Bücher mit dem Tag "rené descartes"

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8 Bücher

  1. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783442313617)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

     (650)
    Aktuelle Rezension von: Faidit

    Precht hat seine Abhandlung in drei Abschnitte eingeteilt. Den ersten Abschnitt könnte man zusammenfassen mit: Ich habe ein Gehirn, mit dem ich denke und fühle, also bin ich. Ob man seine Persönlichkeit nur auf diese graue Masse beschränken will, sei jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil sehe das nicht so. Aber es scheint, dass die Philosophie die Beantwortung der großen Fragen eines jeden sinnierenden Menschen ohnehin nicht endgültig beantwortet, sondern nur Anreize gibt, wie auch Precht in seinem Buch. Der Autor packt unter diesem sinnpr“e“chtigen Titel sämtliche anerkannten Größen der Philosophie und Psychologie sowie auch der Medizin im Bereich Hirnforschung mit kurzer Darstellung ihres Lebens und ihrer persönlichen Lehre zusammen, sodass dieses Werk eher zu einem Sachbuch der Historie der Geisteswissenschaften wird. Das Buch hat sich zur Mitte hin, als der Autor auch aktuelle Themen wie Sterbehilfe, Tierversuche usw. angepackt hat, sehr gesteigert, ist zum Ende hin aber leider wieder abgeflacht. Precht verpackt wissenschaftliche Inhalte höchst unterhaltsam. Da gibt es dann schon mal den einen oder anderen Lacher. Leider konnte ich von ihm keine persönlichen Einsichten, keine eigene philosophische Meinung zu den Fragen des Lebens finden, die er zumindest gegen Ende hätte äußern können, damit das Ganze nicht nur vergangene Größen aufzählt. Immer wieder kommt Precht auf die Hirnfunktionen des Menschen zu sprechen, von einer Seele und Geist wird kaum etwas erwähnt bzw. erwogen, dass der Mensch mit mehr denken und fühlen könnte als mit vergammelndem Fleisch. Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann scheinbar überhaupt nicht beantwortet werden und wird darum zur sinnlosen Frage degradiert, die lt. Nietzsche und Freud nur stellen könne, wer eine körperliche oder geistige Schwäche habe. Das hat mich doch schon sehr verärgert, denn ich sehe den Sinn des Lebens eindeutig darin, Liebe zu geben und anzunehmen und Hass und Angst deshalb immer weiter aus unserem Leben „abzutrainieren“. Da kommt dann schon die nächste Frage auf, die der Autor ebenfalls nur körperbezogen beantwortet: Was ist Liebe wirklich? 

    Ist „ich denke, also bin ich“, die Antwort, die uns befriedigt? Wohl eher nicht, sonst würden wir nicht weitersuchen. Tatsächlich regiert unser vielgerühmter Verstand unser Leben nämlich nicht. Denn selbst nach Tausenden von Jahren funktioniert dieses Konzept ja noch immer nicht und die Menschen lernen aus ihren Fehlern nicht dazu.

    Die Frage im Buchtitel des Autors würde ich persönlich mit „Alles“ beantworten. Weshalb? Darüber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen. Doch da unser ICH nicht zu erfassen in der Lage ist, ist es wichtig zu wissen, dass man nichts weiß…

  2. Cover des Buches Die philosophische Hintertreppe (ISBN: 9783650402080)
    Wilhelm Weischedel

    Die philosophische Hintertreppe

     (103)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

    "Die philosophische Hintertreppe" erreichte mich als Geburtstagsgeschenk und kann von mir als solches für Philosophie-Begeisterte mit gewissem intellektuellen Anspruch auch weiterempfohlen werden. Ein "Buch für jedermann" ist Weischedels Aufstieg in die Loge der großen Philosophen der Menschheitsgeschichte aber definitiv nicht. Die passende Zielgruppe, die dieses Büchlein anregend und interessant finden wird, ist stark vom jeweiligen Wissensstand abhängig. Für komplette Neueinsteiger dürften die hier erläuterten Inhalte definitiv zu wenig anschaulich, für LeserInnen mit mehr Vorwissen hingegen zu oberflächlich und lückenhaft sein. Der Autor steigt in jedem der 34 Kapitel mit einer anekdotische Einführung in das Leben und Schaffen des jeweiligen Philosophen ein. Wenn wir uns dann ein Bild von der Person gemacht und verstanden haben, in welchem Kontext er gelebt hat, werden exemplarisch die wichtigsten Errungenschaften und Thesen vorgestellt. Da nur jeweils acht bis zehn Seiten für einen Denker aufgewendet werden und davon oftmals über ein Drittel für die Kurzbiografie wegfällt, ist die Erklärungstiefe der Theorien natürlich stark begrenzt. Auch hinsichtlich der Auswahl der vorgestellten Philosophen ergeben sich einige Lücken und es wird wie so oft die Brille der europäischen Kultur deutlich. Trotz aller Einschränkungen dieses Formats wird ein Rundumschlag und ein Gang durch die Geschichte des Denkens über Sein, Wirklichkeit, Menschenbild, Gesellschaft, Gott, Kirche und Sinn ermöglicht.


    Nach einem kurzen Blick in das Impressum wird klar, dass die erste Ausgabe dieses Sachbuchs schon 1975 erscheint. Demnach angestaubt ist leider auch der Schreibstil. Wilhelm Weischedel stellt seine 34 Denker in prägnanzlosem, trockenen Plauderton vor, der zwar zwischendurch das ein oder andere Augenzwinkern enthält, alles in allem aber doch recht theoretisch und realitätsfern wirkt. Auch wenn hier statt der vornehmen, komplizierten Vordertür mit all ihren Eingangsbeschränkungen, die "Hintertreppe" gewählt wurde, muss man diese auch erstmal erklimmen - und das ist harte Arbeit. Statt die Kernaussagen der jeweiligen Denker greifbar und durch handliche Alltagsbeispiele zu veranschaulichen wie es zum Beispiel Jostein Gaarder in "Sofies Welt" hält, sind die Aufsätze eher sperrig und beinhalten viele Zitate aus Originalarbeiten. Zwar hat "Die philosophische Hintertreppe" einen deutlich akademischeren Anspruch als "Sofies Welt", weshalb der direkte Vergleich etwas hinkt, die Leserfreundlichkeit dieses Buches ist aber dennoch ein wenig zu bemängeln.


    Die geringe Leserfreundlichkeit wird auch durch Satz und Gestaltung des Buches mitverantwortet, in welchem ebenfalls deutlich wird, dass das Buch schon etwas älter ist. Kaum Absätze, schmucklose Kapitelüberschriften und ein sehr geringer Zeilenabstand sorgen dafür, dass das Büchlein nicht gerade darum bettelt, zur Hand genommen und gelesen zu werden. Eine kurze und prägnante Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte am Kapitelende, Querverweise zu vorherigen Kapiteln und gerne auch die ein oder andere graphische Aufbereitung hätten den Lesekomfort deutlich verbessert. Sehr gut gefällt mir hingegen das Cover, dass - passend zum Thema - Raffaels "Die Schule von Athen" zeigt.




    Das Urteil

    Ein interessanter Aufstieg in die Loge der großen Philosophen der Menschheitsgeschichte, welchen ich aber aufgrund des prägnanzlosen Plaudertons, der geringen Anschaulichkeit und der nicht gerade leserfreundlichen Aufmachung nur an Philosophie-Begeisterte mit gewissem intellektuellen Anspruch weiterempfehlen kann. Komplette Neueinsteiger können stattdessen zu "Sofies Welt" greifen, bei größerem Vorwissen dürften die Beschreibungen hier zu oberflächlich und lückenhaft sein.

  3. Cover des Buches Die Welt aus den Angeln (ISBN: 9783423349406)
    Philipp Blom

    Die Welt aus den Angeln

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    In diesem Buch untersucht Philipp Blom die Auswirkungen der kleinen Eiszeit zwischen 1570 und 1700 auf die Vegetation bzw. auf Mensch und Vieh. Blom erzählt von zugefrorenen Flüssen, Missernten, Staatskrisen und Hexenverbrennungen und springt zeitlich und geografisch häufig hin- und her. Hauptaugenmerk liegt auf den Niederlanden, da dort die Maler das bunte treiben auf zugefrorenen Grachten dargestellt haben. Auch von London gibt es Gemälde von Eisläufern auf der Themse. Die Abbildungen hierzu lockern das Buch recht gut auf. Die anderen Abbildungen von diversen Philosophen, Herrschern und Geistlichen sind leider beim Drucken nicht so toll gelungen.

     

    Die Verquickungen Religion und Alltag brechen langsam durch die Naturwissenschaftler auf. Nicht jedes Naturereignis ist die Strafe Gottes, auch wenn das nach wie vor von hauptsächlich katholischen Geistlichen behauptet wird. Je mehr Bildung die Menschen erfahren, desto weniger geraten sie an Quacksalber, Heilsverkünder oder sonstige Scharlatane. Interessant herausgearbeitet ist, dass es das Bürgertum ist, dass langsam aber sicher durch den Handel und das Gewerbe zu Vermögen kommt und sich von der Masse der verarmten, ungebildeten Bauern und Tagelöhnern abhebt. Doch auch der Adel ist häufig bar jeder Bildung.

     

    Philipp Blom ist als detaillierter Sachbuchautor bekannt. Seine Recherchen sind penibel und haben Hand und Fuß. Doch diesmal ist er in der Mitte des vorliegenden Buches für meinen Geschmack zu sehr in das Philosophische abgedriftet. Nicht, dass die Ideen, Theorien und Ansichten nicht interessant sind, nur zum Thema passen sie nicht ganz.

    Der philosophischen Betrachtungen wird recht viel Platz eingeräumt. So werden mehr oder weniger bekannte Philosophen wie z. B. Voltaire, Descartes, Gassende, Giordano Bruno, oder Mersenne übermäßig zitiert, die Erfindung des Buchdrucks, ein Isaac Newton, Johannes Kepler, Galileo Galilei und ähnliche Zeitgenossen, finden nur kurze oder gar keine Erwähnung. Dabei haben die technischen Erfindungen einen hohen Anteil an der Weiterentwicklung von Stadt und Land.

    Die Einführung in den Merkantilismus ist zwar recht nett, hat aber auch nur bedingt mit der kleinen Eiszeit zu tun. Der Stehsatz, „mehr exportieren denn importieren um einen Handelsbilanzüberschuss zu erzeugen“ ist unabhängig von einer Klimaverschiebung.

     

    Die Episode rund um die Vernichtung der Spanischen Armada nicht nur durch die Englische Flotte hat mir gut gefallen. Solche Bespiele hätte ich mehr gelesen.

     

    Der Bezug zur Gegenwart ist für mich nicht so ganz gelungen. Die Bemerkungen "Alles wird anders. Die Migrationsbewegungen, Verteilungskämpfe, Kriege und Konfrontationen der kommenden Jahrzehnte werden unsere Gesellschaften erschüttern und transformieren" (S.261) klingen ein wenig nach aktuellem Zeitgeist und Plattitüden.

     

    Fazit:

     

    Entspricht leider nicht ganz meinen Erwartungen, daher nur 3 Sterne.

  4. Cover des Buches Worte in meiner Hand (ISBN: 9783548613321)
    Guinevere Glasfurd

    Worte in meiner Hand

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Frau_M_aus_M

    "Worte in meiner Hand" ist ein ganz wunderbares Buch. Ich kann ihm wahrscheinlich mit dem, was ich hier schreibe, nicht gerecht werden.

    Die Handlung spielt in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Sie dreht sich um die Liebe zwischen dem französischen Philosophen René Descartes und der etwa zwanzig Jahre jüngeren Magd Helena Jans. Genial ist, dass der Prominente Descartes eben nicht im Mittelpunkt steht, sondern Helena, aus deren Perspektiver heraus (Ich-Form) erzählt wird. Diese Liebe hat es wirklich gegeben, auch wenn es nur ganz wenige Belege dafür gibt und noch weniger gesicherte Informationen über Helena Jans.

    Aus diesem mageren Gitter an Fakten hat Guinevere Glasfund eine Geschichte gestrickt, die natürlich jede Menge Phantasie und noch mehr Einfühlungsvermögen widerspiegelt. Da es keine lebenden Zeitzeugen gibt, können wir nur mit dem Wissen und der Sichtweise von heute auf diese Zeit sehen. Wie hat es sich angefühlt, im 17. Jahrhundert eine Frau zu sein, eine mittellose ohne Rang. Wie hat es sich angefühlt, zu glauben, dass die Erde eine Scheibe ist und die bestehende gesellschaftliche Ordnung eine von Gott gewollte? Wo es normal war, dass Frauen nicht lesen und schreiben können und selbstverständlich von allem Männlichen bevormundet wurden.

    Helena ist 17 Jahre alt und die Magd im Hause eines englischen Buchhändlers in Amsterdam. Sie arbeitet von früh bis spät und wird von ihrem Dienstherrn kaum als Person wahrgenommen. Sie ist ein kluges Mädchen und interessiert sich für die Welt, was sie vor dem Buchhändler und auch seinen Bekannten verbergen muss. Sie hat sich selbst das Lesen beigebracht und übt heimlich das Schreiben. Ihre Klugheit wird ihr als Makel angelastet. Als Descartes als längerfristiger Gast mit seinem Atlatus, dem Limousin bei Mr. Sergeant absteigt, treffen zwei Seelenverwandte aufeinander. Sie inspirieren sich gegenseitig. Es ist einfach klasse, wie es Guinevere Glasfund gelungen ist, die Entwicklung dieser Liebe authentisch darzustellen. Natürlich ist diese Beziehung unmöglich. Die gesellschaftlichen Schranken sind unüberwindbar. Für Helena und auch für Descartes. Es gelingt ihnen jedoch, dem Leben, der Zeit und der Gesellschaft eine Möglichkeit abzutrotzen, miteinander zu leben und mit dem Kind, das Helena schon nach kurzer Zeit bekommt, eine Art Familie zu sein. Das ist nur abseits der Gesellschaft im Geheimen an einem abgelegenen Ort möglich, wo sich nicht so schnell entdeckt werden. Leider ist es nur eine kurze Zeit des Glücks, denn die kleine Tochter Francine stirbt mit fünf Jahren an Scharlach. Wie hat es sich angefühlt, dieser Krankheit, die heute kein Problem mehr darstellt, ratlos ausgeliefert zu sein. Die Geschichte gibt einen Eindruck davon. Es zerreißt einem das Herz.

    Sehr interessant ist die Wahrnehmung von Helena. Und es wird klar, dass auch vierhundert Jahre nach dieser Geschichte immernoch so manche gesellschaftliche Beschränkung mehr oder weniger besteht und gerade kluge und selbstbestimmte Frauen hier und da immer noch als suspekt gelten.

    In dieses Buch kann man sich hineinfallen lassen. Es war eine wahre Freude, es zu lesen.

  5. Cover des Buches Blickfeld Deutsch Oberstufe - Ausgabe 2003 / Blickfeld Deutsch Oberstufe (ISBN: 9783140282277)
  6. Cover des Buches Worte in meiner Hand (ISBN: 9783844912838)
    Guinevere Glasfurd

    Worte in meiner Hand

     (12)
    Aktuelle Rezension von: lyla_2912

    *Worte in meiner Hand* von Guinevere Glasfurd hat mir als Hörbuch sehr gut gefallen. Es ist schön synchronisiert, gut geschrieben und herzzerreißend. 

    Helena wird von ihrer Mutter im Alter von 17 Jahren als Magd nach Amsterdam geschickt. Rund um das 17. Jahrhundert erhält sie einen fairen Job, was keine Selbstverständlichkeit ist. Sie kann als Magd und Frau lesen und schreiben, was ungewöhnlich war, jedoch nur mit äußerster Zurückhaltung gewürdigt wird. Als sie einem französischen Gast ihres Arbeitgebers näher kommt und die beiden einander sehr zugeneigt sind, hofft sie auf ein offizielles Leben an seiner Seite. 

    Helena hat mir als Charakter gut gefallen, denn sie wirkte zu jeder Zeit authentisch, selbstbestimmt und klug. Als ihr bewusst wird, dass ihr Liebster sie zwar bei sich, aber auch fern von allen anderen halten will, beschließt sie ihre eigene Entscheidung zu treffen und gewinnt damit nicht nur Anerkennung, sondern auch eine gewisse Freiheit. 

    Der Verlauf der Geschichte ist jederzeit spannend, endet leider mit einem tragischen Ereignis, was der Geschichte jedoch noch mehr Tiefe verleiht. Auch die Beschreibung der Gefühle fand ich sehr passend und nachvollziehbar. 

    Ich habe ein paar wirklich schöne Stunden mit dem Hörbuch verbracht und am Ende mit Helena gelitten, mich aber wiederum auch für sie gefreut, da sie eine Frau war, die trotz großer Widrigkeiten zu sich selbst stand und den Herren so gezeigt hat, dass auch das Leben der Frau so unglaublich wertvoll ist und auch schon im 17. Jahrhundert war. 


  7. Cover des Buches Universalgelehrter (ISBN: 9781158754656)
    Bucher Gruppe

    Universalgelehrter

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783837113686)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Bommerlinda
    Ja, ich bin eine Spätzünderin, bzw. eine Spätleserin.

    Fünf Jahre steht die philosophische Reise des Herrn Prechts bereits in meinem Bücherregal, aber ehrlich gesagt, habe ich nie so richtig Lust verspürt, dieses Buch zu lesen, warum auch immer. Das hat sich nun geändert und so schlimm, wie ich es mir zeitweise ausgemalt habe, ist es dann doch nicht zu lesen.

    Der Inhalt des Buches gibt auf unterhaltsame Art und Weise Antworten auf Fragen, mit denen sich Philosophen so im Allgemeinen beschäftigen müssen. Hier besitzt Herr Precht die Fähigkeit, manch tiefgreifende Erkenntnis so prägnant auf den Punkt zu bringen, dass viele Philosophen noch etwas lernen können.
    Allerdings behandelt Precht vor allem die modernen Philosophen des 19. und 20. Jahrhundert. Wer einen wirklichen Überblick über die wichtigen Philosophen haben möchte, der kommt um andere Bücher nicht drumrum, so wird beispielsweise Sokrates, der Begründer der Philosophie, nur kurz erwähnt. 

    Übersichtlich und kompakt umfasst jedes Kapitel um die zehn Seiten. Die Sprache ist verständlich, und jedes Thema wird sehr klar dargestellt und fast immer mit einem Beispiel aus dem heutigen Alltag belegt, so dass die Gedanken Prechts sehr anschaulich vermittelt werden.
    Der Autor bietet dem Leser einiges, nämlich die drei Pfeiler der Philosophie: die Ethik die Erkenntnistheorie sowie die Metaphysik.
    So gesehen ist die philosophische Reise mit Precht zwar unterhaltend und lehrreich, meines Erachtens führt sie aber letztendlich in ein Nirgendwo.

    Wer sich allerdings nur für Zusammenhänge aktueller ethischer Fragen interessiert, für den ist dieses Buch sicherlich spannend, aufschlussreich und durchaus lesenswert.

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