Bücher mit dem Tag "romanbiographie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "romanbiographie" gekennzeichnet haben.

68 Bücher

  1. Cover des Buches Die Tochter des Malers (ISBN: 9783746631820)
    Gloria Goldreich

    Die Tochter des Malers

     (66)
    Aktuelle Rezension von: MarinaH

    Persönliche Meinung:

    Das Buch spricht mich weder vom Cover, weder vom Klappentext besonders an. Ida Chagall ist ein unsympathischer Charakter, der durchs ganze Leben, nie wirklich frei von ihrem Vater wird. Ihr Vater, der berühmte Marc Chagall, hat sie vollkommen in seiner Gewalt und man merkt die Abhängigkeit zwischen den beiden.
    Der Schreibstil der Autorin spricht mich gar nicht an, es sind zu viele Füller, zu wenig Handlung.
    Ihre Beschreibungen sind zu detailliert, nach nur wenigen Seiten, bekommt man genug davon. Selbst beim mehreren Seiten überspringen, kommt man gut mit der Handlung zurecht da einfach nichts passiert.

    Fazit

    Ein langweiliges Buch, welches sich nicht zu lesen lohnt. Marc Chagall war ein Tyrann, der seinen Angehörigen das Leben zur Hölle gemacht hat. 

  2. Cover des Buches Madame Piaf und das Lied der Liebe (ISBN: 9783746634814)
    Michelle Marly

    Madame Piaf und das Lied der Liebe

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Aurora-C

    Das Buch hatte ich kurzzeitig abgebrochen.

    Edith Piaf wurde mir durch dieses Buch einfach nur unsympathisch. Sie wirkte wie eine sehr ich-bezogene Person, die tagelang Wein vom Schwarzmarkt trank. Man hätte aus ihrer Geschichte mehr machen können, sie könnte facettenreicher dargestellt werden. So, wie es in dem Buch der Fall war, wirkte sie einfach nur wie ein Tyrann. Yves war mir wahrscheinlich jedoch noch einen Ticken unsympathischer als die Protagonistin - arrogant und ignorant.

    Die Handlung war schleppend und sehr langweilig, es gab kaum Situationen, die mir im Nachhinein im Gedächtnis blieben. Auch Charaktere die mich ansprachen gab es fast keine. Das Ende des Romans war irgendwie trocken und auch offen. Ich hatte das Gefühl, die Autorin hatte nicht ihr ganzes Potential ausgenutzt. 

    Das Buch konnte mich leider nicht wirklich beeindrucken.

  3. Cover des Buches Charlotte (ISBN: 9783328100225)
    David Foenkinos

    Charlotte

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Martinchen

    »Das ist mein ganzes Leben« – mit diesen Worten übergibt Charlotte einem Vertrauten 1942 einen Koffer voller Bilder. Sie erzählen ihre viel zu kurze Geschichte: von der Kindheit im Berlin der Zwanzigerjahre, dem frühen Tod der Mutter, dem Zugang zu Berlins Künstlerkreisen durch die neue Frau des Vaters, dem Studium an der Kunstakademie, dem Leben als Malerin. Und dann: Flucht vor den Nationalsozialisten nach Südfrankreich, Leben im Exil, aber auch Liebe und Hochzeit. Nur ihre Bilder überleben – und damit ihre Geschichte, die David Foenkinos anrührend erzählt. Charlotte ist das Porträt eines verheißungsvollen Lebens, das viel zu früh beendet wurde. 

    Im vergangenen Jahr hörte ich den Namen Charlotte Salomon zum ersten Mal im Rahmen einer musikalischen Lesung. Neugierig geworden, begab ich mich auf die Suche, um mehr von der mir bis dahin unbekannten Malerin zu erfahren. Zuerst las ich die Biografie von Margret Greiner. Gleichzeitig fand ich David Foenkinos' Roman, der sich im wesentlichen auf das autobiografische Werk von Charlotte Salomon „Leben? Oder Theater?“. 

    David Foenkinos hat einen ganz besonderen Roman geschrieben, der von Christian Kolb aus dem Französichen übersetzt wurde. Jede Zeile ein Satz. Jede Zeile ein Satz, der sitzt. Der Roman wirkt wie ein Gedicht. Foenkinos hält sich sehr eng an Charlottes Biografie und streut nur hin und wieder ein, wie er sich auf die Reise zu ihren Spuren gemacht hat und was er dort findet. Es sind nur wenige kurze Sätze, die so viel aussagen. 

    Ich bin von diesem Roman, auf dessen Cover ein Ausschnitt aus einem von Charlottes Selbstporträts zu sehen ist, absolut begeistert. 


  4. Cover des Buches Die ganze Welt ist eine große Geschichte, und wir spielen darin mit (ISBN: 9783961610693)
    Charlotte Roth

    Die ganze Welt ist eine große Geschichte, und wir spielen darin mit

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Goldie-hafi

    Die Bücher von Michael Ende habe ich hoch und runter gelesen! So war es sehr interessant, etwas über das Leben des Autors zu erfahren. Charlotte Roth beschreibt nicht nur die harten Fakten aus Endes Leben, sondern vielmehr auch sehr sensibel die Gefühlsebene. Den Menschen hinter den Büchern wie Momo oder der Unendlichen Geschichte zu finden, ist hier selbst eine große Geschichte, die sich nicht immer sklavisch an die Wahrheit hält, aber durch den tollen Schreibstil, den Leser von Seite zu Seite weiter zieht, bishin zu Ende. Das Buch hat mir viel Spaß gemacht und deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung ab.

  5. Cover des Buches Fräulein Mozart und der Klang der Liebe (Ikonen ihrer Zeit 4) (ISBN: 9783548063904)
    Beate Maly

    Fräulein Mozart und der Klang der Liebe (Ikonen ihrer Zeit 4)

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Ella_Sonderlich

    Der hier von der Wiener Autorin, Beate Maly, vorgelegte biographische Roman über das Leben der Maria Anna Walburga Ignatia Mozart setzt sich kritisch mit den kulturhistorischen Erwartungen der damaligen Zeit auseinander und zeigt zu welchen Opfern Frauen damals bereit waren, um sich und die Herkunfsfamilie zu schützen. Sie ist das erste überlebende Kind des Ehepaars Mozarts und es ist davon auszugehen, dass sie deshalb eine besondere Fürsorge der Eltern genoss. Schnell stellte sich ihr musikalisches Talent heraus, welches aber in den Schatten des begabten Bruders Wolfgang Amadeus zurücktreten musste. Die Geschichte nimmt die Lesenden mit durch die Ereignisse ihrer Kindheit und Jugend, lässt ihre Begeisterung für die Musik spürbar werden. Sie gilt als eine der begabtesten Pianistinnen ihrer Zeit, was ihr Bruder sehr zu schätzen wusste, legte er doch große Stücke auf die Expertise seiner Schwester. Als unsere Hauptprotagonistin ihrer großen Liebe, Franz Armand d`Ippold, begegnet, erleben wir welche gesellschaftliche und ökonomische Einflüsse damalige Verbindungen bedroht haben und Frauen stets darauf bedacht sein mussten ihren guten Ruf nicht zu verlieren.

    Die äußerst empathische Erzählweise fesselt von Anfang bis Ende. Anschließend musste ich unbedingt noch mehr von Nannerl in Erfahrung bringen, wollte wissen, wie ihr Leben weiter verlaufen ist. Wenn es gelingt ein solch großes Interesse zu wecken, dann hat eine fantastisch erzählte Geschichte, wie diese, volle fünf Sterne verdient.

  6. Cover des Buches Madame Hemingway (ISBN: 9783746628912)
    Paula McLain

    Madame Hemingway

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Vespasia

    Nachdem ich „Hemingway und ich“ gelesen habe, wo Hemingways dritte Frau, Martha Gellhorn, im Vordergrund steht, musste ich mir einfach auch dieses Buch zulegen. Zum Glück bin ich endlich dazu gekommen, es auch zu lesen. Hemingways erste Frau, Hadley, ist ein ganz anderer Typ Frau als Martha. Auch Hemingway scheint sich in den Jahren etwas verändert zu haben, weshalb es sicher auch interessant wäre, die Bücher direkt hintereinander zu lesen.

    Paula McLain schreibt in der ich-Form und haucht Hadley damit direkt Leben und Persönlichkeit ein. Auch, wenn man natürlich immer bedenken muss, dass es sich um einen Roman handelt und nicht alles zu einhundert Prozent authentisch sein kann, finde ich diese Perspektive hier doch gut gewählt. Man kommt Hadley als Person gleich zu Anfang schon sehr nahe, kann ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen und lernt mit ihr zusammen schließlich Ernest Hemingway kennen. Hemingway ist ein wirklich interessanter Charakter; als er Hadley kennenlernt, ist er noch sehr jung und doch schon sehr exzentrisch, eigentlich schon unsympathisch. Diese erste Ehe wird von McLain mit viel Liebe zum Detail dargestellt und lässt sowohl Hadley als auch Ernest zum Vorschein kommen und für den Leser greifbar werden. Auch die Zeit wird eindrucksvoll beschrieben: das Paris der 20er Jahre, das Leben der Künstler, auf die Hadley trifft… all das wird von der Autorin zu einer angenehm lesbaren und unterhaltsamen Geschichte verwoben. Natürlich sollte man schon Interesse an Hemingway als Person haben, um dieses Buch in vollen Zügen genießen zu können, aber auch ohne großartiges Vorwissen kann man das Buch lesen. Für den Einstieg habe ich ein wenig gebraucht, sobald dieser hinter mir lag, habe ich die Lektüre aber sehr genossen.

    Interessant war auch, dass einige Passagen aus Ernests Sicht geschrieben waren (wenn auch nicht in der ich-Form). So wurden die Lücken gefüllt, die Hadley nicht füllen konnte. Diese Abschnitte fand ich durchaus gelungen, da sie Einblicke in Ernests Gedankenwelt brachten. Gerade weil seine Perspektive wesentlich schwerer nachzuvollziehen war und er auch eine sehr schwierige Person gewesen zu sein scheint, fand ich den Perspektivwechsel sinnvoll. Auch zu seinen Werken finden sich einige interessante Stellen im Buch, wenngleich Hadley doch die Hauptperson ist und sein Schaffen eher hintenansteht. Jedenfalls hat das Buch mir spontan Lust gemacht, „Paris – Ein Fest fürs Leben“ und „Fiesta“ zu lesen.

    Am Ende gibt es für den interessierten Leser auch noch ein Kapitel zu den Quellen sowie ein Interview mit der Autorin, die das Buch noch abrunden. Wer also Interesse hat, nach der Lektüre noch ein wenig weiterzuforschen (und das halte ich für nicht unwahrscheinlich), bekommt die Gelegenheit dazu. Hier wird auch noch einmal klar, dass sich durchaus einige Fakten im Buch versteckt haben und sich die Autorin viel Mühe mit der Recherche gegeben hat.

     Fazit: Gut geschriebener Roman über Hadley Richardson und Ernest Hemingway – zwei interessante Persönlichkeiten, die in einer interessanten Zeit gelebt haben.

  7. Cover des Buches Just Kids (ISBN: 9783596188857)
    Patti Smith

    Just Kids

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Chris_Lieh

    Ein Buch das man nicht mehr aus der Hand legen kann. Ehrlich, poetisch und unglaublich echt. 

  8. Cover des Buches Die Tochter meines Vaters (ISBN: 9783492062541)
    Romy Seidel

    Die Tochter meines Vaters

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Forila

    Sehr interessante Romanbiographie über das Leben von Sigmund Freud und seiner Tochter, die den Leser mitreißt, sodass man sich das Szenario sehr gut bildlich vorstellen kann. Die Autorin begeistert mit dem klaren Schreibstil und der Ereignisdarstellung. Eine klare Empfehlung für alle, die historische Romane und Romanbiographien lieben.

  9. Cover des Buches Enid Blyton. Geheimnis hinter grünen Hecken (ISBN: 9783878001591)
    Maria Regina Kaiser

    Enid Blyton. Geheimnis hinter grünen Hecken

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Sheyla

    Die Romanbiografie erzählt prägende Momente aus Enid Blytons Leben, von ihrer frühen Kindheit bis hin zu ihrem Lebensabend, nach. So hat man das Gefühl, der Autorin über die Schulter zu spähen und sowohl ihre Persönlichkeit als auch ihre Werke von einem neuen Blickwinkel aus kennenzulernen.

    Maria Regina Kaiser gelingt es, Enid Blytons schriftstellerisches Schaffen und sehr viele Aspekte ihres Privatlebens anhand klug gewählter Blitzlichtaufnahmen lebendig werden zu lassen. Man merkt, dass unendlich viel Recherche in das Buch geflossen ist und die Autorin jede Menge Informationen, Anekdoten und Details aus Enid Blytons Leben zusammengetragen hat. Manche tauchen erst im Nachwort oder in der Zeittafel auf, es lohnt sich also definitiv, das ganze Buch inklusive Anhang zu lesen, nicht nur den Romanteil.

    Das Feingefühl, mit dem Maria Regina Kaiser sich "ihren" Frauen nähert, begeistert mich bei jedem ihrer Werke. Sie verschafft uns LeserInnen einen möglichst umfassenden, tiefen Einblick, wahrt gleichzeitig aber auch die Privatsphäre der Menschen, über die sie schreibt, und driftet niemals ins Belanglose, Voyeuristische ab.

    Darum gibt es von mir auch bei dieser Romanbiografie eine eindeutige Leseempfehlung!

    Ich danke der Autorin herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. Daran war nicht die Bedingung einer positiven Bewertung geknüpft!

  10. Cover des Buches Die Zarentochter (Die Zarentöchter-Saga 2) (ISBN: 9783548282787)
    Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter (Die Zarentöchter-Saga 2)

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Bibi1999

    Die junge Großfürstin Olga, die zweite Tochter des Zaren, muss den Erwartungen ihres Vaters gerecht werden und einen Mann von guter Partie heiraten. Ihr Herz möchte etwas anderes und führt sie schlussendlich an den württembergischen Hof von König Wilhelm I.

    Das Buch umfasst 432 Seiten und erschien am 08.09.2010 bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

    Es handelt sich um den ersten Teil der Reihe. Der Zar möchte seine Töchter politisch klug verheiraten, um die Macht Russlands in Europa zu stärken. Olga merkt jedoch relativ schnell, dass ihr der goldene Käfig nicht genug ist und sie nicht der Spielball ihres Vaters sein möchte. 

    Das Buch basiert auf wahren Ereignissen, die mit Fiktion gemischt sind. Die Hauptperson im Buch ist Olga. 

    Die Geschichte startet, als Olga und ihre Geschwister noch sehr jung sind. Man merkt relativ schnell, dass sehr viel Wert auf die Bildung der Zarenkinder gelegt wird und was von ihnen erwartet wird. Olgas älterer Bruder wird als zukünftiger Zar von Russland ausgebildet. Die Mädchen sollen die Macht Russland durch ihre Heirat sichern. Als Olgas ältere Schwester weit unter ihrem Rang heiratet, ruht die Hoffnung der Eltern auf Olga. Doch sie möchte aus Liebe heiraten und nicht aus politischen Zwecken.

    Schade finde ich, dass Olga erst ganz zum Schluss an den Hof vom König von Württemberg gelangt. Ich hatte mir anhand des Klappentextes gedacht, dass man viel mehr von Olgas Zeit am Hof von Württemberg erfährt. Leider gelangt Olga erst auf den letzten Seiten nach Württemberg und man erfährt so gar nichts mehr von ihrer Zeit dort. Dies wird man dann wohl im nächsten Band erfahren. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob ich diesen lesen werde.

    Auch kommt mir das Historische doch etwas zu kurz. Es dreht sich sehr viel um die Zarenfamilie, deren Leben sowie der Prunk und die Schönheit der Mädchen. Obwohl der Fokus hier sehr auf die Zarenfamilie gelegt ist, lernt man den Zar und Olgas jüngere Geschwister (bis auf Alexandra) kaum kennen. Die allgemeinen Umstände im Land kommen dabei zu kurz. Da bin ich leider etwas enttäuscht worden.

    Deshalb erhält das Buch von mir 3 Sterne.

     

  11. Cover des Buches Eine Geschichte von Liebe und Finsternis (ISBN: 9783518467268)
    Amos Oz

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Jari
    Eigentlich hatte ich nie vor, dieses Buch zu lesen. Schlussendlich tat ich es trotzdem und zwar für die Weltreise-Challenge. Also liess ich mich von Amos Oz durch Jerusalem und seine Geschichte führen. Es war kein Flop, obwohl ich mich doch etwas durch das Buch quälen musste, und das ist schon mal nicht schlecht.

    Grundsätzlich bin ich nun froh, sagen zu können, dass ich ein Buch von Amos Oz gelesen habe. Dazu auch noch sein wohl bekanntestes. Am meisten gefielen mir die einzelnen Passagen, in denen es um die Literatur und Amos' intellektuelle Familie ging. Also vor allem der Anfang hat es mir doch sehr angetan.

    Doch schlussendlich hat sich das Buch für mich zu sehr verzweigt, aber damit hatte ich schon gerechnet. Vielleicht war meine Lektüre somit eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, wobei ich wie schon gesagt, vom Anfang sehr begeistert war. Aber mit der Zeit liess meine Faszination merklich nach und ich blieb eigentlich nur wegen ein bisschen Faktenwissen und der Challenge dabei.

    Sprachlich bewegt sich Oz auf einem Niveau, das seinem Ruf gerecht wird. Ein präziser Schriftsteller, sehr begabt, ein Talent, welches aus seinem familiären Umfeld gewachsen ist. Wer in eine solch akademische Familie hineingeboren wird, dem liegt das Spielen mit den Worten wahrscheinlich im Blut. Dennoch war es ermutigend zu erfahren, dass auch jemand wie ein Amos Oz Mühe hatte. Deshalb war es auch wieder das Ende, das mich nach längerer Durststrecke wieder mitnahm.

    Ich bin froh, dass ich das Buch durch habe. Trotz meines Mühsals war die Lektüre nicht vergebens. Viele schöne Textzeilen warten darauf, niedergeschrieben zu werden. Ausserdem habe ich einiges über die Geschichte Jerusalems und Israels lernen können. Kein Buch ist vergebens und dieses schon gar nicht.

    Bücher wie "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" tun gut, auch wenn man sich durch sie durchkämpft. Auch dann, wenn man die Handlungen der Figuren nicht versteht. Nicht versteht, wie sie oft nicht zufrieden sein können, wenn sie doch ein Leben leben, das ich auch gerne hätte. Aber jeder kämpft mit seinen Geistern, auch das lehrt uns Oz. Manchmal sind sie auch zu stark, dies zeigt das prägende Erlebnis des Todes der Mutter, das an unterschiedlichen Stellen thematisiert wird.

    Ein eindrückliches Buch mit starkem Charakter. Ein Buch, das sich nicht so leicht unterkriegen lässt, trotz aller Unwirtlichkeiten. Deshalb prädestiniert wie kein zweites, um Israel zu repräsentieren.
  12. Cover des Buches Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern (ISBN: 9783458681427)
    Nuala O’Connor

    Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern

     (65)
    Aktuelle Rezension von: jsydo143

    Das Buch "Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern" erzählt die starke Geschichte von Nora und ihrem Leben - mit diversen Schwierigkeiten und einem nicht ganz einfachem (Ehe-)Mann.

    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir etwas anderes von dem Buch erwartet habe. Die Schreibweise ist gar nicht mein Fall und die Zeitsprünge sind teilweise so kurz, dass man sich fragt, wieso Zeitsprünge gemacht wurden. Außerdem ist es an manchen Stellen sehr obszön und leider nicht in geschmackvollem Sinne, sondern eher etwas nur billig.

    Die Geschichte an sich ist sehr spannend und fesselnd, obwohl die Naivität von Nora mich zwischendurch auch einige Nerven gekostet hat. Trotzallem schlägt sie sich durchs Leben und bleibt sich treu.

    Ich würde es nur empfehlen, wenn man die Autorin bzw. diese Art von Geschichten mag - eher nicht um etwas Neues kennenzulernen.

  13. Cover des Buches Wassermusik (ISBN: 9783423146814)
    T. C. Boyle

    Wassermusik

     (375)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Boyle erzählt die weitgehend wahre Geschichte des schottischen Forschers Mungo Park, der im 18. Jahrhundert als erster Weißer den Verlauf des Niger erkundete. Zur Seite stellt er ihm die frei erfundene Figur des Ned Rise, einen englischen Grabräuber und Galgenstrick, der mit dem Entdecker im tiefsten Afrika die wildesten Abenteuer besteht. Außerdem dabei: ein phantastisches Panoptikum von Hexen und Schlägern, Kannibalen, Huren, Glücksrittern.

    Schräg schräger am schrägsten

  14. Cover des Buches Westlich des Sunset (ISBN: 9783499269370)
    Stewart O′Nan

    Westlich des Sunset

     (32)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Stewart O'Nan schildert mit diesem Roman die letzten Lebensjahre des amerikanischen Schriftstellers Francis Scott Key Fitzgerald (1896-1940), der als 23jähriger den Roman "This Side Of Paradise" ("Diesseits vom Paradies") veröffentlichte und damit binnen kurzer Zeit zu großer Berühmtheit gelangte.

    Von der Zeit des Kennenlernens Zelda Sayre's und den turbulenten Ehejahren mit ihr von 1918 bis 1934 erfährt der Leser nur fragmentarisch in Rückblenden. O'Nan konzentriert sich auf die Zeit, als die Schulden- und Alkoholflaschenberge des Schriftstellers zu gefährlichen Dimensionen anwachsen und seine Beziehung zu der britisch-stämmigen Klatschkolumnistin Sheilah Graham (1904-1988) den einzigen sicheren Hafen in den stürmischen Gewässern einer sich in einer Nervenklinik befindlichen Ehefrau und der gemeinsamen entfremdeten Tochter Frances, genannt "Scottie", darstellt. O'Nan erzählt von den mühsamen Versuchen Fitzgerald's, sich vom Misserfolg seines Romanes "Tender Is The Night" ("Zärtlich ist die Nacht", 1934) zu erholen und endlich einen Roman zu schaffen, der seinem Wunsch, ein so bedeutender Autor zu werden wie Ernest Hemingway oder William Faulkner, gerecht wird. Doch die immensen Schulden zwingen ihn immer wieder zu Kurzgeschichten und zu Lohnarbeiten in  den Hollywood-Studios... Erst 1939 beginnt er mit "The Last Tycoon"... kann diesen Roman aber nicht mehr vollenden. Er stirbt 44jährig nach zwei Herzinfarkten im Dezember 1940.

    Stewart O'Nan hat eine intensive Recherche betrieben und schildert (im Gegensatz zum Protagonisten) nüchtern und ereignislos den zähen und schwierigen Kampf um die Geldbeschaffung zur Begleichung der Klinik- und Internatskosten sowie des eigenen Lebensunterhalts und des Bestrebens, endlich einen von Kritik und Leserschaft anerkannten und bedeutenden Roman zu verfassen. O'Nan setzt eine gewisse Vorkenntnis über Fitzgerald's Leben voraus, denn in dem Roman verweist er oft nur mit Vornamen auf wichtige Bezugspersonen im Leben dieses Schriftstellers. So muss man selbst nach den Beziehungen zu Dorothy Parker, zu Ernest Hemingway oder zu seinem Literaturagenten Harold Ober oder dem Lektor Perkins forschen, um zu erfahren, dass die letzten beiden Herren sehr oft mit Vorschüssen und Darlehen zu Hilfe eilen mussten.

    "Der große Gatsby" war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ein moderater Erfolg... Zu einem weltweiten Megaseller wurde dieser 1925 erschienene Roman erst in den 1970ern aufgrund der Verfilmung mit Robert Redford und Mia Farrow. Eine perfekte Ergänzung zu "Westlich des Sunset" sind die Amazon-TV-Serien "The Last Tycoon" sowie "Z: The Beginning Of Everything".

  15. Cover des Buches Frau von Goethe (ISBN: 9783746636658)
    Beate Rygiert

    Frau von Goethe

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Stephanie_Ruh

    Beate Rygiert erzählt hier die Geschichte von Christiane Vulpius, einer Putzmacherin, die zur Frau an Goethes Seite wird. Eigentlich wollte Christiane nur ihrem Bruder einen Gefallen tun und den Geheimen Rat Goethe um Hilfe bitten. Sofort verlieben sich Christiane und Goethe. Trotz aller Widerstände wird und bleibt Christiane seine "Frau", obwohl sie nicht verheiratet sind. Das ist in der damaligen Zeit sehr mutig von Christiane Vulpius, den sie hat fast alle Leute gegen sich.
    "Frau von Goethe" ist unterhaltsam geschrieben und gibt einem Einblicke in die Zeit von Goethe, Schiller, Kotzebue & Co. Christiane Vulpius war eine moderne Frau und vom Denken her ihrer Zeit weit voraus.
    Zum Glück gab und gibt es solche mutigen Frauen schon immer, denn sie war Goethe eine wichtige Stütze, hat ihm den Rücken freigehalten und ihn ermutigt. Was wäre Goethe ohne Christiane gewesen, müsste die Frage lauten...

  16. Cover des Buches Das Heiligenspiel (ISBN: 9783426636176)
    Ursula Niehaus

    Das Heiligenspiel

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Mit Anna begleiten die Leser ein sympathisches, junges Mädchen auf seinem Weg zum Erwachsenwerden und darüber hinaus. Häufig wird Anna leichtsinnig, naiv und unsicher beschrieben, man traut ihr nur wenig zu. Zwar widerlegt sie diese Vorurteile immer wieder und stellt auch ihre Klugheit unter Beweis, aber es ergibt sich kein ganz stimmiges Bild ihres Charakters.

    Abgesehen davon erwartet den Leser ein lebendiges Bild der damaligen Zeit, vor allem im Hinblick auf die Stellung der Frau in diesem Kapitel der Geschichte. Aber auch das alltägliche Leben, verwoben mit historischen Fakten, wird plastisch beschrieben. Das ist eine gute Grundlage für einen soliden, genretypischen Roman.

    Und auch wenn sich hier und da stilistische Schwächen einschleichen und die Sprache nicht immer perfekt passt, ist die Geschichte rund um Anna durchweg interessant und lädt zum Weiterlesen ein. Man will wissen, wie es mit der jungen Frau weitergeht und wie sie die Herausforderungen ihres Lebens meistert.

  17. Cover des Buches Maria Stuart (ISBN: 9783404144723)
    Margaret George

    Maria Stuart

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Engi-Eli
    Maria(Königin Schottland) muss aus ihren Land fliehen und geht zur der Königin in England . Jedoch lest diese Maria in Haft nehmen . Ich mag die dramatik und den Spannungsabfall Bogen der Aufgebaut ist
  18. Cover des Buches Ich, die Königin (ISBN: 9783404156719)
    Susan Hastings

    Ich, die Königin

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Sanylein
    Inhalt:
    Wir begleiten in diesem Buch das Leben von Isabella von Kastilien.

    Cover/Gestaltung:
    das Cover vom Buch ist leider etwas langweilig gestaltet. Allerdings gibt es ein extrem schönes Cover beim Hörbuch.

    Meine Meinung zum Buch:
    Ich fand es ein bisschen schwer das Buch zu lesen obwohl ich historische Bücher gewohnt bin. Nachdem ich dann nach der Hälfte zum Hörbuch wechselte viel es mir leichter. Irgendwie konnte mir diese Frau durch das Buch, nicht sympathisch gemacht werden und dadurch nicht interessant genug. Die Erzählungen über den „Zwerg“ empfand ich leider auch etwas als nervig.

    Fazit:
    Das Buch ist Meiner Meinung nach eher für Leute, die Isabella auch sympathisch finden.
  19. Cover des Buches Das Genie (ISBN: 9783257244731)
    Klaus Cäsar Zehrer

    Das Genie

     (80)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Gegen Ende des 19ten Jahrhunderts kommt Boris Sidis in den USA an. Von seiner Heimat in der heutigen Ukraine will er nichts mehr wissen. Das russische Kaiserreich ist ihm verhasst. Boris ist ein brillianter Lehrer, Wissen ist ihm weitaus mehr wert als Geld. Dass er vor lauter Idealismus nicht in seiner Studienkammer verhungert ist Sarah zu verdanken, die einen ordentlichen Geschäftssinn hat und mit der Boris 1898 einen Sohn zeugt. Und dieser Sohn soll nicht irgendwer werden! Boris hat sich eine Erziehungsmethode ausgedacht, mit der aus dem Jungen ein Genie werden soll. Und erstaunlicherweise funktioniert es!

    Ich habe nach einer kleinen Leseflaute zu diesem Roman gegriffen und es war genau das richtige um wieder in Fahrt zu kommen! Die erste Hälfte dieses über 600 Seiten schweren Werks las sich weg wie nichts. Boris war eine Figur, der ich unheimlich gerne gefolgt bin: Ein wunderbar idealistischer Querulant, der zum Jähzorn neigt. Ein polyglotter Besserwisser ohne Sinn fürs Zwischenmenschliche. Das führt zu herrlich absurden Situationen, die mich mehrmals zum schmunzeln brachten. Sein Sohn William James schlägt in die gleicht Kerbe. Man schwankt zwischen Unverständnis, Bewunderung und Mitleid für dieses Kind ohne Benimm und ohne Freunde.

    Zehrer beschreibt wunderbar bildhaft die dreckigen, vollen, lebendigen Arbeiterviertel New Yorks und die heruntergekommenen Kammern, die William bewohnt. Auch seine Figuren sind durchweg gelungen. Und ich hatte zwar im Hinterkopf, dass dieser Roman auf Tatsachen beruht, aber die Story ist so absurd, die Höhenflüge von William so enorm, dass ich am Ende doch wieder komplett überrascht war, dass wirklich jede wissenschaftliche Arbeit, jeder Karriereschritt, der versuchte Hochschuleintritt mit 9 Jahren, die Erfindung einer eigenen Sprache, einfach alles wirklich so passiert ist. Man möchte dem Autor fast vorwerfen, dass er es übertreibt, mit der Genialität seiner Figuren, aber das tut er kein bisschen. Diese Genies gab es wirklich.

    Meine einzige Kritik ist, dass der Roman in der zweiten Hälfte etwas an Tempo und Spannung verliert. Auch die Beziehung zwischen den Eltern und dem Wunderkind hätte ich gerne mehr in der Tiefe betrachtet, aber vielleicht wollte Zehrer hier nicht zu viel hineininterpretieren, was nicht auf Tatsachen beruht.

    Ein Sonderling, ein Wunderkind, das mit dem Leben nicht klarkommt, eine dubiose aber erfolgreiche Erziehungsmethode. Das ist Romanstoff vom Feinsten! Und am Ende bleibt die Frage ob all das nun wirklich ein Geniestreich war, oder doch eher ein Fall fürs Jugendamt.

  20. Cover des Buches Katharina von Medici (ISBN: 9783958247635)
    Cornelia Wusowski

    Katharina von Medici

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Die Autorin entführt die Leser in ihrem, knapp 1.300 Seiten starken, Werk in die Renaissance.
    Opulent und detailreich wird das Leben der Katherina von Medici beschrieben.
    Die Kindheit wird vielleicht ein wenig zu rührend und zu detailliert dargestellt.
    Dann die Hochzeit mit Heinrich, dem Dauphin von Frankreich.
    Dass Intrigen, Giftmord, Gewalt und Mätressen der jungen Italienerin das Leben schwer machten, ist historisch verbürgt.
    Ausländische Prinzessinnen hatten es in Frankreich nie besonders leicht – siehe auch Marie Antoinette.

    Die historisch belegten Details sind geschickt mit fiktiven Figuren verwoben.
    Auch der historische gut dokumentierte, erbitterte Machtkampf mit Heinrichs Mätresse Diane de Poitiers nimmt einen großen Raum in diesem Buch ein. Die Farbenspiele des Königs „schwarz“ gegen „weiß“ sind legendär und auch in anderen Biographien nachzulesen.

    Ein wenig irritiert hat mich, dass die späten Jahre der Katharina – im Vergleich mit der geschilderten Kindheit – ein wenig ins Hintertreffen geraten sind.
    Die vielen Jahre ihrer Regierung kommen mir persönlich zu stark gestrafft vor.
    Die vielen „Heinriche“ stiften manchmal ein wenig Verwirrung Das darf allerdings nicht der Autorin angelastet werden. Die Namensgebung der französischen Königsfamilie für ihre Söhne war leider nicht einfallsreicher.

    Fazit:
    Ein wirklich opulentes Werk, das einen gediegenen Eindruck der Zeit und des Reiches vermittelt.
    Für Leser, die gerne dicke historische Schmöker lesen, eine Empfehlung.
  21. Cover des Buches Blond (ISBN: 9783100540003)
    Joyce Carol Oates

    Blond

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Southside
    Kaum ein biografisches Buch hat mich je so gefesselt. Joyce Carol Oates schildert das Leben der Schauspielerin nicht mit dem Abhaken von Lebenssituationen, sondern mit der Sprachmächtigkeit der großen Autorin. So ist diese Biografie mehr Roman als dokumentarisches Werk und doch erfährt man alles über das tragische Leben des Megastars. 
  22. Cover des Buches Frieda (ISBN: 9783839224731)
    Dagmar Fohl

    Frieda

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Juditha

    Dagmar Fohl schreibt diesen Roman in der Ich-Form, damit erreicht sie einen noch größeren Effekt der emotionalen Betroffenheit beim Leser. Frieda Wächtler wird in Dresden geboren und wächst in einer kleinbürgerlichen Atmosphäre auf, die ihrem wilden Geist diametral entgegensteht. Der Vater züchtigt sie und die Mutter verschwindet hinter einer Wand aus Misstrauen und Entsetzen gegenüber der Tochter. 

    Frieda macht sich mit 16 los von diesem Zuhause und gelangt in die Künstlerszene. Sie möchte malen lernen und versucht alles, um mit ihrem künstlerischen Talent auch Geld zu verdienen. Recht schnell lernt sie "Lohse" kennen, in der Künstlerszene sind sie bald ein Paar, aber die verhängnisvolle Beziehung verläuft bei Weitem nicht so, wie Frieda sich das vorgestellt hat. Trotzdem wird sie ihren Lohse heiraten und versuchen, das Beste aus dieser Ehe zu machen.  Auch er züchtigt sie, sie streiten, schlagen und vertragen sich immer wieder, bis es zum Bruch kommt. Die räumliche Trennung endet damit, dass Frieda zu ihm nach Hamburg geht und ihn nach schwerster Krankheit gesund pflegt. Lohse aber nimmt eine andere (aus) und bekommt mit ihr drei Kinder. Frieda rutscht ab bis ins Obdachlosenmillieu und eines Tages findet sie sich auf einer psychiatrischen Station wieder. Sie hat Alpträume und Wahnvorstellungen, Angst- und Panikattacken lösen einander ab. 

    Ihr einziger Halt in all den Jahren, seit sie das Zuhause in Dresden verließ, ist ihr jüngerer Bruder Hubert. Noch als er Kind war, hat Frieda immer wieder versucht, ihm ihre Freiheitsliebe und ihren Willen aufzudrücken. Er erweist sich als robuster als er aussieht und entwickelt sich trotz des bedrückenden Elternhauses gut. Immer wieder wird er Frieda besuchen und ihr auch Halt bieten.

    Als sie aus Hamburg flieht und bei den Eltern Unterschlupf sucht, verschließen diese sich - zu meinem großen Erstaunen - nicht. Sie nehmen sie auf und die Mutter päppelt Frieda wieder auf. Aber die psychotischen Zustände und Wahnvorstellungen kommen immer wieder, Frieda hat dem nichts entgegenzusetzen. Sie wird - auf Betreiben ihres Vaters - in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen, das Leben in der Anstalt ist für sie die Hölle. Alle Bittbriefe an die Eltern helfen nichts, sie bleibt jahrelang eingesperrt in dieser Anstalt. Ihr Wunsch zu malen, immerzu zu malen, geht nur manchmal in Erfüllung. Die ärztliche Behandlung ist als solche nicht zu bezeichnen, wenn sie nicht spurt, wird sie ruhig gestellt, ansonsten hilft man ihr dort nicht.

    Sehr authentisch sind die Berichte aus dem Krankenhaus, genauso wurden diese verfasst, stereotype Sätze wie "Patientin ist sehr zerstreut" oder "Stimmungslabil, weinerlich." sind typisch für diese Verwahranstalten.

    Unterdessen ist Hitler an der Macht, psychisch Kranke sind den neuen Machthabern ein Dorn im Auge, die "Erbgesundheit des deutschen Volkes" ist gefährdet, heißt es. Menschen wie Frieda müssen hinter hohen Mauern bleiben, für sie ist kein Platz zwischen den "Erbgesunden" und "Ariern". 1935 erfolgt gegen Friedas Willen die Zwangssterilisation, die sie fast nicht überlebt. Von Lohse wird sie in diesem Jahr geschieden.

    Friedas Ende ist für uns, die wir die Geschichte kennen, vorhersehbar, für sie ist es das nicht. Sie hofft und hofft, dass sie die Freiheit wiedererlangt, aber im tiefsten Innersten wird sie gewusst haben, dass sie sterben muss. Am 31. Juli 1940 wird sie in der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein vergast. 

    Dieses Ende ist unendlich traurig. Einziger Lichtblick, einige der Ärzte und Pfleger wurden in einem Prozess in Dresden 1947 zum Tode bzw. zu langer Haft verurteilt. Hubert Wächtler trat beim Prozess als Zeuge auf.

    Für mich ist dieses Buch eine echte Entdeckung, wenn ich könnte, würde ich mich bei der Autorin persönlich bedanken. Ich kenne sie leider nicht, deshalb mache ich es auf diesem Wege. Danke für die Wahrheit!


  23. Cover des Buches Der Hammer (ISBN: 9783499274275)
    Dirk Stermann

    Der Hammer

     (6)
    Aktuelle Rezension von: literat

    Kurz und knapp - ich fands toll. Ich habe viel über Wien und die Habsburger gelernt. Einiges über die französiche Revolution udn die Reaktion darauf in Eurpoa und natürlich über Orientalistik. Der Hammer war mir auch immer sympathisch, trotz oder gerade wegen seiner grenzenlosen Selbstüberschätzung und Arroganz. Manchmal fand ich einige Passagen etwas schwerfällig und lang (Wien stank :)

  24. Cover des Buches Luther (ISBN: 9783746632995)
    Guido Dieckmann

    Luther

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Martin Luther, ein kunger Mann, der mit sich und seinem Leben nicht im Einklang ist. Der sich der Kirche anschließt und Mönch wird, in der Hoffnung seinem Leben einen Sinn zu geben, was ihm nicht wirklich gelingt, da viele Dinge für ihn unverständlich sind. Er beginnt die Kirche zu hinterfragen und befasst sich mit den Schriften der Kirche, wobei ihm einige Ungereimtheiten auffallen. Daraufhin verfasst er seine berühmten Thesen und bringt Kirche und Papst, sowie den Kaiser gegen sich auf. Es wird versucht Luther mundtot zu machen.

    An sich müsste Martin Luther und seine Thesen jedem ein Begriff sein, da es zur Geschichte der Kirche gehört.
    Der Autor hat in diesem Buch das Leben und Tun von Luther im 16. Jahrhundert beschrieben und aus seiner Biografie einen wundervollen Historischen Roman entstehen lassen.
    Mich persönlich hat das Buch von Anfang an in seinen Bann gezogen. Es war leicht den Handlungen zu folgen und sich in die Protagonisten hineinzuversetzen. Die Beschreibungen der Orte waren sehr klar und man kann sie sich sehr gut vorstellen.
    Es war ein wundervolles Leseerlebnis.

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