Bücher mit dem Tag "richard wagner"

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44 Bücher

  1. Cover des Buches Liebesbriefe großer Männer (ISBN: 9783865391872)
    Sabine Anders

    Liebesbriefe großer Männer

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Edith_Hornauer
    Pessoa, eins seiner Bücher habe ich immer bei mir. Ob Briefe, Gedichte, Geschichten - sie erzählen vom Leben, von der Vorstellung davon, mit  allem, was  dazu gehört... Was soll ich noch schreiben,
    ich habe mich in seine Literatur verbissen... 
  2. Cover des Buches NORTHERN GOTHIC (ISBN: 9783958350779)
    Andreas Gruber

    NORTHERN GOTHIC

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl
    Ich muss sagen, es handelt sich hierbei um meinen ersten Gruber. Die Kurzgeschichtensammlung bietet dabei einen guten Überblick über den Schreibstil des Autors und derartiges ist für mich immer ein Anhaltspunkt, ob ich mir hinterher einen Roman zulege oder nicht. Ich will in diesem Fall die einzelnen Geschichten als solches bewerten, was letztlich ja doch interessant ist, denn bei Anthologien überzeugen ja nicht immer alle Geschichten.

    Vorwort: (5 Sterne)
    Ja auch wenn man es nicht erwarten würde, aber die Schreiberin des Vorwortes hat genau dieses in eine Geschichte verpackt und ich muss sagen der Ansatz dazu hat mich echt begeistert.

    Schießerei am O. K. Corral: (4 Sterne)
    Warum meine Wertung zu der Geschichte nicht die volle Sternchenanzahl erhält? Das liegt daran, dass mir die Story irgendwie unvollständig erschien. Zwar erwähnt der Autor am Rande einen indianischen Friedhof, doch diesen Hinweis hätte man locker noch um einiges ausbauen können, wodurch die Handlung einen mystischeren Hintergrund bekommen hätte.
    In jedem Fall ist der Hintergrund zu der Schießerei ein interessanter und das obwohl ich aus diesem Genre bisher noch nichts gelesen habe.

    Wirklich böse Sachen: (4,5 Sterne)
    Bei der Geschichte muss ich sagen war die Handlung ab einem bestimmten Punkt durchaus greifbar. Die hohe Wertung meinerseits fällt deswegen aus, weil das Ende die Geschichte in einen wirklich interessantem Licht dastehen lässt. Man fragt sich wie es weitergeht.

    Seit wann trinken Katzen Whisky?: (3,5 Sterne)
    Hier liegt so der typische Krimi vor, der zwar ganz nett zum Lesen ist, aber irgendwie keinen rechten Spannungsbogen aufbaut. Das Ende kann man regelrecht greifen, trotzdem gut geschrieben und wenn man in Wien lebt hat man schnell einen Bezug zu der Umgebung.

    Glauben Sie mir, meine Name ist Dr. Watson!: (4 Sterne)
    Ich find ja Geschichten, die Holmes und Watson adaptieren immer sehr gelungen. Jeder Autor besitzt eine eigene Herangehensweise und Gruber fokusiert sich in dem Punkt auf den Holmes wie ihn Doyle gesehen hat. Die Story an sich besitzt die typischen Wendungen und Wirrungen eines kniffligen Falles. Dennoch hat mich das Ende nicht zu 100% überzeugen können. Dafür verhilft das Miträtseln zu 4 Sternen.

    Bruegels Turmbau zu Babel: (5 Sterne)
    Die Handlung hat mich bei der Geschichte echt begeistert. Es zeigt so richtig die menschliche Psyche auf und wie sie mit etwas versucht umzugehen, dass keine Lösung aufbieten kann.

    Klinik: (2 Sterne)
    Bei der Geschichte habe ich echt gemischte Gefühle beim Lesen gehabt. Mir erschloss sich einerseits nicht ganz warum über 7 Seiten hinweg ein einziger Satz läuft. Sicher, die Kommas gestalten den Gedankenverlauf des Protagonisten deutlich, aber so ganz ohne Punkte ist es schon anstrengend solch eine Geschichte zu lesen.
    Wobei man bereits bei den ersten Sätzen erkennt, dass der Autor damit etwas ganz bestimmtes bezweckt. Was genau kann ich nicht sagen, ich bin nicht dahinter gekommen.

    Ristorante Mystico: (3,5 Sterne)
    Die eigentliche Handlung der Story liest sich wirklich toll, allerdings reisen einen mitunter die vielen Gedankeneinschübe des Protagonisten irgendwie immer wieder raus. Derartiges mindert dann doch die Freude am Lesen. Zumal die Geschichte in einer Endlosschleife weitergehen könnte.

    Das Bahnwärterhaus: (4 Sterne)
    Die Geschichte ist nicht sonderlich lang, dafür sehr intensiv vom Verlauf her und zudem mit einem Ende, das man so zu Beginn nicht erwartet hätte. Trotzdem überkam mich beim Lesen das Gefühl, als hätte der Autor einen entscheidenden Umstand ausgelassen.

    Die Schatten von Norgarth: (4,5 Sterne)
    Wenn man das Vorwort des Autors zu der Geschichte liest ist man fast enttäuscht, dass nicht der ursprüngliche Titel genommen wurde. Auf der anderen Seite kann man sagen, dass eine solide Fantasygeschichte vorliegt, die mit einigen Überraschungen aufwartet.

    Wie ein Lichtschein unter der Tür: (4 Sterne)
    Ich find hierbei vor allem weider den Gedankengang des Protagonisten interessant. Er lässt einen in seine tiefsten Gefühlsebenen einblicken und bis zum Schluss würde man das angestrebte Ende und die Auflösung so nicht erwarten.

    Rue de la Tonnellerie: (4 Sterne)
    In der Geschichte geht es um Wagner und Poe. Die beiden in einer Geschichte zu erleben ist ein interessanter Ansatz, wobei sich der großteil der Handlung, in Form von Tagebucheinträgen, dann doch wieder auf Wagner und sein Schaffen fokusiert. Zugleich zeigt es einen Aspekt des Autorendaseins, den nur wenige kennen: Die innere Schaffenskrise.

    Die scharfe Kante des Geodreiecks: (3 Sterne)
    Die Grundidee ist mal etwas ganz anderes. Eigentlich besitzt die Geschichte sogar einen morbiden Humor, aber letztlich verläuft sich alles irgendwie in einem Dreieck.

    Northern Gothic: (4,5 Sterne)
    In der Sammlung ist dies die längste Kurzgeschichte und ich muss sagen auch von der Erzählung her so die intensivste. Der Autor verlagert dafür die Geschichte in die 50er Jahre und spielt mit Klischees, Erwartungshaltungen und einer abgelegenen Gemeinde. All das beflügelt die Fantasy des Lesers und trotzdem hat man hin und wieder das Gefühl, dass bestimmte Stellen einfach schnell abgehandelt werden, was nicht immer zum Vorteil der Handlung ausfällt.

    Fazit: Alles in allem kann man sagen, dass es sich um Kurzgeschichten aus den verschiedensten Genres handelt. Nicht bei allen habe ich diese explizit erwähnt, auch weil es sonst ein zu großer Spoiler wäre. Manches erschließt sich nämlich erst im Laufe der Geschichte. Ob es mein letzter Gruber war, will ich gar nicht sagen, denn der Autor weiß definitiv, wie man mit der Gefühlslage des Lesers spielt und das macht es interessant seine Bücher zu entdecken.


  3. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783442313617)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

     (650)
    Aktuelle Rezension von: Faidit

    Precht hat seine Abhandlung in drei Abschnitte eingeteilt. Den ersten Abschnitt könnte man zusammenfassen mit: Ich habe ein Gehirn, mit dem ich denke und fühle, also bin ich. Ob man seine Persönlichkeit nur auf diese graue Masse beschränken will, sei jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil sehe das nicht so. Aber es scheint, dass die Philosophie die Beantwortung der großen Fragen eines jeden sinnierenden Menschen ohnehin nicht endgültig beantwortet, sondern nur Anreize gibt, wie auch Precht in seinem Buch. Der Autor packt unter diesem sinnpr“e“chtigen Titel sämtliche anerkannten Größen der Philosophie und Psychologie sowie auch der Medizin im Bereich Hirnforschung mit kurzer Darstellung ihres Lebens und ihrer persönlichen Lehre zusammen, sodass dieses Werk eher zu einem Sachbuch der Historie der Geisteswissenschaften wird. Das Buch hat sich zur Mitte hin, als der Autor auch aktuelle Themen wie Sterbehilfe, Tierversuche usw. angepackt hat, sehr gesteigert, ist zum Ende hin aber leider wieder abgeflacht. Precht verpackt wissenschaftliche Inhalte höchst unterhaltsam. Da gibt es dann schon mal den einen oder anderen Lacher. Leider konnte ich von ihm keine persönlichen Einsichten, keine eigene philosophische Meinung zu den Fragen des Lebens finden, die er zumindest gegen Ende hätte äußern können, damit das Ganze nicht nur vergangene Größen aufzählt. Immer wieder kommt Precht auf die Hirnfunktionen des Menschen zu sprechen, von einer Seele und Geist wird kaum etwas erwähnt bzw. erwogen, dass der Mensch mit mehr denken und fühlen könnte als mit vergammelndem Fleisch. Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann scheinbar überhaupt nicht beantwortet werden und wird darum zur sinnlosen Frage degradiert, die lt. Nietzsche und Freud nur stellen könne, wer eine körperliche oder geistige Schwäche habe. Das hat mich doch schon sehr verärgert, denn ich sehe den Sinn des Lebens eindeutig darin, Liebe zu geben und anzunehmen und Hass und Angst deshalb immer weiter aus unserem Leben „abzutrainieren“. Da kommt dann schon die nächste Frage auf, die der Autor ebenfalls nur körperbezogen beantwortet: Was ist Liebe wirklich? 

    Ist „ich denke, also bin ich“, die Antwort, die uns befriedigt? Wohl eher nicht, sonst würden wir nicht weitersuchen. Tatsächlich regiert unser vielgerühmter Verstand unser Leben nämlich nicht. Denn selbst nach Tausenden von Jahren funktioniert dieses Konzept ja noch immer nicht und die Menschen lernen aus ihren Fehlern nicht dazu.

    Die Frage im Buchtitel des Autors würde ich persönlich mit „Alles“ beantworten. Weshalb? Darüber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen. Doch da unser ICH nicht zu erfassen in der Lage ist, ist es wichtig zu wissen, dass man nichts weiß…

  4. Cover des Buches Schöne Tage in Weimar (ISBN: 9783463406305)
    Susanne Falk

    Schöne Tage in Weimar

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Viv29

    Die Geschichte des wundervollen Goethe-Schiller-Denkmals in Weimar, verfasst von einer Nachfahrin des Bildhauers, die zudem  noch Germanistin ist, ein laut Klappentext "amüsanter Roman" - was soll da schief gehen? Leider viel. Schon zu Beginn wunderte ich mich beim Lesen über eine etwas klamaukige Begegnung mit Goethe, dann las es sich eine Weile gut genug für einen Zwischendurchroman, die Hoffnung auf die Geschichte hielt mich durch etwas langamige Szenen und viel zu ausführliche Haushalts- und Kindergeschichten bei der Stange. Irgendwann würde es ja ums eigenliche Thema gehen. Leider blieb es langatmig und wurde immer alberner. Die Einblicke in das wenig interessante Familienleben des Bildhauers und seiner Frau bestehen zum Großteil aus gewollt putzigen Erlebnissen mit Kindern, so z.B. eine Szene, in denen eines (aufdringlich in Großbuchstaben) kreischt, es müsse nicht aufs Töpfchen, nur um danach in die Küche zu urinieren. Das Ganze geht zwei Seiten lang und der Leser wird mit vielen ähnlichen Szenen traktiert (immer wieder gerne mit Großbuchstaben, um es noch platter zu machen) und wartet immer noch darauf, daß die eigentliche Geschichte anfängt. Die tröpfelt zäh dahin, eingebettet in allerlei "lustige" Begebenheiten und Sprüche, worunter auch die häufige heitere Andeutung von Schlägen fällt. Zwischendurch vergewisserte ich mich angesichts der Kindermund-Klamauk-Missgeschick-Dominanz, ob ich nicht aus Versehen zu einem Kinderbuch oder dem Skript eines 70er-Jahre-Lokaltheaterstücks gegriffen hatte. Dann tauchen Goethe und Schiller auf - als Geister, was an sich nicht unbedingt eine schlechte Idee sein müsste, doch verhalten sich die beiden wie alberne, streitende Schuljungen. Da wird kindisch um die Verwendung des "von" im Namen gezetert, es gibt gleich mehrere "Nein!" - "Doch!" - "Nein!"-Dialoge, als ob die Autorin einen der beiden mit Louis de Funes verwechselt hätte. Das ist nicht nur zum Fremdschämen albern, sondern so weit entfernt von Goethe, Schiller und der Art, wie sie miteinander kommunizierten, dass es einfach nur lächerlich wirkt. Es gibt einige Bücher, welche die beiden großen Dichter humoristisch betrachten, manche mehr, manche weniger gelungen, aber zumindest erkennt man in ihnen die Vorbilder wieder. Hier stimmen höchstens die Namen.
    Als dann der Goethe-Geist dem schlafenden Großherzog Weimars noch einen Kohlerußschnurrbart verpasst (hihihi, was haben wir gelacht), habe ich nur noch die Augen verdreht. Trotzdem habe ich mich weitergekämpft, durch weitere Kindererlebnisse, zähe Rückblicke auf das Bildhauer-Eheleben, schlechte Dialoge und alberne Szenen. Irgendwann war es aber schlichtweg nicht mehr lesbar. Das Nachwort habe ich dann nur noch gelesen, um zu erfahren, was sich die Autorin dabei gedacht hat, ein so interessantes Sujet mit so vielen historischen Charakteren derart albern und banal darzustellen. Und siehe da - das Nachwort war das, was ich vom Roman erwartet hatte. Persönlich, gut lesbar, die Recherche zeigend, interessant. Es wäre also möglich gewesen, einen unterhaltsamen Roman zu schreiben, welcher Geschehen und Charaktere vielseitig und angemessen, mit einer Prise Leichtigkeit, behandelt. Doppelt bedauerlich also, dass es zu dieser Roman gewordenen Albernheit kam.

  5. Cover des Buches Der Himmel über Palermo (ISBN: 9783442314409)
    Constanze Neumann

    Der Himmel über Palermo

     (9)
    Aktuelle Rezension von: 65_buchliebhaber

    Blandine von Bülow ist noch jung, als ihre Mutter sich von ihrem leiblichen Vater trennt und mit Richard Wagner eine neue Familie gründet. Im Jahr 1881 reisen alle gemeinsam nach Palermo, um dort zu überwintern. Wagner möchte hier seinen Parsifal beenden. Die feine Gesellschaft nimmt sie gerne auf, lernt aber einen anderen Wagner kennen, als sie erwartet haben. Blandine nimmt am gesellschaftlichen Leben teil und lernt ihren späteren Ehemann Graf Biagio Gravina kennen. Das Buch beginnt nach seinem frühen Tod, als sie Palermo verlässt, um den Erinnerungen an ihre Zeit in Palermo zu entfliehen, die sie auf der Fahrt Revue passieren lässt.

    Das Familienleben ist nicht einfach, auch wenn Richard die Stieftochter und ihre leibliche Schwester wie seine eigenen Kinder behandelt. Ende des 19. Jahrhunderts ist das Leben höherer Töchter streng an Traditionen und Vorgaben gebunden, so auch der Aufenthalt in Palermo. Blandine hegt keine Gedanken daran, auszubrechen, möchte aber ein eigenes Leben führen. Ihr Rückblick darauf gibt jedoch wenig Einblick in ihr Inneres.

    Die Erzählung hat mir ganz gut gefallen, es ist eine sprachliche Perle, die sich schnell und flüssig lesen lässt. Der fiktive Roman orientiert sich eng an historischen Begebenheiten und Personen. Eine Übersicht mit kurzen Erklärungen dazu hätte ich mir gewünscht, der Epilog bietet einige Informationen über die späteren Jahre der im Buch erwähnten Personen. Mir fehlen etwas die Emotionen und mehr Einsicht in ihre Zeit als Ehefrau in Palermo. Alles in allem aber ein schönes Buch.

  6. Cover des Buches Wein und Haschisch (ISBN: 9783717524304)
    Charles Baudelaire

    Wein und Haschisch

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Eigentlich war der 1821 geborene Franzose Charles Baudelaire Lyriker. Vielen ist "Les Fleurs du mal" (Die Blumen des Bösen) viel eher ein Begriff, ich bin jedoch durch die Optik des kleinen in Samt gewandeten Büchleins und dem illustren Titel auf ihn aufmerksam geworden.

    Auf knapp 200 Seiten kommt 2017 erstmals diese Zusammenstellung Essays in Neuübersetzung zum Thema Genuss und Ästhetik heraus. Und Baudelaire versteht etwas vom Genießen und davon, was trügerisch ablenkt - vom Schreiben wie vom Leben überhaupt. Neben Wein und Haschisch werden die Oper und andere Künste genannt, gute und schlechte Literatur kommt zur Sprache, wie mit Gläubigern und Misserfolgen umzugehen ist. 

    Charles Baudelaire schreibt auf hohem Niveau und dabei mit so leichter Hand und unterhaltsam, dass dieses Buch eine große Freude war. Teils mag er überheblich klingen, doch seine Nüchternheit und Sprachgewandtheit (und sicher auch die hervorragende Übersetzung von Melanie Walz) lässt auch Spitzen gegen Kollegen nie bösartig, sondern stets amüsant klingen. 

    "Wein und Haschisch" lässt sich nicht wirklich flüssig lesen, es hat einen roten Faden, die Essays sind jedoch ohne Übergang aufeinanderfolgend, es endet somit ohne abschließende Erkenntnis, die ganze Textsammlung ist vielmehr sehr erhellend.

    Wie von den kleinen Klassikern des Manesseverlages gewohnt sind auch hier Ergänzungen zum Text und zur Übersetzung im Anhang, sowie ein Portrait mit wissenswerten Hintergründen zum diesem interessanten Schriftsteller. 

    Absolut zu empfehlen, eine Praline unter meinen Büchern! 

  7. Cover des Buches Herrin des Hügels (ISBN: 9783328101604)
    Oliver Hilmes

    Herrin des Hügels

     (17)
    Aktuelle Rezension von: sursulapitschi
    Cosima Wagner war eine bemerkenswerte Frau, eine Grande Dame, einflussreich, berühmt, intelligent, aber auch borniert, herrschsüchtig, antisemitisch und hat schon zu Lebzeiten polarisiert.
    Oliver Hilmes hat als erster den Wagner Nachlass gesichtet und einen Berg unbekannter Briefe und Tagebücher gefunden, die er in dieser eindrucksvollen Biographie verarbeitet hat, mit der er versucht, dieser Frau gerecht zu werden, zu zeigen, wie sie wurde, wer sie war.

    Die Wurzeln ihrer schwierigen Persönlichkeit liegen in ihrer Kindheit. Cosima war die uneheliche Tochter von Franz Liszt, geboren 1837 in Como. In Liszts Leben war kein Platz für Kinder, deshalb wurden Cosima und ihre Geschwister herumgereicht, lebten erst in Paris bei der Großmutter und später bei wechselnden Bekannten unter Aufsicht zweier ältlicher Gouvernanten mit verstaubten Ansichten. Sie bekam Gehorsam, Unterwürfigkeit und Selbstverleugnung eingebläut, neben einem selbst für damalige Verhältnisse altmodischen Standesdünkel. Es ist erstaunlich, wie lieblos damals Kinder behandelt wurden.

    Als sie mit 19 den Musiker Hans von Bülow heiratete, war das nicht der Befreiungsschlag, sondern das nächste Desaster. Hans war ein Künstler, egozentrisch, kränklich unberechenbar, allerdings ein Wagner-Bewunderer, wagnerhörig, Wagners Faktotum und Assistent.
    Auch Cosima verehrte Wagner nahezu abgöttisch und wurde mit der Zeit seine Sekretärin, Managerin und Geliebte, während sie offiziell mit Bülow verheiratet war. Hier wundert man sich, wie sie so einfach alle Prinzipien über Bord werfen konnte, wo sie doch sonst so auf Etikette bedacht war, und staunt über ihre Bigotterie.

    Nach dem Tod von Wagners Ehefrau, setzte Cosima ihre Scheidung von Bülow durch und heiratete 1870 Richard Wagner. Sie hatte inzwischen fünf Kinder, von denen drei Wagners Kinder waren.
    Um Wagners Werk ein Denkmal zu setzen, bauten sie in Bayreuth das Festspielhaus und dazu ihre persönliche Residenz mit dem treffenden Namen „Wahnfried“.

    Trotz anfänglicher Schwierigkeiten entwickelte sich Bayreuth zur Kultstätte für Wagnerianer. 1883, nach Wagners Tod, übernahm Cosima die Leitung und machte eine Weihestätte daraus, wurde die „Herrin des Hügels“. Sehr subtil schaffte sie es, den Namen Wagner mit Deutschtum zu verknüpfen, auch wenn das ursprünglich nicht Wagners Ansinnen war. Sie etablierte das „Meisterwort“ als unumstößliches Kriterium für strittige Fragen, wobei nur sie wusste, was der Meister gesagt hat.

    Juden waren ihr ein ganz besonderer Dorn im Auge. Aus ihrer gesicherten Position heraus intrigierte sie hemmungslos gegen jüdische Künstler und Geschäftsleute, was die Wagner-Gemeinde begeistert unterstützte, andere aber zunehmend befremdete. Oliver Hilmes belegt das mit vielen Zitaten eindrucksvoll. Ab 1923 war Adolf Hitler ein gern gesehener Gast in der Villa Wahnfried, der die antisemitischen Schriften von Houston Steward Chamberlain, Cosimas Schwiegersohn, sehr bewunderte.

    Ihr restliches Leben verbrachte sie damit, ihren Sohn Siegfried als Nachfolger, den „Meistersohn“ aufzubauen und schreckte dabei vor nichts zurück. Sie nahm sogar einen Rechtsstreit mit ihrer Tochter Isolde in Kauf, um Siegfrieds Erbe zu sichern. Cosima Wagner starb im April 1930 im Alter von 93 Jahren und war eine Legende, von vielen bewundert und von einigen verachtet.

    „Herrin des Hügels“ ist eine spannende Biographie, die mit vielen Bildern und Zitaten Cosimas Leben in seinem Umfeld zeigt, geschichtliche und politische Randbedingungen anschaulich erklärt und auch das Leben vieler illustrer Zeitgenossen streift. Besonders erstaunlich fand ich dabei, zu sehen, wie sich in adliger Herkunft begründeter Snobismus zu fanatischem Antisemitismus wandeln kann.
    Nach der Lektüre versteht man sie, diese großartige, schreckliche Frau, auch wenn sie einem nicht unbedingt ans Herz wächst.




  8. Cover des Buches Mara und der Feuerbringer (ISBN: 9783839840580)
    Tommy Krappweis

    Mara und der Feuerbringer

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Kanya
    Inhalt
    Eigentlich ist die 14-jährige Mara bis auf ihre ständigen Tagträume ein ganz normales Mädchen. Doch durch die Tagträume ist sie eine Außenseiterin und wird gerne gehänselt. Leider kann sie ihre Tagträume, die sie alles um sich herum vergessen lassen, nicht abstellen. Als jedoch eines Tages ein Zweig mit ihr spricht, zweifelt sie zuerst an ihrem Verstand. Dieser behauptet, dass Mara eine Seherin, eine sogenannte Spákona, ist und das Ende der Welt verhindern soll, dass durch Loki, den Halbgott ausgelöst werden kann. Erst als Mara sich auf einmal in einer längst vergangenen Zeit befindet und der Midardschlange gegenüber steht, fängt sie so langsam an daran zu glauben. Doch wie kann sie als ein einfaches Mädchen einen Halbgott aufhalten?

    Meine Meinung

    Die "Mara"-Reihe gehört zu den Reihen, die mir bisher völlig entgangen sind. Dabei verdient diese Reihe so viel mehr Aufmerksamtkeit, die hoffentlich durch die Verfilmung erfolgen wird.

    Als großer Fan von verschiedenen Mythologien und vor allem der nordisch-germanischen Mythologie konnte mich das Hörbuch schon durch den Klappentext neugierig machen. Ich finde die verschiedenen Darstellungen von Loki in der Literatur immer völlig faszinierend und so war ich gespannt, wie er hier dargestellt wird.
    Dabei hat sich Tommy Krappweis sehr an die eigentliche Mythologie rund um Loki und den nordisch-germanischen Mythen orientiert, was mir sehr gut gefallen hat. Dabei habe ich noch viel Neues erfahren und auch vieles, was ich kenne wiedererkannt. Doch er hat auch neue Ideen miteingebracht und somit das Bekannte wunderbar ergänzt.

    Von der ersten Minute an war ich gefesselt, was auch viel an der sympathischen und eigentlich völlig normalen Protagonistin Mara lag. Sie ist ein ganz normales Mädchen, lebt bei ihrer Mutter, die sie zu seltsamen Seminaren mitschleppt, da sie sich für einen Hexe hält. Dazu muss sie mit den Hänseleien ihrer Mitschüler zurechtkommen. Als sie dann von ihrer Bestimmung erfährt, glaubt sie das alles nicht sofort, was ich sehr authentisch finde und findet erst nach und nach in ihre Rolle hinein und wächst daran.
    Unterstützt wird sie von Professor Weisslinger, der ein Spezialist in Sachen nordisch-germanischer Mythologie ist und ihr mit Rat und Tat zur Seite steht. Natürlich erst nachdem Mara ihm bewiesen hat, dass sie die Wahrheit sagt.

    Mit viel Humor, Sarkasmus, Spannung und auf eine unglaublich fesselnde Art beschreibt Tommy Krappweis Maras Abenteuer. Er beschreibt alles unglaublich bildhaft und wunderbar, verliert sich aber nicht in zu vielen Details. Der Plot wird aus Maras Sicht (personaler Erzähler) geschildert und ihre Gefühle authentisch dargestellt. Dabei ist alles in Jugendsprache geschrieben und leicht und locker zu lesen. Die Erklärungen von Professor Weisslinger sind so gewählt, dass alles leicht zu verstehen ist.

    Aber auch der Sprecher Christoph Maria Herbst kann überzeugen. Denn was wäre ein Hörbuch ohne einen guten Sprecher? Und Christoph Maria Herbst hätte das Hörbuch nicht besser sprechen können. Mit viel Ausdruck und Gefühl lässt er die Geschichte lebendig werden und übermittelt Spannung und Emotionen. Ich hätte ihm ewig zuhören können.

    Das Ende ist in sich abgeschlossen, bietet aber ganz zum Schluss noch einen kleinen Cliffhanger, sodass ich auf weitere Abenteuer von Mara sehr gespannt bin. Das Hörbuch bietet einen wahren Hörgenuss für Jung und Alt und grandiose Unterhaltung.

    Fazit
    "Mara und der Feuerbringer" bietet einen wahren Hörgenuss für Jung und Alt. Nordisch-germanischen Mythen werden mit neuen Ideen kombiniert und bieten einen interessanten, spannenden und humorvollen Plot mit einer sehr sympathischen Protagonistin. Ich kann dieses Hörbuch wirklich nur jedem empfehlen und hoffe, dass es auch die weiteren Bände als Hörbuch geben wird.
  9. Cover des Buches Ludwig II. (ISBN: 9783423310338)
    Martha Schad

    Ludwig II.

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Die Welt nach Wagner (ISBN: 9783498001858)
    Alex Ross

    Die Welt nach Wagner

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches "Dein treuer Freund Ludwig“ oder Warum auch ein König keinen Elefanten bekam! (ISBN: 9783940061522)
    Christiane Böhm

    "Dein treuer Freund Ludwig“ oder Warum auch ein König keinen Elefanten bekam!

     (16)
    Aktuelle Rezension von: orfe1975
    Cover und Aufmachung:
    Für ein Taschenbuch ein sehr edles Cover mit einer Biographie zu Beginn zum Ausklappen. Der Rand im Bayern-Blau ist passend und wirkt mit der eleganten Schrift und dem Porträt sehr stimmungsvoll.

    Inhalt:
    Wer kennt nicht Ludwig II., König der Bayern und sogenannter "Märchenkönig"? Dieses Buch ist jedoch mehr als eine einfache Biographie. Nach vielen interessanten Fragestellungen thematisch geordnet wird sein Leben in interessanten Häppchen neu aufbereitet. Dem Leser offenbart sich hier die ganze Persönlichkeit von seiner Kindheit bis zu seinem Tod. Einiges davon ist sicherlich bekannt, vieles jedoch nicht. Eine spannende Zeitreise für Jung und Alt.

    Mein Eindruck:
    Mein erster optischer Eindruck vom Buch: sehr positiv. Beim ersten Durchblättern sieht man gleich viele Bilder, richtig nostalgisch und passend zum Text, dazwischen ausgewählte Ausflugstipps mit dem Fahrrad, zu Fuß oder auch virtuell als echte Eyecatcher, die gleich zum Erkunden einladen.
    Das Schriftbild, umgeben mit dem gleichen blauen Rand wie auf dem Cover, wirkt klasse, die Schrift ist mir jedoch einen Tick zu klein. Ich bekam den Eindruck, dass viel Information möglichst komprimiert dargestellt werden soll, und finde dies schwieriger zu lesen. Etwas größere Schrift hätte ich persönlich besser gefunden, ansonsten gibt es optisch und haptisch nichts auszusetzen.

    Anders als in vielen Biographien oder Geschichtsbüchern wird hier das Leben nicht chronologisch und in einem Guss, sondern nach Themen sortiert und mit vielen Anekdoten, Bildern und Zitaten erzählt. Dabei werden bestimmte Fragestellungen versucht zu beantworten, wie bspw. wovor Ludwig Angst hatte, was er am liebsten aß, womit er gerne spielte, wen er mochte und wen nicht so gern etc. Da das Buch für Kinder ab 4 Jahren geschrieben ist, finden sich zwischendurch immer wieder Fragen in der Du-Ansprache, die helfen, das Gelesene zu vertiefen und Parallelen und Unterschiede zum eigenen (Kindheits)Erleben bewusst machen. Hinzu kommen immer wieder Anregungen, die geschilderten Orte real oder virtuell zu besuchen.
    Diese Zusammenstellung fand ich genial und pädagogisch sehr wertvoll, egal ob es ums Lernen für Kinder oder Erwachsenen geht. Es macht Geschichte wirklich lebendig und ich habe für mich als Erwachsenen extrem viel dazu gelernt. Vor allem habe ich das Buch verschlungen, da es sich so flüssig lesen ließ, es war umfangreich und nachvollziehbar erklärt, ohne die Dinge zu sehr zu vereinfachen. So macht Geschichte richtig Spaß!

    Das Wenige, das ich zu bemängeln habe, ist die Tatsache, dass häufig Zitate in der Originalsprache kommentarlos genannt wurden. Selbst ich musste einige Begriffe nachschlagen bzw. einige Zitate mehrfach lesen, um zu verstehen, was mir dies Zitat im Kontext des Themas sagen sollte. Hier wären Fußnoten oder kurze Erklärungen im Text hilfreich gewesen. Des Weiteren hätte ich einen Stammbaum oder eine Mindmap mit den wichtigsten Verwandten und Bezugspersonen von Ludwig gut gefunden, denn es kommen viele Namen vor und das Zuordnen fiel auch mir zuweilen manchmal schwer. Kinder mit 4 Jahren (Altersempfehlung) dürften mit der altmodischen Sprache noch weniger anfangen können, ich denke ab Grundschulalter haben Kinder eher was davon.
    Ansonsten kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der sich für Ludwig und sein Leben interessiert. Ich wünsche mir mehr solch lebendig gestaltete Geschichtsbücher!

    Fazit:
    Geniale Mischung aus Anekdoten, Zitaten, Bildern und Ausflugstipps rund um den Märchenkönig - lebendige Wissensvermittlung für (ältere) Kinder und Erwachsenen gleichermaßen
  12. Cover des Buches Wagner (ISBN: 9783868735888)
    Andreas Völlinger

    Wagner

     (5)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    ‚Er war genialer Komponist, flammender Revolutionär und Staatsfeind, liebender Ehemann, charakterloser Opportunist, ätzender Antisemit, romantischer Liebhaber, komplexbeladener Paranoiker, väterlicher Mentor, skrupelloser Ehebrecher, freigiebiger Freund, luxussüchtiger Verschwender, temperamentvoller Dirigent, neidzerfressener Künstlerkollege, humorvolles Unterhaltungstalent, selbstverliebter Egozentriker, begeisterter Vater, kontroverser Kunsttheoretiker und begnadeter Selbstdarsteller‘ (Seite 44)

    Die Graphic Novel ‚Wagner‘ gewährt einen knappen, aber sehr gelungenen Einblick in das Leben und das Werk Richard Wagners. Der Leser erfährt so vom musikalischen und vom politischen Menschen Wagner, von den wichtigsten Stationen seines Lebens, von beeinflussenden Begegnungen, von finanzieller Not und Antisemitismus, von der Unterstützung durch Ludwig II von Bayern, von Erfolgen und Misserfolgen.

    Die Zusammenfassung eines ganzen Lebens auf weniger als 50 Seiten ist natürlich stark reduziert, aber die Graphic Novel macht sehr neugierig auf die weitere Beschäftigung mit Wagners Leben und seiner Person, bietet einen guten Grundstock für das Lesen einer ausführlicheren Biografie, da man durch die Graphic Novel schon ein paar Eckdaten erhält, an die man Wissen anknüpfen kann.

    Mir hat die Graphic Novel mit den großartigen Zeichnungen sehr gut gefallen, und da ich die Overturen und Preludes Wagners sehr schätze und bald meine erste Wagner-Oper live erleben werde, hat mich die Graphic Novel zusätzlich sehr motiviert, mich mehr mit diesem spannenden Menschen auseinanderzusetzen.
  13. Cover des Buches Der Duft des Sussita (ISBN: 9783446240292)
    Robert Scheer

    Der Duft des Sussita

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962
    Der Autor: Robert Scheer wurde 1973 in
    Rumänien geboren und lebte mit seiner
    Familie ab 1985 in Israel. Er versuchte sich
    als Rockmusiker in London, auch als
    Dolmetscher und als Musikproduzent. Heute
    lebt er seit 1999 in Tübingen und ist nach
    einem Philosophiestudium als Buchhändler
    und auch Schriftsteller tätig. Aber auch
    sonst ist er sehr vielseitig begabt.

    Dieses Buch ist 2012 im Hansa-Verlag
    erschienen.

    In 12 wunderbaren Kurzgeschichten
    berichtet Robert Scheer u. A. über den
    Duft des Sussita. Es handelt sich
    nicht um eine Modemarke oder
    Parfum, nein es ist ein Auto. Über eine
    glückliche Familie, die ihren ersten
    Ausflug mit diesem neuen Auto macht
    und nach dem Essen das Auto nicht
    mehr finden kann. Oder wie ein
    Opernbesuch zum ersten Richard
    Wagner Konzert in Israel bei den
    Israelis ankommt. Ganz besonders
    gefallen hat mir die Geschichte mit
    Lothar Matthäus, der sich in Israel
    als Trainer versucht hat und leider
    den Spieler mit dem falschen Namen
    arrangieren wollte oder die Privatisierung
    der Essenlieferungen an der Front für
    die Soldaten.

    Der Leser bekommt einen hervorragenden
    Einblick in die Lebensweise und auch
    Denkweise der in Israel lebenden Menschen,
    mit all ihren Macken und Eigenarten.
    Sehr amüsant fand ich es.

    Auch hat Robert Scheer so seinen ganz
    eigenen Stil etwas zu erzählen. Durch
    häufige Wiederholungen der Wörter und
    Sätze prägt sich der Text richtig ein.
    Lässt es noch mal Revue passieren, denkt
    darüber nach und ich musste dann auch
    immer mal wieder Dinge nachschlagen
    oder auch Passagen aus der Bibel
    heraussuchen. Habe einiges neues gelernt,
    über die ausgestorbene Gattung der
    Amalekiter und über die geheimnisvollen
    Drusen, die nur noch in einigen wenigen
    Ländern leben.

    Von solchen Geschichten darf es ruhig
    noch mehr geben. 
  14. Cover des Buches Wagners Ring (ISBN: 9783492228879)
    Richard Wagner

    Wagners Ring

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Weimar im Urteil der Welt, Stimmen aus drei Jahrhunderten (ISBN: B002FDLXQ0)
  16. Cover des Buches Götterdämmerung (ISBN: 9783717522621)
    Elémir Bourges

    Götterdämmerung

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Mein Leben mit Wagner (ISBN: 9783406698781)
    Christian Thielemann

    Mein Leben mit Wagner

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Mitschreiberin
    Opernmusik ist heutzutage ja nicht mehr unbedingt jedermanns Sache und gerade Richard Wagner wirkt mit seinem gewaltigen Nibelungenring oft abschreckend. Wie schön, dass es für diese Fälle jetzt ein Buch gibt, das einem nicht nur das Leben, die Musik und die Opern Wagners auf leichte Weise näher bringt, sondern auch einen Blick in das Treiben der Opernwelt gestattet: Der gefeierte Dirigent Christian Thielemann beschreibt in seinem Buch „Mein Leben mit Wagner“, wie er als Kind zur Opernmusik gekommen ist, wie sein Werdegang hin zum Kapellmeister verlief und gibt einen Überblick über die Opern Wagners.

    So einen intimer Blick auf die Hintergründe der Opernwelt und vor allem auf die Geschichte, Abläufe und Besonderheiten des Bayreuther Opernhauses und seiner Festspiele sind einem wohl selten vergönnt. Thielemann, der sich in die lange Folge der Dirigenten, die auf dem Grünen Hügel zu bewundern waren und sind, eingereiht hat, erzählt in einem angenehmen Plauderton die Geschichte dieses einzigartigen Ortes. Doch nicht nur die Bayreuther Festspiele, auch das Leben Richard Wagners wird aufgerollt. Somit erzählt das Buch nicht nur aus dem Leben eines Kapellmeisters, sondern man hält auch eine Wagner-Biographie in der Hand, die einem den auf den ersten Blick etwas sperrig anmutenden Komponisten näher bringt. 

    Für den Einsteiger besonders hilfreich sind die Beschreibungen der Opern. Thielemann berichtet in chronologischer Reihenfolge über Entstehung, Besetzung, Inhalt und Aufnahmen der einzelnen Opern. Seine Begeisterung für Wagners Musik kommt dabei in jedem Satz zum Ausdruck. Auch wenn der Laie beim Namedropping des Autors (viele Namen großer Dirigenten, Sänger und Sängerinnen) manchmal nicht ganz mitkommt und einige Erklärungen der kompositorischen Eigenheiten eher für Leser mit Vorwissen zu verstehen sind, so springt der Funke doch über: Man möchte gleich ins nächste Kaufhaus gehen, um sich eine Aufnahme von „Tristan und Isolde“ zu holen, oder noch besser, gleich eine Karte für die „Walküre“ ergattern.

    Nächstes Jahr wäre Richard Wagner 200 Jahre alt geworden. Wer sich aus diesem Anlass endlich mit dessen Werk befassen möchte, aber keine Lust auf den üblichen Opernführer hat, der ist mit diesem kurzweiligen Buch bestens bedient. Hier erzählt einer, der sein Herz und sein Leben diesem großen Komponisten geweiht hat. Wer könnte einem die Musik Richard Wagners also besser nahe bringen als Christian Thielemann?
  18. Cover des Buches Leidenschaftliche Liebesbriefe (ISBN: 9783760717418)
    Michelle Lovric

    Leidenschaftliche Liebesbriefe

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Kaiser, Kriege und Kokotten (ISBN: 9783499626043)
    Christoph Schulte-Richtering

    Kaiser, Kriege und Kokotten

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Lara_Hoeffner
    Dieses Buch ist großartig. Und ein seltener Glücksfall: Es ist witzig und klug zugleich. Mal möchte man sich kringeln vor Lachen, und im nächsten Satz schon ist man platt, dass man wieder auf überraschende Weise etwas gelernt hat, was man vorher nicht wusste - und zwar auf so unnachahmliche Art, dass man sich fragt: Warum schreiben nicht alle Autoren so? "Schnick, Schnack, Schnuck" ist zwar ein Geschichtsbuch - von Nero bis zur Finanzkrise lernen wir in 44 amüsanten und kurzen Kapiteln, wo der Nibelungenschatz vergraben liegt, warum Tatajana Gsell um ein Haar Königion von Spanien geworden wäre und warum Heidi Klum ihre Karriere Immanuel Kant zu verdanken hat Aber dabei tritt Christoph Schulte-Richtering überhaupt nicht wie ein wandelndes Lexikon auf, obschon ihm von der Völkerwanderung bis zur Wiedervereinigung, von den Kreuzzügen bis zu 9/11, vom Preußenkönig Friedrich bis zu Hitlers Autobahnen wirklich nichts unbekannt zu sein scheint. Das liegt einzig an seiner Darstellungsweise von Geschichte – die einfach unerhört ist. Frech, ohne falschen Respekt, gegen jeden einschläfernden Strich gebürstet. Alles Lehrerhafte, jede Faktenhuberei gehen ihm ab. Aber überraschende Zusammenhänge herzustellen, das macht ihm großen Spaß, und das spürt der Leser genussvoll auf jeder Seite. Liest man etwa die sechs Seiten über die Finanzkrise, hat man nicht nur das Prinzip der Leerverkäufe ein für allemal begriffen, sondern elegant gleich mitgelernt, warum das 17. Jahrhundert das große Zeitalter des niederländischen Blumenstilllebens werden konnte und was das mit der provozierenden Kunst eines Damien Hirst zu tun hat. Den gegenwärtigen Burgfrieden zwischen Banken und Regierungen beurteilt Schulte-Richtering allerdings skeptisch: «die Sache fühlt sich ein bisschen so an, als ob man den Hund den Wurstvorrat bewachen lässt». Der Autor ist ein Meister des ersten Satzes. „Am Morgen des 26. April 1336 klingelt der Wecker, und das Mittelalter ist vorbei.“ So beginnt das Kapitel über die Renaissance. Oder der Barock: "'Barocke Rubensfrau sucht Mann fürs Leben', wenn Sie so eine Kontaktanzeige lesen: Finger weg!“ Sehr schön auch folgender Auftakt: „Weia! Waga! Woge, du Welle, walle zur Wiege! Wagalaweia! Wallala weiala weia!“ Okay, vor Wagners „Nibelungen“ kapituliert sogar ein Schulte-Richtering, um dann Richard Wagners Leben als Künstler und Mann freilich doch noch zu erhellen. Spielerisch stellt dieses Buch unser Wissen vom Kopf auf die Füße. Dabei orientiert sich der Autor durchaus an filmischem Erzählen, hier merkt man den Stall, aus dem er kommt. Seit Jahren arbeitet er als Gedankenlieferant und Texter für viele Fernsehgrößen, von Gottschalk bis Plasberg, von Harald Schmidt bis Stefan Raab. Gekonnt strafft er, spitzt zu, reduziert ein paar Jahrhunderte auf drei Sätze und bringt sie damit auf den Punkt. Einzelheiten leuchtet er sorgfältig aus, stellt Querverweise her – und unterbricht das Programm rechtzeitig. „Ende Teil 1. Pause, Popcorn, Pipi.“ Großes Kino, diese kleine Weltgeschichte!
  20. Cover des Buches Prima la Musica, dopo le parole (ISBN: 9783864892226)
    Marcel Reich-Ranicki

    Prima la Musica, dopo le parole

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Heldentenor

    Die Aufzeichnung eines Streitgesprächs dreier Größen des deutschen Geisteslebens: ein Musikkritiker, ein Literaturkritiker und ein Opernintendant. Thema ist die ewig ungelöste Frage, was im Vordergrund steht, was wichtiger ist. Ist es die Partitur, ist es das Libretto, der Komponist oder der Librettist.. 

    Natürlich können die Diskutanten zu keinem Ergebnis kommen. Dennoch ist es ein großer Genuss zu lesen, wie diese Geistesgrößen über Tristan und den Rosenkavalier, über Strauss und Wagner diskutieren. Manchmal wundert man sich, manchmal staunt man und manchmal lernt man etwas. Nicht nur über die diskutierten Werke, über die Komponisten, über das Verhältnis zwischen Strauss und Hofmansthal, sonder auch über die, die da diskutieren. 

    P.S. Der Rosenkavalier ist und bleibt die beste aller Opern.

  21. Cover des Buches Klang ist Leben (ISBN: 9783866048782)
    Daniel Barenboim

    Klang ist Leben

     (2)
    Aktuelle Rezension von: SteffiWausL
    Daniel Barenboim ist nicht nur ein begnadeter Dirigent, er ist auch eine interessante Persönlichkeit. Er ist gleichzeitig israelischer und palästinensischer Staatsbürger, der sich für den Frieden im Nahen Osten einsetzt.

    Auch in dem Buch "Klang ist Leben" erzählt er von der Problematik im Nahen Osten, bringt aber einen Hoffnungsschimmer als er von seinem erfolgreichen Projekten - dem West-Eastern Divan Orchestra und dem Konzert von Ramallah berichtet.

    Doch nicht nur politische Themen werden behandelt. Das Buch beginnt mit einer tollen und interessanten Einführung und Erklärung, was Klang eigentlich ist. Wie die Beziehung zwischen Klang und Stille die Beziehung zwischen Leben und Tod widerspiegelt. Er gibt Beispiele, die zeigen, dass das Ohr mächtiger als das Auge ist, wir in unserer visuellen Welt dem Sehen aber mehr Beachtung schenken.

    Ich hätte "Klang ist Leben" im Nachhinein lieber als Buch gelesen - wichtige und schöne Sätze (und davon gab es viele) hätten sich so sicher besser eingeprägt. Ansonsten hab ich es aber genossen, Daniel Barenboim zuzuhören, der beeindruckend gut Deutsch spricht.
  22. Cover des Buches Der Neuschwanstein Code (ISBN: 9783942920094)
    Arno Loeb

    Der Neuschwanstein Code

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Hasewue
    Auf Schloss Neuschwanstein werden zwei Tote gefunden, beide ermordert. Die Fremdenführerin Wally Windheim gerät dabei mitten in den Fall hinein, nicht nur, weil sie die Toten fand, sondern auch eine geheimnisvolle Dose, die wichtiger Bestandteil eines mysteriösen Rätsels rund um das Schloss zu sein scheint. Denn hinter den Morden steckt mehr als zunächst gedacht – ein Schatz, der nicht nur unendlichen Reichtum, sondern auch große Macht verspricht und als nibelungenschatz bekannt ist. Und auf einer Reise quer durch Bayern, um das Geheimnis des Neuschwanstein Codes zu knacken, geraten Wally und ihr Freund Taka in große Gefahr. Ich bin ja ein sehr großer Ludwig II. Fan und finde nicht nur seine Geschichte, sondern auch seine Schlösser und die ganzen Theorien über seinen Tod sehr faszinierend und spannend. Ich habe mich deswegen auch schon sehr auf Arno Löbs Buch „Der Neuschwanstein Code“ gefreut, da genau diese Aspekte im Vordergrund standen. Dennoch war die Umsetzung des Themas alles andere als gelungen. Zunächst aber zum positiven. Arno Löb beschreibt die verschiedenen Schauplätze, Ludwigs Schlösser, Bayreuth, München, etc., sehr ausführlich und gut und wenn man schon besagte Schlösser und Orte besucht hat, kann man sich auch ein sehr gutes Bild machen und versinkt bei diesen Stellen in der Geschichte. Auch die Zitate von diversen historischen Persönlichkeiten wie Ludwig II, Richard und Cosima Wagner und Co. Zu Beginn jedes Kapitels waren nett zu lesen, genau wie die interessanten Informationen und Anekdoten zu Ludwig II., Richard Wagner und dessen Werke, die mit Abstand die spannendsten und lesenswertesten Stellen des ganzen Buches waren. Die Verschwörungstheorien waren auch ganz nett, wobei sie aber manchmal zu abstrus wurden. Die Idee an sich hat mich auch begeistert, aber die Umsetzung gelang dann leider nicht. Sprachlich war das buch ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei. Teilweise Wiederholungen von Sätzen nur umgestellt, oder oftmals falsche Wortwahl – ich würde eine Vergewaltigung nicht gerade als „gemein“ bezeichnen, das wirkt eher wie Kindergartenniveau – oder die naiven Dialoge, die teilweise recht dümmlich wirkten machten „Der Neuschwanstein Code“ nicht gerade zu einem Buch mit hohem sprachlichen Niveau. Schwierig waren auch die einzelnen Szenenwechsel in einem Kapitel, da es schlichtweg keine Absätze gibt und die Sprünge so meist recht wirr waren. Die Personen waren auch eher farblos und Wally Windheim, deren Name mich eher an eine Karikatur einer „Hauptprotagonistin“ erinnert, war meines Erachtens auch nicht gerade die hellste, wobei das aber auch an der Assoziation liegen könnte, die ich bei so einer misslungenen Namenswahl zog. Auch ihre Rolle in diesem Fall, die einer Hobby-Miss-Marple, fand ich sehr an den Haaren herbeigezogen, aber vor allem die Tatsache, dass sie als Zeugin sofort per Du mit sämtlichen Ermittlern ist, vom verantwortlichen Kommissar Dolling mit Freuden an den Ermittlungen beteiligt wird und problemlos über polizeiinterne Geschehnisse zum Fall auf dem Laufenden gehalten wird. Sehr realitätsfern. Ansonsten passiert zwar recht viel ohne dass ich es richtig spannend oder mitreißend fand und auch das Ende konnte mich nicht vollends überzeugen. Sprachlich und in der Umsetzung gesehen war das Buch ein totaler Reinfall, die interessanten Infos über Ludwig II und Gefolge konnten es dann aber noch so weit retten, dass ich zumindest nicht abgebrochen habe. 2 von 5 Sternen!
  23. Cover des Buches Parsifal (ISBN: 9783849566647)
    Kurt Pahlen

    Parsifal

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Wagners Hitler (ISBN: 9783442755479)
    Joachim Köhler

    Wagners Hitler

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Hitler und seine Wagner-Begeisterung ist legendär; Richard Wagner ist bekannter Antisemit, der seine Werke dazu genutzt hat, sein Gedankengut zu transportieren. Joachim Köhler widmet sich in seinem Buch den familiären und sozialen Verquickungen des Wagner-Clans mit Hitler, den gegenseitigen ideologischen Beeinflussungen Hitlers durch Wagners Opernideologie. Gut geschrieben, ansprechend, aber ein Thema, dass durch andere Publikationen und Fernsehen bereits ausgiebig bearbeitet wurde.

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