Bücher mit dem Tag "schiffbruch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schiffbruch" gekennzeichnet haben.

128 Bücher

  1. Cover des Buches Schiffbruch mit Tiger (ISBN: 9783596196982)
    Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

     (1.021)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Worum geht's

    Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoodrektors und praktizierender Hindu, Moslem und Christ erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Schiffbruch. Bald stehen sich nur noch zwei gegenüber - Pi und der Tiger

    Cover

    Ein schönes Cover, wobei ich die ältere Ausgabe des Covers schöner finde.

    Meine Meinung

    Eins vorweg: Ich habe dieses Buch bei Seite 280 abgebrochen. Ich hatte so meine Probleme mit diesem Buch, was 1.) daran lag, dass die ersten 120 Seiten nur über Zoo und Religion geredet wird und dadurch 2.) kaum Spannung in diesen ersten 120 Seiten und auch in den folgenden ist kaum Spannung vorhanden. Yann Martel schreibt alles so genau, was mich bei einigen Sachen einfach gar nicht interessiert. Auch seine Vergleiche mag ich nicht.

    Fazit

    Ich empfehle dieses Buch nicht, da sich das Vorgeplänkel einfach sehr lange zieht und der eigentliche Schiffbruch (worum es ja eigentlich geht) eher Nebensache in diesem Buch ist.

    1 von 5 Sternen!


  2. Cover des Buches Nordwasser (ISBN: 9783866482678)
    Ian McGuire

    Nordwasser

     (80)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    1859, Auf Walfang mit der 'Volunteer'. Die angeheuerte Mannschaft könnte aus einer Geisterbahn stammen, der wirkliche Zweck dieser Höllenfahrt durch das erbarmunglose Eis wird erst später erkennbar.. "Ich nehme an der liebe Gott verbringt nicht viel Zeit hier oben im Nordwasser", sagt er mit einem Lächeln. "Höchstwahrscheinlich mag er die Kälte nicht". Eine packende Geschichte sehr bildhaft beschrieben. Es mag sich für den einen oder anderen lohnen während des Lesens nichts zu essen....

  3. Cover des Buches Stadt der verschwundenen Köche (ISBN: 9783813506051)
    Gregor Weber

    Stadt der verschwundenen Köche

     (52)
    Aktuelle Rezension von: DiewirklichwichtigenDinge

    Der Schiffskoch Carl Juniper ist ein forscher Typ, der offenbar seinen Job als Koch sehr gut macht. Er wacht nach einem Schiffbruch, bei dem er im kalten Wasser eigentlich hätte ertrinken sollen, in einer anderen, unbekannten Welt auf. Dort hat er Glück und wird von Bren, einem mutigen Einwohner, aufgelesen und aufgenommen. 

    Bren begibt sich damit selbst in Gefahr, weil in dieser Welt so gut wie alles außer arbeiten, schlafen und "einnehmen" einer Breimahlzeit verboten ist. Der Genuss ist hier vollkommen ausgeschaltet. Sowohl das Essen, als auch Zwischenmenschlichkeit finden eigentlich gar nicht statt. Selbst verheirateten Paaren ist es nicht erlaubt, zusammen zu leben. 

    Carl gelingt es, in dieser seltsamen Welt Fuß zu fassen, einen Job zu finden und sich zu arrangieren. Bis er durch Zufall auf eine Küche stößt, in der ein paar finstere und ruppige Gesellen kochen und fluchen was das Zeug hält. Die High Society hat so nämlich doch Zugang zu Gaumenschmaus und Fleischeslust. 

    Hier fühlt der Koch sich gleich wohl und ist ganz in seinem Element. Da er in illegalen Gefilden gelandet ist, muss er sich natürlich erst einmal beweisen. 

    Dann trifft er auch noch die Liebe seines Lebens... aber kann er bei ihr bleiben?

    Meine Meinung zum Buch:

    Leider ist dieses Buch absolut nicht meins gewesen. 

    Ich bin sehr beeindruckt davon, dass Gregor Weber eine neue Welt geschaffen hat, die schlüssig und detailreich daher kommt. Die Idee, dass eine Masse an Menschen einfach nur mit dem nötigsten gefüttert wird, um zu funktionieren - Genuss ist zum Überleben schließlich nicht zwingend erforderlich - ist interessant. Ebenso ist es nachvollziehbar, dass es dann doch eine privilegierte Gruppe gibt, die Zugang zu allem hat und diesen in vollen Zügen genießt. Irgendwie ist die Welt auch in Wirklichkeit manchmal ähnlich, oder nicht?

    Man merkt, dass der Autor selbst Koch ist. Ich habe selbst mal eine Gastronomieausbildung gemacht und weiß, dass der Ton in Küche und Service rau sein kann. Die Art, wie die Köche hier sprechen, fand ich sehr krass und eher abstoßend. Vielleicht ist das auch die Art, wie sie im echten Leben sprechen, wenn keine Frau anwesend ist...das würde ich zumindest nicht ausschließen. :-)

    Achtung, kleiner Spoiler:

    Außerdem mag ich es nicht so gern, wenn eine Liebesgeschichte so "holter die polter" die große Liebe des Lebens mit völliger Ergebenheit und verstehen ohne Worte etc. funktioniert. Vielleicht bin ich dafür zu pragmatisch. 

    Spoiler Ende

    Carl Juniper ist mir eher unsympathisch gewesen und auch zu den meisten anderen Charakteren habe ich keinen Zugang gefunden.

    Gut fand ich allerdings das Ende! Es ist ja nicht wirklich leicht, ein gutes Ende für ein Buch hinzubekommen. Das ist Gregor Weber hier meiner Meinung nach gelungen. 

  4. Cover des Buches These Broken Stars. Lilac und Tarver (Band 1) (ISBN: 9783551317742)
    Amie Kaufman

    These Broken Stars. Lilac und Tarver (Band 1)

     (855)
    Aktuelle Rezension von: Maria_Leptokaridou___Theoharidou

    Das war mein erstes Sci-Fi Buch und ich weiß nicht, ob es daran liegt oder weil einfach die Story unglaublich toll ist, auf jeden Fall hat mich dieses Buch umgehauen. 

    Die Geschichte an sich war mega spannend und das Thema richtig interessant. Ich muss ehrlich sagen, bei Sci-Fi hab ich mit mehr Raumschiffen gerechnet und dass das Buch viel komplizierter wird. Ich wurde definitiv positiv überrascht, vor allem ist die Lovestory zwischen Lilac und Tarver sehr intensiv und teilweise emotional.

    Neben der Liebesgeschichte spielt noch auch einiges, dass einen mitreißt und sehr fasziniert. Was mich richtig gefesselt hat, war noch das dreiviertel des Buches wirklich nur Lilac und Tarver vorkommen und trotzdem war es auf keiner Seite langweilig oder ausdruckslos. 


    Ich bin sehr erwartungsvoll, wie es in Band 2 weitergeht und was man noch so über die Protagonisten aus Band 1 erfährt, denn eigentlich so wie ich gelesen habe, geht es im Band 2 um jemand anderen.

    Ich glaube, mit diesem Buch ist meine Neugierde für das Genre Science-Fiction geweckt.

  5. Cover des Buches Das goldene Ufer (ISBN: 9783426511695)
    Iny Lorentz

    Das goldene Ufer

     (128)
    Aktuelle Rezension von: Julia_x3

    Wir befinden uns direkt bei der Schlacht bei Waterloo (Stichpunkt: Napoleon). In einem Regiment aus Preußen sind unter anderem der junge Walther und einige Frauen und Mädchen inklusive die junge Gisela. Der Fokus wird sehr früh auf die beiden gelegt, ohne das man genau weiß, welche Rolle die beiden spielen. 

    Später erfährt man, das Walther seinen Kommandeur vor dem Tod gerettet hat während dieser Schlacht - als Dank nimmt dieser ihn und auch Gisela zu sich auf, die ihre Mutter verloren hat durch einen Plünderer. 


    Dieser Teil ist der erste Teil der "Auswanderer Saga", bestehend aus 4 Büchern. Ein schöner Auftakt! 


    Das Buch liest sich außerordentliche schnell. Die Ereignisse fesseln mich sofort. Es lässt sich im großen und ganzen gut hinterher kommen, dies ist mir wichtig zu erwähnen, da einige Zeitsprünge innerhalb kürzester Zeit stattfinden, um das ein bisschen zu bündeln. Besonders die Entwicklung der beiden Waisenkinder gefällt mir. Hab beide sehr ins Herz geschlossen und verfolge den Lebensweg der beiden sehr gerne. 

    Das Buch verliert dabei nie an Spannung und immer wenn man dachte, jetzt wird alles gut, passiert doch immer wieder was neues aufregendes. 

     

    Wenn ich so die Sitten dieser Zeit lese, bin ich froh da nicht gelebt zu haben. Es ist aus heutiger Sicht einfach traurig, wie sehr die Entwicklung eines einzelnen vom Stand abhängig war und wie schlecht man da überhaupt raus kam aus alldem. 


  6. Cover des Buches Under Water (ISBN: 9783423716864)
    Matt De la Peña

    Under Water

     (52)
    Aktuelle Rezension von: JaMoin2021

    Ich finde den Klappentext etwas irreführend da an glaubt es geht nur um Shy und Addie, die versuchen nach einem Schiffsunglück auf hoher See zu überleben. Doch das wirklich ums überleben kämpfen nimmt weniger als die Hälfte des Buches ein.

    Es geht um Shy der um seine Familie nach dem Tod seiner Großmutter finanziell unterstützten zu könne auf einem Kreuzfahrtschiff jobbt. Dort trifft er auf Carmen, die aus der gleichen Gegend stammt und mit ähnlichen Problemen zu dealen hat. Als Shy Zeuge eines Selbstmordes wird fangen die Fragen an, seltsame Typen tauchen auf und in seine Kajüte wird eingebrochen. Dann wird das Schiff von einem Tsunami getroffen und auf einmal steht überleben an erster Stelle. Doch auch sicher in einem Boot bleiben die Fragen. Wer waren die Typen? Warum wurde er verfolgt? Wer war der Selbstmörder und warum hat er Selbstmord begangen? Gesellschaft findet er in Addie, der einzigen Überlebenden die in seinem Boot sitzt.

    Ich hatte gedacht das es langweilig werden könnte nur zwei Personen in einem Boot doch meine Erwartungen wurden *zum Glück* nicht erfüllt. Mit hat das Buch sehr gut gefallen was auch an dem flüssigen Schreibstil lag. 

    Die Geschichte hatte mich sofort gefangen auch die Hintergrundstory der Protagonisten fand ich bewegend. Ich mochte die Charaktere und sie wurden langsam aufgebaut so das man nicht den Überblick. Ich fand es gut das es sich nicht nur um Shy und Addie dreht, denn auf einem Kreuzfahrtschiff kommen viele Menschen zusammen und jeder hat seine eigen Geschichte zu erzälen.

    Eine weitere Thematik die angesprochen wurde ist die Schere zwischen arm und reich doch für mich kam es etwas zu kurz.

    ~langsam begegnete ich dem Tod mit Gelassenheit~

    Dies empfindet Shy nachdem der Tsunami über dem Schiff zusammengebrochen ist und weitere Riesen Wellen hervorgerufen vom Nachbeben auf das Schiff zu rollen. Diese Abgebrühtheit zum Tod hin lässt auch der Autor langsam durchsickern indem er die Art und Wiese ändert wie er den Tod beschreibt. Generell hat Matt de la Pena eine sehr Bildliche Sprache.

    Das Buch ist eine Mischung aus Thriller und etwas Romantik, dahinter etwas viel größeres, etwas dazu erschaffen alles zu zerstören und regiert von reichen Menschen

    4,5 / 5 ⭐ 





  7. Cover des Buches Die Sehnsucht der Albatrosse (ISBN: 9783733783372)
    Karin Seemayer

    Die Sehnsucht der Albatrosse

     (65)
    Aktuelle Rezension von: smaragdeidechse
    Karin Seemeyer 

    Die Sehnsucht der Albatrosse 

    Historischer Roman 


    Das Cover ist wunderschön.
    Das Meer, ein Segelschiff und 
    im Vordergrund 2 Möwen und 
    natürlich Wellen,
    man kann bei diesem Anblick wirklich
    Fernweh bekommen und ich 
    finde es passt auch ganz 
    wunderbar zur Geschichte.


    Worum es geht, Klappentext:

    Eine Frau, die nur für ihre Musik lebt.
    Ein Mann, der nur für die See auf alles verzichtet.
    Eine Reise, auf der beide an ihre Grenzen kommen.


    Als die Sängerin Sarah nach einem Schiffbruch von einem
    Robbenschoner an Bord genommen wird, findet sie sich 
    in einer harten Männerwelt wieder.
    Ausgerechnet hier trifft sie auf ihre verloren geglaubte
    Jugendliebe John Brandon, den Kapitän 
    des Schiffes.
    Jenseits von Vernunft und Interessen erwachen die 
    widersprüchlichsten Gefühle in ihr:
    Denn nicht nur Brandon bringt sie aus dem 
    Gleichgewicht.
    Mehr und mehr fühlt sie sich zu dem Matrosen
    Per Svensson hingezogen.
    Seine Geschichte von dem geheimnisvollen Flug
    der Albatrosse berührt sie ebenso wie sein Mut.
    Auf einer Fahrt durch das stürmische Eismeer will
    sie mit ihrer Vergangenheit abschliessen.
    Doch als die Robbenjagd erfolglos bleibt,
    kommt es zu einer blutigen Auseinandersetzung.
    Plötzlich steht Sarah zwischen den Fronten des 
    Kapitäns und der Mannschaft - zwischen John und Per ...


    Meine Meinung:

    Ein ganz wundervoller historischer Roman, 
    den Karin Seemeyer ihren Lesern beschert hat.
    Ich war vom ersten Wort an gefangen und 
    gefesselt von ihrer Geschichte.

    Sie hat eine herrliche Art zu schreiben,
    ungeheuer mitreissend und superspannend.
    Ausserdem ist die Geschichte vollkommen 
    authentisch und obendrein noch sehr lehrreich.

    Ihre Figuren sind glaubwürdig und 
    selbst ihre Bösewichter haben Charakter.

    Mich hat der Roman absolut überzeugt 
    und ich bin echt begeistert von dem Buch !
    Es ist unbedingt empfehlens- und 
    lesenswert und ich kann
    Karin Seemeyer nur aus ganzem Herzen
    5 Sterne für "Die Sehnsucht der Albatrosse"
    geben.


  8. Cover des Buches Dünengeister (ISBN: 9783404177806)
    Nina Ohlandt

    Dünengeister

     (41)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    Bisher habe ich alle Vorgängerromane aus der Reihe mit John Benthien gelesen und war immer zufrieden. "Dünengeister" hat mich leider enttäuscht.
    Es will keine rechte Spannung aufkommen und die Geschichte dümpelt sehr langatmig vor sich dahin. Die vielen auftauchenden Charaktere führen dazu, dass sich alles nur sehr oberflächlich liest. Auch die Beziehung zwischen John Benthien und Lilly ist eher emotionslos und könnte auf jeden Fall etwas Pepp vertragen.
    Ich hoffe, dass "Schweigende See" wieder spannender wird.

  9. Cover des Buches Herz auf Eis (ISBN: 9783442487745)
    Isabelle Autissier

    Herz auf Eis

     (174)
    Aktuelle Rezension von: ChristineE

    Spannend, es war nur spannend. Besonders der Beginn des Buches und die ersten Tage auf dieser Einsel, wo es nur kalt und eisig ist und es nichts zu essen gibt. Die Vorstellung, wie die beide jagen und Pinguine erlegen und sich von dem Wenigen ernähren, was es auf der Insel gibt ... wie sie ihr Leben gestalten, versuchen am Leben zu bleiben und es dermaßen elend wird ... Das ist echt eine berührende Geschichte. Die Gedankengänge, die Veränderungen, die Überlegungen - ich kann sie nachvollziehen und auch den inneren Zwiespalt, den die Heldin durchmacht. Eine Lüge mit sich zu tragen, zurück im normalen Leben, in der Sicherheit und Fülle und doch nicht froh zu sein - diese große Schuld, wenn es eine Schuld ist. Super gut geschrieben und mein Tipp!

  10. Cover des Buches Das Echo der Schuld (ISBN: 9783442383542)
    Charlotte Link

    Das Echo der Schuld

     (504)
    Aktuelle Rezension von: bibbii97

    Der Täter wird erst zu beginn enttarnt. Auch die Rückblicke sind gut in die Story eingebunden. Nur zu Beginn ist es etwas undurchsichtig bis die einzelnen Geschichten zusammenführen. 

    Alles in Allem ein gelungenes, spannendes, gut geschriebenes Buch.

  11. Cover des Buches Die Insel (ISBN: 9783453721876)
    Richard Laymon

    Die Insel

     (531)
    Aktuelle Rezension von: FairyFlower

    „Heute ist die Jacht explodiert.“ – 1. Satz

    Derart in das Geschehen geschmissen, brannte ich darauf, den 559 Seiten langen Horror-Roman „Die Insel“ von Richard Laymon zu lesen. Das Buch ist in seiner Originalversion bereits 1995 erschienen, hierzulande aber erst 2006 in einer Übersetzung von Thomas A. Merk im Heyne Hardcore Verlag. Also nichts für schwache Nerven. Bei der vorliegenden Taschenbuchausgabe handelt es sich noch um die Erstausgabe, seit 2008 ist das Werk nur noch zensiert zu erhalten. Nach „Die Gang“ ist dies mein zweites Buch von Laymon, wobei es mir als eine Art „klassischer Laymon“ empfohlen wurde.

    Rupert Conway reist mit seiner Freundin Connie und ihrer Familie auf die Bahamas. Mit von der Partie sind sowohl ihr Halbschwestern Kimberly und Thelma mit den Ehemännern Keith und Wesley als auch ihre Mutter Billie und ihr Vater Andrew. Als jedoch ihre Jacht explodiert und sie auf einer einsamen Insel mitten in der Südsee gestrandet sind, nimmt das Unheil seinen Lauf. Thelmas Ehemann Wesley wird vermisst und bald schon findet Rupert die Leiche von Keith im Dschungel der Insel. Alles deutet darauf hin, dass ein Mörder auf der Insel sein Unwesen treibt… 

    Unser Protagonist ist Rupert Conway, grade 18 Jahre alt und ein pubertierender Lüstling. Schnell wird klar, dass es sich zwischen ihm und Connie um eine Art Zweckgemeinschaft handelt. Denn Rupert ist schmächtig, picklig und nicht besonders beliebt bei den Frauen. Was ihn natürlich nicht davon abhält, den anderen Frauen unentwegt nachzustellen. Dass er sich für fast alle anderen Frauen mehr interessiert als für Connie, führt zu einigen Spannungen innerhalb der Gruppe. Er ist ein zwiegespaltener Charakter, den bestimmt nicht jeder Leser sympathisch findet. 

    Die weiteren Charaktere werden zwar rein bildlich recht lebhaft beschrieben (besonders die Frauen), aber richtigen Tiefgang bekommen sie nie.

    Der Roman ist aus der Sicht von Rupert als Tagebuch geschrieben, weshalb man einiges an sexistischen Sprüchen und vulgärer Sprache über sich ergehen lassen muss. Aber Rupert kann auch witzig sein und gibt immer wieder bissige Bemerkungen ab, die die Geschichte auflockern und einen auch mal schmunzeln lassen. Trotzdem ist man sich nie ganz sicher, ob er ein zuverlässiger Erzähler ist und man ihm ganz und gar trauen kann. 

    Anfangs ging ich mit (der falschen) Erwartungshaltung an das Buch. Ich hoffte auf ein langes Rätselraten, wer der Mörder nun ist. Der eigentliche Schwerpunkt lag dann aber eher auf dem Katz und Maus- Spiel.

    Weiterhin leidet das Tempo des Buches zu Beginn doch sehr unter den internen Konflikten der Gruppe, die sich in ihrem Vorgehen oft nicht einigen können. Ab ca. der Hälfte nimmt das Tempo dann zu und die Gestrandeten werden erstmals mit dem Mörder konfrontiert. Ab da spitzte sich das Geschehen immer weiter zu und ich konnte den Roman nur schwer aus der Hand legen. 

    Gut gefallen hat mir das Ende. Es lässt einen mit gemischten Gefühlen zurück. Man fühlt sich einerseits betrogen und andererseits auch versöhnt. Dies war auch schon bei „Die Gang“ der Fall, weshalb es wohl ein Markenzeichen von Laymon ist. 

    Ich empfehle das Buch denjenigen, die keine Neuerfindung des Horror-Genres erwarten, sondern ein unterhaltsames Buch, dessen Atmosphäre bestimmt besonders für den Strandurlaub geeignet ist. Der Leser oder die Leserin muss jedoch mit einer expliziten Beschreibung von körperlicher und sexueller Gewalt umgehen können. Ich gebe 2,5/5 Sterne und runde deswegen auf 3/5 auf. 

     

     

     

  12. Cover des Buches Pommes! Porno! Popstar! (ISBN: 9783960872313)
    Thomas Kowa

    Pommes! Porno! Popstar!

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Susanna_Zimmermann

    Anfangs lustig mit der Zeit viele Wiederholung teilweise mir viel zu flach. Ich liebe die Musik der 80 Jahre aber ich bin weder gut ins Buch reingekommen noch hat es mich mitgenommen. Alles sehr klischeehaft, alles schön mal dagewesen. Leider so garnicht mein Humor. Mir hat das Buch nicht gefallen. 

  13. Cover des Buches Die Perlenfarm (ISBN: 9783471360156)
    Liza Marklund

    Die Perlenfarm

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Luluuu

    Die Perlenfarm von Liza Marklund


    Uiui..was soll ich sagen?


    Zum Inhalt:

    Eine Frau names Kioana, die im Paradies lebt (eine schöne, kleine Insel) erlebt die Hölle auf Erden. Ihre Schwester verunglückt während eines Tauchvorgangs und sämtliche Inselbewohner geben ihr die Schuld daran. 


    Während eines kräftigens Sturmes strandet ein Segelboot an das Riff. Der Mann (Erik) überlebt haarscharf. Erik zieht Kiona in seinen Bann und die Unglücke nehmen ihren Lauf. 


    Kiona wird reisen, aus Zwang und dem Drang alles wissen zu wollen.


    Fazit:

    Uff..an sich ist es..nein anders, es hätte eine gute Story werden können. Ich bin ehrlich mit euch, nach den ersten paar Seite wollte ich schon aufgeben. Das Buch ist gerade am Anfang nicht gut geschrieben worden. Das ändert sich allerdings, wobei sich die Autorin teilweise in Details verennt. Schade, schade. Zwischendurch hatte es mich gepackt, leider recht kurzweilig. Das Buch hat 447 Seiten..200 hätten gereicht. In der Kürze liegt die Würze. Ich weiß nicht warum aber mich hat es nicht berührt. Vielleicht hatte ich mir zu viel unter Reisen, Romanze und Paradies vorgestellt. Das Ende war ein Reinfall. Kurz kam die Hoffnung auf eine blutige Rache auf, die aber im Sande verlief. Manno!

  14. Cover des Buches Das Floß der Medusa (ISBN: 9783442717194)
    Franzobel

    Das Floß der Medusa

     (85)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Am 18. Juli 1986 werden von einem Schiff fünfzehn ausgemergelte Gestalten aufgenommen, die zwei Wochen auf einem Floß trieben. Diese wenigen Menschen sind die letzten Überlebenden von 147, die ausgesetzt wurden, weil die Rettungsboote der Medusa nicht ausreichten. Das Buch basiert auf einer historisch belegten Geschichte. Es ist eine Geschichte die packt und abstößt zugleich. Was dort geschieht, ist schwer zu ertragen. Jedes grausame Detail wird sehr genau und ausgebreitet beschrieben. Mir scheint, das Schicksal hat lauter sehr unangenehme Menschen zusammengebracht und sie auf die Medusa verfrachtet. Daher konnte ich mich von Anfang mit niemandem identifizieren. Dann schlägt das Schicksal wieder zu und das Schiff kentert. Aber soll man dieses Kentern dem Schicksal zuschreiben, nein, es ist die Unfähigkeit des Kapitäns und des Steuermanns. Die Rettungsboote reichen nicht und die, die nicht mehr hineinpassen müssen auf ein Floß, das auf die Schnelle zusammengezimmert wird. Ihr Proviant ist spärlich und so gehen sie wie Tiere aufeinander los. Was kann schon passieren, wenn man es mit so egoistischen und rücksichtslosen Menschen zu tun hat? Das Hauen und Stechen geht los. Aber es geschieht auf eine so unmenschliche Art und Weise. Aber vielleicht ist der Mensch auch nur ein wildes Tier? Doch ich will es nicht glauben, dass Menschen so sind, obwohl auch die jetzige Zeit zeigt, wie rücksichtslos und menschenverachtend gehandelt wird. Und doch ist in mir die Hoffnung, dass wir uns ein großes Stück Menschlichkeit bewahren werden. Diese sprachgewaltige Geschichte ist erschreckend und grausam.

  15. Cover des Buches In einem Boot (ISBN: 9783839001509)
    Charlotte Rogan

    In einem Boot

     (90)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    Vorneweg: Dieser Roman hat mir gut gefallen. Allerdings stufe ich den Roman "In einem Boot" von Charlotte Rogan in die Kategorie „Gute Unterhaltung“ ein, während ich das Werk von Franzobel über einen historischen Schiffbruch „Das Floß der Medusa“ in die Kategorie der "Anspruchsvollen Literatur" einordne.  Während aber der erste Roman wirklich gut zu lesen ist, grauste es mich beim zweiten ziemlich, sehr, überaus. Noch heute schüttelt es mich, wenn ich an das betreffende Ereignis denke. Wenige Romane haben mich so mitgenommen. 

    Bei beiden Romanen geht es um Schiffbruch und Schiffbrüchige. Die „Zarin Alexandra“ verunglückt zwei Jahre nach dem spektakulären Versinken der Titanic auf dem Weg von London nach New York, das ist die Zeitangabe, die geliefert wird, man schreibt also anno 1914. Vor kurzem „wurde der Erzherzog und Thronfolger Österreich-Ungarns von serbischen Nationalisten ermordet“, der Schiffsverkehr ist infolge des heraufziehenden Ersten Weltkriegs eingeschränkt, ein entscheidender Nachteil für die Schiffbrüchigen, die sich in einem aus Sparsamkeitsgründen viel zu kleinen Rettungsboot zusammendrängen und ums Überleben kämpfen werden.

    Die vierzehn Tage und Nächte auf hoher See werden aus der Sicht der Romanheldin Grace, einer jungen Frau erzählt, die sich aus Berechnung einen jungen vermögenden Mann geangelt hat. Sie ist alles andere als eine Feministin und hat nichts dagegen, sich von einem vermögenden und naiven Mann ein Leben in Luxus ermöglichen zu lassen. Dass Henry verlobt war, nun, die Verlobte war weit und Grace Körper verlockend und verfügbar. Er hätte „nein“ sagen können. Er hatte die Wahl, meint Grace. Hat man nicht immer eine Wahl?

    Jetzt aber sitzt sie im Rettungsboot und ist keineswegs am Ziel ihrer Träume. Von jetzt auf gleich muss sie sich umstellen, sich von Glamour und der Jagd auf Juwelen aufs nackte Überleben konzentrieren. Aber Grace ist ein Chamäleon, eine Überlebenskünstlerin. Sie schaut sich um und in sich hinein und beobachtet die anderen. Kalt wägt sie ihre Chancen ab. Sie ist eine Meisterin der Verstellung und wird sich immer auf die Seite derer schlagen, die die Oberhand haben. Denn alsbald beginnt ein gefährlicher Machtkampf. 

    Der Kommentar: 
    Das Lavieren von Grace mag man moralisch verurteilen, aber es geht ums Überleben. Da hört der Altruismus in der Regel auf. Der Bericht von den 14 Tagen und Nächten auf See in dem kleinen Rettungsboot, von den menschlichen Tragödien, die sich abspielen, ist mitnehmend. Man freut sich, dass man selbst auf dem trockenen Sofa sitzt und weigert sich sogar, ins Schwimmbad mitzugehen. Es wird Tote geben, soviel ist sicher. Wasser hat keine Balken. Da will man nicht dabei sein. Auch ein Schwimmbad ist kein sicherer Ort.

    Dass Grace und einige andere nach ihrer Rettung wegen Mordes vor Gericht stehen, ist der geneigten Leserin unverständlich. Was für eine Arroganz, sich anzumaßen, darüber zu urteilen, was andere in extremer lebensgefährlicher Situation tun oder auch nicht tun. Ja, es gab Abstimmungen darüber, wer im Boot bleiben darf und wer nicht. Aber es gab Gründe. Oder etwa nicht?

    Fazit: Der Bericht über das Schiffsunglück fesselt bis zum Schluss, gerade wegen des eher psychologischen Ansatzes des Buches. Im Mittelpunkt stehen die Gedanken der Schiffbrüchigen und die Taktik von Grace. Die Kombination mit einer anschließenden Gerichtsverhandlung ist originell.

    Kategorie: Gute Unterhaltung
    Verlag: script 5, Inprint von Loewe, 2013

  16. Cover des Buches Wenn das Schlachten vorbei ist (ISBN: 9783423216258)
    T. C. Boyle

    Wenn das Schlachten vorbei ist

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Der von vielen Kritikern angekündigte «furiose» Roman war das aus meiner Sicht nicht. Boyle kann fantastisch schreiben, keine Frage! Er verschachtelt viele Sätze, aber das mag ich durchaus, zumal sie auch beim Punkt noch Sinn ergeben.

    Nur leider plätschert die Geschichte, trotz der vielen Perspektiv- und Zeitwechsel enorm dahin. Teilweise kommt eine Form von fast greifbarer Spannung auf, nur um zügig wieder zu versanden. Ich habe bis zur letzten Seite auf einen Knall gewartet, darauf, dass etwas passiert, womit ich nicht gerechnet hätte. Vielleicht war meine Erwartungshaltung auch eine andere, denn das Buch ist kein Öko-Thriller, sondern eine Erzählung, eine Geschichte, wie sie realistischer kaum sein könnte. Mir fehlte das Besondere. Das Buch lässt mich mit gespaltenen Gefühlen zurück, denn das Thema an sich bietet viel Potenzial zum Nachdenken oder eben für einen Roman. Aber irgendwie wurde das hier nicht genutzt.

  17. Cover des Buches Die Sehnsucht der Albatrosse (ISBN: 9783746635743)
    Karin Seemayer

    Die Sehnsucht der Albatrosse

     (24)
    Aktuelle Rezension von: PhaedrusBold

    Hat sich gut gelesen und war auch im ersten Teil spannender und interessanter als ich dachte. Ich wurde auch relativ schnell vertraut mit den ganzen Schiff-Begriffen.

    Doch auf  den letzten ca. 50 Seiten hat das ganze doch ganz schön stark nachgelassen und wurde zu einem typischen "wir lieben uns, "wir lieben uns nicht" getue. 

    Viel mehr kann ich eigentlich nicht dazu sagen, war insgesamt ganz nett. Empfehlen würd ich es eher nicht.

  18. Cover des Buches Winterblüte (ISBN: 9783548289953)
    Corina Bomann

    Winterblüte

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Im Jahr 1902 hat Johanna eine persönliches Problem. Sie steht zwischen den Wünschen ihrer Familie und ihren eigenen. Gleichzeitig findet ihr Bruder Christian eine Frau am Starnd. Durchgefroren und fast tod. Er nahm sie mit und hat sich schließlich gerettet. Aber der Frau war das wichtigste, was mit ihrem Zweig passiert ist. 

    Eine sehr schöne Geschichte, mit Rätseln und familiären Verstrickungen. 

  19. Cover des Buches Der Atem der Welt (ISBN: 9783458359692)
    Carol Birch

    Der Atem der Welt

     (52)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Londoner Docklands, 1857: Die Begegnung mit einem aus Jamrachs Menagerie entlaufenen Tiger ändert das Leben Jaffy Browns, dessen Kindheit und Zuhause bisher von Armut, Gestank und Unrat geprägt war. Jamrach bietet dem Jungen, der das mächtige Gebiss des Tigers auf so wundersame Weise unbeschadet überstanden hatte, einen Job in seiner Tierhandlung und damit den Zugang in eine völlig neue Welt voller magischer Geschöpfe und bisher unbekannter Tiere.
    Zwischen Jaffy und Tim, der ebenfalls bereits bei Jamrach arbeitet, entsteht eine nicht immer ausgeglichene Freundschaft, die gemeinsam mit ihrem Fernweh dafür sorgt, dass beide Jungen auf einem Walfänger anheuern. Ebenfalls mit an Bord geht Dan, der im Auftrag eines reichen Exzentrikers für Jamrachs Menagerie in der Südsee einen Drachen fangen soll, über deren Spezies es bisher nur in Spelunken erzählte Gerüchte gibt.
    Anfangs ist den Seeleuten auch das Glück noch hold, aber Abenteuer, Schrecken und Wahnsinn warten...

    Ein Großteil der Handlung dreht sich um die Schiffsreise, die Jaffy als Teenager macht. Besonders in der zweiten Hälfte des Romans sind teils starke Nerven gefragt. 

    Ein wunderbares Buch zum Wegträumen, Alpträume eingeschlossen.

  20. Cover des Buches Dezembersturm (ISBN: 9783426504055)
    Iny Lorentz

    Dezembersturm

     (218)
    Aktuelle Rezension von: kidcat283
    Als Lore eines Abends von ihrem Großvater Nikolaus von Trettin nach Hause kehrt, findet sie ihr Elternhaus in Flammen wieder. Da es ziemlich spät ist und ihre Familie schon geschlafen hat, bemerkten sie das Feuer nicht und sterben alle.
    Nun lebt sie bei ihrem Großvater, dem auch das Schicksal nicht wohlgesonnen ist und er sie vor seinem Neffen schützen möchte, in dem er sie auf eine Reise schickt. Sie soll das Land verlassen und nach Amerika gehen. Ihr Erbe soll sie die ersten Jahre über Wasser halten. Doch das Schiff, mit dem sie reist, soll das Ziel nie erreichen.....

    Meine Meinung:

    Es ist ein historischer Roman mit einigen spannenden Stellen.
    Der Großvater hat seine Enkelin sehr gerne, obwohl es am Anfang nicht so scheint.
    Wenn ich an die Zofe denke, die Lore auf der Reise begleiten sollte, denke ich mir nur, jeder bekommt das, was er verdient.
    Ansonsten eine schöne Geschichte für zwischendurch, die auch noch weitergeht.
    Ich bin gespannt.
  21. Cover des Buches Die Nadel (ISBN: 9783898970983)
    Ken Follett

    Die Nadel

     (598)
    Aktuelle Rezension von: Dominik_Hellenbeck

    Ken Folletts (m. M. nach bestes) Buch, „Die Nadel“ (1978) beinhaltet die Jagd nach einem deutschen Spion in England 1944, der kriegsentscheidende Informationen über die geplante alliierte Invasion nach Berlin bringen muß. Die Parallelen zum Roman „Der Schakal“ (1971) von Frederick Forsyth sind dabei auffallend: Hier wie dort jagt der Staatsapparat eine Zielperson, welche der Regierung gefährlich werden kann. Nach beiden muß am Anfang aus politischen Gründen mühsam verdeckt gefahndet werden, erst nach begangenen Morden ist eine öffentliche Mörder-Fahndung möglich. Auch Forsyths Schilderung, dass man sich in England problemlos falsche Papiere beschaffen konnte, findet man in der Nadel wieder.

    In seinen besten Momenten schildert der Roman die aufreibende minutiöse Puzzle-Arbeit bei der beinahe aussichtslosen Fahndung nach einer anfangs noch namen- und gesichtslosen Zielperson, die auf Anordnung der Regierung festzunehmen ist, ohne jedoch die atmosphärische Dichte und das erzählerische Niveau des Schakals zu erreichen. Wo sich Forsyth nämlich strikt auf seinen Attentäter, den ihn jagenden Staatsapparat und den Ablauf der Ereignisse fokussiert, verliert sich Follett nach meinem Geschmack zu oft in Nebensächlichkeiten, da ufern Schilderungen von Nebenfiguren regelrecht in Psychogramme aus, da wird die Vorgeschichte des Finales auf Storm Island geradezu in epischer Breite entfaltet. Zumindest in der „vollständig überarbeiteten und ungekürzten“ Jubiläumsausgabe von 1995, die über 400 Seiten umfaßt.

    Wenn man Wikipedia glauben darf, arbeitet Follett „mit einem zwanzigköpfigen Mitarbeiterstab, den er als Follett Office bezeichnet“. Mein Eindruck, seine Bücher seien auf Massentauglichkeit gestylt und am Reißbrett entworfene Konglomerate aus vorgefertigten Teilen, wird von Wikipedia nicht entkräftet, wenn man dort liest: „Er gibt für seine Projekte acht Monate für Recherche und Planung, acht Monate für den ersten Entwurf und weitere acht Monate für die Überarbeitung an. Danach wird fristgerecht an den Verlag geliefert. Zu seiner Schreibphilosophie gehört das Ansprechen einer möglichst breiten Leserschaft.“


    Empfehlenswert, lieber zur gekürzten Ausgabe zu greifen, da Die Nadel eine durchaus interessante Geschichte erzählt und flüssiger zu lesen ist als etwa „Dreifach“. Von der kaum lesbaren Lobhudelei „Auf den Schwingen des Adlers“ mal ganz abgesehen...

  22. Cover des Buches 635 Tage im Eis (ISBN: 9783442150427)
    Alfred Lansing

    635 Tage im Eis

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Grandiose belletristische Darstellung einer missglückten Polarexpedition. Dem Autor gelingt es durch Zitate aus den Tagebüchern der Besatzung den Leser so nah wie möglich am Geschehen teilhaben zu lassen. Diese bis zum Ende hin immer packender werdende Abenteuergeschichte ist das reinste Lesevergnügen. Einfach Toll.

  23. Cover des Buches Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym (ISBN: 9783868203035)
    Edgar Allan Poe

    Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym

     (9)
    Aktuelle Rezension von: halo123

    Fangen wir von anfang an an. Die Geschichte wird von Arthur Gordon Pym selbst erzählt der von seinen Erfahrungen berichtet. 

    Den Anfang der Geschichte fand ich etwas langatmig da Pym von einem anderen kleinen Abenteuer erzählt um den Leser in die Geschichte einzuführen. Der Teil hätte etwas kürzer gehalten werden können. 

    Nun zur eigentlichen Geschichte: Arthur schleicht sich auf das Walfangschiff des Vaters von seinem Freund Augustus. Doch die Reise entwickelt sich ganz anders als gedacht. Die Geschichte erinnert an ältere Abenteuergeschichten von Jules Verne plus langatmige Stellen. Dennoch hatte ich meinen Spaß beim lesen bzw. beim hören des Buches. Die Geschichte schafft es wirklich den Leser auf trapp zu halten da man nicht genau weiß was als nächstes passiert. Es gibt wirklich sehr viele Stellen, in denen eine Flucht oder gar das Überleben ausweglos erscheint. An Stoff fehlt es in der Geschichte nicht. Es gab sogar Momente die mich wirklich mitgenommen haben, da immer wieder schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden mussten. Außerdem wusste ich persönlich nicht in welche Richtung die Geschichte gehen würde da die meisten Geschichten von Poe die ich bisher gelesen habe, sehr düster und sogar etwas schaurig und gruselig waren.

    Dennoch kann ich sagen diese Geschichte war interessant zu lesen und eher etwas für die die Abenteuerromane bevorzugen

  24. Cover des Buches Im Krebsgang (ISBN: 9783423252898)
    Günter Grass

    Im Krebsgang

     (204)
    Aktuelle Rezension von: Farbwirbel

    Günther Grass' Novelle 'Im Krebsgang' lag schon Jahre auf meinem SuB und nun habe ich es endlich geschafft, sie zu lesen.

    Inhaltlich war ich tatsächlich überrascht, denn ich dachte, dass es ein historienbezogenes Werk ist und wusste nicht, dass er auch hochgradig aktuell ist.

    In der Novelle geht es um Paul Pokriefke, der selbst als Journalist arbeitet und dem Leser einen Schweinsgalopp durch Vergangenheit und Gegenwart eröffnet.

    Zu Beginn geht es um Gustloff, Frankfurter und Marinesko, drei historische Personen, die im Zusammehang mit dem NS-Regime stehen. Dabei sei kurz erklärt, dass Gustloff als Nazi von Frankfurter, einem Juden, erschossen wurde. Später, als Hitler die KDF-Fahrten eingeführt hatte, wurde eines der Schiffe Gustloff genannt. Wie es der Zufall so will, ist eben jene Gustloff das Boot, mit dem Mutter Pokriefke später mit ihrem Sohn Paul im Bauch vor den Russen flüchtet. An dem Abend, als die Gustloff abgeschossen wird, wird Paul geboren und Mutter Pokriefke erzählt diese Geschichte ein ums andere Mal ihrem Sohn und später auch ihrem Enkel Konrad.

    Wie sich im Lauf der Geschichte herausstellt, ist Konrad sehr vereinamt von dieser Geschichte und entwickelt sich Stück für Stück zu einem Neonazi. Sein Vater beobachtet im Web diese Entwicklung, denn Konny schreibt auf einer Website darüber, doch wirklich einzugreifen wagt er nicht, hat er doch nicht wirklich Kontakt zu ihm.

    Die Geschehnisse spitzen sich zu und die Geschichte wird wiederholt. Am Ende kann man tatsächlich die letzte Phrase der Novelle als Kern dieser erkennen:

    Das hört nicht auf. Nie hört das auf. - S. 216

    Grass fragt in seiner Novelle nach der Idiotie, die Menschen inne haben, die nationalsozialistisches Gedankengut in sich tragen. Vor allem aber trägt er hier einen Sachverhalt vor, der gar nicht so oft thematisiert wird: Intelligtente Menschen und wie diese so denken können und auch, was die Geschichte der Familie in einem jungen Menschen machen kann, wie sie sich weiterträgt. Das war hochinteressant.

    […] Wolfgang Stremplin, der sich online David genannt hatte, einen, wie er sagte, „Nachweis arischer Herkunft“ vorlegte und sich dabei ironisch gab. Den Kommentar zu dem, was er ohnehin wußte, lieferte mein Sohn aus ruhiger Gewißheit: „Das ändert nichts am Sachverhalt. Allein ich mußte entscheiden, ob die mir als David bekannte Person als Jude sprach und handelte.“ - S. 182

    Auf der anderen Seite habe ich das Werk nur schleppend fertig bekommen. Gerade der Einstieg mit all den historischen Persönlichkeiten und dem fast abgehackten Schreibstil war für mich nur schwer anzunehmen. Das Buch wurde zum Schluss hin immer interessanter und dennoch blieb der erste Eindruck für mich sehr präsent. Da ist der Titel dann aber wieder sehr genial gewählt. Im Krebsgang. Genau so wird die Geschichte nämlich erzählt.

    Den Ich-Erzähler Paul mochte ich sehr gern. Gefangen in dem Rahmen seines Lebens und mit einer großen Schippe Ironie erzählt er daraus.

    Schluß mit Gernegroß! Wer sich mit funfunddreißig und beginnendem Haarausfall noch ein Kind andrehen läßt, ist nicht zu retten. Was heißt hier Liebe! Die gibt’s allenfalls wieder ab siebzig, wenn ohnehin nichts mehr läuft. - S. 42

    Seine Mutter war für mich so etwas wie das Ebenbild der Nachkriegsgeneration, die danach in der DDR lebte. Irgendwie politsch verwildert im Kopf, wenn man das so sagen kann.

    Da ich vom Schreibstil und dem Aufbau der Geschichte nicht zu 100 % überzeugt bin, ich aber mit der Aussage d'accord gehe, bin ich mal wieder im Sternekonflikt. Ich vergebe drei Sterne und würde gerne noch einen imaginären, halben Sternd dazugeben.

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