Bücher mit dem Tag "psychoanalyse"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "psychoanalyse" gekennzeichnet haben.

279 Bücher

  1. Cover des Buches Der Zauberberg (ISBN: 9783596904167)
    Thomas Mann

    Der Zauberberg

     (535)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Hans Castrop ist drei und zwanzig Jahre alt, hat studiert und soll in Hamburg in ein großes Schifffahrtsunternehmen einsteigen. Zuvor reist er aber nach Davos, denn in einer Bergklinik ist sein Vetter. Hoch oben sind viele Patienten, die mit den Lungen Problemen haben. Drei Wochen will Hans seinen Besuch dauern lassen, aber irgend etwas hält ihn fest. Die Geschichten der Leute, die Atmosphäre, das gemeinsame Essen und der Tanz und die Abendstunden mit Musik und Gesang. Hans fühlt sich krank und bekommt Fieber und tatsächlich findet der Arzt eine dunkle Stelle auf seiner Lunge. So bleibt der Ingenieur und kommt immer mehr in dem Haus an und verliebt sich und driftet ab und vergisst zu weilen sogar sein Alter. Aus drei Wochen werden sieben Jahr und die politische Veränderung in der Welt, hält nun Einzug auf dem Zauberberg. Thomas Manns Roman ist eine Wucht, ein ganz großer Wurf und wirkt heute noch genauso wie damals. Faszinierende Personen und genaue Beschreibungen und ein großartiger Schauplatz.

  2. Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783518423653)
    Sylvia Plath

    Die Glasglocke

     (365)
    Aktuelle Rezension von: Kazuto

    Erfrischend, nachdenklich und abwechslungsreich!

  3. Cover des Buches Demian (ISBN: 9783518463536)
    Hermann Hesse

    Demian

     (600)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Sehr inspirierend 

  4. Cover des Buches Erlöse mich (ISBN: 9783442483518)
    Michael Robotham

    Erlöse mich

     (275)
    Aktuelle Rezension von: Sadira

    Die O'Loughlin Reihe von Michael Robotham ist für Fans von Psychothrillern ein Muss. Man kann kein Buch dieser Reihe aus der Hand legen, weil es so spannend ist.

  5. Cover des Buches Die Tänzerin von Paris (ISBN: 9783746633169)
    Annabel Abbs

    Die Tänzerin von Paris

     (73)
    Aktuelle Rezension von: MarinaH

    Das Buch war sehr ansprechend, ich habe genossen es zu lesen. Lucia Joyce hatte ein schreckliches, anstrengendes Leben, man konnte sich gut in ihre Verzweiflung und auch die Liebe reinversetzten.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön, ich fand es sehr interessant wie die Zeitsprünge im Buch gestaltet wurden.

    Die Handlung war flüssig und bis zum Ende spannend gehalten. Das Buch bliebt im Gedächtnis, auch noch mehrere Wochen nach dem Lesen.
    Ich konnte mich gut in Lucias Lage reinversetzten und mit ihr mitleiden. Es war angenehm ein Buch aus der ‚Ich-Form‘ zu lesen.
    Es ist schön, wie die Autorin den Blick im Buch auf Lucia, nicht auf ihren Vater lenkt. 

    Fazit: Tolles Buch über eine Persönlichkeit, die zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.

  6. Cover des Buches Komm, ich erzähl dir eine Geschichte (ISBN: 9783596521715)
    Jorge Bucay

    Komm, ich erzähl dir eine Geschichte

     (302)
    Aktuelle Rezension von: Goldloeckchen

    Damian sucht einen Psychotherapeuten auf und landet bei Jorge, auch den "Dicken" genannt. Die verschiedenen Sitzungen der ungewöhnlichen Therapie werden hier im Buch aufgegriffen. Dabei erzählt der Dicke immer wieder tolle Geschichten um Jorge zu lehren bzw. von seinen Ansichten zu überzeugen.

    Das Cover fand ich sehr ansprechend und erzeugte Interesse bei mir. Das Buch startet meiner Meinung nach mit der besten Geschichte bzw. zumindest ist diese mir am meisten im Kopf geblieben. Damit war aber auch das Rätsel des Covers gelöst. Die vielen Denkanstöße zum Leben und wie wir dieses Gestalten sollten, sind meist recht einleuchtend und überzeugend. Die Geschichten hierzu sind meist sehr amüsant. Allerdings ist es kein Buch, welches man lange am Stück lesen sollte zumindest wenn man einen Nutzen aus diesem Buch ziehen möchte. Idealerweise sollten 1-2 Kapitel gelesen werden und im Anschluss die Zeit zum Nachdenken genutzt werden. Schade ist es, dass es keine Zusammenfassungen der einzelnen Denkanstöße gibt, wie es in ähnlichen Büchern zum Teil gemacht wird. So waren diese Gedanken leider bei mir nicht sehr nachhaltig, vielleicht waren es auch zu viele und es wäre besser gewesen, weniger zu wählen und diese im Buch intensiver zu behandeln.

    Ich würde das Buch nicht nochmal lesen und war froh als ich es beendet hatte. Aber ich kann verstehen, wenn es hier eine Zielgruppe gibt, die dieses Buch ganz toll findet.

  7. Cover des Buches Blauer Montag (ISBN: 9783328102458)
    Nicci French

    Blauer Montag

     (251)
    Aktuelle Rezension von: annaxlin

    https://splendid-tales.blogspot.com/2020/01/rezension-zu-blauer-montag-von-nicci.html

    Als der 5-jährige Matthew verschwindet, geht ein Aufschrei durch London. In den Zeitungen erscheint sein Bild – und die Psychotherapeutin Frieda Klein kann es nicht fassen: Matthew gleicht bis ins Detail dem Wunschkind eines verzweifelten kinderlosen Patienten von ihr. Ist dieser Mann ein brutaler Psychopath? Warum hat sie das als Therapeutin nicht schon vorher bemerkt? Zusammen mit Inspector Karlsson stößt Frieda auf Parallelen zum Verschwinden eines Mädchens vor mehr als zwanzig Jahren. Sie kommt dem Entführer immer näher. Doch es ist ein Wettlauf gegen die Zeit …

     

    Satteln wir das Pferd von hinten auf: Das Buch endet hochspannend mit einer überraschenden Auflösung. Jedoch war der Weg bis dahin sehr langatmig und schleppend. Die Handlung hatte über weite Strecken einfach zu wenig Spannung und beinhaltet mehrere verschiedene Handlungsstränge, die jedoch nicht alle in Zusammenhang mit der Haupthandlung stehen. Dadurch dauert es zu lange, bis die Geschichte zum Wesentlichen kommt.

     

    Zudem werden viele Charaktere eingeführt, die nicht wirklich nahbar waren. Ich hoffe aber zumindest bei der Protagonistin Frieda auf eine weitere Entwicklung in den Folgebänden der Reihe des Autorenpaars Nicci Gerrard und Sean French.


    Insgesamt hat mich »Blauer Montag« leider nicht überzeugen können. Wenn nur etwa ein Drittel des Buches wirklich spannend ist und mich zum Weiterlesen animiert, ist das schlichtweg zu wenig. Deshalb gibt es trotz des grandiosen Endes nur 3 von 5 Herzen. Ich sehe in der Reihe dennoch Potential, dass sie sich in den weiteren Bänden in eine positive Richtung weiterentwickelt. 

  8. Cover des Buches Der Patient (ISBN: 9783942656061)
    John Katzenbach

    Der Patient

     (1.906)
    Aktuelle Rezension von: Stephan_Schwendele

    Ein Story, die in sich so perfekt stimmig ist, den Spannungsbogen von Beginn bis zur letzten Seite hoch hält, und aber auch wirklich nie langweilig wird, habe ich in dieser Perfektion bisher noch nicht gelesen. 

    Das ist doch mal eine Einleitung in eine Rezension.

    Aber sie fasst sehr gut zusammen, wie mich dieser Thriller im wahrsten Sinne des Wortes gepackt hat. Von einem Moment auf den anderen löst sich das gewohnte Leben des Dr. Frederick Starks in Luft auf. Der Psychiater, der sich eigentlich auf seinen Urlaub freut, findet in seinem Wartezimmer einen mysteriösen Brief, der Ihn zu Selbstmord auffordert, sollte er nicht ein perfides Spiel um die Identität seines Erpressers „gewinnen“ und innerhalb von 15 Tagen dessen Namen herausfinden. 

    Die Geschichte, die nun beginnt reißt einen wirklich vom ersten Augenblick an mit. Wenn es überhaupt einen Roman gibt, der das Prädikat „perfekter Thriller“ verdient hat, dann ist das dieses Buch.

    Und nun bin ich gespannt, auf die Fortsetzung „Der Verfolger“. Das wird schwer, zu toppen. Aber wenn es jemand kann, dann der Katzenbach !

  9. Cover des Buches Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst (ISBN: 9783518374504)
    Alice Miller

    Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Wortsalat
    Millers Theorie gibt durchaus wertvolle Denkanstöße, um die Kindesentwicklung besser verstehen zu können - für die damalige Zeit jedenfalls revolutionär und nicht umsonst ein Meilenstein der psychologischen Literatur. 

    Allerdings sticht sie mit einer auffälligen Einseitigkeit heraus, lässt andere Faktoren, die ebensolchen Einfluss auf die Kindesentwicklung haben, außen vor. Ob das so gewollt ist und dem Leser diese Tatsache von vorne rein bewusst zu sein hat, lässt sich schwer sagen. Ihr Fokus liegt einzig und allein auf den Kindeseltern, die nach Millers Ansicht wohl mit nahezu jedem Atemzug Ungerechtigkeiten am Kinde verüben. Mir genügt das nicht und es fehlt mir an der Komplexität angesichts dieses umfangreichen Themas. 

    Für mich eine nette Ergänzung, eine Anregung, allerdings keine ausgereifte umfangreiche Theorie. 

    Zum Schreibstil: Für ein Sachbuch in Ordnung, darin liegt aber nicht mein Hauptaugenmerk. 

  10. Cover des Buches Patient 211 (ISBN: B075RPSY7B)
    Silke Nowak

    Patient 211

     (31)
    Aktuelle Rezension von: 0Soraya0

    Zum Inhalt (Klappentext):
    Dr. Julian Kraft gilt als Koryphäe auf dem Gebiet der Forensischen Psychiatrie. Er beurteilt, ob ein Verbrecher zum Zeitpunkt der Tat schuldfähig war oder nicht. Sein neuester Fall führt ihn in die Klinik Marienberg am Bodensee. Linda Fallersleben steht im Verdacht, ihren Mann ermordet zu haben. Obwohl der Leiter der Klinik, Professor Norman Sombra, ihn vor der Manipulationskraft dieser Patientin warnt, kann sich Julian nur schwer der Faszination entziehen, die von ihr ausgeht. Zunehmend teilt er Lindas Angst, ein Serienmörder könnte sein Unwesen auf Marienberg treiben. Denn nachts verschwinden Patientinnen aus der Klinik – und niemand weiß genau, was mit ihnen passiert. Julian will Linda helfen, stößt damit aber bald an ungeahnte Grenzen. Wem kann er noch vertrauen? Lindas Tochter Delphine? Helen, der freundlichen Krankenschwester? Und warum ist Kommissar Hanta auf Marienberg? Die Zeit drängt, denn sobald es Nacht wird in der Klinik, kann er wieder zuschlagen.

    Meine Meinung:

    Schon auf den ersten Seiten wird man direkt von der Geschichte gefangen und hinein gezogen. Der Schriebstil ist einfach nur fesselnd und so fliegen die Seiten nur so dahin.

    Immer wieder gelingt es der Autorin den Leser auf die falsche Fährte zu locken und dann eine überraschende Wendung hervor zu zaubern. So bleibt es wirklich bis ganz zum Schluss sehr spannend.

    Dazu hat auch beigetragen, dass die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wurde. So hatte man verschiedene Sichtweisen, die sich nach und nach zu einem stimmigen Ganzen zusammen gefügt haben.

    Manche Charaktere werden nur recht oberflächlich dargestellt, was aber aus meiner Sicht keinen Mangel darstellen, da sie nur eine Nebenrolle spielen. Alle wichtigen Charaktere werden sehr genau dargestellt, so dass man sich gut in sie hinein versetzen kann.

    Ein weiterer Pluspunkt war, dass die entscheidenden Situationen in der Nähe meines Wohnortes passiert sind, so dass man sich auch örtlich gut in das Geschehen hinein versetzen konnte.

    Fazit:

    Spannung pur, die durch viele unerwartete Wendungen nochmal gesteigert wird. Dazu ein einzigartiger Schreibstil, was will man mehr?
  11. Cover des Buches Die Tochter meines Vaters (ISBN: 9783492062541)
    Romy Seidel

    Die Tochter meines Vaters

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Forila

    Sehr interessante Romanbiographie über das Leben von Sigmund Freud und seiner Tochter, die den Leser mitreißt, sodass man sich das Szenario sehr gut bildlich vorstellen kann. Die Autorin begeistert mit dem klaren Schreibstil und der Ereignisdarstellung. Eine klare Empfehlung für alle, die historische Romane und Romanbiographien lieben.

  12. Cover des Buches Der Falter (ISBN: 9783426216767)
    Michael Seitz

    Der Falter

     (21)
    Aktuelle Rezension von: unclethom
    Der Falter ist der zweite Band der zweite Band der Krimireihe um den Privatdetektiv Falco Brunner. Der Roman ist eine sehr gelungene Fortsetzung der Reihe und auch dieses Mal widmet er sich eines brisanten Themas-Häusliche Gewalt. Wie man es von Michael Seitz kennt, hat er auch zu diesem Thema glänzend recherchiert.
    In diesem Fall ist Falco noch persönlicher in den Fall involviert als üblich, hat er doch vermeintlich eine Frau überfahren. Doch was steckt da wirklich dahinter?
    Gleich auf den ersten Seiten hat er mich wieder abholen können. Nein, nicht nur abholen, sondern er hat es wieder geschafft mich zu fesseln. Nach jeder gelesenen Seite, bleibt der Leser dank der tollen Schreibweise, neugierig auf das folgende.
    Figuren und Schauplätze sind sehr schön plastisch beschrieben. Die Figuren erscheinen lebendig und echt. Besonders gut gefielen mir die Dialoge, die ich mir persönlich durchaus so im realen vorstellen könnte.
    Die Spannung zu Beginn eher sachte, doch je weiter man in der Story kam umso mehr stieg die Spannung an, so sehr das man irgendwann das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
    Einziges Manko für mich, durch sehr geschickt eingefügte Wendungen ist es fast unmöglich mitzuermitteln, denn fast jedes Mal hat er mir durch eine solche Wendungen meine Verdächtigen genommen. Das ist großartig, so muss ein moderner Krimi geschrieben werden.
    Ich habe den Autor mit einem historischen Roman kennen gelernt, doch ich denke, dass er mit seinen Kriminalromanen seine wahre Passion gefunden hat.
    Mich konnte Michael Seitz mit diesem Krimi aufs Beste Unterhalten und so freue ich mich für diese Story die volle Punktzahl zu vergeben.
    5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung!
  13. Cover des Buches Der Psychologe (ISBN: 9783442744565)
    Gabriel Rolón

    Der Psychologe

     (19)
    Aktuelle Rezension von: trollchen
    Der Psychologe

    Herausgeber ist btb Verlag (12. Dezember 2016) und hat 384 Seiten.

    Kurzinhalt: Pablo Rouviot ist Psychologe, ein Mann der Sprache, der weiß, dass jedes Wort noch etwas anderes bedeuten kann, als es den Anschein hat. Als eines Tages die junge Paula Vanussi in seiner Praxis in Buenos Aires auftaucht und ihn um ein psychologisches Gutachten bittet, ahnt er zunächst nicht, in welche Machenschaften ihn dieser Auftrag verwickeln wird. Er soll bescheinigen dass Paulas Bruder Javier, der seit frühester Kindheit an schweren Persönlichkeitsstörungen leidet, schuldunfähig ist. Ein Fall von besonderer Brisanz, denn angeblich soll Javier seinen eigenen Vater, einen einflussreichen Geschäftsmann, ermordet haben. Der Psychologe ahnt, dass sich hinter alldem ein dunkles Drama verbirgt, zu dessen Auflösung er sein ganzes psychoanalytisches Können aufbieten muss.

    Meine Meinung: Ich habe das Buch eigentlich nur kurz aus der Bibliothek anschauen, aber dann war ich schon nach einigen Kapiteln so gespannt, wie es weitergeht, dass ich einfach weiterlesen musste. Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel sind relativ kurz, da kann man schnell mal eins zwischendurch lesen. Dieses Buch ist keine normale Kriminalermittlung, sondern es geht eher um die Psyche aller Beteiligten, insbesondere auch dem Psychologen selbst. Und dass fand ich sehr spannend, denn in die Psyche einzutauchen von anderen Menschen finde ich sehr faszinierend und man kann auch ein wenig was lernen, warum was wer macht. Die Protagonisten sind allesamt sehr realistisch gezeichnet, auch wenn es manchmal ein wenig belehrend wirkte und die Dialoge waren manchmal ein wenig ausschweifend. Aber es war noch im Rahmen, dass es nicht langweilig wirkte.
    Das Thema ist sehr interessant und auch die Herangehensweise ist sehr gut durchdacht, man merkt, dass der Autor sehr viel eigenes Wissen mitbrachte und auch mit den Krimi einfließen ließ.

    Mein Fazit: Ein Krimi, der nicht klassisch der Aufklärung dient, sondern eher in die psychischen Abgründe des Menschen eingreift und dies fand ich sehr interessant und spannend. Ich vergebe 5 Sterne und kann das Buch weiterempfehlen.
  14. Cover des Buches Das Spinoza-Problem (ISBN: 9783442748778)
    Irvin D. Yalom

    Das Spinoza-Problem

     (56)
    Aktuelle Rezension von: JulesBarrois

    Irvin Yalom wählt einen interessanten und vielversprechenden Ansatz für seinen „Roman“ – er bewegt sich auf zwei weit voneinander entfernten Spuren und kombiniert das Leben von Baruch de Spinoza, dem niederländischen Philosoph und Sohn jüdisch-portugiesischer Immigranten im 16. Jahrhundert mit dem Leben von Alfred Ernst Rosenberg, dem führenden NS-Ideologen im 20. Jahrhundert, über dessen jüdische Wurzel immer wieder gemunkelt wurde.

    Hier werden nicht nur grandios zwei Zeitebenen und Figuren miteinander verknüpft. Hier spiegeln sich auch die wahren Ab- und Hintergründe in unserer Vergangenheit wieder. Spiegelt Spinozas Leben, das Leben eines Intellektuellen und setzt ihm mit Rosenberg die Banalität des Bösen gegenüber. Hier der Freigeist Spinoza, der im klaren Denken und dem Mut zur Wahrheit Maßstäbe setzte, weil er die erkannten Wahrheiten über Rituale, Angst und autoritäre Traditionen, die nur dem Machterhalt dienen, nicht fallen lassen wollte. Und dort Rosenberg, der aus seiner Persönlichkeit heraus nichts mehr anstrebte, als sich zu binden. Der starre Dogmen und fanatische Behauptungen unreflektiert zu den Maximen seines Handelns machte. Und doch nur nach Liebe und Anerkennung strebt, diese aber wegen seiner eigenen inneren Abwehrhaltung auf seine Weise gar nicht finden konnte.

    „Das Spinoza Problem ", versucht nichts weniger, als eine zugängliche Einführung in Baruch Spinoza, der Rationalist aus dem 17. Jahrhundert, der das Fundament für die Aufklärung, und eine überzeugende Analyse legte. Und Alfred Rosenberg, der Ideologe, der die Theorien der rassischen Überlegenheit Hitlers artikulierte.

    Irvin Yalom präsentiert Spinozas Leben als eine Reihe von sorgfältig organisierter Gespräche. Die Gespräche, schaffen ein schönes Gefühl für den Charakter des Philosophen und eine klare Erklärung der großen Ideen dieses Mannes über die Natur, den freien Willen und Vernunft. Es ist aufschlussreich, schon vor 400 Jahre die Linien des modernen Säkularismus und des wissenschaftlichen Rationalismus festgelegt zu sehen.

    Die alternierenden Kapitel mit Rosenbergs Aufstieg zur Macht schüren eine andere Art von Faszination. Ein verhasster Mann, so pompös und pseudo-intellektuell, dass selbst Goebbels sich über ihn lustig macht: „Beinahe hätte es bei Rosenberg zum Gelehrten, zum Journalisten, zum Politiker gereicht, aber eben nur beinahe.“ (Seite 582)

    „Das Spinoza-Problem“ ist weit mehr als „nur“ eine romanhafte Doppelbiographie. Yalom versucht den Geist zu erreichen und sehen, wie er funktioniert - und, ja, wie er vielleicht geheilt werden kann. Es ist weniger die alte Geschichte aus dem 20. Jahrhundert, die Yalom interessiert. Er will die Macht von Spinozas philosophischen Erkenntnissen zeigen, die selbst den Geist eines erbärmlich kleinen Monsters, wie Rosenberg zu verunsichern mag. Philosophische Erkenntnisse von Euklid bis eben zu Bento Spinoza vermischen sich mit zwei Lebensgeschichten, psychotherapeutischen Sitzungen, der Darstellung der philosophischen und psychotherapeutischen Ziele von der inneren Freiheit des Menschen aus unguten Gebundenheiten und einer grundlegenden Kritik an religiösen Ritualen und nicht hinterfragten Traditionen oder Dogmen jedweder Art.

    Ein Manifest der Aufklärung, auch so könnte man dieses Buch betiteln. Eine Darstellung der tiefen Spannung im Menschen, einerseits eigenständiges Wesen zu sein und andererseits ebenso stark Teil der Gemeinschaft sein zu wollen, Teil einer Tradition, eines Mythos, eben nicht herauszufallen aus der Gemeinschaft, der man angehört.

    Literarisch hochwertig führt Yalom dies Spannung zwischen Individualität, Freiheit und, damit einhergehend, auch Relativität und Unsicherheit als Gegenüber zum „Dazugehören“ aus, zur, nur vermeintlichen, dogmatischen Sicherheit. Und lässt zu keinem Zeitpunkt des Buches den Leser darüber im Unklaren, dass es schlichtweg dem Menschen zwar möglich, aber letztlich ein nicht wirklich gangbarer Weg ist, die Kraft des eigenen Denkens und der erkennbaren Wahrheiten an eine Religion oder eine andere Form des „Glaubens“ (wie den Rassenwahn) zu delegieren. Ein Weg, der in Destruktion und Unfreiheit endet.

    Das Buch ist sprachlich hervorragend formuliert, im Stil wunderbar zu lesen und ebenso tief lehrreich, wie es zur eigenen Reflektion fast schon zwangsläufig hinführt.

  15. Cover des Buches Die andere Seite (ISBN: 9783499255564)
    Alfred Kubin

    Die andere Seite

     (49)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Eine düstere Vision ist es, die Kubin da hatte, aber auch eine packende. Die Interpretationen sind vielseitig, die naheliegendste ist immer noch die Vorahnung des kommenden Ersten Weltkriegs, der in einem Strom von Gewalt und Zerstörung einen radikalen gesellschaftlichen Umbruch mit sich bringt und die "alte Welt" samt ihren Strukturen hinwegfegt. 

    Ein Traumland als negative Utopie.

  16. Cover des Buches Die Einkreisung (ISBN: 9783453503984)
    Caleb Carr

    Die Einkreisung

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Sebastian_Diesel

    Der Handlungsort und die Grundidee sind nicht schlecht. Anfänge von Kriminalistik und Psychologie im New York des späten 19. Jahrhunderts kommen gut an. Das hat schon bei Arthur Conan Doyle in London funktioniert.


    Die Schwäche dieses Buches ist, dass die Erzählerfigur zwar eigentlich gut eingesetzt ist, um den Leser/die Leserin in diese Welt einzuführen, dann aber leider sehr farblos bleibt. Selbst sehr stumpfe Schlussfolgerungen der anderen Figuren werden bestaunt und gleichzeitig bleibt der Erzähler extrem passiv und unternimmt kaum einmal selbst etwas, fühlt sich, sobald er allein gelassen wird stets unfähig und will aufgeben. 

    Mich persönlich hat das nicht gepackt, weil die interessanten Aspekte vor diesem Hintergrund zurückfielen und das Ende sehr schnell ablief, vielleicht auch deshalb, weil der Autor seinen Killer nicht zu sehr offenlegen wollte, obwohl die psychologische Auseinandersetzung von Dr. Kreisler mit dem Killer überaus spannend hätte ausfallen können.


  17. Cover des Buches Splitter (ISBN: 9783868007404)
    Sebastian Fitzek

    Splitter

     (2.258)
    Aktuelle Rezension von: NanuNana

    Ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen. Es ist sehr spannend und wie immer gut geschrieben. Der Plot und die Charaktere haben mir gut gefallen. Ich war immer hin- und hergerissen, ob ich den Charakteren vertrauen kann oder nicht. Fitzek, der Meister der Verwirrung, hat hier wieder super Arbeit geleistet.

    Einen Stern Abzug gibt es, weil mich das Ende nicht komplett überzeugen konnte. Ansonsten eine absolute Leseempfehlung von mir. 

  18. Cover des Buches Malina (ISBN: 9783518240175)
    Ingeborg Bachmann

    Malina

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Eine namenlose Ich-Erzählerin, welche als Schriftstellerin arbeitet, wohnt mit ihrem Mitbewohner Malina in der Ungargasse in Wien. Ihre Liebe gilt aber dem Ungarn Ivan, der Vater zweier Jungs, doch auch ohne Malina kann sie nicht leben. 

    Was zunächst nach einer Liebesgeschichte aussieht, verwandelt sich in eine Tragödie voller Albträume. Der Roman ist in drei Teile aufgeteilt: Im ersten geht es hauptsächlich um die Entwicklung mit Ivan, im zweiten verarbeitet die Schriftstellerin die Shoa und im letzten Teil ereilt sie ihr Schicksal.
    Ich empfand den ersten Teil zunächst sehr träge, obwohl es mich auch irgendwie angezogen hat.
    Nachdem ich mich über dieses Werk und über Ingeborg Bachmann genauer informiert hatte, war es um mich geschehen. Dieses Werk, welches laut Bachmann zwar keine Autobiografie ist, aber autobiografisch, bringt die Zerrissenheit und den Schmerz einer Depression und Abhängigkeit unglaublich genial zum Ausdruck. Wenn man sich auf das Werk einlassen kann, spürt man dies auch beim Lesen in jeder Zeile.
    Dieser Roman ist definitiv kein Buch für leichte und angenehme Stunden. Mich hat es vor allem ab dem zweiten Teil auf faszinierende Art und Weise zerrissen. Das Ende macht einen in Anbetracht des Todes der Autorin sprachlos.

    Es ist wirklich schwer diesem Werk mit Worten gerecht zu werden.

  19. Cover des Buches Die Badende von Moritzburg (ISBN: 9783463406862)
    Ralf Günther

    Die Badende von Moritzburg

     (20)
    Aktuelle Rezension von: simone_richter

    Klappentext: 1910. Die junge Clara Schimmelpfenninck wird wegen hysterischer Atemnot ins Dresdner Lahmann-Sanatorium auf dem "Weißen Hirschen" geschickt. Nach sechs Wochen ist sie symptomfrei, aber zu Tode gelangweilt. Da wird sie zu einem Ausflug ins nahe Moritzburg eingeladen.
    Im Sommerkleid streift sie durch die herrliche Schilflandschaft. Prompt wird sie von einem Mann mit fein geschnittenem Gesicht und energischer Stimme angesprochen. Ob sie sich nicht zu ihm, Kirchner, und seinen Freunden gesellen möge. Die Männer und Frauen picknicken dort, trinken Wein und arbeiten an ihren Staffeleien – in einer Art und Weise, wie Clara es noch nie erlebt hat. Und so verbringt sie einen unvergesslichen Sommertag in der Künstlerkolonie "Die Brücke".

    Das Cover auf dem lilafarbenen Einband ziert tatsächlich die Abbildung Kirchners „Drei badende Frauen“  von 1911.  Der Expressionist war von 1905 bis 1911 in Dresden und hat die Sommer mit Heckel, Schmidt-Rottluff, Pechstein und anderen an den Moritzburger Teichen gemalt.

    Diese Sommernovelle hier ist auch auf das Notwendige reduziert, so wie die wenigen Striche in grellen Farben von Kirchner. Dabei ist sie so liebevoll geschrieben, dass man sich wirklich in diese Zeit mit ihren strengen Sitten und medizinischen Maßnahmen wähnt. Aber es gab auch freiheitsliebende Taten, die dieses reizende Büchlein vor der Kulisse Moritzburgs miterlebt und man sofort gefangenen genommen ist und denkt man ist hoffnungsfroh dabei.

    Es liest sich leicht, wie der Sommerwind und man ist hautnah zugegen bei der sich entwickelnden Psychotherapie und der auflodernden sexuellen Selbstbestimmung.

    Das Bild zeigt Kunst als Befreiung und damit ein Lebensgefühl, welches wir nachvollziehen können, wenn wir dieses anschauen.

  20. Cover des Buches Die rote Couch (ISBN: 9783641194826)
    Irvin D. Yalom

    Die rote Couch

     (135)
    Aktuelle Rezension von: Sasha_Maria

    Beeindrucke Einblicke in die Welt von Psychoanalytikern, ihre Arbeitsweise, moralische Dilemma, und den Fakt, dass sie am Ende auch noch Menschen sind. Spannend von Beginn an bis zum Ende, mit vielen Einblicken und sehr lehrreich! Ich lege es wärmstens all jenen ans Herz, die Einblicke in die Psychotherapie suchen.  

  21. Cover des Buches Do you speak Psychopath? (ISBN: 9783906823119)
    Stephan Siegfried

    Do you speak Psychopath?

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Beides hängt hier zusammen und wird anschaulich erklärt. Meist jedoch in geschäftlichen Verbindungen und nicht im privaten Bereich.
  22. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783446242418)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

     (4.432)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Gaarder gibt mit seinem Weltbestseller einen guten und klaren Einblick in die Geschichte der Philosophie. Kein Wunder, dass manch ein Professor auf "Sophies Welt" als Philosophie-Lehrbuch zurückgreift! Die Rahmenhandlung sorgt dafür, dass die eigentlich schwere Kost (tausende Jahre Philosophie) sehr leicht verdaut werden kann. Die klare Sprache und die Spannende Geschichte fesselt den Leser geradezu an das Buch - und schon sind die mehr als 600 Seiten ausgelesen.

    Ein Lesevergnügen der besonderen Art - vorausgesetzt, man ist wissbegierig, offen für Neues und bereit, sich mit sich selbst kritisch auseinanderzusetzen.  

                             

  23. Cover des Buches Gretchen (ISBN: 9783734103995)
    Chelsea Cain

    Gretchen

     (161)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ich muss gestehen nach dem zweiten Teil "Grazie", welcher mir richtig gut gefallen hatte, war "Gretchen" jetzt eher enttäuschend.

    Ich fand die Geschichte stellenweise etwas langatmig, was bei einem Thriller mit gerade einmal 350 Seiten nicht vorkommen sollte. Auch der Fall konnte mich nicht überzeugen und wird erst zum Ende hin interessant. Die Idee dahinter war gut, aber ich hätte mir eine andere Umsetzung gewünscht. Und definitv mehr Gretchen, die kam mir hier etwas zu kurz.
  24. Cover des Buches Ins Unbekannte (ISBN: 9783257072051)
    Lukas Hartmann

    Ins Unbekannte

     (10)
    Aktuelle Rezension von: alasca

    „Ins Unbekannte“ beschreibt eine Zeit der Umbrüche – politisch kommt die Idee der sozialen Gerechtigkeit auf, die sich zum Ideal des Sozialismus steigert. In der Medizin entsteht die Disziplin der Psychologie, die auf neuartige Weise das Innenleben der Menschen erforschen und verletzte Seelen heilen will.

    Hartmann stellt hierfür zwei Biographien kapitelweise nebeneinander, die sich nur einmal räumlich kurz annähern, ohne sich je zu berühren. Einmal die der russischen Jüdin Sabina Spielrein, die aufgrund der Diagnose Hysterie in die Züricher Burghölzl-Klinik eingeliefert und von C. G. Jung behandelt wird. Aus dem Arzt-Patientin-Verhältnis wird eine Liaison. Spielrein wird selbst Psychoanalytikerin und pflegt später mit Jung eine kollegiale Freundschaft, in der fachlicher Austausch Vorrang hat. Sie gilt als Pionierin der Psychoanalyse und Entwicklungspsychologie des Kindes. (Wikipedia)

    Die zweite Biografie betrifft Fritz Platten, bekannt als derjenige, der Lenin zurück nach Russland brachte und als dessen Lebensretter bei einem Attentat. Seine Biographie ist, im Gegensatz zu Spielreins, durch rein ideologische Motive bestimmt. Wo Spielrein danach strebte, dem Einzelnen zu helfen, interessiert Platten sich nur für die Masse, die es kollektiv vor dem Kapital zu retten gilt. Hierfür ist ihm kein Opfer zu groß – nur muss meist nicht er selbst das Opfer bringen. Er hat Partnerinnen und Kinder für sein Ideal verlassen und nun, im Gulag, viel Zeit, seine Prioritäten zu bereuen.

    Vor allem seine verschwundene letzte Frau Berta füllt jahrelang seine Gedanken – als er erfährt, dass sie längst tot ist, bricht er zusammen. Spielrein arbeitet sich immer wieder an ihrer prägenden Beziehung zu Jung ab, die dieser feige abbrach, nicht ohne ihr die Rolle der schuldigen Verführerin zuzuschieben. Die sensible Beschreibung der inneren Kämpfe der Protagonisten verleihen der teils sehr knappen, sachlichen und informationslastigen Erzählweise Leben. Spielrein war für mich dabei die weitaus interessantere und spannendere Figur. Auf der Zeitebene gibt es, vor allem im Platten-Strang, ein paar Flüchtigkeitsfehler, die für Irritation sorgen, aber letztlich nicht ins Gewicht fallen - nur schade bei einem solchen Profi wie Hartmann.

    Gemeinsam ist beiden Protagonisten, dass sie sich dazu entschließen, die sichere Schweiz zu verlassen und nach Russland zu gehen, als Stalin bereits an der Macht ist. Sabina fällt dort mit ihrer Familie der deutschen Judenverfolgung zum Opfer, Platten wird nach langer Haft in einem russischen Straflager exekutiert. Beide haben sich „Ins Unbekannte“ gewagt, beide bezahlten dafür mit dem Leben. Dies wird von Hartmann respektvoll zurückhaltend erzählt. Erschütternd ist es dennoch.

    Mir waren weder Spielrein noch Platten vor der Lektüre bekannt – und hierin sehe ich die eigentliche Stärke des Romans – diese beiden Persönlichkeiten ins Bewusstsein zu holen, die historischen Fakten mit der Wucht des gelebten Dramas zu verbinden. Hartmann rollt diese beiden Leben auf und bringt uns ihre Tragik näher. Er erinnert uns auch daran, dass totalitäre Regime zu allen Zeiten dieselben Kennzeichen haben, an denen man sie leicht erkennen kann. Das kann vielleicht helfen in einer Zeit, in der Gewissheiten schwierig scheinen.

    Fazit: Trotz kleiner Mängel ein beeindruckender Roman mit Nachhall.

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