkten nachzugehen, was teilweise auch in die Irre führt. Dabei wird die Ermittlungsarbeit sehr realistisch geschildert. Es war sehr spannend zu erleben wie sich die Puzzlesstücke so nach und nach zusammensetzten bis der Fall um Anja Derling ein nicht unbedingt vorhersehbares Ende nimmt.

    Neben der laufenden Ermittlungsarbeit werden immer wieder Briefe vom vermutlichen Mörder an seine Tochter eingestreut, dessen Inhalt zwar dem Leser bekannt ist, nicht aber den Ermittlern. In diesen Briefen berichtet er über seine schlimme Vergangenheit, wobei er seine Taten zu rechtfertigen versucht.

    Auch werden persönliche Probleme der Ermittler beschrieben, was aber keinesfalls stört, sondern sie teilweise sympathischer macht. Es wirkt alles sehr realistisch, wie im wahren Leben.

    Fazit:

    „Eisige Flut" ist der 5. Fall für Kommissar John Benthien und sein Team von der Flensburger Kriminalpolizei. Man muß aber nicht die Vorgängerbände gelesen haben um diesem Buch folgen zu können , da es wie eine eigene Geschichte geschrieben wurde. Man ist mitten drin im Geschehen und hat fast das Gefühl alte Bekannte zu treffen.

    Die Orte und Plätze sind so anschaulich beschrieben worden als sei man vor Ort und hat sie persönlich zu besucht .

    Der Spannungsbogen war sehr gelungen und am Ende gut aufgelöst, trotzdem hat man das Bedürfnis es noch weiter lesen zu wollen um zu sehen wie es mit den Akteuren weiter geht. Warten wir auf ein weiteres spannendes Abenteuer.

    Das Cover passt zum Roman und hat mich sofort angesprochen, Möwe, Leuchtturm, alles was die Nordsee ausmacht.

    Von mir daher eine klare Empfehlung . Ein sehr spannender Roman der Lust auf mehr macht. Super!

    Autorin Nina Ohlandt ist damit ein Meisterwerk gelungen und ich habe mir die Vorgängerromane selbstverständlich auch zugelegt.

  13. Cover des Buches Der Blogger (ISBN: 9783954516766)
    Patrick Brosi

    Der Blogger

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Lenny
    Die Pharmaindustrie macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt!
    Ein Ruderer verschwindet...war es Selbstmord? Das ist der Start  der Ermittlungen, die dann in eine riesengroße Welle an Ermittlung auslöst! Sehr spannend und die vielen Cliffhänger lassen oft keine Lesepause zu! 
    Das Ende ist noch nicht ganz verdaut. Es hat mich sehr sprachlos zurückgelassen! 
  14. Cover des Buches Das Geheimnis des Glasbläsers (ISBN: 9783404176274)
    Ralf H. Dorweiler

    Das Geheimnis des Glasbläsers

     (51)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Was für eine Reise durch Europa! Ich bin noch ganz außer Atem, nachdem ich Simon und Ulf bei ihrem Abenteuer vom Schwarzwald bis ins ferne Konstantinopel begleiten durfte. Hier hat einfach alles gepasst, die lebendige Beschreibung der verschiedenen Charaktere, die ausdrucksvoll gezeichneten Landschaften, die lebendigen Kampfszenen und natürlich die Kapriolen der Liebe – denn ewig lockt das Weib ... 

    Es war schon ein außergewöhnliches Trüppchen was sich schließlich nach einer über einjährigen Odyssee am Bosporus tummelte, um die schöne Marietta aus den Klauen des Bösen zu retten. Es mangelte bei dem ungewöhnlichen Unterfangen vornehmlich an die Rezeptur des Kristallglases zu kommen nicht an gefährlichen Situationen, sei es bei der Alpenüberquerung, im trubeligen Venedig oder an der Mauer in der byzantinischen Hauptstadt, die auch als das „zweite Rom“ bekannt war. Dafür war es umso herzerwärmender zu beobachten, wie Simon und Ulf allmählich zu einer Einheit verschmolzen. Die beiden Kerle, die sich erst nicht riechen konnten. Und die dann mal so ganz nebenbei auch noch den Kreuzmörder zur Strecke brachten. 

    Lieber Ulf, das von dir kreierte Abenteuer hat mir aber nicht nur viel Spaß beim Lesen bereitet, sondern mich auch viel gelehrt über die wunderbare Kunst der Glasbläserei, über das Leben in Venedig im 15. Jahrhundert und über die Eroberung Konstantinopels, die gleichzeitig den Untergang des byzantinischen Reichs bedeutete. Das Rezept für „Spaghetti alla puttanesca“ ist schon auf meinen Speiseplan gewandert und wird nachgekocht. Ich werde beim Genießen an dich denken ;)

    Von mir bekommt dein tollkühnes Unterfangen in Schriftform die volle Punktzahl und natürlich eine Leseempfehlung. 

  15. Cover des Buches Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (Die Henkerstochter-Saga 2) (ISBN: 9783548611037)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (Die Henkerstochter-Saga 2)

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Die Abenteuer von Jakob Kuisl, dem Henker von Schongau, seiner Tochter Magdalena und dem Medicus Simon Fronwieser gehen weiter. 

    Hier geht es um einen vergifteten Pfarrer und die Suche nach dem verborgenen Schatz der Templer. Wir sind im Jahr 1660.

    Mir hat dieses Buch sehr viel Spaß gemacht. Es hatte eine tolle Atmosphäre, war spannend, unterhaltsam und auch lehrreich. 

    Auch war es stellenweise durchaus humorvoll. Ich mochte die zum Teil bissigen Dialoge, denn sowohl der Henker als auch seine Tochter als auch der Medicus sind sehr eigenwillige Figuren. 

    Sehr interessant fand ich auch die medizinischen Aspekte in diesem Buch. Wie damals geheilt (oder eben nicht geheilt) wurde, an was die Menschen glaubten,... 

    Insgesamt ein überaus gelungener Historischer Roman, und ich freue mich nun auf den nächsten Band der Reihe!  

  16. Cover des Buches Reset (ISBN: B00RUGFXFY)
    Jens Bühler

    Reset

     (37)
    Aktuelle Rezension von: mallory66
    Ich schaue keinen Tatort, auch sonst nur selten deutsche Krimis. Die Atmosphäre ist mir meist zu ernst, zu nüchtern. Viel lieber mag ich amerikanische Krimiserien, Popcornkino im Stundenformat. So war ich auch nach den ersten Kapiteln des Romans nicht sicher, ob ich dieses Buch weiterlesen soll. Denn tatsächlich beginnt es eher wie ein Tatort, mit einem Komissar bei Polizeieinsätzen, zwei türkischen Kleinkriminellen, die scheinbar jedes Klischee erfüllen, einer Armeekommandantin, die ich auch nicht recht einzuschätzen wusste. Doch dann ging es los...

    »Die Horde kreischte, wie tausend kaputte Kreissägen. Wovor liefen die weg? Demirs Verstand blockierte. Während die Bilder durch seine Augen hindurch ins Nichts liefen, meldete sich ein urzeitlicher Instinkt. Die flohen nicht. Die jagten.«

    Ab diesem Zeitpunkt baut der Autor eine ungemeine Spannung auf, 40 Kapitel voll Flucht, Kampf, Hoffnung, Verzweiflung, Angriff und Gegenwehr, ich habe seit gestern Mittag bis gerade eben fast 500 Seiten verschlungen, nur widerwillig unterbrochen durch ein paar Stunden benötigten Schlaf. Der Autor braucht sich hinter amerikanischen Filmen oder Büchern dieser Art eindeutig nicht zu verstecken, dazu gelingt ihm eine Glaubwürdigkeit, die bei den genannten oft fehlt. Wenn die Helden aus einer scheinbar ausweglosen Situation entkommen, dann, indem sie Opfer bringen, es sterben auch die Guten und es nicht abzusehen wie die Menschheit ihrem Untergang entgehen soll. Der Autor hat extrem gut recherchiert, zumindest für mich als Laie scheint es so, und man wird mit Unmengen von militärischer und wissenschaftlicher Information gefüttert, allerdings fast immer so, dass es interessant bleibt und vor allem verständlich. 
    Der Roman war für mich eine absolute Überraschung, vor allem nach den ersten Kapiteln, die nach einem typisch deutschen Krimi aussahen. Ich kann das Buch nur empfehlen, muss allerdings eine Warnung aussprechen: Das Ende ist deutsch, nicht amerikanisch.
  17. Cover des Buches Eine Handvoll Sommerglück (ISBN: 9783548286600)
    Heike Wanner

    Eine Handvoll Sommerglück

     (55)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa
    In diesem Buch von Heike Sommer geht es um Christin. Christine hat sich letzten Monate vor Lexi´s Tod um ihre Freundin gekümmert. Lexi hat Christine ein großzügiges Erbe hinterlassen.
    Christine hat das Haus im Schwarzwald von Lexi geerbt. Im Schwarzwald soll Christine über ihre Trauer hinweg kommen. Jedoch bewältigt Christine dort nicht nur ihre Trauer, sondern kommt auch ihrer Tochter Jule und ihrer Mutter Helga wieder näher.
    Die Personen kommen sehr authentisch und charismatisch rüber, so dass man sich sehr gut in die Protagonisten hinein versetzen kann.
    Heike Wanner schreibt in diesem Roman sehr gefühlvoll über den Tod und was es bedeutet für die Angehörigen abschied zu nehmen. Es ist jedoch nicht traurig geschrieben, sondern eher selbstverständlich. Jule erlebt in diesem Sommer ihre erste große Liebe, doch ihr kommen Zweifel.
    Ich kann diesen Roman nur empfehlen. Es geht um Liebe, Trauer und Familie. Er ist schön geschrieben und lässt sich gut und flüssig lesen.
  18. Cover des Buches Unter dem Mitternachtsmond (ISBN: 9783957342324)
    Elisabeth Büchle

    Unter dem Mitternachtsmond

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Buchbloggerin

    Ich hoffe, der Titel dieser Überschrift – endlich mal im abgewandelten Stil als die vorigen Titel – lädt zum Lesen an (anstatt zum schnellen Weiterscrollen). Wenn ihr diesen Beitrag also gerade lest, wisst ihr, dass es sich hierin um Unter dem Mitternachtsmond – den dritten Romen der Unter der – Winterromanreihe, wie die Autorin diese Serie selbst nennt – handelt. Zwar habe ich ihn schon im Herbst gelesen, aber da wir in neun Wochen sowieso schon Weihnachten haben, denke ich nicht, dass es zu früh war … seid ihr übrigens schon in Weihnachtsstimmung?

    Und nun zum Inhalt…
    Nach dem Unfalltod seiner Frau lebt Patrick in der ständigen Angst, dass auch seinem siebenjährigen Sohn Leo etwas zustoßen könnte. Der Umzug auf einen alten Gutshof in idyllischer Gegend des Schwarzwaldes soll Abhilfe schaffen. Allerdings lebt dort auch die unkonventionelle Künstlerin Debora, die zu Leos Freude – und zu Patricks Missfallen – den Alltag der beiden gehörig aufmischt. Mit ihren Dreadlocks, den Stahlkappenstiefeln und der Schweißerausrüstung sieht sie nicht nur gewöhnungsbedürftig aus, vielmehr hat sie auch ein paar eigenartige Angewohnheiten. Was treibt sie immer um Mitternacht im Garten? Und was versucht sie vor Patrick zu verbergen?

    Auf Instagram hatte ich bereits erwähnt, dass mir der erste Band dieser Reihe – Unter dem Polarlicht – bisher am besten gefallen hat. Es war so ein richtiges 5-Sterne-Buch, woran ich mich immer noch ganz gerne erinnere.
    Zwar geht es mir mit dem vorliegenden Roman nicht genauso, das Gefühl kommt dem aber ganz nah.
    Um ehrlich zu sein, hatte ich einige Probleme mit dem Einstieg in die Geschichte. Es war alles irgendwie zu vorhersehbar und an einigen Stellen hatte ich den Gedanken, kitschiger könnte diese oder jene Szene nicht sein! Daher dauerte es auch etwas, bis ich den Roman zuende gelesen habe.

    Doch bald schon kam eine Stelle – leider kann ich nicht genau sagen, welche – an der es mir plötzlich ganz anders mit der Handlung ging. Auf einmal konnte ich es nicht abwarten, weiterzulesen, denn es folgten mehrere Wendungen, die mich „aufhorchen“ ließen und mich nicht mehr so schnell losließen: ich wollte nur noch wissen, wie es weitergehen würde.

    Bevor ich aber noch weiter über meine Gefühle über diesen Roman schreibe, sollte ich besser zum Roman selbst kommen.
    Tatsächlich hat es etwas gedauert, bis ich mich eingefunden habe – sowohl in den Charakteren als auch in der Geschichte. Ich wusste einfach nicht, wie ich Debora einschätzen sollte. Patrick und seinen Sohn Leo kannte ich bereits schon aus den früheren Bänden.
    Debora war eine ungewöhnliche, etwas verrückte Frau, was sie aber auf ganz besondere Art liebenswert machte. Sie ließ sich außerdem nichts anmerken, wenn sie sich mal ungerecht behandelt oder (vor-)verurteilt fühlte. Diese Seite hat mir an ihr besonders gefallen.

    Währenddessen war Patrick, besonders seit dem Tod seiner Frau, zu einem zurückgezogenen und übervorsichtigen Vater geworden, denn er hatte Angst, auch seinen Sohn Leo zu verlieren.
    Die Gegensätzlichkeit zwischen Debora und Patrick ließ es anfangs unmöglich erscheinen, dass die beiden die in irgendeiner Weise überhaupt näherkommen könnten. Doch durch Deboras Geduld und Durchhaltevermögen, wie sie Patrick geholfen hat, das Loslassen zu Lernen (hauptsächlich in Bezug auf Leo), hat sich dadurch ausgezahlt, dass aus den einander fremden Menschen bald schon gute Nachbarn wurden.

    Allerdings ahnt man zu Beginn noch nicht, dass auch Debora schon Schlimmes in ihrem Leben erlebt hat. In ihrem Leben gab es eine Sache, an die sie gar nicht gern zurückdachte, denn daran hatte sie nur schmerzlich Erinnerungen – und Narben, was uns eigentlich auch schon zu der Kernaussage dieses Romans führt.

    Mit dieser Geschichte wollte die Autorin weitersagen, dass es im Leben nicht auf die äußere, vergängliche, sondern auf die innere, unvergängliche Schönheit ankommt. Es ist wichtig, dass wir die Menschen, die nicht dem unseren oder dem gängigen (Schönheits-)Ideal entsprechen, nicht als minderwertig betrachten. Es darf aber auch nicht passieren, dass wir uns selbst herabstufen, weil wir unserem eigenem Ideal nicht entsprechen.
    Denn: jeder Mensch wurde von Gott erschaffen und auch darauf wird in diesem Roman hingewiesen.
    Zwar habe ich mir dann und wann gewünscht, dass der Glaube öfter angesprochen würde, doch die wenigen Anspielungen fand ich passend gewählt.

    Es ist schon einige Tage (vielleicht auch eine Woche?) her, dass ich dieses Buch beendet habe, doch ich denke gerne daran zurück. Auch wenn es anfangs nicht so schien, hat es mir letztendlich doch sehr gefallen. Es zählt zu den Büchern, die man drinnen sitzend bei stürmisch kaltem Wetter lesen sollte (gerne aber auch zu anderen Jahreszeiten bei anderen Wetterbedingungen ;)).
    Um zu meiner Frage im Titel zurückzukehren: man sollte diesen Roman lesen, weil darin wichtige Themen angesprochen werden, aber auch, weil die Handlung mitreißend ist!
    Von mir gibt es 4 von 5 Sterne und beim Gerth und Medien Verlag bedanke ich mich ganz herzlich für dieses zur Verfügung gestellte Exemplar!

  19. Cover des Buches Schwarzwälder Morde (ISBN: 9783499002083)
    Linda Graze

    Schwarzwälder Morde

     (75)
    Aktuelle Rezension von: evafl

    Nichts zu tun auf dem Polizeirevier in Bad Wildbad – die Kommissare Schmälzle und Scholz langweilen sich bzw. basteln Papierflieger. Bis eine Moorleiche gefunden wird – doch: die ist so alt, dass selbst der Täter schon tot ist… was gibt es da also zu ermitteln? Außerdem wird ein Investor bedroht, der hier ein Luxusressort bauen möchte, denn das gefällt nicht allen…

    Auf diesen Regionalkrimi war ich gespannt, länger hatte ich keinen Krimi gelesen, auch keinen regionalen. Und im Schwarzwald war ich so auch schon länger nicht mehr. Die Figuren der Kommissare sind irgendwie typisch für einen Krimi, selbst im Tatort ist es ja so, dass die Ermittler immer irgendwelche speziellen persönlichen Geschichten haben, was auch hier der Fall ist. Was mich auch noch ein bisschen gestört hat, war das vegane „Getue“ um Kommissar Justin Schmälzle, der immer wieder einen Reismilch-Macchiato trinkt – und den auch im kleinen Kurstädtchen selbstverständlich überall bekommt. (Finde ich ein bisschen abstrus alles…) 

    Der Schreibstil ist ganz in Ordnung, manchmal war es für mich ein bisschen zu langatmig und zu weit ausgeholt. Grundsätzlich lässt es sich aber gut lesen, ist verständlich geschrieben, hier braucht man keine Ortskenntnisse oder muss das vorherige Buch gelesen haben.  

    Die Ermittlungen sind grundsätzlich spannend, durchaus auch lustig und unterhaltsam, konnten mich aber nicht so gesamt begeistern. Für mich hat es sich teilweise etwas hingezogen, leider. Die kurzen Kapitel, die einen in die Zeit der Moorleiche versetzen, sind spannend, sollen das ganze noch abwechslungsreicher machen. Für mich war das etwas verworren, irgendwie wollte man hier Sachen miteinander verbinden, die nicht so ganz für mich gepasst haben. 

    Alles in allem war der Krimi mal ganz unterhaltsam, mir aber in gewisser Weise einfach zu speziell. Die Grundideen sind verständlich und durchdacht, bei der Umsetzung hat es mich nicht so gepackt wie es ein Krimi tun sollte. Hinsichtlich einer Empfehlung bin ich hier unentschlossen und kann lediglich 3 von 5 Sternen vergeben, eher schon eine Tendenz zu 2 Sternen.  

  20. Cover des Buches Waldesruh (ISBN: 9783939459842)
    Anja Bagus

    Waldesruh

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Monkberg
    Ich habe schon einige Steampunk-Romane gelesen, kannte aber die Aetherwelt von Anja Bagus bisher noch nicht. Sie unterscheidet sich von der gewohnten Mischung aus Dampfmaschinen-Technologie und Fantasy insofern, als hier das Auto, also der Verbrennungsmotor, durchaus eine tragende Rolle für  den Verlauf der Handlung spielt. Auch die Fantasy-Elemente sind völlig andere.
    Sie kommen aus der Sagenwelt des Schwarzwald mit einem Spritzer aus dem Keltischen.

    Die Handlung ist schnell umrissen: Junge, toughe Witwe trifft auf reichen Junggesellen, es gibt einen Mord, der aufgeklärt werden muss, eine egoistische Mutter, die sich ständig ins Rampenlicht spielt, zackiges Militärpersonal und allerhand "Dorfpersonal", das mal helfend, mal absolut hindernd eingreift, bis der Herr des Waldes die Sache übernimmt und den ganzen Knoten in der Silvesternacht auflöst.
    Die Bösen werden bestraft, die junge Witwe und der reiche Junggeselle erleben ein Happy-End und es gibt sogar Hoffnung, dass die Mutter der besagten jungen Witwe ein anderes Opfer findet, an dem sie auf die Nerven fallen wird.

    Insgesamt ein heiter bis spannendes Abenteuer, das ich gerne gelesen habe. Wer es zu ernst nimmt, ist selbst schuld.
  21. Cover des Buches Winterleuchten am Liliensee (ISBN: 9783957346612)
    Elisabeth Büchle

    Winterleuchten am Liliensee

     (33)
    Aktuelle Rezension von: tinstamp

    Es ist schon eine Weile her, dass ich diesen Roman von Elisabeth Büchle gelesen habe, aber im Moment passt er perfekt in die Zeit. Außerdem überlege ich gerade, ob ich mir nicht auch den zweiten Band in den nächsten Monaten kaufen soll, der "Fühlingsfunkeln am Liliensee" heißt.

    Unsere Protagonistin Lisa ist ohne Mutterliebe aufgewachsen. Nach ihrem Tod wird sie von Charlotte Vogel, einer Freundin ihrer Mutter eingeladen, die mit ihrer Familie im Schwarzwald wohnt. Die junge Frau, die an Selbstzweifeln leidet, hofft auf eine schöne Zeit in den Bergen und etwas Ablenkung. Bei ihrer Ankunft sind ihr jedoch nicht alle Hausbewohner wohl gesonnen. Die drei Söhne von Charlotte sind skeptisch und Lisa gegenüber alles andere als aufgeschlossen. Dabei würde sie die junge Frau am liebsten mit einem ihrer Söhne verkuppeln, damit sie endlich unter die Haube kommen. Für Charlotte wäre ihr mittlerer Sohn Georg der geeignete Kandidat. Sie versucht alles, um Georg von Lisa zu überzeugen. Großvater Johann ist jedoch anderer Meinung: Er setzt auf seinen ältesten Enkel Robert und schießt bei Charlottes Verkupplungsversuchen gehörig dazwischen. Das kann nur zu einem heillosen Durcheinander führen. Ein gemeinsamer Ausflug in die Berge endet nicht wie geplant, denn Robert und Lisa werden von einem Schneesturm überrascht und müssen sich in eine Hütte flüchten, wo sie nun gemeinsam festsitzen…

    Ähnliche Situationen hat sicher schon jeder in einem Buch gelesen - egal, ob ein Gewitter, Platzregen oder Schneesturm....ein typisches Ereignis für eine Lovestory. Ein Klischee, bei dem ich immer öfter mit den Augen rollen muss und der auch bei diesem Buch Abzüge in der Bewertung bringt.
    Jedoch hat Elisabeth Büchle ihre Charaktere so wunderbar lebendig angelegt, dass man mit ihnen mitfühlt und ihnen wirklich nahe kommt. In dieser auswegslosen Situation müssen Robert und Lisa versuchen sich gegenseitig zu vertrauen und sich zu öffnen..
    So erfährt auch der Leser mehr über Lisas Schicksal, die ohne Mutterliebe aufgewachsen ist. Einzig ihre Großtante Camille hat dem Kind etwas Liebe entgegengebracht, doch ein Familienleben ist Lisa unbekannt. Bei den Vogels wird ihr das einmal mehr schmerzlich bewusst. Gleichzeitig genießt sie den dort gelebten Zusammenhalt und das liebevolle Miteinander.
    Robert knabbert seinerseits an einer schlechten Erfahrung und lässt seitdem keine Frau näher an sich heran. Da soll auch Lisa keine Ausnahme sein. Er ist eher griesgrämig und ein Einzelgänger. Georg hingegen ist ein offener und fröhlicher junger Mann, Charlotte eine warmherzige Frau, die nur das Beste für ihre Familie möchte. Sie kann dabei aber auch furchtbar nerven.

    Die Naturbeschreibungen rund um das Forsthaus und den See sind sehr bildhaft und gelungen. Auch die Szenen in der Schutzhütte am Berg, mit Massen an Schnee, konnte ich mir zu jeder Zeit vorstellen.

    Elisabeth Büchles Romane erscheinen im christlichen Gerth Medien Verlag. Ich bin nicht sehr gläubig und trotzdem lese ich Romane aus diesem Verlag (und vom Francke Verlag) sehr gerne. Dabei habe ich schon einige Schätzchen entdeckt. Der christliche Aspekt ist nicht vordergründig im Roman zu finden, taucht aber immer wieder auf. Es geht dabei aber um Fragen, über die sich jeder Mensch Gedanken machen sollte, wie zum Thema Familie oder Zusammenhalt, aber auch gegen Vorurteile Menschen gegenüber, über die wir nicht viel wissen oder über die wir wegen Äußerlichkeiten urteilen.

    Neben den ernsteren Themen fand ich auch den Humor wunderbar. Vorallem, wenn Großvater Johann mit allerlei Tricks versucht Lisa und Robert zusammenzubringen und Charlottes Ideen zu manipulieren.


    Fazit:
    Ein warmherziger und atmosphärischer Wohlfühlroman mit einigen klischeehaften Szenen. Nicht wirklich etwas Neues, aber man weiß, was man bekommt. Zum Entspannen und Abtauchen perfekt geeignet.

  22. Cover des Buches Aetherhertz (ISBN: 9781484903537)
    Anja Bagus

    Aetherhertz

     (62)
    Aktuelle Rezension von: strange_bookaholic

    Wir schreiben das Jahr 1910 in Baden Baden. Allerdings in einer alternativen Welt, in der ein Stoff namens Aether die Menschen  in Angst versetzt und die in "Verdorbene" verwandelt, die ihm zu nahe kommen. 

    Irgendwo zwischen denen, die sich am Nutzen des Aether bereichern und denen, die unter seinen Auswirkungen leiden, ist die junge Annabelle Rosenherz. Begeistert von der Wissenschaft, verzweifelt wegen des Verschwindens ihres Vaters und gezwängt in die Rolle einer jungen ledigen Frau des frühen 20. Jahrhunderts. Dennoch kommt sie auf die Spur einer Verbrechers. Ob sie sich von der Verfolgung abbringen lässt?

    Mehr möchte ich von der Geschichte nicht verraten. Je tiefer man eindringt, desto mehr spürt man die Zahnräder klicken und die Dampfmaschinen brummen. Steampunk Fans wird die Geschichte auf jeden Fall Spaß machen. Auch sprachlich finde ich es gut gemacht, auch wenn manche Wendung dann doch etwas aus der Zeit fällt, das ist aber kaum störend.

    Besonders erfreulich ist, dass dieser Roman nur der Auftakt einer ganzen Reihe ist, in der man sich verlieren kann.

  23. Cover des Buches Kaiserstuhl (ISBN: 9783471360118)
    Brigitte Glaser

    Kaiserstuhl

     (77)
    Aktuelle Rezension von: katikatharinenhof

    Wenn die Liebe Einzug hält, prickelt es wie Champagner im Glas. So ist es auch , als sich Henny und Paul gegenüberstehen. Aber die Beziehung ist nicht für die Ewigkeit gemacht und genauso schnell, sie begonnen hat, zerbricht sie auch wieder. Jahre später stehen sich beide wieder gegenüber und die Spannung zwischen beiden ist sofort wieder vorhanden. Denn Paul sucht nach einer Flache Champagner, die Henny besitzt und die nicht nur als Symbol für die Verbindung zwischen Deutschland und Frankreich steht, sondern auch das widerspiegelt, was zwischen dem einstigen Liebespaar an Gefühlen vorhanden war....


    Der Klappentext verführt regelrecht, zu diesem Buch zu greifen und verspricht eine aufregende Geschichte, in der die Aufarbeitung von alten Wunden, geschichtsträchtigen Ereignissen und eine Menge Emotionen eine große Rolle spielen.

    Nach "Bühlerhöhe" und "Rheinblick" ist dies nun mein drittes Buch von Brigitte Glaser, aber ich muss gestehen, dass sie mich dieses Mal nicht wirklich abholen und begeistern kann. Zwar malt sie mit einer unglaublich authentischen Kulissen wundervolle Landschaftsbilder und lässt den Blick immer wieder über die malerische Gegend bis hin zu den Vogesen schweifen, aber von einem schönen Teller wird man leider nicht satt.

    Die kurzen Kapitel bewirken, dass sich die Leser;innen wie beim ständigen An- und Ausknipsen einer Leselampe fühlen, bei der mal mehr, mal weniger Licht auf die Seiten fällt. Die Geschichte wirkt dadurch abgehackt und der Lesefluss wird immer wieder unterbrochen.

    Die Mischung der Themen finde ich zwar nach wie vor gut gelungen (Romanze, Vergangenheitsbewältigung, Selbstverwirklichung, Historisches), aber aufgrund ihrer Vielfalt tragen sie dazu bei, dass sich die Autorin in ihnen verliert und dadurch der Roman etwas langatmig wird.

    Glaser versucht einen Spannungsbogen aufzubauen, der in Ansätzen gelungen ist, aber nicht konstant weiter verfolgt wird, sodass sich die Dramatik in Grenzen hält. Vieles wird angedeutet, jedoch behält sich die Schreibende vor, hier vage zu bleiben und bereits begonnene Gedanken nicht zu Ende zu denken und zu Papier zu bringen. Die Leser:innen hängen oftmals in der Luft und können/müssen sich ihren Teil denken.

    Mir fehlt ein wenig Farbe und das Prickeln des Champagners, um hier bestimmte Momente zu unterstreichen bzw. hervorzuheben. Die Geschichte bleibt daher schlicht, ohne Schnörkel und in ihrer Einfachheit ohne großartige Überraschungen.

    Nett zu lesen, aber leider nicht das, was ich erwartet habe.

  24. Cover des Buches Die Kräutersammlerin (ISBN: 9783740806378)
    Heidrun Hurst

    Die Kräutersammlerin

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Märchens_Bücherwelt

    Ich liebe es, Bücher aus dem Mittelalter zu lesen, besonders wenn es noch wissenswerte Hintergründe liefert. Sowohl was die Heilkunst zur damaligen Zeit angeht, aber auch die Tätigkeit der Flösser ist interessant geschildert und wurde genau passend in der Geschichte integriert. 

    Das Cover vermittelt eine düstere Stimmung durch den Dunst über dem Wald und steigert noch mehr die Spannung und Erwartungshaltung. 

    Die Geschichte spielt im Schwarzwälder Schiltachtal und von Anfang bis Ende wird man wirklich mit verschiedenen spannenden Geschehnissen überrascht. Ein totes Mädchen lässt Fragen aufkommen und während die tapfere, mutige  und sympathische Heilerin Johanna versucht, die Zusammenhänge zu finden, wird sie immer mehr in ein Abenteuer hineingezogen, was wirklich überraschende Wendungen nimmt.  Besonders wenn Alchemie und Wahnsinn aufeinander treffen, man nicht mehr weiß, wer Freund oder Feind ist, wer dahinter stecken  könnte und auch die Einheimischen sich seltsam verhalten. 

    Die Charaktere sind dafür sehr gut ausgewählt und passend umschrieben und die Handlung ist so spannend geschildert, dass man das Gefühl hat, man kann die Gerüche des Waldes, die Nebel, die Spannung und Eindrücke am eigenen Körper spüren. Und natürlich wurde im Mittelalter nicht zimperlich gehandelt und gewisse Abläufe sind auch nicht immer so angenehm. 

    Ein besonderes Highlight für mich war das Wolfsmädchen, die einen ganz speziellen Platz in der Geschichte verdient hat,  gerade weil die Wölfe die Dramatik noch verstärkt haben und genau das mich am meisten überrascht hat. 

    Die Handlung des Alchemisten fand ich etwas unverständlich und nicht ganz nachvollziehbar, was den Sternabzug erklärt,  aber sonst ist die Erzählung  echt spannend und überraschend, teilweise zwar auch etwas düster aber durch etliche schöne niedliche Passagen  wieder etwas ausgewogen. 

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