Bücher mit dem Tag "schullektüre"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schullektüre" gekennzeichnet haben.

468 Bücher

  1. Cover des Buches Der gefährlichste Ort der Welt (ISBN: 9783423281331)
    Lindsey Lee Johnson

    Der gefährlichste Ort der Welt

     (107)
    Aktuelle Rezension von: NaddlDaddl

    "Der gefährlichste Ort der Welt". Wenn man diesen Titel hört, denkt man nicht unbedingt sofort an einen Jugendroman, zumindest ich nicht. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich dahinter vermutete, aber wenn man mich konkret danach fragen würde? "Jugendroman" wäre garantiert nicht meine Antwort. Aber wenn man so darüber nachdenkt, passt es doch. 

    Das Thema ist aber auch wirklich interessant. Eine Kleinstadt in den USA, in der alles sehr harmonisch wirkt, in der jeder glücklich scheint. Zumindest auf den ersten Blick. Denn das ist natürlich alles nur Fassade und das nette kleine Städtchen entpuppt sich als wahre Hölle für manche der Bewohner. Dass die Autorin die High School als Schauplatz ausgewählt hat, ist da nur passend, denn hier passiert wohl das meiste. Liebe, Mobbing, Freundschaft, Partys, Zukunftssorgen, und und und. Ich fand es jedenfalls sehr spannend, darüber zu lesen und auch ziemlich authentisch geschildert. Lindsey Lee Johnson ist nämlich nicht besonders zimperlich und beschreibt die Dinge geradeheraus, ohne abzumildern. Besonders das Thema Cybermobbing war wirklich krass dargestellt und das fand ich sehr mutig.

    Das Buch wurde grob in drei Teile unterteilt: Die achte Klasse, die zehnte und die elfte. Davor ein kurzer Prolog, der aus dem Aufsatz einer der Protagonisten über Mill Valley, der Kleinstadt, in der alles geschieht, besteht. Dieser Aufsatz war zwar nicht sonderlich spannend, aber mir hat er doch ganz gut helfen können, mir ein Bild über Mill Valley zu machen. Ein Bild, das im Verlauf der Geschichte verstärkt wurde.

    Ich finde die behandelten Themen sehr wichtig, nicht jeder Autor hat den Mut, die Gesellschaft so zu kritisieren, wie Johnson es tut. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich die Ereignisse am Ende zu abgehackt finde. Vielleicht soll es so sein, damit der Leser selbst ein bisschen darüber fantasieren kann, was mit den verschiedenen Figuren vielleicht noch passieren wird, aber ich hatte dabei ganz einfach ein bisschen das Gefühl, im Regen stehengelassen zu werden. Da wären ein paar mehr Schilderungen auf jeden Fall gut gewesen.

    Die Art, wie erzählt wurde, hat mir gut gefallen. Ich mochte, dass man so viele Einsichten bekam. Die verschiedenen Kapitel waren nämlich immer aus einer anderen Sicht erzählt und so hat man sehr viele Gedanken mitbekommen. Man bekommt als Leser mit, wie die einzelnen Charaktere mit den Geschehnissen umgehen, die ja auch nicht ohne sind. Allerdings ist es mir teilweise richtig schwer gefallen, die Seiten zu lesen. Es hat einfach so lange gedauert und war echt anstrengend, was auch erklärt, wieso ich so lange für das Buch gebraucht habe. Der Schreibstil ließ sich einfach nicht so flüssig lesen, war mir auch zu oft zu beschreibend und damit langatmig.

    Bei den Charakteren bin ich mir ein bisschen unsicher. Einerseits war es wie schon gesagt klasse, von so vielen die Gedanken zu erfahren. Vor allem war es hier auch interessant, manche Figuren erst aus der Sicht der einen Person kennenzulernen und später die Innensicht genau der Figur zu erfahren. Was es da für Unterschiede gibt, ist echt krass, sehr schön rübergebracht von der Autorin, wie sich Selbst- und Fremdwahrnehmung unterscheiden können!

    Andererseits hat es kein Charakter geschafft, dass ich ihn wirklich sympathisch fand. Ich finde, dass sie alle sehr gut gezeichnet waren. Gut, nicht jeden habe ich komplett verstanden und es haben meiner Meinung nach auch Teile der Charaktere gefehlt, um diese richtig verstehen zu können. Und dass sie alle ihre Macken haben, machen sie ja authentisch. Aber obwohl ich authentische, aneckende Charaktere sonst wirklich mag, hat es hier keiner geschafft, viele Sympathiepunkte bei mir zu sammeln.

    Insgesamt spricht der Roman wirklich wichtige Themen an und ist meiner Meinung nach schon allein deswegen sehr spannend. Jedoch hat er mich trotzdem nicht wirklich packen und überzeugen können. Der Grund? Charaktere, die zwar authentisch gezeichnet sind, dafür aber an Sympathie mangeln lassen, eine Geschichte, die hintenraus zu abgehackt wirkt, und ein Schreibstil, der mir zu langatmig war. An sich kann ich das Buch aber weiterempfehlen, vor allem für Leser, die vielleicht auch noch nach Ende des Buches etwas zum Grübeln haben wollen.

  2. Cover des Buches Faust I: Der Tragödie erster Teil von Goethe. Johann Wolfgang von (2000) Taschenbuch (ISBN: B00FNB9RZA)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Faust I: Der Tragödie erster Teil von Goethe. Johann Wolfgang von (2000) Taschenbuch

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Daniel215

    Das deutsche Nationaldrama ist ein Lesererlebnis der besonderen Art. Wer vornehmlich moderne Literatur liest, wird sich mit diesem Werk anfänglich sicherlich etwas schwer tun. Ich musste mich jedenfalls in das Drama „reinkämpfen“ und kann keinesfalls behaupten, alles verstanden zu haben. Ich meine aber ohnehin, dass es sich hier um kein Stück handelt, das man einmal liest, in sein Regal stellt und dann nicht mehr anfasst. Es scheint vielmehr so zu sein, dass es sich bei Faust (I) um ein Drama handelt, dass man immer wieder zur Hand nehmen kann, um dann auch immer wieder etwas Neues zu entdecken. Der Drang zum nochmaligen Lesen wird auch dadurch befeuert, dass diese Tragödie dem Leser so unglaublich viel Interpretationsspielraum lässt. Ich freue mich jetzt schon darauf, mich mit einzelnen Szenen tiefgehender auseinanderzusetzen.

    Als Ratschlag möchte ich dem Interessierten noch mit auf den Weg geben, dass es aufgrund der Bedeutung dieses Dramas sehr viele Informationen, Zusammenfassungen und Interpretationen im Internet (und natürlich auch in gedruckter Form) gibt. Scheuen Sie sich nicht, diese auch zu nutzen. Derartige Quellen haben mir sehr geholfen. Darüber hinaus gibt es im Internet auch tatsächliche Umsetzungen des Dramas zu bestaunen. 

    Faust (I) gehört zu den bedeutendsten Werken der deutschen Literaturgeschichte. Insofern bleibt einem kaum etwas anderes übrig, als eine Leseempfehlung auszusprechen. Ich meine aber, dass man dieses Drama auch unabhängig von seiner Bedeutung empfehlen kann. Geschichte und Charaktere sind keinesfalls langweilig, einfältig oder bieder, sondern vielmehr spannend und interessant. Das Werk bietet in jedem Fall für ein besonderes Leseerlebnis für denjenigen, der bereit ist zu akzeptieren, dass sich einem nicht alles beim ersten Lesen offenbaren wird. Faust (I) scheint nicht nur ein Nationaldrama, sondern auch ein „Lebenswerk“ in dem Sinne zu sein, dass man sein ganzes Leseleben mit dem Drama und seiner Bedeutung zubringen kann.

  3. Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783960550907)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Nathan der Weise

     (1.119)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Zu meinem Erschrecken gibt es inzwischen Literatur, die lästiges Recherchieren zu Lessings Drama "Nathan der Weise" ersparen und weniger Zeit zur Vorbereitung kosten soll.

    In Anbetracht solcher Worte und da ich seit einundzwanzig Jahren in der Lessingstraße wohne, wird es Zeit, dass ich dem hervorragenden Dichter und Denker ein Denkmal setze.

    Das Buch "Nathan der Weise" habe ich zwei Mal gelesen und mir fünf Inszenierungen auf der Bühne angesehen, wobei mir die des Poetenpacks am besten gefallen hat.

    Wie viel mehr das 1779 erschienende Ideendrama beinhaltet als die Frage, welcher Ring (Religion) der richtige sei, wird deutlich, wenn man das Werk in seinen Kontext einordnet.

    Ein Streit mit dem der lutherischen Orthodoxie angehörenden Theologen Johann Melchior Goeze führte nicht nur zu elf Erwiderungen Lessings mit dem Titel "Anti-Goeze" (1778), sondern auch zur Entstehung der Figur des Patriarchen im Drama, welcher als Antagonist Nathans und Saladins als christlicher Fanatiker dargestellt wird.

    Wenn man sich Lessings religionsphilosophisches Hauptwerk "Die Erziehung des Menschengeschlechts" (1780) anschaut, tritt seine deistische Auffassung noch mehr hervor und zeigt die Intoleranz des für seine Religionstoleranz berühmten Aufklärers gegenüber dem Theismus noch deutlicher.

    Der rational denkende Nathan schärft seiner Ziehtochter, Recha, in Anbetracht ihrer Rettung aus dem Feuer ein, nicht an das Wirken von Schutzengeln zu glauben.

    Ebenso sei die Begnadigung des Tempelritters durch Saladin ein Zufall, möchte der Autor dem Leser glauben machen.

    Nach Untersuchungen mittels funktioneller Magnetresonanztomografie sagte der Neurologe John-Dylan Haynes vom Bernstein Center for Computational Neuroscience in Berlin 2008: "Unsere Entscheidungen sind, lange bevor unser Bewusstsein ins Spiel kommt, unbewusst vorherbestimmt. Anscheinend trifft das Gehirn die Entscheidung vor der Person."

    Wenn es nach der Aufklärung keine Wunder (mehr) gibt, woher hatte dann Gotthold Ephraim Lessing die Ideen für sein Ideendrama? Der Verstand kann ähnlich wie ein Computer nur das wiedergeben, womit er mittels Erfahrung gefüttert wurde. Werden Computer demnächst von sich sagen: "Ich denke, also bin ich", so wie es Descartes irrtümlicherweise getan hat? Waren Lessings Ideen Zufall so wie die Rettung Rechas und des Tempelritters? Ein Zufall ist, wenn einem etwas zufällt. Von wo fällt es denn? Laut Grawitationsgesetz kann es ja nur von oben fallen.
    Schon Platon wusste lange vor Lessing, dass Ideen als eigenständige Entitäten existieren und dem Bereich der sinnlich wahrnehmbaren Objekte ontologisch übergeordnet sind.

    Ohne Lessings Drama "Nathan der Weise" wären meine kritischen Gedanken zu seinem Werk nicht entstanden. Deshalb möchte ich ihn durch folgendes Gedicht ehren.

    Nathan der Weise

    Nathan der Weise
    Spricht leise
    Oder schweigt
    Seiner Tochter zugeneigt
    Seine Vermutungen
    Abwägungen
    Dass seine Ziehtochter
    Viel gemochter
    Die Schwester sei
    Und damit nicht frei
    Für den Tempelritter
    Bitter

     Vera Seidl 

     

  4. Cover des Buches Affenbruder (ISBN: 9783407812063)
    Kenneth Oppel

    Affenbruder

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Valabe

    "Anfangs habe ich dich nicht geliebt. Ich fand dich seltsam, und ich glaube, ich war eifersüchtig. Und manchmal habe ich dich gar nicht haben wollen. Aber das hat nicht lange gedauert. Du warst mein kleiner Bruder. Das hab ich wirklich so empfunden. Das war nie vorgetäuscht". S. 432

    Ben ist 13, als seine Mutter mit einem kleinen Schimpansen heimkehrt. Einem Schimpansen eines militärischen Forschungsstützpunktes. Seiner Mutter entrissen, als diese betäubt war. Bens Vater bekommt an der Universität von Victoria die Erlaubnis für ein neues und hoffentlich bahnbrechendes Forschungsobjekt: einem Schimpansen die Gebärdensprache beizubringen und sich damit über Artgrenzen hinweg mit einer anderen Spezies zu verständigen. Dafür zieht die gesamte Familie in den 70iger Jahren von Toronto an das andere Ende von Kanada. Zan, wie der kleine Schimpanse von nun an heißt, wohnt bei der Familie im Haus, trägt menschliche Kleidung und lebt wie ein menschliches Familienmitglied. Was zu Beginn nur ein Forschungsprojekt war, wird vor allem für Ben ein sehr persönliches Erlebnis. Denn Zan ist kein einfaches Versuchstier, er wird sein „kleiner Bruder“. Als das Forschungsprojekt scheitert, erlebt Ben was es heißt ein Schimpanse in den Händen der Wissenschaft zu sein.

    Kenneth Oppel verfasste seit Mitte der 80iger Jahre über 30 Kinder- und Jugendromane, darunter auch die bekannte Airborne-Serie. Mit „Affenbruder“ wendet er sich der Thematik der Versuche an Schimpansen zu, welche vor allem in den 70iger Jahren in Kanada häufig durchgeführt wurden. Aus der Sicht von Ben erzählt er, wie sich das Leben mit einem Schimpansen im Haus gestaltet und geht auch auf die schwierige Frage ein, wie weit ein Mensch gehen darf um seine Forschung an Schimpansen (als genereller Stellvertreter für Tierversuche) voranzutreiben.

    Besonders gut gefallen hat mir der Ansatz diese Thematik aus Ich-Perspektive eines heranwachsenden Teenagers zu erzählen. Die Sätze bleiben dadurch kurz und prägnant, aber dennoch nicht abgehakt oder zu wenig informativ. Ebenso wie Zan, entwickelt sich auch Ben während ihrer gemeinsamen Zeit. Kenneth Oppel beschreibt nicht nur Ben´s Gefühlswelt, sondern versucht auch die von Zan mit in die Geschichte einfließen zu lassen. Dadurch ergibt sich eine Mischung aus anthropomorph angehauchten Empfindungen von Ben und Zan und der oft nüchternen wissenschaftlichen Einstellung seines Vaters. Als Leser ist man somit hin- und hergerissen von diesen beiden Gefühlswelten.

    Ein sehr interessanter Abschnitt im Buch war für mich die Zeit, in der Ben sich teilweise mit den Wörtern ausdrückte, die Zan während des Projektes gelernt hatte. Obgleich dies im ersten Moment wirr klingt aus dem Munde eines Teenagers, so verdeutlichte es doch zugleich, wie komplex eine Sprache ist und das mehr dazu gehört als das Lernen weniger Worte. Kenneth Oppel geht zwar nicht genauer ein, wie Zan die Worte lernt oder wie intensiv dieses Lerntraining aussehen mag, ob meiner Meinung nach würde dies auch zu sehr in die Tiefe gehen und das Buch zu sehr in die Länge ziehen. Dazu gibt es genügend Literatur in gut sortierten Bibliotheken.

    Ebenso ein wichtiger Punkt für mich in diesem Buch ist auch die oftmals ungeschönte Art und Weise, wie Kenneth Oppel den Alltag mit Schimpansen beschreibt. Es wird nicht nur einmal verdeutlicht, dass diese Tiere keineswegs niedliche Kuschelaffen sind, die gar putzig aussehen in Menschenkleidung. Tierversuche und das (weitgehend) natürliche Verhalten der Schimpansen in Gefangenschaft werden ebenso im Buch angesprochen, wie auch der Nutzen dieser Tiere für die Unterhaltungsindustrie.

    Ein wenig merkwürdig fand ich im ersten Moment die Verhaltensänderungen von Ben während seiner Phase das Alphamännchen in der Schule markieren zu müssen. Beim weiteren Lesen wurde aber deutlich, dass dies eine Art für Ben war sich mit der schweren Phase des Erwachsen werden auseinander zu setzen und mit Zan als „kleinem Bruder“ nahm er die Verhaltensweisen von Schimpansen gleichermaßen an wie Zan als Mensch aufgezogen wurde. Für mich stellte dies aber auch ein Wink des Autors dar, wie stark das Leben mit einem Wildtier auch auf die Verhaltensweisen von jungen Menschen wirken kann, und das diese Problematik keineswegs zu unterschätzen ist.

    „Affenbruder“ ist für mich während des Lesens keineswegs nur ein leicht unterhaltsamer Jugendroman gewesen, sondern wirkte eher mahnend und aufrüttelnd. Manche Schilderungen mögen für Zartbesaitete etwas grausig sein, aber oftmals ist an der Realität nichts zu beschönigen.

  5. Cover des Buches Der Steppenwolf (ISBN: 9783518463550)
    Hermann Hesse

    Der Steppenwolf

     (1.265)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Lange und flüssig zu lesende Sätze mit hoher Gedankendichte und geradezu verschwenderisch-pompösem Wortreichtum zieht man lesend über weite Teile des Werkes in sich hinein wie frische, belebende Frühlingsluft. Sollte diese Erzählung eine deutliche und erkennbare Botschaft haben, so ist sie mir ebenso deutlich und erkennbar entgangen. Für mich geht es in diesem Buch im Wesentlichen um die stets erwünschte, gewollte, erhoffte, mit vielen Hindernissen und Umwegen ausgestattete, kaum erreichbare Selbstfindung. Aber wie Hermann Hesse in seinem Nachwort selbst bemerkt: Möge jeder aus der Erzählung machen, was ihm entspricht und dienlich ist.

  6. Cover des Buches Weil es nie aufhört (ISBN: 9783570309025)
    Manfred Theisen

    Weil es nie aufhört

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Liz-liebt-buecher
    Am Anfang war ich sehr misstrauisch gegenüber dem Buch, da ich am Anfang dachte es wäre eine klassische Cybermobbing-Geschichte. Allerdings entwickelte es sich schnell zu einem ganz einzigartigen Buch. Ich kann natürlich nicht abschätzen, ob es so eine Geschichte schon gibt, aber mir ist keine präsent. Trotzdem war die Handlung an vielen Stellen übertrieben und unglaubwürdig. Ich denke, dass dieses Buch gegen die Klassiker wirkt und wenn es noch weiter ausgearbeitet werden würde wäre es für mich noch ansprechender.
    Alles in allem gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen.
  7. Cover des Buches Es war einmal Aleppo (ISBN: 9783958692770)
    Jennifer Benkau

    Es war einmal Aleppo

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Osilla

    Das Buch, welches ich euch heute vorstellen möchte, habe ich bereits vor einigen Jahren entdeckt, aber erst jetzt kam ich dazu es zu lesen. Jennifer Benkau habe ich durch ihre Dilogie "One True Queen" kennen und schätzen gelernt. Doch bereits ein paar Jahre zuvor erschien ihr Buch "Es war einmal Aleppo", in welchem sie die Flüchtlingswelle von 2015 thematisiert und mit Vorurteilen aufräumt. Da sie selbst zu dieser Zeit ehrenamtlich in verschiedenen Asylbewerberunterkünften tätig war, konnte sie Erfahrungen aus erster Hand sammeln und in ihrem Roman verarbeiten. Einzelschicksale zeigen hier, warum die Menschen ihre Heimat verlassen müssen, was sie im Krieg und auf der Flucht erlebt haben und wie es ihnen nach der Ankunft in eigentlich sicheren Ländern ergeht. Jennifer Benkau gibt gleichzeitig einen Einblick in das Kriegsgeschehen in Syrien und zeigt, wer Opfer und wer Täter ist.

    Die Autorin:
    Jennifer Benkau schreibt Bücher für Erwachsene, Jugendliche und auch für Kinder. Bekannt wurde sie mit ihrer Dark Canopy – Reihe, welche 2013 mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Sie ist Mitbegründerin des Labels INK REBELS. Die Autorin lebt mit ihrem Mann, vier Kindern und einigen Tieren zwischen Düsseldorf und Köln. 2019 erschien der erste Band ihrer Dilogie One True Queen – Von Sternen gekrönt bei Ravensburger und erhielt den bronzenen Lesepreis in der Kategorie „Jugendbuch – Fantasy“ auf Lovelybooks.


    Inhalt:
    „Es ist wie ein Schlag ins Gesicht. Antonia kommt mit ihrer Familie aus dem Urlaub, und plötzlich leben mehrere hundert Flüchtlinge nebenan. Klar – irgendwo müssen sie unterkommen. Aber ausgerechnet hier? Doch dann trifft Toni auf Shirvan. Und mit jeder skeptischen Frage, die sie ihm stellt, wird die Sache verzwickter.“ (Klappentext)

    Kritik und Fazit:
    Der Titel des Buches erinnert zunächst an den Beginn eines Märchens, doch hier wird definitiv kein Märchen erzählt. Wie der Titel zu verstehen ist, wird im Verlauf der Handlung deutlich. Die Covergestaltung stellt auch gleich dar, dass wir kein Märchen vor uns haben. Es ist in düsteren Grüntönen und vereinzelten Rottönen gehalten, man sieht überall Stacheldraht, außerdem die Silhouetten syrischer Gebäude mit Kuppeldächern. Ein großer Schmetterling prangt unter dem Titel. Was es hiermit auf sich hat, findet auch seinen Platz in der Erzählung. Titel und Cover sind sehr gelungen.

    Jennifer Benkau schaffte es mal wieder, mich bereits auf der ersten Seite abzuholen. Ihr Schreibstil ist flüssig und ergreifend. Ich sympathisierte sofort mit Antonia (Toni), die aufgrund eines Überfalls in ihrer Vergangenheit skeptisch gegenüber Männern ist, die eine dunklere Hautfarbe haben. Obwohl sie weiß, dass nicht richtig ist, kann sie ihre Angst, welche aus diesem Trauma resultiert, nicht abstellen. Als ihre Freundin Fee sie aber mit in das Flüchtlingscamp nimmt, ist sie zur Konfrontation gezwungen und Stück für Stück baut sie ihre Ängste ab. Dabei hilft ihr Shirvan, ein Flüchtling, der ihre Fragen beantwortet, über die Einzelschicksale erzählt und dennoch Verständnis für gewisse Vorurteile aufbringt. Auch Shirvan habe ich sofort ins Herz geschlossen, er hat viele schlimme Dinge erlebt, über die er kaum sprechen kann und wenn er es wagt, berichtet er aus einer gewissen Distanz. Wenn er aber über sein Leben in Aleppo vor den Kriegswirren erzählt, oder von seiner Familie spricht, so bekommt er eine geradezu bildhafte und poetische Sprache. Das war sehr faszinierend und zeigte seine tiefe Verbundenheit zu seiner Familie, seinen Freunden und seiner Heimat.

    Der Syrienkonflikt ist nicht so einfach zu durchschauen. Da gibt es unzählige Parteien, die an den Unruhen beteiligt sind. Durch Shirvans Erklärungen lernt der Leser auch gleich etwas darüber, wann die Unruhen begannen, wie der Krieg im Groben abläuft und dass es für die Bewohner kaum eine Möglichkeit gibt, sich für eine Seite zu entscheiden oder für das eigene Land zu kämpfen. Denn egal was sie tun, sie sind die Verlierer. Es gewinnen nur die Mächtigen und deren Konflikte werden auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen. Nachdem ich das Buch beendet habe, habe ich mich weiter mit der Thematik auseinander gesetzt und einen guten Bericht in der arte Mediathek gefunden. Denn auch wenn die Flüchtlingspolitik im Moment kaum in den Medien vertreten ist, da sie zuerst vom Klimawandel und dann von Corona abgelöst wurde, so ist der Krieg in Syrien immer noch nicht zu Ende und gerade in Zeiten von Corona gibt es einige schwerwiegende Probleme für jene Menschen, die noch dort leben und versuchen zu überleben.

    Das Buch enthält wichtige Informationen und auch wenn es von schlimmen Dingen berichtet, geht die Autorin nicht zu sehr ins Detail. So können auch Jugendliche das Buch gut lesen, ohne hinterher Albträume zu haben. Es ist eine schwere Thematik, doch durch die eigentliche Handlung, nämlich den Wandel Antonias und die Annäherungen zwischen ihr und Shirvan bekommt die Geschichte etwas Positives, einen Ausblick in eine lebenswerte Zukunft. Ich wäre gerne noch länger bei Toni und Shirvan geblieben, wollte mich nach den ca. 500 Seiten eigentlich gar nicht von ihnen trennen und brauchte gedanklich noch ein wenig Zeit, mich von ihrer Geschichte zu verabschieden, denn sie ging mir mitten ins Herz hinein.

    "Es war einmal Aleppo" ist ein so bedeutsames Buch gegen Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile, welches sich an Jugendliche ab 12 Jahren richtet. Es ist wichtig weiter über diese Themen zu sprechen, Missverständnisse auszuräumen und Toleranz zu leben. Auch wenn man aktuell kaum mehr etwas zur Flüchtlingsdebatte hört, so sind der Krieg und die Not immer noch präsent. Ich wünschte es würde mehr solcher Bücher geben und ich hoffe, dass noch viele Menschen dieses Buch lesen werden. Ein großer Dank geht an die Autorin Jennifer Benkau, für ihre Aufklärungsarbeit mit diesem Buch, ich hätte es viel früher lesen sollen.

  8. Cover des Buches Blueprint Blaupause (ISBN: 9783407741028)
    Charlotte Kerner

    Blueprint Blaupause

     (296)
    Aktuelle Rezension von: MaFu

    Iris Sellin ist eine berühmte Konzertpianistin und Komponistin. Nach einer MS-Diagnose wird ihr die Endlichkeit ihres Lebens bewußt und sie läßt sich dank einer neuen Methode klonen. Sie trägt das Baby selber aus und zieht es als ihre Tochter und Nachfolgerin auf. Aber das Kind, Siri, wehrt sich gegen die Vorherbestimmung ihres Lebens.

    Ein wichtiges Thema, keine Frage, aber mit diesem Buch bin ich nicht warm geworden. Dank der unterschiedlichen Erzählperspektiven konnte ich die Gefühle der Protagonisten und vor allem die Rebellion von Siri sehr gut nachvollziehen, aber ich habe zu keiner der Personen eine Verbindung aufgebaut, das ganze Buch war mir zu negativ und ehrlich gesagt, hat mich das Gejammer aller Beteiligten genervt.

    Blueprint ist ein philosophisches, kontroverses Buch, die Thematik der Konsequenzen des menschlichen Klonens ist sehr gut aufgearbeitet, aber mir haben sich die Figuren einfach entzogen, ich habe nur von Außen auf das Geschehen geblickt und bin nie richtig in der Geschichte „drin“ gewesen. Schade!

  9. Cover des Buches Johann Wolfgang Goethe: Faust I und Faust II (ISBN: 9783486886634)
    Ralf Sudau

    Johann Wolfgang Goethe: Faust I und Faust II

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    DAS SHLEGGTESTE BUGG ALER ZEITEN. NIEMAND LESEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  10. Cover des Buches Die Zeitmaschine (ISBN: 9783730604755)
    H. G. Wells

    Die Zeitmaschine

     (394)
    Aktuelle Rezension von: Cadness

    Eine facettenreiche Geschichte, die Themen wie Zeitreise und Menschlichkeit miteinander verbindet. An manchen Stellen hätte ich mir noch ein wenig mehr Emotionen und Tiefe gewünscht. Davon abgesehen punktet das Buch mit einem Ende genau nach meinem Geschmack.

  11. Cover des Buches Buddenbrooks (ISBN: 9783596521487)
    Thomas Mann

    Buddenbrooks

     (2.380)
    Aktuelle Rezension von: mj303

    Ich kannte das Buch noch aus Schulzeiten, leider konnte es mich dieses mal nicht so begeistern.

    Es war teilweise sehr schwer es konzentriert zu lesen - 3 Sterne

  12. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.273)
    Aktuelle Rezension von: Juko

    Sind wir doch mal ehrlich zueinander: Wann haben wir jemals einem Drogenabhängigen an einem dieser prikanten Orte in jeder Stadt geredet oder gar mit ihnen gesprochen? Ich schätze, die Antwort der Meisten ist „Nie“. Sie sind die „Ekligen“, „Verdorbenen“ oder das perfekte schlechte Beispiel für Kinder. So skurill ist es doch, dass eine Geschichte von einer davon deutschlandweit berühmt werden sollte.

    Das Buch zeigt klar und deutlich, wie einfach es ist, das Jugendliche in den Ausweg der Drogen fallen. Klar, die Gegebenheiten dafür waren in Gropiusstadt, ein Teil West-Berlins, optimal: Es wurde nichts für Kinder getan, die Ignoranz gegenüber Drogen war groß und die Polizei wie auch das Jugendamt waren völlig überfordert mit der Situation, als das Heroinproblem auftrat. Christiane erzählt eine Geschichte, die beinahe jeder der im Buch benannten Personen so ähnlich erzählen könnte. Gepaart mit der fast schon romantischen Liebesgeschichte zwischen Detlef und Christiane, welche letzlich doch nur eine Liebe zu den Drogen darstellte, ergibt sich eine Biographie, welche realer und zeitlich passender nicht sein könnte.

  13. Cover des Buches Antigone (ISBN: 9783110357615)
    Sophokles

    Antigone

     (546)
    Aktuelle Rezension von: Leseliebehoch10

    Die Hauptfiguren beharren zu Lebzeiten starr auf Ihren Meinungen. Es werden ganz klar zwei Seiten aufgezeigt. Ich finde, das Buch ist noch immer aktuell bzw. gut in die heutige Zeit übertragbar. Antigone ist eine starke weibliche Hauptfigur und kämpft für die Ehre Ihrer Familie - jedoch sicherlich auch aus egoistischen Motiven, so will sie endlich dem Familienfluch entfliehen. 

  14. Cover des Buches Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele (ISBN: 9783789121272)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele

     (17.712)
    Aktuelle Rezension von: Gotje

    Inhalt: Katniss Everdeen lebt im dystopischen Panem, im von Hunger und Leid geplagten Distrikt 12. Als wäre ihr Leben nicht schon schwer genug, wird ihre kleine Schwester als Tribut beiden alljährlichen Hungerspielen, einem Wettkampf auf Leben und Tod zwischen 24 Jugendlichen, ausgelost. Ohne nachzudenken meldet sie sich freiwillig und findet sich schon bald in einer Arena, in der sie mehr als nur ihre Jagdfähigkeiten braucht, um zu überleben.

    Meine Meinung: Die Tribute von Panem ist nicht umsonst eines der erfolgreichsten Bücher unserer Zeit. Obwohl das gesamte Thema wahnsinnig politisch ist, ist es interessant und mitreißend aufbereitet, gerade wenn man die Story noch nicht kennt, will man unbedingt wissen, wie es weitergeht. Katniss als Hauptperson hat zwar mehr Fähigkeiten als gewöhnliche Jugendliche ihres Alters, woher sie ebendiese hat, wird aber völlig nachvollziehbar und glaubwürdig dargelegt. Das, und ihre unnahbare, schroffe, aber nicht auf Krampf coole Persönlichkeit, machen sie als Hauptcharakter unglaublich angenehm zu lesen. Denn sie ist alles andere als perfekt, sie scheitert, vertut sich, leidet, und zwar mehr als nur zehn Sekunden. Das ist bei vielen Jugendbüchern leider eine Seltenheit und einer der Gründe, warum ich die Reihe so gerne mag.

  15. Cover des Buches EinFach Deutsch -Faust - Der Tragödie erster Teil (ISBN: 9783140222785)
    Johann Wolfgang von Goethe

    EinFach Deutsch -Faust - Der Tragödie erster Teil

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte2007
    Darum geht es (Klappentext):

    Faust – Der Tragödie erster Teil (Faust I) ist ein Drama von Johann Wolfgang von Goethe  aus dem Jahr 1808. Die Tragödie spielt in Deutschland um das Jahr 1500 und handelt von dem Wissenschaftler Heinrich Faust, der nach Wissen  strebt und unfähig ist, sein Leben zu genießen. Aus diesem Grund schließt er einen verhängnisvollen Pakt mit dem Teufel und verspricht diesem seine Seele.

    Meine Meinung:

    Der Klassiker hat mir insgesamt eigentlich ganz okay gefallen.
    Faust und Gretchen waren mir teils ein bisschen sehr naiv und dumm und Faust hat sich sehr schwankend benommen, was ich ziemlich anstrengend fand.
    Viele Begriffe verwendet man heute nicht mehr, so war es teils auch ziemlich schwer etwas zu verstehen. Ich glaube auch, dass ich um die 20% nicht verstanden habe, weil die Handlung auch so sprunghaft war und viele Ereignisse auch ausgelassen wurden und deshalb auch ein wenig Verwirrung bei mir herrschte.
    Insgesamt war die Lektüre ganz okay, aber ich glaube außerhalb der Schule hätte ich es nicht gelesen. Ich bleibe lieber bei Fantasy...
  16. Cover des Buches Aus dem Leben eines Taugenichts (ISBN: 9783458362876)
    Joseph von Eichendorff

    Aus dem Leben eines Taugenichts

     (459)
    Aktuelle Rezension von: BM2TE22a

    Dies ist die Geschichte von einem idealistischen Musiker der seinen Platz auf dieser Welt sucht. Das Buch ist in einem veralteten Deutsch geschrieben. Viele Begriffe werden heutzutage nicht mehr so gebraucht, was das Verstehen der einzelnen Textpassagen erschwert. Für einen Deutschlaien ist es schwierig in einen Lesefluss zu gelangen. es wird viel mehr auf die Interaktionen der Personen mit dem Protagonisten eingegangen, als auf die Reise selbst. Es ist eine schöne unbekümmerte Geschichte von einem Musiker, der auf der Suche nach dem Glück und seinem Platz auf dieser Welt ist. Der Protagonist lebt nach seinen eigenen Vorstellungen und nicht nach den Normen der Gesellschaft.

    Ich würde es jedem der gerne Bücher liest und und gute Deutschkenntnisse hat empfehlen. Ausser dem empfehle ich es jedem der eine  entspannte und lockere Geschichte lesen möchte, mit einem einem Hauch Romantik.

    B.B

  17. Cover des Buches Die Outsider (ISBN: 9783423781695)
    Susan E. Hinton

    Die Outsider

     (184)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Klappentext:

    Der vierzehnjährige Ponyboy Curtis lebt allein mit seinen älteren Brüdern Soda und Darry, seit die Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Ponyboy ist ein Greaser - so nennen sich die Jugendlichen aus den Slums der Großstadt, die einen endlosen Kleinkrieg gegen die arroganten Socs aus den wohlhabenden Familien der West Side führen. Dieser Krieg hinterlässt nicht nur sichtbare Wunden, sondern auch Narben auf der Seele: Der nervöse Jonny hat panische Angst vor den Socs, seitdem sie ihn brutal zusammengeschlagen haben.

    Als Pony und Jonny eines Abends von einigen betrunkenen Socs überfallen werden, dreht Jonny durch und ersticht einen der anderen Jungen. Mit Ponyboy flieht er aus der Stadt und versteckt sich in einer alten Holzkirche. Dort kommt es zur zweiten Katastrophe: Beim Versuch, einige Kinder aus der brennenden Kirche retten, wird Jonny schwer verletzt. Dass die Greaser die Socs in einer großen Schlacht besiegen, ist für Ponyboy nun nicht mehr so wichtig. Durch Jonnys Tod beginnt er zu verstehen, wie sinnlos Hass und Gewalt tatsächlich sind.

    Meinung:

    Es handelt sich hierbei um einen Klassiker, den man auch Jahre später nochmals lesen kann. Wir haben dieses Buch erstmals in der Schule gelesen, weshalb wahrscheinlich viele Menschen, meiner Generation, dieses Buch bereits kennen. Mich würde es ja wirklich interessieren, ob dieses Buch noch heute in der Schule gelesen wird.

    Jedenfalls: Dafür, dass die Autorin zum damaligen Zeitpunkt erst 16 Jahre alt war, ist es wirklich ein hervorragendes Buch. Es wurde realitätsnah, mitfühlend und auch leicht verständlich geschrieben, ein ideales Jugendbuch also. Zudem zeigt es auch deutlich die Unterschiede der sozialen Schichten und die damit verbundenen Probleme auf. 

    Fazit:

    Mir hat es wirklich gut gefallen, nochmal in die Geschichte einzutauchen. 

  18. Cover des Buches Berlin Alexanderplatz (ISBN: 9783596521494)
    Alfred Döblin

    Berlin Alexanderplatz

     (285)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Mir hat der Schreibstil an und für sich sehr gut gefallen. Ich mag es, wenn dieser etwas umschreibend ist und man ein tolles Bild der Handlung und des Handlungsortes suggeriert bekommt. Allerdings nahm die oben bereits angesprochene Reizüberflutung zu drastische Ausmaße an, sodass ich das Buch nicht mehr genießen konnte. Man erlebt zwar hautnah die Erlebnisse einer Großstadt, aber Spannung kommt in der Geschichte gar nicht auf. Das Potential wird durch die ständige Erwähnung von banalen Nebensächlichkeiten komplett unterdrückt. Insofern war die Geschichte zäh und anstrengend zu lesen. Da stellt sich dann aber für jeden die Frage, ob man für den wohl beispiellosesten deutschen Großstadtroman und Döblins wunderbaren Schreibstil absolute Langeweile in Kauf nehmen will.

  19. Cover des Buches Doktor Faustus (ISBN: 9783596904037)
    Thomas Mann

    Doktor Faustus

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Ich möchte seine Einsamkeit einem Abgrund vergleichen, in welchem Gefühle, die man ihm entgegenbrachte, lautlos und spurlos untergingen. Um ihn war Kälte – und wie wird mir zumute, indem ich dies Wort gebrauche, das auch er in einem ungeheuerlichen Zusammenhange einst niederschrieb!“ (Zitat Seite 15)

     

    Inhalt

    Dr. phil. Serenus Zeitblom ist sechzig Jahre alt, als er am 27. Mai 1943 beginnt, die Lebensgeschichte seines langjährigen Freundes Adrian Leverkühn niederzuschreiben. Der innovative Komponist ist vor drei Jahren verstorben und hat seinem Freund Serenus alle  persönlichen Aufzeichnungen und Unterlagen hinterlassen. Auf Grund dieser Aufzeichnungen schildert nun der Ich-Erzähler Serenus Zeitblom die Kindheit, Jugend, gemeinsame Studienzeit, aber auch die weiteren Lebenswege, die unterschiedlich verlaufen, sich jedoch immer wieder kreuzen. Teilweise verfasst Zeitblom die Texte zu einzelnen Kompositionen des genialen Musikers Leverkühn und erlebt auch seinen künstlerischen Werdegang schon ab der frühen Schulzeit mit, mit allen Höhen und Tiefen, geprägt von einer manchmal besessenen Hingabe zur Musik und zum Komponieren, der Suche nach neuen musikalischen Strukturen. „Nur einer so dringlich beobachtenden Freundschaft wie der meinen, konnte ein solcher  Bedeutungswechsel der Dinge fühlbar oder ahnbar werden, und Gott sei davor, daß die Wahrheit mir die Freude an Adrians Nähe beeinträchtigt hätte! Was mit ihm vorging, konnte mich erschüttern, mich aber niemals von ihm entfernen.“ (Zitat Seite 322)

     

    Thema und Genre

    Den realen Hintergrund dieses biografischen Romans um einen fiktiven Komponisten bildet die Geschichte Deutschlands zwischen 1884 und 1945, die gesellschaftlichen Veränderungen. Das alte Faust-Thema in dieser modernen Version, welche die unerschöpfliche künstlerische Schaffenskraft in den Mittelpunkt des Pakes stellt, steht für das Leben des Adrian Leverkühn, der als Künstler genial und hochbegabt, als Mensch jedoch einsam und unnahbar bis zur Gefühllosigkeit ist. Dieses Buch ist jedoch ebenso ein Gesellschaftsroman, ein zeitgeschichtliches Dokument Deutschlands in diesen wichtigen Jahren, das die Situation des Bildungsbürgertums, die Stellung der Frauen, die kulturellen und künstlerischen Strömungen, besonders in Musik und Sprache, schildert. Es ist eine weit gefasste Suche nach den kulturgeschichtlichen Gründen für die Entstehung des nationalen Gedankengutes, das sich aus dem Verständnis der deutschen Romantik entwickelt hat und mit zum Nationalsozialismus führte. Die Handlungsorte und Personen dieses Romans sind fiktiv, alle haben jedoch reale Vorbilder, dadurch wird dieser Roman auch autobiografisch geprägt.

     

    Fazit

    Meine hier notierten Bemerkungen sind keinesfalls als literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Roman von Thomas Mann zu sehen, dafür gibt es qualifizierte Fachliteratur, sondern schildern meine wichtigsten Eindrücke beim Lesen dieses interessanten, ideenreichen, zeitlosen, bis heute noch lebhaft diskutierten Romans des deutschen Literaturnobelpreisträgers.

  20. Cover des Buches Dead Poets Society (ISBN: 9781401308773)
    Nancy H. Kleinbaum

    Dead Poets Society

     (249)
    Aktuelle Rezension von: xx_yy

    Inhalt
    An der Welton Academy, einem alten Internat für Jungen, wird den Schülern Disziplin und Respekt gelehrt, damit sie später alle einen anständigen Beruf bekommen und in die Fußstapfen ihrer Eltern treten können. Die Erwartungen and die Jungen sind hoch und Ablenkungen unerwünscht. Doch als John Keating als neuer Englischlehrer an die Schule kommt, scheint sich das alles zu ändern. Keating ermuntert seine Schüler dazu, ihren eigenen Weg zu gehen. Er zeigt ihnen die Macht der Poesie und wie sie ihren Gefühlen in Form von Gedichten Ausdruck verleihen können. Viele beginnen zum ersten Mal darüber nachzudenken, was das Leben für sie zu bieten hätte und was sie eigentlich erreichen möchten, wenn es ihnen niemand vorschreibt.

    Meinung
    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir wirklich sehr leicht. Von Anfang an war die emotionale Lage der einzelnen Schüler greifbar. Die Tatsache, dass Poesie in diesem Buch eine so große Bedeutung erhalten hat, fand ich wirklich schön. Insgesamt hat mir die Thematik und die Handlung gut gefallen. Jedoch gab es mehrere Punkte, die meiner Meinung nach einfach zu wenig beachtet wurden und dementsprechend untergegangen sind.

  21. Cover des Buches The Curious Incident of the Dog in the Night-time (ISBN: 9781782953463)
    Mark Haddon

    The Curious Incident of the Dog in the Night-time

     (450)
    Aktuelle Rezension von: histeriker
    Inhalt:
    Christopher findet im Garten der Nachbarin einen toten Hund. Er beschließt rauszufinden, wer den Hund getötet hat und darüber ein Buch zu schreiben.

    Bewertung:
    Ich bin um dieses Buch sehr lange geschlichen, weil so ein Hype drumherum entstanden ist, dass ich es irgendwie gar nicht lesen wollte. Ich bin aber zufrieden, dass ich es getan habe.
    Der Stil des Buches ist ungewöhnlich, was natürlich dem Erzähler geschuldet ist, ein ungewöhnlicher Junge, kann nicht in einem gewöhnlichen Stil schreiben. Ich finde es aber sehr authentisch und auch sehr gut gelungen, man kann sich schon durch den Stil in die Welt des Protagonisten reinversetzen. Dadurch wird es dem Leser sehr viel leichter gemacht.
    Dadurch dass es ein Jugendbuch ist, ist die englische Sprache auch nicht komplex und gut lesbar. Ich hatte wirklich keine Probleme und ich würde sagen, dass es auch ein durchdchnittlicher Jugendlicher mit normalen englischen Wortsachtz schaffen kann.
    Die Geschichte ist auch sehr interessant, man denkt am Anfang, dass es langweil ist, es entwickelt sich aber zu etwas anderen, als man erwartet hat. Und das im positiven Sinne.
    Was mich etwas eingeschränkt hat, war dass die Perspektive teilweise sehr einschränkt, einige Sachen wären mit einem anderen Erzähler etwas klarer und verständlicher, aber darum schien es in diesem Buch nicht wirklich zu gehen.
    Eine Empfehlung von mir!
  22. Cover des Buches Big Mouth and Ugly Girl (ISBN: 9780007145737)
    Joyce Carol Oates

    Big Mouth and Ugly Girl

     (57)
    Aktuelle Rezension von: miss_mesmerized
    Ein blöder Spaß in der Mittagspause und Matts Leben ist nicht mehr dasselbe wie zuvor. Zwei Detectives holen ihn aus dem Unterricht und ein Verhörmarathon beginnt. Warum hat er einen Amoklauf geplant? – Doch, das hat Matt gar nicht, nur scheint das niemand glauben zu wollen. Er hat doch nur einen Witz gemacht. Doch den hat dieses Mal wohl jemand falsch verstanden. Seine Freunde wenden sich ab und auch seine Eltern sind irritiert. Doch dann erhält er unerwartete Hilfe von der Außenseiterin Ursula. Sie lässt sich nicht von Geschwätz beeindrucken und kann die Situation klären. Doch damit ist noch lange nicht wieder alles beim Alten.

    Ein Jugendbuch über 12 Woche, die alles in Frage stellen und zwei Teenager erwachsen werden lassen. Freundschaft und Vertrauen, Loyalität und Werte, die man im Leben verfolgen möchte stehen im Zentrum des Romans. Perspektivisch mal bei dem einen, mal bei dem anderen. Unzählige nicht gesagte Dinge, so wie sie in dieser Zeit nun mal vorkommen. Erschreckend realistisch, wie hier das Leben aus den Fugen gerät und beinahe zerstört wird.
  23. Cover des Buches Faust (ISBN: 9783406611384)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Faust

     (3.375)
    Aktuelle Rezension von: Geerthi

    Wolfgang von Goethe’s Buch «Faust» gehört zu den grossen Klassikern der Weltliteratur. Anfang hatte ich grosse Schwierigkeiten zu lesen, da alles in Reimen und Metaphern geschrieben ist. Deshalb brauchte ich lange die ganze Handlung zu verstehen. Weil es ein Theaterstück ist, wo es nicht schlimm ist, dass es sich alles reimt, weil es beim Zuhören nicht so stört, muss man vielleicht beim Lesen darüber hinwegsehen, da mich am Anfang dieser Punkt wirklich genervt hat.

    Es geht um den Gelehrten Heinrich Faust, welcher mit sich unzufrieden ist. Tief deprimiert und lebensmüde geworden, verspricht er dem Teufel Mephisto seine Seele, wenn es diesem gelingen sollte, Faust von seiner Unzufriedenheit und Ruhelosigkeit zu befreien. Mephisto schliesst mit Faust einen Pakt, verwandelt zurück in einem jungen Mann, nimmt ihn auf eine Reise durch die Welt mit und hilft mit der jungen Margarete näher zu kommen. Die junge Dame bringt eine Wendung in die Geschichte.

    «Faust» empfehle ich nur diejenigen, die anspruchsvolle Reime gerne lesen und auch nachvollziehen können.

  24. Cover des Buches Der Weihnachtshund (ISBN: 9783552063921)
    Daniel Glattauer

    Der Weihnachtshund

     (311)
    Aktuelle Rezension von: buchverzueckt

    Mein Leseeindruck:
    Du suchst eine kurzweilige Geschichte zur Vorweihnachtszeit? Ein Buch, welches mit knapp 200 Seiten flott gelesen werden kann? Ohne zu viel Tiefgang, eher leichte Kost - der Kopf ist voll mit Weihnachtsvorbereitungen? Dann könnte 'Der Weihnachtshund' das richtige Buch für dich sein. 🐶

    Max hat einfach so gar keine Lust auf den weihnachtlichen Trubel unterm Weihnachtsbaum und bucht stattdessen eine Reise auf die Malediven. Problem: sein lethargischer Deutsch-Drahthaar-Mix Kurt, der höchstens 100 Meter am Tag läuft (und ansonsten geschleift wird). Es muss ein Hundesitter her - und hier kommt Katrin ins Spiel. Ihren 30ten Geburtstag an Weihnachten feiern?! Nee, auch Katrin lehnt dieses Weihnachtsfest samt ihrem Geburtstag strikt ab. Ein Hund muss her! Denn ihr Vater kann diese tapsigen Begleiter nicht ausstehen.... 🐕‍🦺

    Kein Kitsch, keine Romantik - eine etwas andere Weihnachtslektüre: In 24 Kapiteln eingeteilt (so könnte man es als Art Adventskalender lesen) ist diese Geschichte ein Roman für alle, die Weihnachten nicht zu sehr romantisieren. 😉
    Der Schreibstil ist recht amüsant, trotz durchaus lustigen Passagen hatte das Büchlein aber auch seine Längen. Die Charaktere kamen mir etwas zu sonderbar daher, der Hund Kurt war für die Geschichte nicht sonderlich ausschlaggebend. Tatsächlich hatte ich da aufgrund der Beschreibung und des Titels und Covers wegen mehr erwartet.

    Wenn man nicht zu viel erwartet ist es eine nette Geschichte für zwischendurch, die man gut an einem kuscheligen Nachmittag lesen kann. 🎄

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