Bücher mit dem Tag "potsdam"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "potsdam" gekennzeichnet haben.

101 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied der Störche (ISBN: 9783746632469)
    Ulrike Renk

    Das Lied der Störche

     (144)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Ostpreußen 1920: Frederike wächst auf dem Gut ihres Stiefvaters tief in der Provinz auf. Dort lernt sie mehr und mehr das Landleben zu genießen, und erfährt, was es bedeutet, ein Gut zu führen. Dennoch ist ihr Glück nicht ungetrübt, denn ihr Erbe ging durch den großen Krieg verloren und so muss sie um ihre Zukunft bangen. Um so mehr freut es sie, dass es mit Ax von Stieglitz jemanden gibt, der Interesse an ihr zeigt und um sie wirbt. Doch gleichzeitig umgibt den Mann eine mysteriöse Aura, die Frederike zögern lässt. 

    In Erwartung von leichter und flotter Unterhaltung trat ich an das Buch heran, und wurde auch nicht enttäuscht. Allerdings konnte mich das Buch auch nicht besonders überraschen. So ist das Buch grob gesehen in zwei Abschnitte unterteilt. Der erste beschreibt eindrucksvoll das Leben und Aufwachsen auf einem Ostpreußischen Gut in der Zwischenkriegszeit. Hier bekommt die Leserschaft einen sehr eindrucksvollen Einblick darin, wie abgehängt dieser Teil des Landes im Vergleich zum Reich immer noch war. So hatte ich persönlich nur selten das Gefühl, mich in den goldenen Zwanzigern zu befinden. Im zweiten Teil rückt dann das Liebesleben, bzw. dahingehende Versuche der mittlerweile Erwachsenen Frederike in den Vordergrund. Smit nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf, denn durch die fehlende Liebesgeschichte oder eines anderen, ähnlich stark ausgebauten Plots im ersten Teil, fehlt diesem ein wenig der Wind in den Segeln. Diese eher flaue Stelle wird allerdings durch den flotten und lockeren Schreibstil auf alle Fälle wett gemacht. So wird man sehr sanft und rasch durch das Buch getragen, eine pageturner-artige Sogwirkung entsteht. Auch bei der Gestaltung der Protagonist:innen hat die Autorin nicht besonders viel falsch gemacht. Besonders Frederike ist sehr facettenreich und sympathisch gestaltet, allerdings kam es mir bei manchen der Randcharakteren oft vor, als sollten mit diesen gezielt Klischees bedient werden. An und für sich nicht besonders schlimm oder verwerflich, allerdings wirkten diese dann recht eindimensional. Besonders positiv aufgefallen ist mir aber, dass gesellschaftliche und politische Entwicklungen der Zeit thematisiert wurden - in einem gesunden Maß - was mir im Vergleich zu anderen Büchern, die ich aus diesem Genre in dieser Epoche gelesen habe, deutlich gefehlt hat. 

    Insgesamt aber eine lesenswerte und vor allem unterhaltsame Geschichte für zwischen durch. Sicherlich auch für Einsteiger:innen in das Genre sehr gut geeignet. 

  2. Cover des Buches Die Zeit der Kraniche (ISBN: 9783746633565)
    Ulrike Renk

    Die Zeit der Kraniche

     (90)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Mit Begeisterung habe ich die Ostpreussensaga bereits mehrmals gelesen. Der letzte Teil hat teilweise Längen für mich daher gebe ich 4 Sterne. Jefoch eine tolle Saga, die man immer mal wieder lesen kann. 

  3. Cover des Buches Die Reinheit des Todes (ISBN: 9783442374922)
    Vincent Kliesch

    Die Reinheit des Todes

     (390)
    Aktuelle Rezension von: trollchen

    Die Reinheit des Todes

    Herausgeber ist Blanvalet Taschenbuch Verlag (10. Mai 2010) und es hat 320 Seiten. 

    Kurzinhalt: Er sieht aus wie ein Engel. Er hat viele Namen. Und er mordet, ohne Spuren zu hinterlassen …

    Ein Serienmörder treibt in Berlin sein Unwesen. Sein drittes Opfer, eine ältere Dame, wird in einem weißen Leinenhemd aufgebahrt auf ihrem Esstisch gefunden. Die Wohnung ist klinisch rein geputzt – ein Albtraum für jede Spurensicherung. Die letzte Hoffnung des LKA, den »Putzteufel- Mörder« zu finden, ruhen auf Julius Kern. Schon einmal konnte er einen grausamen Massenmörder fassen. Doch Kern ist daran fast zerbrochen. Während er nur langsam zu seiner alten Form zurückfindet, hat sein Gegner bereits das nächste Opfer im Visier …
     Ein Serienmörder in Berlin – und ein Kommissar, der nichts so gut kennt wie das Böse!

    Meine Meinung: Diesmal ist es gar nicht so leicht, dem Täter auf die Spur zu kommen, denn er macht immer alles akribisch sauber, bis er aber dann doch mal einen Fehler macht. Gleich am Anfang ist man mitten im Geschehen drin und wird gleich mitgezogen von der Spannung. Lustig fand ich, als Julius Kern den Täter nahe kommen wollte und auch seine Wohnung so akribisch geputzt hat, denn das hat ihn mächtig angestrengt, denn mal muss schon sehr viel beachten. Auch werden viele Fragen wieder sehr gut beantwortet, denn vieles weiß man nur so halb, wenn man nicht vom Fach ist. Der Schreibstil ist locker und es gibt viele Wendungen, die die Spannung anfachen. Auch die Verknüpfung mit seinem alten Fall Tassilo hat mir gut gefallen. Die Personen und Handlungen wurden so gut beschrieben, dass das Kopfkino immer was zu tun hatte. Selbst Tassilo war mir sehr sympathisch.

    Mein Fazit: Ein toller Thriller, der spannend von Anfang bis zum Ende war. Ich vergebe 5 Sterne und kann das Buch weiter empfehlen.

     

  4. Cover des Buches Dunkle Havel (ISBN: 9783954515073)
    Tim Pieper

    Dunkle Havel

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ein spannender erster Fall für Kommissar Toni Sanftleben. Bei einem Mordopfer wird das Foto von Tonis vor 16 Jahren spurlos verschwundener Frau Sofie entdeckt. Toni ist wie elektrisiert. Lebt Sofie noch? Wo steckt sie? Oder wird er endlich erfahren, was vor 16 Jahren wirklich geschehen ist? 

    So ganz "nebenbei" muss natürlich auch noch der Mordfall aufgeklärt werden. 

    Für mich ein spannender, interessanter und unterhaltsamer erster Fall dieser Krimi-Reihe, wobei ich die ganze Hintergrundgeschichte um Toni und seine verschwundene Frau tatsächlich spannender fand als den Mordfall, der das ganze erst wieder ins Rollen gebracht hat. 

    Toni ist ein interessanter und authentisch wirkender Charakter. Das Verschwinden seiner Frau hat er nie verwunden und Trost im Alkohol gesucht. Dennoch hat er es geschafft, seinen Sohn aufzuziehen und Polizist zu werden. 

    Obwohl mich die Geschichte zum Ende hin doch ein bisschen verloren hat, möchte ich weiterlesen! Die Idee, die Umsetzung und den Schreibstil mochte ich, und ich bin neugierig, was nun mit Sofia geschehen ist. 


  5. Cover des Buches Pfaueninsel (ISBN: 9783442749836)
    Thomas Hettche

    Pfaueninsel

     (128)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Was für ein Buch! Schon die Aufmachung des Hardcovers hat mich begeistert: Gebunden in seidenglänzendes, blaugraues Leinen und weiß bedruckt, ist das in-der-Hand-halten ein haptisches Erlebnis! Fragt nicht, wie oft ich das Buch von außen bewundert und liebevoll gestreichelt habe! Die äußere Aufmachung, die so sehr vom heute gewöhnlichen Aussehen mit Schutzumschlag abweicht, passt wundervoll zum Inhalt. Denn der erzählt eine historische Geschichte von der Pfaueninsel, deren Lage in der Havel bei Berlin auf der Innenseite des Umschlags zu finden ist.

    Als Leitfigur für seinen Roman hat der Autor das Schloßfräulein Marie gewählt. Die Kleinwüchsige war sechs Jahre alt, als sie zusammen mit ihrem Bruder Christian (ebenfalls ein Zwerg) auf die Insel kam. Sie erlebte in ihrer Lebenszeit, wie das künstlich geschaffene Paradies sich im 19.Jahrhundert innerhalb von zirka 75 Jahren immer wieder veränderte: von einer landwirtschaftlich genutzten Fläche in einen Paradiesgarten mit Menagerie bis zum teilweisen Verfall.

    Soweit die historischen Tatsachen. Das Märchen, das der Autor daraus gemacht hat, erzählt uns eine Geschichte, die teilweise zu Tränen rührt, ohne kitschig zu sein. Wir Leser werden nicht nur mit dem Leben der Adligen und seinen Auswüchsen bekannt gemacht und bekommen einen Eindruck von der damaligen Art zu reisen, sondern erfahren auch von der wichtigen Stellung des Hofgärtners Ferdinand Fintelmann.

    Fazit: Das Buch hat sich in mein Herz geschlichen.

  6. Cover des Buches Stille Havel (ISBN: 9783740806705)
    Tim Pieper

    Stille Havel

     (46)
    Aktuelle Rezension von: hapedah

    Toni Sanftleben wird zu einem Leichenfund in den Park Sanssouci gerufen, das Mordopfer war Kunstsachverständiger und seine Aufzeichnungen deuten auf ein auffälliges Interesse an dem Gemälde einer geheimnisvollen, verschleierten Frau hin. Außerdem findet Toni sehr viele Aufnahmen einer alten Havelvilla und eines Firmengeländes, beide Gebäude befinden sich im Besitz der selben Familie. Doch ist in diesen Nachforschungen tatsächlich das Motiv für den Mord zu finden?

    "Stille Havel" von Tim Pieper ist der vierte Fall um KHK Toni Sanftleben, ein Protagonist, der mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen ist. Jeder der Havel-Krimis beinhaltet einen abgeschlossenen Fall, so dass die Bücher auch einzeln, unabhängig voneinander gelesen werden können. Allerdings finde ich persönlich es schöner, auch das private Leben des Ermittlers immer mehr kennen zu lernen, so dass ich empfehle, die Reihe in chronologischer Ordnung zu lesen. Im Lauf der Bücher ist Tonis Entwicklung deutlich spürbar und es macht mir Freude, ihn bei seinen Fällen zu begleiten. Die Figuren in seinem Umfeld sind ebenfalls umfassend und realistisch beschrieben, sie alle empfinde ich als "echte" Personen, so dass ich emotional tief in die Handlung eingetaucht bin.

    Wie ich es inzwischen von Tim Pieper kenne, legt er eine Vielzahl von Spuren, was mich gedanklich zu den unterschiedlichsten Vermutungen geführt hat, dennoch bin ich von der Auflösung des Falles wieder überrascht worden. In jedem seiner Bücher arbeitet der Autor mit Rückblenden, die dem Leser einen kleinen Einblick in die Gedanken des Täters und auch einige Episoden aus dem Leben des Opfers zeigen. Dieses Mal gibt es sogar Abschnitte, die bis in die Zeit des zweiten Weltkriegs zurück reichen und mir einige geschichtlich Informationen vermittelt haben. Dabei habe ich jeden einzelnen Handlungsstrang als sehr spannend empfunden, ich mochte den E-Reader kaum aus der Hand legen, bis am Ende sämtliche Fäden miteinander verknüpft waren. 

    Auch die Liebe zur Region ist in jedem Kapitel spürbar, immer wenn ich einen der Havel-Krimis lese, bekomme ich Lust, die Gegend einmal im Rahmen eines Urlaubs kennen zu lernen. Damit vereint der Roman mehr, was ich erwartet habe, eine äußerst spannende Handlung, Teilhabe an den persönlichen Entwicklungen des Ermittlers, regionales Flair und sogar einen faszinierenden Ausflug in die deutsche Geschichte. Dieses Leseerlebnis, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert hat, empfehle ich mit Freude weiter. 

    Fazit: Wieder einmal hat Tim Pieper einen wunderbaren Regionalkrimi geschaffen, der mich bis zum Ende blendend unterhalten hat, so dass ich für den Roman eine unbedingte Leseempfehlung ausspreche. 

  7. Cover des Buches Kalte Havel (ISBN: 9783740800017)
    Tim Pieper

    Kalte Havel

     (51)
    Aktuelle Rezension von: hapedah

    Am Havelufer wird die Leiche eines jungen Mannes aufgefunden, einer seiner Freunde, mit dem das Mordopfer in der Nacht unterwegs war, wird vermisst. Dessen Mutter, die Staatsanwältin Caren Winter, überredet Toni Sanftleben, in den aktiven Dienst zurück zu kehren, um die Suche nach ihrem Sohn zu leiten. Neben den Ermittlungen halten den Kommissar auch seine privaten Probleme auf Trab, zwar lebt seine lange verschollene Frau Sofie inzwischen bei ihm auf dem Hausboot, doch zwischen den Eheleuten hat sich eine Distanz aufgebaut, die Toni trotz aller Bemühungen nicht überwinden kann. 

    "Kalte Havel" von Tim Pieper ist der zweite Fall um den sympathischen KHK Toni Sanftleben, der mich, wie schon sein voriger Band auf ganzer Linie begeistert hat. Tim Piepers Schreibstil kenne und mag ich schon aus zwei anderen Regionalkrimis (ich bin mit Tonis fünftem Fall in die Reihe eingestiegen und lese nun die Vorgänger in chronologischer Folge). Daher hat der Ermittler schon einen Stammplatz in meinem Herzen und ich genieße es, mehr über sein privates Leben zu erfahren. Meiner Meinung nach gibt das dem Charakter Tiefe, so dass Toni für mich keine flache Papierfigur ist, sondern sich real und lebendig anfühlt, ich hoffe, bange und leide beim Lesen mit ihm mit. 

    Auch seine Ermittlungen sind spannend geschildert, immer wieder gibt es kleine Rückblicke, die das Geschehen aus der Sicht des Opfers und einige Male sogar aus dem Blickwinkel des Täters beleuchten. Dabei bin ich willig allen Spuren gefolgt, die der Autor für seine Leser ausgelegt hat, dennoch war ich von der Auflösung des Falles sehr überrascht. Auch in diesem Roman wird der Hintergrund im idyllischen Havelgebiet umfassend und bildlich beschrieben, im Rahmen der Handlung habe ich unter Anderem die Beelitzer Heilstätten erkundet und einiges über die regionale Geschichte erfahren. Damit hat Tim Pieper die für mich perfekte Mischung aus spannender Krimihandlung, Einblick in das persönliche Leben des Ermittlers und Beschreibung der Umgebung geschaffen, so dass ich dieses wunderbare Leseerlebnis gern weiter empfehle.

    Fazit: Spätestens mir diesem Buch steigt Tim Pieper in die Ränge meiner liebsten Krimiautoren auf, seine Fälle sind spannend und Toni Sanftleben ist ein Ermittler, den ich mittlerweile sehr mag. Auch die Havelregion, in der die Geschichte spielt, ist einladend geschildert, so dass ich immer mehr Lust bekomme, mir die Schauplätze einmal selbst anzusehen. Für den fesselnden Regionalkrimi spreche ich mit Freude eine Leseempfehlung aus. 

  8. Cover des Buches Tiefe Havel (ISBN: 9783740802851)
    Tim Pieper

    Tiefe Havel

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Im Leben des Potsdamer Ermittlers Toni Sanftleben läuft gerade einiges schief, seine Frau entfremdet sich immer mehr von ihm, sein Chef will ihn  loswerden und auch in seinem Team kriselt es. Als er dann auch wieder zur Flasche greift, scheint der Absturz perfekt - aber der Fall eines ermordeten Binnenschiffers und die Hilfe ehrlicher Freunde bringen ihn wieder in die Spur. Denn dieser Fall hat es in sich und er bringt alle in Gefahr.

    Tim Pieper gelingt es auch im 3. Band die Charaktere weiterzuentwickeln und eine packende Storie aufzubauen, dank seines flüssigen und mitreißenden Schreibstils bleibt der Spannungsbogen bis zur letzten Seite aufrecht erhalten und die Geschichte wird zu einem furiosen Finale geführt. Obwohl das Privatleben des Hauptakteurs einen wichtigen Platz einnimmt wird der eigentliche Kriminalfall davon nicht erdrückt, sondern beides verwebt sich immer mehr.

    Eine klare Leseempfehlung von mir.

  9. Cover des Buches Finstere Havel (ISBN: 9783740811419)
    Tim Pieper

    Finstere Havel

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Diana182

    Das Cover wirkt idyllisch und seicht. Ein Boot treibt in der Abenddämmerung über das Wasser, welches in den schönsten Farben leuchtet. Mittig ist der Titel des Buches zu sehen. Schnell wird deutlich, dass man es hier mit einem guten Krimi zutun haben dürfte.

    Der Einstig gelingt sehr gut. Auch wenn es sich um eine Fortsetzung einer Buchreihe handelt, kann man problemlos einsteigen und die einzelnen Protagonisten kennenlernen. Sie einwickeln auch hier durch ihre tiefe Zeichnung ein Eigenleben und können sofort voneinander unterscheiden werden.

    Auch dieser Fall ist sehr spannend und gleichzeitig einer gute Werbung für die beschriebene Region. Die einzelnen Szenen können vor den inneren Augen begleitet werden und lassen den Leser hautnah am Tatort ermitteln.

    Der Schreibstil nimmt den Leser sofort für sich ein und führt gekonnt durch den Roten Faden der Geschichte.

    Mein Fazit:

    Ein gelungener Regionalkrimi, der die Schönheit der Havelregion gut in Szene setzt! 


  10. Cover des Buches Raue Havel (ISBN: 9783740813659)
    Tim Pieper

    Raue Havel

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht

    Da ich bereits die Vorgängerbücher sehr mochte, war ich natürlich wieder sehr gespannt, wie es weitergeht mit Toni Sanftleben und seiner Caren. Dieses Mal wird es richtig persönlich, denn es geht auch um Tonis Mutter, zu der er ein sehr ambivalentes Verhältnis hat. Gleichzeitig ist dieses Buch zu Teil auch ein historischer Roman, dessen Geschehen mich sehr, sehr berührt hat. Regime, in denen Menschenleben nichts zählen, das ist wirklich erschreckend - schlimm, dass es solche auch heute noch gibt. Man kann gar nicht glaube, dass solche Lappalien zu solchen harten Strafen bis hin zum Tod bzw. der Ermordung an der Tagesordnung waren. Mich hat das wirklich entsetzt, auch wenn man weiß, dass es so war, ist es doch wieder erschreckend, wenn man es hier nochmal so deutlich beschrieben liest und die Betroffenen einem irgendwie nah sind.

    Und so stolpert Toni unversehens in einen zugleich alten und aktuellen Fall und weiß nicht mehr, wem er noch trauen kann. Ein atemloses und beklemmendes Verwirr- und Versteckspiel beginnt, das nicht ohne Verluste enden kann. Phong ist ein wahrer Freund und kommt raus aus sich, ich mochte diese Entwicklung sehr. Genau wie das ganze Buch, das zu lesen mir ein Vergnügen war. Sicherlich kann man das Buch auch lesen, ohne die Vorgänger zu kennen, mit der ganzen Geschichte im Kopf macht es aber noch mehr Spaß!

    Besonders gut gefällt mir an diesem Buch die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart. Tim Pieper beschreibt authentisch und glaubhaft, wie sich die damaligen Ereignisse auf das Heute auswirken und welche Folgen das haben kann. Ich würde mir wünschen, dass Toni auch einen neunten und zehnten Band gewidmet bekommt. Seien wir gespannt!

  11. Cover des Buches Spinner (ISBN: 9783257609288)
    Benedict Wells

    Spinner

     (328)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Mit 20 ist Jesper Lier nach Berlin gezogen und haust in einer kleinen Kellerwohnung. An der Uni schreibt er sich immer nur für Kurse ein, damit er mal draußen war, denn eigentlich sitzt er immer am Rechner und schreibt an seinem großen Werk  Die Leidgenossen.  Nebenbei verdient er sich etwas bei einer Berliner Zeitung und der Chef hat ihn eingestellt, weil er ein gewisses Talent besitzt. Ansonsten gibt es viel zu viel Alkohol, kaum Essen und außer Gustav und Frank, hat er keine Freunde. Die Liebe sucht er und lebt sie in exzessiven Sexszenen in seinem Buch aus, aber die Liebe findet ihn nicht, noch nicht? Als er Miriam in der Bahn begegnet ist es um Jesper geschehen, obwohl seine Freunde ihn warnen, dass er sich nicht in die Erste verlieben soll. Zum ersten mal erkennt Jesper wahre Gefühle und als ein guter Bekannter und Förderer stirbt, sein Buch von allen als schlecht befunden wird und Miriam sich einfach nicht mehr meldet, wacht Jesper auf. Was will er? Wo soll seine Reise im Leben hin gehen und was ist Glück? Benedict Wells ist ein weiteres, großartiges Buch gelungen. Nach dem gefeierten  Becks letzter Sommer , präsentiert er hier eine ganz andere Geschichte. Mit seiner großartigen Sprache und seinem enormen Gespühr für Details entführt er uns in das pulsierende Berlin und in das Leben eines tragischen Helden. Großartig!

  12. Cover des Buches Die fehlende Stunde (ISBN: 9783462046120)
    Dinah Marte Golch

    Die fehlende Stunde

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Petroel
    Zwei Kinder verschwinden im Wald.... damit setzt Dinah Marte Golch den Einstieg zu einer Tat die den Hauptkommisar Kamm fast an den Ran seiner Sinne bringt.Mit unkonventionellen Methoden steht die Psychologin Alice Behrens ihm zur Seite. Ein absolut ungleiches Paar, das sich auch mal anzufft, aber für beide steht immer der Mensch im Vordergrund. unschuldiger oder Tter.
    Der Schreibstiel ist flüssig und durch die kurzen Kapitel schnell zu lesen. Die Handlungsstränge sind so verwoben, glaubt man die Tat ist geklärt, tut sich eine neue Ebene auf.
    Glaubt man den/die Täter zu kennen, oooobs er oder sie kann es doch nicht sein. Auch mich hat Christopher/ Jörg geblendet und ich bin ihm ins Netz gegangen.

    Fazit: Der zweite Band der Kamm/ Behrens - Reihe, ein Buch das man nicht gerne aus der Hand legt.
    Ein Krimi wie ich sie liebe.
  13. Cover des Buches Alles, was dazwischenliegt (ISBN: 9783958181649)
    Thilo Corzilius

    Alles, was dazwischenliegt

     (34)
    Aktuelle Rezension von: beautifulbookworld

    REZI-TIME


    Hallo ihr Lieben,


    Hier eine weitere Rezension von mir, zu einem Buch, das mich sehr bewegt hat!


    Autor: Thilo Corzilius
    Titel: Alles, was dazwischen liegt
    Seitenzahl: 269
    Format: e-book
    Verlag: Forever
    Bewertung: ⭐⭐⭐⭐


    Klappentext:
    Die 18-jährige Mira wird nach dem Abitur aus heiterem Himmel von ihrem Freund verlassen und landet obendrein noch mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Der Einzige, der sie dort besucht, ist der geheimnisvolle Valentin, den Mira nur als schweigsamen Gitarristen der Schulband kennt. Als Mira begreift, wie oberflächlich ihr Leben eigentlich ist, lässt sie sich spontan von Valentin zu einem Roadtrip überreden. Ihr erstes Ziel: die Nordseeinsel Sylt. Auf der Reise kommen sich die beiden näher. Doch Mira fragt sich immer häufiger, wieso Valentin so oft davon spricht, dass man sein Leben genießen müsse, solange man kann. Bis sie endlich hinter sein Geheimnis kommt...


    Das Cover des Buches gefällt mir wirklich sehr gut. Es drückt viel über die Geschichte aus und wirkt total ruhig auf mich. 


    Die Einführung in die Handlung ist super. Ich war beim Lesen quasi sofort in der Geschichte drin und vom ersten Moment an gefesselt. Die Spannung war über die Komplette Story hinweg immer da, mal mehr und mal weniger, aber es wurde mir nie langweilig. 


    Thilos Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen und nimmt mich total mit auf eine Reise durch die Geschichte. Er schreibt in meinen Augen sehr bildlich. Er hat die Charaktere sehr gut durchdacht und lebendig erscheinen lassen. Die Anzahl ist absolut angemessen und jeder Charakter kommt authentisch rüber. 


    Die Idee der Geschichte ist fantastisch umgesetzt und ich habe sowas vorher auch noch nicht gelesen. Einen roten Faden habe ich durch das ganze Buch festgestellt und die Handlung hat mich überzeugt, emotional mitgenommen und gefesselt. 


    Das Ende hat für mich alles getoppt und war einfach nur wunderschön. Es war so nicht vorherzusehen, aber ich habe es mir so herbeigesehnt!


    Von mir gibt es für diesen Roman eine absolute Leseempfehlung! 


    Liebe Grüße 
    Nadine
  14. Cover des Buches Mieses Karma (ISBN: 9783499275357)
    David Safier

    Mieses Karma

     (5.048)
    Aktuelle Rezension von: SusiBartmann

    Ich liebe die Bücher von David Safier - Mieses Karma ist ein echter Klassiker mit viel Humor. Love it! 

  15. Cover des Buches Unterleuten (ISBN: 9783442719761)
    Juli Zeh

    Unterleuten

     (534)
    Aktuelle Rezension von: Stephanie_Ruh

    Unterleuten ist ein kleines Dorf in Brandenburg, dort herrscht vermeintlich heile Welt. Aber hinter der Fassade gibt es alte Feindschaften, Seilschaften, Eifersucht, Neid und diverse Abhängigkeiten. Eigentlich will jeder nur sein Leben in Ruhe leben, aber es geschehen Dinge, die alles verändern.

    Es gibt nicht die eine Hauptfigur in "Unterleuten", jedes Kapitel wird aus der Sicht eines anderen Dorfbewohners geschrieben. Somit gelingen der Autorin Juli Zeh die verschiedenen Innenansichten der einzelnen Figuren. Das ist klug und gut beobachtet geschrieben, aber dadurch auch manchmal sehr langatmig. Ich vermisse den Humor, einige Figuren sind mir zu stereotyp. Garantiert gib es solche Leute und auch solche Dörfer überall, nicht nur in Ostdeutschland. Das Buch ist gut geschrieben, hat mich aber nicht richtig gepackt.

  16. Cover des Buches Mieses Karma (ISBN: 9783839812174)
    David Safier

    Mieses Karma

     (205)
    Aktuelle Rezension von: BookPillow

    In diesem Buch geht es um Kim Lange, eine TV-Moderatorin, die... von einem äußert untypischen Tod ereilt und aus dem Leben gerissen wird. Sie hinterlässt Mann und Kind und muss feststellen: sie hat in ihrem Leben viel schlechtes getan und nur wenig gutes Karma gesammelt. Also was macht Buddha? Er gibt ihr eine Chance dies zu ändern - in Form einer Ameise.
    Als Ameise begegnet sie Casanova (ja, DEM Casanova), der sein Leben seit Jahrhunderten als Ameise fristen muss und beide beginnen zusammen gutes Karma zu sammeln.

    Als Hörbuch hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen. Am Anfang fand ich noch, das Nana Spier etwas hochnäsig klang, stellte dann aber fest, das es zum Charakter von Kim Lange passte und sie und Christoph Maria Herbst einfach voll in ihren Rollen aufgegangen waren. Dadurch hat es wirklich Spaß gemacht ihnen zuzuhören, obwohl ich sonst nicht so der Hörbuch-Fan bin. Das Ganze ist vor allem für Personen mit schwarzem Humor geeignet und sollte nicht zu ernst genommen werden 😉 

    Ein Sternchen ziehe ich nur für das Ende ab, da mir das nicht ganz so zugesagt hat.

  17. Cover des Buches Potsdamer Abgründe (ISBN: 9783740809553)
    Carla Maria Heinze

    Potsdamer Abgründe

     (17)
    Aktuelle Rezension von: dreamlady66

    (Inhalt, übernommen)
    Im Geheimen Preußischen Staatsarchiv wird ein Toter gefunden. Maik von Lilienthal, Leiter der Mordkommission in Potsdam, übernimmt den Fall. Seine Mutter Enne, pensionierte Fallanalytikerin, ermittelt währenddessen lieber auf eigene Faust. Als die Spur in die noble Berliner Vorstadt am Heiligen See führt, erhärtet sich ein Verdacht: Geht es hier um eine Kostbarkeit von unermesslichem Wert, die mit den Freimaurern in Verbindung steht? Der Mörder ist den beiden Ermittlern stets einen Schritt voraus – bis die Lage eskaliert.

    Zur Autorin:
    Carla Maria Heinze, geboren in Kleinmachnow, einem Vorort von Berlin, mag alles, was nicht in eine Schablone passt. Menschen, Meinungen und Lebensentwürfe. Ihre Kriminalromane handeln davon. Viele Reisen führten Sie über alle fünf Kontinente. Heute lebt sie im Land Brandenburg zwischen Potsdam und Berlin.

    Gesamteindruck/Schreibstil/Fazit:
    Danke an Carla Maria (Heinze) sowie den emons-Verlag für Eure Zusage und schnelle Belieferung, ich freute mich!

    Die Autorin hat ihre Protagonisten sehr authentisch beschrieben.
    Man lernt Potsdam und Umgebung kennen.

    Auch die Geschichte der Freimaurer ist interessant zu lesen.
    Der Schreibstil ist flüssig, gut lesbar und sehr präzise.

    Der (Regional)krimi ist spannend und unvorhersebar. Gute Recherchearbeit mit einzeln, dargestellten Handlungsabläufen, machten das Gesamtpaket stimmig und zu etwas Besonderem. Hierfür gerne die Höchstpunktzahl!




  18. Cover des Buches Das Einstein-Mädchen (ISBN: 9783423213998)
    Philip Sington

    Das Einstein-Mädchen

     (136)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Das Cover passt sehr gut zum Buch und gefällt mir sehr. Es zeigt ein Mädchen, sehr schön aber geheimnisvoll und fasst mystisch.

    In meiner Bücherei ist das Buch als "Krimi" angezeigt, dies sehr ich nicht so. Meines Erachtens ist es ein historischer Roman.

    Das Buch spielt zur Zeit 1932 in Deutschland. Ein Mädchen wird in der Nähe von Caputh gefunden, sie hat das Gedächtnis verloren. Das einzige was sie bei sich trägt ist ein Zettel von einem Vortrag Albert Einsteins. Über Umwege kommt sie in die psychiatrische Klinik zu Dr. Martin Kirsch. Dieser versucht herauszufinden wer das Mädchen ist und ob sie etwas mit Einstein zu tun hat.

    Der Schreibstil des Romans hat mir sehr gut gefallen, gerade in der 2. Hälfte des Buches ist es spannend. Auch hat mir gefallen, dass immer wieder ein Kapitel in Briefform geschrieben war. Teilweise wusste man jedoch nicht, ob das Kapitel in der Vergangenheit oder Gegenwart spielt, dies hätte besser aufgezeigt werden können.
    Ein Minuspunkt ist für mich ganz klar, dass es eine ganze Zeit dauert bis etwas Spannung aufgebaut wird, zu Anfang plätschert der Roman so dahin, dies ändert sich ungefair ab der Hälfte des Buches. Auch die beginnende Liebesbeziehung zwischen Patientin und Arzt fand ich zu Klischee behaftet.

    Ein großer Pluspunkt am Buch ist, dass es sehr gut recherchiert worden ist, vor allem im Bereich Psychiatrie in den 30er Jahren. Dies hat mir sehr gut gefallen und war sehr interessant und spannend zu lesen. Obwohl man von den Behandlungen damals weiss ist es doch immer wieder schockierend darüber zu lesen und zu erfahren wie Psychisch Kranke in der Nazizeit und der Vergangenheit im allgemeinen Behandelt würden, welch fatale Behandlungsmethoden es gab usw.

    Fazit: Ein Buch, welches einem sehr gut die Psychiatrie der 30 Jahre näher bringt, mit einer Grundgeschichte die Anfangs Längen hat, die aber ab der Hälfte richtig gut und spannend wird.

  19. Cover des Buches Brandenburger Gold (ISBN: 9783740802707)
    Carla Maria Heinze

    Brandenburger Gold

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Hopeandlive
    Schon das Cover macht einfach Lust , sofort die Koffer zu packen und ins Brandenburger Land zu fahren, doch obacht!

    Dort im Wald in der Nähe von Potsdam wird ein Mann durch eine Weltkriegsbombe getötet und bald darauf kommen noch mehr Menschen unfreiwillig ums Leben.
    Der Kriminalkommissar Maik von Lilienthal beginnt zu ermitteln und die Spuren führen weit in die Zeit des 2. Weltkrieges und zu drei Männern, die vor über siebzig Jahren beschlossen haben zu schweigen. Eine folgenschwere Entscheidung , die sie ihr Leben kostet.
    Der Fall bleibt lange im Dunkeln , doch Maik von Lilienthal bekommt tatkräftige Unterstützung von seiner Mutter Enne, Fallanalytikerin im Ruhestand, doch einmal Kriminalistin immer Kriminalistin.
    Sie bringt Licht in dieses Dunkel der Vergangenheit und das gegen den Willen ihres Sohnes. Doch wenn Enne am ermitteln , lässt sie sich nicht mehr stoppen und bringt sich in Lebensgefahr.
    Nun zählt jede Sekunde...

    Carla Maria Heinze hat einen dritten Band mit dem sympatischen Ermittlern im Emons - Verlag herausgebracht  und ich bin restlos begeistert. Es wird auf jeden Fall nicht mein letztes Buch dieser Autorin sein.

    Es ist eine Geschichte über Vergessen und Schuld und hervorragend recherchiert. Einige Kapitel führen uns in diese finstere Zeit mit aller Grausamkeit, die damals stattgefunden hat und der wir uns zu stellen haben.
    Da sind die humorvollen Plänkeleien zwischen Mutter und Sohn sehr erfrischend dazwischen und das Buch hat mir definitiv Lust gemacht nach Brandenburg zu fahren.
    Ich fand es fantastisch aufgebaut und war gefesselt von Anfang bis zum spannenden Ende und kann nur sagen: LESEN!
  20. Cover des Buches Gestorben wird immer (ISBN: 9783898095433)
    Christine Anlauff

    Gestorben wird immer

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Zabou1964

    Christine Anlauff war mir bereits durch ihre Katzen-Krimi-Reihe an Herz gewachsen. Der vorliegende Roman „Gestorben wird immer“ ist der zweite Teil mit dem Protagonisten Just Verloren, einem Potsdamer Literaturkritiker, der nebenbei einen Blog betreibt. Auch diese Reihe gefällt mir ausgesprochen gut.

     

    Just Verloren liegt nach einem Fahrradunfall im Krankenhaus. Er wird liebevoll von der Krankenschwester Renate umsorgt, die sich sogar Zeit nimmt, mit ihm Schach zu spielen und ihm selbstgemachte Filzpantoffeln von zuhause mitbringt. Am Tag als Just entlassen wird, erscheint Renate nicht zur Arbeit, meldet sich auch nicht krank. Just wittert, dass etwas nicht stimmt und sucht Kontakt zu ihrem Ehemann, der nach langem Zögern erzählt, dass er einen Erpresserbrief erhalten hat. Und prompt ist Just nicht mehr zu halten und übernimmt die Ermittlungen. Er arrangiert die Geldübergabe und schnüffelt im Umfeld von Renate herum. Die Polizei lässt er außen vor, ganz wie der Entführer es verlangt hat. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und die Zeit läuft dem Hobbyermittler langsam davon.

     

    Christine Anlauff hat es mal wieder geschafft, mich mit einer Vielzahl an Fährten gekonnt an der Nase herumzuführen. Immer wenn ich dachte, jetzt sei ich dem Täter endlich auf der Spur, hat sie meine „Ermittlungen“ wieder zerstört. Der Krimi blieb spannend bis zum Schluss.

     

    Man merkt den Büchern der Autorin ihre Liebe zu Potsdam an. Wer Potsdam bereits kennt, wird vieles wiedererkennen in ihren Romanen. Wer es noch nicht kennt, wird mit Sicherheit bald Lust dazu verspüren, diese wunderbare Stadt einmal zu besuchen. Neben dem Lokalkolorit und der Spannung verfügt dieser Roman aber auch über eine gehörige Portion Wortwitz, was besonders zutage tritt, wenn Just Verloren zu Wort kommt. Sprachlich sind Frau Anlauffs Bücher ein Genuss.

     

    Ich hoffe sehr, dass diese Reihe mit Just Verloren fortgesetzt wird, würde mich aber auch über einen weiteren Katzenkrimi aus der Feder der Autorin freuen. Was auch kommen mag, ich werde Christine Anlauff in jedem Fall treu bleiben.

     

    Fazit:

    Spannend erzählte Geschichte mit viel Wortwitz und einer Portion Lokalkolorit.
  21. Cover des Buches Mein deutsches Dschungelbuch (ISBN: 9783442459452)
    Wladimir Kaminer

    Mein deutsches Dschungelbuch

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Wladi schildert seine erste Lesereise im Anschluß an "Russendisko" und berichtet humorvoll und pointiert über das,. was er in der provinz erlebt hat. Das Ganze ist subjektiv von seinem Standpunkt aus geschrieben, und ihninteressiern eher die persönlichen Eindrücke als die Stadtgeschichte o.ä. Der Leser staunt, grinst und wünscht sich, daß W.K. auch seine eigene Stadt besucht hätte.
  22. Cover des Buches Tote tragen keine Pelzmütze (ISBN: 9783440140093)
    Karin Baron

    Tote tragen keine Pelzmütze

     (40)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

     Die 16jährige Fanny macht Winterferien bei ihrer Mutter in Potsdam, sieht endlich ihren Freund wieder, der in Berlin wohnt und schlittert nebenbei, durch ein fehlfunktionierendes Babyphone, noch in einen Entführungsfall.

    Zu Beginn wird man ziemlich überrollt von Namen, Mutter und Vater Fannys, deren jeweilige Beziehungen (mit und ohne Kindern), Nachbarn mit Anhang, Freunde, Haustiere, ich fühlte mich etwas überfordert und fragte mich schnell, was das nun mit dem im Klappentext angekündigten „Verbrechen“ zu tun hat. Mittlerweile weiß ich, dass dies nicht Fannys erster Fall ist und wer den Vorgängerroman schon gelesen hat, findet sich wahrscheinlich in all den Namen etwas schneller zurecht.

    Der eigentliche Fall lässt auf sich warten und nimmt gegenüber Fannys Privatleben sowieso eine untergeordnete Stellung ein, wie ich finde. Die Auflösung kam für mich nicht überraschend und ist nachvollziehbar. Leider fehlt es an Spannung.

    Die Geschichte ist sehr auf Jugendliche zugeschnitten, die wahrscheinlich ihren Spaß haben werden, denn Fanny ist aufgeweckt und recht kess und erzählt in Ich-Form, was eine gute Identifkationsmöglichkeit bietet. Im Gegensatz zu vielen anderen Jugendromanen erscheint mir dieser für (ältere) Erwachsene eher nicht so geeignet, er ist zu einfach gestrickt. Jugendliche, vor allem weibliche, werden sicher Spaß an der Geschichte haben, ich vergebe 3,5 Sterne, die ich, wie immer, aufrunde.

  23. Cover des Buches Caravaggios Schatten (ISBN: 9783869711973)
    Bernhard Jaumann

    Caravaggios Schatten

     (9)
    Aktuelle Rezension von: sleepwalker1303

    Nachdem ich Bernhard Jaumanns „Der Turm der blauen Pferde“ gelesen hatte, habe ich mich auf die Fortsetzung dieser sehr speziellen Krimireihe gefreut. Mit „Caravaggios Schatten“ hat der Verfasser einen meiner Meinung nach zwar nicht ganz so guten und packenden Kunst-Krimi wie den Vorgänger abgeliefert, aber dennoch ein lesbares und unterhaltsames Buch.

    Alban Posselt teilte sich vor 25 Jahren mit dem Kunstdetektiv Rupert von Schleewitz im Internat ein Zimmer. Plötzlich taucht er durch ein Ehemaligentreffen wieder in Ruperts Leben auf und lädt ihn zu einem Besuch der Gemäldegallerie von Schloss Sanssouci ein. Unvermittelt zieht Alban ein Messer und sticht auf Caravaggios Gemälde „Der ungläubige Thomas“ ein. Er wird verhaftet, das Bild soll restauriert werden. Aber noch auf dem Weg zum Restaurator wird es ge-„artnappt“, also gegen Lösegeld entführt. Bei den Ermittlungen, die Rupert in seine Jugend- und Internatszeit zurückführen, stehen ihm wie schon im ersten Band Klara und Max zur Seite. Und mit ihnen befindet sich die Leserschaft unversehens in einem Strudel aus Ereignissen rund um Kunst und Verbrechen. Was hat die Zeit im Internat mit der Tat zu tun? Und welche Rolle spielt eigentlich Klaras an Parkinson erkrankter Vater wieder?

    Die Geschichte an sich fand ich etwas sehr konstruiert und die Handlung wechselte zwischen belanglos und hochspannend hin und her und auch sonst zeigt der Krimi ein paar Schwächen. Dennoch schaffte der Autor es, mich über lange Strecken zu fesseln und ich war wirklich gespannt auf die Auflösung. Die zahlreichen Ermittlungsansätze brachten mich auf jeden Fall zum Mitraten und Mitfiebern, vor allem durch das Katz-und-Maus-Spiel mit den Bilderdieben und der ständig aufflammenden Frage, was denn Albans und damit auch Ruperts Vergangenheit im Internat mit der Messer-Attacke auf das Bild zu tun hat.

    Sprachlich ist das Buch bodenständig und eher schlicht, die Charaktere sind auch eher flach und oberflächlich beschrieben. Höchstens bei der Darstellung von Klaras Vater Ivanovic und des Detektei-Mitarbeiters Max konnte der Autor bei mir punkten, eigentlich schaffen es auch nur die beiden wenigstens ein bisschen dreidimensional zu wirken. Der Verfasser scheint den Fall und seine Lösung eher in den Mittelpunkt zu stellen als die Ermittler, was ich ziemlich schade finde, weil da meiner Meinung nach nicht das gesamte Potential ausgeschöpft wurde. Und irgendwie gerät Rupert von Schleewitz trotz seines direkten Bezugs zum Fall sehr an den Rand der Ermittlungen. Die Hauptrollen spielen in diesem Buch ganz eindeutige andere, nicht zuletzt das Gemälde von Caravaggio, über das der Leser sehr viel erfährt.

    Ich habe das Buch auf jeden Fall gerne gelesen und war sehr gespannt auf die Auflösung, vor allem, weil ich über weite Strecken absolut keine Ahnung hatte, wohin die Geschichte führen würde. Von mir daher wegen der ab und zu langatmigen Beschreibungen und der im Großen und Ganzen eher unsympathischen Charaktere vier Sterne.

  24. Cover des Buches Junimond (ISBN: 9783946494386)
    Katrin Bongard

    Junimond

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox

    Das Cover ist ohne Frage wunderschön.

    Der Inhalt und auch der Stil hat mich jedoch eher etwas enttäuscht, um ehrlich zu sein.

    Andere Bücher der Autorin haben mich so begeistert, dass ich wohl mit einer zu guten Einstellung an das Buch rangegangen bin und schon nach einigen Seiten keine Lust mehr hatte.

    Ich habe mich dann bis zur Hälfte irgendwie durchgelesen, um anschließend abzubrechen.

    Vielleicht bekommt das Buch ja nochmal eine zweite Chance...

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