Bücher mit dem Tag "ruhestand"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ruhestand" gekennzeichnet haben.

90 Bücher

  1. Cover des Buches Ausgelöscht (ISBN: 9783404169399)
    Cody McFadyen

    Ausgelöscht

     (1.611)
    Aktuelle Rezension von: Nala73

    wobei ich die ständige Bedrohung der Hauptfigur schon etwas übertrieben finde

  2. Cover des Buches Widerfahrnis (ISBN: 9783627002282)
    Bodo Kirchhoff

    Widerfahrnis

     (95)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Reither hat sich auf seinen Altersruhesitz im Weißbachtal zurückgezogen. Seinen Verlag hat er verkauft, weil er feststellte, „dass es allmählich mehr Schreibende als Lesende gab“ (Seite 10). Noch hat er sich alte Gewohnheiten erhalten: er liebt nach wie vor Bücher, überlegt bei jedem Satz, ob er druckreif ist und spricht dem Rotwein zu. Als er ein Büchlein aus der hauseigenen Bibliothek mitnimmt, wird er von Leonie Palm, der Leiterin des Lesekreises, beobachtet. Da sie es geschrieben hat, wüsste sie gerne sein Urteil. Deshalb besucht sie ihn abends, um für den nächsten Tag einen Termin zu vereinbaren. Doch es kommt anders als gedacht. Zwischen den beiden entwickelt sich ein Gespräch, das sie noch in der Nacht zu einem Ausflug an den Achensee aufbrechen lässt. Der erhoffte Sonnenaufgang ist noch weit und zum Warten darauf ist es zu kalt, also geht die Fahrt weiter. Die beiden kommen sich zögernd näher und das späte Glück scheint zum Greifen nah zu sein.

    Ich habe die beiden gerne auf ihrer Reise über den Brenner und durch Italien begleitet. Ich spürte richtig, wie es nach und nach wärmer wurde und die kalten Tage im Gebirge in den Hintergrund rückten. Die im Alter der Protagonisten ungewohnte Spontanität lud mich zum Träumen ein. Vor allem in der zweiten Hälfte des Buches häuften sich die Überraschungen und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

    Fazit: Kirchhoff ist ein begnadeter Erzähler.

  3. Cover des Buches Neubeginn in Virgin River (ISBN: 9783745700800)
    Robyn Carr

    Neubeginn in Virgin River

     (225)
    Aktuelle Rezension von: mrsmietzekatzemiauzgesicht

    Melinda flieht vor ihrer Vergangenheit und versucht mit ihrem Neubeginn in Virgin River ihren Gefühlen zu entrinnen. Sie fokussiert sich auf ihre Arbeit als Krankenschwester und muss mit den Launen ihres Chefs klar kommen. Der alte Mann möchte keine Hilfe, schon gar nicht von einem "Stadtmädchen". Melinda fasst langsam Fuß im kleine Dorf und freundet sich schnell mit dem Barbesitzer Jack an. Es knistert zwischen den beiden doch Mel hat Zweifel und will keine Gefühle zulassen. Jack gibt jedoch nicht auf und die beiden kommen sich jeden Tag ein bisschen näher.

    Der Schreibstil war in Ordnung. Bei Romanen erwarte ich nicht viel Spannung aber hier ist leider gar nichts aufregendes passiert und das eine ganze Weile. Das Buch war zu langatmig und es wiederholten sich ein paar Dinge. Die Kapitel war recht lang aber noch im Rahmen für mich. Die Sichtwechsel wurden nicht deutlich abgegrenzt aber immerhin kam es zu keinen Verwirrungen. 

    Melinda, meist Mel genannt, hat vor Kurzem ihren Mann verloren und versucht noch immer mit dem Verlust umzugehen. Ihr Neubeginn in Virgin River soll sie auf andere Gedanken bringen. Mel ist eine fabelhafte Hebamme und Krankenschwester. Sie ist bestimmt, mutig, sensibel und gefühlvoll.

    Jack war ein Marine und hat in vielen Kriegen gekämpft. Er hält sein Liebesleben lieber locker und unkompliziert bis Melinda auftaucht. Er ist quasi sofort in sie verschossen und tut alles für sie, beispielsweise die Hütte in der sie leben soll renovieren auf eigene Kosten. Jack ist hilfsbereit, ehrlich, attraktiv und selbstbewusst. Ich mochte ihn ganz gern.



    LESEEMPFEHLUNG

    Ich hatte keine großen Erwartungen an das Buch und wurde demnach auch nicht enttäuscht aber ich hatte gehofft, dass es Ähnlichkeiten mit der Redwood Reihe hätte. War leider nicht so. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und wirklich nett aber es passiert einfach nichts in dem Buch. Selten habe ich ein Buch gelesen in dem original nichts passiert. Hier und da gab es einen kleinen Versuch etwas Spannung in die Geschichte zu bringen, was in meinen Augen aber nicht richtig geklappt. hat. Kann das Buch nicht unbedingt empfehlen und werde die weiteren Teile vermutlich auch nicht lesen.


  4. Cover des Buches Spinnentanz (ISBN: 9783492280945)
    Jennifer Estep

    Spinnentanz

     (268)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Papyrus

    Nach dem guten ersten Band und einer kleinen Pause habe ich mir nun den zweiten Teil zu Gemüte geführt. Da die Handlung von Teil 1 weitergeführt wird, werde ich nicht viele Worte dazu verlieren. Aber die Handlung ist nicht alles, was konsequent weiterentwickelt wird. Auch bei den Charakteren wird vieles weitergeführt, was auch schon in Band 1 angedeutet wurde. Davon bin ich ein großer Fan. Gerade, was Donovan Caine am Ende beschließt, ist zwar auch der einen Seite schade, aber auch der anderen Seite eben auch konsequent für seinen Charakter und somit auch logisch. Es werden aber nicht nur die alten und bekannten Charaktere weitergeführt, sondern es werden auch neue Figuren eingeführt, von denen ich hoffe, dass sie noch eine ganze Weile Teil von Gins Welt sein werden.
    Insgesamt fand ich auch den zweiten Band wieder gelungen. Es war spannend, düster, blutig, aber auch gefühlvoll. Mir gefällt die Reihe und ich lese definitiv weiter. Auch euch kann ich sie nur empfehlen.

  5. Cover des Buches Alibi (ISBN: 9783455650044)
    Agatha Christie

    Alibi

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Janosh

    Lang ist es her, dass ich Agatha Christies Meisterwerk „The Murder of Roger Ackroyd“ ( dt. Titel: „Alibi“ ) zum ersten Mal gelesen habe. Zu dieser Zeit war ich bereits ein Fan der englischen Kriminalautorin, von der ich auch heute, und unzählige Krimis und Thriller später, noch immer meine, dass sie den Titel „Queen of Crime“ völlig zu Recht trägt, mit ihrer Art zu schreiben sehr vertraut und mir sicher, auch diesmal, nach sorgfältigem Lesen und vermeintlichem Achten auf die vielen kleinen Hinweise, die sie clever in der Handlung versteckt, zu gegebener Zeit die Identität des Täters zu entdecken. Bis kurz vor Schluss hatte ich mir eine wunderbare und, davon war ich überzeugt, wasserdichte Theorie zusammengebastelt – und dann kam die Überraschung! Faustdick!

    Nie hatte ich mit einer solchen Auflösung gerechnet, die mich fast ein wenig ärgerte, betrachtete ich sie doch als etwas hinterhältigen Trick Dame Agathas, mit dem sie den Leser an der Nase herumführte. Wo waren sie, die sonst unfehlbar vorhandenen Hinweise, die den Leser in all ihren übrigen Krimis auf die rechte Spur führten? Die Puzzleteile hatte ich zwar eifrig gesammelt, doch wollten sie nicht ins Gesamtbild passen, ohne das eine, das entscheidende Teilchen, dass nur Agatha Christie persönlich kannte. Und so beschloss ich, „The Murder of Roger Ackroyd“ als Fehlschlag abzutun und schob ihn in die hinterste Ecke des Krimiregals, aus dem er kürzlich erst wieder, ganz unerwartet, zum Vorschein kam – um erneut gelesen zu werden? Obwohl ich den so unerwarteten Mörder noch immer präsent hatte? Kurzentschlossen schlug ich den vermeintlichen Fehlschlag auf und begann mit der Lektüre, aufmerksam wie damals auch, um dem einerseits gepriesenen und andererseits gescholtenen Meisterwerk, das 2013 von „The Crime Writers' Association“ zum besten Kriminalroman aller Zeiten gekürt worden war, eine neue Chance zu geben!

    Ob es daran lag, dass ich anstelle der siegesgewissen Überheblichkeit, mit der ich glaubte, einer Agatha Christie gewachsen zu sein, mit vorsichtigem Respekt zu Werke ging, mir wichtig erscheinende Passagen gleich zweimal las, um bloß nichts zu übersehen, was, so versicherten die begeisterten Kritiker dieses, Dame Agathas sechstem Kriminalroman, doch so augenfällig war? Und siehe da – von Anfang an war die Leuchtspur zu sehen, mit der die englische Lady auch dem blindesten unter ihren Lesern, zu denen auch ich mich zählen muss, den Weg gewiesen hat!

    Wenn man diese Spur nicht verliert in dem üblichen Labyrinth von falschen Fährten und geschickt eingebauten Nebensächlichkeiten, wie man denken könnte, wenn man die Tatsache ignoriert, dass es bei Dame Agatha keine Nebensächlichkeiten gibt, nichts, was überflüssig wäre, wenn man es denn logisch und folgerichtig interpretiert, also seine „kleinen grauen Zellen“ benutzt, auf denen der belgische Detektiv Hercule Poirot, der in dem verzwickten Krimi seinen dritten Auftritt hat, nicht müde wird zu insistieren – hier mehr als in jedem anderen Krimi, in denen der etwas lächerlich wirkende kleine Mann mit dem großen Schnurrbart und dem noch größeren Ego ermittelt -, dann führt sie unweigerlich zu demjenigen aus einer ansehnlichen Gruppe von Verdächtigen, die, was für Poirot von Anfang an klar ist, allesamt etwas zu verbergen haben, der den reichen Roger Ackroyd ins Jenseits befördert hat!

    Und dann erst erkennt man, wie klug und umsichtig, auch nicht das kleinste Detail außer Acht lassend, die berühmte Britin ihren Kriminalroman aufgebaut hat – und kann nicht umhin, ihr höchstes Lob zu zollen!

    Ein wahrhaft grandioser Whodunnit ist ihr da gelungen, einer, von dem ihre Biographin Laura Thompson sagte, er sei „der größte, der ultimative Kriminalroman“, der wegweisend war, der das Genre, dem sie sich verschrieben hatte, nachhaltig beeinflusste, denn sie wagte damit etwas ganz Neues, etwas, das inzwischen natürlich viele Nachahmer, aber keinen, der ihr gleich käme, gefunden hat.

    Zum Schluss meiner Überlegungen bliebe anzumerken, dass jeder Versuch einer ausführlicheren Inhaltsangabe die Gefahr birgt, dem unvoreingenommenen Leser Wissen zu vermitteln, das ihn allzu frühzeitig auf die richtige Spur bringt und ihn somit des Vergnügens beraubt, seine eigenen Theorien aufzubauen und daraus die richtigen – was schwer sein dürfte -  Schlüsse zu ziehen.

    Eines ist gewiss – es lohnt sich, diesen in jeder Hinsicht bemerkenswerten Kriminalroman zu lesen, schon alleine, um dem klugen, von sich selbst und seinen überragenden Fähigkeiten – völlig zu Recht übrigens! - so überzeugten kleinen Detektiv, der sich eigentlich in King's Abbott, dem fiktiven Schauplatz des Romans, zur Ruhe gesetzt hatte, um dort ausgerechnet Kürbisse zu züchten, über die Schulter zu schauen und ihn mit der ihm eigenen Methodik und Systematik, unter Gebrauch der bereits erwähnten sehr aktiven kleinen grauen Zellen, den wohl erstaunlichsten Fall nicht nur seiner eigenen Karriere sondern auch derjenigen der Schriftstellerin Agatha Christie, geborene Miller, in zweiter Ehe verheiratete Mallowan, lösen zu sehen!

  6. Cover des Buches Die Korrekturen (ISBN: 9783499255496)
    Jonathan Franzen

    Die Korrekturen

     (489)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Ein Familienroman, amerikanischer Art, voller Traditionen und wie man sich gut vorstellen kann ist da einiges im Unargen.

    Die drei Geschwister Gary, Chip und Denise könnten unterschiedlicher nicht sein und entsprechen so gar nicht den Vorstellungen der Mutter. Enid (die Mutter) will nicht wahrhaben dass ihre erwachsenen Kinder nicht nach ihrer Lebensphilosophie leben und wünscht sich ein letztes mal ein Weihnachstfest im Elternhaus - nur zu gut weiss sie doch dass es wohl das letzemal sein würde, ist ihr tyrannischer Ehemann Alfred doch an Demenz erkrankt und wohnt eigentlich mehrheitlich im Keller zwischen dem blauen Sofa (sein Lieblingsrückzugsort), einem Tischtennistisch und einer Jagdflinte..


    Etwas viele Längen mit unterschiedlichsten Schauplätzen (von turbulenter Kreuzfahrt bis undurchsichtigen politischen Querelen in Litauen) hat dieser Roman, weniger wäre evtl. mehr wie man so schön sagt. Doch alles in allem gefiel mir die Sprache und der Plot, die fünf Hauptpersonen sind vortrefflich gezeichnet und das eine oder andere mal werden amüsante Dialoge, Situationen ausgebreitet - die sind auch nötig denn nur allzu gegenwärtig spürt man wie der Zusammenhalt dieser Amerikanischen Familie bröckelt und zerfällt.

  7. Cover des Buches Null-Null-Siebzig, Mord in Hangzhou (ISBN: 9783423215220)
    Marlies Ferber

    Null-Null-Siebzig, Mord in Hangzhou

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972
    Es war mein erster Roman von Marlies Ferber und ihrem Helden James Gerald, mein erster Gedanke wie in letzter Zeit häufig war, mal sehen wie dieser Roman wird, einen siebzigjährigen Geheimagent, dann noch der Zusatz 0070 erinnert mich, und wahrscheinlich noch einige andere, an 007 im Dienste ihrer Majestät oder so ähnlich. Aber wie wird es mit einem siebzigjährigen Geheimagenten, wo doch viele immer wieder denken je jünger desto besser? Aber weit gefehlt! Es wird klar, dass man mit siebzig einiges an Erfahrung hat, einige Dinge auch einfacher werden. Es wird in einer Situation glaubhaft beschrieben, wie er den chinesischen Agenten entwischen kann. Es hat in der Situation etwas wie beim Hasen mit dem Igel. Wo der Igel einfach schneller ist. Der Krimi besticht durch eine gewisse Ruhe im Schreibstill ohne aber langweilig zu werden. Es zeigt sich oft, dass man sich nicht immer auf den ersten Eindruck verlassen, sondern einfach mal hinter die Kulissen schauen sollte. Und es ist auch ein Plädoyer für eine bessere Zusammenarbeit anderer Kulturen, denn vieles sollte man einfach auch in unseren Europäischen breiten einfach übernehmen wie einen größeren Respekt gegenüber dem Alter. Und vielleicht bringt uns ja auch dieser kurzweilige und interessant geschriebene Krimi ein Stückchen weiter, so dass wir nicht immer sagen, der ist alt, der kann das bestimmt nicht mehr. Was diesem Krimi eine in meinen Augen unfreiwillige Komik gibt ist auch die Partnerin Sheila, die ihm doch irgendwie fehlt, die er nicht mitnehmen wollte auf den Trip nach China, die ihm aber immer wieder eine lange Nase macht, mit einem Freund, der sie besucht und noch einiges mehr wo unser ach so ruhiger James dann doch fast die Wände hochgeht. Ich würde mich auf alle Fälle freuen, einen weiteren Krimi mit James und Gerald in den Händen zu halten, denn er hat einen sehr angenehmen Rhythmus zwischen Spannung und Ruhephasen mit einer gewissen Komik. Auch wenn es um einen „Rentner“ geht, ist es ein Buch nicht nur für ältere Menschen sondern einfach für Menschen die einen intelligenten Krimi mögen.

    Literaturlounge
  8. Cover des Buches Die Handschrift des Todes (ISBN: 9783453435360)
    John Verdon

    Die Handschrift des Todes

     (176)
    Aktuelle Rezension von: Frau-Aragorn
    Wie auch der große Sherlock Holmes ist Dave Gurney der Meinung, dass wenn man alle unmöglichen Aspekte eines Tathergangs ausschließt, zum Schluss nur noch die offensichtliche Lösung übrig bleibt. Und doch stürzt den pensionierten Detektiv der Fall um einen alten Freund zunächst ins Grübeln. Der Täter hat scheinbar übersinnliche Fähigkeiten und doch sind die unmöglich! Ein Fall nimmt seinen Lauf, dessen Verstrickungen mehr als zwei Jahrzehnte zurückreichen. 


    Dies war mein erstes Buch des Autors, mein letztes wird es nicht gewesen sein. Gerade die Entwicklung und Darlegung der Persönlichkeiten der Protagonisten empfinde ich immer als das Allerwichtigste und das ist hier hervorragend gelungen. Gerade Hauptprotagonist Dave ist vom Autor so vielschichtig und psychologisch gut durchdacht dargestellt, dass man als Leser fast unmittelbar an ihn gebunden wird. Aber auch die anderen Figuren weisen echte Tiefgründigkeit auf. 


    Die Geschichte ist unglaublich gut durchdacht und steigert sich in einem perfekt aufgebauten Spannungsbogen zum überraschenden Ende. Ich hatte ganz früh im Buch den Verdacht, wer der Täter sein könnte u d würde dann aber wieder von der Fährte geholt. Letzten Endes hatte ich Recht, aber würde vom Autor, genau wie Dave, so von Kleinigkeiten abgelenkt, dass ich das Offentsichtliche aus den Augen verlor. Einfach gut gemacht. 


    Auch die sprachliche Darstellung des Buches gefällt mir extrem gut. Sie hält genau die Balance zwischen blumiger Prosa und gut strukturierten Fakten, unterstützt durch leisen Sarkasmus. Der allgemeine Ton entspricht dem des inneren Denkens des Hauptprotagonisten und ist daher sehr authentisch und streckenweise recht amüsant. 


    Der Aufbau des Falles und die Lösung desselbigen erinnern von ihrer Struktur her sehr an die alten Bücher von Agatha Christie, Edgar Wallace und Co. haben aber genug modernen Einschlag, um sich abzuheben. 


    Fazit: ein spannendes Buch, das ich nur weiterempfehlen kann. 
  9. Cover des Buches Mehr Zeit mit Horst (ISBN: 9783499232244)
    Ingeborg Seltmann

    Mehr Zeit mit Horst

     (54)
    Aktuelle Rezension von: claudias_buecherwelt

    Der Titel war verheißungsvoll, wobei auch ich nach kurzer Zeit leicht genervt war. Ich habe noch nie ein Paar erlebt, daß sich so oft mit dem Vornamen anspricht. Das störte für mich etwas den Fluss der Geschichte. Die launigen Erlebnisse rissen das aber raus. Ich konnte mit Gabi mitfühlen. Bei aller Liebe möchte man doch ein Individuum sein. Frustrierend ist es auch, wenn der Partner nicht Anteil nimmt.  Andererseits muss man aber auch den Mund aufmachen und sagen, was Sache ist. Eigentlich spiegelt sich hier eine relativ normale Beziehung wieder. Vorausgesetzt, es wird viel Wein getrunken. Es wurden jedenfalls viele Flaschen geöffnet.

  10. Cover des Buches Ein Gesicht in der Menge (ISBN: 9783499227943)
    Stephen King

    Ein Gesicht in der Menge

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Wayland

    Nach dem Tod seiner Frau ist Dean Evers nach Florida gezogen und genehmigt sich den ein oder anderen Drink, um seiner Einsamkeit zu entfliehen. Dabei sieht er gerne Baseball.

    Da die Geschichte auf nur 58 Seiten erzählt wird, ist es schwer eine Bindung zu Dean aufzubauen. Dennoch kommt die düstere Stimmung und die Melancholie sehr gut durch. Man wird selbst fast trübsinnig und still beim Lesen. 

    Mit dem Sport Baseball kann ich leider nicht so viel anfangen, weshalb mir auch diese Erzählungen nicht wirklich viel geben konnten.

    Ein klarer Pluspunkt für die Geschichte ist der mystische Aspekt, der mir durchaus Gänsehaut verursacht hat. Dean fängt an in den Zuschauermengen verstorbene Menschen zu sehen und eines Tages sieht er auch seine verstorbene Frau. 

    Es ist schon sehr unheimlich beschrieben und es macht Spaß zu lesen, da es auch spannend ist. Man darf aber einfach nicht zu viel erwarten und muss sich vor dem Lesen vor Augen halten, dass es ein kleiner Snack ist - und nicht mehr. 

  11. Cover des Buches Geld oder Liebe (ISBN: 9783746630274)
    Lilli Beck

    Geld oder Liebe

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Estrelas
    Mimi wohnt mit anderen Rentnern in einer Wohngemeinschaft. Als der Eigentümer ihrer Villa stirbt, beginnt ihr Kampf um ihren Wohnsitz. "Geld oder Liebe" ist ein humorvoller Roman, in dem Figuren und Handlung derart überspitzt dargestellt werden und sich von einem Kracher zum anderen hangeln, dass der Leser kaum Luft holen kann. Von einem Banküberfall zum Verstecken von entlaufenen Häftlingen bis hin zu einer Falschgeldaffäre ist alles dabei. Das ist durchaus unterhaltsam, aber teilweise auch ein bisschen zu viel des Guten. Und um die Frage auf Seite 215 des Buches ("Wie konnten ein paar harmlose Rentner innerhalb weniger Tage in derart dubiose Geschehnisse geraten?") zu beantworten: Da hatte die Autorin wohl jede Menge Fantasie.
  12. Cover des Buches Der namenlose Tag (ISBN: 9783518467206)
    Friedrich Ani

    Der namenlose Tag

     (100)
    Aktuelle Rezension von: das_lesewesen

    Kriminalhauptkommissar Jakob Franck ist seit zwei Monaten im Ruhestand und glaubt endlich ein Leben ohne Mord und Leichen beginnen zu können, als ihn ein Fall von vor zwanzig Jahren wieder einholt. Der Vater eines jungen Mädchens, Esther, glaubt noch immer nicht an den Selbstmord seiner Tochter und bitte Jakob Franck die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Dabei stößt der Ex-Kommissar auf eine abgründige Familiengeschichte, Freunde, Bekannte und Nachbarn, die sich seit zwanzig Jahren eine Frage stellen: Sind wir schuld?


    Friedrich Ani´s Buch „Der namenlose Tag – Ein Fall für Jakob Franck“ wurde 2016 mit dem deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. Und gefühlt so lange liegt das Buch auf meinem Lesestapel. Jetzt endlich habe ich es gelesen. Und bin sehr angetan. Die Handlung war ok. Die sprachliche Gestaltung, der Aufbau, das Eintauchen in die Charaktere sind genial.


    Schaut doch gerne mal auf unserem Instagram-Blog vorbei 😊

    https://www.instagram.com/das_lese_wesen/

    Liebe Grüße,

    das_lese_wesen


  13. Cover des Buches Madame Beaumarie und die Melodie des Todes (ISBN: 9783709979273)
    Ingrid Walther

    Madame Beaumarie und die Melodie des Todes

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Smberge

    Inhalt: 

     

    Florence Beaumairie ist pensionierte Sekretärin bei der Pariser Polizei und möchte ein Musikfestival in Avingnon besuchen. Kurz vor dem Konzert wird der Dirigent tot aufgefunden und schon bald verschwinden weitere Musiker. Bei Florence erwacht der alte Jagdinstinkt, denn sie hat schon während ihres Berufslebens nicht nur als Sekretärin gearbeitet, sondern hat sich auch aktiv an den Ermittlungen beteiligt. Schon schnell wird klar, dass sich Florence wieder mitten einer Ermittlung befindet.

     

    Meinen Meinung: 

     

    Dieser Krimi lebt von dem Charakter der Florence, die sehr offen und freundlich ist und schon sehr bald einige nette Bekannte in Avignon hat. Sehr gut haben mir auch die Beschreibungen der Provence gefallen, die Lavendelfelder, die Menschen und die kleinen Ortschaften, die trotz der Mordermittlungen ein schönes Bild der Region abgeben.

    Mir ist auch positiv aufgefallen, dass dieser Krimi nicht so blutig ist, wie viele andere Krimis. Es ist klar, dass hier Menschen ermordet werden, aber die Beschreibungen der Opfer sind sehr zurückhaltend und werden nur als Anlass für die Ermittlung genommen. Ansonsten ist es mehr eine spannende Ermittlung auf psychologischer Ebene, die aber nicht weniger Spannung erzeugt.

    Die Ermittlungen kommen zu nachvollziehbaren Ergebnissen und verknüpfen sich zu einer logischen Auflösung des Falls.

    Der Schreibstil ist angenehm flüssig und gut zu lesen. 

    Ein schöner Krimi, der den Leser mit einer sympathischen Ermittlerin in die schöne Provence entführt.

     

  14. Cover des Buches Zimt und Zauber (ISBN: 9783442471393)
    Christina Jones

    Zimt und Zauber

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Sunnyleinchen

    Inhalt: Kaffeeklatsch und Butterfahrt scheinen die einzigen 'Abenteuer' zu sein, auf die Mitzi Blessing sich noch freuen kann. Schließlich hat sie keinen Job, keinen Mann, kein Hobby und ist nicht mehr die Jüngste. Aber mit ihren knapp über fünfzig Lenzen zählt Mitzi sich noch lange nicht zum alten Eisen. Und spätestens, als ihr das alte Kochbuch ihrer Großmutter in die Hände fällt, weiß sie, was zu tun ist. Denn die außergewöhnlichen Rezepte versprechen nicht nur köstliche Gerichte. 'Wünsch-Dir-Was-Pie' und 'Verführungs-Pudding' bringen auch mehr Abwechslung in Mitzis Leben, schneller als ihr lieb ist … 

    "Zimt und Zauber" ist gespickt mit einzigartigen Charakteren, einer Prise Humor und natürlich einem Hauch Magie. Die viel zu früh berentete Mitzi gründet mit einer Menge Tatendrang den Fitte Fünfziger Club und rüttelt das ruhige Dorfleben mit den geheimnisvollen Rezepten ihrer Großmutter ordentlich durch. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, mit dem ich richtig in das englische Leben eintauchen konnte. Die Art, wie sie die Atmosphäre beschreibt ist einfach wundervoll und passt perfekt zu trübem Herbst-/Winterwetter. Auch wenn es zwischendurch ein paar Längen gab, war es ein schöner Roman der mich gut unterhalten hat.

  15. Cover des Buches Ein letzter Flug (ISBN: 9783868276978)
    Lynn Austin

    Ein letzter Flug

     (15)
    Aktuelle Rezension von: peanjo
    Wilhelmina ist eine Musikprofessorin, deren Leben und Leidenschaft aus Musik und ihren Studenten besteht. Als sie für sie völlig überraschend in den Ruhestand geschickt wird, fällt sie in ein tiefes, schwarzes Loch, denn ihr Leben ist auf einmal sinn-los. Zwar ist sie noch Organistin in ihrer Kirche, engagiert sich in der Hospizarbeit (wobei sich diese Mitarbeit auf das Verteilen von Flyern und kleinere Vorspiele auf dem Klavier im Warteraum der Ärzte beschränkt), aber eigentlich möchte sie den ganzen Tag im Bett liegen und weinen. Aber bei einem dieser Vorspiele im Ärztehaus lernt sie den Piloten Mike Dolan kennen. Unternehmungslustig, spontan, weltoffen, fröhlich, mit Sohn und Enkelkindern ist er das genaue Gegenteil von dem, was Wihelmina bisher geprägt hat. Als die beiden ins Gespräch kommen, offenbart Mike ihr, dass er gerade erfahren hat, dass seine Krebserkrankung zurückgekehrt ist und er nur noch ein paar Wochen oder Monate zu leben hat. Diesmal will er keine Behandlungen mehr vornehmen lassen, sondern mit seinem Flugzeug einfach aufs Meer hinausfliegen und vergessen, umzukehren. Wilhelmina ist geschockt. Selbstmord ist doch eine Sünde, aber da Mike sich als Atheist bezeichnet, macht er sich keine Gedanken um sein Seelenheil. Wilhelmina kann als Kirchenmitglied das natürlich nicht einfach so stehen lassen und obwohl sich alles in ihr sträubt, Kontakt mit ihm aufzunehmen, möchte sie von seinem Entschluss abbringen und ihn mit Jesus bekannt machen. Aber ganz plötzlich wird Wilhelmina in Mikes Leben mitgenommen und erlebt, was ihr gut tut. Und um ihr Ziel bei Mike zu erreichen, muss sie sich dem wichtigsten "Hilfsmittel" Jesu öffnen - der Liebe.

    Ein herzergreifender Roman über das Ende des Lebens und die Zukunft danach (wobei der Hinweis der Autorin auf die ewig lebende Seele natürlich nicht biblisch ist). Die neuen Erfahrungen, die Wilhelmina macht, sind so spannend und fesselnd dargestellt, dass man das Buch nicht weglegen kann, sondern immer weiter erfahren will, was Mike noch alles einfällt, um Wilhelmina aus der Reserve zu locken und wie Mike wiederum auf Wilhelminas "Bekehrungsversuche" reagiert.
  16. Cover des Buches Null-Null-Siebzig: Agent an Bord (ISBN: 9783423214186)
    Marlies Ferber

    Null-Null-Siebzig: Agent an Bord

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Mit diesem zweiten Band der Reihe begibt sich der Leser gemeinsam mit James und Sheila auf eine Kreuzfahrt, die es in sich hat. Passagiere verschwinden, gehen über Bord und haben so manches Geheimnis im Gepäck. 

    Ich hatte viel Spaß mit diesem Buch, auch wenn der eigentliche Kriminalfall erst langsam in Fahrt kommt. Zunächst geht es noch recht gemütlich zu, aber langweilig ist es trotzdem nicht. 

    Alleine die Charaktere sorgen für Unterhaltung. James ist 70 und Agent des britischen Secret Intelligence Service (SIS) im Ruhestand, Sheila (67) ist seine frühere Kollegin und Nachbarin. Gemeinsam auf Kreuzfahrt gehen sie, da Sheilas Mutter sie anlässlich ihres 90. Geburtstages dazu eingeladen hat. Die alte Dame ist ziemlich exzentrisch, aber auch weitere Geburtstagsgäste sind speziell... 

    So ist eigentlich immer etwas los, und als der erste Passagier plötzlich verschwunden ist, sind James und Sheila schon mitten in ihrem neuen Fall... 

    Mich konnte das Buch sehr gut unterhalten, so dass ich die Reihe gerne fortsetzen möchte.

  17. Cover des Buches Der wunde Punkt (ISBN: 9783453433168)
    Mark Haddon

    Der wunde Punkt

     (141)
    Aktuelle Rezension von: awogfli
    Ich bin ja ein Fan von Mark Haddons Supergute Tage aber mit diesem Roman wurde ich einfach nicht ganz so warm, wie er es verdient hätte. Dabei kann ichs gar nicht so punktgenau fixieren, was mich gestört hat, denn der Autor kann wunderbar formulieren und auch Geschichten erzählen. Dieser unaufgeregte Stil, dem Leser den ganz normalen täglichen Alltag schmackhaft zu machen, gefällt mir sehr. Es sind die Figuren, die ich diesmal nicht mag - ich kann sie nicht verstehen, und ich glaube das liegt ein bisschen am kulturellen Hintergrund. Wenn in einem nicht britischen Roman ein Familienvater mit Pensionsschock durchknallt, dem das Leben grad komplett zwischen den Fingern zerbröselt, weil ihn seine beste Ehefrau betrügt, dann läuft er Amok, terrorisiert seine family, bringt alle zum Wahnsinn, indem er den Haushalt umorganisiert, sperrt jemanden im Keller ein (die österreichische Variante ;-)...... kurz gesagt er setzt irgendeine nach außen gerichtete Handlung macht etwas Extrovertiertes. Wenn in der britischen Middleclass ein Mann mit Midlifecrisis ob der hereinbrechenden Katastrophen eine kleine geistige Kernschmelze erlebt, dann bleibt er total höflich, entschuldigt sich vielleicht auch noch, schneidet sich Quadrate aus der Haut und beißt sich selbst in die Hand. Manche werden dies großartig und kurios finden, ich stehe dann meist da, schüttle vor Unverständnis den Kopf und wundere mich nur. Dieser typische britische und amerikanische Mittelstand ist mir derartig fremd... Am Ende der Geschichte reagiert der Held dann für mich wieder einigermaßen "normal" prügelt sich und zerstört die Hochzeitsfeier seiner Tochter. Fazit ein guter Roman aber für mich nichts weil ich mit dem britischen Mittelstand noch nie warmgeworden bin - 3,5 Sterne sind's aber für mich auf jeden Fall.
  18. Cover des Buches Der Täter (ISBN: 9783426505342)
    John Katzenbach

    Der Täter

     (174)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Der Täter spielt in Miami Beach Mitte der 90er Jahre des letzten Jahhunderts und beschäftigt sich mit den Schatten der Vergangenheit - der Judenverfolgung im Dritten Reich und hier im Speziellen mit den sogenannten Greifern. 

    Simon Winter, Detective des Miami Police Departments a.D. ist für mich zentrale Charakter des Romans. Nachdem seine Nachbarin Sophie ermordet wurde, gibt es sich nicht mit der nahe liegenden Erklärung ein Junkie habe Sophie ermordet zufrieden, sondern stellt auf eigene Faust Nachforschungen an. Kurz vor ihrer Ermordung hatte Sophie ihm verängstigt über einen Schatten aus der Vergangenheit - dem Schattenmann - berichtet, dem sie zufällig begegnet sei. Wenn Stunden später liegt sie erdrosselt in ihrem Bett.

    Katzenbach baut die Geschichte geschickt auf. Die diffuse Idee, der Schattenmann - ein jüdisch stämmiger Greifer, der in den 40er Jahren in Berlin Juden an die Nationalsozialisten verriet - morde nun im Rentenalter Überlebende, die ihn vielleicht wiedererkennen könnten, Gestalt an. Seite um Seite wird das Netz um diese nebulöse Gestalt enger gezogen bis es zum unweigerlichen Show Down kommt.

    Fazit: 

    Gut geschriebener Roman mit überzeugenden Figuren. Durchaus lesenswert, aber kein "muss"; daher nur 4 Sterne.


  19. Cover des Buches Blutrote Provence (ISBN: 9783596522477)
    Pierre Lagrange

    Blutrote Provence

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Ulenflucht

    Provence, ein Sommertraum. Es ist mittlerweile Mode unter deutschen Schriftstellern, in französische Urlaubsparadiesen blutige Spuren zu legen, um den Leser zu unterhalten. So auch diesmal: Ein netter Krimi mit Urlaubsflair und gelegentlich ein bisschen Blut. Doch dieser Krimi hat einen seltenen Charme, der ihn aus der Flut an Regionalkrimis heraushebt.

    Klar, ein schrulliger Kommissar ist heutzutage nicht mehr die Ausnahme, sondern Standard. Ebenso gehört es heutzutage dazu, dass die Ermittlerfigur ihre Kompetenzen überschreitet, ein Hobbydetektiv ist oder eben pensioniert. Albin Leclerc ist Letzteres. Obwohl die Idee nicht originell ist, ist sie fabelhaft charmant umgesetzt und lockert nicht nur das Geschehen auf, sondern auch die Lachmuskeln des Lesers, ohne dabei einen durchaus ernsten Ton vermissen zu lassen.

    Auch wenn der Krimi manchmal gemächlich dahin plätschert, das Grand Finale kommt mit Wucht und lässt einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Behutsam führt der Autor den Leser auf die richtige Spur und präsentiert als Thema eine regionale Kontroverse. Das ist gut und solide gemacht, die Figuren haben großen Wiedererkennungswert und sprühen vor Eloquenz. Schön ist, wie Nebenfiguren ihren Raum bekommen und sich entwickeln können. Ein vergnüglich zu lesender Krimi, der Urlaub im Kopf mit – sorry für das Wortspiel – grausamen Kopfschüssen vereint.

  20. Cover des Buches DUNKEL (ISBN: 9783442758609)
    Ragnar Jónasson

    DUNKEL

     (379)
    Aktuelle Rezension von: ENI

    Zum Inhalt: Kommissarin Hulda Hermannsdóttir muss frühzeitig in Ruhestand gehen, um Platz für einen jüngeren Kollegen zu machen. Sie darf die letzten Tage noch an einem “cold case” arbeiten. Die Zeit, um endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen, rennt.

    Meine Meinung: Hulda ist eine einsame Frau, die in einfachen Verhältnissen lebt, da sie auf der Karriereleiter nicht sehr hoch geklettert ist. Der bevorstehende Ruhestand macht ihr Angst denn ihre Arbeit gab ihr Halt. Ich mochte Helda und hatte Mitgefühl mit ihr. Der Spannungsbogen dieser Geschichte emfpand ich als durchgehend. Die Stimmung in diesem Buch war durchgehend bedrückend. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Das Ende war sehr überraschend - einmal etwas anderes - allerdings nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte.

  21. Cover des Buches KALT (ISBN: 9783945372944)
    Moa Graven

    KALT

     (9)
    Aktuelle Rezension von: jutscha
    Joachim „Adler“ Stein fühlt sich am wohlsten, wenn er allein in seiner alten Mühle sitzt und lange Spaziergänge im Wald unternehmen kann. Lediglich zu seiner Kollegin Mona Lu und dem Journalisten Hauke pflegt er einen freundschaftlichen Umgang. Alle anderen halten ihn eher für schrullig und einsiedlerisch.

    Auf einem der Spaziergänge sieht er ein altes Fahrrad ordentlich verschlossen an einem alten Baum lehnen, vom Besitzer keine Spur. Als es nach drei Tagen noch immer dort steht, wird er misstrauisch und findet den Fahrer tot unter dem Schnee. Es ist der Erbe eines Bauernhofes, auf dessen Grundstück ein Hotel gebaut werden soll, was er verhindern wollte.

    Ist das der Grund für seinen Tod? Wer hat ihn umbringen lassen? Seine Geschwister, die für den Verkauf waren? Oder vielleicht die Investoren, die das Hotel bauen möchten? Oder steckt doch etwas ganz anderes dahinter?

    Der Schreibstil ist, wenn man zum ersten Mal ein Buch der Autorin liest, etwas eigensinnig und gewöhnungsbedürftig. Doch dies war mein 3. Buch der Autorin und ich fand daher gut in ihre Art des Schreibens hinein. Auch Protagonist Adler fand ich sehr gut beschrieben. Moa Graven lässt in ihren Krimis gerne schrullige und außergewöhnliche Charaktere entstehen, die alle ihre eigene unverkennbare und ungewöhnliche Art haben. Ich finde das gut. Auch der aktuelle Fall hat mir gefallen. Es war durchdacht und logisch, auch wenn mir die Auflösung am Ende wie auch bei den anderen Krimis der Autorin, die ich gelesen habe, mal wieder zu schnell kam. Allerdings ahnte ich bis fast zum Schluss nicht, wer der Mörder ist, und das finde ich klasse. Die Autorin hat mich lange Zeit verwirrt und im Dunkeln tappen lassen. Das erwarte ich von einem guten Krimi.

    Die Geschichte hat mich wirklich gefesselt Ich hatte ein paar wunderbare Lesestunden und bewerte diesen Krimi mit guten 4 von 5 Sternen und einer Leseempfehlung an alle Krimifreunde.
  22. Cover des Buches Alte Liebe (ISBN: 9783596512027)
    Elke Heidenreich

    Alte Liebe

     (134)
    Aktuelle Rezension von: literat

    Ich habs geliebt. Es lebt nicht von viel Bewegung und viel Handlung aber die Sprache zwischen den beiden Protagonisten, dem Ehepaar, ist einfach toll, liebevoll, mitfühlend, aufmerksam. Und ich kann am Ende Harrys Trauer sooooo fühlen.

  23. Cover des Buches Agathe (ISBN: 9783446261914)
    Anne Cathrine Bomann

    Agathe

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Lia_liest

    Bei der Suche nach neuem Lesestoff, fiel mir dieses sehr schöne Cover auf. Dieser blaue Ton und der kleine Spatz machten mich neugierig. Als ich dann las, dass es bei Agathe um einen Psychiater geht, der die Tage bis zu seinem Ruhestand zählt, wurde ich neugierig. 

    Die Geschichte spielt in Frankreich im Jahre 1948. Der Psychiater ist von seiner Arbeit erschöpft und von seinen Patienten genervt. Auch privat lebt er zurückgezogen und scheint selbst in seiner Einsamkeit gefangen. Doch dann kommt eine neue Patientin, Agathe, die alles verändert. 

    Die Geschichte wird aus der Sicht des Psychiaters erzählt. Die Kapitel wechseln zwischen dem Privatleben des Psychiaters und den Sitzungen mit Agathe. Anfangs waren die Gespräche zwischen Agathe und dem Psychiater interessant und regten zum Nachdenken an. Die Schriftstellerin baut eine Spannung auf und man möchte wissen, was mit Agathe los ist. Gleichzeitig ist es spannend zu beobachten, wie der Psychiater seine Gespräche ins Private mitnimmt. 

    Ab der Hälfte des Buches jedoch, baut die Geschichte ab. Mir war dann nicht mehr klar, was da jetzt mit dem Psychiater passiert. Verliebt er sich jetzt in seine Patientin? Plötzlich werden die Gespräche oberflächlich: Der Grund, weshalb Agathe in Behandlung ist, wird in zwei Seiten abgehandelt.  Am Ende ist der eigenbröderliche Psychiater plötzlich offen,  backt einen Kuchen für den Nachbarn und umarmt seine Sprechstundenhilfe. Ich hatte das Gefühl "stehengelassen" zu werden, da die Geschichte am Ende oberflächlich war und  viele Fragen unbeantwortet blieben. 

    Schade! Denn die Idee fand ich toll und es hätte - anhand der Gespräche mit Agathe - ein philosophisches und lebensbejahendes Buch werden können.


  24. Cover des Buches Der Letzte seiner Art (ISBN: 9783404180233)
    Andreas Eschbach

    Der Letzte seiner Art

     (375)
    Aktuelle Rezension von: Patrick_Eicher

    Die Geschichte beginnt und man ist sofort mittendrin und lernt Duane kennen, der in einem irischen Dorf lebt - allerdings unterscheidet ihn etwas von den anderen Bewohnern. Durch ein Projekt des US-Militärs ist Duane zu einer Art Cyborg geworden, der nun seinen Frieden im Ruhestand zu finden versucht. Als ein japanischer Anwalt auftaucht und ermordet wird, merkt Duane schnell, dass das nicht so Recht klappen soll mit einem ruhigen Leben...

    Ich finde den Schreibstil von Andreas Eschbach wie immer sehr gut, auch die Hauptperson ist sehr authentisch und echt charakterisiert, sodass man mit Duane mitfühlt und sich in ihn hineinversetzen kann. Leider fehlt hier an einigen Stellen die Spannung, also ist es für mich kein perfekter "Eschbach" allerdings ein guter, solider Sci-Fi-Thriller, der den Leser zu unterhalten weiß

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