Bücher mit dem Tag "poc"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "poc" gekennzeichnet haben.

20 Bücher

  1. Cover des Buches Mädchen, Frau etc. - Booker Prize 2019 (ISBN: 9783608504842)
    Bernardine Evaristo

    Mädchen, Frau etc. - Booker Prize 2019

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Schroeder

    Booker Prize 2019, wichtiges Thema.

    Leben und Geschichte schwarzer britischer Frauen.

    Kurz gesagt - das Buch war nichts für mich. Der Erzählstil zu dicht an einem Aufsatz oder einem Erzählmonolog unter Freunden.

    Habe mich eher durchgequält mit langen Pausen, wusste manches Mal kaum noch wer gerade erzählt, so sehr verschwammen die Personen ineinander.

    war definitiv nicht meins

    #MädchenFrauetc #NetGalleyDE

  2. Cover des Buches Identitti (ISBN: 9783446269217)
    Mithu Sanyal

    Identitti

     (118)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Nivedita ist Studentin an der Uni Düsseldorf. Da sie sich selbst als "gemischtrassige Deutsch- Inderin" wahrnimmt belegt sie das Fach postcolonial studies. Sie erhofft sich so mehr über sich selbst, ihre Identität als PoC und über ihre Wurzeln zu erfahren. Von klein auf fühlte sich Nivedita stets anders, nirgendwo wirklich zugehörig. Ihr Idol, ihre Heldin ist Professorin Dr. Saraswati. Deren Selbstbewusstsein und Selbstverständlichkeit eine farbige Frau zu sein, ihre Lehren und die damit einhergehenden neuen Gedankenmuster öffnen Nivedita ungeahnte Horizonte, geben ihr Mut und Halt. Als sich herausstellt, dass Saraswati eigentlich Sarah heißt und als Weiße geboren wurde, ist sie schockiert und fühlt sich betrogen. Während das Netz und ihre gesamten Kommiliton:innen von Diskussionen über PoC, Identität, Rassismus, Ethik und Moral angeheizt werden stellt sich Nivedita der Situation: Sie sucht Saraswati auf, stellt ihr aber vor allem sich selbst intimste Fragen.. 

    Mit sehr viel unterhaltungswert und angemessenem Humor werden hier sehr aktuelle und empfindliche Themen wie Rassismus, Sexismus, Toleranz, Richtig und Falsch im zwischenmenschlichen Umgang miteinander thematisiert. Die Autorin zeigt hierbei Feingefühl, jedoch auch den nötigen Humor und ausreichend Selbstironie. Durch eine breitgefächerte und akribische Recherche kann der Leser inhaltlich noch einiges mitnehmen. 

    Der Roman ist teils in Chatform verfasst, andere Abschnitte lesen sich eher wie ein Blog. Heutige Informationsverbreitung ist geballt und schnelllebig, Reizüberflutung die Folge. Es wird deutlich, dass in unserer modernen, digitalen Welt ein grundlegendes, kollektives Gedächtnis nur noch bedingt vorhanden ist. 

    Ein wirklich intelligentes, zeitgenössisches Werk. Flüssig geschrieben und sehr unterhaltsam dank liebenswerter Protagonistin. 


  3. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (686)
    Aktuelle Rezension von: Schanin

    Anfangs hatte ich mit dem Schreibstil des Buches ein wenig zu kämpfen und stolperte über einige Wörter, aber nach ein paar Seiten gewöhnt man sich dran.

    Die Geschichte ist äußerst berührend und regt zum Nachdenken an. Obwohl man über die Rassentrennung in den Südstaaten Bescheid weiß, schockieren und betrüben einen dennoch einige Details in dem Buch, die die damalige Realität widerspiegeln. Es ist kaum vorstellbar, dass dieser Zustand "nur" 60 Jahre zurückliegt.

    Die drei Hauptcharaktere sind äußerst liebenswert.

  4. Cover des Buches Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche (ISBN: 9783608504583)
    Reni Eddo-Lodge

    Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche

     (52)
    Aktuelle Rezension von: FerrAbbs

    Viele Sätze kennt man, doch kaum Jemand hat den Mut zu sagen: Es reicht. Ehrlicher Text und ein Beigeschmack, der nicht jedem gefallen wird Ich konnte viele Dinge nachvollziehen und finde, dass es dringend zur Debatte gebraucht wurde. Sehr gutes Buch für alle, die sich informieren und nicht urteilen wollen.

  5. Cover des Buches Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten (ISBN: B085PQVFQT)
    Alice Hasters

    Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Lia48

    KURZREZENSION:

    Schon länger wollte ich mich dem Hörbuch von Alice Hasters widmen, nachdem ich bereits von so vielen begeisternden Stimmen gelesen habe.

    Die Autorin erzählt dabei von ihrem Alltag mit Rassismus, den sie als Schwarze (BPoC) Deutsche leider immer wieder erleben muss.
    Manche Aussagen oder Reaktionen von den Leuten sind gar nicht böse gemeint. Warum sie dennoch rassistisch sind und was dahintersteckt, erklärt die Autorin anschaulich in ihrem Buch.
    Dabei blickt sie häufig auch auf vergangene historische, wirtschaftliche und politische Ursprünge und Ereignisse zurück.
    Besonders eindrücklich fand ich ihre Schilderungen zum Rassismus, den sie im Alltag erlebt. Mehrmals konnte ich nur ungläubig den Kopf schütteln, z. B. als wildfremde Menschen ihre Haare anfassen wollten. Das würde ich schließlich auch nicht wollen!
    Manchmal wurden mir auch die Augen geöffnet, wo überall Rassismus dahinterstecken kann, welche Vorurteile wir zum Teil unbewusst im Alltag integriert haben und welche Gegebenheiten wir dringend mal überdenken sollten.
    Zum Beispiel sehe ich nun (schon seit einer Hörprobe vom Buch) u. a. Freiwilligeneinsätze als Weiße im Ausland unter BPoC sowie die Darstellung von Weißen und Schwarzen in Geschichten usw. aus einem ganz anderen Blickwinkel…

    FAZIT: Zwar haben mir manche Themen etwas zu viel Raum eingenommen und von wieder anderen, hätte ich mir gerne noch mehr Input gewünscht. Dennoch konnte ich an den verschiedensten Stellen etwas für mich mitnehmen.
    Es ist definitiv ein Hörbuch, das zur Sensibilisierung bzgl. Rassismus im Alltag beitragen kann.
    Von mir gibt es daher eine klare Empfehlung!

  6. Cover des Buches 1000 Serpentinen Angst (ISBN: 9783596703807)
    Olivia Wenzel

    1000 Serpentinen Angst

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Jin_ny

    Das Buch ging mir näher als ich dachte.
    Im Gegensatz zur Autorin bin ich zwar hier nicht geboren und auch nicht schwarz, aber ich bin eine "Deutsche", die man auf dem ersten Blick so nicht kategorisieren würde. Auch wenn ich im ähnlichen Alter wie die Autorin bin, habe ich Rassismus nur "im kleinen Rahmen" erfahren, wenn man es überhaupt so nennen darf. Trotzdem konnte ich mich in sie hineinversetzen.

    WO KOMMST DU HER?
    Ich komme -
    WO KOMMST DU HER?
    Ich komme -
    WO KOMMST DU HER?
    Ich komme -


    Es sind meistens die kleinen banalen Dinge, viele Dinge, wie unter anderem diese Frage der Herkunft, die runtergespielt, verharmlost oder ins Lächerliche gezogen werden. Dann werden einem Dinge hinterher geworfen, dass man nicht so zimperlich oder empfindlich sein soll. Dass man endlich über den eigenen Schatten springen soll. Als ob all dies so einfach wäre.
    Ich kann zwar die Trauer, Verzweiflung und Verlustgefühle gut nachvollziehen, aber könnte jemand wirklich diese komplexen Gefühle von Nicht-Zugehörigkeit nachvollziehen, wenn dieser Jemand nie als Ausländer in einem fremden Land war? Ohne eine unterstützende Struktur eine funktionierenden Familie? Dass irgendwann tatsächlich so eine banale Frage wie "wo kommst du tatsächlich her" sich wie ein Schlangenbiss im Nacken anfühlt? Wie schnell die 1000 Ängste zusammenkommen können?

    Der innere Monolog mit sich selbst, dem eigenen Saboteur, den kennen viele. Die Stimme, die einem im Hinterkopf das zuflüstert, woran man nicht denken will. Die Dinge aufzählt, die man gar nicht wissen will und erst recht nicht konfrontiert werden mag. Und damit fängt das Buch interessante Weise an.
    Die Geschichte, die eigentlich keine richtige Geschichte im klassischen Sinn erzählt, ist eine Erzählung eingerahmt in einem großem Monolog einer Person, die nirgendwo wirklich hin gehört. Auf ständiger Suche nach Akzeptanz und Zugehörigkeit, denkt sie laut über Familie, Gesellschaft und die Liebe nach. Obwohl die Geschichte nicht linear erzählt wird, weiß man stets über welche Szene gesprochen wird und überraschender Weise war es zu keinem Zeitpunkt langweilig oder verwirrend. Es hat sich sehr gut gelesen und ich fand die Art der Dialoge sehr erfrischend. Das Ende fand ich übrigens sehr genial.

    WO IST ER JETZT?
    ...
    WO BIST DU JETZT?
    ...
    WO BIST DU JETZT?
    Ich schließe die Augen.
    Ich atme durch.

    Ich muss sagen, dass ich unglaublich viel Glück habe mit meiner Familie und meinen Freunden, sodass mich die rassistischen Ausfälle von den wenigen anderen nicht weiter gestört haben, höchstens genervt.
    Inzwischen versuche ich die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Ich denke mir, dass es auch vielleicht Neugierde ist, dass man einfach Interesse zeigen will ohne es böse zu meinen; nicht alle machen sich große Gedanken um die eigene Herkunft oder gar über die eigenen Taten. Ich will allerdings nicht sagen, dass man alles auf die leichte Schulter nehmen soll. Es geht darum versuchen einander zuzuhören. Man braucht hier eine Diskussion, eine Kommunikation miteinander und nicht nur für sich allein. Ich hoffe, dass dieses Buch oft gelesen wird, damit eine Diskussion stattfinden kann, wo man den anderen als Individuum wahrnimmt und nicht nur anhand von Rasse oder sonstigem Rahmenkonzept urteilt.

    You germans, you take everything so seriously! I think the key to everything is keeping a sense of humour, innit?


    ** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **

  7. Cover des Buches Ms. Marvel (ISBN: 9783957983381)
    G. Willow Wilson

    Ms. Marvel

     (10)
    Aktuelle Rezension von: sylviafors

    Ich habe mir Ms. Marvel gekauft, weil ich ein absoluter Marvel Fan bin. Ich bin neugierig geworden, weil das hochgelobt wird. Außerdem ist die Superheldin mal ganz anders als andere Superhelden.

    Kurzfassung:

    Kamala Khan  a.k.a. Ms. Marvel ist sechszehn Jahre alt und geht auf die Hight School.
    Sie ist ursprünglich Pakistanerin und ist moslimisch.
    In der Schule gehört sie deshalb nicht zu den beliebtesten Schülern.
    Kamala steht auf Superhelden, insbesondere die Avengers und spielt Zuhause gerne Videospiele.
    Eines Tages schleicht sie sich raus, um auf eine Party zu gehen. Auf der Straße passiert ihr aber etwas Seltsames und plötzlich hat Kamala, wie die Avengers Superkräfte.

    Nun kann sie aber diese Fähigkeiten nicht kontrollieren und hat Angst es jemanden zu sagen. Daraufhin entwickeln sich die Probleme.

    Kamala möchte ihr Geheimnis gerne ihre zwei besten Freuenden erzählen, Nakia und Bruno, aber sie weiß nicht wie.
    Doch dann schwebt Bruno in Gefahr und sie muss ihm zur Seite stehen.

    Meine Meinung

    Ich habe mir Extra die englische Ausgabe gekauft, weil das Cover so supergeil aussieht. Wenn ihr das andere Cover sieht, werdet ihr mich verstehen. Durch das Cover bin ich in die Versuchung gekommen mir auch so ein T-Shirt zuzulegen.

    Kamala lebt in der Marvel Welt. Da sind Die Avengers mit ihren Superkräften bekannt und überhaupt Menschen mit Superkräften, sind der Menschheit vertraut.
    Sie lebt in der Stadt Jersey City und ist auch dort aufgewachsen.
    Die Menschen lieben die Superhelden aber gehen auch ihre täglichen Alltag nach.

    Kamala ist Pakistanerin, aber sie ist in Jersey aufgewachsen, daher weiß sie nicht so richtig, wo sie hingehort.
    Sie möchte gerne wissen, wer sie wirklich ist, und möchte auch so cool sein und auf Partys gehen wie alle anderen. Das kann sie aber nicht machen, da sie erst sechszehn ist und ihre Eltern das nicht wollen. Als ausländische Deutsche, kann ich sehr gut nachvollziehen, wie sich Kamala fühlt. Als sechzehn weiß man sowieso nicht wer man ist, aber wenn man auch noch aus zwei Kulturen kommt, ist es umso schwerer.
    Was mich gestört hat war, dass Ms. Marvel einfach viel zu kurz war. Es hätte auch weitere tausend Seiten länger sein können.

    Graphic

    Ich lese ja nur selten Comic, aber ich muss sagen, dass die Bilder sehr aussagekräftig waren. Ich habe als Anfängerin das ganze vor mir wie ein Film gesehen. Besonders die verschiedenen Helligkeitstufen waren toll. Dadurch ist es noch richtig marvelouse geworden.

    Fazit:

    Für alle, die Spiderman oder Supergirl und nicht zu vergessen Captain Marvel super finden ist Ms. Marvel ein MUSS?
    Besonders geeignet natürlich für Jugendliche aber hey, es ist ein Comic. Jedes alter ist passend.
    Fünf von fünf Sternen für Ms. Marvel und ich werde mich jetzt mal auf die Suche nach dem nächsten Teil begeben.

  8. Cover des Buches »Gib mir mal die Hautfarbe« (ISBN: 9783407866899)
    Olaolu Fajembola

    »Gib mir mal die Hautfarbe«

     (6)
    Aktuelle Rezension von: claireb

    Das Buch "Gib mir mal die Hautfarbe - Mit Kindern über Rassismus sprechen" von Olaolu Fajembola und Tebogo Nimindé-Dundadengar gibt einen Einblick in Alltagsrassismus, der Kindern begegnet und gibt Hilfestellungen zum Umgang damit und zur antirassistischen Erziehung. 

    Sie erklären Begriffe und es gibt auch konkret Möglichkeiten zur Reflexion des eigenen Weißseins bzw. zur Reflexion der eigenen Rassismuserfahrungen. 

    Vieles davon wird in mir weiter arbeiten und ich werde das Buch vermutlich mehr als ein Mal lesen, um mich weiter zu verbessern. 

    Antirassismus kann schon bei den kleinsten Kindern anfangen - wenn es den Eltern und Bezugspersonen bewusst ist und es in die Erziehung einfließt. Dieses Buch gibt gute Hinweise und Anleitungen dazu, wie man damit anfangen kann.

  9. Cover des Buches Ein Baby! Wie eine Familie entsteht (ISBN: 9783328300861)
    Rachel Greener

    Ein Baby! Wie eine Familie entsteht

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Belladonna

    Meine Meinung

    Menschen sind vielfältig und so auch ihre Beziehungen und Familien. Rachel Greener zeigt in ihrem Sachbilderbuch »Ein Baby! Wie eine Familie entsteht« die ganze Diversität von mannigfaltigen Entstehungsprozessen einer Familie. Die anschaulichen Illustrationen der Künstlerin Clare Owen machen das Ganze für Kinder, fernab von verniedlichenden Storch-Geschichten, leicht zugänglich.

    Das Aufklärungsbuch ist in einem neutralen Ton gehalten und zeigt in einem vollkommen sachlichen Ton, wie Babys zustande kommen. Begonnen bei den geschlechtlichen Merkmalen über die biologischen Notwendigkeiten von Samenzelle und Eizelle für die Entstehung eines neuen Menschen.

    Großartig ist die Abbildung der ganzen Bandbreite von Zeugungsmöglichkeiten, bei der Rachel Greener nicht nur die natürliche Variante aufzeigt, sondern auch Befruchtung, Leihmutterschaft (die in einigen Ländern erlaubt ist) und Adoption aufführt. Außerdem wird auch auf die Gefahr einer Fehlgeburt eingegangen, was ein wichtiger Punkt für Familien mit kleinen Kindern ist, die einen solche Situation erleben.

    Das Wunder der rasch fortschreitenden Entwicklung des Babys im Bauch der Person, in der das Kind heranwächst, wird angeschnitten und mündet schließlich in einer ganzen Bandbreite an Geburtsszenarien. Besonders schön finde ich, dass auch die Begleiterscheinungen der sich ankündigenden Geburt aufgenommen wurden und so sicherlich Kindern, die ein Geschwisterchen bekommen, wichtiges Wissen vermittelt.

    Die farbigen Illustrationen von Clare Owen sind schlicht gehalten und geben ein klares Bild des Entstehungsprozesses eines Babys ab. Die abgebildeten Personen sind sehr unterschiedlich von Hautfarbe, Statur, manche sind tätowiert, sitzen im Rollstuhl oder tragen eine Brille oder Kopftuch, sodass auch hier ein umfassendes Bild der Gesellschaft entsteht.

    Auch wird in der Zusammenstellung der verschiedenen Personen gezeigt, dass eine Familie nicht nur aus Frau, Mann und Kind bestehen kann, sondern es auch gleichgeschlechtliche Verbindungen gibt, Alleinerziehende, Patchworkfamilien oder Familien, bei denen die Eltern nicht mehr da sind. Gerne hätte dies noch etwas ausführlicher sein dürfen, insbesondere mit Hinweisen zu Familienmodellen mit queeren Personen.

    Transsexualität wird im Buch zwar auch erwähnt, jedoch hätte das gerne auch noch etwas ausführlicher geschehen können und eigentlich hätte man schon bei der Erklärung des biologischen Geschlechts zu Beginn des Buches darauf eingehen können. Das sind jedoch minimale Kritikpunkte, die meine Begeisterung für dieses wunderbare Aufklärungsbuch für Kinder nur minimal schmälert.

    Fazit

    Ein herrliches Bildersachbuch, dass die Entstehung von neuem Leben erklärt und dabei den gesamten Regenbogen unserer Gesellschaft einfängt. »Ein Baby! Wie eine Familie entsteht« sollte ich keinem Haushalt mit Kindern fehlen, denn hier lernen die Kleinen auch noch, dass Diversität und verschiedene Familienmodellen etwas ganz Normales sind.

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    © Bellas Wonderworld; Rezension vom 22.08.2021

  10. Cover des Buches Dread Nation (English Edition) (ISBN: 9780062570628)
    Justina Ireland

    Dread Nation (English Edition)

     (3)
    Aktuelle Rezension von: zeilenrauschen

    Die Handlung beginnt in einer Art Militärakademie für Schwarze Frauen, in der die Protagonistin Jane ausgebildet werden soll, um später als private Astsistentin eine wohlhabende Lady vor den Untoten zu schützen. Rassismus und Diskriminierung - in dieser postapokalyptischen alternativen Welt absoluter Alltag. Doch Jane ist nicht gewillt, sich damit abzufinden, wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt zu werden.

    Von der ersten bis zur letzten Seite grandios erzählt, mit tiefgründigen Dialogen und einzigartigen Charakteren. Ich mochte, wie das Konzept „White-Passing“ historisch eingearbeitet und dass diesmal nicht die Liebe, sondern eine großartige Freundschaft im Enemys-to-Friends-Trope in den Fokus gerückt wurde.

    Der Schreibstil war recht direkt und schnörkellos, aber passend zum sarkastisch-resignierten Charakter von Jane. Insgesamt einfach erfrischend und unterhaltsam. Durch kleinere Briefausschnitte an den Kapitelanfängen und Rückblicke konnte ich viel über Janes Vergangenheit erfahren, was ihrem Charakter insgesamt viel Tiefe gegeben hat. Aber auch alle anderen Charaktere haben Zeit und Platz, sich zu entwickeln, zu wachsen und Vorurteile zu überwinden.

  11. Cover des Buches Folge deinem Stern (ISBN: 9783949315060)
    Stephanie V.W. Lucianovic

    Folge deinem Stern

     (2)
    Aktuelle Rezension von: KinderLeseWunder

    Mit diesem wunderschönen Buch kann ich meinen Kindern zeigen, dass sie sich in ihren Träumen nicht selbst beschränken brauchen. Behaltet Eure Träume im Auge und arbeitet daran sie zu erreichen, dann schafft ihr es, egal wie unwahrscheinlich sie erscheinen.

    Ein kleines Mädchen entdeckt am Nachthimmel einen hell leuchtenden Stern und findet zusammen mit ihrer Mama heraus, dass sie am Himmel eine #supernova beobachtet. Das Sterben des Sterns berührt das kleine Mädchen. Sie lernte alles über das Weltall, Galaxien, unsere Milchstraße und unser Sonnensystem und wurde zu einer Expertin auf diesem Gebiet. Bis sie eines Tages ihren Traum verwirklichen konnte.

    Eine der Inspirationsquellen war die Supernova eines blauen Superriesen im Jahr 1987 in der Galaxie „Große Magellanische Wolke“, die hell genug war, in die von der Erde aus zu sehen.

    Die stimmungsvollen Illustrationen verleihen dem Buch einen besonderen Glanz, denn auf jeder Seite fühlt man sich den Sternen im Universum ganz nah.

    In diesem Kinderbuch lernen die LeserInnen, dass die eigenen Träume durch Fokussierung und Bildung erreichbar sind. Es macht Hoffnung und hinterlässt die LeserInnen zuversichtlich, das eigene Leben gestalten zu können.

  12. Cover des Buches Keiner zwischen uns (ISBN: 9783764171209)
    Carolin Hristev

    Keiner zwischen uns

     (6)
    Aktuelle Rezension von: ClaraOswald

    Nun, ich hatte ein wenig Bedenken, wegen der Homofeindlichkeit... ob ich das aushalten würde. Und es tat schon richtig weh, wie Nelson Hamza (seinen besten Freund, Bruder) einfach fallengelassen hat, weil er nicht als schwul gelten wollte bzw. nicht wieder gemobbt werden wollte. Erstmal war ich fassungslos, aber klar, es ist ja leider heute noch so. Und partiell konnte ich Nelsons Verhalten auch nachvollziehen: er wächst in dieser homofeindlichen Atmosphäre auf, gibt Hamza die Schuld, daran, dass er schwul ist (oh, dear) und hat natürlich wahnsinnige Angst, die letzten Schuljahre wieder fertiggemacht zu werden, wie zu Beginn. Er ist 15. Er pubertiert. Er ist verzweifelt. Einerseits will er seinen besten Freund nicht verlieren, andererseits will er nicht gemobbt werden.

    Jetzt kann ich als weiße Frau, die schon knapp 10 Jahre keine Schule mehr betreten hat, nicht sagen, ob das jetzt zu klischeehaft von Carolin Hristev beschrieben ist. Ich sehe aber auch hier Schüler*innen hier, die sich immer noch mit dem Wort „schwul“ beschimpfen und kenne genug Menschen, die nahezu täglich homophobe Sprüche ertragen müssen. Was ich dann auch kurz nicht glauben möchte, weil wir doch im Jahr 2022 leben. Jedenfalls passte Nelson mit seiner (irrationalen) Angst als schwul zu gelten, weil er einen schwulen Freund hat (als ob) und dass dieser auf ihn steht (wtf), schon gut rein.

    Die Storys zur Klassenfahrt/Krankenhaustrip sind schon ziemlich abgefahren – ich habe das aber einfach mal aus Unterhaltungsgründen so hingenommen und nicht weiter hinterfragt. Die rassistischen Plakate waren mir etwas viel, das hätte man weniger detailliert aufführen können. Schließlich sind sie auch verletzend für Menschen, die dieses Buch dann lesen. Der aufgeführte Rassismus von einzelnen Protagonisten (wo kommst du wirklich her?) war reichlich vorhanden und auch Nelsons Hilflosigkeit darauf zu reagieren. Hier war die junge Frau mit den Dreadlocks (kulturelle Aneignung), die mit Nelson englisch spricht (weil er eine POC ist) ein Beispiel für Rassismus von Leuten, die sich weltoffen und hilfsbereit geben (sie meinen es ja nur gut). Vielleicht regt es ja einige Leser*innen zum Nachdenken an.

    Ich fand auch Marie als zweiten Hauptcharakter viel stärker zum Ende des Buches hin. Sie zeigt auf, dass man sich von seinem Freund, Freund*innen, Mitschüler*innen oder auch von den Eltern nicht zu abhängig machen sollte. Sie war insofern viel stärker als Nelson und stand für sich und ihre Meinung ein. Das fand ich eine gute Botschaft an die jungen (hetero) Frauen (nicht nur im Teenie-Alter, die sich das nicht trauen).

    Die Autorin war schon sehr bemüht ein happy end zu beschreiben, das war weniger glaubwürdig. Dennoch fand ich Hamzas und Nelsons Abschluss eher überzeugend: Hamza enttäuscht von seinem besten Freund; Nelson sieht ein, dass er noch viel lernen und stärker werden muss. Es gibt Hoffnung für beide und der Bösewicht kapiert es auch und ist nicht mehr so böse, nun gut. Es ist ein Jugendroman, und er muss auch jungen LGBTQIA*-Personen Hoffnung geben, dass alles gut werden kann, egal in welchem Umfeld sie sich befinden.

    Und vielleicht bin ich jetzt tatsächlich zu alt für Jugendsprache; jedenfalls fand ich es nicht seltsam, sondern hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass das wirklich gut umgesetzt wurde.

    Hab jedenfalls einen Stern aufgerundet, weil ich trotz allem mitgefühlt habe und mich auch gut unterhalten gefühlt habe.

  13. Cover des Buches Zack! (ISBN: 9783948690090)
    Volker Schmitt

    Zack!

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Mitherzundbauch

    Worum geht es?

    Bonny zieht mit ihren Eltern und dem kleinen Bruder in ein neues Haus am Meer. In ihrer ersten Nacht schläft sie sehr schlecht und plötzlich sieht sie eine Katze auf dem Baum neben ihrem Fenster. Sie folgt ihr bis zum Strand und findet…. Einen zotteligen Mann, voller Seetang und ohne Gedächtnis! „Das ist bestimmt ein Pirat“ denkt sich Bonny. Immerhin fehlt ihm ein Bein! Und ehe es sich der Mann versieht, hat er einen Namen (Zack!) und Bonny bastelt an einem Boot, um seine Crew zu suchen. Die muss ja irgendwo stecken. Ob Bonny es wirklich mit einem Piraten zu tun hat und was auf dem Meer passiert, müsst ihr selbst herausfinden…


    Meine Meinung: 

    Bisher habe ich mich noch nicht an das Vorlesen von Comic herangewagt, aber dieser Titel klang zu interessant. Also haben wir es ausprobiert und ich frage mich ernsthaft, warum ich vorher gezögert habe?! Comics lassen sich super vorlesen, auch wenn das Leseerlebnis anders ist als bei Fliesstexten. Meine Tochter ist völlig gebannt von den wunderschönen und actionreichen Illustrationen und von der Piratengeschichte. Besonders gut kann sie sich dabei mit Bonny identifizieren, einer unerschrockenen, mutigen und sehr sympathischen Heldin, die aus den üblichen Rollenklischees fällt. Tatsächlich ist dies die erste Piratengeschichte mit einer weiblichen Hauptperson. Das fiel sogar meiner Tochter auf, die Piraten liebt. 


    Auf knapp unter 100 Seiten werden wir großartig unterhalten und es mangelt keine Sekunde an Spannung! Der kritische Leser mag bemängeln, dass Bonny auch Dinge macht, auf deren Idee man am besten kein Kind bringt (im Morgengrauen allein aus dem Haus, auf einem selbst gebauten Boot in See stechen). Aber tatsächlich sehe ich das als völlig unproblematisch an. Meine Tochter weiß, dass sie nicht alleine gehen darf, und würde allein durch ein Buch auch nie auf die Idee kommen. 


    Zum Vorlesen empfehlen wir es ab 4,5-5 Jahren und zum Selbstlesen macht es sicher auch noch Kindern rund um 10-11 Jahren Spaß.


    Fazit: Wir sind restlos begeistert von diesem divers illustrierten, klischeefreien Comic mit der richtigen Mischung aus Spannung und Witz!

  14. Cover des Buches Und jetzt du. (ISBN: 9783328110309)
    Tupoka Ogette

    Und jetzt du.

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Ansonstern

    Wenn man jemandem ein Buch empfehlen und jemanden davon überzeugen möchte, es zu lesen, beschreibt man es oft mit Worten wie “garantiertes Lesevergnügen” oder “es wird dir bestimmt gefallen”. Es gibt aber auch Bücher, die muss man lesen – nicht aus Spaß, sondern aus Pflicht. Die Schulzeit mit ihren Pflichtlektüren mag hinter uns liegen, aber – wie es auch im Buch bereits heißt – es geht nicht nur darum, was du alles kannst. "Wir dürfen alles [sagen]. Die Frage ist, ob wir es wollen." Ich weiß nicht, ob jemals der “richtige” Zeitpunkt kommt, um das Buch zu lesen, ob man den Luxus hat, es sich auszusuchen oder nicht. Rassismus ist kein Trend und rassismuskritisch denken und leben keine Phase, das musste auch ich erst begreifen.  

    Eines Tages habe ich mal kurz in der Einleitung geblättert, wie man es eben so macht, wenn ein Buch vor uns liegt und wir noch ein paar Minuten Zeit haben, um reinzulesen. Warum nicht? Noch in der Einleitung war ich schon so tief darin versunken, dass ich wusste, dass ich nicht nach Hause gehen konnte, ohne dieses Buch gekauft zu haben. Es ist ein Buch, das an manchen Stellen sprachlos macht und gleichzeitig Worte verleiht, die mir bis dato gefehlt haben.

  15. Cover des Buches Unfit to Print (ISBN: 9781912688012)
    KJ Charles

    Unfit to Print

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Wed to the Barbarian (Barbarian Duet Book 1) (English Edition) (ISBN: B09HJBKRQ2)
  17. Cover des Buches Against White Feminism (ISBN: 9783446276727)
    Rafia Zakaria

    Against White Feminism

     (6)
    Aktuelle Rezension von: CocuriRuby

    Gleich mal vorweg gesagt, ich finde das Thema extrem wichtig, denn Feminismus muss für alle Menschen einstehen und funktionieren und das tut es derzeit nicht.

    Bücher die auf Probleme hinweisen sind deshalb per se wertvoll, weil es nur dann in die richtige Richtung gehen kann.


    Allerdings hatte ich mit diesem Buch im speziellen meine Probleme.

    Es gab vorrangig drei Problemfelder die mir den Zugang schwer gemacht haben:


    1 – Zugeschnitten auf den (institutionellen) US-Feminismus,

    der sich von meinem persönlichen Umkreis/Bubble-Feminismus, aber auch von den allgemein europäischen erheblich unterscheidet.

    Hatte auch das Gefühl, dass die Autorin, klassisch amerikanisch, übersieht, dass es noch andere Länder gibt, außerhalb der USA (und vielleicht noch Großbritannien).

    Was bei vielen sehr steilen Thesen oder Schilderungen die hier aufgestellt wurden, ich nicht selten dachte, dass das ganz weit weg von meiner Wahrnehmung/Realität ist.

    Das mag sicherlich z.T. das Problem selbst sein, also dass ich geprägt bin vom weißen Feminismus, aber ich konnte mir bei weitem nicht alles damit erklären und behaupte, dass nicht alles was die Autorin aufstellt eine Allgemeingültigkeit hat.


    2 – Die Art der Gesprächs-/Argumentationsführung. 

    Der klassische Einstieg in ein Kapitel läuft wie folgt ab: Die Autorin haut erst einmal voll mit dem Knüppel drauf – und erzählt einen dann, warum das aus ihrer Sicht aber gerechtfertigt ist. Das kann man natürlich machen, aber das ist keine Einladung zu einem Gespräch.


    3 – Weiße sind nicht die Zielgruppe. 

    Das ist eine These, die ich in den Raum stelle, der sich aus den vorherigen Punkt ergibt, weil ich oft nicht das Gefühl hatte, dass hier die Einladung zu einer Diskussion ist (oder zumindest keine clevere).

    Und auch das kann natürlich auch schlicht wieder Teil des Problems sein, dass ich als weiße Person wie selbstverständlich davon ausgehe, dass sich das Buch an mich als potentielle Leserschaft richtet, es aber vorrangig an PoC gerichtet ist.

    Wenn aber so gar kein Bogen zurück geschlagen wird, denn das Problem liegt ja beim weißen Fem., dann ist das schwierig.



    Kommen wir aber mal zu ein paar der Thesen, die aufgestellt werden, die ich bestenfalls als steil bezeichnen würde, schlimmstenfalls als haltlos.


    Bereits ganz zu Beginn wurde die These in den Raum stellt, dass weiße Mittelschichtsfrauen sich nicht mal vorstellen können, dass sie selbst von häuslicher Gewalt betroffen sein könnten. Da diese jedoch den Kern des weißen Fem. bilden, lehnen sie diese Sicht ab und diese Erfahrungen spielen dann auch im Fem. keine Rolle.

    ...das war z.B. einer dieser Punkte (1) bei denen ich dachte: „ähm, nein“…

    Oder, dass im weißen Fem. „Freiheit“ hauptsächlich bedeutet, Sex zu haben (haben zu müssen – Sexpositivität).


    Oder dieser CIA-Film (von dem ich noch nie gehört hatte), dem sie unterstellt hat, dass dieser als Meisterwerk des Feminismus angesehen wurde. Nach den Beschreibungen zu urteilen, würde ich den Film als klassisches Beispiel für toxischen US-Patriotismus und Kriegspropaganda einstufen und habe den Zusammenhang mit Feminismus nicht verstehen/sehen/nachvollziehen können, nur weil die Hauptfigur weiblich war.

    Oder der Afghanistankrieg wurde hier als „feministischer Krieg“ bezeichnet bzw. dass dieser als solche geframt wurde – was ich auch nie so wahrgenommen hatte in der Berichterstattung, die mich hier in Deutschland erreicht hat.

    Aber genau das waren solche Fälle, bei der Kriegspropaganda als „weißen toxischen Fem.“ bezeichnet wurden und das fand ich schlicht nicht zulässig.

    Solche Punkte finden sich aber zu Hauf in dem Buch.


    Wobei ich nicht sagen möchte, dass es ausschließlich solche (für mich) verdrehten/sonderbaren Darstellungen gab.

    Es zeigt z.B. auch auf, wie die geforderte Emanzipation des Westens auf die Abgrenzung der weißen Frau zur PoC-Frau beruht oder wie der weiße „Rettermythos“ aufrecht erhalten wird oder den rhetorischen Aufbau von „wir“ und „die“.

    Es zeigt auf, wie gerade internationale feministische Hilfsorganisationen letztlich rassische Narrative bedienen und diese sogar ganz bewusst stärken, um ihren wirtschaftlichen Status nicht zu gefährden. Dabei geht es vor allem auf die Verschiebung der Wortbedeutung von „Empowerment“ ein.

    Es zeigt die Rolle des Neoliberalismus und die Bigotterie der westlichen Bevölkerung.

    Es verdeutlicht die Grundeinstellung, als müssten PoC-Frauen durch Maßnahmen weißer zur Selbstbestimmung erzogen werden, als hätten sie keine eigenen Ideen, als seien sie unpolitisch und unwissend - man begegnet ihnen nicht auf Augenhöhe, sondern „Hilfe“ wird nur in der Form geleistet, wie es die weißen Sponsor:innen für nützlich halten und wehe die PoC-Frauen sind dann nicht auch noch dankbar, dass sie völlig übergangen wurden.


    Ich konnte durchaus gewisse Aspekte für mich raus ziehen und es hat auch Stellen gegeben, die eine Selbstruflektion regelrecht verlangt haben.

    Dennoch hatte ich es schwer mit dem Zugang (Gründe hatte ich genannt) und hatte nicht den Eindruck, dass das Ziel wirklich ein Gespräch/Diskurs ist.

    Da gab es durchaus andere Werke, die das gleiche Thema ansprechen und es besser gemacht haben.

  18. Cover des Buches Blackout (ISBN: 9783570315583)
    Dhonielle Clayton

    Blackout

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    In New York herrscht eine Hitzewelle und zu allem Überfluss findet auch noch ein stadtweiter Stromausfall statt. Die LeserInnen begleiten in abwechselnd erzählten Geschichten diverse Jugendliche durch die Hitze und den Stromausfall. Sie alle befinden sich in unterschiedlicher Konstellation in ganz New York verteilt und versuchen irgendwie schnell und sicher von A nach B zu kommen.

    Fast alle der Protagonisten sind people of color und queer.

    Diese Kombination fand ich beim Lesen irgendwann etwas anstrengend, weil ich das Gefühl hatte, immer wieder den moralisch korrekten Holzhammer über den Schädel gezogen zu bekommen. 

    Die sechs durchweg dunkelhäutigen Autorinnen hatten sicherlich das Ziel, wichtige Themen wie Herkunft, Hautfarbe und Sexualität in einer für alle verständlichen Art und Weise der eher jüngeren Zielgruppe näher zu bringen. Was natürlich grundsätzlich eher lobenswert, als kritikwürdig ist. Dafür muss man aber auch richtig an die Sache herangehen. 


    Hierbei handelt es sich eher um einen gewollt moralisch aufklärenden, oft, wegen der vielen Protagonisten, verwirrenden und nicht besonders spannenden Jugendroman, der nicht lange im Gedächtnis bleibt

  19. Cover des Buches The Barbarian's Vow (Barbarian Duet, Band 2) (ISBN: 9781988260631)
  20. Cover des Buches Juliet Takes a Breath (ISBN: 9781626012509)
    Gabby Rivera

    Juliet Takes a Breath

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Cattie

    I really really wanted to like this book. It has appeared on my social media feeds a couple of times when it came out almost two years ago and the gorgeous cover had me instantly hooked. However, I have not heard much of the book since then, so I was really glad to finally be able to read it myself.


    From the first page, the novel caught me. It is a rather quick read and I like how the reader gets introduced to Juliet and her family. I had expected the book to be sprinkled with references to feminism, the lgbtqia+ society and discourse and I was particularly happy to see a Latina as the protagonist. However, the topics are way more prominent than I thought they would be, which was a pleasant surprise. I have never read a book in which the queer discourse was so directly addressed and this alone speaks in favour of the story. Rivera to put a lot of explanations in her story and tries to inform about, for example, preferred gender pronouns or polyamory. Nevertheless, she is often telling instead of showing, which is a bit of lazy writing in my opinion and mitigates the story. Yet, her addressing a lot of topics from an own-voice perspective still makes for a great read.


    Upon her coming out as a lesbian, Juliet is met with both rejection and support from her family. Both aspects are elaborated by Rivera to the same extent, which I think is important and eventually help Juliet and her mother find together again. In general, it was nice to read about so many people supporting Juliet and helping her figure out who she is and who she is not. Juliet often takes the time to reflect on her situation and although she made a couple of choices I would describe as unwise, I still enjoyed reading about her. On the contrary, I did not like Harlowe but I believe you should not take too much a liking to her anyway. It is not only the way she almost always speaks from a white feminist viewpoint only but generally the idea that she takes herself too seriously and not gets other people enough room to speak for themselves. I can understand why her relationship falls apart, yet I love how all people involved still are on good terms, remain close friends, and support each other. There are a lot of positive vibes in the novel basically screaming ‘love yourself the way you are’, a really powerful message.


    Still, some aspects of the novel struck me as illogical. First of all, the way Juliet got her internship and the fact that Harlowe even offered such an opportunity and a place in her home to a random girl were a bit far stretched, in my opinion. Juliet’s task seemed rather pointless and random and I at times felt like Rivera only needed an excuse to take Juliet away from her home in the Bronx to place her in Portland and the internship-option allowed for a somewhat feasible explanation. Second, I also found Juliet taking a plane from Portland to Miami after her fall-out with Harlowe not very likely and realistic. I understood that she wanted to get away, but I find this a rather drastic decision for a 17-year-old.


    All in all, I enjoyed Juliet Takes a Breath and will definitely pick up another book by Rivera again. There were some small contextual aspects I did not like as much, yet I will only give the book 4 stars, but I am already thinking to whom I might recommend it.

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