Bücher mit dem Tag "raubüberfall"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "raubüberfall" gekennzeichnet haben.

111 Bücher

  1. Cover des Buches Mörderische Angst (ISBN: 9783596032402)
    Linda Castillo

    Mörderische Angst

     (232)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Fast eine ganze Amisch Familie kommt bei einem Feuer ums Leben. Viele Jahre später wird ein Mann umgebracht. Hängen die zwei Fälle zusammen?

    Dies war mein erstes Buch von Linda Castillo. Es hat mich schon nach den ersten Seiten gepackt. Die Amischen interessieren mich schon länger. Daher war ich sehr gespannt etwas über sie in dieser Form zu lesen. Man bekommt gute Einblicke in deren Leben. Man kann es sich richtig vorstellen.

    Auch die Rahmenhandlung, mit den beiden oben genannten Fällen war schön spannend und zum Mitfiebern. 

    Das ist definitiv nicht das letzte Buch von Linda Castillo für mich. 

  2. Cover des Buches Trust (ISBN: 9783736308077)
    Kylie Scott

    Trust

     (213)
    Aktuelle Rezension von: MelliLulu

    Edie Millen hatte hohe Erwartungen an ihr letztes Highschooljahr - mitten in einen Raubüberfall zu stolpern, gehörte jedoch nicht dazu. Als ihr das Gerede ihrer Mitschüler zu viel wird, wechselt sie die Schule - nicht ahnend, dass sie dort auf John Cole treffen würde, der ihr an jenem Abend das Leben rettete. Wilde Gerüchte ranken sich um John - er sei gewalttätig und deale mit Drogen. Edie weiß, dass sie ihr Herz aufs Spiel setzt, doch kann sie nicht gegen die Gefühle ankämpfen, die John in ihr hervorruft ...



    Der Autorin ist eine interessante Lovestory gelungen, in der deutlich wird, dass man aus den schlimmsten Ereignissen auch immer was Positives herausziehen kann - in diesem Fall Liebe. 

    Das Buch startet wirklich gut und spannend, aber flachte zum Ende hin immer mehr ab. Obwohl ich es gut fand, dass die Protagonistin nicht dem typischen Schönheitsideal entsprach, war sie mir charakterlich zu langweilig und fade... Leider ließ das Fehlen der männlichen Sichtweise die Geschichte für mich emotional sehr einseitig und monoton erscheinen. SORRY. 

  3. Cover des Buches Das Licht in meiner Dämmerung (ISBN: 9783748181255)
    Sarah Saxx

    Das Licht in meiner Dämmerung

     (228)
    Aktuelle Rezension von: lesen_verbindet

    Das Buch ist so vielseitig, spannend, dramatisch, emotional und einfach wow. Die Geschichte hat mich so sehr berührt und auf vielen Ebenen abgeholt. Ich habe mich El beim Lesen immer sehr nahe gefühlt, als wenn ich selbst dabei gewesen wäre.

     

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Einfach mal abtauchen in eine andere Welt.

  4. Cover des Buches Um Leben und Tod (ISBN: 9783442482818)
    Michael Robotham

    Um Leben und Tod

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen macht die Kurzinfo hier auf der Buchseite möglich. Meine persönliche Meinung:

    Der Autor ist ja bekannt für seine spannungsvollen und gut aufgebauten Thriller. Das gilt auch und gerade für das vorliegende Buch.

    Die Handlung ist sehr gut durchdacht und gekonnt aufgebaut. Die immer wieder wechselnden Perspektiven und Zeitebenen machen den Lesegenuss fast perfekt. 

    Der Spannungsbogen wird zwar gelegentlich durch ein paar kleine Längen unterbrochen, ist aber für das Gesamtergebnis unerheblich. 

    Die Figuren sind sehr gut und mit Konturen gezeichnet und man kann sich als Leser sehr gut in diese hinein versetzen. 

    Eines der besten Bücher die ich von dem Autor bisher gelesen habe - und das sind so einige....!

  5. Cover des Buches Man muss auch mal loslassen können (ISBN: 9783426523230)
    Monika Bittl

    Man muss auch mal loslassen können

     (90)
    Aktuelle Rezension von: FeFu

    Ich hatte bei dem Buch auf etwas locker-amüsantes gehofft.
    Leider wurde ich enttäuscht. 😔

    Das Aufeinandertreffen der drei Damen ist noch recht amüsant.
    Jedes Kapitel ist immer aus der Sicht einer anderen Person geschrieben.
    Leider tendiert doch sehr bald alles in die Richtung "Politisch", "System", "Kapitalismus", "Linken", "Rechten", etc.

    Auch ist der Schreibstil teils etwas unangenehm. So abgehackt. Zu großer Deutsch-Englisch-Mix. Bei der Jessy passt es ja, also vom Charakterbild und ihrer Vergangenheit her. Aber es zieht sich leider durch alle Charaktere. Schöner wäre es, wenn jede/r so seine Eigenarten hätte.

    Das ganze Politik-Gefasel hat mir das Buch ziemlich vermiest. Ich hatte mir doch eher etwas zum Schmunzeln und mit dem ein und anderen Lacher erhofft.

  6. Cover des Buches Die Bastardtochter (ISBN: 9783499268014)
    Petra Schier

    Die Bastardtochter

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Akantha
    „Die Bastardtochter“ von Petra Schier ist der dritte Band ihrer Kreuz-Triologie (Band eins: „Die Eifelgräfin“, Band zwei: „Die Gewürzhändlerin“). Die Autorin selbst gibt am Ende zwar an, man könne die Teile auch in umgekehrter Reihenfolge lesen, da würde ich jedoch nicht zustimmen. Im finalen Buch wurde auf sehr viele vergangene Ereignisse Bezug genommen, die wichtig für die Geschichte sind. Nicht zuletzt das Motiv des Antagonisten ist stark in der Vergangenheit verankert, aber erstmal zum Anfang:

    Protagonistin ist Enneleyn, die uneheliche Tochter des Grafen Johann von Manten. Er hat sie als Tochter anerkannt, sodass sie mit ihm und seiner Frau Elisabeth in seinem Haushalt in Koblenz lebt (Die Geschichte dieses Paares beinhaltet vor allem der erste Band der Reihe). Gesellschaftlich haftet Enneleyn jedoch immer noch ein Makel an und so ist sie mehr als bereit den charmanten Ritter Guntram von Eggern zu heiraten. Es dauert jedoch nicht lange, bis sich zeigt, dass ihr Ehemann, statt liebevoll und einfühlsam, brutal und hinterhältig ist. Enneleyn scheint nur eine Figur in seinem bösartigen Plan zu sein.

    Der andere Protagonist, neben Enneleyn, ist Anton Bongert, der Bruder der Gewürzhändlerin Luiza (ihre Erlebnisse sind vor allem dem zweiten Band der Trilogie zu entnehmen) und selbst ein Kaufmann. Die Geschichte wird im Wechsel aus seiner und Enneleyns Perspektive erzählt. Diese Methode soll eigentlich dazu dienen, dass der Leser sich in diese beiden Charaktere gut einfinden kann. Bei mir hat das leider nicht geklappt.
    Natürlich trägt allein Enneleyns Charakter, ihr Stolz und vor allem ihre Schicksalsergebenheit und Gottsfurcht die Geschichte. Doch ich war auf jeder Seite entsetzt, was sie über sich ergehen lässt, wie untätig sie ist und wie sie sich selbst immer tiefer in die Opferrolle fallenlässt. Entgegen entsprechender Komplimente, die sie erhält, war sie keine starke Frau, was ein krasser Gegensatz zu den ersten beiden Bänden der Reihe ist. Elisabeth und Luzia lassen sich darin nichts gefallen, treten für sich ein und sind wirklich stark. Enneleyn ist natürlich ob ihres Ehemannes nur zu bedauern, aber kein Charakter mit dem ich mich identifizieren oder ihn bewundern könnte.

    Der Leser bleibt die ganze Zeit dran, weil er vor allem Guntrams Plan aufdecken will. Hierzu hat Petra Schier auch in schöner Regelmäßigkeit Hinweise eingestreut, sodass man sich nicht durch das Buch durchquälen muss. Aufgrund von Enneleyns Passivität zieht sich die Erzählung allerdings sehr in die Länge. Erst am Ende, als sie aktiv wird, wird es nochmal spannend und auf einmal geht alles ganz schnell. Trotzdem wäre es angenehmer, wenn man auch bei dem persönlichen Erzählstrang von Anfang an neugierig und voll freudiger Erwartung die Seiten umschlägt.

    Als einen kleinen Missgriff empfinde ich außerdem die Sprache eines kleinen spanischen Jungen, der deutsch lernt. Vermutlich um die Authentizität zu erhöhen, gibt die Autorin seine deutschen Sätze exakt wieder, mit allen falschen Konjugationen, Aussprachen und auch wie er sich selbst korrigiert. Das ist bereits nach kurzer Zeit anstrengend und so nervig für den Leser, dass ich seine wörtliche Rede gerne überspringen wollte. Der Plan, dass es authentisch oder niedlich erscheinen könnte, ist an mir leider ins Gegenteil verkehrt.

    Erwähnenswert, aber ohne Einfluss auf meine Beurteilung, ist für die komplette Trilogie definitiv noch die mystische Komponente. Es gibt eine Reliquie, mit der Dinge geschehen und die Ereignisse auslöst, welche nicht rational erklärbar sind. Im besten Fall sollte dies etwaigen Leser gefallen, da es ein wichtiges Motiv der Geschichte ist. Mir sagt es nicht so sehr zu, aber die tollen Charaktere in den ersten beiden Bänden und die spannende Handlung konnte darüber hinwegtragen. In „Die Bastardtochter“ ist das leider nicht gelungen.

    Abgesehen von einer Stadtkarte zu Beginn des Buches, findet sich zum Schluss noch ein Personenregister mit Hinweis auf historische Persönlichkeiten. Außerdem ist auf der letzten Seite ein mittelalterliches Rezept von einem Gericht angegeben, das im Buch vorkommt, sowie eine neuzeitliche „Übersetzung“, die das Nachkochen erleichtert. Eine hervorragende und amüsante Idee! Zu der Mahlzeit kann ich leider noch kein Feedback geben, werde es aber definitiv ausprobieren.

    Insgesamt hat mir das Finale leider nicht so gut gefallen, wie die ersten beiden Bände. Enneleyn ist für meinen Geschmack keine interessante Protagonistin und durch ihren zurückhaltenden Charakter wurde die Geschichte stark gelähmt. Die Grundidee war allerdings spannend und ich habe mich gefreut, die Charaktere und ihren Humor wiederzutreffen. Daher komme ich zu 3 von 5 Sternen.
  7. Cover des Buches Wilde Freude (ISBN: 9783423282376)
    Sorj Chalandon

    Wilde Freude

     (63)
    Aktuelle Rezension von: milkysilvermoon

    Jeanne Hervineau ist erst 39 Jahre alt, als sie die schockierende Diagnose erhält: Brustkrebs. Mit ihrem Mann Matt musste die Pariser Buchhändlerin bereits einen schweren Schicksalsschlag verkraften, den Tod ihres gemeinsamen Sohnes. Nun stellt sie das Leben abermals vor eine schwierige Probe. Doch ihr Gatte sieht sich nicht dazu in der Lage, ihr in dieser Situation beizustehen, und verlässt seine Frau. Zufällig trifft Jeanne auf zwei weitere Krebspatientinnen: Küchenchefin Brigitte Meneur und die junge Frau Mélody Frampin. Zusammen mit der gesunden Assia Belouane, die bei Brigitte lebt, hecken die Frauen einen ebenso gefährlichen wie wahnwitzigen Plan aus…

    „Wilde Freude“ ist ein Roman von Sorj Chalandon.

    Meine Meinung:
    Der Roman besteht aus 24 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Sie sind wiederum in mehrere Abschnitte untergliedert. Das erste Kapitel ist dabei eine Art Vorausschau. Danach wird weitestgehend in chronologischer Reihenfolge erzählt, unterbrochen von mehreren Rückblenden und aus der Sicht von Jeanne. Der Aufbau funktioniert sehr gut. 

    In sprachlicher Hinsicht hat mich der Roman am meisten überzeugt. Metaphern und andere starke Bilder wie die der Kamelie für den Krebs kennzeichnen den Schreibstil, der trotzdem nicht künstlich oder zu verschnörkelt wirkt. Zudem gibt es viele Dialoge – teils in direkter, teils in indirekte Rede – die das Geschehen lebendig und anschaulich machen. 

    Im Vordergrund stehen die vier Frauen und ihre Lebensgeschichten, wobei besonderes Augenmerk auf Jeanne liegt. Ihre Gedanken und Gefühle lassen sich hervorragend nachvollziehen, ihr Charakter macht eine Entwicklung durch: Von einer rücksichtvollen und angepassten Frau wird sie zu einer Person, die sich nicht mehr ständig entschuldigt. Allerdings wirken die Schicksale der Frauen insgesamt recht überzogen, was die Glaubwürdigkeit der Figuren ein wenig schmälert. Darüber hinaus werden immer wieder Nebencharaktere eingeführt, wodurch der rote Faden der Geschichte etwas verloren geht.

    Besonders eindringlich und intensiv wird der Roman, wenn es um die Krankheit Krebs und ihre Begleitumstände geht. Diese Passagen konnten mich immer wieder tief berühren und haben meine Erwartungen an die Lektüre voll erfüllt. An diesen Stellen wird deutlich, dass sich der Autor mit dem Thema auskennt. Nach dem ersten Viertel wird die Krankheitsgeschichte inhaltlich jedoch überlagert und der Roman verwandelt sich in eine Art Gaunerkomödie, bei der auch die Leiden der anderen zwei schwerkranken Frauen in den Hintergrund treten. Die Aktion des Quartetts macht die Lektüre zwar kurzweilig, zieht die Probleme und Leiden der Protagonistinnen jedoch auch etwas ins Lächerliche durch übertriebene und unrealistische Schilderungen. Mit einer Wendung erhält die Handlung im letzten Viertel abermals Schwung. Das Ende lässt mich jedoch enttäuscht und ratlos zurück, weil die letzten Kapitel nicht schlüssig erscheinen und zu viele Fragen offenbleiben. So wird beispielsweise nicht mehr darauf eingegangen, welche Konsequenzen Jeanne für sich persönlich aus den Ereignissen zieht. 

    Das kalligrafisch anmutende Cover ist optisch ansprechend, allerdings auch recht nichtssagend. Der deutsche Titel, der recht wörtlich aus dem Französischen („Une joie féroce“) übernommen wurde, passt meiner Ansicht nach nicht besonders gut zum Inhalt.

    Mein Fazit:
    Zu viele Absurditäten, zu realitätsfern: Mit seinem Roman „Wilde Freude“ konnte mich Sorj Chalandon zwar unterhalten, aber meine Erwartungen nicht in Gänze erfüllen.

  8. Cover des Buches Duty & Desire – Verdächtig nah (ISBN: 9783499275784)
    Tessa Bailey

    Duty & Desire – Verdächtig nah

     (100)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Band drei der Duty & Desiree Reihe ist ebenso, wie die Vorgänger abwechselnd aus der Sicht der Protagonisten geschrieben. Dadurch wird die Geschichte vielschichtig und man lernt alle Perspektiven gut kennen, da auch Aspekte (im Nachhinein) beleuchtet werden, wo man sich manchmal fragte, wieso handelt er/sie jetzt so. Auch der Schreibstil war wieder ausnahmslos angenehm und hat füt einen flüssigen und leichten Lesefluss gesorgt. Einzig und allein der stellenweise aufploppende Dirty Talk hat mir nicht so gut gefallen. 

    Greer und Danika haben mir ebenfalls ganz gut gefallen, wobei mir Danika mehr zugesprochen hat. Generell liebe ich diese Polizeistory und die Beziehung zwischen den beiden ist verboten und doch so schön! Danika hat bezüglich der verbotenen Beziehung weniger Hemmungen schien mir und irgendwie hat mir das sehr gefallen, obwohl es nicht zu 100 Prozent zu ihrem Charakter gepasst hat. Sie als Überkorrekte und Mutter Theresa. Sie ist eine starke Frau, mit Helfersyndrom und daraus resultierenden Problemen, welche sie gekonnt runterspielt. Ihre Freunde merken das zwar, aber belassen den Zustand. Etwas, was ich seltsam finde, da sie sich in den Vorgängerbänden auch stark entwickelt haben und nicht mehr die Augen verschließen...außer bei Danika wie es scheint.

    Greer ist der harte Lieutenant, der gefühlslose Ausbilder den man fürchtet. Anfangs ist schon klar, dass er nicht ganz so kalt und unnahbar ist, sondern einfach fatale Erinnerungen an Bindungen hat. Ich habe die Stellen zwischen ihm und Danika geliebt. Es prickelte richtig und man konnte die Entwicklung der beiden spüren. Wir Greer Danika überrascht, hat mir selbst ein Kribbeln verursacht.

    Die Handlung an sich hat mir auch gut gefallen, jedoch war es mir schon fast etwas zu wenig, da beide doch eher nur für dich sind mit ihren Gedanken und selten wirklich agieren. Dennoch ein gelungener Abschlussband für die Trilogie voller Gefühle, Spannung und einem Rundumschlag verschiedenster Probleme 🤗

  9. Cover des Buches Das letzte Königreich (ISBN: 9783499254710)
    Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

     (546)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Bernard Cornwell ist ein hochgelobter Autor, von dem ich bisher noch nichts gelesen habe, als Einstieg in sein Werk entschied ich mich für „Das Letzte Königreich“, den Beginn der sog. Uhtred-Saga. Leider wurde ich sehr enttäuscht, habe ich den Schreibstil doch als sehr langatmig empfunden und fand die Geschichte insgesamt seelenlos. Ich habe mich durch das Buch gekämpft, war aber häufiger davor das Lesen abzubrechen. Bei mir entstanden bei der Lektüre keinerlei Emotionen, auch einen Bezug zu den Figuren konnte ich nicht aufbauen. Weitere Bände aus dieser Reihe werde ich nicht lesen, aber ich gebe dem Autor noch eine Chance und werde mir als nächstes seine Artus-Reihe genauer anschauen. Doch nun zum Buch.

    Uhtred, Sohn des Aldermanns Uhtred, wohnhaft auf der Bebbanburg, begegnet 866 im Alter von zehn Jahren erstmals den Dänen. Sein ältester Bruder wird ermordet, als dieser die Dänen näher auskundschaften soll. Im Jahr 867 zieht Uhtreds Vater dann in den Krieg gegen die Dänen, wird aber vernichtend geschlagen und der Zehnjährige wächst fortan bei den Feinden auf, und zwar bei seinem Ziehvater Ragnar und dessen blindem Vater Ravn. Er freundet sich auch mit Rorik, dem zweiten Sohn Ragnars an, und wird schon bald von Ragnar als seinesgleichen akzeptiert. Ab 868 beginnen die Nordmänner ihren Machtbereich zu erweitern, Uhtred ist an Ragnars Seite mittendrin. Zuerst fällt Northumbrien, dann Mercien, später Ostanglien. Der Autor betont dabei auch, dass es vor allem um einen Aufeinanderprall zweier unterschiedlicher Glaubensrichtungen geht. Uhtred durchläuft eine Ausbildung und integriert sich mit der Zeit so gut, dass er als Däne, als einer von den ihren, akzeptiert wird. Dann geht es gegen Wessex, man eilt von Schlacht zu Schlacht. Doch diese werden weder opulent, noch mitreißend in Szene gesetzt. Als einzige Ausnahme kann die Schlacht am Ende des Buchs angeführt werden, in der der gereifte Uhtred gegen Ubba in den Kampf zieht. Anders als die anderen Provinzen Englands erringt Wessex jedoch einen Sieg gegen die Wikinger, keine Seite kann sich danach so richtig durchsetzen. 871 wird Alfred neuer König von Wessex, es kommt zu einem Friedensvertrag. Als Uhtred 16 Jahre alt ist, wird sein Ziehvater Ragnar brutal und heimtückisch von einem alten Feind ermordet. Uhtred schwört Rache. Er begibt sich mit Brida in den Süden von Mercien, von dort verschlägt ihn das Schicksal nach Wessex zu König Alfred. Uhtred gibt ihm wichtige Informationen zu den Dänen und Alfred will, dass Uhtred auf einem seiner Schiffe das Kommando führt. Jahre später treffen die Dänen und Alfred erneut im Kampf aufeinander, diesmal kämpft Uhtred auf englischer Seite, beide Seiten können sich nicht durchsetzen. Uhtred heiratet und er erhält das Kommando über die Flotte von Alfred. Er reift zu einem Anführer heran. 

    Das Problem bei der Darstellung dieser Ereignisse ist aber, dass keinerlei Emotion beim Lesen aufkommt, der Stil ist viel zu sachliche, nüchtern und distanziert. Die Charaktere bleiben flach, die Beziehungsverhältnisse zwischen den Figuren sind oberflächlich. Die Protagonisten besitzen keinerlei psychologische Tiefe. Dies wird allzu deutlich, wenn man sich z.B. das Verhältnis von Uhtred und seiner Freundin Brida anschaut, die praktisch nicht vorkommt. Das alles ist richtig enttäuschend. Das einzige, was dieses Buch in Hülle und Fülle bietet ist Brutalität in Kampfhandlungen, doch diese wird nicht einmal sonderlich kreativ oder gar fesselnd in Szene gesetzt, sondern sie langweilt. Insgesamt fehlte mir in dieser Geschichte eine Art übergeordnetes Ziel. Worauf zielt die Handlung ab? Wo geht die Reise hin? Dass ein Handlungsziel fehlt, darunter leidet die Motivation, überhaupt weiterzulesen, denn man weiß überhaupt nicht, worauf die Entwicklung Uhtreds hinauslaufen soll, zumal er wie ein emotionsloser „Brocken“ dargestellt wird. 

     

    Fazit: Ein langatmiger historischer Roman, der keinerlei Emotion beim Lesen auslöst und nur flache Charaktere sowie oberflächliche Beziehungsverhältnisse aufweist. Eine herbe Enttäuschung!

  10. Cover des Buches Teufelsbande (ISBN: 9783426513576)
    Andreas Franz

    Teufelsbande

     (125)
    Aktuelle Rezension von: KerstinTh

    Dieses Mal hat es Julia Durant mit einem außergewöhnlichen Mord zu tun. Der Tote befindet sich auf der Kaiserleibrücke, genau zwischen Frankfurt und Offenbach. Er sitzt auf seinem Motorrad. Er ist daran festgekettet. Anschließend wurde er angezündet. Julia Durant bietet sich der Anblick eines verkohlten Rockers. Bandenkrieg im Frankfurter Raum? Nun beginnt die Ermittlungsarbeit. Diese verläuft allerdings schleppend, da die Bandenmitglieder durch Schweigsamkeit glänzen. Und das Schlimmste: Julia Durant muss wieder mal mit Peter Brandt zusammen arbeiten.

     

    Erneut ein Cross-Over zwischen Frankfurt und Offenbach. Die Ermittler kommen sich dadurch allerdings sehr in die Quere, weil jeder den Fall als seinen ansieht und für sich ermittelt. Wieder mal ein spannender Krimi von Andreas Franz.
  11. Cover des Buches Gangsterblues (ISBN: 9783864930560)
    Joe Bausch

    Gangsterblues

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Pajanka

    Dieses Buch hat sich für mich leider sehr in die Länge gezogen, trotz dem das es in verschiedene Kurzgeschichten aufgeteilt ist. Ich hatte mir hier realitätsgetreue Erzählungen erhofft, stattdessen erhielt ich größtenteils langweilige, uninteressante Berichte. Als Leser wusste ich hier nicht, welcher Teil Fiktion ist und welcher nicht, allgemein liest man hier ja keine wahren Geschichten wie ursprünglich angenommen, das hat mich wirklich sehr gestört. Die eine oder andere Erzählung war relativ unterhaltsam, der Schreibstil war in Ordnung, es fehlte aber überall die Spannung und das gewisse Etwas. Leider bat mich das Buch nicht gepackt, ich hatte mir hier etwas ganz anderes vorgestellt.

  12. Cover des Buches Plus One - Nur bei dir (ISBN: 9783802595240)
    Jennifer Lyon

    Plus One - Nur bei dir

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Blubb0butterfly
    Eckdaten
    Roman
    LXY Verlag
    9,99 €
    ISBN: 978-3-8025-9524-0
    Übersetzung: Michaela Link
    2014
    309 Seiten + 2 Seiten Danksagung + 4 Seiten Buchvorstellungen
    Band 1
    Plus One-Reihe

    Cover
    Es ist heiß, verrät aber auch einiges über die Richtung, in die das Buch höchstwahrscheinlich gehen wird.

    Inhalt
    Sechs Jahre ist es her, dass Konditorin Kat in einem brutalen Raubüberfall geriet, der bei ihre schwere seelische Narben hinterlassen hat. Seitdem lebt sie zurückgezogen und ohne Vertrauen zu anderen Menschen. Nur bei der Arbeit in ihrer Sugar Dancer Bakery blüht sie auf. Als Kat eines Abends erneut von zwei Unbekannten angegriffen wird, scheint sich ihr Albtraum zu wiederholen, doch in letzter Sekunde kommt ihr der ehemalige UFC-Kämpfer Sloane Michaels zur Hilfe – ein Mann, der Kat vom ersten Augenblick den Atem raubt und eine Sehnsucht in ihr weckt, die sie längt verloren glaubte. So sehr sie auch versucht, ihren attraktiven Retter abzuwehren, Sloane blickt tief in ihre Seele und erkennt einen Kampfgeist in ihr, der ihr Leben für immer verändern könnte. Er macht Kat ein Angebot: Sie soll ihn zu öffentlichen Anlässen begleiten und die Nächte mit ihm verbringen. Im Gegenzug will er ihr beibringen, sich selbst zu verteidigen und ihre Ängste endlich zu überwinden. Sein Angebot ist unverschämt, aber gleichzeitig so verlockend, dass Kat es nicht ablehnen kann – obwohl sie bei Sloanes Blicken spürt und bei jeder seiner Berührung weiß, dass sie längst dabei sind, die Grenzen ihrer Abmachung zu überschreiten…

    Autorin
    Jennifer Lyon lebt mit ihrem Mann und drei Söhnen in Südkalifornien. Sie hat mehr als fünfzehn Romane und Novellen in unterschiedlichen Genres verfasst, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden.

    Meinung
    Kat wurde in die Welt der Reichen und Schönen und in eine perfekte Wissenschaftlerfamilie hineingeboren, wo sie sich nie wirklich zu Hause gefühlt hat. Doch sie versuchte, sich anzupassen, was ihr aber nie gelang. Nach einem verheerenden Raubüberfall ändert sich alles… Sie zieht sich immer weiter zurück, trotzdem hat sie noch etwas Kämpferisches in sich, was Sloane aus ihr herauskitzeln kann. Er bietet ihr einen Deal an, der für beide Seiten von Vorteil ist. Wird sie sich darauf einlassen? Er will ihr Selbstverteidigung beibringen, während sie als seine platonische Begleitung agiert, sozusagen eine Freundschaft mit gewissen Vorzügen. Hört sich aber leichter an als in Wirklichkeit.
    Kat ist eine erstaunliche Frau und sie wirkt so authentisch. Ich habe immer mitgefiebert und habe mich über jede noch so kleine Entwicklung ihrerseits so dermaßen gefreut! Sie wächst einen einfach ans Herz. Sie ist eine mutige Frau, die sich auf keinen Fall unterkriegen lässt.
    Sloane dagegen ist ein Mann, der weiß, was er will und dass er es auch bekommt. Er hat sich sein Imperium selbst aufgebaut und hat mit Emotionen eigentlich gar nichts am Hut, bis ihm die kleine Konditorin mit den lila Strähnchen über den Weg läuft. Doch sie steht seinen Plänen im Weg. Für was wird er sich letztlich entscheiden?
    Ich habe zuvor noch nie etwas von der Autorin gelesen, geschweige denn gehört und war maßlich begeistert! Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen! Es war so mitreißend und spannend, dass ich es in einem Ruck gelesen habe und mehr wollte! Eine einfach unglaublich realistische Geschichte um eine junge Frau, die sich wieder ins Leben zurückboxt. Sehr inspirierend! Das muss man einfach gelesen haben!

    ❤❤❤❤❤ von ❤❤❤❤❤
  13. Cover des Buches Mörder ohne Gesicht (ISBN: 9783423212120)
    Henning Mankell

    Mörder ohne Gesicht

     (985)
    Aktuelle Rezension von: Radagast

    Abermals ist Wallander auf Mörderjagd. Diesmal ein Doppelmord. Henning Mankell ist es in diesem Krimi gut gelungen den Leser gut in die Geschichte ein zu weisen. Auch wie schlaflos und alkohlgeschwängert Wallander durch diesen Fall beschrieben wird. Einzig die teilweise unnötige Länge von Spannungsbogen zu Spannungsbogen ist etwas mühsam. Ja, ich habe dabei etwas geflucht und das Buch für eine Pause bei Seite gelegt. Abseits des Mordfalles schimmert etwas Alltag von Wallander und Schweden selbst durch. Ich denke, ein Fünkchen Wahrheit wird es sein, auch wenn es schon etwas verjährt ist.
    Ein lesenswerter Krimi mit leichten Schwächen. 

  14. Cover des Buches Kühn hat zu tun (ISBN: 9783499266829)
    Jan Weiler

    Kühn hat zu tun

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 320 Seiten

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch (21. Mai 2016)

    ISBN-13: 978-3499266829

    Preis: 11,00 €


    Spannender Krimi und mehr


    Inhalt:

    Kriminalhauptkommissar Martin Kühn, verheiratet mit Susanne, zwei Kinder, stolzer Besitzer eines Eigenheims, schwirrt der Kopf. In seiner Wohnsiedlung geht es drunter und drüber. Irgendwas stimmt mit dem Baugrund nicht, Neonazis bilden eine Bürgerwehr, ein kleines Mädchen ist verschwunden und hinter Kühns Garten liegt eine Leiche, aufs Übelste zugerichtet. 


    Meine Meinung:

    Dies ist der Auftaktband der Reihe um den Münchner Polizisten Martin Kühn. Er hat mir in seiner Vielseitigkeit ausgesprochen gut gefallen. Dicht an der Seite des sympathischen, aber auch ein bisschen verschrobenen Protagonisten erleben wir einige turbulente Tage mit polizeilichen Ermittlungen, aber auch einigen privaten Problemen, wobei sich alles irgendwie vermischt. 


    Besonders Kühns innere Monologe vermögen zu fesseln und bringen auch die Ermittlungen voran.  Was den Täter angeht, hatte ich zwar schon früh den richtigen Riecher, doch was genau dahintersteckt, hat mich letztendlich doch sehr überrascht und fasziniert.


    Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für diesen tollen Kriminalroman.


    Die Reihe:

    1. Kühn hat zu tun

    2. Kühn hat Ärger

    3. Kühn hat Hunger


    ★★★★★

  15. Cover des Buches Finderlohn (ISBN: 9783453438712)
    Stephen King

    Finderlohn

     (363)
    Aktuelle Rezension von: mesu

    Der Autor John Rothstein wird brutal ermordet. Sein psychotischer Mörder hat nicht nur eine beträchtliche Summe Geld erbeutet, sondern auch einige, wertvolle, unveröffentliche Notizbücher des erfolgreichen Autors. Doch er wird wegen eines anderen Verbrechens zu lebenslänglicher Haft verurteilt.

    Als der fanatische Mann aus der Haft entlassen wird, macht er sich auf die Suche nach seiner versteckten Beute - doch diese hat längst ein anderer gefunden. Eine verhängisvolle Jagt beginnt.

    Gelungener zweiter Teil mit einem fulminanten Ex-Ermittler Bill Hodges und seinem ungewöhnlichen Team. Man freut sich auf das Wiedersehen und die Geschichte ist unglaublich spannend, facettenreich, mit kleinen Horror- Augenblicken. Eben ein typischer Stephen King! Lesen empfehlenswert.

  16. Cover des Buches Opfer (ISBN: 9783608503708)
    Pierre Lemaitre

    Opfer

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Leider konnten mich weder Inhalt noch Schreibstil begeistern. Langatmig und verwirrend. Leider nicht meines!

  17. Cover des Buches Tief in den Wald hinein (ISBN: 9783833310478)
    Robert Williams

    Tief in den Wald hinein

     (22)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Das allnächtliche Schreien von Baby Harriet bringt ihre Eltern fast um den Verstand. Das Kind ist Nacht für Nacht einfach untröstlich und Ann und Thomas sind an der Grenze ihrer Kräfte, als Thomas bei einer nächtlichen Beruhigungsfahrt eine Lösung gefunden zu haben scheint: In den tiefen, ruhigen Wäldern von Abbeystead ist das Kind still. Und so zieht die Familie im Eiltempo in eine ausgebaute Scheune mitten im Wald. Auch Thomas findet Frieden in den Wäldern. Sein Job bei der Bank frustriert ihn aber in der Natur kommt er zur Ruhe. Sein Haus im Wald erfüllt ihn mit Stolz und Zufriedenheit. Seine Frau Ann ist nicht so glücklich. Fehlen ihr doch der Trubel der Stadt und die kurzen Wege zu Freunden. Die Bäume wirken bedrohlich auf sie und ganz grundsätzlich fragt sie sich manchmal ob das Haus, die Kinder und Thomas wirklich die richtige Entscheidung waren. Als eines Abends vier vermummte Männer ins Haus der Familie eindringen, stellt das ihr Leben nochmal grundlegend auf den Kopf.

    Neben Ann und Thomas gibt es noch den sanften Riesen Raymond, der menschenscheu ist aber eine tiefe Liebe zur Natur und besonder zu Abbeystead empfindet. Und den Antagonisten Keith, der mit Egoismus, Selbstverliebtheit gepaart mit Komplexen und übermäßigem Alkoholkonsum besticht. Alles andere als sympathisch aber gerade deshalb eine hochinteressante Figur!

    "Tief in den Wald hinein" ist eine absolut gelungene Charakterstudie, ein Psychogramm vier verschiedener Menschen mit ganz unterschiedlicher Geschichte. Der Überfall steht dabei nicht im Vordergrund, immer geht es um die Menschen, um Veränderung, Freundschaft und Entscheidungen im Leben.

    Insagesamt ist Williams Roman eine fesselnde Geschichte über das Leben. Ohne Drama erzählt, besticht er mit viel Naturliebe und punktet mit seinen lebendigen wie zwiespältigen Figuren. Klasse.

  18. Cover des Buches Das Spiel seines Lebens - Myron Bolitar ermittelt (ISBN: 9783442484430)
    Harlan Coben

    Das Spiel seines Lebens - Myron Bolitar ermittelt

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Alentschik
    Mit diesem Fall beginnt die Reihe um Myron Bolitar, die mittlerweile 11 Bänder umfasst. Unser Superman wird hier mit einem Unglück konfrontiert, der die Schwester seiner großen Liebe Jessica betrifft. Kathy ist vor paar Jahren spurlos verschwunden und nun scheint es wieder eine Spur von ihr zu geben. Myron hilft nun seinem Klienten und Kathys Verlobten, Christian, Kathy zu finden.

    Die Story war gewohnt auf einem konstant spannendem Nieveau.

    Bis zum Schluss konnte ich mir keinen Reim auf die Erreignisse machen, deswegen hat mich die Auflösung umso mehr überrascht, auch wenn diese am Ende absolut logisch zummengeführt wurde. Die Thriller von Coben stechen einfach mit guter Krimiarbeit hervor. An die Charaktere muss man sich allerdings etwas gewöhnen, diese sind etwas übergezeichnet und unrealistisch: Myron, der Superman, der alles kann; Jessica, die schönste Frau der Welt; und Win, der hochtalentierte Wingman mit einer unheimlichen Seite. Im Endeffekt spielt aber Coben sehr gut mit den Vorteilen solcher Charaktere, die man interessant findet und doch dann ins Herz schließen kann.

    Im Gesamten ein guter Einstieg in die Reihe und wird Coben gerecht. Es ist nur etwas anderes als die übrigen Coben-Bücher und auch etwas sportlastiger.

  19. Cover des Buches Mörderische Angst (ISBN: 9783839813799)
    Linda Castillo

    Mörderische Angst

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Spannend und atmosphärisch ist auch dieser 6. teil rund um Kate Burkholder und der amischen Gemeinde von Painters Mill. Tanja Geke ist mit ihrer angenehmen Vorlesestimme eine meiner Lieblingssprecherinnen. Auch hier werde ich von der Geschichte überrascht, es gibt interessante Wendungen und eine nahe Sprache, die mich Kate Burkholder fühlen lässt.Ich nehme Chief Burkholder alles ab und es wirkt für mich authentisch und nicht konstruiert. Weiter so, Kate- ich bleibe dir treu!

  20. Cover des Buches Wisting und der fensterlose Raum (ISBN: 9783492316729)
    Jørn Lier Horst

    Wisting und der fensterlose Raum

     (85)
    Aktuelle Rezension von: ulrikerabe

    Der Tod eines hochrangigen Politikers sorgt in norwegischen Polit- und Justizkreisen für Unruhe. Denn nach dem plötzlichen Ableben des ehemaligen Außenministers werden in dessen Strandhaus Kisten mit Geld gefunden. Der Fall soll unter der Wahrnehmungsgrenze von Bevölkerung und vor allem der Presse untersucht werden. Denn möglicherweise stammt das Geld aus einem Jahre zurückliegenden Raubüberfall. William Wisting erhält den Auftrag vom Generalstaatsanwalt in dieser heiklen Angelegenheit zu ermitteln.

    Wisting und der fensterlose Raum ist der zweite Teil der Cold Case Reihe von Jørn Lier Horst um William Wisting und eigentlich der 12. Teil der gesamten Reihe. Der norwegische Kultkommissar feierte in schon in seiner Heimat mit etlichen Vorgängern große Erfolge. In deutscher Sprache werden diese nach und nach (wieder) aufgelegt. Das ist gut so!

    „Geld war meistens die Ursache von allem, was nach Korruption, Habgier und Machtmissbrauch roch.“

    Woher also stammt das Geld, fünf Millionen Euro und fünf Millionen Dollar?

    Kommissar Wisting ist noch einer von der alten Schule, doch sollte man den alten Mann nicht unterschätzen Auch wenn er eigentlich seine Zeit lieber mit seiner alleinerziehenden Tochter Line und dem Enkelkind Amalie verbringt ist er dennoch unkonventionellen Ermittlungsmethoden nicht abgeneigt. So hat er auch keine Problem Line, die als freischaffende Journalistin tätig ist, verdeckt für seine kleine Ermittlungseinheit einzusetzen. Das Enkelkind Amelie jedenfalls scheint vom gleichen Schlag zu sein wie der Großvater.

    „Obwohl sie das Puzzle schon so oft gelegt hatten, war Amalie immer wieder begeistert, wenn schließlich alles zusammenpasste.“

    Wisting ist akribisch und hartnäckig. Es ist kein dynamischer Thriller, die Ermittlungen verlaufen unaufgeregt und präzise. Genau das macht in meinen Augen aber einen guten Cold Case Fall aus. Und wenn dann die Ermittlungen genau die losen Steinchen zusammensetzt, die jahrelang verborgen waren und aufstöbert, wer sich jahrelang in Sicherheit geglaubt hat, wird es auch richtig spannend.

  21. Cover des Buches Der Bogenschütze (ISBN: 9783499258336)
    Bernard Cornwell

    Der Bogenschütze

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Ich bin ein grosser Freund von historischen Romanen in denen historische Fakten und Figuren mit einer fiktiven Erzählung verknüpft werden. Das ist auch hier der Fall. 

    Die Geschichte spielt Mitte des 14. Jahrhunderts zu Beginn des 100jährigen Krieges und wimmelt von historischen Fakten und schildert einige der grösseren und kleineren Auseinandersetzungen sowie auch einer der bedeutendsten Schlachten dieser Zeit. Das alles hat der Autor verknüpft mit dem Leben und Schicksal seines Protagonisten.

    Die Schreibweise ist hervorragend, sie erzeugt ein gutes Tempo wo dies erforderlich ist und vermittelt Ruhe wo dies gewünscht ist.

    Die Figuren sind sehr sorgfältig gezeichnet und werden dem Leser gut präsentiert. Man kann sich in die Hauptfigur gut hineinversetzen.

    Das Buch ist spannend und hat mich sehr gut unterhalten; ausserdem hat es mir mächtig "Appetit" auf die beiden Folgebände gemacht.

  22. Cover des Buches Die Tochter von Rungholt (ISBN: 9783746630298)
    Birgit Jasmund

    Die Tochter von Rungholt

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Rungholt liegt auf einer Insel in der Nordsee. Iven bewirtschaftet dort nach dem Tod seines Vaters gemeinsam mit seiner Schwester Laefke den Hof der Familie. Sein Vater wurde von Wogensmannen umgebracht und Iven sinnt auf Rache, möchte das Treiben dieser Räuberbande unbedingt beenden. Doch mit diesem Anliegen steht er recht alleine da, die einen fürchten sich zu sehr, die anderen stecken mit den Räubern unter einer Decke.
    Abgelenkt wird Iven aber auch durch die Kaufmannstochter Silja, in die er sich verliebt. Ihr Vater hat allerdings andere Heiratspläne für seine Tochter.

    Ich habe aufgrund der Buchbeschreibung eine etwas andere Geschichte erwartet. In Klappentext und durch das Cover werden mystische Erwartungen geweckt, die das Buch für mich nicht erfüllt hat. Es handelt sich um einen historischen Roman inklusive Liebesgeschichte, aber in beiden Kategorien konnte mich das Buch leider nicht so recht überzeugen. Auch der Titel lenkt die Erwartungen in eine völlig falsche Richtung, denn Silja ist keine Tochter Rungholts und Laefke, auf die er wohl hinweisen soll, spielt eigentlich eine Nebenrolle.

    Für mich als Süddeutsche war es ziemlich schwierig, in die Geschichte hineinzukommen. Obwohl am Ende des Buches ein Glossar enthalten ist, habe ich mich mit vielen Begriffen und Namen sehr schwergetan. Ich lese oft Bücher, auch historische Romane, die im Norden Deutschlands spielen, solche Probleme wie hier hatte ich allerdings noch nie. Die Gesellschaftsstruktur hätte meiner Meinung nach besser erklärt sein sollen, mir war nie klar, wer hier wann und warum das Sagen hat, es gab so viele Titel, Namen und Personen. Auch verwirren unnötig viele Handlungsstränge, die teilweise nicht einmal zu einem Ende geführt werden. Die Liebesgeschichte zwischen Iven und Silja fand ich leider auch nicht wirklich fesselnd, sondern relativ vorhersehbar, die Emotionen kamen hier bei mir als Leserin einfach nicht an.

    Die Sturmflut, die zum Untergang Rungholts führt, fand ich sehr erschreckend beschrieben, ich habe Häuser werden weggeschwemmt, Menschen und Tiere sterben - man kann nichts machen, hat keine Chance gegen die Wassermassen. Selbst heute ist man ja trotz aller Technik bei großen Überschwemmungen noch teilweise hilflos, wie schlimm muss das dann damals erst gewesen sein, als man dem Meer gar nichts entgegenzusetzen hatte und auch Rettungsmaßnahmen kaum möglich waren.

    Insgesamt hat das Buch interessante Einblicke in eine mir wenig bekannte Gegend und Zeit gegeben, aber irgendwie fehlte mir in der Geschichte leider auch etwas, sie hat sich gut lesen lassen, mich aber nicht mitgerissen.

  23. Cover des Buches Der Teufel von Wacken (ISBN: 9783740803155)
    Heike Denzau

    Der Teufel von Wacken

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Beinahe gleichzeitig werden zwei Juweliere in Itzehoe überfallen. Einer jedoch endet blutig. Der Geschäftsinhaber wird erschossen und Roman, einer der Täter, von einem Querschläger getroffen. Die Täter tauchen im Heavy-Metal-Festival von Wacken unter und als Romans Gesundheitszustand sich bedrohlich verschlechtert, wird kurzerhand eine auf dem Festival Dienst schiebende Ärztin entführt. Je näher die Ermittler den Tätern kommen, desto mehr spitzt sich die Lage der Verbrecher zu. Die Situation eskaliert und zu guter Letzt bleibt ein halbes Dutzend Tote auf der Strecke ... 

    Meine Meinung: 

    Dieser Krimi ist nichts für Zartbesaitete. Die Täter, deren Anführer nicht zu Unrecht „Devil“ genannt wird, kennen wenig Skrupel. Als die Lage aussichtslos erscheint, ist es für einen Ausstieg aus dem gemeinsamen, so sicheren Coup längst zu spät. Die Spirale der Gewalt dreht sich immer weiter und endet im Fiasko. 

    Dieser Krimi, der stellenweise schon fast als Thriller durchgehen kann, hat mich bis zur letzten Seite gefesselt.  

    Das Festival von Wacken ist mir nur dem Namen nach ein Begriff. 75.000 Heavy-Metal-Fans sind sicherlich eine coole Kulisse. Hierin unterzutauchen, ist an sich eine geniale Idee von Devil. Doch leider hat er nicht mit dem Langzeitgedächtnis so mancher Ermittler gerechnet, denn ein ähnliches Ereignis gab es schon vor einigen Jahren.  

    Fazit: 

    Ein bis zur letzten Seite fesselnder Krimi mit KHK Lyn Harms, dem ich gerne 5 Sterne gebe. 

     

  24. Cover des Buches Feuersee (ISBN: 9783740806767)
    Thilo Scheurer

    Feuersee

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Booky-72

    Sebastian Franck hat wieder einen komplizierten Fall zu lösen. Das Skelett einer jungen Frau wurde im Wald gefunden. Dazu eine Prothese, die zu einer anderen Leiche gehört und einem Fall, der schon zehn Jahre zurückliegt. Wie diese Fälle wohl zusammenhängen können, muss in mühevoller Ermittlungsarbeit geklärt werden. Der Fall von damals war ja immer noch offen, da sich zu dieser Zeit nicht alle Leichenteile im Feuersee fanden. Die Stuttgarter und Rottweiler Kollegen ermitteln zusammen und das klappt natürlich prima.

    Ich liebe die Charaktere der Krimireihe sehr und freue mich, wenn sie wieder einen guten Fall bekommen.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks