Bücher mit dem Tag "radioaktivität"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "radioaktivität" gekennzeichnet haben.

61 Bücher

  1. Cover des Buches Reaktor - Der unsichtbare Mörder (ISBN: 9783960871361)
    Thomas Kowa

    Reaktor - Der unsichtbare Mörder

     (40)
    Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310

    In diesem Band bekommt es Kommissar Erik Lindberg mit einer sehr verstrahlten Geschichte zu tun. Es gibt einen radioaktiv verseuchten Toten und Lindbergs Chef setzt ihn unter Druck. Doch dabei bleibt es nicht, denn schon bald gibt es im Umfeld von einem Atomkraftwerk und einem angeblichen sicheren Lager für Atommüll mehrere verstrahlte Umweltaktivisten, die sterben. Doch noch ahnt niemand die wahre Bedrohung.

    Es ist ein erschreckendes Szenario, dass Thomas Kowa in diesem Thriller beschreibt, erschreckend weil es gar nicht mal unwahrscheinlich ist, denn es gibt überall Reaktoren, die veraltet sind und immer wieder Störungen haben. Solange sie Geld bringen, hat niemand Bedenken, sie zu nutzen. Auch in diesem Fall ist Profit das einzig Wichtige für einen Investor. Es ist eine Geschichte, die sehr spannend ist und einen ziemlich nachdenklich stimmt. Der Schreibstil des Autors ist packend und gut zu lesen.

    Lindberg ist ein interessanter und sympathischer Charakter und seien Ermittlungsmethoden sind auch schon mal recht speziell. Sein Chef hat ihn in der Hand und verlangt die Bespitzelung des Staatsanwaltes. Lindberg muss sich um die Zukunft sorgen. Außerdem plagen ihn privater Probleme, denn seine Freundin Paula ist noch nicht wieder fit nachdem sie im Koma gelegen hatte. Da kommt ein spezielles Jobangebot eigentlich wie gerufen.

    Auch die Kollegen aus Lindbergs Team sind gut dargestellt; sie haben alle so ihre Eigenheiten, aber ich mochte sie. Dagegen kommen die Gegner etwas klischeehaft daher.

    Die Spannung ist die ganze Zeit über hoch, steigert sich aber am Ende zu einem fulminanten Showdown.

    Mir hat dieser spannende Thriller wieder gut gefallen.

  2. Cover des Buches Tschernobyl (ISBN: 9783492306256)
    Swetlana Alexijewitsch

    Tschernobyl

     (43)
    Aktuelle Rezension von: TheCoon

    Swetlana Alexijewitsch hat Überlebende interviewt, die die Tragödie in und um Tschernobyl hautnah miterlebt haben. Dabei handelt es sich um Rückkehrer, Geflohene und Helfer im Katastrophengebiet. Ihre Schicksale sind so unterschiedlich wie die Menschen dahinter aber allesamt gleich berührend und verstörend. Die Hintergründe, etwa wie es zu dem Reaktorunglück kam, werden hier nicht beleuchtet, sondern ausschließlich das Schicksal der Menschen.

    Es handelt sich hier definitiv um keine leichte Kost, weder was das Erzählte noch was den Schreibstil betrifft. Es ist unglaublich, was die Menschen dort ertragen musste und wie lange ihr Leid durch die Verstrahlung noch anhält.
    Die Texte stammen aus Interviews mit den betreffenden Personen und werden „Monolog über...“ genannt. Genauso lesen sie sich auch, als Monologe. Einige der Passagen waren dadurch sehr mühsam zu lesen, da die Sätze teilweise lose enden oder unzusammenhängend sind. Ich habe deswegen auch manchmal Abschnitte übersprungen, da ich nicht wusste worum es überhaupt geht.

    Trotzdem ist es ein sehr wichtiges Werk, das Menschen meiner und späterer Generationen (die also erst nach dem Unglück geboren wurden) näherbringt, was für ein Ausmaß die Katastrophe wirklich hatte und wie Menschen immer noch unter den Folgen leiden müssen.

  3. Cover des Buches Das Geflecht (ISBN: 9783499258480)
    Andreas Laudan

    Das Geflecht

     (103)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Einige Jugendliche fallen in einem alten Bergwerk in einen Schacht und landen in einer Höhle, aus der sie nicht alleine herauskommen. Während sie verletzt auf Hilfe hoffen, merken sie nicht, wie etwas in der Dunkelheit langsam auf sie zukriecht.

    Auch wenn 95 % des Buches in der Höhle spielen und davon handeln, wie sie einen Weg nach draußen suchen und sich diesen zu erkämpfen ist das Buch richtig spannend. und man kann es kaum aus der Hand legen. Die Charaktere sind gut beschrieben, es lässt sich flüssig und schnell lesen und hat mir gut gefallen. Beeindruckend fand ich auch die Selbstständigkeit und den Lebensmut der blinden Höhlenforscherin. Ich hätte mir aber etwas mehr über das Geflecht selbst gewünscht.

    Alles in allem lesenswert, wenn man Spannung mag und Bücher, die ein richtiger Pageturner sind.

  4. Cover des Buches Baba Dunjas letzte Liebe (ISBN: 9783462054729)
    Alina Bronsky

    Baba Dunjas letzte Liebe

     (300)
    Aktuelle Rezension von: das_frollein_meier

    Alina Bronsky

    Baba Dunjas letzte Liebe


    Während die Welt einen großen Bogen um die Zodeszone Tschernobyl macht, kehrt die alte Baba Dunja genau dorthin zurück. 

    Es gibt hier nicht viel, Baba Dunja und die wenigen anderen Heimkehrer (alles ebenfalls alte Leite) sind irgendwie Ausgestoßene. Aber dennoch haben sie in ihrem kleinen Dorf das für sie wichtigste - ihre Heimat. 


    Ein zauberhaftes kleines Buch, großartige Charaktere, die mich tatsächlich irgendwie berührt haben. 


  5. Cover des Buches Outlaw (ISBN: 9783442371631)
    Lee Child

    Outlaw

     (50)
    Aktuelle Rezension von: TheSilencer
    Reachers Weg führt ihn in ein kleines Städtchen, in dem er nur Rast machen möchte; für einen Kaffee und vielleicht ein Sandwich.
    Niemand scheint daran gefallen zu finden, den Fremden in der Stadt zu lassen. Nicht mal das einzige Restaurant vor Ort möchte ihn verköstigen. Und das kommentarlos.

    Doch genau mit dieser Haltung sorgen sie für das Gegenteil: Reacher, der eigentlich durch die USA treibt, bleibt und provoziert sogar ein Gerichtsverfahren gegen sich. Denn es muß einen Grund haben, warum man Fremde nicht duldet. Als es Tote gibt, ist Jack Reacher auf Linie gebracht ...

    Zugegeben: der Roman ist nicht flüssig geschrieben und ähnelt in diesem Punkt verdammt dem Vorgänger "Trouble", der sich in öder Detektiv-Arbeit erging. Doch "Outlaw" weiß mit der Story zu überzeugen, die einen verdammt neugierig macht.
    Auch beginnt sich der Autor zu wiederholen. Doch er kann vermutlich darauf zählen, daß sich niemand mehr an "Größenwahn" erinnert.

    "Outlaw" ist nicht der beste Jack Reacher, aber das Tal der Ideenarmut scheint überwunden zu sein.

  6. Cover des Buches Schwarzer Regen (ISBN: 9783746625188)
    Karl Olsberg

    Schwarzer Regen

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Laudia89
    Der größte Horror wird Realität - ein tödlicher Anschlag auf eine deutsche Großstadt. Unter den zahllosen Opfern ist auch Ben, der Sohn des Ex-Kommissars Lennard Pauly. Bei einem Überwachungsauftrag stößt der Privatdetektiv auf Informationen, die ihn an der offiziellen Aufklärung des Attentats zweifeln lassen. Während das ganze Land von einem Feuer aus Hass und Gewalt verzehrt wird, sucht er nach der Wahrheit. Ist es möglich, dass die, die jetzt vom Zorn über den Anschlag profitieren, die eigentlichen Drahtzieher sind?

    Am Anfang fand ich es ein wenig verwirrend, weil von sehr vielen Nebenhandlungen erzählt wird und man versucht den Zusammenhang zu finden. ABer dies wird sehr schnell aufgeklärt. Karl Olsberg schreibt sehr flüssig und spannend. Man kann sich die Situation gut vorstellen und erlebt das ganze Gefühlschaos mit. Der Spannungsbogen ist von Anfang an gegeben und steigert sich bis zum Schluss.

    Es ist mein erstes Buch vonKarl Olsberg, aber auf keinen Fall das letzte. EIn Buch was zu empfehlen ist.
  7. Cover des Buches Schuld (ISBN: 9783442476596)
    Patricia Cornwell

    Schuld

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Chief medical examiner Kay Scarpetta übernimmt vertretungsweise die Gerichtsmedizin von Virginia Beach, da sich alle möglichen Untergebenen zum Jahreswechsel krank gemeldet haben. Ausgerechnet zu dieser Zeit kommt der Tod eines tauchenden Starjournalisten in die Quere, als sie viel lieber mit ihrer Nichte Lucy quatschen möchte. Pete Marino (heimlicher Hauptdarsteller) eilt rasch herbei (ich stelle ihn mir immer wie den Schauspieler John Carroll Lynch aus "Body of proof" vor), während sich Kay Kompetenzscharmützel mit dem Navy Investigative Service (nicht zum verwechseln mit NavyCIS und Tony Di Nozzo) liefert. Warum müffelt die Reporterleiche nach pathologischem Aufgeschnipsel nach Bittermandel? Fragen über Fragen, die durchgängig fesseln, nur sie ständige Kocherei nervt.
  8. Cover des Buches Sherlock & Watson – Neues aus der Baker Street: Die Spur des Teufels (Fall 3) (ISBN: 9783862315208)
    Viviane Koppelmann

    Sherlock & Watson – Neues aus der Baker Street: Die Spur des Teufels (Fall 3)

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Cieena

    Handlung

    Der bei den Hörern beliebte Sherlock befindet sich nach einem spannenden Fall mal wieder in seinem allseits bekannten Schwebezustand: die zur Verfügung stehenden Fälle erscheinen ihm zu banal und langweilig, um sich ihrer anzunehmen. Doch dann erfährt der Tag eine interessante Wendung, als völlig unvorhergesehen ein unbekannter Mann auf den Stufen der bekannt, berüchtigten Adresse Baker Street 221b zusammenbricht und eine unverständliche Phrase brabbelt. Sherlock Holmes wittert einen neuen Fall und ich sie es sich versehen befinden sich Sherlock Holmes und Dr. Watson mitten in der Schusslinie einer internationalen politischen Verschwörung, deren Strippenzieher niemand anderes als Holmes´ Lieblingsfeind Professor Moriarty zu sein scheint.

     

    Charaktere

    Da ich bereits die ersten beiden Folgen der Reihe rezensiert habe, möchte ich gar nicht so sehr auf die einzelnen Charaktere eingehen. Wer mehr dazu lesen möchte, sei auf die vorhergehende Rezension verwiesen.

    Sherlock Holmes ist auch in dieser Folge altbekannt schrullig, brilliant und unterhaltsam, wie man es zum einen von der Figur erwarten würde und auch von den ersten beiden Folgen kennt.

    Auch zu Dr. Watson möchte ich an dieser Stelle nicht allzu viel sagen. Verglichen mit den ersten beiden Folgen, handelt es sich hier jedoch schon um einen wesentlich „normaleren“ Dr. Watson, da er sich anscheinend von seiner, in den ersten Folgen thematisierten PTBS, weitestgehend erholt zu haben scheint.

     

    Mein Fazit

    Auch die dritte Folge der Reihe konnte mich wieder überzeugen und begeistern. Die Story ist spannend, atmosphärisch dicht und einzelne Audiosequenzen untermalen immer wieder passend die einzelnen Spannungsmomente. Auch die hochkarätigen Sprecher verstehen es gekonnt, ihre Figuren authentisch in Szene zu setzen und damit den Hörer zu begeistern. Meine immer wieder aufkommenden Bedenken, Holmes´Eigenarten könnten nicht ausreichend umgesetzt werden, konnten auch diesmal wieder restlos ausgeräumt werden, da Johann von Bülow Holmes´Eigenarten sprachtechnisch wieder gekonnt umgesetzt hat.

    „Die Spur des Teufels“ hat mir bisher am besten gefallen und ist in meinen Augen von den ersten drei Folgen handlungstechnisch die Stärkste. Wie man es als guter Sherlock Holmes Fan erwartet, besticht die Handlung mit ihrer Raffinesse und Vielschichtigkeit. Der Hörer trifft neben Sherlock Holmes und Dr. Watson natürlich auch auf weitere, altbekannte Gesichter (oder Ohren?), so darf man sich (unter anderen natürlich) auf eine anwesende Haushälterin Mrs. Hudson und einen diesmal nicht ganz so inkompetenten Inspector Lestrade freuen. Auch Moriarty findet diesmal (sehr zu meiner Freude) etwas mehr Eingang in die Handlung, ich hätte mir an dieser Stelle aber noch deutlich mehr Fundament gewünscht. Der ein oder andere Schlagabtausch zwischen den beiden Figuren wäre sicher noch drin gewesen und hätte zusätzlich sicherlich die Dynamik der Hörspiels noch unterstreichen können.

    Nichtsdestotrotz kommt man hier als Sherlock Holmes Fan vollkommen auf seine Kosten. Der Erzählstil in Blogeinträgen seitens Watsons scheint in dieser Folge „perfektioniert“ worden zu sein und überraschte mich auch dieses mal ihrer originellen Umsetzung. Alles in allem ein tolles Hörspiel, welches ich unbedingt weiterempfehlen möchte. Einzig für den Preis muss ich einen Stern abziehen, da ich 14,99€ (UVP Verlagsseite, Stand 09.04.17) für ein Hörspiel von 1h 26min doch als sehr hoch empfinde. Allerdings sei weiterhin angemerkt, dass die ersten drei Folge der Serie „Holmes & Watson – Neues aus der Baker Street“ aktuell für Amazon Prime Mitglieder ohne zusätzliche Kosten angehört werden können.

    Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meiner Website www.zeit-der-buecher.de

  9. Cover des Buches Überleben (ISBN: 9783841500748)
    S.A. Bodeen

    Überleben

     (84)
    Aktuelle Rezension von: GrauerVogel

    Seit ein Atomkrieg die Welt vernichtete, lebt Eli mit seiner Familie in einem Bunker, den sein Vater in weiser Voraussicht erbauen ließ. Doch allmählich werden die Nahrungsmittel knapp und Elis Vater immer seltsamer. Irgendetwas ist nicht in Ordnung - und Eli will herausfinden, was das ist.



    Eli ist ein sehr interessanter Hauptcharakter, da er eigentlich keine besonders sympathische Person ist. Dennoch kann man sich in ihn hineinversetzen und er reflektiert sein eigenes Verhalten recht gut. So verändert er sich auch im Laufe des Buches, ebenso wie die Beziehung zu seinen Schwestern. Die Charaktere fand ich allgemein gut dargestellt, nur konnte ich seine Schwestern ab und zu nicht auseinanderhalten, was aber eben daran lag, dass Hauptfigur Eli sich auch nicht sonderlich für die beiden zu interessieren scheint und selbst nicht viel über sie weiß.
    Der Bunker ist kein klassischer Betonkeller, wie man sich eben einen Bunker so vorstellt. Er ist mit vielen Annehmlichkeiten ausgestattet und einer Menge Technologie, die ein langes Überleben dort unten sichern soll. Jedoch treten damit zunehmend Probleme auf, was die Lage der Familie zusehens verschlechtert.
    Nach vielen Jahren inneren Abschottens und Desinteresses, beginnt Eli plötzlich, sich für all die Vorgänge zu interessieren und beginnt Nachforschungen anzustellen.
    Ich habe dieses Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. Es werden immer wieder Dinge angedeutet oder erwähnt, aber zunächst nicht weiter erklärt. Das führt dazu, dass man sogartig immer weiterlesen muss, um herauszufinden, was es damit auf sich hat. Einige dieser Fäden laufen jedoch meiner Ansicht nach ins Leere, was ich sehr schade finde. 
    Trotzdessen finde ich nicht, dass das Buch wirklich als "Thriller" bezeichnet werden kann, denn dafür fehlt mir der Nervenkitzel. Es ist weniger Spannung, die einen als Leser antreibt, sondern viel mehr Neugier und für mich ist das ein großer Unterschied. 
    Zudem waren manche Dinge wirklich vorhersehbar und im Grunde von Anfang an klar. Aber ich denke, dass sich das bei diesem Ausgangsszenario auch kaum vermeiden lässt.

  10. Cover des Buches Tödlicher Atemzug (ISBN: 9783775155366)
    Todd Johnson

    Tödlicher Atemzug

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Buchbloggerin

    In der Winterzeit liest man doch gerne einen so richtig schaurigen Thriller, oder? Jedenfalls ist dies bei mir der Fall. Als ich das Buch Tödlicher Atemzug von Todd Johnson sah, dachte ich, das wäre jetzt genau das Richtige. Es ist ein Thriller über ein unheimliches Thema und es geht darum, wie viel die Wahrheit letztenlich wert ist.

    Die Nuklearanlage Hanford Site lieferte jahrzehntelang das Plutonium für Amerikas Kalten Krieg und gilt heute als das am stärksten verstrahlte Gelände der westlichen Welt. Den Männern, die sie bewachen, sagt man, die Gefahr sei unter Kontrolle – bis eine gewaltige Explosion die Nacht zerreißt.
    Kieran Mullaney überlebt die Detonation, aber als er versucht herauszufinden, was wirklich geschah, begegnen ihm Schweigen und Drohungen.

    Es handelt sich in dieser Geschichte um Männer, die in einem Atomkraftwerk arbeiten und sich eines Tages nur knapp vor einer Explosion retten können. Die Firma Covingtion Nuclear ist allerdings nicht ganz ehrlich zu den Mitarbeitern, die herausfinden wollen, wie viel Strahlung sie bei der Explosion abbekommen haben, und verfälscht die dafür notwendigen Daten.
    Dass dabei mehrere Menschenleben auf dem Spiel stehen, scheint eher unwichtig zu sein.

    In diesem Buch kann man sehr gut erkennen, was Menschen dazu bringen kann, „böse“ zu sein: die Gier nach Geld, Macht und Ruhm. Dafür scheint auch kein Opfer zu groß zu sein und die „guten“ moralischen Werte werden erst recht hintangestellt.
    Dadurch hatte Covington Nuclear auch so gute Karten vor Gericht. Der Kläger Kieran Mullaney wollte mithilfe seiner Anwältin beweisen, dass die Firma doch nicht so gut zu sein schien, wie sie sich nach außen hin präsentierte.

    Eine sehr lange Zeit schien es, als würden die Kläger kein Stück weiterkommen, weil Covington Nuclear mit ihrem Betrug derartig erfolgreich waren, dass Mullaney mit seiner Anwältin sich immer wieder in Sackgassen verirrten. Doch schon bald kam es zu einer Wendung. Doch diese bedeutete noch lange keinen Sieg für Mullaney.
    Die meiste Zeit fiel es mir schwer, zu glauben, dass die Kläger überhaupt die Chance auf einen Sieg hatten. Desto weiter musste ich lesen, um herauszufinden, wie es denn weitergehen würde.

    Was ich allerdings rätselhaft fand, war, dass ich überhaupt keinen christlichen Bezug in der Handlung finden konnte. Es war interessant, keine Frage, aber das hat mir dann doch gefehlt.
    Zudem haben sich circa die ersten zwei Drittel relativ langgezogen, weshalb das Lesen mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als erwartet.

    Insgesamt hat mir das Buch – von der Thematik her – gefallen, es war interessant, den Prozess mit zu verfolgen und einschließlich der bereits genannten Gründe komme ich auf eine Bewertung von 3 von 5 Sterne. Es ist auf jeden Fall ein etwas anderer Thriller, als man es gewohnt ist!

  11. Cover des Buches Die Auslese - Nur die Besten überleben (ISBN: 9783442264155)
    Joelle Charbonneau

    Die Auslese - Nur die Besten überleben

     (758)
    Aktuelle Rezension von: CherryFairy

    Cover

    Mein Cover sieht ganz anders aus, als die hier gezeigte Ausgabe, deshalb beschreibe ich "meine Version". 

    Darauf ist die gleiche Frau zu sehen wie bei dem neueren Cover, allerdings sieht man sie nur am rechten Rand, wo sie verstohlen mit Waffe in der Hand einen anschaut. 

    Mir persönlich ist die abgebildete Frau zu alt, denn Cia ist 16 Jahre alt, die Frau auf dem Cover sieht älter aus , aber ansonsten gefällt mir das Cover ganz gut ^-°

    Der Hintergrund zeigt einen hellblauen Himmel mit Wolken, das Cover zieht sich durch den gesamten Umschlag und auf der Rückseite sieht man ganz leicht gedruckt eine Stadt.

    Der Buchtitel Die Auslese ist mit schwarzen Buchstaben gut fühlbar bedruckt.

    Unter dem Cover ist das Buch farblich schlicht in Hellblau/Babyblau gehalten.

    415 Seiten


    Inhalt/Story

    Band 1 der 3 teiligen Reihe

    -Eine Welt die neu aufgebaut werden muss-

    108 Prüflinge werden für eine Auslese ausgewählt um sich zu beweisen. 

    Ihr Ziel die Zukunft des Landes zu verbessern!

    Die Kandidaten müssen mehrere Test bewältigen, um in die engere Wahl zu kommen, doch diese Prüfungen sind alles andere als harmlos!

    Der Schatten der Auslese zieht sich immer mehr zu und die anfangs glücklichen Auserwählten, erleben nun den Schrecken der Auswahl!


    Meine Meinung

    Die Reihe lag bei mir eine ganze Weile schon in meinem Regal und ich habe mich von Anfang an auf die Auslese gefreut und mir die Reihe aufgehoben, weil ich die Hoffnung hatte, ein ähnliches Feeling zu bekommen wie bei Die Tribute von Panem und ich muss sagen, genau dieses Feeling hatte ich auch!

    Die Auslese ist aber etwas ganz Eigenes! und baut sich von Seite zu Seite sehr gut auf, was harmlos beginnt wird von Prüfung zu Prüfung immer brutaler. 

    Intrigen, Intelligenz und Ausdauer sind hier entscheidend wie weit du kommst. 

    Die Autorin hat es geschafft, dass ich an so einigen Kandidaten Zweifel und ihnen misstraue. Ob ich damit später richtig liege, wird sich noch zeigen. 

    Meine derzeitige Einschätzung kann aber auch komplett falsch sein, ich bin wirklich gespannt wie es weitergeht!

    Ich freue mich schon auf den zweiten Band!

    ^-^

    Mein Fazit

    Eine klasse Dystopie, für alle Dystopieliebhaber empfehlenswert, die gerne Action und Rätsel mit einander verbinden.

    Rein vom Feeling her kommt es an Panem/Battle Royal dran, aber wie gesagt die Reihe ist damit nicht vergleichbar! 

    Mir gefällt sie jedenfalls bisher sehr gut ^-°

    5*



  12. Cover des Buches Daisy aus Fukushima (ISBN: 9783770491629)
    Reiko Momochi

    Daisy aus Fukushima

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Daisy aus Fukushima ist ein so rührender und schöner Manga. Ich liebe einfach alles daran. Es hat mich zum lachen, weinen und schreien gebracht. Ich konnte mich einfach gut reinversetzen wie es den Menschen ergangen sein musste. Fumi ist mein Liebling, sie macht sich Gedanken und hadert mit sich. Im Manga konnte ich vollkommen nachvollziehen, weshalb sie so handelt und weshalb sie so fühlt. Aber auch ihre Freunde waren mir sofort sympathisch. Daisy aus Fukushima hat einen do schönen Zeichenstil, der mich sofort im Bann hatte. Aber auch die Geschichte, die genauso hätte stattfinden könne  in Fukushima hatte mich im Bann gezogen. Das Cover von Daisy aus Fukushima ist einfach wunderschön und ich mochte das man kaum was zur Story darauf feststellen konnte so war der Manga eine wunderschöne Überraschung, die ich gerne begrüßt habe. 

    Daisy aus Fukushima bekommt ganz klare 5⭐ von mir. 

  13. Cover des Buches Black Sun (ISBN: 9783404183371)
    Owen Matthews

    Black Sun

     (11)
    Aktuelle Rezension von: raeubertochter

    Black Sun: Wir befinden uns in einer Welt aus Intrigen und Verwicklungen in einer geheimen russischen Stadt, in der Anfang der 1960er eine Waffe apokalyptischen Ausmaßes entwickelt wird.

    Dorthin begibt sich Alexander Wassin, der KGB-Agent mit einem für dortige Verhältnisse recht naiven Sinn für Wahrheit und Gerechtigkeit, um die näheren Umstände eines verdächtigen Todesfalls aufzuklären. Hierbei macht er sich durch seine Hartnäckigkeit mehr Feinde als Freunde und muss aufpassen, nicht selbst ins Visier dunkler Machenschaften zu geraten.

    Wassin selbst hat seine Fehler, derer er sich durchaus auch bewusst ist - wodurch er trotzdem sympathisch bleibt. Ihm zur Seite stehen die unterschiedlichsten Figuren, manche vertrauenswürdiger, andere weniger.

    Trotz des teilweise etwas trägen Voranschreitens der Handlung und stellenweise abschweifender blumiger Sprache, herrscht in dieser Mischung aus historischem Krimi und Politthriller ständig Spannung. Die Geschichte beinhaltet brutale und rücksichtslos klar formulierte Szenen, die schreckliche Tatsachen bildlich zum Leben erwecken. Jede Menge Verdächtige und das Potenzial für Wendungen und überraschende Ereignisse, die die vorherigen Eindrücke noch einmal auf den Kopf stellen können, sorgen dafür, dass man der Auflösung entgegenfiebert. 

    Das Ende ist in sich zwar abgeschlossen, dennoch schafft Owens auf den letzten Seiten eine nahtlose Überleitung zum nächsten Fall des wahrheitsuchenden KGB-Agenten.

    Vor allem das gut recherchierte Basieren der Geschehnisse und Charaktere auf waren Ereignissen und historischen Personen macht für mich einen Großteil der Faszination für diesen Teil russischer Geschichte aus.

    Insgesamt mit kleinen Längen, aber dennoch empfehlenswert, und ich kann mir definitiv vorstellen, auch die Fortsetzung(en) noch zu lesen!

  14. Cover des Buches Ruhrbeben (ISBN: 9783954513048)
    Ursula Sternberg

    Ruhrbeben

     (12)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    In ihrem Krimi von 2014 widmet sich Ursula Sternberg dem Thema Gas-Fracking in Deutschland. Sie hat intensive Recherchen betrieben und teilt dem Leser mit, wie weich die gesetzlichen Regelungen für das Entsorgen der Abfallprodukte sind. Ein Skandal. Wieder einmal gilt der Vorteil der Industrie weit mehr als die Sicherheit der Bevölkerung. 

     Ursula Sternberg lässt als Schlusswort eine ihrer Protagonistinnen resümieren: „Eine Änderung der gesetzlichen Regelungen für das Verbringen von Lagerstättenwasser und NORM-Schlämmen ist nicht in Sicht. Nach wie vor gelten diese Abfallprodukte der Erdöl und Erdgas-Industrie nicht als atomarer Abfall und fallen somit nicht unter die Regelwerke der Strahlenschutzverordnung. Und nach wie vor ist es gängige Praxis, Prozesswasser und Schlämme in Disposalbohrlöchern oder auch im Meer zu versenken.“

     

    Also darum geht es. Um atomar verstahltes Wasser und Schlamm, was beides auf Feldern und Wiesen ausgebracht wird. Was dies für die Landwirtschaft bedeutet, muss nicht extra gesagt werden. 

     

    Ursula Sternbergs Roman umfasst 400 Seiten. Sie kann ihre Geschichte in aller Ruhe entwickeln. Sie hat auch Zeit für ihre sympathischen Protagonisten. Die Handlung fließt allerdings doch ein wenig behäbig daher, deshalb ist es vielleicht nicht der Superknallerthriller, ist aber ein Kriminalroman, der solides Handwerkzeug erforderte und auch bekommen hat. Man lernt eine Menge und wird gut unterhalten. Allerdings wird man auch wütend. Oder wach. Oder resigniert. Je nach Naturell. 

     

    Fazit: Hat mir gut gefallen. 

     Kategorie: Kriminalroman
    Verlag, Emons 2014

  15. Cover des Buches Die letzten Kinder von Schewenborn (ISBN: 9783473476954)
    Gudrun Pausewang

    Die letzten Kinder von Schewenborn

     (365)
    Aktuelle Rezension von: feliSS

    Als ich das Buch gelesen hatte, war ich wie in einem Trance. Es war Abends, kurz vor Mitternacht, ich war müde, aber wollte nicht schlafen. Ich wollte das Buch zu ende lesen! Als ich dann fertig war (übrigens, ich hatte deswegen schon paarmal Tränen vergossen), hatte ich das Gefühl, ich habe das so erlebt. Das war ganz komisch. Ich war so mitgerissen, es war so gut beschrieben, und die Schicksale gingen mir so ans Herz, dass ich das Gefühl hatte ich war dabei. Erst paar Minuten später habe ich realisiert, dass ich nicht dabei war, und das in dieser Form nicht passiert ist. (In Deutschland gab es noch keine Atombombe, nur in Russland und Japan, deshalb ist die Familie, die das erlebt, nur erfunden.) Trotzdem fühlte sich das wirklich echt an!! Nur ein kleiner Hinweis: Es sollten die richtigen Personen lesen. Wenn jemand sehr stark sensibel ist oder es hasst, von anderer Menschen leid zu erfahren, oder deswegen Albträume bekommen könnte, sollte er es lieber nicht lesen. Und ich finde das ehrlich gesagt auch nicht passend für einen Schulunterricht. Nicht jeder Schüler ist psychisch stark, dass er das ohne weiteres lesen könnte. 

  16. Cover des Buches Verseucht (ISBN: 9783865520999)
    Tim Curran

    Verseucht

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Meine Meinung

    Nachdem ich die Leseprobe gelesen habe, wusste ich dass ich dieses Buch lesen musste.
    Diese „alternative“ Schilderung des atomaren Fallouts finde ich unglaublich interessant, denn hier gibt es nicht nur Zombies – dieser Ausdruck kommt im ganzen Buch auch nur ein- oder zweimal vor. Denn es gibt hier so viel schlimmeres als „Zombies“. Nach und nach begegnet unser Hauptcharakter neuen Abscheulichkeiten und Phänomenen, welche der Atomare Fallout mit sich brachte. Da sind dem Autor doch einige interessante und vor allem erschreckende Dinge eingefallen, die mir das ein oder andere Mal Gänsehaut verschafft haben.
    Doch Rick trifft auch andere Überlebende, jeder davon hat seine Eigenheiten und Besonderheiten die alle schön rausgebracht werden. Zwei Streithähne, ein Mädchen mit hohen Moralvorstellungen, ein „bester Freund“ Freund, um nur einige zu nennen. All ihre Charaktereigenschaften fließen schön in die Geschichte ein und man bekommt dadurch ein gutes Gefühl für alle Charaktere. Hier merkt man das Tim Curran sich genauso viel Mühe bei den Charakteren gibt wie bei der Story, die perfekte Mischung. Bei jedem Unglück das geschehen ist, zitterte ich mit jedem einzelnen und auch ihre Angst hat sich auf mich übertragen.
    Nur Rick Nash bleibt leider zwischen all den Charakteren irgendwie blass zurück. Während sich alles um ihn herum wandelt und ständig verändert, konnte ich zu Rick nicht wirklich eine Bindung aufbauen. Er war mehr zweidimensional, als dreidimensional, im übertragbaren Sinne. Er entwickelt sich nicht wirklich weiter, habe ich das Gefühl. Zwar schildert Tim Curran eindrucksvoll die Gefühle und Gedanken von Rick, dennoch habe ich leider nicht in den Charakter hinein gefunden.
    Was ich persönlich wirklich gut fand, waren die ganzen Erklärungen. Die ganzen Mutationen, Krankheiten und auch wie es zum Fallout kam wird zwischendurch immer wieder erklärt. Die Beschreibung des Optischen erledigt dann den Rest. Ich hatte nirgends das Gefühl, dass etwas fehlen würde.
    Es gibt innerhalb der Geschichte immer wieder Schock Momente, gerade wenn man denkt die Charaktere können mal durchatmen, kommt von irgendwo etwas neues, böses daher. Allerdings gibt es keine großen Cliffhänger, der Verlauf oder zumindest das Ende fand ich recht vorhersehbar. Cliffhänger waren meiner Meinung nach allerdings auch nicht nötig, die Geschichte hatte auch so genug Spannung und Gänsehaut zu bieten. Allerdings plätschert die Geschichte das ein oder andere Mal vor sich her, ich hatte das Gefühl es passiert nicht mehr wirklich was.
    Im Laufe der Story kommt noch ein anderer Aspekt hinzu, der die Story so interessant macht. Denn es sind einige Sci-Fi-Elemente vorhanden, die aber nicht fehl am Platz wirken, wie ich die Befürchtung hatte. Sie sind stets präsent, wenn auch oft im Hintergrund und wenn sie dann in den Vordergrund rückt, legt sich ein ungutes Gefühl über den Leser. Hier hat es der Autor geschafft, etwas völlig neues mit der Apokalypse zu verbinden, was dieses Buch nur noch besonderer gemacht hat.

    Tim Curran schreibt unglaublich lebendig. Ich habe selten das Problem, dass mich ein Buch so sehr einnimmt, dass ich beispielsweise davon träume oder es dazwischen mal weglegen muss. Während ich das Buch gelesen habe, hatte ich wortwörtlich ein einzigartiges Kopfkino, danke dafür!
    Die komplette Geschichte ist aus der Sicht von unserem Hauptcharakter Rick Nash geschildert, was das ganze noch viel lebendiger macht. Ich konnte mich noch besser in die Geschichte einfühlen, da ich das Gefühl hatte dabei zu sein, mit ihnen zu laufen. Die Beschreibungen der Geschehnisse sind auf ihre Art einzigartig. Sonst habe ich immer Probleme damit, mir so etwas wie ein Feuergefecht oder einen Kampf vorzustellen, aber hier nicht.

    Kommen wir nun zum Ende. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde ich wäre nicht gleichermaßen erleichtert und traurig als es zu Ende war. Das Ende selbst war ebenso überraschend und genauso auch vorhersehbar. Hier kann ich nur sehr kryptisch schreiben, da ich sonst unnötig spoilern würde. Allerdings kann ich folgendes sagen: Es ist ein gelungenes Ende und es bleiben keinerlei Fragen mehr. Ein rundes Werk von einem super Autor.

    Fazit

    Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten. Der Hauptcharakter blieb mir leider zu blass, während vor allem die Nebencharaktere sehr herausstechen. Die Geschichte selbst ist spannend auch wenn sie hin und wieder etwas an Fahrt verliert. Dennoch bietet sie genug Spannung und Gänsehaut-Feeling, vor allem die Sci-Fi-Elemente sind gut platziert und bieten zusätzliche Grusel-Momente. Der Schreibstil ist etwas besonderes und definitiv einen Blick wert.
    Wer sich für atomare Fallouts interessiert, vor allem die etwas alternativere Richtung, dem lege ich dieses Buch sehr ans Herz. Aber auch dem Leser, der sich gern etwas gruselt und die Beschreibungen des Ekels zu schätzen weiß, empfehle ich dieses Werk.

    Ich persönlich verleihe diesem Buch 4,0 Sterne. Einen Stern ziehe ich wegen des blassen Hauptcharakters und der zwischenzeitlich plätschernden Handlung ab. Ich empfehle hier definitiv noch, die Leseprobe zu lesen. Sie gibt einen guten Einblick in Geschichte und den Schreibstil.


  17. Cover des Buches Todesengel (ISBN: 9783442376131)
    Robin Cook

    Todesengel

     (34)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele
    Barlet ist eine Kleinstadt in Vermont. Angela und David Wilson haben bisher in Boston gelebt. Als die Klinik in Barlet Stellen ausschreibt, bewerben sich beide. Angela wird als Pathologin von der Klinik, David als Arzt vom Versicherungskonzern CMV. Vor allem für ihre Tochter Nikki bringt der Umzug aus dem verdreckten Boston ins idyllische Barlet viele Vorteile, denn Nikki leidet an Mukoviszidose. Die Bank finanziert dem Ehepaar den Kauf eines Hauses, dass Dr. Hodges gehörte. Er war früher Chef des Krankenhauses und ist seit einiger Zeit verschwunden. Doch die Idylle trügt… Wieder ist Robin Cook ein spannender Medizinthriller gelungen. Man merkt, dass er sich auf dem Gebiet der Medizin auskennt. Mehrere Handlungsstränge werden zu einem fesselnden Roman verknüpft. Anschaulich gelingt es dem Autor, die Verhältnisse in einer amerikanischen (nur dort?) Kleinstadt zu beschreiben. Verdrängen geht vor Aufklärung. Man will ja keinem zu nahe treten! Und wer neu im Ort ist, sollte bitte nicht ins Wespennest stochern. Er könnte sich die Finger verbrennen, wobei die Polizei aus Unlust oder Inkompetenz tatenlos zusieht… Auch die Probleme des amerikanischen Gesundheitswesens werden thematisiert. Der Mensch spielt keine Rolle mehr. Es geht nur noch um die Kosten. Werden im Krankenhaus Entscheidungen gefällt, ist nicht ein Arzt daran beteiligt. Dafür bekommen die Ärzte vorgeschrieben, was sie zu tun oder zu lassen haben. Und das geht teilweise an die Substanz. Der Roman liest sich zügig. Ich habe ihn ungern zwischendurch aus der Hand gelegt, da ich wissen wollte, wie es weiter geht. Interessant war, wie die beruflichen Probleme auch auf die private ebene von Angela und David durchschlugen. Sie haben völlig neue Seiten an sich entdeckt. Doch ohne ihre Hartnäckigkeit wäre es zur privaten Katastrophe gekommen…
  18. Cover des Buches Das Buch von Blanche und Marie (ISBN: 9783866155251)
    Per Olov Enquist

    Das Buch von Blanche und Marie

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Blanche eine Patientin aus einer Nervenheilanstalt wird nach dem Tod des Direktors der Anstalt, Charcot, der sie für öffentliche Verführungen benutzte, von Marie Curie im Labor angestellt. Dort erleidet sie durch die Arbeit mit der unbekannten Radioaktivität lebensgefährliche Strahlenschäden. Vor dem herannahenden, schleichenden Tod schreibt Blanche die Geschichte ihres Lebens und der Liebe und letztlich der Beziehung zu Charcot und Marie auf.

     

    Stilistisch hat mir das Buch sehr gut gefallen und der Autor schafft es auf raffinierte und perfekte Weise Fiktion und reale historische Ereignisse zu verweben und zwei beeindruckende Frauenfiguren, Blanche und Marie, zu erschaffen. Sprachlich gelingt dies auch überzeugend. Gravierendes Manko war für mit der Aufbau und die Konstuktionsprobleme die darin liegen, dass eigentlich durch die Aufteilung in drei Hefte (große Bereiche) und die oft bestehende Verzahnung eine große Unübersichtlichkeit entsteht und die ganze Geschichte regelrecht ausgebremst wird. Entsprechend ermüdend und anstrengend empfand ich das Buch und das Lesen des Buches.

    Bei mir überwogen die Schwächen und daher keine Empfehlung.

  19. Cover des Buches Eine kurze Geschichte von fast allem (ISBN: 9783641079246)
    Bill Bryson

    Eine kurze Geschichte von fast allem

     (403)
    Aktuelle Rezension von: Levus

    Ein Buch voller lehrreicher kleiner Geschichten mit vielen historischen Anekdoten und Wissenswertem (das man sich leider alles gar nicht merken kann).

  20. Cover des Buches Doppelwelt (ISBN: B07Q1H54YM)
    Dominik A. Meier

    Doppelwelt

     (10)
    Aktuelle Rezension von: IanCushing

    Es gibt Selfpublisher, deren Namen mir häufig begegnen und die sich in meinem Kopf bereits als "Marke" etabliert haben, bevor ich auch nur einen Satz von ihnen gelesen habe. Was lag da also näher, dass ich mir endlich mal ein Buch von Dominik A. Meier besorge?
    Da ich persönlich nicht zwingend ein "Reihenfan" bin, habe ich mir Doppelwelt ausgesucht und das war eine gute Entscheidung.

    Die Idee zur Geschichte ist hervorragend: Der Atomunfall von Tschernobyl öffnet ein Tor in eine Parallelwelt, genannt die Doppelwelt. Dort gab es zwar auch den GAU, aber ansonsten hatte sich diese Welt anders entwickelt, als in der "normalen". Dieser Ansatz ist extrem spannend, wird aber (leider) nur am Rande behandelt. Aber es gibt ja Bücher und TV-Serien, die sich mit alternativen Geschichtsverläufen beschäftigen, wenn man Interesse hat … 

    Die kranke Anastasija zieht sich in die Sperrzone von Prypjat zurück, um in Ruhe zu sterben. Allerdings hat sie die Rechnung ohne das Schicksal gemacht, denn aufgrund einer Genanomalie ist sie der einzige Mensch, der das Tor zur Doppelwelt öffnen und mit den "Wanderern" genannten Wesen kommunizieren kann. Zwischen den beiden Welten existiert allerdings noch die feindliche "Zwischenwelt", die die Reisenden abfängt und ihnen das Leben schwer und Sterben leicht macht. 

    Auf ihren Reisen begegnet Anastasija verschiedenen Menschen, sie findet Freunde, Liebe und Zuneigung, wo sie nichts anderes als den Tod erwartet und gesucht hatte. Leider wird sie auch von Menschen enttäuscht und es ist beinahe herzzerreißend, wie sehr sie darunter leidet, wenn sie das innere Wesen eines Menschen erkennt, dieser sich aber einem unmenschlichen System unterordnet, ohne der Mensch zu sein, der er sein will. Doch gleichzeitig verweigert sie auch Vergebung und kann hart gegen diesen Menschen sein. Geschickt wird in der Doppelwelt mit Hoffnung und Enttäuschung, Mut und Resignation gespielt.

    Mit ihrer Art geht Anastasija, genannt "Schwalbe", ihren Weggefährten gerne mal auf die Nerven. Ihre Stimmungsschwankungen haben auch mich manchmal mit den Augen rollen lassen, denn zwischen "selbstmitleidig in der Ecke hocken" und "das Leben für die Lieben riskieren" liegen manches Mal nur zwei Zeilen. Sie verkörpert auch perfekt den Typus des starken Menschen, der sich selbst für schwach hält und der mit Hilfe ihrer Freunde jedes Mal über sich hinauswächst.
    Aber mag ich die Protagonistin, denn sie ist eine sensible Seele und ein guter Mensch. Und da gute Menschen nun mal häufiger an sich und der Welt zweifeln, als die Idioten der Welt, bin ich ganz auf ihrer Seite. 

    Der Fokus der Geschichte liegt natürlich auf der Protagonistin und auch wenn vielleicht ein oder zwei Mal zu oft ähnliche innere Vorgänge ausführlich beschrieben werden und einem manche Unterhaltungen irgendwann bekannt vorkommen, liegt es an Dominik A. Meiers Schreibstil, dass ich es dennoch durchweg genießen konnte.

    Ich mag das Setting und die Gedanken, die Dominik A. Meier in mir beim Lesen der Geschichte auslöst. Besonders schön fand ich die Begegnung mit den Wanderern. Ohne zu viel von der Story zu verraten: andersartige Wesen, die nicht aus unserer Welt stammen, ängstigen die Menschen und man sieht sie als Feind; doch ist nichts, wie es scheint. Die Menschen sind den Wesen genau so fremd und sie wollen von uns lernen … aber was lernt man schon von den Menschen? 

    Dominik A. Meier hat ein packendes Mystery-Drama erschaffen, das sich gekonnt aus Fakt und Fiktion zusammensetzt und Fragen des Lebens aufwirft, die ich nach der abendlichen Lektüre durchaus nachklingen lassen habe.
    Sein Schreibstil trifft meinen Nerv und ich habe mich jeden Abend darauf gefreut, in die Doppelwelt zu reisen und das ist für mich immer ein Indikator, dass es ein (für mich) gutes Buch ist. 

    Dominik ist Selfpublisher und in der breiten Masse gibt es oftmals noch immer Ressentiments dieser noblen Gattung gegenüber. Auf den Sinn und Unsinn dieser These gehe ich jetzt nicht weiter ein, denn würden sich diese Leute Doppelwelt anschauen, würden sie sehen, wie perfekt man ein Buch als Selfpublisher umsetzen kann. Die Geschichte ist packend, unterhaltsam und regt zum Nachdenken über die menschliche Natur an; mir sind in dem gesamten Buch ein oder zwei Vertipper aufgefallen und damit erreicht Dominik definitiv Verlagsstandard. Dazu kommt noch der gut lesbare Buchsatz, ein professionelles Cover und fertig ist ein Buch, welches mich nicht nur inhaltlich zu überzeugen weiß. Die Umsetzung ist also in meinen Augen absolut makellos und es sollte mich wundern, wenn es das letzte Buch gewesen sein soll, welches ich von ihm gelesen habe. 

    Einsteigern in die Welten von Dominik A. Meier kann ich Doppelwelt also definitiv empfehlen.

  21. Cover des Buches Marie Curie und das Rätsel der Atome (ISBN: 9783401062143)
    Luca Novelli

    Marie Curie und das Rätsel der Atome

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Marie Curie - eine wirklich beeindruckende Frau! Als weibliche Wissenschaftlerin hatte sie zu ihrer Zeit keinen leichten Stand, und doch hat sie so unglaublich viel erreicht! 

    In diesem Buch für junge Leser ab elf wird ihr Leben und Wirken nacherzählt auf sehr kindgerechte und zugleich aber auch spannende Art und Weise. Es ist interessant, faszinierend, lehrreich und informativ! Für Kinder, die neugierig sind und erste Biografien lesen möchten, ist dieses Buch ideal. 

  22. Cover des Buches Unter den Linden 6 (ISBN: 9783550200601)
    Ann-Sophie Kaiser

    Unter den Linden 6

     (89)
    Aktuelle Rezension von: beme65

    Unter den Linden 6 vereinigt verschiedene Komponenten in einem Roman. Zum einen die Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts die als Forscher bahnbrechende Entdeckungen gemacht haben zum anderen drei Frauen, die in dieser Zeit ihren Platz in der von Männern dominierten Welt des Wissens suchen. Drei sehr unterschiedliche Lebenswege kreuzen sich und gehen einen Teil zusammen. Die Umstände der Freiheitsbewegungen für die Rechte von Frauen sind ebenso Thema der drei Damen, wie die Liebesgeschichten, die ihr Leben und Wirken beeinflussen. Ein Gesellschaftsroman, mit historischem Hintergrund aber gleichzeitig auch eine Liebesgeschichte in verschiedenen Erzählsträngen.
    Insgesamt ein besonderes Buch, dass interessant gestaltet und aufgebaut ist. Allerdings ist es für meinen Geschmack ein wenig zu lang, da über Strecken nicht wirklich viel Handlung erkennbar ist und die Themen sich wiederholen.

  23. Cover des Buches Maurice der Kater (ISBN: 9783938899397)
    Terry Pratchett

    Maurice der Kater

     (259)
    Aktuelle Rezension von: Tintenwelten

    Kater Maurice zieht mit einer Gruppe Ratten von Dorf zu Dorf, um dort eine Rattenplage zu inszenieren. Da kommt dann Flötenspieler Keith ins Spiel, welcher das vermeintliche Ungeziefer aus dem Dorf lockt und dafür einen Haufen Geld kassiert - anschließend wird natürlich geteilt. Doch dann kommen die Gefährten nach Bad Blintz und irgendwie läuft dieses Mal so gar nichts nach Plan…  

    Es handelt sich hier um eine skurrile, phantasievolle und humorvolle Neuerzählung des Märchens vom Rattenfänger. Kater wie Ratten sind aus irgendeinem Grund plötzlich intelligent geworden und können sogar lesen und mit Menschen sprechen. So hinterfragen sie auch ihr Leben, ihr Verhalten und den Umgang mit anderen Lebewesen. Maurice betont dementsprechend immer wieder, dass er nichts isst, was reden kann! Ich finde die Namen der Nager teilweise total witzig: Gefährliche Bohnen, Nahrhaft, Pfirsiche, Sardinen, Gekochter Schinken oder Sonnenbraun sind nur ein paar Beispiele. 

    Keith und Maurice lernen zudem Malizia kennen, die aus allem eine interessante Geschichte zu machen versucht und deren beste Freunde ihre Bücher sind. Als eines Tages ein sprechender Kater vor ihr steht, ist sie erstmal baff. Doch mit ihrer Notfall-Abenteuer-Tasche sie ist für alle Eventualitäten gerüstet und so versuchen die drei herauszufinden, warum es in Bad Blintz nicht mit rechten Dingen zu geht.

  24. Cover des Buches Madame Curie und die Kraft zu träumen (Ikonen ihrer Zeit 1) (ISBN: 9783548063867)
    Susanna Leonard

    Madame Curie und die Kraft zu träumen (Ikonen ihrer Zeit 1)

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Katjuschka

    „Träume dir dein Leben schön, und mach aus diesen Träumen eine Realität.“

    Dieses Zitat von Marie Curie beschreibt ihr Leben, genau wie der Titel dieses Buches, nahezu perfekt.

    Zu Beginn der Handlung lebt die kleine Maria Skłodowska zusammen mit ihrer Familie im vom Russischen Zarenreich besetzten Teil Polens.

    Die Unterdrückung der Polen und die Beschneidung ihrer Rechte prägen Marie Curie ihr Leben lang. 

    Was sich aber nie unterdrücken lässt, das ist der Wunsch, nein der Hunger nach Wissen.

    Ihr Interesse an den Naturwissenschaften entdeckt Marie schon als kleines Kind - und lässt sie nie wieder los!

    In kurzen Zwischenkapiteln erzählt die 59jährige Marie rückblickend aus ihrem Leben und diese unterteilen das Buch in drei Abschnitte.

    Der erste Abschnitt behandelt die Kindheit der späteren Nobelpreisträgerin. Die enge Bindung der Familie, besonders der Schwestern zueinander.

    Im zweiten Teil geht es verstärkt um Maries Kampf um Bildung und die Möglichkeit studieren zu dürfen. Hier wird der brennende Ehrgeiz sich, trotz vieler Hindernisse, Wissen anzueignen immer deutlicher.

    Den dritten Teil, den ich als besonders spannend empfunden habe, legt den Fokus auf ihre Forschungen und auf ihre große Liebe, Ehemann Pierre Curie.


    Vieles ist über das berühmte Paar bekannt. Aber zumeist sind dies trockene Fakten.

    Die Autorin schafft es, den Menschen Marie hinter der Wissenschaftlerin Curie hervortreten zu lassen.

    Ihre Besessenheit ein neues Element im Periodensystem als erste zu entdecken, empfand ich manchmal als erschreckend, allerdings die tiefe Liebe zu Pierre als gleichfalls unglaublich stark und intensiv.

    Die beiden haben sich sehr geliebt, sich immer unterstützt und zu Höchstleistungen angetrieben. Ein echtes Power-Couple!

    Was mir beim lesen aber regelmäßig feuchte Hände bereitet hat, das waren die Beschreibungen der Forschung mit Uran und Pechblende oder den von den Curies entdeckten Elementen Radium und Polonium.

    Das Marie das "so schön leuchtende" Radium teilweise in einer einfachen Phiole in der Hosentasche mit sich trug, hat mich regelrecht gegruselt.

    Spätestens bei den Selbstversuchen möchte man ihnen zurufen "Lasst es sein, es tötet euch!" 

    Vieles könnte man aus diesem spannenden Buch über eine außergewöhnliche Frau hervorheben. Ihre Kraft, ihre Energie, ihr unerschütterlicher Wille ihren Lebenstraum zu erfüllen.

    Ich glaube Marie hat irgendwann gewusst, dass die Handhabung mit den radioaktiven Stoffen den Körper von ihr und Pierre irgendwann zerstören würde.

    Aber ich glaube auch, sie hat keinen Tag, keine Entscheidung bereut.

    Ein außergewöhnliches Buch über eine große Frau und eine große Wissenschaftlerin!

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