Bücher mit dem Tag "russische literatur"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "russische literatur" gekennzeichnet haben.

256 Bücher

  1. Cover des Buches Metro 2033 (ISBN: 9783453529687)
    Dmitry Glukhovsky

    Metro 2033

     (609)
    Aktuelle Rezension von: Entenkrach

    Aufgrund der guten Bewertung und weil mich Postapokalypse interessieren hatte ich mich sehr auf das Buch gefreut. Leider war es so gar nicht mein Fall. Nach etwas mehr wie 100 Seiten habe ich es genervt weggelegt.

    Mit dem Schreibstil konnte ich absolut nicht warm werden. Da sitzt man am Lagerfeuer und es raschelt im Dunkeln und hat Angst was das wohl ist. Bei dem Geräusch erinnert sich aber der Protagonist an etwas und dann geht es Seitenweise um die Erinnerung. Klar man muss irgendwie erklären wie die Welt jetzt aussieht. Aber es hat mich sehr genervt dass man immer nur kurz in der Gegenwart war und es dann direkt wieder Seitenweise um irgendwelche Truppenaufstellungen oder Angriffe in der Vergangenheit ging.

    Schade. Hatte wirklich große Erwartungen.

  2. Cover des Buches Schuld und Sühne (ISBN: 9783866477650)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Schuld und Sühne

     (492)
    Aktuelle Rezension von: Anke_Kuehne

    Tolles Buch, ich bin nachhaltig beeindruckt!!! Dostojewski schrieb es vor über 150 Jahren und er ist moderner als viele Politiker heute… Sprachlich ist es sperrig und brillant. Außerdem war mir diese russische Epoche bislang unbekannt, ich habe viel gelernt.

  3. Cover des Buches Krieg und Frieden (ISBN: 9783446235755)
    Leo Tolstoi

    Krieg und Frieden

     (476)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    In diesem historischen Rahmen, der geprägt ist durch die Napoleonischen Kriege und den Russlandfeldzug Bonapartes, lässt er eine Vielzahl von Personen agieren. Im Mittelpunkt seiner Erzählung stehen die Familien Rostow, Besuchow und Bolkonski, deren Leben Schnittpunkte bei mehreren Generationen aufweist. In verschiedenen Handlungssträngen wird der Leser mit dem Leben und den Lebensumständen dieser Familien sowie mit ihren Ansichten zum Krieg und zu weltanschaulichen Themen vertraut gemacht. So hat Tolstoi nicht nur ein monumentales Epos sondern auch ein Sittenbild dieser Zeit geschaffen.

  4. Cover des Buches Wächter der Nacht (ISBN: 9783453316188)
    Sergej Lukianenko

    Wächter der Nacht

     (953)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Bereits länger bin ich um die Wächterreihe herumgeschlichen. Jetzt ergab sich endlich die Gelegenheit Wächter der Nacht zu lesen und ich muss sagen, ich bin begeistert.

    Dem Autor gelingt es gekonnt Vampire, Magier, Hexen, Zauberer, Tierwesen und vieles mehr in unserer realen Welt anzusiedeln. Hauptschauplatz ist in diesem Fall Moskau und der Fokus liegt auf der Nachtwache. Jene Lichten, wie sie genannt werden, sind dafür zuständig die Wesen der Nacht zu kontrollieren und ihr Verhalten wenn nötig im Zaum zu halten.

    Gleich zu beginn bekommt es der Hauptprotagonist Anton mit einer zunächst unscheinbaren Frau und einem Jungen zu tun. Beides mag auf den ersten Blick keinen Zusammenhang  besitzen, entwickelt sich jedoch im weiteren Verlauf der Geschichte zu einem immer wiederkehrenden Knoten, der vom Autor nur mit ganz leichten Unterbrechungen ausgeschmückt wird.

    Was man jedoch auch sagen muss ist, dass die Gedankengänge der Figuren oftmals sprunghaft von Statten gehen. Manchmal auch fürs Lesen schlicht zu schnell und so dauert es doch auch, bis man hinter die eigentlichen Beweggründe der Wächter der Nacht und ihrem Chef kommt. Zeitgleich verleitet es genau darum beständig weiterzulesen, da man auf viele offene Fragen eine Antwort erhalten will und sie nach und nach präsentiert bekommt.


    Fazit: In diesem Buch tummeln sich die verschiedensten Wesen angefangen beim klassischen Vampir bishin zur Hexe. Man findet recht schnell seine Lieblinge und ist gespannt darauf, wie es im Storyverlauf weitergeht.

  5. Cover des Buches Anna Karenina (ISBN: 9783730609828)
    Leo Tolstoi

    Anna Karenina

     (1.062)
    Aktuelle Rezension von: Rhea_Ross

    Anna Karenina - Leo Tolstoi

    ______________________________________________________________________________

    „Anna Karenina ist neben Effi Briest und Madame Bovary die wohl berühmteste Ehebrecherin der Weltliteratur. Glücklos mit einem hohen Beamten verheiratet, verfällt die bezaubernde, kluge und sanftmütige Anna dem jungen Offizier Graf Wronski in unwiderstehlicher Liebe. Eine leidenschaftliche Affäre, die sie weder vor ihrem Mann noch vor der Gesellschaft verheimlicht, nimmt ihren Lauf. Anna Karenina ist bereit, dieser Liebe alles zu opfern…“

    ___________________________________________________________________________


    Meiner Meinung nach gibt der Klappentext eine irreführende Auskunft über die Handlung, da er impliziert im Buch ginge es nur um Annas Affäre. Dem ist nicht so. Anhand von drei Familien wird ein Einblick in die adlige russische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts ermöglicht. 

    Anna Karenina ist ein Buch, das viel Zeit in Anspruch nimmt und völlige Konzentration erfordert. Denn erst wenn man sich auf die Figuren und deren Welt einlässt, kann man den einzigartigen Charme spüren und ein Abenteuer erleben, welches sehr viele Themen anschneidet, unter anderem die Ehe, die Liebe, die Religion, den Krieg und generell Fragen über die Menschheit und das Leben an sich. Es ist ein Buch, welches zum Nachdenken anregt. Und obwohl sich die damalige Gesellschaft von der heutigen etwas unterscheidet, sind diese Thematiken immer noch aktuell und beschäftigen uns weiterhin. 

    Es sind Sätze wie diese, die das Leseerlebnis so einzigartig und unvergesslich machen:


    „Warum ich fahre? […] Das wissen Sie. Ich fahre, um da zu sein, wo Sie sind. Ich kann nicht anders.

    […]

    Er hatte genau das gesagt, wonach ihre Seele verlangte hatte, wovor aber ihre Vernunft bange gewesen war. Sie antwortete nichts, und er sah auf ihrem Gesicht ihren innerlichen Kampf.“

    Und obwohl das Buch Anna Karenina heißt und ihre Geschichte sehr spannend ist, ist mein Lieblingscharakter Ljewin. Ohne zu spoilern sage ich nur so viel: Ljewin ist ein Mann, den sich jede Frau wünschen kann. Er ist jemand, der alles richtig macht und am Ende dafür belohnt wird. 

    Tolstoi beschreibt seine Charaktere sehr detailliert und schildert in einer Jagdszene sogar die Perspektive eines Jagdhundes, was sehr unerwartet kam aber so unterhaltsam war, dass ein Schmunzeln nicht unterdrückt werden konnte. 

    Da das Buch so lang ist, verbringt der Leser bzw. die Leserin viel Zeit mit diesen Charakteren und lebt eine Weile mit ihnen. Sehr viele Weisheiten und wunderschöne Zitate stecken in diesem Klassiker, den es sich auf jeden Fall zu lesen lohnt.


    Zum Abschluss möchte ich ein weiteres Zitat mit euch teilen. Die vielen anderen lasse ich euch selber suchen in diesem Meisterwerk. 


    S. 640

    „[…] Denn wenn du nur deshalb arbeitest und lernst, um eine Belohnung zu erhalten, dann wird dir die Arbeit schwer vorkommen, wenn du aber arbeitest […] aus Liebe zur Arbeit, so wirst du in der Arbeit selbst deinen Lohn finden.“


  6. Cover des Buches Der Schneesturm (ISBN: 9783462046823)
    Vladimir Sorokin

    Der Schneesturm

     (70)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    [..Gegen den Wind zu Felde ziehen! Alle Fährnisse überwinden, allen Wahnwitz und Widersinn. Nichts und niemanden fürchten, unbeirrt seinen Weg gehen, wie das Schicksal es will. Eisern, standhaft, geradeaus. Darin liegt der Sinn unseres Lebens...]

    V. Sorokin


    Der Landarzt Garin muss so schnell als möglich nach Dolgoje. Zu diesem Zweck heuert er den Kutscher Kosma an. Untewegs durch die russische Landschaft geraten die beiden in einen nicht endend wollenden Schneesturm. 

    Hat mir gut gefallen diese Erzählung, auch wenn ich nicht alle literarischen Verweisungen auf die grossen russischen Erzähler verstanden habe.

    Fast im Stile eines Gogols beschreibt Sorokin zuweilen seinen von 50 'perlhuhngrossen' Zwergpferdchen gezogenen Schlitten als 'Mobil'. Oder aber der Leser liest von lilafarbenen Riesendoggen.

    Ganz schön absurd und bizarr.

  7. Cover des Buches Meister und Margarita (ISBN: 9783423143011)
    Michail Bulgakow

    Meister und Margarita

     (426)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Grundsätzlich mag ich Bücher, in denen die Handlung nicht vorhersehbar ist, die mich vielmehr überraschen. Hier stellte sich für mich beim Lesen jedoch die Frage, ob das Maß überschritten wurde.

    Zu Beginn konnte ich die Handlung sehr gut nachvollziehen und die gesellschaftskritische Satire gut interpretieren. Später ging für mich die Handlung komplett ins Fiktionale über. Interessant fand ich die Einbindung des Erzählstrangs, der in Jerschalaim spielt.

    Hilfreich war im Nachhinein, das in meiner Ausgabe enthaltene Nachwort der Übersetzerin Alexandra Berlina. Vieles wurde dadurch verständlicher. Auch habe ich mich mit dem Leben bzw. den Lebensumständen Bulgakows beschäftigt, wodurch nochmals Einiges klarer wurde. Vor diesem Hintergrund finde ich den Roman wirklich bemerkenswert. Ein re-read ist nicht ausgeschlossen.

  8. Cover des Buches Der Idiot (ISBN: 9783596901869)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Der Idiot

     (279)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    [..Um Vollkommenheit zu erreichen, muss man erst vieles nicht begriffen haben! Begreifen wir zu schnell, so begreifen wir wahrscheinlich nicht gründlich...]

    Nach einem Sanatoriumsaufenthalt kehrt der kindlich-naive und an Epilepsie leidende Fürst Myschkin nach Rußland zurück. Sein demütiges und mitleidendes Wesen wirkt anziehend auf seine von Schmerz, Schuld und Bosheit geprägte Umgebung. Immer weiter verstrickt er sich in die Ränkespiele um die schöne Nastasja und seinen Rivalen Rogoschin.


    Über 900 Seiten, das war für mich schon so etwas wie eine Obergrenze. Ist man aber einmal drinn in der Geschichte und hat das mit den russischen Namen im Griff (als Hilfe gibt es im Buch einen Anhang 'who is who', - sehr nützlich wenn man ein par Tage nicht gelesen hat - , dann tut sich einem dieser Roman auf wie eine Blüte.

  9. Cover des Buches Das Phantom des Alexander Wolf (ISBN: 9783423143356)
    Gaito Gasdanow

    Das Phantom des Alexander Wolf

     (62)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Ein Gardist der weissen Armee im russischen Bürgerkrieg erschiesst in Notwehr einen Soldat der roten Armee. Über Jahre plagt ihn diese Tat und es liegt schwer auf seiner Seele. Als er eines Tages von dieser Begebenheit in einem Buch liest, erzählt aus der Sicht des vermeintlichen Opfers, macht er sich auf die Suche nach dem Autor.. Wundervolles Buch, kann ich nur empfehlen!

  10. Cover des Buches Lolita (ISBN: 9783644056312)
    Vladimir Nabokov

    Lolita

     (473)
    Aktuelle Rezension von: butterflyinthesky
    Synopsis:
    Humbert Humbert - scholar, aesthete and romantic - has fallen completely and utterly in love with Lolita Haze, his landlady's gum-snapping, silky skinned twelve-year-old daughter. Reluctantly agreeing to marry Mrs Haze just to be close to Lolita, Humbert suffers greatly in the pursuit of romance; but when Lo herself starts looking for attention elsewhere, he will carry her off on a desperate cross-country misadventure, all in the name of Love. Hilarious, flamboyant, heart-breaking and full of ingenious word play, Lolita is an immaculate, unforgettable masterpiece of obsession, delusion and lust.

    My thoughts and opinion:
    I was so excited to finally read this book. I've heard os much about it and wanted to see if it lived up to its standards. Aaaaaand ... I didn't like it. At all. I felt so uncomfortable reading this and probably won't pick it up again. (But then again, a lot of people love it so read it yourself to see whether you like or not :) )
  11. Cover des Buches Solaris (ISBN: 9783518461310)
    Stanislaw Lem

    Solaris

     (302)
    Aktuelle Rezension von: Goldilocks

    Dieses Buch ist, wie der Titel der Rezension es auch sagt, etwas ganz anderes als ich normalerweise lese. Ich habe es in irgendeinem altem, verstaubtem Regal meiner Verwandten ausgegraben und wäre wahrscheinlich auch gar nicht neugierig geworden wenn es nicht vom Weltraum handeln würde. Denn Exoplaneten und Raumfahrten mag ich einfach sehr gerne. Dieses Buch sollte also einer meiner ersten Sci-Fi Romane werden (wenn man von Star Wars Fan-Fiction absieht).

    Tatsächlich ist dieses Buch 1961 erschienen, was man auch an der Sprache des Autors merkt. Die Idee für die Geschichte war mir selbst in ähnlicher Form, davor noch nie untergekommen. Es handelt von einem Planeten namens Solaris auf dem physikalische Gesetze anders funktionieren als man gewohnt ist. Die Menschen versuchen schon seit über einem Jahrhundert den Ozean der den ganzen Planeten bedeckt zu erforschen. Als der Wissenschaftler Kelvin auf der Raumstation eintrifft ist er noch nicht bereit für all das, was ihm wieder fahren wird.

    Am Anfang und auch während der Geschichte hatte ich keine Ahnung wie sie enden würde. Alles war möglich. Genauso wie auf Solaris alles möglich ist. Aber ich muss sagen, dass Ende hat mir gefallen. Ich fand es sehr passend und ein guter Abschluss.

    Insgesamt weiß ich nicht wirklich was ich von dem Buch halten soll. Es war verstörend, ein Bisschen spannend aber nicht direkt fesselnd. Insgesamt weiß ich nicht wirklich was ich von dem Buch halten soll. Es war verstörend, ein Bisschen spannend aber nicht direkt fesselnd. Man musste es nicht sofort weiterlesen aber Abschnitt für Abschnitt wollte man es dann doch beenden. Es passieren merkwürdige Dinge im Lauf der Geschichte und irgendwie hat es mich auch ein Bisschen an Schulliteratur erinnert. Teilweise war es auch anstrengend zu lesen da viel sehr genau beschrieben oder spekuliert wurde ohne die Handlung wirklich voran zu treiben. Ganz komische Mischung.

    Es war definitiv nicht schlecht. Nur irgendwie ist es sehr schwer zu beschreiben. Die Charaktere waren gut, manchmal gruselig, man wusste nicht was sie tuen werden, zum Teil nicht mal was sie empfinden. Mit der Solaris hat Stanislaw Lem wirklich eine Bühne geschaffen auf der alles möglich war. Auf einem fremden Planeten gibt es keine Gesetze und Regeln und das hat er ausgenutzt.

    Allem in allem gebe ich dem Buch vier von fünf Sternen. Das Buch steht ein Bisschen für sich, es gibt keinen Vergleich, deshalb fällt es mir schwer zu sagen wie viele Sterne es verdient hat. Drei oder fünf würden meiner Meinung nach genauso gut passen. Es nimmt einen mit auf eine ein Bisschen verstörende Reise die einen zum nachdenken bewegt.

  12. Cover des Buches Auferstehung (ISBN: 9783423146555)
    Leo N. Tolstoi

    Auferstehung

     (17)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Die Geschichte des Fürsten  Nechliudow der als Geschworener in einem Prozess die Angeklagte Prostituierte Maslowa als seine Jugendliebe Katjuscha wiedererkennt. Katjuscha wird fälschlicherweise schuldig des Giftmordes an einem Ihrer Kunden gesprochen. Nechliudow fühlt sich mitschuldig an Ihrem Niedergang und reist Ihr nach bis nach Sibirien, fortwärend gegen die Justiz ankämpfend.


    Tolstoi schildert in diesem Roman eindrücklich die Auswüchse der Justiz und dessen willkürlichen Aparat. Er plädiert an die Menschenliebe, an den Glauben zu Gott.

    Empfehlenswerte Lektüre

  13. Cover des Buches Wächter des Tages (ISBN: 9783453316195)
    Sergej Lukianenko

    Wächter des Tages

     (512)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Wie bereits beim ersten Band, unterteilt sich dieses Buch in drei einzelne Geschichten, die jedoch spätestens in der dritten wieder miteinander verknüpft werden. Auch Inhalte des ersten Buches werden neu beleuchtet, weshalb ein Quereinstieg in diese komplexe Geschichte aus Intrigen und strategischen, das Schicksal beeinflussenden Handlungen nicht empfehlenswert ist.

    Dieses Buch beschäftigt sich vermehrt mit den Dunklen. Magier, Hexen, Tierwesen und Vampire, die in der Tagwache ihren Dienst ableisten und das Gegengewicht zu den Lichten Wesen der Nachtwache bilden. Ein Gleichgewicht, das durch geschickte Schachzüge beider Seiten aus den Fugen zu geraten droht und nur von der regulativ eingreifenden Inquisition und der zwischenweltlichen Existenzebene des Zwielichtes wieder ins Lot gebracht werden kann. Spannend, intrigant, um Ecken gedacht, manchmal verwirrend und letztlich doch wieder schlüssig. Eine klasse Fortsetzung des ersten Teils und ebenso empfehlenswert.

  14. Cover des Buches Kukolka (ISBN: 9783746635392)
    Lana Lux

    Kukolka

     (159)
    Aktuelle Rezension von: EinfachJo

    „Kukolka“ von Lana Lux habe ich als selbst gekauftes Buch gelesen.

    Der Schreibstil ist ungeschönt, schonungslos und direkt, was für mich zum rauen sowie teils gewaltvollen Inhalt passt. Samiras gewaltgeprägte Kindheitsgeschichte wird aus ihrer kindlichen Perspektive erzählt, wodurch die Geschichte zum einen realistisch und nah auf mich wirkte, zum anderen bildete sie ein Gegengewicht zum grausamen Inhaltsanteil.

    Bereits der Einstig hatte es in sich, da es schon hier keine Liebe oder Sicherheit für Samira gab und ich ahnen konnte, dass es nicht besser wird, obwohl ich es sehr hoffte.

    Einiges beschrieb Samira kindlich verklärt, jedoch sind die grauenhaften Umstände für den Lesenden sofort erkennbar. Dieser starke Kontrast zwischen der kindlichen Wahrnehmung und die des Lesenden trug neben dem mitreißenden Inhalt für mich dazu bei, dass ich das Buch in wenigen Tagen durchgelesen hatte. Es war schmerzvoll mitzuerleben, wie Samira Luftschlösser baute, in denen sie von einer besseren Zukunft träumte, an die sie fest glaubte, die aber brutal zum Platzen gebracht wurden.

    Samiras Gedanken- sowie Gefühlswelt empfand ich als sehr authentisch und ich habe sie unmittelbar ins Herz geschlossen, wobei ihre Erlebnisse viele unterschiedliche Gefühle in mir hervorgebracht haben: Mitgefühl für ihren Wunsch nach einer Familie, Traurigkeit bei ihren Verlusten, Wut über ihre Ausbeutung und Bewunderung für ihren starken Überlebenswillen.

    Dieser Roman ist das absolute Gegenteil eines Wohlfühlromans, denn er tut weh, er erschreckt, er ist verstörend, er beinhaltet (sexuelle) Gewalt, Verstümmelung, Abtreibung und Tod, für die ich mir eine Triggerwarnung gewünscht hätte. Dennoch ist dieses Buch meiner Meinung nach wichtig und sehr lesenswert, es rückt Menschen mit ähnlichen oder schlimmeren Erfahrungen ins Licht, die oft nicht gesehen werden, da ihre Erlebnisse unerträglich scheinen und gemieden werden. Wer sich für diese Thematik interessiert und sich die Auseinandersetzung damit psychisch zutraut, dem lege ich dieses Buch sehr ans Herz. Mich hat es unfassbar bewegt!

  15. Cover des Buches Dshamilja (ISBN: 9783293005181)
    Tschingis Aitmatow

    Dshamilja

     (281)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Sehr gern bin ich dem Autor in die kirgisische Steppe gefolgt. Zu Beginn werden die Lebensumstände der Menschen zur damaligen Zeit beschrieben. Manches wirkt ziemlich fremdartig, da alte Traditionen eine wichtige Rolle im Zusammenleben der Menschen spielen. Doch die Zeiten ändern sich. Die Handlung spielt in der Zeit des 2. Weltkrieges und die Menschen stehen neuen Herausforderungen gegenüber. Die Menschen passen ihre Lebensweise dem an und insbesondere die jüngere Generation geht neue Wege.   

    Das Buch löst mit seinen wunderschönen Beschreibungen einen besonderen Zauber aus und um zu begeistern, braucht es nicht mehr Seiten. 


  16. Cover des Buches Picknick am Wegesrand (ISBN: 9783518371701)
    Arkadi und Boris Strugatzki

    Picknick am Wegesrand

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur vollständigen Besprechung geht's hier:

    https://www.podbean.com/media/share/pb-y9jaw-101ceec

     Vorsicht Spoiler!

  17. Cover des Buches Jewgeni Onegin (ISBN: 9783458342243)
    Alexander Puschkin

    Jewgeni Onegin

     (41)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Die Sanfte (ISBN: 9783866475014)
    Fjodor M. Dostojewski

    Die Sanfte

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks

    Inhalt (LB): „ In einem inneren Monolog lässt er den Witwer sein Leben überdenken: An Leid und Gram und Schuld zerbrochen, ist er ebenso sehr Opfer wie Täter. Ein ergreifendes Stück Weltliteratur über Verletzlichkeit und Rachsucht, über späte Reue und die schmerzliche Plötzlichkeit der Liebe.“

    Meinung: Die Geschichte fängt zwar etwas diffus an, aber dennoch bin ich gut hineingekommen. Gerade das etwas Verwirrte passt ja auch zur Handlung/Person. Der Protagonist ist mir nicht sonderlich sympathisch und richtig schlau wurde ich aus ihm auch irgendwie nicht, aber es war sehr spannend, seinen Ausführungen hier zu folgen. Die Ehe ist für mich sehr seltsam und ganz durchgestiegen bin ich hier nicht, alles recht befremdlich und trübsinnig. Es ist keine fröhlich, aber durchaus interessante Geschichte, die einen interpretieren und nachdenken lässt.

  19. Cover des Buches Arme Leute (ISBN: 9783866479609)
    Fjodor M. Dostojewski

    Arme Leute

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Ich hatte bereits "Weisse Nächte" von Dostojewski gelesen, was mich sehr berührt hat. Nun wollte ich sein erstes Werk lesen und war gespannt, ob man seine Entwicklung rauslesen kann. Insbesondere hat mich das Thema Armsein interessiert, besonders in Russland im 19. Jahrhundert, 

    Warwara Alexejewna ist ein junges Mädchen, welches zusammen mit ihrer Verwandten in einer kleinen Wohnung im Armenviertel von St. Petersburg lebt. Ein wunderschönes und intelligentes Mädchen, jedoch von Schicksal gezeichnet. Sie ist nämlich eine Waise und arm. Sie schreibt fast täglich mit dem herzensguten Beamten Makar Alexejewitsch Briefe. Ihre Korrespondenz besteht hauptsächlich schriftlich. Sie erzählen sich gegenseitig, was sie alles erleben, wie es ihnen geht und in welcher Not, oder welche Freude sie gerade sind. Etwa ein Jahr lang erzählen sie von einander, bis Warwara eine Chance bekommt, aus ihrer Armut zu flüchten. So endet der Briefwechsel zwischen den beiden.

    Dostojewski kann wirklich sehr gefühlvoll schreiben, so dass man die Gefühle, insbesondere deren Verzweiflung, nachempfinden kann. Es ist knallharte Realität, wie es damals mit der Armut ausgesehen hat. Die Menschen kämpfen täglich um's Überleben und ackern sich zu Tode (im wahrsten Sinne des Wortes). Aus der Korrespondenz konnte man herauslesen, dass der Beamte Makar weit mehr für Warwara empfindet, als er zugeben möchte. Warwara hingegen hält ihn für einen herzensguten Menschen und so unterstützen sie sich gegenseitig, wo sie nur können. Die Vergangenheit von Warwara hat mich berührt und konnte ihren Schmerz und ihre Verzweiflung nachempfinden. Sehr trauriges Schicksal. Makar hat sehr vieles für sie getan, zu viel eigentlich. Doch wenn die Liebe im Spiel ist, ist es niemals genug. Daher konnte ich auch seine Taten nachvollziehen, obwohl er sich deswegen in Schulden getrieben hat. Ich war aber dennoch überrascht, wen Warware schliesslich geheiratet hat. Natürlich will man aus der Armut raus, aber geht es einem Menschen besser, wenn er sich ins nächste Verderben stürzt? In ihrem Fall, jemanden heiraten, obwohl man ihn gar nicht mag, nur nicht mehr arm sein zu müssen? Sie weiss ja nicht, wie er wirklich ist und was er ihr alles antun könnte. Makar's Verzweiflung war zum Greifen und Warwara's Traurigkeit ebenso. Allerdings ist Dostojewski nicht weiter auf die Personen eingegangen. Auch wenn ich die Charaktere mochte, so konnte ich sie nicht greifen. Er ging lediglich auf die Armut ein, liess aber das ganze drumherum aus (Politik, Religion, Sozial, Recht). Diese Ansichten hätten die Geschichte wahrscheinlich noch interessanter gemacht und auch tiefgründiger.

    Wer Dostojewski's Werke mag und sich für die russische Literatur im 19. Jahrhundert interessiert, ist dieses Werk empfehlenswert. Regt definitiv zum nachdenken an, obwohl eine gewisse Tiefe fehlte. Dennoch sehr interessant, wie die Menschen damals mit der Armut umgegangen sind.

  20. Cover des Buches Wächter des Zwielichts (ISBN: 9783453316201)
    Sergej Lukianenko

    Wächter des Zwielichts

     (425)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Zwielicht – das beschriebt die Welt am besten, in die der Autor seine Leserschaft verfrachtet. Alles wirkt leicht düster und beklemmend. Niemandem, egal wie freundlich, ist zu trauen. Ein permanentes Gefühl von zuschnappenden Fallen und boshaften Intrigen hat mich beim Lesen begleitet. Das Buch ist, wie gewohnt, in drei Teile aufgesplittet, deren einzelnen Geschichten am Ende brillant miteinander verwoben werden.

    Das, was Lukianenko hier abliefert, ist wie in den ersten beiden Büchern, ganz hohe Kunst. Keinesfalls fällt dieser Band gegenüber den ersten beiden ab, sondern setzt die Geschichte eindrucksvoll fort.

    Der Stil ist fesselnd und hat mich das Buch fast nicht aus der Hand legen lassen. Wer die Wächter-Reihe nicht kennt, sich einer urbanen Fantasygeschichte gegenüber aufgeschlossen zeigt und schon immer mal eine andere, düstere und zwielichtige Seite Russlands kennenlernen wollte, sollte hier unbedingt einen Blick riskieren. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

  21. Cover des Buches Der Tag des Opritschniks (ISBN: 9783462004106)
    Vladimir Sorokin

    Der Tag des Opritschniks

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Dajobama

    Der Tag des Opritschniks – Vladimir Sorokin

    Eine Dystopie des Russlandkritikers Sorokin, die bereits im Jahr 2006 erstmals veröffentlicht wurde. Die Romanvision handelt im Jahr 2027. Russland ist von einer Mauer umgeben, handelt nur noch mit China und lebt beinahe ausschließlich vom Gas- und Ölexport. Der Alleinherrscher, der „Gossudar“ herrscht über sein Volk, auch mithilfe der „Opritschniki“, seiner Gefolgsleute. Sorokin schildert in diesem Werk einen Tag eines der Opritschniki. Mord, Folter, Vergewaltigung, Orgien und diverse Ausschweifungen sind Alltag.

    Sowohl faszinierend als auch erschreckend und traurig ist die Tatsache, dass diese Schilderung Russlands tatsächlich recht realistisch erscheint. Ich denke, diese Vision wurde von der Realität leider bereits eingeholt.

    Gerade aufgrund der Aktualität und Brisanz dieses Themas fand ich den Roman wirklich spannend. Dennoch muss ich erwähnen, dass es keine Freude ist, diesen zu lesen. Tatsächlich fand ich ihn manchmal schwer zu ertragen. Die Opritschniki sind grausam und brutal, erbarmungs- und mitleidlos. Sie sehen Folter und Mord als Normalität, gar als Spaß an. Darüber hinaus gibt es keine einzige Figur, die etwas sympathischer wäre, oder der man näherkommen könnte. Niemanden, der dieses System in Frage stellt. Somit ist das eine sehr triste, aussichtslose Angelegenheit.

    Der Roman ist natürlich satirisch zu verstehen – trotzdem schwer verdaulich. All die teilweise grotesk überspitzten Situationen sorgen für ein flaues Gefühl im Magen. Es ist ein faszinierendes, geradezu verstörendes, auf jeden Fall unbequemes Werk, das Sorokin seinen Lesern da zumutet. Mir persönlich war es an vielen Stellen zu viel. Auch bin ich nicht gerade Fan satirischer Literatur. Trotzdem wird mir das sicherlich im Gedächtnis haften bleiben. Das ist nichts, was man so leicht wieder vergisst.

    Deshalb von mir 3 Sterne.

  22. Cover des Buches Arme Leute (ISBN: 9783458338468)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Arme Leute

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Mikki44

    Inhaltliche Geschmackssache, würde ich mal sagen. Das Buch ist in Form eines Briefwechsels zwischen dem älteren Dewuschkin und der jungen Warwara geschrieben - beide arm. Dostojewski beschreibt die monetäre Armut und schlechte gesellschaftlichen Zustände in St. Petersburg und zeitgleich den inneren Reichtum von Ausgegrenzten und Randgruppen. Es war schwer zu lesen, wie sich beide trotz eigener finanzieller Nöte immer wieder das Geld hin und her geschoben haben. Aber dieser Schreibstil in den Briefen, der war mir zu zuckersüß und gestelzt.

  23. Cover des Buches Herr und Knecht (ISBN: 9783866477162)
    Leo Tolstoi

    Herr und Knecht

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Meine erstes Buch von Tolstoi. Ich wollte unbedingt den Schriftsteller kennenlernen, hab jedoch etwas Bammel, da seine Werke doch anspruchsvoll sein sollen. Deswegen bin ich auf diesen Klassiker gestossen und war gespannt, ob der Autor mich abholen konnte.

    Der reiche Kaufmann Wassili Andrejitsch Brechunow möchte ein weiteres gutes Geschäft abschliessen und macht sich zusammen mit seinem Knecht Nikita und dessen Schlitten und Pferd auf dem Weg. Allerdings droht bald ein schlimmer Schneesturm, aber er ignoriert es, da noch andere Interessenten das Waldstück abkaufen wollen. Schon bald verirren sie sich und landen in ein Dorf, von wo aus sie nicht mehr weit haben bis zum Zielort. Brechunow lehnt jedoch die Einladungen ab, im Dorf zu übernachten und fährt trotz den Warnungen wieder weiter. Sie verirren sich wieder, doch diesmal scheint keine Rettung zu kommen. Sie sind nun auf sich alleine gestellt und müssen sich selber retten.

    Beide Charaktere können unterschiedlicher nicht sein, dennoch achteten sie auf einander, irgendwie. Zu Beginn spürte man, dass der Kaufmann vom höheren Stande kommt als sein Knecht, der eigentlich ein Bauer ist. Die Schwächen der beiden wird zuerst aufgeführt: der Kaufmann denkt nur an den Profit und das Geschäft, während Nikita noch seine Dämonen bekämpft. Brechunow ist leicht egoistisch und arrogant, während Nikita ein sehr freundlicher und zuvorkommener Mensch ist. Als sie sich im Schnee verirrten fühlte man deren Verzweiflung und der Kaufmann tat zuerst etwas selbstloses. Jedoch kamen sie wieder zueinander und diesmal, da es anscheinend keinen Ausweg mehr gibt, existierte der unterschiedliche Stand nicht mehr und Brechunow scheint verstanden zu haben, was im Leben eigentlich am wichtigsten ist. 

    Auch wenn es eine Kurgeschichte ist, so hatte es dennoch eine Tiefe und ich fühlte mit den Charakteren mit. Tolstoi hat in diesen 80 Seiten gezeigt, was es bedeutet ein Mensch zu sein. Egal, von welchem Stand man kommt. Seinen Schreibstiel empfand ich nicht als leicht, aber auch nicht als schwer oder schleppend. Für mich hat es ganz gut gepasst und ich hatte die Geschichte innert kurzer Zeit weggelesen. Deswegen ist dieses Buch perfekt, um den Autor Tolstoi kennenzulernen. Ein Klassiker, den man sicherlich mal gelesen haben muss.

    Eine kleine Anmerkung noch: ich habe vor ein paar Monaten "Der Schneesturm" von Vladimir Sorokin gelesen. Es hat viele Ähnlichkeiten mit "Herr und Knecht". Wer dieses Buch gelesen hat, dürfte ganz gut mit diesem hier klar kommen. Nur, dass diese Geschichte von Tolstoi Gänsehaut bereitet, während das andere eher obskur ist.

  24. Cover des Buches Der Spieler (ISBN: 9783746638768)
    Fjodor M. Dostojewski

    Der Spieler

     (277)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Das Werk hat mir ausgesprochen gut gefallen, insbesondere durch die Veränderung der Atmosphäre im Verlauf der Handlung. Zu Beginn des Buches ist Alexej als dienstbarer Hauslehrer bei einer russischen Familie angestellt, die sich in einem Hotel einer deutschen Kurstadt aufhält. Im Laufe der Handlung entwickelt er sich durch die Ereignisse zu einem leichtfertigen Spieler. Spielsucht ist nun eigentlich kein erstrebenswertes Lebensziel. Aber war Alexej´s Leben im Dienst der russischen Großfamilie, die in prekären finanziellen Verhältnissen lebt, wirklich dem Leben als Spieler vorzuziehen? Denn dort war er den Launen und Intrigen der einzelnen Familienmitglieder und deren Bekannten ausgesetzt und auch im Ungewissen hinsichtlich seiner Zukunft. Als Spieler lebt er ohne wirkliche Lebensziele, vertraut einzig auf sein Glück und dass sich in schwierigen Situationen ein Ausweg finden wird. 

    Wie aus dem Nachwort zu lesen ist, hat das Buch autobiografische Züge hinsichtlich der Spielsucht. Daher also die überzeugende Darstellung. Ansonsten ist noch angemerkt, dass das Manuskript binnen weniger Tage fertig gestellt wurde. Man kann es genau so schnell lesen! 

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