Bücher mit dem Tag "polen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "polen" gekennzeichnet haben.

716 Bücher

  1. Cover des Buches Honigtot (ISBN: 9783492307253)
    Hanni Münzer

    Honigtot

     (414)
    Aktuelle Rezension von: Katharina83

    Ich habe es getan meine erster Hanni Münzer.

    Er stand jetzt schon eine ganze weil in Regal und wartete darauf von mir gelesen zu werden.

    Ich bereue es ihn so lange warten lassen zu haben.

    Hanni schafft es, einen in zwei verschiedenen Zeiten eintauchen, zu lassen.

    Honigtot ist der erste Teil.

    Mal wird regelrecht in das Geschehen um Deborah und Marlene rein gezogen. Dazu kommt dann viel Hintergrund wissen zu der ns Zeit.

    Ich hatte Tränen in den Augen als die Mutter starb. Musste mich zwischendurch aber auch bremsen, um nicht zu spoilern und das Ende des Buches zu lesen.

    Ich freue mich schon auf den zweiten Teil "Marlene" dieser warten auch im Regal auf mich.

    Ich tauche dann mal wieder ab.

  2. Cover des Buches 28 Tage lang (ISBN: 9783499266638)
    David Safier

    28 Tage lang

     (558)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    1942 lebt die 16-jährige Jüdin Mira im Warschauer Ghetto und schmuggelt Lebensmittel, um sich, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester Hannah zu ernähren. Ihr Vater hat sich vor der Deportation das Leben genommen, ihr Bruder Simon arbeitet bei der Judenpolizei. Beide empfindet sie als Verräter. 

    Als sich die Lage im Warschauer Ghetto zuspitzt und die Deutschen beginnen, die jüdische Bevölkerung weiter in den Osten "umzusiedeln", schließt sich Mira, die vor lauter Hoffnungslosigkeit empfindet, nichts mehr zu verlieren zu haben, der jüdischen Widerstandsorganisation ŻOB an. 

    "28 Tage lang" wird aus der Perspektive der 16-jährigen Mira geschildert, die einerseits mutig, aber andererseits auch kopflos und naiv agiert. Schon während ihrer Schmuggeltätigkeit bringt sie sich laufend in Gefahr, hat jedoch immer wieder aufs Neue Glück, nicht von der SS erwischt zu werden. Auch ihre Träume von Liebe und Tanzen und einer Sehnsucht nach New York wirken kindlich. Das Buch würde ich deshalb eher als Jugendbuch einordnen, als einen Roman. 

    Aufgrund der eindringlichen Thematik und der wirklich erschütternden Schilderungen über Hunger, Leid, Angst und Gewalt ist es jedoch auch für Erwachsene ein relevantes Buch über den Holocaust und #GegendasVergessen. 

    Mir war der Roman zu wenig bildhaft geschrieben, das jüdische Ghetto wurde für mich nicht lebendig und vorstellbar, auch die Charaktere wirkten blutleer. Die Geschichte verliert sich häufig in der Gedankenwelt von Mira. Auch wenn man das als Flucht vor der schrecklichen Realität nachvollziehen kann, hatte die Geschichte damit, gerade bis zum Anschluss Miras an den Widerstand, immer wieder ihre Längen. 

    Phasenweise vermittelte der Roman zudem eine sehr einseitige Botschaft hinsichtlich der Frage von Anstand und Moral. Man erhielt die Vorstellung, dass nur der unbedingte Kampf gegen die herrschenden Zustände und die Gefährdung des eigenen Lebens als integer galt. 

    Dagegen fehlte mir ein Gefühl für die Atmosphäre im Warschauer Ghetto, da die Schilderungen des Alltags arg an der Oberfläche blieben. Die junge Mira, die mehr Glück als Verstand hat, konnte mich als Heldin nur bedingt überzeugen, taugt jedoch als Identifikationsfigur für jugendliche Leser*innen.  

  3. Cover des Buches Die Zeit der Verachtung (ISBN: 9783423262453)
    Andrzej Sapkowski

    Die Zeit der Verachtung

     (280)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Jagusch

    Das war nicht mein Favorit.
    Entweder hat sich die Handlung geschleppt, oder es ist so viel passiert, dass ich komplett die Übersicht verloren habe.

    Ich bin auf jeden Fall auf das nächste Buch gespannt, weil ich hoffe, dass es besser wird.

    Die Geschichte ist diesmal nur so hingeplätschert, die Charaktere waren auch nicht so wie sie mir sonst gefallen haben, es war alles irgendwie nah dran aber nicht ganz da.

    Es hat mich einfach nicht abgeholt.

  4. Cover des Buches Hannah und ihre Brüder (ISBN: 9783746635095)
    Ronald H. Balson

    Hannah und ihre Brüder

     (123)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Das Buch beginnt mit einem ordentlichen Schreck, denn der betagte Ben Solomon, der vor nicht allzu langer Zeit seine geliebte Frau Hannah verloren hat, taucht plötzlich mit einer Waffe auf einer Galaveranstaltung auf und bedroht ausgerechnet einen der Ehrenbürger Chicagos, der mit vielen Spenden und Hilfen besonders der jüdischen Gemeinschaft unter die Arme greift, da er doch vermeintlich ähnlich schlecht wie die meisten Juden während des Zweiten Weltkriegs behandelt wurde. Das gibt er zumindest vor, doch Ben ist überzeugt in ihm seinen „Fastbruder“ erkannt zu haben, mit dem er damals in Polen aufgewachsen ist. Keiner glaubt dem alten Ben und so engagiert er in seiner Verzweiflung die Anwältin Catherine Lockart um mit ihr und dem befreundeten Privatermittler Liam Taggart der Sache auf den Grund zu gehen und hoffentlich ein schauriges Verbrechen aufzuklären. Werden sie gemeinsam den mächtigen „Elliot Rosenzweig“ zur Strecke bringen?

    Der Roman muss dem Autor Ronald H. Balson nur so aus der Feder geflossen sein, denn er liest sich fast von selbst. Ein Buch, das an den Händen klebt und das man nur schwer zu Seite legen kann. Besonders die Zeit vor und während des Krieges in Polen ist sehr authentisch geschildert und muss Herrn Balson einiges an Recherchearbeit abgerungen haben. Davor ziehe ich meinen Hut. Dennoch fand ich das Buch irgendwie sehr amerikanisch. In Europa und wahrscheinlich besonders in den vom Krieg damals schwer betroffenen Länder wie Deutschland, Österreich, England, Frankreich und so weiter, meine ich, schreibt man ein wenig anders. Fast als wäre man näher am Geschehen gewesen, wenn auch die heutigen Autoren meist selbst noch nicht mal geboren waren. Nichtsdestotrotz hat mich das Buch gefesselt und ich vergebe mit gutem Gewissen eine Bewertung mit vier Sternen. 

  5. Cover des Buches Die Jahre der Schwalben (ISBN: 9783746633510)
    Ulrike Renk

    Die Jahre der Schwalben

     (112)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Habe diese Saga nun zum 2. Mal mit Begeisterung gelesen und werde es bestimmt irgendwann mal wieder lesen. Mich konnte der Roman wieder total fesseln daher eine absolute Leseempfehlung von mir und 5 Sterne. 

  6. Cover des Buches Karolinas Töchter (ISBN: 9783746632971)
    Ronald H. Balson

    Karolinas Töchter

     (105)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Karolinas Töchter ist ein Roman von Ronald H. Balson, einem Autor, der mich mit jedem Buch erneut begeistert.

     

    Zwei habe ich schon gelesen - nun habe ich die wahre Geschichte gelesen von einer Frau und deren Preis für das Überleben - in Romanform gepackt, extrem spannend und lebendig.

     

    Wir lernen Lena Woodward kennen, die ein Versprechen erfüllen möchte, welches sie vor vielen Jahren ihrer Freundin gab - Karolina. Mehr als 50 Jahre ist es her. Liam und Catherine ermitteln zum ersten Mal. In dieser Geschichte lernt man die beiden kennen, die mir mittlerweile ein lieb gewonnenes Duo geworden sind.

     

    Karolins Zwillingstöchter möchte Lena finden, die einst in Polen verschollen waren und bisher nicht wiedergefunden wurden. Warum aber nach so vielen Jahren ??? Wir gehen auch zurück in die Vergangenheit ins jüdische Ghetto und erleben alles noch einmal hautnah und lebendig. Die Geschichte Polens während des 2. Weltkrieges und die der Charaktere wird aufgerollt.

     

    Das es eine wahre Geschichte ist, macht das Ganze noch wirklicher - bringt Gänsehaut und geht emotional ans Herz. Wir lesen aus dem 2013 in Chicago und aus dem Jahr 1939 in Polen, wandeln zwischen den Zeiten, aber das ist nicht schwierig zu lesen, im Gegenteil, sehr vorteilhaft, um alles komplett zu verstehen. Lenas Vater kämpft gegen die Besatzungsmächte. Die Familie wird schließlich verhaftet, nur Lena nicht - die mit ihrer Freundin Karolina im Ghetto versucht zu überleben. Lena geht in den Widerstand und Karolina .... - nein, das verrate ich nicht - es ist eine zu Herzen gehende Geschichte, die man glaubt, sie ist ja auch wirklich passiert, aber bestimmt nicht nur einmal, ich denke, vielfach ist sie ähnlich geschehen. 2013 ist Lena eine alte Dame und sucht die Töchter Karolinas. Ob sie sie finden kann, auch das lasse ich mal offen, in jedem Fall ist das Buch extrem lesenswert - hat mich fasziniert und ich konnte es aufgrund seiner lebendig authentischen fesselnden Schreibweise nicht aus der Hand legen.

  7. Cover des Buches Bis ans Ende der Geschichte (ISBN: 9783328100515)
    Jodi Picoult

    Bis ans Ende der Geschichte

     (203)
    Aktuelle Rezension von: Kleinbrina

    Jodi Picoult gehört zu den Autorinnen, von denen ich nahezu alle Bücher besitze, aber bislang kaum etwas gelesen habe. Da mich ihr neuestes Werk „Bis ans Ende der Geschichte“ allerdings direkt angesprochen hat, wollte ich es sofort lesen und wurde nicht enttäuscht.

    Zwar muss ich zugeben, dass der Anfang sehr schleppend verlief, die Geschichte aber immer mehr in Schwung kam und mich danach in ein absolutes Gefühlschaos gestürzt hat, sodass ich das Buch nur selten aus den Händen gelegt habe. Die Geschichte wird dabei sehr flüssig und eindringlich erzählt, die Dialoge sind mal melancholisch, mal humorvoll und mal erschreckend, aber immer sehr passend und glaubwürdig. Dazu muss man sagen, dass die Autorin hier sehr gut recherchiert hat und über den zweiten Weltkrieg mit all seinen schrecklichen Seiten erzählt. Gleichzeitig sind die Figuren sehr gut ausgearbeitet, sodass man diese zwar nicht zwingend ins Herz schließt, dafür aber sehr gut kennen lernt.

    Sage fand ich von Anfang sehr sympathisch und habe oftmals mit ihr mitgefühlt. Sie arbeitet als Bäckerin und hat nur mit sehr wenigen Menschen zu tun, da sie sehr menschenscheu ist und gleichzeitig den Tod ihrer Mutter verarbeiten muss. Um den Tod zu verarbeiten, besucht sie seit einiger Zeit eine Trauergruppe und trifft dabei auf viele Gleichgesinnte, die ihr Mut machen. Besonders Josef, 93 Jahre alt, wächst ihr dabei ans Herz, allerdings lernt sie erst viel zu spät seine Vergangenheit kennen, denn diese ist sehr erschreckend und man kann zunächst gar nicht glauben, dass dieser gutmütige, alte Mann der Welt so viel Leid angetan hat.

    Josef war während des zweiten Weltkrieges in Auschwitz, hat eine Nazi-Vergangenheit und war an vielen Ermordungen an Juden beteiligt. Nun bittet er ausgerechnet bei Sage um Vergebung, was für sie nicht nur sehr schockierend ist, sondern auch einen persönlichen Bezug hat, denn Sage ist selbst Jüdin und ihre Großmutter musste selbst hautnah miterleben, wie sie und viele andere Menschen in Auschwitz behandelt wurden.

    Die Gespräche zwischen Sage und Josef waren hierbei sehr interessant, aber auch sehr erschreckend, sodass ich das ein oder andere Mal schlucken musste, denn die Autorin beschreibt die Geschichte sehr eindringlich und man fühlt sich, als sei man mittendrin. Auch die anderen Figuren, wie z.B. Sages Großmutter, aber auch Leo finden einen Platz in der Geschichte, auch wenn ich mir nicht so ganz sicher bin, ob die Geschichte Leo tatsächlich gebraucht hätte, da er für mich zu unnahbar wirkte.

    Das Cover ist sehr schön gestaltet, fast schon neutral, konnte mich aber dennoch direkt ansprechen. Auch die Kurzbeschreibung hat mir sehr gefallen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

    Insgesamt hat Jodi Picoult mit „Bis ans Ende der Geschichte“ eine erschreckende Geschichte geschrieben, die in mir ein absolutes Gefühlschaos ausgelöst hat. Gleichzeitig hat die Autorin das Leben und das Leid in Auschwitz sehr gut recherchiert, sodass man hierbei eine sehr glaubwürdige und erschreckende Geschichte vorfindet. Ich kann es demnach nur empfehlen.





  8. Cover des Buches Der Wintersoldat (ISBN: 9783406739613)
    Daniel Mason

    Der Wintersoldat

     (77)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Die ersten 80 Seiten sind eine Katastrophe, die den Leser anöden. Man lernt seine Familie kenne, erfährt über seine Ausbildung, die Zeit als Student, und jedes einzelne Detail davon war so langweilig, so zäh, so brutal eintönig, dass ich das Buch unbedingt abbrechen wollte. Bis er die erste Operation durchführt, seine alle erste und man merkt, dass all das theoretische Wissen auf die Probe gestellt wurde. Das war spannend, befriedigend, fast schon so, als hätte ich selbst die Person operiert. Als der Soldat vor Erleichterung die Wand einschlägt, hatte mich der Autor.

    Sobald der Protagonist in der Kirche landet, wo er plötzlich als vollwertiger Arzt praktizieren muss, wird die Geschichte endlich lebendig und seine Beziehung zu der Schwester, zu den einzelnen Patienten und natürlich seinen Helfern wurde so wunderbar beschrieben, dass ich alle vor Augen hatte.

    Der Autor kennt sich mit Medizin aus, schildert alles detailreich, manchmal sogar zu viel, aber es funktionierte, es wurde spannend, interessant und ich bin gerne dem Protagonisten gefolgt, der sich verloren hat, wieder fand, wieder verlor und sobald er aufgeben wollte, verlor er sich selbst erneut in der Suche. Das war so wunderschön. Ich habe es gern gelesen.

  9. Cover des Buches Salz für die See (ISBN: 9783551560230)
    Ruta Sepetys

    Salz für die See

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Chianti Classico
    Januar 1945, die letzten Kriegstage brechen an, als sich die Wege von vier Jugendlichen mit völlig unterschiedlichen Wurzeln und Hintergründen kreuzen.
    Gemeinsam machen sie sich auf nach Westen auf der Flucht vor der Roten Armee.

    "Salz für die See" ist ein Einzelband von Ruta Sepetys, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Joana Vilkas, Florian Beck, Emilia Stożek und Alfred Frick erzählt wird.

    Florian ist Preuße, der auf einer geheimen Mission unterwegs ist. Er ist schweigsam und gebildet, zeigt aber auch eine Lässigkeit, die man in den letzten Kriegstagen selten sieht. Er will nach Westen, um dort nach seiner Schwester Anni zu suchen.
    Joana ist einundzwanzig und hat ihr Heimatland Litauen vor vier Jahren verlassen. Sie hat Glück, dass sie deutsche Vorfahren hat, denn so darf sie legal nach Deutschland reisen. Sie ist eine hingebungsvolle Krankenschwester, der das Wohl ihrer Mitmenschen sehr am Herzen liegt.
    Die fünfzehn Jahre alte Polin Emilia wird von Florian aus einer schlimmen Situation gerettet und ist ihm danach völlig ergeben, eine Verbindung, die ich sehr spannend fand! Wie sie alle, musste auch Emilia in Kriegszeiten Schreckliches erleiden und doch hat die ihren Mut nicht verloren. Sie ist eine richtige Kämpferin!
    Alfred ist siebzehn Jahre alt und Matrose in Gotenhafen. In Gedanken schreibt er heldenhafte Briefe an seine Jugendliebe Hannelore, doch die Realität ist eine ganz andere. 
    Während ich Florian, Joana und Emilia sehr mochte, kam ich mit Alfreds Art überhaupt nicht klar. Er ist sehr egoistisch und fanatisch, dem Reich und Hitler absolut zugetan. Er ist kein Sympathieträger, aber auch seine Sicht hat einen interessanten Einblick in die Geschehnisse gegeben!

    Die vier Protagonisten haben mir insgesamt richtig gut gefallen! Sie stehen auf unterschiedlichen Seiten und haben völlig verschiedene Wurzeln und doch kreuzen sich ihre Wege und sie helfen sich gegenseitig. Besonders ihre Geschichten fand ich sehr spannend, denn der Krieg hat sie nicht verschont und ihre Familien auseinandergerissen. 
    Es gibt auch eine zarte Liebesgeschichte, die sich nicht in den Fokus gedrängt hat und die mit sehr gut gefallen hat! Ein kleines Licht in diesen dunklen Tagen!

    Dank der kurzen Kapitel, die oft nur ein bis zwei Seiten lang waren, ließ sich das Buch sehr gut lesen! Allerdings fand ich es anfangs doch etwas schwierig eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen, da die Perspektive zu schnell und zu oft gewechselt hat. 

    So gut sich das Buch auch lesen ließ, die Handlug war keine leichte Kost. 
    Die letzten Kriegstage im Jahr 1945 zeigen Menschen, die alles verloren und nur noch wenig Hoffnung haben. Eine Hoffnung ist, dass sie mit einem Schiff über die Ostsee nach Deutschland fliehen können, doch für viele Menschen endet diese Hoffnung im eiskalten Meer. Ruta Septeys beschönigt nichts, sondern zeigt sehr realistisch, wie schlimm die Situation der Menschen damals war.
    Ich war vom Zweiten Weltkrieg schon immer fasziniert und habe viele Fakten förmlich inhaliert. Vom Untergang der Wilhelm Gustloff hatte ich trotzdem noch nie etwas gehört. Dabei ist es eine der größten Katastrophen der Seefahrt, von der bis heute nur wenige wissen! Allein das zeigt schon, wie wichtig "Salz für die See" ist. Man muss sich erinnern, um zu verhindern, dass solche Gräueltaten noch einmal passieren!
    Ruta Sepetys mischt gut recherchierte Fakten mit vielfältigen Charakteren und lässt auch noch andere sehr spannende historische Tatsachen einfließen, eine sehr gelungene Mischung! 

    Fazit:
    "Salz für die See" von Ruta Sepetys ist ein sehr wichtiges Buch, das über den Untergang der Wilhelm Gustloff erzählt.
    Mir haben die vielfältigen Charaktere mit ihren völlig unterschiedlichen Wurzeln richtig gut gefallen, auch wenn ich Schwierigkeiten hatte, eine richtige Bindung zu ihnen aufzubauen, was auch an den sehr kurzen Kapiteln lag.
    Ruta Sepetys hat für ihren Roman sehr gut recherchiert und erzählt eine spannende Geschichte, die mich wirklich mitreißen konnte!
    Ich vergebe sehr gute vier Kleeblätter!
  10. Cover des Buches Spreewaldtod (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 2) (ISBN: 9783548287614)
    Christiane Dieckerhoff

    Spreewaldtod (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 2)

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Der zweite Band der Reihe hat mir tatsächlich besser gefallen als Band 1, wobei auch der erste Band richtig gut war! Beim ersten Band hatte ich allerdings noch Probleme, in die Geschichte hineinzufinden, und auch die Protagonisten waren anfangs noch etwas gewöhnungsbedürftig. 

    Hier im zweiten Band muss Klaudia Wagner den Mord an einem Erntehelfer aus Rumänien aufklären, und den Fall fand ich richtig gut und spannend! 

    Auch die Entwicklung des Ermittlerteams hat mir gut gefallen. Das mag ich an Reihen immer gerne; man weiß schon ein wenig von den Charakteren und lernt halt meistens immer noch etwas dazu je Band. So auch hier. Und tatsächlich wurden mir die Charaktere im zweiten Band auch schon sympathischer, so dass ich nun auch die Reihe fortsetzen werde! 

  11. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.604)
    Aktuelle Rezension von: birdies_buecherwelt

    Im Alter von neun Jahren kommt Liesel Meminger zu Pflegeeltern. Es ist das Jahr 1939, Liesels Mutter wollte ihre Kinder beschützen, doch als Liesel in der Himmelstraße 33 in Molching ankommt, ist sie allein. Ihr jüngerer Bruder hat die Zugfahrt aufgrund einer Krankheit nicht überlebt. Bei seiner Beerdigung stielt Liesel ihr erstes Buch, weitere werden folgen und ihr so den Namen "Bücherdiebin" einbringen. Liesels Pflegeeltern Rosa und Hans Hubermann lieben das Mädchen auf ihre eigene Weise und werden für sie schnell zu einer geliebten Familie. Doch die Zeiten sind alles andere als unbeschwert, denn der Krieg rückt unaufhaltsam näher an den Alltag heran.
    Schon nach den ersten Seiten, ach was, nach den ersten Zeilen war mir bewusst, dies ist ein besonderes Buch. Der Erzähler ist niemand geringeres als der Tod. Der Tod wirkt alles andere als bedrohlich, er ist beinahe sympathisch. Seine Worte sind mit Bedacht gewählt und häufig zynisch, über viele Aussagen musste ich intensiv nachdenken. Diese Perspektive macht das Buch so besonders. Aber auch Liesel, ihre Sicht auf die Welt, ihre Liebe für Worte und für Bücher haben mich sehr berührt. Trotz der Tragik des Krieges ist die Handlung ruhig gehalten, viel mehr geht es um Familie, Zusammenhalt, Menschlichkeit und Zuversicht. Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen und sich selbst überzeugen. Markus Zusak ist ein Meisterwerk gelungen, zurecht wurde "Die Bücherdiebin" mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen.

  12. Cover des Buches Kain und Abel (ISBN: 9783453422032)
    Jeffrey Archer

    Kain und Abel

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Emili

    In der Familiensaga von Jeffrey Archer "Kain und Abel" wird von zwei sehr erfolgreichen Männern erzählt. Was mir ausgesprochen gut gefallen hat, die Erzählung beginnt mit ihrer Kindheit, geht über die Jugendzeit und Erwachsenenleben bis zum Alter. Mit allen dazugehörigen Informationen.

    Ein umfangreich angelegte Geschichte, in die man sehr gut  eintauchen kann.   Denn Archer kann hervorragend erzählen: fesselnd, interessant, bildhaft.

    Zu keiner Zeit möchte man das Buch aus der Hand legen. Bei solchen Themen, wie Wirtschaft, Finanzwelt, Aktiengeschäfte - und davon wird sehr viel berichtet, hätte ich, ohne das Buch gelesen zu haben, gedacht, es ist nicht meins. Aber ich muss dazu sagen, ich habe noch keinen Autor gelesen, der über diese Themen so interessant erzählen kann. Ich fand das Buch unglaublich fesselnd und habe mit großem Lust gelesen. 

    Für mich ist es selbstverständlich, dass weitere Bücher des Autors folgen würden. Sehr zu empfehlen. Von mir gibt es 5 Sterne.

  13. Cover des Buches Heimat ist ein Sehnsuchtsort (ISBN: 9783866124615)
    Hanni Münzer

    Heimat ist ein Sehnsuchtsort

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Katharina83

    Ich habe es wieder getan. Ich habe einen wunderschönen hanni münzer gelesen.

    Er ist wie die zwei anderen die ich bis her von ihr gelesen habe voll mit historischen Wissen und explodiert vor Ereignissen.

    Die junge Katharina 😍 erlebt soviel auf dem elterlichen Hof das man denkt mehr kann man nicht passieren. Weit gefällt.

    Die Ereignisse überschlagen sich ab 1942 bis 1944.

    Ich hatte wieder Monente wo ich es bei Seite packen musste weil mich das er lesende so mit genommen hat.

    Ich freue mich demnächst den zweiten Teil dieser Saga zu lesen.

  14. Cover des Buches Madame Curie und die Kraft zu träumen (Ikonen ihrer Zeit 1) (ISBN: 9783548063867)
    Susanna Leonard

    Madame Curie und die Kraft zu träumen (Ikonen ihrer Zeit 1)

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Katjuschka

    „Träume dir dein Leben schön, und mach aus diesen Träumen eine Realität.“

    Dieses Zitat von Marie Curie beschreibt ihr Leben, genau wie der Titel dieses Buches, nahezu perfekt.

    Zu Beginn der Handlung lebt die kleine Maria Skłodowska zusammen mit ihrer Familie im vom Russischen Zarenreich besetzten Teil Polens.

    Die Unterdrückung der Polen und die Beschneidung ihrer Rechte prägen Marie Curie ihr Leben lang. 

    Was sich aber nie unterdrücken lässt, das ist der Wunsch, nein der Hunger nach Wissen.

    Ihr Interesse an den Naturwissenschaften entdeckt Marie schon als kleines Kind - und lässt sie nie wieder los!

    In kurzen Zwischenkapiteln erzählt die 59jährige Marie rückblickend aus ihrem Leben und diese unterteilen das Buch in drei Abschnitte.

    Der erste Abschnitt behandelt die Kindheit der späteren Nobelpreisträgerin. Die enge Bindung der Familie, besonders der Schwestern zueinander.

    Im zweiten Teil geht es verstärkt um Maries Kampf um Bildung und die Möglichkeit studieren zu dürfen. Hier wird der brennende Ehrgeiz sich, trotz vieler Hindernisse, Wissen anzueignen immer deutlicher.

    Den dritten Teil, den ich als besonders spannend empfunden habe, legt den Fokus auf ihre Forschungen und auf ihre große Liebe, Ehemann Pierre Curie.


    Vieles ist über das berühmte Paar bekannt. Aber zumeist sind dies trockene Fakten.

    Die Autorin schafft es, den Menschen Marie hinter der Wissenschaftlerin Curie hervortreten zu lassen.

    Ihre Besessenheit ein neues Element im Periodensystem als erste zu entdecken, empfand ich manchmal als erschreckend, allerdings die tiefe Liebe zu Pierre als gleichfalls unglaublich stark und intensiv.

    Die beiden haben sich sehr geliebt, sich immer unterstützt und zu Höchstleistungen angetrieben. Ein echtes Power-Couple!

    Was mir beim lesen aber regelmäßig feuchte Hände bereitet hat, das waren die Beschreibungen der Forschung mit Uran und Pechblende oder den von den Curies entdeckten Elementen Radium und Polonium.

    Das Marie das "so schön leuchtende" Radium teilweise in einer einfachen Phiole in der Hosentasche mit sich trug, hat mich regelrecht gegruselt.

    Spätestens bei den Selbstversuchen möchte man ihnen zurufen "Lasst es sein, es tötet euch!" 

    Vieles könnte man aus diesem spannenden Buch über eine außergewöhnliche Frau hervorheben. Ihre Kraft, ihre Energie, ihr unerschütterlicher Wille ihren Lebenstraum zu erfüllen.

    Ich glaube Marie hat irgendwann gewusst, dass die Handhabung mit den radioaktiven Stoffen den Körper von ihr und Pierre irgendwann zerstören würde.

    Aber ich glaube auch, sie hat keinen Tag, keine Entscheidung bereut.

    Ein außergewöhnliches Buch über eine große Frau und eine große Wissenschaftlerin!

  15. Cover des Buches Wenn wir wieder leben (ISBN: 9783426520307)
    Charlotte Roth

    Wenn wir wieder leben

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Alex_gedankenwelt

    1964: Die 19-jährige Wanda lebt mit ihren Schwestern, ihrer Mutter „Matti“ und Tante Lore in einer kleinen Wohnung in Berlin. Stets liebevoll umsorgt und gut behütet aufgewachsen, hat sie sich um die vergangenen Jahre nie viel Gedanken gemacht. Ihr Vater ist im Krieg geblieben und zu Hause wird nie darüber gesprochen. Was vorbei ist, das ist vorbei. 

    Kurz nach Beginn ihres Studiums an der Berlins Freier Universität lernt sie den Mitstudenten Andras Goldfarb kennen. Andras, getrieben von dem Wunsch nach Gerechtigkeit, bereitet sich auf einen große Sache vor. Er sammelt Beweise und Unterlagen zusammen für den im Dezember beginnenden Auschwitz-Prozess in Frankfurt. Völlig fasziniert von ihm fängt Wanda an, auch ihre eigene Herkunft zu hinterfragen. Als sie Matti mit der Frage „Was habt ihr von 1933-1945 gemacht?“ konfrontiert, hat sie noch keinen blassen Schimmer davon, welchen schmerzlichen Prozess sie damit in Gange setzt. Wird sie die Wahrheit aushalten können? 

    Mein persönliches Fazit:

     Charlotte Roth hat einen wunderbaren Roman geschrieben. Nach und nach verschmelzen die zwei Handlungsstränge miteinander, Vergangenheit und Gegenwart finden zueinander. Den geschichtlichen Teil dieses Buches finde ich großartig. Die Berichte über Zoppot und Danzig. Die Entwicklung in den Jahren 1933 – 1945. Die Informationen um die Wilhelm Gustloff. Die pommersche Mundart und die dargestellte Lebensfreude, großartig! Die geschichtliche Entwicklung in Zeiten des Krieges, so gut recherchiert. Ich habe dieses Buch wirklich so, so gerne gelesen. 

    Bemängeln muss ich allerdings, die Charakterzeichnung der Wanda. Ein 19 jähriges Mädchen, das 1964 in West-Berlin Geschichte studiert und anscheinend so gar nicht über geschichtliches Hintergrundwissen verfügt. Bis zur ihrer Begegnung mit dem Studenten Andras wusste sie nicht einmal, wo ihr Geburtsort liegt. Zoppot, bei Danzig in Polen. Naiv und unglaubwürdig. Auch andere Charaktere fand ich teilweise etwas unglaubwürdig. Hierfür habe ich einen Stern abgezogen. Trotzdem! 

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 / 5 Sterne. 

     

  16. Cover des Buches Versunkene Gräber (ISBN: 9783442479955)
    Elisabeth Herrmann

    Versunkene Gräber

     (107)
    Aktuelle Rezension von: JochenBender

    Frau Herrmann erzählt gekonnt und spannend einen Kriminalfall. Sie baut geschickt Parallelstränge auf, weckte dadurch meine Neugierde. Die Spannung hielt bis zum Schluss und auch die Auflösung war befriedigend. Den fünften Stern erhält sie für einen Bonus: Ich habe durch das Buch etwas über die jüngere Geschichte gelernt. Sie Navigiert souverän durch Nazizeit, Weltkrieg und Umsiedlungen. Danke. Ich werde sicher noch mehr von ihr lesen.

  17. Cover des Buches Maus (ISBN: 9783596180943)
    Art Spiegelman

    Maus

     (216)
    Aktuelle Rezension von: Chris666

    Definitiv Hochkultur!!! Dieses Buch braucht sich hinter keinem Klassiker zu verstecken. Wer "Comics" für kinderkram hält, wird hier eines besseren belehrt. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mir die Schicksale der Juden im zweiten Weltkrieg und ihre Nachwirkungen bis ins Jetzt, besser und eindringlicher vor Augen geführt hat.

  18. Cover des Buches Inselhochzeit (ISBN: 9783499270390)
    Sandra Lüpkes

    Inselhochzeit

     (69)
    Aktuelle Rezension von: moccabohne

    Wieder einmal ist Sandra Lübkes ein Buch zum Träumen gelungen.

    Nachdem ich schon begeistert den ersten Teil der Reihe gelesen hatte, war ich schon sehr gespannt, wie es Jannike mit ihrem Inselhotel so ergeht.

    Das Hotel mausert sich zu einem wahren Geheimtip und Jannike bietet nicht nur Hochzeitsfeiern, sondern auch neuerdings Trennungsfeiern an. Ob das mal gut geht? Es sorgt jedenfalls für jede Menge Unruhe.

    Mit viel Liebe und Fürsorge entwickelt sich das kleine Inselhotel zu einem wahren Schätzchen; ganz klar, dass da die Konkurrenz nicht tatenlos zusieht! Nebenbei gibt es noch eine kleine Portion Liebe für das Herz und so kann man sich wunderbar entspannen und von einem Urlaub am Meer träumen.

    Für mich wieder eine klare Leseempfehlung.

  19. Cover des Buches Der letzte Wunsch (ISBN: 9783423262644)
    Andrzej Sapkowski

    Der letzte Wunsch

     (737)
    Aktuelle Rezension von: Damaris_E_Moreau

    DER LETZTE WUNSCH, der erste Band der Vorgeschichte zur Hexer-Saga hat seine Stärke eindeutig in gerissenen Dialogen sowie einer fantasievollen Welt voller interessanter, spannender Wesen.
    Aufgebaut ist das Buch so, dass Kapitel, welche eine Erinnerung erzählen, sich mit solchen abwechseln, in denen sich der Hexer in der Obhut eines Heiligtums befindet, wo er sich von einer Verletzung kuriert.
    Der Hexer, Geralt von Riva, ist eine sympathische Figur (ich möchte anmerken, dass mir sein Charakter anders erscheint als er in der Serie dargestellt wird, weniger grimmig). Er hat Prinzipien und eine hohe Moral. Er hält seine Versprechen und ist loyal gegenüber seinem Freund, dem Barden Rittersporn. Von Berufs wegen tötet Geralt Monster, weigert sich aber, Morde an Wesen zu begehen, die zwar lästig, aber nicht böse sind. Ihn genau dazu zu bringen versucht allerdings so mancher, wodurch er in die Schlingen politischer Intrigen gerät. Seine Schwäche für die selbstbewusste Zauberin Yennefer lässt Geralt menschlich erscheinen.
    In diesem Buch kommt der rote Faden der Geschichte noch nicht heraus und es gibt auch keine große Spannung oder Plot-Twists. Das stört aber keineswegs, denn wie schon erwähnt, liegt die Stärke des Buches im Erzählstil und den Dialogen. Ich bin schon gespannt auf die nächsten Teile.

  20. Cover des Buches Deutsches Haus (ISBN: 9783548061177)
    Annette Hess

    Deutsches Haus

     (214)
    Aktuelle Rezension von: Marcsbuecherecke

    Als ich dieses Buch vor einiger Zeit in die Hand genommen habe, hätte ich nicht gedacht, dass es diese Wirkung auf mich haben würde. Ich gestehe: Ich habe mich noch nicht erkundigt, welche Teile dieses Buches auf wahren Gegebenheiten beruhen und welche Teile reine Fiktion sind, aber realistisch und authentisch ist die Geschichte auf jeden Fall! 

    Gerade die Protagonistin, Eva, ist mir so realistisch vorgekommen - ich bin der Meinung sie persönlich zu kennen  Ihre Gedanken und gerade ab dem Beginn der Prozesse das Durcheinandergeraten der Emotionen sind beim Lesen vollends auf mich übergesprungen.

    Was sage ich? Dieses Buch ist eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle: Da ist zum Einen die emotionale Ebene - die mich mit den Geschädigten und Nachkommen der Auschwitz mitleiden hat lassen und dann noch die Ebene, auf der meine eigenen Emotionen, meine Wut die Überhand gewonnen hat, wegen der Tatsache wie schnell man doch versucht hat, Fakten zu ignorieren und so zu tun, als ob die ganze Geschichte zwischen 1933 und 1945 niemals stattgefunden hätte. 

    Einen Handlungsbogen sehe ich in der Geschichte allerdings keinen, was in diesem Fall aber daran liegt, dass die Handlung sehr schnell an Fahrt aufnimmt und dann auch nicht mehr langsamer wird. 

     

    Fazit:

     

    Ich habe es bereits oben geschrieben und ich kann mich nur wiederholen: Dieses Buch ist eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe! 

     

  21. Cover des Buches Inselfrühling (ISBN: 9783499272264)
    Sandra Lüpkes

    Inselfrühling

     (45)
    Aktuelle Rezension von: moccabohne

    Auch im vierten Teil der Buchreihe können wir unseren Urlaub wieder in dem kleinen Inselhotel am Leuchtturm verbringen. Endlich geben sich Jannike und Matheusz das Ja-Wort. Wäre dies nicht schon aufregend genug, zieht ein heftiger Frühlingssturm auf und die Insel droht an einigen Stellen im Meer zu versinken. Da ist jede helfende Hand gefragt. Aber auch im kleinen Inselhotel zieht ein kleiner Sturm auf, denn völlig ungefragt taucht Jannikes Vater auf und mischt sich in das Hotelgeschäft ein. Sehr ärgerlich, da Jannike aufgrund ihrer Schwangerschaft Bettruhe verordnet bekommen hat und sich doch schonen soll. Es kommt zu einigen Missverständnissen und der Ärger lässt nicht lange auf sich warten.

    Dieser Band hat mich wieder völlig in seinen Bann genommen. Ich konnte förmlich die raue See und den Sturm hören. Spannend wurde es, als es zu Dünenabbrüchen kam und so manch einer sein Leben riskiert hat.

    Ich wurde wieder bestens unterhalten und würde mich über eine Fortsetzung der Buchreihe freuen.     

  22. Cover des Buches Solange am Himmel Sterne stehen (ISBN: 9783442381210)
    Kristin Harmel

    Solange am Himmel Sterne stehen

     (790)
    Aktuelle Rezension von: graphida

    Solange am Himmel Sterne stehen von Kristin Harmel


    Aufgrund des Titels hätte ich mir dieses Buch sicher nicht gekauft, aber nachdem mich die Autorin bereits positiv überrascht hat, wollte ich es gern lesen. Der Roman greift auch frühere Themen wieder auf. Ein scheinbar in ruhigen Bahnen verlaufendes Leben und die plötzliche Wende durch eine verschwiegene Vergangenheit.


    Im Roman begleiten wir Hope, die Massachusetts eine Bäckerei führt; ein Familienunternehmen mit traditionellen Backwaren, die an sich gut ankommen, aber wirtschaftlich kann sie kaum gegen Bäckereiketten ankommen und so steht das Geschäft eines Tages kurz vor dem Aus. Damit nicht genug kämpft Hope mit dem Ex-Ehemann um Erziehungsfragen, erlebt die täglichen Auseinandersetzungen mit ihrer pubertierenden Tochter und kümmert sich noch um die Großmutter, Rose, mit einer beginnenden Demenz.


    In einem 'lichten' Moment vertraut die ihr eine Liste mit Namen an, französische Namen, die ihr etwas bedeuten, aber was, verrät sie nicht. Hope hat diese Namen niemals gehört und kann sich keinen Reim darauf machen, aber sie beginnt nachzuforschen und deckt ein Familiengeheimnis auf. Ohne zu viel zu verraten stellt sich heraus dass die Großmutter eine aus Paris geflohene Jüdin ist, die ihre Familie und auch ihre grosse Liebe in Auschwitz verloren hat.

    Hope gibt die Hoffnung nach anfänglicher Skepsis dennoch nicht auf und die Geschichte nimmt eine überraschende Wendung...


    Der Roman war gut zu lesen, nach stellenweise etwas langatmigen Passagen nimmt das Schicksal die LeserIn mit und am liebsten möchte man Hope bei der Suche unterstützen und Rose Mut machen und bitten nicht aufzugeben, noch nicht.


    Lesenswerte und bewegende Geschichte; Cover und Titel zu seicht.

  23. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783404173204)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

     (462)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Dieses Buch bildet den Abschluss der Jahrhundert-Trilogie, beginnt kurz vor dem Mauerbau und endet mit dem Fall der Berliner Mauer. In den Jahren dazwischen begleiten wir wieder die bekannten Familien aus den ersten zwei Bänden bzw. deren Nachfahren aus Deutschland, England, Wales, Russland und Amerika. Die ersten beiden Bände hatten mir sehr gut gefallen. Es war eine gute Mischung aus recherchiertem, geschichtlichen Hintergrund und Fantasie des Autors mit den verschiedenen Protagonisten.  Ich habe - wie bei den beiden Vorgängern - viele Dinge gelernt oder aber einen Aha-Effekt gehabt. LESENSWERT                          

  24. Cover des Buches Warschauer Verstrickungen (ISBN: 9783833310102)
    Zygmunt Miloszewski

    Warschauer Verstrickungen

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Mein erster polnischer Krimi und ich bin mehr als überrascht, denn in Polen scheint so einiges anders zu sein als bei uns. Was wir als, fast schon normal, in Krimis bezeichnen würden, gibt es in unserem Nachbarstaat nicht. Sich da rein zu finden erfordert dabei sehr viel Aufmerksamkeit, denn nicht nur die Gepflogenheiten sind gewöhnungsbedürftig sondern auch die Namen, welche für Laien teils unaussprechlich sind. Gelesen wurde er trotzdem und war am Ende doch recht gut.


    Während eines Therapie-Wochenendes wird ein Mann ermordet aufgefunden. Ein Bratspieß wurde ihm direkt ins Auge gerammt. Theodor Szacki, ein Staatsanwalt ,ermittelt. Dabei lernen wir nicht nur etwas über die polnische Kultur sondern auch über eine Therapie kennen, welche sich Familienaufstellung nennt. Die Suche nach dem Täter beginnt und führt Szacki nicht nur zu den Therapieteilnehmern sondern auch in das Netz des polnischen Geheimdienstes. Eine Geschichte voller Emotionen beginnt, in der man niemals weiß wer sein gegenüber wirklich ist.


    Die Geschichte spielt im Jahr 2005 und wir erhalten immer zu Kapitelbeginn, Informationen zum aktuellen Tag. Dies sind die aktuellen Geschehnisse in der Welt, der polnischen Regierung und die derzeitigen Wetterverhältnisse. Wer nicht mit der polnischen Kultur aufgewachsen ist oder sich für jene nicht direkt interessiert, wird allerdings leichte Probleme haben, den Verlauf dieser Neuigkeiten zu verstehen.


    Ich kenne eigentlich nur Kriminalromane in denen die Polizei die Hauptermittlungen durchführt. In Polen übernehmen dies anscheinend die Staatsanwälte, was erst einmal sehr verwirrt. Dazu kommt das Theodor Szacki, ein für mich sehr schwieriger und nicht immer sympatischer Charakter war. Zum einen wirkt er stark, zum anderen einfach nur schwach. Gespräche mit Verdächtigen oder Zeugen, sind für ihn kein Problem, mit seiner Frau zu reden ein Ding des Unmöglichen, dabei ärgert er sich in einem Atemzug über sämtliche Angewohnheiten von ihr. An sich scheint er aber ein sehr emotionaler Mensch zu sein, der über seine Handlungsschritte gut nachdenkt, eine der wenigen Eigenschaften die mir an ihm gefiel.


    Grundsätzlich gibt es keinen Charakter im Buch der auch nur ansatzweise glücklich ist. Jeder ist unzufrieden, rachlüstig oder überfordert. Dies macht das Buch nicht gerade spannender sondern zog es ehr in die Länge. Ich muss leider zu geben, das ich nach einer gewissen Seitenzahl, die Namen nur noch überflog, da es teilweise unmöglich war jene zu lesen oder gar auszusprechen. Dies machte es dann auch schwierig der Geschichte zu folgen, da einen Namen genannt werde, die man auch nach 200 gelesenen Seiten nicht zu ordnen konnte.


    Der Schreibstil war sehr angenehm und machte Spaß zu lesen. Leider fehlte es dem Buch hin und wieder an Spannung, was ich den vielen Nebengeschichten zusprechen würde. Der Fall bricht immer aus dem rotem Faden aus und verwirrt dadurch meist. 


    Die Nebengeschichten waren einfach zu massig. Egal ob die Therapie, sein Familienleben + Probleme oder der polnische Geheimdienst, etwas weniger hätte dem Buch gut getan, so wirkte es überfüllt.


    Etwas, was mich zudem sehr irritierte, war der Umgang mit der Währung Zloty. Im Buch erfährt man immer wieder das Szacki und seine Frau zwar Staatsbedienstete sind, aber dafür nicht gerade gut bezahlt werden. Immer wieder liest man das nicht genug Geld übrig bleibt um mal Essen zu gehen oder ähnliches. Immer wieder fragte ich mich dann wie der Protagonist einen Einkaufskorb mit 2 Zloty Inhalt einfach stehen lassen konnte oder einer Fremden einfach mal 10 Zloty gibt. Ich kenne mich mit der Währung nicht aus und entnahm die Informationen, die das Buch mir gab, wunderte mich aber doch.


    An sich war das Buch interessant, da es einfach mal anders war, als das was ich bisher kannte. Leider sagten mir weder der Protagonist, noch sein Umfeld wirklich zu. Mehr über diese Art der Therapie zu erfahren, weckte mein Interesse wurde aber durch den Umstand, das der polnische Geheimdienst mit ins Spiel kam, sehr in den Hintergrund geschoben. Dieser war für mich einfach zuviel, für eine Geschichte.


    Traut euch ruhig mal an dieses Buch und bildet euch eure eigene Meinung, auch zum Land selbst. 

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