Bücher mit dem Tag "satanismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "satanismus" gekennzeichnet haben.

112 Bücher

  1. Cover des Buches Das Dorf (ISBN: 9783596198344)
    Arno Strobel

    Das Dorf

     (394)
    Aktuelle Rezension von: Taya

    Bastian Thanners bekommt einen panischen Anruf von seiner Exfreundin Anna. Sofort informiert er die Polizei, doch die machen nicht das, was er sich erhofft. Also telefoniert er mit seinem besten Freund Safi und gemeinsam entscheiden sie, sich selber auf den Weg in das besagt Dorf zu machen, das Anna genannt hat. Bastian muss einfach wissen, was da los ist und ob es wirklich stimmt, dass sie umgebracht werden soll. 


    Das Dorf, in welches sie wollen, liegt ziemlich abgelegen und versteckt. Nur durch die Hilfe eines Taxifahrers aus Frundow, finden sie das kleine Dorf "Kissach". Alles wirkt verlassen, herunter gekommen und merkwürdig. Auch die Dorfbewohner sind alles andere als freundlich und hilfsbereit. Als Safi und Bastian sich entscheiden wieder abzureisen, sehen sie, das alle Reifen ihres Wagens aufgeschnitzt sind und kurz darauf verschwindet auch Safi spurlos. Nur eine Person im Dorf hilft Bastian und gibt ihm eine Unterkunft - Mia. 


    Und doch passieren immer mehr merkwürdige Dinge. Ist das was Bastian erlebt wirklich alles real? Wieso sind dort Sachen und auf einmal sind sie doch verschwunden? Warum unterhält er sich mit Bewohnern des Dorfes und hinterher kommt raus, dass sie schon seit über 20 Jahren tot sind, oder aber dass sie eigentlich gar nicht miteinander geredet haben? 

    Und was passiert in dieser Scheune mit dem Stuhlkreis? Dem Altar? Was wollen diese komischen Typen von ihm? Hat dies alles mit seinem Vater zu tun, der vor über 25 Jahren bei einem Unfall mit seiner Mutter ums leben gekommen ist? 


    Ein spannender Psychothriller mit einem wahnsinnig gutem Ende, wie ich persönlich finde. Hab mir vieles ausgemalt, aber das Ende war schon krass und wirklich absolut genial. 

    Von mir bekommt "Das Dorf" verdiente 5 Schmetterlinge.

  2. Cover des Buches Seelenangst (ISBN: 9783404168446)
    Veit Etzold

    Seelenangst

     (212)
    Aktuelle Rezension von: Read1ngl0ver

    Handlung: 

    Clara Vidalis zweiter Fall und dort trifft sie auf zwei Seiten des Bösen. Brutale Morde zieren den Weg des einen Bösen und lassen auf schwarze Riten schließen, dass allerdings die Fäden nicht nur in Berlin zu finden sind, kann zu Beginn niemand ahnen. Ihr Falll führt sie durch Mitteleuropa auf einer Spur von Blut und Mord. 


    Charaktere: 

    Clara Vidalis wirkt anders als im ersten Teil schon gefestigter und nicht mehr ganz so wie das junge verirrte Reh. 

    Fanatische und verzweifelte Existenzen Zusammen gebracht bringen nichts als Unheil, was Etzold hier aufzeigt. Aber auch die Möchtegern-Wohltäter mit ihrer Gier nach Reichtum und Macht werden hier deutlich genug bestraft. 


    Story: 

    Die Story ist gut, viele Fäden, die zusammengeführt werden müssen, was auch zum Großteil gelingt. Das Thema Konditionierung wird häufig aufgegriffen, allerdings nur oberflächlich beschrieben. An sich eine in sich stimmende Story, die spannend ist und einem selbst Gänsehaut bereitet. 


    Fazit: 

    Der zweite Teil der Clara Vidalis Reihe erhält von mir eine Leseempfehlung für Thrillerfans. Die Story ist komplex, aber trotzdem verständlich und fesselt einen allein schon aufgrund der zweiten Seiten des Bösen, was man gier kennenlernt. 

  3. Cover des Buches Dark Places - Gefährliche Erinnerung (ISBN: 9783596173983)
    Gillian Flynn

    Dark Places - Gefährliche Erinnerung

     (420)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Die Protagonistin Libby und auch Lyle waren mir sympathisch, anfangs hatte ich jedoch leichte Startschwierigkeiten mit dem Buch. Ich fand, es zog sich und war sehr langatmig. Gerade durch die vielen Blenden in die Vergangenheit wirkte es manchmal ein bisschen langweilig. Es passierte allerdings wirklich enorm viel in diesem Buch und das Ende hatte ich so auch nicht vorhergesehen. Die Atmosphäre gefiel mir eigentlich auch ganz gut – Libby und Lyle die ermitteln und der Sache von damals auf die Spur kommen möchten. (SPOILER) Die Reaktion von Ben, als er seine Familie tot aufgefunden hatte, fand ich irgendwie aber ein bisschen unglaubwürdig, da er nicht einmal zu trauern schien. (SPOILER ENDE) Noch ein paar positive Sachen waren für mich das Verhältnis von Libby und Lyle, der Charakter von Diondra oder auch das Familienleben der Days. (SPOILER) Sachen, die mir eher nicht so gefielen, waren die Teufelsanbetung von Ben, Diondra und Trey oder Libbys Besuch bei ihrem Vater. (SPOILER ENDE) Außerdem waren einige tolle Settings dabei, wie Diondras Haus oder das der Days. Das Buch konnte mich dadurch also doch noch voll von sich überzeugen.

  4. Cover des Buches Totenprediger (ISBN: 9783404173860)
    Mark Roberts

    Totenprediger

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Calipa

    Mir hat das Setting total gefallen in das ich durch Mark Roberts Geschichte gefallen bin. Ich mochte die Hauptprotagonistin sehr, mochte ihre Art und Weise wie sie sich verhalten hat und ihre Handlungen. Zwischen den ganzen, wirklich grausamen Tatorten, behielt sie einen kühlen Kopf und als Leser kam man Stück für Stück dem Täter auf die Spur. Mark Roberts folgte den bekannten roten Faden und lies für mich keine Frage ungeklärt. Im Gegenteil. Einzig die vielen Namen zwischen denen man des öfteren hin und her switcht beziehungsweise switchen sollte, sind aufgrund der menge etwas chaotisch. Die Stimmung wurde perfekt angepasst und ab der Mitte konnte ich das Buch kaum weglegen. Das Ende, hätte ich mir mit einem größeren "Knall" gewünscht. Allerdings weiß ich, das "Totenprediger" auch "nur" der erste Teil war der "Eve Clay" Reihe.


    Um die komplette Rezension zu lesen, besucht mich gerne auf meinem Blog : ) 


    http://calipa.de/2020/07/07/totenprediger-von-mark-roberts-buchrezension/

  5. Cover des Buches Teufelsmord (ISBN: 9783956490293)
    Tanja Noy

    Teufelsmord

     (48)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros
    Ein kleines Dorf, eine eingeschworene Gemeinschaft. Als Ex-Polizistin Julia wegen der Beerdigung einer Freundin ins Dorf ihrer Kindheit zurückkehrt, stößt sie auf verschlossene Menschen, die keine Fremden dulden. Auch die grausigen Morde, die den kleinen Ort erschüttern, werden unter den Teppich gekehrt. Doch Julia beginnt zu ermitteln, stößt auf einen alten, lange zurückliegenden Fall und gerät selbst in tödliche Gefahr...

    Ich habe schon beim Lesen lange nachgedacht, ob ich eine Rezension zu diesem Buch schreiben soll, oder es lieber lasse. Wieso? Nun ja, ich bin sehr zwiegespalten, ob mir dieser Thriller gefällt, oder ob er eher in die Kategorie Flop fällt. 

    Das Buch begann recht vielversprechend. Düstere, brutale Szenen wurden beschrieben, wie ich sie von Titel her erwartet hatte. 
    Doch leider ließ die Begeisterung für die Handlung schnell nach. Zum einen ist dies auf die sehr oberflächlichen Charaktere zurückzuführen, die mich überhaupt nicht angesprochen haben. Zum anderen lässt die Geschichte Kapitel für Kapitel mehr nach und die anfängliche Spannung verpufft. 

    Auch der Schreibstil hat mir nicht so gut gefallen, wie ich gehofft hatte. Die Autorin findet zwar immer wieder gute und teils auch sehr treffende Vergleiche ("(...) prallten an ihm ab, wie Steine an einem Panzer", etc.), doch sie werden meiner Meinung nach im Übermaß angewandt und so wird dramatischen, spannenden Szenen der Schwung genommen. Außerdem gab es recht viele Erzählstränge, die zwar im weitesten Sinne mit der Handlung zu tun hatten, aber eigentlich keinen Einfluss auf den Ausgang der Geschichte hatten. 
    Besonders zum Ende hin, ist bei mir der Eindruck entstanden, dass nur noch Seiten gefüllt werden sollten und so unnötige Längen entstanden sind. 

    Eigentlich wollte ich drei Sterne vergeben, doch wenn ich mir diesen Thriller in Erinnerung rufe, in mich gehe und noch einmal über die Geschichte nachdenke, muss ich leider sagen, dass sie mich nicht begeistern konnte. Sie ist nicht völlig daneben gegangen, da mir die Idee und der grobe Rahmen des Buches wirklich gut gefallen haben, doch die Umsetzung hat mich einfach nicht packen können. 
    Deswegen vergebe ich nun, nach reiflicher Überlegung, zwei von fünf Sternen. 
  6. Cover des Buches Die Morde von Morcone (ISBN: 9783548289243)
    Stefan Ulrich

    Die Morde von Morcone

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Sidny
    Robert Lichtenwald, ein Münchner Wirtschaftsanwalt, hat sich seinen Lebenstraum erfüllt und nennt ein Rustico in der idyllischen Maremma sein eigen. Eigentlich wollte er dort mit Frau und Tochter "la dolce vita" genießen, doch die beiden hatten andere Pläne, und Robert verbringt sein Sabbatjahr alleine im Süden.
    Auf einer Wanderung entdeckt er in einer halbverfallenen Kirche eine Leiche, der der Mörder ein "L" in die Haut geritzt hat. Robert ahnt noch nicht, dass es nicht bei einem Mord bleiben wird...

    Ist der letzte Urlaub schon so lange her, dass eine kleine Auszeit dringend nötig ist? Dann bekommt man mit diesem Titel sehr viel Toskana-Ambiente, denn leckeres Essen, die wunderbare Landschaft und die typisch italienische Lässigkeit finden trotz der Morde ihren Platz in diesem Buch - beinah so gut, wie ein echter Kurztrip nach Italien.
    Mir haben Regionalkrimis manchmal ein bisschen zu viel Ambiente und zu wenig Mordermittlung, doch der Autor hat hier für meinen Geschmack die goldene Mitte getroffen. Die Mordserie ist sehr mysteriös, erst nach dem dritten Mord hatte ich eine Idee, wo überhaupt das Motiv liegen und die Verbindung zwischen den Opfern sein könnte. Aber damit wusste ich noch lange nicht, wer der Täter ist - damit tappte ich bis zum großen Finale im Dunkeln, was mein Leserherz bei einem Krimi natürlich immer höher schlagen lässt.

    Bei einem Toskana-Krimi mit einem deutsch-italienischen Ermittlerduo bleibt es natürlich nicht aus, dass mit dem ein oder anderen Klischee gespielt wird, doch Stefan Ulrich übertreibt es zum Glück nicht damit, sondern setzt sie wohldosiert und manchmal auch überraschend ein.
    Die Figurenzeichnung konnte mich überzeugen, Robert ist zum Glück weder der Typ "staubtrockener Anwalt" noch "depressiver Ermittler" und mit der Journalistin Giada bekommt er zudem temperamentvolle, südländische Unterstützung.

    Mit etwa 280 Seiten ist dieser Krimi fast etwas zu schnell ausgelesen, andererseits war er so aber auch von Anfang bis Ende sehr spannend und hat mir unterhaltsame Lesestunden beschert. Und ich habe auch große Lust auf weitere Fälle des cleveren Wahlitalieners bekommen - sowohl für Italien- als auch für Krimifans empfehlenswert.
  7. Cover des Buches Ich bin die Angst (ISBN: 9783404170784)
    Ethan Cross

    Ich bin die Angst

     (564)
    Aktuelle Rezension von: nayezi
    Manchmal ist es dem Schicksal egal, ob man den Weg mag, auf den es einen führt (S. 204 Z. 17 & 18)

    „Ich bin die Angst“ ist der 2. Teil der Shepard- Reihe und, meiner Meinung nach überaus gelungen. Im Vordergrund des ganzen steht der Anarchist, der von Ethan Cross brilliant geschrieben wurde. Der Zwiespalt in dessen Kopf, sowie sein gesamter Gedankengang wurde spannend, sowie nachvollziehbar dargestellt. Auch die Täteranalyse von Marcus, sowie seine allgemeine Aufmerksamkeit gegen über anderen war wie auch im ersten Teil erstaunlich und fesselnd. Das Ende war zudem eine echte Überraschung und hat mich neugierig auf den nächsten Teil zurückgelassen.

    Alles in allem also ein gutes Buch. Die einzige Anmerkung wäre meinerseits, dass Ackermann Jr. ruhig öfter hätte vorkommen können


  8. Cover des Buches Der Friedhof in Prag (ISBN: 9783423142274)
    Umberto Eco

    Der Friedhof in Prag

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch

    Das Konzept des Romans ist schon originell und auch teilweise ironisch geschrieben.

    Aber man hätte das ruhig auf 300 Seiten zusammenstreichen können.

    Und bei Eco hab ich immer das Gefühl, mir entgeht alles, weil ich kein Historiker bin.

  9. Cover des Buches Scherbenkind (ISBN: 9783453358744)
    Britt Reißmann

    Scherbenkind

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Leuchtturmwaerterin

    Heute wird es schwierig eine ordentliche Rezension zu schreiben. Sagen wir lieber, es ist ein persönlicher Leseeindruck. Denn dieses Buch musste ich nach 150 Seiten abbrechen. 

    Leider bin ich mit der Geschichte so gar nicht warm geworden, um es etwas milde zu beschreiben.

    Für mich hat sie vor Klischees und Phrasen nur so gestrotzt. Es tut mir sehr leid, aber spannend war daran bis zu diesem Zeitpunkt einfach nichts. Ich habe schon sehr viele Kriminalromane gelesen (was nicht ausbleibt, wenn man bei einem Verlag arbeitet, der sich hauptsächlich mit Krimis beschäftigt). Trotzdem lese ich auch in meiner Freizeit noch sehr gerne Krimis. Es mag sein, dass ich dadurch schon zu oft und zu viel das ein oder andere Thema durchgeschmökert habe, aber hier war es mir dann einfach zu viel.

    Ich möchte nicht spoilern, daher fällt es mir etwas schwer die Dinge beim Namen zu nennen. Doch sobald mir das erste Mal klar war, um was es bei dieser Geschichte geht, war für die Spannung komplett raus und ich wurde beim Lesen nur immer genervter. 

    Das mag anderen wirklich anders ergehen und es mag sein, dass es wirklich Leute gibt, die diesen Kriminalroman spannend fanden. Für mich war es einfach nur noch überzogen und langatmig.

    Normalerweise gebe ich Büchern 50 Seiten Zeit und breche sie dann ab. Zu diesem Zeitpunkt war dieses Buch bereits nicht mehr so toll, doch ich wollte ihm noch eine Chance geben. Leider war es hundert Seiten später noch schlechter und so habe ich mich zum Abbruch entschlossen.


    Für mich ein echter Reinfall. Ich hoffe, andere Leser haben mehr Freude am Buch.

  10. Cover des Buches Finsterdorf (ISBN: 9783839228234)
    Peter Glanninger

    Finsterdorf

     (36)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    In einem kleinen Dorf verschwindet eine junge Frau und taucht unversehens wieder auf. Sie wirkt verwirrt und es scheint, dass ihr, während dieser Zeit, etwas Schlimmes zugestoßen ist. Deshalb wird der unerfahrene Ermittler Thomas Radek nach Schandau geschickt, um dem Geschehen auf den Grund zu gehen. 

    "Finsterdorf" ist ein Kriminalroman, der in einem Dorf in Niederösterreich angesiedelt ist und für mich von der Atmosphäre her in die Kerbe der Regionalkrimis schlägt. 

    Schon am Anfang wird man mit einer brutalen und eindringlichen Szene in den Roman gezogen. Es geht gewaltig her. Beim Einstieg habe ich mich regelrecht unangenehm berührt gefühlt. Damit zeigt Peter Glanninger, dass er die Emotionen des Lesers aufwühlen kann. Ich fand es ausgezeichnet beschrieben und der Autor hat mir auf den ersten Seiten anständig Angst gemacht.

    So packend und intensiv es anfangs war, wird es daraufhin beschaulicher. Der junge Ermittler Thomas Radek wird nach Schandau geschickt, um bezüglich der wiederaufgetauchten Verschwundenen zu ermitteln. Der Fall liegt zwar auf der Hand, weil die Dame wieder da ist, aber so ganz sauber wurde dieser noch nicht ad acta gelegt. Frei nach dem Motto: 

    „Mach’ den Akt zum Wanderer, dann bekommt ihn ein anderer …“ (S. 65, eBook)

    Radek stößt auf eine eingeschworene Gemeinschaft, der kaum ein Wort zu entlocken ist. Genau hier hat mich Peter Glanninger von der Atmosphäre her gehabt. Wer abgelegene Dörfer kennt, weiß, wie schwierig es ist bei den Einheimischen anzudocken. Ein Fremder wird jederzeit als Eindringling und Bedrohung wahrgenommen, misstrauisch beäugt und keinesfalls ins Vertrauen gezogen. 

    Dementsprechend schwierig ist es für Radek, die Ermittlungen anzugehen und herauszufinden, was der jungen Frau geschehen ist. Diese wirkt völlig verstört, hat sich zurückgezogen und ist zu keiner klaren Aussage bereit.

    Nach und nach erkennt Radek, dass in Schandau nicht nur das übliche dörfliche Gebaren, sondern eine Grundangst unter den Einheimischen vorhanden ist. Wovor fürchten sie sich?

    Peter Glanninger schafft meiner Meinung nach eine eindringliche Stimmung. Diese Schweigemauer der Menschen war fast körperlich spürbar und Ermittler Radek hat mir teilweise leidgetan. 

    Der Schreibstil hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich bin es gewohnt, deutsches Deutsch in Büchern zu lesen, aber ich freue mich, wenn ich auf meine Umgangssprache stoße. Deshalb war es umso erfrischender, dass der österreichischen Ausdrucksweise in diesem Krimi Raum gegeben wurde:

    „ (…) und als er sein Gewand im Kasten verstaut hatte, ging er wieder nach unten.“ (S. 157, eBook)

    Die Handlung war gut, aber mühelos zu durchschauen. Gewünscht hätte ich mir, dass es die eine oder andere Wende gibt, welche die Spannung hebt. 

    Insgesamt geht es etwas in eine Austrian-Gothic-Richtung, was dem Roman sogar einen leichten Gruselflair verleiht. Eine unheimliche Note hat der Krimi auf jeden Fall. Dennoch war mir der Hintergrund zu dick aufgetragen. Einige Winkel mehr in der Handlung und ein kleinerer Rahmen, was die Motive und das Geschehen angehen, haben dem Buch zur Bestwertung gefehlt. 

    So ist es ein atmosphärischer Krimi mit geradlinigem Geschehen, der aufgrund es dunklen Flairs und österreichischem Lokalkolorit bestens zu lesen ist.  

  11. Cover des Buches Erzengel (ISBN: 9783462051377)
    Voosen | Danielsson

    Erzengel

     (34)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Nyström und Forss, Band 6: Der neuste Fall für Kommissarin Ingrid Nyström und ihre Mitarbeiter führt sie weit in die Vergangenheit zurück. Sie rollen einen vermeintlich gelösten Fall zu Beginn der 1990er-Jahre auf: Hat Fredrik Sidenvall, der als Hauptverdächtiger des sechsfachen Mordes an Mitgliedern einer Heavy-Metal-Band galt, tatsächlich Suizid begangen? Lange verschollene Akten lassen Zweifel aufkommen…

    Erster Eindruck: Auf dem Cover hinter dem Buchtitel ein Käfer – gibt es einen Käfer, der Erzengel heisst? Das Cover hat grossen Reihen-Wiedererkennungswert.

    Dies ist Band 6 der Reihe; er lässt sich ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen. Der Blickwinkel ändert in jedem Kapitel: Mal ist es aus Sicht der Chefin, dann aus Sicht von Stina Forss oder anderen Personen – wie gewohnt sehr lebhaft, aber auch sehr komplex. Der Prolog ist beklemmend – auch das bin ich ja bereits von den Vorgängerbänden gewohnt. Das Rätselraten fängt an…

    Der Vorgänger der Rechtsmedizinerin Ann-Vivika Kimsel ist verstorben. Seine Witwe lässt Kimsel geschäftliche Unterlagen zukommen, die ihr Mann zu Hause aufbewahrt hat, obwohl er bereits seit vielen Jahren emeritiert war. Kimsel kann die Dokumente nicht einfach ins Archiv geben, sie will wissen, um welche Fälle es geht. Bei einem Fall stösst sie auf Ungereimtheiten, die sie – obwohl der Fall bald vor dreissig Jahren passierte – nicht einfach auf sich beruhen lassen kann. Das Team um Ingrid Nyström kriegt alle Hände voll zu tun. Die „altbekannten“ Teammitglieder sind immer noch dabei und zudem kehrt Anette Hultin aus dem Mutterschaftsurlaub zurück. Es wird entschieden, die Leiche von Sidenvall zu exhumieren. Doch grosse Überraschung: das Grab ist leer! Einer der Polizisten von Ingrids Team postet diese Nachricht in den Social Media – er hat keine Sekunde darüber nachgedacht, was dann passieren würde. Ingrid muss ihn strafversetzen, was ihn zu Tode betrübt. Doch er will in der ihm zugewiesenen Abteilung seine beste Arbeit leisten, schliesslich ist er Polizist mit Leib und Seele. Der neu erwachte Enthusiasmus kostet ihn fast das Leben.
    Die Ermittlungen stehen noch am Anfang als ein Fund von menschlichen Überresten vermeldet wird. Gemäss Rechtsmedizin muss dieser Mensch ebenfalls Anfang der 1990er-Jahre verstorben sein. Wer war er? Gibt es einen Zusammenhang mit Sidenvall?

    White Metal, Death Metal, Black Metal, Bands "Flamethrower" und „Mayhem”, Satanismus, Okkultismus, Glaube, Wahn, Social Media, Gier, Erpressung – sehr viele behandelte Stichworte. Die Einschübe von einer lange unbekannten Person, die satanische Ansichten vertritt, waren sehr beunruhigend (um es diplomatisch auszudrücken).

    Fazit: Wie gewohnt ein Pageturner mit sehr detaillierten Beschreibungen. Die Autoren haben es geschafft, sehr viele verwirrende Fährten zu legen. Die Anzahl Protagonisten war eine riesige Herausforderung (wie die Länge meiner Auflistung zeigt). Von mir gibt es 5 Sterne und nun brauche ich eine etwas leichtere Lektüre zur Entspannung.

  12. Cover des Buches Der Club Dumas (ISBN: 9783458362494)
    Arturo Pérez-Reverte

    Der Club Dumas

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Anita27a



    Ein Roman der es verstand mich phasenweise zu fesseln, aber auch gewaltige Längen hatte und ein Ende das mich etwas ratlos zurück lässt.

    Ohne den Film "Die neun Pforten " zu kennen, nahm ich mir aus meinem SuB das Buch "Der Club Dumas " von Arturo Perez-Reverte zu lesen vor. Der Klappentext versprach ein mysteriöses Krimierlebnis vor bibliophilem Hintergrund.
    Tatsächlich gab es bereits auf den ersten Seiten einen Toten und einen Hinweis auf einen Text aus der Feder Alexandre Dumas dem Fortsetzungsroman
    " Die drei Musketiere " zugehörig.
    Lucas Corso ein " Bücherjäger" , also jemand der für Geld seinen Auftraggebern kostbare Buchschätze zu besorgen weiß, wird von einem Freund gebeten eben jenen handgeschriebenen Text auf seine Echtheit hin zu überprüfen.
    Parallel hierzu erhält Corso von einem zwielichtigen einflussreichen Antiquar den Auftrag, ein kostbares okkultes Buch von dem es wissentlich nur noch drei Exemplare gibt und nur eines davon original zu sein scheint, mit den übrigen Exemplaren zu vergleichen.
    Corso macht sich also auf den Weg um die Besitzer der beiden anderen Ausgaben aufzusuchen und merkt schon bald, dass er selbst in Gefahr ist.
    Es beginnt eine Verfolgung durch Europa und bald weiss man nicht mehr so genau was real ist und was fiktiv.
    Die beiden Aufträge überschneiden sich und Corso empfindet seine Rolle bald als marionettenähnlich in einem undurchsichtigen Spiel voller Intrigen.

    Eigentlich wäre der Plot recht spannend und phasenweise hat mich das Buch auch zu fesseln verstanden. Die ausschweifenden dazwischengeschobenen Schilderungen, sei es aus der Welt des Buchdrucks oder andere bibliophile Themen betreffend, haben mich in meinem Lesefluss jedoch etwas behindert.
    Es gibt sicher interessierte Leser die gerade diese Passagen an dem Buch sehr schätzen, hierzu gehöre ich nicht.
    Dennoch habe ich nicht aufgegeben. Der Schluss war für mich dann doch überraschend und lässt mich mit einigen offenen Fragen zurück.
    Insgesamt ein phasenweise durchaus spannendes Leseerlebnis voller Mystik, ein bisschen Erotik, ein bisschen Schaudern und das alles vor der Ahnung, dass irgendwie der Teufel seine Finger mit im Spiel hat , oder?

  13. Cover des Buches Die Weltengang-Maschine (ISBN: 9783752822175)
    Mikael Lundt

    Die Weltengang-Maschine

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Kim-Chantal

    Ich hatte das ganze als Hörbuch und muss sagen, dass das auch der Grund war wieso ich es bis zum Ende geschafft habe.

    Die Geschichte geht durch Raum und Zeit und wird zum Schluss immer skurriler und wie ich fande immer verwirrender oder eher irre. Für alle Fans einer solchen Handlung ist das Buch definitiv ein Hauptgewinn, mich hat es jedoch nicht überzeugt, aber gerne gebe ich an alle eine Empfehlung zum selber herausfinden.

  14. Cover des Buches Das Evangelium nach Satan (ISBN: 9783442371259)
    Patrick Graham

    Das Evangelium nach Satan

     (147)
    Aktuelle Rezension von: LadyMay
    Im „Evangelium nach Satan“ geht es um Maria Parks, die FBI-Ermittlerin ist und nach einem Verkehrsunfall spezielle Fähigkeiten hat, die ihr erlauben sich durch Visionen in die Opfer zu versetzen. Sie wird zu einem Vermisstenfall hinzugezogen und so auch in Machenschaften der Kirche und ihrer Gegenspieler gezogen. Der Thriller ist meiner Meinung nach sehr speziell. Nicht nur das er sehr brutal und vulgär ist, es wiederholen sich oft Szenen und Ereignisse, wodurch sich die über 600 Seiten doch sehr ziehen. Alles in allem konnte mich die relativ gute Grundstory nicht über den eigenwilligen Schreibstil hinwegtrösten.
  15. Cover des Buches Die Elixiere des Teufels (ISBN: 9783150140734)
    E. T. A. Hoffmann

    Die Elixiere des Teufels

     (146)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Die Lektüre des Buches habe ich sehr euphorisch begonnen. Mit dem Schreibstil kam ich auch gut zurecht, jedoch wurde die Handlung im zweiten Teil zunehmend verwirrend. Medardus, die Hauptfigur, unter teuflischen Einfluss eines Elixiers stehend, verliert zusehends die Kontrolle über sein Leben und schwankt zwischen Phasen des Wahnsinns und der Reue hin und her. Als schwierig empfinde ich es auch, dass verschiedene Personen in den einzelnen Handlungssträngen immer wieder gleiche Namen tragen. Dies führt dazu, dass man im Lesen innehalten muss, um für sich zu klären, wem welche Handlung nun zu zurechnen ist. Auch beschlich mich ab und zu die Vermutung, wichtige Details völlig überlesen zu haben. Mit anderen Worten, die anfängliche Euphorie hat bei mir nicht bis zum Ende angehalten. 

     

  16. Cover des Buches Dunkle Herzen (ISBN: 9783453124363)
    Nora Roberts

    Dunkle Herzen

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Frau-Aragorn
    Bei jedem Nora Roberts Roman ist jegliche Kritik immer Jammern auf hohem Niveau.  
    Auch in diesem Roman muss ich ihr Gespür für Timing und Protagonistenentwicklung bewundern. Sie versteht es, der Geschichte viel Zeit zu geben, ohne in Langatmigkeit zu verfallen. 
    Allerdings fand ich das Ende plötzlich untypischerweise viel zu gehetzt und dadurch mehr als unrealistisch.  Zwanzig Seiten mehr hätten dem Buch und der Geschichte mehr als gut getan. 
  17. Cover des Buches Die Hitzkammer (ISBN: 9783426195949)
    Wolf Serno

    Die Hitzkammer

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee
    Kirchrode im Harz im 16. Jahrhundert: Als eine Tote, der die Initialen F. S. in die Stirn geritzt sind, gefunden wird, wird die junge Kräuterhändlerin Freyja Säckler der Hexerei angeklagt. Der Alchimist Lapidius, der zur Folter hinzugerufen wird, stellt fest, dass die Frau an der Syphilis, auch „Franzosenkrankheit“ genannt, leidet. Lapidius erwirkt eine Vertagung der Verhandlung, um Freyja für 20 Tage der Kur in einer Hitzkammer zu unterziehen. Nebenbei gibt ihm das die Möglichkeit, die wahren Mörder zu finden.

    Bereits im Prolog erfährt man etwas über die Mörder in der Handlung: es sind die „Söhne Satans“. Zusammen mit der Frau, die als Hexe bezichtigt wird, haben wir in diesem historischen Krimi von Wolf Serno wieder einmal eine Variation eines mir aus vielen Romanen bekannten Themas.
    Das einzig Neue, was mir in der „Hitzkammer“ begegnete, war die Behandlung der Syphilis, die zur damaligen Zeit neu auftrat und seuchenartig um sich griff. Aber auch hier gibt es viele Wiederholungen.

    Die alchimistische Tätigkeit des Protagonisten Lapidius wird immer wieder angeschnitten, rückt aber in den Hintergrund, als er mehr und mehr ermittelt.

    Was mich bei der „Hitzkammer“ ein wenig wurmte, war der Mangel an starken, oder zumindest interessanten Frauencharakteren. Freyja liegt meistens schlafend in der Kammer und trägt kaum zur Lösung des Falls bei. Ich hatte da andere Erwartungen. Marthe, die Magd und Köchin des Protagonisten, war zwar amüsant, muss zuletzt aber von Laipidius gerettet werden. Und das war es auch beinahe schon.

    Bis hin zum kitschigen Ende bot mir „Die Hitzkammer“ zwar solide Unterhaltung, aber ansonsten nicht viel Neues.
  18. Cover des Buches Der Sünde Sold (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 1) (ISBN: 9783548613574)
    Inge Löhnig

    Der Sünde Sold (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 1)

     (309)
    Aktuelle Rezension von: Erwin-Reader

    Wieder einmal hat Inge Löhnig eine tolle Detektivgeschichte (Who dune it?) zu Kommissar Dühnfort und seinem Team erstellt. Man fiebert regelrecht mit den Beamten mit und erlebt das Auf und Ab der Tätersuche in einem sehr realistischen Umfeld. Ich finde hier ist auch der Plot sehr gelungen.

  19. Cover des Buches Ein dunkler Wille (ISBN: 9783407811332)
    Kenneth Oppel

    Ein dunkler Wille

     (27)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Der zweite Band der Frankenstein Dilogie schließt sich nahezu nahtlos an Band eins an. Victor ist untröstlich und er ist sehr verzweifelt über den Tod seines Bruders. Voller Überzeugung will er ihn zurück holen, aber nicht durch die Alchemie, sie hat ihn zu sehr enttäuscht. Doch er findet einen Weg ins Reich der Toten und trotz aller Warnungen und auch Bedenken seiner Angebeteten Elizabeth und seines besten Freundes Henry, will er wieder Mal alles dran setzen seinen Kopf durchzusetzen. 

    Tatsächlich findet durch den Tod Konrads eine Realistisch beschriebene Charakterentwicklung der Figuren statt. Jedoch entwickelt sie sich bei Victor in eine beängstigende, gar verrückte Richtung. Bereits im ersten Teil war er egoistisch, egozentrisch und stellenweise mehr als überheblich. Anfangs war er dies in Band zwei eher nicht, doch im Verlaufe des Buches ging er mir wirklich gehörig auf den Nerv mit seinem immer mehr entwickelnden Größenwahn... Sein Denken und Handeln wird mehr oder weniger nachvollziehbar, zumindest, wenn man ans Ende der Story stößt, manchmal fand ich es jedoch etwas zu radikal und zu schnell schwankend.

    Die Geschichte an sich war für mich ganz in Ordnung, wobei ich sie doch etwas zu langatmig fand. Man hätte durchaus ein paar Kapitel weglassen oder gar kurzen können. Ich konnte leider schon viel vorausahnen, was mir in diesem Band gar nicht gefallen hat, dadurch wurde mir die Spannung etwas genommen.

    Dennoch war der Schreibstil angenehm und diesmal gab es tatsächlich einen gruseligen Mysteryfaktor, welchen ich bei Frankenstein generell auch erwarte. Anstelle von Alchemie ist nun Okkultismus getreten und es war spannend einmal in die Welt hineinzutauchen.

  20. Cover des Buches Der Magier (ISBN: 9783257067521)
    Fernando Gomes de Morais

    Der Magier

     (48)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Bis zu einem gewissen Punkt mag ich die Art und Weise wie die Biographie aufgebaut und verfasst wurde, aber sie hat einen pathetischen Charakter, der mir nicht zusagt. Coelhos Jugendjahre sind interessant, verworren und teils voller Zufälle. Für mich wurde es ab dem einsetzenden Erfolg uninteressant, abgesehen von der Bildung von zwischenmenschlichen Beziehungen, denn da hat Coelho so eine Art und auch der Umgang mit Kritik gefällt mir. Das Buch hat an sich gut begonnen, bekommt aber ein schales, abgeschmacktes Ende, schade.
  21. Cover des Buches Die Toten von Moonlight Bay (ISBN: 9789963724734)
    Alex Winter

    Die Toten von Moonlight Bay

     (18)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    In den letzten fünf Jahren gab es in Moonlight Bay zwei unklare Todesfälle und zwei verschwundene Mädchen, zudem treibt sich ein Geist in der Nähe des Leuchtturms herum. Auf Grund des letzten Todesfalls wird Daryl Simmons nach Moonlight Bay geschickt, wo er undercover ermitteln soll.

    Der zweite Teil der Daryl-Simmons-Reihe führt an die australische Küste. Wie schon im Vorgängerroman fängt Alex Winter die Stimmung der Landschaft und der Bevölkerung sehr gut ein. Ich fühle mich in seinen Büchern, als sei ich selbst dort, ich kann die Gegend und die Menschen regelrecht vor mir sehen, ich gehe mit Daryl fischen, erforsche mit ihm eine Höhle und lerne mit ihm die Bevölkerung kennen.

    Sehr gut hat Alex Winter mir vor allem Daryls Gefühle nahe gebracht. Besonders eingängig finde ich, wie seine Klaustrophobie beschrieben wird und seine Versuche dagegen anzukämpfen. Daryl, der als Weißer in einen Aborigine-Stamm aufgenommen wurde, kommen immer wieder seine Fähigkeiten, die er der Ausbildung durch seinen Mentor bei den Eingeborenen verdankt, zu Gute. Seine Ermittlungen sind daher besonders, wenn auch nicht immer ganz auf dem Boden der Legalität. Da seine Ergebnisse letztlich für sich sprechen, wird er von seinem Vorgesetzten jedoch immer wieder eingesetzt und zwar in der Regel undercover. So sind mittlerweile bereits sechs Romane in der Reihe erschienen.

    Der Fall ist interessant und bietet Möglichkeiten mit zu rätseln, wobei es nicht nur um das „Wer“ und das „Warum“, sondern auch um das „Wie“ geht. Die Auflösung finde ich gut nachvollziehbar.

    Mir hat der Roman einige vergnügliche und interessante Lesestunden beschert und ich empfehle ihn gerne weiter, nicht nur, aber besonders jenen, die sich während einer Lektüre auch gerne mit Land und Leuten auseinandersetzen. Besonders gut hat mir als altem Arthur-Upfield-Fan in diesem Band übrigens die Hommage auf dessen Kommissar Bony gefallen, zumal Daryl für mich ein moderner Bony ist.

  22. Cover des Buches Blutiges Frühjahr (ISBN: 9783865520975)
    Greg F. Gifune

    Blutiges Frühjahr

     (33)
    Aktuelle Rezension von: PeWa
    Schon von klein auf kennen sich Alan, Rick, Donald und Bernhard und sind durch dick und dünn gegangen. Umso geschockter sind die Freunde nach Bernhards Selbstmord und die Kindheit kommt wieder hoch. Sie finden in seinen Sachen nicht nur eine Ankündigung auf ein blutiges Frühjahr, sondern nach und nach immer mehr Hinweise, dass Bernhard angeblich Ritualmorde durchgeführt haben soll. Dabei soll er Frauen nicht nur vergewaltigt, sondern auch zu Tode gequält haben. Als dann tatsächlich verstümmelte Frauenleichen auftauchen, reißt es vor allem Alan quasi den Boden unter den Füßen weg.
    Seine Freunde dachten, Bernhard in- und auswendig zu kennen. Aber wie gut man seine Freunde manchmal eben nicht kennt wird sich noch herausstellen, schließlich erwartet uns ein blutiges Frühjahr...

    Der Thriller von Greg F. Gifune sticht sofort durch den besonderen Schreibstil hervor. Liest man nur den Klappentext meint man ein typisches Buch dieser Art in den Händen zu halten. Aber weit gefehlt! Das Buch ist kaum spannungsgeladen und rasant und trotzdem möchte man es nicht mehr aus der Hand legen.
    Der Autor schafft es eine melancholische und düstere Stimmung zu schaffen. Man neigt selbst mit Alan zusammen während des Lesens in eine Art Depression zu fallen und möchte mit ihm Bernhards grausame Taten aufdecken.
    Die Nerven sind permanent zum zerreißen gespannt, obwohl die Geschichte selbst gar nicht so spannungsgeladen ist und ihre Höhen und Tiefen hat. Man merkt als Leser überhaupt nicht wie man nach und nach immer tiefer in den Sog der Geschehnisse gerissen wird und kann irgendwann einfach nicht mehr aufhören weiterzulesen und dass trotz der ganzen Kälte die einem hochkriecht.

    Der Aufbau des Thrillers ist passend zum Buchtitel. Die Geschichte ist nämlich in Jahreszeiten aufgeteilt und so wird auch das Geheimnis nach und nach aufgedeckt.
    Das Buch ist trotz Horror und Dunkelheit, die man während des Lesens spürt auch für zartbesaitete Leser geeignet. Der Roman ist nämlich relativ unblutig und wird erst im letzten Teil eklig.

    Ansonsten ist der Schreibstil des Autors melancholisch und das Puzzle, das sich nach und nach zusammensetzt wirkt schlüssig und gut durchdacht. Auch die Charaktere sind wundervoll gezeichnet. Man leidet und fiebert als Leser regelrecht mit Alan mit und möchte ihm helfen, die Geschichte möglichst schnell aufzuklären und zuende zu bringen.

    Ich selbst habe das Buch an heißen Sommertagen gelesen und musste doch frösteln, weil ich einfach eine Gänsehaut von der Stimmung in dieser Geschichte bekam. Ich habe die Geschichte und die ganze Atmosphäre von der ersten bis zur letzten Seite genossen und kann nur mein absolutes Kompliment an den genialen Autor aussprechen. Man meint als Thrillerliebhaber schon alles zu kennen und wird vom "Blutigen Frühjahr" völlig überrascht.
  23. Cover des Buches The Long Hard Road Out of Hell (ISBN: 9783854454076)
    Marilyn Manson

    The Long Hard Road Out of Hell

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Raven
    Die Biographie "The long hard road out of hell" von Marylin Manson hat einen Umfang von 376 Seiten und ist bei Hannibal Verlag erschienen.

    Das Buch ist als Hardcover- und Ebookausgabe erhältlich. Als Hardcover hat das Buch eine schöne Buchdeckelprägung und einen abnehmbaren Umschlag. Die Seiten sind schön robust. Es sind wenige Farbfotos und viele Schwarz-Weiß-Fotos und Illustrationen enthalten.

    Die Biographie von Marylin Manson beschreibt den Weg des braven Schuljungen bis zum Antichristen.

    Das Buch geht von der Kindheit bis zu den Anfängen, wo Mansons Karriere begann und das Album Portrait of an american family und Antichrist Superstar vertont wurden. Ein sehr prägendes Erlebnis und Trauma von Manson ist sein Opa, der heimlich Zoophiliematerial im Keller versteckt und seine perversen Neigungen lebte, die Manson als Kind entdeckte. Ansonsten ist er liebevoll und sehr christlich erzogen worden. Die vielen Illustrationen und Fotos im Buch sind super, obwohl ich mir mehr Bilder in Farbe gewünscht hätte, bin ich trotzdem sehr angetan. Ein wenig enttäuschend find ich, dass man nicht wirklich viel über Marylin Mansons Emotionen und Hintergründe erfährt. Er ist im Buch und vor der Welt der absolute Rebell, der sich gegen die Kirche auflehnt, seine Fangirls ausnutzt und verarscht, Drogen- und Exzesse lebt und allen Perversionen nachgibt. Nebenbei ist er noch knallharter Geschäftsmann. Er hasst sich selbst und wird von Amerika gehasst. Die Ablehnung vieler bekommt er deutlich zu spüren. Er ist und lebt seine Kunst wie kein anderer. Das führt zu vielen Gerüchten und Lügen. Aber was macht das aus ihm? Er hat auch einige traumatische Erlebnisse hinter sich in denen er sich selbst hineinmanövriert hat und er weiß um Lügner und Verräter, aber leider fühl ich mich im Buch Manson nicht so nahe, wie ich es gerne wäre, da er eigentlich nur über das Chaos um sich herum spricht und sich so darstellt, wie die Welt ihn als Antichrist und künstlerische Perversion sehen soll. Aber der wahre Marylin Manson, den hab ich leider im Buch nicht erkannt.

    Fazit: Eine umfangreiche Biographie von der Kindheit bis zu den ersten großen Erfolgen Marylin Mansons. Viele Drogen und Exzesse, zu wenig Einblick in die wahre Seelenwelt des Antichristen. Dennoch einiges an Hintergrundwissen und schöne Fotos, sowie Illustrationen. Leseempfehlung!
  24. Cover des Buches Der Friedhof in Prag: Roman von Eco. Umberto (2011) Gebundene Ausgabe (ISBN: B00FNATFNU)

    Der Friedhof in Prag: Roman von Eco. Umberto (2011) Gebundene Ausgabe

     (9)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Oberlehrerhaft, trockene Details, langatmige Ausschweifungen. Letztlich wohl ein sehr für den italienischen Markt zugeschnittenes Werk, da hier vor allem die Einigung Italiens pünktlich zum 150. Jahrestag behandelt wird. Garniert mit antisemitischen Tiraden, die auch irgendwann ermüden. Keine Empfehlung.                            

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